Wer Musik liebt, kennt seine Stimme: Peter Urban ist ein absoluter Musik-Insider, der mit seiner unvergleichlichen Art Geschichten erzählen kann. Er war schon auf über 5.000 Konzerten, trifft bis heute die Großen des Musikgeschäfts und ist selbst Musiker. Im Podcast Urban Pop trifft er auf den NDR-Musikjournalisten Ocke Bandixen. Sie reden über Weltstars von Bowie bis Springsteen, von Johny Cash bis Taylor Swift, über Bands von den Beatles bis U2, über Insider-Stories und Musik-Historie. Ein Muss für alle Fans von guten Gesprächen über gute Musik.
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Sein Können als Schlagzeuger ist unbestritten, seine Erfolge auch als Solokünstler immens, seine weltweite Fangemeinde ist groß. Ihm wurde es schnell langweilig, so beschreibt Phil Collins es selbst in seiner Autobiographie „Da kommt noch was“. Schon in den 70er Jahren trommelte er neben Genesis bei der Jazzfusion-Band „Brand X“, spielte auf den Solowerken von Peter Gabriel und auch Steve Hackett mit. Als Genesis Ende der 70er Jahre länger pausierte, begann er, eigene Lieder zu schreiben und auf...
Bob Dylan, der wiedergeborene Christ? Er meinte das sehr ernst. Ab Ende der 1970er Jahre kamen drei Alben mit Bekenntnissen und biblischen Bildern heraus, musikalisch zum Teil herausragend. Anfang der 1980er war es damit vorbei. Bob Dylan geriet künstlerisch in eine Sackgasse. Zwar nahm er nach wie vor Alben auf und hatte ein treues Konzertpublikum. Aber Dylan zweifelte an sich, an seiner Stimme, an den Aufnahmen seiner neuen Lieder, auch wenn zahlreiche hochkarätige Musiker sich geradezu darum ...
Der Podcast taucht tief in Bob Dylans künstlerische Entwicklung nach seinem Motorradunfall 1966 ein, eine Zeit des Rückzugs und später radikaler musikalischer Kurswechsel. Es werden Alben wie "Nashville Skyline" und "New Morning" besprochen, seine schwierigen Beziehungen zu Managern und Produzenten, sowie die Zusammenarbeit mit The Band auf "Planet Waves". Ein besonderer Fokus liegt auf dem zutiefst persönlichen "Blood on the Tracks", das die Trennung von seiner Frau thematisiert, und der legendären, spontanen "Rolling Thunder Revue".
Peter Urban erkundet die tragische Geschichte des britischen Musikers Nick Drake, dessen zauberhafte, melancholische Folkmusik zu seinen Lebzeiten kaum Beachtung fand. Die Episode taucht ein in Drakes Kindheit, seine prägenden musikalischen Einflüsse und seinen Kampf mit Schüchternheit und Depression, die ihn am Live-Erfolg hinderten. Trotz dreier bahnbrechender Alben erlebte er nie die Anerkennung, die seine zeitlose Musik heute genießt.
Peter Urban und Ocke Bandixen diskutieren REMs Weg durch die 90er-Jahre und darüber hinaus, beginnend mit Bill Berrys gesundheitlich bedingtem Ausstieg und den Herausforderungen als Trio. Sie analysieren Alben wie "New Adventures in Hi-Fi", "Up" und "Reveal", heben besondere Songs hervor und beleuchten das politische und gesellschaftliche Engagement der Band. Die Folge schließt mit dem letzten Album "Collapse Into Now" und der Erklärung, warum REM ihre Karriere 2011 mit Integrität beendeten und ein Comeback ausschließen.
Mit ihrem siebten Album „Out of Time“ beim Majorlabel Warner und den Hits „Losing My Religion“ und „Shiny Happy People“ erreichten sie weltweit Anerkennung und hohe Chartplätze. R.E.M. werden zu internationalen Rockstars. Michael Stipe entwickelt sich vom schüchternen Sänger zur charismatischen Bühnenpersönlichkeit. „Automatic For The People“ hieß das Album, mit dem R.E.M. Mitte der 1990er Jahre ihren Welterfolg noch ausbauen konnte. Große Konzerte auf monatelangen Tourneen zeigten dies eindruck...
Vier Studenten aus Athens, Georgia, geprägt von Glamrock, Folk und Punk, die anfangen, ihre eigene musikalische Sprache zu finden. R.E.M. sind mit ihrem rätselhaften Gitarrenrock schnell Lieblinge der Collegeszene der USA. Später werden sie zu einer zentralen Band der Alternative Rock-Szene. Die flirrende, sofort erkennbare Stimme des Sängers Michael Stipe, dazu seine lyrischen Texte und seine charismatische Bühnenpersönlichkeit – R.E.M. haben mehr und mehr Erfolg. Lange bleiben sie mit ihrer Mu...
“Owner of a lonely heart” wurde fast ungewollt zu dem bis heute bekanntesten Lied der Band Yes Anfang der 80er. Solo-Projekte und neue Band-Ideen hatten die Mitglieder auseinandergebracht, aber Produzent Trevor Horn schuf ein zeitgemäßes Klangbild der ProgRocker. Die Besetzungen der Band wechselten fast von Album zu Album. Einzelne Lieder begeisterten die Fans immer noch, denn die Stärken der virtuosen Musiker waren ja noch vorhanden, jedoch die Lieder wurden zum Beispiel auf „Big Generator“ wie...
Yes wurden ab den frühen 70er Jahren zum Taktgeber des Progressive Rock. Wie weit konnte eine Band gehen? 1972 legte die Band ihr Meisterwerk „Close To The Edge“ vor, eine Klangreise mit nur drei Titeln mit furios gesteigerten und abgewechselten Rhythmen und Harmonien: Popmusik, die durchdacht und geistreich erweitert wurde. Yes wurden spätestens jetzt zu einem Superact des Rock, in Europa wie auch in den USA. „Tales From Topographic Oceans“, 1973, das Nachfolgewerk, überforderte dagegen viele F...
Es brauchte ein paar Jahre und einige Alben, bis die Bandmitglieder von Yes ihre musikalische Sprache gefunden hatten: virtuoses Spiel, Formensprünge, Popsuiten, in denen alle fünf Mitglieder ihr Talent zum Klingen brachten. Nicht einzelne Lieder, sondern Alben mit langen musikalischen Geschichten waren das, was Yes den Erfolg brachte. Sänger Jon Anderson fiel mit seiner charakteristischen hohen Stimme besonders auf. Progressive Rock, das neue Genre der frühen 70er Jahre, wurde bald stark von Ye...
„The Heat Is On“ oder “The Boys Of Summer”, nur zwei Beispiele für Soloerfolge von Glenn Frey und Don Henley in den 80er Jahren. Beide bemühten sich, mit der Musik der Zeit Schritt zu halten. Frey gelingt es mit fröhlichen Liedern in Motown-Tradition, Henley verbindet Zeit und Konsumkritik mit seinen Liedern. Don Henley erreichte dauerhafte Anerkennung und Verkaufserfolge, Frey versuchte sich nebenbei auch als Schauspieler, zum Beispiel bei „Miami Vice“. Lange Zeit schien eine erneute Zusammenar...
„Hotel California“ – ein Geniestreich von einem Lied, komponiert vom Gitarristen Don Felder, getextet und gesungen von Don Henley, musikalisch unvergleichlich umgesetzt durch die Eagles Mitte der 70er Jahre. In der Krise der Band entstand dieser Klassiker, andere folgten, die Eagles hatten es wieder geschafft! Einzelne Musiker hatten die Band verlassen und waren ersetzt worden, dem Sound und der Güte der Musik tat das keinen Abbruch; im Gegenteil, die Ideen kamen an. Aber die Eagles waren nach J...
Peter Urban und Ocke Bandixen tauchen ein in die Gründungsgeschichte der Eagles, einer Band, die Musiker aus verschiedenen Teilen der USA in Los Angeles zusammenführte. Sie besprechen die entscheidende Rolle von Linda Ronstadt und David Geffen, die Aufnahme ihrer ersten drei Alben "Eagles" (1972), "Desperado" (1973) und "On the Border" (1974) sowie die Entwicklung ihres charakteristischen Sounds. Die Episode thematisiert auch die Reibungen innerhalb der Band, den Kampf um einen rockigeren Sound und wie Songs wie "Take It Easy" oder "Best of My Love" entstanden, die trotz gemischter Kritiken vom Publikum geliebt wurden.
Ulla Meinecke, der Gast dieser Folge, erzählt von ihren Anfängen in Frankfurt und Hamburg, dort an der Seite von Udo Lindenberg, dann von der West-Berliner Szene Anfang der 1980er Jahre. Die Single „Die Tänzerin“ ließ 1983 alle aufhorchen, die sie bisher überhört hatten, Gold- und Platinalben folgten. In den frühen 1990ern brachte sie ihre Liedersammlung „Löwen“ heraus, Coverversionen mit Nachdichtungen von Bruce Springsteen- und Joe Jackson-Songs, gelobt zum Beispiel von Billy Joel, der sich be...
100 Folgen „Urban Pop“! 100mal haben Peter Urban und Ocke Bandixen über legendäre Bands gesprochen, über Künstlerinnen und Künstler. Seit 2021 erscheint alle zwei Wochen eine neue Folge, in der zum Beispiel der künstlerische Weg von Joni Mitchell nachgezeichnet wird - oder der von Bruce Springsteen, dem Peter schon bei seinem ersten Konzert in Hamburg begegnet ist. Viele persönliche Treffen, Interviews und Konzerterinnerungen machen die Geschichten im Gespräch mit Ocke lebendig: von Kate Bush bi...
Alles wurde anders, als Steve Winwood den Schritt aus der Isolation seiner englischen Farm machte und nach New York ging. „Higher love““ und „Back in the high life again“ zeugten von Freude an frischer Musik und dem Austausch mit Nile Rodgers, Chaka Khan und James Taylor. Steve Winwood wurde unversehens Mitte der 1980er Jahre ein Star im Hitradio und Musikfernsehen. „Roll with it“ konnte wenig später noch einmal daran anknüpfen. Steve Winwood musste niemandem mehr etwas beweisen, er nahm danach ...
Der zweite Teil über Steve Winwood taucht tief in die Wiedervereinigung von Traffic und Alben wie "John Barleycorn Must Die" und "The Low Spark of High Heeled Boys" ein, die die Band zu einer gefeierten Live-Attraktion machten. Es werden Winwoods kreative Resilienz und seine Session-Arbeiten hervorgehoben, aber auch die gesundheitlichen Probleme und Drogensucht von Chris Wood thematisiert, die zum Ende von Traffic führten. Die Episode schildert zudem Winwoods Neustart als Solokünstler, seine Unsicherheiten im Punk-Zeitalter und seinen erfolgreichen musikalischen Wandel mit dem bahnbrechenden Album "Arc of a Diver".
Der Junge aus Birmingham konnte den Begriff „Wunderkind“ nicht leiden. Aber was der sehr junge Steve Winwood an der Gitarre, an der Orgel oder beim Gesang zeigte, legte diese Bezeichnung einfach nahe. In der Band seines älteren Bruders zeigte er schon als Teenager, wie alter Soul und Blues klangen. In der Spencer Davis Group steuerte er gleich noch als Autor die Hits bei. Klar, dass das Talent des Steve Winwood nach weiteren musikalischen Abenteuern verlangte. Mit Traffic fand er Mitstreiter, di...
Andy Warhol starb 1987. Bei einer Trauerfeier begegneten sich die früheren Freunde John Cale und Lou Reed das erste Mal seit den 70er Jahren wieder. Sie beschließen, gemeinsam ein Erinnerungsalbum für ihren verstorbenen Mentor Warhol aufzunehmen. „Songs for Drella“ enthält sparsam instrumentierte Erzählungen von seiner Arbeit, von Traumfantasien und auch von persönlichen Begegnungen mit dem Künstler. Eine kurzfristige Zusammenarbeit der beiden als „The Velvet Underground“ gemeinsam mit Mo Tucker...
John Cale und Lou Reed suchten in den 70er Jahren stets neue Formen für ihre Musik. Cale produzierte neben Nicos Alben auch „Horses“ von Patti Smith und das Debütalbum der Stooges. Sein Album „Paris 1919“ stach heraus und ließ sein musikalisches Wissen und Können aufscheinen. Lou Reed lieferte mit „Berlin“ eine durchgehende Erzählung in Liedern, mit „Metal Machine Music“ ein verstörendes Noise- und Industrial-Werk, das sein Publikum eher verschreckte. Danach wechselte er wieder ins leichtere Fac...
The Velvet Underground lieferten mit ihrem zweiten Album einen noch düsteren Einblick in den New Yorker Underground und die dazugehörigen Rockwelten. Lou Reed blieb der Kopf der Band, Nico und John Cale gingen eigene Wege. Danach zerfloss die Idee der Band zunehmend, nur noch einzelne Lieder der weiteren Alben hatten weiter die Sprengkraft der ersten, die Band wurde schließlich aufgelöst. Auch eine Reunion in den frühen Neunzigern hinterließ bei den Akteuren und Fans einen Kater. John Cale half ...
Diese Band lieferte das Gegenteil von Flower Power und Hippie-Seligkeit: The Velvet Underground, 1965 in New York gegründet von Lou Reed und John Cale. Düster, laut, gegen die Erwartungen von Wohlklang und Harmonie. The Velvet Underground vertonten den Alltag von Junkies und Prostituierten, von Gosse und Gewalt. Andy Warhol konnte ihren Klang gut gebrauchen für seine Vernissagen und Film-Happenings, das berühmte Album mit der Banane drauf war das Ergebnis. Er hatte ihnen die deutsche Sängerin Ni...
Sade schaffte es, auch nach längeren Pausen die Spannung zu halten: wie wird ihre neue Musik klingen? Die prägende 80er Jahre – Instrumentierung änderte sich behutsam, Sade sang noch genauso leidenschaftlich und warm von Liebe und Verlust, von Beobachtungen und schweren Schicksalen. Jedem der selten veröffentlichten Alben folgte eine umjubelte Welttournee, dennoch suchten sich ihre Mitmusiker schon Nebenprojekte, um nicht immer nur zu warten. Nach langer Pause erschien 2010 das Album „Soldier Of...
Die Stimme, der Sound, der Look: die Popmusik war ab Mitte der 80er Jahre um eine Farbe reicher – Sade. Die britische Sängerin Sade Adu bezauberte die Welt mit ihrer Mischung aus Pop und Soul, gemischt mit Anklängen an südamerikanische Musik und Jazz. „Smooth Operator“ wurde zu einem Welthit, auch ihr erstes Album „Diamond Life“ wurde zum ersten Höhepunkt ihrer Karriere. Sades Ausstrahlung trug zu ihrem internationalen Erfolg maßgeblich bei, das ehemalige Model, deren Vater aus Nigeria stammte, ...
Page und Plant – das Doppelpaar von Led Zeppelin - liefert 1998 noch einmal neue gemeinsame Musik auf dem Album „Walking into Clarksdale“. Danach trennen sich die Wege der beiden aber wieder. Robert Plant sucht sich neue musikalische Partner. Er überzeugt mit Abenteuerlust und Freude am Austausch, Bandprojekte wechseln sich ab. Er sucht jedoch nicht mehr unbedingt die großen Arenen. Jimmy Page taucht über die Jahre als gefeierter Gastmusiker auf, er zeigt sich verantwortlich für das Erbe von Led...
Nach dem Ende von Led Zeppelin geht Robert Plant viele andere Wege. Schon in den 80er Jahren veröffentlicht er sowohl Alben mit Klassikern, neu interpretiert mit Freunden, als auch neue Lieder auf einer Reihe von Alben. Die Klänge sind leichter, poppiger. Robert Plant weitet seinen musikalischen Horizont ständig. 1993 erreicht mit „Fate of Nation“ sein Schaffen einen Höhepunkt, erstmals geht er auch wieder auf Tournee. Jimmy Page versucht, mit The Firm, einer neu formierten Band um ihn und den S...
Led Zeppelin waren nach ihren vier ersten Alben zum Maßstab der Rockmusik geworden. Gewaltig war ihre musikalische Kraft, scheinbar unerschöpflich ihre Quellen. Auch ihr Album „Houses of the Holy“ im Jahr 1973 wurde ein weltweiter Riesenerfolg. Ein Unfall, private Schicksalsschläge, die Drogensucht einzelner Bandmitglieder lenkten die Konzentration von Led Zeppelin auf andere Gebiete, ein Konzertfilm wollte ebenfalls nicht gelingen. Schließlich starb der Schlagzeuger John Bonham – das Ende der B...
Diese Band berauschte die Musikwelt ab Ende der 60er Jahre. Alles an ihr schien größer, intensiver, kraftvoller zu sein, als das bis dahin The Who, die Rolling Stones oder Cream geliefert hatten. Led Zeppelin: das Quartett der britischen Band setzte sich zusammen aus dem virtuosen Gitarristen Jimmy Page, dem Bassisten John Paul Jones, beide schon erfahren als Studiomusiker, dazu kamen der überragend dynamische Schlagzeuger John Bonham und der stimmgewaltige Sänger Robert Plant, auch prägend durc...
Leonard Cohen entzieht sich der Welt immer wieder im Laufe seines Lebens, auch seinen Fans und der Musikwelt. Es scheint, als bedeute ihm der Ruhm wenig. Die Sinnsuche treibt ihn anscheinend an. Auch in den 80er Jahren erscheinen nur alle paar Jahre Alben, nur wenige Lieder sind darauf. Cohen arbeitet jahrelang an den Zeilen. Zwischendurch zieht er sich über lange Zeit in ein Zen-Kloster bei Los Angeles zurück. Er wird sogar zum Mönch geweiht, beteuert, die Struktur des einfachen Lebens gebe ihm...
Leonard Cohen – der singende Dichter, der Sucher nach Schönheit und Wahrheit, der melancholische Sänger. Die Kindheit in Montreal in einer religiösen jüdischen Familie formt ihn, die Lyrik der 50er Jahre begeistert den jungen Leonard. Er zieht durch die Welt, nach Europa mit diesem Traum, lebt eine Zeitlang auf Hydra unter anderen Künstlern und Aussteigern. 1967, da ist Leonard Cohen Anfang 30, werden erste Lieder von ihm bekannt. Lieder über verlassene Liebschaften, Schmerz und einsame Nächte –...