Ray Davies und die Kinks (1) - podcast episode cover

Ray Davies und die Kinks (1)

Nov 03, 20221 hr 19 min
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Summary

In diesem ersten Teil des "Urban Pop" Musiktalks tauchen Peter Urban und Ocke Bandixen tief in die Geschichte der Kinks und ihres genialen Songwriters Ray Davies ein. Sie analysieren die bahnbrechende Wirkung von Hits wie "You Really Got Me" und die Entwicklung ihres Sounds von hartem Rock zu komplexen, britisch geprägten Erzählungen. Die Episode beleuchtet nicht nur die musikalischen Innovationen und Ray Davies' einzigartiges Talent für Sozialkritik, sondern auch die turbulenten familiären Hintergründe, verheerenden Management-Fehler und internen Konflikte, die die Karriere der Band trotz ihres immensen Einflusses stets überschatteten.

Episode description

Peter Urban analysiert im Gespräch mit Ocke Bandixen, dass die Lieder der Kinks oft raffinierter waren als die der anderen Bands.
Mit dem Gitarrenriff aus „You really got me“ schufen die Kinks 1965 voller Wucht die Blaupause für harte Rockmusik.
Die Kinks lieferten ab Mitte der 60er Jahre Hits, die bis heute unvergessen sind.
Ende der 69er konnten die Kinks auch in Übersee auftreten. „Waterloo Sunset“ und „Lola“ wurden zu weiteren Welthits.

Peters Playlist für The Kinks und Ray Davies:

THE KINKS:
Viele der besten frühen Kinks-Songs waren Singles, die nicht auf Alben erschienen, daher empfehlen sich diese Best-of-Compilations:

The Ultimate Collection (2002)

Picture Book (2008)

The Essential Kinks (2014)

1964: You really got me, All day and all oft he night, Stop your sobbing

1965: Tired of waiting for you, Set me free, See my friends, A well respected man, Till the end oft he day, I go to sleep (demo)

1966: Dedicated follower of fashion, Sunny afternoon, Dandy, Dead end street

1967: Mister Pleasant, Waterloo sunset, Death of a clown (Dave Davies), Autumn almanac

1968: Days

ALBEN:

Face To Face (1966): Party line, Rosie won’t you please come home, Session Man, Holiday in Waikiki, Most exclusive residence for sale

Something Else (1967): Davis Watts, Two sisters, No return, End of the season

The Kinks Are The Village Green Preservation Society (1968) – das gesamte Album

Arthur (Ort he Decline and Fall oft he British Empire) (1969): Victoria, Yes Sir, no Sir, Shangri-La, Young and innocent days, Arthur

Lola Versus Powerman and the Moneygoround, Part One (1970) – das gesamte Album

Percy (Soundtrack, 1971): God’s children, The way love used tob e, Moments

Muswell Hillbillies (1971) – das gesamte Album

Everybody‘ in Show-Biz (1972): Sitting in my hotel, Supersonic Rocket Ship, Look al little on the sunny side, Celluloid heroes

Preservation Act 1 (1973): Sweet Lady Genevieve

A Soap Opera (1975): Holiday romance, Face in the crowd

Sleepwalker (1977): Life on the road, Sleepwalker, Full moon

Misfits (1978): Misfits, Rock’n’Roll fantasy

Low Budget (1979): Low budget

Give The People What They Want (1981): Destroyer, Better things

State of Confusion (1983). Come dancing, Young Conservatives

Word of Mouth (1984): Do it again, Good day, Living on a thin line

Did Ya (EP, 1991): Did Ya

Phobia (1993): Only a dream, Hatred (A Duet), Close to the wire

RAY DAVIES:

The Storyteller (1998)

Other People‘s Life (2006): All she wrote, Is there life after breakfast?, Over my head

Working Man’s Café (2007): Vietnam cowboys, Working man’s café

See My Friends (2010): Better things (feat. B.Springsteen), Waterloo Sunset (feat. J.Browne), Tired of waiting for you (feat. Gary Lightbody)

Americana (2017): Americana, Rock’n‘Roll cowboys, The great highway

Our Country: Americana Act 2 (2018): Oklahoma U.S.A. (Original auf Muswell Hillbillies)

Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen

Transcript

Einführung: Die Kinks und Ray Davies

Urban Pop Musik Talk mit Peter Urban Und das hat Micha dazu bewogen. eine Examsarbeit zu schreiben. Wie hieß die genau? Sozial- und Zeitkritik in den Songs von Ray Davis im Fach Anglistik an der Universität Hamburg im Jahr 1972. You got me so I don't know what I'm doing now Yeah, you really got me now You got me so I can't sleep at night

Da ist schon alles drin von den Kings. Die ganze Wucht und die ganze Wut, Peter. Die Kings und Ray Davis ist heute das Thema bei Urban Pop Musik Talk mit Peter Urban. Hört man gleich, oder? Diese ganze Aggression, das ist ja, wenn ich das richtig sehe, auch Vorbild gewesen für einen ganz großen Teil von Rockmusik, eine ganze Sparte von Rockmusik später.

Ganz, ganz viel. Also ich denke, viele Punker haben auch die Kings heimlich angehört, aber ganz besonders die Britpopper in den 90ern, die waren ganz, ganz wild auf die Kings-Titel. Also die haben ganz viel und auch, glaube ich, damals schon Beatles und Stones haben sich das genau... angehört weil das war so auch in der verzerrung eine qualität die hatten sie selbst noch nicht erreicht

Wie haben die Kings das eigentlich gemacht? Das ist das Thema heute bei Urban Pop Musik Talk mit Peter Orban. Die Kings ja immer so ein bisschen die Band an der Seite, vielleicht von heute aus betrachtet neben Beatles, Stones und The Who. Durch Dave und Ray Davis ganz stark geprägt, der eine als Gitarrist.

auch gerade zu hören mit seiner speziell verzerrten Gitarre. Das ergründen wir gleich nochmal, wie er das gemacht hat. Und natürlich dem Songschreiber und dem Texter der Band Ray Davis. Immer ein bisschen... Raffinierter, manchmal ein bisschen verspulter, möchte man sagen, sind diese Lieder gewesen. Auch ein bisschen was für Feinschmecker gewesen. Wann sind dir die Kings das erste Mal vorgekommen, Peter?

Also natürlich mit den ersten Hits, also die waren gleich außergewöhnlich toll. Ich fing ehrlich gesagt diese Art von Musik erst so Ende 64, Anfang 65 anzuhören und dann kamen gleich so die Kings. Und auch der nächste Titel All the Day and All of the Night und so weiter. Und das sind ja Hooks, die dir sofort in den Kopf gehen. Insofern fielen die gleich sehr, sehr stark auf.

Dann aber merkte man, da gibt es einen Wandel in der Qualität der Songs, die auf einmal ganz anders wurden. Eher Songs waren, die Situation beschrieben haben, auch melodiös, die mehr auf anderen Traditionen fußten, sogar auf... auf alten Qualitäten wie Music Hall, Folk oder Old Time Jazz. Auf einmal merkst du, da ist ja eine Band, die hat ja ganz viel drauf, nicht nur eben harten Rock, den sie eigentlich erfunden haben.

Aber nicht nur das. Und das ist die große, große Stärke von Ray Davis. Die Kings und Ray Davis, das ist das Thema heute bei Urban Pop. Und das ist, wie wir schon merken, ein wirklich großes Thema. Viel Musik und viel Musikgeschichte. Wir machen das, ich sag's mal gleich zu Beginn, wieder in zwei Teilen. Die Kings und Ray Davis, das hier ist der erste Teil. Mal sehen, wie weit wir heute kommen mit diesem ersten Teil, bis zu welchem Jahr.

Ich bin Oke Barnixen aus der NDR Kulturredaktion. Also die Kings, ich habe ein Zitat von Dave Davis im Ohr, da sagt er, ja, ja, das klingt wie Hard Rock, aber nicht, als ich es damals erfunden habe. Da hieß es noch anders irgendwie. Das finde ich sehr schön. Sie viel erfunden. Es wurde noch Beatmusik genannt, aber es war schon eine ganz andere Art von Beatmusik. Also nicht nur das Nachspielen von alten Rock'n'Roll-Nummern oder von schnellen Blues-Nummern. Nein, es war schon wirklich was Neues.

Und das war das Außergewöhnliche. Aber so haben sie ja auch nicht angefangen. Nein, genau. Und dazu kommen wir auch gleich, wie sie angefangen haben, nämlich wie viele andere Bands auch. Und wir reden eigentlich auch ein bisschen darüber, wo die Kings und die Brüder Davis eigentlich herkommen. Was für eine Prägung Ray Davis mitbekommen hat.

zu Hause und so weiter. Ich wollte einmal auf das, sagen wir mal, Image oder auf den Blick, den man auf die Kings von heute aus hat, eingehen. Ich habe ja so einen Stapel Bücher wieder vor mir liegen, auch in der... so autobiografischen Bücher von Ray Davis immer so ein bisschen beschrieben und auch in anderen vielen, vielen Zeitschriften und Zeitungsartikeln.

Die Kings waren immer so ein bisschen, ich will nicht sagen eine übersehene Band, aber eine Band, bei der es immer ein bisschen mehr zu erzählen gab, immer ein bisschen mehr aufzuklären. Wie haben sie es gemeint? Wieso hat das nicht geklappt? Wieso waren die nicht so groß? Wie sind die dir vorgekommen? Ja, die haben eine Menge, man muss schon sagen,

Also da ist sehr viel Scheitern in der Karriere der Kings, obwohl die musikalisch eigentlich auf der obersten Stufe waren. Aber bei den anderen Bands hat es besser gepasst. Besseres Management, da funktionierte irgendwelche großen Entwürfe klappen. Bei den Kings hast du dauernd Geschichten, wo Sachen abgesagt wurden. Fernsehproduktionen, Filme. Ach, hat dann doch nicht mit der Finanzierung geklappt. Und es liegt aber auch wahrscheinlich an der Psychologie des...

Hauptakteurs, Ray Davis, der sehr unentschlossen manchmal ist, sehr detailliert verspielt, der stundenlang oder ewig braucht sich zu entscheiden und immer dann auch noch Kontrollfreak ist. Und die Streitigkeiten mit seinem Bruder haben ja oft die Diskussion über die Kings dominiert. Das ging ja fast immer nur um den Streit der beiden Brüder, die sich nicht verstehen und sich da fetzen und das, was ja auch zum Split... der Band in den 90er Jahren geführt hat.

Das ist eigentlich schade, weil um die große Qualität, da geht es eigentlich wenig. Und wenn man mal vergleicht mit den anderen Bands, die haben einen viel, viel höheren und größeren Status, haben auch wahrscheinlich viel, viel, viel mehr Geld verdient als die Kings, die sagen wir mal so auch vom finanziellen Meer auf der mittleren, unteren Stufe geblieben sind, trotz ihrer Stellung.

Genau und diese Stellung wird auch dadurch deutlich, dazu kommen wir sicher auch noch, dass sie wirklich von Herrscharen, auch von Musikerinnen und Musikern verehrt werden. Also es gibt ja Aufnahmen, also auch dann viele Cover-Versionen von Chrissy Hynde und den Pretenders zum Beispiel. Ich glaube Paul Weller hat auch was aufgenommen.

Genres haben immer nochmal was aufgenommen. Ich glaube sogar Metallica haben einen All Day and All of the Night aufgenommen. Also verschiedene Genres und Gruppen aus... Van Halen, You Really Got Me, das war eigentlich ihr erster Single-Hit. Da haben sie die Kings-Nummer gecovert und... Das hat den Kings natürlich in Amerika wieder geholfen, weil so eine prominente...

amerikanische Band, nimmt so einen Song. Aber ihre Songs, das zeigte ich eben, die Songs von Ray Davis wurden so viel gecovert, weil sie also auch eine eigene große Qualität haben. Da ist er eindeutig einer der besten Songschreiber, den Großbritannien hervorragend. vorgebracht hat.

Familiäre Wurzeln und Ray's Kindheit

Genau, es ist eine wirklich britische Band und es ist eine Familie, über die es auch einiges zu erzählen gibt, die Davis-Familie. Genau. Die kommen aus London, aber aus dem nördlichen Teil, Muswell Hill. Muswell Hill heißt der Stadtteil, der liegt ein bisschen nördlicher als Finchley, so bei Hampstead in der Ecke oben, ein bisschen westlicher.

Und liegt auf einem Hügel, wirklich ein Maswell Hill ist das, so 100 Meter etwa über der normalen Höhe von London. Man kann auf die Stadt runterschauen und es war früher eigentlich ein ganz bürgerlicher, ganz schöner Stadtteil für eher Großbritannien. bürgerlicher Stadtteil

Aber ist dann so im 19., 20. Jahrhundert dann doch eher auch für die Working Class und die Mittelschicht erschwinglich gewesen. Da waren die Häuser dann da sehr, sehr enge Häuser, waren es teilweise. Und in einem dieser Häuser sind die... ist die Familie Davies nun aufgewachsen. Die Straße hieß Fortis Green und der Vater war Schlachthausarbeiter, Mietmarket-Arbeiter.

Ein lauter, fröhlicher Typ, der gerne in den Pub ging und der auch jeder Frau nachschaute und die Mutter hatte eine schwere Zeit, weil sie ja nicht nur zwei Brüder und zwei Kinder hatte, sondern... Acht Kinder. Genau, vor Ray und Dave Davis gab es nämlich sechs Mädchen. Sechs Schwestern. Acht Kinder, sechs Schwestern. Und dann diese beiden...

Bengel, möchte man sagen. Ja, das ist schon außergewöhnlich. Und das war eigentlich nur ein Drei-Zimmer-Haus. Also wie das funktioniert hat, weiß ich nicht. Und die Schwestern waren da, sind auch relativ... viel älter die Schwestern als die beiden Nachkömmlinge. Ray ist 1944 geboren, das waren gerade die letzten Angriffe, deutsche Angriffe auf London.

Eine Geschichte heißt, dass eine Schwester ihn aus der Krippe genommen hat, als er ganz jung war und in dem Moment kommt eine Bombe runter und zerstört die Scheiben und die Glassplitter hätten das Kind wahrscheinlich. verletzt oder getötet, aber

Er war ja gerade auf dem Arm der Schwester woanders und das war wahrscheinlich auch sein Glück, aber vielleicht ist es auch eine Legende, klingt aber sehr, sehr gut, ist auch begreiflich. Aber er ist 1944 geboren und dann noch drei Jahre später kam dann... der kleine Dave. Und man kann sich ja vorstellen, sechs Schwestern und dann kommt der erste Sohn. Das ist das Nesthäkchen.

Und dann kommt aber noch einer. Und ich glaube, diese Tatsache hat er selbst zugegeben, Ray Davis später, hat ihn irgendwie vollkommen... getroffen, dass er nicht mehr der alleinige Mittelpunkt war. Der kleine Prinz war. Und dann war auch noch Dave so ein lustiger, fröhlicher Typ, während Ray ein sehr, sehr stiller, introvertierter Junge war. der auch in der Schule nicht offen war, auch Probleme hatte oder er tat so, als ob er Probleme hätte. Es gibt Geschichten, dass er...

Prüfungen extra verhauen hat, um nicht auf die Grammar School gehen zu müssen, weil er wollte eben da bleiben, wo er war. Er kam teilweise, weil er so still war in seiner Schule. Die Schule hieß William Graham Shaw im Stadtteil Muswell Hill. er auf eine Sonderschule kam, in so eine psychologische Betreuung praktisch kam für eine Zeit, weil er einfach nichts sagte. Aber es lag vielleicht gar nicht an ihm, sondern einfach am Unterricht oder in der Art und Weise, wie früher Schule gehandhabt wurde.

In den ganzen Schilderungen auch von Ray Davis selbst. Er hat ja auch so eine große Storyteller-Tour gemacht. Die gibt es auch auf Band sozusagen. Also die kann man auch auf einer CD nachhören oder als DVD oder so. Und auch in diesem Buch, den meint es in X-Ray. Das hat auch so seine Zweifel daran. Das hat ja was autobiografisches. Und ein anderes habe ich hier vor mir liegen. Das heißt Americana. Dazu kommen wir vielleicht später noch.

Da schildert er, dass er, und auch in Interviews, dass das eine laute, fröhliche Familie war, wo wirklich gerne auch, nicht nur am Wochenende, aber abends gesungen wurde. Man hat dann irgendwie zusammen, wahrscheinlich gab es dann Klavier gehockt und jeder hat so sein Lied gesungen und das klingt so ein bisschen

wie bei McCartneys zu Hause, so ähnlich, oder? Ja, das ist in der britischen Arbeiterklasse oder auch Mittelschicht oft wohl so gang und gäbe gewesen. Die hatten wenigstens ein Klavier zu Hause. Das ist ja auch nicht normal für einen Working Class Haushalt.

Aber es wurde eben gerne Musik gemacht. Die Mutter hat gesungen, der Vater, man hat zusammen gesungen und hat eben diese Lieder der 20er, 30er Jahre gesungen, Music Hall oder amerikanische Swing-Standards. Das war einfach ganz, ganz freundlich. Und hat sicherlich die Kinder auch wirklich beeindruckt. Aber trotzdem sagen viele, dass es doch extrem verengt und eine sehr aggressive Stimmung in diesem Haus gab. Es gab zwischen Ray und Dave schon von Anfang an immer wieder...

Streitigkeiten, immer wieder Kämpfe und wenn man sich die Fotos von Ray Davis anguckt, dann merkt man, da ist ja... mit den Zähnen irgendwas nicht in Ordnung. Da ist eine Zahnlücke oder auch was, was er hat nie richtig reparieren lassen. Das ist in der Kindheit entstanden, als er sich mit Dave gekloppt hat und ist dann... offensichtlich auf die Ecke des Klaviers gefallen und hat sich die Zähne eingehauen und dass einige Zähne schon damals draußen waren. Insofern hat er ein seltsames Gebiss.

Und hat dann aber danach seinen kleineren Bruder vollkommen vermöbelt. Also es gab da nur immer Aggressionen und das hat also wirklich auch ausgestrahlt. Die Atmosphäre war laut. Außerdem gab es Probleme zwischen dem Vater Fred. und Annie, der Mutter, die Mutter war natürlich mit acht Kindern.

voll beschäftigt. Es war so, dass Ray auch zeitweise dann bei der älteren Schwester wohnte, bei Rose, um einfach rauszukommen aus dieser Enge der Familie, um auch mal weg zu sein. Also insofern die beiden Jungs hatten das dann schon nicht so einfach. Und sind natürlich auf die Musik gekommen und da gibt es ja diese tragische Geschichte mit der ersten Klinik. Ja, das ist ja geradezu etwas, wo man denkt, das ist eine...

Es klingt wie eine Hollywood-Geschichte und damit meine ich nicht, dass es lächerlich oder unterhaltsam oder so wäre. Es ist nämlich wirklich so gewesen, dass... Entweder am Tag vor seinem 13. Geburtstag oder an seinem 13. Geburtstag, das schwankt so in den Erzählungen, bekommt Ray von seiner älteren Schwester Renee eine Gitarre geschenkt. Ja, es ist eine unglaubliche Geschichte. Das war der 13. Geburtstag und ich glaube, die Gitarre wurde vorher gekauft.

und sollte ihm dann am 13. übergeben werden. Und am Abend vorher, glaube ich, ist sie ins Lyceum. Das ist eine große Tanzpalast am Strand, also mitten in der Stadt. Ich bin selbst ganz oft da gewesen in den 60ern, weil nämlich das dann eine bekannte Konzerthalle wurde. Das heißt, während der Woche wurde da getanzt. Das gab also für die Paare, gab es dann Big Band Tanzabende, Swingabende.

Und am Wochenende spielten dann Rockbands und da konnte man also ganz viel tollste Sachen sehen. Und das ist so ein alter Plüscher, wunderbarer Tanzpalast, großartig, Lyceum. Und da ist die gestorben, also da ist die umgefallen. Das ist natürlich unglaublich bitter. Er kriegt die Gitarre, er weiß, es ist von der Schwester, die gerade gestorben ist. Das muss ja die ganze Kindheit und Jugend noch überschattet haben, nehme ich mal an. Die beiden Jungs haben dann aber angefangen, Dave wohl auch.

Und sind dann schon gleich, also da war, glaube ich, Dings, ja genau, Ray war 14 und Dave 11, sind sie im... Pub ihres Vaters, also wo der Vater immer hinging, Criswell Hill hieß der Pub, da hat der Vater gesagt, komm, spiel doch mal was. Und da sind sie zum ersten Mal aufgetreten. So Instrumentalstücke von den Shadows und solchen Sachen haben sie dann da.

Und das war der Start ihrer musikalischen Karriere. Das war dann das, was sie erfüllt hat neben der Schule. Die Schule war wahrscheinlich dann gar nicht so wichtig mehr. Würdest du sagen, dass Ray Davis, vielleicht auch Dave, aber ich würde mal bei Ray bleiben... auch so geprägt ist durch diese Zeit. Also das ist ja quasi dann ein, wenn er 44 geboren ist, ein Jahrgang oder fast ein Jahrgang wie, ich glaube, Roger Waters, ich weiß nicht genau, und andere sind, Paul McCartney ist 42 geboren.

Ich will jetzt nicht da zu tief einsteigen irgendwie, aber das ist natürlich schon so eine Generation, die auch durch diese, naja, Kriegs- oder... frühesten Nachkriegserlebnisse durch diese Armut oder sagen wir mal durch die Zwänge und Mängel doch sehr, sehr geprägt wurden, oder? Würdest du sagen, das trifft bei Ray Davis auch zu? Ja, der hat ja nun wirklich verschiedene Perioden erlebt, hat also auch noch, sagen wir mal, die Nachkriegszeit

sehr eng erlebt, auch die Not, aber auch kulturell hat also doch noch sehr viel mitbekommen von den alten Traditionen des Singens oder der Musical und das spürt man ja in seiner Musik und das hat auch Spuren hinterlassen. Und er hat dann diesen Wandel auch gesehen, denn Großbritannien, England hat sich ja extrem gewandelt in der Zeit von einem ganz normalen, traditionellen Land und einem großen, großen...

Königreich, Empire, zu einem immer kleiner werdenden Empire und einer modernisierten Gesellschaft. Das heißt, da gab es dann mehr Bürokratie, da gab es dann Politiker, die sehr, sehr... schwierige ökonomische Entscheidungen trafen Macmillan und so weiter. Das hat er alles hautnah miterlebt und das spürst du in seinen Songs. Da geht es ja ganz oft um

um darum, wie im 20. und 21. Jahrhundert, 20th Century Man, die Menschen überleben können bei den Tendenzen zu Diktatur, zu Massenmedien, die die Menschen ausbeuten, zu Industrie. dass also jeder nicht mehr in die Freiheit hat, das zu entscheiden, was er will und dass das alte England weggeht. Das spürst du häufig und das hat er da aufgesaugt, da bin ich ganz sicher.

Karrierebeginn: Hits und Management-Chaos

Red Davis Spielt dann Gitarre und mag Rock'n'Roll. Die beiden mögen das gerne. Sie haben auch Ideen, sie haben erste Bands, hast du ja gerade schon erzählt. Und wenn ich das richtig sehe, hat dann Ray Davis Kontakt zu Alexis Corner bekommen. Und das ist ja quasi wie so eine Vorschule für die richtig...

Rockmusik, bei dem sind ja viele gewesen. Wie ist das gewesen? Davor muss man nochmal erwähnen, dass die Schülerband oder die Band, die sie da aufgemacht haben mit dem Bassisten Pete Quaife, der später auch bei den Kings war, die hatten... dann verschiedene Namen. Ein Name war dann The Ravens und Die Raben. Was ja auch ganz hübsch ist. Und dann hatten sie noch einen Schüler auf ihrer Schule, der hieß Rod.

Und es ist tatsächlich Rod Stewart gewesen. Und die haben mit dem zusammen auch geprobt, aber dann haben sie gemerkt, nee, der ist noch nichts. Der kann nicht singen. Der ist nichts für uns. Nee, Rod wollte eben Rock'n'Roller sein, wollte so wie Eddie Cochran sein oder sowas. Während die Davis-Brüder waren mehr so Blues-orientiert. Da kommen wir wieder zu Alexis. Die wollten eher sowas spielen. Also Muddy Waters und solche Stücke. Das war ihnen zu glatt. Der wollte einfach nur Rockstar.

werden. Dieser Stuart und der passte nicht und Ray konnte ihn nicht ausstehen. Insofern kamen die nicht zusammen. Das hätte das aber ergeben. Das wäre ja ganz schön gewesen. Kamen nicht zusammen. Und nein, und dann kam er irgendwie in Kontakt zu Alexis und Alexis gibt ja immer wieder Ratschläge und hat ihnen dann auch einen Promoter und einen Produzenten empfohlen und einen Kontakt. Und darüber sind sie dann auch weitergekommen. Und hat ja damals, war ja dann gerade schon auch der...

Ziehvater der Rolling Stones gewesen. Das ging dann relativ schnell eigentlich. Sie kamen dann als Band zu, sie hießen immer noch The Ravens, zu zwei Managern. Ganz komisch, der eine Manager wollte eigentlich Sänger bei Ihnen werden, konnte nicht so gut singen, hat Ray gesagt, sag mal, denkst du dir, du kannst vielleicht unser Agent oder Manager werden oder so ein bisschen uns so helfen, Auftritte zu bekommen und ja.

Und der und sein Partner, die sind Manager geblieben, also Ewigkeiten. Diese beiden vollkommen blutjungen Anfänger auch, aber auch ein bisschen, die macht ein bisschen, das waren so ein bisschen so. bessere Schnösel, die also gerne am Schreibtisch saßen und hier die dicke Hose machten. Das waren so diese Typen. Und die hatten eigentlich überhaupt keine Ahnung, was sie da tun sollten. Und deswegen haben sich diese beiden ein...

erfahrenen Manager dazu geholt. Larry Page heißt der, der für eine Company, eine Management Company arbeitete. Das bedeutete aber, dass die Kings auf einmal nicht nur zwei, sondern drei Manager hatten. Die bekamen 30 Prozent von allen Einkünften, also von allen Auftritten. Aber was sie nicht wussten, weil sie unterschrieben damals einfach diese Verträge, beziehungsweise durften sie gar nicht unterschreiben, weil die Eltern das machen mussten, sie waren ja noch nicht mal.

Ich glaube, Ray war 19 und Dave war 16 oder 17. Also die waren gerade so, dass sie noch nicht unterschreiben konnten. Und dann wurde es unterschrieben. Nachher kam raus, dass dieser Larry Page, den sie als dritten Manager angeholt hatten, einen Vertrag hatte, dass alle Künstler, die er managt, automatisch bei dem... Musikverlag, bei dem er auch angestellt war, unter Vertrag sind. Das hatten die einfach so unterschrieben.

ohne zu wissen, was sie machen. Das heißt, sie hatten sich schon als Jugendliche festgelegt auf einen Musikverlag zu schlechten Konditionen und hatten ihre ganzen Publishing-Rides weggegeben. Die Songrechte weg. schwarzen amerikanischen Soul- oder Blues-Sängern passiert, weil weiße Manager kamen und sagten, unterschreib mal hier, kriegst du 50 Dollar und dann hier. Aber dass es diesen Jungs passiert ist, die eigentlich in einer Zeit schon lebten, wo Beatles, Stones und andere

Und andere zwar nicht so tolle Verträge hatten, aber schon anständige. Und das hat ihr gesamtes Schaffen erstmal, da kommen wir dann später noch dazu, bestimmt, weil sie hatten... mussten prozessieren, bekamen keine Tantiemen und so weiter und so fort. Hatte extreme Folgen. Aber das ist damals eben schon passiert.

Also wenn ich das richtig sehe, ist das erste Album 1964 erschienen. Man muss das ja aus der Zeit heraus verstehen, oder würde ich mal meinen. Und zwar eben, nachdem die Beatles großen, großen Erfolg hatten. Sowas wie Beatbands, Gitarrenbands wurden, waren gefragt zu der Zeit, oder? Na ja, klar. 1963 war das große Jahr der Beatles und 1964 kamen jetzt die Stones, die genauso erfolgreich waren und die einfach, da war klar, da war der Markt frei.

da so eine band kam die guten eindruck machte und die kings sahen mit langen haaren die sahen ziemlich wild aus und dann kamen sie dann erstmal zur Überlegung, wie sollen wir eigentlich heißen? The Ravens klang ihnen nicht gut genug und dann dachte dieser Larry Page wohl gesagt, hier das Wort Kink, das ist doch ganz, das heißt sowas wie schräg oder auch ein bisschen sexuell.

oder so weiter, aber das klingt doch toll und das wurde dann akzeptiert. Ich glaube, Ray mochte es überhaupt nicht. Aber gut, er wurde da überstimmt und die Band hieß von nun an The Kings. Ja, Hauptsache war natürlich dann auch die Musik. Und dieser erste Titel war also ein so durchschlagender Hammer, dass sie ganz schnell erfolgreich waren. Übrigens die ersten beiden Singles, die sie hatten...

waren Cover-Versionen, die floppten komplett. Sie kamen übrigens an einen Plattenvertrag, das musst du ja auch erstmal haben. Da streiten sich die Geister zwischen Larry Page, der eine Manager, der das dann vermittelt hatte, oder der Produzent Shell Tell Me, ein Amerikaner, der für Pi arbeitete. Pi Records.

Und es wurde dieser Song dann aufgenommen als dritte Single, einen eigenen Song von Ray. Da hatten sie ihn schon Demo gemacht und das Demo klang schon so, wie es eigentlich klingen sollte, wie das Endprodukt auch klang. Irre ist ja diese verzerrte Gitarre am Anfang. Das ist unglaublich. Das sollten wir vielleicht kurz nochmal anhören. So I don't know what I'm

Das schnarrt irgendwas. Dave hat irgendwas mit dem Verstärker oder dem Vorverstärker gemacht. Er hatte sich im Elektroladen einen kleinen Verstärker gekauft. El Pico heißt die Marke. Habe ich noch nie davon gehört. So ein ganz kleines Ding. Und bei dem hat er dann den Lautsprecher mit einer Rasierklinge, weil es eben nicht genug brutal klang, hat er mit einer Rasierklinge den Lautsprecher zerschnitten.

Und dass das eben so schnarrt, dass das dann, wenn dann die Schallwellen kommen, eben so macht. Und dann hat er das noch mit einem normalen Gitarrenverstärker. weiter verstärkt. Und dadurch entstand dieser Klang. Also eine tolle Idee. Und ich weiß das, also gibt es Zitate auch von den Beatles, die absolut aufgehorcht haben, sagen, oh, aber was ist das denn für ein Zaun? Und die anderen waren schwer beeindruckt von sowas.

Und nur der Produzent nicht, der Shell Tell Me, der hörte das Demo und sagte, ja, ja, ich produziere euch das. Und dann hörten sie das Endergebnis und das klang dann, als wenn Phil Spector im Raum gewesen wäre. Das heißt, mit viel Hall. keine Verzerrung und so praktisch genau das Gegenteil von dem, was eigentlich dieser Song sein sollte. Und das Produkt da fertig. Und dann hat Ray Davis gesagt, da war er gerade 19, hat er gesagt, nein, das...

kann nicht so veröffentlicht wurden. Und dann wollten sie praktisch, wollte Pai auch vor Gericht gehen, wollte sagen, nein, ihr kommt nicht noch mal ins Studio, das bleibt jetzt so und das muss jetzt so veröffentlicht werden. Und dann hat derjenige, der die... die Verlagsrechte unter sich hatte, dieser Larry Page, hat eingegriffen und hat gesagt,

Wir geben es nicht frei als Verlag, dann könnt ihr es auch nicht veröffentlichen, wenn ihr nicht nochmal eine Studiosession bezahlt und wir das richtig aufnehmen. Da musste Pai dann zustimmen, zurückziehen und es gab eine Menge Ärger.

aber nochmal eine Studie und nahm es dann so auf, wie wir es jetzt kennen. Wie gut. Gott sei Dank. Sonst wären wir mit der Karriere nichts geworden. Ja, aber ich meine, das muss man sich auch mal klar machen. Der war 19 und der hatte offenbar ja trotzdem das Gefühl dafür, also nicht nur das

komponiert und Dave hatte das gemacht, sondern er hatte auch das Gefühl dafür, das stimmt noch nicht. Das muss noch anders werden. Das ist schon auch echt klare Vorstellung, ja. Und man muss jetzt noch mal eines sehen. Einmal ist dieses Gitarrenriff ja natürlich diese Nummer auch. Das hat Ray übrigens am Klavier komponiert. Und dann hat Dave das auf der Gitarre gespielt. Aber auch die Melodie ist ja außergewöhnlich. Es ist komplett ungewöhnlich.

war eigentlich nie ein Popsong. Das war eine Melodie aus, ich weiß nicht, was für Bereichen. Ich kann es gar nicht musikalisch einordnen. Es war so komplett ungewöhnlich. Und dann... gibt es kurz dann eine Verschiebung, eine andere Tonart, geht es höher, geht es nochmal höher und dann geht es wieder runter in das Riff. Das war ein richtig wunderbar durchkalkulierter, unheimlich gut arrangierter Song. Also für eine junge Band.

in dem Alter eine Sensation. Und ich finde es toll, dass dann auch so erfolgreich geworden ist. Oft vergehen ja solche Blümchen irgendwo im Garten und werden nicht gepflückt oder gesehen. Aber das war dann so... Top of the Pops, also Nummer, ich glaube Nummer 1 gleich und war also unheimlich erfolgreich.

US-Desaster und rechtliche Probleme

Ja, vor allem, wenn man dann die Geschichte weiter hat, die auf den ganzen Zetteln vor mir liegen steht. Nämlich, da geht es schon auch weiter bei den Kings. So ist es nicht. Sie machen dann weitere Alben und auch weitere Songs, nehmen sie auf. Und dann kommt ja...

Danach schon All Day and All of the Night, wo man denkt, ja, das ist dann ein bisschen so wie, obwohl es auch sehr, sehr originell ist, finde ich. Aber natürlich hat das schon diese Spur auch, dieses Aggressive und die Melodie, die sie reintritt. Ja, also auch gerade als zweites Single All of the Night.

All the day and all of the night, ist also fast noch der bessere Hardrock-Vorgänger, weil das ist auch eine klasse Phrase, die Gitarrenphrase und hat eine unglaubliche Power und ist auch, sagen wir mal, vom Text her ziemlich gewagt. Es geht dann natürlich um weiß Gott was. Ist ja klar, Tag und Nacht.

Davon gibt es eine Metallica-Fassung auch. Das kann man sich vorstellen, finde ich so. In der Tat. Gut, aber die Kings sind dann eben auch in diese Spur gekommen. Also nicht nur, dass sie Erfolg hatten, sondern sie sind dann eben auch...

Bei den großen, wie soll ich sagen, den Aufbruch der britischen Bands dabei gewesen, sozusagen die Musik, die Pop-, die Rockmusikwelt zu erobern, zu denen natürlich die Beatles, die die großen Anführer gewesen sind und die Stones und ich weiß nicht, die Hollys und so weiter.

Als plötzlich, sie sind dann irgendwie in Amerika aufgetreten, aber da passiert ja auch schon wieder irgendwas. Ja, es ist wirklich extrem viel passiert, in der Frühzeit schon. Also sind ja 1964 auf Tournee gegangen und dann kamen die nächsten Singles, die waren sehr erfolgreich. Und haben dann...

Oft diese Streitigkeiten in der Band, war so viel Aggression, die waren natürlich auch noch nicht ausgereift, diese Jungs. Dave war besonders wild und aggressiv und sie hatten sich mittlerweile ja einen Schlagzeuger zugelegt, Mick Avery, der auch eine Zeit lang mal in den frühen Stones gespielt hat. hat. Den hatten sie über den Melody Maker über eine Anzeige kennengelernt und Dave mochte den nicht.

Er sagte, er war ein guter Schlagzeuger, aber irgendwie mochte ich den nicht. Und es gab nur immer Ärger. Und dann hatten sie eine UK-Tournee, ihre erste England-Tournee. Und da gab es schon solche Streitigkeiten, dass das dann auf der Bühne auch ausgetragen wurde. Also da gab es dann, Koffer wurden geschmissen auf Rücken zwischen Dave und Mick. Und auf der Bühne in Cardiff passierte folgendes, da ging dann Dave zu Mick.

während des Sets und beleidigte ihn mit Dingen, die ich hier nicht wiederholen will. Und dann hat sich dann der Schlagzeuger so gerecht, dass er in den Geschichten ist, eigentlich hätte er ein Becken genommen, das hat er nicht genommen. Dann hätte er den Mann wahrscheinlich...

getötet, sondern ein Pedalständer, ein Pedal für ein Sci-Hat und hat es auf Dave auf dem Kopf zertrümmert. Der brach zusammen, war ohnmächtig, musste ins Krankenhaus mit 16 Stichen genäht werden, der Schlagzeuger floh von der Bühne, verschwand, das Konzert wurde abgebrochen, das bei der ersten UK-Tournee war natürlich gleich Schlagzeilen in den Zeitungen.

Und dann wurde erklärt, ja, das war ein neuer Witz, ein neuer Gimmick auf der Bühne. Ja, sicher. Also Entschuldigung. Aber das war natürlich eine Katastrophe. Das war eigentlich schon das Ende der Band. Aber dann hat dann der Manager Larry Page gesagt, hört mal zu, in zwei Wochen steht eine US-Tournee an. Die müssen wir machen, also reißt euch zusammen.

Und dann sagte wohl der Schlagzeug, ja, dann brauche ich aber jetzt ein neues Pedal, weil das alte kaputt ist. Gut, wenn es das so bewiesen ist, okay. Jedenfalls sind sie dann nach Amerika und diese Tournee war die... Noch eine größere Katastrophe eigentlich, weil sie war so schlecht organisiert.

Kleine Hallen, oft außer in New York oder in einigen größeren anderen Städten, aber sonst über Land, in furchtbarsten Clubs und Läden, in schlechtesten Hotels. Und der Manager vergaß immer, oft Steuern zu zahlen. den usa unterwegs bist musst du nämlich wenn du von einem land in einem Das hat er nicht gemacht. Das heißt, sie wurden polizeilich verfolgt. Dann gab es Ärger.

Mit der Musikergewerkschaft, weil es heißt immer, dass jeder Brite oder Ausländer, der in den USA auf die Bühne geht, muss auch Mitglied in der Musikergewerkschaft geben. Die Kings haben gesagt, warum eigentlich? unterschreiben wir nicht. Die Folgen waren gravierend, die wurden nämlich dann gebannt für vier Jahre, aber auch deswegen, weil sie sich eben rüde aufgeführt hatten, weil dauernd Kämpfe und Streits auf der Bühne waren und bei Fernsehaufnahmen

Zum Beispiel hat Ray einem Fernsehmitarbeiter einfach mal die Faust ins Gesicht geschlagen, vielleicht zu Recht, weil der hatte ihn beleidigt, hatte gesagt, ihr blöden Limeys, ihr Engländer, was wollt ihr denn, ihr kommt rüber hier und wollt uns die Jobs wegnehmen. Und außerdem, wenn die Kommunisten kommen, dann werden wir nicht kommen und euch verteidigen. Und da war Ray so sauer und hat ihn niedergeschlagen.

Die Konsequenz ist aber die, dass das alles gemeldet wurde, der Gewerkschaft, die sowieso schon sauer war und die AFM, American Federation of Musicians heißt das, die sprach dann nach der Tournee, die dann irgendwo auch abgebrochen wurde. Und das ist eigentlich der größte Markt. Wenn eine Band nicht in Amerika auftreten kann, dann...

beschneidet das die Karriere gravierend. Dann kannst du nicht weltweit erfolgreich sein. Das ist der größte Markt. Also im Prinzip haben sie sich selbst den Weg zerstört, diesen Höhenflug in den 60er zu kriegen. Genau, so ist es. Und eigene Schuld auch oder Naivität. oder sie waren zu jung und der Manager muss eine solche Pfeife gewesen sein. Dann gab es noch die Geschichte in der Hollywood Bowl, also eine der schönsten Auftrittsräume oder Arenen, die man spielen kann.

der oft hypochondrisch und ein bisschen psychisch angeschlagen war in der Garderobe und wollte nicht auftreten, weil er seine Frau vermisste. Er hatte nämlich Ende 64 schnell eine 17-Jährige geheiratet, die war schwanger, sie mussten heiraten. Rasa kam aus Litauen.

Und die konnte natürlich auch nicht schnell rüberkommen. Litauen gehörte zur Sowjetunion. Ach so, deswegen wegen des Passes, meinst du? Ja, wegen des Passes. Ah, wegen des Passes, ich verstehe. Sie kriegte kein Visum. Also sie lebte schon, um das aufzudrücken, Rasa lebte in England in so einer Art...

Also lange in so einer Flüchtlingsunterkunft in der Tat und daher kannte er sie. Aber sie hatte eben keinen britischen Pass in dem Sinne. Eine ganz tolle Frau, also die offensichtlich auch wirklich, in die Ray auch sehr verliebt war. Die hatten auch später mehr Kinder, zwei Kinder und jedenfalls saß er da.

und wollte nicht auftreten, vielleicht hatte er nur einfach Angst und hat gesagt, ja, ich will meine Frau hier haben. Jedenfalls ist er dann doch auf die Bühne gegangen, natürlich, aber der Manager war so sauer, dass er die Band verlassen hat. Der ist einfach in L.A. dann ins Flugzeug gestiegen, nach London geflogen und die Band...

die sowieso nichts auf die Reihe bekamen alleine, saß da. Kein Mensch da. Sie wussten nicht, wo müssen wir eigentlich hin? Welche Hotels? Wo ist der nächste Auftritt? Ganz schlecht. Also es war... Das absolute Desaster. Ich habe in einem Interview gehört, Ray hat gesagt, es gäbe drei Gründe, dass sie es in Amerika nicht geschafft haben. Bad Behavior, Bad Management, Bad Decisions. Und das ist ja wirklich alles. Voll richtig.

Und als sie dann nach London zurückgekommen sind, haben sie als erstes natürlich diesen Manager gefeuert. Was aber nicht so einfach war, denn sie hatten ja die Verträge unterschrieben über das Publishing. Set me free Oh girl You know you can do it if you try Und sie wollten immer auch nachweisen mit dem Publishing, wir brauchen diesen Manager nicht, also gilt dann auch der Publishing-Vertrag nicht. Dieser Prozess ging vor Gericht und wurde fünf Jahre später erst...

in der höchsten Instanz für die Kings entschieden. Aber es bedeutete auch, dass sie fünf Jahre keine Tantier-Maus bezahlt bekommen haben, von allen Platteneinkünften. Das heißt, sie hatten eigentlich wenig Geld, sie mussten immer auftreten, weil das Geld haben sie verdient durch Konzertauftritte. Das konnten sie kriegen, aber keine Tantiemen von Verlagseinnahmen und Plattenfirmeneinnahmen. Und das kann eine Band auch.

Musikalische Entwicklung und Gesellschaftskritik

Total killen. Und dann ist es schon erstaunlich, dass er dann noch so viel tolle Musik produziert hat. Auf jeden Fall. Die Songs, die reißen ja dann erst. Das fängt ja erst geradezu an. Also Stop Your Sobbing ist später ein großer Hitgewinn für die Pretenders. Ja, aber auch 64. Ja, wenn man das Lied des 64 schon erschienen und ein wunderbarer Song, der also auch schon eine neue Richtung weist. Und der nächste große Schritt war auch die Single Tired of Waiting for You.

Tired, tired of waiting, tired of waiting for you I was a lonely soul, I had nobody till I I met you. But you keeping me waiting. hatte, sondern eine schöne Melodie hatte, eine sehr weiche Ausstrahlung und auch einen neuen Weg aufzeigte für die Kings. Das zeigte, da ist mehr dahinter.

eine aufnahme die heißt sie my friends und das ist nun total ungewöhnlich wir haben ja immer gesagt ja diese indischen einflüsse sitar und so das haben die beatles erfunden Nun muss man eigentlich mal hier konstatieren, dass das eigentlich zum ersten Mal von den Kings eingeführt wurde, diese Art von Musik.

Und zwar bei dieser Nummer. Und die kam daher, dass die Kings einen kurzen Aufenthalt in Indien hatten. Und da hat Ray wohl ganz viel indische Musik gehört auf dem Weg nach Australien zu einer Tournee. hat dann diese Nummer gemacht, die also einen typischen indischen Drohnen hat.

Und eigentlich nach Citar klingt, aber es ist keine Citar. Es ist eine Gitarre, die so gespielt wird und so auch klingt, so eingestellt ist, dass es wie eine Citar klingen soll. Und angeblich sollen die Beatles dann auch gesagt haben, hier können auch uns mal dass diese dieses instrument besorgen und dann kam norweg und und da wurde es zum ersten mal ganz offiziell eingeführt

Ein Song genau aus dieser Zeit, finde ich, weist nochmal in eine andere Richtung. Das ist der Song Well Respected Man. Das ist sowas wie so eine Zeitkritik, so ein Blick von... Ray Davis von außen auf die britische Gesellschaft, das finde ich schon erstaunlich für so jemand auch noch immer, der sehr jung ist, oder? Ja, das ist eigentlich der erste Titel, der praktisch dann einen ganz neuen Stil einführt, den Davis dann also gepflegt hat bis heute.

Das ist eigentlich der erste Song in diese Richtung, A Well Respected Man, einfach eine bürgerliche Geschichte, ein Mann, der natürlich aus besseren Kreisen kommt, aber in Wirklichkeit scheinheiliger ist. nicht richtig ehrlich ist, der betrügt. Also der hat hier wirklich dieser Song hinter die Kulisse der bürgerlichen Gesellschaft geschaut. Then he goes to work at nine Then he comes back home at 5.30 Gets the same train every time Cause his world is built on punctuality It never fails

And he's also good. And he's also fine. And he's also healthy in his body and his mind. He's a well-respected man. Bye. Bye. Bye. Bye. Und das war für einen Song, eine Single von einer Popgruppe absolut sensationell. Also das war der größte Bruch eigentlich. Eindeutig ist das wirklich der Beginn einer ganzen neuen Ära in der Popmusik. Und da war Ray Davis absolut einzigartig. Das haben dann aber auch andere, die Stones oder Beatles, auch teilweise übernommen oder auch gemacht.

auch The Who haben ja auch solche Tendenzen gehabt, aber Keiner in so einer Ausführlichkeit und so genau beschrieben. Und da gibt es ja noch gleich, wenn wir noch weiter dahin kommen, viel, viel mehr Songs in diese Richtung. Aber das war der allererste, richtig.

Aber das ist, finde ich, etwas, was ja später auch dann kommt bei Songs, die zum Beispiel, glaube ich, 1966 dann rausgekommen sind, also bei Dandy oder Sunny Afternoon oder so. Ja, da kommen ja mehr dann. Das ist ja sowas, wo man irgendwie denkt, das ist... Heute läuft das ja noch im Radio, weil das auch immer noch sehr gut zum Mitsingen ist und es macht gute Laune, aber es hat eigentlich einen doppelten Boden, weil es ist ja sarkastisch zum Teil gemeint, einfach diese Beobachtung. Total.

you're chasing all the girls they can't resist your smile they long for dandy Chattin' up the ladies Ticklin' their fancy Pourin' out your charm To meet your own demands And turn it off Also das besonders gerade oder auch der nächste Dedicated Follower of Fashion war so eine... ironische Kritik an all die Leute, die in London Carnaby Street besuchten und die neuen Moden ausprobierten. Also der ständig was Neues haben musste, das war ja damals die Zeit. Also ein wunderbarer

Chroniste Swinging London. Einen besseren hat es nicht gegeben. It will make or break him So he's got to buy the best Cause he's a dedicated follower of fashion And when he does His little rounds round the boutiques of London town. Eagerly pursuing all the labor. Oh, yes. Und das ist 66 Grad in dieser Zeit komponiert.

Und dann gibt es in dem Jahr auch das Album, das erste, das praktisch nur von Ray Davis geschrieben worden ist. Also alle Songs von ihm, aber alle auch mit einem gewissen Thema. Bei Sunny Afternoon zum Beispiel, das ist ja ein Monster. Star-Hit geworden ist. Da geht es aber eigentlich um eine ganz sensible, ironische Kritik der oberen 10.000, der Reichen.

Und besonders hier um einen, da hat die Steuer so viel weggenommen, dass er nicht mehr auf seine Yacht kann, nicht mehr sein Haus eigentlich bewohnen kann. Nun kann er nichts anderes machen als faul, lazy und faul in der Sonne sitzen. Das ist das Einzige, was ihm übrig war. Bleib. And I can't sail my yacht He's taken everything I got All I've got's this sunny afternoon live so pleasantly live this life of luxury blazing on the sunny Drunkenness and cruelty Now I'm sitting here Sipping

Das ist aber eine ganz, ganz bittere, sarkastische Beschreibung in einem sonnigen, schönen Popsong. Einer der auffälligsten Songs der 60er Jahre. Ein anderer, der quasi ja dann das andere Ende des Spektrums oder dieser Gesellschaftskritik beinhaltet, ist Dead End Street. Den muss ich zugeben, habe ich erst so richtig jetzt, ich kannte das Lied schon, aber richtig nochmal verfolgt, was da beschrieben wird.

Man hat das Gefühl, Ray schreibt über sich selber. Vielleicht hören wir mal rein, was da für Texte sind. on the second floor no money coming in the rent collectors not trying to get in we are strict second Also was haben wir vom Leben zu erwarten? Ja, wenn man mal genau die Worte sich anhört und das ist ja auch das, was man hier... wirklich mal Konstantinus keinen besseren Chronisten der britischen Unterschicht auch gegeben, des britischen Lebens. Also der Text war so, da ist ein...

Spalten, Crack in der Decke. Das Waschbecken hat ein Loch, hat ein Leck. Und wir essen am Sonntag nur Honigbrot, mehr haben wir nicht. Und leben da in der zweiten Etage in irgendeinem kleinen abgewrackten Apartment. Das beschreibt er so plastisch, mit wunderbaren Worten. Und wir leben alle in einer Dead-End-Street, in einer Sackgasse. Also das ist ja nicht nur die Sackgasse als Straße gemeint, sondern auch eben als soziales Bild.

Wir kommen da nicht raus. Wir haben keine Chance, aus dieser Unterschicht rauszukommen. Das ist ja auch, was er immer wieder aussagt. Er ist immer einer gewesen, der auch die Realität genau beschrieben hat. Und das hat mich ja dazu bewogen, darüber eine... eine Examsarbeit zu schreiben. Ja, wie großartig. Wie hieß die genau? Sozial- und Zeitkritik in den Songs von Ray Davis im Fach Anglistik an der Universität Hamburg im Jahr 1972.

Professor Kleinstück, der sonst nur mit Shakespeare, John Donne und mit den Großen der literarischen Welt zu tun hatte, hat gesagt, okay, machen Sie das. Und dann habe ich über Ray Davis diesen Songschreiber. Aber als er die Texte gelesen hat, Der Professor hatte auch gemerkt, hallo?

Was machen die denn da? Das ist ja gar kein Schlager. Nein. Und da war auch Dead End Street dabei. Ja, natürlich. Alles. Ich meine, diese Songs alle. Das war natürlich Futter für mich. Gerade die Songs von Well Respect. Und so weiter und so weiter. Und da kommt ja noch ganz viel. Und das war also ein Stoff für eine Examsarbeit an der Uni. Er war eher ungewöhnlich zu der Zeit, in dem ich war.

Komplett ungewöhnlich, würde ich mal sagen. Ich konnte es dann auch weiterverwenden in ein größeres Buch dann später über Texte in der englischen und amerikanischen Popmusik. ist eben absolut neu damals gewesen. Das ist schon richtig. Die große, große Güte dieser Musik liegt ja in der Tat natürlich an diesen guten Beobachtungen, aber auch daran, dass Ray Davis ja gleichzeitig damit gesegnet ist, sich tolle Melodien auszudenken. Unfassbar. Also das geht ja auch, auch diese Song oder

wie Dandy oder so. Alle könnten das von uns mitsingen, wenn das jetzt laufen würde, weil wir einfach diese Songs alle, alle immer, das ist ja wie so ein Allgemeingut, wie Beatles Songs oder so ist das. Er hat ja auch schon früher, ich gehe nochmal einmal zurück, ein Jahr, 65, da hat

ein Lied geschrieben, das nicht von den Kings aufgenommen wurde, I Go To Sleep. Später dann in einer wunderbaren Fassung von Chrissy Hynde und den Pretenders aufgenommen. Was für eine Melodie. Wie ein großartiges französisches Chanson ist das. From my pillow I dream you are there with me Though you are far away I know you'll always be near I go to sleep, sleep And imagine that you're there with me I go to sleep And imagine that you're there with me

In der Tat, es könnte ein französischer Chanson sein. Es könnte auch ein Bond-Song sein. Mit einer großen Stimme würde das sofort funktionieren. Oder jetzt mit der Stimme von Dusty Springfield. Wäre perfekt gewesen. Auch ein Bond-Song. Du hast sehr recht da.

Ray Davies' Persönlichkeit und Band-Streitigkeiten

Also das war schon einmalig. Er hat wirklich diese Gabe, Melodien zu finden. Und das verbunden mit diesen Texten ist schon einzigartig gewesen. Aber gleichzeitig hat Ray Davis auch in der Tat immer, immer...

na, sagen wir mal, kein einfaches Verhältnis zur Welt gehabt. Also er liegt über Kreuz mit seinen, also nicht nur mit seinem Bruder, sondern auch in seiner Ehe funktioniert das, glaube ich, nicht alles so wunderbar. Zwei kleine Töchter hatten die beiden, dann hat er sich mit den Mitmusikern und ich weiß nicht, wie ihm alles gestritten und es tut ihm später immer... immer alles schrecklich leid, aber er muss auch eine sehr schroffe Art haben, also zwischendurch zumindest. Ja, er ist...

introvertiert, aber auch so egozentrisch und hat sich dann in der Ehe, war eigentlich das Problem, er liebte seine Frau, aber hat sich dann eigentlich nur mit der Musik beschäftigt und war also eigentlich nie vorhanden. Er war absolut treu, er hat zum Beispiel Folgendes gemacht, als sie auf der ersten chaotischen USA-Tournee waren, war er frisch verheiratet und junger Vater, ist er im Hotel geblieben immer. Sein Bruder...

Eine unglaubliche Hallodrie und die anderen sind nur auf Partys gewesen und Dave hat es dann so weit getrieben, dass er aber auch ständig betrunken war und dann auch jede Droge genommen hat, die es nur gab. auf einem schlechten LSD-Trip hängen geblieben und hat dann jahrelang Aliens gesehen und seltsame Sachen erzählt. Also der hat großen körperlichen und geistigen Schaden durch Drogen und diesen ganzen Alkoholmissbrauch.

gehabt, dadurch aber auch diese Aggression in dieser Band. Wenn keiner so richtig klar im Kopf ist, dann... Dann gibt es natürlich auch nur sowas und dann sehr, sehr temperamentvolle Leute, die also nicht kontrolliert aufgewachsen sind. Die sind ja in einer Welt aufgewachsen, wo einfach alles gleich rausgehauen wurde. Sie mussten, wie gesagt, immer auf Tournee sein.

Sie mussten immer spielen. Das gab natürlich zeitlichen und physischen Stress. Sie mussten Alben aufnehmen mit diesem anstrengenden Ray Davis, der zu viel wollte. Es gibt so eine Anekdote, da hat er mal als bei... Bei Dedicated Follower Fashion sollte am Anfang die Gitarre wie eine Ukulele klingen. Und das kriegten die nicht hin. Und er wurde so zornig und hat sich so aufgeregt.

dass er das Band genommen hat, aus der dicken Bandmaschine, diese Tonband, die dicken Bänder, die sind ja so dick gewesen, hat er die Spule auf den Boden geknallt. Und hat sie mit Feuer angesteckt. Hat das Bann verbrannt. Solche absolut erratischen Reaktionen. Und macht das Arbeiten schwierig.

Sache, die auch irgendwie hässlich ist, aber ehrlich gesagt, das tut einem vor allem musikalisch leid und natürlich auch um die Menschen, klar, aber es ist nämlich die Geschichte mit Nicky Hopkins, der ja ein sehr, sehr bekannter Studiomusiker war, ein Pianist, ein sehr begabter Mann. Man wundert sich ja, bei wie viel Aufnahmen nicht nur bei den Kings, auch bei den Stones und...

bei den Beatles-Solo später und bei diversen, du weißt das viel besser, wo er überall gespielt hat. Also hunderte, hunderte Aufnahmen. Ja, ein fantastischer Klavierspieler, ja. Und mit dem hat, der hat sehr auch diesen Sound geprägt, dieser Mid-60er-Aufnahmen der Kings. Und dann hat sich Ray Davis mit...

dem auch recht schrecklich überworfen und war sehr undankbar und Nicky Hopkins hat irgendwann gesagt, ich habe keinen Bock mehr. Also wie schade im Grunde genommen. Ja, ich weiß auch nicht, was da mit dem Mann los war. Da war er einfach wahrscheinlich einfach nicht...

nichts gesettelt und fühlte sich auch ehrlich gesagt immer wieder frustriert. Er hat immer wieder gesagt, warum ist das bei uns so, diese Prozesse und diese ganzen rechtlichen und vertraglichen Probleme, die die Kings immer wieder verfolgt haben. Die sind sehr anstrengend und nachtragend für die Kings oder für Ray gewesen. Es gab ja immer wieder Projekte, wo...

wo auch mal Fernsehfilme realisiert werden sollten oder Shows und dann klappte die Finanzierung nicht. Es gab immer wieder solche Dinge, die bei den Kings fast schon typisch waren. Also die hatten ehrlich gesagt so ein Image auch nach draußen. Marion Faithfull hat mal gesagt, das ist komisch bei diesen Kings. Also ich bin mit denen zusammen gewesen und es ist so eine aggressive, dunkle Atmosphäre. Es ist nicht locker und beschwingt oder so, sondern düster.

Späte 60er: Meisterwerke und Themen

Und das hat vieles geprägt. Die Musik Gott sei Dank nicht. Ja, oder eben nur auf eine Weise, die es dann irgendwie spannend macht. Und da gibt es ja den... Bei so vielen großen Hits, die wir ja gerade schon aufgezählt haben, sticht aber trotzdem Waterless Sunset 1967 nochmal heraus, finde ich, oder? Es ist echt eines meiner Lieblingslieder. Ja, es ist einfach ein wunderschöner Song.

großen sozialkritischen Inhalt, sondern es ist einfach eine Beschreibung. Zwei Verliebte stehen da und schauen sich diesen wunderbaren Sonnenuntergang an. Aber es ist ein zeitloser, endlos gültiger Welthin. Man möchte schweigen und weiter zuhören. Ich habe gelesen, dass dieser Backgroundchor besteht aus Dave und Raza. Ja, die Frau war eine sehr gute Sängerin und hat ganz, ganz viele Songs und Chöre mitgesungen. Ja, es war ein einzigartiger Song.

Gehe nochmal kurz zurück zu Face to Face aus dem Jahr 66. Da wollte ich noch einen Song erwähnen. Rosie, won't you please come home? Das ist mal ein richtig persönlicher Song. Bei Ray weiß man ja manchmal nicht, ist er nun ein persönliches Statement, was er hier abgibt? Ist es einfach eine Beobachtung von einer sozialen Szene oder einer Zeit? Nein, hier ist es ein Lied an seine Schwester. No one's in it Denn die ist ja mit ihr

Mann weggegangen nach Australien. Also eine von ihr? Die älteste Schwester sogar. Und bei der hat ja auch Ray gewohnt eine Zeit lang. Insofern hat er ein sehr enges Verhältnis zu ihr. Und das ist also wirklich ein Herz-zu-Herzens-gehendes Song. Rosie, won't you please come home? Und dann auch gibt es da ein Lied, Session Man heißt das, über die Musiker, die überall mitspielen und nur nichts entscheiden können, einfach nur nachspielen müssen. Da könnte man...

natürlich meinen, das ist auf Nicky Hopkins gemünzt. Da bin ich jetzt nicht so sicher. Wir hören mal eben rein. Ich kann es erklären. He's a session man. A clock regression. A top musician. Everything comes the same to him He's a session man A chord progression Also es ist so. Zumindest das, was ich nachgelesen habe und nachgehört habe.

Nico Hopkins spielt hier. Er spielt das Cembalo. Aber es ist nicht auf ihn gemünzt. Aber er war trotzdem leicht angefressen, weil es wird ja beschrieben, die Situation Sessionman kommen und gehen, spielen, was sie sollen und hauen wieder ab mit so einer Tagesgage. Und das war natürlich...

bei aller persönlichen oder nicht Wertschätzung, weiß ich nicht genau, auf jeden Fall war das das Leben von Nicky Hopkins im Grunde genommen. Also dieses Album Face to Face ist wirklich außergewöhnlich, denn da gibt es zum Beispiel noch einen anderen wichtigen Song, Holiday in Waikiki. Wenn man da genau mal hinhört auf die Worte, heißt es, ist es eigentlich ein Song, der sich Gedanken macht darüber, wie die Kultur der indigenen Bevölkerung für touristische Zwecke ausgenutzt wird.

Darüber hatte sich damals eigentlich noch niemand so richtig in Popsongs Gedanken gemacht. Oder auch in anderen Songs, Most Exclusive Residents for Sale. Also auch wieder die Geschichte von Sunny Afternoon, dass hier nun ein wohlhabender... nun nicht mehr sein riesiges Anwesen finanzieren kann. Das hast du ja in England öfter, dass das einfach zu groß ist, dieses Schloss. Man kann es nicht finanzieren, dann muss man es verkaufen oder ins Museum umwandeln und so weiter.

hat er gerne aufgenommen. Das ist wieder so ein wunderbar ironischer sozialer Kommentar. Jetzt ist natürlich die Frage, ob dieses Zurückgeworfensein auf, das ist ja von der Australien-Tournee gesprochen, aber eben vor allem auf Großbritannien,

Hat das auch diese britischen Themen zur Folge gehabt oder ist das Unsinn, dass du diese Verbindung herzustellen kannst? Du meinst, weil sie nur da sein konnten? Nein, das glaube ich nicht unbedingt, nein. Die Platten wurden ja immer noch in Amerika auch verkauft und waren... relativ erfolgreich. Also insofern nicht so erfolgreich, wie sie hätten sein können.

Aber wenn sie öfters da gewesen wären, aber ich glaube eigentlich nicht, dass das eine Rolle spielt. Im nächsten Jahr gab es schon wieder ein Album, Something Else. Da gab es einen herausstechenden Song, David Watts, über einen Mitschüler, den sie da... ein bisschen ironisch in die Mangel nehmen. Oder eben End of the Season. Das ist ein wunderbares Lied über das nun, also auch in der oberen reichen Gesellschaft, dass irgendwo in Urlaubsparadiesen nun die Saison vorbei ist.

traurig ist und so weiter. Aber man hat ja keine anderen Sorgen. Aber weißt du, was mir da am besten gefällt, ist Two Sisters. Ja, genau, das wollte ich gerade erwähnen. Wir hören vielleicht mal rein und dann schließt sich, was vielleicht daran lustig ist. Priscilla looked into the washing machine and the drudgery of being wet. She was so jealous of her... And her liberty and her smart young friends She was so jealous of her sister

Sabella looked into the wardrobe. Priscilla looked into the frying pan and the bacon and eggs and the breakfast dessert. She was so jealous of her She was so jealous of Ja, ich weiß wovon er singt. Er singt natürlich von sich und Dave, oder? Ja, findest du? Ja, ich finde. Er sagt, die eine Schwester guckt in die Waschmaschine und die andere guckt nach draußen oder guckt in ihre Garderobe und die andere guckt in die Bratpfanne.

Das ist schon ganz toll. Aber dagegen spricht die Schlussfolgerung am Ende. Da wird ja ein romantischer Schluss gewählt. Das heißt, dass dann die arme Schwester doch zufrieden mit ihrem Leben ist, weil die Reiche und der es besser geht, die hat ja nichts. im Leben. Sie hat aber ihre Familie und zwei Kinder und ist nun zufrieden damit, dass...

Gut, aber ich sehe der Ray und der sitzt zu Hause und Dave treibt sich rum und das möchte er eigentlich auch gerne haben. Aber wer weiß, was da ist. Ja, vielleicht ist es das auch. Es ist auf jeden Fall sehr lustig und du merkst natürlich auch erstmal spielt wieder Nicky Hopkins hier, das hört man ja auch gleich.

davon abgesehen, ist das einfach geistreich. Das sind aber auch Lieder, da denkt man auch, das könnten auch Szenen sein, also Szenenlieder oder das könnte eine Revue sein oder das könnte ein Film sein oder sowas. Er hat schon diese bildliche Gabe irgendwie. ist schon viel dran. Dann gibt es natürlich dann mehr Songs noch in diese Richtung. Mr. Pleasant ist ein anderer Song, auch aus diesem Jahr und Autumn Almanac, das ist auch ein Lied.

Da geht es darum, wie die Unterklasse, die Working Class so lebt. Wir gehen nach Blackpool im Urlaub und wir machen das und das und das. Eine wirklich exakte Beschreibung, wie es wirklich ist. den Afternoon Tea mit diesen Dingen und so weiter. Das beschreibt er in diesem Alma nach des Herbstes. Ist so eine Verbindung aus Herbststimmung und ja. damit leben wir eine Zustandsbeschreibung seines Englands in der Zeit. Also schon ganz beeindruckend.

Vielleicht sollten wir noch erwähnen, dass Dave nun endlich mal aus sich rauskommen konnte, weil er nämlich auf dem Album, das also 67 erschien, Something Else, ist ein Song drauf, den er geschrieben und gesungen hat. Er hat ihn mit Ray geschrieben, aber er hat ihn gesungen. Death of a Clown. Und der wurde als Single unter dem Namen Dave Davis veröffentlicht und wurde ein riesiger Hit. Und wurde praktisch endlich mal auch was, was Dave nun mehr Selbstbewusstsein geben konnte.

Konzeptalben und Abschied von England

Ja, das ist ein Gassenhauer, richtig. Er hat es einfach auch drauf, was man sagen. Ich finde, man muss unbedingt mal diese Zeit dann sehen. Also wir haben natürlich jetzt diese ja auch total spannenden Jahre in der gerade britischen oder insgesamt der Popmusik 65, 66, 67, wo es dann Ja, Alben gibt wie Pet Sounds und später Sgt Pepper, wie wir wissen, oder das Weiße Album. Also viele Variationen, aber auch viel zusammen.

gebracht, viele Stile, eine große Erweiterung dabei und Ray Davis ist nicht untätig. Er spielte eigentlich ganz oben mit. Ja. Oder? Ist das so? Natürlich. Nur... Es fiel nicht so auf. Er hat zum Beispiel ja im nächsten Jahr hat er ja ein fantastisches Album aufgenommen und zwar 68 war da schon, als das weiße Album herauskam. Zum selben Tag kam ein Kings Album raus. Das hatte den komplizierten Titel. The Kings are the Village Green Preservation Society.

Bonneville and Variety. We are the Desperate Dan. Appreciation Society. God save Strawberry Jam. And all the different varieties. Serving the... from being abused protecting the new ways for me and for you what more can we do we are the draft beer reservations Also da ging es um die Erhaltung des Village Green. Village Green ist ein Begriff für, die Dörfer hatten früher einen Platz oder einen Ort in der Mitte, wenn man...

Inspektor Barnaby manchmal sieht, dann sieht man das. Der Dorfplatz. Der Dorfplatz, der aber dann grün ist, das ist so eine Art kleiner Park, der in der Mitte des Dorfes ist. Das ist das Village Green. Und das gibt es natürlich nicht mehr so oft. Und auch damals gab es das auch nicht mehr so oft. Aber deswegen die Preservation Society. Und dieses Album, gesamte Album, in einem Song-Zirkel praktisch.

beschreibt nun diese Sehnsucht nach dem alten, schönen England, eigentlich zu einer Zeit, da dieses England schon vorbei war. Also das hat er selbst später zugegeben. Es ist nostalgisch. Aber er mochte eben gerne diesen Gedanken an diese schönen englischen Dörfer und diese englischen Szenen im Gegensatz zu dem modernen England, also mit Finanztempeln, Hochhäusern, Shoppingmalls.

und diesen ganzen Dingen, das gab es ja eben nicht. Da gab es einen Großer, da gab es ein Geschäft und so weiter. Naja, die Sehnsucht nach dem kleinen Dorf. The church, the club, this people, I miss the morning view, fresh air. Da hat er ein wunderschönes Album gemacht, das musikalisch auch wirklich wunderschön ist, muss ich sagen. Und kam aber total...

unerfolgreich nur, nicht mal in die Charts, glaube ich. Also unfassbar. Was da auch mit der Plattenfirma los war, weiß ich nicht. Die auch schlechte Promotion gemacht haben für solche Dinge. Das muss man auch mal sagen. Also es gab eben auch... großartige Marketingaktionen, die auch für den Erfolg der Beatles und Stones mitverantwortlich waren und da hatten die Kings immer die schlechtere Seite.

Aber das ist echt erstaunlich, weil natürlich erstmal fällt auf, dass die Albumtitel offenbar alle sehr lang sein konnten damals. The Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band, The Kings Are, The Village Green Preservation Society.

Ja, schon. Ich meine, vielleicht auch nicht so eine gute Idee, am selben Tag eine Platte rauszubringen, wie die Beatles, oder? Ja, ich weiß nicht, ob sie das nun irgendwie wussten. Sie hatten aber, das ist doch ein Hauptgrund, man brauchte schon eine Single oder einen Hit und der war auf diesem Album überhaupt nicht drauf. nichts, was als Single groß in die Aufmerksamkeit kam und das hat natürlich dem Album auch geschadet, obwohl da...

ganz außergewöhnliche Songs drauf. Aber ist es in der Tat, also jetzt mal davon abgesehen, dass vielleicht so ein großer, großer Hit fehlt, dazu kommen wir ja gleich auch noch zu einem weiteren sehr bekannten Lied aus dieser Zeit, ist es ja erstaunlich, also es ist ja auch ein Konzeptalbum, das hat ja oftmal auch das

Die Möglichkeit bestand ja damals dann auch schon. Ja, unbedingt. Also das gab es ja schon, da gab es ja schon andere Vorgänger, also auch The Who, die selbst gesagt haben, wir sind von den Kings extrem beeinflusst. Pete Townsend hat ganz ehrlich immer gesagt. Das waren unsere Vorbilder und so ähnliche Musik haben The Who auch gemacht und haben das aber schon früh auf dem Album The Who Sell Out, eine Art Konzeptalbum gemacht, da ging es um Verkaufstechnik und so weiter, Werbung.

Und die Beatles natürlich mit Sgt. Pepper. Und insofern war das auch die Zeit. Aber da waren die Kings mit ganz, ganz vorne. Dabei, also eigentlich war ja auch schon Face to Face davor und Something Else waren ja auch irgendwie Konzeptalben mit diesen Liedern über...

die verschiedenen Schichten der englischen Gesellschaft mit der Kritik, mit der Ironie, das waren ja auch schon eigentlich Konzeptalben. Aber so deutlich wie bei diesem Album war es also sonst nicht, nein. Trotzdem bleibt dieses Album wie so ein...

Man denkt, wo ist der Film dazu? Oder wo ist die Story dazu? Oder wo ist ein Musical oder irgendwas? Ganz komisch, finde ich. Ja, das hätte einen schönen Film geben können. Das ist schon wahr. Da gab es immer mal wieder Gespräche, aber es wurde nie was realisiert. Und das... wäre wirklich ein Anlass gewesen. Aber anscheinend gab das allgemeiner Interesse das damals dann auch nicht her. Aber es gibt wunderbare kleine Songs auf diesem Album.

die aber auch nicht nur mit dem Village Green und dem Dorfleben zu tun hatten, sondern aber auch mit der Psyche von Ray, All My Friends Were There, ist zum Beispiel ein Song, den er geschrieben hat. Als er mal einen ganz furchtbaren Auftritt gehabt hat und alle Freunde und alle Familienmitglieder waren da und er hat sich so geschämt. Und darüber hat er ein Lied geschrieben. Also insofern.

The Kings und Ray Davis, das ist das Thema, das war das Thema bei Urban Pop Musik Talk mit Peter Urban. Das war hier jetzt die erste Folge. Wir machen hier mal... Ein Schnitt, denn danach kommen noch mächtig viele Alben, über die wir reden sollten und mächtig viele Lieder, die interessant sind. Lola zum Beispiel.

Im nächsten Tag, das tease ich jetzt schon mal an, aber wir haben noch diverse andere Dinge zu erzählen, denn die Karriere von den Kings und auch von Ray Davis und auch als prägende Figur, die ist ja noch lange nicht vorbei und die hält eigentlich bis heute immer noch an. Einen Song haben wir noch aufbewahrt aus dieser Zeit, aus dem Jahr 1968, der Song

Days, den viele auch natürlich kennen und zu Recht sicher erwarten in dieser Ausgabe, der passt sehr gut dazu, der aber auch nicht auf dem Album komischerweise drauf ist. Es gab offenbar immer einzelne Singles. Ja, das war die Tendenz in den 60ern immer noch, einfach Singles zu haben, die nicht auf Alben sind. Macht nicht so richtig Sinn, heutzutage aus der heutigen Sicht, aber war üblich, war auch bei den Beatles so. Penny Lane und Strawberry Fields.

gehörten eigentlich zu Sgt. Pepper, waren aber nicht drauf. Und Hey Jude gehörte zum Weißen Album, war aber nicht drauf und so weiter. Also es gibt immer wieder Beispiele. Vielen Dank für heute, Peter. Danke. Danke, Ucke. Those endless days, those sacred days you gave me I'm thinking of the days I won't forget a single day

Ja und noch ein Hinweis, Urban Pop und der Musiktalk mit dir Peter, den gibt es jetzt schon fast zwei Jahre und dazu wollen wir ein oder zwei Sonderfolgen rausbringen, ist noch nicht ganz klar, denn das hängt ein bisschen von euch ab, die ihr uns hier zuhört. Und zwar würden wir gerne zwei Folgen machen mit Fragen. von euch an dich, Peter. Zum Beispiel, ich habe mal ein paar notiert hier, was war das lauteste Konzert, das du je gehört hast? Oder wo gab es die beste After-Show-Party?

Könntest du das sagen? Vielleicht habt ihr auch noch bessere Fragen. Peter stöhnt schon ein bisschen bei meinen doofen Fragen. Schreibt uns doch bitte eure Fragen an Peter Urban an urbanpop.ndr.de. Auch wenn ihr mögt, vielleicht gerne als Audiobotschaft auch an diese E-Mail-Adresse. Ganz kurz und knapp. Wir sind ganz gespannt, was da kommt. Und was war das lauteste Konzert? Weißt du das? Ich weiß es nicht. Da muss ich genau überlegen. Es gab zu viele. Deswegen sind meine Ohren schlecht.

Wir sind gespannt auf eure Fragen. Herzlichen Dank. Bis bald. But then I... Musik Talk mit Peter Urban

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