Willkommen, ihr Lieben, zu unserem starke Frauenzitat der Woche. Zehn Minuten Inspiration, Tiefe und eine konkrete Challenge für euch. Heute geht es um ein Zitat von Caroline Herfurt. Und zwar, Achtung, Ich ermutige immer alle Frauen in meiner Umgebung, miteinander zu sprechen und da auch keine Tabus zu haben, denn ich glaube, darin steckt eine unglaubliche Macht. Voll gut. Ja, das haben wir gefunden auf ARD Instagram. Und Katrin, warum halten wir das für relevant, dieses Zitat?
Wir halten es für relevant, weil es für mich nochmal so stark dieses Schwesternsein oder Sisterhood, wie wir es ja auch immer gerne sagen oder wie Mann ist und Frau ist immer mal gerne sagt, diese Zusammengehörigkeit unter Frauen, das Kontakte knüpfen, offen zu sein. Weil manchmal sind wir auch unsere härtesten Kritikerinnen, finde ich.
Und da aber auch auf so eine Ebene zu kommen, wo wir uns gegenseitig gegenüber auch ehrlich machen und auch eine Schwäche zeigen, um darin auch wieder eine Stärke zu entwickeln, das, finde ich, hat eine irrsinnige Relevanz. Und dieser Gedanke von, es kann nur eine geben und wir müssen da mit Ellenbogen uns an die Spitze kämpfen, das schaffen wir nicht alleine.
Da brauchen wir Allianzen, das können auch Männer sein, aber ich finde, gerade wir Frauen können da noch mehr arbeiten an Netzwerken, Spinnen oder einfach gut zueinander zu sein. Total, auch dieses ehrlich miteinander sein, auch über Tabu reden. Wir hatten eine Aufnahme, ich weiß jetzt gerade nicht, ob wir die publiziert haben jetzt vorher, aber später wird sie auf jeden Fall publiziert mit Silke Weber zum Thema Menopause, auch über dieses Tabu sprechen.
Hey, sag mal, was hast du für Erfahrungen? Du hast ja auch eine Freundin in deinem Netzwerk, die sich da immer aufschlaut und euch dann aufschlaut. So wichtig, einmal Wissensaustausch zu haben, aber auch über Themen Verhandlungen zum Beispiel. Wie verhandelst du denn eigentlich dein Gehalt? Was verdienst du eigentlich gerade? Aber ist das so mega wichtig, sich da auszutauschen? Katrin, was löst dieses Zitat in dir aus?
Also ich muss sagen, ich stieße mich so ein bisschen an diesem Machtding, was irgendwie witzig ist, weil wir Frauen manchmal so mit Macht fremdeln, würde ich jetzt mal als These formulieren. Ich häufig so dieses, wir streben da gar nicht so danach, aber da war auch gleichzeitig so eine unglaubliche Kraft, die ich gemerkt habe. Ich habe so viele tolle Frauen in meinem Freundeskreis.
Das sind Menschen wie die von dir eben genannte Freundin, die auch voll dabei ist und sagt, hey, ich finde das für uns raus, die da wirklich so einen Gedanken hat an das Miteinander teilen. Ich empfinde eine unglaubliche Stärke und Kraft in diesem Zitat, muss aber sagen, im ersten Moment fremdelte ich so ein bisschen mit diesem Machtwort, weil ich dachte, es geht ja gar nicht so sehr um Macht, sondern einfach um Zugehörigkeit und um Stärke.
Aber ich kann mir auch vorstellen, weil sie ja auch eine Schauspielerin ist. Das ist gerade in der Filmbranche und eine Produzentin, eine Regisseurin, wenn ich mich recht erinnere, dass da auch viel mitmacht und natürlich auch MeToo ein großes Thema in der Filmbranche war, dass das auch viel da reinspielt in dieses Zitat und unter dem Aspekt bewerte ich dieses Wort dann nochmal anders auf der zweite Gedanke.
Ja, aber ich glaube, also für mich ist Macht etwas Positives in der Hinsicht, dass durch Allianzen, also eine Stimme wird vielleicht auch gerne überhört, mehrere Stimmen werden auch überhört, schließen sich aber viele Stimmen zusammen, dann entwickeln sie einen Einfluss. Vielleicht ist das ein schöneres Wort, aber es bedeutet auch die Macht.
Einmal das Thema zum Beispiel in der Medizin, dass da bestimmte, Themenfelder wie Endometriose oder die Menopause dann auch mal erforscht werden, weil mehrere Frauen sich zusammentun, weil für Männer ist es vielleicht ein nice to have, aber nicht relevant. Also das Thema kann gerne überschaut werden oder vielleicht die Pille des Mannes.
Wenn wir jetzt im produzentischen Umfeld von Caroline Herford gucken, ich hatte sie bei Women in Filme Television, da engagiere ich mich ehrenamtlich im Vorstand und wir hatten sie jetzt auf der Berlinale Veranstaltung auf dem Panel und ein großes Thema war Finanzierung. Weil Frauen wird immer noch großes Budget weniger zugetraut als Männern.
Also es gab eine schöne Staffelung, die von einer Penalistin auch nochmal aufgeführt wurde, wo Caroline dann auch immer nickte und sagte, genau, so Budgets bis 1,5 Mio gibt man Frauen locker, für einen Kinofilm zum Beispiel. Wenn es dann aber 3,5 Mio ist, dann sind Frauen da schon eine Rarität. Und bei 6,5 Mio sind die Frauen eine sehr, sehr große Ausnahme. Und auch hier spielt es die Macht, eine Rolle, einen Einfluss nehmen zu können, zu sagen, wir packen uns jetzt zusammen.
Oder auch viele Frauen sagen, warum gibt es eigentlich am Filmset keine Kinderbetreuung? Frauen zusammen, für die ist das überhaupt kein Thema, dann wird sich darum gekümmert. Aber bist du eine einzelne Frau oder zwei Stimmen, drei Stimmen, dann wirst du überhört. Dann gibt es das nicht, weil nicht nötig. Gibt es mehr Frauen, die sich dafür einsetzen? Deswegen auch die Verbandsarbeit, dann höre ich auch auf zu reden.
Womit in Filme Television oder pro Quote Medien zum Beispiel, die setzen sich für genau diese Frauenthemen ein und sorgen dafür, dass das Machtverhältnis sich dann zumindest annähernd.
Da hat natürlich auch viel, oder in diesem Wort steckt auch viel Patriarchat mit drin, also dass man diese Kraft und sich auch etwas zutraut und manchmal auch so in Meetings zum Beispiel, ich muss an Tijen Onaran denken, die dann diesen Begriff des He-Peatings auch nochmal benannte, wenn er Dinge sagt in einem Meeting, dann sagen alle, Was, was, was, ja? Frauen und Macht gibt es ein ganz tolles Buch, was ich sehr empfehlen kann. Also die, die Mary setzt sich sehr stark damit auseinander.
Und es ist kein interessanter. Ich glaube, genau. Mary Beard oder Baird oder wie auch immer, wenn sie ausspricht. Ein Manifest Frauen und Macht. Und das ist halt wichtig, dass wir Frauen das nicht so tabuisieren und sagen, das ist ja eigentlich eher so ein männlich geprägter Begriff. Also das löst was löst es denn mehr aus, da sind wir eigentlich gerade schon was löst, vielleicht picken wir uns jetzt dieses eine Wort raus und Carolin Herford hört und so und denkt so, oh Mädchen Frauen.
Das kann durchaus passieren, aber es ist trotzdem es ist ja wie der Begriff Feminismus oder eine Feministin zu sein, dass der viel auch von konservativen Seiten in den Schmutz gezogen wurde was bedeutet Feminismus eigentlich, aber das wäre nochmal ein anderes Thema, Aber ich finde das ganz interessant, weil du vorhin ja auch fragtest, was löst das in dir aus?
Das war der erste Reflex und dieses Zitat lehrt mich jetzt gerade über diesen, da muss ich vielleicht das Buch auch nochmal lesen, aber mich damit mal zu beschäftigen, warum ist das so? Und du hast eben gerade gesagt, Mensch, Mädels, das ist dann auch... Degradierung, was nicht gut ist, deswegen habe ich mich sofort korrigiert. Gar nicht die Gradierung, es ist dann vielleicht eher so unter uns Klosterschwestern, so jetzt reißt euch mal zusammen, so nach dem Motto.
Jetzt seid stark, seid auch wirklich Frauen, steht eure Frau, so nach dem Motto. Und da so mit bestimmten Begriffen und auch was Sprache an so bewirken kann. Vielleicht auch dieses Zitat. Wir sind natürlich auch immer daran interessiert, was euch dieses Zitat sagt. Oder wie ihr das seht und was das mit euch macht. Insofern schreibt uns gerne. In den Shownotes haben wir ja immer die üblichen, Auf jeden Fall. Eine Frage habe ich noch.
Also ich ermutige immer alle Frauen in meiner Umgebung miteinander zu sprechen und auch keinen Tabus zu haben, denn ich glaube, darin steckt eine unglaubliche Macht. Und wo hast du das selber schon mal erlebt, Katrin? Das mit Frauen zu sprechen, dass mir das eine Stärke gegeben hat? Ja. Es ist immer, wenn es mir gerade schlecht geht, dann habe ich so viele tolle Freundinnen, die sagen, komm vorbei. Also es gibt eigentlich eine Vielzahl von Situationen, das können kleine sein und auch große.
Oder einfach besagte Freundin, die sagt so, pass auf, mir geht es gerade genauso oder ich fühle mich gerade richtig scheiße, ich muss das mal mit euch teilen. Und wir haben das dann so in so einer WhatsApp-Gruppe, haben wir das verhandelt. Es gibt unglaublich viele Kleinigkeiten, kleine Momente und deswegen kann ich dieses Zitat auch unterstreichen in so vielerlei Hinsicht. Das ist dann so wie so ein Aufatmen. Oh Gott, ich bin nicht alleine.
Zum Glück, das kann beruflich sein, das kann aber auch einfach im Kleinen sein, Das kann die Menopause betreffen oder einfach eine Überforderung, Beziehungsprobleme, Erziehungsprobleme. Da kann ich jetzt nicht so wirklich weiterhelfen, weil ich keine Kinder habe, aber ich habe eine Intuition und ich habe auch eine Nichte. Hast du einen Moment, an den du denkst, weil du mich das so gefragt hast?
Ich musste witzigerweise in Bezug auf Karriere, also ich schließe mich dem an, also im Freundeskreis sich gegenseitig zu supporten und zu unterstützen, ist wichtig. Ich habe gerade witzigerweise zwei Momente. Das eine war eine Freundin von mir hat ein Baby bekommen. Und die Hebamme seufzte immer, dass sie gerade zwei Freundinnen betreut, die sich gegenseitig anlügen. Also beiden ging es schlecht. Beide haben eine postnatale, wie sagt man? Depression. Wochenbett-Depression, ne?
Wochenbett-Depression, genau. Und wollten aber partout nicht, dass die andere das weiß. Und da wäre es eigentlich, und das finde ich immer gut, doch toller, ehrlich zu sein und zu sagen, Mann, ey, mir geht es gerade einfach echt beschissen. Ich habe mir irgendwie vorgestellt, jetzt ist das Loch in meinem Herzen gestopft oder was auch immer. Die Ersehnung war dabei. Und auch ist es okay, ist es alles erstmal über Overboarding-Bond.
Und das andere Thema war, ich hatte mich mit einer Freundin über Gehalt unterhalten und zu dem damaligen Zeitpunkt war für mich eine bestimmte Gehaltsklasse voll richtig für... Eigentlich Frauen, weil ich das so mitbekommen habe und war total erstaunt, was sie schon verdient. Das hat meinen Blickwinkel nochmal total verändert auf das Thema auch Gehalt. Das fand ich total spannend. Also das sind so zwei Ereignisse, die mir jetzt sofort hochpoppen. Mir fällt eine noch ein.
Vielleicht geht es euch da draußen genauso. Ich habe über Monate hinweg, und du hast es mir dann auch bestätigt, eine Blasenentzündung gehabt. Ich kam von dieser Blasenentzündung nicht weg. Und wie vielen Frauen ich das auch erzählt habe. Und auch im Arbeitskontext einer Kollegin, mit der ich dann Mittagessen war. Und sie so, ah, kenne ich. Ich habe das gemacht, ich habe das gemacht. Das hat mich geholfen, das kann ich dir empfehlen. Und meine Nachbarin hier im Hausflur.
Jede Frau hatte irgendwas dazu zu erzählen. Und es tat so gut, das Gefühl zu haben, ach Gott, mein Körper tut sich gerade schwer. Ich bin nicht damit allein. Ich bin nicht allein damit, mein Gott. Und das war irgendwie noch so eine zweite schöne Situation. Also sprecht miteinander.
Jetzt haben wir eine kleine Challenge für euch. Also nicht nur sprecht miteinander, was Katrin gerade gesagt hat, sondern die kleine Challenge für diese Woche ist, sprich diese Woche mit einer Frau über ein Thema, das du sonst vermeidest. Sag einer Frau vielleicht, was du an ihr bewunderst und bitte nicht Make-up, Haare und Kleidung. Brich ein kleines Tabu in deinem Umfeld. Das klingt jetzt sehr viel, aber manchmal ist es auch nur eine Kleinigkeit.
Ich habe neulich an der Ampel gestanden und habe eine Frau angeschaut und habe dann gesagt, ey, was für eine tolle Hose du anhast. Also natürlich hat das wieder was mit einem Äußeren zu tun, aber sie war so, also ich fand das einfach cool und fand ihren Style cool. Ich habe das auch schon mal zu einem Pärchen gesagt, wirklich, ihr seht ja wirklich total toll aus.
Klar, ich weiß ja nicht, wie die so drauf sind, aber ich würde jetzt für meinen Teil auch sagen, es ist okay, Klamotten zu loben oder das mal zu sagen, dass man den Style cool findet, das finde ich irgendwie auch okay. Man merkt sofort, die Leute sind etwas irritiert erstmal, so vielen Dank. Ja. Und genau, ja. Na gut. Ich habe heute einer Frau ein Kompliment gemacht über ihren Workshop.
Also wir haben ihren Workshop durchgesprochen und ich war, es ging um Unconscious Bias und Und ich war richtig, richtig beeindruckt über die Tiefe, über ihr Wissen, weil sie das sich eigentlich witzigerweise als Freizeitprojekt angeeignet hat. Und das war sie ganz berührt, dass dieser Vortrag, was sie da alles vorbereitet hat, so erstaunlich toll ist. Ja, ja.
Ja, das finde ich auch immer toll im Business-Kontext. Manchmal auch fremden Frauen irgendwas zu sagen, was man an ihnen toll findet und was sie toll gemacht haben. Was ihnen toll gelungen ist. Genau, genau. Cool. Ja. Also die Challenge soll, ihr dürft uns gerne schreiben. Schreibt uns doch mal, was passiert ist. Wir sind sehr gespannt und was ihr gemacht habt, dass wir auch voneinander lernen und profitieren können und dann sagen können, cool, ja, das mache ich jetzt auch mal.
Da freuen wir uns. macht das gerne entweder wieder bei Spotify oder Apple oder auch gerne natürlich bei Instagram, weil am schönsten ist immer, wenn die anderen alle mitlesen können. Ihr könnt natürlich auch eine Mail schicken. Aber das, genau, ja, perfekt. So Kleinigkeiten machen die Welt auch wirklich manchmal ein bisschen, oder zumindest sagen wir den Tag auch ein bisschen schöner. Deswegen wir freuen uns von euch zu hören.
Mal wieder pathetisch auszudrücken, denn starke Frauen sprechen nicht nur, sie verändern. Das finde ich toll. Das geht natürlich auch für alle männlichen und diversen ZuhörerInnen unter euch. Schreibt uns. Und ich freue mich auf das nächste Zitat. Es macht richtig Spaß, mit dir darüber zu sprechen. Ja, das war richtig genau. Kleine und große Gedanken. Genau. Ihr Lieben da draußen. Macht's gut, ihr Lieben. Genau. Bleibt gesund. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao.
