#37 Else Lasker-Schüler – Mitbegründerin des literarischen Expressionismus
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Else Lasker-Schüler war eine der eigenwilligsten Stimmen der literarischen Moderne. Als deutsch-jüdische Dichterin prägte sie den Expressionismus mit einer radikal persönlichen, bildstarken Sprache. Ihre Texte sind bis heute relevant, weil sie künstlerische Freiheit, Identität und Ausgrenzung untrennbar miteinander verbinden.
Geboren 1869 in Elberfeld, entwickelte Else Lasker-Schüler früh eine poetische Gegenwelt zu bürgerlichen Erwartungen und literarischen Konventionen. In Gedichten, Prosa und Dramen schuf sie eine eigene Bildsprache, geprägt von Liebeslyrik, orientalischen Motiven und sprachlichen Neuschöpfungen. Zentrale Themen ihres Werks sind Sehnsucht, Zugehörigkeit und das „Gelobte Land“, insbesondere Jerusalem. Als Jüdin erlebte sie Ausgrenzung, Armut und schließlich das Exil – Erfahrungen, die ihr Schreiben zunehmend bestimmten. Diese Folge beleuchtet Lasker-Schüler nicht als literarische Randfigur, sondern als Avantgardistin, die sich konsequent jeder Vereinnahmung entzog.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Else Lasker-Schülers Dichtung bis heute berührt und herausfordert. Es geht um Einordnung statt Verklärung – und um die Kraft einer Sprache, die sich bewusst außerhalb des Gewöhnlichen bewegt.
Diese Episode stammt aus einer Phase des Podcasts, in der wir verstärkt Künstlerinnen der Moderne und ihre oft brüchigen Lebenswege sichtbar gemacht haben. Eine systematische Quellenarbeit entwickelte sich erst in späteren Phasen von Starke Frauen.
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Team:
Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob
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Hinweis: Diese frühe Episode entstand ohne systematische Quellenarbeit.
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