#122 Fee Brembeck – Sprache, Humor und Widerstand - podcast episode cover

#122 Fee Brembeck – Sprache, Humor und Widerstand

Dec 15, 202152 minSeason 1Ep. 122
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Episode description

In dieser Folge sprechen Kim und Cathrin mit Fee Brembeck.

Sie arbeitet mit Sprache – pointiert, politisch und humorvoll.

Und sie nutzt sie, um Machtverhältnisse sichtbar zu machen.


Fee Brembeck ist Kabarettistin, Autorin, Opernsängerin und eine der bekanntesten Poetry-Slammerinnen im deutschsprachigen Raum.

Im Zentrum ihres Schaffens steht der präzise Umgang mit Sprache – als Mittel der Kritik, des Widerspruchs und der Selbstermächtigung.

Ihre Texte verbinden Humor mit klaren gesellschaftlichen Forderungen nach Gleichberechtigung und Diversität.

Diese Episode interessiert sich weniger für Genregrenzen als für Haltung: Wie Sprache erklärt, entlarvt – und zurückgegeben werden kann.

Und warum es manchmal reicht, Dinge nicht mehr erklärt zu bekommen, sondern selbst zu sprechen.


In dieser Folge sprechen wir über Sprache als politisches Werkzeug, über Feminismus jenseits von Zuschreibungen und über Humor als Form von Widerstand.

Ein Gespräch, das unterhält – und zugleich herausfordert.


In der Episode geht es unter anderem um Fees Buch Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann!.

Weitere Informationen finden sich auf Fees Website sowie über ihre öffentlichen Auftritte.

https://www.fee-brembeck.de/


––––– SERVICE & TRANSPARENZ –––––


Weitere Infos & Kontakt:

https://linktr.ee/starkefrauen

https://www.podcaststarkefrauen.de/


Team:

Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob

Schnitt: Kim Seidler


Foto: Sophie Wanninger

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von unserem wundervollen Podcast Starke Frauen. An meiner Seite natürlich wie immer die Zauberhafte, die Wundervolle, die Sagenumwobene Kim Seidler. Was lachst du denn jetzt schon wieder so? Die Sagen umfobene. Mit welchen Ex-Freunden hast du dich denn unterhalten von mir? Das wird später verraten. Hallo, liebe Kim. Hallo, liebe Katrin. Auch von mir ein wunderbares, herzliches Gegrüße an dich.

Du wunderbare, großherzige, großherzig ist wirklich das Wort, was du dir eintätowieren müsstest. Na gut. Wir sind aber nicht zu weit. Wir haben ja eine Gästin bei uns oder ein Gast, nämlich die wunderbare Fee Bremenbeck. Hallo, liebe Fee. Hallo, ihr zwei wunderbaren, sagenumbrummenden Frauen. Manchmal ist das auch einfach, kommt das so aus mir raus? Ich weiß gar nicht, woher ich das jetzt gerade hatte, dieses Wort.

Aber ich fühle mich natürlich trotzdem auch total dankbar und freue mich wahnsinnig auf das Gespräch und toll, dass du dir die Zeit nimmst, liebe Fee, und uns heute Rede und Antwort stehst. Ja, ich danke euch auch für die Einladung. Ich freue mich ja. Ja, jetzt fragt ihr euch da draußen bestimmt, wer ist denn die Fee? Die Fee hat gerade kürzlich ein Buch publiziert, über das wir uns heute auch ein bisschen unterhalten möchten.

Sie ist Jahrgang 1994 Kabarettistin, mehrfach ausgezeichnete Autorin, Feministin, Opernsängerin und eine der bekanntesten Poetry-Slammerinnen im deutschsprachigen Raum. Wow, tuscht. Ja, tuscht. Ihr findet noch mehr über sie. Ich finde übrigens deinen Instagram-Profil-Namen super. Nämlich at fee-ministern oder aber auch www.fee-brembeck.de. So, herzlich willkommen, liebe Fee. Danke, danke. Jetzt darfst du aber auch gerne was zu dir selbst sagen.

Das ist immer so ein bisschen blöd, wenn andere was über einen erzählen, aber wer bist du? Haben wir was vergessen? Haben wir was vergessen? Ich finde, ihr habt zu diesem Punkt schon mal sehr gute Recherchearbeit geleistet. Und eigentlich ganz so zusammengefasst, was hier sitzt. Ja, was kann ich noch sagen? Du bist Lehrerin auch, ne? Ja, sozusagen. Also ich habe das studiert. Auf Lehramt studiert. Also das freut mich ja immer als Lehrerkind.

Erzähle ich immer wieder gerne, weil das ein bestimmtes Label gibt. Also du hast unglaublich viel gemacht und es gibt viel zu besprechen. Aber wenn wir natürlich was vergessen haben an dieser Stelle, wäre die Möglichkeit, das noch zu ergänzen. Nein, nein, danke. Ich glaube, ihr habt es gut zusammengefasst. Vielleicht kann man noch sagen, dass ich außerdem ein fröhlicher Mensch bin.

Das beruhigt uns. Wir sind es auch und das kann ein sehr lustiges Gespräch werden, aber wir haben im Vorgespräch auch kurz besprochen, dass wir, wenn wir auch gleich über dein Buch sprechen, das durchaus auch eine ernsthafte Facette hat.

Das Buch heißt, das haben wir nämlich noch nicht gesagt, jetzt halt doch mal die Kloppe Mann und es geht um Mansplaining, was das ist, das können wir auch später noch besprechen, aber wir haben immer so einen klassischen Einstieg für Gäste, die wir in den Podcast einladen oder Gästinnen natürlich, sind das alles Frauen und gehen nochmal so zurück in die Kindheit einfach, damit wir und die Hörerinnen und Hörer auch verstehen, wie du so tickst.

Und wir laden starke Frauen ein und da liegt auch immer viel Stärke in der Kindheit. Und da würde ich jetzt gerne so ein, zwei Fragen noch zur Kindheit stellen. Ich habe gesehen aber, dass du dein Buch gewidmet hast, deinen Geschwistern. Ich zitiere, die meine Welt jeden Tag besser machen und alles in sich tragen, um die ganze Welt zu verbessern. Das klingt nach einem sehr harmonischen Familienleben und einer wirklich schönen Kindheit und wirft natürlich auch ein paar Fragen auf.

Und zwar, wie bist du aufgewachsen? Wer waren so deine Vorbilder? Hattest du Role Models? Wie war das so? Wo kommst du her? Ja, also harmonisch ist es nicht. Aber was tatsächlich stimmt, ist, dass ich einfach eine sehr innige Verbindung zu meinen Geschwistern habe und super froh bin, dass es die gibt. Und das macht auch viel davon aus, wie ich aufgewachsen bin. Ich bin nämlich die Älteste. Ah, ja.

Und ich glaube sowieso dran, dass Geschwisterkonstellationen ganz viel machen und zur Persönlichkeit beitragen. Und ich schreibe da unter anderem auch in einem Buch darüber, dass es auch viel damit gemacht hat, wie ich einfach auf so Kinderthemen oder Care-Arbeit insgesamt sensibilisiert wurde, weil ich ganz viel mitgeholfen habe und so natürlicherweise irgendwie Aufgaben übernommen habe, weil da eben immer kleine Geschwister waren. Ansonsten würde ich sagen, bin ich...

Gar nicht in so einem klassisch rollenverteilten Haushalt aufgewachsen. Also meine Mutter ist das, was man immer so eine Powerfrau nennt, auch wenn der Begriff bisschen blöd ist, weil wir niemals vom Power-Mann sprechen. Ja, aber ich glaube, man kann sich trotzdem was ganz Gutes darunter vorstellen. Also die steht super fest und erfolgreich in ihrem Job und hat das irgendwie immer auch schon vereinbart und immer unter einen Hut bekommen mit Familie und eben vier Kindern.

Okay, das wäre jetzt auch meine Frage gewesen. Genau, und hat das irgendwie, ja, trotzdem einfach total durchgezogen für sich. Und das heißt, das, was ich erst mal zu Hause mitbekommen habe, war eigentlich, dass mein Vater neben seinem Beruf, er war freiberuflich. Ja, Hausmann war und irgendwie ganz viel davon mitgemacht hat, was in so klassischen Rollenverteilungen oftmals eher die Frau ist in Heterobeziehungen. Mhm. Und hattest du Brüder oder nur Schwestern?

Gab es da schon auch in der Erziehung vielleicht so ein bisschen die Jungs wurden anders behandelt als die Mädchen oder war das egal? Waren es einfach Kinder und du warst halt die Älteste und musstest da eben mithelfen und warst zufällig ein Mädchen?

Ich glaube nicht, dass irgendjemand sich so einen Plan macht und sagt, wir behandeln jetzt Jungs anders als Mädchen auf keinen Fall und da spielt ja immer so viel mit rein, also bei uns gibt es auch große Abstände, und die Kleinen sind wirklich viel kleiner ähm, Aber ja, ich habe schon dann im Nachhinein beim Reflektieren die Beobachtung gemacht, dass es wahrscheinlich kein Zufall ist, dass ich als große Schwester so sehr da auch eingebunden war,

und das auch von mir aus irgendwie wollte oder zumindest auch dachte, irgendwie ich, das muss man auch so machen und das ist auch eine Aufgabe, die irgendwie Mädchen so zufällt, ohne dass meine Eltern das jemals so gesagt hätten. Also da darf man jetzt nicht keine falschen Vorstellungen machen.

Aber ja, also ich habe Brüder und ich habe eine Schwester und ich kann schon sagen, und das ist auch eine Anekdote, über die ich schreibe, dass mein größter kleiner Bruder sich da sehr immer rausgehalten hat. Und auch, also das wurde auch immer akzeptiert, dass er sich da rausgehalten hat, größtenteils. Und jetzt ist er mittlerweile ein ganz wunderbarer Erzieher geworden.

Und ich finde das immer so ein bisschen lustig, weil ich denke, naja, wahrscheinlich hätte er es damals auch schon ganz gut hingekriegt. Und das ist das schlechte Gewissen jetzt, dass er denkt, okay, jetzt muss ich das irgendwie nachholen. Nee, ich glaube gar nicht. Ich glaube, kein Zufall, dass er sich mittlerweile einfach dafür bezahlen lässt. Ich befürchte leider schlecht bezahlen lässt, weil auch Erzieher, Care-Berufe und Pflegeberufe nach wie vor unterbezahlt sind.

Ja, auf jeden Fall. Die jetzt einfach mal voraussetzen. Und gab es denn so ein Vorbild für dich? So eine klassische starke Frau, du hast gerade Powerfrau gesagt und deine Mutter, genannt, aber gab es jetzt so vielleicht eine Großmutter oder auch eine Lehrerin oder irgendeine andere Frau, die dir da so geholfen hat, zu sagen, so hier bin ich, das kann ich jetzt sagen und. Einfach deinen Weg zu gehen und egal sein zu lassen, wer dir da vielleicht im Weg steht.

Ja, ich hatte das Glück, auch immer schon auch weibliche Vorbilder zu haben. Das ist ja gar nicht so selbstverständlich. Und ich bin als Mensch so, dass ich mir immer schon einfach gerne auch Vorbilder gesucht habe. Also ich zelebriere mein Fan-Sein immer sehr arg. Das ist schön. Und strebe dann auch wirklich so total danach. Und da hatte ich ganz unterschiedliche Phasen. Also du hast die Großmutter genannt.

Das ist auf jeden Fall so. Also meine Oma war da auch für mich, Ja, in meinem Heranwachsen als Frau super wichtig, meine Mama natürlich total. Dann habe ich aber auch so rumgeguckt zum Beispiel, fand ich Pünktchen von Pünktchen und Anton in diesem Kinofilm damals. Ich fand sie so cool. Ja, toll. Genau, die ist ja so ein bisschen weg von der Kästner-Pünktchen, aber halt moderner nochmal und auch emanzipierter dadurch. Und da wollte ich ganz lange sein wie Pünktchen.

Und dann habe ich geguckt, okay, wer schreibt die Bücher, in denen irgendwie coole Frauengestalten oder Mädchengestalten vorkommen. Und dann waren die Autorinnen, auch weil ich damals schon schreiben wollte, dann waren das so meine Vorbilder, also Cornelia Funke, ganz arg. Ja, und je nach, also ich wurde älter und dann kamen auch all diese anderen Leidenschaften dazu, die ich heute ja fast alle beruflich mache.

Und ich hatte überall immer Totalvorbilder und habe mir die aber auch überall gesucht. Also sowohl so irgendwie berühmte Leute, berühmte Kabarettistinnen, Schauspielerinnen, Opernsängerinnen, später dann diverse. Poetry-Slammerinnen auch, als auch zum Beispiel meine Deutschlehrerin, also der ich auch total nachgeeifert habe und irgendwie unbedingt so sein wollte.

Und ich würde sagen, das hat sich so ein bisschen, das ist so ein bisschen bis heute so, dass ich mich auch gerne, Überall umschaue und mittlerweile nicht mehr ganz so stark sage, okay, ich will genauso sein, aber da sehr großzügig bin darin, irgendwie anzuerkennen, was einzelne Personen um mich herum einfach besonders toll machen und wo man sich da irgendwie vielleicht echt ein Vorbild nehmen kann auch.

Und das Schöne ist, dass es wirklich sehr, sehr oft Frauen sind oder ja, Finter-Personen zumindest. Das freut mich total, dass du das sagst. Vielleicht erklären wir oder erklärst du gleich auch nochmal, was Finta oder wer Finta sind. Wir nähern uns so ein bisschen auch den Begriffen, die wir vielleicht ein bisschen erklären müssen. So jetzt heute mal Haha, womansplaining, was mansplaining ist.

Also Männer erklären dir die Welt. Ich glaube, das brauchen wir nicht mehr in aller Bandbreite zu besprechen. Aber bevor wir jetzt zum Buch kommen, würde ich gerne einleitend dazu auch eine kleine Stelle aus dem Buch vorlesen, das ganz gut erklärt und vorbereitet, warum du das Buch geschrieben hast.

Jetzt weiß das von der Seite 25. Ich sage jetzt nochmal schon der erste Hinweis darauf, jetzt halt doch mal die Klappe, Mann, warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben, erschienen im Goldman Verlag und ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen, ob Mann, ob Frau oder wie auch immer man sich sieht und definiert oder identifiziert. Also auf Seite 25 steht.

Mir wurde schon so ziemlich alles erklärt. Mein Beruf, meine Religion, meine Emotionen, meine sexuelle Präferenz, mein Studium, mein Geschlechtsorgan, in Klammern und nein, nicht von einem Gynäkologen. Meine Periode, mein Schmerzempfinden, mein Feminismus und sogar wie man Pfannkuchen belegt. Ich hatte ja vorhin darauf hingewiesen. Also offensichtlich scheinst du an einen Punkt gekommen zu sein, wo du es satt hattest, dass man dir die Welt erklärt.

Und das Buch deutet darauf hin, das sind dann vermutlich meistens die Männer gewesen. Wie kam es dazu, dass du dich hingesetzt hast und es dann auch geschrieben hast? Ja, du hast es ganz klar schon gesagt, also es staute sich ein bisschen auf. Es geht ja, da muss ich jetzt, glaube ich, doch nochmal kurz drauf eingehen, es geht ja bei Mansplanning nicht nur darum, dass irgendein Mann ihr irgendwas erklärt, weil das kann ja manchmal auch ganz sinnvoll sein.

Ja, also manchmal wissen ja Männer wirklich irgendwas besser oder man hat danach gefragt oder der Kontext verlangt danach, dass sie dir das erklären und dann ist das ja auch vollkommen in Ordnung. Ich hatte ja auch gesagt, die Welt erklären, das klingt dann immer so ein bisschen Schätzelein. Du weißt es nicht, ich kenne die große Welt. Das so ein bisschen, aber selbstverständlich habe ich mir schon von vielen Männern sehr viele gute Sachen erklären lassen und das war sehr hilfreich.

Ja, das finde ich noch wichtig, gerade dazu zu sagen, also wenn jemand wirklich da immer ohne Expertise und dann eben mit so ein bisschen von oben herab und Schätzelein, wie du gerade gesagt hast, mir Dinge erklärt hat, die ich wirklich einfach besser weiß und zwar offensichtlich besser weiß, weil es zum Beispiel mein eigener Körper ist oder meine eigene Meinung oder mein eigener Beruf, den der Mann nicht ausübt, dann wird das Ganze natürlich ein bisschen albern.

Und ja, es hatte sich tatsächlich aufgestaut und ich habe da mehrfach dazu mich dann irgendwie öffentlich geäußert. Und dann kam aber auch der Verlag auf mich zu und hat gesagt, es wäre doch spannend, darüber ein Buch zu machen. Und das hat bei mir angeregt, mich überhaupt mal damit auseinanderzusetzen, wo das überall reinspielt. Weil genervt war ich natürlich schon.

Und ich habe das auch als feministisches Problem erkannt. Aber ich war mir, bevor ich mich an das Buch herangesetzt hatte und recherchiert habe und Dinge gelesen und irgendwie ja, Zusammenhänge mal auch formuliert und drüber nachgedacht, war mir gar nicht bewusst, wie groß die Dimension ist, die dieses Problem annimmt und in welche Bereiche das überall reinspielt. Also ich hätte, glaube ich, eher gesagt vor ein, zwei Jahren noch, ja, Mansplaining, das ist schon echt blöd.

Aber das ist halt sowas, was nervt im Alltag. Und mittlerweile würde ich sagen, nee, Mansplaining ist eine Wurzel dessen, was die Welt so ungerecht macht. Das meinst du wahrscheinlich dann auch mit deinem Satz auf Instagram, warum Mansplaining schlimmer ist, als es klingt? Ja, das spielt ja auf jeden Fall mit rein. Wenn ich auch kurz was vorlesen darf. Natürlich. Es steht auch in meinem Buch, aber ich habe es nicht geschrieben. Es ist ein Zitat von Rebecca Solnit.

Die hatte überhaupt den Begriff so losgetreten, obwohl sie ihn selbst gar nicht benutzt hat. Aber die hat ein Essay geschrieben, Man Explain Things to Me. Also auf Deutsch wurde es dann übersetzt mit, wenn Männer mir die Welt erklären. Und daraufhin kam der Begriff Mansplaining irgendwie ins Rollen. Und eine große Anzahl an Frauen und Finta-Personen hier jetzt vielleicht tatsächlich kurz definiert, also Frauen, Inter-, nicht-binäre, Trans- und Agenda-Personen.

Beziehungsweise oft ist das auch gleichzusetzen mit Personen, die weiblich gelesen werden. Also wo man davon ausgehen würde, aufgrund äußerlicher Merkmale, dass es Frauen sind. Aber nicht immer. Also bei Transmännern zum Beispiel geht man ja auch oft davon aus schon, dass sie auch als Männer gelesen werden. Und das betrifft sie trotzdem manchmal.

Und ja, diese Gruppe von Finta-Personen hat darauf einfach extrem reagiert und hat gesagt, oh Gott, ja, das ist genau das Phänomen, das kennen wir und jetzt haben wir endlich einen Begriff dafür. Und diese Rebecca Solnit hat geschrieben, die kategorische Behauptung, er wisse, wovon er rede und sie nicht, in einem noch so geringfügigen Teil eines beliebigen Gesprächs, perpetuiert die Hässlichkeit dieser Welt und hält ihr Licht zurück.

Es muss auf diesem Planeten mit seinen sieben Milliarden Bewohnern Milliarden von Frauen geben, denen immer wieder erzählt wird, dass sie keine verlässlichen Zeuginnen ihres eigenen Lebens seien, dass ihnen die Wahrheit nicht gehöre, weder jetzt noch jemals sonst. Und ich finde einfach, dass das ganz gut ist. auf den Punkt bringt, was das große Problem ist. Also der Typ, der mir erklärt, dass man. Irgendwie Schokocreme und Banane ganz gut auf so einem Pancake kombinieren kann.

Der meint es wahrscheinlich, ja, der meint es weder böse, noch ist jetzt dieser kleine Vorfall irgendwas, was mich jetzt großartig verletzt oder irgendwie die Welt für mich schrecklich macht. Aber dieses Wiederholen, dass sogar beim Frühstück mir nicht mal zugetraut wird, dass ich das vielleicht auch schon wissen könnte in 27 Jahren, die ich auf der Welt bin. Dann gehe ich auf die Bühne und jemand erklärt mir, wie ich das auf der Bühne hätte machen sollen.

Dann steige ich in die U-Bahn und wieder kommt ein Mann und erklärt mir, dass ich auf den Knopf drücken muss, weil er auch dafür denkt, dass ich dafür nicht fähig bin. Und ich glaube, diese Wiederholung von so vielen, vielen kleinen Dingen, in denen die immer wieder gesagt wird, Du weißt es nicht besser und wenn du behauptest, was besser zu wissen. Dann kommt trotzdem jemand und sagt, nee, nee, was du eigentlich meinst. Also noch nicht mal deine eigene Wahrheit gehört dir.

Und ich glaube, dass das doch ein ganz, ganz großes Problem ist, was auch in sehr, sehr ernste Bereiche mit reinspielt und dann gar nicht mehr so ein Alltagsphänomen ist. Genau, ich wollte gerade sagen, diese Pfannkuchen-Momente, und es würden, glaube ich, wahnsinnig viele Männer, die reflektiert sind, auch vehement widersprechen, um Himmels Willen, nein, ich wollte doch nur helfen. Also dass es gar nicht böse gemeint ist, okay, fair enough.

Und dann gibt es aber auch wirklich ganz ernsthafte Momente, wo man dann, also du bist eine Frau, du kennst deinen Körper, wenn du jetzt keine medizinische, genaue anatomische Kenntnis davon hast und da steht nun mein Mann, der zufällig Gynäkologe ist und dir das dann genau erklärt. Das ist damit nicht gemeint, aber wie man Dinge zu empfinden hat und so. Und da geht das dann in Bereiche rein, wo es dann auch wirklich gefährlich wird.

Aber so ein Bananenpancake-Moment kann auch schon ein Indiz dafür sein. Klingt jetzt lustig, aber das sind halt so die Kleinigkeiten. Und dann kam halt das Fass zum Überlaufen und du hast den Stift in die Hand genommen und hast dieses Buch geschrieben.

Hast du vorher dich schon mit, also das ist eine ernst gemeinte Frage, ich würde mich jetzt auch als Feministin bezeichnen und das würde ich jetzt für Kim auch behaupten, aber es gibt natürlich nochmal einen Unterschied, wenn man sich wirklich mit feministischer Theorie beschäftigt und auch mit der Frauenbewegung Erste, Zweite, Dritte, was auch immer für eine Welle.

Hast du dich nochmal mehr mit Feminismus beschäftigt und auch diese ganzen Begrifflichkeiten und recherchiert oder hattest du diese Kenntnis vorher schon? Ich würde behaupten, dass ich die Arbeit schon in den letzten Jahren gemacht habe. Das heißt nicht, dass ich nichts mehr dazu gelernt habe. Also ich habe natürlich unglaublich viel gelesen für dieses Buch. Und da habe ich auch ganz viel nochmal neu entdeckt und neu überdacht und auch über die Dinge gelernt.

Das ist nämlich auf jeden Fall ein Prozess, in dem ich auch noch drin stecke, die ich für selbstverständlich halte, weil sie in meinem Leben selbstverständlich waren, die es aber vielleicht gar nicht sind. Und das ist was, wo ich, glaube ich, immer noch sehr viel dazu lerne, einfach so meine eigenen Privilegien auch als das zu erkennen, was sie wirklich sind.

Aber was die Begrifflichkeiten angeht und die Argumente für verschiedene Begriffe oder verschiedene Arten zu gendern oder auch eben strukturelle Probleme auch zu sehen und nicht nur individuelle, das ist was, was bei mir die letzten fast zehn Jahre, immer konstant schon passiert ist und angestoßen wurde.

Und auch durch ganz, ganz viele tolle Menschen einfach, die diese Arbeit noch vor mir gemacht haben oder auch machen mussten, weil sie sie noch mehr betroffen hat als mich und dann ihr Wissen zum Glück geteilt haben. Also ich habe auch schon früher feministische Literatur und Theorie gelesen. Und zum Glück gibt es ja das Internet. Und da folge ich auch einfach super Menschen, die ich eben dann in Teilen auch als meine Vorbilder bezeichnen würde, um da so den Bogen zurückzumachen.

Du bist ja so angenehm, nicht in eine Schublade zu stecken. Also wenn man sich das Portfolio an Dingen, die du professionell machst, wie ist dein beruflicher Werdegang? Also ich finde das, ehrlich gesagt, feiere ich das mega ab, weil viele auch unsere ZuhörerInnen immer sagen so, so angenehm, es gibt nicht diese Schubladen auf, Schublade rein, sondern ja, erzähl mal, erzähl mal, wie du zu dem, wie du jetzt bist, geworden bist.

Ich versuche es kurz zu fassen. Was ich auch schon angedeutet habe, ist, dass vieles von dem, was ich jetzt kreativ mache, habe ich immer, immer, immer schon gemacht.

Also schon wirklich als kleines Kind habe ich mir Geschichten ausgedacht und habe Musik gemacht und gesungen und wollte auch unbedingt auf der Bühne stehen und Theater spielen und habe Gedichte auswendig gelernt, was ja auch und die dann vorgetragen, was ein bisschen lustig ist, weil das natürlich dann ein ganz großer Teil meines Berufs geworden ist.

Zwar dann meine eigenen Gedichte auswendig zu lernen und vorzutragen, aber trotzdem war das ja erstmal ein komisches Hobby für ein Kindergartenkind. Und irgendwie war es aber doch auch Berufsvorbereitung. Was nicht nur für einen Weihnachtsbaum dienlich ist, ne? Genau. Und dann kam die Schule und alles, was man da irgendwie machen konnte. Und da hatte ich auch viel Glück, weil ich auf einem musischen Gymnasium war, wo all diese Leidenschaften auch gefördert wurden.

Und dann habe ich erst mal Lehramt studiert, was damit gar nichts zu tun hat. Mir aber auf jeden Fall geholfen hat, auch für das Buch jetzt. Ich habe nämlich Germanistik und Theologie studiert. Und das sind einfach zwei tolle Fächer, wenn man lernen will, wissenschaftlich zu arbeiten und Quellen irgendwie ordentlich zu lesen und zu verstehen und auch zu zitieren. Das ist hilfreich, auch bei Nicht-Doktorarbeiten übrigens. Ja, das ist... Das hast du wirklich sehr vorbildlich gemacht,

wenn ich das jetzt mal so lehrernäßig sagen darf. Also es gibt auf unglaublich viel... Ja, oh Gott. Ja, ich okay. Nein, fand ich wirklich... Ja, aber das freut mich sehr. Meine Lektorin wird das auch sehr freuen. Die hat bei dem gleichen Professor wie ich Germanistik studiert. Er wird sich auch freuen. Ja, und habe dann auch ein Jahr lang unterrichtet. Auch das war... Gut und auch eine Form von Theater. Klar. Währenddessen habe ich aber die ganze Zeit schon Kleinkunst gemacht im weitesten Sinne.

Also ich habe in der Oberstufe angefangen, dann das, was ich immer schon gemacht habe, nämlich zu schreiben, in diese Form, in die Richtung von Poetry Slam zu bringen, irgendwie so für mich selbst. Und dann bin ich nach dem Abi zu Workshops gegangen. Auch ein großes Glück, dass es die gab, wo ich übrigens einen männlichen Mentor hatte. Bumelo. der unglaublich viel für mich getan hat.

Also das darf man ja auch mal sagen. Es gibt durchaus auch Männer, die sehr gut darin sind, junge Frauen zu fördern. Ja, klar. Ich hatte diverse. Ja. Ja, ich auch. Also schon immer mehr Finta-Personen. Aber auch den einen oder anderen Cis-Mann, der das sehr gut gemacht hat. Und dann stand ich plötzlich auf der Poetry-Slam-Bühne und habe das total intensiv gemacht. und habe wirklich mehr, ich bin mehr aufgetreten, als ich in der Uni saß. Auf jeden Fall.

Und habe da auch eben so ein bisschen was abgesahnt und ein paar Preise gewonnen und dann kam der erste Verlag auf mich zu und ich habe ein Jugendbuch schreiben dürfen. Und dann habe ich meine Texte zusammengefasst in eine Textanthologie. Das war dann das zweite Buch. Dazwischen habe ich dann eine Aufnahmeprüfung gemacht für Operngesang. Also nicht nur eine, ich habe viele gemacht und, jetzt meinen Bachelor gerade quasi im Sommer abgeschlossen und bin jetzt staatlich geprüfte Opernsängerin.

Hey, herzlichen Glückwunsch. Danke, danke. Großartig, auch von mir natürlich. Kim, du hast auch eine Gesangsausbildung gemacht, oder? Ja, also Schauspielausbildung und parallel immer Gesangsunterricht. Also ich habe mir dann ein Jahr Stage-Kru und danach Schauspiel und dann parallel, witzigerweise wurde ich dann immer fürs Singen bezahlt. Keinen Bachelor darin jetzt gemacht. Aber ich finde, das merkt man auch, Menschen, die eine Gesangsausbildung haben, die stehen auch ganz anders auf der Bühne.

Würdest du das auch sagen, dass du durch diese Gesangsausbildung auch nochmal, also ich will jetzt nicht sagen Brust raus, aber trotzdem einfach ein anderes Körpergefühl nochmal hast auf der Bühne? Auf jeden Fall. Und man muss so viel mit sich selbst sich beschäftigen, mit dem eigenen Körper, mit der eigenen Stimme, mit dem, was man eben ausdrücken und sagen will. Dem, wie man wirkt, wenn man Gesang studiert. Und natürlich das bedingt sich gegenseitig und das hilft sich gegenseitig.

Also sowohl meine wirklich, ja mittlerweile große Bühnenerfahrung in einem ganz anderen Bereich, nämlich dem Poetry Stamp, kommt mir zugute als Sängerin als auch die Tools, die ich als Sängerin lerne, kann ich dann benutzen auf der Bühne, wo ich mittlerweile, es ist ja wirklich eine bunte Mischung. Auch oft als Kabarettistin stehe oder als Medien und gar nicht mehr so häufig bei Poetry Snams, aber ich mache das auch noch ab und zu. Ja, das ist so der Entry Point für ganz viele auch. Absolut, ja.

Also zumindest so verbal talentiert sind. Und gar nicht nur verbal, ehrlich gesagt. Also ich finde das, natürlich, das gibt es und es gibt viele, die danach oder parallel in die Literatur gehen oder dann ernste Lyrik, also so, wir sagen das immer ein bisschen mit Augenzwinkern, echte Lyrik schreiben. Aber das heißt nicht, dass Slam Poesie keine Lyrik sein kann. Das ist Quatsch. Und es gibt die, die eben in den Comedy-Bereich gehen und in den Kabarett-Bereich.

Aber es gibt da auch ganz andere, wo man erstmal denken würde, das ist ja eine seltsame Karriere. Ich glaube das aber gar nicht. Ich glaube, dass einfach Poetry Stem ein Riesenpool sein kann, Menschen eine Bühne zu geben erstmal, möglichst schnell, die da eben hinwollen und die was sagen möchten.

Und das muss ehrlich gesagt gar nicht so sehr mit hoher und höchster Wortkunst sein, obwohl es das auch gibt und ich das auch wichtig finde, dass immer mal wieder bei allem Poetry Slam Bashing, was so passiert, auch rauszustellen, dass es auch einfach eine riesen Chance und Möglichkeit ist, was wir wirklich sehen an all den Menschen, die da auch rausgekommen sind.

Da fällt uns ja natürlich unsere Caroline Kirikus ein, die mit ihrem Buch ja The Pick Me Syndrome, also ich kannte es vorher nicht, geprägt hat und sagt, es kann nur eine geben oben an der Spitze, so pick me. Wie sind deine Erfahrungen? War das für dich, gab es da einen Unterschied zwischen den Geschlechtern? Absolut, ja. Als ich angefangen habe, war das auch noch stärker ausgeprägt, würde ich sagen.

Es war sehr, sehr oft so, dass ich die einzige Frau im Line-Up war und auch ganz groß so angekündigt wurde. Und auf der Bühne stand dann meistens der Moderator und zog zum Beispiel einen Zettel und sagte, der nächste Poet ist eine Frau. Und dann war die erste und die große Eigenschaft, die ich hatte in den Augen des Publikums erst mal, ah, sie ist weiblich.

Selbst wenn dann doch noch mal eine andere weiblich gelesene Person dabei war, dann habe ich das sehr stark gemerkt, dass es eben das Pygmy-Syndrom gibt. Vielleicht gar nicht so sehr bei uns, aber total in den Köpfen des Publikums, dass da wahnsinnig viel verglichen wird.

Was hat die eine Frau jetzt gemacht, was hat die andere Frau gemacht, wenn man was macht, was dann irgendwie erwartet wird und dann irgendwie einen ruhigen, lyrischen, tiefsinnigen Text macht, dann ist das Mädchen lyrik und das wird irgendwie, abgewertet und wenn man in eine andere Richtung geht und irgendwie laut ist, dann fällt das besonders auf oder dann wird man da irgendwie abgestempelt, dass man sich da männlichen Verhaltensweisen bedient, was natürlich Unsinn ist.

Und das hat sich auf jeden Fall verbessert und schon auch durch die Arbeit von ganz vielen, die dagegen angegangen sind. Und mittlerweile würde ich behaupten, dass hoffentlich viele junge Finta-Personen sehen, egal welches Geschlecht ich habe und egal.

Wie ich bin, ich darf so auch auf der Bühne sein und das sieht man natürlich, deshalb sind Vorbilder so wichtig und das ist ja auch eine Sache von diesem Podcast, das auch einfach vorzustellen und zu sagen, du kannst, Auf alle möglichen Arten sein und schreiben und auftreten und es ist in Ordnung.

Ist dir eigentlich mal so eine Art Mobbing passiert? Ich habe das bei einer Freundin mal mitgekriegt, dass sie die Show, also es war so eine Talentschmiede und die Show sind sie vorher durchgegangen und gegangen. Und der Moderator hat ihre Pointen vorweg bei der Anmoderation von ihrer Person schon gespielt. Also richtig frech, sodass ihre Pointen als sie dran war überhaupt nicht mehr witzig waren. Ist dir sowas auch mal passiert?

Höchstens mal, glaube ich, eher unabsichtlich oder dass da jemand moderiert hat, der die They vielleicht gar nicht so dafür ausgebildet war. Oder dann gedacht hat, ich übernehme da irgendwas, was ich im Netz gesehen habe und dann war das irgendwie genau das, was man spielen wollte. Da würde ich keinen bösen Willen unterstellen, sondern höchstens um Professionalität. Aber ja, ich habe viele Situationen erlebt und manche waren auch sehr unangenehm.

Vor allen Dingen aber tatsächlich dann im Backstage. Oder in der sehr, sehr nett gemeinten Ankündigung. Auch das ist was, was wir dann auch angesprochen haben. Wir haben uns tatsächlich zusammengetan. Wir haben auch einen Verein gegründet, die Slam Alphas. Das ist der Verein für intersektional-feministische Belange im Poetry Slam mittlerweile. Und ich glaube, auch das hat sehr geholfen dazu, dass es eine Veränderung gab. Weil eine ganz beliebte Ankündigung...

War zu sagen, und als nächstes auf dieser Bühne für euch die bezaubernde Fee. Und ihr habt euch ja auch so ein bisschen gerade gegenseitig so angekündigt. Und das ist doch nochmal was anderes, würde ich sagen, wenn das zwei Frauen, die auch noch miteinander befreundet sind, sich gegenseitig so ankündigen und irgendwie auch klar machen, hey, aber ich sage auch dazu großherzig und bei euch war es jetzt lagenumwoben. Genau, aber es gibt dann noch andere.

Eigenschaften, die auch wichtig sind und die auch diesen Menschen ausmachen. Und wenn natürlich zehn Typen angekündigt werden mit, ich muss immer so lachen bei seinen Texten, oder hier, er ist der Preisträger von all diesen Dingen und einer der, besten Lyriker, die Deutschland hat. Und dann kommt die bezaubernde Fee. Dann ist das eine Form von sehr nett gemeinten, aber real existierenden Sexismus. Und ich habe wirklich nichts dagegen, bezaubernd zu sein. Aber ich bin natürlich mehr als das.

Und ich bin das vor allen Dingen nicht nur, weil ich eine Frau bin. Ich kann sagen, dass natürlich bist du jetzt in meinen Augen bezaubernd. Aber ich fange schon an zu störtern. Was ich aber eigentlich sagen möchte, ist, dass ich finde, dass du eine wahnsinnig talentierte Poetry-Slammerin bist. Super. Also ich war wirklich sehr berührt von Schau dich an. Wer das mal in Farbe und Live als Video sehen will, sollte mal auf, ich glaube, es auf YouTube zu sehen.

Das passt zur Karelin Kebekus, ist aber was ganz anderes, eher durch ein Wort. Das ist das Pick-Me-Up-Poem. Also nicht Pick-Me, sondern Pick-Me-Up. Genau. Das hat wirklich auch nochmal gezeigt, wie du mit dem Körper arbeitest und Worte mit Bewegung verbindest. Und das ist ja im Poetry Slam jetzt nicht ungewöhnlich, aber kann ich wirklich jetzt an dieser Stelle nochmal total empfehlen, sich das anzuschauen.

Und dann hatte ich noch eine Beobachtung, Aber ich weiß nicht, ob das so ein richtiger ist. Ich habe den Eindruck, dass in der Poetry-Slam-Szene schon sehr viel mehr auch bekannte Frauen da sind. Sophie Passmann hat so angefangen. Julia Engelmann kam ja da auch. Gedanke zu dieser Berühmtheit ist jetzt so ein bisschen wieder, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, nicht mehr so ganz präsent.

Aber es gibt schon sehr viel mehr Frauen als jetzt in der Comedy-Szene, die ich immer noch sehr viel männlicher finde. Und von der ja auch, Kim hatte es erwähnt, Carolin Kebekus in ihrem Buch schreibt. Wie geht dir das? Kannst du da Unterschiede ausmachen zwischen der einen und der anderen Szene? Ist mein Eindruck richtig oder wie hast du das erlebt? Ich muss dazu natürlich sagen, dass ich in der Comedy-Szene relativ neu bin.

Also ich bin da immer schon wieder so ein bisschen reingeschwappt, weil ich dann auch einfach witzige Dinge oder Dinge, die Leute witzig gefunden haben, auf der Bühne gemacht habe. Und dann wurde ich auch immer mal wieder eingeladen zu eher Comedy-lastigen Veranstaltungen. Aber dass ich wirklich sage, ich bin Kabarettistin, dass ich mein eigenes Soloprogramm habe, dass ich zu Open Stages gehe oder Comedy- und Kabarettwettbewerben, das mache ich wirklich noch gar nicht so lange.

Deshalb könnten meine Aussagen da jetzt auch falsch oder verzehrt sein in der Wahrnehmung. Ich empfinde es tatsächlich so, als wäre die Comedy-Szene als solltest in Deutschland da noch ein bisschen hintendran. Also es gibt da viele Dinge, die auf der Bühne zum Beispiel gesagt werden können, wo ich mir ganz sicher bin, dass auf den allermeisten Slam-Veranstaltungen,

dafür keine Toleranz herrschen würde. Also an Sexismus, an Rassismus, an reproduzierten Stereotypen, die auch einfach ausgelutscht sind. Also die sind auch nicht mehr lustig. Und waren es wahrscheinlich nie, aber das ist auch wirklich einfach vorbei. Und ich habe das Gefühl, dass es dafür noch mehr Toleranz gibt. Und es geht mir zumindest noch viel häufiger jetzt in der Comedy- und Kabarett-Szene so, dass ich doch wieder als einzige Frau im Line-Up stehe.

Oder dass da ganz klar das gemacht wird, was eben Caro Kiebekus ja auch beschreibt, naja, also wenn du schon als Frau gut sein willst und hier Erfolg haben willst, dann aber auch nur du. Und dann bring jetzt bitte nicht noch deine zehn Freundinnen mit. Ja. Wenn die zufällig auch im Line-Up sind, dann kann aber auch nur eine von euch cool sein.

Und das empfinde ich, also das ist auch nicht immer so. Und es gibt auch da ja die Sisters of Comedy zum Beispiel und großartige Kolleginnen, die sich sehr stark einsetzen für feministische Belange und das total mutig auch immer wieder ansprechen und auch selbst auf Chancen verzichten, um jüngeren Kolleginnen zum Beispiel eine Bühne zu bieten oder um klarzumachen, hier läuft was schief.

Aber ich würde auch sagen, dass der Slam, der auch immer noch seine Probleme hat und da definitiv weiterarbeiten muss, ich will das jetzt auch gar nicht so entschuldigen, was da läuft, aber ich glaube einfach, dass da mehr Arbeit schon geleistet wurde, und da jetzt einfach mehr schon durch ist, was in der Comedy vielleicht, obwohl sie älter ist, noch passieren muss oder gerade passiert. Ja, ja. Absolut. So, jetzt werde ich nie wieder eingeladen.

Um Gottes Willen, also ich glaube gerade, Karolin Kebekus hat da ja die erste riesengroße Lanze gebrochen. Ich glaube, dass das nicht nur eine geben kann. Richtig, richtig. Zu deinem Buch. Achtung, wir sagen jetzt mal in den nächsten vier Minuten, fünf Minuten reden wir über Inhalte, die auch gerne vorgespult werden können für sensible Gemüter. Denn wir sprechen einmal über die sexualisierte Gewalt.

In dem Kapitel 6, Erklär mir meine Schuld, geht es, also das Buch, was du geschrieben hast, hat natürlich schon einen komödiantischen Angle, wie man sagt, aber es gibt eben da auch durchaus sehr, sehr ernste und schlimme Dinge, die du ansprichst und du hörst dich dem Thema Vergewaltigung und dass das auch immer noch irgendwie, wir müssen uns vor Augen führen, 87 ist die Vergewaltigung in der Ehe abgeschafft worden in Deutschland.

Ja, genau, erst 1997. Oh, 1997, oh, Entschuldigung. Also 1997, wirklich erst vor kurzem quasi. Also 1997 muss man sich nochmal auf der Zunge zergehen lassen, dass das irgendwie eine Normalität war, dass der Mann, der Ehemann, Hand an seine Frau legt.

Du hast dieses Kapitel angefangen, kommst da so ein bisschen von der Hochkultur, nämlich beginnst mit der Oper Don Giovanni, also dieses klassische Don Juan Motiv, der Typ, der sich da ohne Moral und Verantwortung eben sämtliche weibliche Wesen erobert und dass das irgendwie auch ganz normal sei und dann auch in Frage gestellt wird, ob jetzt nun die Frau, in dem Fall war es Donna Anna oder Celina. Dann nun auch die Wahrheit sagt oder nicht.

Wie wichtig war dir das Thema anzusprechen und warum braucht es das eigentlich noch? Warum muss das noch angesprochen werden? Weil es ein leider täglich aktuelles Thema ist. Es gab ja auch gerade wieder eine Studie oder die Ergebnisse einer Studie zu Partnerschaftsgewalt in Deutschland und die Ergebnisse sind verheerend. Und es ist sogar, ist die Zahl noch gestiegen. Das hat sicherlich auch mit der Pandemie und den Maßnahmen teilweise zu tun.

Aber es ist auch eine Beobachtung, seit diese Studie durchgeführt wird, dass die Zahlen immer weiter steigen. Es wurde in Österreich gerade ganz groß aufgemacht, wie viele Femizide es dort schon allein in diesem noch nicht abgeschlossenen Jahr gab, weil es so eine traurige Rekordzahl gerade angenommen hat.

Und es ist auch nach wie vor zutreffend, dass die Um ein ganz extremes Beispiel zu gehen, ja, jeden dritten Tag in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner tatsächlich ermordet wird. Und jetzt könnte man sagen, ja, das ist jetzt Gewalt, was hat das mit sexualisierter Gewalt zu tun? Hat es natürlich, weil das sind ja keine Fremden und das sind auch keine Partnerinnen, sondern das hat ganz viel mit einem Besitzanspruch zu tun.

Der natürlich auch mit Sexualisierung, mit Sexismus und mit einem Patriarchat. Was uns, und das ist der Bogen, leider immer, immer wieder und in jeder Berichterstattung wieder und leider auch immer noch in der Gesetzeslage mansplained wird. Wie es zu sein hat, was glaubhaft ist, was nicht glaubhaft ist und wem wir glauben, wenn eben tatsächlich Aussage gegen Aussage steht, was in einem Fall einer Vergewaltigung oder auch eines versuchten Übergriffs tatsächlich meistens der Fall ist.

Und natürlich ist das ein sensibles Thema, das ist mir absolut bewusst und ich möchte da nicht undifferenziert irgendwie reinschlagen und sagen, Ja, wir drehen die Sache um und wir glauben einfach auf keinen Fall irgendeinem Mann jemals wieder, der irgendwas vor Gericht aussagt. Nein, ich möchte auch nicht unsere Rechtsstaatlichkeit über den Haufen werfen. Ich finde das grundsätzlich gut, dass wir das so beschlossen haben.

Aber gerade bei diesem sensiblen Thema zeigt sich eben an den Zahlen und zeigt sich an den Erlebnisberichten, die fürchte ich wahrscheinlich jede weiblich gelesene Person ja mindestens gehört hat von Freundinnen, aber wahrscheinlich auch eher selbst erlebt hat in der einen oder anderen Extremheit.

Und daran zeigt sich einfach leider, dass es da eine Lücke gibt und eben eine der schlimmsten Auswirkungen dieses alltäglichen Mansplanings und dieser alltäglichen Annahme, dass das Wort eines Mannes, eines Cis-Mannes einfach immer mehr Gewicht hat, als das einer Frau.

Geht natürlich auch andersrum. Dürfen wir auch nicht außer Acht lassen, dass ein Mann, dem man das vorwirft, der hat dann auch, also Stichwort Jörg Kachelmann, solange eigentlich die Unschuldsvermutung gilt, aber ganz viele Fälle sind eben auch genau andersrum, wie du es sagst.

Ich kenne selber im Freundeskreis ein, zwei Fälle, die dann entsprechend danach, nachdem die Tat entstanden ist, von Polizisten befragt wurden und ihnen das Gefühl gegeben wurde, aha, so wie du angezogen warst, musst du dich auch nicht wundern. Also so wurde es nicht verbalisiert, aber trotzdem die Art und Weise, wie man dann und den Titel des Kleider zum Teil auch noch. Ja, erklär mir meine Schuld, da ist sie.

Und ja, das hat mich schon auch überrascht, das in deinem Buch zu finden, aber ich finde es total toll und auch wichtig, dass das auch nochmal als wirklich extreme Ausprägung des Mansplains vom Pfannkuchen bis hierhin ist das Buch, dass das auch nochmal zur Sprache kommt. Ja, danke, dass du das so wertschätzen und annehmen kannst.

Also ich finde es tatsächlich, das liegt natürlich daran, dass ich mich so lange damit beschäftigt habe, aber es war mir sehr früh klar, dass das eigentlich logisch ist, dass wir darüber auch sprechen müssen, weil es kein getrenntes Phänomen davon ist. Und es ist auch nicht so, manchmal wird es so getan in... Feminismus-Debatten, bei denen nicht nur überzeugte FeministInnen mitsprechen.

Als sei das halt so wirklich dieses eine bedauernswerte Extrem, was aber auch echt nur Einzelfälle betrifft und jetzt mit allem anderen auch gar nicht so viel zu tun hat. Und wenn jetzt wieder hier FeministInnen wie ich rumheulen und daraus dann auch noch irgendwie Kapital schlagen wollen, dass ihnen irgendein Michael im Fernsehen die Welt erklärt, dann hat das bitte gar nichts damit zu tun, sondern das ist einfach nur privilegiertes Rumgeheule auf hohem Niveau.

Und die Wahrheit ist ja leider im Klärgenau. Qualität setzt sich durch, akzeptiere es. Genau, da gibt es ja unzählige Scheinargumente, die da gebracht werden, aber es gibt leider einen ganz, ganz starken Zusammenhang zwischen den extremsten Auswirkungen und eben den alltäglichsten Blödheiten und durch die man so durch muss. Und das versuche ich auch zu zeigen, eben unter anderem an der Gesetzeslage.

Also es geht leider nicht nur um die Vergewaltigung in der Ehe, die dann unter übrigens großem Protest auch von teilweise immer noch PolitikerInnen, die immer noch regierend sind und immer noch was zu sagen haben und befragt werden, durchgesetzt wurde das Verbot, sondern da waren teilweise, also war das formuliert, wie sich die Frau in der Ehe, in der Hetero-Ehe zu verhalten hat, was sie über sich ergehen zu lassen hat.

Und dabei dann aber auch bitte noch, also das stand formuliert so drin im Gesetz, dass sie das dann auch noch bitte mit nicht so schaugestellter Lustlosigkeit zu tun hat, sondern sich da bitte auch noch ein bisschen drum bemühen soll, dann auch wenigstens freundlich auszusehen dabei. Die ehelichen Pflichten halt, ne? Ja, und das formuliert nur von Männern, das ist natürlich Mansplaining in Rheinfeldung. Und moderne Sklaverei.

Ganz moderne Sklaverei. Das betrifft, genau, einen der intimsten Punkte, die es eben treffen kann und bei dem leider der Übergriffigkeit total kräftig. Hof und Tür, wollte ich sagen. Aber ihr wisst schon, Tor und Tür geöffnet sind. Und auch, weil du das vorhin so gesagt hast, natürlich gibt es den umgekehrten Fall. Und wie gesagt, ich möchte gar nicht, dass wir dieses in Zweifel für den Angeklagten fallen lassen. Das wird auch deutlich, das wollte ich damit auch nicht sagen.

Aber zum Beispiel, dass wir das immer als erstes denken, hat, glaube ich, schon auch damit zu tun, wie wir gemansplained wurden. Und was uns eben auch antrainiert wurde und was wir auch jedes Mal wieder lesen.

Jedes Mal, wenn es einen Fall gibt, der die Öffentlichkeit betrifft, wird darüber berichtet, über das Umgekehrte, über die Beispiele, wo wir wissen, oder hat es vielleicht übrigens, also so sicher ist es ja oft auch gar nicht, es gibt ja dann, dann ist es oft auch kein Freispruch, sondern eher das halt das Verfahren.

Fallen gelassen wurde, da hat es jetzt vielleicht jemanden zu Unrecht getroffen, aber die Vermutung, dass die meisten Frauen, die sowas aussagen, lügen würden, die ist einfach nicht haltbar aufgrund der Datenlage. Also die nachweislichen Falschaussagen liegen bei drei Prozent und das bei einer, also wo sowieso schon die wenigsten Gewalttaten nur angezeigt werden. Ich sage nicht, dass man das vernachlässigen darf, aber es sollte zumindest

nicht immer das Erste sein, was uns in den Köpfe kommt. Und ich fürchte, das ist bei uns allen im Moment schon noch so. Ich finde es ja auch ganz spannend, wie zum Beispiel über den ehemaligen Bildchef Julian Reichelt nicht berichtet wurde. Wenn man sich so eigentlich die normalen Bildschlagzeilen anguckt, dann hätte da stehen müssen Sexmonster Julian Reichelt vernascht eine Mitarbeiterin nach der anderen. Und da wurde alles totgeschwiegen. Ja, das ist ja auch die Bild-Zeitung Herself

oder Itself. Das ist im Endeffekt sehr klar. Was wünschst du dir von der neuen Bundesregierung, insbesondere für Frauen? Jetzt kommen wir mal wieder zu unseren allgemeineren Fragen. Wir heben uns raus aus dem Tiefsinn und gehen ins Führung. Eben, also Politik ist ja jetzt doch auch ein bisschen tiefsinnig. Ganz so, glaube ich, kommen wir nicht raus aus dem Tiefsinn.

Ich werde jetzt auch nicht die nächsten vier Stunden nutzen, um zusammenzufassen, was ich mir alles wünsche, sondern vielleicht einfach ein paar Stichpunkte rausgreifen und auch sagen, dass es durchaus auch Punkte gibt in dem, was man jetzt aus den Koalitionsverhandlungen schon weiß, über die ich mich freue. Also zum Beispiel, was zu Familienfragen beschlossen wurde oder geplant ist, was zur Anhebung des Mindestlohns geplant ist oder dass Paragraf 218 endlich wegkommt.

Das sind ja alles feministische Themen, die eben, ja, ich möchte es gerne nochmal sagen, nicht nur Frauen, sondern eben Finta-Personen vor allen Dingen gezielt betreffen. Das finde ich nämlich auch ganz wichtig und wünsche mir das auch, dass das politisch, immer einfach mitgedacht wird, dass wir erstens keine Binarität haben und zweitens die Gleichberechtigung nicht gegeben ist, wenn weiße, hetero, cis Frauen gleichgestellt sind, dann haben wir, glaube ich, nichts gewonnen dadurch.

Und was würde ich mir noch wünschen? Also einfach von allem noch mehr, also dass einfach Realitäten auch politisch noch mehr gesehen werden und unterstützt werden, zum Beispiel familiäre Realitäten, dass das Sexualstrafrecht, Wir haben darüber gesprochen, reformiert wird, damit eben, damit da auch berücksichtigt wird, ja, wie patriarchal wir geprägt sind, wie gemansplained unsere Gesetzeslage an so einer Stelle teilweise noch ist und, ähm.

Ja, und auch, wie wir darauf reagieren eben und wie wir das unterschiedlich werten, ob jemand, den wir als Frau lesen, was aussagt oder jemand, den wir als Mann lesen. Und ich glaube, das muss einfach in den Gesetzen mit verankert sein. Dazu passend, das transsexuelle Gesetz muss weg oder zumindest ganz, ganz neu gemacht werden, aber eigentlich muss es weg. Es muss eben zu häuslicher Gewalt, darüber haben wir auch schon gesprochen, da muss es irgendwie ein besser ausgebautes Hilfesystem geben.

Carearbeit muss wertig und wichtig sein und besser bezahlt werden. Auch darüber haben wir schon gesprochen. Das trifft hier ganz, ganz viele Themen, die sowieso irgendwie aufkamen. Und ich glaube, es gibt da sehr, sehr viel, was ich mir wünsche. Und ich sehe, dass es irgendwie zumindest auf dem Plan ist. Aber ich glaube, da muss es einfach noch viel mehr geben. Und auch dazu passend, dass ich sage, das reicht eben nicht, die weiße heterosexuelle Cis-Frau gleichzustellen.

Ich wünsche mir auch total, dass wir eine antirassistische und eine diverse politische Arbeit sehen in dem, was da jetzt passiert, auch die nächsten vier Jahre und eine, die Klima ernst nimmt, weil auch Klima, ob man es glaubt oder nicht, eine feministische Frage ist. Es ist nicht nur eine, die uns sowieso alle betrifft, sondern auch eine, die ganz gezielt vor allen Dingen zuerst aus der Erhebung, heißt es Frauen, trifft. Ob das tatsächlich Frauen sind, ist eine andere Frage.

Aber ja, Frauen oder eben wieder Finta-Personen im weitesten Sinne sind einfach als erstes und am härtesten erst mal von den Klima-Auswirkungen betroffen. Und auch das... Wünsche ich mir, dass das strukturell gesehen wird. Und ich versuche, fehl wie ich bin, da optimistisch zu bleiben, dass jetzt gerade entscheidende Menschen auch diesen Podcast hören. Stimmt, darüber haben wir noch nicht nachgedacht. Oder auch all das, was du sagst.

Ich glaube, es braucht einfach Menschen wie dich, die auch immer wieder darauf hinweisen.

Und dieses, ach, jetzt kommt da noch so eine, die sich darüber beschwert, das ist doch gar nicht so gemeint, Aber nein, man muss einfach immer wieder sagen, schau bitte mal hin und versetz dich in diese Lage hinein und dann können wir nochmal sprechen und vielen ist es nicht bewusst und vielleicht, also nein, nicht nur vielleicht, ich finde, in deinem Buch gibst du da einen sehr schönen Tipp, natürlich besonders für Männer, wie man sich mal in andere hineinversetzen kann.

Und zwar schreibst du, mein Tipp an alle Cis-Männer, die Mansplaining verringern und verhindern wollen, also um jetzt zum Thema Mansplaining wieder zu kommen, ist es so simpel wie wahr und benötigt folgende Vorbereitungsstufen. Zuhören, nachdenken, reflektieren, sich zurücknehmen, bereit sein dazu zu lernen und dann einfach mal die Klappe halten. Das ist doch auch mal okay. Einfach mal wirklich das Zuhören ist, glaube ich, das Wichtigste.

Das Klapperhalten ist natürlich auch wichtig, sonst kann man nicht zuhören. Aber auch verstehen, lernen, wollen und das zu reflektieren. Ich glaube, da wäre schon viel getan, wenn wir uns einfach mal wieder zuhören würden. Und da draußen geht gerade so viel ab. Ich meine, das betrifft Männer und Frauen gleichermaßen, die nur aufeinander draufhauen und gar nicht richtig zuhören. Also ist das vielleicht auch ein Appell, An alle Menschen mal besser zuzuhören, den anderen.

Und ja, das fand ich jetzt so ein gutes Schlusswort und gleichermaßen. Meine Klappe an. Wir schweigen uns jetzt aus zum Ende des Podcasts. Nein, aber wir kommen jetzt so langsam zum Ende. Ich meine, das ist ja auch irgendwie klar, dass es hier mal enden muss. Aber vielen, vielen Dank, Fee, dass du dir die Zeit genommen hast und mit uns geteilt hast. Was deine Gedanken sind zur Welt, um es jetzt mal groß zu spannen und zum Mansplaining im Allgemeinen und Besonderen.

Und ich fand, das war ein ganz tolles Gespräch und du hast ganz tolle Sachen gesagt und ich habe auch wieder viel gelernt. Vielen Dank. Ja, danke euch. Es war mir eine feministische Freude, die bestimmt in viele Sagen eingewoben werden wird.

Sehr schön auf jeden Fall super, liebe Fee vielen Dank für das Interview das du uns zugesagt hast und nochmal liebe ZuhörerInnen kauft euch das Buch, jetzt halt doch mal die Klappe, Mann, warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben erschienen im Goldman Verlag steht natürlich auch noch in den Shownotes also von daher, genau und ja, wir hören uns nächste Woche wieder, ihr Lieben, Lasst euch überraschen, wer dann auf euch wartet.

Also wir sind es auf jeden Fall und welche Frau wir mitgebracht haben. Das wird dann in der nächsten Woche revealed. Genau. Bleibt gesund, bleibt munter und bis zum nächsten Mal. Tschüss.

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