Veränderungen - podcast episode cover

Veränderungen

Dec 28, 20221 hr 13 minEp. 69
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Summary

In dieser Episode beleuchten Felix und Tim persönliche Veränderungen: Felix' Umzug in seine erste eigene Wohnung und Tims bevorstehender Wegzug aus Halle nach elf Jahren. Sie sprechen über die emotionalen Herausforderungen und Chancen solcher Lebensabschnitte, von der Anpassung an das Alleinwohnen bis zum Aufbau neuer sozialer Kreise. Die Diskussion weitet sich auf gesellschaftliche Veränderungen aus, insbesondere die Work-Life-Balance und die Notwendigkeit von Solidarität für bessere Arbeitsbedingungen in einer profitorientierten Welt.

Episode description

In der heutigen Ausgabe geht es um Veränderungen: Felix ist bereits innerhalb von Halle in eine eigene Wohnung umgezogen und Tim zieht nach über 11 Jahren aus der Stadt weg. Daher ist es an der Zeit über die aktuellen Entwicklungen zu sprechen. Viel Spaß beim Hören und einen guten Rutsch in das neue Jahr von uns!

Die erwähnte Folge über Familienhilfe von Tim:

https://keimgedanken.podigee.io/2-familienhilfe

Transcript

Willkommen und Einführung zu Veränderungen

Hallo und herzlich willkommen bei Realtalk. Jetzt auch auf Deutsch. Nachdem wir ein bisschen zu laut und ein bisschen zu leise waren, geht es jetzt endlich mit dem Thema los. Ich bin der Felix. Und ich bin Tim. Und heute reden wir über Veränderungen. Genau. Und was Veränderungen... so bedeuten. Ja, und wie schon gesagt, wir waren eben gerade ein wenig zu laut eingestellt und deswegen, Felix hat es schon so schön, das Intro gemacht.

Felix' Umzug und Berufsstart

moderiert, aber sinngemäß war es ja glaube ich ungefähr, bei uns beiden standen oder stehen dieses Jahr Veränderungen an. Wir alle kennen irgendwie Veränderungen oder wenn wir Veränderungen im Großen... Stile noch nicht kennen, dann werden wir sie wahrscheinlich nochmal kennenlernen im Lauf des Lebens. Und vielleicht kannst du ja mal anfangen, was Veränderungen bei dir in diesem Jahr bedeutet hat. Eine ganze Menge.

Auf jeden Fall. Und zwar, also bei mir ist es ein bisschen so, ich denke, dass die Veränderungen jetzt für dieses Jahr erstmal bei mir so gut wie abgeschlossen sind. Also so viel wird da jetzt dieses Jahr wohl nicht mehr passieren. Ich bin umgezogen in eine neue Wohnung. Ich habe mich halt auch meinen beruflichen Status im Grunde genommen verändert. Ich war zwar vorher schon bei meinem Arbeitgeber beschäftigt.

Aber noch als studentischer Assistent, beziehungsweise war ich noch im Studium. Ich habe mein Studium beendet und habe meinen richtigen Berufseinstieg sozusagen dieses Jahr vollzogen. Und das war schon eine ganze Menge, also vor allem irgendwie auch so dieses, gerade auch dieses Ding jetzt, die eigene Wohnung, also für den Zuhörer, der uns nicht kennt.

Zur Erklärung, ich habe noch bis dahin in einer Wohngemeinschaft gewohnt, in der ich viele Jahre gewesen bin mit Mitbewohnern und Mitbewohnerinnen, mit denen ich mich auch immer sehr, sehr gut verstanden habe, mit denen ich eng befreundet bin. Und das war für mich eine sehr, sehr große Veränderung irgendwie.

Aber gefühlt vor allem im Vorfeld. Also bevor ich umgezogen bin, dachte ich wirklich, mein ganzes Leben verändert sich jetzt irgendwo. Ich ziehe in eine eigene Wohnung. Das war emotional teilweise auch gar nicht so einfach. dass ich meiner Mitbewohnerin dann immer erzählt habe, wie krass das ist, dass ich jetzt halt irgendwie ausziehe und umziehe. Dabei bin ich halt, ich bin ja, ich habe ja Halle gar nicht verlassen. Ich bin immer noch in Halle an der Saale.

Und ja, das hat sich gar nicht so viel verändert. Aber das war für mich irgendwie ein riesengroßer Schritt. Und ich erinnere mich auch noch genau, das war irgendwie so der letzte Abend. quasi, bevor ich dann nochmal in den Urlaub gefahren bin, aber der letzte richtige Abend bei mir in der WG noch zu Hause. Und als ich dann in mein Zimmer gegangen bin, da dachte ich dann irgendwie so, krass, jetzt ist es wirklich vorbei. Wenn ich jetzt wiederkomme...

Dann kriege ich die Schlüssel für die neue Wohnung und dann ist es das gewesen. Dann sind fünf Jahre. Wohnlebensabschnitt sozusagen abgeschlossen. Und das war für mich schon ein extrem emotionaler Moment. Interessanterweise in dem Augenblick, als ich dann in die neue Wohnung betrat und die ersten Möbel rübergeschleppt habe, war es wieder gut.

Also das war wirklich irgendwie und jetzt mittlerweile habe ich schon fast das Gefühl, dass ich da jetzt schon, also ich vergesse das manchmal, dass ich erst seit zwei Monaten da wohne. Das kommt mir mittlerweile so vor, als wäre das jetzt mindestens schon ein Dreivierteljahr oder so.

Das ist mittlerweile schon so mein Zuhause geworden. Das ist halt wirklich ganz interessant irgendwie so. Also so Veränderungen, die sich im Vorfeld wahnsinnig groß anfühlen. Also bei mir und dann im Nachhinein gar nicht so gigantisch waren irgendwie. Wie ist das bei dir, Tim?

Emotionen und Vorteile des Alleinwohnens

nochmal deine aktuelle Lebenssituation. Ich wollte erstmal eine Rückfrage stellen. Du hast ja gerade gesprochen vom letzten WG-Abend. Und... Was für ein Gefühl hattest du innerlich? Also weil ich greife mal jetzt sozusagen vorweg, aber hattest du ein flaues Gefühl im Magen oder wie hattest du dir das Gefühl? Naja, also dein letzter WG-Abend, also ich hatte in der WG die Tradition irgendwie immer, dass man dann immer zusammen sagt.

es dann meistens abends dann noch bei einem weinchen oder einer weinschorle oder auch einfach so gequatscht hat und so und dann war dieser abend eigentlich wie jeder andere abend davor die ganze zeit auch als dann wusstest du plötzlich Das war jetzt der letzte Abend, wo ich hier wohne, in dieser Konstellation. Wenn ich wiederkomme oder wenn ich mich mit den Menschen wieder begegne,

bin ich umgezogen. Meine WG stand auch, das war Urlaubszeit. Die waren auch davor, wir sind dann alle in den Urlaub gefahren danach sozusagen. Ich hatte ein Gefühl der Wehmut. Auch ein Gefühl... Was meinst du damit? Naja, es hat sich ein bisschen angefühlt, ich kenne dieses Gefühl von früher, wenn ich Heimweh hatte. Ich hatte sozusagen Heimweh nach meiner eigenen Wohnung, in der ich mich in diesem Augenblick noch aufgehalten habe.

Also das hat sich ziemlich genauso angefühlt, auch ein bisschen auf eine abstrakte Art und Weise fast wie Liebeskummer. Also irgendwie so, dass man irgendwie, man vermisst in diesem Augenblick, dass das Alt Eingebrachte, das, was man kennt, irgendwie, was man kannte die ganzen Jahre und es war, es war, es war, es war weniger, also ich hatte keine Angst, es war kein Angst.

gespanntes Gefühl. Es war ein Gefühl der Traurigkeit, der Wehmut, der Melancholie an diesem Abend, um es mal besonders blumig auszudrücken. Ja, finde ich aber spannend, dass du es so beschreibst, weil ich würde das tatsächlich auch irgendwie ganz ähnlich sehen oder ganz ähnlich einordnen. Also ich würde auch sagen, so ein flaues Gefühl und irgendwie was kommt jetzt und Ungewissheit.

eine innere Gespanntheit irgendwie. Also sowas verbinde ich persönlich irgendwie mit großer Veränderung. Ich könnte auch nochmal, oder ich würde nochmal zusammenfassen, ich glaube so, bei dir geht es ja viel um... Also es ist auch eine äußerliche Veränderung, aber ich glaube, es ist viel innerlich. Also weil du ja von einer WG in eine eigene Wohnung übergegangen bist und dadurch sich eigentlich auch das Zusammenleben in einer WG, also das geht ja nicht so weiter.

Und es ist schon etwas komplett anderes, dann in einer eigenen Wohnung zu wohnen und hat sein Für und Wider, denke ich. Also hat seine Vor- und Nachteile. Genauso wie eine WG irgendwie auch seine Vor- und Nachteile hat. Absolut. Ja, genau und insofern definitiv, also auch so ein bisschen diese Ungewissheit und diese Anspannung, wenn ich mich zurückerinnere, hatte ich halt auch so ein bisschen, wie komme ich damit zurecht, irgendwie alleine zu wohnen.

Das ist ganz, ganz interessant, also einige von meinen Kollegen, und das habe ich von einigen Leuten zu hören bekommen tatsächlich, die diesen Schritt in die eigene Wohnung zu ziehen mit, ich werde erwachsen, verbunden haben oder assoziiert haben. irgendwie dann mal wirklich ganz für sich selbst die Verantwortung tragen. Dann ist man wirklich, das ist natürlich irgendwie eine recht interessante Sache, weil man muss jetzt ja nicht zwangsläufig alleine wohnen.

erwachsen zu sein oder so. Aber in meinem Fall, als ich dann irgendwie losgegen mit ein paar Leuten zu Ikea und Möbel gekauft habe und so weiter, da war das schon so, Felix riecht seine erste eigene Wohnung ein und so weiter. Das fand ich auf jeden Fall ganz interessant irgendwie. Aber ja, ich hatte auf jeden Fall auch ein bisschen Bammel davor, wie das ist, alleine zu wohnen, weil ich kannte das bis dahin nicht. Ich habe wirklich immer nur ...

in Gemeinschaft gelebt, so mit Wohngemeinschaften, WG, alles Mögliche so. Und ja, das war irgendwie, ist jetzt schon ein Schritt gewesen. Ich muss allerdings sagen, es stand bis jetzt. Das war's für heute. Und finde ich diese Wohnform total genial, wenn man halt genug Freunde und Leute hat und man halt auch viel mit denen unternehmen kann und viel unterwegs ist und viele Leute da hat und so weiter, dann ist alleine Wohnen für mich jetzt in meiner aktuellen Lebenssituation.

das Beste, was mir passieren kann. Das hätte ich so vorher auch nicht gesagt irgendwie, aber es ist halt einfach super, dass du wirklich für dich alleine dich entscheiden kannst. Okay, heute habe ich meine Ruhe und dann habe ich auch meine Ruhe. Und das habe ich in einer WG so in dieser Weise.

nie gehabt. Natürlich kannst du auch in der WG die Tür zumachen und so weiter, aber du bist dann trotzdem irgendwie, also für mich zumindest war das immer so, dass ich dann nicht das Gefühl hatte, komplett für mich jetzt zu sein oder wirklich jetzt mal ganz alleine meine Reserven aufzutanken oder so.

habe ich in der eigenen Wohnung viel stärker jetzt, wenn ich das Bedürfnis mal dazu habe. Das ist ja auch Privatsphäre insgesamt. Also ich meine jetzt nicht, dass grundsätzlich in einer eigenen Wohnung die Privatsphäre... krass ausgeprägt sein muss. Das kann ja auch sein, dass das hellhörig ist und dass du von deinen Nachbarn oben, unten, links, rechts, wo auch immer, eine Menge mitbekommst. Aber was so die Wohnung selber angeht,

Oder meistens, in den meisten Fällen, denke ich, ist es ja schon wirklich eine andere Privatsphäre, die du hast. Und ich finde, das ist auch nochmal den Gedanken, was du sagtest, von deinen Kumpels da auch ganz interessant. Ja, es ist ja auch so. Also wenn ich in einer eigenen Wohnung wohne, wenn ich da nichts tue, passiert da auch nichts.

bei einer WG kann ich irgendwie immer noch Verantwortung auf die Mitbewohner oder Mitbewohnerinnen übertragen und kann sagen, oder vielleicht ist da ja auch irgendwie so ein... Naja, in Anführungszeichen Ziehpapa oder eine Ziehmama. Also ich meine, jemand, der mehr Verantwortung übernimmt oder der einfach irgendwie Sachen organisiert, was auch immer. Also ich meine...

Tims bevorstehende große Veränderungen

Das kann ja gut sein und da hingegen ist eine eigene Wohnung schon wirklich eine andere Sache, das stimmt. Ja, absolut. Ja, definitiv. Also ich meine, wir sind ja nun auch gerade bei mir im Zimmer und vielleicht kann ich da mal ganz... Ja, elegant nicht, aber rüber switchen. Hier stehen halt auch schon einige Umzugskartons, also ich habe noch nicht wirklich fett angefangen zu packen, aber es geht langsam los, es ist in den Startlöchern und bei mir wird es tatsächlich aus Halle an der Saale.

wie du so schön sagtest, weggehen. Und ich bin ganze elf Jahre hier gewesen. Das ist eine echt lange Zeit. Das ist ein Drittel meines Lebens, was ich hier verbracht habe. Und tatsächlich wohne ich jetzt ja auch noch in einer WG. werde dann aber perspektivisch in eine eigene Wohnung ziehen, wo ich alleine bin. Und deswegen...

Ich habe dann noch bis jetzt sehr gemischte Gefühle, weil eben dieser, in Anführungszeichen, so ein bisschen der Moment der Wahrheit, wie geht es mir dann im Nachhinein, wenn ich dann erstmal in der Situation bin, kann ich auch noch nicht so ganz einschätzen. Das ist eben dann auch erst eine Sache, die...

man dann so wirklich erfährt, denke ich. Was würdest du sagen? Was ist das für dich gerade so, der Moment, wo du am stärksten denkst, oh, wie wird das alles werden? Tatsächlich die Situation alleine zu wohnen, in einer eigenen Wohnung, weil soweit ich mich erinnern kann, hast du ja auch...

das mit der eigenen Wohnung so nie gehabt. Du bist ja auch immer mit Menschen zusammengelebt. Also du hast immer mit Menschen zusammengelebt. Und ist das für dich da eine ganz besondere Bedeutung oder im Vergleich dazu auch, Bereitet dir das ein interessantes Gefühl, sag ich das jetzt mal, oder was für ein Gefühl, dass du halt tatsächlich Halle verlässt und in einer ganz anderen, fernen Stadt sozusagen ein Neustart?

Ich meine, klar, auch dort hast du deine Freundin vor Ort, wenn ich das dann so sagen darf. Aber trotzdem ist es ja ein Neustart irgendwo auf eine gewisse Weise. Und was macht dich da irgendwie? ja, also was empfindest du als intensiver irgendwie emotional da jetzt gerade? Also ich habe da, ich habe neulich erst wieder drüber nachgedacht, also heute war mein allerletzter Arbeitstag, das heißt, ich bin jetzt gerade, ich habe einen langen Arbeitstag, ich bin heute Morgen um sechs aufgelöst.

standen haben lang tag hinter mir und Ich bin noch nicht ganz fertig, ich muss noch Sachen abarbeiten. Also ich arbeite in der Familienhilfe oder habe in der Familienhilfe jetzt vier Jahre gearbeitet. Tatsächlich habe ich das auch mal indirekt erwähnt am Anfang des Podcasts, als ich irgendwann meinte, ja, ich fange jetzt eine neue Stelle an in der sozialen Arbeit.

Ich habe das so ganz bewusst so ein bisschen umschifft, weil ich glaube, ich nicht gerne wollte, dass jemand dann irgendwie Familienhilfe und meinen Namen eingibt und dann direkt auf die Homepage oder auf was auch immer stößt. Aber das gehört jetzt halt auch der Vergangenheit. dann dementsprechend an. Momentan ist es glaube ich so, dass so viele verschiedene Gefühle in mir sind, die in ganz unterschiedliche Richtungen gehen. Also da ist glaube ich Vorfreude, da ist

Trauer, da ist ganz viel auch Melancholie, Nostalgie. Ich glaube, es ist halt so, also... Um das jetzt mal nicht mit so einen komischen Begriffen zu beschreiben, ich glaube, es ist einfach gerade so, dass sozusagen der Abschied, also ich meine, nach elf Jahren habe ich mir hier natürlich irgendwie eine Menge an Kontakten und so weiter und so fort aufgebaut.

ist einfach irgendwie durch die alltäglichen Wege irgendwie auch eine Selbstverständlichkeit, sich in dieser Stadt zu bewegen. Das heißt, für mich ist es glaube ich irgendwie einfach so, dass grundsätzlich die Leute hier irgendwo... Naja, zurückzulassen oder zumindest irgendwie woanders hinzugehen und die bleiben hier, das fühlt sich sehr, sehr merkwürdig an.

Da muss ich auch sagen, das fühlt sich teilweise auch wirklich nicht gut an. Also dass ich da wirklich denke, Mensch, das sind teilweise Freundschaften, die mir sehr, sehr wertvoll sind. Also ich meine, klar kann man die auch noch weiterleben, aber wir wissen glaube ich alle, oder nicht alle, aber wir beide wissen auf jeden Fall, das ist auch... immer irgendwie ein bisschen damit zusammenhängt wie

nah man einander ist und so weiter und so fort, auch vielleicht räumlich, damit die Wahrscheinlichkeit, Kontakt zu halten, größer ist vom Grundprinzip her. Oder der Kontakt auch intensiv bleibt, wenn man einfach die Welt teilt, also die Lebenswelt, die Erfahrungswelt.

Und wenn ich ganz woanders lebe, also nicht ganz woanders, aber in einer anderen Stadt, dann ist es halt schon so, dass irgendwie auch einige Erfahrungshorizonte oder einige Erfahrungssachen, glaube ich, auch einfach nicht mehr so... zusammengehen. Und dann sind das eher schon zwei unterschiedliche Welten, in denen man sich dann auch bewegt. Also mit einem Gegenüber, wohlgemerkt. Aber, um noch darauf zurückzukommen,

Und durch die Familienhilfe lasse ich natürlich auch irgendwie eine Menge Familien hier, die teilweise weiter betreut werden, teilweise nicht. Das ist ganz, ganz unterschiedlich. Oder Erziehungsbeistände. Wen es interessiert im anderen Podcast Keimgedanken, gibt es eine Folge über Familienhilfe, da erzähle ich ein bisschen genauer darüber. Das können wir auch gerne nochmal verlinken. Aber auf jeden Fall...

Ja, und da habe ich sehr viel Schmerz gerade. Also das ist sehr, dass ich nicht weiß, was hinterlasse ich da eigentlich. Also ich weiß, dass ich keine verbrannte Erde hinterlasse oder so, aber trotzdem ist es schon so, dass ich nicht weiß, ob... ich vielleicht in der einen oder anderen Stelle ein Vakuum hinterlasse. Also etwas, was irgendwie gefühlt nicht so ausgefüllt werden kann. Und da kommt, glaube ich, auch einfach meine persönliche...

meinen Charakter zum Vorschein, also dass ich auch einfach irgendwie da das so empfinde, da auch die Leute nicht im Stich lassen zu wollen auf irgendeine Art und Weise vielleicht. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass ich, das ist eine Riesenverantwortung, also auch mit dem Kindeswohl und so weiter und so fort.

jetzt über vier Jahre war und dann auch nochmal Corona, was es auch nochmal stark verschärft hatte und Konflikte und so weiter und so fort auch nochmal auf einem ganz anderen Level waren in einigen Familien und dementsprechend ist es so, dass ich da gerade das noch gar nicht realisiere, was für eine Riesenverantwortung und damit auch ganz bewusst Last von mir auch abfällt. Und das wird jetzt erst die nächsten Tage, denke ich, kommen.

Ich habe jetzt halt noch den Vorteil, dass ich halt noch einen Monat hier in einer anderen WG in Halle an der Saale... in Halle, so sagen wir es jetzt einfach so, noch bleiben kann und das heißt irgendwie, dass es jetzt nicht so ist,

ich lasse jetzt auf einmal hier irgendwie alles stehen und liegen und die Arbeit ist beendet und übermorgen ziehe ich um und dann bin ich irgendwie in einer ganz anderen Stadt, sondern ich kann auch so ein bisschen, glaube ich, akklimatisieren so gefühlt, also so ein bisschen. runterkommen, mich ein bisschen ausruhen und dann kann ich halt auch in einer anderen Stadt ankommen oder kann halt auch gucken dementsprechend und

Ja, also ich glaube, und was ich noch sagte, es ist auch Vorfreude, es ist auch irgendwie eine Gespanntheit, was da ist. Es fühlt sich gerade an, wie im Nebel zu stehen und nicht zu wissen, was der nächste und der übernächste und der dritte, vierte, fünfte Schritt ist, keine Ahnung. also ist es auch spannend irgendwie.

Herausforderungen eines Neustarts in neuer Stadt

Und gleichzeitig merke ich aber auch, dass die ganzen Sachen, die noch vor mir liegen, also ein Umzug und das alles irgendwie über die Bühne bekommen und so weiter, dass mir das auf jeden Fall gerade wieder schwer im Magen liegt, weil einfach die letzten Monate sauanstrengend waren und ich echt... ausgelaugt bin und das auch merke einfach und dann schon denke, so boah, kriegst du das alles auf die Kette und so und

Richtig. Und also genau, um auf deine Frage zurückzukommen, dieses Ding mit dem Alleinewohnen macht mir, glaube ich, jetzt nicht so viel Angst. Allerdings, das sagtest du ja auch bei dem Alleinewohnen mit den Kontakten außerhalb der Wohnung. Und wenn ich in eine andere Stadt ziehe... Da ist zwar meine Freundin, aber da sind jetzt nicht so viele Freunde oder Freundschaften und auch nicht in der Tiefe und in der Länge wie hier.

Und das heißt, meine Erfahrung ist die, wenn du in eine neue Stadt kommst, die Stadt wartet nicht auf dich. Also du kommst da an und die anderen haben ihre Freundeskreise, haben ihre Verpflichtungen und so weiter und so fort. Und damit muss man klarkommen. Also du brauchst da eine gewisse Frustration.

Toleranz auch damit umgehen zu können und das heißt, ich bin mir schon im Klaren gewissermaßen drüber, dass ich bestimmt das ein oder andere Mal halt auch irgendwie Ganz einfach, ganz schlichtweg gesagt, in einer Wohnung sein werde, mich vielleicht auch mal einsam fühle und dann aber nicht die Kontakte vor Ort habe.

Und das bereitet mir natürlich auch eine gewisse Sorge, aber ich weiß, ich werde schon damit umgehen, das wird schon passen. Aber grundsätzlich ist es natürlich schon so, dass irgendwie... Aber das alleine wohnen an sich macht mir jetzt ehrlich gesagt nicht wirklich Sorge. Ja, ja, es ist mehr dieser soziale Aspekt halt einfach daran. Aber ich kann, also vielen Dank für deine Äußerung.

Also ich kann das auf jeden Fall sehr gut nachfühlen, nachvollziehen. Also irgendwie so gerade auch das so mit diesem, das meine ich halt auch. Also man ist hier oder ich bin hier in dieser Stadt so ein bisschen auf Wolken gebettet, würde ich das vielleicht sagen, weil man hat...

irgendwie so seine ganzen Kreise irgendwie hier und auch durch die Arbeit und so, man ist gut eingebunden und da macht das für die soziale Geschichte nicht so einen Riesenunterschied, ob ich jetzt in einer Wohngemeinschaft wohne oder alleine wohne. Das ist also, wirklich Momente der Einsamkeit sind jetzt dieses Jahr trotzdem nicht aufgekommen. Aber ich weiß auch aus Erfahrung, wenn man in eine andere Stadt zieht,

muss man dieser Stadt auch erstmal Zeit geben. Das wird eine ganze Weile, gut, vielleicht hat man Glück und es geht schneller als man denkt, aber erfahrungsgemäß dauert das immer eine gewisse Weile, bis man irgendwie angekommen ist, bis man dann irgendwie auch, ich nenne es jetzt mal so ein bisschen,

dann irgendwie sich wieder eingefunden hat, neue Kreise irgendwie entwickelt hat und so weiter. Das ist ja auch nur ein vorübergehender Status, den man dann irgendwie hat, wenn man dann neu ist, dass man dann irgendwie noch nicht so angekommen ist.

Das ist auch vielleicht irgendwie eine ganz schöne Sache. Ich weiß nicht, also wenn ich jetzt in eine neue Stadt ziehen würde, würde ich erstmal gucken. Also ich meine, wir haben ja schon Folgen über das Dating gemacht und über Dating-Apps und so weiter. Aber man kann solche Apps ja auch, es gibt ja auch oft so einen Friends-Modus.

irgendwie, dass man, wenn man halt in eine andere Stadt geht, dass man dann halt diesen Modus nutzt, um da irgendwie auch Kontakte zu knüpfen. Das würde ich wahrscheinlich machen in so einer Situation, gleichwohl ich allerdings auch denke, ja. Ja, ob man dann aber darüber dann auch wirklich Menschen trifft, wo man es dann so richtig connected irgendwie so, wo man irgendwie denkt so, ja, warum war der nicht all die Jahre in Halle? Ist natürlich auch eine Glücksfrage.

Aber ich denke, dass es ja schon viele Möglichkeiten gibt, irgendwie auch den Anschluss dann wieder herzustellen in einer neuen Stadt. Aber es wird Zeit dauern.

Veränderung als Chance und Vergänglichkeit

Ja, und deswegen, das ist halt ganz spannend. Ich könnte mir auch vorstellen, also das, was du gerade beschreibst oder beschrieben hast, das kennen sehr viele Leute. Also diese Veränderung und auch sich diesen Veränderungen zu stellen, also für mich ist das irgendwo auch ein bisschen, ja, ein ganz wesentlicher Grundbestandteil eines Lebens. Was sich nicht verändert, ist tot.

Also das ist also, alles ist immer in einem ständigen Fluss und alles verändert sich immer und den Herausforderungen dann irgendwie auch zu begegnen der Veränderung, damit man dann irgendwie auch weiterkommt im Leben, das ist glaube ich ein ganz Element. Grundvoraussetzung irgendwie, also auch für persönliches Wachstum. Also, dass man einfach ...

vorwärts geht irgendwie, dass man sich irgendwie neuen Lebenssituationen, Umständen stellt und dass man daraus dann irgendwie versucht, dann auch wieder neue Kraft und so weiter zu ziehen. Das ist natürlich jetzt alles sehr theoretisch. Er ist natürlich mit vielen Fallstrecken gespickt, völlig klar.

Aber für mich persönlich war diese Veränderung, so groß und dunkel sie irgendwie auch oft vor mir lagen, dann im Nachhinein meistens immer auch eine Chance gewesen, die man irgendwie auch ergreifen konnte. ergriffen hat. Absolut. Das sage ich übrigens auch voll häufig. Wenn du was gesagt hast, dann sage ich so, definitiv, absolut, ja. Aber ja, ich stimme mir auch meistens zu in den Punkten. Was ich noch ergänzen wollte, und zwar ...

Ich finde, gerade wenn man in oder wenn du, wenn ich in einer Stadt umziehe, also innerhalb von einer Stadt, dann merke ich immer wieder so und das war auch witzigerweise, warte mal, war das heute oder gestern? Es war tatsächlich gestern. Aber auf jeden Fall bin ich an der alten Butze vorbeigefahren, wo wir beide gewohnt haben und wo auch die Comicserie gespielt hat und so. Und...

Das Lustige ist halt, ich habe zu diesem Ort eigentlich gar keinen Bezug mehr. Also klar wirkt der irgendwie vertraut, weil meine Güte, also ich war da keine Ahnung wie viele Jahre, einen Großteil der Zeit hier in Halle, aber...

Trotzdem ist es irgendwie so, ich habe damit voll meinen Frieden geschlossen. Und gleichzeitig kenne ich das aber, dass wenn Kumpels, die da häufig waren bei mir... wenn die da vorbeigehen oder so, ist das für die manchmal so ein bisschen so, oh, also, weil ich glaube, für viele ist es so, man kann daran merken oder ablesen, wie sehr sich die Welt verändert oder wie sehr, und das hast du ja auch beschrieben, alles ist im Wandel.

wie wenig du davon konservieren oder festhalten kannst. Und in einer Stadt wie Halle, wo eben viele Leute schon nach drei Jahren Studium sich verpieseln, auf Deutsch gesagt, ich glaube, da bleibt es einfach nicht aus, dass noch viel mehr Veränderungen... offensichtlich irgendwie so auch äußerlich stattfindet und so. Oder was heißt äußerlich? Diese Abgrenzung äußerlich-innerlich ist auch so ein bisschen schwierig, glaube ich. Aber ja. Ich wollte nur direkt daran anschließen, mit diesem...

Wegzug von Menschen. Und auch als du gerade sagtest, wie du an der alten Wohnung vorbeigelaufen bist, finde ich super interessant. Also ich bin mal gespannt, wie das mit meiner, ich sage es jetzt noch aktuelleren WG, in der ich die letzten Jahre gelebt habe, sein wird. Noch bin ich da halt regelmäßig gewesen. Allerdings verändert sich da jetzt auch schon wieder was, weil meine ehemalige Mitbewohnerin zum Beispiel jetzt auch eine neue WG und ich werde da jetzt einfach nicht mehr so häufig sein.

in dieser Wohnung. irgendwann höchstwahrscheinlich auch gar nicht mehr. Und wie das dann halt sein wird, ob dann, wenn ich dann irgendwie in dieser Ecke bin, ob das dann noch irgendwie ein merkwürdiges Gefühl ist oder so. Ich kenne es von anderen ehemaligen Mitbewohnerinnen aus dieser Wohnung, dass wenn dir irgendwie nach zwei oder drei jahren

wo sie dann nicht mehr wohnten, dann nochmal da zu Besuch gewesen sind, dass das für die ein sehr komisches Gefühl war und so ein Gefühl, ich bin wieder da, ich bin eigentlich wieder zu Hause, das ist doch hier meine Wohnung, das ist gar nicht das andere und so weiter, ob ich das in der Weise auch...

fühlen werde ich weiß noch als ich damals bei uns ausgezogen bin habe ich ein ähnliches gefühl die ersten monate auch gehabt inklusive dass ich manchmal in gedanken versuchen versucht habe mit meinem neuen schlüssel die tür aufzuschließen aber das hat sich im lauten auf der Zeit stark verloren und wenn ich heute, wenn ich zum Zahnarzt gehe, an dieser Wohnung vorbeilaufe, fühle ich auch nichts mehr.

Dann schaue ich da hoch und dann denke ich mir so, ach ja, mein altes Zimmer. Ich habe einmal mal versucht aus Neugier hereinzuluken und ich habe halt nur gesehen, okay, ganz anders. Es ist jetzt natürlich von anderen Menschen bewohnt. Wahrscheinlich eine Familie oder ein Paar oder so, was da jetzt wohnt. Das ist alles ganz anders, als es natürlich damals war.

Podcast-Anpassungen durch Umzug

Und das fand ich dann irgendwie, war ich dann neugierig und fand ich interessant, aber jetzt irgendwie nicht mehr irgendwie emotional tangent und so. Und doch ist es halt so, das geht uns ja beiden so. Wir haben im Laufe unserer vielen Jahre, auch ich bin dieses Jahr.

Zehn? Nächstes Jahr. Nächstes Jahr bin ich zehn Jahre in Halle. Also wir haben relativ, also wir haben beide hier viele, viele Jahre zugebracht und bei mir werden es dann höchstwahrscheinlich noch mehr Jahre in Halle sein, als du sie gehabt hast. Und ...

Ja, die Sache ist halt einfach die, ich habe in diesen ganzen Jahren so viele Menschen kommen und gehen sehen, gerade durch diesen Studienaspekt. Die meisten Freundschaften und so weiter, die man gehabt hat, haben sich irgendwann wieder verloren, weil die Menschen wieder weggezogen sind.

immer so eine stadt zum werden aber nicht zum bleiben Und für so jemanden wie mich, der dann irgendwie sich dann entschieden hat, auch nach dem Studium hier zu bleiben, bei dir war es ja am Anfang dasselbe in grün, du hast ja auch mehrere Jahre nach dem Studium hier noch gelebt, so ist es irgendwie schon ein komisches Gefühl, weil ich...

Bin gerade irgendwie so, ja Halle ist gerade für mich die Stadt zum Bleiben. Aber da ist man halt irgendwie sehr alleine mit. Die meisten gehen irgendwann wieder. Und das ist halt schon etwas, womit man irgendwie immer zu kämpfen hat. Man kann nichts festhalten. diese Veränderung, diese Vergänglichkeit auch, die man da irgendwie Tag ein, Tag aus irgendwie immer wieder erlebt und mitbekommt, das ist manchmal schon so ein bisschen, ja, schon berührend irgendwie.

Genau, und du sagtest ja auch, dass die Veränderung, man kann irgendwie sie nicht aufhalten und gleichzeitig... Hängt hier über meinem Sofa so vier Bilder von der Comicserie tatsächlich, also von der Animationsserie, wo die... einzelnen WG-Zimmer bzw. der WG-Flur, die Küche und so weiter, das Haus auch nochmal von außen gezeichnet wurde von der Zeichnerin, die wir damals beauftragt hatten.

Tatsächlich habe ich zu diesen Bildern mehr emotionale Beziehungen als zu dem Gebäude sozusagen, so wie du das auch beschrieben hattest. Wie gesagt, gestern bin ich da auch vorbei und dachte halt so, Eigentlich das gleiche wie du, so nach dem Motto, okay, sieht jetzt anders aus, sind irgendwelche anderen Vorhänge und irgendwelche anderen Lampen da, ist irgendwie ganz anders eingerichtet und selbst wenn ich da jetzt hochgehen würde, es wäre gar nicht mehr die Wohnung.

Also es wäre gar nicht mehr die Assoziation, mit der ich das verbinde. Und das ist dann irgendwie schon witzig, aber wie gesagt, das ist dann manchmal auch wirklich eher nur noch so eine Erinnerungswelt irgendwie, ne, gefühlt. Oder vielleicht hat man noch Videos, die das irgendwie wiedergeben. Oder wie gesagt, hier wie so Fotos. oder Bilder, die irgendwie sowas so konservieren. Aber trotzdem geht es weiter. Ich wollte noch mal so ein bisschen rüber gucken und zwar ...

Bei uns wird sich das ja auch verändern. Also ich meine, dadurch, dass ich jetzt in eine andere Stadt ziehe, haben wir eine Situation, die wir vorher auf jeden Fall noch nicht hatten. Wir sind nicht in derselben Stadt und das heißt, es wird weitaus schwieriger, in einem Raum zu sitzen und zwei Mikrofone an einem Mischpult anzuschließen.

lesen und aufzunehmen. Richtig, ja. Ergo, bei uns wird sich das auch ein wenig verändern, dass wir potenziell über das Internet zukünftig diesen Internet, diesen Podcast aufnehmen und Und nicht mehr in einem Raum sitzen. Das wird eine super spannende Erfahrung werden. Also irgendwie auch, ich bin mal gespannt tatsächlich, wie das werden wird. Also auch so ein bisschen Podcast-Talk sozusagen. Wie dann halt auch ...

Also zum einen erstmal das technische Equipment, was man davon noch besorgen muss und so weiter, das wird sowieso eine gewisse Übergangsphase jetzt irgendwie benötigen, bis man dann irgendwie wieder weitermachen kann und das wird halt auch interessant werden, wie dann so die Gesprächsdynamik ist.

Wenn dann wir nicht mehr im selben Raum sind und dann sozusagen so eine Art Telefonie fast machen, also ich glaube, wir werden uns daran erstmal wieder gewöhnen müssen. Also die Folgen werden dann schon... anders sein irgendwie. Das wird, glaube ich, also man wird auch daran sich gewöhnen, weil wir kennen es ja alle mit den Online-Meetings und so weiter, das geht ja alles.

Aber ich bin schon gespannt und natürlich eine andere Ebene, die ja auch, also die Freundschaft, die wir ja immer gehabt haben, die hat ja auch, ich würde das in verschiedene Stadien irgendwie einordnen. also mehrere Jahre sehr, sehr viel Zeit miteinander verbracht, vor allem, als sie miteinander gewohnt haben, dann einige Zeit danach, später dann auch noch, dann ist es halt weniger geworden, dann hat sich das irgendwie, weil das bleibt im Leben irgendwie gar nicht aus.

wenn man irgendwie, wenn man irgendwie jeder seinen eigenen Weg geht und irgendwie seine eigenen Lebensabläufe hat, Jobs, Abschlüsse, Freundeskreise, Beziehungen etc., das bleibt gar nicht aus, dass dann irgendwie auch da in dieser, da irgendwie so

Rückblick, Zukunft und Komfortzone

diese Veränderung drin ist. Und das wird es jetzt ja wieder verändern. Das wird jetzt auch eine Situation, wie wir das noch nie hatten, dass wir nicht mal eben zehn Minuten rübergehen können, denn das ist dann beim anderen. Das wird es in Zukunft nicht mehr geben. Und wie diese Situation wird, wird auch spannend.

Ich glaube, ich finde es nochmal mega spannend, dass wir glaube ich beide dann viel bewusster diesen Podcast machen, denke ich. Also so schätze ich das zumindest ein. Also dass halt irgendwie viel bewusster wir uns sagen, wir treffen uns an dem und dem Tag und dann ...

Ja, und dann nehmen wir da halt auf und dann vielleicht auch mit einer gewissen Vorrecherche oder so oder irgendwie, dass wir halt uns ein Thema überlegen, weil so hat es ja immer dieses, okay, wir setzen uns zusammen und dann sagen wir so, ey, was wollen wir machen, ja, das Thema wäre ganz cool oder so.

Oder wir meinetwegen haben wirklich das, dass wir uns treffen und sagen, hey, was wollen wir beim nächsten Mal aufnehmen? Und dann, ey, komm, lass uns das Thema machen und dann guckst du nochmal da und ich nochmal da und so. Und das wird sich auch verändern und deswegen, das ist spannend, finde ich auch. Und gleichzeitig ist es aber auch irgendwie cool, weil sie jetzt halt schon so irgendwie...

ja, schon einige Jahre sind dieser Podcast irgendwie schon so läuft und da steckt schon einiges an Veränderung drin und es wird noch mehr. Und ich finde es von außen eigentlich spannend. Ich würde diesen Podcast gerne eigentlich manchmal hören als jemand, der mich nicht kennt.

Das ist natürlich ein bisschen absurd. Naja, wird nicht funktionieren, aber trotzdem. Aber den Gedanken habe ich auch schon ein paar Mal gehabt tatsächlich. Ich fände das mal super spannend, den Podcast zu hören, ohne mich zu kennen, ohne mich zu kennen.

so wie man andere Podcasts bei Spotify hört von fremden Leuten, das wäre sehr interessant, das mal so, also, kenne ich. Mal so aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen, ne? Vielleicht fänden wir uns ja auch wirklich voll unsympathisch oder so, ich weiß es nicht, aber... Oder wir werden die ganze Zeit sagen, oh, spricht der mir aus dem Herzen. Natürlich.

Aber genau. Und das heißt, wir wollen nächste Folge. Das ist, glaube ich, sogar die Folge 70. Also es ist auch wieder irgendwie so ein, naja, Jubiläum ist auch schon wieder übertrieben eigentlich. Aber es ist irgendwie auch eine besondere Folge. Wir nullen. Wir werden 70. 70 Folgen.

70 Folgen. Das ist schon eine Zahl. Eine Menge irgendwie. Und wir wollen in dieser Folge irgendwie, also wir wissen es noch nicht ganz genau, wir haben es noch nicht bequatscht, oder neulich bis ins letzte Detail, aber auf jeden Fall, was wir glaube ich schon sagen können, ist, dass irgendwie ... Vielleicht Sprachnachrichten von uns, die wir irgendwie über diese fünf Jahre, sechs Jahre, whatever, wie lange ausgetauscht haben.

Und auch irgendwie so ein paar Outtakes aus Folgen. Also da müssen wir mal gucken oder da muss ich nochmal schauen, was halt überhaupt noch verfügbar ist und was vielleicht irgendwie auch schon aus Speicherplatzgründen oder was auch immer gelöscht ist. Aber... irgendwie sowas ein bisschen zusammenzustellen und darüber dann nochmal eine Folge zu machen.

Lass uns das anhören, dazu vielleicht nochmal was sagen, in was für einer Situation war das vielleicht. Vielleicht wird auch nochmal ein bisschen was Lustiges dabei sein, ich denke sogar mit Sicherheit. Und genau, und deswegen, das ist dann eigentlich irgendwie so eine Nostalgie-Folge, die glaube ich so...

bisschen diesen ganzen Abschnitt auch nochmal so greift und auch vielleicht nochmal für uns greift. Vielleicht ist es tatsächlich mal eine Folge, die, genau, wollte ich gerade sagen, also die eigentlich sich an uns selber richtet und ihr könnt die aber auch gerne hören. So denke ich das auf jeden Fall. Aber ja, ich glaube, um nochmal den Blick sozusagen von uns beiden wegzurichten, ich glaube, wenn bei anderen Menschen große Veränderungen anstehen oder...

Die können ja auch kleiner sein. Es ist ja auch immer die Frage, wie groß man die selber empfindet. Ich glaube... Dann läuft es eben häufig darauf hinaus, dass erstmal das mit einer riesen Angst verbunden ist, weil es aus der eigenen Komfortzone rausgeht und weil es nicht mehr in der Sicherheit ist, die... Mann vorher oder Frau vorher gehabt hat oder kennt. Und wie du schon sagtest, es ist aber eigentlich eine sehr gute, positive Sache.

auf die man sich auf jeden Fall einlassen kann und auch einlassen sollte. Ich glaube, man kann sich das ansonsten auch selber sehr, sehr madig machen, also auch Veränderungen. Wenn ich immer nur irgendwie daran hänge, wie das vorher war und was besser war und so, dann ist das halt auch schwierig. Also es ist schwierig überhaupt irgendwie in der Veränderung oder im neuen Leben oder wie ich das auch mal bezeichnen möchte, überhaupt anzukommen.

Und ich denke, es ist auch wichtig, einen gewissen Cut auch zu machen. Also auch einen gewissen Schnitt. Also meinetwegen... Das kann ich jetzt nicht für dich sagen, das kann ich nur für mich wieder sagen, sowohl wieder doch bei uns, aber auf jeden Fall, das hält keine Ahnung. Also, meinetwegen...

Veränderung, wenn ich mich von einer Person trenne, dann werde ich wahrscheinlich mit dieser Person danach jetzt nicht mehr so viel Kontakt in der gleichen Frequenz und Quantität oder was weiß ich haben, sondern das wird wahrscheinlich sehr viel weniger sein, genau, oder gar nicht mehr. Und ich glaube, das gehört auch ein Stück weit dazu.

Die Wichtigkeit eines klaren Schnitts

um überhaupt auch die Veränderung wirken zu lassen. Also weil ansonsten, wenn ich jetzt irgendwie alles so weitermachen und tun würde, und ich meine jetzt nicht den nächsten Monat, den ich noch hier bin, sondern die nächsten sechs Monate oder die nächsten zwei Jahre,

dann würde ich, glaube ich, immer noch mit dem Herz und mit dem Kopf irgendwie hier in der Stadt zu halb sein. Und das ist, glaube ich, etwas, wo ich aber auch für mich sagen muss, jo, jetzt ist aber auch die Zeit, also deswegen nicht einen kompletten Schnitt zu machen und zu sagen, Jetzt seid ihr alle tot, gefühlt. Oder jetzt seid ihr alle Vergangenheit. Und jetzt geht es weiter. Nee, das finde ich auch doof. Aber...

trotzdem auch den Unterschied oder die Veränderung auch zu bejahen und anzuerkennen und so weiter und so fort. Ich kann es gerade nicht genauer beschreiben. Aber ich weiß, was du meinst und ich glaube, das ist letztendlich, ja... Du hast dich ja irgendwann auch dazu entschieden.

diese Veränderung sozusagen durchzuboxen oder durchzuführen, dass du halt Halle verlässt. Also wer dich kennt, weiß, dass du schon seit vielen Jahren immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt hast, Halle zu verlassen aufgrund von verschiedenen... Es hat verschiedene Pläne gegeben bei dir.

Habe ich darüber eigentlich im Podcast gesprochen? Ich glaube nicht. Ich glaube nicht, aber wir haben auch in der Weise im Podcast, glaube ich, diese Veränderung noch nicht in der Weise angesprochen. Also für die, die uns nicht kennen, also ich hatte des Öfteren... Kann sein, dass wir irgendwann vor so und so vielen Jahren, wo ich dann mal irgendwie die Idee hatte, ich ziehe aus Halle weg. Ich glaube, bei dir war das alles manchmal schon ein bisschen konkreter.

als es bei mir gewesen ist mit diesen Plänen. Also ich habe mal gedacht, als ich meinen Bachelor gerade beendet hatte, ich würde für ein Master wegziehen, was ich nicht gemacht habe. Irgendwann während des Masters hatte ich auch mal so diese großen... Grobe Idee, naja, nach dem Studium wird es dann ja wahrscheinlich aus Heide weggehen, was nicht passiert ist. Aber das sind halt irgendwie immer so grobe Ideen, aber nicht irgendwie so konkret. Ich habe mir mal eine Uni in Potsdam angeguckt.

und geguckt, ob ich da irgendwie einen Studiengang studiere für einen Master, was ich dann aber auch nicht gemacht habe. Also das war alles jetzt nicht so konkret, während du schon... ja, so Pläne gehabt hast, also vielleicht nochmal nach Berlin zu gehen und so weiter. Dann da dann nochmal irgendwie tatsächlich, also ein bisschen greifbarer schon irgendwie so. Und letztendlich hast du das halt nie gemacht. Aber jetzt ist der Moment ja wirklich...

gekommen. Jetzt hast du gesagt, jetzt ist es soweit. Und auch nochmal, um von uns wegzukommen. Also es ist halt so, also ich glaube, ich finde das auch ganz wichtig, das ist, also bei Beziehungen spricht man ja so ein bisschen auch von der Trennungsaggression oder so, also dass man halt dann auch wirklich...

trennung durchzieht und dass man halt dann irgendwie auch sagt okay das ist jetzt vorbei dass man das halten und sondern lebensabschnitts veränderung hat eben ausmacht natürlich sind dann die man die menschen sterben ja nicht so die sind ja da nicht weg aber trotzdem dass man dann hat sagt okay

ich ziehe das jetzt durch, ich bin jetzt in der anderen Stadt, jetzt bin ich wieder auf mich gestellt, jetzt geht es erstmal darum, hier anzukommen und jetzt nicht, was weiß ich, jedes Wochenende nach Halle zu fahren und dann da irgendwie, also das... Ja, das fiel mir auch übrigens gerade ein, ne?

Ich meine zum Beispiel Veränderungen, ich ziehe aus der Stadt meiner Eltern weg und fahre aber jedes Wochenende wieder dahin. Das ist genau das Gegenteil. Das ist genau dann eben nicht wirklich diese Veränderungen annehmen, dass man jetzt in einer anderen Stadt ist, dass man ein neues Leben irgendwie in der Ferne beginnt, sondern...

an dem Alten festhalten, weil man sich innerlich noch nicht so weit fühlt, dass man jetzt eigentlich ausziehen will. Man zieht halt aus, wenn man irgendwo anders hingeht, um da zu studieren, aber... es ist jetzt nicht die intrinsische Motivation, ich möchte anderswo außerhalb meiner Heimat ein neues Leben beginnen. Dann kommt es dort in die Situation, dass du dann halt jeden Freitag in den Zug oder ins Auto setzt und dann wieder zurückfährst. Dann haben viele dann noch ihren Partner.

ihre partnerin in der alten stadt und so die die haben die die die die die machen dann so eine veränderung widerwillen und versuchen alles damit die dem die veränderung sogar so klein wie möglich zu halten und diesen weg den gehst du eben nicht als mindestens wie ich das verstanden habe. Nee, total. Also es werden eine Menge Veränderungen anstehen, auf jeden Fall. Und wie gesagt, ich freue mich ja auch auf jeden Fall drauf. Also ich bin auch positiv.

Es ist halt immer wieder spannend, glaube ich, einfach irgendwie, wohin es geht und was dann da irgendwie kommt und so. Aber, ja. Ich glaube auch für andere Menschen wäre vielleicht so eine große Veränderung auch gar nicht so gut. Also ich meine auch, es gibt Menschen, die brauchen sehr viel mehr Sicherheit, sehr viel mehr Stetigkeit. Und ich glaube, es gibt Menschen, die brauchen das deutlich weniger.

Und sind trotzdem relativ in ihrer, ich will jetzt nicht sagen Komfortzone, aber irgendwie auf einem Level, wo es ihnen gut geht, sage ich mal. Und da finde ich, ist es schon so...

Veränderungswille und persönliche Sicherheit

Das halt auch, also wie gesagt, deswegen geht diese Folge auch an uns und vielleicht an dich oder dich nicht. Mal gucken, wer weiß, ob du dich eben angesprochen fühlst. Aber wenn du große Angst vor Veränderungen hast, dann können auch, glaube ich, erstmal kleinere Veränderungen irgendwie...

auch eine Möglichkeit sein. Also weil klar, diese Hauerruck-Methode sozusagen irgendwie komplett andere Stadt, komplett anderer Freundeskreis, komplett andere Arbeit, vielleicht sogar in einem anderen Bereich. Ich glaube, dass... Für einige Leute macht das total Sinn oder ist das auch irgendwie dran? Also meinetwegen bei mir, wir hatten es ja gerade irgendwie auch schon erwähnt, Freundin, ich habe eine lange Zeit jetzt Fernbeziehung hinter mir und irgendwie ist es auch...

echt gut, irgendwann mal diesen Fernbeziehungszustand aufzulösen, weil das natürlich irgendwie auf Dauer nicht wirklich befriedigend ist oder nicht erfüllend ist einfach. Also es ist einfach, telefonieren, sehr super. Aber das gibt irgendwie auch nicht das dasselbe in der Hinsicht, also wie die Nähe, die man in einer Stadt teilt. Und genau, und von daher...

Glaube ich für andere Leute, vielleicht kommt das auch nicht so in Frage, vielleicht gibt es auch Leute, die irgendwie in ihrer Umgebung ihr Leben lang bleiben. Ich persönlich kann immer nur sagen, hey, zieht auch mal um, guckt mal irgendwo anders hin. Ihr könnt ja auch wieder zurückkommen. Also ihr könnt auch wieder schauen, wenn es irgendwo anders doof ist oder sowas.

Und ja, ich meine klar, ich glaube für viele Leute wird dann so sein, so ja, aber wenn ich dann zurückkomme, dann ist es wie so ein Scheitern und dann ist es wie, als hätte ich es nicht geschafft. Aber ich würde sagen, naja, zumindest hast du es probiert. Aber ich kann es auch verstehen, wenn einige Leute große Veränderungen nicht wollen und wenn große Veränderungen auch wirklich einfach...

bei diesen Menschen ganz, ganz großes Unbehagen auslösen. Naja, das ist halt irgendwie, also es muss ja auch nicht jeder Mensch zwangsläufig also immer die Veränderung und den Aufbruch ins Ungewisse suchen oder wagen. Menschen ja von ihrer Persönlichkeit ja auch einfach unterschiedlich. Was ich da in diesem Zusammenhang glaube ich allerdings wichtig finde, ist, dass man sich, ich glaube, kein Leben ohne Veränderung, also irgendwie Veränderung im Kleinen wie im Großen.

gehören einfach dazu. Sei es, dass eine Beziehung scheitert oder halt zu Ende geht. Sei es, dass man den Arbeitgeber wechselt. Sei es auch, dass sich die Beziehung zu den Eltern verändert, die Eltern sterben. Also Veränderungen gehören zu jedem Leben dazu. Und ich glaube, damit man ein leben irgendwie erfolgreich meistert muss man irgendwie auch in der lage sein

auf diese Veränderung einzugehen, diese Veränderung irgendwie zu handeln. Das heißt aber nicht, dass jeder Mensch jetzt irgendwie sein Glück in der Ferne suchen muss. Also für mich, um mal wieder auf mich zurückzukommen, war es. irgendwie schon irgendwie immer so ein Antrieb, so ein Anspruch gewesen, irgendwie, ja, meine alte Komfortzone, mein Elternhaus, meine Heimat, wo ich irgendwie in Wachdebatte gepackt war, zu verlassen.

Und mir anderswo auch tatsächlich mal ein bisschen weiter weg auch von den eigenen Eltern, damit man halt auch nicht immer irgendwie dann sofort bei jedem kleinen Problem zu Mama und Papa rennen kann. mir irgendwie in der Ferne was Neues aufzubauen. Und mittlerweile ist es halt für mich so, dass...

Ich weiß nicht, ob das in zehn Jahren immer noch so ist. Für mich jetzt gerade ist diese Stadt irgendwie mein Zuhause und irgendwo auch ein Stück weit neue Heimat geworden. Ich kann mir schon vorstellen, hier auch zu bleiben, hier tatsächlich Wurzeln zu schlagen, sesshaft zu werden. Aber die Frage ist halt, wie das Leben spielt.

Das ist also für mich persönlich, ich schließe halt nichts irgendwie aus und ich persönlich bin sehr froh über diesen Schritt, den ich gegangen habe, ich bin auch sehr froh, dass ich mich der Veränderung voll und ganz gestellt habe mit dem Auszug.

und mit dem Umzug in eine andere Stadt fürs Studium, dass ich dann das irgendwann aufgehört habe, immer nach Hause zu fahren, obwohl das natürlich auch, das ist eine Komponente, die wir jetzt bei diesem Thema Wegzug in eine andere Stadt halt auch nur noch bedingt drin hatten.

Also bei mir war es so, dass ich dann halt meine Familie oder meine Kernfamilie irgendwo ja zurückgelassen habe. Und natürlich, der Kontakt bricht ja nie ab, aber es ist halt trotzdem so, ich sehe meine Eltern nicht mehr oft. Man hat irgendwie nicht mehr so, also das ist halt auch manchmal so, dass man sich schon manchmal wünscht, mehr Zeit irgendwie da verbringen zu können, irgendwie auch mit seinen alten Eltern, was aber einfach nicht geht, was die Lebensumstände nicht möglich ist.

Anders wäre es natürlich, wenn die jetzt im Nachbarort wohnen würden, dann wäre die ganze Sache natürlich anders.

Ich glaube, du ziehst jetzt ja auch tatsächlich wieder ein bisschen näher an deine Familie ran. Das ist natürlich ein Aspekt, der desto älter man wird, irgendwie auch dann wieder eine größere Rolle spielt. Ich muss halt sagen, als ich damals zum Studieren aufgebrochen bin, war ich... froh, einfach mal ein Stück weit auch räumliche Trennung einfach vom Elternhaus zu haben, also einfach mal wirklich woanders mein ganz eigenes Ding so zu machen.

Beziehung zu Eltern und das Älterwerden

Aber jetzt mit, also ich meine, ich bin jetzt fast 30, so, du bist noch ein bisschen älter. Und da hat es sich natürlich auch wieder verändert. Da sind wir wieder so ein bisschen mit Stichwort, die Beziehung zu dem Elternhaus verändert sich, dass es einem schon irgendwie wichtiger ist, dann irgendwie ja auch...

die Eltern irgendwie wieder mehr zu begleiten oder mehr zu sehen und so. Ich finde vor allen Dingen, warte mal, was du noch sagtest, genau, und zwar, das war genau das Stichwort, ich wollte auch noch auf unsere Eltern zu sprechen kommen, und zwar, ich glaube große Veränderungen und jetzt ich meine jetzt große Veränderungen nicht irgendwann Übergang vom

Also von einer Wohnung oder vom Haus in ein Altenpflegeheim oder sowas, das meine ich nicht. Das sind ja die Veränderungen, wie du sagtest, die irgendwann auch anstehen. einer der beiden Elternteile irgendwann stirbt, als erstes logischerweise. Also wird so sein, oder? Ja, klar, gibt auch Fälle, wo das parallel passiert oder so. Ja, es gibt für alles Fälle. Aber grundsätzlich irgendwie, das sind Veränderungsprobleme.

Prozesse, die kommen werden irgendwann. Und trotzdem glaube ich, dass zum Beispiel jetzt sowas wie die Beispiele, die für uns irgendwie so zutreffen oder zugetroffen haben, irgendwie in eine andere Stadt zu ziehen, sowas. Für unsere Eltern wäre das nichts. Also ich meine so, für meine Eltern wäre das nichts. Die brauchen ihr gewohntes Umfeld. Also ich glaube, das gibt denen ganz viel Sicherheit. Und ich glaube, die sind da auch so...

Ich will gar nicht sagen festgefahren, weil das würde es auch nicht ganz treffen, aber sie sind da so eingespielt irgendwie, dass ich glaube, große Veränderungsprozesse würden für die super, super anstrengend sein auf längere Sicht.

Und würden bei Ihnen zum Beispiel nicht irgendwie das bezwecken, glaube ich, was es bei mir jetzt bezweckt hat, meinetwegen. Also ich hatte ja auch irgendwann den Impuls, irgendwann mit Anfang 20 zu sagen, okay, ich gehe nach Berlin und dann irgendwann ich gehe nach Halle und so. Also das ist halt irgendwie auch... auch nicht, ich bin halt eben nicht mehr irgendwie in die Heimatstadt gezogen oder so, weil...

ich hatte danach auch nicht das Bedürfnis, ganz ehrlich. Und das ist tatsächlich so, dass sich das auch wieder verändert, genau wie du meintest, dass ich inzwischen halt schon sehe, Dass ich halt auch irgendwie gerne an der Beziehung zu meinen Eltern was tun möchte und dass ich merke, dass ich aber aus so einer Entfernung heraus das nicht mache. Das ist schwierig. Oder nicht in dem Maße mache, wie...

wie ich das aber, glaube ich, gerade eigentlich machen möchte. Und von daher ist das, glaube ich, auch ein Prozess oder ein Veränderungsschritt. Ich weiß gar nicht, vielleicht hätte ich da mal im Podcast drüber gesprochen, aber zum Beispiel, dass ich auch mit meinem Vater, glaube ich, gerne sowas Podcast...

was Technisches oder sowas halt auch machen würde. Also dass ich mit dem auch gerne irgendwie Sachen teile und auch vielleicht Sachen teile, die in der Beziehung zwischen uns liegen oder so. Und ich glaube, das... wird, wenn er überhaupt darauf Bock hat, aber das wird nur möglich sein, wenn wir eben näher beieinander sind, zum Beispiel. Aber ich, als wäre das jetzt so ein Mittel zum Zweck, also ich meine, nee, es geht auch darum, irgendwie grundsätzlich, glaube ich, nochmal...

Wie du sagtest, die Zeit auch mit den Eltern irgendwie zu genießen, die noch da ist. Man weiß eben nie, wie lange die Eltern dann noch leben, wenn die irgendwie ein bisschen älter sind. Und ja... Und gleichzeitig an der Beziehung zu arbeiten und irgendwie auch die negativen Dinge, die in Beziehungen, glaube ich, so einfach existieren oder gewachsen sind oder was auch immer, dass die nicht das letzte Wort haben, denke ich auch. Also und auch da wieder, wir reden für uns.

Das kann dich ansprechen, aber das kann dich auch völlig kalt lassen. Das kann dich wütend machen. Und dann ist das auch okay. Also dann ist es auch okay, dass du sagst, okay, mich macht das wütend. Das ist gerade kein Thema, was für mich irgendwie dran ist. Oder habe ich keinen Bock drauf? Voll in Ordnung. Für uns ist das halt irgendwie Thema. Oder für uns ist das halt irgendwie im Gespräch. Was ich gerade noch dachte ist, also ...

Du meintest ja so, für unsere Eltern wäre das jetzt gerade so gar nicht dran, irgendwie in eine neue Stadt zu ziehen oder so voll. Aber als meine Eltern jünger waren... Also das ist halt immer so ein bisschen der Punkt, also das ist halt so ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Also mein Papa, mein Papa ist halt auch viel umgezogen. Ich glaube, ich habe auch so ein bisschen dieses mir in der Ferne mein eigenes Leben aufbauen, also auch vielleicht so ein bisschen von...

mein Papa auch so ein bisschen abbekommen. Ich glaube, der hat das, als er jung war, so ähnlich gelebt. Meine Mama nicht. Das ist, also da ist, es gibt auch Menschen, die das auch, die da nie irgendwie so diesen Drang irgendwie verschwinden. oder irgendwie so dieses gefühl haben will anderswo was war was was aufbauen zu wollen oder so Und dann gibt es, glaube ich, Lebensalter. Mein Papa hätte da jetzt heutzutage gar keine Lust mehr zu, da irgendwie irgendwas zu verändern.

Aber als ja so alt war wie ich, war das natürlich ganz anders. Und wenn wir mal irgendwann alt sind, werden wir da möglicherweise auch keinen Bock mehr drauf haben, irgendwie in eine andere Stadt zu ziehen und uns diesen Veränderungen zu stellen, beziehungsweise die Veränderungen, die dann kommen.

dann nicht mehr so schön und irgendwie ins leben hinaus und so weiter sondern hat er aus dem Leben hinaus, so Stück für Stück, also da geht es dann auch um das Thema älter werden, das hast du mit deinen Eltern ja auch entsprechend, das ist dann auch wieder so eine Veränderung, die dann im späteren Lebensalter halt ansteht, dann glaube ich eine ganz, ganz große Veränderung, auch eine ganz, also ganz schön monströse Veränderung, irgendwie das eigene Älterwerden, des eigenen Körpers, das Verstehen.

das tatsächliche Emotionale Verstehen der eigenen Endlichkeit und so weiter, wo ich mich jetzt als, hätte ich fast noch gesagt, jugendlicher Grashüpfer... auf jeden Fall noch überhaupt nicht hineinversetzen kann. Aber das ist ... Das kriegt man ja am Rande auch immer alles so mit. Das gehört ja irgendwie auch zur Veränderung. Bei uns ist das jetzt so, dass das jetzt vielleicht mehr so auf die eigene Agenda kommt, dass man irgendwie sieht, okay, die Eltern werden alt.

Aber wie das dann mal irgendwann ist, selber alt zu werden, wenn wir dieses Alter überhaupt erreichen, das steht natürlich auch noch in den Sternen. Aber wenn man halt mal irgendwann ein höheres Alter erreichen sollte, dann auch damit umzugehen, wie das dann halt auch ist und dann irgendwie zu erbe...

erleben, wie die eigenen Kräfte schwinden und so weiter. Auch das muss, glaube ich, also eine ganz enorme Veränderung im eigenen Leben sein und im eigenen Lebensempfinden. Wir hatten ja auch irgendwann schon mal eine Folge gemacht über Begrenztheit. eigene Begrenztheit, Begrenztheit im Leben. Ich habe da tatsächlich sogar noch irgendwie die Sprachnachricht, die wir irgendwie ausgetauscht hatten, sogar im Hinterkopf oder irgendwie noch so halbem Ohr. Und, äh...

Ich glaube, es geht dabei zum Beispiel ganz viel nachher darum, also die eigene Begrenztheit zu akzeptieren. Und das heißt eben, ja, ich baue ab und das ist okay. Und irgendwie...

Sinnhaftigkeit der Arbeit und Work-Life-Balance

ich erinnere nämlich mehr so viel oder also wie auch immer sich der Körper oder was auch immer verändert, also ist ja auch wieder völlig unterschiedlich von Person zu Person, aber definitiv geht es langsam bergab, wie du meintest, ja und gleichzeitig glaube ich,

glaube ich, kann man aber auch eine ganz große Entspanntheit gewinnen irgendwie und muss, glaube ich, ganz viele Dinge, die man vorher im Leben als super wichtig betrachtet hat, kann drüber nachdenken, ob die wirklich wichtig waren oder sind. Ich habe zum Beispiel dieses Thema, ich meine, wo wir jetzt beide berufstätig auch sind, also nicht jetzt in diesem Moment, sondern allgemein jetzt in unserer Lebensspanne. Ich frage mich trotzdem irgendwie schon häufiger.

Da wir und auch unsere Peergroup, also die Gleichaltrigen, die, ich sag jetzt einfach mal, keine Ahnung, Mitte 20 bis Mitte 30-Jährigen oder so, aber das sind noch viel mehr, kann man gar nicht so ein... Ist aber recht... Und wie viel Zeit wir in den Jobs verbringen, wie viel Zeit wir im Beruf sind und es ist so viel Zeit und ich merke bei den Leuten in unserem Alter.

dass die für die wesentlichsten Dinge kaum Zeit haben. Und das heißt für Partnerschaftssuche, für Freundschaftssuche, für aber auch alles, was sozusagen darüber hinausgeht. Also nicht nur dieses Kennenlernen, sondern dann auch irgendwie das Pflegen. Zeit investieren und so weiter und so fort. Und das ist ja zum Beispiel bei uns nichts anderes.

Also ich meine, klar könnten wir jetzt sagen, ja, wenn die Priorität da ganz hoch ist, dann könnten wir uns bestimmt sehen und könnten irgendwie was machen oder so, aber trotzdem sind da Verpflichtungen, auch unabhängig davon. Und da merke ich halt so, dass ich manchmal merke oder denke, das läuft mir ein bisschen zuwider.

Weil ich da schon das Gefühl habe, wofür machen wir das eigentlich alles? Und das ist schon eine Frage, die ich mir stelle. Und das ist eine Frage, die ich mir von viel mehr Leuten wünschen würde, dass sie sich die stellen. Wofür mache ich das eigentlich? Und muss ich das in diesem Umfang eigentlich machen? Und wäre es nicht besser?

mehr Zeit wirklich in die, und ich sage ganz bewusst, essentiellen Dinge im Leben zu stecken. Und ich will nicht sagen, dass ein Beruf nicht essentiell ist. Das ist Broterwerb. Und so weiter und so fort. Aber trotzdem sind die essentiellen Dinge, die dich nachher in deinem Leben tragen, nicht dein Beruf. Und der wird dich nicht über deine Rente hinaustragen. Also ich meine nur, das ist etwas, was...

einen gewissen Sinn und Zweck erfüllt, aber es ist nicht der Zweck des Lebens. Und das ist aber, denke ich, für viele Leute immer noch so, dass sie denken, Erwerbsarbeit wäre genau das. Und ich für mich kann nur sagen, nein. kann ich ganz klar negieren. Ich wollte aber noch eine ganz kurze Sache sagen, dass wenn zum Beispiel eine Familie von mir vielleicht sogar diesen Podcast oder diese Folge hört, ich hatte vorhin gesagt, dass da irgendwie so eine Last abfällt.

Und ich wollte nochmal sagen oder nochmal ergänzen, es ist eigentlich eine Schwere, die gerade abfällt, weil eine Menge Stuff, die da war und ist und so weiter und so fort, sind teilweise wirklich haarsträubend oder teilweise sehr, sehr schwierige Themenfelder. Und das ist das. Das meiste aber nicht, dass ich sozusagen diese Familien wie eine Last empfinde oder so, nein. Aber trotzdem dieses Verantwortungsgefühl.

Aber ich finde sowas wichtig zu sagen, weil ansonsten setzt es irgendwie nochmal einen ganz anderen Strich auch unter so eine Zeit. Und das ist ja auch nochmal bei diesen Veränderungsprozessen finde ich ganz cool. Revue passieren lassen und im Prinzip das, was wir jetzt auch machen, drüber nachdenken oder reflektieren und im besten Fall auch zusammen, gemeinsam irgendwie.

Weil doch einige Sachen, wenn ich von heute auf die Vergangenheit gucke sozusagen, dann sehe ich glaube ich Dinge nochmal ganz anders. Und wie gesagt, dann werden auch nochmal Dinge wichtiger oder unwichtiger. in meinen Augen auch wieder das, was die viel ältere Generation, also eigentlich unsere Elterngeneration, der jüngeren Generation mitgeben könnte, wenn sie denn darüber nachdenken. Also sprich, war es denn wirklich das wert?

meinetwegen von 25 bis 65 gearbeitet zu haben. Und ich sage es jetzt mal ganz provokant, weil es natürlich auch eine Menge Männer gibt, die waren ein Ernährer, eigentlich ihr gesamtes Leben im Beruf zu verbringen.

Ja, ja, also definitiv, also da ändert sich ja auch gerade was so ein bisschen, also wir haben ja auch diese Begriffe von New Work und so weiter und auch generell, dass also wir beide, wir sind ja Generation Millennials, also man muss sagen, diese Generationenberiffe sind sowieso immer so ein bisschen schwierig, aber man hört es vor allem immer von der Generation nach uns, der Gen Z.

Also grob gesagt. Ich komme da gar nicht mehr mit. Gen Z. Gen Z, das ist die Generation der Leute, die glaube ich so ungefähr bis 25 oder so sind. Also ich bin ein Millennial, genau wie du, du wirst ein bisschen Mehr noch Millennial, weil du halt ein bisschen älter bist. Ich bin zwar noch Millennial, ich bin keiner von der Generation Z oder Gen Z. Gen Z sind zum Beispiel meine Mitbewohner und so weiter, die ein paar Jahre jünger sind als ich.

Systemische Probleme und gesellschaftlicher Wandel

das Gen Z. Also die ehemaligen Mitbewohner. Ja, genau, die ehemaligen Mitbewohner. Und das Ding ist halt einfach, dass da sehr, also da gibt es sehr viel Diskussion, also tatsächlich auch vier Tage Woche. Oder auch solche Sachen wie bedingungsloses Grundeinkommen und so weiter. Was mir zu diesem Aspekt noch eingefallen ist, also ich finde schon, dass man halt auch in so einem Beruf halt diese Sinnhaftigkeit insofern sehen kann, wenn du jetzt mal überlegst,

Du hast ja nicht einfach nur irgendeinen Scheiß gemacht mit dem Job, den du gemacht hast. Du hast Menschen unterstützt, hast du Familien unterstützt. Was wäre denn gewesen, wenn du nicht da gewesen wärst? Okay, dann hättest du vielleicht irgendeinen anderen Typen gegeben, der das gemacht hätte.

Aber wenn das alles nicht existieren würde so in der Weise, dann hätten die ja gar niemanden gehabt und wenn das jemand anderes gewesen wäre, dann hätte der sich vielleicht nicht so viel Zeit genommen für die Familie und dann nicht vielleicht so viel Herzblut.

und so weiter reingenommen. Sprich, was ich sagen will, ich glaube, das war schon wichtig, dass gerade du das gemacht hast so. Und das ist halt so ein bisschen, das ist dann natürlich auch, Stichwort, was du gerade sagst, Stichwort Verantwortung, Stichwort Schwere, die da jetzt halt irgendwie auch so ein bisschen...

abfällt, Stichwort Last, die da so ein bisschen abfällt, aber ich glaube schon, dass es halt irgendwie auch wichtig ist oder so oder zumindest war jetzt für diese Jahre, dass du da so, du hast auf jeden Fall

deinen sozialen Beitrag sozusagen geleistet. Und für mich persönlich, also ich kann jetzt zum Beispiel noch nicht mal so sagen, dass ich so konkret tatsächlich irgendwie Menschen unterstütze. Ich mache das halt irgendwie auf so einer abstrakten Ebene, indem ich halt irgendwie meinen Beitrag zur Forschung leiste. damit halt insgesamt Versorgungssysteme irgendwie besser werden, damit Patienten besser...

Ich bin Gesundheitswissenschaftler oder angehender. Auf jeden Fall, dass dann halt Gesundheitssysteme, Gesundheitsversorgung und so weiter halt irgendwie in Zukunft besser gemacht werden kann, besser optimiert werden kann. irgendwo einen Beitrag, in meinem Fall sehr abstrakt, weil ich bisher noch nicht die praktischen Ergebnisse sehe von dem, was ich tue, weil man es halt alles nur so erdenkt oder halt erforscht.

Aber bei dir war es ja ein ganz greifbarer, praktischer Beitrag, den du geleistet hast. Und das ist, finde ich, schon irgendwo wichtig. Aber gleichwohl ist es natürlich nur ein... Bereich im Leben und es wäre natürlich besser, wenn weniger Zeit dafür aufgewendet werden müsste, wenn das irgendwie besser organisiert wäre, wenn für die wesentlichen anderen Lebensbereiche mehr Zeit da wäre.

Genau, und da kann ich eigentlich auch uneingeschränkt zustimmen, weil das wäre auch nochmal eine Ergänzung gewesen. Es ging auch nicht darum, jetzt sozusagen mein Berufsfeld oder so in Frage zu stellen, weil ich auch die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit mega sehe und weil übrigens auch um das... zu kompletieren und daraus ein ganzes Bild zu machen.

Es auch so ist, dass ich mit den Familien oder mit vielen Familien auch eine Menge Freude gehabt habe und auch eine gute Zeit gehabt habe. Und mit vielen, also... Viele lustige, traurige... Stunden, es war alles. Also man kann sich von einer Gefühlspalette alles vorstellen und da war auch wirklich viel Positives und Schönes dabei. Und deswegen glaube ich, sind es auch gerade so gemixte Gefühle, an die ich teilweise auch gar nicht rankomme gerade, weil die gedeckelt sind.

Und es ist auch ein Selbstschutz, denke ich, der dahinter steckt. Es wird erst in den nächsten Wochen so nachwachsen. Aber ich fand das Letzte, was du gesagt hast, entscheidend. Es geht um die Work-Life-Balance. Und es geht darum, dass, wenn ich aber die ganze Zeit unter dem Stress stehe,

dauerhaft in diesem, eigentlich nur noch für diesen Beruf und es ist nachher im Endeffekt egal, was für einen Beruf du machst, wenn es nur noch darum geht, dass du das machst und dass das dein Lebensinhalt ist und dass sich alles daran orientiert. In meinen Augen läuft dann etwas falsch. Und in meinen Augen läuft da schon etwas systemisch völlig schief und völlig falsch, weil es ja genau so ist. Und weil ja genau das gefordert wird. Also jeder, der irgendwie meint, Karriere zu machen.

aufzusteigen, wird investieren müssen und wird eine Menge investieren müssen und nicht nur die Leute, die Karriere machen, im Prinzip jeder, der irgendwie ein einigermaßen geregeltes Auskommen oder Einkommen haben möchte, wird das tun müssen. Und da geht es mir einfach so, dass ich denke, ja, aber es bleibt zu wenig Zeit übrig für die eigentlichen Dinge. Und wenn ich dann mir überlege, meinetwegen, wie du sagtest, ich kümmere mich um andere, um andere Jugendliche, um andere Menschen.

Wenn ich aber so viel Zeit dort investiere, dass ich für mich selber und für meine Familie nicht mehr die Zeit habe, dann ist das auch wieder symptomatisch dafür. Und nur mal, um das auf den Punkt zu bringen, also zum Beispiel was Familienhilfe und die Entwicklung angeht. Vor 20 Jahren war es so, dass man im Schnitt auf 40 Stunden drei Familien betreut hat. So rein statistisch. Inzwischen sind das 7, 8 auf 40 Stunden. Das heißt, nur mal für jemanden, der gar keine...

Keine Ahnung hat, was Familienhilfe ist oder was das betrifft. Wie gesagt, zieht euch die andere Folge rein. Aber das heißt im Klartext, ich habe... Ich habe mehr als das Doppelte an Familien. Ich habe mehr als das Doppelte an Krisen. Ich habe mehr als das Doppelte an Kommunikation. Ich habe mehr als das Doppelte an Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, die nicht diese Familien sind, sondern die Schulen sind, die Ärzte sind, die Psychotherapeuten sind.

sind, die was weiß ich was sind. Kliniken, was auch immer. Ich habe mit so vielen unterschiedlichen Leuten zu tun und die können mich alle gefühlt jederzeit, wenn ich dann arbeite, anrufen und ich muss jederzeit umswitchen zwischen diesen Familien. Und das ist ein Pendel. so was inzwischen einfach eine äh

aus wirtschaftlichen Gründen eine Form angenommen hat, die nicht mehr gesund ist. Und das ist im Endeffekt im Pflegebereich nichts anderes. Es ist im medizinischen Sektor nichts anderes. Und es fehlt mir der Aufschrei darüber, dass ...

dass die Leute sagen, nein, es reicht, es ist alles zu viel, wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen und grundsätzlich, wir brauchen eine andere Work-Life-Balance und dafür fehlt aber in meinen Augen und das ist eben das Ding der Karrieristen, die alle für sich selbst da fehlt die Solidarität miteinander. Weil jeder das Gefühl hat, ja, ich arbeite doch aber auch hart und so weiter und so fort. Und das fehlt mir in dieser Gesellschaft. Deswegen an euch Leute da draußen.

Solidarität und Umverteilung im Fokus

Das wäre das, was ich mir wünschen würde. Das ist eigentlich ein Statement, zu dem man überhaupt gar nichts mehr hinzufügen kann. Also absolute Zustimmung. Daran erkennt man ja auch wieder, wie wichtig das ist, dass wir uns als Gesamtgesellschaft auch darüber nachdenken, dass wir tatsächlich...

neue Formen des Arbeitens und so weiter etablieren und es ist natürlich auch ein Stück weit, jetzt kommen wir wieder auf den Kern natürlich, auf diesen aus dem Ufer gelaufenen Kapitalismus, der hinter vielen von diesen Problemen einfach dahinter steht, sei es die die Privatisierung des Gesundheitssystems. Das ist natürlich dieser haarsträubende Fakt, dass mit Patienten in erster Linie Geld verdient werden soll. Zumindest ist das in vielen betriebswirtschaftlichen...

Also gerade auch was das Gesundheitsmanagement und so weiter angeht, halt die erste, eigentlich die erste Aufgabe, so viel Geld zu verdienen wie irgend möglich. dass diese ganzen Gebiete halt viel zu viel profitorientiert sind. Und das hat dann diese ganzen Auswüchse. Wir müssen weg davon und wir müssen wieder hin zu einer Form des Arbeitens, die einfach die Menschen... in den Mittelpunkt stellt oder den Vordergrund rückt.

Und auch das wäre natürlich, das wäre wiederum eine gesellschaftliche Veränderung, um auf das Thema Veränderung immer wieder zu sprechen zu kommen, sozusagen eine gesamtgesellschaftliche Veränderung, die sehr wichtig wäre anzustreben. Mich macht das immer ein bisschen hoffnungsvoll, wenn ich sehe, dass es durchaus Ansätze gibt, also auch in anderen Ländern, also in Deutschland ist da glaube ich noch ein bisschen zurückhaltend teilweise.

Aber es gibt ja diese Ansätze, wo dann mal die 4-Tages-Woche zum Beispiel, so gerade das, dass man nur noch 4 Tage arbeiten geht, 8 Stunden bei vollem Gehalt und dass man dann sieht, siehe da, der Output, die Ergebnisse, die Effizienz ist genau dieselbe.

Gegenteil, sie ist in den meisten Fällen sogar besser gewesen, wenn die Leute mehr Wochenende haben, weniger Zeit auf Arbeit verbringen müssen, also all so etwas, das ist ganz elementar, dass wir da weitergehen und du hast vollkommen recht, dieses alte Modell, das hat auch wieder was mit Rollen.

Ich bin auch kein Freund von diesem Modell, der Mann ist der Versorger und muss immer diese Verantwortung tragen, sozusagen die Familie komplett versorgen zu können, selbst dann, wenn die Frau sogar mehr Geld verdient. wird dann teilweise immer noch, wenn vielleicht noch unterbewusst, vielleicht nicht so explizit, aber trotzdem irgendwie die

der Anspruch an den Mann dann gegeben, bitte versorge die Familie, so in dem Motto. Also das ist wieder ein sehr komplexes, sehr vielschichtiges Feld. Also ich bin absolut dabei, dass wir da weiter... Entwicklung brauchen.

Wir müssen im 21. Jahrhundert eine neue Form des Arbeitens lernen. Wir müssen über beträgungsloses Grundeinkommen nachdenken. Wir müssen über neue Formen des Arbeitens nachdenken. Wir müssen über klimaneutrale Formen des Arbeitens nachdenken. Wir müssen über eine neue Industrie.

industrie nachdenken und zugefahren digitalisierung und so weiter also wir müssen alles neu denken und ich finde wir müssen vor allen dingen irgendwie verstehen, dass ein Großteil der Gesellschaft, also ich hatte gestern wirklich so ein Bild vor Augen, ey, Ralphie von den Simpsons, der hat irgendwie in einer Szene sowas, da nimmt er so ein, also vom Baum irgendwie so eine kleinen runtergefallenen Äste und dann...

Ja, drückt da so ein Bild aus und das ist natürlich so ein kleines Kind, aber das, was er sagt, ist völlig korrekt. Und zwar bricht diesen kleinen Ast durch und sagt... Wir alleine sind klein und wir sind brechbar. Wenn wir aber zusammenkommen und dann nimmt er 5, 6, 7 Äste, genau in der gleichen Durchmesser, dann sind wir nicht brechbar, dann sind wir viel stärker zusammen. Und das ist das, was... wir alle verstehen müssen und dass wir diese Äste, also ich sag jetzt einfach mal, wo

Wir sind alle Äste, aber der eine sagt, ich bin blau und der andere sagt, ich bin grün und der andere sagt, ich bin gelb oder was auch immer. Also irgendwie diese Definition, aber ja, aber wir sind trotzdem Äste. Also wir sind trotzdem etwas, was zusammenhängt in dieser Gesellschaft. Und dass die unteren 60...

70, 80, was weiß ich was Prozent, wovon schon die oberen, ich sag mal, das obere Drittel, glaube ich, schon sehr arrogant nach unten guckt, dass aber diese Menge von Leuten verstehen, dass sie zusammengehören und dass sie zusammenstehen sollten für Politik und dass im Endeffekt

Und dabei geht es um eine Verteilung von oben nach unten, dass das passiert. Und das ist irgendwann nicht mehr einzusehen. Und das ist auch nicht einzusehen, finde ich, vor den gesamten Entwicklungen der Inflation und auch der Refoidalisierung, was gerade passiert, dass extremst viele Leute kein Haus...

mehr bauen können. Ja, meine Güte, also worauf läuft das hinaus? Das ist etwas, wo die Mächtigen immer mächtiger werden. Und darüber müssen sich die unteren mehr als 50 Prozent, die eben die Mehrheit in der Demokratie stemmen, bewusst werden. Und das sind die Prozesse.

in meinen Augen, um die es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten geht. Und je erfolgreicher wir diese Prozesse passieren lassen oder durchleben, desto besser. Aber wenn wir sie nicht durchleben, dann sind wir der Willkür ausgesetzt. Darauf kann man keinen Bock haben, egal wie hardcore manipuliert man ist von sämtlichen Medien oder von was auch immer. Und ich habe jetzt keinen Medientenor wie Systemmedien oder irgendwas, sondern ich rede davon, dass da Interessen...

dahinter stecken und natürlich Interessen von reichen Menschen und von sehr vermögenden Menschen. Und dass dieses Thema entabuisiert und vor allen Dingen endlich inhaltlich angegangen werden muss. Und dass wir wegkommen müssen von diesem billigen Stroman-Argument von FDP.

CDU und was weiß ich was für Kreisen nach dem Motto Vermögens- und Erbschaftssteuer oder sowas, dann haben wir hier Sozialismus. Also wirklich, das ist die billigste Form, um sich nicht inhaltlich mit diesen Argumenten auseinandersetzen zu müssen und davon müssen wir wegkommen. Wirklich.

Abschlussgedanken zu Wandel und Dankbarkeit

Ja, also kann ich natürlich. Veränderung. Ich wollte gerade sagen, aber was ich jetzt nochmal nachgedacht habe, ist so herausfordernd die Zukunft auch wird und die Zukunft wird herausfordernd für jeden von uns. Eine gewisse Kompetenz mit den Veränderungen umzugehen und die Veränderungen zu gestalten, benötigen wir. Dein Appell gerade zeigt das im Grunde genommen nur nochmal.

wir halt wirklich auch als Gesellschaft einfach uns entfalten müssen und uns gemeinsam die Herausforderung anpacken müssen und gemeinsam Gesellschaftssysteme, Wirtschaftssysteme etc. verändern. müssen und dafür müssen wir alle irgendwie unseren beitrag leisten Und das geht halt nur, wenn wir uns den Veränderungen stellen. Im Grunde genommen ist das jetzt das, was wir gerade im Persönlichen besprochen haben, jetzt eben nochmal auf die gesamtgesellschaftliche Ebene gebracht.

Und damit war es das mit dieser Folge. Ich danke dir für diese emotionale Folge auf jeden Fall, in jeder Hinsicht emotionale Folge. Also hat sehr viel Spaß gemacht. Ja, mir auch. Das war sehr spannend. Ja. Und ich finde irgendwie auch tatsächlich, und das fällt mir immer wieder auf, das ist vielleicht noch als allerletzter Punkt von mir, sorry, aber ich spüre manchmal auch einen Widerstand.

zum Beispiel eine Folge in diesem Podcast aufzunehmen. Also meinetwegen, wenn wir uns überlegen und dann manchmal, und das Thema, ist das so gut und so. Und manchmal erlebe ich aber genau im Nachhinein irgendwie, auch wenn ich die Folge nochmal höre oder wenn ich nochmal irgendwie das schneide oder so, also bearbeiten muss so oder so und mich damit auseinandersetzen muss, dann...

merke ich manchmal, Mensch, das war richtig gut. Und das ist etwas, was mir immer wieder auftaucht. Und das, finde ich, ist aber eine Essenz, die ich auch wieder nach außen tragen möchte gerne. Es heißt nicht nur, weil Dinge schwer sind oder nur, weil euch Dinge schwer fallen, dass sie schlecht oder falsch sind, sondern manchmal sind es genau die Dinge, die auch richtig sind, wo ihr Widerstände spürt, aus welchen Gründen auch immer. Also ich meine...

Ich wollte damit einfach nur nochmal ein Statement setzen. dass ich sehr dankbar für diesen Podcast bin. Klingt so nostalgisch auch wieder, aber ja, kann man ja auch sein. Ist ja auch eine angemessene Folge. Und ich finde auch, dass dieser Podcast irgendwie durch die Zeit auch ... das durchgetragen hat und auch, glaube ich, unsere Freundschaft zueinander durch diesen Podcast sehr bereichert ist und wurde und auch sein wird. Und wie gesagt, da kann ich einfach auch Dankbarkeit ausdrücken.

Und ich danke dir genauso fürs Gespräch und euch fürs Zuhören, wenn ihr hier angekommen seid. Genau, und wir hören uns dann zur 70. Folge, wo es wahrscheinlich... ja, den ein oder anderen Lacher geben wird und ein bisschen Revue passieren lassen, während ich hier noch in Halle bin wahrscheinlich. Ja, dann geht es weg, aber nicht komplett, sondern nur in eine andere Form praktisch.

Sehr, sehr spannend und sehr spannende Abschlussgedanken auf jeden Fall. In dem Sinne, macht es gut, habt eine schöne Woche, habt einen guten Abend und einen schönen Morgen und seid einem beim Mittagessen auch richtig und zack. Genau, lasst es euch schmecken. Guten Appetit. Tschüss. Tschüss.

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