Dieser Podcast wird präsentiert von der NCZ-Academy. Ihr Kompass durch die Komplexität der Geopolitik. NCZ, akzent! Es ist zwanzig vierundzwanzig und John Thönes damals Vize-Chef der Hardware Abteilung bei Apple hält da eine Rede an einer Uniabschlussfeier. Er erzählt von seinem ersten großen Projekt bei Apple, es war ein großer Desktop-Monitor der hinten von Schrauben zusammengehalten wurde. Und diese Schraube hatten oben so Rillen die irgendwie schimmerten wie eine CD.
Er musste dann zu dem Schraubenhersteller. Er war weit weg von Zuhause, es war nach Mitternacht und mit einer Lupe zählte er die Rillen der Schraube. Und da sind wohlgemerkt Schraubende hinten am Bildschirm waren. also die sah man gar nicht wirklich und erzählt, die hatten fünfunddreißig Rillen. Es sollten aber fünfundzwanzig sein. Und da dachte John Tönnes was mach ich da überhaupt? Also ist das normal so Schraubenrillen zu zählen nach Mitternacht Und er graubt sich dann selbst die Antwort.
Vielleicht ist es nicht normal, aber es ist richtig! Wenn man Monate damit verbracht hat mit einem Produkt, muss man alles geben und eben auch diese Regeln zählen. Auf Schweizerdeutsch würde man sagen, er ist ein Düpfel-Schießer, also einer der das ganz genau nimmt. Aber Malin für John Tönnes hat sich das gelohnt? Ja, genau. Er ist jetzt der neue CEO von Apple am ersten September wieder sein Amt antreten Und man merkt es, dass er sehr fasziniert ist von den Produkten.
Er war ja lange Hardware-Chef und gibt sich aber ganz bescheiden. also in seiner Rede hat er gesagt eben als er das erste Mal bei Apple in die Bürostrat war er so beeindruckt, dass alle Leute so intelligent, so smart waren. Und jetzt ist er an der Spitze dieses Riesenunternehmens und ich glaube da warten einige Herausforderungen auf ihn. Apples neue CEO John Turnes hat große Pläne. Er sagt, Apple werde noch die Welt verändern. Doch das dürfte nicht so einfach sein!
Was Turnes da erwartet, sagt Wirtschaftsredaktorin Marlin Hunziker. Ich bin Antonia Moser. Apple wird die Welt noch verändern? Also irgendwie hab ich mir gedacht, dass hat die Firma ja schon. Wenn ich im Pendlerzug mich umschaue, hat eigentlich die Mehrheit ein iPhone in den Händen und Airpods in den Ohren also... Da ist Apple angekommen. Ich glaube, Apple ist so die Firma, die Produkte entwickelt hat, die einfach unser ganzes Leben begleiten und die jeder und jede auf der Welt kennt.
Und das ist der Verdienst von Steve Jobs, der wirklich ein Visionär war und der Produkte erfunden hat – die es vorher so nicht gab oder die vorher so in unserem Leben stattfanden und die wirklich die Welt verändert haben oder zumindest wie wir Technologie konsumieren. Ja und unter Tim Cook, der ja nach Steve Jobs Tod Apple geführt hat ... ist Apple zu einem der größten Konzerne der Welt geworden.
Also er hat Apple dann so richtig groß gemacht und auch dafür gesorgt, dass da richtig sehr oft... viel Geld fließt, also dass Apple so wertvoll wurde wie es heute ist. Und zwar ist das fast vier Billionen Dollar Wert und der Jahresumsatz hat sich in den fünfzehn Jahren in denen Tim Cook Chef war vor Vierfacht. Der Aktienkurs ist um zweitausend Prozent gestiegen. Das muss man sich mal vorstellen.
Also wenn man sich dann anschaut ja er geht wirklich durch die Decke und hat sich glaube ich vor zwanzig Facht. Das ist eine große riesige Geldmaschine geworden. schon der Verdienst von Tim Cook. Wie hat er denn das genau gemacht? Ich glaube, er wusste einfach genau wo seine Stärken liegen und das war Prozesse zu optimieren. Er war super gut darin die Lieferketten aufzubauen und Vertrieb und Produktion sehr effizient zu gestalten.
und er hat dann Steve Jobs Ideen genommen und darum herum ein Universum aufgebaut also dass auch die Dienstleistung, um das iPhone herum beispielsweise oder bezahl Services Apple Pay mit denen man Apps kaufen konnte oder Produkte kaufen könnte. Dass es alles ineinander greift – das war dem Kuchsverdienst. und dass man sich in einem Universum drehen bewegt aus dem man dann vielleicht gar nicht mehr rausgehen will weil alles connected ist und das Foto landet vom iPhone direkt auch im iMac.
und genau das ist dieser Lock-in Effekt, dass man da eigentlich gar nicht raus wollte. Und was auch Tim Cooks Verdienst war, war die Auslagung nach China. Er hat dafür gesorgt dass die iPhones oder die Produkte von Apple in China produziert werden und darum natürlich viel günstiger als wenn das in den USA passiert wäre. Jetzt kommt eben John Turnes der neue CEO der schon lange bei Apple dabei ist eben Produkte gemacht hat. also kann er jetzt eigentlich einfach Apple weiterfahren wie bisher?
Ja bis her war er ja der Chef der Hardware Spalze Und da stark involviert, also erst nah an den Produkten dran. Aber jetzt ist er CEO! Also das heißt, der wird jetzt schon nach mehr von ihm erwartet. Was für ihn spricht, dass er bei einigen kritischen Produkten oder Neuentwicklungen auch involvierte war... Well today we are incredibly excited to announce our first step in this transition with the first chip designed specifically for the Mac.
Beispielsweise hat Apple einen eigenen Computerchip entwickelt ...and we call it M-One Der Kühler und schneller rechnen soll als die Intel-Chips, die sie bisher verwendet hatten. Und jetzt geht es natürlich für Turnes darum nicht mehr nur auf die Produkte und sehr eng bei den Produkten und diesen Detailfragen involviert zu sein sondern auch so die große übergeordnete Strategie im Blick zu haben weil er ist der CEO jetzt. und das zu einem schon auch kritischen Moment für Apple. Warum kritisch?
Es ist ein riesiges Unternehmen. Bei so großen Unternehmen ist natürlich auch die Gefahr, dass man sich irgendwann auf dem Erfolg ausruht und sich nicht neu erfindet. Und gerade in der jetzigen Zeit wo Technologie sich so schnell weiterentwickelt muss auch Apple sich neu erfinden und neu definieren und mit der Zeit gehen. Und ja da gibt es kritische Stimmen, die sagen das Apple einfach ein bisschen still zu stehen scheint. Also was heißt das Stillzustehen? Es kommt nichts Neues!
Ja, viele hoffen natürlich oder warten vergeblich im Moment auf so dieses The Next Big Thing. Oder so eine größere Produktinnovation wie wir das kannten mit Produkten wie eben dem iPhone. Man erinnert sich vielleicht eben an diese legendäre Präsentation von Steve Jobs der da das iPhone enthüllt hat und dieser Produktpräsention. In den letzten Jahren war es eher so, dass Apple vielleicht das nächste iPhone auf den Markt gebracht hat oder mal die AirPods.
bahnbrechende neue Geräte, das verändert wie wir durch den Alltag gehen. So eine Brille gab es ja noch, so eine große Ski-Brille irgendwie die auch ein Bildschirm war oder Virtual Reality-Brillen irgendwie. Das erinnere ich mich? Ja, die war aber irgendwie hat sie sich nicht durchgesetzt. also der große Erfolg blieb da aus und die ist wirklich ein bisschen versandet. Und Turnes ist der jetzt der Richtige dafür um dieses Problem zu lösen? Ja, er kommt ja von den Produkten her.
Das spricht auch schon mal für ihn, dass er sich einfach sehr gut mit den Produkten, mit der Funktionsweise vielleicht auch mit den Bedürfnissen auskennt. Aber ob er zu nah dran ist oder doch die großen Visionen im Blick haben kann, das wird sich zeigen. Gibt es denn da schon irgendwie Vermutungen? Dass man so munkelt was das sein könnte? Natürlich fällt immer das Stichwort AI Und da gibt es mehrere Technologiefirmen, die damit experimentieren, wearables herzustellen.
Also so Geräte mit denen man AI nah bei sich tragen kann und die dann irgendwie ausstatten kann – Mit Audiosensoren, Videosensoren und Lautsprecher, dass sie quasi antworten können wenn man hier eine Frage stellt Aber inwiefern ein praktisches Gerät wie das aussehen könnte? Das weiß man noch nicht. Weil mit AI also KI Ist Apple jetzt so in meinem Gefühl nicht immer gerade zuvor das dabei? Also da denke ich nicht gleich an Apple.
Ja, tatsächlich ist Apple einer der größten Technologiekonzerne aber auch der Technologiekonzern der noch kein eigenes KI-Modell gebaut hat also ein Sprachmodell wie JetGPT dass von OpenAI kommt oder Gemini das von Google kommt. und im Vergleich zu den anderen Firmen investiert Apple auch nicht so viel Rechenzentren und diesen ganzen Infrastruktur, KI-Infrastruktur ausbauen. Man sieht es auch das im Siri Produkt von Apple. künftig eine KI laufen soll die von Google kommt also von Gemini.
Also nichts Eigenes. aber weiß man denn ob Turnis KI Affin ist? Also ob er da einen Schwerpunkt setzen wird? Er gibt sich sicher als KI-Beführer, er hat auch kürzlich die Hardware Abteilung umstrukturiert und da so eine KI-Plattform eingeführt mit der sie zusammenarbeiten. Und in einem Interview sagt er aber auch dass man daran denken muss das die Technologie vor allem auch immer dem Kunden nützen muss. Aus zum Beispiel, Airports entwickeln die dann auch gleich übersetzen können.
Hier sieht er die Zukunft. Also nicht so ein eigenes riesiges revolutionäres Ding sondern mehr so KI in so Diensten irgendwie zu nutzen. verstehe ich das richtig? Ja, es kommt mir auch sofort. Also er vor allem den Nutzen darin sieht die KI in die bestehenden Produkte zu integrieren oder beziehungsweise einen praktischen Nutzen für den Kunden, aber es scheint jetzt nicht so dass er das Ziel hat mit Apple irgendwie ein eigenes Sprachmodell zu entwickeln oder eine komplett eigenständige KI.
Ist das eine verpasste Chance? Das ist eine gute Frage weil kritische Stimmen sagen schon, dass Apple diesen AI-Hype oder den Einstieg in das ganze AI Business ein bisschen verschlafen hat. Das könnte auch daran liegen und damit zusammenhängen, dass Apple immer sehr stark auf die Kundendaten, die Sicherheit von den Kundendaten setzt. Und bei der Entwicklung von AI ist natürlich sehr wichtig, dass man Daten zur Verfügung hat mit der man sie trainieren kann.
Also ich könnte sagen, dass da sein Hindernis war aber vielleicht ist es auch ein Teil einer größeren Strategie abzuwarten bis sich die beste KI-Technologie durchsetzt und die dann einzubauen oder vielleicht auch einfach vor allem auf die Produkte zu fokussieren, auf denen da die KI läuft. Und sich so an die Kunden und Kundinnen heranzubringen.
Und damit dem Fokus von Apple treu zu bleiben, die perfekten Produkte und das perfekte Bedienerlebnis von diesen Produkten für die Kundinnen und Kunden zu schaffen.". Wir sind gleich zurück! Die NZZ Academy ist ihr Kompass in einer zunehmend komplexen Welt. Inspiriert vom unabhängigen Journalismus der NZZ vereint sie Expertise von renommierten Akademiker, Branchenführern und NZZ-Journalisten um ihnen strategische Weizsicht zu vermitteln.
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Das ist sicher ein großes Thema für Apple weil sie ja auch global sehr präsent sind und ihre Lieferketten überall verteilt sind. Und Tim Cook, also der Vorgänger von Tun Tunis hat auch sehr stark in China ausgebaut die ganze Produktion und er konnte es auch sehr gut mit verschiedenen Politikern. Er hat immer wieder mit Xi Jinping gesprochen, mit Donald Trump. Er konnte Zölle auf iPhones abwenden und hatte dieses diplomatische Händchen.
Das ist auch sehr wichtig für so einen Konzern wie Apple, der davon abhängig ist, dass diese globalen Lieferketzen möglichst reibungslos funktionieren. Und gerade in dieser heutigen Zeit ist das natürlich schwierig! Und John Tönes? Kann er das? Er wirkt jetzt auf Videoaufnahmen eher so unauffällig und nett irgendwie... Ja, das sagen auch Leute die über ihn sprechen, die mit ihm zusammengearbeitet haben oder immer noch zusammenarbeiten.
Die äußeren sich immer wieder und sagen dass John Ternes so dieser nice guy ist. Er ist einfach bodenständig, er ist zugänglich, er motivierend, er isso ein Teamplayer Und diese Art wird ihm wahrscheinlich intern nutzen kann ich mir vorstellen aber wahrscheinlich auch in den diplomatischen Beziehungen und es werde ich nachgesagt, dass er einen ähnlichen Führungsstil hat wie Tim Cook der das vorhin ja auch sehr gut gemacht hat.
An dieser Stelle können wir vielleicht auch noch sagen, John Turnes wird sich nicht sofort mit dieser Aufgabe auseinandersetzen müssen oder dürfen. Weil Jim Cook Apple nach einer Weile erhalten bleibt als Executive Chairman und da wird er vor allem noch mit den Politikern und Politikerinnen das Gespräch suchen und diese Beziehungen pflegen.
Wenn du jetzt aber sagst ähnliche Erführungsstil wie John Turnis ebenso ein nice Guy habe ich das Gefühl bei Apple setzt man da eher auf Nummer sicher, also so stabil nicht zu auffällig eben nett. Stimmt das? Ja was kann ich sicher sagen? dass Steve Jobs ein anderer Führungsstil hatte. der war ja auch sehr bekannt dafür aufbrausend zu sein.
er war dieses temperamentvolle Genie der Divisionen hatte und Tim Cook war eher unaufgeregt analytisch überlegt und hat die Zahlen gut im Griff von dieser Prozesse, diese diplomatischen Beziehungen und die interne Führung. Man könnte sagen, dass John Ternes etwas dazwischen ist. Er hat dieses unaufgeregte Zugängliche von Tim Cook aber er hat auch wieder diesen näheren Zugang zu den Produkten der Steve Jobs.
Der war sehr stark auf die Details fokussiert und hat diese Produkte wirklich perfektioniert Auch nach in die Entscheidung von Apple mit reinspielen könnte, ist es Turnes im Moment fünftig Jahre alt ist. Was relativ jung ist. Tim Cook war damals auch fünftig als er CEO wurde und das heißt bestenfalls bleibt schon Turnes. Ja noch ein paar Jahre vielleicht auch bis zu fünfzehn Jahre, die ja auch Tim Cook im Amt war um so die langfristige Strategie von apple mitzuprägen. Malin ganz herzlichen Dank!
Danke dir Antonia. Das war unser Akzent mit Wirtschaftsredaktorin Marlin Humziger. Ich bin Antonia Moser, bis bald!
