Nach Kriegsende wurde das Gelände in der Ehrenbürgstraße zunächst als Unterkunft für Flüchtlinge, dann als Eisenbahner-Wohnheim genutzt. In den 1980er Jahren wurden die Baracken an Handwerker*innen, Künstler*innen und Sozialeinrichtungen vermietet. Seit 2009 steht die ehemalige Baracke 5 unter Denkmalschutz und das Gelände unter Ensembleschutz. Heute gehört das gesamte Areal der Stadt München. Auf dem Gelände soll als Zweigstelle des NS-Dokumentationszentrums München in den nächsten Jahren ein l...
Dec 27, 2021•4 min•Ep. 54
Iwan Hont war 15 Jahre alt, als er im Zwangsarbeitslager Neuaubing befreit wurde. 1945 kam er in sein ukrainisches Heimatdorf zurück. Wie viele zurückgekehrte Zwangsarbeiter*innen wurde auch Iwan Hont mit dem Vorwurf konfrontiert, ein „Helfer des Feindes“ gewesen zu sein. In Deutschland wurden die Zwangsarbeiter*innen jahrzehntelang nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Erst im Jahr 2000 wurde die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ gegründet. Sie entschädigte bis 2007 noc...
Dec 27, 2021•6 min•Ep. 53
Am 30. April 1945 marschierten amerikanische Soldaten in München ein. Sie befreiten auch das Zwangsarbeitslager Neuaubing. Die Lagerinsassen wurden nun gut versorgt, aber noch streng beaufsichtigt. West- und Südeuropäer*innen versuchten schnell, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Da die osteuropäischen Länder unter der Diktatur Josef Stalins standen, zog es viele Osteuropäer*innen nicht in ihre Heimat zurück. Bis heute wird das Unrecht der Zwangsarbeit nicht ausreichend beachtet. Im „Deutschen...
Dec 27, 2021•5 min•Ep. 52
Die meisten Lagerinsassen in München-Neuaubing mussten im nahegelegenen Reichsbahnausbesserungswerk schwer arbeiten und „kriegswichtige“ Arbeit leisten. Sie reparierten Lokomotiven und Gleise. Es gab nur wenige Pausen und der Arbeitsdruck war enorm. Ihre Entlohnung war schlecht, die Verpflegung dürftig. Mit den deutschen Arbeiter*innen hatten sie wenig unmittelbaren Kontakt. Doch den Deutschen im Werk blieb nicht verborgen, dass die Zwangsarbeiter*innen im Lager schlecht behandelt wurden. Im „De...
Dec 27, 2021•3 min•Ep. 51
Der junge Ukrainer Iwan Hont erinnert sich an die überfüllten Unterkünfte, die bittere Kälte im Winter und den immerwährenden Hunger. Der Alltag im Lager folgte einer strengen Routine: frühes Wecken, morgendliches Waschen, wenig Frühstück. In Kolonnen führten bewaffnete Wachen sie morgens an den benachbarten Wohnhäusern vorbei zu ihren Arbeitsplätzen und abends wieder zurück ins Lager. Die NS-Zwangsarbeit geschah vor den Augen der Münchner Bevölkerung. Im „Deutschen Reich“ herrschte Arbeitskräft...
Dec 27, 2021•3 min•Ep. 50
Für Besucher*innen des Geländes ist die Geschichte des Areals heute nur schwer erkennbar. Im Herbst 1942 wurde das Lager im Auftrag der Reichsbahndirektion München gebaut. Geplant waren elf Baracken, von denen nicht alle realisiert wurden. Anfang 1943 kamen die ersten Zwangsarbeiter*innen ins Lager. Zeitweise waren hier 400 bis 600 Menschen untergebracht. Sie stammten vor allem aus der Sowjetunion, Polen, Jugoslawien, Frankreich und Italien. Heute wird das Gelände überwiegend von Künstler*innen,...
Dec 27, 2021•6 min•Ep. 49
In München wurden Ende 1939 die ersten Zwangsarbeitsunterkünfte errichtet. Bis Kriegsende entstanden im gesamten Stadtgebiet über 400 Lager und Unterkünfte. Mehr als 120.000 ausländische Zwangsarbeiter*innen wurden in der Landwirtschaft, in der Stadtverwaltung, in der Rüstungsindustrie und in privaten Haushalten eingesetzt. Fast ein Viertel musste für die Bayerischen Motorenwerke arbeiten. Auch die Reichsbahn beschäftigte Zwangsarbeiter*innen. Im „Deutschen Reich“ herrschte Arbeitskräftemangel u...
Dec 27, 2021•3 min•Ep. 48
Viele Zwangsarbeiter*innen kamen nach tage- oder wochenlangen Zugfahrten in München am Hauptbahnhof an. Von dort wurden sie auf die Lager im Stadtgebiet verteilt. Zeitzeug*innen berichten von ihrer Angst und Ungewissheit über das, was sie erwartet. Iwan Hont kommt 1943 in das Zwangsarbeitslager in Neuaubing. Im „Deutschen Reich“ herrschte Arbeitskräftemangel und es wurden von 1939 bis 1945 mehr als 13 Millionen Menschen zur Arbeit im „Deutschen Reich“ gezwungen – sogenannte Zwangsarbeiter*innen....
Dec 27, 2021•4 min•Ep. 47
Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg, in dessen Verlauf viele deutsche Männer als Soldaten eingezogen wurden. Im „Deutschen Reich“ herrschte Arbeitskräftemangel und es wurden von 1939 bis 1945 mehr als 13 Millionen Menschen zur Arbeit im „Deutschen Reich“ gezwungen – sogenannte Zwangsarbeiter*innen. Sie waren ein sichtbarer Teil des Kriegsalltags. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen unterschieden sich stark – abhängig von Nationalität, Geschlecht,...
Dec 27, 2021•4 min•Ep. 46
Im Zweiten Weltkrieg wurden aus allen von Deutschland besetzten Ländern Arbeitskräfte zwangsrekrutiert. Der Leidensweg vieler dieser Zwangsarbeiter*innen begann bereits vor ihrer Ankunft im Arbeitslager. Die Menschen mussten ihren Besitz zurücklassen und wurden unter erbärmlichen Umständen ins „Deutsche Reich“ verschleppt. Einer von Ihnen war der Ukrainer Iwan Hont. Er war 13 Jahre alt, als 1943 Deutsche in sein ukrainisches Heimatdorf kamen und Männer, Frauen und Jugendliche für den Zwangsarbei...
Dec 27, 2021•3 min•Ep. 45
Im Münchner Westen, am Rande von Neuaubing, sind acht Baracken eines Lagers erhalten, in dem während der NS-Herrschaft Zwangsarbeiter*innen untergebracht waren. Das ehemalige Zwangsarbeitslager Neuaubing befindet sich in der Ehrenbürgstraße 9. Sieben der acht erhaltenen Baracken werden heute als Ateliers, Werkstätten und für soziale Einrichtungen genutzt. Das Gelände steht seit 2009 unter Ensembleschutz. In den kommenden Jahren soll auf dem Gelände als Zweigstelle des NS-Dokumentationszentrums M...
Dec 27, 2021•2 min•Ep. 44
Bis Kriegsende wurden in München 48 Hoch- und Tiefbunker errichtet. Der 1941 in der Blumenstraße errichtete Hochbunker erinnert an einen mittelalterlichen Stadtturm. So sollte der eigentliche Zweck eines militärischen Schutzbaus getarnt werden. In dem Bunker fanden während des Zweiten Weltkrieges bis zu 1.200 Menschen Schutz vor Luftangriffen . 2016 entschied der Münchner Stadtrat, dass aus dem Bunker ein Museum für Baukultur und Stadtentwicklung werden sollte. Während der NS-Herrschaft trug Mün...
Nov 05, 2021•5 min•Ep. 43
Für das NS-Regime war der Bau des Nordbads ein Vorzeigeprojekt, da München nach dem Ersten Weltkrieg nur ein öffentliches Hallenbad hatte. Die Eröffnung des Nordbads wurde 1941 von der Bevölkerung gefeiert. An den modernen Angeboten wie Sprudel- und Moorbäder hatten auch die Wehrmachtslazarette großes Interesse. Juden und Jüdinnen war der Zutritt verboten. Heute steht das Gebäude in der Schleißheimer Straße 142 unter Denkmalschutz. Während der NS-Herrschaft trug München als Gründungsort der Nati...
Nov 05, 2021•6 min•Ep. 42
Im Zuge der Aufrüstung der deutschen Luftwaffe wurden im „Deutschen Reich“ 15 Luftgaukommandos eingerichtet. Die Luftwaffe gliederte sich in Luftflotten, denen die Luftgaukommandos als Dienststellen mit bestimmten Aufgaben unterstellt waren. Das Luftgaukommando VII in München organisierte den Luftverkehr und die Luftkriegsindustrie im südlichen Bayern. Das gigantische Gebäude in der Prinzregentenstraße zeigt die Bedeutung und den Ausbau dieser Luftrüstung. Heute sitzt das Bayerisches Staatsminis...
Nov 05, 2021•3 min•Ep. 41
Im Zuge der Aufrüstung der deutschen Luftwaffe wurden im „Deutschen Reich“ 15 Luftgaukommandos eingerichtet. Die Luftwaffe gliederte sich in Luftflotten, denen die Luftgaukommandos als Dienststellen mit bestimmten Aufgaben unterstellt waren. Das Luftgaukommando VII in München organisierte den Luftverkehr und die Luftkriegsindustrie im südlichen Bayern. Das gigantische Gebäude in der Prinzregentenstraße zeigt die Bedeutung und den Ausbau dieser Luftrüstung. Heute sitzt das Bayerisches Staatsminis...
Nov 05, 2021•6 min•Ep. 40
Die Mustersiedlung Ramersdorf wurde am 9. Juni 1934 eröffnet. Die Siedlung mit 192 Eigenheimen war von Guido Habers als eine Alternative zu den mehrgeschossigen städtischen Wohnhäusern geplant. Sie sollte ein Modell für künftige Siedlungsprojekte in Deutschland sein und die nationalsozialistische Vorstellung von Siedlungen verkörpern. Während der NS-Herrschaft trug München als Gründungsort der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) den Titel „Hauptstadt der Bewegung“ und „Haupt...
Nov 05, 2021•6 min•Ep. 39
Anlässlich der Grundsteinlegung des „Haus der Deutschen Kunst“ im Oktober 1933 verlieh Adolf Hitler München den Titel „Hauptstadt der Deutschen Kunst“. Nach der Eröffnung des Museumstempels 1937 war hier bis 1944 die jährliche „Große Deutsche Kunstausstellung“ zu sehen. Die ausgestellten Kunstwerke sollten das Weltbild des nationalsozialistischen Regimes widerspiegeln. Nach Kriegsende wurde das Museum in „Haus der Kunst“ unbenannt und zeigt heute Ausstellungen zeitgenössischer und moderner Kunst...
Nov 05, 2021•8 min•Ep. 38
Der repräsentative „Führerbau“ wurde 1937 nach den Plänen des Architekten Paul Ludwig Troost fertig gestellt. In ihm waren Adolf Hitlers Arbeitszimmer sowie bis 1941 die Arbeitsräume seines Stellvertreters Rudolf Heß untergebracht. Am 29. September 1938 unterzeichneten die Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland in Hitlers Arbeitszimmer das „Münchner Abkommen“. Es regelte die völkerrechtswidrige Angliederung der sudetendeutschen Gebiete der Tschechoslowakei an das...
Nov 05, 2021•5 min•Ep. 37
Der Festsaal des Hackerkellers war mit 1.700 Plätzen der größte im Westend. Dort fanden häufig politische Massenkundgebungen verschiedener Parteien statt. Zu den Rednern gehörte auch der Münchner SPD-Vorsitzende und spätere Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer. Der Hackerkeller in der Theresienhöhe 7 (ehemals 4) ist heute nicht mehr erhalten. Die frühen Jahre der Weimarer Republik waren eine Zeit des politischen Umbruchs und gesellschaftlichen Aufbruchs. In den Bierkellern und Lokalen der St...
Oct 08, 2021•5 min•Ep. 36
Im Mathäser-Bräu übernahm am Abend des 7. November 1918 der Arbeiter- und Soldatenrat unter der Führung von Kurt Eisner die Regierungsgewalt in München. Wenige Stunden später rief Eisner den Freistaat Bayern aus. Dies war das Ende des Ersten Weltkrieges und die Münchner Räterepublik war geboren. Heute steht auf dem ehemaligen Platz des Mathäser-Bräus eine Gedenkstele an Kurt Eisner. Die frühen Jahre der Weimarer Republik waren eine Zeit des politischen Umbruchs und gesellschaftlichen Aufbruchs. ...
Oct 08, 2021•4 min•Ep. 35
Am 13. April 1919 wurde im Hofbräuhaus die kommunistische Räterepublik ausgerufen. Zehn Monate später benannte sich hier die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) um und Adolf Hitler verlas die 25 Punkte ihres neuen völkisch-antisemitischen Parteiprogramms. Ab 1934 versammelten sich jährlich die „Alten Kämpfer“ mit Hitler zur „Parteigründungsfeier“ im Hofbräuhaus. Heute ist das Lokal am Platzl 9 eine beliebte Sehenswürdigkeit für Touristen. Die f...
Oct 08, 2021•4 min•Ep. 34
Das Hotel Vier Jahreszeiten war seit 1918 Sitz der rechtsextremen völkisch-antisemitischen „Thule-Gesellschaft – Orden für deutsche Art“. Es war ein politischer Geheimbund, der die Münchner Räterepublik als Resultat einer „jüdischen Weltverschwörung“ ansah und sie bekämpfte. Er entwickelte sich schnell zu einer einflussreichen Organisation in München. Die „Thule-Gesellschaft“ förderte auch maßgeblich den Aufbau der Deutschen Arbeiterpartei (DAP). Das Hotel Vier Jahreszeit befindet sich auch heut...
Oct 08, 2021•6 min•Ep. 33
Im September 1919 trat Adolf Hitler in die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) ein. Bereits am 16. Oktober 1919 hielt der bis dahin noch unbekannte Hitler im Hofbräukeller vor Anhängern der DAP seine erste öffentliche Rede. Der Hofbräukeller steht bis heute in der Inneren Wiener Straße 19. Die frühen Jahre der Weimarer Republik waren eine Zeit des politischen Umbruchs und gesellschaftlichen Aufbruchs. In den Bierkellern und Lokalen der Stadt trafen und organisierten sich verschiedene politische Stimmu...
Oct 08, 2021•5 min•Ep. 32
Die 1895 von Josef Schülein gegründete Unionsbrauerei entwickelte sich schnell zu einer der größten Brauereien Münchens. Weil Schülein Jude war, wurde sein Bier vielfach als „Judenbier“ diffamiert. Die Nationalsozialisten verdrängten die Schüleins auf Grund ihrer jüdischen Herkunft aus all ihren Funktionen . Im Krieg wurde fast das gesamte Gelände der Unionsbrauerei durch Bomben zerstört. 1951 eröffnete die Brauerei wieder, bis heute steht die Gaststätte „Unionsbräu“ in der Einsteinstraße 42. Di...
Oct 08, 2021•8 min•Ep. 31
Am 8./9. November 1923 rief Adolf Hitler im Bürgerbräukeller zur „nationalen Revolution“ auf und unternahm von hier aus mit seinen Anhängern einen Putschversuch – der Versuchdie gegenwärtige Regierung zu stürzen. Dieser „Marsch auf Berlin“ wurde an der Feldherrnhalle von Einheiten der Landespolizei gestoppt. Ausgehend vom Bürgerbräukeller veranstalteten die Nationalsozialisten ab 1933 in jedem Jahr am 9. November einen Gedenkmarsch zu Ehren der erschossenen Putschisten. Im Bürgerbräukeller verüb...
Oct 08, 2021•7 min•Ep. 30
Robert Hültner liest aus seinem 2006 erschienenen Roman „Inspektor Kajetan und die Betrüger“. Er entführt die Leser*innen in das München der späten 1920er Jahre: Der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik ist vollzogen. Erste judenfeindliche Stimmungen machen sich an den Stammtischen breit, ein gewisser Adolf Hitler findet zunehmend Anhänger wie Kritiker. Die frühen Jahre der Weimarer Republik waren eine Zeit des politischen Umbruchs und gesellschaftlichen Aufbruchs. In den Bierkellern u...
Oct 08, 2021•9 min•Ep. 29
Seit 1875 bestand die erfolgreiche Holzhandlung der Gebrüder Freundlich. 1921 kauften sie das Gelände in der Landsberger Straße. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 mussten sich nach und nach alle jüdischen Teilhaber und auch der nicht-jüdische Schwiegersohn aus der Firma zurückziehen. Die AG wurde „arisiert“. Auf dem ehemaligen ist heute ein Gewerbegebiet. Anfang des Jahres 1938 existierten in München etwa 1.700 Geschäfte und andere Gewerbebetriebe mit jüdischen Besitzer*innen....
Aug 30, 2021•8 min•Ep. 28
Isaak Gottlieb betrieb seit 1930 ein Einheitspreisgeschäft mit 38 Angestellten. Während einer vorübergehenden Inhaftierung im Konzentrationslager Dachau nach dem Pogrom 1938 wurde er gezwungen, sein Geschäft in der Feilitzschstraße 13 aufzugeben. Sein verbleibendes Vermögen wurde nach seiner Deportation 1942 eingezogen. Isaak Gottlieb wurde im Vernichtungslager Treblinka ermordet. Heute befindet sich eine McDonald‘s Filiale auf dem Gelände. Anfang des Jahres 1938 existierten in München etwa 1.70...
Aug 30, 2021•6 min•Ep. 27
Jacques Rosenthal leitete das weltberühmte Antiquariat in der Brienner Straße seit 1909. Obwohl er das Geschäft nach zunehmenden antisemitischen Ausschreitungen 1935 an einen leitenden Mitarbeiter verkauft hatte, beanspruchte die „Deutsche Arbeitsfront“ (DAF) das Gebäude und brachte dort ihre Organisation „Kraft durch Freude“ unter. Jacques Rosenthal verstarb 1937 in München, seiner Frau glückte die Emigration in die Schweiz. Heute befindet sich dort das Rechenzentrum der Bayerisches Landesbank....
Aug 30, 2021•4 min•Ep. 26
Bevor die Umsätze 1933 einbrachen, war die 1871 gegründete Firma Bach das größte Herrenbekleidungshaus in Süddeutschland. Ab 1933 wurden Kunden der Firma durch Aufrufe und Drohungen vom Kauf in einer „jüdischen Firma“ abgehalten. 1936 wurde das Kaufhaus durch den leitenden Angestellten Johann Konen übernommen und ‚arisiert‘. Nach dem Novemberpogrom 1938 emigrierten die Bachs, ihr übriges Vermögen wurde beschlagnahmt. Nachkommen der Familie Bach halten immer noch Anteile an der Firma Konen, desse...
Aug 30, 2021•8 min•Ep. 25