Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Marketing Transformation Podcasts. Heute mit meinem neuen Lieblingsstammgast. Herzlich willkommen, lieber Tim Netten. Moin. Moin, Erik. Ich freu mich. Wir setzen im Grunde die Folge fort, die wir zum Ende des letzten Jahres ... abgeschossen haben, nämlich da ging es um das Peak Weihnachtsgeschäft und wir haben in dieser Folge angekündigt, dass wir eine Special Folge zum Thema Retail Media machen.
Das ist jetzt nicht nur E-Commerce und D-Toussi lastig, das ist ganz ganz wichtig, sondern das ist aus meiner Sicht also. erst mal objektiv die Mediagattung, die eines der größten Wachstumsraten an Tag legt. Und aus meiner Sicht auch eine Mediagattung, wo es noch die meisten Missverständnisse gibt. Und diese Missverständnisse, aber auch vielleicht manche Mühten zu bestätigen oder zu widerlegen, das ist unser Ziel heute. Deshalb freue ich mich direkt auf den Einstieg zu Retail-Media.
Lieber Tim, sag mir doch mal, Retail-Media. Gib mir mal erstmal so eine quantitative Einordnung, wie bedeutsam diese Gattung überhaupt ist. Du hast ja eben schon gesagt, dass sie am schnellsten wachsende Mediagattung überhaupt. So ist es tatsächlich. Und das ist vor allen Dingen schön zu sehen, weil es eigentlich seit Jahren wie die Sau durchs Dorf getrieben worden ist. Aber eigentlich ist da nichts passiert. In den letzten zwei Jahren hat sich da die Dynamik deutlich erhöht.
Und das heißt, wir sprechen, wenn man das jetzt mal so vielleicht auf einer globalen Größenordnung erst mal anguckt, über ungefähr Hundertachzig Milliarden US-Dollar, die bereits in dass Retail Media jetzt nach Page Search und Page Social schon der drittgrößte Kanal ist. Und mit Wachstumsraten, die eher so an die Page-Social-Wachstumsraten von vor zehn Jahren erinnert. Richtig, genau. Natürlich höhere Wachstumsraten als die anderen beiden.
Und wir ... nach Region natürlich etwas unterschiedlich, aber durchschnittlich ungefähr zwanzig, einzwanzig Prozent. Und ... Wachstum je und je. Je und je, bei retail media immer noch. Und ... Was? Auf einem Hundertzwanzig Milliarden hast du Hundertzwanzig oder Hundertdreißig gesagt? Hundertachtzig sogar. US-Dollar. geschätzt für zwefemzwanzig und man geht davon aus, dass sich das eben in den nächsten drei bis fünf Jahren noch mal verdoppelt. Spektakulär.
Dann können wir davon ausgehen, dass ist es plausibel anzunehmen, dass Retail-Media ähnliche Größenordnung erreichen kann wie Page-Social. Davon ist sehr sicher auszugehen und nach den jeweiligen Vorkarzt der unterschiedlichen Organisationen geht man davon aus, dass zu achtundzwanzig Retail Media per Social überholen wird, global. In Deutschland gehen die Schätzungen davon aus, dass das sogar schon passiert ist.
Und das ist der Moment, liebe Zuhörerinnen und liebe Zuhörer, liebe Kinder, das ist der Moment, wo spätestens alle wach geworden werden sollten. Wie sagt man, wie ist das ein deutscher Satz? Wach werden sollten. Alle wach werden sollten.
Vielen Dank. Wenn wir jetzt schon erkennen können, dass diese Mediagartung die Größenordnung von Social Paid überstreiten wird, dann macht es total, ergibt es total Sinn, sich damit auseinanderzusetzen, wie die Wirkweisen sind, wo die Potenziale, wo vielleicht aber auch diese Grenzen dieser Gartungen sind. Da habe ich ja sehr wahrscheinlich als Advertiser eher Nachteile, wenn ich das nicht verstehe.
oder wenn ich es falsch anwende und vorteile, wenn ich einer der, der nicht nur der Early-Adopter bin, sondern der wissende, erfahrene Adopter, in dieser Mediagartung. Okay, das war jetzt immer die Einordnung. Ich bin immer noch geflasht von der Zahl von Hundert-Achzig Milliarden und einer Wachstumsrate von Roundabout zwanzig Prozent. Das ist ja, sagen wir mal, schon mehr als nur eine langsame Platten-Tektonik. Das ist ja schon fast eine Lawine.
Absolut, und das wird halt vor allen Dingen dadurch getrieben, dass Regional Media einfach gewisse Vorteile bietet. Also wir haben in der Regel, wir sind nah am Kauf dran, also nah am Warenkorb, deshalb hat man ein geringes Risiko, seines Media Investments, dass sich das am Ende auch auszahlt.
Wir haben sehr gute Targeting-Daten, gerade jetzt, wenn man so Death of Cookie im Hinterkopf hat, kann man, wenn man es ein bisschen zuspitzen möchte, sagen, der neue cookie ist eigentlich das receive die rechnung des jackouts weil wir einfach genau wissen nicht nur was die leute suchen wonach sie brausen sondern was sie am ende auch kaufen was sie auch wieder kaufen.
und auf basis dieser daten können wir eben targeten weil das first party daten der retailer sind und das ganze befindet sich in einem so genannten geschlossenen messkreis measurement circle weil wir eben nicht nur die werbeschaltung auf der plattform haben oder auch abseits der Plattform aber auf Basis der First Party Daten, sondern eben auch am Ende den Checkout oder den Wiederkauf. Und dadurch lassen sich auch im Endeffekt den ganzen Pfannen entlang alle Interaktionen mit der Nutzerin messen.
Dieser geschlossene Messcirkel, ich höre die Vorteile, ich höre aber auch gleichzeitig die Nachteile, weil er ist ja insofern geschlossen, weil er nur bedingt dem Advertiser Transparenz gibt über die über den Zugang zu den Kunden, die wir so erreichen. Ist das eine halbwegs faire Zusammenfassung? Ja und nein, ich würde sagen, wenn man das jetzt mit Page Social oder Page Search vergleicht, habe ich im Endeffekt ja auch nur bedingt. Zugang zu den Kunden sind ja auch.
Die anderen Systeme sind auch nicht besser. Im Grunde genommen ist das so. Und wenn man kann natürlich sagen, wenn es in diesem geschlossenen Messcirkel ist, dann muss ich ein Stück weit dem Retailer vertrauen, die Daten, die dort reported werden, dass die dann tatsächlich auch so sind. Es gibt natürlich, da unterwerfen sich die großen Retailer den grundsätzlichen Messstandards, Messmethoden, aber das ist was, was im Retail-Media-Bereich anfangs nicht standardisiert.
was jetzt erst in, ich würde mal sagen, den letzten zwölf bis achtzehn Monaten auf den Weg gebracht wurde. Wir könnten ja gleich nochmal über, also wir werden ja in jedem Fall über das Thema Messen, Steuern bewerten. Ich würde auch gerne mit dir die Frage, aus welchen Budgets wird eigentlich Retail-Media bezahlt und aus welchen Budgets sollte es eigentlich bezahlt werden, mit dir auch nochmal bewegen. Vielleicht nochmal kurz bei der grundsätzlichen Einordnung Retail-Media.
Du sagst ja recht, das sind ja im Grunde die Handelhändler, die Handelsplattformen, die stattfinden. Aber erst mal Hand aufs Herz. Retail-Media, wie viel davon? Jetzt gerade ist es mal vielleicht im deutschsprachigen Raum, wie viel Prozent von Gesamtretail-Media entfällt denn eigentlich auf den sympathischen Player mit dem A, also auf Amazon in Prozent, wenn du es ungefähr sagen kannst, was die Schätzung sagt.
Also immer noch der ... Mit Abstand größte Teil, wenn man je nach Land schwankt, das so zwischen seventy und achtzig Prozent in der Regel, die im Moment bei Amazon landen. Also die große Mehrheit der Retail-Media-Budgets. Aber das hat sich in den letzten ein, zwei Jahren dann eben doch deutlich insofern geändert, dass die anderen Retailer es jetzt viel einfacher haben, auch ein vernünftiges Retail-Media. Angebot zu machen, was so Media-Produkte angeht und die Dynamik da deutlich zugelegt hat.
Aber die Mehrheit wird im Moment eben immer noch bei Emerson ausgegeben. Grund dafür ist, Emerson muss man sagen, war einfach mit Abstand der erste Retailer, der ein solches Angebot geschaffen hat und der heutzutage auch sicherlich das Angebot hat, was am besten integriert ist und wo die einzelnen Retail-Media-Produkte am besten miteinander vernetzt sind. Könnte man auch sagen, dass auch die Abspiel Möglichkeiten bei Amazon mit die breitesten sind.
Also ich denke jetzt gerade so an Amazon Prime Video und den großen Screen. Ja, definitiv. Also wenn man sagt, Retail Media ist heute full Funnel, das ist tatsächlich so. Vor ein paar Jahren war das eigentlich alles nur im lower Funnel. Aber wenn man full Funnel eben sehr weit denkt, hat Amazon mit Prime Video, mit dem Entertainment-Angebot dort das fundierteste Angebot.
Ich denke, dass also ... weil Prime Video natürlich jedem bekannt ist, dass auch deutlich wird, dass Retail Media nicht mehr nur noch die lower funnel CPC-Kampagnen in den Produktauswahl-Listen sind. So ist es früher, sprach man mal von Sponsor Products, sprich bin heute auch immer noch, aber alle haben mit Sponsor Products gleichgesetzt mit Retail Media, also das sind eben die Suchanzeigen auf der Retail der Plattform oder auch teilweise auf dem Produktdetail-Seiten der Retailer.
Das gibt es immer noch und da landet immer noch ein sehr großer Teil der Retail Media Budgets, aber es gibt eben heutzutage Display-Anzeigen auf der Plattform selber, es gibt Video-Formate auf der Plattform selber, es gibt aber eben auch sogenannte Off-Site-Formate. Und das können zum Beispiel Display-Formate einfach im Open-Web sein, die auf Basis der Retailer für das Partiedaten ausgespielt werden.
Und das Gleiche gilt eben auch für Prime Video oder aber auch für Anderstreaming-Anbieter, wie beispielsweise Disney Plus, Netflix, Roku, die man dann in dem Falle, wenn wir jetzt mal im Ökosystem von Amazon bleiben, über die Amazon DSP gebucht werden können. Also ich kann auf Basis der Retailer Daten Nutzergruppen, Zielgruppen auf Streaming TV Kanälen erreichen.
Das kann richtig, die Tagetinkriterien, also Käufer, also so stelle ich mir das vor, Käufer von Rasenbeer-Robotern sind zum Beispiel auch empfänglich für, ja dann, sehr wahrscheinlich Hausbesitzer, sehr wahrscheinlich dann in einer Tagelgruppe, die ich auch über Disney plus ansprechen kann. Genau, richtig. Und eben... Ich kann eben dann auch den Erfolg dieser Werbeauspielung messen, ist es dann nicht so, dass ich... Der Rückkanal. Ja, richtig.
Genau, weil ich kann es dann, das sind wir mit diesem Close Loop Measurement, ich kann am Ende sehen, wie meine Branding oder Awareness Companion in einer Zielgruppe am Ende auch konvertieren, wenn es dann ein endemisches Produkt ist, also wo das Produkt dann auch auf der E-Commerce-Plattform verkauft wird. Oder aber auch, wenn es ein nicht endemisches Produkt ist, über Integration von Trackingpixeln auch sehen, wie viele Leads landen dann auf meiner Landingpage.
Lieber Tim, siehst mir nach, wenn ich noch nicht gleich in die Schönheit und die Tiefen der Möglichkeiten absteig, ich muss immer noch ein bisschen was verdauen. Also, seventy-fünf Prozent Amazon. Vierundzwanzig Prozent, dann die Summe des aller anderen Händlerhandelsplattformen. Kann man sagen, dass die Wachstumsdynamik gleich verteilt ist? Oder wächst Amazon schneller oder langsamer als die Verfolger?
Ich kann ehrlicherweise die Wachstumsraten der unterschiedlichen Player nicht genau sagen, aber insgesamt kommen die anderen natürlich von einer anderen Basis. Deshalb würde ich davon ausgehen, dass die Wachstumsraten der anderen Player größer sind. Aber das Relative ist das absolute Wachstum. Genau, aber das absolute Wachstum ist bei Amazon immer noch größer. Also Amazon wächst in dem Retail-Media-Bereich immer noch sehr, sehr stark.
Dann schlage ich vor, dass wir uns erst mal auf die seventy-fünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünffünff. Follower zu sprechen. Aber draussen im Wasser ... Nee, nee, ich halte das nie aus, nochmal. Fünfundsiebzig Prozent im Retail-Media. Wie groß ist denn der Abstand zur Nummer zwei im deutschen Retail-Media-Geschäft?
Was würdest du schätzen? Ich sag jetzt mal was, Faktor-Zwanzig. Ich wollte gerade sagen, das wird sicherlich ungefähr so ein Verhältnis sein, weil es gibt natürlich relevante Retail und es gibt auch relevante Retail-Media-Player in Deutschland, ob es ein Zalando-Marketing-Service ist, ob es ein Auto ist, ob es ein Media-Markzatur ist, aber das Verhältnis zu Amazon ist eben doch ein ganz anderes Faktor-Zwanzig, ist sicherlich nicht zu niedrig gegriffen. Krass. Ich glaube nicht so.
Ja, aber um sehr interessanter, ich will jetzt was lernen. Ich kann jetzt wahrscheinlich erst mal am meisten lernen, wenn ich mich auf den großen Teil des Kuchens konzentriere. Aber umso mehr mache ich mir auch Gedanken, inwiefern so eine Konzentration eigentlich hilfreich ist für uns Advertiser oder nicht. Aber da kommen wir hoffentlich gleich nochmal zu. Dann habe ich noch eine Bitte um Aufklärung.
Zum einen wird von Retail-Media gesprochen, jetzt wird aber oft auch immer von Commerce-Media gesprochen. Was ist denn da der Unterschied? Vielleicht ein Schritt noch mal zurückzunehmen, was wir eben sagen, als ich sagte, früher haben wir Retail-Media mit Sponsor Products gleichgesetzt. Das war vor ein paar Jahren so, weil das so ein sehr niedrigschwelliges Werbeformat ist. Das kennt jeder eigentlich aus der Google-Welt. Und im Endeffekt ist das das Gleiche auf einer Retailer-Plattform.
Wir schmeißen ein CPC hin. Genau. Ich buche meinen Tageting auf die Basis von Suchbegriffen ein. Klar, weil jetzt noch weiter, aber so, das ist der Kern. Und dann sagte ich, Retail Media ist heutzutage voll funnel. Es gibt eben Angebote in Lang der Customer Journey und ich habe unterschiedliche Möglichkeiten, die Shopper darüber zu erreichen. Und seid gut. Ja, ein, zwei Jahren gibt es noch den Begriff des Commerce-Media, der geht eigentlich über Retail-Media hinaus.
Man könnte sagen, Retail-Media ist ein Subbereich von Commerce-Media und der Unterschied ist, wenn wir über Retail-Media sprechen, dann sind das in der Regel endemische Kampagnen, endemische Produkte, wo die Produkte auch auf der Retailer-Plattform verkauft werden. Ich bin Hoosquana, ich mache Werbung für Rasenmähe, Roboter. Richtig. Und kann eben diese Produkte dann auf dem jeweiligen Retail auch kaufen. sind Kampagnen schwerpunktmäßig on-site, die stattfinden, also auf der Retailer-Plattform.
Und wenn sie off-site stattfinden, dann nehmen wir auf Basis der Retailer-Daten, häufig aber mit dem Ziel, den Nutzer dann auch wieder zurückzuführen zu der Retailer-Plattform, um den Kauf abzuwickeln. Klar. Bei Commerce-Media ist es weiter gedacht, da ist es nämlich nicht unbedingt so, dass es darum geht, den Kauf auf der jeweiligen Plattform aufzudrücken, sondern das sind einfach Transaktionsdaten, Shoppa-Daten, auf deren Basis dann das Targeting in der Regel im Open Web stattfindet.
Und das ist im Endeffekt einfach ein zusätzliches Targeting-Kriterium, dass ich ergänzen kann zu meinen anderen Targeting-Kriterien, die ich habe, um zum Beispiel Display oder Streaming TV-Companion auszuspielen. Okay, das verstehe ich. Hast du ein Beispiel für eine Plattform, die jetzt praktisch eine Commerce-Media-Plattform wäre?
Ja, also beispielsweise sind das die Finanzdienstleister, ein PayPal- oder Kreditkartenanbieter, die da eine große Rolle spielen und die ich... Ich denke auch interessante Targeting-Daten haben, weil sie eben so Cross-Plattform und Cross-Warenkorb Transaktionsdaten haben.
Und dann sind das die spezialisierten Anbieter, also im Booking.com, Uber etc., die eben dann nur für ihre spezifische Nische Transaktionsinformationen haben, also Buchungen beispielsweise auf deren Basis man dann wieder Targeting im Open Web machen kann. Gut, hab ich verstanden.
Die einen sozusagen klassische Handelstransaktion, die andere weitergefasste Transaktion, also entweder Finanzdienstleister oder Transaktion, die jetzt nicht keine Kistenschiebertransaktion sind, sondern Reisen, etc. Genau. Aber mehr als Daten, also die fungieren eher als Daten- und Tagetingsverhandlungen. Die Daten liefern und die Retailer bieten häufig auch das Inventar, genau. Ja, okay. Oder aber das kann ich verstehen.
Boah, jetzt versuche ich so noch eine Struktur, aber das passt, glaub ich, noch gut zur Struktur. Inwiefern? Spielen die new kids on the block es in der medial welt der sie neuen streamer Da rein? also hier ist gerade gerade die daten die verranten die können ihre daten ja jetzt zum beispiel auch theoretisch weiß nicht ob das geht als tag ich den kriterien für eine disney plus auch mit dazuspielen aber haben die das spiel irgendwie verändert?
also der eintritt jetzt von Es ist ja nicht nur neben Also Amazon Prime als sicherlich eine der größeren. Netflix Paramount HBO kommt jetzt nur zu Disney. Hat das das Spiel von Retail Media irgendwie beeinflusst? In die Richtung formuliert würde, wäre meine Antwort nein, aber andersrum hat das das Spiel deutlich beeinflusst. Also grundsätzlich haben wir bei den Streaming TV Anbietern natürlich die Möglichkeit, dass wir viel besser targetten können, weil wir viel granularer ausspielen können.
Wir haben halt nicht diesen One Fits All Approach, wie das beim Linearen TV ist, das ist ein Broadcasting Ansatz, sondern ich kann ja schon gezielt Kampagnen auf Nutzer aussteuern.
Mit Retail Media haben wir nun diesen riesigen Vorteil, dass wir diese Ausspielung nicht mehr nur auf Zielgruppen machen, bei denen wir hoffen, dass sie potenzielle Käufer meiner Produkte sind, sondern ich habe eben diese echten kaufbasierten Shopperdaten und kann daraufhin die Ausspielung meiner Kampagnen machen und kann im Nachhinein auch Durchmessen vom Upper-Funnel bis zum Lower-Funnel, ob diese Kampagnen dann auch in Käufen, in Wiederkäufen, in Inkrementellen-Orders gelandet sind.
Ja, also großartig kann man ja sagen, überall, wo es Medien gibt, die mir einen Rückkanal ermöglichen, dass ich wieder aufschlüssen kann, ob danach etwas passiert ist oder nicht, die mir an Effizienz und Effektivität irgendwie deutlich, deutlich bessere Informationen geben. Genau, also das, wir haben einfach eine vielgranulare Möglichkeit, den Erfolg zu messen.
Dank der Retail Media Daten und du sprass eben Disney, Netflix etc. an, wenn man dort Kampagnen schaltet ohne diesen Retail Media Loop zurück, kann ich natürlich am Ende nicht genau messen, wie die Conversion ist, also was tatsächlich der Kauferfolg ist.
Und hier gibt es aber jetzt bei Prime Video durch die Kooperation mit Netflix, mit Disney+, die Möglichkeit, dass ich auf Basis der Amazon Shopperdaten meine Kampagnen auch bei den Streaming-TV-Anbietern ausspiele und über den Rückkanal trotzdem messen kann, was der direkte Impact auf meine Abverkäufe ist. Das ist eine aus meiner Sicht sehr gute Überleitung.
zur der Fragestellung ist, wo wir gesagt haben, wer alles praktisch auf der Anbieter auf der Plattform Seite stattfindet, wer sind eigentlich die Advertiser? Surprise, sehr wahrscheinlich überwiegend DTC Advertiser, die sehr wahrscheinlich auch, also das sind vermutlich ja die ersten, die auf den Plattformen auch verkaufen. Und als nächstes, also würde ich gerne von dir hören, wie da so ungefähr die Struktur ist.
Und als nächstes würde ich gerne verstehen, aus welchen Budgets, mit welcher Steuerungs- und Bewertungslogik diese Advertiser ihr Geld zu den Retail-Media-Plattformen tragen. Also grundsätzlich hast du natürlich recht, erst mal die D-to-C-Advertiser, die dann auch diese Plattformen bespielen, weil ein Großteil der Retailer eben auch D-to-C-Plattformen sind. Und damit geht es um den Endkunden oder die Endkunden. Aber wir sehen eben auch, dass BtoB Anbieter diese Plattform nutzen.
Also bei Amazon Business ist ja ein spezielles Format für BtoB Kunden. Sehen wir, dass der Sales Volumen in diesem Bereich über die Jahre kontinuierlich steigt und... Kann da vielleicht ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Ein Kunde von uns, Bosch Power Tools Professional, die eben ganz gezielt bestimmte Handwerker Gattung erreichen wollen.
Nutzen auch Prime Video in Kombination mit anderen ja Full Funnel begleitenden Marketing-Maßnahmen, um gezielt Produkte in diesem BtoB-Segment zu bewerben. Und da zeigt sich eben der Unterschied von Streaming TV in diesem Sinne Prime Video. auf Basis von Retailer-Daten. Das sind ja Zielgruppen, die sich eigentlich über lineares TV schlecht ansprechen lassen, weil man sehr hohe Streuverluste hätte. Und das ist eben ganz anders in Streaming TV auf Basis der Retailer-Daten. Das ist ja spannend.
Also klar, die können dann viel, viel granularer targeten. Das heißt auch, dass sie keine Streuverluste hätte man ja selbst in In anderen Settings, auch in anderen digitalen Settings, hätte man verhältnismäßig große Streuvorlust, wenn man nicht diese granularen Daten hätte, um diese C-Gruppen anzusprechen. Und in dem Falle war zum Beispiel das Ziel, YouTube-Brand-Customer zu erreichen. Also Leute, die noch nicht Käufer einer bestimmten Produktgattung von Bosch Professional Power Tools waren.
Und da haben wir in den Companions gesehen, dass tatsächlich seventy-fünf Prozent der Nutzer, die am Ende gekauft haben, YouTube-Brand waren. wirklich sehr geringe Streuverlöse und sehr stark auf das Ziel einzahlen, das der Kunde verfolgt hat. Okay. Jetzt widmen wir uns mal wieder dem Gro, der Advertiser, also den Direct-to-Consumer, die to see Advertisern, die sehr wahrscheinlich schon aus der Amazon Transaktionswelt gewisse Erfahrungen mit dem Marketing Instrumenten von Amazon gemacht haben.
und vermutlich Unterstelle ich mal, gibt es, dass sie den Funnel dann auch von unten nach oben laufen. Also kann man das feststellen, dass sie so eine Art Effortalser-Learning-Reise machen, dass sie mit CPC vertraut werden und dann immer höher funnlich werden, also mehr Bedarfsweckend. Ja. Das grundsätzlich kann man das bejahen. allerdings. Und da kommen wir, glaube ich, gleich in einen Thema, dass man nochmal separat beleuchtet muss, wo kommen eigentlich die Budgets her?
Weil häufig ist so das Brands im Retail-Media-Bereich erst mal im Lower Funnel beginnen, Sponsor-Products, diese gelernten Produkte. Und sobald man dann eigentlich den Funnel hochgeht, stellt sich die Frage, wer zahlt denn eigentlich dafür? Weil diese KPI's werden dann auch andere? Die KPI's werden andere und häufig hat man den Fall, dass eigentlich ein Teil der Budgets eher so aus diesem Bereich Trade Marketing, Shopper Marketing kommt und damit er dem in den sales nahen Teams zuordnen ist.
Und deshalb eher im CPO gemessen werden. Richtig. Und in Return on Advertising Span, etc. Und wenn wir halt weiter den Fundett hochgehen, dann ist man eigentlich eher in diesem awareness-reichweiten Bereich. Und das sind dann häufig Budgets, die aus dem Brand Marketing kommen. Okay, und die Brand Marketiers.
Also eigentlich gibt's ja dieselben Regeln, also ob sie jetzt nur Rohres- oder Kostenumsatzrelationen betrachten, klar, diese geht tiefer im Pfanne, desto erst mal günstiger sehen diese Einheiten aus, aber die sind ja auch am dichtesten an den eh schon vorgebundenen oder vorbereiteten Käufer schichten. Das sind vorbereitzete Kaufentscheidungen, die fallen nicht vom Himmel.
Die bedarfsweckenden Maßnahmen, das weiß ja auch jeder Marketier, die bedarfsweckenden Maßnahmen sind traditionell teurer und neue Kunden, also New to Brand, sind auch teurer als Bestandskunden. Also weiß man ja eigentlich auch. Wie würdest du einschätzen, wie tun sich die aus der Brand Perspektive, wie gut kommen die mit diesen neuen Möglichkeiten auf der Retail Media Seite zurecht? Ist das eine gute Adaption? Es gibt es noch Missverständnis unterwegs.
Ich hätte da eine These, aber schießt du mal los. Mein Eindruck ist, dass der Weg in die KPI-Welt, die durch Retail-Media eigentlich zur Verfügung stünde, nicht immer einfach ist für viele, die aus dem Brand-Marketing kommen, weil das Festhalten an den alten KPI ist. Also GRP beispielsweise, so eine Reichweitenmessung für TV-Flights. Häufig auch das, was irgendwo als Maßstab genommen wird, wenn wir jetzt über Prime Video-Kampagnen oder andere Streaming TV-Kampagnen sprechen.
Und er spricht häufig dann auch immer noch über TKPs oder über Discounts auf TKPs. Rappatte, genau. Rappatte, ne? Das sind also ähnliche Logiken, wie sie im traditionellem Linie an TV über Jahre, Jahrzehnte gelernt sind. Aber... Das müsste man, ich will schon mal die Kurs unterbrechen. Ja, klar. Das müsste man für jeden, der irgendwie nach Nutz und Hort, Fünfe und Neunzig geboren wurde, nochmal erklären, was ein GRP ist. sind.
Also das sind der Gross Rating Points und die wir sagen, das sind Kontakte in einer vordefinierten Zielgruppe. Also dass es eine Hypothese, dass es alle Zielgruppen gibt, die, das kommt aus der Umfeldplanung. Da sagt man, okay, du schaltest jetzt ein Werbeblock. dem Umfeld und die soziodemographische Struktur dieser der der Zuschauerinnen und Zuschauer dieses Werbeblock sehen in der Regel so aus.
Und dann kann man dann praktisch nicht den tausender Kontaktpreis über alles errechnen, sondern den den spezifischen Kontaktpreis in einer Zielgruppe. Und das macht dann diesen Cross Rating Point die GRPs aus.
Und das ist natürlich eine ganz andere Evolutionstufe, weil das sehr stark probabilistisch, also das sind Hypothesen auf vielen Seiten, versus die Ähm, die, die, der geschlossene, deterministische Loop, den wir, wo wir ja nicht behaupten, dass sie irgendwie aussehen und wir sagen, das sind, das sind nicht sehr wahrscheinlich, sondern das sind Käufer von der und der warren Gruppe oder dieses Produktes, dieser Marke, etc. Genau. Habt ihr das halbwegs richtig wiedergegeben?
Ja, absolut genau so ist es. Und die Nutzung der Möglichkeiten wird eben da einfach noch gar nicht ausgeschöpft, weil eben auf Basis dieser ... denke von Reichweiten von Giapis von Rabatten auf TKPs. Dabei vernachlässigt man, dass man eigentlich sich die Qualität der Kampagne des Traffics, den man da einkauft, gar nicht genau anschaut.
Weil ich kann ja genau messen, habe ich denn exakt die Leute erreicht, also nicht nur mit einer Wahrscheinlichkeit, wie du sagst, probabilistisch, sondern auch ich kann genau... Du, genau erkennen, habe ich die Leute erreicht, wie viele davon sind konvertiert, wie viele haben wiedergekauft, etc., etc. Und das heißt, eigentlich müssten wir Streaming TV und im Beispiel von Amazon bei Prime Video anders betrachten als nur auf Basis der TKP.
Aber wenn wir, weil du fragst, wie gucken die heutigen Advertises sich das an, ist das häufig immer noch genau auf dieser Größenordnung. Das liegt ja auf... auch daran, dass die ganze Kette der Media-Wertschöpfung sehr stark immer noch kostenorientiert ist. Dass es immer so den Durchschnitts-TKP gibt und dass, du sagst das ja gerade auch, dass das rabattorientierte Verhandlungen sind, die meistens aus so einer alten Volumedenke kommen.
Das verträgt sich aber nicht mit Auktionsmechanismen und Targeting-Kriterien. Also, man könnte sich überlegen, wenn du Publisher wärst, Auf welchem Publisher-Segmenten würdest du die größten Rabatte geben? Genau, da kommt auch die adverse Selektion, nur auf den Segmenten, wo sonst keiner drauf taget. Genau, und ich tagete auf einer Zielgruppe, bei der ich hoffe, dass es die Käuverschichten sind, die ich erreichen möchte.
Darum verhandle ich die Rabatte, dann tut es nicht ganz so doll weh, wenn ich daneben liege. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du daneben liegst, wird dir immer größer, weil diejenigen, die praktisch deterministische Tagets haben, die bieten hier auf diese Zielgruppe und die kommen ja diesen Low-Kost-Kontaktbereich, dem werden die hier entzogen.
Das heißt, wenn ein Angler praktisch mit einem... Praktisch mit einer Laserpräzision, die das Bild hinkt, aber die Fische aus dem Teich holt und die anderen Angler praktisch einfach nur so grob irgendwo Netz reinschmeißen, wo man hofft, dass was ist, dann ist doch klar, dass selbst bei Kostenbetrachtung pro Kontakt der wirkliche Wirkungsgrad trotzdem bei dem eher Wert-Targeting-Mechanismus besser ist als bei dem Low-Kost-TKP. Genau.
Und häufig ist das zum Beispiel auch beim Verhandeln der Rabatten, wird er nicht so genau hingeguckt, weil die Rabatte häufig dann auf antagetet Inventar laufen. Und wie du saßt, die Leute, die präzise, deterministisch ihre Zielgruppen daraus picken, erreichen, dieses Inventar steht dann einfach gar nicht mehr zur Verfügung. Das Coole ist, ja? Das haben wir doch alle schon gelernt. Also das Spiel der Kundengewinnung und Kundenbindung über digitale Plattform ist ja jetzt nicht mehr ganz jung.
Wir nehmen das jetzt hier Ende Januar, ist jetzt über zwanzig Jahre alt. Und du wirst ja auch nicht auf die Idee kommen, deine Keyword-Settings für, sag mal irgendwas, für Giro-Konten-Eröffnung mit einem low-CPC-Ansatz zu verfolgen oder einen low-TKP-Ansatz. Dann bist du auch jeder, dass du von den Elementen, die den CPC nicht wert sind, zu viel kriegst und von denen dieses Weltwerk gar nichts, weil du nicht das richtige Boot drauf hast. Spektakulär.
Gut, aber ich verstehe ja, Das Feld des Marketing-Spießs ist ja sehr, sehr groß. und die die TUC erfahrenen, die in der alle Funnel-Stufen mit digitalen Auktionsplattformen als Media-Partner schon durchlebt haben, sind natürlich den klassischen Brand-Advertisern, die kein direktes Geschäftsmodell haben, also keinen direkten Kundenkontakt, keinen Rückkammern zu ihren Kunden haben, sind natürlich eher benachteiligt.
Ja. Also die DTC-Anbieter haben da einfach mehr Erfahrung aus den paid-social-paid-search-Kanälen, wie du es gerade gesagt hast. Und gerade Hersteller, die hohe Awareness-Budgets in klassischen Kanälen ausgegeben haben, müssen sich eben auch an diese neuen Metriken und auch die neuen Möglichkeiten der Messung erst herantasten. Ist das vielleicht auch ein Grund, warum non-DTC-Advertiser noch den eigentlich relativ großen Bogen um Retail-Media machen?
Es ist sicherlich so, dass sie sich später damit auseinandersetzen. Aber anhand des Beispiels, dass ich gerade einander mit den Bosch Power Tools professionell ist, ist schon so, dass sie auch die Möglichkeiten erkennen. Weil häufig haben wir ja auch im Bitubee umfällt. Gerade in dem Bereich, was Bewegbild angeht. gar keine relevanten Budgets.
Und das heißt, es sind für diese Anbieter häufig sehr neue Gattung, die sich jetzt erstmals überhaupt vornehmen zu bespielen, weil man eben durch dieses sehr viel, sehr exaktere Targeting so eine Gattung denn überhaupt interessant macht. Werbung. Du und dein Unternehmen sollen nicht nur gesehen werden, sondern was bedeuten? Ich hab die Lösung für dich. Machen Business-Podcast. TLDR-Studios entwickelt Formate, die wirken. Also von Thought Leadership, Employer Branding, Lead Gen, alles drin.
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Das muss man auch sagen, dass diese prägenden Systeme, also prägend im Sinne von der GAP wurde ja offensichtlich im Analog Linearen TV entwickelt, print ja, also diese Kontaktpreislogiken kommen ja alle aus der analogen Welt, die haben ja eine praktisch eine Reichweite, die offensichtlich immer kleiner wird. Das heißt, wir sind ja absehbar, dass wir bald praktisch haben wir jetzt schon überwiegend digitale Abspielkanäle in der Mediennutzung.
Das heißt, kurz und lang wird jeder Art von Advertiser, egal ob sie DITUSI oder NON DITUSI sind, sich mit diesen Steuerungs- und Bewertungskriterien irgendwie auseinandersetzen müssen. Also deshalb ist das vermutlich gar nicht so, gar nicht mehr so lange hin, bis das praktisch Marktstandard wird.
Nein, ich denke, es ist eher, wie man das aussehen vorherigen digitalen Mediagartungen auch gesehen hat, dass es da immer so ein zeitlichen, eine zeitliche Gap gibt zwischen adoption auf Anwenderseite und dann den Werbetreiben in der Werbemark, der dem etwas hinterherhängt. Und es meiner Sicht sind das eben einerseits so Education-Themen auf Advertiserseite, auf Brandseite, dass man diese neuen Möglichkeiten und ... äh ja äh Metriken kennenlernen muss.
Zum anderen sind es aber auch gewisse Verhahrungskräfte, was eher so auf Mediagenturebene liegt. Weil natürlich auch Geschäftsmodelle daran gekoppelt sind, wieso etwas früher lief. Und das äh wie du schon sagst, das Rabatte im Performance Marketing Umfeld in der Regel nicht hilfreich sind. Ähm und Rabatte, also es gibt ja auch das Geschäftsmodell der Mediagenturen ist jetzt zumindest in der Vergangenheit.
auch da fußt ja auch darauf, dass es Rabatte, dass diese Rabatte weitestgehend hoffentlich an die Elferthase weitergegeben worden, aber das Kickback ist so ein schlechtes hässliches Wort, aber es gibt ja Gründe, warum. es ist ja auch... dokumentiert, warum die großen traditionellen Mediagenturnetzwerke so lange auf den auf den rabattorientierten System behan.
Und jeder weiß, dass die auktionsorientierten Plattformen, die geben vielleicht mal hier und da so eine Art Starter-Incentive an den Dienstleister Kosmos ab. Aber über kurz oder lang sind diese auktion halt auktion und auktion geben keine rabatte und auch keine profession und keine kickbacks. genau und aktuell sind wir in so einer zwischenphase.
wir sehen dass es rabatte gibt aber eigentlich nur um die advertiser aus der alten welt in die neue zu überführen und das wird sich sicherlich in den nächsten jahren eher abschmelzen. stimmt gab es ja bei cpc im search auch. Ist das so? Ja, weil ja, ja, ja. Die ersten PPC-Search-Agenturen sind, also gerade in der Strecke von vier bis zwei tausend sieben oder acht, wurden große Search-Agenturen noch mit Kickbacks versehen. Ich weiß das ganz genau.
Ich selbst kann sagen, ich war mal für ein Unternehmen verantwortlich, dass dann sein SEA-Account von einer Agentur zurückgezogen hat. Und die Agentur hat mir gesagt, hey, lass doch das Account bei uns, du kannst die Steuerung selbst machen. Ich stelle die auf keine Rechnung. Und dann, ich hab gesagt, vorher nachteil ich, wovon lebt ihr denn? Also, musst du keinen Forensiker sagen, um rauszufinden. Dass es halt noch sehr, sehr lange Kippeck gab.
Ist ja auch jetzt mittlerweile Schnee von gestern, aber es gab ... in der alten Google SEA-Welt also mindestens vier Jahre noch Rückvergütung. Das hieß dann irgendwie anders, ne, aber de facto war es Rückvergütung. Es wird doch immer angekündigt, dass sie es aufhören. Ja
und auch der Kickback, wie man das im klassischen Sinne versteht, gibt es offiziell ja auch nicht mehr und darf man glaube ich auch nicht mehr sagen und ist einfach verpönt, aber es gibt einfach ja schon den Fakt, dass auf Basis der alten Modelle immer noch Agenturen als Intermediäre ihre ... Ihren Deckungsbeitrag aus diesem Geschäft ziehen. und das funktioniert eben durch Pooling von Budgets und es verhandeln von Rabatten.
Und deshalb bin ich davon überzeugt, dass aktuell viele Brands, die beispielsweise Prime Video buchen oder andere Streaming TV-Formate, das falsch einkaufen, weil eben eher auf Basis von TKPs und auf Basis von Reichweite, die nicht präzise genug auf die eigentliche Zielgruppe ausgerichtet ist, diese Deals verabschiedet werden und eigentlich auf andere KPIs geguckt werden müsste, wie beispielsweise Returner-Advertisings-Band, wie beispielsweise Konversion-Raten, wie beispielsweise Wiederkauf-Raten, wie beispielsweise sehr inkrementelle Umsätze.
grundsätzlich möglich, aber wird häufig noch gar nicht hinterfragt. Spektakulär. Ich glaube, da gibt es noch viel Education zu leisten, ist ja auch nicht immer bequem.
Und ist besondere, weil es ja dann oft auf so gewissen alten Glaubensgrundsätzen fußt, wenn man dann tatsächlich seine Kosten für inkrementelle Umsätze sieht und die ganze Zeit irgendwie was im Kopf hatte, dass es irgendwie der Durchschnitt meiner Kosten-Unsatzrelation irgendwie mal eins, zwei ist und in Wirklichkeit ist es der Durchschnitt meiner Kosten-Unsatzrelation mal zwei, fünf. Dann ist natürlich erst mal eine bittere Wahrheit, aber trotzdem eine Wahrheit.
Und das hat dann auch Konsequenzen im Sinne der Steuerung und des Erwartungsmanagement. Aber auch in die andere Richtung kann es sein, dass du immer feststellst, oha, das sind Leute, die habe ich hier mit meiner Upper Funnel-Kampagne damals erstmalig erreicht.
Ja, und die habe ich später dann einmal konvertiert und ich stelle fest, die kognitieren ja nicht nur einmal, sondern ich kann genau sehen, die haben jetzt zum Beispiel im Durchschnitt Mal konvertiert und kann dann auf einmal mein Investment einen ganz anderen Gegenwert beimessen.
Total, das mache ich mit der Konsequenz, weil du dann im Grunde die Marktanteile sicherst, also auch Wachstum sicherst, die Unterlassungen, die kostende Unterlassungen sind, dass du dich langsam mit immer noch zu hohen, relativem Kosten, langsam in die Bedeutungstose, ich kann nicht sagen, dass das richtig oder falsch ist, das ist einfach so wie es ist. Also du hast gerade in einem sehr richtigen Satz, wie ich finde, zwei Dinge gesagt, die für viele noch eine Herausforderung sind.
A. Die Kosten des inkrementellen Umsatz und B. Das Nachkaufverhalten des so gewonnenen Kundenpotenzials irgendwie abzuschätzen zu können. Das ist ja, also wir zwei sind uns da einig, dass das eigentlich das Ziel sein muss, aber das ist ja in vielen Situationen immer noch ein gewisser Weg.
Definitiv und selbst wenn Brands die KPIs die grundsätzlich gibt erschlossen haben und auf die gucken ist dann eben auch der nächste Schritt noch tiefer einzusteigen und sich sowas wie ein Customer lifetime value haben wir in der letzten Folge ja auch berührt anzugucken. Weil es dann habe ich eben auch die Möglichkeit zu den tatsächlichen Wert meiner verschiedenen Werbe. Kontakte entlang des Funnels, den echten Wert beizumissen.
Und dementsprechend verändert sich natürlich auch mein Investitionsverhalten. Ja, super spannend. Ich könnte allein über dieses Kapitel noch sehr, sehr lange mit dir sprechen. Ich habe am Anfang angeteasert, dass wir zwei uns noch die Zeit nehmen und darüber nachzudenken, was denn eigentlich die Chancen für die, die, der, der Händler- und Handelsplattform sind, die auch im Retail-Media-Game sind, aber nicht Amazon heißen. Was siehst du denn da? Was siehst du denn da noch für Chancen?
oder ist das eh schon Game Over? und die müssen sich in die Bedeutungslosigkeit verabschieden? Nein, Game Over ist das auf gar keinen Fall. Ich dachte vorhin, dass die Retailer heutzutage viel schneller in die Position bekommen, erst mal ein relevantes Media Offering anzubieten, weil eben Sponsored Products im Search Bereich, Display, On-Site, Off-Site und so weiter heutzutage relativ technisch gesehen relativ einfach umsetzbar sind für Retailer.
Weil das gute technische Grundlösungen sind, die vielen Retailer haben. Weil man das heute nicht mehr selber bauen muss, sondern gibt es eben Technologie, Provider, die man als Retailer einsetzen kann. Weil die meisten Retailer im Vergleich zum Beispiel zu Amazon nicht die gleiche Reichweite haben, wird der Anteil des Off-Site-Media-Investments bei diesen Retailern größer sein, als es bei Amazon der Fall ist, einfach weil sie darüber mit Hilfe ihrer Retailer-Daten noch besser skalieren können.
Die große Chance bei vielen Retailern, die Omni-Channel-Anbieter sind, also die wohl stationäre Geschäfte haben, als auch eben digitale Vertaufskanäle haben, liegt eben da drin, dass sie die Customer Journey eigentlich über diese unterschiedlichen Kontaktpunkte verfolgen können. Und deshalb investieren zum Beispiel viele Retailer in Mobile Apps oder in Loyalty-Programme, die dann über diese Mobile Apps auch am Check out.
Also an der Kasse im stationären Geschäft, dann mit den digitalen Usern, mit den digitalen Accounts, der Einkäufe verknüpft werden und man insofern eigentlich so ein ganzheitliches Shoppingverhalten abbilden kann. Okay, das erstießt sich mir sofort. Es gibt ja noch viele Warn-Gruppen, die werden an physischen Point-of-Sales gekauft. Also ich glaube, DIY, LEH, also Lebensmittel Einzelhandel, die haben ja auch alle sehr stark in Kundenbindungsprogramme.
investiert, also auch in moderne Kundenbindungsprogramme über Apps. Also ich denke jetzt gerade an eigentlich alle, die aus Payback rausgegangen sind oder die New Kids on the Block. Lidl hat ja auch seine eigene App als Loyalty-Plattform gelanscht. Und sind hier auch Player in Retail Media geben, ne? Die Schwarzgruppe. Die Schwarzgruppe hat sehr stark investiert in Retail Media über Lidl, über Kaufland, aber eben auch nicht nur.
Rewe ist er seit Jahren ebenfalls aktiv, hat beispielsweise Anfang letzten Jahres, sind sie ja, haben sich mit Pei, Beck getrennt und haben ihr eigenes Loyalty-Programm auf die Beine gestellt, genauso wie Penny, auch Teil der Rewe-Gruppe. Und man sieht das bei Rossmann, man sieht das bei DM. investieren in diese Kunden-Bindungsprogramme eben, um auch das Einkaufsverhalten zu entanonymisieren und eben den Wert dieser First-Party-Daten zu hebeln.
Und den Wert ist schon, wenn ich da noch einhaken darf, den Wert hebeln Sie ja nicht nur, um einfach eine Werbemonitarisierung zu haben, sondern Sie haben ja selbst auch ein Interesse, um den Kunden in Ihrem Loop zu halten. Also es gibt ja auch innerhalb der Rita-Systeme das Interesse, Wechselbarrieren, hochzumachen bis die Attraktivität im System zu bleiben. Absolut. Als Retailer gibt es da glaube ich viele Vorteile.
Also Kundenbindung, eben die Wechselwahrscheinlichkeit zu anderen Retailern zu verringern. das eigene Produktangebot besser zu machen. Also wenn wir mal Putni Koski aus Hamburg sehen, um eine Information, sind da jeder zweite Haushalt in Hamburg, hat es in Teil dieses Putni-Leute-Programms. Und deshalb lassen sich einfach zum Beispiel dann auch die unterschiedlichen Läden ganz einfach bestücken. Ja, Putni ist ja glaube ich schon ganz weit vorne gewesen.
in der Kundenbindung, also gerade auch im Diggerie-Markt, da sind wir viel erst hinterhergezogen. Ich habe das aber auch bei Rossmann gesehen, die Penetrationsquote. Ich habe eine Zeit lang in Frankreich gelebt und gearbeitet. Da war schon wirklich Ende der neunziger Jahre die Properitärin. Kundenbindungsprogramme, der Einzelhändler mit einer Durchdrehung von größer fünfzig Prozent. Das hatten wir sonst, das ist unser benaheimlich nur von der Douglas Card gesprochen damals.
Oder in UK, Tesco, San Spiritier, das waren alles, die waren alle schon deutlich früher in der Kundenbindung. Und jetzt in der App Economy ist es natürlich noch mal ein ganz anderer, ganz anderer Schnack mit der, okay, das verstehe ich, dass man das dann auch in der Media Game verlängern kann. Das ist ja im Grunde eine Spezialisierung für Omni Channel, also dort, wo offline, online. Kauftätigkeiten getrackt und auch gesteuert, bzw. incentiviert werden können und dann ziehgerichtet.
Also die ganzen Vorteile von Retail Media, die wir vorhin genannt haben, die dann auch in der Kommunikation stattfinden können. Was haben denn die Retail Media Plattform, also jetzt in der, sagen wir, in der Rehwilliga? Ich glaube er neben der Wenn gibt's denn sonst noch? also gut klar es gibt die Versandhinder die also wie. du hast jetzt gerade aber die Omni-Channel aufgemacht. Was haben die denn noch für Abspielmöglichkeiten?
Klar so die haben ihren App-Channel, dann haben die On-Sites natürlich. Was haben die denn sonst noch? Handzettel gibt's ja nicht mehr. Es sind inzwischen natürlich viele digitale Touchpoints auch in den stationären oder im Umfeld der stationären Geschäfte dazugekommen. Also der Bereich Digital Out of Home zum Beispiel, wo man im Umfeld der Geschäfte, also der stationären Geschäfte, Kampagnen ausspielen kann, aber auch innerhalb der Geschäfte.
also was digital signage bekannt ist lassen sich nutzen. und auch zum einen lassen sich zum beispiel diese digital out of home platform auch programmatisch bespielen also ist gar nicht so anders als das was wir aus dem on-site und off-site display bereich kennen.
und zum anderen was den insta bereich angeht entwickeln sich zum beispiel auch die Die Mapping-Logiken weiter, so dass man schon immer besser zuordnen kann, welche Personen eigentlich in welchen Kontakt in meinem Store gekommen sind und das dann mit dem Checkout am Ende, Stichwort Loyalty und Anonymisierung, welche Checkouts in Stadt gefunden haben. super spannend. Da gibt es richtig viele Möglichkeiten, wo auch die Branche lernt und auch so ein bisschen den Funnel von unten nach oben läuft.
Bis heute sind diese Programme sehr kuponlastig, da wird bestimmt noch mehr. Ich hätte große Lust mal mit solchen Retailern zu sprechen. Die vielleicht machen wir mal so eine Art Mini Roundtable zum Thema Retail Media in der Omni Channel Welt. Was hattest du davon? Das ist eine super Idee. Ich glaube, das ist gerade ein extrem dynamisches Umfeld und da verschiedene Leute an den Tisch zu bringen, die alle da ganz vorne an diesen Entwicklungen dran sind, ist ein spannendes Gespräch.
Sehr gut, dann nehmen wir das mal vor, dann machen wir noch eine dritte Folge, die wir allein mit diesem, nee, nicht dritte, also die zweite Folge zu Retail Media. Aber wie wir ja eingangs gesagt haben, das ist ja eine Gattung, die gekommen ist und zu bleiben und die an Bedeutung ja wirklich nicht zu überschätzen ist.
Genau, und wenn man genau hinguckt, wir sprachen ja ganz viel jetzt über First Party Daten, ist Retail Media eben nicht nur ein... Media- und Abspielkanal, wenn man das ein bisschen noch weiter in die Zukunft denkt, wird das wahrscheinlich so was wie das Rückgrat der Media-Ausspielung. Weil die Daten der Retailer, selbst wenn man sie nicht fürs Targeting nutzt, eben nach hinten heraus für die Messungen von Sales-Entwicklungen etc. eine ganz, ganz große Rolle spielen.
Und von daher wird Retail-Media noch viel tiefer auch in die anderen digitalen Mediengatterungen einsickern. Unglaublich spannend. Sehr gut. Lieber Tim, wir sind durch für heute. Ganz herzlichen Dank für deine Zeit und die guten Eindrücke. Und ich freue mich schon wieder auf die Fortsetzung. Ich auch. Hoffen wir auf den Roundtable. Ja, wir machen jetzt einfach ganz viele LinkedIn-Posts, wo wir die alle vertecken. Und wenn die da nicht kommen, sind sie selbst schuld.
Vielleicht kriegen wir auch noch den einen oder anderen Advertiser, der die nochmal so eine Praxis Sicht reinbringt. Machen wir mal. Das wäre auf jeden Fall ein spannender Mix. Da gibt es ja auch einige, die schon sehr viel gemacht haben, sehr viel Erfahrung gesammelt haben. Ich glaube, da können wir eine große, eine gute Runde zusammenkriegen. Die Banking Retail Media Part II. All right. Vielen Dank mir lieber, Tim. Kommt gut nach Hause. Erik, vielen Dank.
