Josef warf sich über seinen Vater, küsste ihn und weinte laut. 2 Er beauftragte seine Ärzte, den Körper einzubalsamieren. 3 Das dauerte wie gewohnt vierzig Tage, und ganz Ägypten trauerte siebzig Tage lang um Jakob. 4 Als die Trauerzeit vorüber war, bat Josef die königlichen Hofbeamten, dem Pharao auszurichten: 5 „Ich habe meinem Vater geschworen, ihn in Kanaan zu bestatten. Dort ist unser Familiengrab. Lass mich meinen Vater nach Kanaan bringen! Danach komme ich wieder zurück!“ 6 Der Pharao lie...
Sep 20, 2010•10 min
Danach ließ Jakob alle seine Söhne herbeirufen. „Kommt an mein Bett“, forderte er sie auf, „ich sage euch, was in Zukunft mit euch geschehen wird. 2 Hört, was euer Vater Israel sagt! 3 Ruben, du bist mein erster Sohn, geboren in der Zeit meiner größten Kraft. Du nimmst den höchsten Rang ein, genießt das größte Ansehen. 4 Aber du kannst dich nicht im Zaum halten – darum wirst du nicht der Erste bleiben. Mit einer meiner Frauen hast du geschlafen und mich dadurch beleidigt. 5 Simeon und Levi, sie ...
Sep 19, 2010•10 min
Kurze Zeit später erhielt Josef die Nachricht: „Dein Vater ist krank.“ Sofort eilte er mit seinen Söhnen Ephraim und Manasse zu ihm. 2 Als Jakob hörte, dass Josef gekommen war, setzte er sich mit letzter Kraft im Bett auf. 3 Er sagte zu Josef: „Der allmächtige Gott ist mir bei Lus im Land Kanaan erschienen. 4 Er hat mich gesegnet und mir versprochen: ‚Aus dir wird ein großes Volk entstehen. Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land für immer.‘ 5 Josef, ich möchte Ephraim und Manasse als meine Söhne...
Sep 16, 2010•9 min
Zusammen mit fünf seiner Brüder ging Josef zum Pharao. „Mein Vater und meine Brüder sind von Kanaan hierher gekommen“, sagte er, „ihren Besitz und ihre Viehherden haben sie mitgebracht. Jetzt sind sie in Goschen.“ Er stellte seine Brüder vor. 3 „Welchen Beruf übt ihr aus?“, fragte der Pharao. „Wir sind Hirten – wie schon unsere Vorfahren“, antworteten sie. 4 „Wir möchten uns gern vorübergehend in Ägypten niederlassen. Die Hungersnot in Kanaan wird immer unerträglicher, alle Weideplätze für unser...
Sep 15, 2010•9 min
Jakob packte seinen ganzen Besitz zusammen und machte sich auf den Weg. Als er nach Beerscheba kam, schlachtete er ein Tier und opferte es dem Gott seines Vaters Isaak. 2 Nachts hörte er Gottes Stimme: „Jakob! Jakob!“ „Ja, Herr?“ 3 „Ich bin Gott“, antwortete die Stimme, „der Gott deines Vaters. Hab keine Angst davor, nach Ägypten zu ziehen! Dort will ich deine Nachkommen zu einem großen Volk machen. 4 Ich gehe mit dir nach Ägypten, und deine Nachkommen bringe ich wieder hierher zurück. Josef wir...
Sep 14, 2010•9 min
Da konnte Josef sich nicht länger beherrschen. „Verlasst den Raum!“, befahl er seinen Hofbeamten erregt. Nun war er mit seinen Brüdern allein. 2 Er brach in Tränen aus und weinte so laut, dass die Ägypter es hörten. Auch am Hof des Pharaos sprachen bald alle davon. 3 „Ich bin Josef!“, sagte er zu seinen Brüdern. „Lebt mein Vater noch?“ Fassungslos standen die Brüder vor ihm. Sie brachten keinen Ton heraus. 4 „Kommt doch näher!“, sagte Josef. Sie kamen zu ihm heran, und er wiederholte: „Ich bin e...
Sep 13, 2010•7 min
Nach dem Essen gingen die Brüder in ihre Unterkunft. Als sie fort waren, sagte Josef zu seinem Hausverwalter: „Füll jeden Sack mit so viel Getreide, wie sie tragen können. Dann leg heimlich bei jedem das Geld wieder hinein. 2 Meinen silbernen Becher verstau in Benjamins Sack, zusammen mit seinem Geld!“ Der Verwalter führte den Befehl aus. 3 Früh am nächsten Morgen reisten die Brüder mit ihren voll bepackten Eseln wieder ab. 4 Sie waren noch nicht lange fort, da befahl Josef seinem Hausverwalter:...
Sep 12, 2010•9 min
Die Hungersnot wurde immer drückender. 2 Bald war das Getreide aufgebraucht, das sie aus Ägypten mitgebracht hatten. „Geht wieder nach Ägypten, und kauft etwas!“, bat Jakob seine Söhne. 3 -5 Juda erwiderte: „Der Mann hat uns ausdrücklich gesagt: ‚Lasst euch nicht mehr hier blicken, außer ihr bringt euren Bruder mit!‘ Wir können also nur gehen und Getreide kaufen, wenn du Benjamin mit uns kommen lässt! Sonst hat unsere Reise keinen Sinn.“ 6 „Warum habt ihr dem Mann überhaupt erzählt, dass ihr noc...
Sep 09, 2010•9 min
Auch Jakob erfuhr, dass es in Ägypten Getreide zu kaufen gab. „Warum zögert ihr noch?“, fragte er seine Söhne. 2 „In Ägypten gibt es Getreide zu kaufen! Los, beeilt euch, und besorgt etwas, bevor wir verhungern!“ 3 Alle Brüder Josefs machten sich auf den Weg; 4 nur sein jüngster Bruder Benjamin blieb zu Hause, weil Jakob befürchtete, ihm könnte etwas zustoßen. 5 Zusammen mit vielen anderen kamen sie nach Ägypten, denn die Hungersnot wütete überall. 6 Weil Josef über ganz Ägypten regierte, musste...
Sep 08, 2010•9 min
Josefs Vorschlag gefiel dem Pharao und seinen Hofbeamten. 38 „Wir finden für diese Aufgabe keinen besseren Mann als Josef“, sagte der König, „denn in ihm wohnt Gottes Geist!“ 39 Er wandte sich an Josef: „Gott hat dir dies gezeigt, darum bist du der Klügste und für die Aufgabe am besten geeignet. 40 Meine Hofbeamten und das ganze Volk sollen auf dein Wort hören, nur ich selbst stehe noch über dir. 41 Ich ernenne dich zu meinem Stellvertreter, der über ganz Ägypten herrscht!“ 42 Er nahm den Siegel...
Sep 07, 2010•9 min
Zwei Jahre waren inzwischen vergangen. Eines Nachts hatte der Pharao einen Traum: Er stand am Nilufer, 2 als sieben schöne, dicke Kühe aus dem Wasser stiegen und im Ufergras weideten. 3 Danach kamen sieben magere und hässliche Kühe aus dem Fluss und stellten sich neben die anderen. 4 Plötzlich stürzten die mageren sich auf die dicken Kühe und verschlangen sie. Der Pharao wachte auf, 5 schlief aber sofort wieder ein und hatte einen zweiten Traum: Sieben volle, reife Ähren wuchsen an einem Halm. 6...
Sep 06, 2010•9 min
Einige Zeit später hatten zwei Beamte des Königs ihren Herrn verärgert: der Mundschenk und der oberste Bäcker. 2 Der Pharao war zornig auf sie. 3 Er warf sie in das Gefängnis, dem der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache vorstand und in dem sich Josef aufhielt. 4 Der Oberbefehlshaber beauftragte Josef damit, sie zu versorgen. Nach einiger Zeit 5 hatten beide in derselben Nacht einen besonderen Traum. 6 Als Josef am nächsten Morgen zu ihnen kam, fielen ihm ihre niedergeschlagenen Gesichter ...
Sep 05, 2010•8 min
Die Ismaeliter hatten Josef nach Ägypten gebracht. Sie verkauften ihn an den Ägypter Potifar, den Hofbeamten des Pharaos und Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache. 2 Der Herr half Josef: Ihm glückte alles, was er unternahm. Er durfte im Haus arbeiten, 3 und Potifar sah, dass der Herr ihm Erfolg schenkte. 4 Deshalb bevorzugte er ihn vor allen anderen Sklaven und machte ihn zu seinem persönlichen Diener. Er setzte Josef zum Hausverwalter ein und vertraute ihm seinen ganzen Besitz an. 5 Von da...
Sep 02, 2010•8 min
Um diese Zeit ging Juda von zu Hause fort. Er zog hinunter zur Stadt Adullam und wohnte bei einem Mann namens Hira. 2 Dort lernte er die Tochter des Kanaaniters Schua kennen und heiratete sie. 3 -5 Die beiden bekamen drei Söhne: Er, Onan und Schela. Bei Schelas Geburt wohnten sie gerade in Kesib. 6 Als der Älteste erwachsen war, verheiratete Juda ihn mit einem Mädchen namens Tamar. 7 Aber der Herr verabscheute, wie dieser sein Leben führte, darum ließ er ihn sterben. 8 Da ging Juda zu seinem Soh...
Sep 01, 2010•9 min
Eines Tages trieben Josefs Brüder die Viehherden ihres Vaters nach Sichem, um sie dort weiden zu lassen. 13-14 Da sagte Jakob zu Josef: „Geh zu deinen Brüdern nach Sichem, und erkundige dich, wie es ihnen und dem Vieh geht! Dann komm wieder, und berichte mir!“ „Gut“, sagte Josef. Er verließ das Tal von Hebron und machte sich auf den Weg nach Sichem. 15 Dort irrte er auf den Weideplätzen umher, bis er einen Mann traf. „Wen suchst du?“, fragte der. 16 „Meine Brüder mit ihren Herden. Hast du sie vi...
Aug 31, 2010•8 min
Jakob wurde im Land Kanaan sesshaft, in dem auch schon sein Vater Isaak gelebt hatte, 2 und so geht seine Geschichte weiter: Jakobs Sohn Josef war inzwischen 17 Jahre alt. Seine Aufgabe war es, die Schaf- und Ziegenherden seines Vaters zu hüten, zusammen mit seinen Halbbrüdern, den Söhnen Bilhas und Silpas. Hinter ihrem Rücken verleumdete er sie bei seinem Vater und verriet ihm alles, was sie trieben. 3 Jakob liebte Josef mehr als die anderen Söhne, weil er ihn noch im hohen Alter bekommen hatte...
Aug 30, 2010•8 min
Es folgt der Stammbaum von Esau, der auch Edom genannt wird: 2-3 Esau hatte drei Frauen aus Kanaan geheiratet: Ada, eine Tochter des Hetiters Elon; Oholibama, eine Tochter Anas und Enkelin des Horiters Zibon, und Basemat, eine Tochter Ismaels und Schwester Nebajots. 4 Ada hatte einen Sohn mit Namen Elifas; Basemats Sohn hieß Reguël, 5 und Oholibamas Söhne waren Jëusch, Jalam und Korach. Alle wurden im Land Kanaan geboren. 6 Später verließ Esau das Land. Seine Frauen, Kinder und alle, die zu ihm ...
Aug 29, 2010•9 min
Danach verließen sie Bethel und zogen weiter. Als sie nur noch ein kurzes Stück von Efrata entfernt waren, setzten bei Rahel starke Geburtswehen ein. 17 Sie krümmte sich vor Schmerzen, doch die Hebamme rief ihr zu: „Nur Mut, du hast wieder einen Sohn!“ 18 Aber Rahel spürte, dass sie sterben musste. Darum nannte sie den Jungen Benoni („Schmerzenskind“), Jakob jedoch gab ihm den Namen Benjamin („Glückskind“). 19 Rahel starb, und Jakob begrub sie an der Straße nach Efrata, das jetzt Bethlehem heißt...
Aug 05, 2010•6 min
Gott sprach zu Jakob: „Mach dich auf, und zieh wieder nach Bethel! Bleib dort, und bau mir einen Altar. Denn an diesem Ort bin ich dir erschienen, als du auf der Flucht vor deinem Bruder Esau warst.“ 2 Jakob befahl seiner Familie und denen, die zu ihm gehörten: „Werft alle Götterfiguren weg, die ihr noch bei euch habt! Wascht euch, und zieht saubere Kleidung an! 3 Wir gehen jetzt nach Bethel. Dort will ich für Gott einen Altar bauen, denn er hat in der Not meine Gebete erhört. Während meiner gan...
Aug 04, 2010•7 min
Eines Tages wollte Dina, die Tochter Leas und Jakobs, die kanaanitischen Mädchen kennen lernen und verließ das Zeltlager. 2 Als Sichem, der Sohn des Hiwiters Hamor, sie sah, fiel er über sie her und vergewaltigte sie. 3 Er verliebte sich in sie und redete ihr freundlich zu, um sie für sich zu gewinnen. 4 Dann ging er zu seinem Vater Hamor. „Sorg dafür, dass ich dieses Mädchen heiraten kann!“, bat er ihn. 5 Sehr bald erfuhr auch Jakob, dass Dina vergewaltigt worden war. Er wollte sofort etwas unt...
Aug 03, 2010•8 min
Kaum war Jakob weitergezogen, da sah er auch schon Esau, wie er mit vierhundert Mann anrückte. Sofort stellte er seine Kinder zu ihren Müttern. 2 Die beiden Mägde mit ihren Kindern mussten vorangehen, dahinter kam Lea mit ihren und ganz zum Schluss Rahel mit Josef. 3 Er selbst lief an die Spitze des Zuges und verbeugte sich siebenmal, bis sie seinen Bruder erreicht hatten. 4 Der rannte Jakob entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Beide weinten. 5 Dann betrachtete Esau die Frauen und die ...
Aug 02, 2010•8 min
Mitten in der Nacht stand Jakob auf und überquerte den Jabbokfluss an einer seichten Stelle, zusammen mit seinen beiden Frauen, den beiden Mägden und den elf Kindern. 24 Auch seinen Besitz brachte er auf die andere Seite. 25 Nur er blieb noch allein zurück. Plötzlich stellte sich ihm ein Mann entgegen und kämpfte mit ihm bis zum Morgengrauen. 26 Als der Mann merkte, dass er Jakob nicht besiegen konnte, gab er ihm einen so harten Schlag auf das Hüftgelenk, dass es ausgerenkt wurde. 27 Dann bat er...
Aug 01, 2010•7 min
Früh am nächsten Morgen küsste Laban seine Töchter und seine Enkel zum Abschied und segnete sie. Dann kehrte er wieder nach Hause zurück. 2 Auch Jakob setzte seine Reise fort. Unterwegs begegnete ihm eine Schar von Engeln. 3 „Das ist ein Heer Gottes!“, rief er erstaunt. Darum nannte er den Ort Mahanajim („Doppelheer“)1. 4 Jakob schickte Boten zu seinem Bruder Esau, der sich gerade in Edom im Land Seïr aufhielt. 5 Sie sollten Esau diese Nachricht überbringen: „Ich, Jakob, dein Diener, bin bis jet...
Jul 29, 2010•9 min
Eines Tages erfuhr Jakob, dass Labans Söhne über ihn schimpften: „Der Kerl ist ein Dieb! Alles hat er sich vom Vater unter den Nagel gerissen. Auf unsere Kosten ist er reich geworden!“ 2 An Labans finsterer Miene bemerkte Jakob, dass auch sein Onkel nicht mehr so auf seiner Seite stand wie früher. 3 Da sprach der Herr zu Jakob: „Geh wieder zurück in das Land deiner Väter und zu deinen Verwandten! Ich bin mit dir, ich werde dich beschützen!“ 4 Daraufhin ließ Jakob Rahel und Lea zu sich auf die We...
Jul 28, 2010•10 min
Nach der Geburt Josefs ging Jakob zu seinem Onkel Laban. „Lass mich in meine Heimat zurückkehren!“, bat er. 26 „Überlass mir meine Frauen und meine Kinder; um sie zu bekommen, habe ich hart für dich gearbeitet. Du weißt ja selbst, was ich geleistet habe – jetzt lass mich bitte gehen!“ 27 Aber Laban erwiderte: „Tu mir doch den Gefallen und bleib hier! Vor einiger Zeit sagte mir jemand die Zukunft voraus. Durch ihn weiß ich, dass der Herr mir nur deshalb so viel Besitz geschenkt hat, weil du bei m...
Jul 27, 2010•9 min
Weil Rahel keine Kinder bekam, wurde sie eifersüchtig auf ihre Schwester. Sie bestürmte Jakob mit Vorwürfen: „Verschaff mir endlich Kinder, sonst will ich nicht länger leben!“ 2 Jakob wurde wütend und rief: „Bin ich denn Gott? Er hat dir Kinder versagt und dich unfruchtbar gemacht, nicht ich!“ 3 „Dann gebe ich dir eben meine Magd Bilha“, entgegnete Rahel. „Geh zu ihr, und mach sie schwanger! Wenn es so weit ist, soll sie das Kind auf meinem Schoß gebären, dann ist es wie mein eigenes.“1 4 Jakob ...
Jul 26, 2010•8 min
Jakob blieb bei seinem Onkel und half mit bei der Arbeit. 15 Nach einem Monat sagte Laban zu ihm: „Du bist mein Verwandter, aber deshalb sollst du nicht umsonst für mich arbeiten! Sag mir, welchen Lohn willst du haben?“ 16 Laban hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea und ihre jüngere Schwester Rahel. 17 Lea hatte glanzlose Augen, Rahel aber war eine sehr schöne Frau. 18 Jakob liebte sie. Darum antwortete er: „Ich will sieben Jahre für dich arbeiten, wenn du mir Rahel gibst!“ 19 „Einverstanden“,...
Jul 25, 2010•9 min
Danach brach Jakob auf und ging weiter nach Osten zu dem Gebiet, aus dem seine Mutter stammte. 2-3 Eines Tages erreichte er einen Brunnen mitten in der Steppe. Die Hirten dieser Gegend tränkten daraus ihre Schafe und Ziegen. Schon drei Herden lagerten bei dem Brunnen, aber der große Stein auf dem Brunnenloch war noch nicht weggeschoben worden. Es war üblich, dass man so lange wartete, bis alle Hirten mit ihrem Vieh da waren; dann erst wälzten die Hirten gemeinsam den Stein vom Loch, tränkten das...
Jul 22, 2010•8 min
Jakob verließ Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran. 11 Als die Sonne unterging, blieb er an dem Ort, wo er gerade war, um zu übernachten. Unter seinen Kopf legte er einen der Steine, die dort herumlagen. 12 Während er schlief, hatte er einen Traum: Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Engel Gottes stiegen hinauf und herab. 13 Oben auf der Treppe stand der Herr und sagte zu ihm: „Ich bin der Herr, der Gott Abrahams und Isaaks. Das Land, auf dem du li...
Jul 21, 2010•8 min
Esau hasste Jakob, weil dieser ihn betrogen hatte. Er nahm sich vor: „Wenn mein Vater gestorben ist und die Trauertage vorbei sind, dann werde ich Jakob umbringen!“ 42 Aber Rebekka erfuhr von seinem Plan und ließ Jakob zu sich rufen. „Dein Bruder will sich an dir rächen und dich umbringen!“, flüsterte sie ihm zu. 43 „Darum befolge meinen Rat: Flieh zu meinem Bruder nach Haran, 44 und bleib so lange dort, bis sich Esaus Zorn wieder gelegt hat. 45 Wenn er nicht mehr daran denkt, was du ihm angetan...
Jul 20, 2010•8 min