¶ Rosinante ist weg!
Derek. Bist du da? Hallo erst einmal. Wieso kommst du so spät? Ich liege schon seit Stunden im Katzenkorb und warte darauf, dass die Ladentür sich öffnet und du hereinspazierst. Ich muss dir was erzählen, das glaubst du nicht. Stelle mich auf die Probe. Ich musste zurücklaufen, den ganzen Weg von der Chorprobe. Nein, da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt. Und weißt du wieso? Mitnichten? Aber fasse dich kurz.
Ich habe Hunger und möchte dich bitten, selbigen alsbald zu stillen. Am besten, du beginnst gleich mit der Poente deiner Erzählung. Peter hat Rosinante. Hä? Wer ist Peter? Und wieso hat er Rosinante? Das heißt, so elaboriere doch. Was? Oh erzähle ausführlich. I was in the core probe and Rosinante an Kellerfenster angeschlossen, am I going to get an hour?
Die Fahrradständer sind ja immer alle schon belegt, wenn ich komme. Und Peter hat dein Fahrradschloss durchtrennt und Rosinante entführt? Rufe die Polizei. Moment mal, woher weißt du, dass Peter dein Fahrrad hat? Und wer ist Peter? Peter ist der Hausmeister von dem Haus neben dem Gemeindezentrum. Ach, du hast von ihm erzählt. Das ist der Mann der wenigen Worte, Wortkalger Peter. Genau der. Und der hat Rosinante? Bist du dir da sicher? Na klar bin ich mir sicher.
Ich habe ihm doch den Schlüssel für das Fahrradschloss gegeben. Fahrradschrauber? Mit Verlauf? Wenn du Peter den Schlüssel für Rosinantes Schloss ausgehändigt hast, dann hast du ganz beachtlich dazu beigetragen, dass Rosinante in Peters unrechtmäßigen Besitz übergegangen ist.
Ich hab doch aber gedacht, er würde Rosinante nur umparken. Er kam mitten in die Chorprobe geplatzt und hat gesagt, zum hundertsten Mal, Fahrräder am Gitter vom Kellerfenster sind verboten. Schlüssel her! Na und dann habe ich ihm halt den Schlüssel gegeben. Und als ich nach der Chorprobe rausgekommen bin, war Rosinante weg. Das, mein Freund, war zu erwarten.
Und du hast dir den Schlüssel von Peter nicht wiedergeholt? Ja, das habe ich doch versucht. Er hat ihn mir nicht gegeben. Er hat nur gesagt, mitkommen! Und dann? Ja, dann bin ich mit ihm mitgekommen. Zum Kellerfenster. Da hat er auf ein Schild gezeigt, was da dran ist. Und was stand auf dem Schild? Da stand drauf, wieder rechtlich angeschlossene Fahrräder werden entfernt. Ja.
Hattest du das Schild denn übersehen? Nein, Quatsch, Kater. Das Schild hängt da doch schon ewig an dem Kellerfenster dran. Ah! Aber ich schließe mein Fahrrad doch immer da an. Oh, Fahrradschrauber. Ich weiß. Keine Ahnung. Und wenn du ihn ganz lieb darum bittest, dir dein geliebtes Fahrrad wiederzugeben und ihm Besserum gelobst? Das habe ich doch schon gemacht. Ich habe auf ihn eingeredet, ich habe ihn angefleht und fast geweint, aber er meinte nur: Nein. Oh, welche unnachgiebige Härte.
Was ist mit Frau Spabrot? Kann sie nicht mit Peter reden, so von Hausmeisterin zu Hausmeister? Ja, Frau Spabrot hat gesagt: Ich wäre selber schuld, und wer nicht hören will, muss fühlen. Ja, das sieht ihr ähnlich. Nun ist guter Rat teuer, mein unbelehrbarer Freund. Hallo, ihr zwei. Ich grüße dich, O Holdeberbel. Hat Figarino es dir schon erzählt? Dass man ihm Rosinante abspenstig gemacht hat? Ei freilich!
¶ Die Billard-Herausforderung
Ich habe mit Peter geredet, Figarino. Gibt er mir Rosinante wieder? Was hat er denn gesagt? Nicht viel. Aber so einfach kriegst du dein Fahrrad nicht zurück. Er will dir anscheinend eine Lehre erteilen. Oh Mann! Peter meinte aber, dass du Rosinante zurückgewinnen kannst, wenn du ihn beim Spielen besiegst. Ich soll ihn beim Spielen besiegen? Ja, genau. Und was spielen wir? Mensch ärgere dich nicht? Da verliere ich doch immer. Nein, Figarino, nicht Mensch ärgere dich nicht. Billiard. Billiard?
Das ist doch das mit den Bällen und dem Stock, oder? Mit den Kugeln und dem Kö. Oh, Fahrradschrauber! Schon an den Königshöfen des 16. Jahrhunderts So ähnelten zum Beispiel die Stadt. Waren also am vorderen Ende gebogen. Das Wort billig. soll im Französischen früher so viel Auch das französische Wort B. wohl einen Einfluss auf den Namen. Peter hat gesagt, wenn du Rosinante wiederhaben willst, sollst du in einer Stunde im Gemeindezentrum sein. Äh. Du kannst doch Billard spielen, oder? Ja, aber.
¶ Billard für Anfänger
Also noch einmal Fahrradschrauber mit dem Kö. Das ist der Stock. Wenn du so willst. Mit dem Kö, oder wie du ihn nennst, dem Stock, stößt du die weiße Kugel so an, dass sie auf eine deiner Kugeln trifft und eine solche, wenn möglich, in eine Tasche befördert. Äh, warte mal, die Bälle müssen in eine Tasche? Kann ich die in meine eigene Tasche spielen? Meine Brusttasche ist ziemlich groß, das wäre ein Vorteil. Ach, Kaffee.
Ich sehe schon, du hast mal wieder gar keine Ahnung. Rosinante ist verloren. Ja, dann erklär mir doch einfach, in welche Taschen ich spielen muss. In den Ecken und an den Längsseiten des Billiardtisches befinden sich Löcher. Ah! Ja, ich weiß, das habe ich schon mal gesehen. Und in die Löcher müssen die Bälle rein. Die Kugeln müssen in die Taschen. Okay, klingt machbar. Um die Kugeln in die Taschen zu bekommen, stößt du die weiße Kugel mit dem Köhl so an, dass sie eine deiner Kugeln trifft.
Und diese so in eine bestimmte Tasche befördert. Pm, warte mal. Ich muss die Kugeln mit dem Stock anstoßen? Was hast du denn gedacht, wozu der Kö da ist? Damit du dich daran festhalten kannst, wenn du gerade nicht dran bist? Ich hatte diesen wie heißt es, Kö, halt jetzt gerade nicht auf dem Schirm. Ich stubse also die Kugeln mit dem Kö an. Die weiße Kugel.
Ich stubse die weiße Kugel mit dem Köhe an und die stubse dann die anderen Kugeln an, sodass sie in die Löcher rollen. So in etwa. Oh, das klingt kompliziert. Muss ich denn? Nutzen? Allfreilich. Aber warum? Weil es sonst kein Billard wäre! Ist ja schon gut. Nogen hören gut zu, Farad. Beim Billard gibt es natürlich auch Regeln. Oh, jetzt gibt's auch noch Regeln. Was denn noch alles?
Ein wenig physikalisches Grundwissen könnte nicht schaden. Physikalisches Grundwissen? Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel und dergleichen. Was schaust du denn so? Man kann sich ausmalen, wie die Kugeln rollen und wie man sie anstoßen muss. Ah, und vor allem wo? Es ist eine defile Sache. Das schaffe ich nie. Vielleicht nehme ich mir einfach einen Anwalt. Du bist und bleibst ein Billiardpannause.
Ich weiß nicht, Figarino. Wollt ihr das wirklich so durchziehen? Das kommt mir irgendwie unfair vor. Das kommt dir unfair vor? Und wie kommt dir das vor, dass Peter Rosinante hat? Ich will mein Fahrrad wieder haben. Und ich habe keine Ahnung von Billard. Alles, was ich darüber weiß, ist, dass es das Pibe ist. Du weißt auch von den Kugeln, den Taschen und dem Kö. Ja, und das auch. Anfang. Okay, Bärbel.
¶ Der Billardkampf beginnt
Wünsch uns Glück. Du schaffst das schon, Figarino. Meinst du echt? Peter sieht ungeduldig aus. Fang mal lieber an zu spielen. Ich setze mich hier in die Ecke und schaue zu. Okay. Hallo Peter. Wollen wir? Also ich will eigentlich nicht, aber Nick auch. Zu viel gegessen? Äh, ja, genau. Ich hatte so einen Hunger. Ich hab. Und dicke Jacke. Ja, ja, ja. Ich friere nach dem Essen immer so. Anfang. Äh, ich?
Okay, dann nehm ich mal das Ding hier. Das ist ein Kö, das weiß ich. Mit dem muss man die weißen Ko. Äh, ich dachte, ich fange an. Du laberst zu viel. Du spielst die halben. Was? Äh, die halben? Oh, die mit den Streifen. Ah, meine Kugeln sind die mit den Stirnbändern. Moment mal, jetzt war doch aber ich dran. Mitnichten, er hat doch eingeloggt. Wann ist Billard kompliziert? Ha! Jetzt gingen aber keine Kugel rein, Peter. In die Taschen. So heißen die Löcher beim Billiard. Äh. Du bist dran. Okay.
Ah, danke. Was hast du mir da gerade gegeben? Kreide. Und w was mache ich damit? Müssen wir die Punkte aufschreiben? Für den Kö. Ah ja, die Kreide ist für den Kö. Den muss ich damit anmalen? Die Spitze! Die Spitze? Spielen! Na gut. Siehst du was lang, John? Richte die Spitze etwas weiter nach links aus. Noch mehr. Ja, gut so. Lass den Köh locker, ich übernehme. Zwei drin. Na, du bist dran. Mit nicht denn? Wir haben doch eingelaucht.
Eingetascht, meinst du? Gehe an die Ecke. Wir spielen auf die gelbe. Stopp! Was denn? Was guckt aus deiner Jacke? Meine Arme und mein Kopf? Ein Katzenschwanz. Wo denn? Ach, das da! Das ist doch kein Katzenschwanz, das ist ähm das ist ein Stück von meinem Schal. Das ist meinem Feldschal. Keine Katzen. Hier sind doch keine Katzen. Hey, hey! Nicht meine Jacke aufmachen! Keine Katzen am Billardtisch. Aber das ist mein Glücksbringer. Keine Katzen am Billardtisch.
Komm her, Longjohn. Ich nehme dich. Oh, schwere Not. Jetzt ist alles verloren. Spiel auf die gelbe Fahrradschrauber. Und Bauchreden fällt auch flach.
¶ Unkonventioneller Sieg
Du bist dran. Na gut. Es nützt ja nichts. Mist mit Mütze. Ich bin am Köhe abgerutscht. Meine Hände schwitzen so. Darf ich nochmal? Ich bin dran. Aber ich wollte eigentlich auf die gelbe Kugel schießen. Ich bin nur. Ich bin immer noch dran. Da liegen jetzt aber fast nur noch meine Kugeln mit den Stirnbändern. Ruhe. Ich ziele. Entschuldigung. Allergie.
Du bist dran. Mann, ich hab so schwitzige Hände. Sekunde, ich muss mir nur mal eben die Hände an meinen Hosen trocken wischen. Ich lege den Stecken mal kurz hin. So. Na dann, falsch rum. Was? Figarino, du hältst den Kühl falsch herum. Das dünne Ende muss nach vorne. Lass ihn doch. Ja, lass mich doch. Wie ich das Ding halte, das ist doch jetzt auch schon egal. So.
Ich habe eingetascht! Ich habe eingetascht! Ich habe zwei Kugeln eingetascht! Hast du das gesehen, Bärbel? Großartig, Figarino! Das liegt daran, dass ich den Stock andersrum halte. Am dicken Ende ist Gummi dran. Ha, und damit kenne ich mich aus. Fahrradreifen. Anfängerglück. Du bist rein. Ehe vor vielen hundert Jahren das Billiardspielen in Innenräume und Субтитры делал DimaTorzok Auf der Wiederweg. Billiard war also ursprünglich ein Ausgang.
Der Stoff, mit dem die Spielfläche auf einem Billardtisch bespannt ist, Grün. Und dieses grüne Tuch soll an den Rasen erinnern. Das behauptet jedenfalls Lombok. So? Ich habe alle Kugeln mit Streifen eingetascht. Hintereinander weg. Hab ich jetzt gewonnen? Die schwarze. Tasche aussuchen. Aber die schwarze Kugel hat doch gar keine Streifen. Ich hab doch die gestreiften Bälle. Kugeln, meine ich. Die schwarze Tasche aussuchen.
Wer keine Kugeln übrig hat, darf auf die Schwarze spielen, Figarino. Such dir einfach eine Tasche aus. Okay, dann. Hm, dann nehme ich die da hinten. Es ist doch viel zu kompliziert. Spiele die Kugel doch einfach in das Loch, vor dem sie schon liegt. Da kann nichts passieren. Aber das wäre doch viel zu einfach. Ich nehme die Tasche da hinten. Aber da liegen ja Peters Kugeln im Weg. Es ist unmöglich, die Schwarze da hinten in die Tasche zu spielen. Unmöglich? Mitnichten?
Wenn er über die Bande spielt? Das ist viel zu riskant. Peter soll auch eine Chance haben, nochmal dran zu kommen. Oder Peter? Nicht labern. Spielen. Okay. Oh, na bitte, geh doch! Figarino, du hast es geschafft! Du hast gewonnen! Ich weiß. Ich kann echt alles, sogar Billard. Ach, Figarino.
¶ Rosinante ist zurück
Fahrradschrauber, jetzt höre doch endlich auf, das Fahrrad zu putzen. Es ist ja schon so blank, dass es blendet, wenn man hinschaut. Ich bin einfach so froh, dass ich meine Rosinante wiederhabe. Da bin ich sie auch ein bisschen verwöhnt. Bei allem, was sie durchgemacht hat. Oh, warte mal. Hier ist noch ein Fleck. Ah! Bärbel! Figarino! Bärbel! Na? Wie fühlt es sich an, wenn man Peter im Billard besiegt hat?
Und alles nur, weil du den Kö mit dem dicken Ende gespielt hast. Du Billardbanause! Und weil ich die Grundregel der Physik kenne. Du weißt ja, Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel. Was du nicht sagst. Das müssen wir auf alle Fälle feiern. Was haltet ihr davon, wenn wir heute Abend zusammen Pizza essen gehen? Heute Abend? Ah, das geht leider nicht, Bärbelchen. Da bin ich schon verabredet. Du bist heute Abend verabredet? Etwa mit Lotte? Nein, nicht mit Lotte. Zum Billiard-Spiel.
Pfanne bowl. Das war Figarinos Fahrradladen. フランシスカ Und Anna Pröler. Redaktion Anna Pröle 字幕志愿者 李宗盛 Und jetzt noch ein Tipp. Quatsch Kinder reden über die Welt. Und überhaupt. Man braucht ja auch irgendwie Streit, um auf Lösungen zu kommen. Also man sollte ehrlich gesagt einfach das sein Bauchgefühl gehen, weil mein Bauchgefühl ist, glaube ich, immer am besten.
Und wir sind die Anne und die Ursel. Und für uns gibt es kaum Wichtigeres und Schöneres, als mit unseren Kinderexpertinnen und Experten über einfach alles Klartext zu reden. Bei uns geht's richtig zur Sache. Mit Quatsch und Weisheit. Dem Philosophie-Podcast für alle, die Quatsch und Weisheit lieben. In der ARD-Audiothek. Quatsch und Weisheit.
