Wir hatten dann wieder unseren ersten Ultraschalltermin. Ich habe sofort an der Reaktion auch von meiner Ärztin gemerkt, irgendwas stimmt nicht. Ja, tatsächlich wieder siebte Woche, keine intakte Schwangerschaft mehr. Das war unser absoluter Tiefpunkt. Ich kann das nicht mehr. Dieses ganze Versteckspiel, dieses Doppelleben, dieses in die Kamera lachen, aber irgendwie innerlich trauern. So ich möchte irgendwie jetzt einfach einen Tisch machen und darüber sprechen.
Manchmal sind es nur ganz kurze Momente, die ein Leben komplett verändern können. Ein Augenblick, eine Entscheidung, ein Ereignis, ein Wimpernschlag und danach ist alles anders. Ich bin Philipp Leiter und ich treffe in diesem Podcast Menschen, um mit ihnen genau über diesen einen Moment zu sprechen, der ihr Leben für immer verändert hat. Heute treffe ich hier im Podcast eine Person, die einige von euch vielleicht von Instagram kennen.
Anna Johnson ist mein Gast. Sie hat 1,4 Millionen Follower, mit denen sie zum Beispiel DIY, Fashion oder Interior Content teilt. Aber seit einigen Jahren spricht Anna auf Social Media auch über ein sehr dunkles Kapitel ihres Lebens. Heute wird es um unerfüllten Kinderwunsch gehen, ein Thema, das viel zu lange ein großes Tabu war und kaum öfters. Umso dankbarer bin ich, dass Anna heute hier ist und wir darüber sprechen können.
Hallo Anna, ich freue mich sehr, dass es geklappt hat. Hallöchen, ich freue mich auch sehr, dass ich hier eingeladen wurde und dabei sein darf. Ja, wir gehen heute zurück in die Vergangenheit, in deine Vergangenheit. Vier Jahre zurück, ein kühler, verregneter Herbstmorgen, der 21. Oktober 2018. Du hast an dem Tag einen Termin für eine OP, weil du wissen willst, warum du nicht schwanger wirst.
Diese OP ist eine sogenannte Bauchspiegelung und du überlegst davor sogar noch, ob du den Termin einfach wieder absagen sollst. Warum? Ja, es hat mit unserer langen Kinderwunschreise zu tun. Wir haben sehr, sehr viele Untersuchungen und Termine und Arztbesuche hinter uns gebracht. Und das war eigentlich so ein bisschen der letzte Ausweg, diese Bauchspiegelung zu machen, weil mir damals meine Frauenärztin gesagt hatte, ich bin so ein bisschen am Ende meiner Latein.
Das wäre so das Letzte, was ich Ihnen jetzt irgendwie noch empfehlen könnte, um herauszufinden, was bei Ihnen los ist, weil wir schon so viel ausprobiert haben. Und meine Mama hatte dann auch noch zu mir gesagt, muss das wirklich sein, so ein OP, so ein Eingriff? Was ist, wenn die da nichts finden? Und ich dachte mir auch, ja, ich gehe da jetzt in die OP und die werden wahrscheinlich sowieso nichts finden.
Aber dachte mir ja, komm, wenn das unser einziger Ausweg ist, dann nehmen wir es einfach mal mit. Es reiht sich dann einfach in die ganzen Untersuchungen ein und wir gucken einfach mal, was es so mit sich bringt. Das heißt, du hattest schon so zwischendurch den Gedanken, vielleicht bringt das jetzt einfach auch nichts. Ja, absolut. Also ich bin mir sehr, sehr sicher, die werden da wieder nichts finden und es wird ins Leere laufen.
Aber dann hast du es doch gemacht. In der Klinik verabschiedest du dich von deinem Mann Tim, musst so ein OP-Hemd anziehen und kriegst dank Vollnarkose gar nichts mit von dem Eingriff. Was ist das Erste, was du wahrnimmst, als du wieder aufwachst? Ja, das Allererste, was ich wahrnehme, ist mein Arzt, also mein operierender Arzt, der vor mir steht. Ich bin noch so halb benebelt von der Narkose und kann eben eigentlich nur so fetzenweise folgen.
Und man kann nur sowas auffangen wie, ja, OP ist gut verlaufen, hochgradig Endometriose. Und ich war so, Moment mal, das höre ich jetzt gerade zum ersten Mal. Ja, überall Verwachsungen, Verwucherungen bei der Eilaterson zu. Ja, so wird das auf natürlichem Weg auf jeden Fall nichts. Ja, sie können es in der Kinderwunschklinik probieren, aber vielleicht wird es auch nicht klappen.
Und ja, das waren quasi so die Aussagen. Also ich habe dort dann quasi innerhalb von so zwei, drei Sätzen nach ein paar Jahren Kinderwunsch bereits gehört, dass ich vielleicht niemals schwanger werden kann. Und das war natürlich schon eine Ansage, mit der ich jetzt so erstmal nicht gerechnet hatte. Besonders, weil ich erst davon ausgegangen bin, Dass diese OP vielleicht sogar recht hinfällig sein sollte.
Das heißt, du kriegst einfach so hingeknallt, sie können höchstwahrscheinlich keine Kinder bekommen. Was fühlst du in dem Moment, nachdem du ja schon auch lange an diesem Wunsch gearbeitet hast zu dem Zeitpunkt? Ja, für mich ist da natürlich eine absolute Welt zusammengebrochen. Also es war wirklich ganz, ganz schlimm. Ich habe erst gedacht, ich bin noch in Narkose. Also es kann jetzt gar nicht sein, dass ich hier innerhalb von zwei, drei Sätzen das einfach so vor den Latz
geknallt bekomme. und habe wirklich noch versucht, mich zusammenzureißen. Also ich habe schon so einen richtig dicken Kloß im Hals gespürt und dachte mir, nein, das kann jetzt nicht sein. Ich versuche mich zu beruhigen und es wird auf jeden Fall eine Lösung geben. Aber ja, mein Herz ist in tausend Teile zerbrochen. Ich glaube, um das noch ein bisschen besser zu verstehen, sollten wir vielleicht deine Geschichte von Anfang an erzählen.
Du bist heute eine der erfolgreichsten Content-Creatorinnen Deutschlands. Auf Instagram folgen dir Millionen Menschen. Aber das war jetzt nicht von Anfang an, Dein Lebensplan, du wolltest wahrscheinlich beruflich eigentlich was anderes machen. Ja, genau. Also das ist eigentlich eher aus so einem Zufall eher passiert, sage ich mal so.
Ich habe eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht und habe dann auch in dem Bereich noch studiert und wollte da eigentlich Fuß fassen, weil auch unsere Familie wirklich sehr sozial engagiert ist und wirklich alle in dem sozialen Bereich arbeiten. Und dann dachte ich mir, ja, das ist genau das Richtige für mich, da fasse ich Fuß. Und ja, letzten Endes kam dann doch alles relativ anders. Ich habe dann irgendwann mal einen Mann kennengelernt, der ist Fotograf und Videograf.
Der hat schon immer zu mir gesagt, du musst irgendwas in die Online-Richtung machen. Und ich war immer so, dafür bin ich irgendwie viel zu introvertiert. Ich glaube, das ist überhaupt nicht mein Ding. Ich stand aber schon immer ganz gerne vor der Kamera. Also ich habe früher neben dem Studium, um mir das Studium so ein bisschen zu finanzieren, nebenbei gemodelt und habe mir dann wirklich so ein paar Kröten, sage ich mal, dazu verdient. Das war wirklich nicht viel.
Habe dann meine Wochenenden immer dafür geopfert und dann irgendwie, weiß nicht, für Kataloge, Shootings oder sonstiges vor der Kamera gestanden. Und hatte natürlich dann auch schon so ein bisschen Interesse daran. Und ja, irgendwie kam dann so das eine zum anderen. Und ja, man meinte so, ja komm, wir machen mal ein paar Fotos, wir stellen die jetzt mal online. Und ich kann mir auch voll gut so einen YouTube-Kanal bei dir vorstellen und so weiter und so fort.
Und irgendwann kam auch tatsächlich eine Anfrage von einem TV-Sender. Die hatten damals noch so ein Online-Format. und die sind irgendwie auf mich aufmerksam geworden und meinten so, hey, wir könnten uns das voll gut vorstellen. Dich bei uns irgendwie in die Sendung mit aufzunehmen. Und ich dachte mir, was wollen die denn mit mir? Bin dann aber tatsächlich aus Neugierde dann doch mal zum Bewerbungsgespräch hingegangen, hab mir das angehört und hab am selben Tag tatsächlich noch den
Vertrag dort unterschrieben. Also total verrückt. Und ein halbes Jahr später stand ich vor der Entscheidung, alles oder nix. Also entweder ich gehe jetzt wirklich in diese Social-Media-TV-Richtung oder ich...
Ja, mache halt weiter in meinem sozialen Beruf und ich wollte einfach mal was Neues ausprobieren und dachte mir, okay, ich versuche das jetzt einfach mal, es macht mir irgendwie auch Spaß und habe dann tatsächlich meinen Job gekündigt und ja, alles auf eine Karte gesetzt und seitdem mache ich das tatsächlich beruflich.
Ich wusste damals nicht mal, dass man damit Geld verdienen kann, also wirklich in den ersten Anfängen, ich mache das ja mittlerweile schon seit über zehn Jahren und ja, bin tatsächlich bis heute dabei geblieben. Wow, du hast gerade ein bisschen was von deiner Familie schon erzählt. Es klingt so nach sehr normalem Elternhaus irgendwie. Absolut. Wie haben die reagiert, als du gesagt hast, vielleicht will ich in diese Medienrichtung gehen?
Also ich kenne das von mir selber, dass es da eben so, ja, willst du nicht was Anständiges erstmal machen und so? Ja, war das bei dir auch so? Ja, schon. Also ich glaube, meine Mutter war da so ein bisschen offener gegenüber. Weil wir auch jemanden bei uns in der Familie haben, die seit vielen, vielen Jahren so auf YouTube unterwegs ist. Deswegen hat die, glaube ich, schon mal so den Weg so ein bisschen für mich freigemacht und die ganzen Vorurteile schon mal so ein bisschen beiseite geräumt.
Aber bei meinem Vater war das damals schon, ja, der meinte so, ja, guck mal, jetzt hast du studiert und du hast eine Ausbildung gemacht und dir stehen so viele Türen offen und so unter dem Motto so, ja, das ist ja keine richtige Arbeit, das ist ja kein richtiger Job. Das waren damals ja auch noch andere Zeiten vor zehn Jahren. Da wusste ja keiner so richtig, wenn ich gesagt habe, ich mache was im Internet.
Ja, da haben die, wer weiß, was ich gedacht, aber ganz bestimmt nicht das, was ich dort gemacht habe. Und ja, ich musste da schon so ein bisschen, ja, das auch verteidigen, sage ich mal so. Aber mittlerweile haben sie es alle verstanden und akzeptiert. Das ist bei mir auch so, es braucht dann manchmal ein bisschen seine Zeit. Du hast gerade gesagt, du hast als Erzieherin gearbeitet, du hast Sozialpädagogik studiert und ich glaube vorher auch schon als Babysitterin gejobbt.
Also es klingt schon so, als wären Kinder immer ein großer Teil von deinem Leben gewesen. Absolut. Also ich konnte mir ein Leben ohne Kinder niemals vorstellen. Also auch damals, als ich noch selber keine Kinder hatte. Und das war für mich einfach immer... Kinder gehören in meinem Leben mit dazu. Punkt. Da gab es kein Wenn und Aber. Und dann kommst du an diesen Punkt, wo du dich entscheiden musst.
Wahrscheinlich alle Leute, die irgendwie kreativ, selbstständig tätig sind, haben das irgendwann mal, dass du jetzt sagst, okay, meinen sicheren Job, den gebe ich auf und setze alles auf eine Karte. Hast du gerade gesagt, ist dir das schwer gefallen? Definitiv. Also ich habe mich da auch teilweise gefragt, Anna, was machst du da eigentlich?
Also du hast so viel Zeit da rein investiert. Ich hatte teilweise vier Nebenjobs, um mir das irgendwie alles finanzieren zu können, weil man im sozialen Bereich ja jetzt auch nicht unbedingt reich wird. Ich glaube, das weiß jeder, dass man die Jobs wirklich eher mit Herzblut angeht, weil man wirklich Spaß daran hat, irgendwie mit Menschen zu arbeiten und Menschen zu helfen.
Und auch die Ausbildung musste ich mir finanzieren, das Studium nebenbei den Führerscheinen und eine Wohnung noch irgendwie. Und ich dachte mir so, Gott, jetzt habe ich dafür so viel gegeben. Und es könnte sein, dass ich das jetzt irgendwie gerade alles mir verspiele. Das ist mir absolut nicht leicht gefallen. Aber mir hat auch in meinem vorherigen Job immer so das gewisse Etwas noch gefehlt, weil ich wirklich ein sehr kreativer Mensch bin.
Ich liebe es halt wirklich, was zu kreieren, zu erschaffen. Und irgendwie hat mir da, ja, mir wurde nie so richtig die Freiheit gegeben in meinem alten Job. Auch wenn ich mal versucht habe, da mal so ein bisschen, hey, lass uns mal aus dem Nebenraum, der ist so alt und verstaubt, lass mal für die Kids was richtig Cooles, machen eine Schreibwerkstatt oder irgendwas Kreatives, wo die sich richtig austoben können. Ja, nee, also den Raum, den hatten wir schon immer als Abstellraum.
Und den brauchen wir, wo sollen denn die ganzen Sachen hin? Und ich denke mir so, ja, ja, gut, okay, dann halt nicht. Und das waren halt immer solche Punkte, wo ich dann, ja, dachte, es ist eigentlich sehr, sehr schade irgendwie, dass man das ganze Potenzial, was man so mitbringt oder was jeder Mensch mit sich bringt, dass man das halt nicht so ausschöpfen kann. Und dementsprechend dachte ich mir, nee, ich challenge mich jetzt mal und probiere wirklich mal was Neues.
Und ja, bin wirklich froh heute, dass ich das gemacht habe, weil ich mich heute vollends kreativ austoben kann. Also... Es war wirklich eine gute Entscheidung damals. Aber ich glaube, es ist auch wichtig, das zu erzählen und das zu erklären, weil die Leute sehen ja meistens nur, was dann am Ende dabei rausgekommen ist. Also die sehen jetzt bei dir, du hast Follower, du machst tolle Reisen, du machst tolle Sachen.
Oder bei mir, die sehen den erfolgreichen Podcast oder die erfolgreichen Podcast, aber die sehen ja nicht, was davor gewesen ist. Also diese Zweifel und diese Angst, dass man sich vielleicht falsch entschieden hat. Also ich kann das sehr gut nachvollziehen. Und ich glaube, es ist wichtig, dass man einen Menschen an der Seite hat, der einen dabei unterstützt bei diesem Weg. Und das war bei dir auch so. Bei dir war es dein jetziger Ehemann, der dich da ganz stark unterstützt hat. Auf jeden Fall.
Also ohne ihn hätte ich das niemals gewagt, diesen Schritt, weil ich eigentlich eher so ein sicherheitsliebender Mensch bin. Also auch sehr konservativ erzogen, haben wir ja eben schon kurz drüber gesprochen. Und ich glaube, wenn es nach mir ginge, wäre ich immer noch... Genau in der gleichen Einrichtung, wo ich damals gearbeitet habe und hätte vielleicht noch ein Studium obendrauf gepackt oder ähnliches. Und ja, Tim ist hinter mir immer so ein bisschen die treibende Kraft.
Also ich habe immer ganz viele Visionen und Ideen, aber wenn es dann um die Umsetzung geht und bin ich dann doch immer eher so ein bisschen zurückhaltend und halt auch einfach ängstlich, weil da doch auch einiges hätte schiefgehen können so bei der Nummer. Und er ist dann aber schon so derjenige, der sagt so, nein, das machen wir jetzt, wir probieren das und wir schaffen das. Ich unterstütze dich. Und bis heute ist er mein größter Supporter. und größte Stütze an meiner Seite.
Das ist, glaube ich, das Schönste, was man über seinen Partner sagen kann, würde ich sagen. Wie habt ihr euch kennengelernt? Wir haben uns damals mit 16, mit süßen 16, haben wir uns in der Kölner KVB kennengelernt. Also in der Straßenbahn. Wir hatten damals tatsächlich denselben Schulweg. Wir waren aber nicht auf derselben Schule, sondern die Schulen lagen relativ nah beieinander, sind immer denselben Weg morgens gefahren und man hat irgendwie damals schon gemerkt, da ist so eine Connection.
Man hat sich immer so ja, angeschaut oder mal zugewunken, obwohl man sich eigentlich nicht kannte. Und irgendwann hat er dann das Eis gebrochen und ist einfach mal rübergekommen und hat mir einfach mal Hallo gesagt. Ja, seitdem waren wir Bekannte, sage ich jetzt einfach mal so. Und es hat dann aber tatsächlich echt noch so fünf Jahre gedauert, bis wir zusammengekommen sind.
Und ich glaube, das war auch ganz gut, weil wir erst mal so ein bisschen erwachsen werden mussten und unsere Erfahrungen machen mussten. Und ich glaube, das war auch tatsächlich der Schlüssel, warum unsere Beziehung auch bis jetzt noch besteht. Das kann man ja irgendwie auch heutzutage nicht mehr so, ja ... Für normal sehen, sage ich mal so. Und es gehen ja leider sehr, sehr viele Beziehungen oder auch Ehen teilweise kaputt.
Und da bin ich echt sehr froh, dass wir damals uns dann doch, glaube ich, noch so diese Zeit genommen haben, um richtig erwachsen zu werden und uns dann im richtigen Zeitpunkt nochmal neu kennenzulernen. Und dann seid ihr wann zusammengekommen? In welchem Jahr? Das war 2015. Ah, okay. Genau. Und 2018 gibt es dann den nächsten Schritt von Tim und dir. Ihr heiratet. Oh, yes. Da bist du, glaube ich, 25. Ja. War da von Anfang an klar, dass ihr eine Familie gründen wollt zusammen? Tatsächlich schon.
Eigentlich steht ja im Dating einmal eins, dass man niemals beim ersten Date fragen sollte, ob derjenige oder diejenige Kinder haben möchte. Bei uns war das ein bisschen anders. Wir sind direkt mit der Tür ins Haus gefallen und haben gefragt, kannst du dir eigentlich Kinder vorstellen? Und ja, tatsächlich war das dann bei unserem ersten Pizzadate direkt schon Thema. Und wir beide haben diese Frage direkt ganz deutlich bejaht. Deswegen war für uns schon immer klar, wenn das mit uns funktioniert,
dann steht dem Thema Kinder nichts im Wege. Eigentlich. Eigentlich. Ihr habt es dann auch direkt in Angriff genommen nach der Hochzeit eigentlich. Genau. 2018 haben wir dann geheiratet. Also so. Knapp drei Jahre später und haben dann gesagt, ganz ehrlich, wenn es jetzt passiert, dann passiert es. Wir stehen irgendwie mitten im Leben und wir sind gesettelt und könnten uns das jetzt ganz gut vorstellen. Und ja, dann ist aber erst mal ganz lange gar nichts passiert.
Das heißt, ihr habt nicht verhütet und habt gedacht, okay, wenn es jetzt passiert, wäre schön, also erstmal ohne Druck und ja, dann passiert nichts, hast du gerade gesagt. Wann fängt man dann an, sich Gedanken zu machen, ob das noch so normal ist? Also so nach einem Jahr habe ich mir gedacht, irgendwie komisch. Also weil ich habe dann auch so in meinem Freundeskreis mitbekommen, wie so die ersten Freundinnen schwanger wurden.
Und dann haben die natürlich auch so erzählt, ja, wir haben jetzt irgendwie einmal nicht verhütet und es hat sofort funktioniert. Und dann dachte ich mir so, warte mal, ich habe jetzt natürlich keinen Wecker gestellt, seit wann wir nicht mehr verhüten. Aber so ungefähr war das kurz nach der Hochzeit. Und ja, wir haben es jetzt vielleicht nie zu 100 Prozent drauf angelegt und mit Tracking-Apps oder was es da nicht alles gibt.
Ovulationstests und Co. Dann hatte ich mir aber irgendwie trotzdem komisch, weil gerade als Frau wird dir ja immer eingetrichtert eigentlich, seitdem man denken kann, so pass bloß auf, wenn du...
Einmal deine Pille vergisst oder weiß ich nicht, sonstiges, dann bist du sofort schwanger und das war halt irgendwie auch so mein damaliges Denken, also so ziemlich naives Denken, ja es wird halt passieren, also wenn ich halt bereit bin für ein Kind, ja dann kriege ich halt eins und da wurden mir halt erstmal so die Augen geöffnet, Moment, so einfach ist das vielleicht gar nicht, wie ich mir das immer vorgestellt habe.
Ist dir da am Anfang schon bewusst, dass der Kinderwunsch oder ein Kinderwunsch auch sehr schmerzhaft sein kann? Nee, absolut gar nicht. Also bin ich ganz ehrlich, ich habe mich vorher nie mit diesem Thema Kinderwunsch beschäftigt oder dass es vielleicht auch mal nicht funktionieren kann. Es wurde ja auch damals nie wirklich über dieses Thema gesprochen. Also es war ja ein absolutes Tabuthema, ist es bis heute ja immer noch.
Aber so langsam fängt das an, so ein bisschen aufzubrechen, dieses Thema. Aber um ehrlich zu sein, habe ich nie darüber nachgedacht, dass es wirklich Paare gibt, die jahrelang kinderlos sind ungewollt oder dass es da wirklich große Herausforderungen geben könnte. Vielleicht ist das jetzt auch der passende Moment, um mal festzuhalten, bitte fragt andere Menschen nicht, wann ist es soweit? Weil das tut wahnsinnig weh, wenn man gerne möchte und es klappt nicht.
Definitiv. Also ich kann dir nicht sagen, wie viele Fragen ich bekommen habe. Also gerade dadurch, dass wir in der Öffentlichkeit stehen, auch unsere Hochzeit hat man natürlich damals irgendwie ein Stück weit mitverfolgen können. Und ab dann gingen natürlich die Fragen los. Also gefühlt einen Tag nach der Hochzeit kamen schon die ersten Fragen, wann kommen die Kinder? Du denkst dir so, okay, kann ich vielleicht erst mal meine Hochzeit verarbeiten?
Und anfangs, ja, tat mir die Fragen natürlich noch nicht so weh, weil ich mir dachte, naja, stimmt, eigentlich sind wir ja bereit. Und ja, wenn es passiert, dann passiert es. Wir freuen uns, wir sind bereit. Aber klar, ab dem gewissen Zeitpunkt, wo du selber merkst, irgendwie werden... Um dich herum gerade alle schwanger. Man hört ja auch immer nur, ja, bei uns hat es geklappt. Das hat ja nie jemand erzählt.
Ja, wir versuchen es jetzt schon seit drei Jahren und es funktioniert halt einfach nicht, weil das einfach sehr schambehaftet ist. Die Menschen denken bis heute, es ist ein Tabuthema, dass man darüber nicht spricht. Und deswegen hört man ja immer nur von den Erfolgsgeschichten, wann es funktioniert hat. Und die wenigsten sprechen auch darüber, wie lange es tatsächlich gedauert hat, bis es funktioniert hat. Und ja, deswegen war das für uns damals dann irgendwie doch so ein kleiner Schock.
Und wir haben uns auch wirklich sehr alleine damit gefühlt, warum das bei uns halt nicht klappt und bei allen drumherum angeblich so schnell und einfach. Wie geht ihr zu dem Zeitpunkt mit der Situation um, als ihr merkt so, okay, ein Jahr hat es jetzt schon gedauert, nichts ist passiert, wo es dann so ein bisschen kippt, sage ich jetzt mal? Also ich habe natürlich erst mal das Gespräch so zu meinem Mann gesucht, weil ich halt auch dachte, okay, wir müssen das irgendwie erst mal unter uns
besprechen. Wie gehen wir das ganze Thema jetzt an? Ich wollte ihn jetzt auch nicht damit verunsichern, weil ich habe mir natürlich schon mehr Sorgen gemacht, weil ich mich dann auch langsam schon mal mit dem Thema so ein bisschen auseinandergesetzt hatte.
Ich hatte schon mal so ein bisschen recherchiert und wusste dann auch, okay, bis zu einem Jahr kann es normal sein Und ab einem Jahr sollte man dann langsam vielleicht mal zu ärztlicher Hilfe greifen oder sich irgendwo Unterstützung holen oder einfach mal schauen, woran liegt es überhaupt, dass es nicht klappt. Und soweit war ich dann schon zu dem Punkt und hatte dann relativ schonend versucht, das auch meinem Mann so zu überbringen.
Und dann haben wir halt gesagt, okay, lass uns jetzt einfach nochmal ein paar Monate versuchen. Wir holen uns mal Ovulationstests und probieren es damit einfach mal. Wir gucken mal, okay, wann ist mein Eisprung und planen so ein bisschen drumherum. Und waren da eigentlich erstmal noch so ganz zuversichtlich, dass wir das auch ohne Hilfe schaffen werden, weil, Und ja, uns da Hilfe zu holen bei so einem intim sensiblen Thema, das war uns damals schon extrem unangenehm, um ehrlich zu sein.
Ja, total nachvollziehbar. Es ist ja auch, es hat ja interessanterweise auch ganz viel mit Frau sein zu tun, schwanger werden zu können, definiert ja für die Außenwahrnehmung oft Frauen und für einen Mann ist es ja auch nicht angenehm, wenn er zum Arzt gehen muss und gucken muss, ob er Kinder zeugen kann. Also es ist ja nichts, worüber man irgendwie gerne redet. Was hast du denn damals am Anfang gedacht, woran es liegen könnte? Also erst habe ich gedacht, an mir liegt es ganz bestimmt nicht.
Es liegt bestimmt an Tim. Das war so mein erster Gedanke, weil Tim hatte tatsächlich mal eine Hodentorsion. Ich weiß nicht, ob du weißt, was das ist. Also kurz erklärt verdreht sich da quasi der Hoden einmal und das muss relativ schnell operativ gefixt werden. Das war damals in seiner Jugend. Und wenn das nicht rechtzeitig gefixt wird operativ, dann kann es tatsächlich dazu kommen, dass der Mann halt unfruchtbar wird.
Und das hatte mir Tim damals auch mitgeteilt und meinte halt so, ja, wenn es irgendwann mal Probleme bei uns geben sollte, dann müsste ich halt einfach nochmal zum Arzt das einfach nochmal abchecken lassen. Und deswegen dachte ich mir damals so, ah... Okay, dann liegt es wahrscheinlich daran, er hatte mir ja sogar offen und ehrlicherweise davon erzählt und dann dachten wir, okay, wir lassen das jetzt einfach mal checken. Vielleicht nimmt er ein, zwei Präparate und dann funktioniert das wieder.
Ja, und dann waren wir beim Arzt und dann hat sich sehr schnell herausgestellt, dass bei Tim absolut alles in Ordnung ist. Und das ist auch das Einfache. Also wenn es in der Kinderwunschbehandlung darum geht, beide Seiten zu kontrollieren, ist es beim Mann immer recht schnell erledigt, weil dann natürlich einmal ein Spermiogramm gemacht wird. Und dann wird halt geschaut, okay, wie aktiv oder inaktiv sind die Spermien, wie gut ist die Qualität. Und das ist recht schnell gemacht.
Und bei der Frau kann es halt wirklich eine ganze Palette an Sachen sein. Also es kann hormonell bedingt sein, es kann eine Endometriose sein. Das kann verknickte oder kaputte Eileiter sein, es kann eine Kombination aus allem sein. Also ganz, ganz viele verschiedene Dinge. Und da wussten wir dann schon, okay, das scheint jetzt doch nicht so einfach zu sein, wie wir uns das vorgestellt haben. Das heißt, du wusstest dann, es liegt nicht an Tim, es liegt an mir.
Wie hat sich das angefühlt? Nicht so schön. Also wie du gerade schon sagtest, irgendwie wird einem das ja auch schon so als Kind schon so mitgegeben. Also die meisten Mädchen spielen mit Puppen. Das ist ja auch totales Klischee, total bescheuert eigentlich. Aber es ist ja einfach so, dass man dann zum Geburtstag irgendwie schon einen Puppenwagen geschenkt bekommt und einem gezeigt wird, wie man wickelt und keine Ahnung was.
Also irgendwie wird einem das ja schon so mitgegeben und dann hat man auch noch diesen Wunsch. Und dann kriegt man quasi viele Jahre später gesagt, ja, sie können irgendwie keine Kinder bekommen und das liegt auch noch an ihnen selbst. Das ist dann schon, ja, das ist auf jeden Fall eine... Ja, wie sagt man, eine schwere Pille? Eine harte Pille, ich weiß, eins davon. Richtig, genau, die man dann schlucken musste. Und ja, das hat sich absolut nicht schön angefühlt, definitiv nicht.
Und ihr habt dann so eine Art Untersuchungsmarathon, glaube ich. Ein Jahr lang wird irgendwie alles untersucht bei dir und geguckt, was könnte es sein, was könnte es sein. Und dann sagt irgendwann deine Ärztin, wenn ich das richtig im Vorgespräch rausgehört habe, ich weiß jetzt auch nicht mehr, was sein kann. Genau, also es war wirklich, ich hatte teilweise drei bis vier Termine in der Woche, weil wir dann so Zyklus-Mentorings gemacht haben.
Das heißt, mir wurde irgendwie drei, viermal die Woche Blut abgenommen. Dann wurde immer wieder der Hormonstatus kontrolliert. Mir wurden irgendwelche Spritzen gesetzt, mit Hormonen unterstützt. Also wir haben wirklich alles ausprobiert, von der Eyelighterspülung bis hin zu, weiß ich nicht, also wirklich alles, was man machen konnte. Genau, das ging dann so ein Jahr, anderthalb.
Und das Frustrierende ist ja, du guckst immer wieder zum Ende des Monats oder wenn es halt so um diesen Zeitpunkt herum ist, guckst du immer wieder auf diesen Test und jedes Mal ist der negativ. Also ich kann dir nicht sagen, wie viele Zyklen das waren, wie viele Monate
ich immer wieder auf diese negativen Tests geschaut habe. Vor allen Dingen, wenn das schon mit dieser Tests ja extrem, mit diesem extremen Aufwand verbunden ist, dass du halt viermal in der Woche bei den ganzen Ärzten bist, die die ganzen Medikamente reinhaust. Die haben ja teilweise dann auch Nebenwirkungen. Du schränkst dich total ein, du kannst gar nicht mehr richtig am Alltag irgendwie teilnehmen und hast dann so viel Hoffnung wirklich wieder in diesen einen Versuch gesteckt.
Und am Ende ist einfach innerhalb von ein paar Sekunden alles wieder vorbei, indem du mal wieder auf dieses negative Ergebnis guckst. Also das ist so unfassbar frustrierend, das kann sich wirklich keiner vorstellen, der nicht selber diesen Weg gegangen ist. Und dann gibt es eben diese OP, über die wir gerade schon gesprochen haben und du bekommst dann auf eine, ich möchte mal sagen, ziemlich unsensible Art und Weise die Diagnose von LATS geknallt.
Endometriose, Adenomiose, verklebte Eileiter, also Prognose für den Kinderwunsch sehr, sehr, sehr schlecht. Hast du denn vorher Symptome gehabt, die irgendwie auf Endometriose hingedeutet hätten? Tatsächlich gar nicht. Und das ist so ein bisschen das Verrückte. Und deswegen ist Endometriose auch so tückisch, weil Endometriose kann so aussehen, dass du extreme Schmerzen hast, dass du teilweise ohnmächtig wirst vor Schmerzen. Endometriose kann aber auch so aussehen, wie es bei mir ist.
Ich hatte immer Regelschmerzen, aber es war für mich normal. Also ich kannte es gar nicht anders und ich dachte halt, das ist halt einfach so, das hat halt jede Frau so. Es war aber trotzdem für mich aushaltbar.
Und deswegen bin ich nie von Endometriose ausgegangen, weil ich kenne halt so diese Extremfälle, sage ich mal, dass Frauen halt wirklich eigentlich gar nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, sobald sie ihre Periode haben, weil die halt wirklich teilweise, wie gesagt, ohnmächtig werden vor Schmerzen oder ähnliches. Und ich hatte auch viele Freundinnen damals in meinem Umkreis, die auch alle Endometriose hatten.
Ich hatte mich mit denen dann auch schon unterhalten und dachte mir immer so, nee, das sind gar nicht so diese typischen Symptome, die auch auf mich zutreffen würden. Deswegen habe ich das von Anfang an einfach ausgeklammert. Und dachte mir so, nee, das kann es bei mir nicht sein. Endometriose kann sich total unterschiedlich äußern, deshalb wird die chronische Erkrankung auch als Chamäleon der Gynäkologie bezeichnet.
Bei einer Endometriose bildet sich gutartiges Gewebe, das der Gebärmutter-Schleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter. Dieses Gewebe siedelt sich zum Beispiel an den Eierstöcken im Bauch- und Beckenraum, am Darm- oder am Bauchfell an. Man spricht auch von Endometriose-Herden, die richtig starke Schmerzen verursachen können, aber nicht müssen. Man geht davon aus, dass ungefähr die Hälfte der Betroffenen dauerhaft therapiert werden müssen.
Ein bekanntes Symptom sind starke, oft krampfartige Schmerzen während der Menstruation. Aber auch unabhängig davon kann es zu chronischen Schmerzen im Unterbauch kommen. Betroffene berichten außerdem zum Beispiel von Schmerzen im Rücken, Schmerzen beim Sex und danach Übelkeit und Erbrechen. Also die Liste ist wirklich, wirklich lang. Und eine sehr verbreitete Folge von Endometriose sind verklebte Eileiter und die eingeschränkte Fruchtbarkeit.
Bei fast der Hälfte aller ungewollt kinderlosen Frauen ist Endometriose die Ursache. Die Krankheit betrifft vor allem Menschen mit Gebärmutter, aber in wenigen Einzelfällen hat man im Rahmen von Prostatakrebsbehandlungen auch bei Männern Endometriose gefunden. Schätzungsweise sind zwischen 8 und 15 Prozent aller Mädchen und Frauen betroffen, also etwa jede Zehnte.
Trotzdem haben viele der Erkrankten vor ihrer Diagnose noch nie von Endometriose gehört, weil das Thema in der Gesellschaft immer noch völlig unterrepräsentiert ist. Anna versucht genau das zu ändern. Bei ihr wurde ja zusätzlich auch noch Adenomiose festgestellt. Vereinfacht gesagt ist Adenomiose das Vorkommen von Endometrioseherden in der Muskelwand der Gebärmutter. Aber die Struktur dieser Herde unterscheidet sich zu klassischen Endometrioseherden.
Auch Adenomiose kann starke Schmerzen verursachen und führt oft zu besonders starken oder lang andauernden Monatsblutungen. Anna konnte die meisten der klassischen Symptome bei sich selbst nicht feststellen und wurde nach der Bauchspiegelung komplett überrumpelt. Als dann doch die Diagnose kam, bin ich wirklich aus allen Wolken gefallen. Besonders, weil die Endometriose wohl bei mir schon seit über zehn Jahren am Start ist, sage ich mal so.
Also mit super vielen Verwucherungen. Die haben während der OP dann auch versucht, so viel es geht irgendwie zu entfernen. Meine Eileiter waren aber halt einfach nicht mehr zu retten, weil die halt komplett zugewuchert sind. Also Endometriose-Herde können sich quasi überall ansiedeln. Also nicht nur in der Gebärmutter, sondern auch an der Gebärmutter, an den Eierstöcken, am Darm. Also verursacht ganz, ganz viele verschiedene Symptome und Schmerzen.
Und es kann sich halt bei jeder Frau anders äußern. Und das ist halt das Tückische daran, dass es auch gar nicht so einfach zu erkennen ist, dass man es auch unterm Ultraschall zum Beispiel so gut wie gar nicht erkennen kann. Also eigentlich kann man es wirklich auch nur zu 100 Prozent über diese Bauchspiegelung herausfinden.
Ich weiß mittlerweile, es ist ja jetzt auch schon wieder ein paar Jahre her, gibt es auch ziemlich gute Geräte oder Endometriose-Zentren, wo man sich auch vorstellen kann, wo man vielleicht auch das Glück hat, dass es so bei einem diagnostiziert wird. Aber bei mir hat man das halt einfach nie gesehen. Jetzt wird dir das gesagt, diese Präzise. Lebensverändernde Diagnose, so ist es ja. Und du bist komplett allein in diesem Aufwachraum. Also was macht das mit dir in dem Moment?
Ich habe mich unfassbar verloren gefühlt. Also das war so schlimm. Ich habe einfach nur versucht, meine Tränen irgendwie zurückzuhalten und diesen Kloß in meinem Hals nicht noch größer werden zu lassen. Und ja, habe erst mal versucht zu realisieren, was hier gerade passiert ist. Aber gleichermaßen habe ich auch versucht, an irgendwas anderes zu denken, dass ich jetzt nicht hier gleich in Tränen ausbreche oder völlig zusammenbreche.
Und irgendwie wollte ich das auch einfach nicht vor dem Arzt, weil ich irgendwie schon gemerkt habe, der ist eh so empathielos. Also er hat mir das halt in zwei, drei Sätzen einfach so hingeworfen. Und da dachte ich mir so, nein, ich breche jetzt hier nicht in Tränen aus. Ich versuche das jetzt einfach runterzuschlucken. Ja, habe dann tatsächlich das auch ganz gut hinbekommen, das irgendwie, ja, einfach erst mal runterzuschlucken und zu warten, bis ich halt zu meinem Mann gekommen bin.
Der hatte mich dann nach dem Auf-, oder aus dem Aufwachraum dann irgendwann abholen dürfen. Ich hatte dann noch zu ihm gesagt, also ich hatte ihm so einen Blick zugeworfen und er meinte so, ist alles okay? Und dann meinte ich so, nicht jetzt, nicht jetzt, nicht jetzt. Und er dann so, mein Gott, was ist los? Was ist passiert? Und er hat halt gedacht, die haben jetzt bei mir irgendwas, weiß ich nicht, also vielleicht irgendwas anderes noch gefunden oder so.
Und dann standen wir im Aufzug und dann bin ich halt wirklich in diesem Aufzug, als wir runtergefahren sind und zum Auto gehen wollten, bin ich komplett zusammengebrochen und meinte halt so, ja, die haben mir einfach gerade gesagt, ich kann keine Kinder bekommen, wenn dann nur in der Kinderwunschklinik, aber es ist halt hochgradig Endometriose, Adenomiose, also Eileiter komplett verschlossen und kaputt und das ist halt
eigentlich das Schlimmste, was sie mir hätten sagen können. Hm. Wie geht ihr als Paar mit dieser Nachricht um? Weil das ist ja wirklich etwas, was eure ganzen Pläne ja auch komplett zerstört in dem Moment. Absolut. Also... Das war für uns, glaube ich, so die schlimmste Nachricht, die wir hätten bekommen können. Und wir wollten dann auch wirklich erst mal drei Monate von diesem ganzen Thema gar nichts mehr wissen. Also wir sind nach Hause gefahren.
Ich habe einfach nur geheult, die ganze Fahrt nach Hause. Und dann haben wir noch ganz, ganz lange gesprochen, auch an dem Abend. Und haben gesagt, okay, was machen wir jetzt? Wie gehen wir dieses Thema jetzt weiter an? Weil Kinderwunschklinik war für uns so weit weg. Also wir dachten immer, wir schaffen das ohne Hilfe.
Und wir brauchen sowas nicht wie eine Kinderwunschklinik. Also wir hatten erstmal keine Ahnung von Kinderwunschkliniken oder von Kinderwunschbehandlungen und wir wollten damit irgendwie auch gar nichts zu tun haben, weil wir so das Gefühl hatten, so nee, also wir schaffen das auch ohne eine Kinderwunschklinik. Und dann wurde uns halt gesagt, nee, also wenn ihr Glück habt, dann nur dort oder über diesen Weg.
Und da hat man halt auch gemerkt, wir hatten extreme Vorurteile irgendwie auch gegenüber Kinderwunschkliniken und einfach gar keine Ahnung. Und dann haben wir gesagt, okay, wir...
Lassen wir es jetzt erst mal sacken. Wir konzentrieren uns jetzt einfach erst mal ein paar Wochen nur auf uns und horschen erst mal in uns hinein, ob der Wunsch weiterhin so stark ist, dass wir wirklich sagen, okay, wir gehen diesen Weg, weil ich natürlich auch schon mal so eins, zwei Mal mitbekommen habe, dass dieser Weg in so einer Kinderwunschklinik halt auch nicht so ganz einfach ist. Und ich halt auch nicht wusste, kann ich mir das überhaupt zutrauen? Also bin ich stark genug dafür?
Hält mein Körper das aus? Möchte ich das überhaupt? Ja, und letzten Endes haben wir dann drei Monate erstmal unser Leben gelebt, hatten diesen Abstand dazu, was uns wirklich sehr, sehr gut getan hat. Und uns war sehr, sehr schnell klar, dieser Weg ist hier nicht zu Ende und wir möchten auf jeden Fall weiter kämpfen, koste es, was es wolle. Und ja, haben uns dann tatsächlich dazu entschieden, in eine Kinderwunschklinik zu gehen, was wir ja erst auf gar keinen Fall wollten.
Ich will nochmal so ein bisschen zurück zu diesen ersten Tagen und Wochen, weil ihr ja beide so diesen wahnsinnig starken Wunsch auch hattet, Kinder zu kriegen. Also war das auch mal, dass das Ganze auf der Kippe stand, dass ihr überlegte, funktionieren wir auch nur zu zweit? Oder muss da noch ein Kind dabei sein oder geht es auch ohne? Also nimm uns mal ein bisschen mit.
Ja, also ich bin total froh, dass wir uns immer einig waren zu sagen, wir bleiben zusammen und wir sind nach wie vor das Team. Weil ich kann es natürlich auch verstehen, wenn, was heißt ich kann es verstehen? Ja doch, ich finde es schwierig, wenn jetzt zum Beispiel einer von beiden keine Kinder bekommen kann und der andere aber sagt, ich möchte aber unbedingt Kinder.
Also das war immer mein Lebensplan und wenn das jetzt hier nicht weitergeht, dann suche ich mir halt eine neue Partnerin oder einen neuen Partner. Und ich kann das ein Stück weit verstehen, aber für uns war das zum Glück nie Thema. Also wir haben halt von Anfang an gesagt, wir sind auch komplett zu zweit und wenn wir das Glück haben sollten auf ein Wunder. Dann ist das super schön, aber es wird nicht darüber entscheiden, ob wir uns jetzt, also ob sich unsere Wege hier trennen.
Und das war für mich halt unglaublich wichtig, weil ich war ja quasi auch das Problem in dem Sinne. Das hat mir natürlich ganz, ganz, ganz viel Halt gegeben, dass mein Mann sofort gesagt hat, das ist überhaupt gar keine Diskussion. Wir gehen den Weg zusammen und wenn es nicht klappt, dann sind wir trotzdem also vollständig und glücklich auch weiterhin zusammen, also nur wir beide.
Das hat natürlich sehr, sehr viel auch in meinem Kopf ausgelöst und gemacht und ja, diese ganze Gefühlsachterbahn ist natürlich unvorstellbar, wenn man nicht in dieser Situation ist. Wenn man natürlich alle Szenarien irgendwie auch einmal so durchgeht, man hat sich sein Leben lang halt ein Leben mit Kindern vorgestellt. Aber ja, jetzt gerade steht so ein bisschen dieser ganze Plan und auch der Wunsch auf der Kippe, dass es vielleicht auch einfach nie passieren könnte.
Also auch mit dem Gedanken haben wir uns natürlich besonders in diesen drei Monaten angefreundet, dass vielleicht wir auch immer zu zweit bleiben werden. Das heißt, du hast auch ein bisschen versucht, dich damit abzufinden, dass es sein könnte, dass du eben keine Mutter wirst. Ja, also ich sage mal, damals, bevor wir in die Klinik gegangen sind, habe ich mir gedacht, okay, es könnte sein, dass es nicht passieren könnte, also dass wir für immer zu zweit bleiben. Aber...
Ich sage mal, ein paar Monate bis Jahre später waren wir an einem noch tieferen Tiefpunkt, wo ich gesagt habe, okay, ich glaube, das war es jetzt. Also ich glaube, es wird bei uns halt einfach niemals klappen. Aber zu dem Zeitpunkt war ich noch so 50-50, ja, so zuversichtlich, sage ich mal so. Du beschreibst den Schmerz von einem unerfüllten Kinderwunsch, finde ich, sehr eindringlich. Wie würdest du das jemandem erklären, der diesen Schmerz gar nicht kennt? Boah, das ist wirklich schwierig.
Es ist einfach so unfassbar frustrierend und man nimmt auch so komische Züge an, die man selber von sich gar nicht kannte. Also wir waren zum Beispiel die Letzten bei uns im Freundeskreis, die Kinder bekommen haben und ich bin normalerweise so, wenn mir eine Freundin gesagt hat, ich bin schwanger, ich bin in Tränen ausgebrochen und ausgerastet.
Aber irgendwann zu einem Zeitpunkt war unser Kinderwunsch so im Vordergrund und wir waren, also unsere Leben haben wir mittlerweile so sehr davon abhängig gemacht, dass es mir wirklich schwer gefallen ist, mich wirklich aus tiefsten Herzen zu freuen. Also es klingt jetzt richtig unsympathisch und auch richtig fies und gemein. Aber ich konnte das zu einem Zeitpunkt einfach nicht mehr abstellen.
Also wir waren auf so vielen Baby-Partys eingeladen oder Gender-Reveal-Partys oder Geburtstagen und dann siehst du, okay, das Kind wird jetzt schon vier und das wurde damals geboren, da hatten wir auch schon unseren Kinderwunsch und irgendwie fühlt sich das halt so, es fühlt sich so unfair an, weil man halt irgendwie schon so viele Jahre dafür kämpft und so viel macht und tut und wirklich auch sein Leben teilweise echt ein Stück aufgibt.
Also wir haben Urlaube abgesagt oder Veranstaltungen abgesagt. Ich habe viele Jahre gar kein Alkohol mehr getrunken. Immer auf Veranstaltungen gesagt, so nein, danke, ich trinke nicht. Mir dann immer wieder dumme Sprüche anhören müssen, so ah, okay, ich verstehe schon, du bist schwanger, deswegen trinkst du nicht. Und dann denkst du dir so, okay, ich hatte halt vorgestern wieder einen negativen Test in der Hand.
Das sind halt immer wieder so Kleinigkeiten, die dieses Fass halt immer weiter füllen. Und irgendwann hast du so das Gefühl, ich platze, ich raste aus, wenn dann immer wieder diese Fragen noch dazwischen kommen.
Und du wirst immer mehr unter Druck gesetzt und ja, es ist halt irgendwie echt schwierig, dann noch so zuversichtlich zu bleiben und sich auch noch für andere freuen zu können, weil du dir halt denkst, okay, was habe ich verbrochen in meinem Leben, dass es mir so schwer gemacht wird und dann kriegst du auch immer wieder noch so.
Weiß ich nicht, von irgendwelchen Leuten aus dem Internet, die jetzt nicht zu deiner Community gehören oder so, dann irgendwelche Leute, die dann noch dazu schreiben, so ja, manche haben schwere Krankheiten und du kannst halt einfach nur kein Kind bekommen.
Jetzt stell dich mal nicht so an, denkst dir halt so, boah, du gehst halt einfach nicht in meinen Schuhen, also du hast gar keine Ahnung, wie viel wir dafür schon aufgegeben haben und wie viele Jahre wir einfach schon dafür gekämpft haben und du gibst ja dann auch einfach nicht auf von heute auf morgen, sondern du willst ja dann irgendwie auch, dass sich das gelohnt hat, dieser weite Weg und das waren wirklich so Gedanken,
die mich sehr, sehr beschäftigt haben und die mir auch sehr wehgetan haben, dass ich mich irgendwann halt auch nicht mehr so zu 100 Prozent, wie gesagt, auch für Freunde oder für Familie oder sowas freuen konnte, was so, ja, deren Kinderwunsch oder, ja, deren Leben irgendwie anging, das war schon echt hart, wo ich mir dachte, boah, was ist aus mir geworden mittlerweile, so weit ist es irgendwie schon vorangeschritten.
Ein unerfüllter Kinderwunsch ist für viele Paare ein absolut schwieriges Thema. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass er zu großen psychischen Belastungen führen kann und Spuren hinterlässt. In Fragestellungen des eigenen Lebensentwurfs, ein gekränktes Selbstbild, soziale Isolation. Das sind nur Beispiele und das muss natürlich nicht passieren. In der Forschung gibt es Hinweise darauf, dass besonders Frauen stark betroffen
sind. Sie berichten von depressiven Symptomen, Wut, Schuldgefühlen und einem sinkenden Selbstwert. Die passiven Wartezeiten oder Fehlschläge wie das Einsetzen der Menstruation werden von vielen Frauen als nahezu unerträglich beschrieben. Dazu kommt noch, dass die Betroffenen, Männer wie Frauen, ihre Belastung oft nicht offen kommunizieren können, weil eine Fruchtbarkeitsstörung gesellschaftlich immer noch tabuisiert und schambesetzt ist.
Das kann die soziale Isolation dann noch verstärken. Viele erleben die Belastungen vergleichbar mit einer schweren Erkrankung oder dem Verlust eines nahen Angehörigen. Eine Studie aus den USA hat gezeigt, dass die depressiven Symptome häufig in dem Ausmaß auftreten, dass sie eine klinisch relevante Depression erfüllen. Rund 39 Prozent der Frauen und etwa 15 Prozent der Männer erfüllen während erfolgloser Kinderwunschbehandlungen die Kriterien einer Major Depressive Disorder.
Das ist ein deutlich höherer Wert als in der Allgemeinbevölkerung. Das heißt natürlich nicht, dass die Depressionen einzig von dem unerfüllten Kinderwunsch ausgelöst werden, aber die genannten Herausforderungen wirken als Verstärker.
Nicht selten leidet auch die Paarbeziehung unter dem Kinderwunsch, etwa weil das Thema einer Person wichtiger ist als der anderen, weil eine Person sich schuldig fühlt oder zum Schuldigen gemacht wird oder weil Sexualität plötzlich nur noch als Mittel zum Zweck gesehen wird. Die Probleme können also sehr vielfältig sein. Deshalb ist es für Betroffene auch so wichtig, dass sie intensiv und immer wieder über die realistischen Erfolgschancen der Behandlung aufgeklärt werden.
Hast du dich geschämt, nicht schwanger werden zu können zu dem Zeitpunkt? Ja, definitiv. Weil es wird dir halt gerade als Frau irgendwie immer so auf dem Silbertablett so serviert. Ach ja, ich bin jetzt schwanger. Ja, ich bin im ersten Versuch sofort schwanger geworden. Ja, also das dritte Kind war jetzt eigentlich nicht geplant, aber es ist jetzt halt irgendwie doch passiert. oder auch in Filmen. Du siehst es ja immer irgendwie, zack, einmal Sex gehabt, zack, schwanger.
Und du denkst dir halt so, das kann doch nicht sein, dass es bei der ganzen Welt gefühlt so einfach ist und bei mir funktioniert es nicht. Also was stimmt bei mir nicht? Dass es irgendwie bei der einfachsten und schönsten Sache der Welt einfach nicht funktionieren kann. Aber es wurde bei mir auf jeden Fall besser, als ich die Diagnose bekommen habe, dass ich halt dann auch wirklich schwarz auf weiß hatte, okay, es hat nichts mit mir zu tun.
Also ich kann mich noch so sehr anstrengen, was den Kinderwunsch angeht. Es wird halt einfach auf natürlichem Wege bei mir niemals funktionieren, weil es halt einfach körperlich nicht funktioniert. Welche Rolle hat es gespielt, dass ihr beide so in der Öffentlichkeit steht? Das ist ja was anderes, als wenn ein Paar das für sich ausmacht. Das ist, glaube ich, schon schwer genug, wenn nur die Freunde fragen. Aber bei dir fragen irgendwie 100.000 Follower, die das auch wissen wollen.
Das hat es definitiv nicht einfacher gemacht. Also wir haben auch unseren Kinderwunsch wirklich sehr, sehr lange für uns behalten. Ich glaube insgesamt fast vier Jahre. Und ja, so eine Frage oder ich habe teilweise auch Glückwünsche einfach so zur Schwangerschaft bekommen, weil mein Bauch war teilweise dann auch durch diese ganzen Hormonbehandlungen groß. Also es sah tatsächlich dann wirklich manchmal so aus wie irgendwie im zweiten, dritten Monat schwanger oder sowas.
Und dann haben die Leute mir einfach geschrieben so, oh mein Gott, ich habe es mir die ganze Zeit schon gedacht. Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. jetzt sieht man es langsam, du kannst es nicht mehr verbergen. Und das war dann irgendwie so eine Woche, nachdem ich meine erste Fehlgeburt hatte oder so. Und das ist halt wirklich, also. Da sitzt du wirklich vor dieser Nachricht und denkst dir so, das kann ja gerade nicht wahr sein.
Und das passiert halt täglich, dass du solche Nachrichten bekommst. Oder ich weiß auch noch eine Nachricht von einer Followerin, die war so richtig... Ja, fies und gemein schon geschrieben, so, jetzt gib doch endlich zu, dass du schwanger bist. Man sieht es an deinem Bauch. Ich habe letztens ein Stillkissen in eurem Bett gesehen, was mit einer Decke abgedeckt war. Also langsam wird es wirklich lächerlich. Jetzt gib es doch einfach zu.
Also wirklich solche Nachrichten, wo du dir denkst, so, boah, das ist so fies, das gerade einfach so runterschlucken zu müssen. Und am liebsten hätte ich da, wer weiß was, zurückgeschrieben. Aber ich wollte ja auch nicht, dass das öffentlich wird mit unserem Weg und unserem Wunsch. Aber irgendwann waren wir an einem Punkt, wo ich gesagt habe, ich kann einfach nicht mehr. Es fühlt sich an wie so ein Doppelleben.
Ich glaube, wenn ich jetzt nicht einfach erzähle, was bei uns los ist, dann platze ich innerlich. Vielleicht dann an der Stelle mal, um es ganz kurz festzuhalten, für Außenstehende, lasst das bitte einfach sein. Fragt nicht Frauen nach ihrem Kinderwunsch oder sagt nicht herzlichen Glückwunsch, wenn sie es nicht selber announced haben, oder? Ja. Anfang 2022 habt ihr dann euren ersten Termin in einer Kinderwunschklinik.
Wusstet ihr vorher überhaupt, dass es sowas gibt? Ja, also so ganz grob wusste ich das und ich hatte eine Kinderwunschklinik immer so ganz dramatisch irgendwie im Hinterkopf. Also wenn du dorthin musst, dann gibt es so keinen anderen Ausweg und es ist immer super traumatisch und schmerzhaft und mit einem sehr, sehr langen Weg verbunden. Und das waren so ein bisschen meine ersten Assoziationen zu einer Kinderwunschklinik.
Und deswegen hatte ich mich damals ja auch so gestäubt, dorthin zu gehen und hatte halt immer gehofft, dass wir das irgendwie ohne die Klinik schaffen würden. Und dann geht ihr da hin und was sind denn, was sagen die Ärzte euch denn, wie die Chancen aussehen? Ja, wir waren damals in einer anderen Kinderwunschklinik wie zum Schluss und wir waren erstmal so, ja, Ganz zuversichtlich und dachten uns, naja, komm, wir hören uns das jetzt erst mal an, was sie uns sagen.
Und der Arzt meinte damals auch immer wieder zu mir, ach, sie sind jung, sie sind gesund, das wird sofort klappen, machen sie sich überhaupt gar keine Sorgen. Ich habe hier wirklich ganz andere Patientinnen und Paare sitzen, also das wird überhaupt gar kein Problem, also vertrauen sie mir. Und ich war so, okay, ja gut, wenn der mir das sagt, dann wird das wahrscheinlich direkt beim ersten Versuch direkt funktionieren. Das war so meine Essenz daraus aus diesem ersten Gespräch.
Ich glaube, ganz viele haben gar keine Ahnung, wie so eine Kinderwunschbehandlung überhaupt abläuft. Das ist ja auch individuell und unterschiedlich, ist nicht bei jedem gleich. Aber vielleicht kannst du mal ganz grob beschreiben, wie das bei dir war. Genau, es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, also drei insgesamt. Wir hatten eine IVF, also wir haben insgesamt sieben IVF-Behandlungen gemacht.
Das läuft folgendermaßen ab. Der Mann gibt einmal sein Spermium ab, also eine Spermaprobe und die Frau spritzt sich circa 10 Tage bis 2 Wochen Hormone. Also das sind dann solche Spritzenpens, ähnlich wie man das kennt von solchen Insulinspritzen, sage ich jetzt mal. Die muss man immer zur selben Uhrzeit spritzen und dann reifen halt mehrere Follikel oder mehrere Eizellen heran mit einer besseren Qualität.
Also die werden quasi einfach so ein bisschen mehr gepusht durch die Hormone, die man sich spritzt. Und irgendwann spritzt man sich zu einem gewissen Zeitpunkt eine Eisprung auslösende Spritze. Ich nenne sie jetzt einfach mal so. Die muss man bestenfalls auf die Minute genau spritzen und kurze Zeit später findet dann eine Eizellentnahme statt. Das findet dann in der Klinik statt, also die ganzen Spritzen und so weiter, das kann man alles selber zu Hause machen.
Und man muss dann pünktlich in der Klinik sein, auch auf die Minute genau werden dann diese Eizellen entnommen. Da wird dann mit einer langen Nadel oder einer Art Sonde durch die Gebärmutter gestochen und so werden quasi diese Follikel rausgezogen. Das passiert alles unter so einem leichten Dämmerschlaf. Also man hat da eine leichte Narkose von so 20 Minuten oder ähnlichen. Und danach ist man dann auch schon wieder wach und eigentlich auch recht fit, sage ich jetzt mal so.
Und nachdem die Eizellen entnommen wurden, werden die sofort mit dem Spermium zusammengegeben. Also die werden quasi einfach in der Schale zusammengeschüttet. Und dann passiert ein recht natürlicher Prozess. Also man sagt ja immer eine künstliche Befruchtung. Aber eigentlich ist der eigentliche Prozess ganz natürlich. Also die Spermien suchen sich dann quasi selber den Weg zu den Eizellen und nisten sich bestenfalls dort ein.
Und dann werden die befruchteten Eizellen, werden dann ein paar Tage kultiviert. Und dann werden die halt im Labor von der Kinderwunschklinik beobachtet. Wie entwickeln sich die weiter? Welche Qualität haben die? Und sind die gut genug, um die dann auch wieder ein paar Tage später innerhalb eines Transfers, nennt man das, wieder zurückzubringen?
Also mir wurde dann quasi die beste befruchtete Eizelle, meistens an Tag 5, dann nennt man die eine Blastozyste, das ist so der höchste Standard, den man quasi so erreichen kann in Deutschland mit einer befruchteten Eizelle, wurde mir dann zurückgegeben und dann muss man halt circa 10 Tage bis 12 Tage Daumen drücken und hoffen, dass sich diese Eizelle halt einlistet und weiterentwickelt und daraus dann zurückgeht. Ein Baby entsteht. Ich finde, man hört schon, dass es nicht ganz ohne ist.
Wie belastend ist so eine Behandlung im Alltag für dich? Sehr belastend. Also ich habe das jetzt natürlich ganz, ganz runtergebrochen und versucht so einfach wie möglich zu erklären, dass man es irgendwie versteht. Aber ich sage mal so von dem ersten Termin, okay, wir starten jetzt heute oder wir starten jetzt am nächsten besten Zeitpunkt die Behandlung bis hin zu dem Schwangerschaftstest. Hat es geklappt oder nicht? vergehen so sechs bis acht Wochen, sage ich jetzt mal so.
Und in diesen sechs bis acht Wochen bin besonders ich als Frau maximal eingeschränkt. Also ich hatte teilweise neun Wecker in meinem Handy gestellt, um verschiedenste Medikamente einzunehmen, die mich halt daran erinnern, mich um acht Uhr morgens zu spritzen, um zehn Uhr morgens Hormone einzunehmen und da nochmal das und dies.
Und natürlich musst du dich auch ein bisschen ruhiger halten in der Zeit, dass du jetzt keinen Hochleistungssport machst oder dass du jetzt vielleicht auch beruflich dich ein bisschen zurücknimmst und dir ein bisschen mehr Ruhe gibst und so weiter und so fort. Gerade auch, was diese Eizellentnahmen angeht. Du kannst drumherum halt nicht viel planen. Also ich bin sehr froh, dass wir selbstständig sind und uns das irgendwie so ein bisschen einteilen und legen konnten.
Aber ich sage dir ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie Paare das machen, die eine Festanstellung haben.
Also ich weiß um Gottes Willen nicht, wie man das alles unter einen Hut kriegen soll, weil man so viele Termine wahrnehmen muss, auch immer wieder diese Kontrolltermine, die natürlich auch meistens morgens stattfinden, dieser Narkosetermin, das ist auch meistens alles recht spontan, das muss ja irgendwie auf den Zyklus angepasst werden, auf die Periode angepasst werden, das heißt, teilweise haben wir zwei Tage vorher erfahren, okay, übermorgen geht's los.
Also dir wird der Weg so unfassbar schwer gemacht in der Kinderwunschbehandlung, Wunschbehandlung, das ist. Auch natürlich mit Kosten verbunden. Das ist nochmal ein ganz anderes Thema. Die Kosten sind, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt. Also viele Paare müssen sich dann überlegen, kann ich mir noch einen weiteren Durchgang leisten, weil es eben auch wahnsinnig teuer ist. Und das, was du gesagt hast, diese Spritzen musst du ja auf die Minute teilweise setzen.
Also ich habe das bei einer Freundin von mir begleitet, die halt auch in so einer Kinderwunschbehandlung war. Und die war bei einer Live-Show von mir und sagte dann, ja, kannst du so ungefähr um 21 Uhr Pause machen, weil dann muss ich mir eine Spritze setzen. Ja. Und ich habe es geschafft und sie hat sich die Spritze gesetzt bei mir auf dem Backstage-Künstler-Klo, damit sie nicht warten musste, in der Kloschlange und turns out, sie ist schwanger geworden.
Also habe ich jetzt auch ein bisschen was Gutes dazu beigetragen, aber da ist mir das erstmal bewusst geworden, also das ist jetzt nicht so, nehme ich mal eine Pille am Tag, sondern es ist wirklich krass durchgetaktet. Bei euch war es dann so, die erste Behandlung ist auf den ersten Blick erfolgreich verlaufen, aber leider nur auf den ersten Blick.
Ja, also wir hatten dann tatsächlich das Gefühl, okay, wow, also der Arzt hat uns ja gesagt, sie sind jung und gesund, das wird ja alles so schnell funktionieren. Und die erste Behandlung war tatsächlich ein Erfolg.
Also wir hatten tatsächlich einen positiven Test und das ist dann so, man fährt morgens am Tag des Testes, fährt man nochmal in die Klinik, dort wird einem dann Blut abgenommen und ein paar Stunden später hat dann die Kinderwunschklinik die Laborergebnisse und dann wirst du angerufen. Also du kannst dir nicht vorstellen, wie nervös wir jedes Mal sind, bevor diese Anrufe kommen.
Also wir sitzen dann wirklich schon eine Stunde vorher vorm Handy und warten, bis dieser Anruf kommt, weil dann endlich dir gesagt wird, alles oder nix quasi. Und ja, dann wurden wir angerufen und haben tatsächlich den Satz gehört, zum allerersten Mal nach all den Jahren, herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger.
Und das war für uns ja einfach so unglaublich dass wir wirklich in Tränen ausgebrochen sind das gar nicht fassen und glauben konnten, und ja mittlerweile wussten natürlich auch unsere Freunde unsere Familien, dass wir in Kinderwunschbehandlungen sind und wir haben dann auch unseren Ängsten Bescheid gegeben, haben denen dann teilweise auch irgendwie so eine süße Kleinigkeit mitgebracht, so ihr werdet Oma und Opa oder irgendwie sowas auf dem Body gedruckt oder irgendwie
sowas weil wir uns ja viele Jahre auch so ausgemalt haben. Wie werden wir das irgendwann unseren Familien und Freunden sagen, wenn es irgendwann mal soweit ist? Dann wollen wir natürlich irgendwas ganz Besonderes vorbereiten. Dann hatten wir quasi allen Ängsten Bescheid gegeben und hatten den nächsten Frauenarztterminen und haben dann erfahren, die Schwangerschaft ist jetzt doch nicht mehr intakt und es tut mir sehr leid, aber das ist ein Abbruch.
Und also das war für uns so schlimm, weil wir dann natürlich nach so vielen Jahren endlich, ein einziges Mal in unserem Leben gehört haben, okay, es hat geklappt, ich bin wirklich schwanger und dann hat man sich schon so gefreut und schon so darauf eingestellt und irgendwie.
Ja, man hat irgendwie schon so sein zukünftiges Leben so vor sich gesehen und sich gedacht, boah, nach so vielen Jahren endlich, endlich erfolgreich, es hat sich einfach gelohnt, so weit zu gehen und so viel zu kämpfen und dann wird einem das einfach alles wieder weggenommen und das war wirklich richtig, richtig hart damals. Habt ihr über Aufgeben nachgedacht in dem Moment? Ja, also es wurde dann tatsächlich noch mal ein bisschen düsterer in unserer Zeit.
Damals hat er bei uns so ein bisschen diesen Ehrgeiz geweckt, so okay, jetzt hat es einmal geklappt und wir werden das noch mal schaffen. Wir schaffen das und diesmal bleibt es und hält es. Und wir wussten damals ja. Das war noch nicht alles an Diagnose, was bei mir festgestellt wurde.
Wir dachten halt, okay, ich habe die Endometriose und das ist quasi dieser mechanische Weg, der bei mir verschlossen ist durch die Zun-Eileiter, deswegen umgehen wir das und dann wird es auch sofort klappen, wie es der Arzt gesagt hat. Und es hat ja tatsächlich auch geklappt. Bin schnell schwanger geworden, aber es hat halt nicht gehalten.
Und wir haben dann erst Monate oder Jahre später festgestellt, dass bei mir nicht nur das Schwangerwerden ein Problem ist, sondern auch, dass die Schwangerschaft halten ein ziemlich großes Problem ist. Ich glaube, da kommen wir gleich nochmal kurz drauf. Ihr habt dann die Klinik gewechselt nach drei erfolglosen Durchläufen. Aber bevor ihr in eine neue Klinik gegangen seid, habt ihr euch eine Auszeit genommen.
Ich glaube, die ist ganz wichtig für euch. Deswegen würde ich da nochmal kurz drüber reden. Wo seid ihr da hin? Wir sind nach Hawaii geflogen mit unserem besten Kumpel und das war wirklich die beste Entscheidung, die wir hätten treffen können, weil wir waren so frustriert nach diesen drei erfolglosen Versuchen.
Einer, der ja eigentlich als positiv war, der allererste Versuch, die zwei danach waren erfolglos und wir hatten da natürlich auch wieder so viel Hoffnung reingesteckt, so viel Zeit, natürlich auch Geld. Also normalerweise ist das so, dass drei Versuche von den meisten Krankenkassen in Deutschland übernommen werden, allerdings nur zu 50 Prozent. Da muss man aber auch wirklich eine unfassbare Papierschlacht hinter sich bringen,
damit man da überhaupt einen Teil zurückbekommt. Und das ist wirklich sehr, sehr kompliziert. Und dann haben wir halt gedacht, okay...
Ja, die ersten drei Versuche haben wir jetzt hinter uns, hat nicht geklappt, sieht irgendwie gerade sehr erfolglos aus und auch unser Arzt, das ist auch nochmal wichtig zu erwähnen, der Arzt von unserer ersten Kinderwunschklinik, der saß dann auch ganz verzweifelt an seinem Schreibtisch in unserem letzten Gespräch, wo er uns gesagt hat, dass es wieder nicht geklappt hatte, meinte so, ja, um ehrlich zu sein, sind sie ein echter Härtefall und ich weiß
jetzt gerade nicht, was ich hier noch für sie tun kann. Und das war also wirklich, ich dachte mir so, oh mein Gott, also das ist ja wie, als würde mir jemand gerade nochmal sagen, sie können keine Kinder kriegen. Es hat sich genauso angefühlt wie damals der Arzt, der zu mir gesagt hat, ja, das wird hier nichts, wenn dann nur in einer Kinderwunschklinik.
Und dann sind wir schon in dieser Kinderwunschklinik und dann sagt mir der Arzt der Kinderwunschklinik, nee, also auch ich bin hier am Ende meiner Latein. Das war wirklich so ein richtiger Schlag ins Gesicht. Also ich weiß auch, diese Fahrt nach Hause, ich habe so bitterlich geweint, weil ich wirklich dachte, das war es jetzt. Also wenn uns nicht mal meine Kinderwunschklinik helfen kann, was machen wir eigentlich? Das ist doch eigentlich völlige Zeitverschwendung.
Dann waren wir wieder so frustriert wie damals nach dem Krankenhausaufenthalt und haben dann gesagt, okay, ich glaube, wir brauchen eine Auszeit. Wir sind einfach irgendwie maximal an unserem Limit und haben uns dann einfach wieder ein paar Monate Zeit genommen und haben auch diese Hawaii-Reise gemacht. Und die war einfach für mich so unfassbar heilend.
Also es war einfach so schön, nach diesen ganzen Jahren mal keine Medikamente nehmen zu müssen, sich keine Wecker zu stellen, sich nicht zu spritzen, keine Arzttermine alle zwei, drei Tage wahrnehmen zu müssen und nicht darüber nachdenken zu müssen, darf ich jetzt diesen einen Cocktail gerade trinken oder nicht? Und wir haben einfach mal für zwei, drei Monate nur gelebt und das war einfach so schön. Ich kann mich noch an Gespräche erinnern, wo wir wirklich so bei Sonnenuntergang
am Strand saßen und halt überlegt haben, okay, wie geht es jetzt weiter? Also was machen wir? Und auch da war aber recht schnell wieder bei uns dieser große Wunsch da, dass wir gesagt haben, okay, wir haben jetzt irgendwie so viel schon dafür aufgegeben und so viel gemacht und sind schon so weit gegangen. Das ist noch nicht das Ende. Also wir sind uns ganz sicher, wir haben noch nicht die richtige Klinik gefunden und auch einfach noch nicht die richtige Behandlungsmethode.
Und wir sind uns sicher, das wird funktionieren und wir gehen das Thema nochmal an, wenn wir zurück in Deutschland sind. Genau, ihr habt euch eine andere Klinik gesucht, bei der ihr euch beide viel, viel wohler gefühlt habt, aber auch da ist es nicht so, dass es direkt von Anfang an klappt. Also habt ihr euch irgendwann mal selbst so eine Grenze gesetzt und gesagt, okay, jetzt noch so und so viel Behandlung und dann geben wir auf, wenn es nicht klappt?
Gab es das? Ja, also zwischendurch gab es das auf jeden Fall. Also wir hatten mal so, okay, wir machen zehn Behandlungen und wenn es dann nicht klappt, dann soll es einfach nicht so sein. Und das haben wir aber auch immer wieder aufgelöst, diese Grenze, weil wir in der neuen Klinik dann sehr schnell gemerkt haben... Auch wenn es da auch Rückschläge gab, dass wir immer weiter nach vorne gekommen sind. Also es war wirklich ein Unterschied von Tag und Nacht.
Da wurde sofort nach einem negativen Versuch geschaut, okay, was können wir noch an Diagnostik machen, was können wir beim nächsten Versuch anders machen. Also man hatte das Gefühl, wir gehen nach so einem Ausschlussverfahren und kommen unserem Ziel immer ein Stückchen näher.
Ich fand das auch ganz toll. In der neuen Klinik, wo wir waren, habe ich eine Ärztin gehabt, die selber jahrelang in einer Kinderwunschbehandlung war, die selber Endometriose hat und die auch selber ein Kind aus einer Kinderwunschbehandlung bekommen hat. Das heißt, die konnte mich auch emotional auf einer ganz, ganz anderen Ebene verstehen. Und das war wirklich ein Unterschied von Tag und Nacht. Und wir haben gesagt, wir sind genau hier jetzt am richtigen Ort.
Und wir wussten ab unserem ersten Termin, also unser erster Kennenlerntermin, den wir dort hatten, Wir gehen hier nicht ohne ein Kind wieder raus. Also das war direkt unser richtiges Bauchgefühl und hat uns einen unglaublichen Motivationspush gegeben. Und da bin ich wirklich sehr, sehr froh, dass wir diese Klinik für uns gefunden haben. Aber auch da, du hast es gerade schon angedeutet, gibt es leider Rückschläge. Ende 2022 bekommt ihr wieder die Nachricht, schwanger.
Aber auch das ist nicht für immer. Genau, das war auch wieder der erste Versuch in der neuen Klinik. Wir haben wieder unseren Anruf bekommen, herzlichen Glückwunsch, es hat geklappt, sie sind schwanger. Und da dachten wir wirklich, okay, jetzt hat es geklappt, wir haben die gute Klinik, wir fühlen uns hier wohl. Es wurde nochmal mehr an Diagnostik gemacht und jetzt hat es geklappt und jetzt ist alles safe.
Und genau zum selben Zeitpunkt, das war bei mir immer so rund um die siebte Woche, habe ich es tatsächlich wieder verloren. Also wir hatten dann wieder unseren ersten Ultraschalltermin. Und ich habe schon die Fruchthöhle gesehen. Also man kann das dann immer so ein bisschen erkennen. Das ist ja alles noch so super winzig und super klein. Ich habe sofort an der Reaktion auch von meiner Ärztin gemerkt, irgendwas stimmt nicht. Ja, tatsächlich wieder siebte Woche. Ja.
Und keine intakte Schwangerschaft mehr. Ja, das war unser absoluter Tiefpunkt. Also das war wirklich der Moment, wo ich gesagt habe, ich weiß nicht, ob ich das noch packe, weil jetzt haben wir schon diese gute Klinik. Jetzt haben wir so viel an Diagnostik gemacht und wir haben uns so sicher gefühlt.
Und jetzt einfach wieder dieser zweite Fehlschlag, das war dann auch der Moment, wo ich gesagt habe, entweder wir hören jetzt hier auf oder ich muss irgendwie mit jemandem reden oder mich austauschen, weil wir zu diesem Zeitpunkt das tatsächlich immer noch mehr oder weniger fast alles mit uns selber ausgemacht hatten.
Also wir hatten so unseren Ängsten Bescheid gegeben, also unsere Eltern wussten Bescheid, unsere Ängsten drei, vier Freunde, aber ansonsten wusste halt niemand davon, dass wir seit jahrelang in Kinderwunschbehandlung sind und seit Jahren diesen Wunsch haben und diesen Weg gehen. Und da habe ich gesagt, also entweder es ist jetzt hier Schluss oder ich muss halt irgendwie, ich muss reden, ich muss mit anderen Betroffenen mich austauschen.
Ich kann das nicht mehr so in mich hineinfressen, weil wir die ganze Zeit dieses Doppelleben geführt haben. Ich muss jetzt einfach darüber reden. Das ist gerade für mich, glaube ich, der einzige Weg, um mit diesem Verlust klarzukommen. Und das habe ich dann gemacht. Und das ja eigentlich kurz nach dem tiefsten Tiefpunkt in deinem Leben. Du hast zum zweiten Mal eine Fehlgeburt erlitten und dann im Januar 2023 sagst du, okay,
Ich spreche darüber. Warum? Ich glaube, ich wäre innerlich explodiert, wenn ich es nicht getan hätte, weil ich einfach gemerkt habe. Ich fühle mich so einsam. Also ich habe das jahrelang alles in mich hineingefressen und ich kann einfach nicht mehr. Also ich brauche jemanden, der Gleiches erlebt hat, mit dem ich austauschen kann, der Kinderwunschbehandlungen gemacht hat, der irgendwie auch Ahnung davon hat.
Weil ich habe auch gemerkt, egal ob ich mit meiner Mama darüber geredet habe oder mit meinen Freundinnen, die waren immer super verständnisvoll und haben Empathie gezeigt und haben auch Fragen gestellt und irgendwie mich ausreden lassen, einfach, dass ich mir irgendwie die Seele frei reden kann.
Aber natürlich ist das was anderes, wenn du mit jemandem redest, der das nicht durchgemacht hat oder diesen Weg gegangen ist, wie wenn du mit jemandem sprichst, der selber jahrelangen Kinderwunsch hatte, vielleicht auch Verluste erlebt hat und so weiter. Der versteht dich einfach nochmal auf einer ganz anderen Art und Weise.
Weil auch wenn die Person sagt, oh ja, kann ich verstehen oder oh ja, ich fühle das sehr, was du sagst, die Person kann das gar nicht nachempfinden, was du da eigentlich durchgemacht hast die ganze Zeit. Und ja, das war für mich eigentlich mit so der größte Punkt und auch, dass dieses Tabu endlich gebrochen wird.
Also ich habe wirklich damals in dieser Zeit, weil ich ja mit niemandem geredet habe, habe ich alles im Internet durchgeforstet nach Kinderwunsch-Reportagen, nach irgendwelchen Vlogs von vielleicht irgendwelchen YouTuberinnen, die auch selber so eine Behandlung durchgemacht haben. Oder habe mich durch irgendwelche Foren gelesen oder so, um einfach nur irgendwie Gleichgesinnte zu finden, um mich halt nicht so alleine zu fühlen.
Und dann habe ich auch an diesem Punkt gesagt, ich möchte einfach was Bleibendes hinterlassen, weil ich einfach merke, da ist noch so viel Luft nach oben.
Dieses Thema ist einfach immer noch so totgeschwiegen, dass niemand sich traut, darüber zu reden aus Scham und ich verstehe es ja irgendwie auch, aber ich möchte einfach den Weg für die Zukunft so ein bisschen erleichtern und einfach zeigen, dass auch unser Leben nicht perfekt ist und zeigen, wie wir unter diesem Weg auch gelitten haben, wie sehr wir weiter gekämpft haben und weil ich auch immer wieder so Nachrichten bekommen habe, so euer Leben ist so perfekt, ich wünschte,
ich könnte nur einen Tag in eurem Leben verbringen und so. Und ich habe wirklich irgendwann kotzen können, wenn ich solche Nachrichten gelesen habe, weil ich mir dachte, ihr wisst gar nicht, was bei uns eigentlich los ist. Und das ist auch immer so mein Appell. Ihr seht immer nur so drei Minuten von unserem Tag und auch den von meinen ganzen Kolleginnen, egal auf Social Media, egal wo, auf Instagram, TikTok, YouTube und Co. Ihr wisst gar nicht, was da alles im Hintergrund noch passiert.
Und das war mir irgendwie so wichtig, das einfach mal aufzubrechen und zu zeigen, bei uns ist gerade absolut gar nichts in Ordnung. Und das war wirklich so dieses ganze Zusammenspiel aus allem, dass ich gesagt habe, ich kann das nicht mehr. Dieses ganze Versteckspiel, dieses Doppelleben, dieses in die Kamera lachen, aber irgendwie innerlich trauern. So ich möchte irgendwie jetzt einfach reinen Tisch machen und darüber sprechen.
Und dann lädst du auf YouTube ein Video hoch mit dem Titel Unsere Kinderwunsch Journey. Du musst ja bei YouTube immer so auf Veröffentlichen klicken, bevor es dann richtig live geht. Was ist dein Gefühl, bevor du auf Veröffentlichen klickst? Also ich glaube, ich war zu diesem Zeitpunkt schon an so einem Punkt, dass ich mir dachte, mir ist es so egal, wie das jetzt ankommen wird.
Also man würde wahrscheinlich meinen, ich war total nervös und ja, hoffentlich kommt es gut an, hoffentlich wird es gut aufgenommen. Ich war wirklich so abgeklärt in diesem Zeitpunkt, dass ich mir einfach dachte, ich will das einfach nur noch hinter mich bringen, damit dieses Riesengeheimnis einfach gelüftet ist und ich nicht mehr diese Felsbrocken auf meinen Schultern alleine tragen muss. Und ich wollte einfach nur, dass es raus ist. Das waren so meine Gedanken, an die ich mich noch erinnere.
Und ich weiß auch, ich habe dann, nachdem dieses Video online war, habe ich mein Handy einfach weggelegt und dachte mir so, okay. Jetzt ist es passiert. Jetzt habe ich es veröffentlicht und jetzt habe ich es nicht mehr in der Hand. Die Leute sollen einfach damit machen, was sie wollen und habe dann echt zwei Stunden später oder so erst mal reingeguckt und war absolut positiv überrascht über diese Resonanzen.
Also ich habe irgendwie mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass die Leute es so positiv aufgefasst haben. Und ich weiß nicht, wie viele Nachrichten ich von Kinderwunschpaaren oder von Frauen bekommen habe, die sagen, boah, ich freue mich gerade so sehr, dass ihr eure Geschichte teilt.
Wir sind seit so und so vielen Jahren in Kinderwunschbehandlungen und irgendwie fühlt man sich immer so alleine und ich habe jahrelang Gleichgesinnte gesucht und das tut gerade so gut, besonders von so einer Person wie dir, wo alles immer so perfekt scheint, zu hören, dass ihr auch solche Struggles habt. Und das hat einfach so gut getan. Also ich hatte plötzlich so viele Kontakte auch aus dem engsten Umkreis.
Und das fand ich so krass, als wir das veröffentlicht haben, habe ich bestimmt fünf, sechs, sieben WhatsApp-Nachrichten bekommen von eigentlich engen Freunden, die geschrieben haben, boah, naja, wenn ihr euren Weg jetzt geteilt habt, dann öffnen wir uns jetzt auch. Wir sind auch schon seit ein paar Jahren in Kinderwunschbehandlung oder haben schon seit Jahren den Wunsch, aber wir haben es uns halt nie getraut auszusprechen.
Aber es fühlt sich einfach so gut gerade an, dass ihr ja den ersten Schritt gemacht habt und dass man sich jetzt austauschen kann. Und ich dachte mir so, boah, das ist so verrückt. Man sagt so, jedes sechste bis siebte Paar ist ungewollt kinderlos. Und ja. Ich kann nur von uns sprechen, so aus unserer Bubble oder auch aus meiner Community, es sind hundertprozentig mehr. Aber ist das nicht krass, dass man nicht mal im Freundeskreis über dieses Thema
offen sprechen kann? Ja, das hat mich auch wirklich am meisten schockiert. Also das ist schon traurig und das hat mir dann irgendwie gezeigt, ich glaube, das war genau der richtige Weg, dass wir jetzt angefangen haben, mal dieses Tabu so ein bisschen zu brechen.
Und du gehst ja noch weiter, also du redest ja nicht nur drüber oder ihr redet ja nicht nur drüber, sondern du entscheidest dich sogar deine sechste Kinderwunschbehandlung in Videos zu dokumentieren und dann passiert was ganz Tolles, im April 2023 erfährst du, dass du tatsächlich wieder schwanger bist, das ist ja was. Ja, das, was ihr euch immer gewünscht habt, aber auf der anderen Seite kann ich mir vorstellen, ist da bestimmt auch diese Angst, nachdem du schon zwei Fehlgeburten hattest.
Also was war so die Gefühlsmischung? Wahrscheinlich irgendwie ein bisschen von beiden, oder?
Ja, also genau, der sechste Versuch war dann wieder positiv und meine erste Reaktion war natürlich erstmal in Tränen ausbrechen, sich freuen und der nächste Gedankengang war sofort, oh Gott, bloß nicht zu früh freuen, weil man weiß ja nie, weil wir natürlich schon so, wir haben schon so viel durch und sind so realistisch geworden, auch über die letzten Jahre, dass wir halt gedacht haben so, okay, wir sind jetzt erstmal einen Schritt weiter, aber das heißt halt noch gar nichts.
Also ein positiver Schwangerschaftstest heißt noch lange nicht, dass du ein paar Monate später ein gesundes Baby in den Arm hast. Und das wurde uns leider immer wieder bewusst gemacht. Ich weiß auch noch, damals habe ich auch wieder unsere Freunde und Familie informiert nach dem Anruf und habe zu denen gesagt, wehe, ihr freut euch. Wir informieren euch jetzt, aber keiner freut sich. Es ist einfach nur, wir sind einen Schritt weiter und das ist ein weiterer Meilenstein,
den wir jetzt erreicht haben. Ich habe immer von Meilensteinen gesprochen und meinte halt so, okay, wir gucken jetzt, nächste Woche haben wir den ersten Ultraschall und dann gucken wir weiter. Aber ich will, dass sich hier keiner freut oder Jubelschreie macht oder Sonstiges. Ja, es war dann leider nicht mehr ganz so romantisch, wie man sich das irgendwie vorstellt, dass man irgendwie schwanger ist und dann...
Ja, läuft halt alles super und man informiert alle und macht allen schöne Geschenke und überrascht alle ganz toll. Das haben wir uns halt alles immer ein bisschen anders vorgestellt. Ab wann konntest du denn in der Schwangerschaft dann ein bisschen entspannter an die Sache rangehen? Das war eigentlich erst, als ich so die ersten Kindsbewegungen gespürt habe. Und man sagt, glaube ich, rund um die 23.
Woche ist das Kind so von alleine überlebensfähig. Also wenn es auf die Welt, also nicht von alleine, sondern es ist überlebensfähig, wenn es früher auf die Welt kommen sollte. Und das waren so die zwei Punkte, die mir einfach Sicherheit gegeben haben. Also das erste Trimester damals war für mich die absolute Hölle.
Also ich weiß noch ganz genau, ich war jede Woche teilweise sogar zweimal bei meiner Frauenärztin und habe halt auch immer ehrlich zu ihr gesagt, ich bin halt so eine absolute ängstliche Schwangere durch meine Vorgeschichte. Und die war aber immer super verständnisvoll. Meinte, so ist alles gut, lieber gucken wir einmal, ob alles okay ist, bevor sie sich jetzt wieder zwei, drei Wochen bis zum nächsten Termin halt total verrückt machen.
Und das hat mir total geholfen, dass ich halt einfach wirklich so ganz engmaschige Kontrollen hatte. Und wie gesagt, als dann so diese ersten Kindsbewegungen dazu kamen, wurde es auch für mich einfach realistisch, dass ich halt gemerkt habe so. Okay, wow, ich spüre einfach.
Das Kind in meinem Bauch und ich spüre seine Bewegungen und es scheint ihm gut zu gehen, sonst würde ich die wahrscheinlich nicht spüren und das hat mir sehr, sehr viel Sicherheit gegeben und ich wurde dann auch langsam so ein bisschen ruhiger und habe angefangen, meinem Körper auch wieder mehr zu vertrauen.
Was ist für dich das Schönste an der Schwangerschaft? Ich glaube, einfach zu sehen, dass sich so dieser ganze lange Weg, den wir gegangen sind und diese ganze Trauer und dieser Frust und die ganzen Schmerzen, dass sich das alles ausgezahlt hat. Und obwohl wir ja wirklich an so vielen Tiefpunkten waren und auch überlegt haben, okay, macht das hier überhaupt noch Sinn, geben wir auf, sind wir einfach zu zweit weiterhin happy und belassen ist dabei.
Das hat mir so richtig gezeigt, wie froh ich bin, dass wir gekämpft haben. Auch wir als Paar sind nochmal so viel enger zusammengeschweißt. Also wir haben auch gesagt, ich weiß nicht, also wenn uns das nicht auseinandergebracht hat, dann weiß ich nicht, was uns jemals auseinanderbringen sollte, weil das wirklich auch für Paare einfach eine riesengroße Herausforderung ist.
Und das war für mich einfach das unfassbar Schönste, so dieses Wertvollste, wofür man so viele Jahre gekämpft hat, einfach so in sich zu tragen. Das war einfach unbeschreiblich eigentlich. All die Mühen und all die Tränen, es hat sich gelohnt, es war für was. Im Dezember 2023 kommt dann euer Sohn zur Welt. Vielleicht kannst du mal kurz erzählen, wie sich das anfühlt, nach so, so langer Zeit endlich euer Kind in den Arm zu halten.
Ja, total unrealistisch. Also wir waren die letzten Wochen davor schon total nervös und konnten es eigentlich kaum abwarten. Ich hatte dann leider auch noch so zwei Begleitungen, sage ich mal, in der Schwangerschaft. Ich hatte einmal eine Schwangerschaftsdiabetes, die die Schwangerschaft jetzt auch nicht so viel leichter gemacht hat. Und auch eine Schwangerschaftskolestase. Da bekommt man so einen Juckreiz am ganzen Körper.
Und es hat auch so einen gewissen Risikofaktor. Das heißt, ich musste dann... Nochmal sehr viel engmaschiger kontrolliert werden, wie ich es ohnehin schon wurde. Und das hat natürlich dann auch meine Angst wieder so ein bisschen angefeuert, die ich aus dem ersten Trimester kannte. Weil ich mir halt dachte so, ach nee, wieso kommt das denn jetzt? Wir hatten doch eh schon so einen schwierigen Weg, überhaupt schwanger zu werden. Und wieso kann ich die Schwangerschaft jetzt nicht einfach genießen?
Und das kommt auch noch mit dazu. Ja, es hat aber trotzdem dann alles gut geklappt. Wir mussten dann in der Uniklinik entbinden, aufgrund dreifach Risikoschwangerschaft zum Ende hin. Aber es hat trotzdem alles soweit ganz gut geklappt. Wir hatten eigentlich eine natürliche Geburt oder eine vaginale Geburt geplant. Letzten Endes wurde es dann doch ein Kaiserschnitt. Also auch da ist wieder alles ein bisschen anders gelaufen.
Aber es war einem auch alles so egal, als man dann plötzlich so dieses kleine Wunder im Arm gehalten hat. Und jegliche Strapazen waren wirklich in dieser einen Sekunde sofort vergessen. Und ja, ich weiß nicht, also selbst Wochen später war es immer noch so unrealistisch für uns, dass da jetzt plötzlich so dieses kleine Wesen bei uns zu Hause liegt und es jetzt einfach wirklich da ist.
Also auch über die ganze Schwangerschaft hin konnte ich das so schwer realisieren, dass es wirklich jetzt geklappt hat, weil man so viele Jahre dafür gebraucht hat. Und ich habe irgendwie, ich glaube, ich hätte eine doppelte Schwangerschaftslänge gebraucht, um das überhaupt zu realisieren, dass ich wirklich schwanger bin. Und deswegen kam das wirklich erst so im Wochenbett irgendwann später, dass das bei mir angekommen ist. Ich bin jetzt wirklich Mama und das Kind ist jetzt wirklich da.
Und es ist gesund und trotz der ganzen Strapazen hat alles jetzt irgendwie gut geklappt und es ist einfach ein Happy End jetzt. Euer Sohn heißt Maui. Das ist jetzt kein ganz gewöhnlicher Name, der auch einen Hintergrund hat. Vielleicht magst du das kurz erzählen. Sehr gerne. Also ich hatte ja eben schon mal das Thema Hawaii einmal kurz angesprochen. Also wir waren auch schon häufiger auf Hawaii und kennen eigentlich alle Inseln dort innen und auswendig.
Und wir haben damals, als wir auf Hawaii waren und wirklich so über den weiteren Verlauf gesprochen haben, haben wir gesagt, okay, lasst uns eins festhalten. Hawaii hat uns so viel Kraft gegeben. Wenn es jetzt irgendwann klappen sollte, dann bekommt unser Kind auf jeden Fall einen hawaiianischen Namen. Und genau, das war so ein bisschen der Hintergrund, weil wir uns auch so verbunden fühlen mit den Inseln.
Ich glaube, jeder hat ja so auf der Welt irgendwo so seinen Soul-Place, wo man sich einfach so total wohl fühlt. Und ja, das ist für uns Hawaii, wenn auch immer gesagt, irgendwann in der Rente oder so holen wir uns dort so ein kleines Häuschen und überwintern dort oder was auch immer. Ja, uns war ganz wichtig, dass der Name mit M anfängt, weil bei uns wirklich alle... Männlichen Verwandten auch mit M anfangen. Das ist irgendwie total lustig.
Also mein Papa zum Beispiel, Tims Papa, der damals kurze Zeit vorher verstorben war, unsere Opas und irgendwie hat sich dieses M so durchgezogen, auch in dem Namen von meinem Bruder, dass wir gesagt haben, irgendwie ist M bei uns in der Familie so groß vertreten und weil wir dann auch wussten, es wird ein Junge, musste es irgendwie das M vorne sein und natürlich dann auch der hawaiianische Name. Und ja, sind total happy mit der Namensauswahl.
Man sagt ja auch, Hawaii sind die Inseln der Regenbögen. Und da ich ja vor Maui leider eine Fehlgeburt hatte, nennt man das Baby, was danach gesund zur Welt kommt, ein Regenbogenbaby. Und irgendwie war das dann für uns so total passend, dass wir gesagt haben, okay, er braucht einen hawaiianischen Namen mit diesem Regenbogenbezug. Generell hat sich dieses Regenbogenthema bei uns irgendwie total durchgezogen.
Auch am Tag von Mauis Transfer hatten wir bei uns einen riesengroßen Regenbogen über dem Haus, den wir vorher noch nie Jahre vorher gesehen hatten. Und auch an dem Tag hat mir die Community, wir hatten den Versuch ja dann geteilt. Ich glaube, ich habe 400 Regenbögen oder so zugeschickt bekommen von der Community, die die alle fotografiert haben an demselben Tag. Also es war so ein richtiges Zeichen. Und dann war für uns klar, okay, es muss der hawaiianische Name sein.
Und irgendwie ist das so Schicksal gewesen. Ja, es sollte so sein. So klingt das auch mit dem Regenbogen. Genau. Du hast gerade schon gesagt, ihr seid natürlich überglücklich, dass da jetzt dieser kleine tolle Mensch da ist, aber auf der anderen Seite, jeder, der irgendwie Kinder in der Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis oder in der eigenen Familie hat, weiß, dass so ein Leben mit so einem Baby auch manchmal sehr überfordernd ist und dass man auch mal…,
Richtig genervt ist. Das war wahrscheinlich bei euch auch nicht anders, oder? Ja, also die ersten Wochen waren wirklich sehr tough, muss ich sagen. Ich musste irgendwie meinen Körper wieder zusammenflicken nach dieser ganzen Zeit. Also durch die ganzen Hormone und so der Körper, der leidet ja die ganzen Medikamente. Dann war ich auch noch sieben Tage in Einleitung, bis dann doch dieser Kaiserschnitt stattgefunden hat.
Ich habe wirklich gemerkt, ich bin maximal am Limit und muss irgendwie jetzt auch erst mal wieder zu mir selber finden. Und ja, wir hatten dann auch so ein bisschen Probleme so mit Koliken und so. Das haben ja oft Babys so in den ersten Wochen. Und es war schon eine taffe Zeit. Einerseits war sie sehr schön, aber andererseits auch wirklich taff. Also das kann man nicht anders sagen. Ich weiß, dass ihr vor gar nicht langer Zeit eine zweite Kinderwunschbehandlung
gestartet habt. Darüber sprechen wir gleich nochmal ganz ausführlich im Bonusteil bei Prodemo. Aber nochmal kurz zu einem anderen Thema zurück, was wir eben schon kurz angeschnitten haben. Diese Kinderwunschbehandlungen sind wahnsinnig teuer. und die Krankenkasse bezuschusst nur die ersten drei Behandlungen. Und ich kann mich daran erinnern, dass bei meiner Freundin zum Beispiel so, dass sie gesagt hat, okay, wir machen das jetzt noch einmal und dann mehr geht auch nicht.
Also rein finanziell, mehr geht nicht. Das heißt, man muss sich dann wirklich überlegen, kann ich jetzt noch ein weiteres Mal oder eben nicht. Bei euch war das wahrscheinlich nicht ganz so ein großes Thema, aber wie viel Geld habt ihr insgesamt in diese Kinderwunschbehandlungen investiert? Das wird ja auch wahnsinnig viel gewesen sein. Also wir haben es nie ausgerechnet, weil wir es glaube ich auch einfach nicht so richtig genau wissen wollten.
Aber wenn ich das jetzt mal so grob überschlage, wir hatten ja insgesamt sieben Behandlungen. Also eine IVF kostet so zwischen, ich sag mal 2500 Euro bis 5000 Euro. Es kommt wirklich mal ganz individuell drauf an. Wir liegen da auf jeden Fall, plus die ganzen Medikamente. Also wenn du mit meinen ganzen Diagnosen und Kram, was ich da nehmen musste, also in der Apotheke haben wir auch gerne mal so 1500 Euro, 1800 Euro gelassen. Also ich würde jetzt wirklich mal so ganz grob überschlagen.
35.000 Euro, vielleicht auch mehr, vielleicht auch 40 mit den ganzen Arztterminen und so. Wir waren dann später auch in der privaten Kinderwunschklinik, das ist natürlich auch nochmal was anderes, weil die drei Versuche waren ja dann eh hinfällig. Ja, es kommt schon hin. Wenn Paare Schwierigkeiten haben, auf natürlichem Weg schwanger zu werden und es eine medizinische Ursache dafür gibt, dann übernehmen Krankenkassen einen Teil der Kosten für künstliche Befruchtung.
Dieser Anspruch ist sogar im Sozialgesetzbuch geregelt, allerdings nicht ohne Einschränkung. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen nur 50 Prozent der Behandlungskosten übernehmen, die andere Hälfte ist meistens Selbstbeteiligung. Es gibt in Kinderwunschkliniken verschiedene Methoden. Anna hat ja bereits erwähnt, dass da individuell geschaut wird, welche Methode am vielversprechendsten ist, je nach Ursprungsproblem das vorliegt.
Bei den meisten Methoden erstatten die Krankenkassen die Hälfte der Kosten nur bis zu drei Versuchen, also drei Befruchtungszüge. Wenn es danach nicht geklappt hat mit dem Baby, dann müssen weitere Behandlungen komplett selbst getragen werden. Aber nicht nur die Anzahl der Versuche hat Einfluss auf die Kostenübernahme, sondern auch das Paar selbst muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Beide Partner müssen mindestens 25 Jahre alt sein.
Gleichzeitig darf die Frau maximal 40 und der Mann maximal 50 sein, damit die Kasse zahlt. Wirklich krass und irgendwie so gar nicht 2025 finde, in der Regel haben nur verheiratete Paare Anspruch auf die Übernahme der Kosten. Wer zum Startzeitpunkt unverheiratet ist, bekommt keine gesetzliche Hilfe. Wie hoch diese Kosten schießen können, davon hat Anna uns ja eben schon eine kleine Idee gegeben.
Das alles greift übrigens nur, wenn es für die ungewollte Kinderlosigkeit eine medizinische Begründung, also eine ärztliche Diagnose gibt. Und wenn der behandelnde Arzt oder weil die Ärztin eine hinreichende Aussicht auf Erfolg der Behandlung bescheinigt. Unterm Strich kann man also sagen, eine Kinderwunschbehandlung muss man sich leisten können. Und ob man damit erfolgreich ist, hängt auch maßgeblich davon ab, wie viele Behandlungszyklen man sich leisten kann.
Ich finde es super, wie transparent Anna damit umgeht, um Aufklärung zu schaffen. Es kann sich übrigens lohnen, das nur so als Tipp am Rande Krankenkassen zu vergleichen, weil manche Kassen freiwillig mehr Kosten übernehmen als andere. Es ist nicht nur emotional eine krasse Reise und körperlich, sondern eben auch finanziell. Das muss man ganz ehrlich auch dazu sagen. Grundsätzlich war deine Community ja total positiv, hast du gerade erzählt.
Aber du hast auf Instagram auch mal Nachrichten gepostet, die nicht so nett waren, die du zu diesem sehr persönlichen Thema teilweise bekommst. Ich habe mal so ein paar Kostproben mitgebracht. Wieso willst du die Natur manipulieren? Hast du sonst keine Probleme? Die Welt ist sowieso schon überbevölkert. Also...
Was würdest du Personen, dir sowas einer fremden Frau, Ausrufezeichen, also es wäre schon ekelhaft, das zu einer Frau zu sagen, die man kennt, aber einer fremden Frau im Internet sowas zu schreiben, was würdest du den Leuten gerne sagen? Also ich weiß bei solchen Aussagen auch nicht, ob ich weinen oder lachen soll, weil es einfach völlig lächerlich ist.
Ich weiß bei sowas auch nie, ob es lohnt, den Personen zu erklären, worum es geht, weil ich glaube, das sind so Personen, die sind sowieso schon in so einer Anti-Haltung. Also egal, was du denen zeigen oder erklären würdest, die wollen das auch gar nicht annehmen. Also ich glaube, das sind so Leute, die wollen einfach nur ihren Frust loswerden und irgendwie Hass verbreiten. Und die sind gar nicht offen dafür, sich überhaupt eine Geschichte wie zum Beispiel unserer anzunehmen.
Also meistens blockiere ich solche Leute oder lösche die Nachrichten oder reagiere da gar nicht drauf. Also ich glaube, wird mir sowas jemand auf der Straße sagen? Ich glaube, ich würde einfach nur der Person Vogel zeigen und weitergehen. Also es ist ja eh schon so frech, sich in so ein sensibles Thema irgendwie einzumischen, besonders wenn man überhaupt gar keine Ahnung davon hat. Und ich muss auch dazu sagen, auch ich habe sehr, sehr viel selber dazugelernt.
Also hätte man mich vor acht Jahren oder so zu dem Thema gefragt, hätte ich auch überhaupt gar keine Ahnung dazu gehabt. Also ich glaube, ich habe bestimmt auch mal zwei, drei Frauen gefragt, so willst du eigentlich Kinder haben oder so vor zehn Jahren, weil ich halt einfach dachte so, ja, interessiert mich halt irgendwie gerade, ich frage halt einfach mal nach, aber auch ich musste halt einfach lernen und auch lernen. Am bitteren eigenen Beispiel, dass das halt einfach kein Smalltalk-Thema ist.
Also wenn man sich so eine Frage stellt unter engen Freundinnen und sich das gerade gut anbietet oder es den Raum gerade dafür gibt, dann ist das nochmal was anderes, finde ich. Aber ich würde halt niemals eine fremde Person und ich sage jetzt mal, meine Community, also viele der Leute, die meine Videos sehen und auch die, die gar nicht zu meiner Community gehören, das sind ja für mich fremde Leute.
Und ich würde ja niemals zu irgendjemandem an der Kasse gehen beim Einkaufen und fragen, hör mal, sind sie eigentlich schwanger? Also was fällt dir ein? Also das ist einfach kein Smalltalk-Thema. Ich glaube, dabei kann man es belassen. Ja, halten wir fest, einfach diese Fragen nicht stellen. Schaffst du es denn? Ich meine, du machst das schon sehr lange. Kannst du das an dir abprallen lassen oder tut es manchmal trotzdem weh?
Mittlerweile schon. Also ich bin wirklich so abgehärtet mittlerweile aus jeglichen Hinsichten und mittlerweile prallt sowas an mir ab. Aber ich versuche sowas trotzdem meistens in den Kommentaren oder sowas direkt zu löschen, weil ich halt auch weiß, mir folgen mittlerweile natürlich auch sehr, sehr viele, die selber im Kinderwunsch sind, die sich vielleicht von sowas viel, viel schlimmer triggern lassen wie ich.
Und ich will einfach gar nicht, die gehen eh schon so einen harten Weg, dass die sich von so einem Idioten, sorry, aber einfach irgendwie nochmal so zusätzlich triggern lassen müssen. Deswegen wird sowas bei mir meistens einfach gelöscht und damit hat es sich erledigt. Ist wahrscheinlich der beste Weg, den man da gehen kann. Du hast gerade gesagt, in einer Community sind mittlerweile ganz viele Frauen, denen es so geht, wie dir es damals gegangen ist. Was würdest du Frauen...
Die gerade so eine Reise durchmachen, wie du sie durchgemacht hast? Also ich würde auf jeden Fall Frauen oder auch Paaren mitgeben, die sich auch gerade in Kinderwunschbehandlung oder generell im Kinderwunsch befinden, sich ein Stück weit auf jeden Fall zu öffnen, so wie es für euch sich gut anfühlt. Also natürlich muss man das jetzt nicht auf Social Media oder sowas öffentlich machen, wenn es euch nicht gut geht damit.
Aber ich glaube, wenn man sich so zwei, drei den engsten vertrauten Personen öffnet, kann das wirklich schon sehr, sehr gut tun, weil wir haben das einfach viel zu spät gemacht. Wir haben erst nach dreieinhalb Jahren oder nach fast vier Jahren haben wir angefangen, mit unseren Familien da erst drüber zu sprechen, weil uns dieses Thema so unfassbar unangenehm war oder uns auch gegenüber unseren Freunden zu öffnen.
Und man siehe da, als wir das Thema dann wirklich auch angestoßen haben, waren teilweise selbst in unserem Freundeskreis halt wirklich viele Paare dabei, die selber mit diesem Thema zu tun haben. Also es lohnt sich da wirklich, sich so ein paar enge Vertraute rauszupicken, mit denen man halt darüber spricht, dass man das halt nicht alles alleine in sich hineinfressen muss oder alleine tragen muss.
Und was ich wirklich empfehlen kann, wenn es in Richtung Kinderwunschklinik geht, sich wirklich eine Klinik zu suchen, wo man sich von Grund auf wohlfühlt. Also wir haben unsere Klinik tatsächlich nach. Online-Internet-Bewertungen ausgesucht und waren dann dort zum Kennenlern-Termin und haben wirklich direkt vom Bauchgefühl gemerkt, wir sind hier gut aufgehoben und das ist einfach ein Match. Und ich glaube, das macht einfach unfassbar viel aus.
Und als letzten Punkt würde ich mitgeben, sich auch immer so ein bisschen auf die eigene Recherche zu begeben. Also gerade in Kinderwunschbehandlung denkt man sich, okay, wenn man jetzt in der Klinik kommt, dann gibt man alles an Verantwortung ab und man gibt sich einfach den Ärzten hin und macht einfach alles mit, was die so von einem verlangen oder was die vorschlagen.
Wir haben auch wirklich sehr, sehr viel Eigeninitiative mitgebracht und haben sehr viel recherchiert, haben Dinge vorgeschlagen, die wir noch ausprobieren möchten und so weiter und so fort. Und ich glaube, diese Kombination aus allem ist ein ganz gutes Paket, was ich so anderen mit auf den Weg geben kann. Und natürlich nicht aufzugeben, sich mit anderen auszutauschen.
Ganz, ganz wichtig. Ich glaube, da bist du ein perfektes Beispiel für, weil ihr habt ja auch nicht aufgegeben und es ist dann zu so einem schönen Ergebnis irgendwie gekommen. Absolut. Wenn du heute auf diesen einen Moment zurückblickst, also den Moment, wo der Arzt hier da gerade aus der Narkose erwacht, an Latz knallt, sie werden wahrscheinlich nie Kinder bekommen. Ja. Welches Gefühl löst das in dir aus? Ich bekomme sofort wieder diesen Kloß im Hals. Ähm.
Ich glaube, ich werde diesen Moment niemals vergessen können, weil der halt wirklich so mein Herz in so tausend Teile zerspringen lassen hat. Ich hätte mir auf jeden Fall aus heutiger Sicht gewünscht, dass der Arzt mir mit mehr Empathie entgegengekommen wäre. Ich weiß, dass es auch wirklich manchmal sehr, sehr schwierig ist, so in diesem Ärzte-Krankenhaus-Alltag, sich in jeden Patienten hineinzufühlen und hineinzudenken. Aber ich finde, das gehört einfach trotzdem zu diesem Job mit hinzu.
Gerade wenn man solche Nachrichten irgendwie überbringen muss, dass man sich vielleicht auch einfach ein bisschen mehr Zeit nimmt. Und ja, bis heute triggert mich das wirklich sehr, sehr krass, dieser Gedanke. Wenn ich mich halt zurückerinnere damals an diesen Moment. Und ich wünsche halt einfach, dass keiner jegliche Diagnosen einfach so von Latz geknallt bekommt. Weil ja, das kann einen irgendwie schon sehr verstören, finde ich. Und das muss einfach nicht sein.
Also es gibt irgendwie andere Möglichkeiten, einem das so ein bisschen schonender und empathischer rüberzubringen, finde ich. Wie war das für dich heute mit mir, über diesen einen Moment zu sprechen und alles davor und danach? Es ist immer wieder total aufwühlend, darüber zu sprechen. Also ich glaube, ich habe das schon verarbeitet, so diese ganze Kinderwunschreise, aber ich werde das niemals vergessen können.
Also das hat mich natürlich auch viel, viel stärker gemacht und auch zu der Person, die ich heute bin. Aber es ist schon immer wieder auch schwierig, so richtig tief in diese Materie reinzugehen, weil man sonst im Alltag auch gerne das einfach mal so schnell über die Schulter wirft, sag ich mal, und irgendwie vergessen möchte. Aber es ist einfach ein Teil von uns, der wird immer ein Teil von uns bleiben.
Auch ein sehr schwerer Part teilweise, aber es tut auch immer wieder gut, drüber zu sprechen. Und ja, ich bin total froh, dass ich hier heute deine Plattform bekommen habe, um über dieses Thema zu sprechen, weil wie gesagt, da leider immer noch sehr, sehr viele Tabus herrschen. Und ich einfach hoffe, dass wir in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten das einfach immer weiter aufbrechen können, dass ja niemand sich mehr für das Thema ungewollte Kinderlosigkeit schämen muss
und ja, dass man da in Zukunft einfach besser aufgefangen wird. Und ja, genau. Danke, dass du mit uns über dieses Jahr bestimmt leichte Thema gesprochen hast. Sehr gern. Danke, dass du uns mit auf diese Reise genommen hast. Und ich glaube, du hast ganz vielen Menschen auch viel Hoffnung gerade gemacht mit unserem Gespräch. Vielen, vielen Dank.
Wenn ihr wissen möchtet, wie es aktuell mit Annas zweiten Kinderwunsch weitergeht, dann könnt ihr jetzt im Premium-Bereich von Podimo noch den Bonus-Teil zu dieser Folge hören und der ist wirklich sehr spannend. In der nächsten Folge habe ich zum ersten Mal in der Geschichte von dieser eine Moment gleich zwei Menschen zu Gast. Sie teilen nämlich den Moment, der ihre Leben für immer verändert hat. Nele ist Stammzellenspenderin und Lukas brauchte eine passende Spende, um zu überleben.
Wie sich die beiden gefunden haben und was das jeweils mit ihnen gemacht hat, darüber sprechen wir in der neuen Folge. Die hört ihr wie immer zuerst im kostenfreien Bereich von Podimo, ganz ohne Abo oder Anmeldung und zwei Wochen später dann erst überall sonst, wo es Podcasts gibt. Es lohnt sich also, definitiv bei Podimo mal reinzuschauen, ist wie gesagt kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Bis dahin freue ich mich sehr, wenn ihr eine Bewertung da lasst für diese einen
Moment und den Podcast natürlich auch weiterempfehlt. Tschüss!
