Hallo und herzlich willkommen bei Deinen TCM Podcast "Die TCM-Docs des Bestes aus der Welt". Wir verbinden traditionelle chinesische Medizin und westliche Medizin für mehr Wohlbefinden und Gesundheit für Dich. Schön, dass Du heute wieder mit dabei bist. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres TCM-Podcasts "Die TCM-Docs". Mein Name ist Dr. Marin Gruner. Und ich bin Dr. Sandra Birken. Und heute haben wir einen ganz besonderen Gast.
Es ist nämlich der Thomas Neuerer bei uns, bei dem ich, beziehungsweise mit dem ich zusammen in der TCM-Praxis in Scheideck arbeite. Und ja, lieber Thomas, herzlich willkommen. Wir freuen uns riesig, dass Du Dir heute die Zeit nimmst. Und wir haben ein ganz besonderes Thema, nämlich eines Deiner Spezialthemen, wo Du Dich besonders gut auskennst mitgebracht. Wir sprechen heute über die Vitalpilze.
Und bevor wir das aber anfangen, wäre es schön, wenn Du eine kurze Info mal gibst, weil ich habe natürlich schon eine Ahnung, wer Du bist, aber alle, die uns jetzt gerade zuzuhören, die wollen vielleicht noch ein bisschen mehr erfahren. Ja, mache ich gerne. Erst mal vielen Dank für Eure Einladung. Und mein Name ist Thomas Neuerer. Ich bin Arzt und betreibe die chinesische Medizin eigentlich schon seit 1990.
Habe ich im Studium damit angefangen, irgendwie hat mich den Naturverfahren gepackt und Homipathie war es am Anfang. Und dann fand ich chinesische Medizin so logisch, das hat mich gepackt und das hat mich auch nicht mehr losgelassen bis heute. Am Anfang so neben meiner ärztlichen Tätigkeit, und dann wurde es immer mehr zu meiner Haupttätigkeit, in der Psychosomatik habe ich lange gearbeitet und da war die chinesische Medizin schon immer sehr, sehr wertvoll.
Und das ging dann ganz von alleine, das ich gesagt habe, ich mache das jetzt in eigener Praxis. Und dort bin ich seit 2009 entscheidig in einer schönen gemütlichen Praxis für chinesische Medizin. Ich habe ganz, ganz tolle Patienten, die alle sehr motiviert sind, es ist wunderschön dort zu arbeiten. Und in den letzten Jahren, so während Corona, war es sehr anstrengend sehr intensiv.
Und manchmal auch ein bisschen einsam, weil man so ja Einzelkämpfer geworden ist und deswegen bin ich umso glücklicher, dass ich jetzt so tolle Verstärkung im Team habe mit Dr. Maden-Kruna und wir uns so wunderschön austauschen können und ich jetzt bei euch im Podcast sein darf. Wunderschön! Also wer jetzt noch Motivation gebraucht hat, in diese Praxis zu gehen, that's your call.
Ja, ich fühle mich ja auch sehr wohl und bin total glücklich und ich durfte ja von dir auch schon einiges über Vitalpilze lernen und jetzt, was sind denn überhaupt Vitalpilze? Das werden wir ja ganz häufig gefragt, sind das Pflanzen, sind das Tiere? Eindeutig, nein, was sind denn Vitalpilze?
Vitalpilze sind erstmal Pilze und die sind, die können zur Gattung der Großpilze, davon gibt es unglaublich viele, so 30 bis 40.000 auf der Welt, man hat die alle nur noch gar nicht, also den Großteil hat man noch gar nicht kategorisieren können und man hat festgestellt, dass viele von diesen Großpilzen, also Großpilze sind die, die wir im Wald sehen, die so aus dem Boden rauskommen, das sind die Großpilze.
Die anderen Pilze sehen wir gar nicht, manchmal an der Wand als Verfärbung, wenn man Schimmel in der Wohnung hat und diese Großpilze, von denen haben viele medizinische Wirkungen, manche haben so starke medizinische Wirkungen, dass sie giftig sind und andere haben sehr, sehr wohltumende Wirkungen, faszinierende Wirkungen und viele wissen nicht, dass Pilze eigentlich keine Pflanzen sind oder nicht eigentlich, sondern kategorisch keine Pflanzen sind,
sondern die stehen zwischen den Tieren und den Pflanzen, sind eine eigene Wesenheit und die, der Stoffwechsel der Pilze ist unserem Stoffwechsel sehr, sehr ähnlich.
Der Unterschied, einer der Unterschied zwischen uns Säugetieren und dem Pilzen ist, dass wir weglaufen können, das können die Pilze nicht und deswegen haben sie sich einer Armada von biochemischen Stoffen erdacht, die sie schützen, so dass sie lange, teilweise ewig lange überleben können in ihrer Umgebung und mit der Umgebung aber auch in Kontakt gehen.
Das sind ja auch Symbionten, die reinigen Böden, das ist das Telefon der Bäume untereinander, Woodbite net, sagt man dazu und ja, also sehr, sehr hilfreich in der Natur und in den letzten Jahrtausenden haben zuerst die Chinesen festgestellt, dass man die sehr, sehr gut auch für die menschliche Gesundheit verwenden kann und deswegen wird seit vielen Jahrtausenden bestimmte Pilze in der chinesischen Medizin eingesetzt und man hat ganz viel über die Anwendungsmöglichkeiten
in China mittlerweile herausbekommen und wenn man chinesische Medizin macht, macht man immer auch natürlich auch die Pilztherapie. Vitalpilze ist ein bisschen Kunstbegriff, weil das sollte halt nicht so medizinisch erklingen, weil es ein Nahrungsergänzungsmittel ist und deswegen gibt es sonst Probleme mit Helzclaims und so. Man könnte auch sagen, medizinisch wirksame Pilze. Man beschäftigt sich selbst mit Vitalpilzen.
Seit Beginn seit du dich mit der Tcm beschäftigst, kam es irgendwann dazu. Das kam dazu, also wie so viele habe ich erst mal mit der Akkupunktur begonnen damals und da habe ich nur Akkupunktur gemacht im Studium und da war auch gar nicht so viel Zeit erst mal in die chinesische Phytotherapie einzusteigen und das kam dann aber nach und nach und dann habe ich die Pilze angewendet ohne mir über die Pilze an sich Gedanken zu machen.
Vor vielen Jahren habe ich dann mal in China in Kontakt mit dem Pilzsammler im Wald gehabt und er hat mir das erste Mal ganz stolz den Reishi-Pilz, den er dort gesammelt hatte präsentiert und es war so mein erster bewusster Kontakt auch in der Mitte Kultur und der mir auch so ein Gefühl dafür gab, die Pilze sind ganz tief in der chinesischen Kultur verborzelt.
Also nicht nur in der Medizin, sondern es ist ein wichtiges Kulturgut und der Reishi ist eines der wichtigsten Kulturgüter in der chinesischen Medizin. Was ich nämlich eigentlich fragen wollte, weil ich tatsächlich habe noch keine Schwerpunkt im Bereich der ganzen Metallpilze, ich finde es aber ein super spannendes Thema und jetzt für auch unsere Zuhörer, also wie muss ich mir das denn vorstellen, wie bekomme ich denn diese Pilze?
Wahrscheinlich werden die jetzt nicht in Form von Pilzen irgendwie sein oder vermutlich kriegt man sie als Dekot oder als Pulver oder Extrakt oder viele auch jetzt als diese Cafés, wie sagt man da hier Info-Trum und so, diese Wachmacht-Cafés mit Reishi und sonst was. Wie veratmest du das oder wie empfiehltst du das am besten?
Ja, die Pilze sind ja gerade in den letzten zehn Jahren, kann man sagen, in den letzten fünf Jahren vermehrt, sehr, sehr modern geworden und wenn man es Internet schaut, dann kommt überall Pilze an, angeboten und ich habe die Pilze ja dann auch aus eigener einem eigenen Leib erproben dürfen, weil ich nach einem schweren Unfall dann auch viel experimentiert habe, was mir hilft und da habe ich dann unter anderem den Heritium und
den Reishi ganz intensiv eingenommen und habe dann schnell festgestellt, dass mir wichtig ist zu wissen, dass diese Pilze wirklich die Pilze sind, die ich da einnehme, weil meistens bekommt man die Pilze als Pulver im Kapsel und verpackt und schlug die dann ganz brav.
In China macht man es aber auch so, dass man sich ein Pilz in der Apotheke kauft, so ein getrockneten Pilz und dann schneidet man sich im Scheiben und verkocht den so nach und nach und dann muss man die halt eine Stunde lang kochen und dann hat man den Wirkstoff drin.
Das ist dem meisten Deutschen zu kompliziert, hast auch nicht sonst Leben rein, deswegen Pilze in pulverisierter Form, wobei man sehr darauf aufpassen muss, sind diese Pilze wirklich rein, sind da keine Schadstoffe drin und ist das wirklich Pilz oder ist das vielleicht mehr Säge, Mehl oder der Boden, auf dem der Pilz gewachsen ist. Da muss man sehr aufpassen, dass man da auch das richtige Produkt bekommt und man muss auch unterscheiden zwischen Pulver von Pilzen und Extrakten.
Pilzpulver heißt, dass der Pilz einfach pulverisiert wurde und dann wird er in den Kapsel verpackt und dann schlucken, dass die Menschen, die sich was Gutes tun wollen, Extrakt heißt, der Pilz ist abgekocht und in sehr komplexen Vorgängen getrocknet worden, so dass der Wirkstoff erhalten bleibt und dann in Pulver, Extraktpulver in den Kapsel gekommen ist.
Das Extraktpulver wirkt etwa zehnfach stärker als das Pulver des Rohnpilzes und oft ist es dann so, dass meine Patienten sagen, schauen Sie, ich habe das Produkt viel billiger bekommen, aber es ist halt Pulver und es ist zehnfach weniger wirksam. Da kann man dann auch die Geld ausgeben, aber Patienten können sich auch schädigen, wenn sie natürlich Pilzextrakte nehmen, die nicht rein sind. Und das passiert auch bei uns im Internet, kann man auch solche Pilze bekommen.
Ich finde sie deswegen immer aus der Apotheke, ganz wichtig. Sind denn Vitalpilze bei allen Menschen einsetzbar prinzipiell oder muss man da auf irgendwas achten, dass sie irgendjemand gar nicht einnehmen darf und wie sieht es mit Kindern aus? Genau, also es gibt wenig Studien darüber, wie die Verträglichkeit ist bei Schwangeren und bei
stönden Müttern und bei Säuglingen. Man setzt Pilze eigentlich erst ab dem Kleinkind, Alter, Kindergarten, dann können die Pilzen nehmen und da muss man dann aber auch schauen, welche Pilze man gibt. Das müssen sanfte, gut verträgliche Pilze sein, weil das ist das Problem. Unser Verdauungssystem ist an so viel Pilze nicht gewöhnt und streikt dann ganz schnell. Dann bekommt man Blährungen, Durchfall, Aufstoßen, Sodbrennen usw. oder manche haben dann auch
Übelkeit und sagen, ich kann diese Pilze überhaupt nicht vertragen. Und wie überall bei natürlichen Substanzen gibt es natürlich auch Allergien, was ganz selten vorkommt. Aber ab und zu kommt es vor, beim Pulver übrigens mehr als beim Extrakt, weil das durch die Abkochung dann nicht mehr so leicht Allergien auslöst.
Ja, total, aber es gibt dann auch nicht die eine Regel, wo man sagt, also wenn es jetzt um erwachsene Menschen gibt, die sollen, ich mache jetzt irgendein Beispiel, aber die sollen zweimal am Tag drei Kapseln nehmen, sondern es ist dann schon auch immer zu gucken, wer verträgt's wie und an welcher Stelle und wann gebe ich vermehrt und wann gebe ich weniger, oder? Oder gibt es da so eine Lösung, die auf jeden Fall für alle passt und die was schadet?
Gibt es letztendlich nicht, aber es gibt vielleicht so eine Faustregel, wenn jemand noch nie Pilze bekommen hat, dann langsam aufdußieren. Dann beginnt man vielleicht mal mit einer Kapsel, das sind meistens so 300 Milligramm Pilzextrakt drinnen und steigert das dann Woche für Woche immer in enger Rücksprache mit dem Patienten, dass der keine Vertrauensprobleme
bekommt und sich sein Vertrauenssystem gut und langsam anpassen kann. Und wenn jemand ganz kräftig ist von dem Vertrauenssystem, kann man auch mal höher dosiert reingehen. Zum Beispiel, wenn jemand gerade eine Krippe entwickelt, dann kann man Chitake und Agardicus kombinieren und da gibt man dann gleich große Dosen. Maximal sagt man so 3000 Milligramm am Tag von Pilzextrakten.
Insgesamt oder von allem Pilz speziell und die Frage ist eigentlich, darf ich mehrere Vitalpilze kombinieren und wenn ja, wie viele sind überhaupt sinnvoll zu kombinieren? Also insgesamt erstmal 3000 Milligramm, so ist so die Faustregel. Man kann aber auch deutlich drüber gehen, weil die ja sehr, sehr gut verträglich sind. Und Kombinieren
von verschiedenen Pilzen ist durchaus sinnvoll. Manchmal ist es nicht notwendig, weil die Patienten haben sowieso schon so viele Medikamente oft und den Rage den kann man oft gut alleine geben. Aber ich kombiniere oft Pilze miteinander und dann bleibe ich aber so bei zwei bis drei Pilzen, sonst verliert man den Überblick. Aber ich hatte auch schon Patienten, die kamen mit, ich glaube, das waren acht Pilze. Es war beschäftig den Tag über, bis man die alle
noch hat. Ja, und die Patientin, die hat dann nach Waldboden gerochen. Ja, wo ist es da da? Aber er hatte schwer Krebs und war eigentlich Krebs im Endstadium und war in der Studiengruppe für palliative Medizinien, die haben alle derselbe Chemotherapeutikung genommen, die haben derselbe Krebsart und Stufe und die waren alle schon tot. Dann lieber nach Waldboden
riechen. Dann lieber nach Waldboden riechen. Ich auch gedacht. Ich habe nicht gesagt um Gottes Willen, sie kann nicht so viel nehmen, sondern gedacht, ja, das scheint einfach zu wirken. Und dieser quasi Trend, dass morgens statt Kaffee zu nehmen, nutzen, ist da was dran, macht es Sinn oder ist es eher so ein Influencer Insta Quatsch? Man muss aufpassen,
dass es nicht so ein Influencer Insta Quatsch wird. Eigentlich ist es sinnvoll, aber es gibt da einige Anbieter, die dann eben Pilzpulver anbieten, dann ist das Pilzpulver da drinnen und ist es eigentlich nicht so hoch dosiert, dass es irgendwas bringt. Also da muss man schon auch, das ist ja, dann nimmt man meistens, es wird dann empfohlen, einen Messlöffel zu nehmen, das sind dann irgendwie zwei Gramm im Kaffee und wenn es Pilzpulver, zwei Gramm
Pilzpulver, dann muss man schon sehr sensibel sein. Es gibt Menschen, die darauf ansprechen, die meisten, die werden nicht wirklich darauf reagieren, aber ein gutes Gefühl haben. Da habe ich an unsere erste Begegnung, ich weiß nicht, ob es noch weiß, Thomas, als ich das erste Mal in der Praxis besucht habe, hast du mir als erstes ein Pilzkaffee angeboten. Gerne, genau.
Du wusstest, dass es es gibt, hatte es erst einmal probiert, aber ich glaube, das war auch kein guter gewesen und habe dann natürlich eingewilligt, dass ich einen möchte und seit dem bin ich ja da absolute Fan, aber wir haben auch gute Produkte, eine muss man sagen, bei uns in der Praxis und also ich finde, die wirken wahnsinnig gut und ja, machen richtig Vital, weil wenn man zu viel Kassel, erstens braucht man nicht so viel davon und ja, man
wird eben vital und bei Kaffee finde ich, der trocknet ja auch meistens aus und da sind ja auch so ein paar Wirkungen dabei, die nicht so ideal sind, aber Pilzkaffee ist was Feine zu tun. Eure kleine Doping Session oder wieder mit eurem Pilzkaffee? Die hauen voll mit Doping Session. Wir haben halt ein Pilzkaffee mit Extrakten und der ist dann schon stärker wirksam, also da hat man dann eine Wirkung.
Also deswegen, Unterscheidung, Pulver, wo der Extrakt immer aufs Kleingedruckte schauen und dann weiß man, ist der sinnvoll oder nicht. Das ist eine total coole Sache, die will ich ausprobieren. Ja, du kannst uns ja in der Praxis besuchen. Ja, das kann ich machen oder ihr verratet mir, wo ich es kriege. Ich finde, der Praxis-Besuch würde mir mehr Spaß machen. Das können wir beides machen, das eine schließt das andere nicht auf.
Ja, coole Sache, okay, also haben wir die Frage geklärt, warum ihr da im Allgäu einfach strotzt vor Energie und sonst was, der Pilzkaffee ist es. Jetzt haben wir das. Frage geklärt. Genau. So ist es. In real. Du musst mir gleich eine Hand holen. Verstehe. Aber davon ab, bei allen, wie wir das natürlich verstehen und wie wir es ja auch kennen, ist
es dennoch leider so, dass in der klassischen Medizin, bzw. in der, also ja von anderen Fachbereichen, da finde ich immer noch sehr viel Abneigung besteht, auch eine gewisse Skepsis durch Unwissen und es aber auch ziemlich bagatialisiert wird. Ich finde es so, dass auch so und wenn ja, warum glaubst du, ist da so viel Widerstand da?
Es war vor einigen Jahren, hatte ich Kontakt mit einem Kollegen, der auch viel naturkundlich gearbeitet hat, ein Allgemeinarzt und er hat mir gesagt, er gibt keine Pilze, weil das sei nicht christlich. Nicht christlich? Das sei nicht mit einem christlichen Glauben zu vereinbaren. Warum? Das Hexenzeug, Pilze, das haben die Hexenführer in dir das Suppengemischt. Ah, dann dürfen wir auch keine Kräuter geben.
Ja, ich glaube, wenn die nicht abgekocht werden, überblüht werden, das ist dann wieder, das ist okay. Aber ansonsten sind die dann mit solchen Sachen kritisch, aber Pilze sind im Allgäu, lange Zeit eher so ein bisschen sehr kritisch angeschaut worden, hat man die Fliegenpilze gekannt und die Psyllos, die eher auch psychoaktiv waren, deswegen haben Pilze vielleicht auch lange Zeit einen schlechten Ruf gehabt.
Das ändert sich ja jetzt gerade, jetzt merke ich das im Allgäu eigentlich nicht mehr, das ging sehr schnell. Das sind die Kollegen eigentlich auch gar nicht so abgeneigt, aber die haben halt keine Erfahrung gemacht und ich denke, im Erste Blatt kommt selten ein Bericht über die Wirksamkeit von Pilzen. Obwohl es so viele Studien gibt, die nachweisen, dass die Wirkung da ist, also das ist gar nicht mehr von der Hand zu reisen, sondern das ist bewiesen.
Da musst du unbedingt einen Bericht für das Erste Blatt schreiben, finde ich. Ja, das werden wir machen. Ich glaube, das wäre für die gesamte TCM einfach großartig, wenn das da erscheinen würde. Ja, das wäre toll. Jetzt haben wir so viel schon von den Vitalpissen gesprochen, wie viele Pilze sind es denn tatsächlich, die da schon erforscht sind und regelmäßig angewendet werden?
Also es sind wohl so 700 Pilze bekannt, die medizinisch angewendet werden, aber die sind unterschiedlich gut erforscht, so richtig gut erforscht sind davon vielleicht 15, aber dass es fließend, da wird ja auch im asiatischen Raum ganz, ganz viel geforscht und da entwickeln sich gerade viele. Ja, das ist total spannend und vor allem auch die Wirkung mal mitbekommen von den Pilzen, das ist zum Teil überragend muss man sagen.
Wir haben uns jetzt, weil wir ja vom Podcast immer auch so eine begrenzte Zeit haben, uns nicht alle 15 vorgenommen, sondern wir werden jetzt abwechselnd aus dem Topf, den wir hier beide haben, immer wieder ziehen und wir haben uns vorgenommen, mal 6 Vitalpilze mit dir genauer anzugucken nach dem Zufallsprinzip und das du uns da vielleicht immer so ein bisschen was über die Pilze sagst und wann man sie gut anwenden kann, bei welchen westlichen
Krankheitsbildern jetzt und warum du sie vielleicht besonders magst oder vielleicht auch den anderen dann doch bevorzugst. Dann, genau, würde ich einfach mal anfangen. Dann geht es los mit dem Mai-Take. Der wird ja auch Klapperschwamm genannt. Grifola von Dosa ist sein lateinischer Name, genau. Der Klapperschwamm ist ein ganz besonders leckerer Pilz, den kann man auch bei uns in Bregenz auf dem Markt kaufen und er hat ganz viele Wirkungen aufs Immunsystem.
Wenn man drauf schaut, wie der Klapperschwamm chemiesisch wirkt, dann kann man sagen, der Klapperschwamm ist der Pilz, der am besten die Mittel, den Stoffwechsel des Verdauungssystems stärkt. Also, wenn ich einen Patienten habe, der zu Durchfall neigt und dem ich Energie geben will, dessen Immunsystem ich aufbauen will, dann gebe ich dann gerne den Mai-Take oder Klapperschwamm genannt. Der ist ganz wichtig in der Krebstherapie, weil Mama-CA-Brusskrebs seine Wirkung oft bestätigt worden.
Ja, und dann ist da was noch sehr besonders an einem Klapperschwamm, der hat nämlich Einfluss auf unsere Knochen und das konnte man auch in Studien nachweisen, dass die Zellen in den Knochen, die die Knochen aufbauen, vermehrt arbeiten unter dem Einfluss von Klapperschwamm und die, die die Knochen abbauen, die Osteoklasten, die arbeiten nicht mehr. Und deswegen ist es der wichtigste Pilz für mich bei Osteoporose.
Und ich habe am Anfang immer gedacht, den gebe ich dann halt chronisch den Patienten, dann wird die Osteoporose nicht schlechter und ich habe jetzt immer wieder der Erfahrung gemacht, die Osteoporose wird nicht nur nicht schlechter, sondern ist plötzlich weg, dann haben die Patienten nur noch Osteopenie, also der Knochen ist halt nicht mehr ganz so dicht, aber es ist nicht mehr krankhaft und das hat mich sehr, sehr beeindruckt.
Das ist einer der Pilze, den ich ein Nobelpreis geben würde, für Knochengesundheit. Der wirkt auch auf die Knochen, zusätzlich aber auch auf den Knorpel, also auch bei Osteoporose sehr gut geeignet. Wo man ganz kurz noch sagen kann zum Nachdenken, Osteoporose nach der chinesischen Medizin ist oft eine Verdauungsschwäche, deswegen hat er diesen Einfluss auf die Knochen über die Verdauung. Ja, das sehen ja viele aus der Tcm mal den Nieren zu geordnen, das ist aber so ein Zielding.
Es ist auch, aber es ist beides. Und dann könnte man den aber auch einsetzen, zum Beispiel, weil Samir hier, werdet ihr auch haben bei Knochenbrüchen Sportverletzungen, genau, das ist eine andere Kiste. Also den setze ich ein bei schlechthalten Knochenbrüchen, kann man vorbeugen, aber immer beim Knochenbruch auch geben.
Ja, weil das ist ja auch oft, wenn man so Geschichten hat, die einfach nicht sauber zusammenheilen wollen oder wie auch immer, dann wird das auf jeden Fall eine gute Knochenbrüche. ist auf jeden Fall so. Und jetzt nochmal für alle, die sich jetzt bei Osteokorose vielleicht aufgehört haben, weil was weit verbreitet ist und viele auch betroffen sind. Du gibst es dann wirklich auch durchgehend in niedriger Dosierung weiter oder voll dosiert oder wie machst du das?
Ja, ich gebe dann den Pins durchgehend und so eine Dosierung von 600 bis 900 Milligramm Extrakt, d.h. 2 bis 3 Kapseln am Tag. Man kann auch höher gehen, aber ich rate den Patienten oft dann auch so ein bisschen mit der Dosierung zu spielen, mal mehr, mal weniger zu geben, das gibt so einen Reiz auf dem Körper noch. Jetzt haben wir ein Nobelpreis schon vergeben, jetzt ist Sandra dran, mitziehen.
Also ich glaube, ein Pilz, den man auch so ein bisschen Nobelpreisverdächtig finden kann, ist der, ich liebe dieses deutsche Wort, der glänzende Lackballing, eben der von dir vorhin genannte Reishi und vielleicht Maximus da zu was erzählen, den finde ich großartig, aber er ist ja auch wahrscheinlich einer der bekanntesten. Seiner der bekanntesten und auch
meinen Lieblingspilz, liebe Sandra. Der ist einfach von seiner Wirkung her so vielfältig, den kann man eigentlich immer einsetzen, der ist unglaublich ausgeglichen, ist ja sowieso so, dass die Pilze sehr ausgeglichen sind, die bringt dich nicht in Jinn oder Yang, sondern die halten dich in der Mitte, das macht der Reishi im Allgemeinen auch und dann hat er so tolle Wirkung auf unseren ganzen Körper, vor allem aufs Herz, Lunge und Leber und das Herz wird effektiv gekräftigt, die Durchblutung
wird gefördert, also es ist auch ein Vorbeugen gegen Ateriosklerose und also die Menschen, die lange den Reishi nehmen, die haben ein sehr gutes Herz, Chi, also eine sehr gute Herzenergie, was man dann auch in der geistigen Klarheit mitbekommt, deswegen wird der bei alten Menschen auch sehr erfolgreich gegen Demenz eingesetzt und dann dadurch, dass er auf die Leber wirkt, das wissen ja viele, die bei euch den Podcast hören, dass die Leber ein wichtiges Stressorgan ist und der
Reishi entstresst die Leber und macht deswegen auch Entspannung und macht die Menschen ruhiger. Kombination Herz und entspannte Leber führt auch dazu, dass weniger Ängste auftreten, deswegen wird er auch gerne mal bei Flugangst eingesetzt, dazu gab es auch eine Studie, die recht erfolgreich
war. Und die Lunge ist noch ein Eintatzbereich des Reishis, Lunge, Nachbar vom Herzen, klar, da ist auch eine Wirkung und gerade nach langen Infekten, wie wir es jetzt in letzter Zeit immer wieder haben, ist der Reishi da auch gut einzusetzen, vor allem wenn die Patienten so einen Gusten da haben, mit klarem Auswurf, also wenn der nur so bessrig ist, dann ist Zeit für Reishi,
der wirkt dann auch sehr, sehr gut. Viel eingesetzt bei Krebserkrankungen, weil das Energiesystem so stärkt, gegen Allergien wirkt er, wenn man Allergien hat, dann kann man jetzt eigentlich schon gegen diese saisonalen Allergien anfangen, den Reishi zu nehmen. Hautjucken, Urticaria, sehr gut, also ganz vielfältig von den Wirkungen. Ja, sehr gut. Und der Reishi, der ist
noch ein Unterschied zu den anderen, der wirkt ganz stark über die Tapene. Tapene sind so duften der Pflanzenstoffe, die es im Harz sind, viele Tapene und diese Tapene haben sehr vielfältige Wirkungen auf den Körper und weil der so viele Tapener hat, so viele verschiedene, wirkt der auch so unterschiedlich auf dem Körper. Zwar 200 unterschiedliche Tapene, Tritapene hat der Reishi
mindestens. Und es werden jedes Jahr neue entdeckt. Das Ganze ist interessant, der wird seit 30 Jahren beforst und jedes Jahr werden wieder neue Wirkstoffe in dem Pilz entdeckt, das ist ein Universum. Ja, gefühlt für alle. Dieser Zauberpilz. Ja, das ist schon der Zauberpilz. Also schon wieder ein Nobelpreis oder der absolute Überflieger. Ja, da steht überall drüber. Dann der Herizium oder auch Idenstachelbad. Zweiter Nobelpreis. Wir haben nur Nobelpreise heute.
Also der Herizium, erstmal für mich, mein persönlicher Favorit in der Küche. Der hat nämlich so viele verschiedene Aromastoffe. Das ist eine Geschmacksexplosion, wenn man den essen darf. Ich habe den Nantons erstmal essen dürfen und zwar gigantisch. Weil der nach allem schmeckt auf einmal. Ganz, ganz
fantastisch. Und der wirkt auf unser Verdauungssystem entspannend, unglaublich entspannend. Und das macht er da drüber, dass er eine Wirkung auf das Nervensystem hat, vor allem auf die vegetativen Nervensysteme im Bauch. Und diese Nerven können besser wachsen durch die Wirkstoffe des Heriziums und können sich besser erholen. Und deswegen entspannt sich auch der Darm. Und nicht nur der
Darm entspannt sich, sondern das ist wirklich ein kleines Wunder. Der Herizium, diese Wirkstoffe, die Erinazine, die gehen, das sind die Tapine, die gehen durch die Blutchenstranke durch und wirken im Gehirn. Und deswegen hat er eine sehr, sehr starke Wirkung bei Demenz. Und da gibt es Versuche, Studien aus Altersheimen in Japan, in dem die Hirnleistung der alten, schon etwas predimenten
Patienten deutlich besser geworden ist. Und es gibt einen ganz netten Versuch mit Mäusen, den eine italienische Professorin gemacht hat, mit einer Gruppe von zwei Mäusen, die ein, die Mäuse waren alle schon älter für Jahre. Das ist uralt schon für die oder drei Jahre, ich glaube, die werden gar keine vier Jahre. Und eine Gruppe war künstlich vorgealtert. Die war nach Menschenalter nicht 60, wie die andere Gruppe schon, sondern schon 80. Und die haben halt ins Labor geschickt. Und die
Alten haben natürlich, die Vorgealterten haben natürlich voll abgelust im Labor. Und dann hat man den Herizium gegeben. Und nach zwei Wochen haben die dann die Gruppe der jung gebliebenen Mäuse geschlagen, sind wieder besser geworden. Und bei Demenz muss man sich mal vorstellen, was das bedeutet, wenn ein Dementerpatient nicht nur langsamer Dement wird, sondern besser wird. Das können wir mit Schulmedizin noch nicht erreichen. Und mit dem Herizium gibt es diese
Möglichkeit. Und ich glaube, es hat vielen damit zu tun, dass der auf die Zellen, die zur Reinigung im Gehirn sind, auf die wirkt. Und dann kann sich das Gehirn wieder selber reinigen. Ich weiß jetzt schon, was Andra auf ihre Liste schreibt, was sie erst mal bestellen muss, für die Praxis. Ich werde jetzt alles ausprobieren und mein Gehirn wird 120 werden. Ja, genau. Du musst nur die richtige Dosis
anwenden. Okay. Und da musst du hoch dosieren, so 1200 bis 1800 Milligramm. Und das muss man als Mensch viel länger nehmen als die Mäuse, weil die natürlich nicht schneller den Stoff wechseln. Das heißt, denn darf man dann über Jahre nehmen. Wenn man jetzt anfängt, würde es sich noch lohnen. Ja, das lohnt sich auch, wenn du eine Angehörige hast, die jetzt Demenz bekommen und den dann hoch dosiert den Herizium gibst. Aber du kannst es niedrig dosiert machen,
so, damit du auch noch mit 120 günaut haben kannst. Ein bisschen Puffer haben, wenn es da nötig wird. Ganz ehrlich aus neurologischer Sicht, das ist natürlich schon ein Knaller. Stattdessen wird jeden zweiten von uns Demenz treffen und leider auch nicht erst mit 90. Und das ist also ja auch ein wahnsinnig großes und extrem zunehmendes Problem, weil die neurologische Therapie extrem schlecht bis non existentes. Es gibt so ein bisschen Studien, Sachen gerade, die so im
Kommen sind. Aber so ganz ehrlich gesprochen, kann man eigentlich nicht wirklich was machen, außer die Diagnose stellen und fertig. Und deswegen sind solche Sachen toll. Also das ist auf jeden Fall eine gute Idee. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen, wenn du es jetzt ausprobierst. Ich habe schon eine ganze Menge Leute im Kopf, die ich jetzt alle versorgen werde. Aber denk dran an die hohe Dosierung und langsam einschleichend, weil am Anfang kann ihr so ein bisschen Verdauungsbeschwerden
machen, obwohl er auf dem Bauch wirkt. Und es tut sich nicht, wenn die Patienten sagen, ich habe keine Helikobakter mehr. Der wirkt auch gegen Helikobakter und er verschwindet dann plötzlich. Geschichten aus der Praxis. Ja, wundervoll. Genau, darum geht es ja in unserem Podcast, dass wir die echten Sachen auch einfach besprechen und nicht immer nur graue Theorie. Gut, dann bin ich total gespannt auf den nächsten Pilz und zwar hätte ich noch den Cordyceps vorgeschlagen. Es ist ja was,
was wir jetzt auch generell noch so kennen, wenn man ein bisschen mit Tcm zu tun hat. Nobelpreis verdächtig, nicht Nobelpreis verdächtig? Dopingpreis verdächtig. Okay. Und er war lange Zeit auf der Verdachtsliste für doping. Jetzt ist er auf der Liste drauf, dass man einen Sportler nicht mehr geben darf, weil er so die Leistungsfähigkeit steigert. Der Cordyceps hat einen enormen Effekt. Der wirkt auch aufs Herz, wie der Reishi. Der hat eine sehr starke Inotropewirkung aufs Herz. Das Herz
kann sich also besser kontraichieren. Dadurch werden auch Rhythmusstörungen sehr, sehr gut behandelt und allgemein steigt die Leistungsfähigkeit. Und dann hat er eine Mülkung auf die Lunge. Die Bronchen werden erweitert. Es ist also auch sehr, sehr gut bei Asthma, aber natürlich auch, wenn ich mit dem Rennrad auf irgendeinen Pass hoch raden will. Und ich gebe auch gerne Unterricht zu den Pilzen
und das ist immer so das Merkbild, dass ich meinen Schüler mitgebe. Denkt an ältere Männer auf dem Rennrad, die wieder voll Gas geben wollen. Nicht nur auf dem Rennrad. Da kommt die Eurologin. Morgen Großbestellung Cordyceps für... Ja, genau. Es gibt in Nantung auf dem letzten Kongress, haben die eine Studie vorgestellt, in der gezeigt wurde, dass er eh nicht wirksam ist wie Viagra. Genau. Das
wollte ich damit sagen. Ich wusste nicht, dass es eine Studie dazu gibt. Ja, aber es ist nicht ganz so wirksam zum Glück, weil sonst hätte ich immer wieder Patienten mit Problemen wegen, weil die Adektion nicht mehr verschwindet. Das passiert natürlich nicht. Aber es stärkt sehr, sehr die Adektionsfähigkeit. Jetzt wurde ich letztens tatsächlich gefragt von einem Patienten, der sehr sportlich ist und dem der Cordyceps von anderer Seite empfohlen wurde, weil er jetzt einen
Infekt hatte und nicht so trainieren konnte. Und da hat gefragt, ja wenn es jetzt auf der Dopingliste steht, kann man denn den Cordyceps im Blut auch nachweisen? Gibt es da schon Methoden? Weißt du da was davon? Ne, weiß ich jetzt nicht, aber ich könnte vorstellen, dass es nicht so schwer ist, den nachzuweisen. Also die, das sind bestimmte, das Cordycepin ist ein Nucleosid, was man durchaus dann ein Serfenspiegel davon machen kann. Nicht versuchen, weil man im Leistungssportbereich
unterwegs ist. Genau, da muss man vorsichtig sein. So, nächster Pilz, der Koprinus. Der Koprinus, ja ein sehr schöner Pilz, der wächst sehr, sehr häufig bei uns auch. Außer im Cordyceps, den wir vorgestellt haben, wachsen übrigens alle Pilze auch bei uns. Der Reishi zum Beispiel auch, den kann man auch bei
uns im Wald finden. Im Allgäu, Sandra, da findet man den. Ich komme ins Allgäu. Und der Koprinus, der wächst gerne so an Rändern von Laubbildern, so auf der Wiese und ist ein sehr netter Pilz anzuschauen und schmeckt auch gut. Und das ist der Pilz, der, wenn man dann beim zweiten Mal vorbeispaziert, am nächsten Tag, der sich so verwandelt in so eine schleimig-schwarze Masse, der Tintenschopfling, der verwandelt sich im Tinte. Deswegen muss man den extrem zum richtigen
Zeitpunkt ernten. Und wenn man den dann gut geerntet hat und ausgekocht hat, dann ist der sehr gut, um den Blutzucker zu regulieren. Der wirkt auch auf die langehandschen Inselzellen aktivierend, aber nicht nur auf die Inselzellen, sondern der verhindert die Glucolisierung von Membranen durch den hohen Blutzucker und kann dadurch also die Schädigung durch Diabetes auf den
Organismus reduzieren. Dann kann man den gut einsetzen bei volle Gefühl im Magen. Also wenn ihr sagt, ich kann nur noch kleine Portionen essen, wenn ich aufgeregt bin oder auch ohne Aufregung, dann ist der Koprinus sehr gut. Wenn man bei Aufregung der Magen zugeht, dann kann man Koprinus mit Herizogen kombinieren. Das wirkt dann noch besser, weil es dann ja der Stressfaktor ist. Da gibt es noch eine kleine Anekdote, weil viele Pilze ernähren sich ja so von
Erde oder was hat auf der Erde gefallenes und verdauendes sozusagen. Der Koprinus, der kann Würmer locken und ist die dann. Also der ist so den Kompost, aber auch die Würmer, die lebendig sind. Also der ist sehr aktiv. Und wirkt er jetzt nur Appetit anregen, wenn ich aufgeregt bin und kleine Mengen essen kann oder kann er auch in die gegengesetzte Richtung wirken? Das weißt du
schon, gell? Soll ich aber alle wissen. Ja, den kann man auch gut zum Abnehmen verwenden. Gerade Patienten, die so zu Heißhungerattacken haben, denen empfehle ich dann eine halbe Stunde vor der erwarteten Heißhungerattacke Koprinus zu nehmen. Ich starte dann in der Empfehlung meistens mit einer Kapsel und dann steigern wir uns, manchmal braucht man auch sechs Kapseln, bis dann die Heißhungerattacke bekämpft ist, aber dann klappt es eigentlich immer. Ähnlich mache ich das bei
Patienten mit Diabetes Typ 2. Da schaue ich auch, dass ich dann halt den Koprinus zu den Zeiten gebe, also davor, bevor der Zucker erwartet, hochgeht. Damit kann man dann auch den Insulinbedarf senken oder ganz verhindern. Und dann, also ich bin fasziniert, was es da alles gibt in dieser Welt, dieser einfach nur sechs Pilze. Und wir machen das letzte noch. Das ist das wunderschöne Judasrohr. Das Judasrohr. Wisst ihr, warum das Judasrohr "Judasrohr" heißt? Nein. Das Judasrohr wächst an
Holunda-Büschen. Und in der Legende hat sich Judas so einem Holunda-Busch erhängt, nachdem er Jesus verraten hatte. Und um das Ganze wieder ein bisschen gut zu machen, ist dann aber Holunda-Baum, das Judasrohr gewachsen, um so etwas Gutes zu den Menschen zu bringen. Und das Judasrohr wird auch Morche genannt und ist so der meist gegessene Pilz, wenn er gerne zum Chinesen geht. Da gibt es ja diese schwarzen Morchen, das ist Judasrohr. Was sehr gesund ist vor allem, weil das Judasrohr so eine
schöne Wirkung auf das Blut hat. Einerseits wirkt das Judasrohr auch "Audicularia" genannt. Auf lateinisch "Ohr" wirkt auf die Stärkung des Blutes, also der HB, die roten Blutkörperchen werden zum Beispiel für mehr gebildet, aber auch auf die Fließfähigkeiten des Blutes. Und es verbessert die Mikrozirkulation. Die Mikrozirkulation ist ein ganz interessantes Thema, weil Mikrozirkulation
heißt "Enschtrecke zum Zerzelle hin". Also da, wo das Blut an Zerzelle direkt hinfließt, sind ihr ganz, ganz mit glitzekleine Kapillaren und die Durchblutung in dem Bereich, die wird durchs Judasrohr sehr gefördert. Das führt dazu, dass auch zum Beispiel die Haut besser durchblutet wird, wenn man "Audicularia" nimmt. Und deswegen im Winter hat man ja oft trockene Haut, weil durch die Kälte die Mikrozirkulation zur Haut nicht mehr so gut funktioniert. Temperatur sparen ist immer ganz
wichtig. Und wenn man dann Judasrohr einnimmt, dann kann man gegen die Hauttrockenheit etwas machen. Wenn wird die Haut also wieder besser durchblutet und dadurch hat die besseres Aussehen, besseren Glanz und ist feuchter. Das selber funktioniert auch mit Schleimhäuten. Deswegen ist das Judasrohr ganz wichtig für trockene Augen, weil dadurch dann die Schleimhaut, die Bindelhäute, auch besser
versorgt werden, dann sind die weniger trocken. Bei Verstopfung ist es auch oft so, das kennt man aus der kinesischen Medizin, es gibt Verstopfung, da sagt man, die kommt aus Blutmangel heraus und mit dem Judasrohr kann man diese Art der Verstopfung behandeln. Dadurch, dass die Darmschleimhaut wieder besser durchblutet wird, geht dann der Stuhl auch wieder besser. Und in der Magenschleimhaut
ist es auch so. Deswegen wird Judasrohr auch bei Magenbeschwerden eingesetzt, wenn die Magenschleimhaut langsam abgebaut wird. Deswegen hat er auch einen jenesterkenden Effekt. Ist er auch bei den Frauen, bei Wagnalertrockenheit einsetzbar oder weiß man da nicht so viel drüber? Schleimhaut, klar. Wunderbar. Und was ich jetzt noch wissen wollte, macht es den Sinn, dann den Auecularia, also den letzten Weg quasi, dann schafft ihn die Zelle mit dem Cordyceps zu kombinieren,
um die Wirksamkeit zu verbessern. Gute Idee. Das kann richtig durchbauen, dann hast du schon recht, das ist gut. Dann kommt den Cordyceps auch dort hin, wo du ihn haben willst. Vielleicht soll ich das probieren. Im Sommer fordere ich dich dann raus auf dem Berg mit dem Rennrad zu fahren. Eins muss ich noch zum Auecularia sagen. Ganz wichtig, man kann Blutungen bekommen. Also wenn jemand eine Blutverdüllung hat, dann sollte man den Auecularia nicht geben. Oder wenn er zur Blutung neigt,
auch aufpassen. Meine Partnerin, wenn ich diese sind, ich mal Auecularia reinmischen, unseren Pilzabendtee, den wir uns am Abend machen, dann hat sie am nächsten Tag Nasenbluten. 300 Milligramm Reichen, sie hat Nasenbluten, sie weiß aber genau, wenn Auecularia drin war. Ich hab das öfters getestet, Pilzversuch gemacht und hat immer geklappt. Also auch aufpassen, manche Patienten berichten das auch. Ja super, jetzt sind wir mit unseren sechs vereinbarten Pilzen
durch. Wenn man jetzt mehr über Vitalpilze erfahren möchte, du hast ja auch ein Buch geschrieben und du bist auch Referent bei der Akademie für Naturheikunde in Salzburg. Da gibt es auch einen Kurs. Magst du zu den beiden Dingen noch kurz was sagen? Ja gerne. Also das Buch habe nicht ich geschrieben, sondern ich durfte mich beteiligen und etwas mitschreiben. Das ist ganz wichtig von einer Professorin von der Universität Greifswald. Im großen Teilen geschrieben worden und ich hab
halt meinen Beitrag geliefert. Aber es ist sehr, sehr wissenschaftlich dieses Buch. Das nennt sich Wege der Heilung, Vitalpilze modulierend, aufbauend, stärkend, womit beschrieben wird, was die alle so gleichzeitig können. Und das sind die wichtigsten Pilze beschrieben mit wissenschaftlichen Studien dazu. Gerade für Kollegen, die sagen, ach, bleibt er weg damit. Das alles ist etatisches Zeugs. Da werden sie eines besseren belehrt. Und dann mach ich das sehr, sehr gerne in
Salzburg oder Wien mit meinen netten Freunden aus Österreich. Aber auch immer wieder hier in Scheideck geben wir einen Kurs. Einstieg in die Mykotherapie, wo man das Diplom für Mykotherapie erwerben kann in einem Dreitageskurs. Der Nächste findet statt diesen März, aber ich habe das Datum jetzt nicht im Kopf. Das ist das letzte Märzwochenende vom 28. bis zum 30. März in Salzburg. Das richtet sich aber eher an Therapeuten oder nicht an interessierte Leinen jetzt. Das ist
das Interessante. Man sagt, der Pilze sind so verbindend. Die verbinden die Bäume miteinander. Und in dem Kurs habe ich die Erfahrung gemacht, die verbinden auch die Menschen miteinander. Also dieser Kurs ist für Pharmazeuten und Ärzte. Also sehr hoch angesiedelt, sehr pharmazeutisch. Also viel Chemie. Und es sind dann immer wieder auch Heilpraktiker dabei und dann einfach Querensteiger. Die kommen aus der Wirtschaft und finden es interessant. Und jeder nennt was mit und die
Querensteiger sind oft in der Prüfung. Wir machen zum Schluss um eine Prüfung. Sind die nicht
die schlechtesten? Das ist ganz spannend und das macht aber deswegen so Spaß, weil man so viele Menschengruppen zusammenbekommt und wir aber auch die Wissenschaftlichkeit in die chinesischen Pilze oder in die Vitalpilze mit hineinbekommen, weil man da einfach sehr aufpassen muss, dass man nicht so das esoterische abgeleitet und nicht so unfundiert das macht, zum Beispiel mit dem Pilzpulver, die man nur in gewissen Fällen einsetzen sollte und sonst sehr vorsichtig sein sollte damit.
Ja super. Also wer Interesse hat unbedingt dieses Buch lesen, ich finde es hervorragend, weil es einfach, wie du sagst, ganz viele Studien auch zeigt und ob das jetzt bei Meusen nachgewiesen ist oder eben auch klinische Studien. Es ist da alles mit drin. Und ja vielen vielen Dank lieber Thomas, dass du dir heute die Zeit für uns genommen hast. Ich denke Sandra und ich, wir haben beide sehr,
sehr viel gelernt. Falls jetzt eine überragende Begeisterung unserer Hörerschaft käme, wirst du vielleicht noch mal bereit, die ein weiteres 6 Pilze mit uns durchzusprechen. Maren kauft ein. Ja natürlich. Und danke für diese super, tollen und vor allem aber auch gleichzeitig einfachen und einleuchtenen Erklärungen. Ich glaube, das ist ein richtig gutes Format gewesen, wo auch viele unserer Zuhörer einfach ganz viel mitnehmen konnten und Maren und ich sowieso.
Also an der Stelle vielen Dank für deine Zeit, vielen Dank für die Vorbereitung und vielen Dank für unser echt spannendes, spannende Podcast im Weso. Vielen Dank, dass ich bei euch sein durfte. Es war mir eine Ehre und ich habe es sehr, sehr genossen. Gerne ein weiteres Mal. Das war wieder eine Folge des Tcm Podcasts, die Tcm Dots das Beste aus zur Welt. Wenn dir diese Folge gefallen hat, empfehle uns gerne weiter, damit du nichts verpasst, folge uns und unseren
Kanänen. Hinterlass uns gerne den Feedback in den Kommentaren. Bis bald, deine Sandra und Maren.
