Episode 167: Hinter den Kulissen mit Nick (Shark Tree Studios) - podcast episode cover

Episode 167: Hinter den Kulissen mit Nick (Shark Tree Studios)

May 24, 202658 minEp. 167
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Summary

In dieser Folge blickt Robin mit Nick von Shark Tree Studios hinter die Kulissen der Podcast-Produktion. Sie diskutieren Nicks Rolle beim Schneiden und Editieren des Podcasts, die Wichtigkeit guter Aufnahmebedingungen sowie häufige technische Probleme. Außerdem beleuchten sie die Rolle von KI in der Audioproduktion, die Unterschiede zwischen Profi- und Amateursprachlern und den Umgang mit starken Emotionen im Studioalltag.

Episode description

Liebe Leute,

in dieser Folge schauen wir hinter die Kulissen von Auf Deutsch gesagt!: Was passiert mit einer Folge nach der Aufnahme? Was wird geschnitten, was bleibt drin, und welche technischen Probleme können dabei auftreten?

Zu Gast ist Nick von den Shark Tree Studios. Er schneidet und editiert meinen Podcast seit gut einem Jahr – inzwischen nicht nur als Audio, sondern auch mit Video.

Wir sprechen darüber, wie unsere Zusammenarbeit funktioniert, was eine gute Aufnahme ausmacht, welche Hürden es manchmal gibt und welche Rolle KI inzwischen bei Sprachaufnahmen spielt.

Und so wartet in der Sprachanalyse wieder interessanter Wortschatz wie „der Super-GAU“, „der Anranzer“ und Redewendungen wie „aus einem Guss“ auf euch.

Viel Spaß!

Euer Robin

Zu Shark Tree Studios:

https://sharktreestudios.de/

Zum MeterMorphosen Verlag (aus der Werbung):

https://metermorphosen.de/

Hier geht es zum Handout:

https://www.dropbox.com/scl/fi/q7tnuuj85hymw1cvpsmrb/Episode_167_Hinter-den-Kulissen-mit-Nick_Handout.pdf?rlkey=265ele8lntn5ewmh92zbp7e88&dl=0

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Transcript

Willkommen und Gastvorstellung Nick

Herzlich willkommen zu Auf. Dem Podcast für fortgeschrittene Lernende der deutschen Sprache. Von nun mit, mir, Robin Meinert. Bevor es losgeht, ein Tipp für alle, die Kreatives lernen mögen. Der Metamorphosen Verlag. Der Verlag bietet ungewöhnliche Spiele und Geschenkartikel, die mehrere Ideen miteinander verbinden.

Sprache, Wissen, Design und Humor. Der Name passt also ziemlich gut. Aus bekannten Dingen entstehen neue Kombinationen. Besonders passend für auf Deutsch gesagt, Freunde ist das Spiel: Die Wände haben Ohren. Das ist ein hausförmiges Memospiel zu deutschen Redensarten und ihrer Herkunft. Man sucht also passende Kartenpaare und begegnet dabei Ausdrücken wie das schwarze Schafsein, Arm wie eine Kirchenmaus sein oder Krokodilstränenwein. Und das Schöne ist,

Es gibt dazu auch noch ein Booklet, hier habe ich es, hier wird erklärt, woher die Redensarten kommen und was sie bedeuten. Genau solche Spiele nutze ich auch in meinem Deutschunterricht, weil man hier gut ins Gespräch kommt und seinen Wortschatz deutlich verbessern kann.

Auch andere Spiele aus dem Verlag drehen sich um Sprache beim Flugplatzspatz-Zungenbrecher-Memo geht es um alte und neue Zungenbrecher und beim Verkaufshit entstehen aus zwei Bildkarten neue Wörter, zum Beispiel aus Ball und AD wird Ballade geben. Und aus Weste und Uropa wird Westeuropa.

Neben Sprachspielen gibt es auch andere ungewöhnliche Produkte, zum Beispiel Zollstöcke zur Erdgeschichte oder Taschentherapeuten. Ich persönlich komme immer wieder auf den Metamorphosenverlag zurück, wenn ich ein außergewöhnliches Geschenk für eine besondere Person suche. Also schaut selbst mal vorbei. Den Link zu Metamorphosen findet ihr in den Shownotes und jetzt viel Spaß mit der Folge.

Hallo und herzlich willkommen bei Auf Deutsch gesagt. In dieser Folge schauen wir gemeinsam hinter die Kulissen von Auf Deutsch gesagt. Also, was passiert mit einer Folge nach der Aufnahme? Was wird geschnitten? Was bleibt drin und welche technischen Probleme können dabei auftreten? Zu Gast ist Nick von den Shark Tree Studios hier in Hamburg. Er schneidet und editiert meinen Podcast schon seit über einem Jahr und inzwischen nicht nur Audio, sondern auch Video.

Wir sprechen darüber, wie unsere Zusammenarbeit funktioniert, was eine gute Aufnahme ausmacht, welche Hürden es manchmal dabei gibt und welche Rolle KI inzwischen bei Sprachaufnahmen spielt. Passend zum Thema hatte Nick bei dieser Aufnahme ironischerweise selbst das falsche Mikrofon ausgewählt. Aber keine Sorge, die Qualität ist immer noch besser als bei manch anderem Gast.

Und so wartet in der Sprachanalyse wieder interessanter Wortscharts wie Der SuperGAU, der Anranzer, nein, angeranzt habe ich ihn dafür nicht, und Redewendungen wie Aus einem Gussein. Ich persönlich fand, es war an der Zeit, ihn mal einzuladen und mal vor die Kamera bzw. vors Mikrofon zu holen und wünsche euch jetzt viel Spaß mit der Folge. Das Gespräch Hallo und herzlich willkommen beim auf Deutsch gesagt Podcast lieber Nick.

Ja, die meisten Leute werden dich nicht kennen, aber sie hören deine Arbeit jede Woche oder alle zwei Wochen, nämlich in diesem Podcast, weil du diese Podcast-Folgen schneidest. Sowohl Audio als auch Video. Und deswegen dachte ich, wurde es mal Zeit, einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu wagen und würde dich erstmal bitten, dich kurz vorzustellen und zu erklären, was du so machst. Ähm ja, also ich bin Nick und ich betreibe seit ungefähr zehn Jahren ein Studio in Hamburg.

und bin eigentlich so ein bisschen spezialisiert auf so Orchesteraufnahmen oder große Live-Aufnahmen und Mitschnitte. Und da wird meistens neben dem Audio halt auch das Video aufgenommen. Und ja, ich mache halt die ganze Also ich leite die ganze Aufnahme komplett, mache die ganze Technik und Ja, dafür auch die ganze Organisation, dass alles nachher wirklich passt, weil meistens ist es wirklich nur dieser eine Tag da, wo man aufnehmen kann und dann muss das alles wirklich.

Laufen. Und genau, nebenbei schnippel ich auch noch Hörbücher und ich schneide auch Podcasts, wie man ja jetzt weiß. Und ja, so mixt sich das alles so ein bisschen durch. Quasi. Also es ist viel Musik, aber auch viel Sprachbearbeitung.

Der Podcast-Bearbeitungsprozess

Ja, zu Musik kommen wir später noch. Wir sind ja jetzt hier im Podcast, deswegen nehmen wir das mal als erstes Thema. Also, was genau machst du, wenn ich dir den Podcast schicke? Wie zauberst du daraus eine Folge? Grundsätzlich gucke ich mir erstmal das Material an und schaue, wie die Qualität ist, weil gerade durch die Interviews ist ja auch die Soundqualität immer eine andere und in dem Fall jetzt ja auch Bildqualität auch immer unterschiedlich.

Eigentlich gehe ich so voran, dass ich gucke, ob es Probleme soundtechnisch gibt. Und das wird erstmal bearbeitet, dann stelle ich die einzelnen Sounds ein, also von dir einmal und halt von dem Gast, von mir quasi heute. Und wenn das dann alles läuft, synchronisiere ich das mit dem Bild und dann geht es nachher in die Bildbearbeiter. Also das einmal anschauen, das Material anschauen, gucken.

Was ist da los? Was passiert da? Gibt es Probleme? Dann die Soundeinstellung und dann geht es nachher zum Video rüber. Und wenn du so über Sound nachdenkst, was wäre sozusagen der Super GAU? Also wenn du jetzt auf das Jahr zurückblickst, also ungefähr über ein Jahr arbeiten wir jetzt ja schon zusammen. Was waren so Situationen, wo du gedacht hast, oh, das muss künftig anders sein? Oder vielleicht auch in anderen Projekten, was es schwierig technisch zu retten.

Also, tatsächlich ist das Schwierigste, wenn jetzt die Soundqualität unfassbar schlecht ist. Und was ich damit meine, ist gar nicht, dass. da jetzt überall knistern drauf ist, sondern wenn zum Beispiel ganz viel Raum mit auf dem Mikrofon drauf ist, dann kann man das zwar mit Tools irgendwie rausrechnen. Das Problem ist bloß, dass das dann nachher das Bearbeitete

Audio nachher nicht mehr auf das Bild passt. Und dann muss man halt immer nochmal nachsynchronisieren. Also theoretisch kann das knacksen und rascheln, so, also nicht so vieles. möchte, ne, aber das ist irgendwie noch in Ordnung, damit kann man gut um. Wenn aber parallel noch viel Raum drauf ist,

Und dann auch andere Sachen dazu kommen. Wenn man einen Raum reinspricht, kommt ja ganz viel zurück. So, und all die Sachen muss man ja irgendwie rausarbeiten, damit man damit die Sprache besser verständlich ist. Und ja, das ist eigentlich immer so das Schwierigste an allem.

Tipp für alle, die einen Podcast starten wollen, nicht in der Küche aufnehmen oder im Keller, sondern irgendwo oder in der Dusche wäre auch ganz schlecht, glaube ich. Deswegen sieht man auch hinter mir hier diese weiße Wand, das sind auch absorber, also Wenn man hier jetzt rundherum gucken würde, würde man auch sehen, dass ich überall Absorber habe, die den Raum so ein Stück weit rausnehmen. Und ja, dementsprechend ist auch wenig

Hall und Raum dann, also das meinen wir mit Raum, ne? Um jetzt alle abzuholen, die die sich das nicht vorstellen können, ähm, Das sollte eben vermieden werden. Ja, und so ein paar Übersteuerungen hatte ich manchmal auch drin, ne? Also wenn es zu laut wird, ich glaube, das wird auch, ist auch immer noch schwierig, das ganz rauszubekommen, oder? Ja, also man kann tatsächlich von der Lautstärke schon echt gut nachregeln. Heutzutage gibt es auch echt gute Tools.

Die das automatisch machen. Übersteuerung kann man auch rausrechnen lassen. Also mit rausrechnen meine ich, man nimmt ein Tool und das analysiert das Ganze und dann macht man ungefähr 10 bis 15 Einstellungen und danach hört man halt die Übersteuerung nicht. Aber ansonsten, ja, so Übersteuerung. Ist klar. Jeder kennt das, wenn ein Mikrofon voll am Zerren ist, denkt man sich, wie hört sich das an? Und ja, das ist auch schwierig.

Ja, okay, das ist so die technische Seite. Ähm, vielleicht nochmal inhaltlich. Du hast jetzt ja auch schon ein paar Folgen gesehen. Ähm,

Gute Podcasts & Zukunftspläne

Was macht für dich inhaltlich einen guten Podcast aus? Oder nicht nur inhaltlich, also nicht nur das, was gesagt wird, sondern vielleicht auch vom Aufbau. Also so vom Aufbau her finde ich, ist es ja eigentlich essentiell, dass das Gespräch gut geleitet wird, was du ja eigentlich gut machst, aber sind dann natürlich auch

Oft Situationen dabei, in denen man einfach so reingeworfen wird und wo du ja auch einfach drauf reagieren musst. Und ich finde eigentlich, wenn das Gespräch gut geleitet ist, dann kommt man da relativ Ja, gut auch durch, so vom Inhalt. Also wenn sich das wie ein natürliches Gespräch einfach anfühlt. Was es ja im Endeffekt auch ist, aber es muss ja einfach auch im Redeflow, man muss ja auch im Redeflow bleiben. Ja.

Und was würdest du aus deiner Sicht jetzt an unserem Projekt hier noch ändern wollen? Also wenn du jetzt sagst, okay, wir haben uns jetzt über das letzte Jahr ja schon mal immer so ein paar Gedanken gemacht, was wir ändern könnten. Dann hatten wir ja noch den Übergang von Audio auf Video. Wo siehst du da vielleicht noch Potenzial, was man noch machen könnte? Das ist eine gute Frage tatsächlich. Ähm Ich denke, dass wir wahrscheinlich im halben Jahr wieder ganz viel dazu sagen.

gelernt haben oder dazu ergänzt haben und das kann natürlich Optisch sein im Video oder soundtechnisch. Aber vor allem denke ich, dass man sieht ja, dass wir auch an unserer Infrastruktur arbeiten und wir arbeiten daran, dass das optisch alles immer besser wird und Machen immer mehr Feinschliff. Und wenn man das alles hat, bleibt ja nachher auch mehr Zeit, um andere Projekte vielleicht zu machen. Ich denke, oder ich kann mir gut vorstellen, dass in Zukunft vielleicht auch irgendwie.

noch Zusatzprojekte kommen, also außerhalb von dem Podcast, dass zum Beispiel ein Mitschnitt kommt von deinen Veranstaltungen oder sowas und man das dann einfach nehmen kann und in diese Struktur, die wir aktuell haben, einfach einbinden. kann, um es dann auch einfach zu veröffentlichen.

Was wird im Schnitt entfernt?

Und jetzt ist es ja momentan so, ich gebe dir das Rohmaterial rüber. Schreibt ihr noch ein, zwei Sätze dazu, von wegen, da und da ist technisch irgendwas ausgefallen oder da habe ich einen Hustenanfall bekommen, der muss rausgeschnitten werden. Was schneidest du ansonsten raus? Also, ansonsten hast du ja freie Hand sozusagen. Wo sagst du, das sind Dinge, die raus müssen? Und wo würdest du sagen, Lass ich es oder lässt du es drin, weil es einfach zu einem natürlichen Gespräch dazu gehört?

Ich schneide eigentlich am meisten raus viele Füllwörter. Wenn man da sitzt und nachdenkt und vielleicht auch mal stottert. So schneide ich das hauptsächlich raus. Also ich verändere ja grundsätzlich am Gespräch nicht. Außer man hat sich wirklich zehn Sekunden verhaspelt und dann fängt man einfach nochmal komplett neu an. Dann kann man diese zehn Sekunden auch rausschneiden. Aber inhaltlich bleibt es ja immer gleich. Also es sind Füllwörter, aber auch.

Wenn man zu lange nachdenkt, wenn ich hier sitze und sage, hm, Das werde ich jetzt nicht rausschneiden, so ne? Aber das wäre jetzt zum Beispiel eine Pause, die würde ich denn einmal kürzen, um so ein bisschen den Gesprächsflow beizuheiten. Zu behalten. Also Füllwörter, Pausenkorrektur. Oder du hattest ja auch schon Unterbrechungen mal, weil das Internet weg war. Das sind natürlich auch Sachen, an denen man dann rausschneidet und zusammenklebt nachher wieder.

Und man muss auch sagen, die Sprachanalyse am Ende, die ist ja schon sehr stark geschnitten. Deswegen gibt es da auch kein Bild zu, weil ich das einfach auch gerne ohne Bild. So aufnehme und am Ende klingt das ja wirklich wie aus einem Guss. Also, das finde ich immer erstaunlich. Dass das so schön geht und ist schon sehr kleinteilig, ne? Ja, der Schnitt ist wirklich anders. Genau, also bei der Sprachanalyse ist das wirklich was ganz anderes.

Weil, ja, wie du schon sagst, du machst ja auch manchmal Retakes und ich arbeite das, also ich schneide es dann entsprechend so zusammen, dass sich das natürlich anhört. Da kommt das zu, dass ich Atmer bearbeite, dass man nicht Irgendwie so ein Adell-Atmer, sage ich immer gerne dazu dieses Dieses ganz tiefe Atmen, was du grundsätzlich nicht machst, aber nachher mit der ganzen Technik drauf, mit Kompression und mit Lautstärkeangleich, wird das alles automatisch laut.

Und genau das ist das, was ich bei der Sprachanalyse auch noch mache. Also nicht nur kürzen der Pausen, sondern auch auf den, auf den Flow-Achten, auf den Sprechflow. Mir fällt gerade kein anderes Wort ein. Und ich arbeite auch viele Geräusche aus wie Schmatzer und Lippengeräusche. Also es gibt so viele Geräusche, die man mit seinem Mund machen kann. Und da kommt immer einiges auch bei dir vor, das ist ganz natürlich so und

Das liegt einfach nur daran, dass es eine unnatürliche Situation ist, dass man so dicht eigentlich vorm Mikrofon mit meinem mit seinem Mund ist. Und genau, das arbeite ich alles raus, damit sich das nachher gut anhört.

Profi- vs. Amateur-Sprecher

Ja, und nun bin ich ja kein gelernter Profisprecher. Du hast aber durchaus ja Profisprecher und Profisprecherinnen in deinem Studio. Was ist da sozusagen der große Unterschied zu ambitionierten Amateuren wie mir? Ich habe ganz viele Hörbücher aufgenommen. Das mache ich jetzt gar nicht mehr. Ich bin nur für den nur noch für den Schnitt oder Restauration zuständig oder kümmere mich um Soundeinstellungen oder Hilfe bei Projekten.

Und bei den Hörbüchern oder bei Hörspielen oder auch Voice-Over-Aufnahmen für Serien oder Filme, da ist natürlich alles extrem gescriptet. Der große Vorteil ist, That man sagen kann, okay, nee, we machen den Satz nochmal. And man springt halt immer wieder bei der Stelle rein. Je nachdem, was aufgenommen wird, sehr unterschiedlich. Aber es ist ja kein natürliches Szenario.

Man redet ja nicht drauf drauf zu wie in einem Interview und so ein ganz entspanntes Man hat ja nicht einfach ein ganz entspanntes Gespräch, sondern man hat ja wirklich die feste Vorgabe, was man machen soll, also welche Wörter man sagen soll. Man kann natürlich selber ausführen, wie man das rüberbringt, damit man, weil man meistens ja auch Charaktere spielt.

Aber wenn denn irgendwas nicht passt, dann kann man einfach ein Retake machen oder sagen, wir machen den ganzen Satz nochmal oder die Wörter nochmal. Und das ist, glaube ich, so der Unterschied. So ein normales, also ein Interview, wie wir das gerade führen, ist ja eher locker und man redet, wie man möchte, und es ist ja alles sehr spontan. Da Ja, es ist natürlich was ganz, ganz anderes. So, es ist ja nicht so, dass wir ein Skript vor uns liegen haben, was wir jetzt ablesen und so und Yeah.

Yeah. Aber so von der Art, wie sie sprechen, also ich habe manchmal das Gefühl, Die Synchronsprecher sprechen sehr unnatürlich, und auf der Aufnahme hört es sich dann aber total gewöhnlich oder angenehm an. Wenn man aber so, ich sag mal manchmal auch im Fernsehen Leute dann sieht, wie sie etwas synchronisieren, ist das ja ganz anders als Der normale Sprachflow, sagtest du ja. Also, der Fluss der Sprache in einem normalen Gespräch ist ja auch ganz anders, die Betonung ist ganz anders.

Wie würdest du sagen, ist da der Unterschied also zwischen Studio und Realität? Also ich weiß auf jeden Fall ganz genau, was du meinst mit dem unnatürlichen Sprechen. Es gibt ja auch auf Social Media ganz viele Kanäle, wo Synchronsprecher und Synchronsprecherinnen Ähm, ganz viel, also so Reels machen und dann wirklich in diese übertriebene Sprache gehen. Es ist unfassbar lustig, aber wie du schon meinst, auch total unnatürlich. Ähm

Aber meistens, oder was heißt meistens, wie du schon meintest, es passt ja nachher zu dem Bild. Um die Stimme passt ja nachher zu dem Bild, wenn das alles fertig gemischt ist. Und das liegt einfach auch ein bisschen daran, es ist ja Schauspielerin, es ist extreme Schauspielern so aufzunehmen. Und um in bestimmte Charaktere reinzukommen, musst du auch ein bisschen mehr Schauspielern. Und in

Wenn man das dann alleine oder wenn man nur die Stimme hört, denkt man wirklich oft immer so, what, was geht denn da ab? So ähm Aber nachher im ganzen Kontext, wenn alles drumherum ist, wenn Soundeffekte drumherum sind und sowas, dann funktioniert das immer sehr gut. Aber es ist halt was, ganz anderes und da unterscheiden wir natürlich auch nochmal von einfach einer Erzähl in einer Erzählstimme.

die in Dunkel mit Tanzon einfach irgendwie benutzt wird. Oder so sowas wie Comics. Also Comics sind heftig. Also die sind wirklich, die sind wirklich krass. Ich hab, ich hab da mal, ich hab mal was geschnitten oder synchronisiert. Und da gab es dann nachher eine Kampfszene, und die Sounds in der Kampfszene: das ist so absurd, wie sich das alles anhört. Das ist, wenn du.

den ganzen Kontext nicht drum drum hast, die ganzen Soundeffekte, die ganzen Töne, die noch von der Kulisse, wo gekämpft wird, nicht mit dabei hast, dann ist es Absolut komisch, sich das anzuhören. Viel zu übertrieben. Und ja, aber gerade so bei so Comics oder Anime ist das sehr interessant auf jeden Fall.

Stimmtipps und Studiotechnik

Ja, und wenn die dann den ganzen Tag bei dir im Studio sind, dann sind das ja teilweise wirklich Ja, auch acht Stunden Tage, vielleicht manchmal sogar länger. Ähm, hast du da mitbekommen, welche Tricks die für ihre Stimme nutzen? Also, dass sie vielleicht nicht so schnell heiser werden oder Aufwärmübungen. Hast du da irgendwas mitbekommen? Das

Findet meistens, also bei Hörbüchern weniger statt. Ich will jetzt nicht sagen gar nicht. Aber allgemein bei Sprache ist es wichtig, auch was du vorher trinkst. Das hört sich doof an. Aber zum Beispiel, Kaffee verklebt sehr gut den Mund und das bedeutet, dass. Ich denn nachher quasi die ganzen... Schmatzgeräusche nachher wieder rausarbeiten muss. Und da wird natürlich darauf geachtet. Also, das ist eine gewisse Art von Vorbereitung jetzt bei Hörbuch oder allgemein bei Sprachaufnahmen.

wenn man Charaktere spricht, die wirklich intensiv oder also sehr, sehr viel Kraft benötigen oder Ja, wo es sehr anstrengend ist, die zu sprechen, weil man zum Beispiel einer extrem hohen Stimme oder sehr tiefen Stimme oder oder es einfach auch diese Kampfszenen sind, wo du die ganzen, also gefühlt stundenlang rumschreist, dann

Kann man sich das einfach so vorstellen, wie jemand, der einfach auf die Bühne geht, wenn die Person sich nicht vorbereitet und die Stimme nicht aufwärmt und die ganze Zeit darauf achtet, wie funktioniert, also funktioniert meine Stimme noch gut? Bin ich schon am Limit? Dann

funktioniert das grundsätzlich nicht. Es werden aber auch entsprechend Pausen gemacht. Also es wird entweder wird das am Tag so aufgeteilt Dass man entsprechend nicht die anstrengendsten Sachen oder Szenen gleich am Anfang macht, sondern später und am Anfang ist man das.

Sag ich mal, ganz doof gesagt, entspannte Zeuchen macht. Und ja, dann macht man zum Schluss quasi die anstrengend, ich sage jetzt einfach mal, diese Kampfszene oder irgendeine andere Actionszene, das kann man dann zum Schluss machen. Es gibt aber auch, Übungen, Aufwärmübungen zum Gurgeln zum Beispiel. Es gibt auch so eine Aufwärmeübung mit einer Wasserflasche und einem Schlauch, wo man dann so reinpustet, um die Muskulatur zu.

Und allgemein die ganzen Stimmbänder aufzuwärmen. Das ist quasi das Dehnen oder die Aufwärmphase, wenn man zum Sport geht. Damit kann man das so ein bisschen vergleichen. oder den Korken im Mund, also dass man einen Korken von der Weinflasche nimmt. Und dann das ganze A, B, C einmal hoch und runter macht und dann auch in der in verschiedenen Tonhöhen. Also das, das habe ich mal gelernt. Und was ich gerne vor der Aufnahme esse.

Damit du nicht so viel Schmatzen rausnehmen musst am Ende. Ein richtig schön saurer Apfel. Da zieht sich alles so ein bisschen zusammen. Man hat aber auch nicht zu viel Zucker. Also, das könnte man ja vermuten, dass da irgendwie. Zucker sich ablagert, aber wenn du danach dann Wasser trinkst, dann ist das gar kein Problem. Und das habe ich mal in irgendeinem anderen Podcast gehört als Trick. Und das ist eigentlich immer ganz.

Gut, also gerade wenn man davor einen Kaffee getrunken hat oder so, dann muss man das ja schon neutralisieren. Vielleicht auch nochmal Zähne putzen vorher. Also Leute, ihr hört, was ich hier alles auf mich nehme, damit der Sound gut ist. Es ist aber wirklich so. Also da hängt so viel immer dran. Und das Lustigste bei allem ist eigentlich, ich

Ich arbeite seit ich weiß nicht wie vielen Jahren jetzt mit Mikrofonen und mit unfassbar vielen unterschiedlichen Mikrofonen. Aber selber wenn ich davor bin, was sehr, sehr selten ist, weil ich bin weder Sänger noch Noch, also ja, noch, ich mach's gar nichts mit meiner Stimme. Also, ich kann nichts. Ich hab's nie probiert und ich habe da da jetzt nicht so Interesse dran. Und ich hatte vor zwei Jahren hatte ich eine Feier bei mir im Studium.

And then habe ich halt natürlich auch eine Rede gehalten oder mehrere kleine Reden gehalten. And the lustige dabei is, ich habe das Mikrofon in die hand genommen. Ich habe eigentlich instant den Fehler gemacht, den jeder macht. Am Anfang klebt das Mikro noch so am Mund. Quasi. Und dann habe ich geredet und irgendwann war das Mikrofon hier unten. Und der Mischer hat mich das schon mal angeguckt und hat gesagt, so so hoch damit mit dem Mikrofon.

Ich habe Ahnung vom Mikrofon und von der Technik. Und ich weiß auch, wie ich sie benutze bei den ganzen Instrumenten oder wie ich alles einrichte. Aber selber kann ich damit echt nicht umgehen. So, das ist irgendwie, muss man sich dran gewöhnen, wirklich. Definitiv, ja. Theorie und Praxis, das sehe ich auch immer wieder auf Bühnen, dass ja Leute, die nicht häufig auf der Bühne stehen, dann

Auf einmal mit dem Mikro einfach nicht am Mund bleiben und sich dann wegdrehen und dann sich wundern, warum sie nicht mehr zu verstehen sind und solche Sachen. Ja, deswegen bietet sich eigentlich auch so ein Headset an, wenn man. Das nicht so kennt mit einem Mikrofon. Aber ja, muss man. Ist auch Geschmackssache und ähm Auch die können ausfallen, wenn es Funkmikros sind. Und die Technik, haben wir vorhin schon drüber gesprochen, ist manchmal ja.

verflixt und man weiß nicht, woran oder verhext und man weiß nicht, woran es liegt. Alles ist wie immer, denkt man, und am Ende ja. Weiß man nicht, woran es gelegen hat, aber es ging dann einfach mal eine Stunde nicht oder man hat nichts gehört oder es ist irgendein Störgeräusch drauf. Und ja, das sind dann so die kleinen Hürden im Podcaster-Alltag.

Es ist ja nicht so, dass man das Setup einmal benutzt und dann lässt man es irgendwie liegen, sondern man benutzt das ja täglich so oder arbeitet täglich damit und es funktioniert immer alles. Und es sind immer die Momente, wenn eine Aufnahme gestartet wird oder. Wenn man eigentlich das macht, was man jeden Tag macht, nur irgendwie ist es, wie du schon meinst, verhext, wirklich, dass man, dass auf einmal nichts mehr funktioniert. Manchmal auch so, man steht da wirklich denn davor und denkt sich,

hab doch wirklich, ich hab nichts geändert und ich hab gerade auch gar keine Ahnung, woran das liegen kann. Und eigentlich bist du nur raus aus dem Raum gegangen, nächsten Tag wieder rein und hast den Rechner angemacht und es ist Uh tricky, auf jeden Fall.

KI in der Audioproduktion

Ja, und ein heißes Thema in deiner Branche oder in unserer Branche ist ja auch das Thema KI-Nutzung, also KI-Stimmen, auch für Podcasts und auch für Hörbuchproduktionen. Was ist da so dein Blick drauf? Also, mein Blick ist darauf, also erstmal auf der technischen Seite: es gibt wirklich gute Tools, die durch KI trainiert wurden, die man nutzen kann für bestimmte Sachen. Man sollte aber extrem vorsichtig sein, wo man

Das hochlädt. Also ich benutze zum Beispiel auch ein KI-Tool, das ist aber von einer KI trainiert worden. Das ist kein Online-Tool, sondern Die Daten werden, die ich damit bearbeite, die werden nicht irgendwo ins Internet geschickt oder sonst was, sondern im Endeffekt wird einfach System angelern und das habe ich gekauft. Und das benutze ich da rein technisch. Und für die Stimmen Ja, es ist so unfassbar gut geworden alles mit den KI Stimmen.

Ich bin grundsätzlich auf der einen Seite dagegen, das erzähle ich gleich warum. Aber auf der anderen Seite musste ich mir auch selber gestehen, dass ich bei einer, es gab es gibt auf YouTube einen Channel, den ich seit Jahren folge. Und das ist tatsächlich, wenn ich sonst auch alles mit Kopfhörern höre, höre ich diesem Kanal meistens einfach über die Fernsehlautsprecher, weil ich dann irgendwas parallel mache.

Und letztes Jahr ist mir aufgefallen, dass das einfach eine KI-Stimme ist. Weil ich das mit Kopfhörern gehört habe. Und da habe ich gedacht: Ach du Scheiße, das geht gar nicht. Und im zweiten Moment habe ich mir dann gedacht, okay, doch irgendwie funktioniert es für mich, weil das ist einfach

Da sitzt jemand dahinter, der vielleicht auch nicht so die Stimme hat, wie auch immer, und macht einfach für mich dieses Gesamtkonzept. Und da, das ist jetzt keine Sendung oder sonst was, es ist einfach ein Sach. Podcasten, kleiner, richtig kleiner. Da muss man sich dann auch selber immer so gucken, findet man das gut oder nicht. Weil man sagt immer, ah, KI ersetzt allem. Was jetzt aber passiert, und das ist was anderes auf Industrielevel, also gerade in den ganzen Bereichen, wo Leute.

Geld damit verdienen, dass sie etwas einsprechen. Das ist ja nicht einfach nur, ich setze mich vor das Mikrofon, das ist jahrelanges Training, da ist eine Ausbildung davor.

Und dann sind das die Vorbereitungen für die verschiedenen Charaktere und der Text wird immer vorbereitet. Das ist sehr, sehr, sehr viel Arbeit. Was man jetzt gerade merkt, ist das bestimmte Unternehmen sagen, ey, wir benutzen jetzt die Stimmen, die wir gerade bekommen, also von den Leuten, die es wirklich einsprechen, und die trainieren damit ihre KI, was bedeutet, dass es die SprecherInnen nachher

Nicht mehr benötigt. And that is natürlich auch eine Art, ich sag mal ganz doof gesagt, Diebstahl, weil es wird ja einfach in dem Fall meine Stimme genommen, irgendwo Analysiert und dann weiterverwendet. So. Und da versuchen gerade ganz, ganz viele gegen vorzugehen und bestimmte Schwierig, den Namen nicht zu sagen, so, aber das, ähm, bestimmte Sachen halt zu boykottieren oder zu sagen, okay, wir nutzen das nicht mehr. Ja, weil man verkauft sich im Endeffekt dann.

selber. Man gibt seine Stimme dahin und dann wird die weiterverwendet, und ja, das muss man sogar unterschreiben. Das ist Also, die Betriebe sind wirklich auf die SprecherInnen drauf zugekommen und haben gesagt, dass wir jetzt unterschreiben, dass wir das benutzen dürfen. Also einfach so, komplett. Und es ist eine sehr absurde. Sache. Also ich bin grundsätzlich nicht für KI-Stimmen, aber ich möchte auch dazu sagen: es gibt immer einen Platz für bestimmte KI-Stimmen.

Sachen. Also Musik beim Grillen, vorletztes Jahr oder letztes Jahr. Ist mir aufgefallen, dass der eine Song, den ich gut fand, den wir über die Bluetooth-Box gespielt haben, also so Hintergrundmusik, ganz böse gesagt.

Den habe ich beim nächsten Mal wieder angemacht und dann ist mir aufgefallen, das ist ein komplett KI-generierter Song. Und dann dachte ich im ersten Moment auch, so geht ja gar nicht. Und im zweiten Moment dachte ich mir so, ja, aber genau dafür ist es doch gerade da. Es ist für einen Hintergrund, es düdelt da rum und

Ja, es gibt irgendwo diesen Platz für KI, aber so wie es gehandhabt wird und vor allen Dingen, wie es gehandhabt wird mit den Stimmen, die einfach genommen werden und quasi geklaut werden und eine Stimmsynthese draus gemacht wird. Das uh ist nicht nicht okay, überhaupt nicht okay. Vielleicht nochmal zu diesem Podcast. Also, wir benutzen KI nur für die Stimmen derer, die man sonst wirklich schlecht.

Verstehen würde. Also Gäste, die, wie vorhin schon erwähnt, irgendwo in der Küche sitzen und ein internes Mikro vom Laptop. nutzen und das ja, das hört sich oftmals einfach gar nicht gut an oder sie sitzen sehr, sehr weit weg von ihrem PC und irgendwas läuft noch im Hintergrund der Geschirrspüler und so weiter. Dafür nutzen wir dann auch KI, aber ansonsten Ich bin noch real. Und das soll auch so bleiben.

Ich bin auch real und genau. Es ist ansonsten wirklich, kann man sagen, Handwerk, was wir nach wie vor machen. Es ist ja nicht so, dass wir jetzt in der Steinzeit stehen geblieben sind und sagen, wir machen jetzt nichts Neues oder Sträuben uns gegen die Technik, aber das meiste ist nach wie vor. Wir fassen es an und bearbeiten es.

Emotionen und Vorbereitung im Studio

Und ein letzter Aspekt, ich würde sagen, das mit den Musikern können wir vielleicht auf ein anderes Mal verschieben, weil wir haben jetzt eigentlich die ganze Folge über Podcast gesprochen. Ein letzter Aspekt, der mich noch interessiert, Emotionen im Studio. Also Technik ist ja der eine Aspekt, aber der andere Aspekt ist auch, ja, wie sind die Leute drauf? Wenn die Stimme zum Beispiel wegbricht, oder du arbeitest ja auch mit Musikern und Musikerinnen zusammen.

Da funktioniert ja auch nicht immer alles. Hast du da nochmal ein paar Tipps, wie man da ruhig bleibt und wie du dann in diesen Situationen reagierst? Ja, das ist wirklich ein sehr spannendes Thema, weil Emotionen sind ja immer dabei, ob das. Ein Hörbuch ist, ein Hörspiel, ob es ein Podcast ist. Es ist ja immer etwas, wo jemand für lange Zeit gearbeitet hat. Und jetzt kommt es dann zu dem Punkt, dass es aufgenommen wird.

Und gerade wenn zum Beispiel der technische Aufwand auch noch wesentlich größer ist bei Musikproduktionen, wo dann, keine Ahnung, auf einmal 40 Mikrofone da hängen und ein Kamerateam. Da dann die Deadlines ablaufen, also dass Technikaufbau bis 13 Uhr war und dann ist es schon 15 Uhr, dann werden natürlich alle nervös, weil

Grundsätzlich ist es so, dass es immer darum geht, dass alle sich wohlfühlen, weil man muss ja dran denken, dass die KünstlerInnen alle noch performen müssen. Es ist ja nicht so, dass die meistens nur, also auch. Also, sie sind meistens schon beim Aufbau mit dabei, aber danach, nach all diesem Aufbaustress und Soundcheck und allem möglichen, danach müssen sie ja noch performen. Und man performt ja nicht,

Einfach so, sondern es ist ja immer was Emotionales. Und deswegen haben wir, ich sage jetzt mal, wir im Studio Schon früh angefangen, auch zu gucken, wie fühlt man sich am besten wohl. Und das sind nachher so viele Kleinigkeiten einfach. Das ist ein guter Sound auf den Ohren, dass du deine Sachen irgendwo ablegen kannst, dass du weißt, in welchem Raum du ein Warm-up machen kannst und all sowas.

Und da gehen natürlich auch mal die Emotionen durch mit ein paar Leuten. Also Ich habe Situationen gehabt. Da wurde ich nicht angeschrien, aber mir wurde sehr deutlich gemacht. Was ich denn für ein Idiot bin? So, ich sag jetzt einfach mal Idiot. Da sind auch noch andere Wörter gefallen. Und ich versuche dann bei so einer Situation immer damit.

Also so umzugehen, ich bleibe ruhig, ich versuche zuzusprechen, aber jetzt nicht so im Sinne von alles wird gut, alles wird gut, beruhig dich, entspann dich mal, sondern ich versuch wirklich explizit zu sagen, was das Problem ist. Über das Problem. ist meistens eine Konstellation aus vielen Bereichen. Also es ist meistens nicht, dass Audio irgendwo nicht funktioniert, sondern es sind meistens Sachen, die zwischen Audio, Video und den Leuten, die da sind. Daraus entstehen die Probleme.

Und wenn man dann versucht, in dem Gespräch ruhig zu bleiben und zu sagen, so und so und so sieht es jetzt aus, das müssen wir jetzt alles noch erledigen, damit wir anfangen können mit der Aufnahme. dann ergibt sich meistens Dass man dann einen Workflow drumherum findet.

Es ist ja vollkommen in Ordnung, dass man gerade auch emotional ist, sondern man muss immer respektvoll sein dem anderen gegenüber so. Aber es ist ja vollkommen in Ordnung, dass man emotional ist und dass das dann auch vielleicht erst mal raus muss nach einem anstrengenden Tag. Und wie gesagt, meistens war es dann wirklich so, dass die Leute sich beruhigt haben und man gesehen hat, okay, wir arbeiten jetzt daran, wir machen kleinen, also einen neuen Plan und dann geht's weiter.

Hat nicht immer funktioniert. So, ne? Und das manchmal war es auch gar nicht, weil irgendwas schi manchmal ist es gar nicht gewesen, weil irgendwas schiefgelaufen ist, sondern Manchmal waren es auch technische Sachen, die nicht kommuniziert waren und auch gar nicht möglich waren zum Teil, aber man trotzdem dafür einen Anranzer bekommen hat, im Endeffekt. Ja, ganz schwieriges und interessantes Thema, aber grundsätzlich versuche ich, wie gesagt, immer ruhig zu bleiben, versuche aber auch

Dass die, dass die Emotion einfach auch raus kann bei den Leuten. Das heißt jetzt nicht, dass ich mich hinstelle und mich anstreichen lasse. So auf gar keinen Fall. Aber wenn man reinkommt und einfach richtig auf Sinne ist und zu mir kommt und sagt, das ist alles Unfassbar kacke, so wo ich das rauspiepen, I don't know. Dann ist das auch, also dann ist das auch in Ordnung, wenn man das einmal so ablässt, so wenn es danach weitergeht. Yeah.

Ja, und es ist manchmal auch die Frustration über einen Selbst. Also ich kenne das ja auch, ich spiele auch Schlagzeug und ich weiß noch, das erste Mal im professionellen Studio war für uns richtig hart, weil wir gemerkt haben, wir können unsere Instrumente doch gar nicht so gut. beherrschen, wie wir dachten. Und das ist, glaube ich, kannst du auch bestätigen. Wahrscheinlich, dass gerade Amateurbands denken,

Sie gehen zwei Tage ins Studio und nehmen drei, vier Songs auf oder vielleicht sogar ein ganzes Album, und nach drei, vier Tagen steht dann aber der erste Song vernünftig. Und ja, man ärgert sich über sich selbst, dass man vorher nicht.

Die Vorbereitung getroffen hat, dass man vielleicht auch im Studio erst anfängt, die Instrumente zu stimmen, wie zum Beispiel das Schlagzeug und das auch vorher noch nie geübt hat und solche Sachen. Also ich glaube, da kommen ganz viele Sachen zusammen und dann, ja, Übermannt es einen manchmal, was die Emotionen angeht, und ja, ist auf jeden Fall ein spannender Bereich und.

Ja, ich glaube, das können wir gut zusammenfassen. Technik ist zwar wichtig, aber die menschliche Vorbereitung und das menschliche Miteinander ist fast noch wichtiger, würde ich sagen. Ey, da stimme ich dir voll und ganz zu, weil ich saß so oft im Studio und dann waren es irgendwie.

Produktion, wo nicht so viel Budget da war, was dann meistens bedeutet, man muss irgendwo sparen, ist bei der Planung, wo auch immer. Und wir hatten zum Beispiel nicht einfach nochmal 10.000 Euro, um andere Mikrofone auszuleihen oder sowas. And it had unfassbar good angehort. And that's the band so gut vorbereitet war that I saw in my studio and dachte mir.

Einfach nur, einfach nur genial, was da gerade passiert. Das hört sich so gut an, weil die alle wissen, was sie spielen, weil die miteinander spielen können. Und ich glaube, das ist in der heutigen Zeit. Gar nicht mehr selbstverständlich. Also, das glaube ich nicht, das weiß ich. Weil viele denken sich so: ey, wir gehen ins Studio und danach wird alles geil und fett. Das Problem ist bloß, wenn du im Studio bist und du kannst nicht performen oder du kannst

Ja, das gar nicht spielen, was du vorhast, hatte ich mit meiner Band auch, das, was du meintest. Bei unseren ersten Aufnahmen mit der Band damals war das so. Also, eigentlich wussten wir schon nach einem halben Tag, wir kriegen nicht mal ansatzweise einen Song hin, weil zum Teil andere Rhythmiken gespielt wurden und sowas ist echt. Ja, man muss nach wie vor so wie früher wirklich lernen und sich vorbereiten und dann ins Studio gehen. So, das ist eigentlich der Idealfall, sagen wir mal so.

Abschied und Sprachanalyse Einführung

Ja. Ja, wenn ich auf die Uhrzeit blicke, dann ist das auf jeden Fall eine Folge gewesen. Vielen lieben Dank für die Einblicke hinter die Kulissen, auch von deinem Studio. Und ich finde ja persönlich, du solltest mehr mit deiner Stimme machen. Oh what? Hat sich sehr gut angehört. Dankeschön. Ich werde es ja nachher hören, also. Also, vielen lieben Dank, und hier geht's jetzt weiter mit der Sprachanalyse. Sprachanalyse.

Und da sind wir auch schon in der Sprachanalyse, dem Teil des Podcasts, in dem wir gemeinsam durch den relevantesten Wortschatz aus dieser Folge gehen. Wie immer findet ihr dazu ein kostenfreies Handout in der Beschreibung zu dieser Folge und wenn ihr dieses öffnet, geht es auch schon los mit einem Blick hinter die Kulissen. So heißt ja diese heutige Folge Ein Blick hinter die Kulissen und damit meine ich einen Einblick in verborgene Abläufe oder Hintergründe, in diesem Fall zum Podcast.

Denn ich habe mit Nick über Dinge gesprochen, die sonst nur im Verborgenen bleiben, wie zum Beispiel über das Schnippeln am Podcast. Schnippeln, hier als Verb, bedeutet umgangssprachlich, Material zu schneiden oder zu bearbeiten. Und schnippeln kann man mit jeder Schere. Auch ein Friseur schnippelt an den Haaren herum. Und hier war es natürlich technisch gemeint. Also hier guckt man sich die Audio- oder auch die Videospur an und schneidet Dinge heraus, die nicht rein sollen.

Und baut den Rest dann wieder zusammen. Am besten so, dass man am Ende nichts davon sieht. Beim Video ist das immer schwierig, bei Audio ist das wesentlich einfacher. Aber Nick ist es egal, ob Audio oder Video, er zaubert aus allem etwas.

Etwas aus etwas Zaubern bedeutet, aus vorhandenem Material kreativ oder scheinbar mühelos etwas Gutes herzustellen. Das kann man auch auf andere Bereiche übertragen, wie zum Beispiel auf die Küche. Hier ist es manchmal der Fall, dass man nur wenige Zutaten zum Kochen hat.

Sprachanalyse: Klang & Arbeitsfluss

Und man versucht dann aus dem wenigen, was man hat, etwas Schönes zu zaubern. Und in der Regel führt das dann auch nicht zum Super-GAU. Der Super-GAU ist ein extrem schlimmes Ereignis oder auch eine Katastrophe größtmöglichen Ausmaßes. Ja, auch manchmal, wenn ich koche, ist das tatsächlich ein super GAU, weil bei mir viele Sachen anbrennen oder.

Dinge am Ende zu sehr gewürzt sind, sodass man sie nicht mehr essen kann. Also bei mir passiert das häufiger beim Kochen, dass ich einen super GAU verursache. Aber wir sprachen hier ja nicht vom kochen, sondern von der Audioaufnahme. Und da ist der Super-GAU natürlich, wenn ein Mikrofon gar nicht aufnimmt. Das heißt, man hat überhaupt keine Aufnahme. Das ist mir auch schon ein, zwei Mal passiert. Das war also wirklich ein Super-GAU.

Aber auch unangenehm kann das Knistern auf der Stimme sein. Das Knistern ist ein leises, trockenes, knackendes Geräusch. Wenn ihr beispielsweise Verpackungsmaterial in die Hand nehmt und es in der Hand hin und her bewegt, dann knistert es. Also das wäre knistern, nicht unbedingt schön, wenn es auf der Stimme ist. Und dann gibt es noch das Knacksen. Das Knacksen ist ein kurzes, hartes Knackgeräusch. Also, ja, das kann ich jetzt schwer nachmachen. Moment, vielleicht doch.

Das wäre eher ein Knacksen und sehr unangenehm, wenn es auf der Stimme ist. Ja, eine dritte Möglichkeit ist dann noch Rascheln. Ihr merkt, es wird hier so richtig ASMR-mäßig. Ich musste gerade selber gucken, wie das noch hieß. Aber jetzt kommt natürlich auch noch das Rascheln für euch. Und das Rascheln ist ein leises Geräusch von Papier, Stoff, Blättern oder Ähnlichem.

Und ich hoffe, dass ich euch jetzt abgeholt habe, wenn ihr diese Geräusche noch nicht kanntet, beziehungsweise die deutschen Wörter dafür noch nicht kanntet. Jemanden abholen bedeutete jemandem, etwas so zu erklären, dass er oder sie folgen kann. Und im Gespräch ging es natürlich auch darum, Leute abzuholen, die wenig Erfahrungen mit Tontechnik haben. Und so haben wir natürlich einige Dinge noch erklärt, wie zum Beispiel die Übersteuerung.

Die Übersteuerung ist eine zu starke Aussteuerung, bei der Ton oder Bild verzerrt wird. Und auch wie sich die Übersteuerung anhört, kann ich euch nochmal demonstrieren. ¿Halo? Ja, das klingt nicht schön und klingt fast schon nach einem Super GAU, aber auch daraus könnte man etwas machen. Es klingt nämlich sehr verzerrt. Etwas verzerren bedeutet nämlich genau das, etwas zu verfälschen oder in der Wiedergabe unklar bzw. künstlich wirken zu lassen.

Denn wenn wir nochmal Richtung Musik gehen und denken, dann wird hier die Verzerrung natürlich auch gewollt eingesetzt bei einer E-Gitarre zum Beispiel über ein Effektpedal, da ist dann auch Zerre drauf, sagt man also, der Ton wird verzerrt. Aber das wollen wir hier im Podcast natürlich nicht haben. Und egal, ob der Ton gut oder schlecht ist, am Ende muss man immer einen Feinschliff machen.

Der Feinschliff ist eine letzte genaue Verbesserung vor der Fertigstellung. Das heißt beispielsweise, dass noch ein paar Dinge lauter und leiser gemacht werden oder Frequenzen angepasst werden und das wäre dann der Feinschliff. Der Feinschliff ist also der letzte Schritt vor der Veröffentlichung des Mitschnitts.

Der Mitschnitt ist eine Aufnahme eines Gesprächs, Vortrags oder Ereignisses. Also wenn ihr etwas aufzeichnet, wenn ihr etwas aufnehmt, dann ist das, was am Ende rauskommt, der Mitschnitt. Das Gespräch wurde mitgeschnitten, sagt man auch. Und beim Mitschnitt handelt es sich erstmal immer um Rohmaterial. Rohmaterial ist immer ein noch unbearbeitetes Ausgangsmaterial, also im Podcast die Rohfassung des Gesprächs mit Pausen, Füllwörtern und technischen Problemen.

Und wie Nick das Rohmaterial dann bearbeitet, da lasse ich ihm meistens freie Hand. Er hat freie Hand, sagt man, wenn jemand selbst entscheiden darf oder keine engen Vorgaben hat. Und das finde ich persönlich auch immer wichtig, wenn man mit Leuten zusammenarbeitet, dass man sich auf ihre Expertise verlässt und dass sie in einem bestimmten Rahmen freie Hand haben.

Und Nick konzentriert sich neben den technischen Fehlern und Pausen auch auf die Füllwörter. Die Füllwörter sind Wörter mit geringem Aussagewert, wie zum Beispiel also, also sage ich auch sehr gerne, muss ich sagen, halt oder eigentlich. Und persönlich finde ich Füllwörter gar nicht so schlimm. Schlimmer ist eher, wenn jemand die ganze Zeit ähm, ähm, ähm macht. Das sind dann eher Laute, die manchmal stören können. Aber.

Am Ende gehört das alles zur Sprache dazu und es ist auch natürlich, dass man sich verhaspelt. Verhaspeln hier als Verb bedeutet, sich beim Sprechen zu versprechen oder durcheinander zu kommen. Also wenn man einen Satz anfängt und ihn dann nochmal anfängt, dann verhaspelt man sich.

Oder man verliert den Faden, sagt man auch, auch eine schöne Redewendung. Also man weiß gar nicht mehr, worüber man sprechen wollte und dann verhaspelt man sich und das könnte man dann rausschneiden und am Ende klingt es alles wie aus einem Guss. Wie aus einem Guss bedeutet sehr einheitlich, stimmig und ohne Brüche wirken.

Und das sage ich meinen Gästen auch immer gerne. Leute, wenn ihr euch hier verhaspelt, dann schneiden wir das raus oder wenn ihr irgendwas sagt, was am Ende nicht live gehen soll, dann machen wir das schon. Das klingt am Ende wie aus einem Guss. Wobei in der Regel am besten im Gespräch natürlich wenig bis gar nichts geschnitten wird, auch um den Arbeitsaufwand für Nick geringer zu halten. Aber in der Sprachanalyse muss ich mir natürlich immer Zeit nehmen, um zu verwendet.

Um mir Beispiele zu überlegen. Also, das habe ich jetzt hier nicht geskriptet, sondern das kommt aus meinem Kopf. Ja, und manchmal sind dann da eben längere Pausen oder ich muss mal auf Toilette. Ich will euch natürlich hier nicht fünf Minuten warten lassen, bis ich wieder von Toilette zurück bin. Deswegen ist der Schnitt für Nick etwas kleinteiliger. Kleinteilig bedeutet, in viele kleine Teile oder Schritte gegliedert zu sein.

Und in der Regel ist es natürlich schön, wenn man keine Pausen macht und wenn alles wie aus einem Guss klingt und man nicht kleinteilig arbeiten muss, aber dafür muss natürlich auch der Sprachfluss an dem Tag gegeben sein. Der Sprachfluss ist ein flüssiger, natürlicher Ablauf beim Sprechen.

Ja, und ihr kennt es wahrscheinlich selbst, manchmal hat man so Tage, da fallen einem die Wörter nicht ein oder man findet kein Beispiel für das, was man sagen will. Und dann wird der Sprachlos natürlich immer wieder unterbrochen. Und deshalb arbeiten Profis meistens mit Skripten, welche sie ablesen. Aber auch hier muss natürlich der Sprachfluss und die Intonation geübt werden.

Sprachanalyse: Herausforderungen & Emotionen

Und ob mit Skript oder ohne, Schmatzer kommen immer mal wieder vor. Der Schmatzer ist im Audiokontext ein schmatzendes Mundgeräusch. Na gut, wir haben es heute mit den Geräuschen, also schmatze ich euch nochmal was vor. Oh, something. Das wäre ein Schmatzer oder ein paar mehr. Und bei Schmatzern bekommt derjenige, der das Ganze editiert, natürlich häufig die Vorgabe, diese Schmatzfrequenzen herauszunehmen.

Die Vorgabe, sagte ich, die Vorgabe ist eine Anweisung oder Zielgröße, an die man sich halten soll. Also eine Art Regel. Und für Nick, wenn du das hier hörst, die Vorgabe für diesen Schmatzer ist bitte, den drin zu lassen. Denn ich will ja hier etwas rüberbringen. Etwas rüberbringen bedeutet eine Botschaft, Stimmung oder Information verständlich zu vermitteln. Also Beispiele können natürlich dabei helfen, etwas besser rüberzubringen.

Und auch beim Einsprechen von Texten hilft es, wenn man schauspielern kann, um etwas besser rüberzubringen. Schauspielern bedeutet, eine Rolle zu spielen oder sich künstlich zu verhalten. Und für kurze Zeit könnte ich natürlich auch einen Anime-Charakter schauspielern. Zum Beispiel so. Das ist meine total normale Anime-Stimme.

Okay, ich sollte definitiv keine Animes produzieren, das wäre mir auch viel zu anstrengend. Also Schauspieler liegt mir nicht so ganz. Und vielleicht habt ihr euch gerade zu Recht gefragt, was geht denn da ab? Was geht denn da ab? Bedeutet, was passiert dort? Oder ist umgangssprachlich für was ist denn hier los? Und das fragt man sich manchmal bei Synchronsprechern. Und was ich mich auch frage, ist, warum sie am Ende nicht alle heiser sind.

Heiser bedeutet mit rauer, belegter oder schwacher Stimme zu sein. Und ich muss aber auch sagen, man trainiert das über die Jahre. Also früher war ich auch nach jedem Podcast leicht heiser. Inzwischen kann ich da schon länger durchhalten. Also ich bin nicht so schnell am Limit.

Am Limit sein bedeutet, körperlich oder psychisch an der Belastungsgrenze zu sein. Und das kann man auch wieder auf verschiedene Lebenssituationen übertragen. Also wenn man viel arbeitet, wenn man wenig schläft, dann ist man auch am Limit. Und jetzt kommt wieder ein Geräusch, oh Gott, oh Gott, will ich das wirklich machen. Und zwar gurgeln. Gurgeln bedeutet, eine Flüssigkeit im Rachen zu bewegen, ohne sie zu schlucken. Na gut.

Ja, es tut mir furchtbar leid, Leute, aber das ist gurgeln, ne? Ihr werdet es nie wieder vergessen. Ja, und warum gurgelt man? Ja, entweder weil man Halsschmerzen hat oder weil man etwas für seine Hygiene tun möchte, denn manchmal lagern sich Dinge im Rachenraum ab und diese Dinge möchte man mit dem Gurgeln lösen.

Sich ablagern bedeutete, sich nach und nach an einer Stelle anzusammeln oder festzusetzen. Ja, auch nicht ganz appetitlich dieses Thema, aber ja, so ist es nun mal, wenn man keine Zähne putzt, dann lagern sich Essensreste ab. Und ja, die wird man dann vielleicht durch gurgelnlos oder einfach durch mehrfaches Zähneputzen. Im Gespräch ging es ja darum, was man vor einer Aufnahme alles auf sich nimmt, damit am Ende das Produkt gut klingt.

Und etwas auf sich nehmen bedeutet, eine Mühe, Belastung oder Gefahr, bewusst zu akzeptieren. Ja, in meinem Fall war es jetzt nicht gefährlich, ich esse vorher bestimmte Dinge nicht. beziehungsweise esse ich manchmal, wenn ich das Gefühl habe, dass ich zu sehr schmatze, einen Apfel. Und ja, all solche Sachen nehme ich auf mich, damit das hier am Ende vernünftig klingt. Euch ist es wahrscheinlich egal.

Aber mir nicht. Ihr seht also, es hängt viel an einer Podcast-Produktion. Zumindest wenn man es ordentlich machen will. An etwas hängt viel, heißt mit etwas ist viel Aufwand, Bedeutung oder auch Verantwortung verbunden. Das klingt zugegebenermaßen etwas dramatisch im Kontext von Podcasts. Aber natürlich gibt es auch andere Situationen, an denen viel hängt.

Zum Beispiel hängt viel an einem Vorstellungsgespräch bei einem Job, den man unbedingt möchte. Also hier hat es eine hohe Bedeutung, ob man diesen Posten bekommt, und von daher hängt es viel davon ab oder es hängt viel an dem Gespräch. Und wenn wir nochmal zurück zum Podcast-Beispiel gehen, dann ist es immer wichtig, die technischen Dinge vorher richtig einzurichten. Etwas Einrichten heißt hier, ein Gerät, Programm oder System betriebsbereit zu machen.

Und ich sagte ja vorhin schon, in dieser Folge ist es ironischerweise bei Nick passiert, dass er das falsche Mikrofon ausgewählt hat. Also er hat das Ganze nicht richtig eingerichtet, beziehungsweise ist es automatisch umgesprungen. Ja, und dementsprechend war dann sein Mikrofon nicht richtig eingerichtet und man hat jetzt nur sein anderes Mikrofon, was weiter weg war, gehört aber die Qualität war immer noch besser als bei so manch anderer Folge, würde ich denken.

Er hat natürlich gedacht, verflixt. Verflixt ist ein Ausdruck oder auch Ausruf, der bedeutet, dass etwas ärgerlich, unangenehm oder schwierig ist. Ein altes Sprichwort heißt auch verflixt und zugenäht. Da könnte man sich eine ältere Person vorstellen, wie sie vielleicht gerade etwas fallen gelassen hat und sich danach bückt und sich darüber ärgert, dass sie das fallen gelassen hat. Dann sagt sie, oh, verflixt und zugenäht.

Das ist also ein Sprichwort, das ich persönlich heutzutage nicht mehr verwenden würde. Und in einer Situation, bei der etwas schief geht, kann man auch sagen, das ist doch verhext. Verhext sein bedeutet, scheinbar durch unerklärliche Probleme behindert zu sein. Hier steckt ja die Hexe drin, die vielleicht etwas verzaubert hat, und zwar im negativen Sinne. Es entsteht also etwas Problematisches, und manchmal weiß man einfach nicht warum. Gerade bei der Technik ist es manchmal wie verhext.

Tja, und das sind die kleinen Hürden im Podcaster-Alltag. Die Hürde ist ein Hindernis, das überwunden werden muss. Im Sport gibt es auch den Hürdenlauf, also da gibt es eben diese Hürden, über die man rüberspringen oder laufen muss. Wir nutzen das im Alltag aber eher im übertragenen Sinne für Probleme, die gelöst werden müssen.

Und manchmal sind diese Probleme auch durch den Rechner verursacht. Der Rechner ist ein anderes Wort für Computer. Ich sitze also gerade am Rechner und spreche diese Sprachanalyse ein. Und auch ich muss mir manchmal eingestehen, dass ich nicht alle Funktionen des Rechners verstehe und sich etwas eingestehen bedeutet, ehrlich zuzugeben, dass etwas wahr ist.

Und so musste Nick sich selbst eingestehen, dass auch KI-Songs manchmal gut sein können. Und als er festgestellt hatte, dass dieser gute Song ein KI-Song war, sagte er oder dachte er, ach du Scheiße. Ach du Scheiße, ist ein derber Ausruf von Schreck, Überraschung oder Entsetzen. Ja, also man kann etwas nicht glauben und realisiert es in diesem Moment.

Und dann sagt man vielleicht, ach du Scheiße. Und natürlich handelt es sich hier um negative Sachen. Und danach könnte man noch sagen, das geht gar nicht. Das geht gar nicht oder das geht ja gar nicht bedeutet, dass etwas völlig inakzeptabel ist. Auch sprachen wir darüber, dass einige Unternehmen versuchen, die Rechte an Synchronsprecherstimmen zu bekommen, um die KI damit anzulernen. Und das geht natürlich gar nicht.

Nick nannte es deshalb Diebstahl. Der Diebstahl ist eine strafbare Wegnahme einer fremden Sache. Also man klaut etwas. Ein Dieb, der im Laden etwas mitnimmt und es nicht bezahlt, der begeht Diebstahl. Und im Gespräch ging es ja um Probleme bei der Aufnahme und wie wir diese handhaben. Und etwas handhaben bedeutet, mit etwas umzugehen oder etwas praktisch durchzuführen.

Und ich bin mir nicht sicher, ob das richtig ankam, wie wir das im Podcast handhaben. Es geht also immer um die Verbesserung einer Stimme. Man nimmt also das Original und entfernt Störfrequenzen und fügt vielleicht noch ein paar Frequenzen dazu, sodass die Stimme voller wirkt. Es geht hier also immer um die Originalstimme, die mit einer KI angereichert und verbessert wird. Denn ich würde mich nie mit einem Roboter unterhalten, dagegen würde ich mich sträuben.

Sich gegen etwas sträuben bedeutet, sich gegen etwas zu wehren oder etwas nicht tun zu wollen. Also, wenn zum Beispiel der Vorgesetzte oder die Vorgesetzte etwas sagt, eine Vorgabe macht und man möchte diese Vorgabe nicht erfüllen, dann sträubt man sich dagegen. Wenn man beispielsweise ein KI-System anlernen soll, damit es einen früher oder später ersetzt, dann wird sich der ein oder andere wirklich dagegen sträuben und vielleicht gehen mit dem einen oder anderen auch die Gefühle durch.

Mit jemandem gehen die Gefühle durch, sagt man, wenn jemand die Kontrolle über seine Gefühle verliert. Wenn jemand beispielsweise einen Wutanfall hat, dann gehen die Gefühle mit ihm durch, und ja, dann werden wahrscheinlich auch Dinge gesagt, die nicht gesagt werden sollen. Und auch Nick erzählte uns von einer Situation im Studio, bei der noch ganz andere Wörter und Sätze gefallen sind, als die, die er uns erzählt hat.

Wenn man von etwas berichtet und sagt, da sind noch andere Wörter gefallen oder da sind noch andere Sätze gefallen, dann wurden außerdem noch andere, oft extremere Wörter oder Sätze gesagt bzw. erwähnt. Also man möchte hier gar nicht die Wörter benutzen, die gesagt wurden, und deswegen belässt man es bei dieser Umschreibung. Aber jeder, der das hört, weiß natürlich, dass es ziemlich übel wurde und dass es einen echten Anranzer gab.

Der Anranzer ist auch ein schönes umgangssprachliches Wort für eine Situation, in der jemand ordentlich Ärger bekommt. Also die Person, die Kritik übt, die vergibt den Anranzer. Also die Person ranzt die andere Person an. Sie meckert oder schreit vielleicht sogar die Person an. Man kann also sagen, die Person ist wirklich auf Zinne. Auf Zinne sein bedeutet wütend, gereizt oder auch aufgebracht zu sein.

Also, ich bin völlig auf Zinne, gleich ranzig den da hinten an. Und ihr merkt schon, mich übermannen gleich die Gefühle. Jemanden übermannen bedeutet, jemanden plötzlich stark zu erfassen oder zu überwältigen. Wir haben ja gerade schon davon gesprochen, dass mit jemandem die Gefühle durchgehen. Und genau das meint auch, jemanden zu übermannen.

Ja, manchmal sind es aber auch traurige Gefühle, also Schmerz, Trauer. Ja, wenn man plötzlich anfängt zu weinen, weil man irgendwas gehört hat, dann übermannen einen die Gefühle. Und auch wenn es sich komisch anhört, auch Frauen können übermann werden. Also das Wort überfraut werden gibt es nicht. Und wenn man es neutral beschreiben will, dann sagt man einfach überwältig.

Und natürlich wünsche ich mir jetzt am Ende dieser Folge nicht, dass ihr völlig übermannt seid oder auf Zinne seid und ich gleich einen Anranzer bekomme, sondern dass ihr mir voll und ganz zustimmt, dass das hier eine runde Folge war und dass ihr vielleicht einiges mitgenommen habt. Voll und ganz zustimmen bedeutet, uneingeschränkt zuzustimmen. Und wenn ihr voll und ganz zustimmt, dass euch dieser Podcast gefällt, dann hinterlasst dem Ganzen doch fünf Sterne in eurer Podcast-App.

Folgt den Podcast gerne überall, wo es ihn gibt. Auf Instagram, Facebook oder auch auf YouTube. Und wer dieses Projekt unterstützen möchte, der sollte unbedingt bei Patreon vorbeikommen. Hier gibt es den Podcast immer werbefrei und etwas früher und auch bekommt ihr hier die Transkripte zu den Folgen sowie extra Podcasts an jedem Wochenende. Und natürlich gibt es hier auch die Möglichkeit, sich auszutauschen und ab einem bestimmten Level auch regelmäßig mit mir zu sprechen.

Den Link dazu findet ihr natürlich auch in der Beschreibung zu dieser Folge. Und ansonsten bleibt mir nur zu sagen: vielen Dank fürs Zuhören, macht es gut, bis bald, euer Robin. Das war auf Deutsch gesagt. Vielen herzlichen Dank fürs Zuschauen. Wenn dir der Podcast gefällt, lass es andere Leute durch eine Rezension wissen. Wir hören uns in der nächsten Episode.

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