Episode 154: Schattenseiten des Creator-Lebens mit Marija - podcast episode cover

Episode 154: Schattenseiten des Creator-Lebens mit Marija

Nov 23, 202553 minEp. 154
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Summary

In dieser Episode spricht Marija von „Deutsch mit Marija“ offen über die oft verborgenen Schattenseiten des Creator-Lebens. Sie teilt persönliche Erfahrungen von aggressivem Verkaufsdruck, geschäftlichen Niederlagen, Insolvenz und psychischen Belastungen, die in einem Burnout mündeten. Marija reflektiert über die Lehren aus diesen Tiefpunkten und wie sie heute einen authentischeren, auf Freiheit und Wert basierenden Weg geht, anstatt auf Skalierung und aggressivem Marketing zu setzen.

Episode description

Liebe Leute,


In dieser Folge spreche ich mit Marija von „Deutsch mit Marija“. Sie spricht über die Schattenseiten des Creator-Lebens, die oft im Verborgenen bleiben.

Marija teilt mit uns offen ihre persönlichen Erfahrungen: vom ständigen Verkaufsdruck, über schmerzhafte Niederlagen und ihre Insolvenz, bis hin zu den psychischen Belastungen, die schließlich im Burnout mündeten. In der Sprachanalyse (28:58) erwartet euch wieder interessanter Wortschatz wie „das Sammelsurium“, „bahnbrechend“ und Redewendungen wie „jemandem gegen den Strich gehen“.

Viel Freude beim Zuhören!

Euer Robin


Zu Marija:

Deutsch mit Marija

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Transcript

Intro / Opening

Hey, hier ist Robin von Auf Deutsch Gesagt. Bevor die Folge beginnt, möchte ich dich herzlich einladen zum Wortschatzwochenende im Mai 2026 hier in Hamburg. Wenn du Lust hast, dein Deutsch zu vertiefen, neue Wörter zu entdecken und dabei ein richtig schönes Wochenende mit Gleichgesinnten und mir zu verbringen, dann ist das genau das Richtige für dich.

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Einführung und Marias Anfänge als Creatorin

Herzlich willkommen zu Auf Deutsch gesagt, dem Podcast für fortgeschrittene Lernende der deutschen Sprache. Von und mit mir. Robin Meinert Hallo und herzlich willkommen bei Auf Deutsch Gesagt. In dieser ganz besonderen Folge werden wir heute einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen des Creator-Daseins werfen. Mein Gast ist Maria von Deutsch mit Maria, bekannt durch ihren erfolgreichen YouTube-Kanal und auch zahlreiche Deutschkurse.

Doch heute sprechen wir nicht über die Erfolgsgeschichten, sondern über die Schattenseiten, die oft im Verborgenen bleiben. Maria teilt mit uns offen ihre persönlichen Erfahrungen vom ständigen Verkaufsdruck über schmerzhafte Niederlagen und ihre Insolvenz bis hin zu psychischen Belastungen, die dann schließlich im Burnout mündeten.

Es geht also um ehrliche Einblicke und das, was sonst nur selten ausgesprochen wird und um die Frage, wie man nach einem solchen Tiefpunkt wieder aufsteht. Freut euch also auf eine offene, inspirierende und ungeschönte Folge. In der Sprachanalyse erwartet euch wieder interessanter Wortschatz wie Das Sammelsurium, Bahnbrechend oder Redewendungen wie Jemandem gegen den Strich gehen.

Ich persönlich konnte aus diesem Gespräch einiges mitnehmen, was ich selbst nicht erleben möchte und hoffe, dass es euch auch so geht. Viel Spaß mit dem Gespräch. Hallo und herzlich willkommen beim Auf Deutsch Gesagt Podcast, liebe Maria. Grüß dich Robin, danke für die Einladung.

Viele von den Zuhörenden werden dich wahrscheinlich schon kennen, zumindest wenn man auf YouTube unterwegs ist, kommt man an dir beim Deutschlernen nicht vorbei. Wir wollen heute aber auch ein bisschen über die Schattenseiten des Ganzen sprechen. sprechen. Aber bevor es in die Schattenseiten geht, fangen wir mal bei den Sonnenseiten an. Wie hat es alles bei dir angefangen und wann hast du gemerkt, dass du mit YouTube richtig erfolgreich sein kannst?

Das hat ziemlich lange gedauert, bis ich das gemerkt habe. Also ich habe 2016 angefangen, die ersten Videos zu machen. Und das war einfach nur so aus Spaß an der Freude und einfach, um zu testen, ob ich das überhaupt kann. Mein damaliger Freund hat gesagt, du, ich mache ja auch meine Gitarrenvideos. Er war Gitarrenlehrer.

Und also wenn ich das hinkriege, das kriegst du da zwar nicht so gut hin, aber vielleicht schaffst du es ja auch. Und das ist bekanntlich eine tolle Motivation, wenn dir jemand sagt, ach, das schaffst du bestimmt nicht so gut wie ich. Ein Jahr später hatte er ja immer noch 800 Abonnenten und ich hatte, ich glaube, 100.000. Das war so eine gute Zeit. Genau, aber ich hätte am Anfang niemals gedacht, dass es so etwas Großes werden wird.

Und ich glaube, das waren so circa 100.000 Abonnenten auf dem Hauptkanal, als ich gemerkt habe, okay, ich muss ja irgendwas richtig gemacht haben. Und wann fing das dann mit den Deutschkursen an? Weil das war ja dann irgendwann auch dein Hauptgeschäft sozusagen. Du hast dich dann ja irgendwann selbstständig gemacht. Wie war da so der Übergang?

Das Scheitern des großen Teams

Naja, ich habe mit den Videos vielleicht Anfang 2016 angefangen und November 2016 habe ich mich selbstständig gemacht. Und davor gab es so eine Übergangsphase. Ich hatte in einer Sprachschule gearbeitet, also klassische Sprachschule für Erwachsene. Und ich hatte die ganze Zeit versucht, meine Chefin davon zu überzeugen, dass es ja cool wäre, wenn wir irgendwie Social Media kombinieren.

Und ich könnte ja auf YouTube was machen und dann verlinken wir auf die Schule. Also so die Anfänge von Social Media Marketing. Und die Chefin hat gesagt, bleib mir weg mit diesem Zeug, das wird bestimmt nicht funktionieren. Das klang so ein bisschen wie das Internet, das ist für uns alle Neuland.

Und dann dachte ich, okay, wenn es mit ihr nicht funktioniert, dann mache ich das eben selbst. Ich habe mich dann ab November selbstständig gemacht und gleichzeitig den ersten Kurs gelauncht, weil ich natürlich so ein bisschen... festen Boden unter den Füßen mir gewünscht habe, habe ich übrigens bis heute nicht, aber ich weiß, wie man Kurse launcht. Dann ist das ja relativ...

schnell auch größer geworden. Wie sah denn zu Hochzeiten deines Erfolges deine Selbstständigkeit aus? Wie sah da so dein Tag aus? Oh, jetzt kommt gleich die Migräne. Ich hatte wirklich in den besten Zeiten oder in den Zeiten, wo meine Schule am größten war, ich hatte 16 Angestellte und vielleicht 30 Freiberufler. in meinem Team. Also mal mehr, mal weniger. Das heißt, das waren die Zeiten, wo ich mich hauptsächlich mit Dingen beschäftigt habe, die mir überhaupt nicht liegen.

Und ich habe mir einreden lassen, dass das halt so ist. Also als Unternehmerin kann ich nicht mehr das tun, was ich als... Creator davor gemacht habe und das ist alles Luxus und alles, was ich für YouTube mache, muss irgendeinen Sinn haben, weil wir wollen ja nicht einfach nur Leute bespaßen, sondern wir wollen auch Dinge verkaufen.

Und so gesehen war mein Tag aufgeteilt zwischen irgendwelchen Teamsitzungen und manchmal durfte ich tatsächlich Videos aufnehmen, aber hauptsächlich mit dem Hintergedanken, dass wir ja dann was verkaufen werden. Also lauter Dinge, mit denen ich mich nicht gerne beschäftige. Jetzt in der Retrospektive frage ich mich auch, warum habe ich das so lange gemacht?

Aber gut, ich war der Auffassung, dass ich ja vielleicht erfahrene Lehrerin bin, aber als Unternehmerin war ich im kompletten Neuland für mich. Und dann dachte ich, naja, dann muss ich kompetente Leute fragen, wie macht man das denn richtig? Das war nicht die richtige Strategie, das ist schon mal der Spoiler. Ja, okay. Und wie viele Kurse hast du insgesamt so erstellt und verkauft? Kann ich nicht mehr zählen.

Also es waren wirklich wahnsinnig viele. Das heißt, du könntest mir jetzt einen Stichpunkt geben und ich würde sagen, ja okay, für A1 hatten wir das, für A2 hatten wir das. Wir hatten wirklich von kostenlos bis... Ungefähr 1400 Euro pro Kurs von A1 bis C2. Da war alles dabei. Und ich kann solche Wörter wie Challenge oder sowas nicht mehr hören, weil wir das einfach...

zu oft gemacht haben. In welcher Zeit war das? Also 2016 ging es alleine los und wie schnell ging das dann, bis du sozusagen Chefin warst von diesen 16 Leuten? Also die 16 Leute waren in der Corona-Zeit, an die viele nicht gerne zurückdenken. Bei mir war das die Zeit, wo ich wirklich den doppelten Umsatz wie zuvor gemacht hatte. Weil einfach alle zu Hause saßen. Und manche haben zu meinem Glück gedacht, hey, ich könnte doch an meinem Deutsch arbeiten, wenn ich sowieso schon zu Hause sitze.

Und so hatten wir wahnsinnig viel zu tun. Bloß ich hatte damals gedacht, naja, wenn ich mehr Umsatz mache, dann brauche ich ja auch ein größeres Team. Und ein größeres Team bedeutet, ich investiere in die Leute und dann kommt es ja alles vielfach zurück, weil es ja toll ist, wenn man in so einem... Und das war eine komplette Fehlvorstellung von dem, wie Menschen denken, wenn sie dann zum Beispiel fest angestellt werden in so einer Art Unternehmen, wie meins es war.

Also in einem virtuellen Unternehmen, wo man nicht zusammen in einem Büro sitzt und wo man auch nicht sieht, was dann die anderen so über den Tag verteilt treiben. Okay, das heißt, da... Es waren scheinbar Leute angestellt, die nicht so das getan haben in deinem Sinne, wie du das wolltest. So höre ich daraus. Also ich möchte da niemandem was unterstellen, aber Tatsache ist, es ist sehr schwierig, Leute virtuell einzustellen. Es gibt bestimmt...

Richtlinien, wie man das macht, damit man eine Person richtig einschätzen kann. Ich habe die Leute eher nach dem Motto eingestellt, Boah, ich fand die jetzt so sympathisch. Die könnte bestimmt was bei mir machen. Was könnte sie denn machen? Kann sie irgendwas, was ich brauche? Nee, nicht wirklich, aber sie ist so sympathisch. Und so wurde mein Team größer und größer. habe ich sehr...

stabil die Ansicht vertreten, dass man den Leuten möglichst viel bezahlen sollte, weil das ist ja besonders schön, wenn du frei arbeiten darfst im Homeoffice, in einem netten Team. Was fehlt da noch? Ein gutes Gehalt. Was ich überhaupt nicht berücksichtigt habe, dass Deutschland für die Art von Business, die ich da aufgebaut habe, auf Sand, möchte ich sagen, überhaupt nicht geeignet ist. Weil in dem Moment, wo irgendwas schief geht, und dazu kommen wir gleich,

bist du als Unternehmer komplett aufgeschmissen. Also es interessiert sich wirklich keine Sau dafür, wovon du jetzt noch leben wirst oder wie du deine Miete zahlen wirst. Und das war wirklich eine sehr, sehr schmerzhafte Erkenntnis, aus der ich sehr viel gelernt habe, muss ich betonen. Ja, du sprichst das Thema schon an. Insolvenz war dann nachher so das Thema bzw. das Stichwort.

Insolvenz und Kritik am System

Wie kam es zur Insolvenz? Ja gut, ich vermute, die Gründe waren vielfältig. Es ist nie immer nur eine Sache. Aber natürlich hat der Kriegsbeginn Russland-Ukraine mir zugesetzt, was mir dann im Nachhinein tatsächlich kein Beamter... glauben wollte. Also es ist ein bisschen kompliziert. Ich bin ja kein klassisches Unternehmen, das irgendwie auf dem russischen oder ukrainischen oder sonstigen Markt gearbeitet hat, nachgewiesenermaßen, sondern ich hatte einfach viele Kunden aus Russland.

Und der Ukraine, weil ich russischsprachig bin, falls es noch jemand nicht weiß. Und ich komme zwar weder aus Russland noch aus der Ukraine. Ich komme aus Lettland, aber russisch ist meine Muttersprache. Und deswegen hatte ich viele Kunden aus den beiden Ländern. die dann quasi über Nacht wegfielen. Die Russen, weil sie dann nicht mehr bezahlen konnten und die Ukrainer, weil sie erstmal andere Sorgen hatten, sagen wir mal so.

Ja, und dann ging ich aber wirklich in der Annahme, dass es ähnlich, wenn da Corona-Zeit sein wird. Ich gehe hin und ich sage, hey Leute, Dieser Krieg ist jetzt etwas überraschend gekommen, für mich auch. Wie ist es denn für ein Unternehmen, das deswegen gelitten hat? Und ich habe dann von allen möglichen Instanzen gehört, ja, das ist jetzt blöd für sie, aber das ist ihr persönliches Problem. Und ich wollte das wirklich einige Zeit nicht wahrhaben. Ich habe alle Möglichkeiten abgeklappert mit...

Finanzierungen und sonst was. Aber ich musste dann, also es gingen einige Monate ins Land, vielleicht drei oder vier. Und als ich dann so weit war, dass ich bei der IHK saß und in so einer Noch nicht Insolvenzberatung, aber auf Feißinsolvenz. Dann, wie läuft es dann? Und der Mann sagte, ja, das hätten sie schon viel früher machen müssen. Und ich war dann völlig überrascht und dachte, naja, aber... Okay, der Krieg hat angefangen am...

24. Februar 2022. Hätte ich dann am 25. Februar schon mal vorsorglicherweise Insolvenz anmelden müssen, also zumindest in meiner Welt, und ich bin leider ziemlich optimistisch, habe ich gedacht, naja, ich muss ja erstmal schauen, wie sich das entwickelt. Und niemand, genauso wie bei Corona, konnte niemand einschätzen, wie lange wird das denn überhaupt dauern.

Wird das so lange dauern? Und so weiter. Und dann bis zum Sommer oder so war ich schon... mittendrin in der Vorbereitung der Insolvenz und musste mir wirklich mehrmals anhören, ja also, das hätten sie viel früher machen sollen und wieso haben sie nicht und sie sollten doch und ich muss dazu sagen,

Selbstständig mit Angestellten in Deutschland zu sein, bedeutet, du darfst ziemlich alles. Es ist nicht verboten. Also ich habe bis heute keine GmbH oder sowas angemeldet. Ich bin nach wie vor ein Einzelunternehmen. Genau, und ich durfte Leute einstellen. Keine Sau hat mich gefragt, können Sie das wirklich auf Dauer finanzieren? Also haben Sie das durchdacht? Haben Sie einen Businessplan? Fragte ich keiner.

Es geht nur darum, dass du das ganze Paperwork erledigst, dass du rechtzeitig Steuern zahlst und die ganzen anderen Sachen für deine Angestellten. Aber es gibt kein System, das irgendwie dafür sorgt, dass du wirklich verstehst, was du da machst. Und dadurch, dass ich eine kreativ-künstlerische Person bin, habe ich das alles ungefähr so gehandhabt und das ging eben schief. Aber das war ja dann schon ein richtig großes Rad, was du da gedreht hast.

Aggressive Marketingstrategien und Verkaufsdruck

auch schon im Vorgespräch gesagt, naja, du hattest dann auch externe Beratung, die dich dazu angeregt hat, bestimmte Verkaufsstrategien auch durchzuführen. Magst du da nochmal ein bisschen was zu erzählen? Sehr gerne. Also was ich an Geld reingesteckt habe in Marketing, Coachings und Masterminds und was weiß ich was alles. Also der Denkfehler und ich weiß heute, dass es ein Denkfehler war. Als ich meine 100.000 Abonnenten auf YouTube hatte, dachte ich, okay.

Ich habe keine Ahnung, wie ich da hingekommen bin. Und dann war ich bei irgendeiner Veranstaltung mit anderen Unternehmern ähnlicher Art und alle fragten mich so, ja, und hast du eine Mailing-Liste und mit welchen Lead-Magnets arbeitest du? dann dieser ganze Fachjargon aus dem Marketing. Und ich saß da wie so ein Häschen und habe gesagt, keine Ahnung, wovon ihr sprecht. Den Leuten scheinen einfach meine Videos zu gefallen. Was meint ihr, ich muss das Publikum irgendwie monetarisieren?

Also ich war wirklich total naiv und YouTube brachte ja schon ein bisschen Geld oder ein bisschen mehr Geld. Aber dann hieß es ja, nee, du musst es ja nutzen und du musst... aus deinem Klientel quasi was rauspressen. Also dann kamen diese wunderbaren Marketingbegriffe so, du musst die Leute erst irgendwie an den Haken bekommen, sprich, du gibst ihnen was Kostenloses.

dann lockst du sie ja an. Also ich finde, das Vokabular blickt für mich so nach Jäger und irgendwas, was man als Jagd und das widerstrebt mir total. Ich habe mir aber wirklich sehr, sehr lange die Fähigkeit abgesprochen, selbst mein Publikum einzuschätzen. Und selbst zu entscheiden, wie ich arbeiten möchte. Ich dachte, ich kann gut unterrichten, das funktioniert. Und es gibt Leute, sie können gut verkaufen. Ich hasse verkaufen. Und zu was das geführt hat, das besprechen wir später bestimmt noch.

Und ich dachte, okay, also wenn ich jemanden finde, der gerne und gut verkauft und ich tue mich dann mit der Person oder Agentur zusammen, dann könnte es ja was werden, weil ich ja davon überzeugt bin, dass ich den Leuten Mehrwert anbiete in meinen... in verschiedenen Formaten. Es muss bloß jemand kommen, der mir hilft, es zu verkaufen. Und das ist problematisch, weil egal, wer es für mich verkauft, ist es nicht meine Strategie, ist es nicht meine Art.

Für manche Projekte schäme ich mich bis heute, weil wir dann Verkaufszeiten hatten mit lauter so, ja, wenn du jetzt nicht kaufst, dann wirst du deine Probleme nie lösen und kaufe jetzt. nichts mehr da. Also alle diese, ich sage mal, eher amerikanischen Dinge, die zu uns dann rübergeschwappt sind irgendwann. Also dieses furchtbar aggressive Marketing, was eigentlich mir bis heute widerstrebt.

Aber irgendwie habe ich mich damals überzeugen lassen, hey, also du bietest ja den Leuten Mehrwert an. Also darf man diesen Mehrwert möglichst aggressiv verkaufen, weil die Leute sich ja was Gutes tun damit. Und das habe ich mir tatsächlich aufschwatzen lassen von mehreren Experten, wirklich mehreren sehr hochpreisigen. Und hattest du das Gefühl, dass die Strategien wirkungsvoll waren? Zum Teil. Aber da habe ich für mich Folgendes entdeckt. Es kann schon sein, dass du viel irgendwas verkaufst.

Aber beim Thema zum Beispiel skalieren, wenn du etwas einmal erstellt hast und dann kannst du es bis in die Ewigkeit verkaufen, weil es ja nicht schlecht wird, vor allem beim Deutschlernen und so weiter. Da verlierst du die Kontrolle darüber, für wen du das eigentlich machst.

Also skalieren ist für mich eine ganz gefährliche Sache, weil sie einfach bedeutet, du siehst deine Kunden nicht mehr. Wenn du einen Kurs anbietest, da hast du zehn Leute, die in Zoom sitzen und die sich mit dir unterhalten. Oder Präsenz, aber Präsenz habe ich in meiner Selbstständigkeit nie gearbeitet. Also für mich ist es wahnsinnig wichtig, diesen Kontakt zu den Menschen zu haben.

Und auch wenn das bedeutet, dass ich weniger verkaufe oder dass ich nicht diesen maximal möglichen Umsatz erziele, aber... Ich mag das nicht, wenn man sozusagen in die Masse etwas streut und dann hofft man, dass es die Masse irgendwie kaufen möchte oder so. Das finde ich problematisch.

Vom Verkauf zum kostenlosen Bildungsangebot

Diese aggressiven Verkaufsstrategien, die passen mir auch überhaupt nicht. Es ist sowieso schwierig, finde ich, wenn man etwas für sich selber bewirbt, also jetzt wie zum Beispiel mein Wortschatzwochenende, ja, da müsste ich eigentlich auch viel mehr Werbung machen und den Leuten auf die Nerven gehen, zumindest aus meiner Perspektive.

Und das will ich nicht, aber dann muss ich halt auch damit rechnen, dass das Ganze irgendwann nicht ausverkauft ist oder dass nicht jeder davon mitbekommen hat und so weiter. Also das ist wirklich selbst...

wenn man dahinter steht, ganz, ganz schwierig finde ich für sich selbst Werbung zu machen. Auf jeden Fall. Also damit habe ich bis heute ein Problem und ich habe in der Zwischenzeit ein NLP-Studium, sagt man nicht, aber auf jeden Fall habe ich ein... zwei NLW-Kurse gemacht und also diese ganzen Manipulationstechniken kann ich rauf und runter.

Und jemand hat mir in den YouTube-Kommentaren, als ich angekündigt habe, dass ich ab jetzt nichts mehr verkaufen werde, hat mir gesagt, naja, aber dir geht es wahrscheinlich wie vielen guten Experten. dass sie zwar gut sind in ihrem Fach, aber dass sie nicht gut sind im Verkaufen. Und dann habe ich gesagt, du, ich bin gut im Verkaufen, also ich kenne diese Techniken, aber ich möchte sie nicht anwenden.

Und das ist ein, finde ich, wahnsinnig großer Unterschied, was mich eben dazu geführt hat, eine sehr verrückte Sache zu machen, nämlich anzukündigen, dass ich alles, was ich so an Lehrmaterial erstellt habe in den letzten... neun Jahren, dass ich das frei zum Runterladen anbiete auf meiner Webseite und das steht dann an mehreren Stellen deutlich sichtbar, dass die Leute mir gerne eine Spende dafür überweisen dürfen.

Jetzt meine persönliche Statistik zeigt, dass das noch nicht so gut funktioniert, wie das Runterladen. Aber in dem Moment, wo ich das angekündigt habe, das hat sich verdammt gut angefühlt, weil ich einfach gedacht habe, Klar, es gibt irgendwelche Online-Kurse, die den Leuten irgendwelche... Bonus-Sachen anbieten. Also ich meine, es ist nicht das Essentielle, was man unbedingt braucht, sondern es ist, ich weiß es nicht, wie kannst du die Zukunft aus dem Kaffeesatz lesen?

Und das kannst du dann ruhig verkaufen, weil das nicht super essentiell ist für die Leute. Es ist quasi, du kannst es kaufen, musst du aber nicht. Das endet dein Wesen nicht signifikant, es sei denn, du liest aus dem Kaffeesatz irgendwas. Wahnsinnig bahnbrechendes raus. Aber woran ich mich immer gestört habe, ist die Tatsache, dass die Leute, die mich oder generell Deutschkurse am meisten brauchen, das sind meistens die, die noch keine tollen Jobs haben, die noch nicht so viel Geld haben.

Und die bräuchten es eigentlich. Und dann haben sie die Wahl zwischen den staatlich finanzierten Kursen, über deren Qualität wir uns gerne in einer gesonderten Folge unterhalten können. Oder eben sie müssen schauen, wo sie selbst bleiben. Und dieses Selbstbleiben bedeutet, dass sie, weiß ich nicht, dass sie, ich möchte nicht, dass die Leute ihre Nieren verkaufen, um dann meinen Kurs zu kaufen. Ja, und...

Der Weg zum Burnout und Genesung

Vor der Entscheidung gab es ja noch ein Event oder ein Ereignis, worüber wir noch kurz sprechen wollten und zwar ein Burnout. Wie kam es... Zum Burnout wahrscheinlich war es ein Sammelsurium aus all den Geschehnissen, oder? Natürlich. Also genauso wie eine Insolvenz nicht einfach so aus dem Nichts entsteht, genauso ist das wie mit einem Burnout auch.

Wobei ich sagen muss, also die Insolvenz hat drei Jahre gedauert und ungefähr bei der Halbzeit war ich dann mit dem Burnout unterwegs und ich dachte... Okay, was hat noch gefehlt? Also was kann man noch bekommen, außer dass man finanziell und business-wise auf die Schnauze fällt? Was könnte noch passieren? Und dann...

Wahrscheinlich habe ich diese Frage einfach zu laut gestellt. Es ist nicht so, dass ich eines Morgens aufgewacht bin und gemerkt habe, irgendwas stimmt nicht. Ich glaube, ich habe einen Burnout. Das ist wirklich wie bei Depressionen. Also ich glaube, bei einer Depression hatte ich noch nie eine richtige. Aber Burnout ist ähnlich, weil du einfach erstens merkst, dass nichts geht.

Du kannst nichts machen, du kannst dich nicht irgendwie aus dem Bett zwingen, du kannst dich nicht zwingen zu arbeiten. Und bei meiner Arbeit ist es sehr essentiell, dass ich Spaß daran habe. Ich kann keine Videos für YouTube aufnehmen, wenn ich da sitze und denke, Och, ja schon wieder. Das kommt ja sofort rüber. Und ich glaube sehr an die Energie, die ich weitergebe durch meine Videos und alles, was ich mache.

Ich hatte wirklich so ganz aggressive Gedanken wie, was wollen denn die Leute immer von mir? Diese Kommentare auf YouTube, das hat mich furchtbar gestört. Und das war das erste Anzeichen, wo ich gemerkt habe, wenn das, was mir normalerweise Spaß macht und was mir Freude bereitet, die Leute da zu begleiten, ob auf YouTube oder woanders.

Wenn das mich plötzlich nervt, das ist kein gutes Zeichen. Und dann habe ich ein bisschen recherchiert und irgendwie kam dann irgendwann das Wort Burnout und ich dachte, ha. Okay, also so fühlt es sich also an. Und dann bin ich zu meinem Hausarzt und habe ihm das so ungefähr geschildert und sagte, ich glaube, ich habe einen Burnout. Und er hat mir zugehört und sagte, ja, ich glaube das auch. Und das Witzige ist...

Also das ist auch, glaube ich, die Realität, die einem in Deutschland bewusst sein muss, wenn man selbstständig ist oder wenn Frau selbstständig ist. In meiner Realität. konnte ich mir nicht einfach ein halbes Jahr freinehmen und irgendwie auf die Maldiven fliegen oder mich in eine Klinik...

einweisen lassen und einfach mal in Ruhe mich auskurrieren. Das ging nicht. Das heißt, ich musste irgendwie, und das hat so im Nachhinein, so sagen wir mal sechs Monate, habe ich gebraucht, um da wieder rauszukommen. Und das Wertvollste, was ich in dieser Zeit gelernt habe, ist nicht nur, wie man sein Geld spart, sondern wie kann ich mit meiner Energie so sparsam umgehen, dass ich sie nicht für irgendwas verschwende, was...

was mir zum Beispiel gegen den Strich geht. Ich habe meinen Freundeskreis und Bekanntenkreis wieder sehr durchgefiltert, weil ich gemerkt habe, okay, wenn ich mit der Person... essen war oder so. Danach geht es mir richtig dreckig. Was schließen wir daraus? Vielleicht nicht mit den Leuten unterwegs sein, die mich einfach energetisch runterziehen.

Das klingt jetzt so esoterisch, aber letztendlich ist das so. Alles, was du tust, was dir total widerstrebt, wo du denkst, ich muss das machen, ich will das aber nicht. Oder Leute, mit denen man zu tun hat und die einem eigentlich... Auch nicht gut tun, das laugt dich total aus. Und wenn du schon in dem Zustand bist, dass du wie so ein Handy bist, das 8% Batterie hat, also so hat sich das angefühlt.

Du kriegst noch deinen Alltag auf die Reihe, aber so aus den letzten Kräften. Und dann muss man echt schauen, dass man sparsam ist mit Energie. Das ist so meine Haupterkenntnis aus der Zeit. Und jetzt bist du ja sozusagen wieder...

Neuanfang, Selbstvertrauen und Freiheit

Da, wo du am Anfang standest, also du machst alles allein, du hast auch schon erzählt, du bietest die Materialien jetzt kostenfrei an. Wenn du jetzt... Auf das alles mal zurückblickst. Wie würdest du vorgehen, wenn du nochmal von Anfang an anfangen müsstest? Genauso wie ich jetzt bin. Also ich würde einfach mir vertrauen.

In dem Moment, wo ich zum Beispiel überlegen würde, okay, wie soll ich denn Geld verdienen und soll ich jemanden zurate ziehen und so, ich würde mir immer wieder die Frage stellen, was kannst du am besten? Und ich bekomme ja genug Feedback durch YouTube zum Beispiel, wenn die Leute sagen, das kannst du besonders gut und deine Erklärungen sind, weiß ich nicht, klarer als die anderen Erklärungen und so weiter. Also einfach, ich hätte viel mehr.

Vertrauen in das, was ich mache und ich würde dann einfach nicht versuchen, mich in irgendeine Nische zu stopfen, was ich sehr lange versucht habe und das war... Ich sage nicht, dass es komplett falsch war. Es war eine wahnsinnig wertvolle Erfahrung. Das sagen wahrscheinlich alle, die durch sowas gegangen sind. Aber ich glaube, wenn ich diese Erfahrungen nicht gemacht hätte.

dann würde ich hier heute sitzen und davon schwärmen, wie schön es wäre, eine halbe Million Umsatz im Jahr zu machen. Das hatte ich schon. Ich weiß auch, wie das ist, mit einem großen Team zu arbeiten. Ich weiß, wie das ist, alles auszulagern. keine einzige Kunden-E-Mail beantworten zu müssen, weil ich dafür spezielle Leute habe und so weiter. Also ich habe nicht mehr diese Sehnsucht nach dem Erfolg. Also ich habe das gehabt.

Und jetzt kann ich sagen, die Art von Erfolg hat mich nicht glücklich gemacht, also ist das etwas anderes. Und ich glaube, für mich ist einfach Freiheit einer meiner Hauptwerte. Und deswegen, jetzt kann ich frei entscheiden, arbeite ich heute oder mache ich was anderes oder fange ich einen neuen Kurs an oder nehme ich zehn neue Videos für YouTube auf.

Und das kann ich ganz allein entscheiden, ohne dass mir jemand reinquatscht. Auch wenn es mein kompetentes Team ist, das mich ja dann sehr respektvoll gelotst hat und gesagt hat, das solltest du nicht machen und überleg doch mal. Genau, also in diesem Sinne habe ich nur profitiert davon. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich jedem empfehle, eine Insolvenz und einen Burnout durchzumachen.

Aber für mich persönlich war das auf jeden Fall sehr bereichernd, so im Nachhinein natürlich. Mittendrin war das ziemlich doof. Ja und für mich war das jetzt auch sehr bereichernd, das mal zu hören. Also vielen Dank auch für deine Offenheit. Ich denke, das wird vielen da draußen auch so gehen, die immer wieder von irgendwelchen Leuten im Internet...

sozusagen bequatscht oder belabert werden. Sie müssten doch jetzt irgendwie ihren ersten Kurs starten und ihre Newsletter-Kampagnen anders gestalten und so. Das hört sich immer alles so toll an, aber ich glaube, Ich glaube, wichtig ist auch, dass die Authentizität, schwieriges Wort, dass die nicht abhanden kommt. Also ich glaube, da ist, glaube ich, auch nicht jeder für gemacht.

reißerische Verkaufen durchzuführen und da sehe ich mich auf jeden Fall auch in deinem Team. Und ja, ich glaube, Authentizität ist da der Schlüssel. Also vielen Dank dir für die offenen Worte. Sehr, sehr gerne. Ich beantworte gerne noch mehr Fragen, falls dann noch mehr Fragen kommen, irgendwie aus deiner Community, wenn noch jemand was wissen will. Ich bin da tatsächlich offen und vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen eben da nicht reinzurutschen.

eine Entscheidung zu treffen, die er sonst anders treffen wird. Also das wäre für mich ein großer Erfolg. Ja, super. Die Kontaktdaten kommen auf jeden Fall in die Shownotes. Ja, dann nochmal vielen Dank dir und hier geht es jetzt weiter mit der Sprachanalyse. Die Sprachanalyse. Sleep Number does that, cools up to eight times faster, and lets you choose your ideal comfort on either side. Your Sleep Number setting. Enjoy personalized comfort for better sleep night after night.

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On the ServiceNow AI platform, CRM stands for something better. AI agents don't just track issues, they resolve them, transforming the entire customer experience. So breathe in, and breathe out. Bad CRM was then. Bevor wir gleich in die Sprachanalyse gehen, habe ich noch einen Tipp für euch.

Vor kurzem habe ich Readlang ausprobiert. Readlang ist die perfekte Plattform, wenn ihr authentische Texte in einer Fremdsprache lesen möchtet, ohne die ganze Zeit zwischen Text und Wörterbuch hin und her zu wechseln. Ich gehe mal davon aus, dass ihr gerade Deutsch lernt, aber funktionieren tut das wirklich in fast allen Sprachen. Ihr könnt zum Beispiel eure eigenen deutschen Texte hochladen, ganze Romane, Blogartikel oder auch Nachrichten.

Oder ihr nutzt einfach die Chrome-Erweiterung, um deutsche Webseiten direkt zu lesen und schwierige Wörter sofort zu übersetzen. Und auch wenn ihr einen ganzen Satz oder eine Redewendung nicht versteht, klickt ihr einfach drauf und bekommt sofort eine kontextbezogene Übersetzung mit Erklärung.

Und das beste Feature, finde ich zumindest, ist, dass sich Readlang merkt, welche Wörter und Redewendungen ihr nicht kennt, sodass ihr sie anschließend mit kurzen spielerischen Lerneinheiten, wie zum Beispiel Multiple-Choice-Aufgaben, Karteikarten oder auch Tippübungen trainieren könnt.

Und einen kleinen Geheimtipp für alle Musikfans habe ich noch, nämlich in der Deutschen Online-Bibliothek könnt ihr nach der Kategorie Song filtern und dort findet ihr YouTube-Videos mit Liedtexten, die ihr mit Readlang mitlesen und übersetzen könnt. Also wie ich finde, eine super Methode, um Deutsch über Musik zu lernen. Und für Premium-Nutzer gibt es sogar ein Chatbot speziell fürs Sprachenlernen, der euer geschriebenes Deutsch direkt korrigiert.

Aber lange Rede, kurzer Sinn, probiert Readlang einfach selbst mal aus. Viele der genannten Funktionen gibt es auch schon in der Gratis-Version. Also geht einfach auf readlang.com. Den Link findet ihr wie immer auch in den Shownotes. Vielen Dank an Readlang für die Unterstützung dieser Folge und jetzt viel Spaß mit der Sprachanalyse. Und da sind wir auch schon in der Sprachanalyse.

Sprachanalyse der Folge

dem Teil des Podcasts, in dem wir gemeinsam durch den relevantesten Wortschatz aus dieser Folge gehen. Wie immer findet ihr dazu ein kostenfreies Handout in der Beschreibung zu dieser Episode und wenn ihr dieses öffnet, seht ihr gleich eine Redewendung, an der ihr nicht vorbeikommt. An jemandem nicht vorbeikommen bedeutet nämlich, unumgänglich zu sein, weil man sich mit dieser Person befassen muss.

Und das sagte ich ja im Hinblick auf Marias YouTube-Kanal. Also wenn ihr auf YouTube irgendwas in Richtung Deutsch lernen sucht, dann ploppt wahrscheinlich auch irgendwann ein Video von Maria auf. Und unser Gespräch hat sich ja auf die Schattenseiten des Creator-Lebens fokussiert. Und die Schattenseite ist eine negative Seite oder auch ein Nachteil.

Gegenwort wäre hier die Sonnenseite. Die Sonnenseite ist eine positive Seite oder auch ein Vorteil. Also Schatten und Sonnenseiten sind überall vertreten. Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. So ist das nun mal. Aber wenn man viele Dinge aus Spaß an der Freude macht, überwiegen hoffentlich die Sonnenseiten.

Aus Spaß an der Freude ist eine Redewendung, die bedeutet, dass man etwas ohne besonderen Zweck und nur zum Vergnügen macht. Zum Beispiel habe ich diesen Podcast auch aus Spaß an der Freude begonnen. Hätte man mir damals gesagt, du musst das tun, hätte ich wahrscheinlich gesagt, nee, bleib mir weg damit. Bleib mir weg damit ist ein ablehnender Ausruf. Also man möchte nichts damit zu tun haben. Wenn jetzt jemand sagt, hier, du könntest doch das und das machen.

Da sagt man, bleib mir bloß weg damit oder bleib mir weg damit. Also damit will ich nichts zu tun haben, davon möchte ich nichts wissen. Und gerade wenn neue Dinge wie Technologien auf den Markt kommen, sagen viele Leute erst einmal, oh, das ist Neuland, bleibt mir bitte weg damit. Neuland sein heißt hier, dass etwas unbekannt oder neu ist.

Angela Merkel sagte damals, das Internet ist für uns alle Neuland und das war aber eigentlich schon relativ etabliert, das Internet zu dieser Zeit, deswegen hat man sich darüber lustig gemacht. Und jetzt ist vielleicht KI noch Neuland, aber auch daran hat man sich fast schon gewöhnt. Aber ich kenne das auch, wenn man eine neue Technologie ausprobiert, ist man zunächst einmal unsicher und hat das Gefühl, keinen festen Boden unter den Füßen zu haben.

Festen Boden unter den Füßen haben bedeutet, Sicherheit oder Stabilität zu besitzen. Und das ist natürlich im übertragenen Sinn gemeint. Fester Boden bedeutet Sicherheit und Maria meinte das hier im finanziellen Sinne, also dass sie bis heute keinen festen Boden unter den Füßen hätte, was ihre Selbstständigkeit angeht.

Und bei dem Gedanken setzte gleich die Migräne wieder ein. Die Migräne ist eine starke Form von Kopfschmerzen. Und Migräne kann eben auch dazu führen, dass man gar nicht arbeitsfähig ist und sich als Angestellter oder Angestellte krank meldet. Der Angestellte ist nämlich ein Arbeitnehmer mit einem festen Arbeitsvertrag. Die Angestellte wäre hier die weibliche Form und

Naja, das ist eben ein Status, der einigermaßen gesichert ist, was das monatliche Einkommen angeht. Im Gegensatz zum Freiberufler oder zur Freiberuflerin, das ist nämlich eine Person, die selbstständig und ohne Gewerbe arbeitet. Also beispielsweise Leute, die im Kreativbereich unterwegs sind, Künstler oder auch Journalisten zählen zu den Freiberuflern.

Aber der Sicherheitsaspekt ist natürlich nur ein Aspekt bei der Berufswahl. Letztendlich muss man etwas finden, was einem liegt. Jemandem liegen bedeutet, zu jemandes Fähigkeiten oder Interessen zu passen. Maria liegt es zum Beispiel mit Menschen zu arbeiten und weniger ein Unternehmen gewinnorientiert zu führen. Hier geht es also um Neigungen und Talente, entweder es liegt einem oder eben nicht.

Man sollte es sich aber nicht von anderen einreden lassen, dass einem etwas nicht liegt. Jemandem etwas einreden bedeutet, jemanden von etwas überzeugen zu wollen und das meist gegen dessen Willen. Das heißt, wenn euch jemand von etwas überzeugen will, hier dieses Auto ist wunderbar, das musst du kaufen, wenn du das nicht hast, wirst du nie glücklich. Das wäre also ein Versuch, jemandem etwas einzureden.

Und einige Coaches haben Maria eingeredet, dass sie viele Dinge an ihrem Unternehmen ändern sollte. Sie konnte ja nicht einfach nur ihr Publikum bespaßen. Jemanden bespaßen bedeutet, jemanden zu unterhalten oder auch zu beschäftigen. Kinder wollen zum Beispiel die ganze Zeit bespaßt werden. Sie wollen also unterhalten werden. Und manchmal sagt man das auch beim Publikum. Das Publikum möchte bespaßt werden. Es muss also etwas passieren, damit das Publikum...

beschäftigt und unterhalten ist. Aber auch bei der Bespaßung gibt es häufig Hintergedanken. Der Hintergedanke ist ein verborgener oder unausgesprochener Beweggrund. Das heißt, wenn ihr zum Beispiel Fernsehen schaut, dann ist natürlich der Hintergedanke des Fernsehsenders, dass er damit Geld machen kann, dass er zum Beispiel Werbung zwischendrin zeigen kann. Genauso wie es heutzutage bei vielen Influencern einfach nur um die Platzierung von Produkten geht.

und weniger um Inhalte, die man wirklich gebrauchen kann. Aber darüber kann man sicherlich auch unterschiedlicher Auffassung sein. Der Auffassung sein bedeutet, eine bestimmte Meinung zu vertreten. Also man kann sagen, ich bin der Auffassung, dass man grundsätzlich erstmal niemandem böse Hintergedanken unterstellen sollte. Jemandem etwas unterstellen bedeutet, jemandem etwas oft Negatives fälschlich zuzuschreiben.

Wenn man beispielsweise jemanden beschuldigt, etwas getan zu haben, dann kann diese Person sagen, ja, also das ist wirklich eine Unterstellung. Es gibt keine Beweise dafür. Oder aber auch, deine Unterstellung ist auf Sand gebaut. Auf Sand gebaut sein bedeutet, auf einer unsicheren Grundlage zu beruhen.

Wenn ich beispielsweise sagen würde, mein Podcast lief die letzten zwei Monate wunderbar, ich kündige meinen Lehrerjob, dann wäre diese Karriere wahrscheinlich auf Sand gebaut, denn ein sicheres Einkommen verspricht der Podcast nicht. Und wenn dann eine größere Ausgabe kommt oder eine Krise, ist man aufgeschmissen. Aufgeschmissen sein bedeutet, ratlos oder auch hilflos zu sein.

Aber auch im Kleinen kann man aufgeschmissen sein, wenn man beispielsweise die Haustürschlüssel vergessen hat und keiner zu Hause ist, um die Tür aufzumachen. Ja, genau dann in diesem Moment ist man aufgeschmissen. Und dann würde man vielleicht klingeln und sich darüber ärgern, dass keine Sau zu Hause ist. Keine Sau bedeutet umgangssprachlich niemand bzw. keine Person. Also keine Sau ist zu Hause, niemand ist zu Hause.

Und auch Maria hat keine Sau erzählt, dass sie die Insolvenz rechtzeitig anmelden muss. Die Insolvenz ist eine Zahlungsunfähigkeit oder auch Pleite. Das ist also eine Situation, in der ein Unternehmen nicht mehr zahlungsfähig ist und dieses Gefühl kann einem ganz schön zusetzen. Jemandem zusetzen bedeutet, jemanden stark zu belasten oder auch zu schwächen. Also die Krankheit setzt mir ganz schön zu. Oder auch die Arbeitslosigkeit setzt mir ganz schön zu. Das heißt, sie bereitet mir Sorgen.

Und wenn dann jemand anders mit kleinen Problemen um die Ecke kommt, dann sagt man, du, tut mir leid, aber ich habe gerade ganz andere Sorgen. Andere Sorgen haben heißt, mit Wichtigerem beschäftigt zu sein. Wenn beispielsweise ein Mitbewohner oder eine Mitbewohnerin zu euch sagt, warum hast du denn die Spülmaschine so komisch eingeräumt und ihr gerade um euren Job kämpfen müsst bei der Arbeit, dann sagt ihr vielleicht, du, ich habe gerade ganz andere Sorgen.

Aber manchmal will man seine Sorgen auch einfach nicht wahrhaben. Etwas nicht wahrhaben wollen bedeutet, eine unangenehme Wahrheit nicht akzeptieren zu wollen. Ein Beispiel wäre, wenn der Partner oder die Partnerin sich von einem trennen möchte und man diesen Fakt verdrängt. Dann will man es einfach nicht wahrhaben. Und vielleicht klappert man in diesem Zusammenhang.

alle Freunde ab, um sich Rat zu suchen und jemanden oder etwas abklappern bedeutet, nacheinander viele Orte oder Personen aufzusuchen. Auch wenn man ein Produkt sucht und es nirgends finden kann, klappert man manchmal drei, vier Läden ab, um dieses Produkt endlich zu finden. Kommen wir aber zurück zum Thema der Folge. Und zwar ging es ja darum, was alles so schief gehen kann, wenn man ein Creator oder eine Creatorin ist. Und schief gehen bedeutet misslingen bzw. nicht wie geplant zu verlaufen.

Und gerade wenn man ein großes Rad dreht, kann natürlich auch eine Menge schief gehen. Ein großes Rad drehen meint etwas Einflussreiches oder auch Bedeutendes zu unternehmen. Auch wenn man von wichtigen oder größeren Unternehmen spricht, sagt man, der Unternehmer dreht ein großes Rad. Und Maria erzählte uns von diesen Masterminds, wo Leute zusammenkommen und es viel um Fachjargon geht. Der Fachjargon ist eine spezielle Sprache eines Berufs oder auch Gebiets.

So zählt beispielsweise auch das Wort Monetarisieren zum Fachjargon der Creator. Monetarisieren bedeutet nämlich in Geldwert oder Einnahmen umwandeln. Also wenn man sein Publikum monetarisiert, nutzt man diese Reichweite, um sie zu Geld zu machen. Und auch hier im Podcast hört ihr ja gelegentlich mal eine Werbung. Das ist dann auch eine Form von Monetarisierung. Aber natürlich gibt es auch ganz andere Strategien, die darauf ausgelegt sind, das Publikum auszupressen.

beziehungsweise das Geld aus ihnen herauszupressen. Das klingt schon wild. Ja, und was bedeutet das? Das bedeutet, dass man Menschen mit einer Zitrone gleichsetzt und versucht, den Saft daraus zu bekommen und im übertragenen Sinne natürlich hier das Geld. Ein schönes Bild, wie ich finde und auch etwas abartig. Genauso wie die nächste Redewendung und zwar jemanden an den Haken bekommen. Jemanden an den Haken bekommen spielt natürlich auf das Bild des...

Anglers an, also der Angler möchte den Fisch an den Haken bekommen und im übertragenen Sinne bedeutet es eben, jemanden für sich zu gewinnen oder jemanden zu überzeugen. Und um jemanden an den Haken zu bekommen, muss man ihn zunächst mal anlocken. Jemanden anlocken bedeutet, jemanden durch Reize zum Kommen zu bewegen. Also der Köder an der Angel bzw. auf dem Haken lockt den Fisch an. Und im Marketing ist es meistens das Freebie, also etwas, was man umsonst bekommt.

und seine Daten dagegen eintauscht. Dementsprechend ist man dann am Haken und bekommt viele schöne Angebote. Ja, so funktioniert das mit dem Anlocken. Und wie ihr schon merkt, mir widerstrebt das Ganze, auch wenn ich natürlich das ein oder andere selbst auch umsetze. Ich habe auch ein Newsletter.

Und den nutze ich natürlich auch mal für Werbung. Das ist aber auch, glaube ich, jedem klar, der eine Newsletter abonniert. Nichtsdestotrotz widerstreben mir manchmal diese Praktiken des Online-Marketings. Widerstreben bedeutet, gegen den eigenen Willen unangenehm zu sein. Also es widerstrebt mir zum Beispiel jeden Tag ein Newsletter zu versenden und euch auf die Nerven zu gehen. Das widerstrebt mir, das ist gegen meinen Willen, denn das würde ich auch als unangenehm empfinden.

Und eine kleine Hintergrundinfo. Maria und ich haben uns über eine sogenannte Mastermind auch kennengelernt, aber die Mastermind habe ich selbst ins Leben gerufen, weil ich gemerkt habe, ich möchte mich gerne mit Leuten zusammentun, die auch in diesem Deutsch-Creator... Kosmos unterwegs sind, um sich austauschen zu können. Denn als Creator bzw. kreativer Mensch ist man häufig mit seinen Ideen und Problemen auch etwas allein und da ist es immer gut.

wenn man sich mit Leuten zusammentun kann, die im gleichen Bereich tätig sind. Sich mit jemandem zusammentun bedeutet, eine Kooperation oder auch Partnerschaft mit jemandem einzugehen. Und in einer solchen Gruppe von Experten schwappt natürlich auch gelegentlich mal die Motivation vom einen auf den anderen über.

Rüberschwappen oder auch Überschwappen bedeutet, sich auf etwas anderes auszubreiten oder auch zu übertragen. Das heißt, angenommen ich erzähle, dass ich eine bestimmte App verwende, um meinen Podcast noch besser klingen zu lassen und diese Erkenntnis... schwappt dann sozusagen rüber auf andere Creator, die dort in dieser Mastermind dabei sind. Man kann sich dabei zwei volle Gläser vorstellen, die aneinanderstoßen und dabei etwas Flüssigkeit vom einen in das andere Glas rüber schwappt.

Daher kommt das Ganze. Deswegen klingt es auch etwas umgangssprachlich, also hinüberschwappen könnte man sagen. Aber man sagt häufig rüberschwappen. Und schön ist auch immer, wenn die Begeisterung rüberschwappt zu einer anderen Person und zwar ohne, dass man der Person etwas aufschwatzen muss. Jemandem etwas aufschwatzen bedeutet, jemandem etwas einzureden oder auch jemandem etwas zu verkaufen, das er gar nicht will.

Und diese unangenehme Situation haben wir, glaube ich, alle schon mal erlebt, dass ein Verkäufer vor der Tür stand, der uns etwas aufschwatzen wollte, das wir gar nicht gebrauchen konnten. Und dabei tun mir die Leute immer etwas leid, weil die alle Haushalte abklappern müssen und häufig nicht so gut behandelt werden. Von daher versuche ich die dann immer nett loszuwerden, denn am Ende ist es ja so...

dass dahinter meistens ein großes Unternehmen steht, das seine Gewinne skalieren möchte. Skalieren heißt hier, etwas zu vergrößern, besonders im wirtschaftlichen Sinn. Und auch Investoren sind immer an Unternehmen interessiert, die schnell und gut skalieren. Und das am besten bis in alle Ewigkeit. Bis in alle Ewigkeit bedeutet für immer oder auch

Und bis in alle Ewigkeit ist eine Redewendung, die häufig auch im Zusammenhang mit Religionen verwendet wird. Also in der Kirche wird häufig gesagt, bis in alle Ewigkeit. Also man soll sich lieben bis in alle Ewigkeit. Oder auch bis der Tod einen scheidet. Es soll also am besten gar nicht enden.

Und um nochmal auf die Online-Kurse zurückzukommen, dort gibt es sogenannte Evergreen-Kurse, also Kurse, die zeitloses Wissen lehren und so gesehen nicht schlecht werden, sagte Maria. Nicht schlecht werden heißt hier... haltbar zu bleiben und nicht zu verderben. Lebensmittel würden hingegen wahrscheinlich schneller schlecht werden, also schneller verderben. Und insgesamt war hier ja die Thematik, dass Maria diese ganzen Verkaufstaktiken nicht passen.

Jemandem nicht passen bedeutet, jemanden zu stören bzw. der Person unangenehm zu sein. So könnte man jetzt auch sagen, mir passt es nicht, jeden Morgen früh aufzustehen. Das ist einfach unangenehm und das stört mich. Man könnte aber auch sagen, es geht mir auf die Nerven. Jemandem auf die Nerven gehen bedeutet, jemanden zu ärgern oder auch jemanden zu nerven. Auch hier wieder das Frühaufstehen Beispiel. Wenn der Wecker klingelt, geht er mir ziemlich auf die Nerven.

Wobei man schon damit rechnen sollte, dass er klingelt, wenn man ihn am Vorabend stellt. Mit etwas rechnen bedeutet, etwas zu erwarten oder auch einzukalkulieren. Wenn ich beispielsweise etwas verkaufe, was schlecht ist, muss ich mit einer schlechten Rezension rechnen. Deswegen sollte man nur Dinge verkaufen oder bewerben, hinter denen man auch steht. Hinter etwas stehen bedeutet, etwas zu unterstützen oder auch zu befürworten.

Auch ich kann das guten Gewissens sagen. Ich bewerbe hier nur Dinge, hinter denen ich auch stehe. Also wenn ihr hört, dass ich hier irgendwas bewerbe, könnt ihr sicher sein, dass ich das Produkt auf Herz und Nieren getestet habe. Und es auch mit gutem Gewissen weiterempfehle, weil ich dahinter stehen kann. Und Maria erzählte uns, dass sie die Verkaufstaktiken rauf und runter kann. Etwas rauf und runter können bedeutet, etwas perfekt auswendig zu wissen.

oder auch etwas perfekt zu beherrschen. Wenn ihr beispielsweise ein Gedicht auswendig lernt, dann könnt ihr das auch rauf und runter. Im Gespräch ging es dann um Kurse, die vielleicht gar nicht so wichtig sind, um Deutsch zu lernen. Und Maria verglich die Kurse mit aus dem Kaffeesatz lesen. Und etwas aus dem Kaffeesatz lesen bedeutet, eine Vorhersage ohne Grundlage zu treffen. Meistens nutzt man das natürlich scherzhaft.

Denn zugegebenermaßen ist es ziemlich absurd zu denken, dass man aus dem Kaffeesatz die Zukunft lesen kann. Ich persönlich bezweifle jedenfalls, dass man daraus bahnbrechende Erkenntnisse ableiten kann. Bahnbrechend bedeutet so viel wie revolutionär oder auch wegweisend. Beispielsweise gibt es in der Forschung immer wieder bahnbrechende Erkenntnisse, also Erkenntnisse, die so wichtig sind, dass sie beispielsweise dazu beitragen, eine Krankheit zu heilen. Das wäre also wirklich bahnbrechend.

Und wenn ihr diesen Podcast auch als bahnbrechend empfindet, dann lasst ihn doch gerne 5 Sterne da. Dafür bin ich euch sehr dankbar. Ja okay, das war vielleicht eine kurze Werbung, aber man muss ja auch sehen, wo man bleibt. Man muss sehen, wo man bleibt, ist eine Redewendung, die bedeutet, dass man selbst dafür sorgen muss, dass man zurechtkommt. Häufig wird es auf eine finanzielle Situation bezogen. Also wenn man zum Beispiel...

Geld für eine Dienstleistung nimmt und jemand anders sagt, oh, das ist aber ganz schön teuer, dann könnte die Antwort sein, ja, man muss ja sehen, wo man bleibt. Oder ich muss auch sehen, wo ich bleibe. Man kann diese Redewendung also auch auf sich oder auf andere Personen beziehen. Ja, und heute kommt es mir auch so vor wie ein Sammelsurium an verschiedenen Redewendungen und Wortschatz. So muss es sein. Das Sammelsurium ist eine bunte, ungeordnete Sammlung.

da steckt ja auch schon Sammeln drin, also das Sammelsurium, ist dementsprechend eine große Sammlung von verschiedenen Dingen. Und wenn man ein Sammelsurium an negativen Erfahrungen gemacht hat, dann ist man häufiger auf die Schnauze gefallen. Auf die Schnauze fallen ist auch etwas umgangssprachlich und bedeutet, einen Misserfolg zu erleben bzw. zu scheitern. Also viele sagen, man muss immer wieder auf die Schnauze fallen, aber wichtig ist es, danach wieder aufzustehen.

Und die Schnauze ist die Nase bei zum Beispiel Hunden. Dementsprechend ist es eben auch umgangssprachlich und meint hier die Nase des Menschen. Man kann auch sagen, auf die Nase fallen. Das wäre hier synonym zu auf die Schnauze fallen. Und auch kann man auf die Schnauze fallen, wenn man Anzeichen ignoriert. Anzeichen zum Beispiel davon, dass das Geschäft nicht gut läuft oder aber auch im anderen Bereich, wie zum Beispiel im Gesundheitsbereich.

Wenn man krank wird, dann merkt man das meistens an den ersten Anzeichen. Zum Beispiel, wenn es im Hals kratzt. Das sind so bei mir die ersten Anzeichen, dass ich merke, da kommt wohl etwas Größeres auf mich zu. Und mit diesen ersten Anzeichen gehe ich dann zum Arzt, dem ich meine Situation und die ersten Anzeichen der Erkältung schildere. Jemandem etwas schildern bedeutet, jemandem etwas genau zu erzählen und zu beschreiben.

Und anhand dieser Schilderung, das wäre das Nomen dazu, kann der Arzt dann sagen, gehen Sie mal lieber nach Hause und kurieren Sie sich aus. Sich auskurieren bedeutet, sich vollständig von einer Krankheit zu erholen. Und das ist natürlich immer das Beste, wenn man denn die Zeit dazu hat. Denn manchmal wird man auch krank, wenn es gerade so gar nicht passt und es einem so richtig gegen den Strich geht. Wenn jemandem etwas gegen den Strich geht, dann widerstrebt dieser Person etwas.

Das heißt, dieser Person gefällt es ganz und gar nicht. Es geht ihr gegen den Strich. Und wenn ihr zum Beispiel ein Haustier habt, zum Beispiel eine Katze, dann solltet ihr sie auch in die richtige Richtung streicheln und nicht etwa gegen den Strich, also nicht von hinten nach vorne, denn das wäre unangenehm und würde der Katze gegen den Strich gehen.

Aber meistens nutzen wir diese Redewendung im übertragenen Sinne und wenn man dauerhaft mit Dingen leben muss, die einem gegen den Strich gehen, dann geht es einem irgendwann dreckig. Jemandem dreckig gehen bedeutet, sich sehr schlecht zu fühlen. Und auch Maria ging es während ihres Burnouts richtig dreckig. Denn die Situation ihres Unternehmens hat sie ausgelaugt. Jemanden auslaugen bedeutet, jemanden körperlich oder seelisch zu erschöpfen.

Wenn man beispielsweise eine harte Arbeitswoche hatte, ist man am Wochenende richtig ausgelaugt. Und trotzdem hat man wahrscheinlich Termine, die man noch irgendwie auf die Reihe bekommen muss. Etwas auf die Reihe bekommen bedeutet, etwas erfolgreich zu schaffen oder zu organisieren. Und gerade als selbstständig arbeitende Person muss man die Dinge einfach auf die Reihe bekommen, sonst verdient man einfach kein Geld.

Und das ist natürlich eine zusätzliche Belastung, weswegen man manchmal jemanden zu Rate ziehen sollte. Jemanden zu Rate ziehen bedeutet, jemanden um Rat zu fragen oder auch um Hilfe zu bitten. Also ein Psychologe zum Beispiel kann zu Rate gezogen werden, wenn es um psychische Belastungen geht. Und vielleicht rät einem dieser Psychologe dann auch, einige Arbeiten auszulagern.

Etwas auslagern bedeutet, eine Aufgabe an andere Leute abzugeben. Und auch ich lagere inzwischen ein paar Tätigkeiten aus, zum Beispiel den Schnitt dieses Podcasts, weil das für mich einfach viel Zeit kostet. und andere Leute das professionell und sogar noch besser können als ich, dementsprechend lagere ich diese Arbeit aus. Aber bei kreativen Entscheidungen lasse ich mir nicht reinquatschen.

Jemandem reinquatschen bedeutet, sich ungefragt in jemandes Angelegenheiten einzumischen. Und bei solchen Sachen kommt es natürlich auch immer auf die Art und Weise der Kommunikation an. Manchmal ist es ja ganz schön, wenn man ein paar Anregungen bekommt, Aber wenn jemand einem ohne Taktgefühl reinquatscht und meint, alles besser zu wissen, dann ist das sehr unangenehm. Wenn jemand einen hingegen auf den richtigen Weg lotst, dann kann das sehr bereichernd sein.

Jemanden Lotsen bedeutet, jemandem den Weg zu zeigen oder ihn auch zu führen. Der Begriff Lotsen kommt aus der Schifffahrt, in der Kapitäne von großen Schiffen auf Lotsen angewiesen sind, die das Schiff in die richtige Richtung lenken. Und ich sagte gerade, dass das bereichernd sei. Bereichernd bedeutet so viel wie wertvoll oder auch geistig anregend.

Und ich persönlich fand dieses Gespräch wirklich sehr bereichernd, weil es mich wahrscheinlich auch davor schützt, den ein oder anderen Fehler selbst zu machen. Denn auch ich bekomme im Internet immer wieder Videos von irgendwelchen angeblichen Erfolgscoaches vorgesetzt, die mich dann bequatschen wollen, ihren Kurs zu kaufen.

Bequatscht werden oder auch belabert werden, beide Wörter sind synonym zu verwenden, bedeuten so viel wie überredet oder auch beeinflusst zu werden. Dementsprechend sind beide Begriffe negativ konnotiert. Also lasst euch nicht bequatschen, lasst euch nicht belabern und lasst vor allem eure eigenen Werte nicht abhanden kommen. Abhanden kommen ist auch schon das letzte Wort in der Sprachanalyse und bedeutet so viel wie verloren zu gehen.

beziehungsweise nicht mehr vorhanden zu sein. Also wenn euch etwas abhanden kommt, geht es verloren. Und ich finde, diese Sprachanalyse war wirklich sehr ausgiebig, umfangreich. Und ich hoffe, ihr konntet euch die ein oder andere Redewendung merken und sie kommt euch nicht abhanden.

Das war es auch schon wieder von auf Deutsch gesagt. Wenn euch das gefällt, was ich hier mache, dann gebt dem Podcast gerne 5 Sterne, schreibt eine Rezension oder empfehlt dem Podcast einer anderen Person, die auch davon profitieren könnte. Und wer noch tiefer einsteigen will und auch die Transkriptionen haben möchte, sollte mal bei Patreon reingucken. Das ist unsere Community, in der ihr noch mehr Wortschatz lernen könnt.

Und jetzt auf den Newsletter hinzuweisen, fühlt sich irgendwie komisch an, aber wer regelmäßig Infos von mir haben möchte und auch bereit ist ein bisschen Werbung in Kauf zu nehmen, der sollte sich auf jeden Fall registrieren. Das Ganze ist natürlich kostenlos.

Und jederzeit auch wieder abbestellbar. Und ansonsten bleibt mir nur zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank für eure Unterstützung. Macht es gut. Bis bald. Euer Robin. Das war auf Deutsch gesagt. Vielen herzlichen Dank fürs Zuhören. Wenn dir der Podcast gefällt, lass es andere Leute durch eine Rezension wissen. Wir hören uns in der nächsten Episode.

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