#9 Kinky & Queer: Räume für FLINTA* im BDSM? - podcast episode cover

#9 Kinky & Queer: Räume für FLINTA* im BDSM?

Jun 24, 20241 hr 5 minSeason 1Ep. 9
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Summary

Anja und Lilo beleuchten die problematische Heteronormativität in der BDSM-Szene, teilen persönliche Erfahrungen mit Übergriffen und Diskriminierung als queere Frauen und fordern radikale Änderungen in der Gestaltung von Kinky-Räumen. Sie sprechen über die Bedeutung von Konsens und Aftercare, sowie die Kommerzialisierung von Pride und die Rolle von Kink darin.

Episode description

Der Titel: eine Frage? Ja, weil: Wir haben es satt, dass (weibliche) Queerness in 0815 kinky Spaces fetischisiert wird. Und wir fragen uns: Wieso gibt es bei so vielen Events einen so seltsamen partriachalen und heteronormativen Beigeschmack? Beziehungsweise: Was hat vielleicht auch die Fifty-Shades-of-Grey-isierung von BDSM mit dem Mangel an sicheren Räumen für FLINTA* in diesem Bereich zu tun? Lilos und meine Geschichte sind in diesem Kontext sehr verbandelt und wir haben gemeinsam viel schönes aber auch viel fragwürdiges erlebt. Als queere Frauen wollen wir heute in der #9 Folge von Zwischenräume darüber sprechen!


*Trigger-Warning* Wir sprechen in dieser Folge u.A. über sexuelle Übergriffe, sowie explizite BDSM-Praktiken. Falls das jemand nicht hören will, diese Episode vielleicht skippen :)


In der Folge (von Lilo) erwähnt:

Aphrodisia Eventreihe: https://www.instagram.com/aphrodisia.events/

Crucible (queerfeministischer, kink- und sexpositiver Raum in Wien): https://www.crucible.at/




Weiterführende Videos zu Themen, die angesprochen wurden:

The fetishization of queer women: https://www.youtube.com/watch?v=Wh_EuBfNqBI

Is Kink Always Sexual? With Amp Somers: https://www.youtube.com/watch?v=InKiMJFu_nc

Levels of Sexuality in Kink: Is BDSM All About Sex? https://www.youtube.com/watch?v=5L-5rdGvFvI

Kinkster Discuss if Kinks Belong at Pride: https://www.youtube.com/watch?v=a80YckoqmnQ


Kink… at Pride / Kat Blaque: https://www.youtube.com/watch?v=fs52_9Yjctw

The Manosphere Discovered Kink, and it’s bad: https://www.youtube.com/watch?v=-RcORslcg_Q&t=1667s

Age Gaps: Are They Always Problematic / Red & Green Flags to look for: https://www.youtube.com/watch?v=O71rt6AXSd4&t=1065s

Transcript

Intro / Opening

Oh my god, man, that's it. Zwischenruf.

Willkommen und Nervosität

Hallo und herzlich willkommen in den Zwischenräumen. Mein Name ist Anja Gleich und ich bin heute ein bisschen nervös.

Wie ich jetzt fast jedes Mal zum Anfang des Podcasts bin, weil jedes Mal nämlich am Anfang des Podcasts eine neue Herausforderung für den Podcast da ist. Und diesmal ist es die Herausforderung, dass ich mich, with my Gesprächspartnerin nicht im selben Land befindet befinde und deswegen eine Aufnahmemethode machen, die ich sonst noch nie so gemacht habe, nämlich Remote Podcast aufnehmen.

Um, I hope there that this aufnahme trotzdem uh klapped and that alles good geht, but deswing um is this auf jeden Fall a ganz strange gefühlt. Got in the same round to sit, with you, not unbekanned person, who not given, sort of in a show, we said, Zoom Call Castle quasi for me.

Ja, meine Gesprächspartnerin oder das Thema, über das wir heute reden wollen, hat sich eigentlich aus einer Situation ergeben, die uns beiden passiert ist for einiger Zeit und hat auch mit unserer Vergangenheit zu tun, die wir miteinander teilen. Und bevor ich jetzt aber wirklich zu viel labere in diesem Intro.

Lilos Vorstellung und Kennenlernen

Lilo, schön, dass du da bist. Ja, schön, dass ich da sein darf. Dankeschön für die Einladung. Und um es jetzt nicht wie soll ich sagen, die Spannung, äh, die Spannung zu stark zu machen. Ähm, möchtest du vielleicht kurz sagen, warum ich dich eingeladen habe und ja, über was wir heute reden werden könnten? Ja klar, also mein Name ist Lilo, wie du schon gesagt hast, und meine Pronomen sind sie, ihr. Ich bin lesbisch und ich liebe mich gerne in der Kinky- und BDSM-Szene.

Und das ist der Grund, weswegen wir heute reden. Yes, genau, weil wir haben uns quasi auch in dieser Szene kennengelernt, beziehungsweise eigentlich ein bisschen davor. Und wir hatten schon, sage ich jetzt mal, viele gemeinsame Erfahrungen in dem Bereich. Viele schöne Erfahrungen, aber auch gleichzeitig einfach viele Erfahrungen, die uns sehr zum Denken gebracht haben. Vielleicht, ich weiß es nicht. Möchtest du erzählen, wie wir uns kennengelernt haben, Lilo? Ja, sehr gern.

Es ist für mich gerade ganz komisch, nicht auf selbe Raum zu sitzen. Sorry, es ist so super. Ja, es ist eine spannende neue Erfahrung, so wie andere Erfahrungen, die ich mit dir schon machen durfte. Absolutely. Ja, unser unser Kennenlernen war eigentlich ziemlich Ziemlich spannend, sagen wir mal so. Du warst auf einem Date.

Und weil die gemeinsame Bekannte aber frisch ihre Lippen hat aufspritzen lassen, konnte sie nicht mit ihr schmusen. Und hat deswegen mich gefragt, ob ich das nicht übernehmen möchte. Oh mein Gott. Beste Kernel einfach. Also gleich in Medias Res mit dir, auf jeden Fall. Also, auf jeden Fall.

Problematische Party-Erfahrung

Und wir haben uns ja dann wirklich kurz darauf auch gleich wieder gesehen, wo wir da vielleicht jetzt auch dem Thema, das wir heute behandeln wollen, ähm Näher kommen ein bisschen. Wir haben uns nämlich dann, ich glaube, das war sogar mit derselben Person, war ich dann wieder auf einem Date, ein paar Wochen später und da hat

ziemlich das erste Mal auf eine, ja, auf eine BDSM-Party oder auf eine Kinky Party oder eine Es war so Sex Positive slash Kinky Party so. Es war irgendwie beides. Und für mich halt auch das erste Mal. Und ich hatte halt wirklich keine Ahnung, was ich da zu erwarten hatte. Und es war halt für mich auch gleich diese erste Erfahrung eben.

Queer, weil ich war mit einer anderen Frau dort. Also, ich war sozusagen mein Einstieg in diese ganze Szene und auch schon davor ein bisschen, weil ich davor schon in ein paar anderen Spaces war. War die eigentlich von Anfang an sehr Queer. Also, das war tatsächlich am Anfang noch nicht das, was es dann später geworden ist, worüber wir dann reden wollen, was uns nämlich als sehr problematisch aufgefallen ist.

Aber wie möchtest du dann, möchtest du vielleicht noch etwas sagen zu dieser um ersten oder zweiten Begegnung eigentlich dann? Yeah, ich wusste gar nicht, dass das das erste Mal war, dass du dann in diesem Kontext fort warst. Das ist eine neue Information, okay. Um ja, so an sich war das ein Recht

Von meiner Seite aus softer Abend. Wir waren zusammen in einem Club, in dem wir heute nicht mehr wirklich fortgehen, wenn ich das richtig im Kopf habe. Und haben dort viel gekannt, viel getanzt und du hast dann ein bisschen auch gespielt mit ein paar Personen dort. Um, ich bin ziemlich brav geblieben. Ja, ich bin dann irgendwie gleich so rein und habe gesagt: hey, wer hat Lust?

Wer will mit mir spielen? Das sollte man vielleicht jetzt auch den Zuhörerinnen kurz erklären, die noch nie bei einer Kinkparty waren oder noch nie im BDSM-Bereich irgendwie fortgegangen sind. Gemeinhin, wenn man von Spielen spricht, dann meint man, dass man eine natürlich concentral BDSM-Szene miteinander macht.

In der man, ja, da könnte man jetzt wirklich in alles einsteigen, also alles von Impact Play, also so das klassische slappen auf den Hintern oder auf andere Körperzeile oder dann aber bis hin zu, ja, so, so, keine Ahnung. Auch ein Klassiker, Petplay-Szenen oder halt einfach andere Formen von Rollen, die man halt annimmt. submissiv, also submissive und dominant und so weiter. Aber das ist auf jeden Fall, worüber wir reden, wenn wir jetzt von Spielen sprechen.

Erwähnen, weil ich habe das am Anfang auch ein bisschen verwirrend gefunden. Ja, das Recht. Das sollte man aufklären. Es sagen ja auch viele, dass solche Dungeons und so weiter, wo solche Partys halt oft stattfinden, dass das irgendwie so ein Spielplatz für Max. Absolut. Also. Es kommt nicht von irgendwo her.

Ja, aber zurückzukommen zu dem Thema meine ich, ich tue jetzt kurz Fast Forward machen und wir können dann auch wieder zurückgehen in dieser Erfahrung, weil ich glaube, es ist wichtig, jetzt den Bogen zu spannen bei Minute sieben, warum wir diesen Podcast aufnehmen wollten. Es hat nicht nur damit zu tun, dass wir beide queere Menschen sind oder queer lebende Menschen sind.

Und es hat auch nicht nur damit zu tun, dass wir beide im BDSM-Bereich aufgehalten haben in verschiedener Art und Weise in den letzten paar Jahren, sondern wir haben vor drei Monaten. Zwei Monate? Ich glaube, drei Monate kommen hin. Da habe ich eine Nachricht von

eine Nachricht aus dem Lichts. Nein, wir haben tatsächlich, ich war schon länger irgendwie auf keiner solcher Party mehr und ich habe dann einfach an Lilo gedacht und mir gedacht, hey, ich würde eigentlich auch gern wieder mal fortgehen. And ich weiß halt, dass Lilo in BDSM-Sprache sozusagen dominant ist und ich sagen der Counterpart. Zumindest haben wir in der Form davor halt schon gespielt. Und ich hatte darauf einfach wieder Lust, und ich habe mit meinem Partner davor auch darüber geredet.

For it in order and so, and for each in order. Yeah, with you to that party game. And we have erstmal, weil we have unschenk. Aber. Aber dann dann kam die Überraschung. Wir waren dann Wir waren dann so, ich glaube, um elf schon bei der Party, was eigentlich eher am eine recht frühe Zeit ist. Und wir waren aber so die ersten zwei Stunden die einzigen weiblich gelesenen Personen auf der Party. Dementsprechend hatten wir sehr viel Aufmerksamkeit.

Ah, unerwünschte Aufmerksamkeit. Und ja. Das ist der Grund, weswegen wir heute darüber reden.

Fetischisierung queerer Frauen

Was mich, glaube ich, an dem Abend so geärgert hat, war die Art und Weise, wie wir als queer als queer Frauen in a i in a gewissen Art und Weise fetischisiert wurden, ungefragterweise. Und das hat für mich halt so diese dieses Grundproblem, das ich mit der BDSM in den letzten Jahren, weshalb ich auch nicht mehr auf so vielen Part. bekommen habe, nämlich dass die BDSM-Szene zu einem gewissen Grad

Ein großes Problem mit Heteronormativität hat, aber mit so einer Form von Heteronormativität, die ich persönlich halt einfach ziemlich widerlich habe. Absurd und sehr grenzwertig. Und das hat dieser Abend für mich aufgemacht. Und das ist der Grund, warum ich mit Lilo heute reden wollte. Aber ja, hier stehen wir und wir wollen darüber reden, warum wir denken, dass es eventuell zu wenig.

Spaces für queer Flinter vor allem in der BDSM Szene gibt. Yeah, genau, absolut. Ich stimme dir da voll und ganz zu. Um, ich bin der Meinung, dass an dem Abend um ein paar Personen da waren, die richtig gehandelt haben, die sich uns gegenüber korrekt verhalten haben. andere Situationen, die absolut nicht

waren. Denn vielleicht sollte man das dazu sagen, dass es in der BDSM-Szene und in der Kinky-Sene durchaus sein kann, dass man offen sichtbar für alle Leute spielen kann miteinander oder Sex haben kann. Aber es auch Räume gibt, die man eben verschließen kann, wo dann sozusagen die Etikette sagt, okay. Wollen alleine für sich sein. Und das war eben das Main Problem an dem Abend. Denn wir haben zuerst öffentlich gespielt, also für andere sichtbar. Und das war auch für uns.

Fein, aber dann als wir eben zu zweiteren Raum aufnehmen. Ungefragt ein Dude immer wieder einbringen und hat uns nicht in Ruhe gelassen. Genau, soweit, dass wir dann irgendwann sogar aufgehört haben. Wir waren ja eigentlich Spaß und zur Freude dort, und wir hatten ja auch eigentlich.

Spaß. Aber es war dann echt auch so ein bisschen ein, ja, erstens mal natürlich ein Stimmungskiller für den Moment. Und es ist ja dann auch so weit gegangen, dass wir dann raufgegangen sind und Also nicht beschwert haben, es klingt schon viel zu harmlos, aber auf jeden Fall ja gesagt haben, dass dieser Typ halt. Halt total über unsere Grenze gegangen ist damit, mit seiner Handlung. Ja, absolut. Aber

Ich wollte vielleicht jetzt einen Schritt zurückgehen von der ganzen Sache. Das ist jetzt, wie gesagt, so die Auslösegeschichte. Ich glaube, ein Punkt, ich weiß nicht, inwiefern du mir da ihm zustimmst, ein Punkt, der mich so irritiert hat an der ganzen Situation. Abgesehen davon, dass dieser Mann übergriffig gehandelt hat, war eben das auch, als wir öffentlich gespielt haben.

Mir einfach vorkam, dass die Art und Weise, wie uns diese ganzen Männer, diese ganzen vermeintlich heterosexuellen Männer, maybe I'm wrong, aber ich sag's jetzt nur mal so, uns eben in einer Art und Weise angeschaut haben, die Die irgendwie so reflektiert hat, ein Bild der BDSM-Szene, wegen dem ich mich aus der ganzen Szene auch etwas zurückgezogen habe in den letzten Jahren.

Ich weiß jetzt nicht, welche Erfahrungen, weil wir zwischendurch auch zeitweise, also monatelang wenig Kontakt haben und uns auch kaum gesehen haben. Hast was wie ist deine Geschichte mit der BDS1 jetzt abseits von unserem Kennenlernen? And von unseren gemeinsamen Erlebnissen, die sehr schön waren. Wie hast du die BDSM-Szene in puncto sozusagen Heteronivität oder Spaces für queere Personen in den letzten Jahren wahrgenommen für dich?

Lilos Kink-Einstieg und Konsens

Was ist da deine Erfahrung? Ja, also mein erster Berührungspunkt mit der Kinky-Szene. Auch einer gleichzeitig der Queeren sexuellen Erfahrungen. Also, das war, das war für mich ein sehr spannender Abend, muss ich sagen. Und da war ich halt das erste Mal bei einem Place, wo Konsens.

Sehr, sehr groß geschrieben war und sehr wichtig war in der Situation. Und das kannte ich vom Normalen fortgehen, so und Anführungszeichen nicht so sehr. Und als ich dann aber öfter unterwegs war, habe ich gemerkt, Ähm, dass zwar nach außen hin sehr oft der Konsens

Queere Identität und Ablehnung

kommuniziert wird, aber ich als lesbische Frau nicht unbedingt ernst genommen werde. Also es kommen dann so Fragen von, aber bist du dir sicher, dass du nie wieder mit einem Mann schlafen möchtest? Bist du wirklich zu 100% lesbisch? Und ich muss ehrlich sagen, dass diese Fragen immer, immer nur von heterosexuellen Männern kommt. Ich habe noch nie erlebt, dass eine queere Person meine sexuelle Orientierung infrage gestellt hat. Und um das ist einfach ein ein Riesenproblem.

Denn wenn mir solche Fragen gestellt werden, dann fühle ich mich nicht ernst genommen. Und wenn ich mich nicht ernst genommen fühle, dann kann ich auch nicht darauf vertrauen, dass Konsens da ist. Und wenn ich einen Nein gebe, respektiert wird. Und das ist ein sehr ungutes Gefühl. Und in der in der King-Szene quasi hast du dann um das erste Mal sozusagen, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, für dich gelernt, also erstens mal wahrgenommen zu werden.

Sexualität und andererseits eben diesen Konsens. Ja, genau. Also vielleicht, vielleicht schneide ich das kurz an. Als ich mich entschieden habe, in in den Club zu gehen, da hat mich eine Freundin das Pärchen mitgenommen, weil sie wussten, dass ich an Frauen interessiert bin. Aber ich war gerade am

frisch aus einer heterosexuellen Beziehung raus, wusste, dass ich unbedingt dem nachgehen möchte, was ich für Frauen empfinde. Und die haben mich halt mitgenommen und gemeint, hey, Schau dir das mal an, du könntest dich da wohlfühlen in der Szene und dann habe Um, also ich habe eine Frau dort kennengelernt und habe dann auch das erste Mal mit einer Frau dort in diesen Räumen geschlafen.

Ich hatte das Gefühl, dass dem wirklich Raum gegeben wird und dass ich mich dort wirklich ausleben kann und wirklich sein kann, wer ich bin. Das kann ich auch in einem gewissen Maße auch, aber ich werde halt nicht für vollgenommen unbedingt. Oder

übersexualisiert auf eine Art und Weise, die ich nicht möchte. Denn nur weil ich sexy angezogen bin, heißt das nicht, dass ich sexy angezogen bin, damit Männer mich angraben, sondern ein Nein, ich bin mit einer Begleitung hier, ich habe kein Interesse, sollte Grund genug sein, dass man dann nicht nachfragt hundertmal, ob ich mitteln

Ja, ähm ich wollte dich grad kurz zwischenfragen, ähm, bevor ich mehr oder weniger meinen Teil der Geschichte sage oder erzähle, ähm wollte ich mal jetzt deine Erfahrung hören. Ähm, was du nämlich, also wie die letzten zwei Jahre vor allem für dich dann waren, ob du dich aus diesen Spaces, die wir jetzt kannten, wo wir uns kennengelernt haben, Aus diesen genannten Gründen, die du gerade beschrieben hast, auch eher zurückgezogen hast oder was du für sonstige Erfahrungen gemacht hast?

Um, genau, und vielleicht als Zusatzfrage, ob du parallel dazu vielleicht Spaces in anderen Communities gefunden hast, wo es dir leichter gefallen ist oder wo du als queere Frau vor allem einfach dich wohler gefühlt hast, sage ich jetzt mal, und sicherer gefühlt hast. Diese Frage jetzt mal vorab, weil dann kommt so meine

Rückzug in FLINTA*-Räume

Ja, absolut. Danach habe ich, also nach diesem Erlebnis, wo ich das erste Mal mit einer Frau geschlafen habe, habe ich dann ziemlich bald darauf mein Outing gehabt als lesbisch. und habe dann meinen Platz in der queeren Community gefunden. auch Konsens und die Beachtung meiner Bedürfnisse und Gefühle sehr, sehr, sehr wichtig war, war für alle Leute. Und da habe ich mich wahnsinnig wohl gefühlt und das tue ich jetzt auch noch.

Und ich habe mich dann immer mehr aus gemischten BDSM und Kinky-Räumen zurückgezogen. habe dann einige Veranstaltungen gefunden, die eben für Flinters ausgerichtet ist oder unter dem Begriff Cephic. veranstaltet werden und ich muss sagen, dass ich mich dort deutlich wohler fühle und Es kommt zwar selten, sehr, sehr selten vor, dass ich noch

in gemischte Bereiche gehe, aber ich versuche wirklich Flinterspezifischer Räume aufzusuchen. Vielleicht nur als Nachfrage für unsere Zuhörerinnen die diese Worte nicht kennen. Was ist denn Sephic und Flinter? Weil ich jetzt schon ein paar Mal die Zähne ist. Das haben wir noch gar nicht erklärt. Also Flinter ist ein Sammelbegriff und uh Flinter uh bezieht alle Personen außer Cis Männer mit ein.

Und säffig bedeutet um ist ein Begriff, der f um Frauen oder feminine Personen impliziert, die auf Frauen oder feminine Personen stehen, also ein Anziehung verspüren. Das ist sozusagen diese grobe Zusammenfassung dieser Begriffe. Also was ich in deiner Geschichte total bezeichnend finde, ist, dass du eben

Du hast dich aus diesen gemischten Räumen Torall zurückgezogen. Es ist voll gut, dass es diese Räume für Flinter und Seffic gibt, die unter diesem Label veranstalten. Absolut. Ich finde es nur halt einfach traurig, prinzipiell, dass es so sein muss.

Bisexualität und Patriarchale Strukturen

Und das ist vielleicht auch der Grund, warum wir diesen Podcast machen, und nämlich vor allem mit meiner Zusatzperspektive, weil ich Ich bin ja gerade zur Zeit mit einem Cis-Mann zusammen. Also mein Partner ist ein Typ. Und ich habe die Erfahrung einfach gemacht, dass ich Dass ich irgendwie das Gefühl habe, ich müsste mich in meiner Bisexualität so irgendwie fast schon entscheiden.

egal wo ich hingehe, welche Identität ich jetzt sozusagen für mich anlege, anstatt dass ich einfach sagen kann, hey, ich bin diese queere Person, aber ich bin da jetzt auch mit meinem Freund und das ist jetzt irgendwie auch kein Wie geht's hier, sondern da müsste ich quasi sozusagen in diese Hedron.

Aber die finde ich dann wiederum an so quasi den queeren Anzahl von mir, finde ich die wieder total unangenehm, ja. Also you get what I mean, oder? So wie sichtbar findest du denn queere Identitäten und Praktiken in

Männerdominierte Räume und Safer-Sex

der BDSM-Community. Ja, also das ist schon ein großes Problem, wenn man da in normale King oder BDSM-Clubs geht. Zum Beispiel, wenn es um Safe-System Das erste große Beispiel. Du kriegst überall Kondome. Aber Lecktücher habe ich noch nie irgendwo bekommen. Wenn sie gut dabei sind, haben sie eine Schere, dass du aus Kondomen ein Lecktuch basteln kannst. Was natürlich was natürlich hilfreich ist, aber

Trotzdem, das Basteln ist jetzt auch nicht so großartig, was die Stimmung angeht. Oder sie bieten Glassichtfolie an. Was auch eine nette Alternative ist, aber grundsätzlich verstehe ich nicht, warum man Tausende an Kondomen zur Verfügung stellen kann, aber keine 50 Lecktücher. Finde ich ein bisschen Bisschen seltsam. Ja, und das ist halt, das ist halt etwas, was anfängt. Und dann geht es weiter damit, dass die Räume halt von

Eher von Dudes gestaltet ist für die heteronormativen Interessen. Das heißt, wenn ich in einen Club gehe, in dem Bilder von heterosexuellen Sex dar. Dargestellt wird, dann spricht mich das nicht an, dann bin ich nicht die Zielgruppe, dann fühle ich mich nicht angesprochen. Und ich denke, das Problem ist halt, dass Flinterpersonen sehr oft bei der Gestaltung dieser Clubs und Veranstaltungen nicht mitgedacht werden.

Ganz, ganz viele Clubs und Veranstaltungen für schwule Männer. Auch jetzt im Nicht-Kinky-Bereich zum Fortgehen gibt es Clubs für schwule Männer in Wien. Es gibt nicht einen einzigen Club für Flinterpersonen oder für Safety.

Das existiert nicht. And es heißt dann immer, wir werden mitgedacht, aber wenn ich in einen schwulen Club gehe, wo an der Wand sexy Dudes dargestellt werden, wo kein einziger Gogo-Tänzer sind, die männlich gelesen sind und wo das Barpersonal ausschließlich männlich gelesen ist, dann werde ich nicht abgeholt, dann bin ich nicht die Zielgruppe und dann ist das kein Raum, der primär für mich ist und in dem ich mich wirklich wohlfühlen kann.

Struktureller Wandel und Patriarchat

Also wir werden einfach nicht mitgedacht und das ist ein wirklich großes Problem, finde ich. Ja, ich gebe das, äh, also ich gebe dir total recht. Das ist eher ein Punkt, über den wir im Vorfeld auch noch kurz geredet haben. Ich war selber ja auch sogar in, wir waren eben beide, weil eben viele dieser Kinky Spaces irgendwie witzigerweise auch oft Gay Spaces sind manchmal oder halt Partys quasi dort veranstaltet werden, aber normalerweise ist es ein Gay Space oder so und also von Männern quasi.

Und ich finde es, also wir, ich, wir können beide, das haben wir auch davor schon besprochen, und das sage ich jetzt, wiederhole ich jetzt nochmal, wir können natürlich nicht für die Erfahrung von queeren Männern oder so sprechen und deswegen will ich da jetzt auch keine.

Falschen Sachen sagen, aber es ist eben schon für mich auch sehr gegenwärtig oder präsent, dass es eben da doch recht viele Räume gibt, sozusagen, also die auch relativ Alteingesessen sind, so eine Art, was mich zu dem großen Punkt Patriarchat stehen auf meiner Liste, ja. Was steht denn auf deiner Liste bei dem Mund dabei in dir? Ja. Was resoniert dabei in dir? Wenn du jetzt auch an die King-Szene denkst? Ja, da zeigt sich halt, dass wir in einer.

Ein Gesellschaft leben, in der der Mann und Heterosexualität entscheiden, was geschaffen wird. Und ein Heterozys-Dude, der kann sich nicht in die Gedankenwelt von queeren Frauen hineinversetzen, weil er eine ganz andere Lebensrealität.

Das heißt, in der Gestaltung der Räume werden wir halt nicht mitgedacht, weil sie nicht von uns, für uns gestaltet sind. Und das ist ein riesiges Problem. Ja, aber auch ein Schwuler, auch ein Schwuler ziehst du. Also ich finde, das ist eben der Punkt eben. Also es gibt ja für die Männergruppe, sag ich jetzt mal, auch eine eine eine eine eine große Allianz, sage ich. Steht. Und ich habe einfach das Gefühl, dass es das für Flintzer

Nicht so gibt. Oder beziehungsweise diese Allianz einfach noch nicht besonders stark ist, sagen wir so. Ich habe eh das Gefühl, dass sich gerade viel tut, aber wir leben halt weiterhin im Patriarchat und deswegen habe ich das Gefühl so, Ja, da muss da müssen strukturell Dinge verändert werden, da müssen Clubbesitzer und Veranstaltungsheads

Ausgetauscht werden, radikal, damit sich da was verändert und mit Flinter Personen ersetzt werden, ja. Also Es reicht dann quasi nicht, etwa ein Event zu veranstalten, wo dann im Endeffekt der Clubbesitzer oder so oder der Location, ich weiß es nicht, dann im Endeffekt trotzdem wieder irgendein älterer Dude ist, ja, so eine Art, sag ich jetzt mal. Weil das sind eben die Strukturen, die man von Grund auf anpacken muss, damit sich das sozusagen von von oben herab verändert.

Also, das ist jetzt so meine radikale Ansicht, aber ich sehe da keinen Weg vorbei, ehrlich gesagt. Ich sehe das genauso. Ich würde mir wirklich Räume von Flinters für Flinters wünschen, wo auch das Personal dementsprechend. Das wäre schon sehr schön. Ich war erst nach der Pride, weil ich auf einer Veranstaltung, die ausgerichtet war für Seffi.

Von einer sehr bekannten Veranstaltungsreihe. Und da war Personal, das Zeugs rein und rausgetragen hat und beim Rein- und Rausgingen gesagt hat, Hetero ist ja normal und das ist da alles andere ist nicht normal, wo ich mir gedacht habe, mm, ja.

Themenverfehlung, warum arbeitet ihr hier? Also, hm, das waren weder Securities noch Personen, die dann in der Bar gearbeitet haben, aber die sind halt beim Rein und Rausgehen von Sachen tragen an uns vorbeigegangen, an meiner Gruppe vorbeigegangen und hat dies haben diese Kommentare geschoben. Finde ich eine Themenverfehlung dann?

Ja, finde ich auch wahnsinnig problematisch. Deswegen, wie gesagt, sage ich diesen radikalen Ansatz, es hilft leider nichts, weil man, also es ist natürlich ein guter Start, wenn es flinte Veranstaltungskollektive gibt, die an in Räumen veranstalten und die sich mal nehmen. Aber wenn diese Räume immer noch von Männern besessen werden und quasi da immer noch einen Fuß in der Tür sozusagen drin haben bei der Gestaltung des Rahmen,

Angestellten oder so zum Beispiel in dem Fall, dann ändert sich halt nichts. Also, ich bin dafür eine radikale Ersetzung dieser oberen Machtpositionen, sage ich jetzt mal, damit sich da wirklich grundlegend was ausgeht. Ja, ich glaube auch.

Anjas Problematische BDSM-Vergangenheit

Der einzige Weg, wie wir da weiterkommen. Gut, aber zurück zum BDSM oder vielleicht jetzt soll vielleicht gehen wir da jetzt mal kurz rein, so ein bisschen ins eingemachte Ha-Haha. Wir haben jetzt so ein bisschen, glaube ich, so unsere generellen Erfahrungen, nenne ich jetzt diesen ersten Block und diese erste halbe Stunde nenne ich jetzt unsere generellen Erfahrungen der letzten Jahre in dem Bereich.

ähm angesprochen. Ich würde aber jetzt gern wirklich mal so auf diesen BDSM-spezifischen Aspekt gehen und vielleicht kurz, wenn ich darf, Lilo, meine Geschichte mit BDSM kurz anreißen. Ich versuche mich ganz kurz zu halten. weil die nämlich auch im Nachhinein bei mir einen komischen Beigeschmack bekommen haben. Sehr viel mit Male-Gays, Heteronormativität zu tun hat, teilweise sogar Übergriffigkeit, wie soll ich sagen, patriarchale Übergriffigkeit.

Und die aber auch irgendwie ganz essentiell was mit so dem Kern von BDSM-Praktiken zu tun hat. Ja, nützung, nutzen. Weil ich habe eben, wir haben ganz am Anfang schon gesagt, ich habe Lilo eben bei meiner ersten damaligen King-Party kennengelernt. Ich war einige Monate davor schon in der Szene sozusagen aktiv bei Veranstaltungen, aber ich war jetzt noch nie bei einer Partyparty.

Und ich habe gleich an diesem einen ersten Abend, neben dass ich die wunderbare D-Lock gesehen habe, habe ich dort Männer kennengelernt. Natürlich nicht nennen werde. Und habe dann Erfahrung, wie soll ich sagen, bin dann glaube ich in so eine Art, könnte man auch fast schon sagen, BDSM-Rausch mal reingefallen, weil ich halt Damals the first impact play scene game, also quasi where I in a completely consensual context. anderen Personen erlaubt, mich mit sogenannten Paddeln oder

Peitschen, da gibt es verschiedene Geräte, mit denen man das machen kann. Auf jeden Fall mich zu bearbeiten, nenne ich das jetzt. Und ich, man kennt, also Leute, die kennen BDSM jemals gemacht haben, die kennen das vielleicht nicht. Aber man kommt tatsächlich, wenn man in so einem Space ist im Kopf, wer also in meinem Fall zum Beispiel in diesem sehr masochistischen Headspace ist, kommt man in so eine Art Rauschzustand tatsächlich. Das ist wie als würde man

weiß nicht, Alkohol trinken oder so, oder sonst, oder viel sporten. Oder manche vergleichen es auch mit so, wenn man laufen geht und dann in so ein Hai kommt. And ich würde jetzt mal sagen, dass die ersten paar Monate meiner Kinky-Erfahrung sehr davon geprägt waren, dass ich halt Leute gefunden habe, die diese Sachen mit mir machen wollen in der consensual Art and Weise, sozusagen. Zumindest dachte ich das.

Und ich deswegen glaube ich von diesen Hals irgendwie ein bisschen geblendet war, was diese Struktur eigentlich ist, in die ich mich da gerade rein manövriere. Und ich hatte dann in diesen eineinhalb Jahren, von denen ich jetzt sozusagen spreche, hatte ich mehrere Play-Partner, so sagt man dazu, eben, also Leute, mit denen ich regelmäßig gespielt habe. Darunter war unter anderem auch Lilo, aber Lilo war halt the gross as fruit. It were sonst not a nine year old men, the mean eighteen early zean.

Und eine Sache, die mir zum Beispiel auch gar nicht aufgefallen ist, als ich da angefangen habe, weil ich, glaube ich, so begeistert war von von vielen aspekten der BDSM-Szene, die ich super finde, auch immer noch super finde. But an grossest thing that meant damals nie aufgefallen ist anders, I think, Oh my god, wow! Why how could I not see this?

War halt, dass zum Beispiel bei vielen Veranstaltungen waren einfach junge Frauen and ältere Männer, sag ich jetzt mal. Also es war da schon so eine krasse Disparität. Die hat bei mir einfach so einen weirden Beigeschmack erzeugt. Und ich hab dann irgendwie tatsächlich durch meinen jetzigen Partner.

mit dem ich zusammengekommen bin zu einer Zeit, oder irgendwie haben die Gefühle, die ich zu ihm hatte, mir ausgelöst, dass ich so mit der Zeit angefangen habe, das Ganze ein bisschen klarer zu sehen und nicht mehr in diesem Rauschgefühl irgendwie, dass halt diese Endorphine auch. Erzeugt haben, die ich halt bekommen habe, wenn ich da solche Szenen gespielt habe. Und ich habe plötzlich gemerkt, dass irgendwie manche der Dinge, die da passiert sind, gar nicht so.

100% okay waren, dass es auch viele kleinere Übergriffigkeiten zu tun gab, die einfach zum Beispiel damit zu tun hatten, dass irgendwie mehrere dieser Personen, mit denen ich das hatte, Substanzen konsumiert haben, dazu, was eigentlich eine ziemlich arge, für mich jetzt inzwischen eine ziemliche Red Flag ist.

Was ich damals aber auch nicht wusste, weil ich mir irgendwie gedacht habe, die haben mir dann irgendwie so erklärt, ja, aber sie machen das ja schon so lange und deswegen können sie das auch, wenn sie ein bisschen konsumieren, ist kein Problem. Oder halt natürlich einfach alkoholisiert. Also es war auf jeden Fall und das sind eigentlich Dinge, genau, problematisch und vor allem, weil da halt auch so ein Altersunterschied dabei war.

Finde ich es jetzt im Nachhinein einfach so problematisch, dass mich da so quasi reingenatscht hat, so in der Art. Also, weil ich war halt. Ein Altersunterschied, einen Machtgefälle automatisch da. Deswegen bin ich bei Age-Gap Relationships immer ein bisschen vorsichtig. Ich habe nicht prinzipiell was gegen sie, ganz im Gegenteil. Ich war auch in welchen, aber ich sehe jetzt einige Jahre später, dass einfach so ein natürliches Machtgefälle ist.

Und vor allem wenn es, wie es in den meisten Fällen, weil sozial viel akzeptierter so ist, dass es ein älterer Mann ist und eine jüngere Frau, nicht wie umgekehrt. Und ich bin dann eben so langsam dann aus dieser Szene auch wieder rausgedroppt und hab dann eben auch aufgehört, komplett auf solche Partys zu gehen.

weil diese Erfahrungen dann echt mir so, so, wie so, ja, irgendwann wie so bitter aufgestoßen sind, so Monate später irgendwie, weil ich plötzlich gemerkt habe, hey, das war eigentlich gar nicht so cool, was da passiert ist. Weißt du, wie ich mein? Und ähm, Und das hat und deswegen das hat bei mir irgendwie das letzte Party bei mir, sorry wenn das jetzt so diffus klingt, aber das hat bei mir so die letzte Party, wo wir waren eben damals im April.

Die hat das bei mir, glaube ich, so ein bisschen wieder hochgespült, weil ich gemerkt habe: so diese Heteronormative BDSM, ich nenne es jetzt dieses Fifty Shades of Grey BDSM, ja. Dieses typische, so der Mann ist der dominante Part und ja, die

Gro zufälligerweise ist der größere Teil der Frauen der submissive oder submissive Part oder der, wie soll ich sagen, der unterwerfende Part, weil Hallo, Patriarchat, so. Es sind einfach so viele, wie soll ich sagen, Dinge, die einfach sehr obvious and eighteen, sehr offensichtlich sind so, dass sie halt auch deswegen sind, weil we as Patriarchat have and weil we in einer prinzipiell heteronormativen Gesellschaft live.

die irgendwie manchmal so verdeckt werden, vor allem von älteren Männern in der PDSM-Szene, die über diese Dinge, diese diese ganzen

Endorphin-Rausch und Machtgefälle

Randbedingungen sich ja eigentlich quasi zum Vorteil nehmen. Ich hoffe, mein Punkt ist ein bisschen angekommen. Weißt du, was ich meine? Yeah, ich kann das. Ich sehe das genauso wie du. Ich habe auch das Gefühl, dass sehr oft ausgenutzt wird von

Älteren duzt, wenn junge Frauen kommen, die das erste Mal im BDSM-Bereich anfangen. Weil das ist tatsächlich ein Ähm, etwas, was öfter vorkommt, dass Leute, die das erstmal mit BDSM zu tun haben, so gehypt sind und alles ausprobieren wollen und gleich und so fort und sich gar nicht die Zeit geben einmal eine Praktik auszuprobieren.

Ein bisschen setzen zu lassen und dann zu reflektieren, okay, wie war das jetzt für mich? Sondern man ist so gehypt wegen dem Endorphinhoch, dass man alles gleich sofort und jetzt und auf einmal haben möchte.

Verantwortung Dominanter Personen

Und dann kann man schlecht differenzieren. Und ich finde, die Aufgabe der dominanten Person ist und vor allem der erfahreneren Person ist durchaus da auch mal ein bisschen zu bremsen und zu sagen, hey, du, heute probieren wir das aus und Dann setzen wir uns hin und dann schauen wir, wie es damit geht. Und wir müssen nicht alles gleich sofort auf einmal machen. Und es ist völlig okay, wenn man sich da ein bisschen Zeit lässt. Ich glaube, dass sehr oft. dann eben ältere Dudes dieses

Dieses Hai ausnutzen und die Frauen halt ausnutzen, die da frisch in die Sehne kommen. Ich glaube, das ist ein Problem. Ich wollte auf den Punkt eingehen, den du gerade besprochen hast, nämlich von wegen Safer Use oder so, oder halt irgendwie Verantwortung tragen im im Kontext von BDSM, weil das zum Beispiel eine Sache ist, die ich mit dir irgendwie sehr gut erlebt habe. Du bist tatsächlich in dem Sinne da eine

als Frau für mich eine große Ausnahme. Aber ich wollte dich jetzt einfach fragen: Wie hast, hast du vielleicht da positive Gegenbeispiele zu dem gesehen, zu der Praxis gesehen, von der wir jetzt gerade geredet haben? Ähm die wir und das muss ich jetzt auch noch ganz kurz sagen, das ist genau das ist, was ich vorher sagen wollte. Ich wollte mich auch sagen, es ist natürlich nicht so, dass alle Männer, die ich in dem Kontext kennengelernt habe,

Schlecht waren zu mir, gar nicht. Ich habe auch wirklich tolle Männer kennengelernt in dem Kontext, die sehr respektvoll waren zu mir. Das wollte ich nur noch anbringen, weil es klein gerade vielleicht so als. Wäre mir irgendwie nur Schlimmes wiederfallen. Ganz im Gegenteil. Ich hatte wundervolle Erfahrungen und ich deswegen mag ich die mag ich BDSM auch immer noch.

Aber wir wollten halt heute über diesen problematischen Aspekt reden. Deswegen habe ich das ähm, das wollte ich jetzt nochmal kurz als Disclaimer hier reinhauen. Aber ja, jetzt übergebe ich das Wort. Gegen Erfahrungen, bitte. Ja, da ich ähm eigentlich nicht mit Männern spiele, ähm kann ich da jetzt nicht so viel dazu sagen, sondern eher von Erzählungen oder passiven Erfahrungen berichten. Ich muss sagen, dass es durchaus Leute gibt, die sehr respektvoll sind und und ähm

Den jungen Newbies den Raum geben und sich dessen auch bewusst sind. Wobei ich mir, ich muss ehrlich sagen, ich glaube, dass sich die Dass sich die Leute in der Machtposition durchaus immer bewusst sind, dass sie das jetzt gerade auch ausnutzen, dass jemand gerade gehypt ist.

Das stimmt. Und ich wollte aber, nur um das kurz reinzukretschen, ich wollte dich ja auch gerade fragen, ob du andere Erfahrungen mit Nicht-Männern gemacht hast, quasi, die gut waren. Also es war jetzt nicht die Frage, ob du positive Erfahrungen mit Männern gemacht hast, sondern ganz im Gegenteil, was du für Erfahrungen gemacht hast, die diesem Bild nicht entsprechen, über das wir gerade gesprochen haben, oder inwieweit die positiv oder negativ waren.

BDSM, Sex und Aftercare

Meine Erfahrungen in der BDSM Sinne sind ja doch ein bisschen anders als deine, weil ich nur den dominanten Spiele in solchen Situationen. Das heißt, ich bin mir immer sehr bewusst, Dass ich eine Verantwortung habe. Und um ich habe aber das Gefühl, dass so allgemein, wenn Frauen mit Frauen spielen, also ähm, Sagen wir mal, Frauen mit Frauen spielen, dass man sich mehr sich dessen bewusst ist, wie verletzlich die Person ist. Gerade im queeren Kontext merke ich einfach, dass man viel mehr auf die

Gefühle der anderen Person achter den Raum viel besser liest und allen mehr Zeit lässt. Und vor allem ist es auch so, dass bei mir speziell steht, Sex und BDSM nicht unbedingt zwingend in einem in einer Verbindung. Also ich kann wunderschöne BDSM-Sessions haben mit Frauen, ohne dass ich nachher mit ihnen Sex habe, das kann völlig, völlig getrennt voneinander existieren. Natürlich kommt es man manchmal zu Überschneidungen und

auch dann wunderschön, aber es muss für mich absolut nicht so sein. Und es gibt schon oft Situationen, wo ich sage, ich möchte, ich möchte nach dem Spiel einfach nur kuscheln und einfach Aftercare machen und Ich brauche nichts anderes. Ich habe das Gefühl, dass da queere Personen viel mehr darauf achten und in sich hineinfühlen und dem ganzen Raum und Zeit geben. Weil ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Faktor, denn

Diese Zeit, um mal runterzukommen und um ein bisschen rauszusoomen, die muss man sich halt wirklich geben. Ich gebe dir voll recht und Ich würde gerne noch auf diesen Aspekt des Sexuellen eingehen, weil erstens das etwas ist, dass Leute, die noch nie BD, oft missverstehen. Es gibt nämlich sehr viel BDSM, der nicht sexuell ist. Und für mich war BDSM

Tatsächlich, obwohl ich ein sehr sexueller Mensch bin, nicht mit dem Bedürfnis verbunden, Sex zu haben. Nee. Also diese Szenen, die ich gespielt habe, waren prinzipiell nicht verbunden mit dem Bedürfnis, Sex zu haben. Zumindest nicht bei den Männern, mit denen ich das gemacht habe.

Und das ist tatsächlich auch der Punkt, wo mich im Nachhinein gesehen oft Übergriffe passiert sind, weil Quasi eigentlich davor besprochen wurde, dass wir keinen Sex haben, weil ich vor allem einfach durch diesen Rauschzustand dann nicht mehr ganz zu rechnungsfähig bin, in Anführungszeichen, und das halt dann ein bisschen. Und was ich im Nachhinein halt schon sehr

Ja, sehr problematisch finde. Aber ich finde es sehr gut, dass du diesen Punkt aufgebracht hast. Und ich glaube, das hat sehr viel mit der Erfahrung als Frau oder Flinter zu tun. Weil man als Frau oder Flinter einfach. von Anfang seines Lebens an eine Form von Diskriminierung erkennt. erfahren hat, yeah.

Und deswegen glaube ich, diese Vulnerabilität einfach tendenziell viel besser versteht als ein Mann. Und ich unterstelle jetzt, wie gesagt, das nicht gerade allen Männern. Das will ich immer, immer dazu sagen. Ich sage nur, Ich habe das Gefühl, dass das halt gerade dann in solchen Kontexten, die so abseits der Norm stehen, so eine Art eigentlich Sehr viel Normativität aus dem echten Leben reinbringen und sogar verstärken. Und das ist, glaube ich, das große Problem, das ich einfach.

People-Pleasing und Übergriffigkeit

Jetzt erkannt habe für mich so finally, was ich einfach mit diesen normalen BDSM-Partys mit der normalen BDSM-Szene bekommen habe. Ja, es es ist halt das das Problem, dass wir halt auch immer lernen, wir müssen ja freundlich sein und wir dürfen die Leute nicht vor den Kopf stoßen und alles.

Und das ist mir tatsächlich bei unserem letzten Abend, als wir eben in diesem Club waren, auch aufgefallen. Wir sind da an der Bar gesessen zwischendurch und haben geplaudert und wurden halt immer wieder angesprochen, und ich war dann sehr, sehr schnell auf. Totale Abwehr und gar nicht drauf eingehen. Und ich hatte das Gefühl, dass du. The bedfit had freundly to be and so a bit people pleaser to be, which upgeleaged in these rumors, but I

Das nimmt kein gutes Ende. Da muss man echt einen kleinen Cut ziehen. Und da ist mir das wieder aufgefallen. Hast du auch das Gefühl, dass das so ein bisschen war? Absolut. Und ich glaube, das hat an dem Abend auf jeden Fall auch wieder was mit meiner eigenen eben Vulnerabilität gehört. zu tun gehabt, weil mir das auch immer bei mir selbst auffällt, weil ich prinzipiell ja auch

ich sehr radikale Ansichten habe gegenüber Feminismus, also meiner feministischen Einstellung, sage ich jetzt mal. Aber merke, sobald ich in einer gewissen Form vulnerabel werde, ähm lässt da irgendeine Kraft in mir nach, glaube ich, und ich fahre genau in solche Muster zurück, die du gerade beschreibst, ja. Und ich glaube, dass das sehr oft passiert. Und ich glaube, dass es eben sehr oft in so Übergriffssituationen passiert.

Sowas wie sexuelle Coercion, also dass man in etwas reingezwängt wird, aber nicht so auf dem klassischen direkten Weg, wie man sich vorstellt, dass man halt wirklich zu Sex gezwungen wird, was die furchtbarste Form davon ist, dass andere es nicht weniger furchtbar, nämlich dass man sozusagen gedrängt wird in eine Form des Sex.

Und mir ist aufgefallen, dass ich nämlich genau diese Einstellung, die du gerade beschrieben hast, so dass es dieses bisschen dann in so ein nettes, vielleicht sogar meine Stimmlage verändert sich nämlich sogar. Das ist, das fällt mir immer auf, finde ich voll krass. Dass ich dann so und das liegt eben daran, dass gerade ja eigentlich was Übergriffiges passiert, ich deswegen vulnerabel werde, und dann irgendwie so rumkipp und dann irgendwie doch

pleasen will, eben, wie du es gerade benannt hast. Und da denke ich, jetzt hat jetzt gar nichts mehr mit BDSM zu tun. Das ist mir mein Nicht-BDSM-Leben davor halt auch schon tausendmal passiert, ja. Also dass ich in solche Situationen reingedrängt wurde, weil

Innere Stärke und Abgrenzung

Ähm, ja, genau, weil irgendwas in mir gebrochen ist oder so. Was hast du denn für Tipps, wenn ich da jetzt gleich eingehörn? Was sind denn deine Tipps, wie man so eine innere

Einstellungen stärken kann oder so, dass man auch in solchen Momenten nicht vielleicht bricht oder kippt oder so. Bei mir ist es ja so, dass wenn ich am in der BDSM-Szene unterwegs bin, so ein eine eine andere Person so ein bisschen von mir raushole, dann bin ich eben einer dominante starke Frau, nicht, dass ich sonst nicht eine starke Frau bin, aber so diesen Ich lebe da eine Rolle aus und diese Rolle sagt ganz klar nein und stoßt auch Leute vor den Kopf und

rufe mir dann immer so ein bisschen in den Kopf, okay, wer bin ich jetzt und was will ich rüberbringen? Und lebe dann sozusagen das ein bisschen auf.

Also, ich habe ein sehr klares Scheiß draufgefühl in der Situation und Ich glaube, dass dadurch, dass ich sehr oft Erfahrungen mache mit Hetero-Dudes, die mich fragen, ob ich hundertprozentig wirklich lesbisch bin und nie wieder mit Frauen schla äh, nie wieder mit Männern schlafen möchte, Ich glaube, dadurch, dass ich so oft damit konfrontiert bin, bin ich da schon ziemlich abgehärtet und versuche gar nicht mehr irgendwie freundlich eine Konversation aufrechtzuerhalten, sondern wäre mir wäre

auf die Nerven geht und ich weiß, welche Absichten das sind, dann fahre ich über die Person drüber oder entferne mich komplett aus der Situation. Also dieses Freundlichsein habe ich schon sehr, sehr abgelegt. Das bringt mich eben zurück zu dem Punkt, den ich schon vor zehn oder fünf Minuten mal gemacht habe.

den witzigerweise ich oft in vorn, also auf Reddit zum Beispiel, habe ich da leulich wieder einen Post gesehen von jemandem in der, in der Feminism Group, der dann gefragt hat, kann ich submissiv, also kann ich submissive sein und gleichzeitig Feministin und so? und Die einfache Antwort ist jetzt natürlich zu sagen, natürlich. Also das eine grenzt das andere nicht aus. Du kannst durchaus in deinem BDSM

Rolle würde ich jetzt fast sogar gar nicht sagen. Manche sagen sogar, das ist irgendwie ein Teil ihrer Identität. Für manche ist es aber auch einfach eine Rolle, die sie annehmen bei einer Party und dann wieder abgeben, sozusagen, wenn sie rausgehen.

Aber sozusagen, also die einfache Antwort ist natürlich ja. Und das ist, glaube ich, auch der Impuls, mit dem ich damals voll reingegangen bin. Also ich habe mich damals ja mega emanzipiert gefühlt und irgendwie so voll selbstbewusst und so, als ich da angefangen habe, diese. PDSM-Partnerschaften oder Freundschaften oder so zu entwickeln. Aber mir ist eben dann erst im Nachhinein aufgefallen, trotzdem, was dafür so ein struktureller Überhang ist.

Von dem grindigen Patriarchat, das ich da draußen eher ständig schon versuche zu bekämpfen, so in der Art und das dann aber irgendwie sich in so einer komischen Subkultur so ein bisschen weird aufrechterhält. Teilweise Verstehe ich auch nicht ganz warum, weil ich mir denke, so die BDSM-Community, oh gee, so.

40er, 50er des letzten Jahrhunderts, die war ja inherently queer teilweise auch, ja. Oder beziehungsweise haben die zumindest für einen großen Teil auch gemeinsam gekämpft für Visibility, ja. Und ich frage mich, ich habe mich in den letzten Tagen immer viel darüber nachgedacht, wie so sich solche Spaces so heteronormativisiert haben und diese queer Energy einfach so oft fehlt, die mir auch immer ein Gefühl von Sicherheit gibt, weil einfach eine andere Art und Weise da ist, aufeinander zuzugehen.

Um ja, ich glaube, das ist so ein bisschen eine Spirale am dass Seffix nicht in Räume gehen, in denen sie sich nicht wohlfühlen, in denen sie das Gefühl haben. Dass die Räume zu heteronormativ sind. Und wenn aber dann das Publikum einfach ein Heteropublikum ist, überwiegend, dann werden auch nicht die Räume für Flinters geschaffen. Also ich glaube, dass das so eine Spirale ist, die.

halt sich so ein bisschen die Hand gibt. Ja. Was wären denn so, also was wären denn so Aspekte, die für dich, wir haben am Anfang schon darüber geredet ein bisschen, aber was wären so vielleicht auch Community-Aspekte oder Bewusstseinsbildungsaspekte, die passieren müssten, dass die so heteronormativ stagnierend sind, wie wir sie gerade beschrieben haben, sich insofern verändern, dass queere Personen bzw. queer

Flinter, sich wohler drin fühlen würden. Es müsste halt wirklich damit, so wie du schon eingangs gestartet hast, es müsste halt wirklich jemand anderer diese Räume gestalten. Also wenn nur Heterozystuds diese Räume besitzen und dann die Gestaltungsmacht darüber haben, werden die ganz sicher nicht die Bedürfnisse von Flinterpersonen erfüllen. Also, da müsste es eigentlich schon grundsätzlich beginnen. Denn gerade in der Kinky- und BDSM-Szene fällt es vielen Leuten sehr schwer.

Einzusteigen. Also, viele Leute haben Charme davor, das erste Mal irgendetwas auszuleben. Ah, was völlig legitim ist. Und wenn das dann auch noch Personen sind, die auf so vielen Ebenen diskriminiert werden und sich vielleicht auch noch äh fürchten oder unwohlfühlen, wenn männlich gelesene Personen anwesend sind, während sie Intimität, Ausleben, verletzlich sind oder das erste Mal irgendwelche Praktiken ausüben, dann kann das einfach nicht funktionieren.

Also es muss einmal ein Raum geschaffen werden, in dem man sich wohl fühlt, der einfach die Bedürfnisse widerspiegelt. Und ich glaube, dass deswegen ein sehr guter Anfang ist, ein sehr guter Soft Einstieg ist, wenn es Veranstaltungen gibt, die wirklich nur für Safe-Personen ausgerichtet sind oder Flinterpersonen. Und wenn Da können dann erst Erfahrungen gesammelt werden, und wenn man sich dann sicherer fühlt in den Erfahrungen, dann kann ich mir vorstellen, dass

diese Leute dann auch in gemischten Räumen agieren wollen würden. Aber ganz viele von meinen engen Freundinnen Sagen ganz klar, okay, wenn da ein Mann anwesend ist, dann werde ich da ganz sicher nicht reingehen, halb nackt und etwas ausprobieren, was ich noch nie gemacht habe.

Ja, eh. Das ist irgendwie, da waren wir wieder bei meiner inneren Zerrissenheit als bisexuelle Frau, weil es mich halt, also es ist voll, für mich ist es auch sehr traurig, das zu hören, so sehr ich finde, dass es solche Spaces geben soll. Aber ich find's halt traurig, dass Die Gefahr oder Angst, dass eben das sehr unreflektierte Männer sind, die keinen solchen queeren Blick haben auf die Dinge, einen dann potenziell einfach durch ihre Anwesenheit ein unangenehmes Gefühl.

Weil das ist auch etwas, was ich in solchen Diskursen sehr oft erwähne. Wir brauchen bessere Allies, auch von cis-Hederomännern, so sage ich jetzt mal. Und ich glaube, ich nenne es immer Queer Energy. Ein sehr diffuser Begriff. Aber ich habe durchaus Männer in meinem Leben kennengelernt, die, viele davon sogar einfach auch heterosexuell waren, die diesen Blick sehr wohl hatten, finde ich, und deswegen gerade nicht. mir ein unangenehmes Gefühl gegeben hätten.

While it's even in the BDSM community very much on vulnerability. Also, I have in these spaces all men. This will not strike. Aber ja, ich find's halt, ja, ich fände es halt irgendwie. Cool, wenn jeder einfach sein Business, also wenn man einfach zusammen Spaß haben könnte und trotzdem jeder sein Business irgendwie oder die Grenzen des anderen einfach nicht überschreitet oder am Weird. Yeah. Ich weiß, was du meinst.

Das wäre natürlich eine optimale Welt, wo alle koexistieren können in den Places. Und ich habe auch um schon, schon viele, tatsächlich kann ich viele sagen, Hetero Dudes in der Kinky und BDSM-Szene kennengelernt, die absolut respektvoll sind. Und ich persönlich fühle mich auch

vor vielen heterosexuellen Männern wohl, wenn ich spiele. Aber ich kann mir vorstellen, dass es halt als Einstieg sehr schwierig ist. Also das ist sowieso ein Also, wenn man dann schon Wenn man dann schon gefestigt ist und seine Erfahrungen gemacht hat und besser sich selber kennt, dann traut man sich dann eher in andere Räume zu gehen, um zu spielen. Also ich glaube als Einstieg ist es halt eine ziemlich gute Lösung. Ja. Gibt es irgendwelche

Veränderungen oder so, die du in solchen gemischten Spaces gesehen hast, oder hast du da sozusagen positive Ausnahmeerfahrungen gemacht, die, ähm, die dir jetzt vielleicht einfach spontan einfallen? Muss auch nicht sein. Ist mir nur gerade eins Frage gerade gekommen. Ähm, wo du irgendwie sagen würdest, dass diese Inklusivität und Akzeptanz einfach Ja, dargeboten, wo so vielleicht sogar jemand eingestanden ist oder so. Ähm.

In einem Vorfall. Ja, ich muss sagen, um mir fällt da ein eine Lokalität ein. Uh das Christopher, das wird halt wirklich mit feministischen Gedanken geführt. Und auch wenn es sehr gemischt dort ist, habe ich das Gefühl, dass dort wirklich mich wohlfühlen kann und sicher fühlen kann und respektiert wird, was ich sage, ohne Wenn und Aber, ohne Diskussion. Also ich muss sagen, dass das auf jeden Fall ein sehr, sehr angenehmer Ort ist.

Wobei ich auch dazu sagen muss, dass in meinen Erfahrungen es dort eher sexpositiv War und weniger BDSM. Erfahrungen waren. Also das ist ja auch wirklich ein Unterschied und die Frage, was man erleben möchte, ob man eine Sex Positive Party möchte und da agieren möchte oder ob man jetzt wirklich BDSM-Erfahrungen machen möchte. Es sind halt unterschiedliche. Ja, und man sollte auch wissen, wo man hingeht. Also, das ist ich finde es total zu respektieren, dass es einfach Leute gibt, die so.

Räume auch nicht sehen wollen, ja, oder solche Szenen auch nicht sehen. Ist auch verständlich, weil einfach in solchen Szenen oft Dinge passieren, die für andere sehr, sehr triggernd sein können. Deswegen finde ich es immer auch schwierig, wenn das so vermischt wird so in der Art und dann irgendwie unklar ist, wo man sich überhaupt gerade befindet.

Ja, mir ist das auch schon passiert, dass ich zur ähm Veranstaltungen gegangen bin, wo ich gedachte gedacht habe, dass mehr der BDSM Aspekt im Vordergrund steht und dann war ich am Ende ein bisschen zu extrem angezogen und ein bisschen zu sehr in meiner Rolle drinnen und habe gemerkt, uh, okay, ich muss hier ein bisschen Ich muss jetzt ein bisschen runterfahren hier beim Outfit und bei bei der Rolle, weil das ist hier auch allzu extrem für das Umfeld.

Mhm. Ja, das ist ein bisschen zu heftig, wie ich hier gerade hau. Ja, ich habe jetzt gerade uh das ist mir ja heute oder gestern ist mir das noch eingefallen, bevor wir da habe ich dir auch noch geschrieben.

Kink bei der Pride-Parade?

Um, nämlich so ein bisschen die Reverse-Frage, die in den letzten Jahren wieder sehr intensiv diskutiert wurde, weil das habe ich am Anfang ganz vergessen zu sagen. Es ist ja immer noch Pride Month, wenn diese Folge rauskommt, das war auch ein bisschen der Anlass, zeitlich gesehen jetzt um diese Podcast aufzunehmen. Und eine Frage, die rund um die Pride irgendwie seit Jahren immer wieder aufkommt, ist diese Does Kink belong to pride Diskussion.

Und mich würde deine Einstellung dazu interessieren. Ich kann vielleicht meine voranstellen, nämlich dass Die Diskussion finde ich ein bisschen ein Missverständnis, ist meiner Meinung nach, weil eben die Pride als Sexual Liberation Riot gestartet hat, wo eben sozusagen die Leather People, also die Leather Culture People, also so die OG, BDSM Leute neben Lesben, neben Transpersonen, neben Schulmännern zusammen für diese Visibility gekämpft haben.

und es sich einfach in den letzten Jahren so krass kommerzialisiert hat. Dieses Event, dass jetzt plötzlich sozusagen von die Gegenwehr von oben, die aber eben aus diesem patriarchalen kapitalistischen Blick herauskommen, sagen, Nein, nein, die Pride muss aber kinderfreundlich sein, das sind Kinder anwesend und da dürfen nicht solche Leute rumrennen, die solche Dinge anhaben, so in der Art.

Und das finde ich halt total, also das finde ich halt, also da denke ich immer nur so Leute, es ist jetzt nicht so, als würden die jetzt auf der Straße eine Szene. eine Humiliation-Scene oder so machen. Die haben halt ihre Ledersachen an. Da gibt es auf der Pride andere Leute, die viel nackter unterwegs sind als die meisten, die ich jetzt zumindest aus der King-Community kenne, die dort rumlaufen.

Also ich finde diese Frage, ich finde es nur interessant so als Umkehr Gedanke, irgendwie das mitzugeben. Um dass ja die Pride halt trotzdem nur noch ein Sexual Liberation um Parade oder Riot oder so sein sollte und keine kein Corporate Familienevent, aber bitte erzähl mir deine Meinung gerne. Ja, also mit diesem Begriff, es soll familienfreundlich sein, das finde ich halt wirklich weit hergeholt, weil

Kinder sexualisieren nicht diese Leute, die sie da sehen. Die sehen jemanden, der eine Hundemaske anhaben und sie und einen Menschen, der eine Hundemaske anhaben. Wir Erwachsenen interpretieren da was rein. Für die Kinder heißt das halt gar nicht. Und wie du sagst, man spielt ja nicht auf der offenen Straße dann irgendwelche irgendwelche Sessions oder macht irgendwas.

Es passiert ja auch kein Sex da auf der Straße. Also, wenn man das jetzt umlegt auf die Gays, die dort herumlaufen, die haben ja auch kein Sex. Also die stehen für ihre Rechte ein. Und das ist die Demo, um die es geht. Und genauso stehen die Leute, die Kinky und BDSM-Leute, genauso für ihre Rechte ein. Und das ist alles total legitim.

Und es ist halt wirklich das, was wir den Kindern in den Kopf reinpflanzen, so ist das halt. Und wenn wir When we die, die auf der Straße gehen, sexualisieren, weil sie wenig anhaben, oder weil sie obviously kinky sind, dann ist das unser Problem und nicht das, Der Kinder, weil die sehen da einfach nur jemanden, ah, der hat eine Hundemaske. Lustig.

Also ich weiß nicht, ähm, ich, ich, ich finde, ich wollte diese Frage nur trotzdem aufdringen in dem Kontext, auch wenn es ein bisschen die andere Seite beleuchtet, aber ich finde einen interessanten Aspekt wieder beleuchtet, weil sozusagen eben diese Kapitalisierung von Pride sehr viel, sehr patriarchal für mich ist. Und ich glaube, diese Thematik, die wir heute besprochen haben, nämlich der Heteronormativität, der, wie soll ich sagen,

problematischen Nitronovität in BDSM-Räumen eben genau mit der gleichen patriarchalen Kraft zu tun hat und es da vielleicht sogar eine Verschränkung eben auch gibt der Kapitalisierung von BDSM. Also von daher fand ich die Frage trotzdem interessant zu stellen, weil Ich das Gefühl habe, ja, das ge eine Hand wäscht die andere quasi. Absolut. Wir wollen gleiches Recht für alle. Kein Stückchen mehr. Keine Sorge. Wir wollen nur gleiche Rechte haben. Alle.

Ganz genau. Ja, wir kommen jetzt eigentlich eh schon zum Ende. Ich finde, wir haben schon sehr viel gesagt. Wie immer kommen dann die Ideen dann auch oft, finde ich, nachdem man so eine Sache gehört hat. Ich finde es auf jeden Fall sehr, sehr schön, dass du deine Gedanken und Erfahrungen mit uns, mit uns, mit mir, hier heute so offen geteilt hast. Vielleicht noch.

Gibt es irgendwie einen Punkt, sozusagen, jetzt wirklich in diesem Spannungsfeld, queere Flinter im BDSM-Bereich? Gibt es irgendwie einen Punkt, der dir irgendwie noch so, den du im Vorhin schon überlegt hast, den der jetzt irgendwie gar nicht? aufgekommen ist in unserem Gespräch, den du noch wichtig findest, jetzt hier zu ähm zu bringen.

Ratschläge und Ressourcen

So allgemein würde ich gerne Leuten, die in Kinky und BDSM-Bereich starten wollen, mitgeben: gebt euch Zeit. Man ist gehypt, man möchte alles gleich sofort ausprobieren, aber. Es kommt dann im Nachhinein vielleicht ein Drop, wenn man zu viel auf einmal macht. Also gebt euch Zeit dafür, probiert Dinge langsam aus, lasst es ein bisschen sacken, um wieder zu.

projektieren, denn nur so kann man dann wirklich rausfinden, was möchte man, was findet man gut, was möchte man nochmal machen oder was ist dann vielleicht doch nichts für einen. Also, das ist so das Einzige, was mir jetzt noch einfällt, was ich sehr, sehr gerne mitgeben möchte. Ich meine, wir haben heute, glaube ich, schon darüber. Diese Räume eh fehlen, deswegen ist diese Frage vielleicht bescheuert. Aber hast du irgendwelche Ressourcen oder so für?

Queere Kinks, Kingsters oder Kinky Quers oder wie auch immer man sagen will. Ja, genau, die die und die unterstützen oder die sichtbar machen, zumindest das ganze. Ja, also wo ich schon gute Erfahrungen gemacht habe, ist der Lesbi SM-Abend. Um, das ist meistens sehr klein gestaltet, findet einmal im Monat statt. Über die Location kann man streiten, aber die Personen, die dazu. Dafür können die Veranstalter nichts. Ich schaffe nur eine sehr, sehr

Genau, genau. Um, aber die Personen, die dabei sind, die schaffen eine sehr, sehr angenehme und inklusive Atmosphäre, die ich immer sehr gern habe. Und etwas anderes, was ich sicherlich beim nächsten Mal auch wieder aufsuchen werde, ist die Aphrodisia. Da geben sich die VeranstalterInnen wahnsinnig viel Mühe, einen schönen Raum zu gestalten. Für Cephic und ich muss sagen, das ist Ihnen in der Vergangenheit schon sehr gut gelernt.

Ähm, danke auf jeden Fall für die Ideen, für die Veranstaltungsideen. Ich werde auf jeden Fall noch ein paar, wie immer, ein paar Podcaster YouTuber unten verlinken, die über solche Themen reden. oder Videos, die ich in der Vergangenheit nützlich fand. Ähm, genau, und ich hoffe, dass sich

Innen etwas mitnehmen konnten aus unseren persönlichen Erfahrungen, aber auch aus unseren, ja, wie soll ich sagen, aus unseren Beobachtungen. Auch sie, die Beobachtungen gerne widersprechen dürfen. Das würde ich auch sagen. Wir haben im Endeffekt auch nur unsere Perspektive und es kann auch sein, dass wir gewisse Dinge auch völlig, weiß nicht, durch unsere Perspektive verblendet sehen. Das muss man auch immer dazu sagen. Oder vielleicht haben wir was vergessen.

Ja, schreibt mir meine E-Mail, mein Postfach ist immer sehr voll. In Anführungszeichen. Nein. Schreibt mir gerne, wo auch immer, oder direkt unter diese Podcast-Folge, wenn es irgendwelche Sachen gab, die ihr dazu gerne... Und ich bin mir auch sicher, ich werde sicher irgendwann mal noch eine BDSM-Folge machen, weil ich finde das Thema mehr Aufmerksamkeit. Aus unserer, nämlich aus einer feministischen und queeren Perspektive.

Absolut. Danke Lilo, dass du da warst. Uh, in unserem virtuellen Studio. Ich in Warschadur in Wien. Ja, das mal abwammeln ist ganz anderes, ja. Das ist ein bisschen komisch. Ich merke so, weil es immer so kleine Verzögerungen natürlich gibt. Das ist ein Gespräch führen, finde ich ein bisschen schwierig, muss ich auch sagen. Also es ist nicht ganz so.

So easy wäre, wenn man im selben Raum sitzt. Aber wir haben es, glaube ich, ganz gut hingekriegt. Absolut. Aber ich freue mich trotzdem, wenn du mal wieder in Wien bist. Bin ich eh bald. Aber das erzähle ich dir nach der Folge. Okay. Ja, dann habt ihr auf jeden Fall noch einen schönen Tag an alle ZuhörerInnen. Zwischenräume.

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