Bayern genießen: Es war einmal
Nein, keine Angst: Wir schwelgen heute nicht in Nostalgie. Früher war nicht alles schöner und besser. Aber fürs Geschichten und Geschichte erzählen gibt's keine bessere Zeit als lange neblige Novembertage.

Nein, keine Angst: Wir schwelgen heute nicht in Nostalgie. Früher war nicht alles schöner und besser. Aber fürs Geschichten und Geschichte erzählen gibt's keine bessere Zeit als lange neblige Novembertage.
Vor 80 Jahren begannen in Bayern die Deportationen + Die letzten Briefe aus dem Ghetto - das Schicksal von Charlotte Brandis + Volprechtstraße 21 - ein Haus, alter Hass und neue Hoffnung
Sie sind mystisch, feucht, oft wabert dort Nebel über den Streuwiesen oder zwischen den Birken: Die Moorgebiete. Torf hat eine heilende Wirkung und seit hunderten von Jahren wurde Torf in den Mooren gestochen, um zu Heizen. Oder im großen Stil mit Baggern abgebaut, wie bei Peiting in Oberbayern.
Moore waren einst Wildnisse und galten als gefährlich. Heute geht es vornehmlich um die Erhaltung der Moore als Ökosysteme, die dem Klimaschutz dienen. Über diesem neuen Nützlichkeitsdenken dürfen die Bilderwelten und Sagen, die sich um die Moore ranken, aber nicht vergessen werden.
Museumsaufseher: Wo kommen sie her, was haben sie erlebt, warum sind sie im Museum gelandet. Bedeutet Ihnen die Kunst, die sie bewachen, etwas? Hat sie sogar ihre Sicht auf das Leben, auf die Welt, verändert?
Tokio hat eines, Rio de Janeiro, Berlin und nun auch Nürnberg: ein Zukunftsmuseum. Geplant nach langen politischen Debatten, konzipiert zum Erleben, Mitmachen und Anfassen, eröffnet trotz Widrigkeiten der Corona-Pandemie.
Familienforschung beginnt in Gesprächen mit den noch lebenden Ahnen, führt ins Standesamt und ins Stadtarchiv. In seinem Feature erforscht Thibaud Schremser seine Familiengeschichte - und stößt auf langweilige Daten und persönliche Schicksale.
60 Jahre ist es her, dass die Landshuter Burg Trausnitz brannte. Neben Architektur- und Kunstschätzen wurden damals auch zahlreiche Archivalien des auf der Burg untergebrachten Staatsarchivs für Niederbayern vernichtet oder schwer beschädigt.
Dass der Müßiggang in Bayern eine Tugend ist, kann man nicht behaupten. Müßiggang ist aller Laster Anfang heißt es. Dabei ist stetiger Anfang nichts anderes als ein unmenschlicher Tanz ums Goldene Kalb.
Wenn immer mehr Menschen aus der Kirche austreten, werden irgendwann auch Kirchengebäude nicht mehr gebraucht. Doch für verlassene Kirchen gibt es noch andere Gründe. Und was wird dann aus ihnen? Zwei Beispiele aus Franken.
Herbst - man kann ja gar nichts sagen gegen diese wundervolle Jahreszeit, in der uns ein Überfluss beschert wird, dens überhaupt erst zu fassen gilt. Möglicherweise in einem Fass...
"Unser Dorf soll schöner werden" heißt heute "Unser Dorf hat Zukunft". Der reine Schönheitswettbewerb hat sich zum Instrument der ländlichen Entwicklung gemausert. Wir haben die Bewohner von Hellmitzheim in Unterfranken auf dem Weg zum Bundeswettbewerb begleitet.
Die Pharaonen trugen ihn. Unter Fürsten war er ein Machtsymbol. Und als David Beckham ihn hatte, wollten ihn auf einmal alle: den Bart. Autor Matthias Rüd hat seinen Bart aus Leichtsinn verloren - und folgt nun den Auswüchsen und Wirbeln dieser ebenso verehrten wie verhassten Gesichtsbehaarung.
Kreisheimatpfleger Günter Lipp hat 2008 einen sensationellen Fund gemacht: In Unterfranken fand er den Mann mit dem vermutlich höchsten Lebensalter der Welt. Doch damit ist er nur von Frankens größtem Schlitzohr genarrt worden.
Selbstverständlich hüten wir uns, die Hüte und das Hüten hier als alten Hut darzustellen: Das Thema nämlich ist unbedingt zeitlos - und hat großes Genusspotential.
Er ist nicht so bekannt wie der Arber und er wird nicht so viel fotografiert wie der Lusen. Aber er ist unbestritten der schönste unter den Bergen des Bayerischen Waldes: der Osser. "Busen der Mutter Gottes" nennt ihn der Volksmund.
Was bedeutet Falknerei heute? Ist sie nur eine Touristenattraktion? Oder ist die 4.000 Jahre alte Kunst heute noch zeitgemäß? Ein Streifzug durch Falknereien, Friedhöfe, Flughäfen und durch die Geschichte.
Wenn München die nördlichste Stadt Italiens ist - wie häufig behauptet wird - dann gehört auch der Badeplatz der Münchner dazu: der Starnberger See. Der Ort Leoni am Ostufer verdankt sogar seinen Namen einem Italiener.
Der Limes quert Bayern von Passau bis Aschaffenburg. Entlang des einstigen Grenzwalls stehen Kastelle, Wehrtürme und Museen. Doch wie leben die Anwohner heute damit? Ist der Limes Ärgernis oder lukratives Erbe?
Im Dreiländereck liegt die "Stadt der 21 Türme" zwischen Ingolstadt und Nürnberg. Ein Geheimtipp im Naturpark Altmühltal mit Dutzenden Wander- und Fahrradwegen, eine geschichtsträchtige Gemeinde zwischen Schwarzachtal und Frankenalb.
In der Psychologie gelten Tagebücher als Therapiemethode. Künstler dokumentieren in ihnen gerne ihre Erlebnisse. Für Historiker sind sie eine besondere Quelle. Und in Nürnberg haben Schülerinnen und Schüler Tagebuch geschrieben, um die Corona-Krise besser zu bewältigen.
Wandernde und reisende Kleingewerbler gibt es vermutlich schon so lang wie Handel getrieben wird. Also spätestens seit der Jungsteinzeit.
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren die Rollen von Mann und Frau in der Familie klar definiert. Der Mann bringt das Geld heim und die Frau kümmert sich um Kinder und Haushalt. Aber das Hausfrauenleben war oft ein Knochenjob.
Endlich Wochenende - endlich frei. Aber: Haben Sie wirklich frei? Es ist ja manchmal so eine Sache mit dem "Freihaben". Nur weil wir nicht arbeiten müssen, haben wir nicht automatisch frei.
Die Günz. Der Name kommt aus dem Indogermanischen und bedeutet "wasserreicher Fluss". Kein Wunder - allein zwischen Günzach und Ronsberg sind an die 250 Quellaustritte kartiert.
Der Spessart ist eines der letzten großen Waldgebiete Deutschlands. Seit Generationen leben die Menschen dort mit und von diesem Wald. Dabei hat sich ein Symbol herausgebildet: die Spessart-Eiche. Doch was bedeutet der Klimawandel für deren Zukunft?
Der Anfang ist ein Abschied. Schon nach den ersten Schritten finden sich die Besucher der Landesausstellung in einem schwarzen Raum wieder, inmitten eines Trauerzuges. Es ist der 19. Juni 1886. König Ludwig II. wird zu Grabe getragen.
Morgen- oder Abendrot, Eisnebelhalos, Glorie oder Airglow - das sind alles natürliche Lichtspiele, die magisch und nicht wirklich greifbar sind. Dazu noch das durch Menschen gemachte Licht wie ein beleuchtetes Bergkreuz oder die Berg- und Gedenkfeuer.