Accessibility, Frontend und der ganze Rest mit Manuel Matuzović - podcast episode cover

Accessibility, Frontend und der ganze Rest mit Manuel Matuzović

Mar 19, 20232 hr 9 minSeason 4Ep. 53
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Episode description

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Lobsteriooo, Lobsteriaaaaa! Mit Manuel Matuzović sprechen wir über seine Computergeschichte, Accessibility, HTMLHell, 100DaysOfCss, Motivation und wie man es schafft viele Dinge auf einmal zu machen. Dazu gibt’s eine CSS-Property die es schon lange gibt, aber uns dreien lange unbekannt war und das ganze Accessibility Toolset von Manuel. Achja. Fast vergessen: 🦞🦞🦞

Begrüßung – [00:00:54]

Retro

Property der Woche: ::file-selector-button – [00:22:55]

Entscheide Dich! – [00:27:39]

Thema-Vorgeplänkel: Winamp, Typescript und schlechtes Markup – [00:34:03]

Tagesthema

  1. Was hast du gegen Lobster? – [00:41:22]
  2. Wie kamst du zum Computer? – [00:47:10]
  3. Und wie zur Accessibility? – [00:49:14]
  4. Woher nimmst du all die Zeit und Motivation? – [00:55:27]
  5. Wie kam die Idee zu HTMLHell zustande? – [01:00:40]
  6. 100 Days Of More Or Less Modern CSS – [01:03:50]
  7. Was vermisst du noch an CSS? – [01:11:32]
  8. Treffen wir uns auf der btconf? – [01:15:49]
  9. Wie sieht für dich ein typischer Accessibility Test aus? – [01:17:42]
  10. Wie stellst du sicher, dass du nichts vergisst? – [01:21:27]
  11. HTML first – [01:40:17]
  12. Wo unterrichtest du? / Kann man dich für Vorträge/Fortbildungen buchen? – [01:52:21]

GeilTeil

Das Ende – [02:06:37]

Transcript

Wo wir sind, ist vorne, Folge 53. Heute treffen zwei Accessibility-Großmeister aufeinander. Herzlich willkommen bei Wo wir sind, ist vorne. Frontend-Fakten-Frotzeleien. Der Late-Night-Frontend-Talkshow rund um Webdesign und Entwicklung. Es reden sich um Head und Kragen, HTML-Fundamentalist Moritz Gießmann und JavaScript-Jongleur Konstantin Groß. Heute zu Gast Frontend-Developer und Accessibility-Auditor Manuel Matusowitsch.

Hey, hey. Ja, heute wieder mit Gast Manuel. Schön, dass du da bist schon mal. Herzlichen Dank. Und der Moritz hat gleich abgewunken, ob meine Anmoderation ... Doch, doch, das bleibt so drin. Das können wir so nicht stehen lassen. Beim Thema Accessibility ist immer der Moritz der Erste, der mir in den Kopf kommt. Und meinen Ansprechpartner für Fragen. Deswegen, doch, doch, das lassen wir schon so stehen. Das wir gleich erläutern, warum dir das missfällt.

Das ist mir unangenehm, das ist mir echt unangenehm, da so in einem Atemzug. Aber da kommen wir später noch zu. Ja, schön, dass du da bist, Mensch. Wo bist du denn gerade, Manuel? Vielen Dank für die Einladung. Hallo, ich bin gerade zu Hause in Graz. Ich bin vor kurzem aus Wien nach Graz gezogen. In die zweitgrößte Stadt Österreichs. Sehr schön. Die winzig ist. Die zweitgrößte? Was heißt winzig? Wie groß? Keine Ahnung, sowas wie keine 400.000 EinwohnerInnen.

So 360 oder so, glaube ich. Mit Karlsruhe, wo wir wohnen. So 300.000, glaube ich. Sehr gut. In Wien sind wir bei zwei Millionen, also das ist ein bisschen ein Unterschied. Ja, wir haben an dieser Stelle immer eigentlich ein Bier, jeder von uns, das wir besprechen. Wir haben aber jetzt gesagt, bis zur Sommerpause versuchen wir es mal ohne Alkohol.

Aber ich habe trotzdem mal versucht, da zischt es schon sehr gut, ich habe nämlich trotzdem mal gedacht, ich gucke jetzt mal, was ich so an Limos und sowas finde oder vielleicht an Martes oder keine Ahnung, damit wir trotzdem ein bisschen was haben, was wir am Anfang hier so besprechen können. Und da muss ich auch an Moritz denken, als ich da an den Regal vorbeigelaufen bin, nämlich eine Pfalzlimo. Eine Pfalzlimo, liebe Zeit. Ja, ich habe schon gesagt, Traube und Aprikose.

Das kann er nicht schmecken. Oh Gott, wenn wir HörerInnen in der Pfalz haben, dann kriegen wir jetzt Ärger. Ja, okay. Ich habe in der letzten Folge gehört, dass ihr aktuell bis zum Sommer irgendwie kein Bier trinkt und ich wollte eigentlich ein alkoholfreies trinken, aber ich habe mich dann spontan umentschieden und bin jetzt bei einem österreichischen, bei einem steirischen Bier, bei Gösse. Ah, das Gösse. Ah, das kenne ich auch. Ich glaube, der Gösse Radler ist Big Boy von Deutschland.

Ja, ja. Genau. So, ich habe heute auch was für, ich habe verschiedene Getränke, aber ich kündige jetzt eigentlich nur eins an, weil das ist das Audioerlebnis heute, nämlich ein San Pellegrino Naturali. Ah, oh ja. Heute gibt es, und Dosen aufmachen, na, Mikrofon ist auch immer geil, warte. Tag. Ja, sehr gut. Dann zum Wohl. Ja, dann zum Wohl, genau.

Okay. Ich wollte noch hinzufügen zum letzten Mal, dass ich für mich schmeckt, also ich trinke fast jeden Tag einen Club Mate, weil es das einfach so gehört und weil es mir auch Kraft gibt, der Nachmittag. und ich finde, es schmeckt ein bisschen wie Bonwasser, also daran erinnert es mich ein bisschen. Ich habe Bonwasser jetzt noch nie, also getrunken. Ich weiß nicht, wie trinkt man das normalerweise? Löffelt man das? Oder also ich meine Bonwasser jetzt. Was ist das überhaupt?

Was ist das überhaupt? Also viele Leute sagen ja, dass es entweder schmeckt wie Aschenbecher oder irgendwie nach Kaffee. Es gibt ja, also Leute, die es nicht mögen, reagieren oft sehr stark drauf und sagen, das ist ja voll eklig und an acquired taste, glaube ich. So wie Kaffee zum Beispiel auch. Das mag nicht jeder und habe ich auch hier noch nebendran stehen.

Allerdings Kraftstoff, also die sind ein bisschen süßer, das geht schon so mehr in die Limo-Richtung, verliert so ein bisschen den Marte-eigenen Charakter, ist aber ein ganz guter Einstiegsdroge für Leute, die mit dem normalen Club Mate-Germatt nicht so zurechtkommen. Also pure Mate mag ich eigentlich nicht so. Ihr habt den geilen Scheiß immer ein paar Monate oder Jahre vor uns.

Also Club Mate gab es in Deutschland schon viel, viel früher und dann irgendwann einmal ist das Rote auch zu uns gekommen. Mittlerweile haben wir auch Mate Zero, glaube ich, gibt es. Und Club Mate? Ja. Die kenne ich gar nicht zum Beispiel, siehst du, vielleicht doch nicht. Vielleicht seid ihr da so Probe-Markt und dann, dafür habt ihr Almdudler seit Jahrzehnten und das haben wir ewig warten müssen, bis es den nicht nur im Skiurlaub gab. Almdudler, sehr gut.

Und dann gab es vor ein paar Jahren, gab es dann auch Almdudler Grapefruit mal so als Aktion, aber das gibt es inzwischen leider nicht mehr. Das habe ich beim letzten Bayern-Urlaub bin ich rübergefahren über die Grenzen, habe gedacht, ich kriege das noch, aber gab es nicht mehr. Ja, das ist gut, dass es das nicht mehr gibt. Almdudler muss pur bleiben. Ja. Außer mit Wein. Mit Wein ist das auch okay. Ich fand den mit Grapefruit nicht schlecht.

Okay. Ganz kurz noch für die Hardcore-Line, ich muss noch getränkemäßig einen Abschluss finden. Ich wollte noch sagen, für die Menschen, denen normale Club Mate nicht krass genug ist, dann empfehle ich Florapower mal auszuprobieren. Das ist so die geballte Mate-Tee, das geballte Mate-Tee-Erlebnis. Das ist noch eine Nummer krasser, davon könnte ich auch nicht jeden Tag einen trinken. Aber das ist schon, kriegt man zum Beispiel immer ganz gern auf Veranstaltungen vom Chaos Computer Club.

Die haben das meistens. Das ist aber auch, das ist, also wenn Club Mate gewöhnungsbedürftig ist, das ist quasi, das ist potenziert. Oh je, dann ist glaube ich nichts für mich. Ja, einfach mal ausprobieren. Ja. Dann starten wir, oder? Starten wir. BWSEV präsentiert die Retrospektive. Ja, vor ein paar Wochen ist mir was passiert, was dem Manuel schon noch viel, viel länger vorher passiert ist. Nämlich, ich wurde auf Twitter gesperrt. Einfach so, zumindest für mich unerkennbaren Grund.

Es wurde auch nichts irgendwie, ja, es hieß nur, ja, du bist jetzt gesperrt. Und heute bin ich entsperrt worden, wieder ohne Begründung. Ja, du darfst jetzt wieder. Hast du Einspruch eingelegt? Ich hab, ja, ich hab Einspruch, ich hab einfach mal den Knopf gedrückt, den man da präsentiert kriegt, so von wegen, und hab halt geschrieben, ja, ich hab gar keine Ahnung warum, was das soll.

Weil ich irgendwie Elon Musk geblockt hab, oder das hab ich nicht reingeschrieben, aber hab ich halt schon lange. Ja, wahrscheinlich, wahrscheinlich wurden alle, die ihn geblockt haben, gesperrt. Ja, weil er will ja das alle auf Twitter seine Tweets lesen, und wenn er das, ich hab keine Ahnung, ich weiß nicht, was passiert ist.

Aber ich hab mit der Plattform eigentlich abgeschlossen, mit dieser Aktion, also, ich hab ja schon oft drüber geredet, dass das irgendwie doof geworden ist, irgendwie seit letztem Jahr irgendwann, seit Elon Musk übernommen hat. Und, ähm, das war jetzt so wirklich der, der allerletzte Tropfen, der das fast zum Überlaufen gebracht hat, wo ich gesagt habe, ey, das ist, das ist es eigentlich nicht mehr. Bist du wieder da, und was machst du jetzt? Genau, das war mein erster Tweet.

Hallo, jetzt bin ich wieder hier, aber ich weiß gar nicht, was ich jetzt hier noch soll, so, nach dem Motto. Ich mein, ich hab da halt mehr Follower als bei Mastodon, deswegen ist, und es gibt auch Leute, die da nicht rüber wechseln wollen, und das ist irgendwie schade, die verliert man dann irgendwie, aber das ist echt absolute Shitshow. Ja, ich glaube, es ist eh nur eine Frage der Zeit, wie lange es Twitter überhaupt noch gibt. Wie waren das bei dir, Manuel?

Die wissen Web-Development-Twitter noch, entschuldige. Das ist ja bei dir, das ist dir ja irgendwie auch passiert, und du bist bis heute nicht entblockt, oder? Ich hab jetzt gerade nochmal nachgeschaut, weil man dachte, vielleicht gab es eine Generalanestie oder so, weil da angekündigt haben sie sich ja eigentlich. Ähm, na, ich bin seit 25. Oktober geblockt, glaube ich.

Nein, das war ganz peinlich, wenn ich das Datum jetzt wüsste. Also irgendwann im Oktober, kurz bevor er Maske übernommen hat, so drei Tage davor, seitdem bin ich einfach geblockt, und ich hab auch mehrere Male auf diesen Appeal-Button geklickt, und immer noch ein bisschen gelassen, weil einfach, also es ist untragbar, was dieser Typ aufführt.

Ich will mit der Plattform auch gar nichts mehr zu tun haben. Ich hab auch von meinem Side-Project, wo ich auch irgendwie 300.000 Follower hab, den Account hab ich auch eingefroren. Also es ist mir auch wurscht mittlerweile. Es ist einfach eine Unart, weil ich hab auch nichts gemacht. Ich hab wirklich, also ich bin ganz harmlos auf Social Media. Und, ähm, ja, wurde einfach so gesperrt.

Ja, also, es ist ja auch, also bei mir war's halt auch so, es wird kein Grund genannt. Es ist einfach so, du loggst dich ein und plötzlich, äh, übrigens dein Account ist gesperrt. Und, und dann drück ich, denk ich mir, hm, jetzt will ich aber vielleicht noch ein Backup machen.

Ah, nee, das darfst du jetzt auch nicht, während dein Account gesperrt ist. Also, darfst deine Daten nicht rausziehen. Es ist, also, gerade in dem Augenblick, wo es dann halt, wo du denkst, naja, okay, dann schließe ich jetzt halt damit ab, gib mir bitte meine Daten. Das ist garantiert rechtlich nicht in Ordnung. Also, in Deutschland könntest du dir auf jeden Fall, äh, verklagen dafür. Die können nicht sagen, wir sperren einen Account und du kriegst deine Daten nicht. Ähm, naja. Wie auch immer, ich bin zurück.

Was bei mir ganz witzig war, ist, dass, ähm, ich wurde ja zuerst shadowbanned. Ich hab, äh, bisher nicht gewusst, was das bedeutet. Und zwar war es so, dass ich, ähm, auf einen Tweet geantwortet habe. Und dann hat jemand auf meinen Tweet geantwortet und hat gesagt, ja, ich würde gern antworten oder darauf näher eingehen, aber ich seh den Tweet leider nicht.

Ich hab meinen Tweet selber gesehen, die Antwort, aber alle anderen anscheinend nichts. Ab einem bestimmten Zeitpunkt. Und dann wurde mir erklärt, das ist shadowbanning. Das machen sie bei Bots normalerweise oder bei so Bot-Accounts, damit die das Gefühl haben, sie senden nach außen, aber tatsächlich kommt nichts an.

Und dann hab ich dem Support geschrieben und hab gesagt, hey, ich glaub, ich hab ziemlich shadowbanned, weil ich hab nichts gemacht und meine Tweets kommen nicht an. Ich hab einen Screenshot angehängt. Und da haben sie mir sogar geantwortet und gesagt, nein, nein, shadowbanning gibt's nicht bei uns. Das ist nichts.

Und dann hab ich ihnen geantwortet und gesagt, hey, sorry, tut mir leid, das stimmt nicht. Ich erfahre jetzt gerade am eigenen Leib, es ist tatsächlich so. Und dann wurde ich gesperrt. Krass.

Und das, was ganz spannend ist, ist, also ich hab kein Tracking auf meiner Website, also kein Google Analytics oder ähnliches, aber ich hab diese Search Console und da bekommt man irgendwie so einmal in der Woche ein E-Mail mit den Haupt-Suchbegriffen, nach denen Leute gesucht haben, um dann auf deiner Website zu landen. Und das war ganz lange Zeit HTML-Boilerplate, weil ich mal so einen Artikel geschrieben hab über so einen HTML-Boilerplate.

Und jetzt ist es eigentlich nur mehr noch Twitter-Suspension, Twitter-Suspended, Permanent-Suspended, wirklich jede Woche. Die Leute kommen nur mehr noch so auf meinen Blog, weil ich halt auch drüber geschrieben hab. Also es geht ganz vielen Leuten so. Es, ja. Untergang einer Plattform, ja. Ja, oder sie rutscht halt in eine bestimmte Richtung auch. Ich hab das Gefühl, dass manche Leute das total abfeiern, was da jetzt abgeht, also die krassen Elon-Fans.

Aber dazu kann ich nur Peter Fox zitieren und das hab ich auch damals auf Twitter gemacht, vielleicht bin ich deswegen auch gesperrt worden. Ich muss leider noch mal Peter Fox zitieren, Elon Musk, fick dein Mars-Projekt. Und generell, fuck you in general. Und das können wir einfach in unserem Podcast sagen. Ist übrigens ab 18, glaub ich, gelistet in den Podcatchern, von daher, das können wir eh sagen. Ja, ich mag hier auch immer jede Folge als, äh, explicit. Man weiß nie.

Man weiß nie, genau. Wobei, das ist ja das Schöne am Podcasten auf eigener Plattform, auf eigener Webseite. Dich kann einfach gar keiner zensieren. Du kannst zwar aus irgendwelchen Listen rausgeworfen werden, aber wenn wir weiter publizieren wollen, wir können es auf der eigenen Seite prima publizieren, was wir wollen.

Die Macht, das Open Web. Okay. Ganz wichtiger Punkt, weil für mich war das eigentlich das größte Learning aus der ganzen Sache, dass ich einfach viel zu viel auf Twitter publiziert habe, direkt, nämlich als einzige, als einzige Plattform.

Also es war einfach immer, wenn ich jetzt irgendwie so einen Codeschnipsel rausgehauen habe oder irgendeinen Gedanken und teilweise auch Fotos, war einfach direkt über Twitter, weil da einfach die Leute sind, weil natürlich halt einfach dieses ganze Engagement-Ding gut funktioniert, vor allem, wenn du eine gewisse Follower-Anzahl hast.

Und ich bin gar nicht in die Webseite gegangen und in die Web und hin und her und das war im Nachhinein einfach ein Riesenfehler und ich bin jetzt super vorsichtig. Also ich würde jetzt auch keine Videos mehr auf YouTube hochladen, das alles irgendwie versuchen, nicht auf irgendwelchen Plattformen zu publizieren, sondern wirklich bei mir, so gut wie es geht.

Ich stelle jetzt sogar meine Webseite um von einem statischen Site-Generator zu etwas, das CMS-ähnlicher ist, damit ich den Content auch besser verwalten kann und Kommentare auch bei mir haben. Das ist das Kirby-Experiment. Ja, genau. Ah, ja. Ja, man denkt immer so, Plattformen sind für die Ewigkeit, aber es zeigt sich dann halt jetzt wie an dem Beispiel, ist halt nicht so.

Ja, gut. Das haben wir aber doch jetzt eigentlich schon oft genug gesehen. Wir sind alle alt genug und haben im Internet schon oft genug Plattformen sterben sehen, von denen du gedacht hast, die können niemals untergehen, die sind so groß. Die Frage, sind wir Menschen lernfähig? Nee. Ich glaube, das ist das Grundproblem. Ja, Konstantin. Okay, ja, dann komme ich zu meinem Punkt. Ich habe die Woche, wir hatten es im Stream, haben wir über Chrome 111 gesprochen, was da so neu ist.

Und in dem Zug bin ich dann drauf gestoßen, dass schon seit Chrome 110 haben die eine User-Agent-Reduction vorgenommen. Also der Chrome-User-Agent-String wird jetzt irgendwie in reduzierter Form nur noch übergeben. Und was sie gemacht haben, ist, die Android-Version auf 10 und das Modell auf K zu setzen, und zwar wirklich statisch.

Also selbst wenn du dann neueres Android hast, wird das nicht mehr erhöht und das bleibt nur noch drin, damit halt irgendwelche Legacy-Systeme, die sich da noch drauf berufen, das trotzdem noch richtig parsen können. Und auch die Versionsnummer wird nur noch als Major-Nummer übertragen und hinten die anderen drei Stellen sind es bei Chrome oder bei Chromium, sind dann 0, 0, 0. Das heißt, man kann die User schlechter tracken.

Also dieser Stempel, der halt relativ unik ist mit welches Gerät und die Versionsnummer bis zur kleinsten Nummer hin, das fällt dann flach. Es gibt aber eine Möglichkeit über die, also was wir dazu raten jetzt ist, stattdessen die Feature-Detection halt verstärkt zu verwenden. Ich meine, das heißt ja schon seit Jahren, dass man das eher machen soll, haben wir auch hier schon mehrfach angesprochen. Die lieber gucken, was kann denn das Gerät und darauf reagieren.

Den ganzen Werbern wird das halt wehtun, die ganzen Leute, die halt interessiert sind dran, die Leute zu tracken. Gut, ob die mittlerweile überhaupt noch auf den User-Agent so arg setzen, weiß ich jetzt nicht. Wahrscheinlich haben die auch schon viele andere Methoden. Aber es gibt auch in Zukunft noch Möglichkeiten, um Sachen zu erkennen. Also wirklich jetzt das Betriebssystem auch bis zur Version. Aber da muss man halt speziell anfragen.

Das heißt, man kann das über spezielle Header machen, die man als Response-Header zurückgibt. Da gibt es dann diese UACH-Header, also User-Agent-Client-Hints, wo man dann sagt, ich brauche die und die und die Informationen. Und die sendest du mit dem Response-Request, äh, Response-Request, mit dem Response zurück vom Server. Und dann mit dem nächsten Request, das der Client dann schickt, schickt er dann auch automatisch diese Informationen mit. Oder man kann per JavaScript drauf zugreifen.

Was ich jetzt noch nicht so ganz verstanden habe, also ich habe das vorhin ausprobiert und wenn ich das per JavaScript anfordere, da kommt jetzt nicht irgendwie so ein Permission-Dialog, wo ich dann erst sagen muss, ja, ich will das hinschicken. Sondern man kann das immer noch direkt einfach anfordern und hat es dann.

Und da frage ich mich halt, okay, was ist dann, weil das Argument war immer so, ne, die User-Datensicherheit, wo ich, wobei ich dann immer denke, so, ja, gerade Google tut so, als wollten sie die User schützen und das Tracking verhindern. Ähm, und so ganz hat sich mir der Sinn jetzt noch nicht verschlossen. Äh, erschlossen, ja, er bleibt mir verschlossen.

Ähm, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass das erst noch, das ist jetzt eh so stückchenweise, ne, in der Version 107 haben sie das und das gemacht und so stückchenweise fahren sie das jetzt zurück. Und dass das vielleicht erst noch kommt, ne, dass das jetzt noch so eine Übergangsphase ist und jetzt gibt's noch Möglichkeiten, das abzufragen.

Und vielleicht wird das auch irgendwann mal, wird da so ein bisschen ein Riegel vorgeschoben, dass man dann wirklich so Permissions auch dafür braucht. Äh, genau. Also jeder, der noch irgendwo so ein Legacy-System hat, das jetzt ganz wichtig den User-Agent abfragen muss, äh, der sollte sich da Gedanken drüber machen, was er da, wie er damit umgehen will.

Und, äh, ich verlinke auch noch einen Artikel von, oder so eine FAQ von, äh, vom Chromium-Projekt direkt, ähm, wo auch nochmal so drinsteht, was, was da jetzt genau passiert im Detail, wie die Strings jetzt in Zukunft aussehen und ganz viele weiterführende Links, was man da jetzt stattdessen machen kann. Ja, Feature-Detection ist sehr schön und gut, wenn sie einen nicht anlügt. Und das gibt's halt teilweise auch.

Also, oder dass, dass du auf ein bestimmtes Feature prüfen willst, aber so ein Subfeature davon nicht funktioniert oder fehlerhaft implementiert ist, das hatte ich gerade im Safari zum Beispiel schon mal. Ähm, der einem dann, ich weiß, was war das nochmal, ich glaube, das war dieses, äh, Vorausfüllen von so, von so Two-Factor-Tokens. Okay. Das war nicht, das war nicht Feature-Detectable, weil bestimmte Browser gesagt haben, dass sie's können, aber sie können's eigentlich gar nicht.

Ja, das ist nicht echt böse. Und, äh, ja, das ist, äh, die Idee hinter Feature-Detection find ich super, wenn's funktioniert. Es funktioniert halt leider nicht. Wie, wie immer, alles ist buggy, weil wir Menschen einfach Code schreiben, der buggy ist und sollten einfach ab sofort die Maschinen machen.

Bei sowas kannst du halt nicht mal irgendwie Try-Catch außenrum setzen, weil's ja nix wirklich Code-Spezifisches ist, sondern es ist eine Browser-Funktionalität. Also, wie willst du die, anders als der Browser teilt's dir mit, wie willst du das überprüfen, ne, dass das funktioniert. Ja, blöd. Naja, gut. Bin gespannt, was da kommt. Ich hab noch einen Nachtrag zur letzten Folge. Mhm. Ah, gerne. Gerne.

Ich wurde nämlich in der letzten Folge erwähnt, aber nicht namentlich, als, äh, der Typ, der über Lobster abhast. Ach, ja. Wer weiß, vielleicht gibt's ja noch mehr. Da reden wir aber später noch drüber. Also, du wolltest dich jetzt nur outen. Genau, ja. Wolltest du sagen, hallo, hallo, ich bin's. Da reden wir später noch drüber. Das haben wir auf jeden Fall noch. Das haben wir noch aufgeschrieben, ja. Das haben wir noch im Programm. Okay, sehr gut. Ähm, okay.

Äh, ich hab noch, ich hab noch einen Punkt, ähm, ich hab App-Feedback-Feedback bekommen. Und zwar zu einer Feedback-App. Pass auf, ich hab zur, zur KA-Feedback-App Feedback-Feedback bekommen. Also, du hast Feedback auf die Feedback-App gegeben und darf Feedback bekommen. Okay. Genau, und zwar, ja, die, die, äh, also, es gibt, es gibt für Karlsruhe, äh, eine, eine App, in der man, äh, Probleme melden kann.

Also, irgendwie, da liegt Müll rum, da bitte öfter mal Blitze aufstellen, äh, diese Ampel ist kaputt, so was, ne? Das finde ich eine sehr, sehr coole Sache. Und es funktioniert an sich, an sich ist es auch, funktioniert es auch sehr gut im Sinne von, wenn ich was melde, dann krieg ich auch nochmal einen Status, wenn's behoben ist. Und, äh, da, da passiert auch wirklich was.

Also, das ist, äh, auch teilweise erstaunlich schnell, also, ich hab morgens schon was irgendwie beim Spazierengehen mit dem Hund, äh, gesehen, irgendwie Glas auf dem Radweg und melde das und nachmittags ist das weg. Also, nur, ja, nur, dass diese App halt, äh, wie soll ich denn sagen, wie so Sachen im öffentlichen Dienst halt so laufen, IT, öffentliche IT-Projekte sind in Deutschland so, die laufen so mittelscheiße. Nee, laufen eigentlich scheiße.

Meistens kannst du da gleich noch von deinen Erfahrungen aus Österreich berichten, dass das da anders aussieht. Ja, das würde mich auch interessieren. Für uns ist alles super. Auf jeden Fall, hab ich da halt, hab ich da halt hingeschrieben, ähm, übrigens, wieso bin ich denn ständig ausgeloggt, äh, und, äh, hier an der einen Stelle wäre doch ein Ladesbinder ganz nett. Kriege ich als Antwort. Vielen Dank für Ihr Feedback.

Man wird automatisch, äh, das mit der Performance ist bei der Anzahl an täglichen Meldungen noch ein Problem, an dem wir arbeiten. Das heißt, die haben nicht, deren Server schaffen das nicht, wenn immer alle eingeloggt sind. Wobei ich mir so dachte, mach doch die Sessionlaufzeit einfach lang, dann loggen sich eben so, so hast du eigentlich noch, machst du eigentlich noch mehr Probleme, weil die Leute sich viel öfter einloggen müssen.

Ich weiß nicht genau, ich verstehe das IT-Problem dahinter nicht. Also, was läuft da im Hintergrund, also, wenn du die App, du kriegst ja auch keine Notifications. Aber welche App auf der Welt lockt einen denn alle vier Wochen einfach so automatisch raus? Und dann laufe ich irgendwo lang und sehe, ah, die Ampel ist kaputt und will das melden, ah, jetzt musst du dich übrigens erst nochmal einloggen. Und dann sagt er, äh, klick, klick, ah.

Ja, das war ihr schon, die haben die ja vor, irgendwie letztes Jahr oder so, haben die nochmal neu aufgesetzt, ne, ganz neu gemacht, die App. Und dann musste man aber auch irgendwie, die alten Accounts wurden nicht übernommen, sondern man musste dann nochmal alles komplett neu registrieren. Und dann haben die das natürlich auch nicht so standardisiert, dass man es dann über den Passwortmanager vom System ausfüllen lassen kann, sondern ich muss es von Hand eintippen.

Und da werde ich halt wahnsinnig, ah, das musste ich hier gerade, irgendwo muss das hin. Sehr gut. Das muss, deswegen ist es jetzt hier, Entschuldigung, gute Laune kommt gleich noch. Neverranden halt auf und zu. Nämlich mit noch zwei, noch zwei kleinen Sachen von mir und zwar, äh, erstens, wir haben jetzt festgelegt, es wird ein, wir haben schon öfter drüber gesprochen, ein HörerInnen-Treffen bei der Beyond-Tellerrand-Konferenz.

Ähm, das werden wir tun. Es ist noch nicht zu 100 Prozent klar, genau wann und wo, da bin ich gerade ganz konkret an der Erklärung, aber das wird auf jeden Fall stattfinden. Das heißt, falls ihr da hinfahrt oder falls ihr in der Zeit sowieso in Düsseldorf seid, äh, jetzt muss ich natürlich nochmal gucken, wann das genau ist. Ich weiß nicht. 17.18. 17. und 18.4. 17.18. Und wir sind aber schon ab dem, äh, 16. da, ne?

Es könnte zum Beispiel, genau, es könnte zum Beispiel sein, dass das, äh, am Tag davor abends schon ist, ähm, also ich glaub, da sind, da sind viele schon in der Stadt vielleicht. Genau. Ich auch. Seien noch hier ein Moment. Ja, ah, sehr gut, das wollte ich nämlich auch noch, äh, nachher fragen. Sehr gut, dann wissen wir das schon.

Sehr gut, genau. Also da kriegt ihr Infos noch, aber das steht jetzt so 100 Prozent fest. Ich bin da auch im Austausch, äh, gerade mit dem, äh, mit dem Marc, ähm, was er glaubt, wo das irgendwie gut hinpasst, so in das Ganze, weil es ist ja manchmal vielleicht nicht schlecht, wenn man sich mit einem Veranstalter abspricht bei sowas. Wir könnten es natürlich auch komplett, äh, unabhängig machen, aber ich glaub, es wär cool, wenn man, wenn man das irgendwie zusammen macht. Ja.

Genau, so, und, äh, noch eine kleine Sache, ähm, an alle, die jetzt sagen, äh, ihr habt doch so eine HTML-Serie angefangen, wann geht die denn weiter? Die geht, mit der nächsten Folge geht's weiter, versprochen. Ich lade jetzt niemanden mehr ein. Bis wir nicht alle durchhaben sollen. Bis wir nicht alle durchgepeitscht haben, lade ich jetzt erstmal niemanden mehr ein, nee, wir müssen damit weitermachen. Wir haben jetzt, es ist jetzt schon die zweite Folge, mit der wir die Serie unterbrechen.

Ähm, die geht dann mit der nächsten Folge auf jeden Fall weiter, weil wir wollen das schon durchziehen bis zum Ende. Das ist saublöd, wenn man, ja. Und da wir zu zweit sind und uns gegenseitig auf die Finger hauen, gibt's auch keine Ausreden. Wir müssen, wir müssen das jetzt noch so weitermachen. Wenn wir das angefangen haben, machen wir es auch fertig. So, dann kommt jetzt. Jetzt. Die Property der Woche.

Die heutige Property, die hab ich auf einem Blog gefunden, und zwar von einem gewissen Manuelsen. Matusowitsch. Weiß nicht, ob ihr den kennt. Und zwar hast du, du hast so eine Kategorie, äh, TIL, Today I Learned. Und, ähm, da hast du vor gar nicht allzu langer Zeit, jetzt muss ich mal gucken, wann das war. Äh, weil ich hab nämlich gesehen, du hast auf, auf den Beitragsseiten selbst sieht man das Datum nicht nochmal. Weiß nicht, ob das Absicht ist, oder ob du das vergessen hast?

Vermutlich nicht. Weiß nicht. Genau. Da hab ich mich auf der Startseite, hab ich das gesehen, irgendwie, äh, hier, Button, genau. Äh, 13. Februar, also jetzt so ein Monat knapp her. Ähm, du hast geschrieben, you can style the File Selector Button with, äh, of File Upload Elements.

Das wusste ich auch noch nicht, bis jetzt gestern oder so, als ich das gesehen hab. Und, äh, das wollte ich jetzt einfach schnell als, als Property mal vorstellen. Ähm, du hast da auch so eine Demo gebastelt, äh, so ein Code Pen, wo man das dann sehen kann.

Und, ähm, das ist ein Pseudo, also Pseudo Element Selector, äh, Doppelpunkt, Doppelpunkt, File minus Selector minus Button. Und damit kann man dann den, den Button in diesen, ne, wo dann links immer die, die, die URL steht oder halt irgendwie biete Datei auswählen. Ähm, und nebendran eben so ein, so ein Button ist, der halt wie so ein Standard-Button aussieht. Äh, wie wenn ich jetzt ein Button Element reinsetze.

Nur, da kann ich das halt stylen und bisher dachte ich immer, ja gut, File Upload sieht halt aus, wie er aussieht. Aber man kann das tatsächlich stylen wie einen ganz normalen Button, wenn man diesen, äh, Sylo Element Selector benutzt.

Und, ähm, das geht sogar schon, ich hab dann bei Can I Use mal geschaut, geht sogar schon relativ lange. Ähm, Chrome kann das schon seit Version 4, damals noch mit, mit einem anderen, äh, Element Selector, WebKit File Upload Button. Ähm, und, ja, die, die Unterstützung ist auch relativ gut.

Selbst der IE kann das schon seit Version 10. Der hatte natürlich auch wieder eine Extra-Wurst, da hieß es, äh, minus MS, minus Browse. Aber auch das geht schon relativ lang. Also, IE 10, ich meine, da sprechen wir von 2012. Also, jetzt schon echt ein Jahrzehnt, dass man das kann. Und ich hab's nicht, du hast's auch nicht gewusst? Nee. Ja, siehst du, da brauchen wir den Manuel, der uns solche Dinge gezeigt.

Ich muss unbedingt, ja, wir müssen alle Manuel's Blog abonnieren, dass wir das mit looting. Aber ich weiß es auch nicht in einem Monat, also. Ja, verrückt, oder? Das ist doch echt verrückt, dass uns sowas durch die Lacken geht. Es ist echt abgefahren. Ich meine, äh, was heißt, also, es gab ja schon immer Möglichkeiten, den zu stylen, so mit ganz fiesen Hacks.

Jetzt können wir mal so in die alte Trickkiste greifen. Da war ja irgendwie so der Klassiker, dass man den irgendwie unsichtbar macht und etwas darunter legt, was irgendwie nach einem Button aussieht. Jetzt seh ich grad, das hab ich vorhin übersehen, weil ich grad gesagt hab, IE10, und das ist ja schon 2012, das konnte der Safari schon seit 2008. Und, äh, ja, Chrome seit 2010, also, das ist schon, das geht schon erstaunlich lange, und wir haben's einfach die ganze Zeit, äh, nicht gewusst.

Aber was in dem Button drinsteht, kann man ... Also, was der Text, der da drinsteht, weil das ist, das war ja früher extrem, die waren ja extrem unterschiedlich in der Größe auch. Manche haben irgendwie den Pfad noch angezeigt, wenn man irgendwie was ausgewählt hatte, manche nicht und so.

Also, vor allem, weil halt auch die, also der Text, der da drinsteht, der kommt halt vom System. Das heißt, wenn du dein System auf Englisch hast, dann steht da halt was anderes, als auf Deutsch. Also, kannst du dich nicht verlassen, wie breit wird das am Ende, ne?

Ah, das ist tatsächlich immer noch so, dass ich hab's jetzt grad mal in der Code-Man-Demo ausprobiert, der Text steht dann unten drunter mit dem Pfad. Dann ist dieser Button ja eigentlich viel größer. Keiner. Ach, es ist alles ... Also, es ist immer noch ziemlich weltfindig. Da gibt's ...

Ich glaub, er steht daneben, und ich glaub, ich hab's Display-Block gesetzt, und deswegen ist er drunter. Aber es ist, ähm, es ist noch nicht perfekt, weil richtig cool wär's ja, wenn ich diese Liste, der ausgewählten Dateien, dann auch noch irgendwie stylen könnte, ähm, um dann komplett auf JavaScript zichten zu können, aber das, ja. Ja, ja. Ja, oder vielleicht auch einzelne nochmal rauslöschen oder so, äh, warum nicht? Ja, genau. Why not? Also, das ist ja kein so verrückter Use-Case.

Ja, cool. Also, das ist echt, das ist auch, also, das ist irgendwie komplett an jedem gefühlt vorbeigegangen. Also, ich hab das nie ... Also, das find ich mal, hier sitzen drei Leute, und wir machen das jetzt alle irgendwie schon, äh, keine Ahnung, zwei Jahrzehnte. Äh, hier kannst, jetzt kannst du super flexen bei uns in den Kommentaren, äh, schreib rein, ja, das kenn ich doch schon lange. Außer du heißt Shep, dann würd ich sagen, ja, ich weiß. Ich weiß, dass du das schon lange weißt.

Genau, ja, schreib's doch mal, das würd mich mal echt interessieren, ob das irgendwie so, ob das an uns allen vorbeigegangen ist, so kollektiv, oder ob man so ein alter Hut. Ehrliche Antwort, genau. Ja. Cool. Ja, das war's dann auch schon ganz, ganz schnell heute. Ja, dann, äh, dann kommt jetzt Werbung, oder? Ach so, ja, spielst du ab. Äh, warte, Moment, ich muss suchen, warte, warte, wo ist es, was ... Ich weiß nicht, welches es ist. Komm, ich, dann drück ich. Mach du mal.

Hey, hey du, schön, dass du da bist. Na, öfter hier? Dir gefällt, was du hörst und du magst es am liebsten werbefrei und unabhängig? Dann freuen wir uns sehr über ein paar Euro in unserem digitalen Strumpfband unter bwsev.de slash spende. Auf bwsev.de slash unterstützen findest du noch ca. 69 weitere Wege, uns zu supporten. Wir danken dir. Yay! Ihr habt's gehört. Hört auf den netten Herren. Tut das. Ja, bevor wir jetzt zum Tales-Thema kommen, spielen wir jetzt noch eine Runde, ne?

Genau. Spielen wir jetzt noch eine Runde. Und zwar, Manuel, jetzt kommt das lustige Entscheide-Dich-Spiel, wo du Wortpaare bekommst und du sehr schnell antworten musst. Und wir machen gleich mal einen Probedurchlauf, bevor der Jingle spielt. Katze oder Hund? Hund. Okay, gut, das dauert zu lange. Das muss schnell antworten. Aber du hast das Spielprinzip schon verstanden, das ist sehr gut. Da kommen jetzt ein paar Fragen. Ich hätte schnell antworten.

Ich hab nicht gezählt, warte mal, ich hab nicht gezählt, wie viele es sind. Du darfst fünfmal weitersagen bei Sachen, wo du dich gar nicht entscheiden kannst oder nicht antworten möchtest. Es kann es ja geben, unter Umständen. Es gibt vielleicht schwierige Fragen. Die gehen aber alle ganz schnell. Und dann fangen wir jetzt einfach an. Machst du eine Runde? Jingle und dann geht's los. W.W.S.I.V. Entscheide-Dich. So. Ah, sehr gut. Die Spannungsmusik, die macht mich immer ganz buschig.

Aber komm, wir machen jetzt hier eine Gameshow. Also, alles klar, alles gut. Es gibt keine falschen Antworten. Papier oder E-Book? Papier. Besitzen oder Streamen? Streamen. Winamp oder VLC? Winamp. Im Team oder alleine? Im Team. Agil oder mir noch egal? Ist mir urwurscht. Also mir noch egal. Scrum oder Kanban? Kanban. Dark-Mode oder Light-Mode? Dark-Mode. RGB oder Hex? RGB. RGB-A oder HSLA? HSLA. Accessibility oder Performance?

Performance ist Accessibility. Synchron oder Asynchron? Synchron. Pixel oder Vektor? Vektor. Mate oder Cola? Mate. iOS oder Android? Android. macOS oder Linux? macOS. GUI oder CLI? GUI. VI oder Nano? Nano. Passwort oder SSH-Key? Passwort. Gemütlich oder schnell? Schnell. Schokolade oder Vanille? Schokolade. Framework oder Vanilla? Vanilla. Vanilla oder TypeScript? Vanilla. TypeScript oder CoffeeScript? OfficeScript. Sehr gut.

Okay, das musst du aufschreiben, Konstantin, da müssen wir nochmal drüber reden. Okay. CSS oder JavaScript? CSS. JavaScript oder kein JavaScript? Kein JavaScript. Angular oder React? React. React oder Vue? Vue. Vue oder Svelte? Svelte. SPA oder SSR? SSR. Die Liste ist viel zu lang, ich habe schon ein paar übersprungen. Ja, ich merke es. Ich überspringe noch ein paar, warte mal, es geht einfach. Diff oder Button? Button. HTM Heaven oder HTM Hell?

HTM Hell. VoiceOver oder Talkback? Talkback. Tastatur oder Maus? Tastatur. Narrator oder NVDA? NVDA. Aria oder kein Aria? Kein Aria. Lighthouse oder X-Core? X. Zugänglich oder barrierefrei? Zugänglich. AI generierte Alternativtexte oder keine Alttexte? Keine Alttexte. Ich muss gerade jetzt hier reinfragen. Kaputte Kuvertstastatur oder nagelneue Breitzeile? Weiter. Rotschwäche oder Grünschwäche? Weiter. Manueller Test oder 100er Lighthouse-Score?

Manueller Test. Head oder Body? Puh, äh, Body. Twitter oder Mastodon? Mastodon. Deutschland oder Österreich? Deutschland. Oh. Smashing Conference oder Beyond Tellerrand? Das kann ich nicht machen. Ich kann beide weiter. Musk oder Bezos? Pesto der Cholera. Ja, wirklich. Bezos. Lobster oder Comic Sans? Lobster, natürlich. Okay, alles klar. Du hast es geschafft. Ja, ich glaube, über ein paar Sachen müssen wir nochmal reden. Ich habe mal CoffeeScript aufgeschrieben.

Bei Winamp, bei Winamp haben die Augen geleuchtet, habe ich gesehen. Ich glaube, jeder hat so die Erinnerung an Winamp, oder? Winamp ist eines der wunderschönsten User-Interfaces, das es gibt. Ja. Auf jeden Fall. Und es hat sich irgendwie, ich weiß nicht, es ist, es hat sich ja so etwas Nostalgisches irgendwie, so ein Nostalgie-Gedanke, aber irgendwie hat sich Winamp, es hat sich einfach richtig angefühlt. Es hat einfach, für mich hat es einfach immer funktioniert.

Es war einfach ein richtig gutes Stück Software irgendwie. Ja, total, wir haben es ja auch schon mehrfach hier über Winamp und das ist irgendwie so, vielleicht verklärt man es auch so ein bisschen, aber ich habe es auch so in Erinnerung, es war einfach, im Vergleich zu diesem Windows-Einheitsbrei, zu diesem zweidimensionalen, war das halt einfach mal was, was herausgestochen ist und was aber trotzdem gut funktioniert hat, ohne jetzt irgendwie so clicky-bunty zu sein.

Also, ich bin da auch nach wie vor noch total begeistert von. Es war halt für die damaligen Verhältnisse auch ratten schnell und es hat einfach funktioniert. im Vergleich zu vieler Software, die damals halt langsam war und irgendwie kaputt gingen und keine Ahnung, das war schon...

Also, man hat ja mit vergleichbarer Software sowas wie dem Real-Player, ja, ich bin auch ein bisschen älter, oder dem Windows-Media-Player und Ähnlichem hat mir eigentlich immer eher was Negatives verbunden, weil ihm irgendwann ein Video nicht abgespielt werden konnte oder irgendwas abgestürzt ist oder sonst irgendwie und Winamp war einfach irgendwie schön und hat halt einfach Musik gespielt, hat halt den geilen Scheiß, den man sich bei Kazar oder iMesh

oder Soulseed runtergeladen hat, abgespielt und... Ja, richtig. Ist das eigentlich schon verjährt? Darf man darüber reden? Keine Ahnung. Egal. Achso, wollen wir eigentlich... Wir sind eigentlich schon im Thema... Nee, wir sind noch nicht... Nee, wir hatten keine zusätzliche Kategorie, deswegen habe ich das hier aufgeschrieben zum Thema dazu. Aber CoffeeScript wolltest du noch... Ja, CoffeeScript, das ist, äh, genau. Das hast du nur aus Spaß gesagt, oder?

Hast du schon mal CoffeeScript verwendet, so ernsthaft? Na, habe ich nur aus Spaß gesagt, weil ich irgendwie ein bisschen... Ähm, ich habe noch ein bisschen so ein Problem mit TypeScript, ich checke es noch nicht ganz, ähm, was es soll. Bist du auch nicht allein.

Also dieses Hauptproblem, das es löst, dieses Typing, das verstehe ich, das Problem habe ich irgendwie nicht so richtig, ähm, und es ist auch irgendwie gut für die Developer-Experience, wo ich das verstanden habe, weil es einfach gewisse Dinge dann irgendwie nach außen bringt oder mit der Software kommuniziert, in der man arbeitet, aber so richtig verstehen, du ist noch nicht, warum ich das jetzt verwenden sollte.

Ähm, ich habe auch einen Freund, Stefan Baumgartner, der hat irgendwie, der schreibt schon das zweite oder dritte Buch drüber, und den habe ich auch mal gefragt, der hat mir so ein paar Vor- und Nachteile gelistet, und dann habe ich mir gedacht, naja, na, weiß nicht, keine Ahnung, hilft mir jetzt auch nichts.

Das ist beruhigend, dass es dir auch so geht, weil ich habe auch schon mehrere Anläufe gewagt, da irgendwie vielleicht doch mal einzusteigen, und für mich hat es immer mehr Probleme geschaffen, als es halt irgendwie gelöst hat, ne, weil ich die Notwendigkeit halt, wie du gesagt hast, auch nicht so, so richtig erkenne, ja. Da kommen jetzt bestimmt Kommentare drunter unter die Folge, da.

Also ich muss auch sagen, ich bin kein, kein, kein JavaScript-Mensch, also ich schreibe JavaScript jeden Tag, aber ich bin kein JavaScript-Framework-Mensch, ich bin jetzt nicht so tief drinnen in dieser ganzen Thematik, ähm, ich arbeite jetzt an einem Projekt, wo, äh, mit Vue gearbeitet wird und TypeScript, und es ist halt da, und dann habe ich halt, ab und zu mal diese roten Linien, und dann mache ich halt was, oder auch nicht, und das,

ich, ich, ich, ich, wie gesagt, es kommt bei mir nicht so richtig an, was es, was es für mich tut. Also was ich immer gemacht habe, und das ist halt auch schon irgendwie so ein Running-Gag, einfach überall Any-Keyword davor, und dann funktioniert's. Und das kann ja irgendwie auch nichts in der Sache sein, also man muss sich halt dann wirklich committen und dann das auch wirklich durchziehen, ne. Und deswegen habe ich es dann gelassen.

Ja, ich mache das so, ich pushe das dann einfach mit den Fehlern und das macht niemand anderer, der schafft sich das lernen. Ja, warum eigentlich nicht, ne. Also, ja. Es gibt so ein paar, es gibt so ein paar dunkle Strategien, ähm, als Developer, da könnte man mal eine Folge drüber machen. die, die, die, die, die Arbeit selbst ersparen und die woanders hinschieben. Das ist zum Beispiel eine Strategie davon.

Eine andere ist, einfach sich so doof dranstellen, dass jemand anderes sagt, komm, ich mach's jetzt.

Das Gefühl hatte ich jetzt in letzter Zeit öfter bei so Open-Source-Projekten, wo es, wo es irgendwie um CSS oder manchmal auch um HTML geht und wo dann auf der Startseite ganz massive Fehler, einfach offensichtliche Fehler sind, also fehlerhaftes HTML oder ganz, ganz, äh, also Code, der einfach alles andere als zugänglich oder barrierefrei ist, einfach auf der Startseite prangt und ich bin jetzt auch schon kurz davor, dass ich bei

zwei Projekten jetzt Pull-Requests mache, um das einfach zu fixen, weil es einfach dermaßen falsch ist. Und mir kommt vor, es könnte irgendwie auch absättlich sein. Ich stelle es einfach so, so, so falsch möglich online und irgendwie zu uns schon machen. Ja, ja, aber, aber warum? Also ich meine, wenn man, wenn es dann am Ende gefixt wird, da, da verstehe ich die Intention nicht, wer hat was davon? Äh, jemand, der dich beschäftigen will, hätte was davon. Aber ansonsten...

Ja, das war nur ein Spaß.

Also, äh, was ich, ich, es gab mir jetzt gerade ein Projekt, da, ähm, da, da, da, da war so Frontend-Komponenten in HTML und CSS und dann gab es eine About-Page und auf der About-Page ist gestanden, ähm, es gab so drei Grundpfeiler, irgendwie einer war, was weiß ich, was Performance und der zweite war, oder war es nicht Performance, ich weiß nicht, Kompatibilität, der zweite war Accessibility und da stand, ja, und wir gehen auch sicher, dass es mit Streaming verwendbar

ist und ich schwöre euch, ich habe fünf Sekunden gebraucht, um sicher, um klarzustellen, dass es auf jeden Fall weder Keyboard noch Screenreader accessible ist, nämlich gar nichts, kein einziges von den Beispielen und ich hatte dann auf Twitter eh ganz nett, weil ich einen guten Tag hatte geschrieben, sorry, aber das ist einfach eine, also einfach eine Lüge, das ist ein falsches Statement, das stimmt so nicht, äh, es ist eh okay, es ist Open Source, du machst

das in deiner Freizeit, es verlangt keiner, dass es so ist, aber dann schreib halt bitte nicht hin, dass es so ist, weil es gibt Leute, die gehen dann hin, lesen das und denken sich, okay, passt, das ist accessible, ich verwende das jetzt so und das ist ein Problem, das wir bei der Stadt ganz massiv hatten mit so Component Libraries, also die Größe sind, das ist irgendwie so ein kleines Projekt von irgendjemandem, das sind so Dinge, die von

tausenden Leuten jeden Tag runtergeladen werden, wo dann dort steht, wir sind WCAG so und so kompatibel und alles super geil und es gibt dann einfach, unter anderem auch im öffentlichen Sektor, Institutionen, die dann voll draufsetzen und sagen, passt, das steht dort und das ist es halt so und die kaufen das dann ein, also es ist eh kostenlos, weil es Open Source ist, aber Einkaufen im Sinne von Know-how draufsetzen und Worte dransetzen, dieses Verwenden und dann

implementieren in großen Projekten und dann am Ende stellt sich heraus, okay, ist dann doch gar nicht so. Und für die öffentliche Stellungnahme kann das halt auch echt dann Probleme mit sich bringen, wenn das halt rechtlich gefordert ist, dass das so sein muss und du verlässt dich da drauf und dann ist halt doch nicht doof. Ja und am Ende geht es immer noch um Steuergeld, also das ist dann auch so ein Ding.

Ich glaube, wir müssen jetzt den Jingle mal abfahren, wir sind schon viel zu tief drin, also komm. Dann. Hier ist WWS IV mit dem Tagesthema. Was hast du eigentlich gegen Lobster? Die Schriftart muss man vielleicht dazu sagen. Ich habe gegen Lobster, ich weiß gar nicht, ich finde es einfach nicht schön.

Ich habe sie mal schön gefunden, ich habe sie auch auf Websites verwendet, tatsächlich, ist schon eine Weile her, aber sie gefällt mir einfach nicht mehr und irgendwie, weiß ich nicht, mir ist irgendwann aufgefallen, dass sie mir nicht gefällt und ab dem Zeitpunkt ist mir aufgefallen, wie oft sie eigentlich stattfindet. Also ich glaube, wenn man dann gezielt danach sucht oder es einen vielleicht sogar nervt, dann fällt es einem natürlich überall auf.

Aber ich muss sagen, du hast ja schon viele, viele Fotos gemacht, irgendwie auf Twitter gepostet und keine Ahnung wo, so von wegen, ah schon wieder Lobster und da nochmal Lobster und Lobster, Lobster überall. Und ich habe so gedacht, Mensch, wo findet der das denn überall? Oder ist das irgendwie nur da, wo du hinkommst, da machen ständig extra Läden auf mit Lobster irgendwie als Schriftzug?

Also tatsächlich, seit wir es jetzt drüber hatten, ist mir jetzt auch schon an zwei Stellen mal aufgefallen, so auf einer Seite bei einem Blog, wo ihr alle Überschriften habt, und dann dachte ich, ah, das ist doch die Lobster, oder? Und dann habe ich reingeguckt, ja, natürlich. Also es ist wie, wenn du nach einem neuen Auto suchst, ja, und dann begegnet ihr plötzlich im Straßenverkehr nur noch dieses Auto.

Aber hatten wir nicht, hatten wir nicht was gemeinsam, wo noch irgendeiner von uns meinte, ah, das ist doch Lobster, ah ja, wenn man nachguckt, ist Lobster? Ich glaube, ja, wir haben drüber geschaut und dann, ja, da ist Lobster. Und es gibt inzwischen sogar artikelhaufenweise, so von wegen, ja, Alternativschriften zu Lobster.

Also da habe ich auch letztens tatsächlich von einem dann, so eine Alternativschrift Blender hieß die, die basiert wohl sogar auf der Lobster, sieht aber eigentlich dann doch am Ende ganz anders aus, die habe ich tatsächlich letztens mal für was benutzt. Da hänge ich mal einen Artikel davon rein, falls jemand sagt, oh, ich mag aber die Lobster, aber wenn die so unbeliebt ist, dann suche ich mir Alternativen, könnt ihr mal Alternativen suchen.

Nee, es gibt auch Use Cases für Comic Sans, also lasst euch nicht verunsichern. Einfach verwenden, was man gut findet und dann... Das, was du gerade vorher beschrieben hast mit dem Auto, nennt man Frequency Illusion oder das Bader-Meinhof-Phänomen. Ah, okay. Ja, genau, wenn etwas zum ersten Mal auffällt oder wenn etwas einem irgendwie einen besonderen Stellenwert im Leben hat, dann kommt es einem so vor, als ob man es ständig irgendwie sieht.

Also zum Beispiel, ich habe mir mal einen VW gekauft, einen Bus. Verrückt, dass es einen Namen hat. Ja, und ab dem Zeitpunkt habe ich irgendwie in jeder Ecke einen VW gesehen und so ist es auch vielleicht ein bisschen mit Lobster.

Also Frequency Illusion ist der offizielle und der inoffizielle ist Bader-Meinhof-Phänomen, weil irgendein Typ 94, glaube ich, von der Bader-Meinhof-Gruppe gehört hat und seitdem ist irgendwie ständig irgendwas runtergekommen in den Nachrichten oder sonst irgendwie und daher kommt es irgendwie.

Ich habe gegen Lobster nicht so richtig was, also ich finde es einfach nicht schön und es war einfach so, dass ich, ich bin in Wien, also vielleicht hören ein paar Wiener zu, weiß ich nicht, Wiener erinnern, ich bin in der Station Praterstern gestanden, in der U-Bahn-Station und vor mir war ein Plakat und da stand was in Lobster und ich habe mir einfach nur gedacht, pff, schaut das fürchterlich aus und habe das einfach getweetet und daraufhin

haben das irgendwie ein paar Leute irgendwie lustig gefunden und dann ab dem Zeitpunkt ist es mir einfach ständig aufgefallen, überall, vor allem Italien, Italien liebt Lobster, also da findest du es überall, es ist heftig, also wenn du dort einkaufen gehst in so einen Koop oder in so einen Supermarkt, an jeder, irgendwie jedes zweite Produkt, da hat das gefühlt Lobster, teilweise auch Läden, also du kannst so, ich habe den Namen vergessen, aber da war

ich irgendwie in so einer kleinen Altstadt, wunderschön, recht touristisch, aber schon sehr schön und du siehst eben diese hellbraun, beige gehaltenen Steingebäude und plötzlich steht dort in so fetten Lettern, in Lobster irgendwie, Giovanni oder irgend sowas, ja, also sie kommt einfach sehr oft vor und unter, ja. Also du hast dich quasi satt gesehen dran einfach und jetzt.

Wir müssen mal, wir müssen vielleicht nochmal eine Typografie-Folge machen und mal einen Typografie-Experten zu befragen, wie der denn Lobster so eint, also so wirklich aus einer professionellen Perspektive Lobster einschätzt.

Ich weiß, ich weiß noch, wann die mir zum ersten Mal bewusst aufgefallen ist und zwar war das tatsächlich nach einem Web-Montag hier in Karlsruhe, wo ich die Visitenkarte von jemanden bekommen hatte und der hatte auf seiner, das war irgendwie Freelancer, Frontend-Freelancer und auf dem seiner Webseite zur damaligen Zeit, wann wird das gewesen sein?

2012, 2013 sowas, da hat er so die Lobster so als Überschrift und Schriftart eingesetzt, weil die ist mir da extrem aufgefallen, also die fällt halt auf. Oder damals waren Webfonds noch nicht so üblich, haben noch nicht jede zweite Seite irgendwie eingesetzt und da ist es dann schon extrem aufgefallen, hier das ist jetzt irgendwie eine Schriftart, die sieht man so selten auf Webseiten.

Und genau, da habe ich geguckt, was ist das denn und dann war das die Lobster und ich dachte, das ist eigentlich ganz nett, dachte ich so. Ja, ja, voll, zu der Zeit habe ich es auch verwendet. Wenn ihr jemanden einladen möchtet, der darüber sprechen kann, dann würde ich euch den Oliver Schöndorfer empfehlen. Das ist ein Freund von mir, auch aus Wien und der hat einen YouTube-Channel, der heißt PimpMyType und der hat recht spannende Newsletter draus, jede Woche.

Also jede Woche bekommt er eine Schriftempfehlung und der spricht auch über allerlei Typografie-Themen. Der steht schon auf der Liste. Ah ja, okay, sehr gut. Unserer Wunschkandidat. Genau, da können wir später im Anschluss noch mal kurz was drüber reden. Aber wir gehen jetzt, gehen wir noch mal wirklich ganz zu Adam und Eva. Das interessiert mich irgendwie oft bei unseren Gästen oder Gästinnen. Wie bist du eigentlich dazu gekommen, irgendwie was mit Computern zu machen?

Also so mal ganz, ganz vom Anfang, wie kam das? Mit Computern, ich glaube, das kam dadurch, dass mir einfach ein Computer ins Kinderzimmer gestellt worden ist. Der ist irgendwie, weiß nicht, irgendwer hat einen übrig und dann war der Platz in meinem Zimmer und das war so schon. Zuerst am Anfang so ein bisschen Klick-Klick und was kann man machen und ein bisschen Solidär spielen und ähnliches. Und dann irgendwann mal hatte ich Frontpage oben. Ich weiß auch nicht, woher. Genau.

Und so waren so die ersten Berührungspunkte mit dem Web oder mit Websites. Obwohl ich da, glaube ich, noch gar kein Internet hatte. Ich hatte einfach nur die Software und dann später kam auch das Internet dazu. Ende der 90er vermutlich. Und zu dem Zeitpunkt habe ich dann auch begonnen, Counter-Strike zu spielen. Das ist ein Ego-Shooter, für die, die es nicht kennen. Und da war ich in einem Clan, also eine Gruppierung von Menschen, die gemeinsam zocken.

Und da habe ich dann die Website gemacht. Ich frage mich gerade so, wirklich was, was sich Clan nennt, ich bin mir unsicher. Das war eine Zeit lang echt so ein Ding. Ja, ja. Also wir kennen da Parallelen, ja. Die erste Clan-Webseite, habe ich mit einem Flash-Intro damals noch gemacht, wie man das damals in der Zeit halt gemacht hat. Aber interessant, wir beide, also Frontpage, aber ich hatte ein ganz anderes Ziel bei mir, war es die Band-Webseite. Das war halt, das war mein Clan quasi.

Ja, und ich habe dann die Website, ich weiß gar nicht, wo mitgemacht, aber ich glaube einfach mit HTML, irgendwie HTML gelernt, um diese Website einfach machen zu können. Beziehungsweise gab es ja dann auch Geocities und Ähnliches. Und die Clan-Website habe ich dann gehostet auf StrikeNet, also da gab es auch eine eigene Plattform, wo man das relativ easy hochladen konnte. Genau, und so hat das so ein bisschen begonnen. Also ich glaube, die erste Website habe ich 2000, 2000, ja, gelauncht.

Also auch schon lange unterwegs. Ja, ja, schon, schon. Und wann ist das mit der Accessibility passiert oder wie ist das passiert? Ja, das war eigentlich ein Zufall. Also ich habe professionell begonnen, im Web zu arbeiten 2008. Vorher war das alles nur Spielerei. Und ich glaube, 2016 circa gab es so einen Wettbewerb von Alice Apart, von dem Blog, und von Microsoft gemeinsam. Und das hieß 10k Apart.

Und da gab es so eine Competition, du musstest eine Website machen, die in unter 10 Kilobyte da ist und benutzbar ist. Das heißt, mehr als 10 Kilobyte dürfen nicht über das Netzwerk übermittelt werden. Und die Website muss schon da sein und bedienbar sein. Und sie muss auch accessible sein und hin und her und natürlich auch irgendwie was Cooles sein.

Und da habe ich mitgemacht, natürlich fürchterlich versagt, weil wer war ich zu dem Zeitpunkt, habe ich auch gar keine Ahnung gehabt von Qualität irgendwie und von Performance und von sonst irgendwas. Vor allem nicht von Barrierefreiheit, aber ich habe natürlich eingebildet, dass ich was kann. Und ich habe eine relativ langweilige Website gemacht und ich habe es geschafft, diese unter 10k sozusagen die Seite über die Leitung zu bringen. Aber sie war halt überhaupt nicht barrierefrei.

Und das haben sie mir, glaube ich, auch mitgeteilt, die Jury. Und da habe ich dann einfach begonnen, irgendwie über das Thema was zu lernen. Also davor war mir Barrierefreiheit einfach nicht, also einfach überhaupt nicht am Schirm. Ich habe gewusst, dass es semantisches HTML gibt. Ich habe gewusst, dass es wichtig ist, aber ich habe nicht gewusst, warum es wichtig ist, aber dass es wichtig ist.

Und genau, und da habe ich einfach begonnen, über das Thema so ein bisschen zu recherchieren, damit ich halt bei diesem Wettbewerb irgendwie mitmachen kann oder irgendwie eine Chance habe. Hatte ich dann am Ende nicht, wie gesagt. Aber ich habe dann gecheckt, dass Barrierefreiheit Qualität bedeutet im Endeffekt.

Und wenn man dieses ganze sozusagen Empathische weglässt und ich möchte Menschen irgendwie Zugang, oder so vielen Menschen möglich Zugang zu meinen Projekten geben, Und wenn man das alles weglässt, dann bleibt am Ende eine sehr rationale, technische Komponente, die für mich einfach nur bedeutet, Barrierefreiheit heißt qualitativ hochwertig. Und meine Tochter ist gerade aufgewacht, falls man es hört. Ja, macht nichts.

Aber interessant, dass das dir vielleicht am Ende mehr gebracht hat, als hättest du da einfach irgendwie einen Platz gewonnen und dann, ja gut, fertig. Also durch das Nicht-Gewinn hast du noch was dazugelernt und bist überhaupt erst da auf den Trichter gekommen. Ja, ja, voll. Das war wirklich einfach ein ganz, einfach nur ein Zufall tatsächlich. Also es war ein Zufall, dass ich da Interesse gefunden habe an dem Thema, dass ich da einfach sehr viel gelesen habe.

Ich habe dann Kurse mir angeschaut und Videos und alles, was ich halt irgendwie so an Informationen kriegen konnte. Und habe dann 2016 die ersten Blogposts geschrieben. Ich glaube, Writing HTML with Accessibility in Mind, also diese erste Blogpost auf Medium, wo ich einfach nur sozusagen zusammengefasst habe, was ich so gelernt habe.

Und dann, ich glaube in dem Jahr 2016, hat Aaron Gustafson, so ein eigentlich Webstandards-Urgestein, der hat angeboten, dass er eine Mentorship macht für eine Person. Und da konnte man sich bewerben und er hat dann einfach angeboten, dass er einen begleitet bei irgendeinem Ziel, das man so hat. Und da hat er mich ausgewählt und noch eine zweite.

Und der war dann für ein Jahr mein Mentor und wir haben uns einfach einmal in der Woche getroffen und haben telefoniert und er hat mich halt gefragt, was ich so vorhabe. Und ich habe gesagt, ja, ich möchte dieses Wissen in der Barrierefreiheit irgendwie festigen. Und ich habe irgendwie auch Gefallen oder Interesse daran gefunden, so ein bisschen Blogposts zu schreiben und vielleicht auch irgendwie einen Talk zu halten.

Und da hat er mich begleitet und mir dabei geholfen, den ersten Talk irgendwie so zu gestalten. Ja, den kenne ich auch. Also nicht persönlich, aber ich habe ihn schon auf mehreren Konferenzen gesehen und jetzt gerade heute wieder bei der X-Con hat er einen Vortrag gehalten. Also der ist mir auch schon sehr, sehr lange ein Begriff und habe ich auf verschiedensten Konferenzen schon gesehen. Der ist ja umtriebig. Wusste ich gar nicht, dass der mal so etwas wie ein Ventroning gemacht hat.

Ja, hast ja echt großes Glück gehabt. Total cool. Also so jemanden dann zu haben, der einem dann irgendwie Tipps gibt und weiterhilft. Ja, auf jeden Fall. Das war aber extrem furchtanflößend, weil, also einerseits war es cool, du hast ja jemanden, der dich in Wahrheit mit dem, was er geschrieben hat und was er so gemacht hat, sehr beeinflusst hat.

Also man kann sich von dem Artikel über Progressive Enhancement anschauen, die irgendwie, ich weiß nicht, vor 15 Jahren geschrieben worden sind auf der Liste Part, die so ein bisschen wegweisend waren auch für einige Leute. Dann war es so, dass es, es gab eine Konferenz in St. Petersburg, die hieß Peter CSS, von Vadim Makiyev organisiert, der jetzt in Berlin ist und das war die erste englischsprachige Frontend-Konferenz in Russland.

Das war irgendwie so ein ziemliches Novum, weil dort einfach das englischsprachige nicht so verbreitet war bei so Events. Und da habe ich mich beworben und da wurde jemand in meinem Talk ausgewählt und dann habe ich mich darauf vorbereitet mit dem Aaron. Und also ich habe schon vor 500 Leuten gesprochen, ich habe vor 500 React-Developern gesprochen, obwohl ich kein React kann. Das war easy im Vergleich zu einer One-on-One-Session mit ihm über Video.

Also ich habe zum ersten Mal meinen Talk vor ihm gehalten. Das war fürchterlich. Also das hat mich so fertig gemacht. Naja. Da habe ich viel gebracht. Zu einer Person, das ist krass, das habe ich noch nie so gemacht, das stelle ich mir wahnsinnig intensiv vor. Weil da weißt du ja genau, der achtet dann auf jedes Wort. Das ist ja, wenn du irgendwie eine größere Audience vor dir hast, ist das ja so, da geht mal was unter oder keine Ahnung.

Die sind vielleicht auch nicht zu 100 Prozent mit dir beschäftigt alle. Zumindest kann man sich das so einreden. Aber zu einer Person, die jetzt wohl nur dafür da ist, sich das jetzt anzugucken und mir später Feedback zu geben. Boah, alter Schwede. Das stelle ich mir wahnsinnig anstrengend, aber auch sehr gewinnbringend vor, wenn du da jemanden einen guten Vordi hast, der dir auch gutes Feedback gibt. Auf jeden Fall, ja. Vor, genau. So, du machst ja unglaublich viel.

Also zumindest empfinde ich das so von außen betrachtet. Du machst irgendwie diese 100 Blogartikel zu CSS. Du sprichst auf Konferenzen und Meetups. Du schreibst, hast früher mal Tweets geschrieben, jetzt schreibst du bei Mastodon. Du hast eine Webseite gebaut, die 100 Prozent inaccessible ist, bei 100 Prozent Lighthouse-Accessible-Test. klausuliert formuliert, machst Workshops. Woher nimmst du denn Zeit und Motivation, das alles so durchzuziehen? Das muss ja unglaublich intensiv sein.

Man sieht es vielleicht ein bisschen in meinen Augen. Ich stehe früh auf. Also ich bin spätestens um halb sechs, sitze ich im Rad oder laufe in die Arbeit und fange um sechs an. So schaffe ich mir ein bisschen Zeit für sonstige Dinge. Also das ist so das Zeitthema und die Motivation, die kriege ich durch das Web, weil das Web in so einem fürchterlich beschissenen Zustand ist. Es ist einfach unlustig.

Also ich persönlich empfinde das Web als einen fürchterlichen Ort und es macht mir überhaupt keinen Spaß, das Web zu verwenden. Also ich als Privatperson hasse es zu surfen, weil einfach jede, also nicht jede, aber in großer Teil dieser Seiten einfach so unfassbar scheiße ist. Und daher kommt auch ein bisschen meine Motivation, weil ich mal denke, ich weiß, worauf man bei gewissen Dingen zu achten hat, weil ich es einfach gelernt habe.

Und das möchte ich weitertragen und Leuten dabei helfen, zumindest ein bisschen die Qualität ihrer Websites oder der Websites, die sie für die eigenen Kunden machen, zu verbessern. Das klingt ein bisschen eingebildet, weiß ich, aber tatsächlich ist es einfach so, dass die meisten Websites sind einfach fürchterlich scheiße und gewisse Dinge, die kann man verhindern.

Also auch mit einem geringen Budget, das hat einfach alles sehr viel mit der Bildung zu tun und wie Web vermittelt wird, wie wir Web lernen. Und das kann alles optimiert werden, glaube ich. Genau. Und das treibt dich an. Also das finde ich ja wahnsinnig. Andere würden sich vielleicht davon so runterziehen lassen, dass sie gar keinen Bock mehr drauf haben. Ich hoffe, ich hoffe, ich hoffe für dich, dass dich das nicht irgendwann in den Burnout treibt.

Ich will das nicht, jetzt ist nicht ein Teufel an die Wand malen. Aber das, ich kenne, ich kenne dieses Gefühl, diesen Antrieb. Und bei mir ist es quasi nur eine große Firma mit ganz vielen Produkten, wo man ganz oft so denkt, da muss, da gibt es noch so viel zu tun. Und trotzdem glaube ich, dass, also zumindest für mich, wenn ich immer das empfinden würde, diesen, ja, also ich kenne diesen Schmerz.

Wenn ich den aber immer empfinden würde bei allem und immer an mich ranlassen würde, dann wäre ich schon längst im Burnout. Das kann ich auf jeden Fall sagen. Also das, ich habe irgendwann gelernt, mich so ein bisschen davon zu entfernen und nur noch manchmal quasi so, manchmal genau hinzugucken und manchmal auch die fünf gerade sein zu lassen, weil einfach nur für mich selbst. Also ich finde es wahnsinnig bewundernswert, wenn das sein Antrieb ist, aber ich mache mir ein bisschen Sorgen.

Das ist nicht notwendig, weil es ist eine Kombination aus zwei Dingen. Also es ist sehr negativ geklungen, was ich da gesagt habe. Es ist eigentlich eine Mischung aus dem und aus der Tatsache, dass einfach Web-Development, und da bin ich in einer sehr privilegierten Position wie die meisten von uns, einfach auch ein Hobby ist.

Also es macht mir einfach fürchterlich Spaß und dementsprechend sehe ich dann etwas, bin genervt, finde das absolut scheiße, aber gleichzeitig reizt es mich dann, weil ich einfach dann irgendwie dieses Web-Development-Denken habe oder dieses, okay, diese Herausforderung sehe und denke, wie schaffe ich es jetzt, das zu kommunizieren, dass es falsch ist und gleichzeitig aber auch zu erklären, wie man es dann irgendwie besser macht oder so in der Richtung.

Also es ist einfach, es macht einfach Spaß. Also es ist Fluch und Segen zugleich. Segen, weil ich einfach einen Job habe, gut verdienen und irgendwie Spaß habe. Fluch aber auch, weil ich einfach nicht Ruhe geben kann. Dann wollen wir mal hoffen, dass es gut geht.

Ich kenne dich ja jetzt auch nicht so gut, dass ich das irgendwie beurteilen könnte, aber es gab jetzt auch gerade bei der X-Con einen Vortrag, wo es genau darum ging, wie man denn Developer- oder Accessibility-Burnout verhindert, weil eben, glaube ich, viele,

es, wie soll ich sagen, der, der, das, das Thema an sich ist einfach sehr sinnstiftend, sodass man sagt, ich tue ja da was Gutes oder ich tue was für die Welt und deswegen ist es gefährlich, die Motivation kann da auch gefährlich werden, gefährlich viel, sodass man gar nicht mehr davon ablassen kann.

Das Gute ist, es ist nicht die einzige Motivation in meinem Leben, also ich höre relativ früh auf zu arbeiten, also ich arbeite, keine Ahnung, bis halb vier oder so, damit ich dann noch genug Zeit habe, um Zeit mit meiner Freundin und meiner Tochter zu verbringen.

Heute zum Podcast muss ich nochmal in die Arbeit fahren, um den Laptop zu holen, weil ich den Laptop immer zu Hause lasse, also es ist dann auch, ab halb vier gibt es für mich auch keinen Rechner und am Wochenende auch keinen Laptop, also ich habe da andere Prioritäten, Dinge, die viel, viel wichtiger sind als das. Aber wenn ich in der Zeit bin, dann bin ich sehr fokussiert auf irgendwie was Sinnvolles machen. Sehr gut.

Ja, du hast noch so ein anderes kleines Projektchen neben dem Ganzen, dem haben wir auch schon mal, nenne ich, eine Folge gewidmet, aber wir haben die Folge danach benannt und das war auch unser Geilteil, nämlich HTML, das kam ja auch bei dem Entweder-Oder-Freunde zur Sprache. Wie bist du denn da drauf gekommen, das zu machen? Hast du dich so sehr geärgert und dann irgendwann angefangen, diese Snippets zu speichern?

Ja, tatsächlich einfach so. Es ist aus purem Hass entstanden, weil ich einfach immer wieder, wenn ich Audits gemacht habe für Kunden, dann einfach mir die schlimmsten Stücke rausgenommen habe und einfach Screenshots auf Twitter gepostet habe und gesagt habe, das ist scheiße.

Bis dann irgendjemand gesagt hat, ja, aber warum? Und ich habe gesagt, ja, stimmt eigentlich. Es ist irgendwie nicht sehr konstruktiv, da irgendwie zu sagen, okay, das ist so nicht gut und ohne zu erklären, warum es nicht gut ist. Dann habe ich es versucht in Tweetlänge, hat nicht immer hingehaut. Und dann habe ich gesagt irgendwann, okay, eigentlich sollte ich da einen Blog machen und daraufhin haben viele Leute geschrieben, ja, bitte mach das.

Und dann habe ich schnell irgendwie Eleventy aufgesetzt, ruckzuckern einen Blog gemacht, das erste Mal gepostet und so viele Artikel sind es ja nicht, also so viele Posts sind es nicht. Aber, ja, genau, es ist einfach nur dadurch entstanden, dass es einfach eh lustig ist, wenn man so fürchterlichen Code shared, aber dass es einfach nicht sehr konstruktiv ist. Und viel sinnvoller ist zu sagen, okay, das ist scheiße, das ist Müll. Man kann es auch so sagen, das ist voll okay.

Wenn es so ist, dann ist es so, aber man soll dann auch erklären, was ist dran schlecht, für wen ist es schlecht, warum ist es schlecht und wie kann man es besser machen. Ja, und das finde ich halt echt cool, also dass es halt wirklich auch konstruktiv ist und du wirklich dann sagen kannst unter jedem Ding so Details and Tips on how to fix the Diabolic Code.

Und dann, dass du da so auflässt mit den Punkten, also finde ich sehr schön, weil es wird ja viel gebasht und findet dann auch oft viel Anklang und wird viel retweetet oder retweetet und so. Aber sinnvoller wäre es dann tatsächlich auch zu sagen, okay, und so macht man es besser. Und das tust du da und das finde ich sehr, sehr lügig. Ja, ja, voll. Es ist ein cooles Projekt, es ist vor allem auch Open Source, also es ist auf GitHub, jeder kann da mitmachen, wenn er was findet.

Einfach einen Pull-Request machen oder wenn das zu kompliziert ist mit dem ganzen GitHub und MPM-Zeug, dann einfach mir eine E-Mail schreiben und sagen, hey, das würde ich gerne draufstellen. Hilf mir dabei, das kann man auf jeden Fall machen, weil ich habe eh nicht die Zeit, ich behandle es momentan ein bisschen stiefmütterlich. Ja, also wenn man was Schlimmes findet und man findet sehr einfach was Schlimmes, dann kann man das durchaus da unten stellen.

Für mich ist es auf jeden Fall auch schon das catchy Logo. Ich kenne das, glaube ich, schon länger, als dein Name mir ein Begriff ist. Behaupte ich, HTML, das ist komplett hängen, das ist ja geil, irgendwie so, Bashing sowieso, finde ich super. Sowieso fix, ja. Ja, die Seite, die Seite, es hat schon immer mit mir super resoniert, also warte mal, ich muss gerade mal gucken, von wann, wann ist denn der erste Post? 2019, nee, das kann ich nicht sagen. So drei Jahre, glaube ich.

17. Oktober 2019. Hätte ich jetzt auch gedacht, die gibt es schon länger. Dann kann ich es mir fast nicht vorstellen, da muss ich doch deinen Namen vorher schon mal gehört haben. Vielleicht ist es auch einfach falsch rum. Egal, springen wir zum nächsten Thema und zwar, du hast was völlig Wahnsinniges gemacht aus meiner Sicht. Viele andere haben sowas auch schon angefangen und ich habe mich bisher nicht dazu hinreißen lassen, weil ich wusste, ich schließe es nicht ab.

Du hast 100 Tage jeden Tag einen kleinen Artikel über CSS geschrieben. Und das waren also tatsächlich schöne kleine Snippets, also sehr gut konsumierbar, wie ich finde. Und da wollte ich mal fragen, also ich habe sie fast alle gelesen, was war denn dein Highlight oder dein coolstes Learning, das, was bei dir am ehesten hängen geblieben ist von den Artikeln? Was war denn dein Liebling? Ich möchte nur vorher sagen, mach das nicht, das ist komplett deppert, das ist komplett hinrissig.

Das war einfach nicht lustig. Es war, am Anfang war es mir ganz nett, ich habe so 13 Artikel vorgeschrieben und habe mir gedacht, okay, ich schreibe jetzt einfach 13 vor und dann mache ich einfach jeden Tag einen und wenn ich mal einen auslasse, dann zehre ich quasi von dem, was ich vorgeschrieben habe. Tatsächlich war es so, dass ich ab Artikel 30 dann jeden Tag einen neuen schreiben musste, weil ich das einfach sehr schnell aufgebraucht habe, diesen Vorsprung.

Und das war wirklich sehr stressig, also ich habe wirklich viel gelernt, sehr, sehr viel, aber es ist auch, ja, recht intensiv. Also ich würde sagen, wenn einer meiner Lieblingsartikel war oder Themen war das Thema Important, also sozusagen die Spezifizität von einer Eigenschaft oder von einem Wert erhöhen, weil ich einfach anscheinend seit über 15 Jahren Important nicht verstanden habe, wie es funktioniert.

Das war eigentlich einer meiner Lieblinge und dann auch noch ein Post, der hieß Value Processing, wo es darum geht, welche Stufen ein Wert einer Eigenschaft durchnimmt. Also wenn ich so einen relativen Wert habe, wie Current Color zum Beispiel, dann musste ja irgendwann einmal Absolut gemacht werden oder zu einem Computed Value gemacht werden.

Also das Current Color wird dann, was auch immer, dann das Element vom Eltern-Element zum Beispiel oder von deinem eigenen Color-Wert erbt, wird dann zu einem Wert, also irgendein Hex-Wert zum Beispiel, dann wird dieser Hex-Wert zu irgendwas anderem und so weiter, also diese ganzen Stufen, die so eine Eigenschaft durchnimmt. Das habe ich einfach absolut nicht gewusst und das war auch eine der, also da bin ich glaube ich vier Stunden gesessen an dem Ding.

Einfach nur, weil ich das verstehen wollte, ich habe einfach die Speck ganz genau durchgelesen und bin diese einzelnen Schritte und die Unterschiede zwischen den einzelnen Eigenschaften durchgegangen und da habe ich extrem viel gelernt und ich habe da auch sehr viel geschrieben mit Miriam Susanne und mit Bramus von Damm, Leute, die bei Google sind oder Speckwriter sind, um da ein bisschen gegen zu checken.

Also das waren eine meiner Lieblinge, also gar nicht irgendeine von den neuen Eigenschaften, sondern etwas, das es eh schon immer gibt, weil ich da einfach am meisten gelernt habe. Das war irgendwie sehr cool. Das war jetzt Tag 82 Value Processing, richtig? Genau, ja. Ja, der ist auch ein bisschen länger, also es sind einige, die deutlich kürzer sind.

Genau, Tag 74 war important und was auch ganz cool war, ist die Add Property, Add Rule, also wo ich sozusagen CSS Eigenschaften, Custom Properties typen kann. Das war auch eigentlich ein ganz cool, gutes Learning. Finde ich auch eine sehr spannende Sache. Also Blocklos verlinkt man auch auf jeden Fall in den Shownotes. Ich hätte jetzt gerne was zu dem Value Processing gesagt, aber ich habe keine Ahnung davon, ich muss den Artikel glaube ich noch übernehmen.

Ja, ich habe mir den auch schon mal gebogen. Das klang jetzt irgendwie sehr. Also wirklich, es ist super spannend, weil das Thema war nämlich, ich bin darauf gekommen, weil ich mir die Style Container Queries angeschaut habe und dort so eine Abfrage hatte wie Add Media Style minus minus Background Doppelpunkt minus minus Color. Also zwei Custom Properties verglichen, eine von der, eine Custom Property war definiert, die andere nicht und irgendwie hat es trotzdem funktioniert.

Ich habe einfach nicht verstanden, worum es geht, warum das funktioniert. Dann habe ich die Miriam gefragt und sie hat gesagt, naja, weil wir die Computed Values vergleichen. Da habe ich gesagt, okay, cool, danke. Und dann habe ich mal nachgeschaut, was Computed Value überhaupt heißt und habe einfach absolut keine Ahnung gehabt, worum es da geht und deswegen hat es auch so lange gedauert, weil ich mich da hingesetzt habe.

Und jetzt verstehe ich es, jetzt verstehe ich auch, was es bedeutet, weil einfach der Computed Value nicht sozusagen dieser relative Variablenwert ist, sondern das ist dann schon sozusagen der tatsächliche absolute Wert, der dann die Variable dann irgendwann mal wird. Und deswegen werden sozusagen nur noch die, eben die Computed Values verglichen und nicht die relativen. Also ja, muss man sich in Ruhe durchlesen und ein bisschen probieren.

Genau, Computed Values kannte ich zum Beispiel von Schriftgrößen, weil das ist, womit der Browser am Ende arbeitet, wo dann am Ende immer Pixel draus wird zum Beispiel. Aber ich weiß gar nicht, ob das noch so ist. Ganz so ist es nicht. Es kommt da noch was dazu. Es ist nicht bei jeder Eigenschaft so. Also es gibt Eigenschaften, wo der Computed Value noch nicht der fix, der tatsächliche Value ist. Dann gibt es nochmal zwei Stufen später. Also es ist dann doch nicht so easy.

Ach so, warte mal. Computed, Used und Actual. Genau, ja, ja, ja. Und Specified und Cascaded. Ja, krass. Will man so tief da rein? Naja, manche wollen. Also viel Spaß damit. Du denkst dir, ich schreibe jetzt schon CSS seit 15 Jahren, ich bin der allergeilste Typ, ich kann CSS richtig gut. Und dann liest du sowas und denkst dir, ich habe keine Ahnung von irgendwas, ich kann diese Sprache nicht. Naja. Humbling sagt man, glaube ich, auf Englisch.

Genauso, was mir auch gut gefallen hat, habe ich auch geschrieben über Initial, Inherit und Unset, was die machen. Oh ja. Das, ähm, da habe ich mich auch schon öfter gefragt, warum es die aller Einzelnen überhaupt gibt. Ich nehme mal an, du gehst auf die Einzelheiten ein. Ich glaube, den Artikel habe ich sogar gelesen, aber habe es wieder verdrängt, weil das ist tatsächlich was, was ich extrem selten verwende. Ich habe, glaube ich, einmal Initial verwendet in einem Projekt, wirklich.

Und, äh, aber das ist tatsächlich extrem nützlich. Also in dem Fall war es, glaube ich, dass ich, dass ich das, äh, von irgendwas, von Bootstrap wurde gestylt und ich wollte das zurücksetzen auf den Standard-Style. Ich glaube, das war, das war damals irgendwie der Anwendungsfall. Ja, und da kommt es jetzt nämlich, weil ich dachte nämlich, dass Initial bezieht sich irgendwie auf diese Standard-Styles im Browser, aber das ist es nicht.

Also Inherit, da geht es darum, ich erbe von meinem älteren Element und bei Initial heißt das nicht, geh zurück auf die, weiß nicht, zum Beispiel 16 Pixel, die im Browser standardmäßig drin sind oder die Times New Roman oder was auch immer oder die 8 Pixel Margin of the Body, sondern da geht es um den initialen Wert, so wie in der Speck definiert ist.

Wenn du dir eine, eine Eigenschaft raussuchst in der Speck, zum Beispiel Border Bottom Color zum Beispiel, dann steht dort gewisse Dinge, das ist eine Tabelle und unter anderem steht dort der Initial Value und auf den bezieht sich es. Und der ist nicht unbedingt gleich dem Browser-Standard-Style. Genau, kann, muss aber nicht. Aber warum? Aber warum?

Naja, weil die Eigenschaften kommen mit einem initialen Wert und das, was wir im Browser sehen, ist ja nur das User-Agent-Stylesheet, dass die Browser drüberlegen. Das heißt, du hast sozusagen den Standardwert und das, was sie machen, ist nicht der Standardwert, sondern ihr eigenes Style-Sheet, das wir dann überschreiben. Ja, weil mehr CSS ist einfach besser. Ich glaube, das ist wahrscheinlich der Grund.

Weil das könnte man ja dann einfach komplett weglassen und sinnvolle Initial-Werte definieren, die in jedem Browser dann gleich sind und dann hast du den, ach Gott, es muss immer noch komplizierter werden. So, okay, gut. Dann vielleicht noch ganz kurz, ich weiß, du hast schon einen Artikel drüber geschrieben, aber ich wollte es hier nochmal ansprechen. Jetzt haben wir viele, viele Sachen, die du gelernt hast über CSS jetzt besprochen oder die sind auch in diesen 100 Artikeln drin.

Was fehlt dir denn noch? Also, was wären so ein, zwei Sachen, wo du sagst, das wäre doch jetzt irgendwie, das hätte ich gerne noch. Ja, also, eine Sache, die ich mir wünschen würde, die gibt es so teilweise, die gibt es, also in manchen Browsern ist sie implementiert, funktioniert mehr oder weniger, wäre Alternativtext für Pseudo-Elemente.

Das heißt, wenn ich über Before oder After mit Content irgendwie Inhalt einfüge, der jetzt nicht zum Beispiel Textinhalt ist, sondern eine Uhr oder vielleicht irgendwie ein Icon oder ähnliches, dann wäre es cool, wenn ich dort hingehen könnte und sagen könnte, Alt zum Beispiel, ich finde seine Eigenschaft, ist leer. Sozusagen, dass es nicht accessible ist, so wie ich bei einem Bild ein leeres Alt-Attribut verwenden würde oder ARIA hidden bei einem anderen Element.

Oder, dass ich hergehen könnte oder ein Hintergrundbild hinzufüge und dem aber eine Beschreibung gebe. Das würde ich mir wünschen, das gibt es eh schon. Das gibt es schon, also du kannst, ich weiß gerade nicht in welchem Browser, ich weiß gerade nicht auswendig, aber du kannst sagen Content und dann übergibst du einen Wert und dann Slash und nach dem Slash kommt dann sozusagen das Alt-Attribut dafür oder der Alt-Wert, das geht schon.

In einem Browser, ich glaube immer im Safari, aber halt nicht überall. Genau. Dann würde ich mir wünschen, dass es irgendeine Möglichkeit gibt, wie ich Blocklinks erstellen kann. Also grundsätzlich ist es in HTML erlaubt, dass ich in einem A so viel schachtel, wie ich will. Also ich kann, wenn man sich so eine klassische Card vorstellt, das ist eben so ein Teaser, da gibt es ja oft eine Überschrift und ein Bild und einen Text und einen Link.

Und man will ja meistens, dass alles klickbar ist. Einfach nur, weil man sich erwartet, ich kann das Bild klicken, aber ich kann auch den Text klicken und so weiter. Und wenn ich das alles in einem A tue, dann ist es so, dass wenn ich einen Screenreader verwende und ich komme auf den Link, dann wird er mal alles vorgelesen. Die Überschrift, die Beschreibung des Bildes, der komplette Text, der Link-Text und dann sagt er mir, by the way, das ist ein Link.

Und das kann manchmal einfach sehr lang dauern, weil einfach diesen ganzen massiven Text vorliegen, das will ich nicht. Gleichzeitig ist es aber so, dass wenn man jetzt nur die Überschrift verlinkt oder nur den Link in dieser Card verlinkt, wie schafft man es, dass alles klickbar ist und trotzdem auch noch Mittelklick und Rightklick funktioniert und der Text vielleicht auch noch markierbar ist und so weiter. Dafür gibt es keine gute Lösung.

Ich verwende eine mit CSS, mit einem Pseudo-Element, das ich da irgendwie drüberlege und mit Z-Index herumscheiße, aber so richtig gut funktioniert es nicht. Und dafür würde ich mir wünschen, dass es eine gute Lösung gibt, wo ich einfach einen Link definiere und dann irgendwie sagen kann, bitte fülle den Parent aus. Das unterschreibe ich auf jeden Fall.

Da gab es auch mindestens mal einen CSS-Tricks-Artikel dazu, verschiedene Möglichkeiten, wie man das irgendwie möglich machen kann und nichts ist so richtig geil. Und ja, dieses alles in ein A-Packen ist irgendwie nett, aber das bringt unter anderem solche Probleme mit sich. Da gibt es, stimmt, da gibt es glaube ich keine Lösung, die so richtig gut funktioniert und dann nicht auch noch ein JavaScript braucht oder so.

Oder irgendwelches wildes CSS, wo du dann irgendwelche Elemente übereinander verschachtelst und so. Das macht nicht so richtig Spaß. Also eigentlich mal brauchst du irgendwie ein A-Element. Und selbst wenn du JavaScript verwendest, dann geht halt vielleicht Rightklick nicht, was dann auch wieder blöd ist.

Genau. Es gibt ja einen Post von Adrian Rosselli, von Chris Koyer und von noch ein paar Leuten, von Michael Scharnagel, weiß ich gerade auswendig, und von ganz vielen Menschen, die darüber geschrieben haben und versucht haben, eine Lösung zu finden. Aber ja, so richtig gut gibt es nicht wirklich.

Und noch eine Sache, die ich mir wünschen würde, die ist jetzt ein bisschen, da wurde gerade wieder darüber diskutiert, weil der Ben Myers einen Artikel geschrieben hat und ich würde mir eine Visually Hidden oder Screamer Only, wie sie manchmal genannt wird, Klasse oder Attribut wünschen, nativ. Ja, dass man das nicht immer selbst implementieren muss. Auf jeden Fall. Das war der Text von meinem letzten Tweet.

Ja, das bringt mich auch zu meinem nächsten Punkt, zu deiner, da hast du es nämlich auch schon angesprochen, du hast letztes Jahr auf der Beyond Tellerrand einen Vortrag gehalten und da hast du auch schon diese SR-Only-Klasse angesprochen und gesagt, ja, gibt leider keine Lösung dafür. Genau, hier an der Stelle wollte ich dann auch fragen, trifft man dich denn dieses Jahr, haben wir vorhin geklärt, wir treffen uns dieses Jahr dort tatsächlich.

Genau, ja, das heißt, mein Punkt ist damit eigentlich auch schon wieder durch. Aber das ist interessant, weil du hattest ja irgendwann mal gesagt, du bist nicht da, zumindest habe ich das irgendwo mal, stand das irgendwo mal online oder habe ich das geträumt?

Nein, nein, das stand online, weil ich da eigentlich schon am Weg nach Griechenland gewesen wäre, aber es hat sich so gegeben, dass wir unseren Urlaub zwei Wochen verschoben haben, dementsprechend habe ich jetzt zwei Wochen mehr Zeit und kann vorbeischauen, was mich sehr freut. Also die Frage Beyond oder Smashing war sehr gemein, weil ich die Marken und auch die Mitteleague kenne und ich schon bei beiden Events gesprochen habe.

Nein, es sind beide sehr unterschiedliche Events und beides gehört zu meinen Top-3-Konferenzen, mit denen ich je war. Auf jeden Fall. Muss man unbedingt mal gesehen haben. Beides, Beyond und Smashing-Kampf. Absolut. Unbezahlte Werbung, muss ich hier nochmal sagen. Wir haben auch schon angekündigt, dass wir dort ein HörerInnen-Treffen machen werden.

Wir werden auch beide da sein, der Konstantin und ich. Ich war ja schon relativ, ich weiß gar nicht genau, wie oft da. Ich war nicht jedes Mal in Düsseldorf. Ich war auch ein paar Mal auf anderen Konferenzen, bin mal fremdgegangen und habe dann gemerkt, Beyond war dann doch ganz gut. Das war immer gleich. Genau. Cool, dann sehen wir uns da auf jeden Fall. Auf jeden Fall, ja. Sehr gute Sache. Und dann ist dein Punkt schon vorbei, Konstantin, oder?

Ja, das war es. Das war es schon. Okay. Dann habe ich noch eine Accessibility-Frage oder zwei oder fünf. Und zwar, wie sieht denn für dich jetzt, wenn du einen Accessibility-Test von der Seite machst, wie sieht denn der typische Test aus? Was machst du da? Du warst ja in deinem Workshop, oder? Ich war in deinem Workshop, ja, aber ich frage trotzdem nochmal.

Ich würde, okay, dann frage ich vielleicht konkreter, dann frage ich vielleicht konkreter, du würdest auch schon unterscheiden zwischen so einem Schnelltest und so einem richtigen. Oder? Also das, zumindest mache ich das normalerweise. Wenn jetzt jemand von mir einen Accessibility-Test haben will, dann ist das nicht üblich, dass ich dann die komplette WCAG auspacke und sage, so jetzt gehen wir einmal über die komplette Speck drüber.

Also wenn du jetzt so einen schnellen Test machen würdest, wie würdest du den machen? Ja, also es ist so, es kommt darauf an, für wen das ist. Ich habe, beziehungsweise, nein, anders. Es kommt eigentlich nicht darauf an, für wen das ist. Wenn ich jetzt einen Kunden habe und die sagen mir, hey, wir brauchen bitte einen Test, weil wir wollen ein Certifikat haben oder wir müssen halt, oder wir brauchen einfach von einem Experten, brauchen wir einen Schrieb, wo steht, das ist alles cool.

Dann, das Erste, was ich mache, ist, ich schaue mir die Website an und schaue mal, ob es überhaupt Sinn macht. Also ob es überhaupt Sinn macht, dass ich mich hinsetze und das durchteste. Und das meine ich gar nicht irgendwie überheblich, sondern einfach nur, um dem Kunden Geld zu sparen. Einfach um zu sagen, wenn es einfach wirklich ganz daneben ist, dann bringt es nichts, wenn ich mich da hinsetze.

Dann müssen sie sich grundsätzlich irgendwo anders ansetzen oder vielleicht die Website neu machen oder sonst irgendwie. Und das hatte ich auch schon tatsächlich, weil ich dann einfach gesagt habe, okay, ich breche jetzt ab, weil das ist so daneben, das bringt nichts. Das ist meistens dann der Fall, wenn sie irgendwie noch Teile der Seite haben, die vor 20 Jahren gemacht worden sind oder vor 15 Jahren oder sonst irgendwie.

Oder vor wenigen Jahren und sie verwenden JavaScript-Frameworks und haben keine Ahnung, wie man da barrierefreie Websites macht, was bald auch sehr schnell geht und sehr einfach passieren kann. Ja, also um das zu beurteilen, am Anfang verwende ich das eines der mächtigsten Werkzeuge, eines der gefährlichsten Werkzeuge, eines der günstigsten Werkzeuge, die Tab-Taste.

Das ist einfach das allerbeste Tool. Es ist viel besser, als da irgendwie Lighthouse oder X durchlaufen zu lassen, weil du drückst Tab und das erste, was du siehst oder nicht siehst, gibt es Focus-Tiles. Wenn es keine gibt, dann weiß ich schon, passt, das wird einfach schwierig jetzt werden, da irgendwie was Positives zu finden auf der Seite. Wenn es die Focus-Tiles gibt, dann tabbe ich mich halt mal durch und schaue, ob Focus-Management gut funktioniert.

Das heißt, wenn ich jetzt irgendwelche Teile habe, wo der Focus irgendwo anders hinkommt, zum Beispiel eine Navigation, die sich öffnet, so Burger-Button klassisch oder ein Modal-Window, funktioniert das? Bin ich immer dort, wo ich sein möchte mit der Tastatur?

Wenn das funktioniert, dann kann ich sagen, ja, okay, passt, den Test kann man machen, weil diese grundlegenden Sachen sind nochmal da und dann werde ich vermutlich nur irgendwelche Details finden, die wahrscheinlich jetzt nicht so das Riesenthema sind. Oder, und das ist meistens der Fall, ich finde einiges, wenn ich dann mit dem Screenreader teste.

Genau, also das ist sozusagen mein schneller Test und wenn es dann so richtig losgeht, dann gehe ich einen Schritt zurück und lasse mal den W3C-Validator, HTML-Validator laufen, das ist auch eines meiner Lieblingstools, so richtig oldschool. Und dann X-DevTools, das ist mein Lieblingstesting-Tool und dann mache ich noch so ein paar semi-automatische Dinge, wie zum Beispiel mit Accessibility-Insights mir gewisse Dinge anzeigen.

Das ist so ein Tool von Microsoft, das eh auch X verwendet, aber ein paar ganz coole extra Stücke spielen spielt und dann intensiv mit der Tab-Taste und dann mit unterschiedlichen Screenreadern. Genau. Wenn du jetzt bei so einem richtigen großen Test bist, die WCAG, die sind ja relativ groß, da gibt es ja einiges, wie stellst du da dann sicher, dass du nichts vergisst?

Also arbeitest du dich irgendwie nach einer Checkliste durch oder hast du da irgendwie ein Tooling, was dir dabei hilft oder machst du das so noch Gefühl, weil du sagst, ja ich weiß die wichtigen Sachen sowieso? Weil ich glaube, mir würde das sehr schwer fallen, zu sagen, ich bin mir jetzt sicher, dass ich jetzt alle Use Cases abgetestet habe, die wichtig sind.

Also ich halte mich einfach an die Guidelines, da gibt es ja das EM-Tool, dieses offizielle Tool vom WAI, wo du einfach die einzelnen Guidelines hast und dann hast du eine Text-Area, wo du einfach reinschreibst und sagst, passt oder passt nicht.

Das ist einfach sozusagen die Maske, wo ich das eingebe und so wirklich an alles denken kann ich eh nicht, aber ich bin grundsätzlich jemand, der jetzt nicht so standard fixiert ist, wenn es um das WCAG geht, sondern mir geht es eher darum, ist es bedienbar oder nicht. Und wenn ich jetzt irgendeinen Use Case, der nach dem Standard irgendwie jetzt ein Failware nicht bedacht habe, dann ist mir das relativ wurscht, solange es bedienbar ist.

Also es gibt da Leute, die da sehr, sehr strikt nach diesen Guidelines vorgehen, das interessiert mich nicht so wirklich. Also mir geht es wirklich darum, ist es bedienbar oder ist es nicht bedienbar. Also zum Beispiel, keine Ahnung, sowas wie Überschriften, die sollten halt irgendwie schön geordnet sein, hierarchisch und bla bla bla. Wenn da mal irgendein kleiner Fehler drinnen ist, wenn da einmal was geskippt wird, egal.

Hauptsache die Überschriften sind gut beschrieben und es ist circa die Hierarchie erkennbar. Wenn da ein kleiner Fehler ist, dann wird das jetzt nicht so das Riesenthema sein. Also das sehe ich auch so. Ich komme auch so aus der pragmatischen Ecke. Ich versuche mich weniger. Also natürlich, die Standards sind natürlich wichtig und helfen auch oft zu untermauern, warum jetzt etwas wichtig ist.

Aber ich versuche bei den meisten Tests, die ich mache, auch tatsächlich wirklich nur darauf zu gucken, kann ich mir vorstellen, dass es irgendwie, ist auch manchmal schwer, Screenreader-Bedienungen, ohne dass man darauf angewiesen ist, zu antizipieren, ist das jetzt das Richtige. Also ich habe da auch schon öfter mal irgendwie bei Blinden, ist das wirklich Gold wert.

Bei Menschen, die wirklich einen Screenreader benutzen müssen, mal nachzufragen und zu sagen, ey, wie siehst du das oder wie findest du denn, wie würdest du denn sagen, ist so besser oder so? Also ich habe da, da habe ich ja auch schon echt erstaunliche Sachen dann gehört, wo ich dachte, krass, das hätte ich jetzt ganz anders beurteilt, aber ich benutze das Ding auch nicht jeden Tag.

Also es ist, einen Screenreader benutzen können und ihn benutzen müssen, das ist oft nochmal ein Riesenunterschied, wie man dann Dinge sieht. Also zum Beispiel, was mich damals sehr erstaunt hat, war, dass die im Zweifel sagen, wenn das jetzt so eine mittelmäßig interessante Information ist, ich glaube, es ging so um Alternativtext, bringt dir jetzt zum Beispiel der Pfeilname was, bevor gar nichts drinsteht.

Da hätte ich dann gesagt, hm, ja, ein bisschen Information haben oder nicht haben, würde ich sagen, eher haben. Und dann haben mir mehrere Blinde geantwortet und haben gesagt, nee, mach den Quatsch weg. Die haben so viel, mit so viel Unsinn irgendwie zu kämpfen, ich kann jetzt nicht für alle sprechen, aber die haben mit so viel Unsinn zu kämpfen, der irgendwie vorgelesen wird im Browser.

Lieber, wenn was nicht eindeutig ist, lieber weglassen, weil sonst, es geht alles irgendwie in einem Boost von irgendwelchen komischen vorgelesenen Zeichen irgendwie unter. Also da auf jeden Fall, wenn man eine Möglichkeit hat, immer auch Leute fragen, die irgendwie wirklich damit zu tun haben, das ist irgendwie so mein Ding, was ich da noch mit reingeben wollte, weil das ist echt, die Realität sieht oft ganz, ganz anders aus als die Standards.

Du kannst dich zu 100% an den Standard halten und hast trotzdem vielleicht eine Seite, die echt nervig zu bedienen ist. Ja, also kann ich wenigstens schreiben. Dazu vielleicht zwei Sachen. Also ich bin ein fürchterlicher Screenreader-User, ich kann das, also ich kann mit der Software nicht einfach umgehen, ich kann damit nicht umgehen.

Also ich weiß, wie es funktioniert, ich habe meine Cheat Sheets, da schaue ich nach, wie die Command sind, aber so richtig, dass du sagst, ich bin jetzt ein effizienter Screenreader-User, bin ich nicht. Mein Voice-Over-Cheat Sheet, was ich mir mal geschrieben habe, das hängt immer an meinem Monitor, das ist der einzige Zettel, der immer da sein darf.

Sollte ich als professioneller Auditor wahrscheinlich nicht sagen, aber so ist es halt einfach, weil ich verwende es halt nicht jeden Tag und ich bin auch einfach kein Screenreader-User und es ist auch okay so.

Es ist einfach nur für mich, ist es einfach ein Werkzeug, auch wieder dieser sehr pragmatische Zugang und das Wichtige ist, dass man einfach nur keine Vermutungen anschaut, dass man vermutet, dass die Leute das so oder so verwenden werden, sondern man schaut einfach nur, kann ich diese, bekomme ich diese Information oder bekomme ich sie nicht und ist sie richtig oder nicht. So gehe ich das an.

Und das andere ist eh, man kann sich dann eigentlich nur verlassen an irgendwelche Best Practices, man kann sich an die Stimmen von ExpertInnen verlassen, beziehungsweise, und das ist natürlich das Beste, dann einfach User-Tests zu machen oder mit echten Menschen zu sprechen. Da war zum Beispiel, um auch noch ein Beispiel zu geben, heißt es ja, dass man fremdsprachige Begriffe immer auszeichnen soll.

Das heißt, wenn ich jetzt irgendwie einen Satz habe und ich habe sowas wie, das ist mein Go-To-Beispiel, there is a certain je ne sais quoi in the air, also wenn ich mir so eine Mischung aus Englisch und plötzlich Französisch habe, dass ich dann hergehe und diesen französischen Satz in ein Span oder was auch immer tue und da einen langen Attribut drauf tue, zum Beispiel fr für Französisch.

Das ist okay, ja, weil wenn ich jetzt einen Screenreader habe, der mehrere Sprachen unterstützt, dann würde der sozusagen das Voice-Profile umstellen und würde das dann richtig schön auf Französisch aussprechen und dann wieder zurück auf die englische Aussprache switchen. Das Ding ist nur, was mache ich, wenn ich einen Begriff habe wie Workshop oder Download oder Megabyte oder ähnliches?

Wenn ich jetzt ganz streng bin, dann würde ich sagen, ja, ich muss das auszeichnen, das sind fremdsprachige Begriffe, die zeichne ich als Englisch aus. Und die meisten Amis werden ja auch einfach sagen, ja, das ist so. Also sobald du einen anderen sprachigen Begriff hast oder Briten von mir aus werden das wahrscheinlich auch sagen, nur im Deutschen ist es ein bisschen anders, weil wir einfach sehr viele Anglizismen haben.

Und so ein Begriff wie Workshop oder Download, der ist bei uns sehr verankert in der Sprache und der kennt man einfach. Und mir haben Screenreader-User gesagt, bitte tut es nicht, also verwendet es wirklich nur, wenn es echt notwendig ist, wenn die Information verloren gehen würde, weil es einfach nervig ist. Wenn ich im Sprachfluss bin, dann wird eine Pause gemacht, es switcht um zum anderen Profile, liest es vor, macht noch eine Pause, switcht um.

Und diese Pause spüre ich nicht, weil mein Screenreader ist super langsam eingestellt, damit ich diesen Scheiß verstehe. Bei einem richtigen Screenreader-User ist es natürlich super schnell, weil die wollen effizient sein, die wollen die Information schnell bekommen. Und wenn da ständig irgendwelche Pausen sind für Begriffe, die sie eh kennen und eh verstehen, kann das sehr nervig sein.

Aber wenn du dich an die Standards hältst, dann weißt du das nicht. Das kriegst du nur, wenn du den Leuten zuhörst, die dann wieder betroffen sind. Und das ist bei VoiceOver unfassbar nervig, wenn er zu einer anderen Stimme umschaltet plötzlich. Also ich habe das teilweise schon gehabt, bei Formularen oder so, dass er dann plötzlich, die Stimme wird plötzlich anders und du hast auch noch diesen Gap drin. Also das kann ich mir total gut vorstellen, dass das wahnsinnig stressig ist.

Ja, ich checke vor allem nicht, wie das VoiceOver macht. Also ich habe da manchmal so simple Demos. Eine Liste mit vier LIs. Der Text von den vier LIs ist A, B, C, D. Und A, B, C wird auf Deutsch vorgelesen und D auf Englisch. Also mit der englischen Stimme.

Okay, das ist weird. Ich hatte auf jeden Fall schon den Fall, dass ich das Gefühl hatte, er versucht, die Sprache zu erraten. Das passiert. Aber bei A, B, C, D, er versucht ein bisschen cleverer zu sein als die Webseitenbetreiber, die halt hoffentlich die Seite richtig gut auszeichnen. Aber auch dazu habe ich heute irgendwie einen Talk gesehen bei der X-Con, wo jemand sich damit beschäftigt hat mit, in dem Fall ging es um CSS, dass Screenreader-Ausgabe verändert.

Zum Beispiel, dass wenn ich List-Style-Nan mache, dass keine Liste mehr vorgelesen wird teilweise. Und das kommt offenbar daher, dass Browser-Hersteller versuchen, möglichst clever zu sein, was die Inhalte angeht und die Intention der Webseitenbetreiber zu erraten. Und das ist halt in so einem Fall echt fatal, wenn ich wirklich eine Liste da haben will. Und dann wird, ich will sie ein bisschen umstylen und dann plötzlich erkennt das Screenreader keine Liste mehr. Das ist schon krass.

Ja, der Hintergrund da ist, dass es einfach User-Feedback gab, weil wir hatten eine Zeit lang, wir hatten so eine Phase, wo wir einfach alles in Listen gepackt haben, weil es irgendwie hieß, wenn etwas in der Liste ist, dann ist es barrierefrei. Und so habe ich das auch wirklich gelernt. Einfach alles schön in Listen packen.

Und dann gab es etwas, das haben die Webkit-Developer als Listitis beschrieben, also die Listen-Krankheit, weil einfach alles in der Liste war, weil sie einfach sehr viele User beschwert haben und gesagt haben, das ist alles in der Liste, hört es auf. Und dann haben sie gesagt, okay, dann machen wir das so, wenn etwas nicht aussieht wie eine Liste, eben Liste allen an, dann muss es auch keine Liste sein. Also wenn es visuell keine Liste ist, dann ist es auch semantisch keine Liste.

Und das Problem war, dass manchmal will ich die Informationen ja trotzdem haben, weil die Liste hat ja sehr wertvolle Informationen. Die sagt mir erstens, dass es eine Liste ist, wie viele Elemente drin sind und ich bekomme auch so eine Information wie, du bist beim Listenpunkt 2 von 5, bei 3 von 5 und so weiter.

Und jetzt ist es so, dass sie vor kurzem was geändert haben an dieser Logik, wenn du jetzt, es betrifft nur Voice-Over und Safari, wenn du List-Teil-None irgendwo setzt auf eine Liste, dann ist diese semantische Information weg. Außer, es ist in einem Nav geschachtelt, dann ist sie wieder da. Das ist zwar neu, das ist der kurzen. Ja, also ja, ich verstehe, ich verstehe, wo sie herkommen, ich verstehe den Gedanken dahinter, sie hätte es trotzdem anders implementiert.

Ja, ich finde so Magie immer schwierig, wenn der Software versucht zu erraten, was man möchte. Ich finde, dann darf auch etwas mal auf die Schnauze fallen, wenn es einfach scheiße gemacht ist. Ja, aber das ist ja generell so inhärent bei Browsern, dass sie versuchen, möglichst gut damit umzugehen, was man ihnen gibt. Also auch wenn ich irgendwie unsemantisches, oder nee, kaputtes HTML denen gebe, machen sie ja trotzdem eine halbwegs okaye Webseite draus und so.

Vielleicht noch eine Sache, wenn wir gerade bei Screenreadern waren, weil es fällt mir gerade ein, weil halt gerade Excon ist und ich da einen krassen Vortrag gesehen habe. Also wenn ihr euch einen Vortrag davon anschaut, ich habe noch nicht alle gesehen, aber von denen, die ich gesehen habe, war das der krasseste. Und die fand ich echt am interessantesten, war, da haben Entwickler von der Kollaborationsplattform Miro, kennt ihr das?

Nee. Mhm. Das ist so ein, das ist so ein, so ein großer Canvas, auf dem du irgendwie Post-its drauf tun kannst und irgendwie wild zusammen gemeinsam arbeiten kannst. Also es wird irgendwie für alle möglichen Meetings mit Brainstorming und so verwendet. Also mehrere Leute arbeiten da drauf, kannst irgendwelchen Text draufschreiben und irgendwelche Elemente zueinander packen und irgendwie Gruppen bilden und Boards daraus bauen, Retrospektiven damit machen, keine Ahnung, irgendwie sowas.

Kann bestimmt noch viel mehr, was ich alles nicht weiß, kannst Bilder einbinden und so. Halt ein riesiger Canvas, der eigentlich unendlich groß ist, wo du immer weiter Elemente drauf packen kannst und kannst rumschieben, so wie Google Maps quasi. So, und die haben jetzt erzählt, wie sie das Ding Tastaturbedienbar und Screenreader Accessible gemacht haben oder wie ihr Ansatz ist. Und ich habe, wenn du mich jetzt gefragt hättest, wie geht denn sowas, hätte ich gesagt, vergiss es.

Aber es ist natürlich, also das wäre tatsächlich mein initialer Gedanke, wie, also mir wäre nichts eingefallen, weil in meinem Toolkit war nichts drin, bis heute, bis ich dann gelernt habe, oder war es gestern, bin mir gerade nicht mehr sicher. Die haben da echt abgefahrenen Shit gemacht. Und zwar ist das tatsächlich ein Canvas-Element, das heißt erstmal, da liegen keine HTML-Elemente oder sowas rum.

Das ist ein großes Canvas-Element, was erstmal gar keine Informationen, der Browser hat aber gar keine Informationen über den Inhalt. Und, also das heißt, sie müssen irgendwie eine Repräsentation schaffen von allen Elementen, die da drin sind. Die müssen sie irgendwie nach draußen mappen, dass man sich da durchnavigieren kann und die mit der Tastatur bedienen kann.

Und das große Problem war für die Reihenfolge, was gehört denn zusammen, weil da wird nichts semantisch gruppiert, irgendwie so wie man das mit HTML macht. Ich packe da halt irgendwie ein Diff oder irgendein anderes Element drumherum, dann sage ich, das ist jetzt eine Gruppe, das gehört jetzt zusammen. Aber das gibt es bei so einem Tool ja nicht, weil ich habe Wild-Post-Its, die irgendwie erstellt werden und die werden vielleicht auch mal umsortiert, dann gehören andere zusammen und so.

Das ist ja irgendwie schwierig und die haben halt ursprünglich, haben sie versucht, das zu erschlagen mit Erstellungszeitpunkt, weil sie gedacht haben, wenn ich was erstelle und das, was ich danach erstelle, das gehört wahrscheinlich dazu von einem User. Haben sie dann aber relativ schnell gemerkt, das funktioniert nicht, weil so funktioniert das Hirn nicht und so funktionieren viele User gleichzeitig auch nicht, weil mir fällt vielleicht noch gerade jetzt eben was zu dem anderen ein.

Und das ist dann wohl völlig anders und dann sind sie wild rumgesprungen und die haben jetzt tatsächlich offenbar was implementiert, womit sie anhand von den Farben von den Dingern und den Abständen tatsächlich versuchen mathematisch zu berechnen, was sind denn jetzt Gruppen. Die versuchen mathematisch zu identifizieren innerhalb und da dann quasi gehen sie von oben nach unten, links nach rechts.

Es ist total verrückt und dafür bauen sie auch gerade irgendwie die Sprachausgabe, ich war mir nicht sicher, ob es schon fertig ist, aber versuchen echt von außen innerhalb von diesem Canvas dann zu berechnen, was gehört zusammen und versuchen da irgendwie. Und wenn da ein bisschen mehr Abstand ist, dann ist das vielleicht schon die nächste Gruppe und so große Magie, die da stattfindet.

Und ich kann echt nur empfehlen, sich den Vortrag mal anzugucken, weil ich wäre echt lost gewesen und das ist, aber ich finde, die waren da schon echt, sind echt kreativ an das Problem rangegangen und ich finde es super, dass sie es machen, weil ich hätte auch verstehen können, tatsächlich hätte ich ein Verschändnis gehabt, wenn einer sagt, ja gut, da müssen wir halt irgendwie, das müssen wir machen, weil irgendwie so eine ganz abgespeckte Version für Screenreader Nutzer oder so und mit bearbeiten oder mit Tastatur ist dann irgendwie eher nicht oder das machen wir ganz einfach für die.

Aber wir haben echt versucht, auf der Basis von dem, was sie haben, eine geile Experience zu bauen. Ich habe es nicht ausprobiert, muss ich dazu sagen, aber alleine die Gedanken, die da reingeflossen sind, hat man schon gemerkt, die haben es ernst gemeint, fand ich richtig cool. Cool, klingt super, muss man auch mal anschauen.

Hattest du sowas schon mal? Also irgendwie, dass du was jenseits, also irgendwie sagen wir mal so eine App, so eine interaktive App, was jenseits von einer normalen Webseite accessible machen musstest und da irgendwie kreativ werden musstest, weil das finde ich immer, da steige ich mit meinem Standardwerkzeug aus. Oder da muss man echt kreativ werden. Nein, hatte ich noch nichts. Aber man darf es ja nicht laut sagen, aber 95 Prozent, 98 Prozent der Websites sind einfach Websites. 99?

Nein, hatte ich noch nichts. Ja, es ist so. Also die meisten Leute glauben, sie bauen Apps, aber sie bauen gar keine Apps. Sie bauen halt nur eine Webseite mit React. Okay. Ja gut, aber ich kann es total nachvollziehen, weil in meinem Arbeitsalltag, ich hatte das genau einmal, dass mir sowas präsentiert wurde. Und das war, in dem Fall war das so eine Art Konfigurator für Serverinfrastruktur, die du dir dann visuell zusammenklicken kannst.

Also auch so ein Canvas-artiges Ding, wo du Elemente hinziehst und die miteinander verbinden kannst und übereinander stacken und keine Ahnung was. Aber jetzt, nachdem ich den Miro Talk gesehen habe, denke ich mir so, ja, also wie sehr wollt ihr das, das Accessible machen? Das ist eigentlich immer die Frage, wenn man denkt, es wäre unmöglich oder es ist mit keinem Aufwand der Welt. Wie sehr willst du das? Wenn du das wirklich, wirklich willst, wir kriegen es hin.

Ich glaube, das muss man sich immer mal wieder in den Kopf rufen und ich auch mir selbst, wenn ich so initial denke, das geht nicht. Es gibt immer eine Möglichkeit, es ist immer nur eine Frage, wie groß der Aufwand ist. Also ich bin grundsätzlich jemand, der sagt, wenn du ein Projekt angehst und von Anfang an die Barrierefreiheit mitdenkst, dann ist es nicht ein großer Zusatzaufwand, den du benötigst, um die Website auch wirklich barrierefrei zu machen.

Wenn du es im Nachhinein sozusagen als Add-on dazu zunimmst oder versuchst, im Nachhinein eine Webseite barrierefrei zu machen, dann wird es teuer. Weil dann ist es meistens so, dann lädst du so einen Menschen wie mich ein, der sich das mal anschauen muss und dann brauchst du vielleicht auch einen Workshop und dann bist du dann schon bei ein paar tausend Euro und dann muss es erst gefixt werden. Und dann kommen noch ein paar tausend Euro, die du dann irgendwie investieren musst dazu.

Wenn es aber von Anfang an passiert, dann ist es eigentlich überschaubar. Aber bei sowas, also selbst wenn du es mitdenkst, da brauchst du einfach Budget. Also weil Canvas, etwas, das mal grundsätzlich von der Technologie her schon mal nicht barrierefrei ist, weil du sagst, da ist kein HTML, da ist gar keine semantische Information, da ist einfach nur Pixel oder was auch immer, da brauchst du einfach Budget.

Und ich glaube, daran scheitert es einfach ganz oft, weil wir haben auch zum Beispiel, wir haben bei der Stadt Wien, bei der ich gearbeitet habe bis vor kurzem, da haben wir auch so Diagramme, die ganz cool sind, wo dann irgendwie, weiß ich nicht, die Sterberaten aus dem letzten Jahr zum Beispiel mit so einem Balkendiagramm oder sonst irgendwie dargestellt werden.

Das ist super cool, nur die Umsetzung ist halt eigentlich barrierefrei und wir lösen das, indem wir daneben einfach eine Tabelle darstellen. Also du hast einfach eine alternative Darstellung dafür, weil alles andere ist einfach nicht im Budget, wird nicht funktionieren. Ja, wobei, das finde ich fair enough.

Also das hätte ich jetzt, also eine Tabelle statt, also oder als alternativer Inhalt für einen Graph, der dargestellt wird, ich wüsste gar nicht, wie ich das jetzt anders noch cooler machen würde, finde ich. Also muss man sich, man würde sich ja sowieso durchnavigieren. Also hm? Ja, ja, voll, eh, das passt eh. Nur bei sowas wie Miro, also ich hätte so wie du einfach keinen Ansatzpunkt gehabt, wie ich überhaupt, wie ich das angehen sollte.

Ja, und von daher finde ich es halt wahnsinnig beeindruckend, dass es offenbar Leute gibt, die gesagt haben, Challenge accepted. Wir basteln da jetzt was drauf, das wird aufwendig, aber offenbar war das so stark gewünscht und sie haben irgendwie offenbar auch, Ja, das ist ja bei sowas nicht nur Idealismus. Die müssen ja auch den Business Value da drin irgendwie gesehen haben.

Und, warte, warte, Moment, ich glaube, da war noch was mit, die haben halt auch viele Universitäten und Schulen als Kunden und die sagen dann halt, ihr müsst barrierefrei, sonst kriegt ihr unser geiles Government Money nicht mehr. Und das ist sehr beliebt, glaube ich. Und das ist das, also ich habe gerade überlegt, es muss ein Business Value geben. Also nur aus Idealismus macht so jemand wie Miro das nicht. Ähm, ja. Aber das ist, ja, es ist einfach cool.

Also schaut euch den Vortrag an. Konstantin, du hast noch was, oder? Genau, ich, nochmal zu dem Vortrag, den ich vorhin erwähnt habe von letztem Jahr auf der BD Conf von dir. Da ist so das Keyword gefallen in HTML first. Magst du da mal noch kurz was zu erläutern für die ZuhörerInnen? Echt, ist das gefallen? Ja. Habe ich das verwendet? Also es war, glaube ich, so, dass du gesagt hast. Ja, ich weiß schon, ja. Okay, okay.

Ja. Da geht es einfach so ein bisschen um die Art und Weise, wie wir Webprojekte angehen und welche Technologie wir wählen, um gewisse Probleme zu lösen. Ein Problem kann einfach ein einfacher Block sein, und da sage ich, schreibt zuerst HTML und wenn das HTML schön ist und gut funktioniert, dann streut CSS drüber, damit es auch noch besser funktioniert, noch schöner ist.

Und dann, wenn es Sinn macht, vielleicht, schauen wir mal, vielleicht noch ein bisschen JavaScript dazu, wenn man dadurch die User Experience irgendwie verbessern kann, so lebe ich nach dem Grundsatz.

Und das Problem, das ich ein bisschen habe, ist, dass wir uns ein bisschen verloren haben in der Developer Experience beziehungsweise einfach andere Argumente vorschieben, die es uns für uns persönlich irgendwie, uns selber ermöglichen, zu sagen, wir verwenden jetzt etwas, das vielleicht JavaScript-first ist, wie zum Beispiel ein JavaScript-Framework oder eine Single-Page-Application, was ich in den meisten Fällen, oder zumindest in den Fällen, mit denen ich professionell zu tun habe,

es nicht für richtig halte, dass man das so macht. Und das hat man so gemacht, die letzten zehn Jahre.

Und ich bin sehr glücklich, dass die Entwicklung wieder in eine andere Richtung geht, dass jetzt die Framework-Hersteller, die Vercels und so weiter irgendwie checken, okay, ja, SBA ist vielleicht doch nicht so geil, sondern Server-Seite-Grendern ist vielleicht doch auch cool oder statische Seiten generieren ist cool, beziehungsweise, also ich bin kein Fan von Next, aber ich bin ein Fan von Astro oder ein Fan von Enhance oder ein Fan von Eleventy und WebC und ähnlichen Projekten,

weil die genau das machen. Also die Enhance zum Beispiel nennt sich sogar ein HTML-Framework. Eleventy sowieso, HTML-first, weil einfach gar kein JavaScript daherkommt. Und mit WebC kann ich dort auch in einer Umgebung arbeiten, die ich als JavaScript-Mensch gewohnt bin. Oder Astro schippt eigentlich auch nicht unbedingt JavaScript. Und das macht mich sehr glücklich.

Also ich bin, ich habe es heute zufälligerweise auf Master-Done gepostet und habe gesagt, es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich froh bin, dass es viele JavaScript-Frameworks gibt. Weil einfach die Richtung, in die sie arbeiten, einfach jetzt Sinn macht. Dieses ganze SBA-Zeug hat für mich einfach, wie ich es vorher schon gesagt habe, für 95 Prozent der Websites einfach gar keinen Sinn gemacht. Und jetzt die Richtung macht schon mehr Sinn für mich.

Weil am Ende des Tages, ich bin auch Web-Developer, ich stehe auch auf den geilen Scheiß und ich stehe auch drauf, in einem modernen und coolen Stack zu arbeiten und komponentenbasiert und was weiß ich, was und reaktiv, alles cool. Nur das heißt nicht, dass das alles dann irgendwie auch im Client landen muss. Nicht zwangsweise.

Ich hätte dazu noch zu sagen, das versuche ich auch oder immer dann, wenn ich stecken bleibe bei irgendwas oder nicht richtig weiß, wo ich anfangen soll, dann versuche ich erst mal HTML-Gerüst zu schreiben. Das ist auch so ein Tool, was mir hilft, irgendwie anzufangen. Weil manchmal hat man irgendwie so ein, du hast ein To-Do vor dir oder hast irgendwie so einen Berg, musst eine Seite bauen, irgendwas.

Und manchmal bin ich da in so einem Zustand gefangen, wo ich nicht weiß, was mache ich jetzt? Und dann bin ich in so einem Tilt und mache gar nichts. Und was mir da immer raushilft, ist tatsächlich einfach nur HTML zu schreiben, ohne darüber nachzudenken, wie es später aussieht, sondern einfach nur plain HTML runtercoden und dann versuchen, das irgendwie schon in eine gute Form zu bringen. Also ich kann es nur unterschreiben, mir hilft es total an verschiedenen Stellen.

Und dann am Ende hat man natürlich auch eine bessere Seite. Auf jeden Fall, also ich weiß nicht, also zumindest eine bessere Grundlage für eine bessere Website.

Der Talk von mir beginnt ja damit, dass ich sage, dass es bei den meisten Aufträgen, die ich irgendwie von Kunden habe, also bei Beratung oder bei Workshops, so ist, dass wir selten wirklich über JavaScript reden, auch wenn sie jetzt die Organ React oder Angular Stacks haben, sondern wir meistens eigentlich über HTML sprechen, weil die meisten Probleme einfach vom schlecht geschriebenen HTML kommen.

Und ich habe jetzt vor kurzem habe ich mal bei Next.js dieses Tutorial durchgemacht. Also die haben so als Beispielprojekt, haben sie einen Blog, was ich komplett blödsinnig finde. Ich würde nie einen Blog machen mit Next.js. Aber das haben sie einfach als Beispiel, ist okay. Die Dokumentation ist super geschrieben. Also wer auch immer das geschrieben hat, Hut ab, wirklich super. Und hat auch so von der DX her irgendwie Spaß gehabt.

Aber das Problem, das ich hatte, ich habe das dann fertig geschrieben und ich habe kein einziges Mal das Dokument gesehen, das HTML-Dokument. Ich habe es einfach nicht gesehen, das Grundgerüst. Ich weiß nicht mal, wo das liegt. Es kommt nicht vor.

Und was vorkommt, ist aber, dass ich in so einer React-Komponente bin und da bin ich in einem Diff und in dem Diff habe ich eine Komponente, die heißt Head, habe ich mit großem H und da kommt das Headzeug rein, aber es ist in einem Diff drinnen, weil die es halt extrahieren und dann irgendwie den Head reinschmeißen. Und ich checke es eh, also ich schreibe Hatter-Mails seit über 20 Jahren, deswegen verstehe ich, was dann am Ende passiert.

Aber jemand, der ganz frisch da reinkommt, sieht dann eine Komponente, die heißt Head, genauso wie diese Standard-Head, ist aber in einem Diff drinnen und am Ende sieht dieser Mensch dann gar nicht, wie das denn zusammengebaut wird.

Und das ist so ein bisschen ein Problem oder so eine Kritik, die ich habe, und das ist jetzt keine Kritik an Vercel oder Next oder an irgendeinem Framework, sondern vielmehr an denjenigen, die es beibringen, dass das Dokument so aus dem Fokus gerät.

Also wir sind so tief in diesen Komponenten drinnen und dieser Abstraktion, dass wir vergessen, dass am Ende, was beim User, beim Client rauskommt, ist ein HTML-Dokument, das besteht aus einem Head, aus einem Body und es gibt sowas wie eine Seitenstruktur.

Also die Seite an sich muss auch gut funktionieren, die muss auch schön strukturiert sein und diese einzelnen Komponenten, die dann da reingeschmissen werden, die sind Teil eines Ganzen, das auch als Ganzes funktionieren muss. Und das ist komplett wegabstrahiert, das ist einfach nicht da, man sieht es einfach nicht. Und deswegen gefällt es mir, dass jetzt andere Frameworks einen anderen Weg gehen und wieder HTML so ein bisschen in den Vordergrund rücken und das Dokument.

jQuery, da habe ich nur. Kriegen wir gleich wieder Ärger, haben wir vor kurzem im Stream richtig Ärger gekriegt, weil einer meinte, was, wieso sagt ihr jetzt hier wieder jQuery ist gut, wir sind so froh, dass wir es los haben. jQuery ist killer. Ja, das ist super, oder? jQuery, Lobster unter den JavaScript-Framework. Ich habe letztens, also letztens, ich glaube, das ist auch schon wieder über ein Jahr her, einen Artikel über Alpine Jazz geschrieben.

Es fühlt sich ein bisschen an wie jQuery. So ein bisschen. Das habe ich, glaube ich, das habe ich, glaube ich, auch mal, das habe ich, glaube ich, auch mal, ausprobiert. Ist das nicht so ähnlich wie dieses HTMX? Na, HTMX ist auch ein bisschen was anderes. Es ist so ähnlich, also es wird dann meistens irgendwie so in einen Topf geschmissen, aber bei HTMX geht es mehr so ums Fetschen irgendwie, um reaktive Laden, oder ausüglichen Laden von Daten.

Und bei Alpine geht es darum, und bei Alpine geht es darum, bei Alpine geht es darum, dass ich ohne zwangsweise JavaScript zu schreiben, Elemente dynamisch mache. Oder bei Petite View ist es ähnlich. Also das nimmt so Teile aus View raus und ist irgendwie recht klein, so fünf Kilobyte oder sechs Kilobyte, sowas in der Richtung.

Und du kannst aber trotzdem dieses Data-Binding verwenden, du kannst irgendwie Events auf ein Element legen, ohne, alles nur über Attribute, über HTML-Attribute. Ja, genau, also korrekt. Ich habe es auch bei uns. Gucken wir mal drüber. Wir haben bei uns HTMX im Einsatz, einfach weil wir eine Django-Applikation haben und das in der Django-Welt sehr beliebt ist.

Und da, bevor wir das eingesetzt haben, habe ich gesagt, das will ich aber nochmal gucken, nicht, dass wir jetzt irgendwie was Doofes machen auf den Markt. Und da bin ich halt auf Alpine gestoßen und habe gesagt, das kann ähnliche Dinge, aber das kann offenbar noch ganz andere Sachen. Finde ich, ja, das ist auf jeden Fall mal ein Blick wert. Und ist deutlich kleiner. Ja. Deutlich kleiner als Hatmix. HTMX ist aber auch so was, das ist sehr unbekannt, habe ich so das Gefühl.

Das ist in so bestimmten Communities ist das irgendwie drin. Also ihr könnt ja gerne mal in die Kommentare schreiben, ob ihr HTMX schon mal gehört habt. Vielleicht hier im Podcast. Ich glaube, ich hatte es schon mal. Wir haben doch auch mal eine Demo, haben wir nicht mal, wir haben auch mal eine Demo gebaut. Ich glaube, es war im Stream und nicht im Podcast, weil wir dann visuell da halt auch Dinge mitgemacht haben. Genau.

Ich arbeite recht viel mit einem CMS, das nennt sich Craft CMS und es ist ein PHP-basiertes CMS und dort gibt es ein Plugin, das heißt Sprig und das verwendet Hatmix im Hintergrund. Und da ist einfach der Schmäh dran, du hast deine PHP-basierten Formulare, funktionieren auch und du kannst halt irgendwie die Daten aus der Datenbank holen und dann legst du Attribute drauf und dann passiert das selber nur halt eben in JavaScript.

Und das ist eigentlich ganz cool, weil das ist eine schöne Form von Progressive Enhancement, weil ohne JavaScript funktioniert es auch und einfach nur ohne irgendwo ein Script Deck einzufügen, einfach nur indem ich ein, zwei Attribute irgendwo dran lege, kann ich das Ganze dynamisch machen mit JavaScript. Das ist schon ganz cool. Ja und vor allem auch ohne so komplett, ja, du zuerst. Ja, ich weiß jetzt nicht mehr, also du.

Vor allem halt auch, ohne dass man seine komplette Arbeitsweise ändert. Das ist natürlich für Leute, die schon lange das machen, natürlich sehr willkommen, wenn man sagen kann, ich kann trotzdem einfach mein HTML runterschreiben und hau da mein CSS drauf und dann mache ich noch so ein bisschen, kommt noch so ein bisschen Sprinkel drüber.

Das liegt, glaube ich, vor allem Leuten, die nicht jetzt mit den großen JavaScript Frameworks aufgewachsen sind sozusagen, glaube ich auch eher. Das heißt, das kommt uns dann, glaube ich, sehr entgegen, dass es sowas jetzt gibt, dass moderne Dinge kann, aber auf eine, auf eine Alther gebrachte oder, sage ich mal, etablierte Art. Das ist schon ein bisschen konservativ. Auf jeden Fall, ja.

Also ich habe, ich habe da einen Artikel geschrieben für Smashing, der heißt, Building a paginated and filterable list with 11ty and Alpine oder so, ein ganz spärriger Titel, aber geht es darum, ich einfach mit 11ty eine, einfach sozusagen eine Liste gemacht von irgendwie Album oder sowas, von Albumtiteln und die ist paginiert.

Funktioniert ganz normal, durchklicken, tralala, einzelne HTML-Seiten und dann habe ich Alpine verwendet, um das Ganze dynamisch zu machen und auch zu filtern und natürlich halt Accessible und da kommt man dann schon an die Grenzen von diesem ganzen Attribut-vergeben-Thema, aber wenn du willst, kannst du dann auch tiefer gehen und du kannst dann irgendwie eine Komponente schreiben, die dann solche Dinge dann auch schafft, dass man halt eben sozusagen Daten filtern kann

und ähnliches. Also es kann auch komplexer werden, deswegen habe ich es ganz geil gefunden, Alpine, oder eben Petite View ist ein anderes Beispiel, dass einfach so ein, den irgendwie ein Teil von View rausnimmt, der eben nur das kann, aber halt dieses ganze andere Zeug nicht. Welches auch immer.

Also die Komponenten und sowas brauchst du ja dann im Endeffekt nicht, sondern du kannst es auf eine statische Seite eben legen, aber hast halt diese Syntax mit dem Add-Klick und so weiter, ohne dass du jetzt selber die Event-Händler registrieren musst und so. Genau, genau, genau, voll.

Und dieses V4 und Vmodel, diese Dinge, diese ganze Dynamik einfach von Inhalten, ohne dass du dieses Ganze mit Bildsystemen und Komponenten und so weiter, also das brauchst du dann im Endeffekt nicht und kannst das dann so eher noch als Progressive Enhancement irgendwo reinklatschen, du hast es schon fertig und bevor du jetzt dann irgendwie 200 Zeilen JavaScript-Code für relativ simple Dinge schreibst, droppst du vielleicht schnell das Ding rein und machst das damit.

Genau, voll. Cool. Ja, ich würde am Schluss gerne noch ein bisschen Werbung für dich machen. Du hast in dem Talk auch gesagt, dass du auch unterrichtest und anderen Leuten HTML, Accessibility beibringst. Wo unterrichtest du denn?

Wo kann man dich denn, wenn man dich nicht gerade auf einer Konferenz bei einem Vortrag sieht, wo kann man denn von dir lernen und kann man dich auch für Vorträge, Fortbildungen irgendwie buchen in der Firma, wenn man dann sagt, hey, wir wollen bei uns Accessibility verstärkt voranbringen, was ich doch hoffe, dass das viele tun wollen. Ja, wie kommt man denn da an dich? Ja, also unterrichten tue ich aktuell jetzt in Salzburg in Österreich.

Vor kurzem habe ich ein bisschen was in Amsterdam gemacht, online geht das ganz gut, aber so regelmäßig bin ich aktuell nirgendwo.

Wenn es um Consulting geht oder Workshops, dann kann man mich am besten auf meiner Website finden, die wir vermutlich auch in den Shownotes verlinken werden, matuso.at und da geht grundsätzlich alles Mögliche, also zum Beispiel aktuell berate ich ein paar Universitäten, die bauen was und dann schreiben sie mir und sagen so, hey, kannst du mal drüberschauen oder kannst du sagen, wie wir das am besten angehen sollten, sowas ist möglich oder auch eben ganz klassische

In-House-Workshops, da habe ich jetzt mit einer Agentur in Freiburg und einer anderen Agentur auch in Deutschland online was gemacht, nächste Woche bin ich in Düsseldorf bei meinen Freunden von Sibgate, die einer meiner Lieblingskunden super cool sind und genau, da kann man so ganz klassisch In-House-Workshop, geht aber auch alles online, also das kann man machen, indem man mich einfach auf meiner Website findet, da gibt es eine Über-Mich-Seite, da stehen noch ein paar

Dinge, die ich so getan habe und auch Kontaktmöglichkeiten voll. Man kann mich auch für Frontend-Development buchen, wenn man das will, ist auch möglich. Ich kann auch JavaScript, also ich mache momentan sehr viel mit Lit und Web-Components. Cool, sehr cool. So, willst du noch was bewerben? Haben wir noch irgendwas vergessen? Ich würde gern das Lean-Dus-Meetup in Düsseldorf bewerben, das ist am 22. März, nächste Woche Mittwoch, da halte ich einen Vortrag.

Ah, ist kostenlos. Sollte die Folge auch veröffentlicht sein, das heißt, Shit, geht's das aus? Ja, nein, nein, alles gut, nein, alles gut, kein Druck, Konstantin, kein Druck. Wie heißt das? L-E-A-N-D-U-S oder? L-E-A-N wahrscheinlich. L-E-A-N- L-E-A-N-D-U-S L-E-A-N-D-U-S L-E-A-N-D-U-S Ja, kommt in die Shownotes, geht da hin.

Genau, ist kostenlos und ich halte eben, der Moritz kurz erwähnt, so einen Talk, wo ich die, eine Website gemacht habe, die in höchstem Maße inaccessible ist, aber einen perfekten Lighthouse-Score hat und das stelle ich dem so ein bisschen vor, wie ich das gemacht habe. Genau. Cool. Und geht zu Beyond noch rechtzeitig. Trefft ihr uns alle drei. Genau. Sehr gut. Okay, dann sind wir mit dem Thema tatsächlich durch.

Wir haben es geschafft, also zumindest habe ich nichts mehr hier auf meiner Liste stehen, dann würden wir jetzt zum nächsten Teil kommen, nämlich Das Geiltein Geiltein Ja, Hallöchen. Das Geilteil heute. Ich weiß nicht genau, wie man es ausspricht, Random Ally? Random Accessibility. Ich würde sagen Random Ally .com. Ich glaube, so würde ich es aussprechen. Oder R-A-N-D-O-M-A-1-1-Y .com. Genau. Das ist eine Seite, die einem barrierefreie Farbkombinationen gibt.

Und zwar gibt es verschiedene, ich glaube, wenn man die Seite neu lädt, kriegt man jedes Mal ein anderes Farbschema. Oder rechts oben auf New Colors oder gleich zwei. Dann fädert es sogar da hin. Ah ja, das wusste ich noch gar nicht ausprobiert. Man kriegt verschiedenste Kombinationen, die immer gewissen WCAG-Standards genügen. Der Wert, der Kontrastwert der Farben, der steht auch immer oben direkt mit dabei.

Man kann aber auch, da sind auch so mehrere Farben, die man einzeln anklicken kann, wenn man jetzt irgendwie was Gelbes haben will. Und dann kann man aber auch mehrfach draufklicken auf Gelb und dann kriegt man verschiedenste Kombinationen. Ich nehme mal an, dass die tatsächlich on the fly generiert werden. Ich kann es aber nicht zu 100 Prozent sagen, ob da nicht irgendwie eine Liste dahinter liegt. Das finden wir gleich raus.

Es gibt ja oben so eine Palette, aber man kann da auch oben einfach im URL-Parameter. Was gibt es denn für Farben, die da nicht dabei sind? Ach so, du willst einfach, ja, mach mal Maroon. Maroon habe ich schon, das gibt es glaube ich in der Liste mit drin. Peach Puffs. Was gibt es denn? Dark Slate Grey. Das ist oben immer. Dark Slate Grey. Naja, das funktioniert aber, funktioniert auch.

Ich habe irgendwie so eine Schwäche für diese Seite, nicht nur, weil sie barrierefreie Farbkombinationen bereitstellt, sondern weil ich sie finde, auch, dass sie wahnsinnig hübsch gemacht ist.

Also, ich gucke die einfach gerne an, ich finde, die Seite zeigt, dass man eben, dass diese High-Contrast-Dinger, viele Leute haben wahrscheinlich so dieses Bild von diesem High-Contrast-Mode von Windows, was war es, 98 oder so, im Sinne, da generell geht es wahrscheinlich heute auch noch in Windows und das sah ja wirklich ganz krass aus mit so Pink und wie auch immer, aber ich finde, das zeigt so, dass man das auch mal kann, schöne Kontraste haben und trotzdem dabei

noch ansprechend aussehen. Ja, dazu muss ich aber sagen, echt, dass ganz viel an der schönen Typografie liegt und den schönen Abständen und so, dem Design, dass es so hübsch aussieht.

Also, diese Farben sind noch kein Garant für eine hübsche Seite, aber ich finde, es ist ein guter Startpunkt, wenn man irgendwie, wenn man so frei ist und nicht irgendwie einen Style Guide hat, der einem vorgibt, was für Farben man schon verwenden soll, wenn man irgendwie was, eine kleine Landingpage oder irgendwas bauen möchte und möchte, dass die Kontraste passen, dann kann man da mal drauf gucken. Finde ich sehr hübsch.

Also, ich mag eigentlich jede von den Kombinationen, aber ich glaube, es liegt halt echt auch an dem Design der Seite. Eine ganz kurze Randnotiz, wenn ich darf. Ja, gerne. Also, es entspricht dem Standard, also sozusagen, es ist WCG-konform, aber es heißt nicht gleichzeitig, dass es auch wirklich barrierefrei ist. Also, manche von den Kombinationen sind ein bisschen grenzwertig, meiner Meinung nach, muss man dann immer noch testen.

Das sieht man an dem Value oben aber auch. Also, das merkt man dann auch je, wenn das Value niedriger ist, denke ich auch immer so, okay, aber die mit, also ab größer als acht oder so, würde ich sagen, die sind schon sehr kontrastreich. Ja, voll. Also, alles, was so irgendwie an den 4,5 kratzt, ist so gerade an der Grenze. Ja, da wird es dann so unter fünf, ist schon so, okay. Das stimmt.

Aber es sind, ja, man muss halt ein paar Mal aktualisieren und dann, so, ob es einem gefällt. Also, ab 6,5 ist gut. oder so, keine Ahnung. Ja, du hast auch noch einen Geilteil, Manuel, oder? Ja, ich habe jetzt gesagt, mit dem Geilteil darf man ja auch Musik empfehlen. Ja, alles. gut, dann habe ich zwei Künstler und einmal, bin mir nicht so sicher, also gefühlt, vermischen die da drei Sprachen im Namen.

Ich werde es einfach irgendwie aussprechen, L. Mitchell Affairs und zwar, ist das so eine elektronische Soulband oder so. Jedenfalls waren die mit Wu-Tang auf Tour und haben dann das 36 Chambers Album gecovert auf irgendwie soulig. Kaum bis wenig Vocals, hauptsächlich Instrumental und das ist unglaublich gut und da möchte ich ganz besonders empfehlen Shimmy Shimmy Ya, das Cover. Es ist so gut.

Also, wer Wu-Tang mag und vielleicht so ein bisschen soulige Instrumental Musik, kann ich auf jeden Fall empfehlen. ist sehr, sehr gut und dann möchte ich auch noch empfehlen eine Punkband aus Bremen, ich glaube, sie sind aus Bremen, sie heißen Team Scheiße und Ah, ja, schon mal gehört, ja.

Ein Album, also ich habe gerade gesehen, sie haben ein neues Album jetzt vor kurzem rausgebracht, das letzte Album hieß Ich habe dir Blumen von der Tanke mitgebracht, jetzt wird geküsst. da kann ich so empfehlen, das Lied Erfurt oder Karstadt Detektiv oder auf dem neuen Album Schmetterling. Sehr gut, das kommt alles in die Shownotes. Kommt in die Shownotes, vielen Dank, hören wir mal rein, auf jeden Fall, Karstadt Detektiv.

Sehr gut, also gibt ja bald nicht mal mehr Karstadt. Was Erfurt und Karstadt Detektiv. Detektiv, genau. Ja, Karstadt ist ja gerade schwierig, das Thema, ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast. Wird mal wieder gesagt, dass alles zugemacht wird und dann irgendwie doch nicht. Ach, das wird bestimmt wieder gerettet.

Interessanterweise war ich jetzt gerade vor, ich glaube, ein, zwei Tage, bevor das irgendwie angekündigt wurde, war ich noch mal bei Karstadt und habe mich noch mal darüber ausgelassen, wie scheiße ich diese Geschäfte eigentlich finde. Und also ganz ehrlich, wenn die es nicht schaffen, mal irgendwie so in der aktuellen Zeit anzukommen, dann haben sie den Untergang einfach verdient.

Weil es kann einfach nicht sein, dass irgendwie so, dass es normal ist, dass man irgendwo hingeht und da sind irgendwelche so knurzlige Verkäufer, die einen eigentlich schon böse dafür angucken, dass man überhaupt nur in ihre Nähe kommt. Und dann, wenn man sie was fragt, dann kommt irgendwie ein dummer Kommentar oder irgendwie so nach dem Motto, ja, du weißt ja auch gar nichts, doofer Hurensohn, was willst du hier eigentlich? Wieso das Gefühl habe ich bei Karstadt?

Dann darfst du bitte nicht nach Wien kommen. Dann darfst du nicht nach Wien kommen, weil das ist die Experience, die du in Wien überall kriegen wirst. Überall, okay. Ich habe gerade heute erst einen Tweet gelesen von Christopher Lauer, der hat es ganz gut auf den Punkt gebracht.

Das sind irgendwie so ein Thread aus zwölf Tweets, aber ich lese jetzt nicht alle vor, aber er meinte irgendwie, bitte an den Karstadt-Kaufhof-Schließungen ist das der BWL-Business-Mappel über Jahrzehnte die Digitalisierung nicht ernst genommen und verkackt haben. Amazon würde für ein Warenlager in zentraler Innenstadtlage töten. Was macht Karstadt-Kaufhof? Statt Same-Hour-Delivery wird rumgeheult, dass niemand mehr ins Kaufhaus kommt.

Ja, Klaus-Peter, weil eure MitarbeiterInnen über die Jahre so zermürbt, weil ihr die über Jahre so zermürbt habt, dass man beim Betreten des Geschäfts von deren Depressionen förmlich angesprungen wird. Wenn man überall alles online bekommen kann, dann sind Geschwindigkeiten überdurchschnittlicher Service die einzige Sache, mit der man sich von der Konkurrenz abheben kann. Also wir merken uns Wien, das Karstadt von Österreich. Karstadt von Europa, würde ich fast sagen.

Du machst nicht gerade Werbung? Also ich höre immer, Wien muss so toll sein, da muss man unbedingt mal hin. Nein, nein, nein, nein. Das gehört zur Wien-Experience dazu. Schau, Wien war sehr lang und sehr oft der lebenswerteste Stadt der Welt. Zu Recht auch. Aber es ist halt schon auch so, dass die Leute einfach ein bisschen unfreundlich sind.

Also wenn du in das klassische Wiener Kaffeehaus gehst oder in so ein Gasthaus, also nichts Modernes, ja ein bisschen was Klassisches, dann hast du einfach mit einem sehr überheblichen Kellner zu tun und das gehört einfach dazu. Wenn es nicht so wäre, dann hättest du nicht die volle Experience. Du wirst sowas verpassen.

Okay, das erinnert mich ein bisschen an Berlin, wo ich mal in einem ganz normalen, ja gar einfach im Supermarkt einkaufen war und der Kassierer drückt einem halt einen blöden Spruch einfach so. Just because. Und ich glaube, das ist einfach so. Berliner Schnauze. Ja, Berliner Schnauze und dann genau. Muss man sich dann gewöhnen. Fällt mir jetzt gerade noch ein, kennst du Kurt Razzelli?

Ja. Das ist wirklich, also das muss ich hier an der Stelle nochmal erwähnen, Kurt Razzelli ist ja wirklich grandios. Das packen wir noch bei den Geilteilen mit dazu. Das ist ein YouTube-Kanal. Und der hat, ich weiß gar nicht, ob der aktuell noch was macht. Ich weiß nicht. Ja, doch, doch. Der legt offenbar noch Sachen hoch. Der schaut offenbar viel österreichisches Fernsehen und macht aus Schnipseln da draus Songs, die teilweise wirklich wahnsinnig witzig sind.

Ich glaube, das hatten wir das. Ich glaube, das hatten wir sogar schon mal hier. Kann sein. Das wollte ich jetzt nochmal erwähnen. Wenn wir jetzt mal hier jemanden aus Österreich hier haben, da muss ich unbedingt Kurt Razzelli noch ansprechen, weil das ist wirklich, das ist einfach grandios, wahnsinnig witzig und da kriegt man auch viel von dem Dialekt, mit dem da so gesprochen wird und wie die Leute da so miteinander reden.

Also es ist teilweise schon, ja, es macht einfach Spaß. Kurt Razzelli unbedingt mal anhören. Okay, da muss ich da jetzt noch eine Sache empfehlen, weil ich es nämlich gestern im Radio gehört habe. Freunde von mir haben in Wien oder eigentlich in Österreich und in München eine Veranstaltungsreihe organisiert, die hieß Rapper lesen Rapper. Und da ging es darum, dass Rapper geladen worden sind und RapperInnen, die von irgendjemand anderem einen Text gelesen haben.

Das heißt, die haben einfach aus dem Rap-Text, die Musik weggenommen und haben nur den Text gelesen und teilweise übersetzt. Zum Beispiel hat dann jemand mal irgend so einen sehr, sehr heftigen Text von Cardi B auf Schwäbisch vorgelesen. Oder einmal waren auch Christoph und Lollo zu Gast und haben irgendwie ein Lied von Money Boy gesungen. Also das ist eine der besten Veranstaltungen, die ich je erlebt habe. Und sie wurde jetzt beendet. Das ist jetzt das letzte Mal in Wien.

Ich glaube, irgendwann im April. Aber sie findet auch in Berlin statt, jetzt in Kürze, also in wenigen Wochen. Und ich glaube, es wurde überhaupt sogar in Deutschland verkauft, die Veranstaltung. Also Rapper lesen, Rapper checkt das aus, beziehungsweise schaut es mal auf YouTube, da gibt es einige online, unter anderem dieses Cardi B auf Schwedisch. Das, bitte, das ist, also ich habe es gestern nochmal gehört, das ist unpackbar.

Dexter, glaube ich, heißt der Rapper, der es gelesen hat. Money Boy ist auch Österreicher, oder? Ja, ja. Ah, stimmt. Also Money Boy, das ist also auch so eine Sache für sich. Das muss man selbst überlegen, ob man das gut findet. Ich glaube, dazu äußere ich mich im Nachgang, in der Nachbesprechung noch. Das möchte ich mich nicht. Ich glaube, da muss man sich überlegen, das kann man einfach nicht gut finden. Ja, das habe ich mir gedacht, dass man das nicht darf.

Und deswegen reden wir da gleich nochmal drüber. Okay, gut. Haben wir das Geil-Teil auch geschafft und dann sind wir eigentlich jetzt schon beim Ende. Da kommt. Oder? Das Ende. Schämst du dich ein bisschen, wenn ein Gast dabei ist? Mit Gast. Ja, ich habe mich jetzt schon so dran gewöhnt, dass wenn niemand dabei ist, dann geht es. Aber mittlerweile mit Gast, ja, dafür schäme ich mich immer noch ein bisschen, aber es ist okay.

Okay, ja, vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, dabei zu sein. Also, ich glaube, das wird wieder, das wird eine richtig schöne Folge. Viel gelernt. Vielleicht habt ihr ja auch was gelernt. Vielleicht habt ihr noch eine Frage an den Manuel. Dann könnt ihr euch, können sich bestimmt bei dir melden, direkt irgendwie über Mastodon oder so oder auch über die Webseite oder auch gerne in die Kommentare.

Wenn da irgendwie was wichtiges kommt, ich würde dir dann auch noch mal Bescheid sagen, weil man derzeit noch nicht subscriben kann, unsere Kommentare. Das ist ein Feature, was wir seit 27 Jahren schon einbauen wollen. Aber wie viele andere Sachen ist das irgendwo im Backlog verschollen und irgendwann kommt es vielleicht mal hoch. Genau. Konstantin, hast du noch was? Nee, ich, nee. Wir sehen uns in schon ein paar Wochen wieder in Düsseldorf. Genau.

Stimmt. Vielen Dank für die Einladung auf jeden Fall. Hat sehr Spaß gemacht. Ich hoffe, es war nicht zu langweilig. Nein, gar nicht. Also, für mich nicht. Ich weiß nicht, das müssen andere entscheiden. Ich fand es super. Und das ist das Wichtigste. Wir machen das nur für den Moritz hier. Genau. Okay, dann hast du als Gast noch das letzte Wort der Sendung. Wenn du möchtest. Baut Websites für Menschen.

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