#2: Über kognitive Verzerrungen ... - podcast episode cover

#2: Über kognitive Verzerrungen ...

Jun 26, 202140 min
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Summary

In dieser Folge diskutiert Psychologe Sören Brämer mit Host Alga Kornemann über kognitive Verzerrungen, unbewusste Denkfehler, die unsere Wahrnehmung und Entscheidungen prägen. Sie beleuchten verschiedene Bias-Typen wie den Attributionsfehler, das Beharren auf Überzeugungen und die Verzerrungsblindheit, erklären ihre Auswirkungen auf Alltag und Gesellschaft und erörtern, wie das Bewusstsein für diese Mechanismen zu reflektierteren Entscheidungen führen kann. Brämer spricht zudem über sein Online-Beratungsprojekt.

Episode description

Mein Gast: Sören Brähmer, Psychologe

Kognitive Verzerrungen sind überwiegend unbewusste Denkfehler, die Wahrnehmung und Entscheidungsprozesse beeinflussen. An der Schwelle zum Bewusstsein können diese Verzerrungen Wahrheiten suggerieren, die bei bewusster Betrachtung dann doch nicht so wahr sind. Es kann also nicht schaden, sich ein paar dieser Verzerrungen genauer anzuschauen. Verhindern lassen sie sich eh nicht, aber wer von ihnen weiß, wird die eigenen Annahmen vielleicht doch öfter mal hinterfragen ...

Intro // Unbewusstes und Bewusstsein, System 1 und System 2

06:09 // Was genau sind kognitive Verzerrungen?

07:30 // Innere Vorurteile?

10:30 // Woran erkenne ich, dass ich einer kognitiven Verzerrung aufsitze?

13:20 // Attributionsfehler, correspondence bias

18:40 // Beharren auf Überzeugungen

22:10 // Verzerrungsblindheit, bias blind spot

26:50 // Moralische Lizenzierung

32:40 // Pareidolie

Sören Brähmer ist zu finden auf

https://www.braehmer-onlinepraxis.de/


Übersicht kognitiver Verzerrungen

https://de.wikipedia.org/wiki/ListekognitiverVerzerrungen#/media/Datei:Cognitivebiascodex_en.svg

Milgram-Experiment

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/psychologen-deuten-experimente-von-milgram-und-zimbardo-neu-a-868461.html

https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/was-war-das-milgram-experiment-100.html

https://psycnet.apa.org/record/1964-03472-001

Psychologie/Hirnforschung

https://www.spektrum.de/news/wie-entsteht-bewusstsein/1589146

Jung&Naiv Folge 485: Kognitionspsychologe Christian Stöcker

https://www.jungundnaiv.de/2020/11/10/485-kognitionspsychologe-christian-stoecker/

Buch-Tipp: Daniel Kahneman: Schnelles Denken, langsames Denken (Originaltitel: Thinking, Fast and Slow), Siedler Verlag 2012

Dank an Scott Buckley für die Musik im Outro!

https://www.scottbuckley.com.au "Homeward"

Unterstütze meine digitale Werkstatt über Steady: https://k.aigiko.de/checkout

Transcript

Intro / Opening

Wissen wollen, der Podcast von Aigiku Text und Stimme. Hallo, willkommen zur zweiten Folge. Ich bin Alga Kornemann. In meinem Podcast greife ich unterschiedliche Themen auf, die mir in meiner digitalen Werkstatt begegnen: von Recherche-Interview bis KünstlerInnen-Schnack.

Heute spreche ich mit dem Psychologen Sören Brämer über kognitive Verzerrungen. Das sind unbewusste Denkfehler, die Wahrnehmung und Entscheidungen beeinflussen, also auch die Art, wie man sich eine Meinung bildet oder eine Haltung vertritt. Das muss ich vorab ein bisschen erklären. Für die Art, wie Entscheidungen im Gehirn zustande kommen, fanden die Psychologen Daniel Kainman und Amos Twersky in den 1970er Jahren das Bild der zwei Systeme.

System 1, der Autopilot. System 1 bildet verkürzte Muster aus Erfahrungen aller Art und sendet sie bei Bedarf blitzschnell und vollautomatisch aus. Dabei zählt nur die Geschwindigkeit. Das ist super, weil wir zum Beispiel beim Sprechen in der Regel nicht darüber nachdenken müssen, wie wir die Lippen bewegen oder wie wir beim Gehen die Füße voreinandersetzen.

System 1 berechnet auch die Flugbahn eines Balls und unsere Reaktion darauf. Das ist ein ungeheuer schneller Abgleich aus visuellen und motorischen Informationen. Soweit ich weiß, kriegt das bis jetzt keine Maschine so schnell hin. System 2, das bewusste Denken, springt im Beispiel des Balles an, wenn wir wahrnehmen, dass wir den Ball nicht nehmen sollten, weil er ins Ausfliegt und der Punkt dann an uns geht.

This is a bewuster entscheiding, die System 2 reflektiert, analysiert and, when's good gel, not rechtzeitig gewichtet hat. Schnell genug, aber Denken dauert. System 1, das weitgehend Unbewusste, liegt immer Millisekunden vorn. Und die schnellsten Entscheidungen sind nicht immer die besten. Dazu kommt, dass beide Systeme, das Unbewusste und das Bewusste, nicht gegeneinander arbeiten, sondern in ständiger Vernetzung parallel. Wir sind immer gleichzeitig bewusst und unbewusst.

Ja, in der Hinsicht ist Freud widerlegt. So kommt es, dass wir unbewusst aufploppende Schnellschüsse des System I als wahr annehmen und daraufhin unreflektierte und realitätsferne Entscheidungen treffen. Berühmtes Beispiel der Planungsfehlschluss. Das ist die Tendenz von Menschen und Organisationen zu unterschätzen, wie viel Zeit es braucht, um eine Aufgabe zu lösen. System 1 sagt, machst du mit links, ist quasi schon erledigt.

Und wer sich mit dieser Antwort zufrieden gibt, stellt sehr schnell fest: Moment, da muss ich dies machen und das machen. Und das muss ich auch noch bedenken. Und den tatsächlichen Aufwand berechnet System 2 meist mit dem Ergebnis, dass es kein Machmal eben gibt. System 1 lag falsch. Wir sind einer kognitiven Verzerrung aufgesessen. Kognitive Verzerrungen werden in der Werbung genutzt, um den Umsatz anzukurbeln.

Auch in der Teamentwicklung und in Führungsseminaren werden sie thematisiert, um Entscheidungsprozesse zu verstehen und besser steuern zu können. Verhaltensökonomie nennt sich das. Auch Propaganda und Desinformation nutzen häufig die Effekte kognitiver Verzerrungen. Es lohnt sich also, das Phänomen näher zu betrachten. Ich konnte den Bielefelder Psychologen Sören Brämer gewinnen, mich in der Recherche zu diesem Thema zu unterstützen.

Wir haben über Big Blue Button gesprochen. Syren Brämer ist als Psychologe in einer Bielefelder Klinik tätig und entwickelt darüber hinaus gerade ein digitales Angebot für psychologische Beratung. Herr Brämer, alle wollen möglichst schnell zurück ins Analoge und Sie bieten psychologische Beratungen ausschließlich online an. Wie kam es dazu?

Naja, gerade in Bezug auf die Pandemie ist eben ein großes Problem, dass ganz viel psychologische Beratung und Therapie nicht stattfinden konnte, weil sie eben auf diesen persönlichen Kontakt beschränkt ist. Und darunter haben viele Menschen sehr zu leiden gehabt, was auf der einen Seite natürlich zeigt, wie wichtig dieser persönliche Kontakt ist. Und auf der anderen Seite, finde ich, zeigt es aber auch, wie schlecht es ist, wenn ich Hilfe brauche und keine bekommen kann.

Und nun ist Corona ja nicht der einzige Grund, warum Menschen eine Beratung nicht in Anspruch nehmen können, obwohl sie gerne welche hätten. Ich denke, es ist für viele einfach gar nicht realistisch, quer durch die Stadt zu fahren oder überhaupt erstmal hin zur nächsten Stadt zu fahren, extra um Beratungsstunden in Anspruch zu nehmen.

Insofern möchte ich mit dieser Online-Beratung einfach eine Lücke schließen für die Menschen, die grundsätzlich sagen, ja doch, so eine psychologische Beratung könnte für mich Sinn machen, aber aus praktischen Gründen kriege ich das einfach in meinen Alltag nicht rein. Das ist also kein Ersatz jetzt unbedingt für diese klassische Beratung vor Ort.

sondern eher eine Alternative, die einfach mehr Flexibilität bietet und wo vielleicht dieses digitale Format auch noch mal ganz interessante technische Möglichkeiten mit sich bringt. Also und am Strich ein Beratungsangebot, das immer dann da ist, wenn es wirklich gebraucht wird. dass sich gut in den Alltag integriert, dass von Pandemien unabhängig ist, aber eben auch vom Wohnort und insofern auch zeitlich noch mal mehr Flexibilität für alle Beteiligten.

Und wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist das Ganze auch Teil eines wissenschaftlichen Projekts. Genau, mich interessiert natürlich als wissenschaftlich vorbelasteter Mensch

// Was genau sind kognitive Verzerrungen?

Irgendwie auch kann das Ganze überhaupt rankommen? Also kann es irgendwie ein angemessen, vergleichbarer Ersatz oder eine Alternative sein für diese Face-to-Face-Beratung, wie man sie klassischerweise machen würde? Und dazu möchte ich das Ganze dann eben auch im Rahmen einer Promotion vergleichen. Also diesen Online-Ansatz versus den Ansatz.

Face to face in Person. Und ich habe sie belatschert mit den kognitiven Verzerrungen. Dieser Begriff ist mir in den letzten Monaten ständig wieder untergekommen. Und mir ist gleichzeitig in den letzten Monaten aufgefallen, dass ich öfter mal höchst irritiert bin, wie Menschen reagieren, wie sie ihre Meinungen bilden, wie sie ihre Haltungen bilden. Und ich habe den Verdacht, dass kognitive Verzerrungen damit etwas zu tun haben können.

Darum würde ich Sie gerne erstmal fragen, was genau sind kognitive Verzerrungen? Also aus meiner Sicht als Psychologe sind das erstmal bestimmte Muster, Schemata, in denen wir die Welt wahrnehmen. Es gibt ja so dieses Bild der rosaroten Brille, das man irgendwie aus dem Verliebtsein kennt, schon ein bisschen wie so eine Brille. Stelle ich persönlich mir auch kognitive Verzerrungen vor. Also, dass jeder Mensch quasi so eine Wahrnehmungsbrille hat, durch die er auf die Welt schaut.

// Innere Vorurteile?

Und die hebt bestimmte Dinge hervor. Anderes erscheint weniger wichtig und ist aber eben ganz fest eingebaut. Also die kann man nicht. nicht ablegen in dem Sinne. Und es gehört quasi mit dazu, zu unserer Wahrnehmung. Also ist so eine Art Autopilot, der noch anspringt, bevor ich darüber nachdenke, was ich für diese Meinung brauche. Häufig ja, also genau, vieles liegt sozusagen vor dem bewussten Nachdenken, aber es, also auch das bewusste Nachdenken ist ja ganz.

ganz wesentlich mitgeprägt durch die Erfahrungen, die wir schon gemacht haben und durch die Gruppe, in der wir aufgewachsen sind, durch die Gesellschaft, durch die Ziele, die wir haben. Also auch das bewusste Denken funktioniert ja nicht bei jedem Menschen gleich. Ist eine kognitive Verzerrung dann so eine Art inneres Vorurteil, das sich gebildet hat aus allem, was ich vorher erlebt habe und erfahren habe?

Ja, könnte man so sagen, genau. Vorurteil ist irgendwie ein konnotierter Begriff, finde ich. Ich würde sagen. Ja, es ist es ein ein Bestandteil unserer Wahrnehmung. Ich finde den Begriff Verzerrung an der Stelle auch schon fast zu viel. Da fällt ja ganz viel drunter, was auch gar nicht unbedingt jetzt negativ ist, was uns einfach dabei hilft zu sortieren, was wir wahrnehmen. überhaupt von all den Sinneseindrücken, die potenziell verfügbar wären.

Und auch zu priorisieren dann. Genau, genau. Gibt es ein gesundes Maß der Ausprägung dieser kognitiven Verzerrungen? Oder wird es pathologisch irgendwann bekannt? Also ich finde, das hängt erstmal sehr am Gesundheitsbegriff, den man hat. Für mich heißt, also ist so ein grundlegendes Kriterium von Gesundheit irgendwie, dass man sich kein Leid zufügt, dass man anderen Menschen kein Leid zufügt.

Und an dem Punkt, wo die eigenen Einstellungen genau dazu führen, dass man selbst leidet oder dass das Umfeld darunter leidet, dann könnte man vielleicht sagen, ja, da wird es pathologisch. Und wenn man dann den Wunsch hat, daran etwas zu verändern und es selbst aber nicht kann, dann wäre vielleicht sogar an irgendeinem Punkt eine Behandlung auch angemessen. Haben Sie da ein Beispiel? Ja, zum Beispiel die emotionale Beweisführung, die Sie ja auch erwähnt hatten.

// Woran erkenne ich, dass ich einer kognitiven Verzerrung aufsitze?

Das erlebe ich häufig in der Klinik des Situationen als gefährlich bewertet werden, weil ich mich ängstlich fühle in dem Moment. Also aus dem Gefühl heraus, dass ich habe. wird sozusagen auf die Ursache geschlossen. Also, dass ich zum Beispiel Angst habe vor Spinnen, egal. Papageien und dass diese Angst anspringt, obwohl mir die Papageien gar nichts tun wäre. uh die verzerrung der emotionalen Beweisführung. Ich fühle das so, also muss das so sein. Genau, genau.

Also gerade dieses Beispiel hatte ich eher eingeordnet unter Streits, an die ich mich noch erinnern kann, wo irgendjemand dann sagt, nein, ich empfinde das aber so. Und dann ist das so. Also ist nicht unbedingt so. Na, würde ich sagen, gehört auch genauso dazu. Also, das ist jetzt nicht auf den Bereich der Psychopathologie eingeschränkt. Also ein Beziehungsstreit wäre ja noch keine psychische Erkrankung. Aber auch da kann das natürlich vorkommen.

greifen die rein. Jetzt sind wir schon, kann man sich frei machen. Also woran würde ich erkennen, dass irgendwie so ein kleines Lämpchen angeht, so aha. Das empfinde oder denke ich jetzt gerade sehr stark, aber ist es vielleicht eine Verzerrung? Wir erkennen. Also sich frei machen, um die Frage vielleicht von anzustellen, komplett würde ich sagen, geht nicht.

Dahinter steht ja irgendwie so diese Vorstellung, es gibt so eine Art geteilte Realität für alle Menschen und alle Menschen, die irgendwie in einer gewissen Art und Weise vernünftig denken, müssten die jetzt auch teilen. Das würde ich bezweifeln. Also jeder hat einfach so seine eigene Sicht der Welt. Und das Ausmaß, in dem das übereinstimmt, ist einfach eingeschränkt.

Und zu erkennen, also diesen Punkt zu erkennen, wo ich von anderen abweiche, das funktioniert, denke ich, am besten dann, wenn man mit anderen Menschen sich darüber austauscht. Also wenn man irgendwie reflektiert, oh, hier sehe ich etwas ganz anders als mein Umfeld, oder vielleicht auch gar nicht unbedingt Menschen in meinem Umfeld, sondern Menschen, die einfach in einer ganz anderen Situation sind als ich selbst. Die betrachten das jetzt gerade ganz anders, als ich selbst das tue.

Und an dem Punkt wäre es aus meiner Sicht dann angemessen zu reflektieren, naja, das liegt jetzt nicht unbedingt daran. dass nur alle anderen komisch denken, sondern vielleicht bin es auch ich selber, der hier seine eigenen Vorerfahrungen mitbringt, seine eigenen Prägungen, Wünsche mit einfließen lässt.

// Attributionsfehler, correspondence bias

Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, dann leben wir alle immer in einem Konstrukt von Wirklichkeit, jeder in seinem und die Kunst besteht dann darin, Schnittmengen zu finden. Weil so richtig genau wie jemand anders kann man die Welt dann doch nie sehen. Genau, das wäre zumindest so die Grundannahme der Sozialpsychologie, dass jeder so seine eigene Realität konstruiert.

Und bis zu einem gewissen Maß, klar, stimmt man mit anderen Menschen darin überein und an irgendeinem Punkt geht es dann aber eben auch wieder auseinander. Ich hatte noch ein paar Verzerrungen rausgezuckt. Ich fange mal einfach oben an. Attributionsfehler, Correspondence Bias, die Neigung beobachtetes Verhalten als. Charaktereigenschaft der handelnden Person und nicht situativ oder systemisch bedingt einzuordnen. Da fallen mir ganz viele typische Klischees ein.

Also, was weiß ich, die ersten Gastarbeiter essen alle Spaghetti. So ist das damit gemeint. Zum Beispiel, ja, das wäre so ein typisches Beispiel, dass bestimmte Gruppen in eine soziale Rolle gedrängt werden. Dass vielleicht bestimmte ethnische Gruppen auch in bestimmte Berufe gedrängt werden. Damit werden dann später bestimmte Charaktereigenschaften verknüpft.

Und die werden dann dieser Gruppe zugeschrieben, obwohl die Menschen dieser Gruppe initial gar nichts dafür konnten, dass sie in diese Situation reingedrängt wurden.

Und wahrscheinlich charakterlich und von ihrem Tun genauso unterschiedlich sind wie alle anderen auch. Ja, ganz genau. Damit sind aber würde ich sagen auch Alltagssituationen gemeint. Ich sehe irgendwie eine Person ist steht an der Bushaltstelle und wirkt irgendwie traurig, attribuiere ich das vielleicht eher darauf, dass diese Person

eine Neigung dazu hat, so ein bisschen einen in sich gekehrten, deprimierten Charakter hat und machen mir nicht so viele Gedanken in dem Moment, dass die vielleicht gerade einen ganz schlimmen Telefonanruf bekommen hat oder irgendwie sowas. Entsteht so auch dieses immer so. Du bist immer so, was weiß ich, laut unordentlich ab völlig egal. Ja, vorstellbar. Also ich glaube, es sind jetzt nicht einzelne Effekte, einzelne kognitive Verzerrungen, wenn man so will, die das Ganze verhalten.

prägen, es sind immer verschiedene Dinge, die zusammenkommen. Aber so diese Vorstellung, das liegt irgendwie daran, dass die Person einfach so gestrickt ist und nicht, weil sie immer so in einer bestimmten Situation steckt, das schon, ja. Das heißt, es wäre schlau. eher darauf zu achten, dass man denkt, oh, diesen Menschen geht es im Moment so oder der präsentiert sich im Moment so. Aber ich sollte ein bisschen vorsichtig sein, daraus abzuleiten, dass der darum immer so ist.

Genau. Also es kann ja irgendwie an verschiedenen Punkten scheitern. Ich könnte vielleicht überhaupt gar nicht erst die Situation begreifen in der Gänze, in der diese Person gerade steckt. Dann würde es vielleicht eher darum gehen, erstmal zu gucken, was ist das für eine Situation, in der sich dieser Mensch gerade befindet, was bedeutet das für diesen Menschen? Um was vielleicht auch eine andere Bedeutung ist als für mich.

Und was kann ich für ein Verhalten auch voraussetzen in so einer Situation? Also was denke ich eigentlich, wie man sich üblicherweise verhält, wenn man in der Situation ist, in der jetzt gerade diese Person steckt. Wenn ich da irgendwie völlig unrealistische Erwartungen habe, dann attribuiere ich das Verhalten natürlich eher darauf, auf den Charakter der Person.

Den Cross-Race-Effekt, den fand ich auch stark. Man erkennt, wir alle erkennen Gesichter schlechter wieder, die nicht der eigenen Ethnie angehören. Ja. Das ist tatsächlich so. Hat das was mit den, haben wir unterschiedliche Raster, wo genau wir hingucken, unterschiedliche Ethnien, unterschiedliche Raster oder warum ist das so? Es gibt da so verschiedene Erklärungsansätze, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Das eine ist so eine gewisse Wahrnehmungsexpertise, könnte man vielleicht sagen. Also man hat natürlich mit Gesichtern der eigenen Ethnie viel mehr Kontakt gehabt. Und ist da sozusagen Experte für, diese Gesichter zu erkennen, da auch feinere Unterschiede zu erkennen. Und das Zweite ist so ein sozialer Aspekt.

// Beharren auf Überzeugungen

Also wie wichtig ist es für mich, diese Gesichter zu erkennen? Und insofern funktioniert das nicht nur mit der Ethnie, sondern auch mit anderen Gruppenzugehörigkeiten wie Alter, wo es darum geht, naja, mit wem habe ich viel zu tun, wer hat einen großen Einfluss auf mich. Und Personen, die da potenziell reinfallen, bei denen ist es einfach wichtiger für mich, so von meinen eigenen Motiven her. dass ich mich gut an die erinnern kann und die gut voneinander unterscheiden kann.

Das heißt, möglicherweise kann ich als älterer Mensch, der wenig mit kleinen Kindern zu tun hat, kleine Kinder schlechter voneinander unterscheiden als die anderen älteren Menschen, mit denen ich in Parkspiele Bull spielen gehe. Ja, genau. Park gehe Bull spielen. Okay, noch eine ist das Beharren auf Überzeugungen. Wir beharren auf einer hartnäckigen ersten Hypothese, obwohl neue Informationen dieser Überzeugung widersprechen.

Das klingt total so. Es gibt noch andere, die da für mich gleichwertig waren. Zum Beispiel der eigene Moment, in dem man steckt, ist immer wichtiger. Der Status quo ist liebenswerter als eine Veränderung. So, und wenn die beiden zusammenkommen, das Beharren auf Überzeugungen und die Veränderungsstarre, dann habe ich ja schon ein Problem. Ja, ja, ja, das um kann natürlich ein Problem sein.

So klassische Beispiele für dieses Beharren auf Überzeugung, was auch vielen Studien gerne genommen wird, sind irgendwie so fundamentalistische Glaubensfragen, wie Schöpfungsvorstellungen. In Fragestellen des Klimawandels, wie die Theorie Impfen würde Autismus verursachen. Wenn sich da erstmal so eine Einstellung zu gebildet hat, dann neigt man halt dazu.

Zumindest dann, wenn man gemischte Informationen bekommt, die Informationen, die für meine Einstellung sprechen, höher zu bewerten und als glaubhafter zu bewerten, als die, die dagegen sprechen. Alles sich irgendwie mit dem deckt, was ich eh schon weiß und besser so zu meinem Selbstkonzept passt unter Umständen. Hat das was mit Beschämung zu tun? Es ist so schlimm.

Sich zu verändern und mal zu sagen, oh, da habe ich echt komplett falsch gelegen. Also ich nehme mich da nicht raus. Ich frage mich das. Ja, also ja gut, im Extremfall könnte man sich, denke ich, vorstellen, dass es vielleicht ein bisschen zu Scham geht, wenn man da so bewusst drüber nachdenkt, wobei ich glaube, dieser Effekt bezieht sich jetzt eher nicht auf das bewusste, tiefe Verarbeiten von diesen Argumenten oder nicht so sehr, sondern eher um so ein automatisches

Das passt irgendwie zu dem, was ich eh schon weiß. Also muss das irgendwie glaubhafter sein. Und nicht so sehr, wenn ich jetzt wirklich einen Aufsatz drüber schreibe. über das Thema. Also man kann das schon sich trotzdem noch durchsetzen, weil so dieses unbewusste Hörbewerten sich irgendwie so durchzieht. Aber es geht, geht an der Stelle eher so um diese automatische Ebene.

// Verzerrungsblindheit, bias blind spot

Und das gipfelt dann wahrscheinlich in dem Siehste, habe ich doch schon immer gesagt. Zum Beispiel, ja. Genau. Also, und die andere Person hört vielleicht aus der gleichen Nachricht. Siehst du, verursacht was ganz anderes raus. Sagst du: Nee, nee, das ist, du verstehst es falsch. Da ist eigentlich das und das gemeint.

Wobei man dazu sagen muss, wenn man jetzt sehr klare Informationen bekommt, die gegen die eigene Annahme sprechen, dann kann man natürlich seine Einstellungen verändern. Also das heißt jetzt nicht, dass. einmal gebildete Einstellungen überhaupt nicht mehr sich verändern können. Ja, dann wird sich ja gar nichts mehr bewegen. Das wäre ja echt katastrophal. Sollen wir denn Bias Blind Spot und die beiden da noch mit reinnehmen? Ja, von mir aus gerne. Also der Beinsblindspot.

Ist die Verzerrungsblindheit die Tendenz, sich für unbeeinflusst zu halten? Ja, das ist auch so ein ganz stabiler Effekt. Kennt man, glaube ich, von sich selbst auch irgendwie. Also wenn ich zum Beispiel, was weiß ich, ich lasse den Fernseher laufen, Bügel dabei und lasse mich tagelang zur gleichen Uhrzeit mit der gleichen Werbung berieseln, gehe dann Waschmittel kaufen. Und nehme was und denke, ja, aber die Werbung hat da überhaupt nichts mit zu tun. Sowas?

Ja, um genau das wäre jetzt vor allem auf sich selbst bezogen und beim Bias Blind Spot wird eher so das Verhältnis zu anderen Menschen betont, also dass ich mich selbst für weniger beeinflusst halte als alle anderen um mich herum. Also wenn die anderen Leute im Supermarkt da stehen und vielleicht rieselt sogar im Supermarkt noch so eine Audio Werbung zu dem Waschmittel und die kaufen das, dann würde man vielleicht denken, mein Gott.

Die lassen sich da aber auch leicht beeinflussen. Und bei sich selber ist völlig klar, naja, das ist halt einfach das beste Waschmittel. Das habe ich ja schon immer gekauft. Darum, weil es das Beste ist. Genau. Und dann haben wir noch den Leg. Wobbigan Effekt, selbstwertdienliche Verzerrung. Verzerrungen, die der Aufrechterhaltung eines positiven, konsistenten Selbstbildes dienen. Ja, das wird um wird auch so above average, also über dem Mittelwerteffekt genannt.

dass man sich selbst irgendwie für oder auch die eigene Gruppe das kann sich eben auch auf die Gruppe beziehen für besser hält, für überdurchschnittlich hält als naja den Rest der Gesellschaft oder als relevante Bezugspersonen eben. Das wurde ursprünglich, glaube ich, festgestellt, erstmal mit Schülern, wo irgendwie in so einem In so einer Leistungsabfrage, wo Schüler ihre eigenen Leistungen national bewerten sollten, systematisch angegeben haben, dass sie besser sind als der Durchschnitt.

Aber wenn das natürlich alle Schüler angeben, dann kann ja irgendwas nicht passen. Ist das eher ein Männerproblem? Nee, tatsächlich ist da jetzt nicht unbedingt ein Geschlechtseffekt meines Wissens drin. Also Da bin ich allerdings in der Literatur nicht so nicht so drin. Das auch nicht immer nur ein über dem Durchschnitt Effekt sein muss, sondern vielleicht auch ein Unter dem Durchschnitt Effekt sein kann. Also es kommt

darauf an, finde ich, dass ich eine gute Leistung erbracht habe, dann denke ich eher, ich war besser als der Durchschnitt. Finde ich, dass ich eine schlechte Leistung erbracht habe, dann denke ich eher, ich bin schlechter als der Durchschnitt. Unabhängig davon, wo der Durchschnitt tatsächlich liegt.

Also es geht eher um die Konsistenz, das Wort positiv ist ein bisschen irreführend. Positiv im Sinne von, es muss das bestätigen, was ich für mich als Selbstbild habe. Und wenn ich von mir ein schlechtes Selbstbild habe, dann kann dieser Effekt eben auch meine eigene Schwäche bestätigen. Genau. Mir kommt das alles so unglaublich vertraut vor. Es ist ja wirklich, es sind Sachen, die jeder schon mal irgendwie gehabt hat.

Aber man kann nicht sagen, wie wie die prozentual reinspielen, wie stark hat man diese Effekte. Bezogen auf einzelne Entscheidungen oder worauf meinen Sie jetzt reinschauen? Ja. Mhm.

// Moralische Lizenzierung

Puh, also ich glaube, das ist wieder dann sehr individuell, welcher Effekt bei wem besonders stark greift. Also, das ist natürlich jetzt, also gut, dass sie es ansprechen, das könnte ein Missverständnis sein an der Stelle, dass das jeder Mensch gleich stark irgendwie hat. Und das ist sicherlich nicht so. Das wird ja alles.

auch wieder als Durchschnitt über viele Menschen bestimmt. Und dann sagt man gut, dieser Effekt hat jetzt im Mittel einen kleinen Einfluss auf Entscheidungen oder worauf auch immer dann der Einfluss genau geht. Ein anderer Effekt hat vielleicht einen großen Einfluss oder tritt besonders vielen Menschen auf. So dieser Bias Blind Spot, dieses sich selbst für unverzerrt zu halten, das ist was sehr weit verbreitetes, würde ich denken.

Und andere Effekte wie die moralische Lizenzierung, über die haben wir jetzt noch nicht gesprochen, aber wo es um so eine Art moralischen Kredit geht, die haben dann gar nicht mal so einen großen Einfluss. auf unser Handeln. Da wären wir als nächstes drauf gekommen. Die moralische Lizenzierung, wenn Menschen ohne Schuldgefühle eine schlechte Tat vollbringen können, nachdem sie zuvor eine gute Tat vollbracht haben. Das ist

Ein super spannender Effekt. Stimmt das da, die Idee mit dem Milgram-Experiment, die ich dazu hatte? Die Parallele habe ich gesehen, dass Menschen es ja wahrscheinlich schon als Anerkennung empfinden, wenn sie überhaupt zu einem Experiment geladen und mit einer solchen Aufgabe betraut werden, die eine hohe Verantwortung birgt.

Und dann setzen sie sich dahin im Bewusstsein der eigenen Verantwortlichkeit und Stärke. Und weil sie sich gerade in dem Moment so bestätigt fühlen, leiten sie, wenn diese Verzerrung eintritt. Daraus ab, dass sie jetzt auch jemandem wehtun dürfen, wie beim Milgram-Experiment, wo Menschen dann Stromstöße verabreicht wurden. Stimmt diese Deutung?

Also ich verstehe diesen Effekt der moralischen Lizenzierung etwas anders, auch wenn Die Interpretation, was beim Milgram-Experiment abgelaufen sein mag, vielleicht auch richtig ist, aber also um bei diesem Begriff der moralischen Lizenzierung zu bleiben, das stellt man sich eher vor wie so einen Kredit. den man aufbaut. Also so eine Art moralische Glaubwürdigkeit.

Ich tue erst was Positives, was im Allgemeinen als moralisch wertvoll bewertet wird. Ich weiß nicht, ich leiste vielleicht ein paar freiwillige Stunden bei irgendeiner sozialen ehrenamtlichen Tätigkeit. Und im Anschluss fällt es mir dann nicht ganz so schwer, bei meiner Steuererklärung ein bisschen zu schummeln. Thank you. Weil ich irgendwie so im moralischen Bonus gerade stehe.

Und Sie meinten, dieser Effekt der moralischen Lizenzierung ist nicht so weit verbreitet wie andere Effekte. Zumindest von der Studienlage, die mir bekannt ist. ist der nicht so, nicht so durchschlagend. Der Man würde jetzt Nur weil man vorher bestimmte positive, moralisch gute Dinge in Anführungszeichen getan hat, sich nicht komplett dazu verleiten lassen.

im nächsten Moment irgendwas, naja, eher Verwerfliches zu tun. Also da gibt es einfach zu viele andere Einflussgrößen, die da eine Rolle spielen. Ja. Mir ist als erstes Beispiel dazu auch eingefallen, solche Sachen wie Folter oder... Boko Haram, also religiös begründete und dann völlig aus dem Ruder gelaufene Missetaten.

Aber das, wie Sie es jetzt erklärt haben, klingt das nicht so, als wenn es mit der moralischen Lizenzierung was zu tun haben könnte. Nee, also den Effekt gibt es sicherlich auch, so eine Legitimierung. Aber das würde ich dann vielleicht sagen, das passiert einen Schritt vorher. Also die moralische Bewertung ist da ja eine andere in der Regel.

Dass bestimmte Gruppen komplett von moralischem Handeln schon mal ausgeschlossen werden, weil sie irgendwie als grundsätzlich böse oder so hingestellt werden. Und dann wäre ja das Töten oder Handeln dieser Menschen eigentlich moralisch wertvoll. Da bräuchte ich also gar keine Lizenz oder gar kein Gegengewicht. Weil es ist ja eigentlich total wünschenswert, was ich da mache. Das ist wirklich krass.

Kann man da was entgegensetzen? Kann man einen Menschen erreichen, der zum Beispiel religiös verballert ist und mir sagt, du bist eine Frau, du hast dir sowieso gar nichts zu melden und mit dir kann auch jeder machen, was er will. Naja, ne, je nachdem wie gefestigt diese Einstellungen sind und Wie offen dieser Mensch für meine Gegenargumente ist.

Eine Hypothese wäre sozusagen, indem man einen Kontakt herstellt zu den diskriminierten Menschen, also beispielsweise den Frauen in dem Fall, und eine positive Erfahrung schafft, kann man auch

solche Vorurteile irgendwie überwinden. Aber das Da ist dann die Gefahr hoch, dass sich das nicht auf die Gesamtgruppe aller Frauen jetzt bei dem Beispiel generalisiert, sondern bei der einen Frau mit der Hannah eine positive Erfahrung, die irgendwie von dieser Vorstellung abweicht, gemacht hat, dass es dabei dann irgendwie auch bleibt.

Also da muss schon eine große Bereitschaft auch auf der anderen Seite sein, sich darauf irgendwie einzulassen. Und wenn jemand hauptsächlich im Dunstkreis derer unterwegs ist, die ja auch die gleichen Einstellungen vertreten.

// Pareidolie

hätte der auch eine hohe soziale, also hohe soziale Kosten, wenn er diese Einstellung irgendwie abgeben würde. Und da muss man irgendwie eine Alternative anbieten. Also wo kann dieser Mensch dann hin, wenn er auf einmal zu dieser Gruppe nicht mehr gehört? Mhm. Deswegen fängt wahrscheinlich auch jede Präventionsarbeit oder Arbeit der politischen Bildung bei einem gegenüber an. Mhm.

Also ob das genau, was ich jetzt gerade erzählt habe, das rational dahinter ist, weiß ich nicht, aber ja, das um Würde zumindest übereinstimmen. Ja, ich habe mich gefreut, in dieser riesen Liste bei Wikipedia gibt es ja diese absolute, das sind ja hunderte von Verzerrungen und ich habe diese eine gefunden, die Clustering-Illusion. Apephonie weiß ich jetzt gar nicht, aber Paraidolie kannte ich und das.

ist die Eigenschaft des Gehirns, wenn man auf eine diffuse Fläche guckt, auf Wolken oder auf Regentropfen oder was auch immer, dass man dann anfängt darin, Formen und Gesichter zu sehen. Das ist wahrscheinlich auch sehr weit verbreitet. Ja, genau. Und das zeigt auch nochmal ganz schön, wie viel Interpretation schon vor dem Bewussten stattfindet.

Also ich gehe ja nicht hin und überlege mir, also naja gut, beim Wolkenanschauen manchmal schon, aber in der Regel überlege ich mir ja nicht vorher, oh ja, in dem Auto, da sehe ich jetzt dieses und jenes Gesicht. Das funktioniert schon ziemlich automatisch. Ist eher so ein Wahrnehmungsphänomen fast schon, das aber ja auch.

Total sozial beeinflusst ist, wie man wieder an diesem Gesichtereffekt sehen kann. Also, man kann natürlich alle möglichen Muster sehen, aber Gesichter in Gegenständen ist es, glaube ich, so etwas, was die allermeisten Menschen schon mal erlebt haben. Eben gerade darum, weil Gesichter einfach so ein wichtiger sozialer Stimulus sind.

viele Informationen auch tragen, ist es irgendwie wichtig für uns, Gesichter auch zu erkennen, wenn welche da sind. Und dann nimmt man lieber ein paar Gesichter mit, die eigentlich gar keine sind, als welche zu verpassen. सAU SPANNEND! Ähm, ich hatte nur diese paar auf dem Zettel. Ist Ihnen noch was untergekommen, was spannend war in dieser größeren Liste?

Naja, ich glaube, diese Liste hinkt ein bisschen an der Stelle, dass viele von, also erstmal wird da ja ganz viel einfach gesammelt, ganz viel unter einen Begriff gesammelt. was nicht unbedingt alles genau das gleiche Thema betrifft. Teilweise gibt es dann natürlich auch Überschneidungen, wo wissenschaftliche Gruppen ähnliche Dinge untersucht haben und sie unterschiedlich benannt haben. Und ich glaube, wenn man das so ein bisschen...

Unterbricht landet man in irgendwann bei diesen grundlegenden Funktionen von Gesellschaft und von Wahrnehmung. Also, dass man eben ganz objektiv seine Welt konstruiert, dass soziale Einflüsse überall stattfinden, in jedem Lebensbereich eigentlich, dass es ganz. grundlegende Motive gibt, die uns Menschen leiten, um Kontrolle zu haben über die Situation, in der wir sind, verbunden zu sein mit anderen Menschen.

Dass man tendenziell dazu neigt, eher bei dem zu bleiben, was man schon kennt. Also so ein gewisser Konservatismus zeigt sich in vielen von diesen Effekten. Also das sind eher so die Gemeinsamkeiten vielleicht, die ich da sehe. Und ich glaube, das ist um Naja, wichtiger an der Stelle sich klarzumachen, als viele einzelne Effekte jetzt sich bewusst zu machen und durchzugehen.

Ich fasse es noch mal kurz zusammen. Kognitive Verzerrungen bilden sich im Gehirn durch die Erfahrungen, die Bilder, durch alles, was wir hier erlebt haben. Und die springen möglicherweise immer etwas schneller an als das bewusste Verarbeiten von Informationen. Jeder hat sie, aber in ganz unterschiedlichem Maße. Und sie zu haben bedeutet aber auch, wenn man sie kennt.

dass man im zweiten Schritt immer nochmal drüber nachdenken kann, richtig? Genau, natürlich. Das Bewusste ist deswegen ja nicht abgeschaltet. Na, das ist doch beruhigend. Die schnelle oberflächliche Informationsverarbeitung ist wichtig, kann sogar lebensretten. Dass sich immer wieder automatische Einstellungen und Entscheidungen bilden, kann man zwar nicht verhindern, Niemand muss bei einer oberflächlichen Betrachtung stehen. Immer wieder darum, sich die eigene Prägung bewusst. Critics

Ich bedanke mich herzlich bei Sören Bräme. Infos zu seinem Online-Beratungsprojekt sowie Links und Literaturtipps zum heutigen Thema findet ihr in der. Dank auch an. die meine digitale Werkstatt. Zum Beispiel meine Mäzen-Infrage. Mit Günther Kassing, Jennifer. Katja Lange und Matthias Haare. Wenn du mich auch mit einem Steady-Abo unterstrichst, Lasst mich auf k.e. slash checkout. Spreche ich mit der Bielefelder Künstler. Das war's. Bis bald.

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