¶ 03:06) Intro
New Maybelline Hyaluronic acid and the colour. Serum lipstick. Du plattade alltså håret utan värmesed. What's wrong with you woman? Upp till 25% på räddande. Hoslico, your beauty playground. Es muss nicht mal laut sein, doch zum Konzentrieren und allgemein, um etwas zu tun, brauche ich absolute Ruhe. Die kleinsten Geräusche können mich überfordern.
Stressen. Sophie ist 26 und ihr ist die Welt einfach zu laut. Es hat schon damals angefangen. Meine Mama, meine Schwester machen sich frühst. Das Erste, was sie machen, wenn sie aufwachen, machen sie, sich muss sie. Und ich war immer so, wenn ich aufwach, ich brauche einfach komplett meine Stille. Und sie merkt schon als Teenager, dass sich Geräusche auf ihren körperlichen und mentalen Zustand auswirken.
Am besten möchte ich den ganzen Tag einfach Stille haben. Und da hat man schon ein bisschen den Unterschied gemerkt, dass ich weniger so auch lärm oder Lautstärke oder Musik oder so. Und Alltagslärm bringt sie so doll aus der Ruhe, dass sie sich kaum noch auf irgendwas konzentrieren kann. Aber zu einer richtigen Belastung wird Lärm vor allem, sobald Sophie das Hausfahrt lässt.
Es ist schon interessant zu sehen, dass, wenn ich zu Hause bin, mein Stresslevel ganz anders ist, als wenn ich aus der Tür rausgehe. Sobald ich aus der Tür rausgehe, egal was es ist, egal was ich mache, egal wie schön. Oder wie entnervigt die Aktivität? Der Stress ist immer ganz, ganz oben.
Ihr Umfeld hat darauf nicht immer so mega verständnisvoll reagiert. Weil dann auch super schnell gesagt wurde, sowas wie: Du bist immer so empfindlich oder du reagierst immer so schnell über. Und es hat mich dann natürlich mega verletzt. Sophie hatte durch ihr Lärmempfinden lange das Gefühl, dass mit ihr irgendetwas nicht stimmt. Was das Thema Lärm angeht, habe ich selbst zumindest wohnungstechnisch schon so einiges mitgemacht.
Darüber habe ich auch im Talk mit meiner Kollegin Steffi gesprochen, die diese Folge hier recherchiert hat. Ich habe mal an der Torstraße in Berlin gewohnt und für alle, die es nicht wissen, das ist eine, ich würde sagen, der Hauptverkehrsstraßen in Berlin und deswegen bin ich seitdem so ein bisschen lärmgeschädigt. Wie ist das jetzt? Hast du jetzt eine etwas leisere Gegend ausgewählt? Ja, also ich habe die neue Wohnung, ehrlich gesagt, auch nach Lärmpegel gecastet und gescoutet.
Und ich lebe jetzt in einer etwas ruhigeren Gegend von Berlin. Und ich muss ehrlich sagen, dass mich die Torstraße wirklich fertig gemacht hat. Berlin hat mich schon verändert, zumindest was meine Geräuschempfindlichkeit betrifft. Denn Lärm ist nicht nur einfach unangenehm, sondern er verursacht tatsächlich auch Stress.
Und diese Folge wollen wir uns mal anschauen, wie gefährlich das für uns werden kann. Das sind dann stressbedingte Herzerkrankungen. Und Herzkrankheit heißt dann auch, dass man so etwas wie Herzinfarkt.
¶ 11:33) Teil 1: Was sind die Ursachen von Lärmbelastung?
Mein Name ist Julian Stopper und ihr hört Wissen Weekly. Der Podcast, der euch, egal bei welcher Lautstärke, Wissen ins Hirn pumpt. In diesem Podcast klären wir die Fragen, die man sich einfach schon immer mal gestellt hat. Dafür sprechen wir mit ExpertInnen, graben uns durch Studien und reden mit den Menschen, die es wirklich betrifft. Heute macht Lärm uns krank.
Bevor es jetzt richtig mit der Folge losgeht, wollte ich mir einen Moment nehmen, um mich hier mal kurz vorzustellen. Ich bin Julian Stoper, 24 Jahre alt und wohne derzeit in Berlin. Eigentlich wurde ich aber in Hongkong geboren und bin dann in der Nähe von Bremen aufgewachsen.
Deshalb bin ich auch mit Leib und Seele Werder Bremen-Fan und versuche immer, wenn möglich, ins Stadion zu gehen. Und deshalb würde ich an dieser Stelle jetzt auch jubeln, als hätte Werder ein Tor geschossen, denn ich werde ab sofort zusammen mit Lisa diesen Podcast hier hosten. Aber ich schreie jetzt mal nicht ins Mikro, denn heute geht es ja um Lärm. Und damit zurück zur Folge.
Es gibt einen Selbsttest, und zwar ist es der sogenannte Test der Hyperakusisbelastung. Das ist wieder meine Kollegin Stefanie Buchholz. Mit ihr habe ich einen Online-Test gemacht, der unsere Geräuschempfindlichkeit in vier Grade einordnet. Mit Hyperakusis ist die Belastung durch alltägliche Geräusche. die wir jetzt unangenehm laut, unerträglich bis schmerzhaft empfinden gemeint.
Der Test beinhaltet Fragen wie zum Beispiel: bestimmte Geräusche muss ich meiden? Oder bei lauten oder unangenehmen Geräuschen ziehe ich mich sofort zurück. Und bisher dachte ich, dass ich schon relativ empfindlich bin. Wie gesagt, Berlin-Torstraße. Aber mein Test sagt, Ihr Resultat, dein Schweregrad, ist der Schweregrad 1.
Leichtgradig. Für sie ist Geräuschüberempfindlichkeit überhaupt kein Problem. Super. Ich hatte tatsächlich dasselbe Ergebnis. Also ich habe auch den schwere Grad I. Ja, willkommen im Team. Den Link zum Selbsttest findet ihr natürlich in den Shownotes. Aber auch wenn Steffi und ich laut dem Test eher lärmunempfindlich sind, kann zu viel Lärm gefährlich werden, auch für uns. Aber was ist Lärm überhaupt? Da geht es nicht darum, dass das Gehör kaputt geht, sondern da geht es darum, dass der Lärm.
im Organismus, im Körper psychisch und physisch Stress erzeugt. Das ist Dr. Dirk Schreckenberg, den ihr zu Beginn schon mal kurz gehört habt. Er ist Umweltpsychologe und forscht seit über 30 Jahren zu der Wirkung von Umgebungslärm und Lärmbelästigung. Dabei schaut er sich eben genau an, welche psychischen und auch physischen Auswirkungen dauerhafte Lärmbelastung auf uns haben kann. Also früher hat man gesagt, Lärm sind unerwünschte Geräusche. Und seit einigen Jahren.
Ergänzt man das ein bisschen und sagt, Lärm sind unerwünschte und potenziell gesundheitsschädliche Geräusche. Es geht also nicht nur darum, dass wir Geräusche als nervig empfinden, sondern vielmehr darum, dass unser gesamter Organismus auf Lärm reagieren kann. Vor allem, wenn dieser dauerhaft an den Orten ist, wo wir viel Zeit verbringen, wie zum Beispiel zu Hause oder auf der Arbeit. Und um das zu messen, gibt es in der Wissenschaft sogar eine eigene Einheit.
Es gibt so einen Schallpegelgröße, die nennt man Tag-Abend-Nacht-Pegel. L-D-E-N, also D-E-N für Day, Evening, Night. LDEM Das ist so ein Gesamt 24-Stunden-Tageswert. Da werden alle Lärmgeräusche eines 24-Stunden-Tages zusammengezählt. Der LDEN, also Level, Day, Evening, Night Wert, ist ein in Europa einheitlicher Wert des durchschnittlichen Lärmpegels über einen Tag gemessen, also über 24 Stunden.
Zum Beispiel ist es so, dass die Weltgesundheitsorganisation, die WHO, da mal so Guidelines, Leitlinien festgelegt hat. Ab wann es da gesundheitlich problematisch wird. Und die sagen dann ab 53 dB Tag, Abend, Nacht, Pegel. Beim Straßenverkehrslernen. Da sind die gesundheitlichen Risiken, die dann entstehen, die sind dann auch relevant. Und wenn dieser im Durchschnitt bei knapp über 50%.
Wenn 50 Dezibel liegt, kann das schon negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. 50 Dezibel entspricht einem leisen Kühlschrank, leiser Radiomusik oder Vogelgezwitscher. Und bei der LDEN-Rechnung wird der Lärm am Abend und in der In der Nacht nochmal stärker gewichtet, weil er Menschen dann auch mehr belastet. Also, wenn ich beim Schlafen die ganze Zeit einen 50-Dezibel-Kühlschrank hören würde, dann rechnet man da nochmal.
Und abends, wenn man sich entspannen will, 5. Weil das den Körper beim Chillen und besonders beim Schlafen mehr belastet als irgendwann tagsüber, wenn wir sowieso aktiv sind. Das wird dann alles zusammengezählt und ein Durchschnitt ausgerechnet. Und dieser Gesamtwert zeigt realistischer, wie belastend Lärm wirklich ist. Was denkst du denn, ist die lauteste Stadt der Welt? Boah. Das ist wieder meine Kollegin Steffi. Aber was würdet ihr tippen? Irgendwie Mumbay oder so?
Sehr gut getippt. Also zu den lautesten Städten der Welt gehören laut Studien Delhi, Mumbai, Kairo und Dakar. Dass es in diesen Megacites unfassbar laut sein muss, macht auch irgendwie Sinn. Aber wie laut es dort wirklich ist, hätte ich echt nicht gedacht. Was denkst du denn, was ist die Grundlautstärke in Dakar, also in der lautesten Stadt der Welt? Also bei welchem Dezibelwert liegt die? Kurz nochmal zur Orientierung.
Unsere Atmung liegt ungefähr bei 10 Dezibel. Eine normale Gesprächslautstärke liegt bei 50 bis 55 Dezibel. Ein Düsenjet bei ca. hundertvierzig Dezibel. Und viel lauter wird es dann auch eigentlich nicht. Also es wird ja mal deutlich über 55 sein. Davon kann ich mal ausgehen. Und dann würde ich sagen, weil 100 ist schon doll, deswegen würde ich vielleicht so 75, 80 sagen. Mhm. Also in Dhaka, also der Hauptstadt von Bangladesh
Hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen eine Grundlautstärke von knapp 119 Dezibel festgestellt? Damit ist dann Dakar zum lautesten Ort der Welt ernannt worden. Klar, mit mehr als 36 Millionen EinwohnerInnen älteren Fahrzeugen mit lauten Auspuff- und Motorengeräuschen Und regelrechten Hub-Konzerten wird es natürlich ziemlich laut. Diese Zahl war trotzdem ein richtiger Schocker für mich.
Laut einer Lärmpegeltabelle des Hörlabors der HTW Berlin entsprechen 119 Dezibel in etwa der Lautstärke eines Rockkonzerts. Also 119 Dezibel sind einfach lauter als ein Presslufthammer oder eine Kettensäge. Das ist schon crazy, wenn man bedenkt, dass sich schon bei einer viel geringeren Grundlautstärke das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöht. Geräuschpegel um die 120 Dezibel liegen deutlich im roten Bereich dieser Lärmpegeltabelle.
Und werden nur noch von Düsenflugzeugen oder Silvesterböllern übertroffen. Ab da kann dann unser Gehör auch irreparabel beschädigt werden. Das ist schon krass. Aber tatsächlich stört uns nicht jeder Lärm gleichermaßen. Was würdest du denn denken, was ist der Lärm, der uns im Alltag häufig begegnet, beziehungsweise über dem sich am meisten beschwert wird? Boah. Also ich glaube, viele Nachbarn beschweren sich über laut zu laute Musik.
Vielleicht könnte es auch das sein, weil das ist überall manchmal ein bisschen zu laut in Restaurants oder so. Oder Hupen von Autos. Und damit liege ich gar nicht so falsch. Laut einer Umfrage des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2024 Fühlen sich die meisten Menschen von Straßenverkehrslärm belästigt. Und direkt danach kommt der Nachbarschaftslärm. Aber auch Fluglärm kann in den betroffenen Kommunen zu einem richtigen Störfaktor werden.
Okay, Zeit für einen kurzen Recap. Der LDEN-Wert ist ein Lärmindex, der die durchschnittliche Lärmbelastung über 24 Stunden hinweg berechnet. Dabei werden Tages-, Abend- und Nachtzeiten unterschiedlich stark gewichtet.
¶ 18:47) Teil 2: Wie wirkt sich Lärm auf unsere Gesundheit aus?
Liegt dieser LDEN-Wert zwischen 50 und 55 Dezibel, wird es gesundheitlich problematisch. Aber welche konkreten Auswirkungen hat Lärm denn jetzt auf unsere Gesundheit? Wir haben ja schon darüber gesprochen, was Lärm eigentlich ist und von welcher Art Lärm wir uns am stärksten gestört fühlen. Aber jetzt wollen wir wissen, wie sich Lärm auf unsere Gesundheit auswirken kann.
Besonders im städtischen Raum herrscht meist ein gewaltiger Lautstärke-Pegel. Ist ja auch logisch. Mehr Menschen bedeuten mehr Verkehr. Und dazu kommt, man wohnt ja häufig näher an seinen NachbarInnen als in ländlichen Regionen. Deshalb sind die Gesundheitsrisiken von Lärm hier besonders hoch.
Also das Herz wird schneller. Du hast das Gefühl, du kannst dich nicht mehr konzentrieren, du kannst nicht mehr klar mit jemandem vielleicht sprechen. Du bist die ganze Zeit abgelenkt und mir wird dann meistens auch ein bisschen weich. so weil ich einfach halt gestresst bin. Sophie habt ihr schon am Anfang gehört. Für sie werden laute Alltagssituationen wie der Einkauf im Supermarkt oder die Fahrt mit der Bahn zu einer echten Belastung. Sie fühlt sich danach oft ausgelaugt.
Für mich geht's schon los, wenn ich in den Einkaufsladen reingehe und ich höre das Piepsen von den Kassen und ich höre die Menschen, die miteinander natürlich reden. Und wenn dann auch noch viel los ist, dann ist natürlich automatisch auch lauter und dann sind da vielleicht noch Durchsagen und Hintergrundmusik und sonstiges. Und das alles zusammen ist einfach, ja, deswegen, ich bin keine Person, die einkaufen mag.
Damit ist Sophie nicht alleine, sagt unser Experte Dirk Schreckenberg. Klar, man geht freiwillig in den Supermarkt, aber dass dann da und dort Geräusche sind, das ist nichts, was man sich selbst sich ausgesucht hat. Diese Vielzahl an ja auch nicht wirklich zueinander passenden Geräusche. Das ist ein größter Geräuschsalat, der da schon mal entstehen kann und den ich mir nicht ausgesucht habe in der Form. Und das ist halt das, was Lärm Belästigung definiert.
Und Lärmbelästigung ist ja genau das Stichwort, über das wir gerade schon gesprochen haben. Eine Geräuschkulisse oder Geräuschsalat, wie Dirk Schreckenberg das genannt hat, den ich mir nicht ausgesucht habe, kann Stress auslösen.
Und diesen Alltagssituationen kann man nicht so schnell entfliehen. Ich meine, es kann ja nicht auf einmal jedes Geräusch im Supermarkt abgestellt werden, oder? Obwohl, vielleicht ja doch. Aber dazu kommen wir später. Auf jeden Fall kann genau diese Dieser Stress, der durch eine Geräuschkulisse entsteht, sogar körperliche Reaktionen hervorruft. Und spätestens hier wird es gesundheitlich relevant. So war es auch bei Sophie. Dass es Stress ist, der
auch vom Knirschen oder Zähne zusammenpressen kommt, was man in der Verbindung auch sehen kann, dass halt, sobald ich überreizt oder gestresst durch zum Beispiel Lärm bin, dass ich halt anfange, meine Zähne aufeinander zu pressen. Das mache ich zum Beispiel dann auch beim Einkaufen, Und je höher die Belastung ist, desto akuter sind die gesundheitlichen Folgen für unseren Körper.
Laut unserem Experten betrifft das besonders eine Zielgruppe. Also die Gruppe, die da am stärksten belästigt sind, das sind so Erwachsene im mittleren Alter, sagen wir mal so. Irgendwo zwischen 30 und 55. Wow, okay, das sind literally genau die Leute, von denen man sagen würde, die stehen mitten im Leben. Und das liegt vor allem daran, dass gerade zu Beginn dieser Lebensphase besonders viel gleichzeitig passiert. Man ist groß geworden, hat Ausbildung hinter sich.
Man gründet vielleicht eine Familie, zieht nochmal um, etabliert sich irgendwie im Beruf. Und da gibt es überall Ansatzpunkte, wo Neues entsteht und wo auch Situationen sind eben Wo auch viel Altersstress auftauchen kann. Diese vielen Veränderungen und Verpflichtungen sorgen eben für einen hohen Alltagsstress. Und da kommt Lärm oft auch noch unter und kann diesen Stress verstärken und gesundheitliche Folgen haben.
Eine der bekanntesten Untersuchungen zu den gesundheitlichen Folgen von Lärm ist die NORA-Studie. Das steht für Noise Related Annoyance Cognition and Health. Sie wurde in Deutschland über mehrere Jahre hinweg durchgeführt. und gilt als eine der umfassendsten Lärmwirkungsstudien Welt. Die Forschenden haben untersucht, wie sich Flug-, Straßen- und Schienenlärm auf Gesundheit, Lebensqualität, Und sogar die kognitive Entwicklung von Kindern auswirkt. Das Ergebnis war ziemlich eindeutig.
Je höher die Lärmbelastung, desto größer die gesundheitlichen Risiken. Besonders auffällig war der Zusammenhang zwischen Lärm- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch Schlafprobleme, depressive Symptome und Konzentrationsstörungen treten deutlich häufiger auf, wenn man permanenter Lärmbelastung ausgesetzt ist. Und das alles resultiert aus dem Stress, den Lärm erzeugt.
Und Stress erzeugen heißt, dass eine ganze Batterie an Reaktionen, körperlichen Reaktionen und psychischen Reaktionen auftreten, die wir auch immer dann haben, wenn wir gestresst sind. Und da können dann eben Stressreaktionen so weit langfristig sich auswirken, dass das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigt ist. Und was Sophie angeht, sie geht ihrer Geräuschempfindlichkeit irgendwann auf den Grund.
Und dadurch, dass auf Social Media dann immer mehr dazu auch geteilt wurde, bin ich so die letzten Jahre, also auch relativ spät, sage ich jetzt mal. darauf aufmerksam geworden, dass es halt noch also Hochsensibilität gibt. Mit Anfang 20 geht sie dann mit ihrer Vermutung zu einer therapeutischen Beratung. Und die bestätigt ihr, dass sie vermutlich wirklich hochsensibel ist. Wichtig ist hier, dass Hochsensibilität keine medizinische Diagnose ist, sondern
Sondern ein Persönlichkeitsmerkmal. Bei dem haben Menschen eine überdurchschnittlich hohe Empfindsamkeit und Sensibilität für emotionale und äußere Reize. Damit gehört Sophie wahrscheinlich zu den 10% der Lärm überempfindlichsten Menschen der Welt. Das ist jetzt auch voll schön zu wissen, dass da was ist, weil ich mich so halt viel besser informieren kann und So herausgefunden habe, warum ich manchmal so reagiert habe, wie ich ja reagiert habe.
Also, fassen wir zusammen. Laut der Lernwirkungsforschung kann eine Dauerbelastung ab 50 Dezibel das Risiko für langfristige Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bluthochdruck oder einen Herzinfarkt erhöhen. Bevor es soweit kommt, können Geräuschkulissen aber schon zu Konzentrationsproblemen oder zu anderen Stressreaktionen wie Zähnekirschen, Verspannungen oder auch Nervosität führen. Bei einer längeren Belastung. Von etwa 90 Dzibel oder höher.
wird Lärm dann übrigens auch gefährlich für unser Gehör. Das entspricht beispielsweise ungefähr der Lautstärke im Club. Aber auch Kopfhörer lassen sich zum Teil so laut einstellen. Hier ist übrigens die Devise, die 60-60-Schutzregel. Maximal 60 Minuten am
¶ 26:43) Teil 3: Was hilft bei zu viel Lärm?
Am Tag bei höchstens 60% der maximalen Lautstärke, insbesondere bei in ihr Kopfhörern. Also, Lärm kann dazu beitragen, dass wir krank werden. Und um das zu verhindern, schauen wir uns jetzt an, wie wir uns, zumindest so gut es geht, vor Lärm schützen können. Was können wir denn jetzt gegen Lärmbelästigung tun?
Manchen Geräuschkulissen können wir ja nicht einfach so aus dem Weg gehen. Deswegen gibt es mittlerweile ja verschiedene Gadgets wie Ohrstöpsel oder Noise Cancelling-Kopfhörer. Aber was bringen die eigentlich wirklich? Tipp Nummer 1
Noise Canceling-Kopfhörer Kopfhörer mit Noise Canceling, also Geräuschunterdrückung, machen das Hören in lauten Umgebungen angenehmer. Die Musik, das Hörbuch oder der Podcast Im besten Fall natürlich Wissen Weekly, werden klarer und man nimmt weniger störende Hintergrundgeräusche von außen wahr.
Oder man kann natürlich nur die Noise-Cancelling-Funktion einschalten, ohne etwas auf den Kopfhörern zu hören. Und auch ich bin Fan von den Dingern. Vor allem zu meiner Zeit in der Berliner Torstraße habe ich meiner Kollegin Steffi erzählt. Ich habe mit neues Canceling gearbeitet.
Aber ich glaube nicht, dass ich mir gedacht habe, boah, jetzt gehe ich raus, ich muss meine Noise Canceling-Kopfhörer reinpacken. Ich habe die einfach drin und habe dann einfach, wenn ich draußen war und es war dann irgendwie doch wieder sehr laut, dachte ich, oh ja, ich kann ja auch umswitchen auf Noise Canceling. Es gibt dazu aber auch kritische Stimmen der Wissenschaft.
Einige AudiologInnen halten es für möglich, dass Noise Cancelling-Kopfhörer die Hörverarbeitung im Gehirn beeinflussen könnten. Das bedeutet, dass Noise Canceling-Kopfhörer möglicherweise verändern könnten, wie das Gehirn Geräusche verarbeitet. Nicht die Ohren, sondern das Gehirn selbst könnte träge werden. Weil es durch die Geräuschunterdrückung daran gewöhnt wird, weniger verschiedene Geräusche verarbeiten zu müssen.
Andere Fachleute sagen wiederum, nicht die Geräuschunterdrückung ist das Problem. Sondern eigentlich nur die häufig zu laute Musik, die wir durch unsere Kopfhörer hören. Die Wissenschaft ist sich hier also noch nicht ganz einig. Unser Experte schätzt Neues cancelling Kopfhörer aber als unbedenklich ein. Warum nicht? Also, das kann man schon machen, wenn man sowas macht. Man hat Kopfhörer auf, Headset auf und hört da was. Da muss man für sich darauf achten, dass man es nicht zu laut einstellt.
Aber dass man das an sich macht, dass man sich da seine eigene Geräuschwelt schafft oder eben Neues keinen Slang-Kopfhörer auf hat und gar nichts drauf hat. Das ist okay. Puh, Glück gehabt. Das klingt doch schon mal sehr gut für alle Fans der Noise-Cancelling-Funktion. Aber auch wenn Noise Canceling nicht per se schlecht für unsere Ohren ist, sollten wir sie natürlich trotzdem nicht 24-7 tragen.
Denn sonst könnten sich unsere Ohren an eine geräuschlose Kulisse gewöhnen, und das entspricht ja nicht der Welt, in der wir leben. Und auch in bestimmten Situationen sollten wir das Tragen eher vermeiden. Das sagt auch Sophie. Weil ich Angst habe, dass ich nicht die Kontrolle habe, was um mich herum passiert.
Und das ist immer so bei mir der Zwiespalt: so einerseits würde ich gerne die Geräusche in der Straßenbahn oder in der Stadt unterdrücken, aber andererseits möchte ich auch wissen, was um mich herum passiert und darauf reagieren können. Problematisch werden Noise Canceling-Kopfhörer vor allem im Straßenverkehr oder überall da, wo man Warnsignale, Durchsagen oder andere Menschen hören sollte. Logisch. Deswegen besonders im Straßenverkehr lieber auf Noise Canceling verzichten.
Tipp Nummer 2 Ohrstöpsel Das ist wohl das Gadget, an das man beim Thema Lärm als erstes denkt. Und es gibt dann nicht nur diese Classic-Schaumstoffdinger. Aber es gibt spezielle kleine Ohrenstöpsel, die auch speziell für Konzerte gemacht sind, die nur so ein bisschen die Geräusche runterfahren. Das kann ich sehr empfehlen, dass man sich so etwas holt, dass, wenn es zu laut wäre, dass man die reinmacht.
Mittlerweile gibt es da ja auch so viele verschiedene Modelle. Also zum Beispiel extra weiche Schaumstoff-Orstöpsel, Rohrstöpsel aus Wachs oder Watte oder diese elektronischen Ohrstöpsel, bei denen man sogar verschiedene Modi einstellen kann. Tatsächlich kommt auch hier ein kleines Aber. Dauerhaft sollte man Ohrenstöpsel nicht tragen. Sie können nämlich zum einen den Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang drücken und
Das kann zu Entzündung führen. Zum anderen gewöhnt man sich schnell daran, alle Geräusche auszublenden, sodass man zum Beispiel irgendwann nicht mehr ohne Stöpsel schlafen kann. Aber der wohl wichtigste Tipp von unserem Experten ist tatsächlich gar kein Gadget. Tipp Nummer drei. Dem Ohr mal eine Pause gönnen.
Beim Schutz vor Lärm sollte es nämlich nicht nur darum gehen, uns an lauten Orten etwas in die Ohren zu stopfen, um den Lärm zu verringern. Unser Experterät, Vor allem nach einem längeren Aufenthalt in einer extrem lauten Geräuschkulisse, wie in einem Club oder auf einem Konzert, sollten wir unseren Ohren eine Pause gönnen und an einen möglichst ruhigen Ort gehen.
Wenn man dann in den Club geht und es dann tatsächlich sehr laut ist, das merkt man dann ja auch, dann geht man dann irgendwann mal in der Nacht wieder nach Hause und wenn man dann das Gefühl hat, man fühlt sich gerade etwas taub um die Ohren. dann wäre es schon ganz wichtig, dass man irgendwie dem Ohr dann auch eine Pause gönnt. und nicht gleich irgendwie drei Stunden später in den nächsten Club geht.
Aber ständig den Lärmquellen aus dem Weg zu gehen, geht ja gar nicht. Wenn man täglich auf die Öffis angewiesen ist oder man einfach gern feiern oder auf Konzerte geht. Deswegen ist es wichtig, die Ursache des Lärms zu bekämpfen. Ich persönlich sehe da so ein bisschen auch die Frage des Verursacherprinzips, ne? wenn da draußen irgendwelche Lärmquellen sind, die so nicht sein müssten in der Form oder nicht zu der Zeit sein müssten.
Dann wäre es doch mal gut, darüber nachzudenken, ob man das an der Stelle nicht ändern kann. Und nicht alles den Menschen überlässt, die dann am Ende davon betroffen sind. Und um genau dafür zu sorgen, dass der Lärm an seiner Ursache verhindert oder zumindest mal reduziert wird, gibt es die sogenannte Lärmaktionsplanung. Dabei erarbeiten Städte auf Grundlage von Lärmkarten konkrete Maßnahmen, um Lärm vorzubeugen, zu verhindern und zu mindern.
Dabei gibt es nur ein Problem. Dieser Lärmaktionsplan soll auch in Beteiligung mit der Öffentlichkeit erstellt werden. Und das ist etwas, was eigentlich nicht vernünftig passiert. Denn die meisten Menschen, inklusive mir, wissen überhaupt nicht, dass bei ihnen zu Hause Lärm dokumentiert wird und dass es so etwas wie einen Lärmaktionsplan gibt, an dem man sich beteiligen kann.
Naja, aber vielleicht habt ihr ja jetzt Lust bekommen, das für eure Gegend mal abzuchecken. Infos dazu verlinken wir euch in den Shownotes. Und auch Sophie hat noch einen Tipp für alle Parat, die genau wie Sie Probleme mit der Geräuschkulisse im Supermarkt haben. Die Stille Stunde im Supermarkt.
Mittlerweile tatsächlich sogar viel öfters. Also es war die letzten Jahre noch eine Seltenheit und ganz, ganz wenige Supermärkte haben mitgemacht, aber mittlerweile ziehen immer mehr Supermärkte nach, dass sie. An einem Tag der Woche oder zwei Tage die Woche eine stille Stunde haben, und dass Personen, die besonders auf Lärm reagieren, dann genau da einkaufen gehen können. Weil da dann quasi das Gepiepe weg ist und die Hintergrundmusik und alles einfach komplett stillgestellt ist.
Das ist ziemlich cool, finde ich. Die Aktion wurde ursprünglich für Menschen mit Autismus, ADHS oder anderen Neurodivergenzen ins Leben gerufen, um zumindest zeitweise die Reizüberflutung zu stoppen.
¶ 29:24) Fazit
Welche Supermärkte an der Aktion wann und wie teilnehmen, könnt ihr auf der Homepage der Stillen Stunde nachlesen. Sophie schafft es mithilfe von Angeboten wie diesem, Gadgets und ihrem ruhigen Safe Space in ihren eigenen vier Wänden sich nicht mehr von Lärm einschränken zu lassen. Immer wieder probieren und tun und machen, weil ich glaube, wenn wir uns die ganze Zeit zurücknehmen, dann werden wir immer empfindlicher, weil wir natürlich immer weniger Geräuschen ausgesetzt sind.
Fassen wir also zusammen. Lärm ist eine größere gesundheitliche Belastung für uns, als wir vielleicht im ersten Moment denken. Dauerhafte Lärmpegel wirken sich auf unsere mentale und körperliche Gesundheit aus, sogar dann, wenn wir die Symptome nicht direkt mit. Mit Lärm in Verbindung bringen. Es fängt an mit Werten von 25 bis 45 Dezibel, die schon unsere Ruhephasen und unsere Konzentration beeinträchtigen können.
Werte darüber hinaus können so viele Stressreaktionen in uns auslösen, dass Lärm uns krank machen kann. Man könnte sagen, Lärm ist eine Art unsichtbarer Stressor. Besonders in Lebensphasen mit viel Verantwortung und wenig Rückzugsraum. Kann Lärm zur zusätzlichen Belastung werden? Er raubt uns Erholung, kann uns ablenken, erhöht unser Stresslevel und kann dadurch langfristig unsere Gesundheit und besonders unser Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Und genau deshalb ist es so,
Es ist wichtig, dass wir uns selbst vor Lärm schützen, den Ursachen, so gut es eben geht, entgegenwirken und dass wir selbst rücksichtsvoll anderen Menschen gegenüber handeln. Und vielleicht nicht nach 22 U-Born oder einem privaten Rave starten.
Aber Lärm ist ein gesellschaftlich relevantes Thema für uns alle. Und genau deshalb liegt die Lösung nicht nur in Noise Canceling-Kopfhörern, sondern auch in einem bewussteren Umgang, besserer Planung und politischen Entscheidungen, die Ruhe als Gesundheit. ernst nehmen. Nächste Woche geht es hier bei Wissen Weekly um die Frage. Ob Männer die schlechteren Menschen sind.
Spiegelt sich auf alle Fälle in den Zahlen deutlich wider, dass Frauen friedlicher sind, dass sie weniger gewaltorientiert sind, dass sie. Sich eher um andere, aber auch um sich selbst sorgen. Wenn ihr dazu Fragen habt, dann schreibt sie uns in die Kommentare. Wir beantworten sie dann in der nächsten Folge. Und wenn ihr auch die nächsten Folgen nicht verpassen wollt, dann folgt unserem Podcast auf Spotify und aktiviert die Glocke.
Ich bin Julian Stopper und bedanke mich bei allen, die mit uns für diese Folge gesprochen haben. Dr. Dirk Schreckenberg und so
¶ 30:25) Community Q&A
Wenn ihr uns Lob oder Feedback schicken wollt, könnt ihr das in den Kommentaren oder per Mail tun. Und zwar an halloatwissenweekly.de. Wissen Weekly is a production of Spotify Studios in collaboration with Kugel & Niere. Executive Producer Michael Bartlewski. Audioproduktion Hammer und Amboss. Redaktion Stefanie Buchholz, Tatjana Tamerus und ich, Julian Stopper. Creative Producer, Nadine Raber, Line-Producer Sarul Krause-Jensch
Hey, hier ist Steffi aus dem Wissen Weekly Team. Ihr habt uns Fragen zum Thema Lärm geschickt und Mikey wollte wissen, Kann man sich an Lärm gewöhnen? Beziehungsweise ist es kulturell bedingt, wie lärmresistent ein Mensch ist. Also, zuallererst muss man hier sagen, dass Lärmempfindlichkeit natürlich generell ein subjektives Empfinden ist. Manche Menschen reagieren sensibler auf Geräusche als andere. Das hat aber keine kulturellen Hintergründe. Und unser Experte Dr. Dirk Schreckenberg sagt auch,
Der Organismus kann sich nicht zu 100% an Lärm gewöhnen. Unsere Körper reagieren alle sehr ähnlich auf Lärm, unabhängig von Kultur, Herkunft oder Wohnort. Aber es kann schon sein, dass sich unsere Wahrnehmung ändert. Wenn wir dauerhaft in einer lauten Umgebung sind. Dann kann es sein, dass man bestimmte Geräusche oder Lautstärke-Pegel subjektiv als weniger störend wahrnimmt. Die gesundheitlichen Risiken bleiben jedoch dieselben. Deswegen kann man nicht von einer Lärmresistenz sprechen.
