Dies ist der Podcast des Master-Seminars "Kanonisierung vs. Marginalisierung: Weibliche Perspektiven im amerikanischen Independent-Kino der Gegenwart" im Studienfach "Kommunikations- und Medienwissenschaft" an der Universität Rostock.
Das Seminar beschäftigte sich mit den Themen Filmkanon und Maginalisierungen sowie dem Male/Female Gaze im gegenwärtigen amerikanischen Independent-Kino.
Als Filmkanon bezeichnet man eine allgemeingültige und dauerhaft verbindliche Auswahl vorbildlicher Werke bzw. Autor*innen/Regisseur*innen, die von unterschiedlichen Personengruppen als mustergültig angesehen werden. Diese meist normative Bewertung ist das Ergebnis eines kulturellen, gesellschaftspolitischen, ökonomischen und ästhetischen Deutungs- und Selektionsprozesses, der sich im ständigen Wandel befindet. Im vom britischen Filminstitut herausgegebenen Filmmagazins "Sight & Sounds" wird seit 1952 alle zehn Jahre eine Liste der besten 100 Filme veröffentlicht. In der letzten Ausgabe waren nur zwei von 100 Filmen von Frauen: "Jeanne Dielman, 23 quai du Commerce 1080 Bruxelles" (Chantal Akerman, 1975) auf Platz 35 und "Beau Travail" (Claire Denis, 1998) auf Platz 78. Während die Filme und die Filmschaffenden in den letzten Jahren immer diverser werden, scheinen sich die Bestenlisten seit Jahrzehnten kaum zu verändern.
Ziel des Seminars war es, ausgewählte Filme von Regisseurinnen zu analysieren und dabei der Frage nachzugehen, weshalb weibliche Perspektiven in der Filmgeschichte marginalisiert wurden. Der Fokus liegt auf Filmbeispielen aus dem amerikanischen Independent-Kino der letzten Jahre.
Die Studierenden haben ihre Forschungsergebnisse in Form eines Podcasts veröffentlicht.
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Nov 12, 2021•16 min
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