Deutschlands Spätheimkehrer und ihr schwieriges Kriegsgepäck - podcast episode cover

Deutschlands Spätheimkehrer und ihr schwieriges Kriegsgepäck

Jan 16, 202614 min
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Der Zug mit den letzten Kriegsgefangenen rollt am 16.1.1956 in Friedland ein. Am Bahnsteig nur jubelnde Begrüßung. Keine kritische Frage nach Schuld und Verantwortung.



In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug:

  • welche Szenen sich bei der Ankunft der Spät-Heimkehrer abspielen,
  • dass sich auch Frauen unter den Heimkehrern befinden
  • warum die Aktion in Deutschland auch kritisch gesehen wird,
  • dass niemand für Kriegsverbrechen ins Gefängnis kommt.

Eigentlich sollen die deutschen Kriegsgefangenen bis 1948 nach Deutschland zurückkehren. So haben es die Alliierten beschlossen. Doch die Sowjetunion hält sich nicht daran, denn sie braucht die Arbeitskräfte, um die Kriegsschäden zu beseitigen.

1955 reist Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Moskau, um die Freilassung der letzten 10.000 Kriegsgefangenen zu fordern. Sie kehren schließlich 1956 heim. Verlassen haben sie einst ein Land, das sich tausendjähriges Reich nennt, zurückgekehrt finden sie das, was nach zwölf Jahren noch übrig ist: Ein kleineres und obendrein geteiltes Deutschland.

Fragen über Schuld und Verantwortung werden nicht gestellt. Kein Spätheimkehrer - ob ehemaliger General oder einfacher Soldat - wird vor Gericht gestellt.

Das ist unser wichtigster Interviewpartner:
  • Dr. Jörg Morré, Historiker und Direktor des Museum Berlin-Karlshorst

Weiterführende Links:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Thomas Klug
Redaktion: Christoph Tiegel, Sefa Inci Suvak
Technik: Holger Maerten

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