Amadeu Antonio: Todesopfer der "Baseballschlägerjahre" - podcast episode cover

Amadeu Antonio: Todesopfer der "Baseballschlägerjahre"

Nov 24, 202515 min
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Am 24.11.1990 wird Amadeu Antonio in Eberswalde Opfer eines rassistischen Angriffs. Sein Tod erschüttert das Land und zeigt die Gefahr rechter Gewalt.



In diesem Zeitzeichen erzählt Irene Geuer

  • wie die Polizei dem Gewaltopfer Amadeu Antonio nicht zur Hilfe kommt,
  • dass die fünf Angeklagten vor Gericht keine Reue zeigen,
  • über die Ursachen der Ausländerfeindlichkeit nach der Wende,
  • und wie sich Rassismus heute in der Politik etabliert.

Am 24. November 1990 rotten sich in Eberswalde, Ostdeutschland, rund 50 Skinheads und Neonazis zusammen, um es mal "ordentlich krachen zu lassen". Das nennen sie "Neger aufklatschen". Die bewaffnete und gröllende Meute zieht zum Hüttengasthof, eine der wenigen Kneipen der Stadt, in denen Angolaner geduldet werden.

Amadeu Antonio kann nicht mehr rechtzeitig fliehen und wird brutal verprügelt. Auch als er schon am Boden liegt, springen Skins auf seinen Kopf. Elf Tage später stirbt Amadeu Antonio an seinen Verletzungen. Er gilt als erstes Todesopfer rassistischer Gewalt nach der deutschen Wiedervereinigung.

Eberswalde ist keine Einzelfall, sondern markiert den Beginn der Zeit, die als "Baseballschlägerjahre" in die Geschichte eingehen wird. Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen werden zu Synonymen für brutale Gewalt gegen Ausländer.

Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
  • Jone Munjunga, Projektleiter im Kulturverein Palanca in Eberswalde
  • Bettina Kohlrausch, Soziologin, Hans Böckler Stiftung
  • Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin

Weiterführende Links:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Irene Geuer
Redaktion: Sefa Inci Suvak

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