Quellen der Kraft - Rituale haben
Sie verlaufen stets gleich, versprechen Kontinuität und stiften Zuversicht. Seit Menschengedenken formen Rituale unser Zusammenleben, unsere Kultur. Was macht sie unverzichtbar?

Sie verlaufen stets gleich, versprechen Kontinuität und stiften Zuversicht. Seit Menschengedenken formen Rituale unser Zusammenleben, unsere Kultur. Was macht sie unverzichtbar?
Eine Sportgruppe hat Kamar Abou Kamar geholfen, nach ihrer Flucht aus Syrien in Deutschland Fuß zu fassen. Auch Michael Krauser profitiert von Bewegung. Im Alltag mit Typ 1 Diabetes wirkt Sport für ihn stressreduzierend, er bleibt dadurch lebensfroh und dankbar.
Es gilt die Schöpfung zu bewahren, um weiterhin auf unserem Planet zu leben. Während manche den Klimawandel immer noch nicht anerkennen, setzen sich andere für Umweltschutz ein und hoffen auch auf Gott.
Selina ist stark sehbehindert. In ihrem Videoblog macht sie anderen Betroffenen Mut. Auch Sagithjan Surendra schöpft Kraft daraus, mit vielen Menschen verbunden zu sein. Er hat ein Netzwerk für armutsbetroffene Jugendliche gegründet.
Muse, Muße, Müßiggang - schöne Idee. In diesen bewegten Zeiten jedoch können wir, so scheint es, nichts so wenig, wie nichts tun. Drei Menschen erzählen, wie sie die hohe Kunst des Müßiggangs als Quelle der Kraft nutzen.
In der Einsamkeit der Natur sich selbst finden. Wer bereit ist, die Lehren der Natur anzunehmen, kann neue Dimensionen entdecken, erzählen eine Philosophie-Professorin und ein Bergführer.
Der Dalai Lama ist das religiöse Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Für viele Tibeter ist er auch wegen seines Widerstands gegen die chinesische Besatzungsmacht zum Helden geworden. Zum 90. Geburtstag stellt sich nun die Frage seiner Nachfolge.
Ob Psylocybin oder Ayahuasca - der Trend natürlicher Rauschmittel steht für eine neue Lust an der Ekstase. Kehren damit die schamanischen Naturreligionen zurück, die das Christentum so lange unterdrückt hat? Eine Recherche zu Rausch und Religion.
Scham empfinden wir, wenn uns vor den Augen anderer etwas peinlich ist. Wir erröten, wenden uns ab, verlieren das Gesicht. Wofür wir uns schämen, unterscheidet sich je nach Kultur, verändert sich mit der Zeit - und wirkt im Nachhinein oft albern.
Gehen: Eine simple Bewegung, die wir schon als Kleinkind lernen und ohne die unser gewohntes Leben zumindest schwierig würde. Auch im religiösen Kontext ist entscheidend, dass wir weiter gehen und weiter. Immer einen Fuß vor dem andern.
Die Wiedervereinigung brachte nicht nur die Fusion jüdischer Gemeinden in Ost- und Westdeutschland - es wanderten auch Hunderttausende Juden aus der Sowjetunion zu. Für viele jüdische Gemeinden in Deutschland war das die Rettung. Doch Konflikte gibt es bis heute.
Dass Jesus sich für die Kranken und Schwachen stark machte, mag Menschen mit Behinderung trösten, aber es reicht ihnen nicht mehr. Und sie wollen mehr als nur eine Rollstuhlrampe an der Kirchentür.
Vor 500 Jahren ist die Glaubensgemeinschaft der Mennoniten entstanden. Die Mitglieder der evangelischen Freikirche folgen dem Gebot des Friedens. In Zeiten von Krieg und Aufrüstung werden ihre Glaubensgrundsätze auf die Probe gestellt.
Vor 150 Jahren wurde der Schriftsteller Thomas Mann geboren. In seinen Büchern hat er die Welt immer wieder philosophisch hinterfragt und dabei auch die Religion miteinbezogen - mal spöttelnd, mal mit feierlichem Ernst.
Der Himmel und das All darüber faszinieren die Menschen seit Urzeiten. Wir blicken auf Vorstellungen der Reise von unten nach oben und zurück, vom alten Mesopotamien bis in die Gegenwart. Und darauf, was sie über uns selbst verraten.
Seit der russischen Invasion der Ukraine hat die Friedensbewegung an Boden verloren. Angesichts rücksichtsloser Aggression scheint Pazifismus keine Lösung. Die evangelische Kirche ringt mit sich - und sucht neue Wege zum Frieden.
Mehr als eine Million Muslime engagiert sich in Deutschland ehrenamtlich - bei der Essensausgabe, in Gemeinden, in der Telefonseelsorge. Für unsere Gesellschaft ist ihr Engagement eine wichtige Stütze. Und auch die Helfer gewinnen dadurch.
Die Papstwahl fasziniert Beobachter immer wieder aufs Neue. Die strenge Geheimhaltung im Konklave heizt Spekulationen und Gerüchte an - wer wird es werden? Das "Wer" stand dieses Mal schnell fest. Unklar ist aber noch, wofür Leo XIV. stehen wird.
Mariann Edgar Budde hat Donald Trump bei seiner zweiten Amtseinführung in ihrer Predigt die Leviten gelesen - und damit weltweit Aufmerksamkeit erregt. Nun besucht die amerikanische Bischöfin den 39. Evangelischen Kirchentag in Hannover.
Die Positionen der Kirchen zur Arbeitswelt sind vielfältig und oft widersprüchlich. Viele Geistliche solidarisieren sich mit der arbeitenden Bevölkerung - ein Streikrecht gibt es innerhalb kirchlicher Betriebe aber nicht.
Papst Franziskus I. ist tot. Seit 2013 hatte er die katholische Kirche geführt und Hoffnungen auf Reformen geweckt. Doch der Argentinier setzte auf einen langsamen Reformprozess, der von Kirche und Gläubigen selbst vorangetrieben und nicht aus Rom diktiert wird.
"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", so beschwört es Hermann Hesse. Wer einen Neuanfang wagt, hat vorher meist eine Krise erlebt, einen Verlust, ein unerwartetes Wegbrechen des sicheren Bodens unter den Füßen. Menschen erzählen, was ihnen bei ihrem Neuanfang hilft und Hoffnung gibt.
Das Christentum ist eng mit dem Singen verbunden: vom Oratorium bis zum Gemeindegesang im Gottesdienst. In der Kirchengeschichte gibt es aber eine lange Auseinandersetzung über die Frage: Was wiegt schwerer, Klang oder Wort?
"Was für ein Segen!", sagen Menschen manchmal, um tiefe Dankbarkeit und Freude über etwas auszudrücken. Das Segnen ist ein uralter spiritueller Ritus der Menschheit, in allen Religionen und Kulturen.
Antisemitismus und Antijudaismus sind in der Bibel verankert und werden dadurch immer wieder neu in die Welt getragen. Durchgehend negative Vorurteile halten sich etwa bis heute über die Pharisäer. Wie gehen wir mit diesem kulturellen Erbe um?
Lebenspartner und Freunde schützen einen Menschen nicht davor, sich isoliert und abgetrennt zu fühlen. Viele Menschen leiden darunter allein, zu zweit oder im Internet einsam zu sein. Manche macht das sogar krank.
Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer leistete Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Kurz vor Kriegsende wurde er im Konzentrationslager ermordet. Nun berufen sich ausgerechnet rechtsextreme Evangelikale in den USA auf ihn.
Der Krieg in Syrien hat unzählige Menschen in die Flucht getrieben. Rund eine Million fanden Schutz in Deutschland. Wie blicken sie auf den Sturz des Assad Regimes und die Machtübernahme durch islamistische Kräfte?
Bäume spenden Schatten, Sauerstoff und Nahrung. Sie haben aber noch viel mehr zu geben: Erholung, sozialen Zusammenhalt und Lebensfreude. Mit dem "Tiny Forest", dem Mini-Wald, entstehen soziale Erholungsoasen mitten in der Stadt.
Wenn Menschen unheilbar erkranken, sind sie nicht nur auf medizinische Betreuung angewiesen - sie brauchen auch seelischen Beistand. Wie sieht der Alltag in der Palliativmedizin aus? Wie gelingt ganzheitliche Pflege im letzten Lebensabschnitt?