FreeNow-Deal und Robotaxi-Evolution: Ridesharing startet durch - podcast episode cover

FreeNow-Deal und Robotaxi-Evolution: Ridesharing startet durch

May 12, 202529 minEp. 86
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Während Mercedes und BMW ihr letztes Mobilitäts-Tortenstück an Lyft verkaufen, starten Tesla und VW mit autonomen Mobilitätsdiensten durch. Das Rennen um die Zukunft der On-Demand-Mobilität nimmt wieder ordentlich Fahrt auf.

FreeNow wird amerikanisch: Der US-Ridesharing-Anbieter Lyft übernimmt die Mobilitätsplattform FreeNow für 175 Millionen Euro -- und steigt damit erstmals in den europäischen Markt ein. Was bedeutet dieser Deal für Nutzer, Wettbewerber und nicht zuletzt für die Automobilhersteller, die sich zunehmend aus dem Plattformgeschäft zurückziehen? Zugleich wollen einige OEMs jetzt bei der autonomen On-Demand-Mobilität aufholen. Zum Beispiel in den USA, wo bislang Tech-Primus und Google-Schwester Waymo den Ton angibt. So will Tesla im Sommer mit den ersten Cybercabs in Texas starten und Volkswagen ist gerade ein Agreement mit Lyft-Konkurrent Uber eingegangen, die eigenen selbstlenkenden ID. Buzz in Los Angeles zu kommerzialisieren. Die Dynamik im Fahrdienst-Business ist auf jeden Fall zurück, wir blicken gespannt auf die nächsten Schritte.

Alle Details und Analysen zur Übernahme von FreeNow druch Lyft: https://www.automotiveit.eu/mobility/lyft-startet-massive-expansion-durch-freenow-uebernahme-309017-737.html

Wie Waymo und Tesla beim Robotaxi Fahrt aufnehmen: https://www.automotiveit.eu/technology/autonomes-fahren/waymo-und-tesla-beschleunigen-im-robotaxi-rennen-314.html

VW kooperiert in den USA mit Uber. Alle Infos hier: https://www.automotiveit.eu/technology/autonomes-fahren/vw-moia-und-uber-starten-robotaxi-offensive-in-den-usa-274.html

Mehr zu Pascal und Yannick finden Sie auf LinkedIn: Pascal Nagel: https://www.linkedin.com/in/pascal-nagel/ Yannick Tiedemann: www.linkedin.com/in/yannick-tiedemann

Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers

Transcript

Pascal, beide Recherche zur aktuellen Folge. Da ist mir ein Werbeslogan für eine Apfelschorle überhaupt nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Kannst du dich noch erinnern und vielleicht auch wenn du so ein bisschen an die heutige Folge denkst, welcher dieser Werbeslogan ich denn meinen könnte? Uff, Ähm, Apfelschorle. Ah, meinst du hier, Herr Hürmermeister, gibt es denn hier keinen Lift? Genau, das ist der Werbeslogan von der Apfelschorle 90er.

Genau, es ist ein bisschen später, glaube ich, 2000er ist dieser Werbeslogan oder dieser, das war kein Werbeslogan, aber es war auf jeden Fall Teil einer Werbung zur Apfelschorle Lift. Denn der hieß Hürmermeister gibt es hier keinen Lift. In der Internetsprache würde ich jetzt sagen, "Lifts in my head rent free" oder wie ich das sage.

Ja, aber ich glaube, das ist ein sehr spezifischer Ohrwurm, der da noch rumhängt. Ich habe es auch vor allem deswegen reingenommen, weil es auch ganz gut eigentlich passt zu unserem heutigen Thema. Gibt es denn hier keinen Lift? Und das gilt ja ein illustrierweise bislang auch für die ganzen Nutzer von Fahrdienstleistungen auf dem europäischen Markt. Denn der Anbieter Lift, den es ja auch gibt, also der Mobilitätsanbieter Lift, der ist bislang ausschließlich in

Nordamerika auf dem nordamerikanischen Markt aktiv. Und dort ist er der größte Konkurrent von Uber, dem ja weltgrößten Fahrdienstleister, der seine Fühler ja auch auf vielen anderen Märkten bislang ausgestreckt hat. Beim Lift ist das eben nicht der Fall. Die sind nur in Nordamerika unterwegs. Aber das ändert sich, denn jetzt hat es nämlich bekannt geworden, dass Lift den europäischen Anbieter Free Now gekauft hat für einen Preis von 175 Millionen

Euro. Das ist natürlich viel Geld, aber das ist auch überschaubar. Denn wenn man bedenkt, dass Uber, der Konkurrent von Lift, den ich ja schon angesprochen hatte, bereits 2020 ein Kaufangebot abgegeben hatte, dann ist diese Summe, die jetzt im Raum steht, sehr, sehr gering. Denn damals war eine Milliarde Euro im Raum der Kaufpreis für Free Now. Und da war... Hätten Sie es mal gemacht. Hätten Sie es mal gemacht, genau. Damals hat BMW und Mercedes, das sind nämlich die beiden

Ohner von Free Now, haben damals noch nein gesagt. Heute sagen Sie, bitte schön, hier ist Free Now auf dem Silber-Tablet, nehmt es hin. Free Now ist damit sozusagen das letzte

Überbleibsel auch des gemeinsamen Mobilitäts Joint Ventures von Mercedes und BMW. Und das hat ja vor einigen Jahren, 2019, wurde das Joint Venture unter dem Namen You Now, da gehört auch Schernau dazu, da gehört The Reach Now dazu, Charge Now, das Charge Now ist übrigens der einzige Dienst, also Ladedienst, der noch im Besitz von Mercedes und BMW ist

und der noch aktuell noch in dieser Konstellation funktioniert. Pascal, kannst du dich noch so ein bisschen daran erinnern, auch an die Bilder von damals, 2019, Mercedes-Chef Zetsche und der damalige BMW-Boss Harald Krüger bei der Pressekonferenz, dem Handshake und wie groß die Erwartungen auch damals an... Und zwar die Frenemy Phase. Genau, kannst dich daran erinnern, wie damals so ein bisschen die Situation auch im Bereich Autohersteller Mobilitätsdienst leistbar war.

Na ja, ich habe es ja gerade gesagt, also die haben sich dann gegenseitig ja damals auch so als Frenemies bezeichnet, Friends and Enemies, also im Prinzip Konkurrenten, die auf einem neuen Feld natürlich um dieses Feld zu bestellen, jetzt gemeinsame Sache machen, hat man ja dann in der Folge auch noch in ganz anderen Bereichen versucht, auch was

das autonome Fahren angeht, um es dann doch wieder jeweils alleine zu machen. Aber das war natürlich damals auch so ein bisschen die Stimmung und der Versuch gemeinsam in gemeinsamen Invests oder geteiltes Risiko sozusagen, um eben auch in diesem Bereich Mobilitätsdienste und damals nicht durchhinnerst dich, das war die Phase, in der man im Prinzip eigentlich in jeder Zukunftsprognose der Automobilindustrie attestiert hat, in Zukunft ja zum

Mobilitätsdienstleistern zu werden. Aus Autoherstellern, aus Autobauern werden Mobilitätsdienstleister und wir wissen auch jetzt irgendwie so sechs Jahre später sind es wieder Autobauer.

Weil danach kam natürlich auch Corona, Corona hat dem ganzen, hat natürlich dem Safe Space eigener PKW, eigener vier Autowände sozusagen natürlich auch wieder eine Renaissance verschafft und gleichzeitig dem ÖPNV und der geteilten Mobilität natürlich im Imminbärendienst erwiesen und dann hat man sich natürlich jetzt auch in den Schwierigkeiten, die man jetzt in den letzten Jahren so hatte, dann dazu entschieden, dann doch sich eher wieder

auf die Kernprodukte irgendwie zu konzentrieren und das ist natürlich jetzt schon, ja man kann es fast sagen, der letzte Schritt, also die letzte, so ein bisschen mit die letzte Abwicklung raus aus dem Spiel der Mobilitätsdienstleister. Was kann das uns gleich noch mal ein bisschen mehr auch über die Autohersteller und dessen oder deren Rolle auch über beim Thema neue Mobilität sprechen, das ist ganz spannend,

was sich da jetzt eigentlich in den letzten Jahren auch entwickelt hat. Erstmal noch so ein bisschen vielleicht auch noch Hintergrund zu diesem Deal jetzt zwischen Lift und Free Now. Also da entsteht jetzt in Europa wirklich auch ein noch größerer Player im Bereich des Ride Sharing, im Bereich der Taximobilität. Da hat sich Free Now in den letzten Jahren sehr stark auch auf darauf konzentriert und Free Now ist in Europa wirklich ein guter,

ein starker Player. In 150 Städten neun Ländern unterwegs, darunter Städte wie London, Madrid, Wien, Berlin, Paris, überall kann man auch ein Free Now buchen und damit wächst natürlich auch der Markt für Lift. Wenn jetzt diese Übernahme erfolgt ist mehr Fahrten werden erwartet, mehr Buchungen und natürlich auch mehr Einfluss auf den europäischen Markt und dann auch gegenüber der Konkurrenz, die hier so unterwegs ist, der Lift-CEO David

Rischer, der hat von der größten Expansion außerhalb Nordamerikas gesprochen. Das ist so ein bisschen, ja, you don't say, weil wie gesagt, Lift ist jetzt noch nicht außerhalb von Nordamerika unterwegs. Also da wäre jede Expansion, jeder Betrag wäre die größte Expansion. Auch die Expansion nach Lichtenstein oder so was wir haben. Genau. In Lichtenstein wäre auch schon die größte Expansion außerhalb von Amerika gewesen.

Um das nochmal in Zahlen zu gießen, erwartet eine Milliarde Euro mehr Brutto-Buchungen

jährlich. Also da ist schon wieder die gewaltige Summe dann auch im Raum. Und ja, man kann das schon so ein bisschen, finde ich schon auch als guten Schritt bezeichnen, sich da wirklich so ein Player, der wirklich auch jetzt hier regional auf einem regionalen Markt wie Europa irgendwie stark unterwegs ist ins Boot zu holen, um sich dann auch entsprechend von Uber dem Platz hirschen, was das Thema anbelangt, vielleicht neben die die Shuxing

in China, die ja noch sehr auch sehr regional unterwegs sind, da nicht dauerhaft die Butter vom Boot nehmen zu lassen. Und was natürlich, was habe ich gerade schon ein bisschen angedeutet, Free Now bringt ja etwas mit, was Lyft ja bislang auch gefehlt hat. Klar, sie waren bislang noch nicht in Europa unterwegs, aber das ist natürlich ein großes Esset, was sich

jetzt da ins Haus geholt haben. Denn Free Now verfügt auch aufgrund der Erfahrungen, diese letzten Jahren, gesammelt haben und auch aufgrund der Konstellation, dass Free Now ja aus einer reinen Taxi-App heraus entstanden ist, My Taxi hieß ja Free Now vorher, es gibt es ja schon länger als 2019 und die haben jetzt einfach mit ihren Leuten, mit ihren der Führungsmannschaft, mit den Ressourcen, die zur Verfügung haben, ein tiefes Verständnis

für den europäischen Markt, für den europäischen Taxi-Markt vor allem, der ja auch sehr fragmentiert und sehr viele Besonderheiten einfach hat. Es gibt gute Kontakte zu Regulierungsbehörden, zu Gewerkschaften und aus viel Erfahrung aus den Jahren des Plattformgeschäfts hier in Europa, die natürlich für Lyft jetzt Gold wert sind, weil die natürlich die Gegebenheiten in Europa, die sind sehr besonders herausfordernd, zum Teil auch fragmentiert, habe ich gesagt.

Das ist das, was die natürlich überhaupt nicht haben und das ist ja auch etwas, muss man ja auch sagen, was dem größten Konkurrenz von Lyft Uber vielleicht in den letzten Jahren, an der einen oder anderen Stelle ja auch nochmal geholfen hätte. Ich meine die Auseinandersetzung mit der Taxi-Branche, die Auseinandersetzung mit den Regulierungsbehörden auch in Deutschland vor allem, die kannte man oder die kennt man ja und das hat sich mit den letzten Jahren

so ein bisschen beruhigt. Uber ist ja mittlerweile auch, da haben wir ja in einer Folge auch schon mal besprochen, mittlerweile auch in der Gewinnszone, also profitabel unterwegs, Free Now übrigens auch seit letztem Jahr, also seit Herbst 2024, auch wieder in die Gewinnszone

gekommen. Also da holt man sich jetzt von Lyft-Seiten natürlich einen starken Player, stark vertreten Präsenz, Markttiefe oder Marktdurchdringung ist groß, aber eben auch die spezifischen Besonderheiten des Marktes in Europa, die kennt Free Now und damit holt sich Lyft wie gesagt nicht nur die Plattform an sich, sondern eben auch Knowledge mit ins Boot und Know how ins Boot. Das ist schon glaube ich ein ganz kluger Schritt an der Stelle.

Ich finde es interessant, wenn man jetzt mal so drüber nachdenkt, dass Uber nicht nochmal den Versuch unternommen hat, vielleicht mit Free Now nochmal, ja sie sind schon in Europa, sie sind in Deutschland Europa vertreten inzwischen, aber wenn man sich natürlich diesen, ich will ja nicht sagen Sportpreis, aber du hast vorhin gesagt, dass Uber vor einigen Jahren schon mal eine Milliarde geboten hat für Free Now und jetzt ist für 175 Millionen ist das

Ganze jetzt an Lyft gegangen, da muss man ja schon mal schon fragen, das wäre jetzt wahrscheinlich auch ein investes Uber hätte machen können, um nochmal sozusagen auf dem europäischen Markt den Footprint nochmal ein bisschen zu verstärken, um nochmal eine Datenbasis zu bekommen, um nochmal, aber das ist natürlich jetzt Spekulation, ich kann mir vorstellen, die werden das geprüft haben, die werden ihre Hausaufgaben da auch machen und werden offensichtlich zu dem Schluss gekommen

sein, dass das jetzt, wo man hier schon auf dem Markt ist, vielleicht nicht mehr lohnenswert ist, für Lyft völlig naheliegend, dass sie sich natürlich einfach diesen Marktzugang jetzt über ein vergleichsweise geringes Invest, muss man ja immer bei dreistelligen Millionenbeträgen immer vorsichtig sein von geringem Invest zu sprechen, aber dass man wahrscheinlich für ein sehr lohnenswertes Invest, sag ich mal so, hier dann den Zugang zu einem europäischen Markt

bekommt und du hast schon gesagt, dass die Strukturen einfach etabliert sind, die Strukturen stehen, die Marktkenntnis steht, das heißt man fängt hier nicht bei Null an und sammelt Erfahrungen, sondern kann natürlich hier auf eine erfahrene Mannschaft, auf ein erfahrendes Team und auf

eine eingespielte Marke usw. setzen, also das ist für Lyft ein absolut kluger Schachzug, aber ich frag mich natürlich auch, Janik, wenn natürlich Free Now jetzt dann doch anfängt, so grüne Zahlen zu schreiben, das ist dann schon so ein bisschen der Gedanke, naja, wäre das nicht doch eine lohnenswerte Säule vielleicht für die Automobilindustrie gewesen, BMW, Daimler, also Mercedes, das dann doch noch irgendwo zu behalten, wir wissen das natürlich

irgendwie die Automobilindustrie gerade zahlentechnisch auch irgendwo ein bisschen kämpft, um die Marge kämpft und wäre das nicht vielleicht etwas geworden, was dann irgendwann wirklich eine Säule sein kann, die nochmal zum Geschäft beiträgt, ja, das fragt man sich dann

natürlich schon, ne? Ja, also wir haben diese Frage jetzt auch gleich direkt mal weitergegeben an einen Experten, der uns ja in dem Bereich häufig schon sozusagen seinen Wissen und seine Erfahrungen und seine Zahlen auch geliefert hat, nämlich Stefan Bratze vom Center of Automotive Management hat uns für ein unserer Artikel, den wir da auch zu verfasst haben, packen wir natürlich mit in die Show Notes auch ein Statement zu abgeben, wie er das jetzt auch bewertet, jetzt Mercedes-Benz,

die verabschieden sich im Prinzip jetzt endgültig vom Shared Mobility Markt mit dem Verkauf von Free Now, klar, ich habe es gesagt, es gibt immer noch das letzte, das allerletzte Überbleibsel ist noch Charge Now, aber das kann man ja sozusagen nicht unbedingt jetzt in diese Shared Mobility Welt einordnen, sondern eher vielleicht in dieses Ownership-Modell, wo es eher Richtung Elektroautos

geht. Also die sind da raus und er hat eben gesagt, ja, das ist so, die Automobilhersteller, die konzentrieren sich wieder auf ihr Kerngeschäft, sprich Fahrzeuge bauen idealerweise luxuriös und profitabel, darüber haben wir ja im Podcast auch schon an vielen Stellen gesprochen, dass diese Autorsteller sich wie gesagt stärker wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, aber und das muss man aussagen, es gibt auch hier nicht den einen Weg, also es ist nicht die eine Tendenz, dass

jetzt alle Automobilhersteller sagen, wir verabschieden uns jetzt von diesem Geschäft, von diesem eigentlicher sehr lukrativen Geschäft oder möglicherweise lukrativen Geschäft, wir sehen es ja gerade bei Uber, bei Free Now, auch bei DD, dass das langsam in die schwarzen Zahlen

geht, also durchaus ein lukratives Geschäft sein kann. Es gibt auch andere, es gibt auch Ausnahmen, Stellantis zum Beispiel, die jetzt ihre Plattform Free to Move da auch weiter expandieren, die haben ja vor ein paar Jahren oder vor zwei Jahren glaube ich war es die Cache, das Cache in Business, Schernau von Mercedes-Benz und BMW gekauft und auch Volkswagen, der traditionsreichste und größte OEM in Deutschland, in Europa eigentlich, arbeitet an einer neuen Mobilitätsplattform

und will ja auch und da kommen wir vielleicht so langsam mal so ein bisschen zum nächsten Thema oder zu dem zu einer weiteren Facette dieses ganzen Ride Sharing-Themas, will auch natürlich beim Thema Robotaxi, bei der On-Dimant-Mobilität, bei der autonomen On-Dimant-Mobilität ein Wörtchen mitreden, wobei Pascal, du weißt, da gibt es ja mittlerweile Player, die sind da schon auch ganz

schön weit voraus. Absolut, du sagst es, wenn wir über Taxidienste, über Ride Sharing und so weiter sprechen, dann geht das heutzutage klassisch mit Fahrer und wir waren es gerade viel bei Free Now und bei Lift, auch Lift übrigens ein Unternehmen, was in den USA natürlich im Bereich autonome Taxis auch schon unterwegs ist, aber in der Regel nicht in der ersten Riege sozusagen der Player vertreten diese Tummeln, was der gesagt andere sprechen damit und das lauteste Wort, was da klar

und deutlich zu vernehmen ist auf dem US-Markt, das kommt von Waymo, also unangefochtener Marktwührer, auch Technologieführer über 1.000 Füße. 500 aktive Robotaxis sind von Waymo auf den Straßen. Jetzt gerade ein neuer Meilenstein verkündet 250.000 bezahlte Fahrten pro Woche in vier US-Städten, unter anderem San Francisco und Los Angeles. Also eine absolute Hausnummer. Dann ist es noch geplant, das noch nach Washington auszuweiten im kommenden

Jahr. Bis Ende des kommenden Jahres noch 2000 weitere Jaguar-Elektrofahrzeuge mit in die Flotte aufgenommen werden. Man arbeitet jetzt mit Seeker zusammen, um da auch eben chinesische Marken mit reinzunehmen und speziell für das Autonomafahren umzubauen. Man arbeitet an einem eigenen Werk in Mesa und Arizona gemeinsam mit Magna, um dort so wie es heißt, 10.000 Fahrzeuge pro Jahr

fertigen zu können. Man hat gerade erst auch das noch mal eine ganz aktuelle Ankündigung mit Toyota und Toyota's Tochterfirma Woven, die ja für Toyota ein bisschen alle Vernetzungsthemen ein bisschen bearbeitet. Gerade erst eine Memorandum of Understanding angekündigt, um zu testen, zu schauen, zu evaluieren, ob man auch gemeinsam Autonomafahren, autonome Fahrplattformen entwickelt für Privatfahrzeuge, aber auch eben für Robotaxis. Also man muss es ganz klar sagen,

Waymo ist der absolute Primus in dem Bereich. Da finde ich übrigens ganz spannend, wenn du jetzt auch gerade die Beispiele nennst, mit welchen Partnern Waymo jetzt auch neu, also sozusagen neu ins

Geschäft kommt oder neu kooperieren will. Das sind jetzt nicht, wie man ja vielleicht vermuten könnte, wenn man die aktuelle geopolitische Lage sich anschaut, dass man sich jetzt vielleicht sehr stark auf den Heimatmarkt konzentriert und da vielleicht mit den Vorortherstellern irgendwie in Partnerschaften jetzt nochmal neu geht, sondern dass man sich mit Seeker sozusagen einen Chinesen

ins Haus holt, Gili Tochter. Ich finde die super interessant an der Stelle genauso Toyota. Also wo man jetzt so ein bisschen die ganzen Abschottungstendenzen in der Automobilindustrie hat bzw. natürlich in der allgemeinen wirtschaftlichen Situation in den USA und Toyota bislang auch nicht

die absoluten Technologieführer beim Autonome fahren. Also ich finde einen super spannenden Aspekt, dass man da wirklich international unterwegs ist und sich jetzt nicht abschottet, sondern sagt, wir gehen hier ganz klar, wir nehmen auch die Konkurrenzmärkte mit rein und schotten uns jetzt nicht ab. Also ich finde einen interessanten Nebenaspekt der ganzen Nummer.

Und ein wichtiger Partner für Waymo auch ist Uber. Also wenn es da natürlich auch auf die Uber in der Uber-Plattform integriert wird dort auch noch weiter ausgeweitet auf weitere Städte, also Waymo der absolute Primus. Ich habe es gerade gesagt, nicht nur technologisch, nicht nur was die Fahrten und was die gefahrenen Kilometer angeht, sondern inzwischen auch mit

einem großen Partner-Netzwerk, mit einer auch klaren Partner-Strategie. So hast du es gerade auch gesagt, sich wirklich global umzuschauen, welche globalen Technologiepartner dort in Frage kommen, was auf der einen Seite tatsächlich einfach Fahrzeuge angeht und Fahrzeugplattform angeht, auf der anderen Seite aber eben dann entsprechende Services und Ökosysteme wie das

von Uber. Also das ist ein sehr spannendes, ja einfach ein sehr, sehr spannender Player, von dem man auch schon so ein bisschen momentan sagen könnte, wir haben in der letzten Woche Janik über Batterieplayer gesprochen und auch darüber, dass da die Messe fast gelesen ist, muss man sagen. Soweit würde ich jetzt beim autonomen Fahren noch nicht gehen, aber Waymo gibt in Sachen Robotaxie definitiv den Ton an, war einer der ersten, die sehr konsequent natürlich

einfach auch darauf gesetzt haben. Ein anderer Player, den wir auch häufig besprechen und den wir auch in diesem Zusammenhang wahrscheinlich nicht ganz ohne kritischen Unterton oder kritische Stimme besprechen können und müssen, ist Tesla. Auch Tesla hat ja eine Robotaxie-Strategie angekündigt im Juni 25, also schon nächsten Monat, wenn man in Austin, Texas mit etwa 10 bis 20 Fahrzeugen erst mal starten, also ganz kleine Flotte, das werden Model-Wife-Fahrzeuge, werden

das sein. Und Division und wir kennen Janik Divisionen von Elon Musk, die sind natürlich dementsprechend vollmundig formuliert. Die langfristige Vision ist, Millionen autonomen fahren Tesla auf den Straßen und Musk spricht auch von über 90 Prozent Marktanteil im Robotaxisegment. Also das Ziel von Tesla ist klar, man fängt jetzt ganz klein an und will dann offensichtlich auf der viel zitierten Überholspur, dann vor allem auch an Waymo links ganz, ganz schnell vorbei. Ob das so

kommt, ist natürlich dann eine andere Frage. Es gibt natürlich viel Kritik, auch viel Kritik an den autonomen Fahrfunktionen von Tesla. Man wirft Tesla häufig vor, erstens technologisch mit dem Move rein auf Kameras zu setzen, erstens ein bisschen das Thema Sensor-Fusion und Redundanz außen vorzulassen und da technisch einen technologischen Risiko einzugehen. Auf der anderen Seite auch ein großer Vorwurf an Elon Musk ist tatsächlich im Marketing und in der Kommunikation falsche

Versprechungen zu machen, was das autonome Fahren angeht. Viele Unfälle werden ja so ein bisschen auch von Kritikern darauf zurückgeführt, dass die Verbraucher ein bisschen fälschlicherweise eigentlich sich zu sicher fühlen, was die autonome Fahrfunktion angeht, was den Autopilot angeht, der ja auch nur ein Assistenzsystem ist, bei dem der Fahrer jederzeit eingreifen muss, auch die NHTSA, also die Verkehrssicherheitsbehörde in den USA, untersucht da mehrere Unfälle. Also das

ist natürlich schon mit Kritik behaftet und Tesla fängt jetzt erst an. Das heißt, wir werden jetzt mal beobachten müssen, wie das Ganze aussieht. Natürlich ist Tesla irgendwo ein Pionier auch, was autonome Fahrfunktionen angeht und dass Tesla dann natürlich versucht auf die Straße zu bringen in Sinne eines Services. Das ist auch naheliegend. Wir müssen jetzt einfach mal beobachten, wie sich das Ganze macht. Ich denke nicht, dass man jetzt allzu schnell links an Rainbow vorbeifahren wird.

Ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, aber Musk hat ja jetzt versucht das Wort Robotaxie, also wo du gerade das Thema Marketing auch angesprochen hast, das Wort Robotaxie sich auch schützen zu lassen. Da ist er ja glaube ich erst mal vorerst gescheitert. Also das ist sozusagen, wenn man von einem Robotaxie spricht, dass es dann auch immer automatisch ein Tesla ist. Das hat jetzt erst mal nicht funktioniert und es ist natürlich auch, und das ist vielleicht noch die

deutlich spannende Frage, wie geht es denn grundsätzlich mit Tesla weiter? Ich meine, wir haben die Absatzzahlen gesehen im jetzt zum Jahresstart in den ersten drei Monaten und auch weltweit nicht nur weltweit, sondern vor allem auch in Deutschland, auf dem EU-Markt ist Tesla ja massiv eingebrochen. In manchen Statistiken, was die E-Auto-Zulassung angekommt, ist Tesla nicht mal mehr unter den

Top 10. Das ist ja schon, wenn man sich die letzten Jahre anschaut, schon ziemlich beachtlich. Und da ist natürlich jetzt auch die Frage, wird sich Tesla, so wie es vielleicht manch anderer Autohersteller in den letzten Jahren auch gemacht hat, eher von solchen Themen, eher mal wieder so ein bisschen, also die Ankündigung deuten nicht drauf hin. Also da heißt alles, wir wollen natürlich ganz klar

vorne mitspielen beim Thema Robotaxi, beim Thema Autonomobilität. Aber es ist die Frage, wenn es auf dem klassischen Bereich, im Verkauf von Autos nicht mehr so läuft, ob dann der ein oder andere Stakeholder von Tesla aussagt, vielleicht konzentrieren wir uns doch mal wieder auf das, was uns ja im Prinzip auch groß gemacht hat oder in den letzten Jahren ja vor allem auch an die Erfolgsspur gebracht hat, an den die schwarzen Zahlen gebracht hat. Also das wird sehr spannend zu sehen

und ob das überhaupt am Ende des Tages noch mit Elon Musk an der Spitze von Tesla passiert. Da gibt's ja momentan auch Diskussionen darüber, wird er in Zukunft überhaupt noch den ganzen Laden führen, weil die Angeschlagenheit von Tesla, die ist ja in erster Linie auf den großspurigen Chef zurückzuführen, der jetzt in der Politik mitgespielt hat, jetzt auch nicht mehr so in der Form, aber lange Zeit ja da auch große Töne gespuckt hat, dass er jetzt den Staat,

den US-Staat sozusagen umbauen will. Also das ist ja ganz klar auf ihn zurückzuführen und da ist ja jetzt gerade auch die Diskussion entbrannt, ob es nicht vielleicht Zeit wäre da auch mal eine Ablösung stattfinden zu lassen. Also da gibt es viele Diskussionen, die vielleicht das Thema

Robotaxi am Ende des Tages wieder in den Schatten stellen werden. Absolut, Janik. Ich möchte aber nochmal ein drittes Beispiel am Ende noch bringen und das ist auch ganz spannend aus deutscher Perspektive und das ist eine weitere Ankündigung, nämlich Volkswagen und über die Marke Moja wird

auch gemeinsam mit Uber in den USA gemeinsame Sachen machen. Das heißt, man wird eben dort vor allem nach dem Aus von Ago AI, wo Volkswagen auch daran beteiligt war und was man ja dann am Ende auch eingestellt hat, also die sozusagen aus einem fahrenden Entwicklungs-Tochter, an dem man beteiligt war und das hat dann so ein bisschen natürlich auch dazu geführt, dass auch bei Volkswagen das Thema Autonomous Fahren so ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist, auch das Thema Trinity

ist ja etwas, was ein bisschen in den Hintergrund gerückt ist und scheinbar verfolgt Volkswagen jetzt in etwas pragmatischeren Kurs und hat jetzt eine langfristige Partnerschaft mit Uber für Robotaxi Dienste in den USA geschlossen. Konkret geht es darum, dass eben der ja auch für Moja schon genutzte

VW ID-Bus AD in den USA eben genutzt werden soll. Softwarelieferant ist Mobile Eye in dem Fall, als Partner beteiligt und eben der Systemanbieter Moja, die Volkswagen-Tochter, die Ridesharing-Tochter Moja, liefert dann eben die Komplettlösung mit Flottensteuerung, Apps, Kundenservice und so weiter.

Das Ganze möchte man Ende 2025, möchte man das ausrollen. Zunächst erstmal mit Sicherheitsfahrern und der kommerzielle Start soll dann 2026 in Los Angeles und später in Austin sein, also auch an großen Uber-Standorten kann man sagen und das ist schon ganz interessant, weil ja scheinbar gibt's da jetzt eben und das haben wir aber natürlich an ganz vielen anderen Stellen Janik schon gesehen

und diskutiert. Bei Volkswagen ist die sehr pragmatische Einsicht, dass nicht mehr alles selbst gemacht werden muss, nicht alles aufgebaut werden muss, sondern dass man auch mit klugen Partnerschaften und Kooperationen da seine Flöcke dann auch wirklich einschlagen kann in einem bestimmtes Thema, ohne jetzt immer sozusagen ebenfalls schon wissen, diesen auch Tim Elon Musk'schen Ductus zu erliegen,

dass man überall King of Kotlet sein muss. Ja und spannend auch zu sehen an der Stelle wird das natürlich in zweiter Reihe und zweiter Konsequenz eben auch auf die Projekte, die Deutschland oder in Europa passieren Einfluss haben. Ich meine die Ankündigung, dass Moja autonome unterwegs

sein will in Hamburg, ist ja dieses Pilotprojekt, wo ja gerade einfach getestet wird. Auch das sollte ja eigentlich in diesem Jahr live gehen, wir haben an dieser Stelle ja auch schon mal drüber gesprochen und da wird jetzt natürlich die Frage sein, ist das jetzt wirklich nur ein Thema für die USA und wirklich in den Metropolen, wo das Thema ja durch Waymo momentan auch schon extrem weit nach vorne getrieben wurde und auch die anderen Player, wenn wir erinnern uns an Cruise,

die ja auch ein Wörtchen mit geredet haben, jetzt mittlerweile nicht mehr, aber das Thema ist ja in den USA sehr weit fortgeschritten, aber die Frage ist ja auch, hat das auch Implikationen für andere Märkte natürlich für Europa, für Deutschland auch hier sind, da haben wir in einer der letzten Folgen, als wir auch darüber gesprochen haben, was die nächste Bundesregierung, also die aktuelle mittlerweile im Sachen autonomus fahren, da an Rahmenbedingungen schaffen will oder auch an

Förderung rausgeben will, wird es natürlich auch ganz spannend zu sehen sein, hat das Thema jetzt auch oder nimmt das Thema jetzt auch hierzulande Fahrt auf, werden wir das jetzt in diesem modernen nächsten Jahr auch hierzulande sehen, dass in Hamburg das erste Mal jemand sich autonom von A nach B ohne Sicherheitsfahrer auch kutschieren lässt, also das wird ja, das ist ja, also es riecht ja sehr danach, dass das jetzt auch hier weitergeht, aber die Musik spielt auch das, auch

Volkswagen's Musik, was das autonome Fahren anbelangt, das spielt in den USA und da werden die Ankündigungen gemacht, da wird was ganz konkret, das ist ein ganz konkreter Zeitplan aufgestellt und das gilt jetzt erstmal nicht für Deutschland, also da wird es spannend zu sehen sein, was jetzt hier passiert. Definitiv, aber Janik, ich glaube wir können festhalten erstens, das Thema ist alles andere als Tod, das Thema Ridesharing, das Thema Taxidienste, auch das... Da kommt neue Fahrt rein,

richtig für dich, das ist das. Genau, im Gegenteil, da kommt neue Fahrt rein und auf der anderen Seite sehen wir aber auch ganz klar in einigen dieser Fällen sowohl was das Thema Robotaxi angeht, als auch was das so zu einem klassische Geschäft angeht, sehen wir durchaus eine gewisse Konsolidierung, also ein gewisses, da werden eben dann doch inzwischen dann langsam aber sicher werden die Fälle verteilt an die großen Player, die sich da eben tummeln, das wird interessant sein,

weiter zu verfolgen, ob natürlich auch Lift und damit sind wir ja in die Folge eingestiegen, hier in Europa Fuß fassen kann und auch dem großen Konkurrenten Uber, der ja auch immer populärer wird hierzulande, da dann auch etwas entgegenstellen kann, wenn man gespannt, ob vielleicht auch noch irgendwo vielleicht noch ein paar neue Services vielleicht auch noch mal am Horizont warten, aber Janik, wie ich finde, ein ganz interessantes Thema und wir lassen natürlich

auch alles, was wir heute besprochen haben, lassen wir natürlich auch noch mal in den Show Notes einen Link da, dass natürlich alle unsere Zuhörerinnen und Zuhörer auch noch mal sich dort etwas tiefer einlesen können, als wir das jetzt in diesen 25 Minuten hätten darstellen können. So sieht es aus. Genau Pascal, dann würde ich sagen, hören wir uns dann in der nächsten Woche wieder, dann könnte ich mir vorstellen vielleicht wieder mal so ein bisschen mehr in

das Thema Richtung Produktion. Was kann ich mir auch vorstellen? Kleines Vorschallowing jetzt hier zur nächsten Folge. Freue ich mich drauf und wir hören uns dann in nächsten Woche wieder. Bis dann. Bis dahin. Ciao. Was mich bewegt. Ein Podcast von Automotive IT und Automobilproduktion. Alle Infos zur Folge in den Show Notes. Weitere Folgen überall, wo es Podcasts gibt. [Musik]

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