Heute ist Donnerstag, der 16. April. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. Einen weiteren Rekordtag, zumindest einen Rekordstart, hat die Wall Street hingelegt, was den S&P 500 und auch die Technologiebörse Nasdaq betrifft.
Gleichzeitig muss man sagen, dass die Arbeitsmarktdaten kein Störfeuer gegeben haben und die Unternehmensnachrichten, die wir in der Berichtssaison sehen, weiter dazu beigetragen haben, dass die Sichtweise konstruktiv ist. Bei Goldman Sachs ist das Ganze eher technisch. Was sonst noch wichtig ist, darüber spreche ich jetzt. Wow, Entschuldigung für die Verspätung erstmal. Es ist, wenn man so einen Tag nur so Ryan-jumpt in die ganze Kiste, gar nicht so leicht wieder in den Turnus zu kommen.
Und damit hallo und herzlich willkommen zur heutigen Opening Bell. Mein Name ist Patrick DeWayne, für die, die mich noch nicht kennen. Markus hat mich gestern angekündigt. Ja, und was ist an der Wall Street los? Mensch, die Jagd geht einfach weiter. Zack, pam. Wir haben eine Menge wieder auf dem Zettel. Wir haben Analystenmeldungen. Wir haben ein Update in Sachen Iran. Wir haben natürlich auch neue Rekorde an der Wall Street gestern gesehen.
Und die Frage wird sein, geht das einfach so weiter jetzt? Es ist ja pervers. Wir haben im Nasdaq die längste Gewinn-Serie seit dem November 2021. Also auch da auf Rekordniveau nicht nur der S&P. Und die Frage ist, wie viel davon ist eigentlich fundamental gerechtfertigt und wie viel ist möglicherweise einfach nur Chart-Technik? Ich meine, ich sage es ja immer wieder hier, ganz ehrlich, Geist.
Wenn CTAs, und wir haben da, wann war das eigentlich, als wir das letzte Mal uns hier gesehen haben, haben wir über Trendfolgemodelle gesprochen, über CTAs, über wie es überverkauft war, dann die Geopolitik, die dazugekommen ist, die das Ganze dann befördert hat und dann ging es nur noch nach oben wie geschnitten Brot und der Markt nimmt Donald Trump im Grunde nicht mehr ernst. Trump always chickens out. Alle, die gesagt haben, das wäre das Maß der Dinge, ihr habt recht gehabt.
Oder sagen wir mal anders, nicht chickens out, sondern eigentlich ignoriert der Markt Donald Trump, wenn ihr mich fragt. Es geht also schlicht, wenn ihr mich fragt, aber nicht um Fundamentales, sondern es geht um Technik, Positionierung und möglicherweise auch gewisse Short-Eindeckungen, die wir gesehen haben.
Das ist heute von absoluter Relevanz, denn wenn die Märkte insgesamt steigen wollen, obwohl die Risiken weiter sichtbar sind, Stichwort Straße von Humus, dann bedeutet das eben nichts anderes, als dass die Bewegung eine gewisse Fragilität hat. Und die Frage ist, ob das eine gesunde Rallye ist oder eben eine Bewegung, die möglicherweise wieder anfällig werden könnte, wenn die dominanten Treiber wegbrechen.
Wir sprechen erstmal über die frischen Arbeitsmarktdaten aus den USA, die wir gesehen haben und die Marktstruktur von Goldman Sachs und wie gesagt, weitere Signale aus dem Iran, starke Zahlen von Taiwan Semiconductor, solide Ergebnisse aus dem Bankensektor, die waren ja diese Woche sowieso across the board gut, nur manche Segmente bei einzelnen Teilbanken waren ein bisschen hinter den Erwartungen hergeblieben, aber wir haben das auch bei NTV eingetütet und besprochen,
dass die Bankenergebnisse wirklich gut waren. Der Dau gestern nicht fest. Keine Frage, der hinkt so ein bisschen hinterher, denn Tech ist das Ding. Geopolitisch und geldpolitisch ist noch langs nicht alles, wie soll ich sagen, gelöst, die ganzen Problematiken. Und da ist noch eine Menge Hausaufgaben zu machen, auch in Sachen Fett-Nachfolge, Wash und so weiter und so weiter und so weiter. Heute um 14.30 Uhr, da kamen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA.
Das ist ja donnerstags immer so der Fall. 2.15.000 waren erwartet, gemeldet wurden allerdings nur 207.000. Das ist besser als erwartet und spricht zunächst einmal gegen eine abrupte Abkühlung des Arbeitsmarktes. Also für die Leute, die Arbeitsmarkt und Dual Mandate der FED immer so ein bisschen vor Augen haben. Die fortlaufenden Anträge sind allerdings um 31.000 auf 1,82 Millionen gestiegen, also wieder über die Marke von 1,8 Millionen.
Das ist deswegen wichtig, weil es eben zeigt, Entlassungen bleiben zwar insgesamt niedrig, aber die Menschen brauchen teilweise länger, um wieder in Beschäftigung zu kommen. Das Bild ist also zwar nicht schwach, aber es ist auch nicht so makellos, wie es auf den ersten Blick für den einen oder anderen wirken konnte. Wir werden später im Laufe des Streams hier noch Zahlen bekommen, weitere Daten für die Industrieproduktion im März und die Kapazitätsauslastung.
Wenn ich die am Rande noch so ein bisschen mitbekomme, lasse ich euch das wissen. Was man sagen kann in puncto Inflation, sowohl am Freitag, als wir noch zusammen gewesen sind, letzte Woche Freitag, als auch jetzt diese Woche, die Verbraucherpreise und die Erzeugerpreise sind wirklich gut gelaufen in die Richtung des Marktes. Deswegen ist der Markt auch weiterhin so fest. Die industrielle Aktivität in den USA nimmt auch leicht zu, sobald so sehr man dem Weißen Haus Glauben schenken kann.
Und das ist heute deswegen relevant, weil der Markt aktuell sehr viel Optimismus, wenn ihr mich fragt, nach diesen 11 Tagen Gewinnstrecke im Nasdaq eingepreist hat. Wenn die Makrodaten diesen Optimismus nicht grundlegend weiter bestätigen, ich habe ja angekündigt, es kommen noch so ein paar, dann ist die Rekordjagd auch schnell wieder vorbei möglicherweise und die Gewinne könnten möglicherweise kritischer hinterfragt werden.
Ich finde ein Statement von Goldman Sachs in dem Zusammenhang eigentlich zum Gesamtmarkt ganz gut, die sich sinngemäß so äußern, dass sie sagen, naja, wenn wir uns mal die Wall Street angucken und den S&P, der ja über der 7000-Punkte-Marke geschlossen hat, so war das Ganze eher nicht fundamental getrieben, sondern vor allen Dingen technisch. Mit 7023 im Closing und der Nasdaq 100 mit 1,4% im Plus war die Tech-Rallye vor allen Dingen das, was den Markt getragen hat.
Goldman spricht von einem Cover-Driven-Day. Also gemeint ist, der Markt steigt nicht nur, weil die Anleger überzeugt kaufen, sondern eben auch, weil sich die Short-Seller eindecken müssen und ihre Positionierungen teilweise auflösen. Das ist bei der Betrachtung des Gesamtmarkts ein wichtiger Unterschied. Auffällig war vor allen Dingen dabei die Rotation. Also Software war stark. Das sehen wir auch am entsprechenden Index, den wir hier mal mitgebracht haben.
Und ihr erinnert euch noch, wir waren bei 77 letzte Woche und dann haben wir gesagt, oh oh, das ist doch schon wieder dieser Test dieser Marke. Wenn wir unter die 77 gehen könnten, gehen würden, dann wären wir möglicherweise... In Richtung 70 unterwegs. Werbung An der Börse wird nicht die Vergangenheit, nicht das Jetzt und Heute, an der Börse wird die Zukunft gehandelt.
Was im echten Leben passiert, ob die Wirtschaft gerade läuft oder eben nicht, das finden Börsianer meistens schneller heraus als diejenigen, die mit Börse nichts am Hut haben. Vollkommen richtig. Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Nur könnte es eben auch ein Zug sein. Und genau deshalb bin ich Börsianer aus Leidenschaft. Ich lasse mich ungern überraschen und bin lieber bestens informiert. Seit fast drei Jahrzehnten begleitet mich das Handelsblatt an der Wall Street.
Es ist kein Zufall, dass mein Podcast vom Handelsblatt gefeatured wird. Für diejenigen, die noch kein Handelsblatt-Abo haben und den vollen Zugriff auf alle Inhalte genießen möchten, habe ich heute unter handelsblatt.com-mehr-Aktien ein Vorzugsangebot. Damit könnt ihr das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro testen. Als Abonnent bekommt ihr außerdem den wöchentlichen Geldanlage-Newsletter mit klaren Empfehlungen und Finanztipps.
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Das bedeutet, die Anleger waren anders positioniert und das ist auch ein Hinweis darauf, dass die Marktbewegung im Moment stark eben von Positionierung, Anpassungsdruck und gleichzeitig technischer Dynamik getragen ist. Dazu kommt noch ein weiterer Kaufdruck von systemischen Investoren und von Algorithmen und so. Goldman verweist auf die CTI-Käufe, also auf diese Trendfolgemodelle und auf ein starkes Market-on-Close-Kaufinteresse.
Das bedeutet, dass vor allen Dingen zum Closing hin große Orders platziert werden im Volumen von 235 Milliarden Dollar. Gleichzeitig der WIX auf unter 19 gefallen, um genau zu sein 18,17. Und das bedeutet in der Zusammensetzung nichts anderes, als dass der Markt im Moment viele Risiken ausblendet, weiterläuft nach oben, aber die Bewegung eben zusätzlich von der Technik und der Positionierung gestützt beziehungsweise verstärkt wird.
Und genau deshalb ist das für mich von Relevanz, Denn technisch getriebene Märkte, genauso wie an der anderen Stelle politische Märkte, können beeindruckend weit laufen, aber sie sind auch oft empfindlicher, wenn der Strom einmal dreht, also wenn Gegenwind kommt.
Wenn zu viel Bewegung aus Eindeckung und quantitativen Käufen kommt, dann muss man halt genau hinschauen, ob auch die Breite des Marktes im Grunde mitzieht oder ob am Ende eben nur einige wenige Titel und Schwergewichte möglicherweise die Indizes nach oben tragen. Und wir hatten das letzte Woche besprochen, als ich hier gewesen bin. Es ist total wichtig, sich den Markt dahingehend anzuschauen, inwieweit er an Breite gewinnt. Sind es immer nur einzelne Themen?
Gibt es eine Rotation? Gibt es eine Positionierung? Da müsst ihr euch wirklich mal ganz genau hingucken, wer den Markt zieht, wer die Market Mover sind. Können wir natürlich in der Detailtiefe nicht abdecken in circa 20 Minuten. So, also das ist ganz wichtig. Schauen wir mal aufs Makro-Bild. Denn aus China kamen am Mittwoch etwas bessere Töne.
Zwischen Washington und Peking hat man so den Eindruck, dass die Sprache sich ein bisschen entspannt, nachdem Donald Trump und Xi Jinping gewisse Dementis veröffentlicht haben zu möglichen Waffenlieferungen an den Iran, also die Chinesen an den Iran und Donald Trump das positiv aufgenommen hat. Das ist noch kein richtiger Durchbruch, aber ihr müsst natürlich wissen, Mitte Mai treffen sich die beiden Alpha-Männer.
Und dann könnte die Entspannung in diesem Tonfall so ein bisschen darauf hindeuten, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt versuchen, zumindest in einem gewissen Einklang zu laufen und am Ende möglicherweise in diesem Krieg oder all das in Sachen Exit-Strategie als gewisse Sieger dazustehen. Gleichzeitig sehen wir an der Wall Street, laut dem Wall Street Journal, eine Warnung vor einer neuen Ära der Mega-Layoffs, also der großen Entlassungswellen.
Gestern hat Markus von Snap berichtet, die 16% der Belegschaft entlassen wollen. Das ist krass. Auf der einen Seite die Entlassungswellen, die vom Markt teilweise positiv aufgenommen werden. Das hatten wir auch in Dekaden vorher schon so gesehen. Was daran aber so bemerkenswert ist, finde ich. Denn wenn der Aktienmarkt das feiert, also Kostendisziplin, dann ist das eher von kurzfristiger Natur.
Ich meine, selbst wenn sie volkswirtschaftlich ein Warnsignal sein kann, diese Layoffs, der Markt könnte möglicherweise erstmal dadurch gestützt werden. Aber die Frage, und das habe ich, Anfang März mit euch hier besprochen. Wir müssen überlegen, wie der Pivotpunkt ist, also der Kipppunkt, sagen wir mal.
Weil in einer Volkswirtschaft, die zu 70% wie die amerikanische vom Konsum der Verbraucherinnen und Verbraucher geprägt und getragen ist, ist es so, dass irgendwann künstliche Intelligenz Agenten und alle möglichen Programme, Systeme Menschen ersetzen. Ja, die lösen auch Dienstleistungen aus etc. Und die kommunizieren miteinander. Und die Unternehmen können auch noch gewinnen.
Also bedeutet, bessere Marge, höhere Gewinne und das, obwohl möglicherweise Volumina sinken, aber eben wenn die Margen steigen und der Return of Investment größer ist, kann das in sehr vereinfacht formulieren, kann es dazu führen, dass die Unternehmensgewinne steigen. Bei gleichbleibenden Umsätzen, weil die Produktivität halt eben steigt und man mehr Aufträge generieren kann.
Aber die zweite oder dritte Welle ist dann eben, und da muss man wirklich genau hingucken, dass irgendwann, wenn zu wenig Menschen konsumieren können, weil sie einfach schlicht und ergreifend keinen Job haben und möglicherweise ausgegrenzt werden, dann kommt entweder ein bedingungsloses Grundeinkommen und ich bin echt kein Sozi, der sowas fördert, aber entweder subventionierst du dann die KI-Erträge. Die Menschen, damit die sich nicht langweilen und vielleicht ihrem Hobby nachgehen können.
Aber wenn du irgendwelche großen Ordnungen hast von 10% Arbeitslosigkeit, glaube ich, dass der Konsum, auch wenn er EK-förmig ist, das bedeutet die oberen 10%, konsumieren 50% in den USA. Aber wenn die, irgendwann ist es so, du hast dann irgendwann keinen Bock mehr, Geld auszugeben. Deswegen müssen wir gucken, dass die Breite der Menschen, die über Einkommen verfügen, die darf aus meiner Sicht, dass es die Quintessenz nicht zu klein werden. Sonst haben wir ein ziemliches Problem.
Ein gewisser Impuls, und das ist zumindest kurzfristig gut für die Amerikanerinnen und Amerikaner, kommt von den Steuerrückzahlungen. Denn laut dem Weißen Haus und dem Treasury fallen die Rückzahlungen doch etwas deutlicher aus als erwartet. Die Zahlen immer mit Vorsicht genießen, die von offizieller Seite kommen.
Aber die Aussagen sind sinngemäß, mehr als 53 Millionen Steuerzahler hätten neue Steuererleichterungen genutzt und die durchschnittliche Erstattung pro Person liegt bei 3.400 Dollar mit möglichen weiteren Steuervorteilen von bis zu 800 Dollar. Also 4.200 Dollar, das ist deshalb wichtig, weil eben genau solche Mittel den kurzfristigen Konsum stützen können. Für den Markt ist das heute und morgen positiv, weil es den Verbrauch stabilisiert.
Aber auch hier gilt, eben wie bei meinen Ausführungen, kurzfristige Puffer können nice sein, aber wir brauchen strukturelle Beweise für dauerhaft höhere Dynamiken. Und wenn der Konsument wegfällt, I don't know. Kommen wir mal zum Thema FED und Washington.
Die Geldpolitik, wir haben ja die Minutes gesehen und der FED-Chef von der FED St. Louis, Alberto Musselm, erwartet, so ein Statement von ihm, dass die Kerninflation 2026 insgesamt sich in Richtung 3% entwickeln sollte, beziehungsweise eher mal da bleibt. Also die 100 Basispunkte über dem Fettziel, über den 2%. Aber wir besprechen das hier ja auch an die 2%. Ich weiß nicht, da glaubt doch keiner mehr dran. Ich meine, das spricht ganz klar für länger höhere Zinsen, wenn ihr mich fragt.
Vor allen Dingen, wenn der Arbeitsmarkt sich nicht deutlich abkühlt. Wenn der Markt nämlich bei jeder kleinen Entspannung sofort wieder bei Lockerungen diskutiert, seitens der Fett und dann die Aktien nicht so richtig nachziehen, dann hat die Fett möglicherweise rein inflationstechnisch ein Problem. Und die Kerninflation sollte nicht zu hoch bleiben. Ja, die letzten Zahlen waren okay, aber das Risiko bleibt bestehen, dass die Notenbank länger restriktiv zumindest in ihrem Wedding bleiben könnte.
Hinzu kommt weiterhin der politische Druck zwischen Donald Trump und Jerome Powell, denn Trump verschärft den Ton weiter. Gleichzeitig droht Kevin Walsch mögliche Nominierungen im Senat am Widerstand hängen zu bleiben. Und zwar solange die Ermittlungen um Powell nicht vom Tisch sind. Also, Geis, einigt euch. Das ist sein Förmchen, das ist sein Förmchen. Das Basebook zeichnet dabei eher mal den Status Quo. Ich habe es eben gerade schon angekündigt.
Aber die Preise steigen moderat, die Beschäftigung hält sich, haben wir auch gerade heute mit frischen Daten unterlegen können und die Investitionen und Einstellungen sind eher mal mit Vorsicht behaftet, kann man sagen, mit Zurückhaltung. Klassische Übergangsphase, kein Boom, kein Einbruch, sondern ein Umfeld, in dem der Markt sehr schnell auf jedes Detail reagiert.
Wenn ihr mich fragt, ist er, ich habe den Fear & Greed jetzt nicht im Kopf, aber sind wir, nachdem wir erst überverkauft waren, wir haben darüber gesprochen, da war der Fear & Greed im Low, glaube ich, bei 9 oder sowas. Das ist immer ein Indikator. Hohe, Wohler, also 25 und höher. Fear and Greed Richtung 9. Für die unter euch, das ist meine persönliche Meinung, für die unter euch, die Langfristinvestoren sind, nicht Market Time wollen,
sondern in the market sein. Das ist das Entscheidende. Und diese beiden Indikatoren, WIX und Fear and Greed, sind für Langfristinvestoren gute Einstiegsszenarien. Wichtig. Und Drawdown Risiken. Also das muss man beides so ein bisschen im Blick behalten, um insgesamt sich zu überlegen als Investor, gehe ich in den Markt rein, bleibe ich draußen, bleibe ich investiert. Und warum argumentiere ich ein bisschen mehr in Richtung Vorsicht? Das liegt auch ein bisschen am Iran.
Und ich möchte mal die beiden Positionen so ein bisschen gegenüberstellen. Einmal, was die Bullen sagen zur Geopolitik und dann noch, was die Bären sagen. Denn es gibt da schon zwei Pole im Grunde, die für den Markt nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Der Bullen-Case-Szenario ist ganz klar. Die Waffenruhe hält, die wir am 8. April quasi gesehen haben im Grunde. Die Vermittlung über Pakistan erhöht zudem die Chance auf eine Verlängerung.
Im Hintergrund werden weiter Gespräche geführt zwischen den USA und dem Iran. Alles super dufti. Dazu kommt laut Reuters ein Signal, das der Iran vorgeschlagen habe, Schiffe über die omanische Seite von der Straße Hormuz wieder passieren zu lassen. Sollte sich das bestätigen und stabilisieren, würde genau das den größten Energieschock zumindest ein bisschen entschärfen und den Risikoaufschlag bei Öl senken. Parallel dazu gibt es Tatsache.
Weitere Signale über eine mögliche Deeskalation im Libanon, das ist auch positiv, was das Narrativ betrifft und lässt so ein bisschen den Eindruck erklingen, dass es eine insgesamt regionale Entspannung geben kann. Aber das Berenkei-Szenario ist ebenfalls auch intakt und ihr müsst euch fragen, auf welcher Seite seid ihr? Ein echter Deal ist nämlich noch nicht da. Und die größten Streitpunkte, vor allem beim iranischen Atomprogramm, sind bisher auch ungelöst.
Das bedeutet, der Druck der USA bleibt hoch, man schickt weitere Soldaten in die Region, man hat die Blockade offiziell verkündet, auch wenn Donald Trump gesagt hat, war is close to over. Egal, ich bin ja kein Englisch-Grammatiklehrer, aber ich glaube, so richtig sophisticated wie Mark Twain oder so ist das jetzt nicht. Anyway, das ist nur so eine kleine Randerscheinung.
Also die Blockade iranischer Häfen, die Sanktionsandrohungen, die immer noch sind, und die Kombination mit der unsicheren Schifffahrt, sind selbst in einem Szenario, wo einzelne Tanker möglicherweise durchkommen könnten, deutliches Zeichen, dass da eine Grenze ist und dass noch keine grundlegende Einigung ist.
Und wenn die Blockade anhält, hat der Iran zudem gedroht, möglicherweise wieder den Waffenstillstand nicht einzuhalten, vor allem, wenn die zwei Wochen rum sind, und dann die alten Konfliktherde wieder aufzumachen. Also drohen, billige Drohnen auf Öltanker, auf Ölfelder und so weiter. Deswegen ist meine Kernaussage in der aktuellen Gemengelage für mich. Ich finde, der Markt handelt aktuell eher in Spannungshoffnungen als den wirklichen Frieden.
Und beim bullischen Szenario ist na klar, weniger Risikoaufschlag bei Öl, sinken der Inflationsdruck. Wie gesagt, der Ölpreis, der kam jetzt die letzte Zeit ordentlich zurück. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass auch die Märkte aktienmäßig ganz gut reagiert haben. Also, das muss man sich halt von eurer Seite gut durch den Kopf gehen lassen, weil im Grunde sich die Frage stellt, auch auf den jetzt Rekordniveaus. Wir werden mit Sicherheit die Notierung nochmal testen.
Können wir uns kurz mal angucken, das mache ich mal gleich mit euch, wo wir stehen aktuell jetzt, wo wir jetzt in dem Moment, wo ich drüber spreche, eröffne, sehen wir weiterhin grüne Vorzeichen und auch einen Anleihemarkt, der kein Risiken weiter signalisiert. Der Aktienmarkt verhält sich, kann man sagen, gerade so, als wenn das Gröbste überstanden wäre. Aber tatsächlich liegt der Teufel so ein bisschen im Detail und einiges ist vertagt und eher nicht gelöst. Zu den Zahlen vorbörslich.
Der Markt bekommt weiter Rückenwind von der Quartalsberichtssaison. Vorbörslich gab es sehr, sehr starke Zahlen von Taiwan Semiconductor. Die Aktie kann auch davon profitieren. Wir hatten das ja schon gesehen an Makrodaten, wo die Auslieferungen und Exporte aus Taiwan riesengroß waren. Und Taiwan Semi ist einer der Unternehmen, die dafür wie so eine Art Fieberkurve sind. Man liefert sehr starke Zahlen und einen besseren Ausblick.
Trotzdem sehen wir bei der Aktie Gewinnmitnahmen. Das ist an so einem Tag nicht ganz ungewöhnlich, weil die Aktien natürlich, wenn die Erwartungen bereits ziemlich hoch sind und gewesen sind, dieses Szenario eintreten kann. Im ersten Quartal lag der Gewinn pro Aktie über den Schätzungen getragen, vor allen Dingen von den sehr, sehr robusten Margen.
Noch wichtiger finde ich allerdings beim genauen Blick die Guidance für das zweite Partei klar über den Erwartungen und beim Umsatz erwartet das Unternehmen 39 bis 40,2 Milliarden Dollar statt 38,1 Milliarden. Die Bruttomarge soll bei 66,5 Prozent liegen. Die erwartete Bruttomarge lag bei 64,1. Die operative Marge mit 57,5 Prozent statt 55 Prozent auch besser. Beim Jahresausblick wird das Unternehmen auch etwas optimistischer. Das Umsatzwachstum liegt jetzt bei mehr als 30 Prozent.
Nachdem man vorher im Wording eher mal so war, ja wir werden ungefähr 30 Prozent schaffen. Die Investitionen 52 bis 56 Milliarden Dollar ist schon gehörig. Besonders bullisch, wenn ihr mich fragt, ist der Kommentar des Managements zur KI-Nachfrage. Da hat man gesagt im Call, die Nachfrage sei extrem robust, vor allem durch den Übergang von generativer KI hin zu Agentic AI, die einen deutlich höheren Rechenbedarf braucht und eben die entsprechende Nachfrage der Chips bei den Premium-Plattformen.
Also unter dem Strich kann man sagen, man liefert nicht nur starke Margen, sondern vor allen Dingen auch ein klar über den Erwartungen liegenden Ausblick. Und ich finde, das ist an der Stelle ein deutlich stärkeres Signal in Sachen AI-Investitionszyklus. Der bleibt weiter intakt. Zahlen gab es auch, relativ langweilig von Pepsi. Man liefert zwar ordentliche Zahlen. Das EPS liegt bei, also Gewinn per Aktie mit 1,61 Dollar über den Erwartungen. Erwartungen hier bei 1,55.
Das organische Wachstum bei 2,6 Prozent auch leicht besser. Aber es gibt schon regional Licht und Schatten. Also stark ist zum Beispiel das internationale Geschäft und auch Nordamerika, aber im Bereich Beverages ist man etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Pepsi und das Management insgesamt bestätigen trotz unsicherem Umfeld und der geopolitischen Risiken, gestiegenen Kosten, auch für die Lebensmittelpreise in Aussicht, Zweitrundeneffekte, grundlegend die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026. Unter dem Strich kann man sagen, kein Feuerwerk. Ich meine Pepsi-Cola, ziemlich defensiver Titel. Aber grundsolide. Beat in Race. Im Bank- und Versicherungssektor auch weiter ordentliche Zahlen waren ja diese Woche schon überwiegend gute Zahlen gewesen.
Und bei der Bank of New York meldet man einen klaren Biet mit 2,25 Dollar Gewinn je Aktie mit einem Umsatz von 5,4 Milliarden statt 4,2 Milliarden. Besonders stark waren die Gebühren, die Währungserträge und die Nettozinserträge. Bei Citizen Financial Group liefert man einen leichten Biet mit 1,13 Dollar Gewinn je Aktie und die restlichen Kennziffern waren mehr oder weniger im Rahmen.
Der Ausblick bleibt konstruktiv. Bei der Key Corp kommt man nach 44 Cent, erwartet waren 41 Cent, also auch da der Gewinn etwas besser. Der Jahresausblick wurde zudem gleichzeitig angehoben. Charles Schwab meldet 1,43 Dollar Gewinn je Aktie und ein Umsatz von knapp 6,5 Milliarden liegt damit knapp unter den Erwartungen. Dafür sind die Margen und Nettozuhflüsse stärker als die Konsensschätzungen gewesen sind. Bei Travelers hat man einen deutlichen Beat geliefert mit 7,71 Dollar pro Aktie.
7,08 Dollar erwartet, also das war schon ordentlich gestützt, vor allen Dingen durch eine günstige Schadenquote. Das Prämienwachstum war allerdings etwas schwächer, aber hey, wenn man weniger regulieren muss, yippie. Bei US Bank Corp. hat man mit 1,18 Dollar Gewinn je Aktie auch die Erwartung etwas geschlagen. Man muss weniger Rückstellungen bilden, das ist insgesamt gut.
Die Jahresprognose wird ebenfalls bestätigt. Also vollbörslich kann man es zusammenfassen, sehen wir überwiegend klar positive Überraschungen. Besonders die Banker von New York, Travelers und Key Corp haben im Grunde gezeigt, dass da das Geschäft im Finanzsektor doch gut läuft. Punktuell schwächer war es eher mal, was die Umsatzdetails betrifft, bei Charles Schwab, also Obachtgeist. Aus der Gesundheit und Industrie hat Abbott Laboratories ihre Zahlen vermeldet.
Mit 11,16 Milliarden Dollar hat man etwas bessere Umsätze als erwartet vermeldet. Der Gewinn je Aktie mit 1,15 Dollar lag im Grunde im Rahmen. Die Jahresprognose wird nun wegen der Übernahme von Exact etwas gesenkt. Operativ allerdings bleibt das Geschäft stabil. Bei der Manpower Group, weiß nicht, ob einige von euch, die im Depot liegen haben, ist man mit dem Ergebnis sehr zufrieden seitens des Managements.
Mit 51 Cent je Aktie gewinnt ist man über den Erwartungen mit 4,5 Milliarden US-Dollar, deutlich über den Umsatzerwartungen von 4,4 Milliarden. Gleichzeitig liegt die Guidance für das zweite Quartal mit 96 Cent deutlich über den erwarteten 92 Cent. Nachbörslich gab es gestern noch Zahlen von J.B. Hunt mit einem durchaus konstruktiven Signal.
Man ist in einer gewissen Art und Weise optimistisch, denn das Transportunternehmen ist eines der wichtigen Themen, wenn wir gucken, was die Inflation und die gestiegenen Benzin-, Diesel- und Rohölpreise möglicherweise für Auswirkungen haben könnten. Und das Unternehmen liegt mit den vermeldeten Zahlen beim Gewinn 1,49 Dollar über den Erwartungen. Und auch beim Umsatz mit 3,06 Milliarden ist man besser als erwartet. Besonders stark ist das sogenannte Intermodal-Segment.
Dort lagen Umsatz und operativer Gewinn deutlich über den Prognosen des Marktes. Und das Coole ist, im Call hat das Unternehmen von einem der stärksten ersten Quartale im Punkto Volumenentwicklung der Firmengeschichte gesprochen. Und das in dieser Marktgemengelage, muss man ehrlicherweise sagen.
Man hat seitens des Unternehmens angedeutet, dass man Marktanteile hinzugewinnen konnte, vor allen Dingen im Osten der USA, durch einen besseren und stärkeren Service und eine gestiegene Nachfrage durch den Bereich Mode-Conversion. Besonders wichtig bei JB Hunt in dem Zusammenhang ist, dass das Management im Grunde den Truckload in Richtung Stabilisierung und Erholung sieht.
Das bedeutet, die Auslastung der LKWs ist besser und man sieht bei den Kapazitäten gleichzeitig eine erste Erholung in Sachen Nachfrage. Kann also zusammenfassen bei J.B. Hunt, man liefert nicht nur einen kleinen Beat beim Gewinn je Aktion beim Umsatz, sondern vor allen Dingen sendet man ein gutes konstruktives Signal, was den Ausblick betrifft und den Transportmarkt. Das war ja in letzter Zeit so ein bisschen, ja wie soll ich sagen, die Fieberkurve.
Und man hat gedacht, oje, wenn es den Logistikern schlecht geht, die Leute aufgeregt, stornieren, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die amerikanische Wirtschaft möglicherweise schwächer läuft. Als Folge auf die Zahlen haben Barclays das Kursziel angehoben von 200 auf 235 Dollar und man bleibt bei der Einschätzung Equal Rate. BMO Capital hat das Kursziel auf 250 Dollar angehoben, bleibt bei Outperform.
Im Bereich Financials und Immobilien haben wir gesehen, dass die Bankenkennzahlen zusammengefasst im Grunde nochmal zeigen, dass die Branche sehr stark ist und als konstruktives Konjunktursignal insgesamt zu werten ist. Die Ergebnisse liegen also überwiegend über den Erwartungen. Kleine Einzelteile, das hatten wir schon bei Morgan Stanley, JP Morgan, Goldman Sachs und wie die alle heißen, Bank of America sehen, gab es immer mal wieder. Aber insgesamt läuft es im Bankensektor doch wirklich gut.
Und ihr erinnert euch, es ist ein paar Monate her, da haben wir auch über Regulierung gesprochen und dass man die Eigenkapitalanforderungen ja senken könnte. Also das Bankenthema finde ich als Grundthema immer noch einen guten Sektor, den man sich mal angucken kann. für den Fall, dass man glaubt, dass es nicht so viele Insolvenzen gibt in den Vereinigten Staaten. So, der Markt, was sehen wir? Allbirds, ah, Allbirds. Kurze kleine Anekdote,
wenn ihr mögt. Allbirds, oder bin ich auch fertig mit der heutigen Opening-Belle? Allbirds, sensationell gestern, ist ein Unternehmen, die eigentlich Schuhe herstellen. Und zwar Schuhe, die Oma und Opa eigentlich tragen, finde ich. Ich habe mal gegoogelt im Internet. Und so ein bisschen erinnert mich an die Nokia-Story. Deswegen möchte ich sie euch nicht vorenthalten.
Man stellt also Sneaker und Turnschuhe her und so aus Stoff und Recyclingmaterialien und dann sitzt man so im Management Board zusammen und denkt sich so, irgendwie läuft das Geschäft nicht rund. Wir haben eine Marktkapitalisierung von 21 Millionen US-Dollar. Marktkapitalisierung einzeln? Was könnten wir denn machen, um irgendwie fantasievoll unseren Aktienkurs etwas nach oben zu pushen? Und dann muss irgendeinem was auf den Kopf gefallen sein. Er hat auf jeden Fall was erzählt von KI.
Und jetzt macht man KI-Infrastrukturen. Die Aktie ist gestern 175% gestiegen, und insgesamt dann 570%. Also, sobald man nicht mehr weiß, was man machen soll, ob irgendwas klappt, ob man eine geile Idee hat oder nicht, sobald man sagt, man macht was mit KI. Dann läuft es zumindest mit der Aktienbewertung. Ist natürlich bei der Marktkapitalisierung nicht verwunderlich. Da müssen nur 500 Leute gedacht haben, da kaufe ich jetzt mal und schon geht es durch die Decke.
Heute sehen wir leichter Gewinn mit einem 12%. Aber ich meine, nach dem Run ist es ja zu verschmerzen. Und warum ich gesagt habe, dass das an die Nokia-Story erinnert. Für die, die es nicht wissen, Nokia, diese Finnen, die auch mal diese Handys hergestellt haben, haben irgendwann auch mal Gummistiefel hergestellt. Und diese Analogie fand ich für den Moment eigentlich ganz lustig.
Heute Abend, wenn wir dann in der Closing-Bell uns wiedersehen, Geist werde ich euch die Analystenkommentare zu den einzelnen Werten jetzt neben JB Hunt noch ein bisschen aufbereiten und bei der Bewertung der Tops und Flops des Marktes nachreichen. Ich wünsche euch jetzt erstmal einen guten Handelstag. Wir sehen uns nachher wieder. Bis dahin. Macht's gut. Tschüss. Euer Patrick. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch.
Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen.
Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr.
Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.
