Intel explodiert 30% | Starke Berichtssaison | Friedensgespräche am Wochenende? - podcast episode cover

Intel explodiert 30% | Starke Berichtssaison | Friedensgespräche am Wochenende?

Apr 24, 202626 min
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Eine extrem robuste Berichtssaison, vor allem im Tech- und Chip-Sektor, fachen die Wall Street vor dem Wochenende genauso an wie die Meldung, dass Irans Außenminister am späten Freitag in Pakistan eintreffen wird, um die Gespräche mit den USA fortzusetzen. Wir sehen einen leichten Rücklauf bei WTI-Öl . Was die Wall Street vor allem befeuert, ist die starke Berichtssaison. Bisher lagen 86 Prozent der bisher gemeldeten Gewinne pro Aktie über den Erwartungen, mit einer wuchtigen Spanne von im Schmitt fast 13 Prozent. Insbesondere die Aktien von Intel explodieren um weitere 30 Prozent, angefacht durch das robuste Quartal und die ebenso robusten Aussichten. Analysten heben auf breiter Front die Ziele an. Auch die Aktien von SAP profitieren von den Zahlen und Aussichten, die im Rahmen bis teils minimal über den Zielen lagen. Um 16 Uhr MEZ wird das Verbrauchervertrauen für den April gemeldet, dass sich erholt haben dürfte. 


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Transcript

Heute ist Freitag, der 24. April. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt. Ja, anscheinend scheint Irans Außenminister auf dem Weg nach Pakistan zu sein. Die Friedensgespräche sollen also fortgesetzt werden. Der Ölpreis lässt leicht nach. Aber der Ölpreis hat ohnehin in dieser Woche an der Wall Street keine große Rolle gespielt. Die Berichtssaison steht im Fokus und die verläuft bisher unfassbar robust.

Von den bisher gemeldeten Zahlen im S&P 500, 86% der Unternehmen konnten die Erwartungen übertreffen. Die Aktien von Intel explodieren zeitweise um fast 30%, wobei die Analysten entweder der Aktie hinterherrennen oder wie bei der Bank of America und JP Morgan bei glatten Verkaufsempfehlungen bleiben. Also in anderen Worten, möglicherweise ist diese Aktie etwas zu heiß gelaufen. Nächste Woche wird genauso spannend sein wie nächste Woche die Zahlen unter

anderem von Google. Amazon wird melden, Apple wird melden, Microsoft, Qualcomm steht im Fokus, Sand ist, also es wird wieder eine sehr bewegte Woche einhergehen, sehr viele Notenbankentscheidungen, unter anderem von der Federal Reserve. Badaboom, Badabang, da sind wir. Es ist Freitag und wir donnern an der Wall Street weiter nach oben, vor allen Dingen im Nasdaq, mit einer unfassbaren Kurs-Explosion bei den Aktien von Intel.

Eine Explosion um 26% nach den Zahlen gestern Abend. Umsatz, Ertrag, Margen, Aussichten, alles besser als erwartet. Nachbörsig schon sehr, sehr stark und heute Morgen noch viel mehr. Das zieht den Chip-Sektor weiter nach oben. Und wir haben parallel auch noch Nachrichten. Und zwar heißt es, dass der Außenminister des Iran am späten Freitag in Pakistan eintreffen wird, um eine zweite Runde der persönlichen Friedensgespräche mit den Vereinigten Staaten fortzusetzen.

Das heißt, der Ölpreis gibt heute WTI an der Wall Street auch ein bisschen nach. Und insofern war die Woche ganz spannend. Schauen wir uns hier mal nach. Einen Chart an von Fundstrat, von Tom Lee und hier sehen wir mal den Wochenverlauf des S&P und darüber den Wochenverlauf von WTI. Jetzt ist heute der S&P vorbörslich auf der Gewinnerseite, aber der Chart bringt nochmal sehr schön zum Ausdruck, wie sehr sich die Wall Street abgekoppelt hat von der Entwicklung der Ölpreise.

Wir kommen von um die 80 Dollar, 80, 85 Dollar um den Dreh bei WTI zum Wochenanfang und sind in der Spitze auf 97 Dollar gestiegen und trotzdem, der S&P hat zwar nicht viel gemacht in dieser Woche nach der gewaltigen Rallye der letzten Wochen, aber wir haben uns gehalten und lagen so etwa 0,2, 0,3 Prozent im Plus bis gestern Abend.

Und heute Morgen geht es hier jetzt im S&P angefacht durch den Tech-Sektor bergauf und auch angefacht letztendlich durch die Hoffnung mal wieder auf eine Entspannung der Lage in Nahost. Was aber der haupttreibende Faktor ist für die Kursexplosion an der Wall Street, ist die Berichtssaison. Und wenn man das mal runter bricht, ja, dann kommt man wirklich ins Staunen. Die Schätzungen in die Berichtssaison hineingehend hingen schon auf einem hohen Niveau.

12% Gewinnwachstum wurden erwartet für die Unternehmen im S&P 500. Als die Berichtssaison für das vierte Quartal an den Start ging, hatte man mit 7% gerechnet und 12-13% sind es dann geworden. Also großer Beat mit einer Messlatte, die leichter zu schlagen war. Aber jetzt, 12, 13 Prozent Schätzung für das erste Quartal, wird man in der Lage sein, diese hohe Messlatte einzuhalten, geschweige denn zu übertreffend. Und wenn man sich jetzt mal die Details anschaut, hammerfeste Zahlen.

Man kann es anders nicht beschreiben. Man hat hier den Eindruck, dass von den hohen Energiepreisen bis auf die direkt betroffenen Sektoren, Fluggesellschaften, Transportwerte, also Kreuzfahrtgesellschaften, auch Reisegesellschaften, dass ansonsten davon eigentlich nichts zu spüren ist. Und schauen wir uns jetzt mal an, auch eine sehr schöne Statistik von Factset und Fundstrat, wie sich die Berichtssaison bisher entwickelt hat.

Und ich weiß, das ist hier vermutlich schwer zu lesen, aber ich fasse es mal zusammen. Per gestern Abend, per Donnerstagabend haben 27% der Unternehmen im S&P 500 bisher ihre Zahlen gemeldet. So und jetzt wird es wirklich spannend. 86 Prozent der bisher gemeldeten Zahlen auf der Ertragsseite liegen über den Schätzungen der Wall Street. 86 Prozent, das ist im historischen Vergleich sehr hoch und es wird noch besser im Schnitt. Werden die Ertragsschätzungen um über 12,8% geschlagen.

Also eine Beatrate, die Spanne von fast 13%. Und das bei Gewinnschätzungen, die auf sehr hohen Niveaus lagen. Ja, also dass die Wall Street da in Staunen gerät und viele der Rallye hinterherlaufen, das sehen wir übrigens auch bei Intel heute Morgen, das ist wirklich kaum erstaunlich. Und bevor ich im Detail auf Intel eingehe, wir hatten die Zahlen bei Baker Hughes, bei Intel natürlich, bei Neumann, bei Procter & Gamble und bei SAP.

Alle diese Werte sind vorbörslich auf der Gewinnerseite SAP neben Intel mit unter den Spitzenreitern. Wir haben nur zwei Werte, die von den Zahlen nicht profitieren. Bei Charger Communications ein Minus heute Morgen und bei Schlumberger im Bereich der Energieinfrastruktur auch ein Minus. Ansonsten aber wieder auf breiter Front Zahlen, die die Kurse nach oben treiben.

Wir haben heute um 16 Uhr eurer Zeit noch das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan, das finale Verbrauchervertrauen für den April. Und auch hier ist sehr wahrscheinlich, dass wir eher eine Erholung sehen werden, von denen Tiefs ausgehen in Anbetracht der Rallye an der Wall Street, die wir in der Zwischenzeit erleben, trotz der Spannungen um den Iran-Krieg.

Und bevor ich jetzt auf die Einzelwerte eingehe, lasst mich mal ganz kurz auf die kommende Woche schauen, Denn der Zenit der Berichtssaison wird erst kommende Woche erreicht und da werden wir sehr viele große Highlights haben, insbesondere im Tech-Sektor. 181 Unternehmen melden kommende Woche im S&P 500. Es waren über 90 Unternehmen in der jetzt auslaufenden Handelswoche und vor allen Dingen werden jetzt erst die großen Tech-Giganten alle melden.

Wir haben im Memory-Bereich am Dienstag nach dem Closing Seagate. Wir haben dann am Mittwoch vor dem Opening, und Mittwoch wird besonders wichtig sein, wir haben Amazon, Google. KLA, Meta, Microsoft und Qualcomm, also der Mittwoch vor dem Opening wird extrem wichtig werden und am gleichen Tag findet dann auch noch die Sitzung der amerikanischen Notenbank statt, mit dem Ergebnis dann um 20 Uhr eurer Zeit, das werde ich natürlich live für euch mit begleiten. Aber zurück zur Berichtssaison.

Wir haben dann noch am Donnerstag die Zahlen von Apple nach dem Closing und von SanDisk und von Western Digital. Wir haben also wieder nächste Woche die großen Tech-Werte und die Memory-Werte mit im Fokus. Und man darf das nicht unterschätzen, die Rallye beim Semiconductor-Index ist wirklich, also wie soll man es sagen, gab es noch nie in diesem Ausmaß, 17 Tage in Folge hoch, 40% Kursanstieg in diesem Sektor.

Der Sektor ist überkauft, das muss man sagen, aber hochgetrieben durch die fortwerten guten Ergebnisse, die wir in diesem Sektor sehen. Aber es sind nicht nur die Semiconductor-Werte, die laufen. Wir haben auch die Memory-Chip-Werte deutlich auf der Gewinnerseite, also der Memory-Bereich und die AI-Komponenten ebenfalls deutlich auf der Gewinnerseite. Also nächste Woche wird hier sehr spannend sein und ich will noch ein paar Standardwerte mit erwähnen.

Wir haben Dienstag noch GM und Hilton mit den Zahlen Coca-Cola. UPS meldet. Wir haben dann... Auch noch am Dienstag nach dem Closing eine T-Mobile, eine Visa. Am Mittwoch haben wir GE Healthcare, wir haben Ford, wir haben am Donnerstag Caterpillar, großer zyklischer Wert natürlich und die Zykliker, die Industriewerte führen die Erholung an der Wall Street an.

Wir haben Mastercard, wir haben Eli Lilly, wir haben dann am Donnerstag neben Apple nachbörsig noch Amgen und zum Wochenausklang dann noch Exxon, Linde, SD Lauda und am Samstag Berkshire Hathaway. Also es wird wieder mal eine sehr bewegte Woche sein, was Quartalszahlen betrifft. Das wird in den Schlagzeilen dominieren und wenn es so weiterläuft, well, dann müsste die Nachrichtenlage insgesamt positiv bleiben.

Spannend wird vor allem dann die Frage sein, ob, wenn wir bei Iran einen Waffenstillstand haben, wie weit läuft der Ölpreis zurück? Feiert das der Aktienmarkt dann noch? Und längst hat die Spannung hier wieder ein bisschen zugenommen oder ist das ein Sell-the-News-Ereignis? Goldman Sachs betont, dass jetzt Ende April findet das Rebalancing statt bei den großen Pensionskassen zwischen Aktien und Anleihen.

Und Goldman betont, bei den Pensionskasten dürfen wir eine Verlagerung sehen von 25 Milliarden Dollar raus aus Aktien rein in Anleihen, weil Aktien extrem gut gelaufen sind. Und nächste Woche dann Zenit der Berichtssaison mit so vielen Unternehmen, die Zahlen melden. Es wird also wieder mal eine ausgesprochen bewegte Handelswoche an der Wall Street bleiben.

So und damit komme ich, also ich hatte gestern noch scherzhaft erwähnt, naja nicht so richtig mit Scherz, weil das eigentlich eher die Norm ist, Kevin Warsh wird ja dann im Amt bestätigt, wird nur passieren, wenn die Untersuchung gegen Paul zurückgerufen wird und was passiert jetzt? Ich hatte gestern noch gesagt, naja, der Herrgott gibt's, der Herrgott nimmt's, es liegt ja einzig und allein in der Entscheidung mehr oder weniger von Donald Trump und was lesen wir heute Morgen?

Donald Trump signalisiert, dass er offen dafür sei, die Untersuchung gegen Jerome Powell einzustellen, im Gegenzug zu einer Untersuchung dann des Kongresses, also es würde dann weitergereicht werden, wäre schon eine immense Entkräftigung und als nächstes ist es dann, naja. Dann versinkt es in der, war da was irgendwie, also ja, also Trump knickt hier auch letztendlich gesehen ein.

So, jetzt kommen wir mal zu Intel endlich und ja, also was soll man sagen, die Aktie fast 30% im Plus, war schon 48% im Plus in den letzten 4 Wochen, jetzt etwa 300% Plus in den letzten 12 Monaten. Die Zahlen waren sehr gut. Der Ertrag, 29 Cent, 1 Cent erwartet. Ich will jetzt nicht alle Details durchkaspern, weil ihr euch die wahrscheinlich sowieso schon angeschaut habt. Die Margen waren gut. Wir haben ein Umsatzwachstum gehabt von 7 Prozent, immerhin auf 13,6 Milliarden.

Das war auch besser als erwartet. Wir sehen im Datacenter-Bereich sehr starkes Wachstum, 22 Prozent. Datacenter und AI. Es ist auch schön zu sehen, dass jetzt Intel in diesen beiden Segmenten an Dynamik Gewinn, 22% Wachstum, 5 Milliarden Umsatz, 600 Millionen mehr als man erwartet hat. Und die Aussichten sind auch ausgesprochen stark. So, und jetzt kommt aber ein wirklich spannender Punkt hinzu. Denn wenn man sich jetzt mal die Analystenkommentare anschaut, dann werden zwei Dinge auffällig.

Zum einen, obwohl die Aktie 48% plus hatte in vier Wochen. Haben sehr viele Analysten diese Rallye vollends verpasst. Rennen jetzt der Aktie hinterher mit ihren Aufstufungen oder bleiben trotzdem bei ihren verhaltenen Einstufungen? Denn jetzt auf diesen Niveaus den Wert noch hinterher zu rennen, ist für andere ja eher nicht mehr wirklich drin. Schauen wir uns also die Kommentare mal an im Detail mit Intel. Bank of America hebt das Kursziel jetzt an von 48 auf 58 Dollar.

Von 48 auf 58 Dollar. Die Aktie ist heute 82. Und man bleibt bei einer Verkaufsempfehlung. Also, Guys, ganz ehrlich, das hat die Bank of America einfach mal verpennt und sagt jetzt, also 56 wäre ja noch ein dramatischer Einbruch vom aktuellen Niveau und man betont, naja, die Bruttomarge, die sich übrigens deutlich gesteigert hat, liegt aber immer noch mit etwa 40%, ja, ist das immer noch sehr verhalten.

Das Intel verbrennt immer noch Kapital, weil man Kapazitäten aufbaut und man hat immer noch Gegenwind im Bereich der Auslastung der 18a-Produktion. Also Bank of America bleibt bei einer Verkaufsempfehlung. Wir haben, nehmen wir mal die, die noch bei Verkaufen sind, JP Morgan bleibt bei einer Verkaufsempfehlung. Die hatten einen Kursziel von 35. Jetzt wird das Kursziel angehoben auf 45. Wir sind bei 83, Ladies and Gentlemen. Also auch vollkommen verpennt.

Jetzt sagt man, ja, Erwartungen auf breiter Front geschlagen, auch was die Aussichten betrifft. Man sieht stark im Datacenter-Bereich eine verbesserte Auslastung im 18a-Produktionsprozess und ein CapEx-Upgrade. Jetzt sagt man dann ansonsten das Gleiche wie die Bank of America. Aber man sieht immer noch Gegenwind bei den Bruttomargen, vor allen Dingen im zweiten Halbjahr. Man sieht, dass die Ausgaben Betriebskosten langsam immer weiter anziehen.

Und der Break-Even-Zeitpunkt im Foundry-Bereich, also Auftragsproduktion, wird vermutlich erst Ende 2027 sein und deshalb bleibt man bei einer Verkaufsempfehlung, müsste man eigentlich die Aktie shorten, wenn diese Häuser recht behalten. So und alle anderen rennen hinterher. Wir haben die Citigroup stuft die Aktie heute nach einer 30% Explosion von neutral auf kaufen auf mit einem Kursziel von 95. Das Kursziel kommt von 48. Ich meine, ich meine Geist wirklich ganz ehrlich, wo ist das Brett,

mit dem ich mir vor den Kopf schlagen kann? Und ist das jetzt vielleicht das Zeichen, dass man wirklich die Flucht ergreifen sollte bei Intel? Wie kommt man auf die Idee, das Kursziel dann einfach mal, also ich finde, die Aktie müsste auf 48 sinken. Ja, jetzt sagen wir doch einfach mal fast 100 Dollar. Okay.

Und man sagt, ja, Intel sei ein bedeutender Profiteur der Initiative von Tesla, eine TerraFab und man geht davon aus, dass die Aktie immer noch 20% Potenzial habe, obwohl der Wert 28% vorbörsig zulegt. Alright, so klingt man dann wieder smart. Evercore ISI schießt auch den Vogel ab, das Kursziel war bisher 45. Jetzt ist das neue Kursziel und man ist jetzt Spitzenreiter an der Wall Street, jetzt sagt man das Kursziel 111 Dollar.

Es ist kein Wunder, dass Donald Trump Marihuana legalisiert, nicht wahr? Also, okay, 111 Dollar, warum? Die große CPU-Story und Intel sei hier sehr gut positioniert, man sei wieder jetzt zurück auf dem Pfad der Wettbewerbsfähigkeit, also bumm, 45 auf 111 Dollar. Ja, sparen wir uns alle weiteren Kommentare, nicht wahr? Also, ähm. Es ist halt dumm, wenn man hinterherläuft, nicht wahr? Und dann wirklich die Frage, also naja, also gut, aber lassen wir es sein und machen mal weiter mit SAP.

Und die Tatsache, dass SAP, SAP hat insofern Glück, gestern die Zahlen von IBM, Softwarebereich ein bisschen enttäuschend, die Aktie wird rasiert, dann ServiceNow, Zahlen waren eigentlich auch gar nicht so schlecht, aber operative Margen nach unten revidiert bei den Aussichten, Softwareangst ist wieder da und wir haben wieder dieses Zusammenspiel, Kadabum, Badabam, Hardware hoch, Semis hoch und dafür, bumm, Software runter, Die Implosion ist wieder da.

Es war gestern die größte Spanne zwischen Semis und Software in der Geschichte der Wall Street nach den Zahlen von ServiceNow. Und dank ServiceNow und IBM, SAP hat gestern während des Handels 6% verloren, hing die Messlatte schon mal niedrig.

Dann kommt SAP um die Ecke, man schaut sich die Zahlen an und sagt, naja, gut, also es ist schon mal auf jeden Fall mal besser als befürchtet und in manchen Segmenten im Rahmen, aber in einigen auch ein bisschen besser als erwartet, auch bei den Aussichten, wenn man sich jetzt anschaut, Auftragsbestand oder der Backlog. Cloud-Backlog-Wachstum, 24 Prozent auf konstanter Währungsbasis war ein bisschen besser als erwartet.

Und Cloud-Umsatzwachstum, konstante Währungsbasis, bisschen besser als erwartet. Aussichten bestätigt fürs Jahr. Das reicht. Und damit ein Aufatmen bei SAP und letztendlich gesehen auch im Software-Sektor. Was gibt es Neues in der Wirtschaft und wie geht es weiter an der Börse und wie steht es um die Finanzen? Mit dem Handelsblatt seid ihr immer bestens informiert. Und deshalb ein kleiner Hinweis an euch alle.

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Procter & Gamble heute im Plus. Da bin ich ein bisschen erstaunt, weil... Zu guter Letzt, also auf den ersten Blick sind die Zahlen gut, organisches Wachstum 3%, 1,8% wurden erwartet, organisches Volumenwachstum war auch besser als erwartet, Ertrag pro Aktien war auch besser als erwartet. Jawohl, die Aktie tendiert freundlich, aber das Management sieht den Ertrag pro Aktie für das Gesamtjahr trotzdem am unteren Ende der Spanne.

Nach so einem relativ festen letzten Quartal müsste ja eigentlich bedeuten, dass das laufende Quartal enttäuscht. Aber die Aktie ist trotzdem auf der Gewinnerseite. Newman Mining oder Newman, Goldsektor unter anderem mit drin.

Ertrag, EBITDA, Cashflow, alles besser als erwartet. Und dazu auch noch Icing on the Cake, so ein bisschen, guck mal hier, da ist die, die Kirsche auf der Torte, noch 6 Milliarden Dollar Aktienrückkaufprogramm, das hilft der Aktie heute Morgen letztendlich auch und Aussichten sind ebenfalls gut. So Baker Hughes und Schlumberger, so ein bisschen im gleichen Camp. Baker Hughes sieht vor allen Dingen sehr starkes Wachstum in den Bereichen, die an Datacenter anlehnen.

Und Buchungslage sehr stark und die Aktie profitiert. Bei Schlumberger vieles im Rahmen der Erwartungen, der Umsatz, der Ertrag. EBITDA war ein bisschen schwächer als erwartet. Die Aktie ist also leicht auf der Verliererseite. So, jetzt kommen wir mal zu den Themen abseits der Meldungen.

Wir haben Meta, die gestern bestätigt haben, 10.000 Stellen sollen abgebaut werden oder 10.000, Entschuldigung, andersrum, 10% der Stellen sollen gestrichen werden, 8.000 Jobs sollen wegfallen und ich muss immer wieder sagen. Wo kommt die Effizienz und die Produktivität von AI als erstes zum Ausdruck? Bei den Unternehmen, die es implementieren, in erster Stelle und auch mitentwickeln. Und das ist der Tech-Sektor.

Und hier sehen wir immer mehr Entlassungen. Wahrscheinlich ein Vorgeschmack darauf, was in ein, zwei Jahren in vielen anderen Industrien passieren wird. Meta baut also 10% der Belegschaft ab. Microsoft bietet das erste Mal in der Firmengeschichte an. Abfindungspakete. Und auch hier scheint man das Personal auszudünnen. Nike hat anhaltend Schwierigkeiten. Hier wird jetzt auch nochmals ein Stellenabbau gemeldet. 1400 Jobs sollen gestrichen werden, 2% der Belegschaft.

So, ansonsten, Oracle schreibt, das Wall Street Journal hat Schwierigkeiten, Kapital aufzutreiben, um die massive AI-Infrastrukturausbau zu finanzieren, weil die Banken, die hier involviert sind, keine zu große Abhängigkeit von Oracle, von einem einzelnen Unternehmen, aufbauen wollen. Ja, Berkshire Hathaway, die Aktie kommt überhaupt nicht von der Stelle. Einer der größten Underperformance-Phasen gegenüber des S&P,

seitdem Warren Buffett die Kontrolle bei Berkshire Hathaway übernommen hat. Lang, lang ist es her. Barron äußert sich hier positiv. Mal schauen, was die Zahlen von Berkshire Hathaway am Wochenende dann bringen werden. Ansonsten Meta und Amazon arbeiten enger zusammen im Bereich der Chips. Das müsste den Wert dann dementsprechend auch mit nach oben treiben. So, abseits der Tech-Werte gibt es heute nicht so viele Analysten-Kommentare.

United Rental hatte ja super Zahlen im Industriesektor, der gestern auch sehr fest war. Die Keybank hebt jetzt die Kursziele hier an auf 1.150, RBC Capital, kanadisches Investmenthaus, sehr groß, schraubt die Kursziele auf 1.119 Dollar hoch. Wir haben Southwest Air, wird bei HSBC aufgestuft, von Verkaufen auf Halten. Wenn da natürlich dann auch eine Friedensmeldung kommen sollte aus dem Iran,

kann das die Fluggesellschaft nochmal mit anfachen. Ansonsten Freeport McMoran wird auf Halten abgestuft. Bei Morgan Stanley Schwergewicht, also Kursziel sinkt auf 66 Dollar. American Express nach den Zahlen, die wir diese Woche hatten. Die Bank of America hebt das Kursziel auf 387 Dollar an und sagt, war ein sehr gutes erstes Quartal. Sowohl auf der Umsatz- wie auch auf der Ertragsseite. Man bleibt dabei, Kaufempfehlung, während Barclays das Kursziel senkt auf 322 Dollar.

Und hier bleibt man nur bei Halten. So guys, das war mal wieder eine bewegte Handelswoche, eine Woche, in der man wirklich mal wieder staunen konnte, vor allen Dingen eben diese Abkopplung von Öl und Aktienmarkt, hier sehen wir eben doch, wie er oft betont, die Wall Street handelt nicht als jetzt und heute, deshalb funktionieren, wenn, dann Szenarien auch so selten und zu guter Letzt blickt dann die Wall Street durch den Nebel des Krieges durch und fokussiert sich auf die Fundamentals.

Und die sind wirklich atemberaubend robust. Jetzt wünsche ich euch ein gutes Wochenende. Das war es für mich. Wir sehen uns am Montag wieder in alter Frische. Bis dann und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch.

Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen.

Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr.

Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.

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