Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Vinyl Talk, wie immer aus dem überwegs über den Dächern der Landeshauptstadt. Mein heutiger Gast ist Zukunftsgestalterin. Sie arbeitet jeden Tag daran, dass die Region Hannover 2035 klimaneutral wird. Das ist nicht einfach und das geht auch nur, wenn alle mitmachen. Dafür muss man überzeugend kommunizieren und
die Menschen vor Ort mitnehmen. Die Klimawende beginnt bekanntermaßen im Kopf. Als geschulte PR-Frau und ausgewiesene Kommunikationsexpertin ist sie jetzt Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur, der Region Hannover und heute ist sie hier. Herzlich willkommen, Anja Flittenmeier-Woltmann ist bei uns. Lieber Uwe, vielen herzlichen Dank für die Einladung. Ich bin ein klitzekleines bisschen aufgeregt. Ach, das musst du gar nicht sagen. Du bist noch PR-Frau und bist auf so vielen
Bühnen unterwegs. Du bist ja sozusagen Missionarin für das Klima. Missionarin weiß ich nicht, aber wir informieren die Bürgerinnen und Bürger der Region in zahllosen Veranstaltungen und entständig unterwegs. Das ist richtig. Aber über die eigene musikalische Geschichte ausgefragt zu werden und etwas zu berichten, war schon ein bisschen aufregender. Und in England gibt es ja dieses wunderbare Format Desert Island Discs. Und das ist das große Vorbild,
deshalb war es ein bisschen aufregend hierher zu kommen. Ja, dann bitte umso gespannter, jetzt welche Platten du mitgebracht hast. Hör da mal die erste Platte raus, damit wir dich ein bisschen kennenlernen. Und du hast ja gerade England gesagt. Ich glaube, mit England hat das auch bei dir mit Musik einiges zu tun. Absolut, absolut. Ich bin ein Kind der 80er. Und das ist eine Platte von Marc Almond. Die heißt Jack und er hat Jack Braille Songs gesungen. Und ich bin
ein Riesenfan gewesen von Soft Cell. Meine Schwester und ich waren Gruftys. Gruftys waren ja immer so in Schwarz und so wilde Frisuren, viel Haarspray und so. Ja, eine Dose, ich darf man das sagen, gar extra stark pro Woche. Die Frisur hält. Genau, hier alles abrasiert, den Rest ordentlich hochtupiert, so ein Pony und ausschließlich schwarz mit Ketten gehängt, mit Spinnen und Spitzenschneilenschuhen und so weiter. Wir waren in Hannover gemeinsam unterwegs,
meine Schwester und ich. Das fing an im Palace. Da ist jetzt das Geobel drin. Sox auch, aber dann vor allen Dingen das Basement. Das Basement war unser Zuhause. Depot war sicherlich auch noch ein Treffpunktsschieler, Wavefans. Ja, und später dann das Konfetti, was dann Disco Ducking hinkt. Oh man, ja, da hat Lukas aufgelegt. Ich habe da Platten hingeschleppt, diese hier allerdings nicht.
Aber Marc Almond habe ich wirklich ganz, ganz viel gehört, der hat so eine wunderbare Stimme. Und diese Platte habe ich ausgesucht, das hätte auch genauso gut jeder andere Platte von Soft Cell sein können. Die werden immer auf Tainted Love reduziert, aber gab es noch so viele? Ja, so schade. Also Memorabilia ist ja viel besser und so weiter. Es hätte auch The Cure sein können, Diffish-Mod, Assistus of Mercy, das waren die Sachen, die wir gehört haben.
Aber hier ist "If You Go Away" drauf. Und das ist die schönste Version von diesem Song, die ich kenne. Ich mag seine Stimme sehr, deshalb habe ich gedacht, Marc Almond begleitet mich heute. Sehr gut. Außerdem habe ich diese Platte, ich habe sie rausgesucht und hier ist noch ein Sticker drauf. Ich habe sie für 8 Mark gekauft bei 25 Mio. Und damals wahrscheinlich 9, ne? Heute kriegst du gebraucht kaum noch für 8 Euro was. Natürlich, da können wir sehr gut die Inflation dran ablesen.
Ja, ja, ja. Ja, wollen wir mal über dein Thema sprechen? Also Klimaschutzagentur. Du bist ja eigentlich eine Agenturfrau, du hast PR-Agentur gemacht, du hast Medienagentur gemacht. Könntest du auch in einer Markenagentur wahrscheinlich sehr gut arbeiten, aber jetzt bist du in einer Klimaschutzagentur. Warum? Was hat dich gereizt am Thema Klimaschutz? Ich habe tatsächlich in Agenturen gearbeitet seit dem Jahr 2000.
Und als Pressesprecherin gearbeitet und später beim Mazzak sehr viele Klimathemen gesetzt. Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst an das Projekt "Hanover bewegt sich, Mobilität neu denken", was wir auch in Regionskommunen gemacht haben. Das war sehr erfolgreich. Das Projekt für die Sparkasse übermorgen, wo wir auch Zukunftsthemen gesetzt haben. Und ich habe mich sehr mit Klimaschutzthemen beschäftigt, hatte aber auch einen sehr guten Draht zu den Regionskommunen.
Und das brachte mich dann in die Geschäftsführung der Klimaschutzagenturregion "Hanover". Denn letztlich geht es darum, Menschen vom Wissen ins Handeln zu kriegen. Das ist ja bei Agenturen, also Kommunikation. Im Marketingbereich würden wir sagen, hier guck mal Interesse wecken und vielleicht Kauf inspirieren. Kann man ja für jedes Produkt machen. Dein Produkt heißt "Neues Denken, Andersdenken, Fotovoltaik, Solarenergie, Investieren, Umbau, Zukunft gestellt".
Ganz genau. Und unsere Zielgruppen sind alle Bürgerinnen und Bürger der Region, die alle mobil hier besitzen. Und das inkludiert die Unternehmen. Und was wir machen, ist Beratung und Wissensvermittlung. Und das tun wir für die Themen Solaraufstach, wie du richtig sagst, aber auch Heizungserneuerung und Gebäudehülle. Also, wie derme ich mein Haus. Und da übernehmen wir die Wissensvermittlung, aber natürlich geht es auch um Beratung und darum, wie man Leute ins Handeln kriegt.
Und das ist Kern von Kommunikation und das unterscheidet mich auch als Geschäftsführung der Klimaschutzagentur von allen anderen Geschäftsführern bundesweit in Klimaschutz oder Energieagenturen. Weil das Thema Kommunikation ja so spannend ist und reine Technik und Informationsvermittlung bekommt Leute nicht ins Handeln. Sonst wären wir ja schon längst da, wo wir sein müssen im Klimaschutz. Wir haben überhaupt kein Erkenntnisproblem, wir haben Umsatzproblem.
Und da ist genau die Frage, wie schaffen wir das, dass Leute erkennen, dass es für mich eine wunderbare Sache ist. Und da gehe ich jetzt mal voran. Ja, und ich muss ja die Frage stellen, wie schaffen wir das denn? Weil tatsächlich gibt es ja dieses Value-Action-Gab. Also wir alle wissen wahrscheinlich schon seit vielen Jahren, dass aber schief läuft gerade. Also, dass wir nachhaltiger werden müssten, dass wir technologisch unserem Wachstum etwas gedämpfter begegnen müssten.
Aber irgendwie handeln wir da nicht nach. Also die Corona-Pandemie hat uns alle mal kurz ausgebremst, aber danach alle mal wieder in die Flugzeuge, alle mal wieder in die Autos. Also wie schaffen wir es denn? Was ist denn die Gretchenfrage, wenn man Klimaschutz Themen kommunizieren möchte? Kommunikation ist genauso gut erforscht wie Windenergieanlagen und Wärmepumpen und Solaranlagen. Und das anzuwenden ist auch, wie du ja sehr gut weißt, überhaupt kein Hexenwerk.
Das ist Handwerk. Wir müssen Barrieren senken, Motivationssteigern. Es muss eine Verbindlichkeit geben und wir müssen die Leute ins Handeln kriegen, indem wir ihnen ermöglichen, das Ganze zu vereinfachen und Schritt für Schritt anzugehen. Zuallererst kommunizieren wir im Bereich der Dringlichkeit. Also wenn die Leute nicht glauben, dass es irgendwas mit ihnen zu tun hat, dann haben sie auch überhaupt keine Motivation, irgendwas zu tun. Und deshalb steige ich damit immer ein.
Also was hat es jetzt und mit ihnen zu tun? Und was begegnet ihr da so? Also haben die Leute denn sofort ein Türchen aufgemacht und ja klar, ich bin Teil von Mobilität oder meinen CO2-Fußabdruck. Ist das vielen schon bewusst oder arbeitest du noch an der Basis? Mobilität ist gar nicht so sehr unser Thema, genauso wenig wie Klima-Erfolgenanpassung. Wir bewegen uns im Bereich der Immobilienbesitzenden.
Und wenn ich die Menschen abhole und ihnen sage, sie haben es ja wahrscheinlich gerne warm zu Hause und darüber spreche, wie die CO2-Preisentwicklung ist, wie die Beinmischungspflicht im Erdgasnetz ist, wo wir 20, 29, 15 Prozent grüner Gase zumischen müssen, die es nicht gibt. Das ist Biomasse oder grün erzeugter Wasserstoff. Und da wissen wir beide ja sehr genau, diese Gase stehen überhaupt nicht zur Verfügung. Das heißt, es wird dann der Markt regeln über ein Zertifikatehandel.
Das wird irre teuer. Das ist in vier Jahren. Und in vier Jahren wollen sie es weiter warm haben. Gleichzeitig wird das Heizen mit dem Gas aber sehr teuer. Darüber hinaus haben wir aktuell in der Bundesregierung eine wunderbare Förderkulisse. Und die Experten sind sich einig, so gut war es noch nie. Und wer weiß, wie es mit der nächsten Bundesregierung läuft.
Und dann kommuniziere ich nicht allein die Fördermitte, weil das die Leute überhaupt nicht vom Hocker reist, dass es jetzt gute Fördermitte gibt. Aber du kennst das Thema Losaversion. Also Verlustaversion, da haben ja Menschen Nobelpreis für gekriegt. Und um das zu erforschen. Und wenn ich den ... Musst du vielleicht kurz nochmal auflösen, so eine kognitive Verzerrung. Also vielleicht erklärst du es nochmal ganz kurz.
Wenn du heute einen 50 Euro Schein findest, dann wirst du dich darüber freuen. Stimmt. Wenn dir jemand einen 50 Euro Schein aus der Tasche geklaut hat, wirst du dich überproportional mehr ärgern. Der Verlust erreicht mich mehr als der Gewinn. Genau. Und das ist genau so funktionieren unsere Hürne. Wir denken nicht rational. Das muss man wissen, wenn man Kommunikation macht. Ihr wisst das sehr gut.
Und wenn wir kommunizieren in dem Bereich, geht es darum, zu sagen, aktuell gibt es gute Fördermittel. Jede Person hat jetzt aktuell 9.000 Euro auf den Schoß. Mit der nächsten Bundesregierung wird das eventuell weniger. Wir wissen, 2024 ist bis 28 haben wir Zeit. Und 29 kommt die Beimischungspflicht im Erdgasnetz. Es wird immer mehr Geld, was ich ausgeben muss, fürs Heizen. Und gleichzeitig weiß ich genau, ich muss irgendwann den Switch machen. Ich muss mein Haus fit machen.
Und jetzt gibt es die guten Fördermittel. Ich habe jetzt eineinhalb Jahre Zeit unter dieser Bundesregierung mein Haus fit zu machen und die Sachen zu beantragen. Wer weiß, was danach kommt. Und auf einmal hast du eine andere Dringlichkeit und die Leute wissen, sie wollen es weiter warm haben zu Hause. Ja, klar. Und die Immobilisierung ist auch immer was wert sein. Es hat ja auch etwas mit Wertbeständigkeit für die Immobilien zu tun. Wer reininvestiert, sichert ja auch Vermögen.
Und das ist das andere Thema, dass wir die Rendite einfach vorrechnen. Also wenn du jetzt eine Gasheizung gekauft hast oder hast kaufen müssen, dann hast du eine wirtschaftlich nicht sehr nachhaltige Entschaltung getroffen. Und wenn wir daneben die Wärmepumpel stellen und den Vergleich ziehen, wie sich das in den nächsten Jahren preislich entwickelt, dann bist du mit der Wärmepumpel sehr viel billiger dran als mit einem schlecht in einem nicht besonders gut gedämmten Haus.
Jahresarbeitzahl 2,6 ist wirklich nicht viel. Und dann sieht das auf einmal ganz anders aus. Also ich muss den Leuten nicht sagen, was sie tun sollen. Darauf reagieren alle immer allergisch. Ich muss ihnen die Wahl geben. Und dafür müssen sie zuerst lernen und erfahren, was ihre aktuelle Wahl ist, wenn sie nichts machen.
Und darüber sind dann viele ziemlich erschrocken, weil sie den CO2-Preise und die Beimischungspflicht und den Zertifikatehandel der EU überhaupt nicht auf dem Zettel haben. Was wir auch nicht auf dem Zettel hatten und du ja schon gar nicht, du hast am 1. Januar 2022 angefangen. Aber die Welt, ehrlich gesagt, war so ein bisschen in Ordnung. Also klar war das Thema Klima schon da. Aber das Gas, das Kram halt, das war so low involvement, hat sich niemand richtig die Frage gestellt.
Und nur wenige Monate, nachdem du gestartet bist, kam ja dann auf einmal so die große Energiekrise auf uns zu. Hat das eigentlich deine Arbeit massiv verändert, im Positiven oder im Negativen? Hat das nicht vielleicht doch auch der Idee, war das nicht so ein bisschen zuträglich, dass die Leute das ja erstmal so ein bisschen sensibler geworden sind für dieses Thema? Absolut. Also Putin hat die Ukraine überfallen.
Alle wussten, Gas ist überhaupt nichts, was aus dem Hahn kommt und sicher ist. Ja, das interessiert sich doch keinem. Die sind uns tatsächlich die Bude eingerannt. Also viele, viele Jahre, die Klimaschutzagentur gibt es seit dem Jahr 2000. Viele, viele Jahre hat die Klimaschutzagentur Region Hannover Leute beraten, die sich dafür interessiert haben und die rechnen konnten. Das waren Vorreiter. Früher sagte man allerdings... Pioniere. Pioniere, aber früher sagte man Ökospinner.
Das sind die Vorreiter von heute. Und mit Absicht nicht gegendert. Also fast immer technisch orientierte Person an der Stelle. Und wir haben innerhalb von sechs Wochen die Warteliste für die 1 zu 1 Beratungen voll gehabt bis Oktober. Daraufhin haben wir das Formular aus dem Netz genommen und ich war auch direkt Anfang 2022 ganz anders angetreten und habe... ich komme ja aus der Wirtschaft... Backcasting gemacht. Also was sind unsere Klimaziele? Wie viele Häuser haben wir?
Wie viele davon sind noch nicht saniert? Und deshalb müssen wir sie informieren und beraten und wie viele davon jedes Jahr, um eine Sanierungsquote zu verdoppeln? Und wie viele dann jetzt? Und dann brichst du das runter von den Zielen auf die Handlungen mit Backcasting und dann wird dir sehr schnell klar, mit 1 zu 1 Beratungen wird es nicht klappen. Ja, ja, das ist ein bisschen mühsam. Das wäre Zeit für Geld. Ich muss es gleich nochmal ein bisschen aufdern.
Du hast 30 Mitarbeitende, so ein bisschen Plus/Minus irgendwie so. Euer Etat liegt mittlerweile bei 3,9 Millionen Euro. Der ist auch deutlich gewachsen. Also Kommunikation muss dann auch finanziert werden. Das ist der politische Willensbildungsprozess. Denn die Gesellschaften sind einerseits die Region Hannover, die Landeshauptstadt ist dabei. Es gibt noch andere Gesellschaften, 11 Stück sind es insgesamt.
Auch Firmen sind dabei, die großen Netzbetreiber, die Energieversorger sind dabei. Würdest du dir eigentlich wünschen, dass noch viel mehr in diesem Umfeld der Klimaschutzagentur sich engagieren? Also könnte man den Gesellschafterkreis auch noch größer werden lassen? Oder ist das ein Teil eurer Arbeit? Die Klimaschutzagentur ist sehr, sehr gut aufgestellt mit ihren Gesellschafterinnen und Gesellschaftern.
Und wir haben unter dem Dach der Klimaschutzagentur nicht nur die öffentliche Handregion und Landeshauptstadt mit zusammen fast 51 Prozent. Sondern wir haben eben auch die Netzbetreiber drin, inner city und Avacon. Wir haben Wohnungswirtschaft mit in der Gesellschafterversammlung. Auch ein klitzekleines bisschen Mobilität. Und wir haben Wind und Erneuerbare mit drin. Alle anderen finden sich bei uns im Förderverein. Der Förderverein ist der zweitgrößte Gesellschafter überhaupt.
Und wir haben rund 60 Unternehmen der Landeshauptstadt und Regionen da drin versammelt, die alle Klimaschutz anbieten, herstellen und abrechnen können. Also der gesamte Klimaschutz findet sich irgendwo mehr oder weniger unter unserem Dach. Und ja, als ich angetreten bin, war klar, der Etat muss erhöht werden. Die Klimaziele sind groß. Auch die Regionsversammlung hatte sich gerade sehr starke Ziele in den Koalitionsvertrag geschrieben.
Und wir mussten die Ziele anders erreichen als vorher, nicht einzeln etwas anbieten, sondern allen. Und das gleichzeitig. Und deshalb habe ich von Anfang an sehr, sehr stark auf das Thema Skalierung gedrungen, weil wir in der Region Hannover nur wenige Hundert Energieberater*innen haben. Unten ein paar Architekt*innen und die können auch noch helfen. Aber wir haben alleine in der Landeshauptstadt 67.000 Häuser.
Das schaffen wir nicht mit ein paar Hundert Berater*innen, wenn die rund um die Uhr arbeiten. Und deshalb habe ich von Anfang an gesagt, welches Wissen müssen wir vermitteln? Welche Handlungen müssen wir auslösen? Was müssen die Leute erfahren über ihre eigene Immobilie? Also was kann mein Haus? Wie gut ist es gedämmt? Was muss ich noch verändern, um es fit zu machen für die Zukunft? Dann müssen die Leute ihr Wissen aufbauen zu Solaraufstach.
Oder kann ich mich an die Fernwärme anschließen? Was bedeutet das, wenn ich eine Wärmepumpe habe und zum ganzen Thema dämmen? Was du auch nicht einer Person persönlich erklären solltest, sondern was auch ein Gruppen- und Breitengeschäft ist, ist letztlich das ganze Thema Fördermitteln. Ja, da spreche ich mal gleich drüber, weil wir müssen ein bisschen auch auf die Uhr gucken. Du hast noch drei weitere Platten und wir würden gerne noch mal mehr über deine musikalische Vergangenheit.
Du bleibst dem Thema ja so ein bisschen treu. Dem Thema? Naja, so ein bisschen dieser britischen, das ist allerdings eine amerikanische Benning. "Kalexico" ist ein Kofferwort aus Kalifornien und Mexiko. Ach Mensch, so. Und "Toucen Arizona", glaube ich. Und das ist meine absolute Herzens- und Lieblingsband. Ist ein bisschen älter, das war ja '80er. Ist hier so nach der Jahrtausendwende, ich würde mal sagen so 2006 oder so irgendwie?
Ja, und ich hätte jede Platte von "Kalexico" mitbringen können. Ich besitze sie auch alle und die meisten davon sind signiert, weil ich die Band viele, viele Jahre immer wieder live gesehen habe. Das fing damit an, dass ich im Rassplatz "Pavilion" als Veranstaltungsleitung gearbeitet habe. Ach Mensch, ja, das ja. Ich habe den Jungs von "Kalexico" auf der Bühne Jägermeister serviert. Und die sind wahnsinnig nett.
Und wir haben, mein Mann und ich sind denen häufig hinterher gereist, weil oft passt so ein zwei-Länder-Live-Stil nicht so gut zusammen. Mein Mann wohnt in England. Und wir haben die schon gesehen in Kopenhagen, in Bristol, in Manchester, in Bremen, in Hamburg, in Kassel. Jetzt spielen sie im Juli, die Tickets hängen natürlich schon lange an der Bühne Band im Kapitul. Ein Kapitul? Ja. Und ich freue mich sehr darauf, die sind live einfach ganz, ganz wunderbar.
Es gibt einen Deutschen, der in der Band spielt, der macht ganz viele der Instrumente, also Trompeten oder Accordion. Es ist Tex-Max, es ist Mariachi, es ist, man sagt so Desert Rock. Ja, wo ist das? Also, Joey Burns hat eine wundervolle Stimme, wir hören das so gerne. Es ist auch immer so ein bisschen romantisch, so ein bisschen, darauf dachte ich, dass dieses Wave, was so in den 80ern so war, das war immer sehr elektrisch auch, ein bisschen sehr poppig, sündig.
Das ist es immer noch, es ist immer noch so ein bisschen fragil, es ist immer noch so ein bisschen romantisch verzaubernd, so ein bisschen dunkelseitig, finde ich, ist auch immer noch so. Ja, absolut, absolut. Und jede neue Platte ist wieder wunderbar und das Schönste sind einfach die Livekonzerte. Hingehen, tanzen, feiern, die sind einfach großartig. Sehr gut, lass mal über deine Livekonzerte sprechen. Du hast gesagt, es ist ja Eingangs auch, wir gehen raus, wir müssen vor Ort sein.
Das heißt, die Klimaschutzagentur kann natürlich Internetanzeigen, Kampagnen machen, aber wir müssen viel ins Gespräch kommen. Ihr geht viel auf Bühnen und sprecht mit den Leuten, Mazak als Medienpartner ist sicherlich auch spannend, weil man denn die Reichweite bekommt. Erzähl mal, wie so ein Tagesprogramm oder so ein Wochenprogramm für dich ist, um den Menschen zu erreichen in der Region. Wir haben Anfang 2022 zusammengestellt, was die Menschen alles erfahren müssen.
Thema Förderkulisse ist auch wichtig, aber das Wichtigste ist dann Motivation und Handlungsempfehlungen, sodass man eine persönliche Sicherheit hat, was mache ich jetzt und ist das das Richtige. Und dann sind wir mit einem voll aufgestellten Kurikulum nach draußen gegangen. Und zwar einerseits in einen Online-Strang, da haben wir etwas jüngere Beraten und andererseits in die Präsenz in den Regionskommunen. Da sitzen die Älteren, ist das tatsächlich so? Ja, das ist absolut so.
Wir haben über 1000 Fragebögen evaluiert. Die ganze Kampagne machen wir mit den Mitteln der Region Hannover und da sind wir auch sehr dankbar drüber. Und wir legen auf jeden Stuhl einen Kugelschreiber und Fragebogen und während wir in der Veranstaltung noch Fragen beantworten, sagen wir immer, füllen sie es aus. Und deshalb weiß ich genau, wie alt meine Zielgruppe ist.
Sie ist zu 70 Prozent männlich im Durchschnitt 63 Jahre alt, hat verschränkte Arme und hat gesagt, was ist denn das für ein Mist aus Berlin und warum soll ich mich damit beschäftigen? Der Ärger über das Heizenergiegesetz und solche Sachen. Ja, also natürlich war der riesig, aber ich bin ja gnadenlose Optimistin. Jetzt müssen wenigstens alle das Wärmepumpen existieren und dass sie funktionieren. Ja, du scheinigst ja der Ampelkoalition eigentlich auch gute Noten.
Also du hast ja gerade gesagt, das Thema ist besser denn je verpackt worden. Naja, jetzt ist wirklich strategische Energiepolitik gemacht worden und es gibt eine gute Förderkulisse. Wir haben aber auch wahnsinnig viele neue Informationen, wo kaum die Fachleute hinterherkommen. Es gibt die kommunale Wärmeplanung, ein Wort, was kaum jemand kennt, das Gebäudeenergiegesetz oder Heizungsgesetz oder auch Habex Heizhammer. Was bedeutet das für mich?
Die Beimischungspflicht im Erdgasnetz, die neue Förderkulisse, wir haben Steuererleichterung, das ist eine Gemengelage, das ist schon alleine deshalb für die Leute, wirklich eine Zumutung, weil es so viel Neues ist. Menschen finden Neues blöd und deshalb holen wir sie in den Veranstaltungen erstmal damit ab, was hat das mit ihnen zu tun? Dann, ich habe so ein Motivationssandwich gebaut. Wie geht das? Das fängt an mit, was hat das jetzt?
und mit ihnen zu tun. Also sie wollen es weiter warm haben. Ich frag auch immer, wer von ihnen heizt mit Gas und Öl, dann gehen die Hände alle hoch. Wer von ihnen fährt Auto? Wer von ihnen fährt ein E-Auto und hat eine Wallbox und hat sich die fördern lassen? Die, die da sind, sind dabei ja alle sehr willig, oder? Also die, die auf die Veranstaltung kommen, die kommen ja meistens mit einem guten Vorsatz. Das sind schon die, die auf unsere Veranstaltungen kommen. Klar, aber es ist
wirklich ein breiter Querschnitt dann vor Ort. Wir gehen in die Kommunen, wir haben letztes Jahr in jeder Regionskommune eine Veranstaltung gemacht. Insgesamt haben wir 218 Veranstaltungen gemacht, 52 in Präsenz. Die Mein Klima-Coach-Veranstaltungen haben wir tatsächlich in jeder Kommune angeboten und die laufen auch weiter. In Hannover machen wir ein paar mehr, immer zu Solar oder Heizungserneuerung. Und online haben wir noch sehr viel mehr angeboten. Das läuft zu unterschiedlichen
Tageszeitungen. Ist auch immer gratis für die Leute. Also wir steigen an, ein mit der Frage, wer, wer, wer geben den Leuten die Wahl? Also so wirklich einmal zu gucken, was hat denn das jetzt mit mir zu tun? Und in dem Moment, wo sie dann offen sind dafür zu gucken, was kann jetzt kommen, kommt der Technikvortrag entweder zu Solar oder Heizungserneuerung und wir arbeiten auch immer damit, die bestehenden üblichen Lösungen mit dem, was man neu haben kann, zu vergleichen, inklusive
Rendite und Return on Invest. Ja, wird ja immer besser. Also muss man sagen, also früher war das ja 25 Jahre lang für so eine Photovoltaikanlage, durch Preise und sicherlich auch durch viel Material, was wieder da ist, kannst du nach 12 Jahren eigentlich schon. 10. Also inzwischen rechnet sich sogar Volleinspeisungen wieder. Aber das ist gar nicht so einfach, glaube ich, Volleinspeisungen. Also ich empfehle unsere Veranstaltungen zu suchen, da können wir dann im Detail genau darauf
eingehen. Aber grundsätzlich ist es so, dass die Leute gar nicht wissen, dass eine Solaranlage heute mehrwertsteuerfrei ist. Das sind ja auch 19 Prozentförderung. Und das ist eine wunderbare Voraussetzung. Wir erklären das Solar-Katastar. Das kennen die wenigsten, aber wenn man in unsere Veranstaltungen kommt, weiß man hinterher, wie man das bedient. Und das entlastet Handel und Handwerk. Denn die haben den Kanal voll. Und wenn ich da 120 Leute in der Veranstaltung habe,
sparen die sich 120 mal 10 Minuten. Und wir rechnen den Leuten vor, wie sie die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlage oder einer Wärmepumpe berechnen können. Und wir berechnen das für die Wärmepumpe, für ein schlecht gedämmtes Haus. Jahresarbeitszahl 2,6. Das ist wirklich nicht toll. Und das beruht auf guten Studien. Und dann kommt in diesem Motivations-Sandwich nach dem Technik-Vortrag eigentlich das Wichtigste. Nämlich das Verständnis dafür, dass man das blöd findet. Wir befinden
uns hier nicht in diesem Easy-Hirn-Bereich, zwei und zwei ist. Oder was ist die Hauptstadt von Frankreich? Da brauchen wir alle nicht zu denken. Wir befinden uns im Hirnbereich 17 x 24. Und das kriegen wir auch gemeinsam raus. Und dafür brauchst du aber einen Plan. Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch. Und da wird nichts draus. Und wir berichten dann den Leuten, welche Hilfe sie bei uns bekommen und auf welche Art und Weise sie uns immer wieder fragen können. Wir haben quasi eine
Fragen-Flatrate begründet. Und ja, die sollen jede Woche wieder zu uns kommen und eine neue Frage stellen. Denn wenn du anfängst dich mit so einem Projekt zu beschäftigen, dann tauch ein Fragen auf. Wie oft muss man denn fragen? Gibt es da so ein statistisches Mittel? Es gibt, glaube ich, so eine Studie, dass Deutsche, bevor sie ein Auto kaufen, irgendwie 2,5 mal im Autohaus waren und 17 mal auf einer Internetseite waren, wie lange braucht man, um so das Sandwich servierfähig
um da rein zu beißen? Das kann ich nicht beantworten, weil wir tatsächlich im Bereich der Erstberatung tätig sind und Initialberatung machen und dann grundsätzlich nicht in den Markt eingreifen. Wir machen so eine Begleitung und beantworten immer wieder Fragen. Aber irgendwann sind die Leute dann soweit, dass sie eine Kompetenz erworben haben. Und dann sagen sie, ich brauche hier eine Anlage für mein Dach, so und so viel Kilo Watt Peak aus Westausrichtung und folgendes will ich mit dem
Strom machen und holen sich dann genau Angebote ein. Dann sind sie kompetent und wir beraten neutral und wir sorgen aber auch direkt immer für diesen Übergang zum Markt, indem wir bei unseren Veranstaltungen auch die Akteure dabei haben. Also wir haben immer so einen Markt der Möglichkeiten dabei und die hole ich auch immer auf die Bühne und die stellen sich dann vor und
hinterher erfährt das Publikum. Sie haben gerade ganz viel erfahren über Jahresarbeitszahlen und Wechselrichter und für sie ist das alles neu, aber für die nicht und die machen das hier vor Ort bei ihnen seit 20 Jahren und wir haben sie mitgebracht, sprechen sie sie an. Bei uns kann man die Fragen Flatrate jede Woche nutzen, wir machen kleinen Gruppenberatungen jede Woche online, wir machen Energietreffs jetzt in jeder Kommune, fünf Energietreffs im Jahr, so dass man auch in Präsenz
einfach hingehen kann. Also mal in die lokale Tageszeitung gucken oder vielleicht was im Aushang am Geldautomaten oder sowas, also irgendwo kommuniziert ihr immer, wenn ihr da seid. Also man muss ein bisschen den Terminkalender von euch kennen oder vielleicht einfach mal auch aufmerksam sein und einfach mal hingehen und einfach mal zuhören oder gerne Fragen stellen.
Die Kommune lädt ein, also sie kriegt von uns ein komplettes PR-Kaket, aber die Kommune lädt ein und alle Termine, Informationen, Veranstaltungen findet man immer, One Face to the Customer, unter der URL klimaschutz-hanover.de. Das ist alles, mehr muss man sich nicht merken. Es gibt in der Region Hannover wahnsinnig viele Player, die sind alle schon seit vielen Jahren unterwegs und
das kann sich kein Mensch merken und niemand hat den überblickt. Es gibt ganz tolle Förderungen von der Region Hannover und von pro Klima, aber nicht in jeder Kommune und wir wissen natürlich, warum das so ist, aber das wollen wir den Leuten gar nicht zumuten. Deshalb kann man sich bei uns auf der Webseite immer über alles informieren und da findet man Fördermittelkompass, da kann man sich an der Postleitzahl durchklicken und dann weiß man, was alles gefördert wird. Wir haben darüber hinaus
auch noch 1 zu 1 Beratungen im Angebot. Die brauchen wir auch weiter. Das machen wir mit Energieberatenden, die wir in die Häuser schicken, aber das machen wir für komplexe Situationen. Was meine ich damit? Eine Komplettmodernisierung mit so einer Anlagewärmepumpe, da wird es dann
komplex. Das ist schon ordentlich. Auch hochbetagte oder betagte Personen, die kann ich nicht dauernd in meine Veranstaltungen schleifen, aber wir geben ihnen immer den Tipp, vorher unsere Wissensformate einmal zu nutzen, damit sie auch so einen Termin dann auch das was zu machen. Ein bisschen vorbereitet muss man ja sein. Machst ihr auch, wenn du heute zum Arzt
gehst, dann hast du ja auch schon mal gegoogelt. Also in diesem Falle, wenn man bei euch zur Klimaberatung geht, dann ist das gut, wenn man sich auf der Seite auch nochmal selber ein bisschen schlau gemacht hat. Klimaschutz-Hanover.de. Wir können das ja mal wieder einblenden. Jetzt an dieser Stelle kommt Klimaschutz-Hanover.de und dann sieht man das mal und dann haben das alle mal gelesen und dann
gucken wir einfach mal auf deine dritte Platte. Jetzt sind wir aber im Großbritannien. Das ist jetzt aber wirklich hardcore Großbritannien. Das ist Mark Ronson. Genialer Typ eigentlich. Er ist wirklich ist einfach ein Genie. Welche Platten hast du von Mark Ronson gehört? Also hier sage ich mal so mit Amy Winehouse, das losging hat man ihn natürlich ein bisschen mehr gespottet irgendwie so und dann hier diese Record Collection ist glaube ich ein drittes Album hier. Also der ist ja sehr
fleißig oder andersrum gesagt an vielen Baustellen unterrichtet. Es lohnt sich auch, ihn selber mal nachzugucken, weil er auch aus einer Familie kommt, wo er schon bestens vernetzt war. Er selber kommt aus New York glaube ich. Er hat damals diese Platte von Amy Winehouse Back to Black produziert. Genau. Ganz, ganz wunderbares Album. Er ist einfach wirklich ein Genie und mein Mann und ich hatten
unseren Hochzeitstanz zu Amy Winehouse. Will you still love me tomorrow? Hast du den Film schon gesehen im Kino? Ja. Und ist er gut? Er begeistert dich erneut für die Musik von Amy Winehouse und das ist das Beste was ich über den Film sagen kann. Ansonsten wird sie als Musikerin nicht so richtig ernst genommen, sondern reduziert auf Themen. Also die Story hat Rockleben. Ja auch das ganze Thema. Ja egal. Aber Mark Ronson hat diese Platte rausgebracht und da ist dann mit drauf Boy George.
Ich habe ja vorhin schon gesagt, ich bin der Achtiger und alleine diese, genau, er hat auch so eine ganz wunderbare Stimme und wenn ich unterwegs bin und ich bin ja viel unterwegs, dann habe ich so eine Playlist und da sind mindestens drei Songs von dieser Platte drauf, wo ich auch nicht genug vor kriegen kann. Mark Ronson ist ein Genie. Neulich war er ja auch bei der Oscar-Verlagerung I'm Just Can.
Das hat er ja auch produziert mit auf der Bühne einfach ein Genie. Guter Typ. Guter Typ. Lass mal nochmal über die andere Sparte reden, denn ihr berätet ja auch berätet, beratete kleine und mittlere Unternehmen. Ja. Also nicht nur die Hausbesitzenden. Ja. Haben wir darüber gesprochen. Kleine und mittlere Unternehmen gibt es in der Region ordentlich viele. Wie viel Potenzial steckt
da oder wie viel offene Ohren findest du bei Unternehmern zu dem Thema? Wir wissen, dass sich die meisten Sachen rechnen und wir wissen aber auch, es gibt Fachkräftemangel und die Leute haben alle gerade wirklich viel zu tun und dann mit solchen Themen durchzudringen ist schon nicht einfach, weil du es im Alltagsgeschäft das Ganze auch noch unterkriegen musst. Wir wissen von Maßnahmen, die sich nach einem Jahr rechnen, Return on Invest, die aber dann drei Jahre brauchen, um
eingebaut zu werden. Das ist so heutzutage. Die Klimaschutzagentur Region Hannover bietet für Unternehmen mit den Mitteln der Wirtschaftsförderung ganz tolle Sachen. Es gibt eine Erstberatung. Jedes Unternehmen kann zu uns kommen und wir fragen dann so ein bisschen, worum geht es bei dem Unternehmen? Haben die einen großen Vorpark, wird es ein anderes Thema der Beratung sein, als wenn sie viel mit Druckluft machen. Und wir gucken einmal genau, worum geht es in dem Unternehmen
und dann kriegen die Unternehmen die passende Beratung. Was wir auch gemacht haben, wir gehen auch in dem Bereich Unternehmen voll aufs Skalieren. Und was wir auch gemacht haben, ist zu gucken, wie erreichen wir ganze Branchen oder die Gewerbegebiete. Es gibt in der Region Hannover mehr als 90 Gewerbegebiete und die sind alle noch nicht klimaneutral. Und da haben wir Konzepte entwickelt, wie wir die in Workshop-Formaten beraten. Und damit können jetzt alle Gewerbegebiete der Region
gleichzeitig... Also wie soll die Gewerbegebiet Gemeinschaft dann auch so ein bisschen? Also bringt ihr die zusammen, obwohl die als Nachbarn sich eigentlich jeden Tag auf dem Parkplatz sehen? Genau. Aber man macht sich ja nie Gedanken drüber. Wer von uns hat welchen Mobilitätsbedarf, welche Dächer haben wir, welchen Energiebedarf haben wir, Energie-Sharing kommt, welchen Wärmebedarf haben wir und wie bewältigen wir das gemeinsam und dann müssen wir auch noch
Klimafolgenanpassungen in den Gebieten mitdenken. Das wird dabei behandelt und im Ergebnis weiß dann jedes Unternehmen, was teilgenommen hat, was jetzt die größten Baustellen sind, die man als erstes bearbeitet, was in die tiefhängenden Früchte. Und dann haben wir eine Transformationsberatung und Begleitung für die Unternehmen. Wir nennen das Bündnis klimaneutral und alle diese Angebote für Unternehmen auch immer Klimaschutz minus Hannover. Aber jetzt könnt ihr noch mal einblenden
vielleicht EcoBis.de. Ja, das würde jetzt da stehen. EcoBis mit doppel Z. Mit doppel Z. EcoBis.de. Später wird das auch alles auf unserer irgendwann relaunchten Webseite. Alle stehen. Aber wir bieten für Unternehmen diese Seite und in dem Bündnis klimaneutral, Region Hannover 2035. Das ist schon bald. Das geht jetzt schnell. Da bekommen die Unternehmen eine Beratung, aber
sie können auch eine echte Transformationsbegleitung bekommen. Denn wir analysieren alle Daten. Also eine Komplettanalyse und dann eine Treibhausgasneutralitätsberechnung, was in die tiefhängenden Früchte, was mache ich jetzt und in welcher Reihenfolge und das ist wirklich kostengünstig für die Unternehmen, weil wir es ja mit den Geldern der Wirtschaftsförderung anbieten können. Es kostet zwischen 300 und 800 Euro. Warum ist so eine hochwertige Beratung mit Treibhausgas
Bilanzierung so günstig, damit die Unternehmen das einfach machen können? Und gleichzeitig muss es aber was kosten. Denn wenn es nichts kostet, wirst du auch nicht gefragt, wie es vorangegangen ist. Und die Unternehmen werden von uns sehr, sehr gut begleitet, immer darin auch Unternehmen vermittelt zu bekommen, die mit ihnen den nächsten Schritt gehen können. Wir kennen uns ja sehr, sehr gut aus im Markt. Und dann gibt es natürlich auch für Unternehmen Energietreffs und
Veranstaltungen. Und das ist das gesamte Angebot für Unternehmen. Und wenn du jetzt so eine Torte hättest, so im Sinne von das ganze Potenzial, was sich in diesen Unternehmen so heben lässt in Bezug auf Klimaschutz, wie viel haben wir schon und wie viel müssen wir noch? Also wo steht ihr so in eurer Arbeit? Wir müssen sehr, sehr viel noch. Wir haben gerade den Klimaplan der Region Hannover gesehen. Das ist eine große Studie und ist eine Szenarienberechnung, die man
sich auf der Webseite der Region gut angucken kann. Was viele Leute nicht auf dem Zettel haben, ist, dass die Klimaziele 1,5 oder 2 Grad Ziel nicht an Jahreszahlen gemessen werden, sondern an Gesamtausstoß von Treibhausgasrelevanten, CO2 oder Methanemissionen und so weiter. Und das ist bei uns in der Region Hannover jetzt schon vor 2030 pro Kopf gerechnet, praktisch aufgebraucht,
und zwar in jeder einzelnen Kommune. Also wir müssen sehr viel schneller vorangehen, aber wir kommunizieren halt nicht so sehr mit dem Thema Moral und was man tun sollte, sondern wir rechnen den Leuten vor, dass es sich rechnet, weil das tut es. Es gibt eine wunderbare Förderkulisse, eine wunderbare Rendite. Wir helfen den Leuten sich drum zu kümmern und wir schaffen die Vereinfachung, sodass man sich einen Plan machen kann und dann kann man den abarbeiten und dann kriegt man es auch
hin. Wenn du der guten Fee begegnen würdest, irgendwann kommt die auch meine Region Hannover vorbei, was würdest du dir eigentlich wünschen, um deine Arbeit schneller, vielleicht erfolgreicher, effizienter, effektiver oder sozusagen einfach fürs Klima wertvoller zu machen? Welche Prise an Idee würde dir gefallen? Was würdest du dir wünschen von der Fee? Auch hier weiß ich sehr genau, wie man Leute vom Wissen ins Handeln kriegt und das ist immer Push und Pull. Und aktuell
haben wir in der Demokratie ein Riesenproblem mit Push. Wir fördern klimaschädliche Maßnahmen in großen Mengen. Wir finanzieren den Ausstoß von treibhausrelevanten Gasen und das ist eine Vollkatastrophe für die Menschheit. Dem Planeten ist das egal. Der Planet hat schon Schlimmeres gesehen als uns. Aber für die Menschheit ist es eine Vollkatastrophe und an der Stelle würde ich mir wünschen, dass alle demokratischen Parteien sich darauf kommitten, die Klimaziele auch erreichen
zu wollen. Also über alle Grenzen denn? Das ist ja eigentlich was eine Aufgabe für die Föderation hätte man im Start-up. Ja, genau. Und dann kriegen wir es auch hin. Also wir müssen gleichzeitig Pull machen, das bedeutet Fördermittel, Anreize setzen, Motivation und so weiter. Das funktioniert alles ganz wunderbar. Aber wenn du gleichzeitig das gezeigte Verhalten, was Leute nicht mehr zeigen sollen, nicht entsprechend behandelt, dann hast du dauerhaften Problem,
weil dann der Switch in den Köpfen auch gar nicht passieren kann. Und wenn die gute Fee mir was eröffnen könnte, dann würde ich gerne diese ganze Kommunikationskatastrophe, die spätestens mit den Querdenkereien in der Pandemie aufgetreten ist, zurückdrehen wollen. Ja, also solche. Ich glaube, jeder fünfte hat noch ein großes Problem mit der Erkenntnis. Also ich glaube, es gibt so so
ablehnte Milieus, und man schätzt das so bei 20 Prozent an. Also das ist so wie ganz harte. Was gerade mit der Demokratie passiert, bereitet mir große Sorgen, insbesondere weil wir mit der Natur ja nicht verhandeln können. Nein, nein, das ist ja ein gefernt Plan B. Ja, und das ist einfach wirklich eine extrem schwierige Situation, die wir in keiner Form wieder zurückdrehen können.
Und die Realität sieht dann in Niedersachsen ganz, ganz bitter aus. Ja klar, das ist also, ja, komm, wir legen die letzte Platte auf und geben der musikalischen Idee auch ein bisschen Hoffnung mit auf den Weg. Wieder einen so menschen aus deiner Reihe da. Also du hast... Also Nick Cave, ja. Nick Cave hat eine fantastische Stimme und auch hier hätte ich jetzt wieder sehr, sehr viele Platten von Nick Cave mitbringen können. Auch die höre ich alle rauf und runter. Abatha Blues
hat, war auch in der Top-Liste. Aber auf dieser Platte ist dieser wunderbare Song drauf "Hold on to yourself". Das ist das Gequite der Geigen. Also ich könnte den auf Repeat hören. "Midnight Man" ist eine ziemlich krache, das ist eine wunderbare Platte, die ich auch häufig unterwegs höre und überdie ich mich jedes Mal freue. Nick Cave ist auch in Glastonbury aufgetreten. Das ist ja das größte Festival der Welt, glaube ich sogar. Da ist das wie ein Planet, also wie eine Großstadt,
die mitten in den grünen Wiesen in England landet und alle Bands spielen gleichzeitig. Es ist ein totales Crazy Festival. Da bist du gewesen? Nein, wir begeben uns da durchaus nicht in den Munch. Aber wir gucken das immer. Wenn die BBC überträgt auf X Kanälen gleichzeitig, inzwischen nicht mehr so viel wie früher. Aber dieses Glastonbury Festival hat wahnsinnig viele Künstlerinnen und Künstler hervorgebracht. Da haben auch schon Kalexiko gespielt, die wir
gesehen haben. Also Nick Cave ist wirklich einer meiner absoluten Lieblings. Hat der Typ auf der Bühne auch so. Seine Präsenz ist auch immer sehr einfach. Und die Band ist toll. Wir kommen in den Endspurt. Du hast ja gerade, wir haben ja eben schon über 2035 gesprochen, Klimaneutralität, das große Ziel. Toi, toi, toi. Jetzt gehen wir nochmal ein klein bisschen zurück, aber trotzdem heißt es fast forward. Ich würde dich gerne entführen in das Jahr 2030. Ist ja so ein bisschen
schon erkennbar. So viele Jahre sind es nicht mehr. Ich fange den Satz an und du ergänzt ihn einfach spontan, was dir so einfällt. Sehr gerne. Okay. Die Region Hannover wird 2030? Mit großer Selbstverständlichkeit sehr viel mehr Erneuerbaren nutzen und PV-Anlagen haben, Windenergieanlagen haben und die Menschen werden sich Wärmepumpen eingebaut haben und werden sich fragen, warum sie das nicht schon immer wollten. Die Früchte deiner Arbeit so zu sehen.
Kann man so sagen. Wer 2030 in Hannover an Klimaschutz denkt, der denkt zuerst an? Seine eigene Anlage. Selbstwirksamkeit. Ja, also gut daran wird. Unser allgemeines Klimabewusstsein, also jetzt auch in den nachfolgenden Generationen, unsere Kinder sind dann schon größer und so, unser allgemeines Klimabewusstsein wird 2030? Da bin ich jetzt nicht so eine große Optimistin, nicht so viel höher sein als jetzt. Menschen gewöhnen sich an alles und alles was...
Auch an Temperaturen, Überschwemmungen und diese ganzen... Das ist Klima vollgemaßnahmen, also selbst im Krieg trinken Menschen noch Kaffee. Das kann gar nicht doll genug kommen. Menschen gewöhnen sich an alles und sie haben auch ein Leben zu leben und das ist auch in Ordnung. Okay. Investitionen in den Klimaschutz werden 2030?
Genauso profitabel sein wie jetzt und noch zunehmend. Ja, würde ich auch denken. Also das Geschäftsmodell Klimaschutz eigentlich, es steht vor der Tür, würde ich sagen. Kaufen Sie sich nichts mehr mit Verbrennung? Ja, ja, ja. So und letztes, ich weiß ja, ob es die schwerste Frage ist. In 2030 werde ich Anja Flötenmaier-Woltmann? Immer noch mit wahnsinnig viel Energie im kommunalen Bereich, Transformation voranbringen.
Ich glaube, das braucht es auch. Also ohne Menschen wie dich wird es nicht gehen. Kommunikation ist der Schlüssel für unsere gemeinsame, Gott sei Dank auch gesunde und erfolgreiche Zukunft, also Stichwort Enkelfähigkeit. Den Planeten müssen wir auch ein bisschen was zurückgeben, denn wir haben ihn ja viele Jahre auch mit Marketing, sage ich mal, so ein bisschen geplündert. Also ich finde, das ist ganz wichtig, auch diese Erkenntnis zu haben, dass man jetzt handeln muss
und nicht nur darüber reden muss. Ich habe mich sehr gefreut, dass du da warst. Vielen, vielen Dank. Vielen Dank für die Einladung. Alles Gute für deine Arbeit. Toi, toi, toi. Auf all deinen Wegen. Klimaschutz geht uns alle an und wenn auch Sie Spaß an dieser Sendung gehabt haben, dann schalten Sie doch einfach das nächste Mal wieder ein, wenn es heißt "Venü Talk" aus dem Überweg. [Musik]
