#S2E11 | vinyltalk mit Thomas Schwarz - podcast episode cover

#S2E11 | vinyltalk mit Thomas Schwarz

Aug 12, 202447 minEp. 29
--:--
--:--
Download Metacast podcast app
Listen to this episode in Metacast mobile app
Don't just listen to podcasts. Learn from them with transcripts, summaries, and chapters for every episode. Skim, search, and bookmark insights. Learn more

Episode description

Kreislaufwirtschaft im Großen wie im Kleinen vinyltalk mit Thomas Schwarz Kreislaufwirtschaft im Großen wie im Kleinen

Am Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) kommen rund 1,2 Millionen Bürger*innen im täglichen Leben nicht vorbei. aha-Geschäftsführer ist seit 2016 Thomas Schwarz. Damit ist er verantwortlich für Abfall- und Wertstoffsammlung in der Region, für die Straßenreinigung und den Winterdienst in der Landeshauptstadt, für den Betrieb von Deponien und Wertstoffhöfen. Im neuen vinyltalk spricht er mit Gastgeber Uwe Berger über Kreislaufwirtschaft und wie wir im Großen, aber auch im Kleinen zu einer nachhaltigeren Umwelt beitragen können. Dazu erfahren wir, warum Schimanski mit der Musik von Klaus Lage oder Tschaikowski ihn geprägt haben. Ein Talk, der die Chancen im Thema Abfallwirtschaft auslotet und aufzeigt, was noch alles passieren muss, damit wir zukunftsfähiger werden.

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Vinyl Talk. Wir sind wie immer im Überweg über den Dächern der Landeshauptstadt Hannover und ich habe heute einen ganz besonderen Gast, an dem man im echten Leben nicht vorbeikommt. Denn er ist verantwortlich dafür, dass in der Stadt und in der Region, mit fast immerhin 1,2 Millionen Menschen, alle Tonnen gelehrt werden.

Das nennt sich dann Abfall- und Wertstoffsammlung, die gelben Säcke eingesammelt werden, das dann in den Hannoverischen Straßen sauberkeit herrscht und im Winter auch noch Sicherheit auf den Straßen herrscht, dass die Deponien zukunftsicher sind, dass die Abfälle richtig behandelt werden. Und er kümmert sich sogar darum, dass unsere kommenden Generationen einen guten Umgang mit der Umwelt erlernen. Das nennt sich dann Umweltbildung. Ich freue mich sehr, dass er da ist.

Er ist Chef von 2000 Mitarbeitenden aus über 40 Nationen, muss man heute auch sagen. Und damit ist er unter den Top-Tennen der Entsorgungsunternehmen in Deutschland. Herzlich willkommen, Thomas Schwarz, Geschäftsführer des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Region Hannover, kurz AHA genannt. Schön, dass Sie da sind. Hallo Herr Schwarz. Danke für die Einladung, Berger. Freue mich. Ja, sehr schön, dass Sie da sind.

Ich will mal eine kurze, vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Einstiegsfrage. Wenn man die Fernseher anschaltet, wenn man das Radio hört, wenn man die Medien beobachtet, in den letzten Monaten geht es immer um Versorgung. Versorgung, Versorgung, Energieversorgung, wie versorgen wir uns. Keiner redet so richtig über Entsorgung. Und Sie machen das jetzt schon acht Jahre lang. Entsorgung. Ärgert Sie das eigentlich so ein bisschen, dass keiner über Entsorgung in den Medien so groß redet?

Ne, man muss realistisch sehen. Wir machen unseren Job. Aber es gibt viele Dinge in der Gesellschaft, die viel, viel wichtiger sind. Es gibt viele Dinge im persönlichen Leben, die wichtiger sind.

Und letztlich ist Entsorgung schon für uns ein kleiner Fluch, weil es geht nicht darum, dass wir diesen Service Entsorgung alleine liefern, sondern es geht darum mit den Materialien, die wir sammeln, die wir versuchen, bestmöglich dann zu verwerten, gemeinsam ein Ziel zu erreichen, nämlich ressourcenlernen Kreislauf zurückzubekommen.

Und da ist die Verantwortung für die nächste Generation, dass Dinge nicht nur vernichtet und beiseite geräumt werden, sondern dass aus ihnen wieder Neues entsteht, Neues auch zur Verfügung steht an Ressourcen. Also da muss man den Entsorgungsbegriff, ehrlich gesagt, langsam aber sicher auch rausnehmen. Und Kreislaufwirtschaft, da reden wir auch gleich nochmal drüber. Aber heute sind wir ja im Vinyl Talk und auch Sie haben vier Platten mitgebracht.

Und Sie sind auch Ihre eigenen, das finde ich ganz toll. Welche erste Platte würden Sie uns denn gerne mal zeigen und welche kleine Geschichte haben Sie vielleicht dazu auch mitgebracht? Ja, ich starte mal mit "The Fiddler on the Roof", besser bekannt als das Musical Anatevka. In den 70er Jahren, als ich mehr zum ersten Mal überhaupt Musik wahrgenommen habe, war da zunächst mal die Wirkung dieses Mulrodenski als Darstellers. Ival Rebrov, gänig, ja.

Also mächtige alte Männer, die reindruckt sind heute, wir haben da sicher ein bisschen kritisch, aber es geht ja im Prinzip darum, um eine kleine Gemeinschaft, die ums Überleben kämpft. Das hat ja historische Hintergründe heute aktueller als zuvor. Es geht um einen Mikrocosmos und "The Fiddler on the Roof", der also beschreibt, wie wechselhaft das Leben ist, das begleitet uns ja alle.

Wenn wir nicht normal irgendwie total sicher unterwegs sind, erleben wir immer Krisen, Veränderungen und das ist eigentlich das Salz in der Suppe. Ja, das stimmt. Das durchschlägt die Routine sozusagen. Man nennt es ja auch Agilität heutzutage, also Resilienz, es gibt ja viele tolle Begriffe, aber es ist eine schöne Geschichte, um so ein bisschen reinzukommen und uns jetzt auch nochmal mit dem Markt, in dem Sie eigentlich arbeiten zu beschäftigen. Ich habe mal ein bisschen recherchiert.

Korrigieren Sie mich, wenn ich falsche Daten habe, denn ich weiß, Sie sind ein großer Fan von Statistiken und Sie wissen es immer ziemlich genau. 500 Kilogramm Müll pro Jahr erzeugt ein durchschnittlicher Europäer. Das bedeutet ungefähr mehr als ein Kilogramm am Tag. Das ist schon eine ordentliche Nummer. Da spielen jetzt natürlich Gewerbliche und private Abfälle so miteinander rein und das ist auch ein Riesenmarkt, den kann man auch in Euro ausdrücken.

Allein in Deutschland setzen Entsorger, da ist das Wort wieder, rund 40 Milliarden Euro. 40 Milliarden ist also auch ein Riesenmarkt. Man denkt ja immer so, das ist so Hauptsache aus den Augen aus dem Sinn. Die größten sind weltweite Konzerne, also von diesen 40 Milliarden. Es gibt einen größten Entsorgungsunternehmen der Welt, die machen 26 Milliarden-Umsatz. Auch in Deutschland gibt es Kollegen, die haben 8,2 Milliarden, die sind auf Platz 5.

Und jetzt ist ja nicht ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Also sie sind ja gegründet, so zu sagen, als juristische, öffentliche Rechtsist, so zu sagen ein Hoheitsakt, den die Region Hannover und die Landeshauptstadt gemacht haben, war glaube ich ziemlich genau in 2003, also das Jubiläum ist sozusagen gerade durch.

Und jetzt ist es ja so, wenn man jetzt sieht, irgendwie ist das ein Milliardenmarkt und im gleichen Moment sind sie ja verpflichtet, so zu sagen, aus der politischen Hoheit heraus. Wie kann so ein Markt eigentlich richtig funktionieren? Sind das nicht zwei Systeme, die da miteinander in Konkurrenz stehen? Ist das überhaupt richtig? Wie ordnen Sie das eigentlich ein, Ihre Position in so einem Markt? Also Sie haben die Zahlen mittlerweile noch etwas größer im internationalen Bereich.

Also wie Jolia liegt jetzt schon über 30 Milliarden durch Fusionierung mit der Suez, der zweiten großen französischen Tochter. Raymond ist über 11 Milliarden Euro Umsatz gewachsen. Wir haben jetzt aktuell den Statusbericht zur deutschen Kreislaufwirtschaft 2024 herausbekommen, drei, vier Wochen alt, daher sind die Zahlen noch taufrisch. Und wir bewegen uns in einer Branche, das muss man klar sagen, so groß mit der Energiewirtschaft in Deutschland.

Allerdings viel dynamischer, weil hier mehr passiert, weil wir natürlich noch viele Aufgaben lösen müssen, im Recycling, in der Energieeffizienz im Umgang mit den Stoffen. Und ich nehme das Beispiel CO2-Bepreisung in der Müllverbrennung. Dadurch natürlich auch Fragestellungen, scheiden wir CO2 ab, machen wir daraus was, fragen die bisher unter dem Vorzahlen billige Energie eigentlich total untergegangen sind. So jetzt kommt unsere Rolle nochmal ins Spiel.

Wir sind ja im Prinzip als öffentliches Unternehmen auf Subsidiarität spezialisiert. Sprich, wir müssen das machen, was die anderen nicht anfassen können, weil es manchmal auch hart wird und wirtschaftlich nicht so lukrativ ist. Da steht mir die Schutzfunktion, dass also Entsorgung nicht hinterm Haus stattfindet oder auf dem Bluderplatz die Dinge abgefackelt werden. So auch diese berühmte Daseinsvorsorge, die sich dafür verursachen.

Wir kommen ja aus einer Zeit, in der sehr viel abgelagert wurde und man muss feststellen, naja, fürs Grundwasser alles andere als gut. Und vor allem diese ungeordneten Deponien oder selbstige ordneten Deponien müssen gegen Methan kämpfen. Methan ist ein Klimakiller.

Wenn sie das nicht fassen, wenn sie das nicht unschädlich machen oder eine energetische Schiene lenken, dann wird es schwierig und wir haben in Europa viele Länder, ich möchte da jetzt nicht im Finger zeigen, aber zwischen 40 und 80 Prozent unvorbehandelte Deponierung ist nach wie vor der Standard. Und was da in Methan ausgaßt, dagegen kann der Straßenverkehr nicht an. Da redet aber keiner drüber, oder? Das ist ein unangenehmes Thema. Ja, es ist ein unangenehmes Thema.

Man merkt eigentlich auch relativ schnell, wo die Verantwortlichkeiten sind, also die Kommunen, die ihre Deponien sozusagen so ungeschützt mittern. Also nicht in Deutschland. Nicht in Deutschland, ja. Das ist ein europäisches Thema und wir dürfen nicht ausblenden, auch wir haben 50 Jahre gebraucht, um die heutige Situation zu erreichen. Also vor 50 Jahren hatten wir noch 60.000 Bürgermeisterdeponien.

Ich kann mich noch als kleine Junge erinnern, ich bin mit meinem Vater unterwegs gewesen zu dem Platz, in dem unsere Gemeinde abgeladen wurde und da brand ein lustiges Feuerchen und alles möglichen Zeug stand rum, wo er interessiert geguckt hat, na was ist es denn vom Autofrag, zu Spermeln und so und so und diese Bürgermeisterdeponien, das sind unsere heutigen Altlasten. Das ist jetzt mit dem Monte-Müllo in Lahae überhaupt nicht zu vergleichen. Nein, das ist ja ordentlich.

Da herrschen geordnete Verhältnisse. Und andere Länder haben das noch vor sich und das ist auch eine Haufrage und es ist eine Frage und da kommen natürlich die zwei großen Gesellschaften mit ins Spiel. Es wird, wenn wir das schneller wollen, international natürlich nur in solchen Kooperationen gelängen, relativ zügig da nach vorne zu kommen. Und es ist ja nicht unsere Aufgabe jetzt zu sagen, wir retten jetzt, was weiß ich, was Malta oder Polen in Sachen Abfallbehandlung.

Im Klima sind wir alle wieder gleich. Unter diesem Ausweg müsste Europa da längst miteinander viel besser zusammenarbeiten, europäische Standards etc. Wir haben die Fachdiskussion. Wir haben eine Validierung bis 2027 soll CO2 aus der Müllverbrennung genauso in den Zertifikathandel gehen, wie es Industrieanlagen im Moment sind. Das CO2-Modikular unterscheidet sich nicht.

Und da gehört natürlich zur Wahrheit auch dazu, wenn man CO2 aus der Verbrennung letztlich bepreist, um bleibt in der BDD vor sich hingasende Deponie, die viel größere Dimensionen erreichen. Da muss es ganz ein Bild sein, um wirklich zu wirken. Für unser Zuschauer oder für den ganz normalen Menschen so, der in der Region lebt, ist das ja immer auch eine Thematik "Gebühren". Aha, ist gebühren finanziert.

Also sind ja indem sie gar nicht in diesen Marktmechanismen, dass sie investieren können, um Umsätze zu entwickeln, um daraus Gewinne und dann wieder Rehe zu investieren. Wie ist denn diese Idee der Gebührenfinanzierung in der Zukunft? Es gibt ja viele, die das vielleicht auch kritisch sehen. Das ist ja beim Fernsehen nicht anders. Also viele sagen ja jetzt gucken wir keine Fernsehen mehr, dann müssen wir auch keine Gebühren mehr bezahlen. Wie ist das für Sie?

Also ist das nicht ein stetiger Kampf, Gebühren auch zu rechtfertigen in der Argumentation? Weil wie soll es sonst funktionieren? Die Rechtfertigung gehört ja zum System. Ich sage jetzt mal ganz provokativ, da wo Wettbewerb herrscht, ist nicht immer Wettbewerb. Also ich kann mir eine andere Krankenkasse raussuchen, aber der Zahnersatz, den muss ich immer zuzahlen. Das gibt diese Standardlösungen.

Und wenn Sie mal vergleichen, wie viele Prozesse gegen die allgemeinen Geschäftsbedienungen gibt es in der Versorgung. Natürlich können Sie sich älgern, aber Sie machen praktisch nichts. Im Gebührenrecht ist die Kontrolle stärker. Das heißt, Sie mussten mich manchmal mit sehr formalistischen Ansichten der Verwaltungsrichte auseinandersetzen. Sie sahen, nee, das hat der Gesetzgeber viel strenger und enger gefasst, wie so eine Drucksache aussehen muss.

Und dann sind wir wieder bei dem Thema, auf der einen Seite wollen wir Endbürokratisierung, aber auf der anderen Seite wollen wir Gerechtigkeit. Und beides zusammen, wie kriegt man das in die Lämmer? Aber ich habe kein Problem damit, wenn ich kontrolliert werde, wenn Gebühren überprüft werden. Auch da gab es in der Vergangenheit ja auch viel Schmur.

Ich erinnere an die Versorger, die eine halbe Fußballmannschaft im Stab hatten, die mit ihrem Versorgungsauftrag eigentlich wenig zu tun hat, also die Eishockeymannschaft in NRW, ohne dass ich jetzt da auf Einzelne zeige. Oder merkt man ein bisschen, wenn man es übertreibt oder wenn man Dinge zu sehr dehnt, dann überschreitet man Rechtsgrenzen und dass das kontrolliert wird, ist völlig in Ordnung.

Wir leiden natürlich auf der anderen Seite bei aller Gerechtigkeit auch zum Beispiel im Vergaberecht, ja wir wollen Wettbewerb, aber Wettbewerb und Geschwindigkeit schließen sich aus in einem formalisierten Verfahren. Aber das nächste Dilemma sozusagen, also Sie sind in einer schwierigen Position. Und tatsächlich müssen Sie viele Stakeholder, also viele Anspruchsgruppen befriedigen.

Jetzt wollen wir aber nochmal in die nächste Platte reingucken, irgendwie um eine nächste kleine musikalische Episode zu eröffnen. Ja, mal gut. Was haben Sie mitgebracht? Ja, wird mir ein bisschen überraschend finden, aber in der DETA, neue Männer braucht das Land. 80er.

Ja, natürlich, das war die Zeit, als ich meine Frau kennengelernt habe und wir haben gemeinsam viele Platten von ihr gehört, aber das Statement, was sie da mit letztlich rausgegeben hat, ist ein Statement, was ich auch für mich auch bei der AHA annehme, indem ich nämlich sage, wir müssen uns neu erfinden. Es gibt viele wichtige männliche Togen zu Verlässigkeit, Einstehen, Verantwortung. Ja, Kraftvolle und so. Das hat zum Beispiel unsere Möller vor ausgezeichnet.

Jetzt kommen da plötzlich Frauen. Eine Kampagne, die wir halt mal gestartet haben, weil wir gesagt haben, Frauen gibt's jetzt in der Polizei, die gibt's in der Bundeswehr. Ein Kanzleramt. Ja, damals gab's eine Kanzlerin, finde ich klar. Also warum nicht Müllwerkerinnen?

Und es gab viele Vorurteile und ich kenne auch einige Betriebe, große Betriebe in Deutschland, wo die sehr schwierig ist, wo die Personalvertretung zum Beispiel vorbehalten hat und sagt, ah, Mensch, jetzt geht's, das funktioniert doch nicht. Dann habe ich eine Schontour, die Frau macht 80 Prozent der Kollege 120 Prozent. Das ist bei uns nicht der Fall, weil wir das so angefasst haben und weil wir, muss ich auch mal sagen, wirklich taffe Frauen gefunden haben.

Ja, da bin ich auch zu sicher. Wer sich dann als Müllwerkerin bewirbt und wir erfahren, wir sind reingeschnuppt, da weiß ja, worauf er sich einlässt. Da sind dann viele so nach dem Motto, ey, Mensch, vorher habe ich Pflege gemacht. Da ging immer mehr ins Kreuz. Die Zeit war schlechter und die Gage war schlechter. Also Müllwerkerin ist was. Also kann man einen kleinen Surf-Tipp auf Ihrer Internetseite, gibt's ein paar Stories, auch wo die Kolleginnen mal erzählen, wie es so ist.

Also tatsächlich ist der Arbeitgeber, springen wir nachher noch ein bisschen über, auch ein ganz spannendes Moment und ich glaube, da ist Diversität bei Ihnen schon lange da, wo sie hin soll. Sie haben damit angefangen, aber ich will nur sagen, es ist halt nicht so, dass es halt eine Männerwelt ist und das wollte Ihnen da ja gar nicht damals auch nicht sagen. Also unter diesem Aspekt ist das ein schöner Griff.

Also ich bin wirklich stolz darauf, dass unsere Kollegen sich da auch ein Stück weit auf den Weg gemacht haben und sich das getraut haben. Ja, das ist ein kollektives Thema. Und natürlich gibt es dann auch die Aussage, es ist gar nicht mal schlecht, dass der ein oder andere mal frisches T-Shirt anzieht, weil er den Anreiz hat. Und dann in der Kabine eben noch nicht so zuranzeln. Schöner Übergang zu dem Thema Menschen.

Sie haben so eine Trilogie herausgebrochen in den letzten Jahren, die heißt Klima, Menschen und Perspektiven. Das sind sozusagen so diese drei großen Dimensionen, in denen Abfallwirtschaften aber betrachtet werden kann. Bleiben wir mal bei dem Thema Menschen und das sind ja einerseits die Mitarbeiter*innen, haben wir eben gerade schon ein bisschen dabei gesprochen, aber sie sind natürlich auch angewiesen auf eine starke Vernetzung mit ganz vielen Partner*innen.

Das liegt so ein bisschen in der Region der Sache, also sozusagen in unserem Entsorgungsgebiet, aber natürlich auch in der Idee der Kreislaufwirtschaft. Wir haben es eben gerade schon darüber gesprochen. Kreislaufwirtschaft basiert sozusagen auf der Vernetzung. Erklären Sie uns so ein bisschen, warum dieses Konzept eigentlich alternativlos ist. Warum müssen wir es schaffen, uns besser zu vernetzen, um diese Abfallströme besser in den Kreis zu bringen?

Also wir haben am Anfang schon darüber gesprochen, 500 Kilo, ich breche es jetzt mal runter. Bei uns sind es rund 160 Kilo, die in der schwarzen Tonne landen, neben den anderen. Die Schwarzen Tonne ist die Ressmülltonne, das ist dann sozusagen so, da hat man jetzt auch keine Alternative mehr. Genau, die muss jeder nehmen. Die Babywindel ist so ein Klassiker irgendwie so, man muss ja schon so ein bisschen auch lernen, wohin sich alles trennt, aber da ist der Rest sozusagen.

In dieser Tonne muss man natürlich auch dazu sagen, sind noch 45 Kilo Organik und es gibt Zweimöltigkeit. Biomüll, würde man sagen? Biomüll, also ich sage jetzt mal das schimmelige Brötchen, abgelaufen Wurst, dann der gleiche mehr. Es gibt nur Zweimöltigkeiten, entweder ich verbrennend stumpf alles oder aber ich trenne dann nochmal auf, das machen wir in der mechanischen Sortierung. Das bedeutet, dass wir 20 Prozent mehr Heizwert in die Verbrennung geben.

Sofall Vorbehandlung oder das ist das, was neben der Depolifassierung ist. Das ist deutlich energiehaltiger, weil das nasse, das feuchte rausgesiebt wurde und das können wir vergehren. Und damit haben wir in Summe eine viel, viel höhere Energiefizienz und eine bessere Stoffausbeute. Und je mehr Menschen trennen, wenn sie uns Papier separat bereitstellen, wenn sie Wertstoffe trennen, also Verpackungen entsprechen müssen, desto mehr entsteht da draußen.

Es gibt zwar dieses Vorurteilen, wir packen sie in gelben Sack und packen sie in die Verbrennung. Da muss man einfach mal auch berücksichtigen, wir werden heute in Sachen Sortiertechnik nicht weltmarktführe. Sind wir das? Das ist ganz wichtig, mal zu sagen. Also das Deutschland-Weltmeister-Essen. Dann gehen Sie zum Beispiel mal Pfand abgeben. Da steht auf dem Automaten Tomra. Nahinfrarottechnik von Tomra ist singulär. Das ist wirklich meine Flasche da rein machen.

Genau, dann dreht sich das so ein. Dann geht es in eine lange Röhre rein und irgendwann kommt ein Arm raus und sagt, du bist Pat, du kommst zu mir. Ja, ja, genau. Den sehen wir aber nicht auf der anderen Seite beim Reinschmeißen. Also was dahinter passiert, habe ich mich schon oft gefragt, welche Technologie das... Da stehen mehr Kanäle. Wenn es zum Beispiel Pat ist, dann ist diese Flasche zu 80% wieder im Umlauf. Manchmal sogar als Mähweg. Also da funktioniert es.

Es gibt aber andere Dinge, da muss man ehrlicherweise dazu sagen, zu viel Farbe drin, zu klein. Also ich sage jetzt mal, das klassische Hustenbombon Papier, das können Sie in gelben Sack packen. Aber niemand kann ihn daraus mit vernünftigem Aufwand wie den Recycling produzieren. Und dann gibt es halt so die Kleinigkeiten, wenn ich vom Joghurtbecher den Alludeckl abziehe, wenn ich den Papmantel entferne, ja dann ist es natürlich ein energetisch besserer Prozess.

Man spart den Recycling beim Recycling, ein Trittlgängermaterial. Das ist weniger ein Reichweitenproblem. Okay. Nur 6% des Weltirduellverbrauchers geht in Kunststoff. Nicht nur Verpackungen, sondern auch letztlich Produkte, das Amaturenbrett oder der gleichen Wert. Also das können wir synthetisch herstellen. Nur die Herstellung ist energieintensiv. Die hängt an der Petrochemie.

Wenn also weniger Benzin genutzt wird, dann wird kein leichter Öl mehr billig abfallen, sondern muss man sich andere Wege wählen. Und das ganz Entscheidende, was im Kunststoff so gefährlich macht, das ist ein So-Umgang damit. Nämlich 45% der Verschmutzung der Meere passiert in Asien unter anderem, weil wir manchmal auch beim Export nicht genau hingucken und nicht so kontrollieren.

Und dann sind es die Kippen in Malaysia, die halt Zeugsabkriegen, die nicht so gesichert sind oder wo es ganz simpel abgebrannt wird. Und wenn wir jetzt nochmal so auf den Menschen in dieser Kreislaufwirtschaft, es beginnt ja alles sozusagen im Kopf. Also wir brauchen das Mindset der Kreislaufwirtschaft erstmal. Also technologisch haben Sie gerade gesagt, sind wir an vielen Stellen schon ganz gut. Also müssen Sie es im Kopf erst mal schaffen.

Was die Menschen nicht vorbereiten, kann die Maschine hinterher nicht retten. Ja, genau. Also nehmen Sie das Beispiel, das ist beim Computer ja nicht alles. Glas falsch eingeworfen, das kann man korrigieren, aber mit einem erheblichen Aufwand. Und das müsste eigentlich nicht sein. Und das sage ich dann immer, jeder kann was beitragen. Niemand muss perfekt sein. Aber schon mal so die ersten 20, 30 Prozent bringen im Gemeinden viel.

Und das sollte auch Menschen am Wutig zu sagen, das hat schon Sinn, wenn wir ein bisschen was machen. Niemand ist perfekt, machen wir uns nichts vor. Wer geht dann in die Richtung oder andersrum gesagt, wo steht Deutschland? Oder vielleicht sogar die Region im bundesdeutschen Vergleich? Und wer macht es wirklich schon besser? Müssen wir wieder in die nordischen, skandinavischen Staaten gucken, die uns ja in vielen Dingen so ein bisschen voraus sind.

Digitalisierung wird da oft gerne gesagt. Auch die Arbeitswelt scheint sich so im Norden so ein bisschen besser zu entwickeln. Wo stehen wir denn im Moment? Also es gibt in Europa 26 Verpackungsverordnungen. Das klingt nicht gut. Jeder macht das anders. Also den Nr. zum Beispiel in der Verpackungsteuer, den sieht man an den anderen Weg. Mal rausgeguckt. Österreich sagt, nee, wir machen nur Petflaschen und der Rest wird verbrannt. Weil uns das zu aufwendig ist.

Die Schweiz hat das mit Umweltpunkten nochmal hinterlegt. Das ist auch nicht EU, aber das ist alles Alternative auch ein bisschen konkurrierende Systeme. Weil ich meine, viele Wege führen nach Rom. Die Frage ist, wer ist am schnellsten in Rom? Also gibt es denn Länder, wo sie sagen würden, also wenn das so wäre wie in Ha, dann wäre das hier alles viel einfacher? Optimales keiner. Die Strukturen sind halt andere.

Also wer zum Beispiel in der ZDF Mediathekplan B mal nachguckt, die wird noch es plus zu nach. Die Wissenschaftsdokumentation ist immer sehr gut recherchiert. Da kommt nach Eskuls-Kunna in Schweden und da haben die eine Tonne und verschiedenfarbige Säcke werden dort eingeborefen. Wir haben dann mit Eskuls-Kunna telefoniert und das Witzige war, ich hatte einen Kollegen, der schwedisch konnte. Da kam raus, der Ingenieur, der es macht, der kommt aus Farenwald.

Ach so, das heißt, wir konnten zum Beispiel. Man sagt ihm, ja, die Kommune holt alles ab, dementsprechend können wir die Säcke hinterher sortieren. Also es gibt nicht einen für die gelben. Kommt auch nur einmal sozusagen. Kommt einmal und die Säcke können natürlich stabil sein und dann werden sie nach Farbe sortiert und auch später wieder recycelt. Also selbst Bio und der gleichen mehr sauber zu. Nur die Strukturen sind dann halt anders. Weil man die Verantwortung anders gesetzt hat.

Der Zug ist abgefahren. Also wie gesagt nochmal, wenn wir nicht begonnen hätten, Verpackungen zu recyceln, dann könnte Schweden nicht den Prozess hinterher fortsetzen. Die nutzen ja quasi das noch hau, was wir hier haben, was exportiert wird sinnvollerweise, um dann weiterzukommen. Aber man muss es einfach nochmal so sagen, Sie können diese Dinge in anderen Ländern oder anderen Kommunen beobachten, können sich inspirieren lassen.

Am Ende des Tages muss die Politik das erst mal entscheiden, weil da werden diese Grundsätze und die Verantwortung sozusagen ja eigentlich auch gepackt. Das heißt also, die politische Willensbildung ist sozusagen eigentlich Ihr Auftraggeber. Ja, aber ich bin natürlich auch verantwortlich. aufzubereiten. Jetzt sehen wir mal das Beispiel, die die Niederlande sind führend für Unterflurbehälter.

Ja, Unterflurbehälter muss man nochmal so sagen, man sieht eigentlich gar nichts, das ist ein riesengroßes Loch in der Erde und irgendwann kommt so ein Kranwagen und hebt da irgendwie fast gar nicht viel Tonnen raus und dann sind da die Flaschen 3-4 Tonnen, aber es wirkt halt deutlich entspannter. Also für den Nutzer heißt das praktisch gesehen, er kommt zu einem Einwörchmechanismus, der ist so groß wie eine Tonne, da ist in der Regel so eine

Klappe dran, da wirft er ein und danach verschwindet es. Fällt erst nur so 3-4 Meter in Boden runter? Ja, zwei, drei. Entsprechend nur in den Niederlanden bedeutet das praktisch gesehen, die Kommune kündigt an, hier entsteht ein Unterflurbehälter, dann haben sie zwei Wochen Zeit, dann war es das. Also sprich, das Verwaltungsverfahren lässt nicht so viel Beteiligungsrechte zu und damit

geht es schnell. Die Gegenseite ist, wenn sie so ein Ding direkt vor der Haustür haben, sind sie natürlich begeistert, insbesondere wenn es im Sommer dann vielleicht müffelt. Die Niederlande sind anders unterwegs, weil sie sehr viel stärker nachsortieren als wir.

Das heißt also, die haben den Standard-MBA und man kann jetzt nicht sagen, das läuft da ganz gut, weil weniger Tonnen draußen stehen, weil die Abvorlogistik billiger ist, aber die Kehrseite, der Medaille ist, es wird bei uns nicht so leicht funktionieren und es ist ein Rückschritt, was die Trennung angeht. Sie haben gerade den NBA gesagt, muss man noch mal auflegen, mechanisch-biologische Abfallbehandlung. Also da merkt man auch, wie viele Berufe sich eigentlich

dahinter verstecken, der Biologe oder der Mechatroniker. Also AHA ist auch ein wunderbarer Arbeitgeber mit ganz, ganz vielen Dingen, die man vielleicht manchmal gar nicht so erahnen, also von der Werkstatt bis hin zum Labor, was bei ihnen betrieben wird sicherlich. Ich würde sagen, wir legen nochmal eine nächste Platte auf und kommen zu einem anderen Thema und dem entsprechen glaube ich auch so ein bisschen zu einem anderen Musikstil, obwohl es gar nicht so weit

weg ist. Naja gut, also Klaus Lager ist natürlich jemand der... Also ich drehe den nochmal so um, da sieht man nochmal den Fingerabdruck von Herrn Lager. Ja, viele Sachen geschrieben, Monopolis, zum Beispiel, was sich auch so ein bisschen mit den Problemen, die entstehen, wenn Übernahmen anstehen oder geschäftet oder... Ja, ja, ja, das stimmt. Während meiner Studienzeit war es halt kurz, sich abends zusammenzusetzen. Es gab ja kein Streaming und nichts. Wir haben uns in der

Kommunikationszone mit dem Weißbehindersitz und haben Schimanske gekuckt. Das war ja so quasi der legale Anarchist im Polizei-Un... oder nicht in Uniform, aber mit Polizeidienstausweise in Ab und zu zurückgegeben hat, der sehr unkonventioneller unterwegs war. In Duisburg. Genau. In Duisburg wirklich in einer nicht ganz leichten Umgebung. Auf jeden Fall. Damals Urgebiet natürlich auch in Konversionsprozess. Das darf man nicht vergessen. Die Kohle ging aus sozusagen. Genau. Und das hat

eigentlich in sehr vielen Lehren auch in diesem Faust auf Faust. Großartig gewesen, viele im Radio gelaufen, glaube ich. Und Götzge Orge, unvergessen als Schauspieler, als Schiemann-Ziel. Das war ein richtig toller Charakter da. Ja, auf jeden Fall. Viele ernste Sachen gemacht. Denken Sie an den Todmacher, also die Story von Harman. Schwere Stimme. So was

müssen wir spielen können. Auf jeden Fall. Das ist eigentlich echt bewundert. Kommen wir mal zu einem Ziel, was glaube ich alle miteinander teilen, weil alle reden ja auch darüber und ich glaube, wir müssen auch noch viel mehr drüber reden. Klimaschutz. Jetzt kann man ja sagen Klimaschutz, ja, Mensch, das sind die Chinesen, die Amerikaner oder das sind die Autos oder so. Aber auch ah, hat ja ambitionierte Klimaziele. Und ich habe einen Satz von Ihnen gefunden, wir sind klimapositiv,

steht da. Jetzt mal so die Frage, sind Sie denn schon am Ziel oder was sind eigentlich im Moment so die großen Ziele, die Sie beitragen können zu diesem großen Thema Klimaschutz? Also, der Satz ist natürlich provokativ. Ja, er war so eine Überschrift in der Theologie zum Thema Klima. Genau. Und er dient ja einfach dazu zu sagen, Achtung Leute, wir müssen uns damit auseinandersetzen. Wenn wir über Stoffströme reden, dann reden wir natürlich auch über Ressourcen. In der Energiewin,

die haben alle über Strom gesprochen. Ja, alle reden über Strom. Und vor zwei Jahren haben wir plötzlich festgestellt, auch wir gar nicht mal so schlecht, wenn es auch mal ein bisschen warm würde im Winter. Und bei die 1 MgA-Verstiftung hat ein Charter aufgestellt. Die sagt im Prinzip 60 Prozent, das Preibhaus-Emissionsgaseffekt, das geht über Energie und Produktion und 40 Prozent über die Ströme. Also, wenn ich zum Beispiel nur Tetrapaks aussortiere, in den gelben Sackpack. Tetrapak ist

jetzt die Saftnonstüte, der Saftalum-Beschel. Das ist so ein Verbundenmaterial, muss man auch sagen, das ist gar nicht so gut. Eigentlich nicht für Kreislaufgesetze. Da war in einer Stelle hervorangegangen, nämlich für die Zementindustrie. Aluminium muss nicht aus Bauxit zugesetzt werden, sondern die Fode innen drin wird zugesetzt. Und natürlich ist Zement ein energieintensiver Baustoff, den man nach Möglichkeit auch vermeidet. Wir sprechen da vom Grauen CO2. Sie haben da neulich

mit der Architektin, die auch gesagt hat, lass uns das vermeiden, das ist ein Klimakiller. Genau dieses Problem mal sensibilisiert hat. Ich meine, es geht ja weiter. Pack ich den Beton dann irgendwie geschreddert weg oder kann ich ihn wirklich qualitativ einsetzen. Dann sieht es schon wieder anders aus. Aber Energieplans ist da natürlich sehr, sehr hoch. Da kann jeder nur mit so einer kleinen Maßnahme was machen. Und natürlich bewundere ich Leute, die zum Beispiel im Loseladen dafür sorgen,

dass wenig Verpackung anfällt. Aber das Entscheidende ist eigentlich, dass das, was wir einkaufen, auch von uns verzehrt wird. Also wir müssen nicht aufessen, sondern schlecht. Es wird schlecht, weil wir nicht darauf achten, meine Urmahn zum Beispiel, die war auswirtschaftlich. Da gab es keine Liste oder keine Sorge. Es gibt S-Degipto, ich sag nee, das geht jetzt an die Hühner oder es geht wirklich, weil wir es nicht schaffen dann in die Mülltonne. Aber eigentlich sollte das nicht sein.

Und wenn wir mal sehen, mit welchem religiösem Eifer wir über Ernährung diskutieren, ich sage mal ganz praktisch, wer Müll trennt, der kann sich auch einen Schnitzel leisten, wenn sie das mal in CO2 rechnen. Und es kommt ja eigentlich darauf an, dass wir in den Diskurs gehen, was ist denn eigentlich wichtig, wo können wir was bewegen oder wo ist es vielleicht so? Aber da ist ja der Aufklärung eine ganz wichtige Süsse, weil ich glaube viele können das nicht so einschätzen.

Also was das eigentlich bedeutet, denn wir achten vielleicht immer mehr beim Konsum, weil sie sagten gerade so lose Verpackungsläden, wo man so mit der Keeper dann die Cornflakes oder so. Ich glaube große Campanies machen sich auch schon viele Gedanken zum Thema, wie können wir den Verpackungsmüll... Nach dem Packung sind ja auch schon mal... Wie machen wir das so? Aber das dahinter sozusagen auch nochmal so richtig viel Potenzial schlummert, das vielen glaube ich gar nicht so

bekannt. Vielleicht nochmal zu dem Thema Klimapositiv. Das ist ein Schießen auf den Laufenden Keiler. Wenn wir momentan in die Müllverbrennung gehen, dann ersetzen wir natürlich noch fossile Heizungsanteile in die Fernwärme, wir ersetzen Steinkohlestrom, aber wenn es den nicht mehr gibt, dann gibt es keine Gutschrift mehr. Und wir wollen das ja nicht, wir wollen ja den Kohleausstieg und wir wollen ja auch vom Gas ein bisschen weniger und vom Öl schon... So die Gutschrift ist dann weg.

Die Gutschrift für Papierrecycling ist geringer geworden, weil es viel mehr Papierfabriken gibt, die Energiekonzept umgestellt haben. Früher war die Papierfabrik der Gasfresser schlechthin. Also es gibt eine in Hoja, ich nenne jetzt keine Namen, aber die hatte ich früher meiner Tätigkeit im Landkreis, bedeutet 2 Prozent des bundesdeutschen Gasbedarfes, das ist diese Papierfabrik, die Kartonnage und E-Gas herstellt. Und wenn die natürlich umstellen, dann ist die Gutschrift

aus Papier nicht mehr so hoch anzusetzen wie jetzt. Und da muss man sich irgendwann mal überlegen, wie steht das, was wir an Aufwand betreiben, indem wir immer reihumfahren in Relation zu dem, was es dann tatsächlich ersetzt. Idealtypische Weise träumen wir vom papierlosen Büro von der digitalen Welt. Die Wildlichkeit ist doch eine etwas andere. Aber es gibt ja sozusagen diesen guten Spruch, dass vermeiden immer besser ist als verwerten. Also das, was wir nicht erzeugen,

ist natürlich die bessere. Ist denn Vermeidung-Strategie, sind wir da nicht noch Anfänger? Also sind wir schon gut im vermeiden oder wir verpacken alles? Ja, wie soll ich sagen, manchmal machen wir ja ganz besonders viel aus der Verpackung. Man muss ja auch sagen, die Marketingindustrie lebt ja sogar von der Verpackung, im Sinne von immer noch mal einen drauf oder sowas. Also Stichwort vermeiden, wie gut sind wir im vermeiden? Also jetzt breche auch mal eine

Lanze für die Verpackung. Ich sage jetzt mal, das Auge ist mit, wenn Sie ein Geschenk so übergeben, wird das längst nicht so, wie wenn Sie es liebevoll verpacken und der Moment des Entdeckens da ist. Auch der ganze Kauf basiert manchmal auf der Verpackung. Aber ich gehe nochmal ein Stück zurück zu den Produkten selber. Produktdesign ist der Schlüssel dazu. Es gibt mittlerweile Smartphones wie zum Beispiel Fairphone. Dort können Sie Komponenten ersetzen. Und leider Gottes hat uns die

Chipkrise dort deutlich zurückgesetzt und belehrt. Also Klas, der Erntemaschinenhersteller, kauft bei Miele, Spülmaschinen, Waschmaschinen ein, baut die Chips aus, sehr mühsidig entlöten, wenn man mit anderen Techniken produziert, wäre das viel einfacher gewesen. Und diese Komponenten leben länger als das Hauptteil. So jetzt kommt das allerschlimmste dabei. Der Vladimach das nach und so kommt dazu billigen Drohnen. In dem Produktdesign steckt der Schlüssel, weil auch viele Stoffströme,

diese Hauptströme damit natürlich leichter sein können. Sie haben gerade noch was Spannendes gesagt, denn vermeiden bedeutet ja nicht unbedingt, dass man auf etwas verzichtet, sondern es gibt ja auch noch eine gute alte Weisheit. Man könnte es ja auch vielleicht reparieren. Also Stichwort, das Handy hat uns gerade gesagt, aber ich glaube es gibt ja ganz viele Dinge. Es gibt ein bisschen

so ein Trend, Repair Cafes, YouTube Videos, Influencer. Wie finden Sie das? Das ist doch eigentlich eine sehr, wie soll ich sagen, fast organisch gewachsene Idee, bevor ich jetzt mir wieder das nächste Teil kaufe, behalte ich das doch lieber. Und ehrlich gesagt, denn die guten alten Schaltplatten ja auch so ein bisschen. Warum muss ich das jetzt nochmal kaufen und nochmal kaufen? Ich habe es doch eigentlich. Wie könnte man denn die Menschen noch mehr zum reparieren und zum

vermeiden animieren? Also der erste Schritt ist ja eigentlich schon getan, die europäische Union hat ein Recht auf Reparierbarkeit eingefordert. Ganz aktuell sogar, glaube ich, auch nochmal. Das bedeutet natürlich, dass ich zum Beispiel Produkte nicht verklebe, sondern wieder verschrauben muss. Das ist in Produktionskosten ein bisschen höher, aber wer will es verkürzen? Die Schmutzwasserpumpe an der Waschmaschine gewachsen. Klassiker. Das war ein Aufwand. Unten aufgeschraubt, total zerlegt.

Dann erst bin ich an das Ding herangekommen. Wir haben diese Thematik schon bei Autoscheibenwerfern mitgehabt. Auch da gab es dann eine entsprechende Verordnung. Also der Gesetzgeber läuft, da wirklich oder die europäische Union läuft manchmal den Dingen hinterher, aber irgendwann ist sie am Ziel. Und natürlich macht es einen Unterschied, wenn Sie an die mechanische Welt denken. Eine Nähmaschine hat eine ganz andere Lebensperspektive, wenn sie keine Elektronik hat, wenn sie rein

mechanisch ist als elektronisch. Und mit elektronischen Bauteilen wird es schwierig. Das wird beim Elektroauto noch schwierig. Beim Lichtmaschinen oder an Keilriemen mal wechseln, das konnte man dann irgendwann oder konnte der Werkzeugmann in dem Elektroauto reparieren. Das wird sicherlich auch nicht einfach. Ohne Diagnosestecker kommen Sie gar nicht erst an die Ursachen. Die Digitalisierung. Das heißt natürlich umgekehrt auch, die Waschmaschinen heute haben

eine ganz andere Verbrauchsprofile und schon die Umwelt. Das gehört auch zu einer energieeffizienten Klassin. Sie haben gerade etwas auch so ein bisschen angedeutet in dieser Trilogie, ging es ja auch im Perspektiven. Das heißt also wohin geht die Reise. Es gibt sechs definierte Umweltziele. Die müssen sie eigentlich mehr oder minder nachvollziehen. Das hat auch was mit Finanzen zu tun, mit Taxonomie. Jetzt wollen wir es nicht zu schwierig machen. Und da ist der Übergang zur

Kreislaufwirtschaft eigentlich richtig Vorgabe. Es gibt noch andere Ziele, Reduzierung der Umweltverschmutzung, nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser und Meeresressourcen. Also es sind sehr große Themen, die sich dahinter verbürgen. Wie kann man aber diese sechs großen Ziele, wie kann man die eigentlich miteinander vereinbaren oder sagen sie sich, wir können eigentlich nur zwei richtig und die anderen müssen wir ein bisschen liegen lassen. Also muss

man also ein bisschen Klimaziele jonglieren oder wie macht man das? Ich fand es sehr spannend, da sehe ich auch vor einem Jahr ungefähr mindestens zu dem Thema ESG-Marschlau gemacht haben und dass sie dieses Thema auch in dem Marketingaspekt, ist gekommen um zu bleiben, betrachten. Aber dahinter steht ja ein wirklich ganz wichtiger Kern und Zielkonkurrenzen gibt es und in der Taxonomie gibt es etwas, das kennen wir aus der Apotheker aus dem Beipackzettel bei

den Risiken neben wirkenden Wirkungen. Kann ich alles haben. Ja und bei der Taxonomie gibt es halt die Betrachtung DSNH, das no signifikent haben, also löst keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aus. Und das ist glaube ich ganz wichtig, wenn wir über zukunftsfähige und nachhaltige Techniken sprechen, dass wir nicht das Problem eine Ecke weiter verlangen und dann feststellen, oh hätten wir aber dran gedacht. Das wäre dann sehr kurzfristig gedacht und überhaupt nicht

nachhaltig. Für uns an der Stelle, ja wir werden uns auch an manchen Stellen alternative Antriebe, Behandlungsverfahren, Energieeffizienz. Also ich nehme mal das Beispiel, wenn sie künftig CO2 in der Müllverbrennung abscheiden, dann können sie immer noch eine Wärmepumpe einbauen, um die Restwärme besser zu nutzen. Plötzlich haben sie 50 Prozent mehr Energieeffizienz als vorher. Also da wird Innovationen einschlüsselt sein. Also alle sind aufgerufen Innovationsmanagement besser

zu machen. Sie sind ein großer Technologie-Fan, auch das Thema Wasserstoff ist bei Ihnen ja auch schon da. Also es gibt einen zwei Fahrzeuge, ich glaube ein oder zwei Fahrzeuge fahren tatsächlich auch schon mit drei Wasserstoff. Können wir jetzt vielleicht gar nicht so tief einsteigen, denn unsere Zeit läuft auch so ein bisschen, weil es sind so viele wunderbare, den haben wir gesagt, eigentlich kommt man gar nicht dran vorbei. Ich würde nämlich unheimlich gerne noch über den

Arbeitgeber sprechen, aber vorher würde ich sagen, das Grand-Final für Ihre vierte Platte. Ja, genau. Also, "Rosische Romantik", Tchaikovsky. Ja, Tchaikovsky, ja, "Roser Romantikische Musik" generell, ob sie jetzt Holst nehmen, ja, war der Tchaikovsky oder andere. Er hätte Filmmusiken machen können, also das war ja. Und ob sie jetzt 18, 12 oder hier die Sinfonie Nummer 5 nehmen,

das war ein faszinierender Komponist, ich bin ja spät berufend in Sachen Musik. Also ich habe extrem drunde gelitten, dass ich eben nicht die Kleine von der großen Herz oder was auch immer. Ich konnte auch nur Platten auflegen, also da kann ich was als Schicksal. Aber die Verbindung, ich hatte ein Lehrer, der hat uns wirklich zu klassischen Konzerten mitgenommen und so hat dann zuerst mal der Anreiz näher. Ist mal was Besonderes, so ein Event oder so, und Kleinen.

Und damit habe ich langsam aus sich auch gefallen an dem Ganzen gefunden. Von daher ist das eine Welt, die einen auch immer wieder emotional mitnimmt und ja, auch ein Stück weit aufpeppelt. Ja, auf jeden Fall. Das sind ja auch... Flecht geht, Musik trägt ja unsere Stimme. Ja, hohe Emotionalität. Und muss man sagen, Tchaikovsky's große Werke waren 1880, 1888 so, also dann ist ja schon richtig lange her, aber wie zeitlos so eine Musik dann auch ist, wie die uns Menschen immer wieder erreicht.

Erreichen möchten Sie auch die Menschen als Arbeitgeber. 2000 Mitarbeitende gibt es im Moment. Ich habe schon gerade gesagt, aus über 40 Nationen, also ich würde sagen Vielfalt und Diversität ist bei Ihnen jeden Tag auf dem Betriebshof zu spüren. Ja, mit all den Spannungen, die dahinter stehen. Mit all den Spannungen, aber die gehören dann halt auch dazu. Aber Identität verbindet ja dann sozusagen auch. Ich glaube, es gibt eine hohe Identität mit "aha", also so im Sinne von den Job zu

machen. Sag mal, wir sind halt letzten Endes wie das kleine Gallische drauf. Wir haben uns ständig in den Flicken, aber wenn die Römer kommen, dann stehen wir auch auf das Bann. Dann wissen Sie, wo sie zusammenstehen. Sehr gut. Aber wenn man das jetzt so als junger Mensch hört, meine Tochter, die ist

bald mit dem Abi durch, irgendwie so. Man denkt ja immer so ein bisschen vermeintlich, ach, das sind ja eigentlich nur diese Berufe mit dem LKW, also mit dem Sammeltransporter-Fahrer, Müllerfuhrer und hinten die Tonger. Was gibt es denn für ein großes Spektrum? Erzählen Sie doch noch mal so ein bisschen, wo eigentlich Ihre Menschen oder Ihre Mitarbeiter eigentlich so tätig sind. Ja, überall Gewerke

hin. Das geht los bei der Starkstrom-Elektrierung, die unsere Spannungsnetz oft in Laie mit Betreut Frau Schatzschneider, die Sie auch bei unseren Filmen mit sehen. Gibt es so Berufsportre? Genau. Da wir großen Respekt, wenn ich sehe, was die für einen Fasenprüfer haben, das ist ja wie eine Lanze aus dem Mittelalter. Ich habe bei der Trafo-Wart einmal zugeguckt. Ja, da gilt es, sorgfältig zu sein, sonst war das die letzte Maßnahme. Und es gibt natürlich auch viele

Berufe, die auch für Einsteiger für Leute, die noch nicht so ihr Berufsleben gefunden haben. Also in der Werkstatt zum Beispiel kann man Mechatroniker werden oder Kfz-Mechaniker. Man kann sich ausbrechen lassen. Für Kreislauf und Wertstoff. Ja. Natürlich die Ausbildung ist theoretisch und am Ende des Tages die Praxis, das ist der Umgang mit Menschen. Also sie können chemisch genial sein, mit dem Menschen eine Chemie aufbauen können, da wird es schwierig. Und das macht eigentlich auch die

Würze aus. Sie haben bei der Müllabfuhr lange Zeit auch so eine ausgeprägte Virilität gehabt. Also diese Studien aus den 60er/70er, die auch diese Männerfreundschaft reflektieren, das würden sie heute nicht mehr finden. Weil da ist natürlich durch die Vereinzelung, also in der regelenden Fahrer, in Lader, die tauschen mal, vielleicht ist auch mal ein Springer mit dabei.

Das ist dann schon auch ein getakteter Job. Da braucht es Zuverlässigkeit. Da heißt es eben nicht, ich schlafe mal eine Stunde länger, nein, man muss im Prinzip auch bereitstellen, weil die Bevölkerung hat ja auch erwartet, dass wir nicht im Berufsverkehr mehr blockieren als sofort. Die Touren gehen morgens um halb sieben raus, aber die Winterdienstkollegen oder die Straßendienstkollegen sollen ja eigentlich rund um dafür Sorge tragen, dass sie uns verabschieden.

Also fröhlich geht natürlich auch nicht, sie können sich vorstellen, wir waren zum Sieben im Wohngebiet, das ist schon gängiger, da gibt es natürlich auch Lärmschutzverordnung und dergleichen mehr, die da Einschränkungen bieten, was uns im Sommer natürlich auch Schmerzen macht. Weil wenn es sehr, sehr heiß ist, dann wollen sie eher früh anfangen für die Mittagspause.

Also es ist ja auch schon draußen, das ist ein harter Job. Und wird aber, Sie hatten das vorhin als Gage genannt, vielleicht ganz niedlich, würde auch ganz gut bezahlt. Man muss nicht immer denken, dass man da nicht gut verdienen kann. Ja, also ich sage mal, wenn wir unsere Beschäftigten fragen, dann sagen die natürlich, hey, komm, also da muss noch mal fest drauf kommen. Aber so im Großen und Ganzen finde ich, muss man das würdigen, glaube ich.

Ja, also während des Geldes wegen kommt, der wird enttäuscht. Okay. Wer aber im Prinzip sagt, ich mache eine gute Sache, ich habe ein gutes Team. Ich habe auch eine Perspektive, das als Lebensarbeit abzuschließen, der, denke ich mal, findet sein. Gut, auch Frauen, müssen wir noch mal sagen. Also bewerben Sie sich, bewerbt euch bei "Aha, tolle Arbeitgeber". Ja, wir müssen noch mal ein bisschen nachrüsten, wir müssen ein bisschen umbauen, damit auch umkleiden. Da sind wir dran.

Aber das ist immer was zu tun. Also wir haben zwei Engpassfaktoren. Ich habe mich und begrenzt Frauen jetzt mit einstellen, weil so viele Stellen habe ich gar nicht. Das muss ja im Prinzip immer durchwechseln. Das zweite ist natürlich die Logistik, die Infrastruktur, die muss auch bereit stehen. Das klappt. Aber das werden wir als erstes lösen. Wollte ich gerade sagen, ich glaube, Sie sind da gut dabei.

Jetzt würde ich Sie gerne nochmal ganz schnell zum Schluss in die Zukunft entführen, in das Jahr 2030. Der Jahr 2030 ist ja relativ schnell da, aber ein paar Jahre haben wir noch. Es geht so ein bisschen darum, ich sage einen Satz und Sie vollenden ihn ganz spontan. Mal gucken, was Ihnen einfällt. Die Region Hannover wird 2030. In Sachen Kreislaufwirtschaft die fortschrittlichste Region in Deutschland sein. Daumen hoch.

Wer 2030 in Hannover an Kreislaufwirtschaft denkt, der denkt zuerst an. Was denn sonst? Das ist zumindest der Wunsch. Unser Müllaufkommen pro Kopf wird 2030? Hoffentlich 10% niediger sein als heute im Bereich 120-130 kg pro Person. Ich dachte, die sind noch zuversichtlich. Aber lass mal mal so stehen. Das ist ein ganz langfristiger Prozess. Alles, was mit Menschen und Veränderungen zu tun hat, braucht seine Zeit. Das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum wird 2030?

Geschärft sein und viel mehr Informationen einbeziehen, als wir heute vielleicht sogar ist kennen. Eine persönliche? In 2030 werde ich Thomas Schwarz. Viele gute Bücher lesen und mit Interesse auf den politischen Prozess und die Veränderungen auf die Menschen. Wünsche ich Ihnen alles Gute zu? Ist da auch noch ein bisschen hin? Ein paar Sachen sind noch zu tun. Alles Gute für Ihre Arbeit. Schön, dass Sie heute dabei waren.

Ich habe ein bisschen das Verständnis für dieses Thema Entsorgung, Abfallwirtschaft kennenlernen können. Wenn auch Sie Spaß daran hatten, dann schalten Sie doch einfach das nächste Mal ein, wenn es wieder heißt, "Venültalk im Überwegs". [Musik] [Musik] Danke für unsere Additionalt، und bis zum nächsten Mal.

Transcript source: Provided by creator in RSS feed: download file
For the best experience, listen in Metacast app for iOS or Android