TRO041 Plagen in Allmacht - podcast episode cover

TRO041 Plagen in Allmacht

Jan 24, 20201 hr 57 minEp. 41
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Summary

Stefan und Marc analysieren die Verhandlungen zwischen Mose, Aaron und dem Pharao, die zum Einsatz der Zehn Plagen führen. Sie beleuchten die anfängliche Täuschung, Pharaos Sturheit und die eskalierenden magischen Duelle, die letztlich Gottes überlegene Macht demonstrieren. Diskutiert werden auch die theologische Frage der Theodizee im Zusammenhang mit Pharaos verhärtetem Herzen sowie die Funktion der Exodus-Erzählung als Stärkung der israelitischen Identität während des babylonischen Exils. Zudem wird die mögliche symbolische Bedeutung der Zahl Zehn als Triumph über babylonische Götter erörtert.

Episode description

"Let my people go.", sagt Mose laut Lied zum Pharao. Aber der hört ja nicht und nun wird's kompliziert. Magierduelle, Plagen, Zeichen und die Frage, wie viele es denn nun eigentlich sind. Aber hört selbst.

Transcript

Begrüßung

Herzlich willkommen zu Troja Alert, dem Erzähl Podcast um Sagen und Mythen. Ich bin Stefan und mein Gesprächspartner ist mal wieder der Marc. Hallo, Marc. Hallo, Stefan. So, wir sind ja mit Mose am Tun und haben ja beim letzten Mal.

seine Origin-Story erzählt und haben die ja geendet, wir waren uns nicht so ganz einig, aber haben die so geendet mit einer wilden Diskussion darüber, ob Mose wohl einen Wie soll ich sagen, so der erste Konvertit des gerade erst entstehenden Judentums war und sozusagen eigentlich eher ein Ägypter war, der sich eingemeindet hat oder wie das alles so ist.

Und haben dann ja auch am Ende relativ viel über diese ganze, wie soll ich sagen, weltliche und geistige Herrschaftsrolle und Führerrolle und so weiter gesprochen, unterm Strich.

endet das Ganze ja damit, dass Mose vom Volk Israel oder von den Israeliten sozusagen als so eine Art Priester, Hohepriester, wie auch immer, anerkannt wird, auch wenn er nicht derjenige ist, der das Predigen übernimmt, schon alleine, weil er offenbar da ein Sprachproblem hat, sondern das übernimmt sein in Anführungsstrichen Bruder, in Anführungsstrichen Ende, Aaron. der ist sozusagen eher der Prediger und Mose wird eher so der wie soll man sagen, so der Zeremonienmeister.

Und auf der Note haben wir geendet. Da waren noch ein paar offene Fragen, die wir uns so als Hausaufgaben aufgeschrieben haben beim nächsten Mal, äh, beim letzten Mal. Nämlich zum einen, dass wir uns diese Frage, wie das denn nun mit dieser mit dieser Silbergabe der Ägypterinnen und ob das jetzt nur eine Plünderung ist oder nicht und wie überhaupt dieser ganze Auszug hinten raus zu werten ist, das wollten wir uns sehr genau angucken und auch die Rolle, die diese ganze Erstgeborenengeschichte ähm

Und Beschneidung und so weiter in der ganzen Sache spielt. Das haben wir nicht vergessen, wir nehmen es heute aber trotzdem nicht hoch, weil ich vergessen habe, dass da noch. dass da noch die berühmten Plagen dazwischen sind, bevor das alles passiert. Und du hattest mich noch daran erinnert, dass wir uns noch mit dem Gottesnamen einmal auseinandersetzen wollten.

Das haben wir beim letzten Mal nur kurz angerissen und wollten dann eigentlich noch drüber reden und sind dann aber irgendwie vom Hundertsten ins Tausendste gekommen und haben das nicht gemacht. Ich würde das jetzt. Auch lieber verschieben aufs nächste Mal, weil uns der Gottesname jetzt in dieser ganzen Plagengeschichte relativ wenig bringt. Das heißt, da würden wir einfach ein ganz separates Fass aufmachen. Und ich glaube, dass

In der Folge wird diese Frage von mit was für einem Gott haben wir es jetzt hier zu tun, nochmal wichtig. Und dann können wir Da uns auch den Gottesnamen nochmal vornehmen. Dann lassen wir, also wir lange Rede, kurzer Sinn, wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht, gibt es beim nächsten Mal. Und wir schieben keinen Hund vor, der sie gefressen hat. Mangels Hund. Und genau, wir kümmern uns dann in den nächsten Episoden darum. Genau.

Da fällt mir einer, kennst du die Nicht-Lustig-Comics, sagt ihr das was? Genau. Da gibt's eine einer meiner Lieblinge davon, ist eine Klasse voller Hunde. And uh Ein Schülerhund sitzt da und meldet sich und versucht sozusagen die Aufmerksamkeit der Hundelehrerin zu erringen und sagt dann, ich konnte die Hausaufgaben nicht fressen, weil das Kind sie nicht gemacht hat. Und die Lehrerin sagt, Ausreden, alles Ausreden.

So, sovi zu dem Thema. Gut, jetzt haben wir auch erfolgreich von unseren Ausreden abgelenkt. Wir beginnen also mit dem, was hier passiert. Mose ist ja also anerkannt worden als jetzt gewissermaßen frischer, wie soll ich sagen, geistiger Führer, neuer Prophet, das äh, der Israeliten und Aaron, sein Bruder, Ist sozusagen sein Sprachrohr bzw. der Prediger an seiner Seite. Und dementsprechend werden die beiden jetzt auch gewissermaßen zu Verhandlungsführern erklärt, die jetzt also.

mit dem Pharao Austrittsverhandlungen führen sollen oder oder Let my people go, ja? Also wie der, wie sie das Land verlassen dürfen. Ich habe den ganzen Tag hin und her überlegt, ob man irgendeinen schlechten Brexit-Witz machen kann. Weißt du, ob man irgendein Ob man irgendein Exit-Wort mit Israeliten machen kann, aber irgendwie ist es mir. Das Schlimme ist, wenn du das versuchst, dann musst du leider Boris Johnson die Rolle des Mose geben und das will man nicht. Also das ist

Weil er führt sie ja aus seiner Perspektive aus der Rolle, also aus dem, aus dem Reich des der bösen Europäischen Union. Das das nimmt kein gutes Ende, dieser Vergleich, fürchte ich. Genau, vielleicht hatte Mose auch eine bescheuerte Frisur, man weiß es ja nicht. Ja, also auf jeden Fall. Du musst dir mal sagen, er soll sich an den Temps stellen, einen Stock hochhalten und gucken, ob sich das mehr erteilt. Ja, du, wer weiß, vielleicht. Oh Gott.

Vielleicht hat der hat der mit dem Ärmelkanal Dinge vor. Egal. Also auf jeden Fall, wie gesagt, ich habe den ganzen Tag überlegt, ob mir irgendein Brexit-artiges Wort für den Auszug des Volkes Israel einfällt, aber es ist nicht passiert. Egal. Also auf jeden Fall bewerben sich also.

Beginn Erzählung

Boris, Mose und Aaron, die bewerben sich also um Austrittsverhandlungen mit dem ägyptischen Pharao. Ganz spannend finde ich, dass sie nicht. Sie sagen ihm nicht die Wahrheit.

Kann man sagen. Sie gehen nicht zum Pharao hin und sagen: So, lieber Pharao, Wir würden gerne nicht weiterhin eure Sklaven sein und wir würden das Land gerne verlassen, Jetzt, wo die Hungersnot in, äh, in Kanaan, was wir so als unser Heimatland ansehen, vorbei ist, jetzt möchten wir eigentlich gerne wieder nach Hause und haben gar keine Lust mehr, eure Sklaven zu sein, das tun sie nicht.

Kann man auch so ein Stück weit verstehen, ist vielleicht jetzt nicht, wäre nicht die schlauste Verhandlungsstrategie gewesen. Aber tatsächlich, also sie kommen mit einer. Mit einer Lüge ist ein großes Wort, weil ich glaube, sie wollen das, was sie da sagen, tatsächlich tun, aber sie sagen nicht die ganze Wahrheit. Also sie sagen folgendes: Sie stellen so eine Art kurzfristigen Ausreiseantrag, so DDR-Style.

Ja, ähm, und sagen, wir würden gerne einmal kurz das Land verlassen und so drei Tagesreisen weit in die Wüste rein ähmreiten. um da dann ein großes religiöses Fest zu feiern. So mit Schlachtopfern und allem drum und dran, so eine Art, so eine Art religiöses Wüstenfestival, ja, so. So Burning Man, nur in dem Fall Burning Cow, ne? Also so in irgendwo in der Wüste so ein großes Festival feiern mit Schlachtopfern und allem drum und dran. Und ich glaube, das ist ein bisschen.

Das ist jetzt per se so nicht gelogen. Also, ich glaube, dass. Würden sie durchaus tun, wenn sie da tatsächlich in der Wüste ankommen, dann einmal so aus Dank irgendwie Schlachtopfer abbringen. Aber was sie ja verschweigen, ist, dass sie dann nicht vorhaben, wieder zurückzukommen. Ne? So. Und der Pharao durchblickt das aber direkt, ja. Also der sagt erstmal, äh, Also erstmal sagt er, ja.

Aha, also zumal sie jetzt nicht irgendwie kommen und sagen, Entschuldigung, dürften wir vielleicht ein religiöses Fest feiern, sondern sie kommen da an und sagen, Gott hat zu uns gesagt, wir sollen das gefälligst tun. Das hat uns unser Gott aufgetragen, und der Pharao sagt: Pfft, ja, und? Euer Gott schert mich einen Scheiß. Das ist mir ziemlich egal.

Und dann sagen Mose und Aaron, ja, aber bitte, bitte, bitte, weil sonst überzieht er uns wohl mit irgendeiner Strafe, also als Beispiele bringen sie so die Pest oder das Schwert, das über sie kommen könnte, so ähm, Und da verliert der Fahrer auch so ein bisschen die Kontenance und sagt, das ist doch alles nur ein riesen V-Run für V-Lanzerei. Ihr behauptet, ihr wollt irgendwie so ein religiöses Fest feiern, aber in Wirklichkeit.

habt ihr einfach keinen Bock zu arbeiten. Also raus hier und wieder ran an die Arbeit. Und tatsächlich geht diese ganze Nummer recht furchtbar nach hinten los. Der Pharao überlegt sich, Mensch, also wenn die auf solche Flausen kommen hier, dann haben die offenbar noch nicht genug zu tun. Wenn die Zeit haben, sich so eine Scheiße auszudenken. dann dann nehme ich die offenbar noch nicht genug ran. Also müssen die mal mehr arbeiten.

Und er verschärft massiv die Arbeitsbedingungen, die die Israeliten da als Sklavenfrondienst zu leisten haben. Und zwar funktioniert es so, dass die bisher vor allem wohl im Ziegelmachen eingesetzt waren und haben aber die notwendigen Materialien geliefert bekommen. Und jetzt müssen die Israeliten auch noch die

Lieferkette abdecken, also nicht nur die Ziegelherstellung, sondern müssen auch noch das Material selber transportieren. Und das ist natürlich logischerweise, wenn man eine gegebene Menge an Arbeitskräften hat, die jetzt sozusagen mehr. mehr Tätigkeiten durchführen müssen, dann geht der insgesamte Produktionsdurchsatz.

runter. Das heißt, unterm Strich würden die also weniger Ziegel produzieren, wenn sie auch noch mit dem Materialtransport beschäftigt sind. Aber genau das dürfen sie halt nicht, sondern die Produktionsziele bleiben identisch. Das heißt, unterm Strich, sehr viel mehr. Arbeit, sehr viel mehr Hetze, sehr viel mehr Druck, was bei Sklaven natürlich auch bedeutet mehr Peitsche. Dat zorgt dan ook voor dat...

Ähm, ich weiß gerade nicht mehr, muss ich gerade da mal nachgucken, welches Wort da steht. Das sind so eine Art Vorarbeiter der der Israeliten. Listenführer. Listenführer, genau. Also, das sind so eine Art Polierer, ja, so Vorarbeiter, die im Prinzip so Arbeitstrupps organisieren und eben ja eine Liste führen. die fangen dann irgendwann an sich ähm Sich zu beschweren und und werden dann auch selber ausgepeitscht an irgendeiner Stelle und dann.

Protestieren die sozusagen bei der Verwaltung, also beim Pharao letztlich, und der Pharao kennt aber keine Gnade, sondern wiederholt seinen Vorwurf nochmal, dass das doch alles hier ein Riesen da dass hier alle Faulpelze seien und so weiter und dabei verweist er nochmal auf dieses Gespräch mit Mose und Aaron, die da irgendwie kamen, und irgendwas von so einem religiösen Wüstenverwandt. Beatwoodstock in der Wüste da äh geredet haben. und dass das doch alles irgendwie ein Vorwand sei und ja.

Dass halt einfach mehr gearbeitet wird. Das führt dazu, dass sich das dann ziemlich schnell rumspricht und dann. kommen dann auch früher oder später entsprechende Protestäußerungen bei Mose und Aaron an, die dann unterm Strich sagen: naja, da habt ihr uns ja schön in die Scheiße geritten mit eurem, mit euren tollen Verhandlungen da. So, ihr habt uns versprochen, dass irgendwie alles besser wird, und das Gegenteil ist eingetreten. So, wir werden fieser geknechtet als jeweils zuvor.

Ja, und diese, wie soll ich sagen, diese Reklamation, ja, die gibt Mose an den Hersteller weiter. Ja, äh, und reklamiert dann also bei Yahweh, bei Gott und sagt: Ja, Mensch, da hast du mir mal einen Scheißrat gegeben, da irgendwie hinzugehen und mit dem Pharao in Verhandlungen einzutreten, seit ich das gemacht habe, geht's mit dem Volk Israel. konsequent bergab.

Und also er sagt das jetzt nicht wörtlich, also steht zumindest jetzt nicht so in der Bibel drin, aber unterm Strich, man, man liest so zwischen den Zeilen, sag mal, was bist denn du eigentlich für ein Gott? Schickst mich irgendwie los und sagst, hier soll mal irgendwie Verhandlungen führen und dann geht das alles so. voll in die in die Grütze. So und

Gott sagt im Wesentlichen zwei Dinge. Er sagt zum ersten so, also pass mal auf, erstmal zur Klarstellung, ich bin nicht irgendein Gott, sondern ich bin der, ja, also der Gott sozusagen. Da wollte ich dich nochmal fragen, wenn in der Einheitsübersetzung dieses fette, dieses fettgedruckte Großbuchstaben hersteht, gehe ich recht in der Annahme, dass das dann im Original sozusagen.

L ist, was dann da steht, oder? Adonai. Adonai steht dann da, okay. Das heißt, das stammt dann schon aus einer Zeit, als die den Namen schon nicht mehr ausgesprochen haben oder? Ah ne, das ist ja Clutch, sonst könnte es ja in demselben Buch nicht auch erwähnt werden. Ja, Entschuldigung. Haha, Moment, wobei ich mich jetzt hoffentlich nicht in den Nesseln setze. Also Adonai wird gesagt, wenn da JWH steht. Also Jahwe wird nicht ausgesprochen.

Sondern Adonai stattdessen. Ich meine aber, dass das in diesem Fall im iberischen Original auch so wäre, dass dann bei der Herr halt Das gleiche steht, aber ich müsste es nachgucken. Ich müsste es wirklich nachgucken. Okay. Weil es gibt zwei Möglichkeiten. Adonai und das andere ist mir entfallen. Müsste ich nachschauen. Ja. Okay, aber das ist dann sozusagen nicht mehr dasselbe Wort.

was dann im, im, im, in Genesis oder so, was da am Anfang steht, weil da steht dann ja Elo Elohim oder Elohim oder wie auch immer man das dann dann ausspricht, richtig? Das steht dann hier nicht mehr bei Herr. Vermutlich schon. Also vermutlich schon. Weil Eloim ist ja genau einfach nur, einfach nur Herr. Ja, also das müssten wir vielleicht dann irgendwie nochmal nochmal herauskristallisieren an der Stelle. Sorry, dass ich dich damit gerade so überfallen habe, aber Ja, alles gut.

Das müssen wir nochmal raussuchen bei Gelegenheit, weil das wird nämlich vielleicht ganz spannend. Aber auch nicht für jetzt, sondern eher für wenn wir uns dann den Gottesnamen nochmal vornehmen. Weil bei diesem Update hier, wo Gott jetzt sagt, so, also nochmal zur Klarstellung, ich bin nicht irgendwer, sondern ich bin

Der Herr, ja, ich bin Gott, ähm, dann sagt er nämlich nochmal, ich habe mich deinen Vorfahren aber nicht so vorgestellt. Da habe ich einen anderen Namen genannt und da habe ich mich El Shaddai genannt. So. Und, ähm, So, also das heißt, wir haben hier jetzt eine eine Verbindung mit mit einem

Einem Wort, was so sozusagen bisher jetzt in der schriftlichen Fassung der Geschichten nicht aufgetaucht ist. Also, was wir bisher von Abraham, Isaac und Jakob irgendwie so zu hören gekriegt haben, da war von El-Shaddai nie die Rede. Aber Gott selber sagt jetzt übrigens, das ist der Name, den ich denen genannt habe. Und das ist also schade.

Spannend, da zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu gucken, wo diese diese Bezeichnung El-Shaddai dann nochmal herkommt und was das sein mag. Aber für jetzt ist eigentlich nur wichtig, dass man irgendwie festhält, ähm, Er sagt also ich bin der Gott, der schon mit deinen ganzen Vorfahren gesprochen hat und mit denen habe ich einen Bund geschlossen.

Wir wissen, äh, als int also oder interessierte Troyer Alerthörer wissen, das war nicht nur ein Bund, das waren diverse Bünde, die da geschlossen wurden. Und an diese diversen Bünde hat er sich nun erinnert und sagt dementsprechend so Ich hol euch da raus. Yeah. Und ich zwinge ihn, euch gehen zu lassen, sondern ich, ich, und zwar nicht nur sorge ich dafür, dass der euch gehen lässt, sondern ich sorge sogar dafür, dass er euch aus dem Land verweist, dass der euch ausweist. gewissermaßen.

Und obendrein möchte ich euch als mein Volk erwählen, sozusagen, und das Land Kanan, in dem das habe ich ja deinen Vorfahren schon versprochen, und in dem haben die ja nur als Fremde gelebt, das soll euer Eigentum werden. Und Mose sagt, ja, also das das klingt gut, das ist ein Argument. So, also damit ist erstmal Moses Reklamation abgewandt und er versucht es nochmal. Mir ist aber an der Stelle jetzt vor allem eins wichtig, nämlich, dass wir hier einmal festhalten, dass.

Dass Gott hier sagt, ich sorge dafür, dass er euch nicht nur gehen lässt, sondern dass er euch sogar Dass er euch wegschickt, das finde ich, ist eins, was wir einmal einmal festhalten wollen, weil das widerspricht dann späteren Fassungen ganz doll. Das ist also wieder so eine so eine Mehrquellengeschichte, die wir hier haben. Gut, also auf jeden Fall, Mose ist überzeugt und sagt, gut, ich bin wieder an Bord, wir machen weiter. Das ist, äh.

Das ist okay. Und ähm, Mose geht also los und versucht sozusagen jetzt die Israeliten wieder davon zu überzeugen, wieder an Bord zu kommen und das ganze Projekt nicht. sein zu lassen und die sind aber eingeschüchtert, also die haben einfach Schiss vor noch mehr solchen Repressalien, also dass dass die Arbeitsbedingungen nochmal verschärft werden und so weiter und hören nicht auf ihn.

Und dann ruft Gott, äh, ruft Mose nochmal bei Gott an und sagt so, was meinen jetzt? Die hören gar nicht auf mich. Und Gott sagt, ja, dann. Red nicht mit denen, sondern red direkt mit dem Pharao. Und Moses bringt dann nochmal sozusagen an, dass er ja kein so ein guter Redner ist. Und Gott sei Dank, dann nimm den Aaron mit, dafür ist er ja schließlich da.

Und jetzt kommt was Spannendes, weil das jetzt eigentlich schon direkt demnächst widerspricht. Der Mose sagt dann: naja, gut, dann mache ich das. Also wenn das dann klappt, dann ist das ja eine gute Sache. Und Gott sagt, nee, das klappt überhaupt gar nicht. Ähm, im Gegenteil, ich sorge dafür, dass das Herz des Pharaos total hart wird und dass der garantiert nicht nachgeben wird.

Da muss Mose irgendwie blöd geguckt haben, weil Gott erklärt nämlich weiter und er sagt, das läuft jetzt nämlich folgendermaßen ab. Jetzt gibt es erstmal eine Runde Zeichen und Wunder. Und da hört der Pharao aber nicht auf mich. Und dann lege ich so richtig Hand an, die Ägypter. Und wenn die meine Hand erst zu spüren bekommen, dann kapieren die, dass ich der Herr bin und dann könnt ihr nach Hause. So läuft das ab. Ja, und das ist ja jetzt schon eine ähm.

Eine etwas andere Darstellung. Also davor ist es so ein, da ist der Pharao das Hindernis. Das sozusagen mit Gottes Macht überwunden werden muss. Und jetzt ist es so eine Darstellung: so Ich bin derjenige, der aus dem Pharao das Hindernis macht. So, und das ist so ein Vehikel, an dem auch die Ägypter kapieren werden, dass ich der große Zampano bin. Ja, also das ist eine andere Argumentationslinie hier.

Mose macht da aber kein Thema draus, weil unterm Strich kommt ja auch für ihn das Gleiche raus. Der Pharao hat ein hartes Herz und will sie nicht gehen lassen und Gott zwingt ihn früher oder später dazu. Also das heißt für für aus aus Moses Perspektive ändert sich ja letztlich nichts. Und dann läuft das Ganze so ab, dass jetzt insgesamt zehn Zeichen und Wunder sozusagen geschehen. Zehn Plagen könnte man auch sagen, wobei die die

Ist das so eine Zählgeschichte? Ich habe sieben Plagen im Kopf und wenn ich jetzt mal genau nachrechnen würde, sind, glaube ich, von den zehn hier auch nur. Also sind manche gar nichts. Ja. Jetzt kann man darüber, ob es Zeichen sind oder Plagen, können wir gleich noch vortrefflich reden. Sieben hast du oder neun hast du wahrscheinlich von Kramp-Karrenbauer übernommen.

Nee, die der höre ich ja nicht zu. Das ist gut und weise. Aber wie viel hat die noch gedacht, dass es gäbe? Ich meine, waren das neun oder waren es sieben? Und das sind also zehn zehn Zeichen. Man kann aber gucken, von wo aus man zählt. Also wenn du sie als Plagen zählst, Dann fängst du ohne den Schlangenstab an und beginnst quasi mit dem Blutwasser. Und wenn du sie als Zeichen zählst, dann kannst du anfangen bei dem Schlangenstab und hörst mit der Finsternis auf. Dann sind Szenen.

Genau, dann sind es zehn. Ja, wir bleiben einfach mal bei zehn Zeichen und lassen die ganzen Plagen mal zur Seite. Also auf jeden Fall geht jetzt im Prinzip so eine Art. Strategielos, ähm Also, ne, nachdem jetzt quasi der Pharao sich nicht als verhandlungsbereit gezeigt hat, ihn durch so Magische Machtdemonstration zur Verhandlungsbereitschaft zu bringen. Das ist sozusagen die Idee. Und interessant finde ich, dass jetzt zumindest am Anfang.

Diese Rollenaufteilung, die wir auch beim letzten Mal sozusagen rausgelesen haben aus der ganzen Geschichte. Mose eher so der Zeremonienmagier wird, also der, der, der, der den zeremoniellen Teil des Priestertums abbildet und Aaron eher so der Wortpriester wird, eher so der Prediger und Redenhalter. So, dass das hier jetzt nicht passiert, weil die ersten paar magischen

Kunststücke, die hier jetzt vorgeführt werden, die macht Aaron. Und das hat mich, also ich hatte das auch nicht so in Erinnerung, das habe ich jetzt beim Nachlesen echt nochmal überrascht, weil ich es genau andersrum abgespeichert habe. Ähm. Es passiert auch tatsächlich so, dass das dann irgendwann wechselt, also irgendwann übernimmt Mose, aber ähm Ganz am Anfang muss es die ganze Zeit Aaron. Also, naja, ich erzähle erstmal. Also, auf jeden Fall.

Um den Pharao zu überzeugen, wird jetzt erstmal dieser Schlangenstab-Trick durchgeführt, über den wir auch beim letzten Mal schon gesprochen hatten. Da hat Gott den ja Mose höchstpersönlich beigebracht. Also sprich, man wirft seinen Hirtenstab, den man so hat. Zu Boden und dann verwandelt der sich in eine Schlange. Und genau den, den hat Gott ja eigentlich extra Mose beigebracht, aber Mose wirkt ihn jetzt nicht, sondern Aaron wirkt ihn jetzt.

Entweder hat den Gott auch mal kurz zur Seite genommen oder oder Mose hat als als Multiplikator gedient. Weiß es nicht, wie das gelaufen ist. Auf jeden Fall ist der Fahrer erstmal beeindruckt und sagt: Oh ja, okay, cool, okay, Zaubertrick, nicht schlecht. und ruft dann seine eigenen Hofmagier und guckt, ob die den Trick auch drauf haben. Und prompt haben die den auch drauf. Also die schmeißen auch alle ihre Stäbe hin und auch da wird über eine Schlange draus.

Aber Aarons Schlange, also Aaron hat Aaron hat die längste Schlange, sozusagen. Also Aarons Schlange frisst jedenfalls die Schlange der anderen auf. Und daran sieht man dann also, wie gesagt, dass er da von all den All dem magier Schwanzvergleich, der hier gerade passiert, dass er da den Längsten hat. Und das beeindruckt den Pharao durchaus, aber dennoch ist er nicht verhandlungsbereit, sondern wie es so schön heißt, sein Herz bleibt heimlich.

Also es ist in meiner Einheitsübersetzung auch, wie du es gerade gesagt hast, mit Blutwasser überschrieben. unterm Strich kann man sich wohl vorstellen, sie sorgen dafür, dass der Nil umkippt. Also auf jeden Fall Aaron hält seinen Stab über das Wasser zu einem, also jetzt kann man sich alles so als mehrere Verhandlungsrunden vorstellen.

Und Aaron hält also seinen Stab über das Wasser und das Wasser des Nils verwandelt sich in Blut. Wird also so ganz dunkel und dickflüssig und so weiter und die Fische sterben alle. Und auch da ruft der Magier, äh, der Pharao wieder seine eigenen Magier und guckt, ob die das auch drauf haben. Und siehe da, die haben das auch drauf.

Da bin ich schon mal das erste Mal stützig geworden, so nach dem Motto, Moment mal, der Nähe ist doch die Lebensader Ägyptens und wenn die, wenn das mal irgendwie so Ja, wie soll ich sagen, wenn da die Wasserqualität durch magische Experimente ein wenig leidet, sodass die Fische sterben, dann ist das, glaube ich, für alle Beteiligten da ein Problem. Und da würde ich ja als Fahrer eher sagen, so ich ruf mal meine Magier, ob die den Trick hier rückgängig machen können.

Aber das, wenn dann das Wasser sich gerade wieder erholt hat, zu sagen, so, liebe Hofmagier, jetzt über wiederholt ihr den Effekt mal, um zu zeigen, dass ihr das auch drauf habt, das klingt jetzt schon nicht nach so einer ganz rücksichtsvollen Vorgehensweise, die der Fahrer oder hat. Aber darum geht es ja aber auch nicht, ne? Also es geht ja darum, wer wer wer kann es auch. Ja, ja, klar. Also sympathisch ist jetzt auch nicht eine Eigenschaft, die ich diesem Pharao ankleben würde, so als Label.

Aber dennoch ist es ein. Auf jeden Fall dauert es eine volle Woche, bis das Nilwasser wieder trinkbar wird. Und ich würde vermuten, das wäre schneller gegangen. wenn sie einfach nur Aaron's Trick da am Start gehabt hätten, beziehungsweise es wäre doch durchaus auch eine Machtdemonstration gewesen, zu sagen, wir machen den Trick rückgängig. Aber gut, weiß man nicht.

Ja, aber das können sie halt nicht, ne? Also, wenn sie es gekonnt hätten, hätten sie es vielleicht gemacht. Genau, aber wenn ich der Fahrer gewesen wäre, hätte ich gesagt, hier, macht mal. So. Und dann, ne? Aber wenn die sagen, nee, können wir nicht, aber wenn er wieder sauber ist, können wir ihn auch schmutzig machen. Ja, gut, zugegeben. Ja, was seid ihr denn für Magi? Dann machen das Luftstink. Genau.

Kennst du, ich weiß nicht, welche Verfilmung das ist, aber die zehn Gebote sind ja total oft verfilmt worden. Da gibt es, wie gesagt, ich weiß wirklich nicht mehr, welche das war, aber es gibt eine, da sieht man eben auch. Mose und Aaron vor dem Pharao und ähm dann die Nummer mit dem Stab. Wir verwehren deinen Stab in eine Schlange.

Und ähm, die Magier versuchen, diesen Trick nachzumachen, ja, und dann, ähm, der geht im Prinzip so, Magier stellt sich vor Mose und Aaron und sagt, guck mal da, ein Eichhörnchen, und irgendjemand schmeißt aus einem Korb eine Schlange auf den Boden. So, dann haben sie diesen Trick nachgemacht. Also, die Idee dieses Films ist, dass die Magier völlig unfähig sind und eben keine echten Magier. Also, das gibt es nochmal eine unterschiedliche Qualität. Und an der Stelle.

Hätte ich jetzt auch überlegt. Also, ich habe immer diese Magier im Kopf. gebe ich zu, wenn ich, wenn ich von den Magiern in den in den äh in den Plagen Oder in den Zeichen eben höre. Und deswegen, also ich stelle mir da so Magier vor, die in Wahrheit nichts drauf haben und halt eine Woche brauchen, irgendwie, um sich rauszuüberlegen, wie kriegen wir dieses Wasser rot.

Und wir kriegen wie diesen Fluss vergiftet und irgendwie irgendwie schmutzig gemacht und überlegen sich halt nicht magische Tricks. Deswegen können sie die die Magie oder die göttlichen Zeichen von Aaron nicht rückgängig machen. Einmal weil sie gottgewirkt sind, aber eben auch, weil sie in Wahrheit keine Magier sind, sondern Typen, die halt irgendwie. Ne? Ähm, so ein bisschen Alchemie beherrschen und das war's dann. Und ein paar dumme, dumme Kartentricks. Mhm.

Naja gut, also zumindest so in der, also klar, ne, in der Logik, also wenn man jetzt davon ausgeht, dass ähm dass Aaron und Mose sozusagen echte Magie wirken, äh, und die anderen nur Scharlatane sind, klar, dann... Also dann würde ich mich auch als Pharao stützig machen so. Und das war eigentlich der Punkt, den ich machen wollte. Aber ansonsten würde ich das hier eigentlich.

Also, ich habe ja auch beim letzten Mal schon so die Deutung gemacht, dass die Zaubertricks, die hier an Start sind, dass das schon auch Taschenspielertricks sein werden und vermutlich welche, die jetzt auch für so Hofmagier. zu einem gewissen Grad zum Repertoire gehörten. Und da passt jetzt auch diese Geschichte hier, ne? Weil, also, schon mal Spoiler vorweg, das läuft jetzt relativ lange, dass die Hofmagier mithalten können und zumindest dieselben Effekte auch erzeugen können.

Und irgendwann bricht das dann. Aber gut. Also auf jeden Fall Wasser, ja, Wasser versauen können sie auch beide und dementsprechend ist der Pharao immer noch nicht besorgt. Sondern immer noch der Meinung, ja, hier, das ist alles Bullshit und nur Vorgetäuscht, hier, die sind einfach nur zu faul und so weiter. Und es gibt überhaupt keinen Grund, vor diesem Gott in irgendeiner Form Angst zu haben, weil was die Magier hier jetzt vorführen, das können meine Magier auch.

Dann kommt eine Froschplage, das macht wieder Aaron. Und da ist es jetzt also so, dass eben Ägypten von Fröschen heimgesucht wird. Und überall sind diese Viecher. Also auf den Häusern, in den Häusern, auf den Feldern, überall sind diese Viecher. Das ist jetzt wohl schon so. Also das erzeugt jetzt bei dem Pharao erstmal erstmalig Probleme, ja. Und also wo der erst erstmalig sagt so, okay, pff, ich hab da keinen Bock drauf. Ähm

Spannenderweise, die Magier können das auch. Und spätestens da hätte ich doch als Pharao gesagt: taugt ihr eigentlich irgendwas? Ich will die Frösche loswerden und ihr könnt mir anbieten, noch mehr davon herbeizuzaubern. Das ist ja... Kann ich mir auch Finanzberater suchen, die funktionieren auch so. Mehr vom selben, das wird schon helfen. Naja. Ähm.

Auf jeden Fall, der Pharao, ich meine, der sitzt da jetzt ja auch, muss man sich vorstellen. Also, ich glaube, man kann so ein Muster bei ihm ablesen, er hat es nicht mit großen Mengen von kleinem Gefiech, ja. Also arm, aber jetzt sitzt der Kerl da und hat irgendwie Schiss vor den ganzen Fröschen und findet es eklig und schlimm und so weiter.

Und es ist ja auch wirklich auch ein wirtschaftliches und und und produktionsmäßiges und so weiter, Nahrung und bla bla bla Problem. Ähm Und jetzt hat das ja nicht nur mit den Viechern zu tun, die irgendwie Aaron herbeigezaubert hat, sondern auch noch die, die seine Deppen von Hofmalgingen noch dazugezaubert haben.

Und er will die irgendwie loswerden. Und jetzt knickt er hier das erste Mal ein. Und er geht also zu Mose und Aaron und sagt so, Okay, passt mal auf, sagt eurem Gott, er soll die Viecher zurückpfeifen und dann dann könnt ihr auch irgendwie dieses dieses Wüstenwoodstock Beet Festival mit Schlachtopfer da veranstalten. Und jetzt kommt ein spannender Punkt. Jetzt wird Mose sozusagen, tut sich jetzt erstmalig hervor.

als sozusagen ein Magier, der mehr kann, weil er bietet an, dass er Dinge rückgängig machen kann. Und zwar durch Beten zu Gott. Ja. Und er sagt, okay, pass auf, ich gehe jetzt irgendwie beten und dann sind die Frösche weg, beziehungsweise also die, die ziehen sich dann in den Nil zurück, so wo sie, wo sie hin. äh, gehören und ansonsten hast du hier auf dem Land und so hast du jetzt Ruhe vor den

Vor den Frischen. Und das ist schon spannend, weil er sich jetzt sozusagen sich dann doch als derjenige Magier hervortut, der Dinge rückgängig machen kann. Da ist also schon was dabei, was die anderen nicht drauf haben. Und prompt ist am nächsten Tag die Vorschlage zu Ende. And Als dann die Israeliten ankommen und sagen, so, dann würden wir jetzt gerne unser Festival veranstalten, hatte sich der Pharao aber anders überlegt und halt gesagt.

Nee, das war doch bestimmt nur Zufall da, dass die Froschplage jetzt halt zu Ende ist, das hatte nichts mit euch zu tun, ihr vergesst euer Festival. Daraufhin denkt sich Aaron wohl, okay, offenbar große Mengen von Kleingefiech, damit kriegt man den Pharaol wohl und zaubert eine Mückenplage herbei, und zwar ernsthaft viele Mücken. Also.

Als Metapher steht hier in meiner Einheitsübersetzung, dass Aaron sozusagen den Staub vom Boden, also jedes einzelne Staubkorn, in eine Mücke verwandelt. Also das heißt schlicht und einfach. Viel. Und ähm Jetzt bricht es auch insofern, als dass das der erste Trick ist, den die Magier nicht mitgehen können. Ja, das haben sie nicht drauf.

Also hier ist jetzt schon Aaron, der ja offenbar eher so der Zauberlehrling von den beiden von den beiden Israeliten-Priestern ist, jetzt ist der schon besser als die ganzen Hofmagier des Pharao. Und die sagen dann auch zum Pharao, okay, die sind echt gut, vielleicht ist an dem Gott was dran. Aber der Pharao bleibt hart, der ist jetzt wohl irgendwie, weiß ich nicht warum, aber der ist halt angepisst. So, und jetzt kommen.

Kommt die nächste Plage zu Die ist jetzt insofern spannend, als dass jetzt hier weder Aaron noch Mose als Urheber genannt werden, sondern das macht Gott jetzt. Einfach, also bestimmt schon in Absprache mit den beiden, aber da ist jetzt zumindest von der Art und Weise, wie es hier genannt wird, nicht so, dass sich hier jetzt irgendwie Aaron oder Mose hinstellt und irgendein Ritual durchführt und dann passiert das, sondern die Die Ungezieferpflage, die kommt jetzt und die ist selektiv.

Die ähm befällt also nur die Gebiete, in denen die Ägypter wohnen, und sozusagen die Die Ghettos, in denen die Israeliten, äh, die israelitischen Sklaven leben, die bleiben von dieser ungeziefer Plage verschont. Also das ist wohl, muss man sich wohl so als eine als eine Region vorstellen, also so eine gewisse Gegend, in der die Israeliter halt wohnen und diese ganzen Ziegel herstellen und diese ganzen Sklavenarbeit machen, aber die leben nicht unter den Ägyptern.

Und auf jeden Fall, diese Gegend, wo die wohnen, bleibt verschont. Ähm, das gibt dem Pharao jetzt wohl zu denken, dass er sagt: Okay, das kann ich weder als Zufall abtun oder sonst irgendwas, sondern das. Ja, okay, da ist irgendwas dran. Ich muss jetzt irgendwie einen Kompromissvorschlag machen. Und dann lässt er Aaron und Mose rufen und sagt: Also pass auf, ich erlaube euer religiöses Festival.

Aber das macht ihr nicht in der Wüste, ja, also ihr zieht nicht irgendwie hier aus dem Land aus, sondern ihr könnt dieses Festival hier irgendwo machen, wo ich ein Auge auf euch haben kann und so weiter und wo ich sicherstellen kann, dass ihr nicht abhaut.

Und Mose und Aaron sagen, ja, nee, das geht nicht, weil, wenn wir jetzt sozusagen unsere religiösen Gebräuche hier so vor den Augen der Ägypter durchführen, dann das werden die nicht verstehen und so weiter. Also unterm Strich haben sie Angst vor. Und der Pharao sagt, ja, also gut, dann wenn's sein muss, Hauptsache dieses Ungeziefer ist zu Ende, dann macht euer Festival halt in der Wüste und ja, haut ab.

Und Moses sagt, okay, dann bete ich jetzt die Ungeziefer wieder weg, aber diesmal gibt es keinen Rückzieher, ja. Und der Pharao sagt, ja, ja, Hauptsache das Ungeziefer ist weg, mach schon, dann lasse ich euch euer Wüstenfestival machen. Und Mose betet also das Ungeziefer weg und der Pharao macht natürlich prompt einen Rückzieher. Dann geht das ganze Spielchen wieder von vorne los. Diesmal wird alles rindfähig krank und das Israelitische bleibt gesund und der Pharao bleibt wieder störrisch.

Dann kommen jetzt wieder, also ach genau, auch und die Viehseuche ist auch was, wo keiner der beiden als als als Instrument Gottes genannt wird, sondern da macht Gott das alles direkt, diese Viecherseuche. Und dann gibt es jetzt so eine Art, na, Bäulen-Pest ist ein großes Wort. Also die Pest ist es nicht, aber es ist irgendwie so eine Art.

So eine Art Seuche, die sich verbreitet, wo sie alle so ganz krasse Geschwüre auf der Haut bekommen. Und da werden jetzt wieder Mose und Aaron als Magier tätig. Und zwar. In dem Fall ist es Mose jetzt, genau. Mose wirft. sich so Asche, der nimmt, nimmt Asche, also Ofenruß und wirft die sozusagen in den Wind. Und überall, wo diese Asche niedergeht, wo dieser Staub von diesem Ofenruß niedergeht, Da erkranken die Leute an diesen Geschwüren.

And Spannenderweise bei der Frage, wo dann jetzt auch wieder die, die Magier herbeigerufen werden sollen, dass die da entweder was dagegen tun oder zumindest den Effekt nachvollziehen können, lassen die Wahrsage ausrichten, dass sie krank seien. Also entweder heißt das, dass die einfach Schiss hatten, sich irgendwie anzustecken und sich nicht getraut haben, oder dass sie tatsächlich selber bereits erkrankt waren. Also auf jeden Fall waren die.

Die Magier, die standen für eine Vergleichsmessung nicht zur Verfügung. Und der Pharao bleibt aber weiterhin hart und sagt, Nee, kommt überhaupt nicht in die Tüte. Und dann, also, man merkt, jetzt hat Mose irgendwie inzwischen das Ruder übernommen. Aaron ist mit dem, was er so drauf hat.

Wohl mit seinem Latein am Ende. War zwar besser als die Hofmagier des Pharaos, aber jetzt, wo so die richtig großen Hämmer ausgepackt werden muss, muss er jetzt ran. Und jetzt fängt er an, hier Wetterzauber zu veranstalten. Und zwar Zaubert der so ein krasses Unwetter mit mit so Starkregen und Hagel und solchen Sachen herbei, also auch Blitz und Donner und das volle Programm.

Und wieder bleibt die Region, in der die Israeliten wohnen, verschont, und die anderen Gegenden werden also heftigst von diesem Unwetter heimgesucht. Und der Pharao sagt, ja, okay, alles klar, diesmal meine ich es ernst, macht es hier rückgängig, stell dieses Unwetter ab, dann lasse ich euch gehen.

Und Mose sagt, okay, aber diesmal kein Rückzieher. Und der Pharao sagt, ja, okay. Und Mose betet das Unwetter weg und der Pharao macht einen Rückzieher. Wie man sieht, er ist ein sympathischer Herr. Und Dann überlegen sich Mose und Aaron, okay, was können wir denn noch tun? Wie kriegen wir diesen Typen. Gott hat echt gute Arbeit geleistet, dessen Herz hart zu machen. Das ist naja.

Und jetzt kündigen sie eine Heuschreckenplage an und sagt, okay, also wenn das jetzt nicht kommt, dann gibt es hier jetzt aber ernsthaft Heuschrecken und die fressen die ganze Ernte weg und so weiter. Das wird jetzt ein ernsthaft langfristiger wirtschaftlicher Schaden für. Äh, Ägypten, wenn der uns nicht gehen lässt. Und das sorgt dafür, dass jetzt so langsam so ein bisschen Opposition am Hof des Pharao entsteht. Also es kommen jetzt Leute zu ihm und sagen,

Sag mal, wie lange willst du das Spielchen mit denen denn eigentlich noch spielen? Lass die Leute doch einfach gehen. Die zerstören hier unsere gesamte, unser schönes Land. Das geht nicht. Und der Pharao ist aber immer noch so, dass der keinen Bock hat, diese Sklavenkaste gehen zu lassen. Und deswegen denkt er sich, okay, jetzt gucken wir mal, was da so an Verhandlungsmasse dabei ist. Und er sagt, also gut, passt auf. Yeah.

Aber ihr werdet ja bestimmt nicht alle gehen wollen zu diesem Festival, ja. Also klassischerweise bei so einer religiösen Veranstaltung, die Kinder sind ja vermutlich nicht dabei, wenn ihr da irgendwie tagelang in der Wüste kampieren und Tiere schlachten wollt. Das heißt, Ihr geht und die Kinder bleiben hier. So, und Mose sagt, nee, nee, nee. Alle mit Sack und Pack und auch Viehzeug. Und der Pharao sagt, ja, nee, dann.

Dann nicht. Das Festival ist doch weiterhin nur ein Vorwand, wenn es wirklich so eine religiöse Geschichte wäre, wenn es nur um die ginge, dann würde es doch reichen, wenn die. Wenn nur die Männer gehen würden, also nee, dann nicht. Mose sagt, ja gut, dann halt nicht, und zaubert die Heuschreckenplage herbei.

Und nach kürzester Zeit lässt der Pharao ihn wiederkommen und sagt: Ja, okay, gut, okay, ihr habt einen Deal, ihr dürft alle gehen. Diesmal mache ich auch keinen Rückzieher. Und Mose betet die Heuschrecken weg, und der Pharao macht ein Rückzieher. Und dann sind wir auch schon bei der zehnten dieser Zeichen und Wunder angekommen. Diesmal gibt es so eine Art Sonnenfinsternis, ja, also absolute Dunkelheit. Es wird finster, der Mond und die Sterne und die Sonne nichts scheint mehr.

Und so weiter. Und der Pharao macht sein nächstes Kompromissangebot und sagt, Okay, ihr dürft alle gehen, inklusive Frauen und Kinder, aber das Viehzeug bleibt hier. Und Mose sagt: Nee, wir gehen alle. Und der Pharao sagt: Ja, okay, dann nicht, dann brechen wir die Verhandlungen hier jetzt ab. Und Mose sagt: Ja, okay, dann brechen wir die Verhandlungen jetzt ab. Und im Prinzip ist damit diese ganze Nummer. Doors?

Es kommt jetzt zwar noch was hinterher, das leitet jetzt aber dann den tatsächlichen Auszug aus Ägypten ein. Und ich finde, hier ist in diesem ganzen Magier. Duell und so weiter, was hier hin und her geht, da ist schon so viel komisches Zeug drin, dass wir hier erstmal den Cut machen und uns dann den konkreten Auszug und was da passiert, dann beim nächsten Mal vornehmen.

Beginn Spekulation

Findest du? Also ich erinnere mich daran, ich erinnere mich daran, wie ich ähm

Gott ist schuld

Ich glaube, als Schüler schon und als Student später dann auch, ähm vor allem Probleme mit einer Sache hatte, nämlich dass, ähm, dass da immer wieder steht, Gott verhärtet das Herz des Pharao. Mhm. Das hast du ja vorhin auch so ein bisschen anklingen lassen. Das hat mir nicht gepasst. So. Ja, ich erinnere mich da auch daran, dass mein Prof damals sagte: Ja, wir brauchen halt irgendwie.

Ähm, so ein Welterklärungsmuster und dieses Welterklärungsmuster heißt Gott macht alles. Wenn Gott alles macht, dann macht er auch den Pharao zu einem sehr unsympathischen Menschen und macht sein Herz halt hart. So. Aber wenn er das könnte, dann könnte er auch einfach sagen, ich mach das Herz weich oder ich erschlache denen und dann kann mein Volk ziehen. Weißt du?

Und dann, ja, aber er braucht ja irgendwie diese zehn Zeichen, damit irgendwie alle sehen, dass Jahwa der wahre Herr ist und so. Ja, ist alles richtig, ist alles recht, stimmt. Aber wenn ich den Fahrerohr erschlage mit einem Blitz, dann habe ich den gleichen Effekt. Also für mich hat sich das damals gar nicht erschlossen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Erklärung natürlich zunächst einmal die ist, dass das ganze Ding ja nicht ähm ähm.

Also, das ist ja keine historische Aufzeichnung, sondern es geht zunächst einmal darum, den Lesenden und Hörenden zu. Also denen, die die Geschichte dann vorerzählt wird, irgendwie auf sehr, sehr plastische Weise klarzumachen, dass hier ein mächtiger Gott am Start ist und am Werk ist, ne? So. Aber das war so ein Teil, der meine Immersion gebrochen hat. Also, wo ich immer so dachte:

Kann er nicht einfach so böse sein? Das wäre doch irgendwie viel cooler. So, ja, muss denn Gott immer für alles verantwortlich sein? Aber das war so das, woran ich mich immer erinnere, wenn ich, wenn ich zum ersten Mal wieder in diese Geschichte eintauche und mir das nochmal angucke. Na, es ist ja auch tatsächlich innerhalb der Geschichte ein Widerspruch hier, ne? Also, der, äh, also ich Habt ihr vorhin schon gesagt, ne? Dass ja hier auch mehrere Textfassungen wieder aufeinander

In der einen ist der Pharao einfach ein Hindernis und Gott hilft es zu überwinden. Und in der anderen löst Gott das Hindernis mit aus. So, oder ganz, ganz, was heißt mit? Also er löst es aus und sagt, ich verhärte das Herz des Pharaos. Ja, und das ist natürlich also erstmal widersprüchlich und tatsächlich.

ist das, was du, was du da gerade auch dann sozusagen als Erklärungsmuster gebracht hast, mit diesem, naja, wenn Gott allmächtig ist, dann passiert halt auch nichts, ohne dass er es will. Das ist ja auch so eine Wie soll ich sagen? Das ist ja so ein argumentativer Widerspruch, mit dem man sich ja auch auseinandersetzen muss, wenn man an eine allmächtige Gottheit glaubt. Ja, also diese Frage kriegen ja

alle religiösen Menschen, die an eine allmächtige Gottheit glauben, immer und immer wieder gestellt. Also die klassische Theodice Frage ist ja genau das, wie wenn, wenn dein Gott allmächtig ist, wieso passiert dann Scheiße? Ja, auch wenn der, wenn der gut und allmächtig ist, wieso passieren dann schlimme Dinge? Das kann doch nicht sein. So. Und genau diese Frage ist ja natürlich gerade hier, wo so ein Volk

Das ja hier auch diesen Auserwählungsgedanken offenbar schon gefasst hat. Natürlich werden die diese Frage auch stellen. Moment mal, wenn doch angeblich wir. das auserwählte Volk ein eines allmächtigen Gottes sind. vielleicht sind sie noch nicht bei allmächtig angelangt, aber zumindest bei dem stärksten von allen, ja. So, wie kann es dann sein, dass es uns so scheiße geht? Das ist ja eine Frage, die die auch gestellt haben, so.

Und dass dann da schon relativ schnell, ja, ja, das äh, das macht der alles. Und wie dann so die, die Argumentationsmuster sind, ne? Entweder best er seine eigenen Gläubigen, weil sie irgendwie nicht gläubig genug waren, oder er hat irgendwelche andere Hintergedanken. Und das, was hier jetzt ja quasi geäußert wird, ist, Ja, ich verwende euch jetzt gerade mal als Vehikel, um den Ägyptern zu zeigen, wer hier der Boss im Haus ist. Man sich ja aber als die Israeliten auch bedankt für.

Entschuldigung. Ja, alles gut. Du hast ja recht. Also man merkt ja auch, dass im Laufe der Heiligen Schrift die Auseinandersetzung mit der Frage, wer ist Gott und wie ist unser Verhältnis zu ihm, immer feiner wird. Ja, das ist jetzt Also zunächst einmal geht es ja hier genau darum nicht. Also das wirft exakt diese Frage auf, aber die wird ja nicht beantwortet, ja.

Für die Frage nach dem Leid in der Welt gibt es halt ein ganzes Buch, nämlich Hiob. Ja, so. Und da geht es auch primär nicht um die Frage, wo kommt es her, sondern wie gehe ich damit um. Aber. Da werden wir aber großen Spaß haben, wenn wir hier besprechen. Oh ja. Oh ja, das wird gut werden. Das glaubt man. Ich habe schon Beerdigungen gehabt, wo ich das als Text genommen habe. Ja, das wird interessant. Nee, die, äh, also ich glaube hier an der Stelle, ähm, ich komme immer wieder drauf zurück.

Ich hoffe, ich langweile da keinen mit, aber wenn wir annehmen, dass der Text möglicherweise in der Phase geschrieben wird, in der halt gerade so die Frage im Raum steht, wie gehen wir damit um, dass Gott offenbar oder Jahwa offenbar vielleicht nicht sich jetzt als der mächtigste Gott, den es so gibt, gezeigt hat, oder wie gehen wir mit der Frage um, dass so etwas wie die Geschichte des Exodus passiert?

Aber wir gleichzeitig gerade lernen, dass Jahwe allmächtig ist und die Welt auch geschaffen hat. Ja. Wie passt das zusammen? Wie du gerade schon gesagt hast. Wie kann man denn dann damit leben, dass wir, das außerwählte Volk, mit einem solchen Pharao gestraft sind und Gott nichts dagegen tut? Oder nur sehr langsam irgendwie was dagegen tut. Und dann baut man halt so einen Satz ein und schafft damit vermeintlich eine Erklärung, aber zunächst einmal total viele Widersprüche. Und also, das ist so.

Das wäre so mein Erklärungsansatz dafür, warum das da steht, weil ich glaube, es müsste da nicht stehen. Man hätte es auch einfach weglassen können. Man hätte es einfach weglassen können. Das ist möglicherweise eine Kurzaufnahme des Stands der Theologie zur damaligen Zeit. Das ist absolut möglich, glaube ich. Aber für die Geschichte wäre es nicht notwendig gewesen, wenn sich einfach nur Jawe gegen den Pharao durchgesetzt hätte, der ja in Ägypten als göttlich gilt, mhm.

Und wir haben solche Geschichten ja vorher auch schon, wo sich Jahwe als mächtiger Gott durchsetzt. Ja, wo wir auch irgendwie merken, der Jahwe-Kult übernimmt andere Kulte. Und und die verschmelzen dann irgendwie und werden zu einem, ne? Und er stellt sich da als der mächtigere Kultgott heraus irgendwie und äh Warum nicht einfach sagen, ja, er macht er, er ist halt so mächtig, dass er auch den für Gott gleich gehaltenen Pharao.

locker in die Tasche steckt. Warum, warum nicht? Wo ist das Problem? Mhm. Man hätte es sogar weiterspinnen können und sagen können, seht einmal, dieser angeblich gottgleiche Pharao ist gar nicht gottgleich und er ist schon gar kein göttlicher Sohn. Und da hätten ja diese Magier, die von ihm ja die Macht entweder nicht bekommen oder nur unzureichend bekommen, hätten, ganz wunderbar als Element irgendwie hinhalten können. Also da an der Stelle.

Finde ich immer so, na, schade. Naja, es löst, es löst den Widerspruch natürlich nur halb auf, ne? Also weil Gerade wenn du so richtig einen auf dicke Hose machst und sagst, ja, der Pharao ist ja gar kein Gott, das ist auch nur ein Mensch, der ist ganz in der Macht unserer, in der Hand unseres Gottes.

Dann könnte man sich ja die Frage stellen, wieso muss das überhaupt auf so eine große Nummer herauslaufen, wo man irgendwie hier Heuschrecken und Zeug und so weiter veranstalten muss? Warum kann der nicht einfach Hat er denn keine Macht über das das Herz dieses Menschen? Kann der denn nicht einfach diesen Pharao zur Güte Und zur wie sagt man denn Weichheit will ich gerade sagen, aber das meine ich nicht. Also zu, zu, zu einer Sanftheit, ja. Sanften, genau, zu einer sanften Gesinnung irgendwie.

umprogrammieren und und so weiter, dann wäre das doch alles viel einfacher, als hier dass hier irgendwie das ganze Land und wir alle und so weiter noch irgendwie drunter leiden müssen und so weiter. Also diese Frage würde da ja auch im Raum stehen. Und spätestens, wenn die im Raum stehen und sagen, ja, ja, ja, der sehr, sehr wohl, kann unser Gott das, der hat das sogar getan, der hat nämlich das Herz des Pharaos extra hart gemacht, weil, ne, also.

Also so, also mit dem, was du vorhin meintest, so als damaliger Stand der Theologie, so nach Motto, ja, wenn Scheiße passiert, dann muss das auch. Gottes Wille sein, weil sonst kann es ja nicht passieren. Da passt's dann, und in allen anderen Varianten es einfach wegzulassen. Zumindest die eine Flanke für diese Frage.

hat man trotzdem offen. Und vielleicht ist die damals auch einfach gestellt worden. Okay. Also deine These wäre, dass das so ein bisschen so der, ich will nicht Kapitulation sagen, aber so Ja, nee ist so. Dann geht's hör auf zu fragen.

Naja, unterm Strich ist das ja die Argumentationsfigur. Also wenn man, wenn man an einen allmächtigen, gütigen Gott glaubt und es passiert trotzdem scheiße, dann Entweder stimmt die Annahme, dass der allmächtig ist, nicht, oder stimmt die Annahme, dass er gütig ist, nicht. Yeah. Oder, und das ist dann ja die Argumentationsfigur, die kommt, ja, das Scheiße passiert, ist auch sein Wille, und das ist unterm Strich auch gut so, wir verstehen das nur nicht.

Und dann kommt diese, diese, die Wege des Herrn sind unergründlich, äh, äh, äh, Nummer irgendwie bei rum. Und das ist ja auch die, die man am längsten aufrechterhalten kann. Dass man unterm Strich jedem, der da was dagegen sagt, sagen kann: Ja, du blickst es halt nicht, du, du hast halt nicht den Mit einem menschlichen begrenzten Geist kann man halt nicht irgendwie die Überlegungen eines allmächtigen, übernatürlichen Wesens irgendwie nachvollziehen. Und damit ist die Diskussion dann.

entweder beendet oder halt in so einem Fahrwasser angekommen, wo man sich so, nein, doch, nein, doch, so ping-pong-mäßig irgendwie hin und her schießen kann und dann ist das Thema irgendwann auch erledigt. Also ja, und und ich ähm behaupte, diese Geschichte, wie eben jede Geschichte, die ihren Sitz im Leben hat, die hat halt nicht das erste Ziel, auf diese Frage zu antworten. Also ich Ich kann das jetzt natürlich jetzt nicht irgendwie exegetisch belegen, aber für mich fühlt es sich so an.

Eine gefühlte Wahrheit, dass das nicht die Hauptaufgabe dieser Story ist. Also es geht jetzt nicht um die Frage der TUDC an dieser Stelle, sondern wenn wir deine Annahme mal zugrunde legen, die ich ja immer für sehr, sehr er sehr, sehr schön halte. Dass man das als Layerzählung benutzen kann. Also wird es ja auch gemacht. Also am Pesachfest fragt ja der jüngste Sohn, meine ich, den Vater.

Erzähl uns, was das alles hier zu bedeuten hat. Und dann erzählt der Vater ja die Geschichte des Exodus und dass sie sich alle ganz schnell irgendwie beeilen mussten und die Tränen. Und das Bitterkraut und ähm hier, was haben sie denn? Muus, rotes Muß für die Ziegel, die sie brennen mussten, für den Pharao und so. Und dann wird diese ganze Geschichte ja erzählt, und die Idee dieser Geschichte ist, die Wirkmächtigkeit Jawas zu belegen.

Ja, und wenn dann so ein Klugscheißer-Kind davor steht und sagt: Aber, aber, aber, dann kommt wahrscheinlich wirklich genau diese Antwort. Das hatte er gemacht, jetzt sei ruhig, setz dich hin, Kevin. Also, da ist dann Also ich glaube nicht, dass das die Idee dieser Geschichte ist, sondern die Geschichte, äh, die Idee ist einfach zu erkennen, Jahw ist der richtige Gott.

Und zwar der einzigartige. Genau, also das würde ich auch unterschreiben, dass das sozusagen die Funktion der Story ist. Das hat schon allein, also würde man schon auch allein daran sehen, dass was hier, also Wir haben es hier ganz offensichtlich mal wieder mit mehreren Quellen zu tun. Also es gibt hier so ein paar Punkte, wo man so das Gefühl hat, so hier wird die Geschichte einfach nochmal zwischendurch neu gestartet. Also man kriegt so einen Absatz, der, der

der was erzählt und dann geht genau dasselbe nochmal von vorne los. In anderen Worten, das hatten wir ja auch schon ein paar Mal so in der Quellenlage, dass da einfach mehrere Texte miteinander verfließen, die dann dieselbe Geschichte in Zwei leichten Variationen erzählen. Und tatsächlich haben wir hier eine vorliegen in der.

eine w in der einen wird diese dieses verhärtungs das also das herz des pharaos wird durch gott verhärtet stark gemacht und in der anderen nicht Beide erzählen, glaube ich, grundsätzlich die gleiche Story und wollen auch das gleiche erreichen. Ähm, und ich würde vermuten, als die eine aufgeschrieben wurde, war halt gerade im sozialen Umfeld des Autors diese TODC-Diskussion gerade am Start.

Da haben gerade Leute darüber diskutiert, und deswegen hat derjenige das in seine Erzählung einfließen lassen, um hier einmal klarzumachen, so Leute, nur damit das irgendwie klar ist, so hier, Gott ist trotzdem allmächtig und trotzdem gut und das ist halt, gehört er halt zum großen Plan und jetzt haltet ihr einmal alle die Klappe. So, dennoch ist es diese TODC-Frage tatsächlich weiterhin spannend. Die nehmen wir hier nicht hoch, weil wir ja tatsächlich kein theologischer Podcast sind.

Habt ihr das habt ihr das eigentlich gemacht im in der in der Gretchenfrage? Ich hab's gerade gar nicht gab, habt ihr mal die TODC besprochen? Äh, nee, ich glaube nicht. Ja. Also immer mal wieder so dran, aber wir haben sie jetzt nicht als eigene Folge gehabt, nee. Wenn ihr das mal dezidiert machen wollt, ladet mich mal ein, da will ich mitreden. Okay, gerne. Also sprich, ich habe mich gerade angehört. Nein. Nein. Entschuldigung. Nein, also wenn ihr da Bock drauf habt, ähm, ja.

Genau, also das ist hier tatsächlich, glaube ich, nicht das Thema, sondern wie du sagst, hier wird was anderes erzählt und ich glaube auch. Wenn die Hypothese, dass das hier alles Priesterschrift ist und im Wesentlichen so im babylonischen Exil

Entstanden ist, dann ist das ja natürlich auch die geilste Story überhaupt. Also, wenn du gerade sozusagen als Bürger zweiter Klasse äh im im Exil in einem fremden Land unter fremder Herrschaft bist, dann eine Geschichte zu erzählen, in der du, in der dein Volk schon einmal in einem fremden Land unter fremder Herrschaft war und so weiter, und das Also dann ist das nicht nur eine Lehrerzählung.

Theologischen Zwecken, sondern hat dann auch, wie nennst du das immer, den Sitz im Leben hat dann so die ganze die ganz pragmatische und und einfache soziale Funktion, so ein Stück weit Durchhalte, Vermögen und Kohärenz, also kulturelle und soziale Kohärenz aufrechtzuerhalten, so nach dem Motto geht. Geht uns bitte nicht ganz von der Fahne, ja. Also werdet nicht Babylonier.

ver legt nicht die jetzige Religion ab und nehmt die der Babylonier in Kauf, sondern hier, da wird noch was. Wir kommen irgendwann nach Hause, wenn wir nur uns, uns als Auserwähltes Volk unseres Gottes und unserem Gott treu bleiben, dann wird das schon alles irgendwie hinhauen. Also, das ist hier eine Durchhalteparolengeschichte, die vor allem dazu dient,

Das wäre zumindest meine Hypothese, diese kulturelle Identität im Exil aufrechtzuerhalten. Ja, das würde ich genauso sehen. Ich habe es übrigens gerade tatsächlich nochmal gegoogelt und

für alle so da draußen. Es wirkt etwas seltsam, wenn der Theologe theologische Dinge bei Wikipedia nachguckt, aber Fünf Jahre im kirchlichen Dienst haben mir, fast sechs, haben mir gezeigt, Und in Podcasts sein und bei dir mit sein haben mir tatsächlich gezeigt, dass die Wikipedia inzwischen so manches theologisches Lexikon-Werk, Großwerk, wie zum Beispiel das LTHK, schlägt.

Also, die ist wirklich, wirklich gut geworden in theologischen Dingen. Ich frage mich jedes Mal, wie das sein kann. Und da gibt es also unter dem Begriff Priesterschrift kann man eine. Eine Auflistung des Textkorpus sehen, also welche Texte dazugehören. Ja, und die Berufung des Mose, die fünf Plagen gehören dazu.

Und die Unterdrückung Israels in Ägypten. Das ist alles so ein Ding, sowie auch das Meerwunder, also das mit dem Teilen und wieder zusammenfallen lassen. Und im Prinzip so der gesamte Bereich von Exodus. Zu einem sehr, sehr großen Teil gehört zu dieser Schrift und das würde unsere These sehr, sehr stützen. Genau. An der Stelle. Also wenn die, und das ist ja sozusagen so der Stand der der

Auch der historisch-kritischen Bibelforschung, dass dieser Textkorpus vermutlich im babylonischen Exil entstanden ist. Dann würde das Also diese These, dass das dass der Text als Ganzes dazu da ist, irgendwie die kulturelle Identität im Exil zu bewahren. Das halte ich für plausibel und dann würde dieser Text sich da drin auch ganz prima einfügen. Eindeutig. Ja, gut, dann haben wir den Teil schon mal erledigt und haben die TODC erfolgreich umschifft.

Und das, obwohl du mich mit hier gelockt hast, da bin ich ja ganz schlecht, dem zu widerstehen, aber ich tue es dennoch. Ähm, Gut. Ja, ich weiß nicht, hast du noch mehr? Also du hast ja jetzt sozusagen so eröffnet, mit dass das so ein Punkt war, der dich in Kindheit und Jugend immer, immer gestört hat. So, ähm, hast du noch noch noch mehr Dinge, die dir so durch den Kopf gehen?

Ähm naja, es ist es ist sehr, sehr episch. Ich hab als ich heute mich auf die Folge vorbereitet habe, habe ich mich nochmal gefragt, warum.

Numerologisches

es eigentlich zehn Zeichen sind. Und nicht wahlweise sieben oder zwölf oder vierzehn. Weil die heiligen Zahlen in, also wenn, wenn es um Numerologie geht im Alt Testament, dann haben diese Zahlen immer etwas mit drei oder vier zu tun. Immer. Und ähm, man addiert sie oder man, man multipliziert sie. So kommen wir dann irgendwie auf die zwölf Tore des heiligen Jerusalem, also des himmlischen Jerusalem. Oder wir kommen irgendwie auf.

Auf so Dreifaltigkeitsgeschichten, das hat damit vermutlich auch etwas zu tun. Und solche Dinge, ne? Und warum Zehen? Also, das ist so wie so zehn. Warum nicht zwölf? Warum nicht sieben? Warum nicht eine andere Zahl? Verstehst du mich? Ja. So, darauf habe ich dummerweise keine Antwort, deswegen führt die Frage jetzt nicht besonders weit. Aber ich fand es einfach bemerkenswert, dass das so ist.

Ähm und hatte zwischendurch beim Erzählen und auch nochmal beim Lesen auch den Gedanken, dass wir da möglicherweise auch nochmal so vielleicht sogar zwei Erzählzyklen haben. Also ich könnte mir gut vorstellen. Um, und ich hätte es mir verschm vermutlich vorne aufschreiben sollen. Warum ich mir das vorstellen kann, beim Lesen fiel mir das so auf, wo ich so dachte,

Ab dem fünften Zeichen haben wir doch einen Reboot hier. Also, das fängt doch hier von vorne an. Also ich könnte mir vorstellen, dass die ersten fünf einen Erzählzyklus sind und die zweiten fünf auch. Aber ich wüsste nicht, was sie zusammenhält. Nur, dass das irgendwie so. So wirkt, als wäre das irgendwie nochmal weißt du von vorne. So eine Fusionshypothese nimmt, dass man sozusagen zwei einander widersprechende Fassungen einer Geschichte vorliegen hat, die man irgendwie zur Deckungsgleichheit.

bringen möchte, dann kann man sie ja einfach hintereinaddieren. Ja. Das hatten wir auch schon mal, dass wir sozusagen eine Geschichte mit Abraham hatten, wie der irgendwie, ich glaube, tatsächlich eine Es war auch ein ägyptischer Pharao, den er da verarscht hat, ne? Mit dem seine Frau verheiraten und also ihm dem, dem, dem Pharao seine Frau geben, also Das klingt jetzt nach, als könnte ich kein Genitiv, aber du weißt, wie ich meine. Abraham gibt

Seine Frau dem Pharao. So, dann ist kein Demsein da drin. Schwierig, wenn man tatsächlich dativ und genitiv miteinander mischen möchte. Das ist gar nicht so einfach. Ernst Kuzorra, seine Frau, ihr Stadion. Ja. Genau. Und Isaac macht ja das. Dasselbe, so da sind wir ja auch zum Schluss gekommen. Wahrscheinlich gibt es da einfach zwei.

Einander widersprechenden Fassungen derselben Geschichte. In der eine ist es Isaak, in der anderen ist es Abraham. Und bei Abraham gibt es das sogar noch mit zwei verschiedenen Königen. Also wir haben die Fassung, die Geschichte dreimal widersprüchlich Und dann wird sie einfach dreimal hintereinander erzählt, als würde sich Geschichte wiederholen. Und vielleicht ist das hier auch so. Also spannend ist ja dann, wenn man mit der

Hypothese erstmal losgeht, dann ist es ja spannend, nach Unterschieden zu suchen. Und die Unterschiede, die man hier finden kann, ist, dass in den ersten Part tritt Aaron als der.

Als der durchführende Magier auf und in den späteren dann Mose. Also es kann auch sein, dass wir hier eine weiß ich nicht, entweder konfligierende Geschichten einer Aaron-Partei und einer Mosepartei haben, oder dass diese ganze Mose-Nummer nachträglich kam, das würde unsere Hypothese, dass Mose sozusagen als Ägypter erst zu einem späteren Zeitpunkt in diesen ganzen Prozess mit eingefügt wird.

ähm stützen, dann dass man sozusagen sich die Geschichte ursprünglich mit Aaron erzählt hat und in dem Moment, als dann sozusagen das Mose-Update kommt, erzählt man sie sich dann mit Mose so. Und dann wäre hier wieder dieser redaktionelle Punkt passiert: Okay, ich habe hier zwei verschiedene Fassungen, widersprechen sich, da ist beides. beides gottgegebene Texte sind, können sie beide nicht falsch sein. Also ist wohl beides passiert, dann hänge ich es einfach hintereinander. Das könnte sein.

Oder wir sehen hier quasi live einem Konflikt zweier Häuser zu. Also, dass möglicherweise, als diese Texte geformt wurden, noch gar nicht klar war, wer von beiden jetzt eigentlich die Priesterkasse stellen würde. Und das sind die Kinder. Na, da sie hier beide als da sie beide als Leviten gelten, also sie sind ja Brüder in der, in der, in der Geschichte, also sie kommen ja tatsächlich aus demselben Haus.

Oder nicht? Doch, ich meine schon, ne? Weil er der ältere ist oder warum? Nee, nee, am später, wenn das goldene Kalb kommt, sieht man nochmal so ein, da sind wir jetzt noch nicht, aber da sieht man so ein Konkurrenzverhältnis zwischen den beiden. Hahaha, genau, richtig. Und die Priester, also jetzt

Machen wir nicht schwach, aber die Priester später berufen sich alle auf Aaron, nicht auf Mose. Ja, du hast recht. Das würde, mir klingelt gerade, da ist zwischendurch, die habe ich völlig überschreitet. Brungen, da ist zwischendurch noch so ein... so ein Kapitel da mit drin, wo sie auf einmal nochmal anfangen, irgendwie die, die verschiedenen Familien und die Unterstämme da drin nochmal, also die Stämme und die Großfamilien da drin nochmal auseinander zu.

zu klamüsern. Ja, genau. Das ist, das hast du dankenswerterweise übersprungen. Das ist wie alle Genealogien oder vielleicht nicht wie alle, aber wie die meisten Genealogien eigentlich nur dazu da, um darzustellen, die beiden haben einen sauberen Stammbaum, ne? Und dürfen das, was sie da tun. Genau, ich habe jetzt gerade geguckt, ob dann nochmal irgendwie sozusagen ein

einen Unterschied zwischen Aaron und Mose aufgemacht wird, ne? Weil so wie du es jetzt gerade geschildert hast, wenn da irgendwas wäre, dann könnte man ja, und jetzt hier womöglich was gefunden wäre, dann würde das deine These, dass da zwei Zwei Arme des Hauses Levi sozusagen hier irgendwie einander miteinander in Konflikt stehen, aber da ist nicht so wirklich was drin, was man. Wobei hier wird dann sozusagen, also wie Aarons Linie weitergeht.

Das wird hier berichtet. Mhm. Und Mose wird sozusagen dann nur nochmal mit aufgegriffen und gesagt, ja, ja, die beiden haben das halt so gemacht, ne? Aber, hm. Ja, ist auf jeden Fall eine spannende Hypothese, dass das also entweder innerhalb des Hauses Levi äh. So eine Thematik ist, oder dass, ne, also wer weiß, vielleicht Also wir haben es ja beim letzten Mal so geschildert, dass dass die Akzeptanz

von Mose als hier sozusagen oberster Chefpriester, dass die nicht so ganz unproblematisch lief. Und haben ja auch durchaus mit der Hypothese rumgespielt, ähm, dass entweder Mose sozusagen tatsächlich überhaupt gar kein Hebräer ist, oder sozusagen kulturell seinen seiner familiären Herkunft so entfremdet ist, weil er da bei am ägyptischen Hof aufgewachsen ist, dass er sozusagen ja Dass ja gar nicht von allen akzeptiert wird. Und dass es dann so eine Art

ja, so eine Art Machteilung mit Aaron gibt und und so. Wenn man das alles irgendwie so nimmt, dann könnte es natürlich auch sein, ne, also bis hin zu so einer Dass es so ein paar hardcore orthodoxe Israeliten gibt, die Mose einfach nicht akzeptieren. Weißt du? Und die sagen, nee, für uns gibt es nur einen, das ist Aaron, fertig aus, und dann entstehen da zwei unterschiedliche Erzählungen.

Also wir kommen da sicherlich nochmal drauf, wenn wir uns um das goldene Kalb drehen. Aber und das ist möglicherweise noch eine Hausaufgabe. Also ich bin immer ganz, ganz schlecht mit Stammbäumen. Ich fürchte, diese Lücke habe ich jetzt schon öfter mal offenbart an der Stelle. Und ich komme immer damit durcheinander, ähm, wer von wem jetzt wessen Sohn oder Tochter ist. Ähm, wem sein Sohn, bitte? Wem sein Sohn? Wem sein genau, wem wem sein Sohn?

Jetzt komm ich, jetzt bin ich raus. Auf jeden Fall ich fand's halt interessant, was du halt sagtest, dass die beiden an der Stelle mal irgendwie die Rolle wechseln und mal der eine den Magier macht, mal der andere den Magier macht, mal macht das Gott selber. Und das aber tatsächlich, also die Priesterkasse sich komplett auf Aaron beruft später. Ja, auch im Neuen Testament, wenn du es nachliest, das sind immer, das sind die Aoniden, ja, also die Mosisiten oder so, die existieren nicht.

Und Mose nimmt ja auch später dann eine andere Rolle ein. Also er wird nicht irgendwie Priester, sondern er wird Prophet. Ist er jetzt auch schon. Nur, das ist dann die Rolle, die er dann endgültig kriegt, ne, der erste große Prophet Jawes. Und das ist auch mehr seine Aufgabe. Also er sagt zwar immer irgendwie, reden kann ich nicht so gut und so, das mag ja alles sein, aber er ist derjenige, der den, der den Pharao warnt und mahnt.

Was ja die Aufgabe eines Propheten ist. Im Auftrag von Jahwe: Leute mahnen davor, dass böses Unheil kommt, wenn sie denn nicht umkehren, und dann kehren sie in aller Regel nicht um und dann kommt das böse Unheil. Und die Propheten wollen das auch nicht so gerne sein. Also zum Prophetsein gehört auch, diese Rolle nicht haben zu wollen. Und Mose ist ja auch mehr so, ja, mach ich's halt. So, ähm Und wie wohl sein ganzes Leben quasi von Yahoo bestimmt wird, aber das ist jetzt

ist jetzt schon nicht so die die liebste Aufgabe, also, ähm, die er da irgendwie einnimmt. Und von daher ist er schon tendenziell eher der Prophet, aber möglicherweise ist das an diesem Punkt der Geschichte noch gar nicht entschieden. Weißt du? Weil die beiden sicherständig abwechseln. Ja gut, aber ich meine, dann würde natürlich die also du hast ja, du hast ja eröffnet mit der Frage warum zehn?

Und so, und also klar, wenn man hier so ein ist noch nicht entschieden, dann also abwechseln könnte man ja auch innerhalb einer symbolischen Zahl. Klar. Aber was ich noch fragen wollte, ist denn die 5, also weil du vorhin vorgeschlagen hast, dass es 2 mal 5 sein könnte, ist denn die 5 in irgendeiner Form da symbolträchtig? Weil du hast davor. 3 und 4 letztlich als die Kernzahlen erwähnt und dann gibt es die Addition davon ist sieben und die Multiplikation ist die 12. Okay, gekauft.

Wie kommt da jetzt die 5 ins Spiel? Auch nicht besser. Also tatsächlich kommt die auch nicht besser rein. Okay, die hilft man gar nicht. Nee, gar nicht. Also mir zumindest an dieser Stelle nicht. Ich müsste nochmal gucken, ob ich da irgendeine Bedeutung nicht kenne, aber. Ähm, also was ich äh was ich so weiß, drei, vier und die jeweiligen Ergebnis aus diesem Ball. Also drei, drei, vier, sieben, zwölf, das haut dann hin, bis hin dann zu so einer Symbolik für

Für viel und richtig viel, da wären es dann so siebzig und siebenundsiebzig und irgendwie solche Dinge. Ja und also weißt du so, diese, diese, diese Mehrfachmultiplikatoren, ne? 1400 schlag mich tot und so, ja, ja. Ja, genau.

Ähm, nochmal kurz zu der 10, die ist ja jetzt aber nicht ganz unbekannt, insbesondere in diesem Text hier. Also jetzt nicht in dem, was wir jetzt bisher besprochen haben, aber das, was da noch hinten rankommt, also Da kommen dann ja irgendwann zehn Gebote und auch nicht zwölf. Und da gibt es zwar diesen netten Witz mit Ich habe ihn auf zehn runtergehandelt, aber Ehebruch ist immer noch dabei. Aber also das ist ja jetzt ich, ich

Also, das ist ja jetzt nicht so, dass die Zehn eine ganz unbekannte Zahl sei, insbesondere hier im Buch Exodus. Mhm. Das ist korrekt. Da würde ich mich nochmal auf die Spursuche begeben wollen an der Stelle tatsächlich. Also Ja, was denn? Also, ich merke das jetzt tatsächlich gerade, dass mir das auffällt und ich das aber spontan nicht beantworten kann, weil mir Numerologie bisher auch nie so wirklich wichtig war. Und das ist schon.

Das ist eine spannende Frage an der Stelle. Ja, das ist richtig. Das ist richtig. Ja, okay. Also zumal ja auch die zehn Gebote teilweise, wie soll ich sagen, sich ein auf gewissem Maße inhaltlich. Überschneiden, je nachdem wie abstrakt man sie auslegt und so. Also man hätte da ja durchaus womöglich mit ein bisschen Tweaking auch auf andere Zahlen bezogen. kommen können. Es ist ja jetzt nicht so, dass man das Gefühl hat,

Ja gut, da hat dann einfach sozusagen Inhalt die Form geschlagen. Wir hätten zwar gern irgendwas mit sieben oder zwölf gehabt, aber zwölf haben wir nicht zusammengekriegt und sieben haben nicht gereicht, um eine sozial kohärente. äh oder ein ein Regelwerk für eine soziale Kohäsion aufzurechtzuerhalten, jetzt sind es halt zehn geworden, deal with it. Sondern da wäre ja da wäre ja schon irgendwie Spielraum gewesen, so um da eine andere Zahl als zehn zu kriegen.

Also dies ist mit Sicherheit Absicht. Davon kannst du auswählen, das ist mit Sicherheit absicht. Du meinst, da hat der Autor sich wirklich hingesetzt und gesagt, ich will zehn als Zielzahl treffen?

Nee, es gibt ja eine Endredaktion. Also es ist ja nicht so, dass jetzt irgendwie einer das Ding geschrieben hat und gesagt hat, ich mach das jetzt so, sondern wir haben ja gerade festgestellt, dass du mehrere Schichten hast, die irgendwie zusammengebracht werden. Möglicherweise gibt es auch Erzählzyklen, die ähnlich sind oder gleich sind. Ja, also der Unterschied zwischen Mücken und Ungeziefern ist halt relativ gering.

Und ob die Geschwüre und die Viehpest möglicherweise mal das gleiche bezeichnet haben, ne, sei dahingestellt. Und wenn dem so ist, dann gibt es halt eine Endredaktion. Das ist relativ klar und auch historisch beschreibbar, das also Irgendwann der Prozess der Kanonisierung beginnt, ja, und die Schriften halt halt festgelegt werden. Das und das ist da jetzt drin. Und in dieser Phase der Endredaktion haben sich die Endredakteure mit Sicherheit gedacht, okay, dann machen wir da jetzt zehn raus.

Also die Wahrscheinlichkeit, dass es da möglicherweise vielleicht, dass sie aus einer Geschichte zwei gemacht haben oder dass es eben auch mehr gab, vielleicht 13 oder was, und sie haben welche weggelassen, die ist sehr, sehr hoch. Das ist schon eine Absicht, klar. Und damit verbunden ist natürlich wieder eine Aussage. Also, ob das jetzt möglicherweise sogar einfach aus ästhetischen Gründen zehn sind, weil die zehn Gebote später kommen.

Und das dann einfach irgendwie gut wirkt. Oder ob das nochmal eine Vorausschau sein soll, keine Ahnung. Aber das ist mit Sicherheit Absicht. Ja. Ja, es ist also auf jeden Fall, also mir ist das auch noch gar nicht so aufgefallen, dass die zehn eigentlich eigentlich erklärungswürdig wäre und hier im Exodus echt ein Sonderstatus einnimmt. Also außerhalb von Exodus fällt mir nichts ein, wo irgendwas mit 10 wäre. Und äh.

Und es ist ja jetzt auch nicht so, dass die Babylonier irgendwie Fans der Zehn gewesen wären. Sonst hätte man ja noch irgendwie sich denken können: naja, vielleicht.

vielleicht kommt da doch irgendwie so ein bisschen kultureller Drift, ähm, ne, so so so so kulturelle Osmose, dass die dann doch irgendwie so nach und nach was übernehmen, aber Die Babylonier, die sind auch eher in so Zwölverlogiken unterwegs, einfach weil die ja so einen konsequent auf astronomischen Phänomenen aufgebauten ähm Kosmos gedacht haben und da man nun mal sozusagen auf der Erde Alleine mit dem Rhythmus, dass der Mond sozusagen zwölfmal pro Jahr

eine Phase durchläuft und also so ungefähr das Sonnenjahr mit mit zwölf Mondphasen korrespondiert, da hat man natürlich schon so eine schöne zwölfte Rhythmik mit drin. Und damit geht es eigentlich los und dann kann man da noch so ein paar andere Zwölfereihen veranstalten und dann haben die ja auch irgendwie zwölf Stunden und pipapo und so weiter. Das kann natürlich auch alles ein kulturelles Artefakt sein, weil ähm

Weil drei und vier, äh, sozusagen, und das das Dutzend mit drei mal vier so eine unglaublich praktische Größe ist, weil man sie einfach halbieren, einfach dritteln, einfach vierteln kann. Genau. Ähm Am Ende sind sie ja auch 40 Jahre dann wieder in der Wüste und so. Also, das kommt alles wieder. Jetzt schmeiß ich dir noch was an den Kopf, weil mich das jetzt gerade nicht losgelassen hat.

Und mir wird also hier erzählt, ähm, das ist jetzt alles sehr, sehr live gegoogelt an der Stelle, aber ich fand es gerade so spannend, als du sagtest, dass die Babylonier ja eigentlich mit der Zahl 10 nichts am Hut haben. Die Zahl 10 ist die Zahl des Marduk. Der Stadtgott von Babylon. So, und damit also wir wir würden jetzt uns auf sehr, sehr, sehr dünnes Eis begeben an der Stelle, wenn wir jetzt anfangen zu spekulieren.

Aber ich sag mal so, einigermaßen sicheren Grund haben wir wahrscheinlich noch unter den Füßen, wenn wir sagen, dass da einfach babylonische Einflüsse in den Text gegangen sind, ne? Und wo hast du das jetzt her? Also Zehn und Marduk, bei mir klingelt gar nichts, dass das. Ähm, ich hab' bin jetzt einfach nur unter Zahlensymbolik in den Kulturen und in Babylon ist zehn anscheinend die Zahl des Marduk. Okay. Was ja spannend ist, weil Marduk durchaus mit Bal Berührungspunkte hat.

Aber ja, spannend. Okay, das müssen wir uns vielleicht nochmal angucken, wenn wir an den zehn Geboten dran sind, weil ja, ne, also zehn Gebote und unten das Das Kalb und Dinge, da da sind ja nochmal spannende Sachen mit drin. Ja, okay. Gut, das das müssen wir gucken. Und auch den Teil gibt es ja zweimal, ne? Also den Teil mit den Geboten, der wird, glaube ich, zwei, vielleicht sogar dreimal erzählt. Also auch da hat man ja irgendwie die gleiche Story irgendwie mehrmals und so. Und auch da ähm

Gilt vielleicht, dass man auf der einen Seite nicht möchte, dass wichtiger heiliger Text verloren geht, deswegen klemmt man ihn einfach hintereinander weg. Auf der anderen Seite möchte man aber auch nicht, dass er sich widerspricht. Und wenn es in dem einen heißt, wir haben acht, der nächste hat zwölf und der andere hat wieder zehn, Weiß ich nicht. Also am Ende wissen. Am Ende wissen wir halt nicht, wie viel redigiert worden ist. Mhm.

Ja. Und also das hängt auch ein bisschen davon ab, hast du einen Text vorliegen als Text, als heiligen Text, oder hast du einen Text, den du, also hast du eine Geschichte, die du noch schreiben musst, weil sie dir möglich überliefert worden ist? Mhm. Und dann traust du dich ja möglicherweise auch mehr wieder einzubauen.

Also das merkt man ja auch so von der von der Haltung, die man so einem Text gegenüber einnimmt. Also ich finde wir beide merken das auch ganz häufig. Also du fragst mich ja, also jetzt auch heute wieder so in der Vorbereitung, ne, so von von wo bis wo machen wir denn. Und du willst dann am liebsten so eine so eine konkrete Textstelle haben. Ja. Und so. Und bei mir ist das ja eher so über Pi mal Daumen, so ja halt an der Stelle der Geschichte.

Okay, gut, das heißt wir sind uns erstmal wir stellen uns erstmal auf den Standpunkt, dass wir in die Szenen nicht allzu viel reininterpretieren. Und dass wir aber nochmal gucken, ob da nicht womöglich sich noch irgendwas anbietet, was man dann hintenrum doch nochmal irgendwann reininterpretieren kann. Das ziehen wir aber zumindest bis zum zehn Geboten irgendwie durch. Ich also ich warte jetzt, gar einen Gedanken schmeiß ich da jetzt noch irgendwie hinterher und das ist

Es ist ja im Prinzip gut christliche Tradition, ähm heidnische Bräuche zu übernehmen und zu inkulturieren. Mhm. Damit es den Heiden leichter fällt, Christen zu werden. So. Das ist ja eine sehr bekannte und sehr gut funktionierende Werbestrategie.

Genau. Und ganz kurz, bevor du. Nee, mach mal zu Ende. Bitte? Mach mach mal zu Ende Ende. Nee, nee, also ja, genau. Also es ist bei Weihnachten und Ostern ziemlich sicher so passiert. Und ähm Dann haben wir also hier also was ist denn, wenn das hier ähnlich wäre? Und das ist tatsächlich die heilige Zahl des Gottes von Babylon, und man hat sie jetzt versucht, in den eigenen Kulturraum einzubinden, um sie dem babylonischen Gott quasi wegzunehmen. Oder zumindest ihm nicht alleine zu überlassen.

Ja, also würde ich würde ich als Hypothese für die in den zehn Geboten dann mitgehen, weil da Also vielleicht müssen wir gerade, warum ich diese, diese, äh, ähm, diese Baal-Marduk-Achse da gerade baue, ähm, die müssen wir vielleicht einmal kurz erklären. Marduk wird in der Bibel in der Regel als Bel bezeichnet. Und da gibt es durchaus Berührungspunkte wiederum mit Bal, wenn das überhaupt unterschiedliche sind und so weiter.

Und bei den zehn Geboten gibt es dann ja eben diese Szene mit dem goldenen Kalb, und das wiederum ist eine kultische Handlung für Baal. Richtig? Habe ich das so ungefähr korrekt zusammengefasst? Das kann ich würde das jetzt einfach mal nicht in Frage stellen, sagen wir mal so. Okay, vielleicht habe ich jetzt auch groben Unfug erzählt, aber so ungefähr habe ich es im Kopf. Also auf jeden Fall könnte es sein, dass sich da bei den zehn Geboten noch so eine Madoc-Bal, wie auch immer.

Achse aufbauen lässt und wenn das der Fall ist, dann würde ich der Hypothese, die du gerade in den Raum geschmissen hast, so nach dem Motto, naja, vielleicht hijacken wir hier gerade mal diese Zahl, dann würde ich die mitgehen. Und dann könnte man hier diese zehn Wunder auch sozusagen als eine Vorbereitung dieses Zahlenhigings interpretieren. Das würde ich irgendwie mitgehen.

Also wäre das gehört, das gehört alles in diesen ganzen großen Komplex, wir müssen uns mal mit Götternamen beschäftigen an der Stelle. Also ich gebe, ich gebe unemwunden zu, ich habe da wirklich ein großes Defizit. Also zu meinem Theologiestudium hat nicht primär jetzt unbedingt gehört, nochmal so die ganze Kulturgeschichte des, des Vorderen Orient irgendwie aufzuarbeiten.

Und ich merke in diesem Podcast immer mehr, dass das ein durchaus sinnvoller Interpretationsbackground ist, den man sich da irgendwie mal anschaffen sollte. Und also ich lerne auch eine ganze Menge. Hierbei. Und also das würde ich mir, glaube ich, einfach gerne nochmal intensiver angucken. Also zum Beispiel die Verlinkung zwischen dem goldenen Kalb und Beel, Baal oder auch Marduk ist mir zum Beispiel völlig unbekannt. So. Für mich ist das erstmal ein goldenes Kalb.

Fertig. Ich habe mir da auch nie größer die Frage gestellt, warum das jetzt ein Kalb ist und nicht ein anderes Tier. Ah, okay. Und das wäre hochinteressant, an der Stelle mal zu gucken, was ist das? Ist das, weil es heißt ja immer nur, die fallen ab vom Glauben. Und von Jahwe. Es wäre natürlich hochspannend zu sehen, was ist, wenn sie gar nicht von Jahwe abfall nicht nur von Jahwe abfallen, sondern zu dem babylonischen Gott hinfallen, verstehst du?

Genau, also das ist auch sozusagen ungefähr das, was da erzählt wird. Die denken sich da nicht eine neue kultische Handlung aus, sondern die nehmen einen, die nehmen einen Gott, der sozusagen. ja, der schon, der schon in ihrem Kulturraum existierte, auch durchaus eine Zeit lang sozusagen in einem polytheistischen System mit einem anderen Gott namens Yahweh übrigens.

Ja, also das machen wir dann tatsächlich in Ruhe, wenn wir, wenn wir an der Stelle sind. Und ich glaube, diese Geschichte mit den Namen, vielleicht nehmen wir uns da tatsächlich die Gelegenheit, uns einmal. einmal von der Geschichte zu lösen und gar nicht großartig weiter zu erzählen, was da passiert, sondern eher uns mal diese ganzen verschiedenen Namen und so weiter anzugucken.

bis hin zu diesem El Shaddai, der hier erstmalig eingeführt wird und mal zu gucken, was wir da so alles finden und das zusammenzutragen und zu gucken, was wir damit machen. Das ist eine Überlegung wert. Ja, denk ik ook. Da kriegen wir auch nochmal hin die Unterscheidung zwischen Elohim und Adonai. Ich glaube, ich habe gerade gesagt, Elohim heißt Herr, ne? Was für ein großer Unsinn. Also Elohim ist natürlich der Name für Gott als solcher, also die Gattung Gott. Und Adonai ist tatsächlich Herr.

Ähm, das hilft jetzt aber immer noch nicht bei der Beantwortung der Frage, ob da wo groß in der Einheitsübersetzung her steht. In Wahrheit das Tetragramm steht, also JHWH. Die Frage kann ich nicht beantworten. Dazu bräuchte ich das hebräische Original, das ich jetzt gerade nicht hier habe. Ja.

Ja, genau. Also das könnten wir ja tatsächlich mal Stück für Stück machen. Also sowohl so ein bisschen uns diese verschiedenen Gottesbezeichnungen inklusive dieses El-Shaddai hier anzugucken, sich anzugucken, wo kommen die her, wo gibt es da womöglich mit ähm anderen, insbesondere polytheistischen Quellen, irgendwie Überschneidungseffekte und was haben wir hier noch so alles rumliegen, das könnte man mal machen. Hm.

Jo. Gut, also dann würde ich jetzt aber tatsächlich für jetzt das Thema erstmal ad acta legen und auch die 10 ad acta legen und das eher dann, wenn wir. beim gesetzgebenden Prozess da auf dem Berg angekommen sind und dem goldenen Kalb das da nochmal wieder hochnehmen. Genau. Ich glaube, ansonsten haben wir hier weiterhin so ein Stück weit diese Gewaltenteilung, diese Rollenverschiebung zwischen Mose und Aaron, die wir beim letzten Mal schon hatten. Ich finde, man

Magierrollen

Also, auch wenn mich ja völlig auf dem falschen Fuß erwischt hat, dass Aaron hier durchaus Zeremonie übernimmt. Aber dennoch, finde ich, sieht man die zumindest einen Effekt, dass sich Mose als der Zeremonienmeister oder der Zeremonienmagier durchsetzt. Also, zumindest so wie es hier in der Geschichte erzählt wird, ist irgendwie ein klares Ranking zu sehen, was so rituelle magische Macht angeht. Die Magier des Pharao, Aaron, Mose. Und Aaron hat halt nur Silbermedaille. Ha ha.

Und da kann man schon irgendwie diese Ausdifferenzierung, die wir beim letzten Mal schon vermutet haben, die kann man hier nochmal bestätigt sehen. So, auch wenn sie erst nochmal kurzfristig rückgängig gemacht wird. Also ich ähm finde auch an der Stelle, dass das ein bisschen deutlich wird, dass ähm

Dass Mose so die engere Beziehung zu Jahwe einfach hat. Ja. Also entweder redet Gott zu beiden, ne? Oder sprach zu Mose und nur zu Mose und sagt, zu Mose, sprich zu Aaron. Mach das. So. Also da sieht man halt schon, und das wird ja später auch nochmal deutlicher, weil Mose halt den Berg rauf geht und die Gebote holt und so.

Ähm, dass Mose irgendwie da der, der, der große Bruder oder wie auch immer derjenige ist, irgendwie der zu der näher irgendwie an Gott dran ist. Ähm Und also ich habe das tatsächlich so nie gelesen, ne, dass da wirklich ein Konkurrenzverhältnis zwischen den beiden stattfindet, aber jetzt zu bei näherer Betrachtung finde ich ist das relativ augenfällig, dass

ähm, dass Aaron da an der Stelle und Mose irgendwie versuchen, so ihre ihre jeweiligen Positionen innerhalb des Levitentums zu finden, ne? Und ähm

Ich würde jetzt hier an der Stelle noch gar nicht wirklich eine Konkurrenz lesen. Also da gibt es später Stellen, wo sie ja durchaus unterschiedlicher Meinung sind und so. Und Aber hier an der Stelle würde ich jetzt gar nicht so sehr als Konkurr- Konkurrenz, sondern eher Also in dem Text, den wir beim letzten Mal besprochen haben, eher als eine Aufgabenteilung sehen, die ja auch so ganz pragmatisch ist.

Und diesmal jetzt hier auch, also diesmal könnte man hier einen gewissen Wettbewerb mit reinlesen. Indem sich dann Mose einfach als der stärkere Magier von den beiden durchsetzt. So. Das ja. Ja, ja, das also ja, also die beiden jetzt nicht selber, aber so im Lesen, ne? Versuchst du halt irgendwie klar zu kriegen, wer es wer. Und wenn man so möchte, der Autor. oder die Autoren versuchen an der Stelle so ein bisschen klar zu kriegen, wer ist jetzt irgendwie, wo wer gehört, wohin.

Und es würde mich zumindest nicht wundern, wenn es etwas mit Genealogie zu tun hätte und mit Abstammung und der Frage eben, welcher von den beiden Zweigen innerhalb des Levitentums ist da jetzt irgendwie der Tonangebende. So. Spekuliert, aber später wird's halt, wird es halt so sein, dass eben das Priestertum sich aus Aaron. Ich habe es das, glaube ich, zum dritten Mal gesagt, irgendwie entwickelt. Und also an irgendeiner Stelle ist da, ist da ein Konflikt ausgetragen worden wahrscheinlich. Mhm.

Ja, also ich wiederhole nochmal, dass ich das nicht so ganz finde, eben, weil sie ja gerade als Brüder und eben aus demselben Hause kommend irgendwie angesehen werden. Und Aaron ist der Ältere von beiden, also dass er sozusagen so tendenziell derjenige ist, der, der sozusagen seiner Linie des Hauses seinen Namen aufstülpt, das das macht schon alles Sinn. Und so. Aber Um dennoch

dieses ganze Brudertum muss ja auch nichts nicht viel heißen. Das kann ja auch eine sehr äh, also ein, ein, ein erzählerisches Element sein und es drückt dann aber sozusagen genau das aus, so nach dem Motto Ja, die haben wir halt mal kurz assimiliert, waren ja ohnehin unsere Brüder, ne? Und dann ist das Thema erledigt. Wie gesagt, es ist pure Spekulation, aber.

Wir haben ja beim letzten Mal in die drei magischen Akte, die Gott Mose beibringt, relativ viel rein interpretiert und haben ja dieses Also Stab zu Schlange und Wasser zu Blut und was war das letzte?

Magische Akte

Ach ja, hier Aussatz und wiederum nicht Aussatz. Da haben wir ja relativ viel hineininterpretiert. Ähm würdest du hier, also manche Tricks tauchen ja auf, also ne, Schlange und Wasser zu Blut ist so ansatzweise ja mit drin, diese Aussatzgeschichte. könnte man in diese ganzen Geschwürsachen irgendwie nochmal mit reinlesen, also zumindest auf der Ebene von Krankheit erzeugen und wieder und wieder heilen. So, also...

Also, ich finde es erstmal ganz wohltuend, dass die drei Tricks auch alle auftauchen. Wenn da einer gefehlt hätte, hätte mich das erstmal wieder stutzig gemacht. So, wieso bringt Gott hier drei Tricks bei und dann tauchen sie hinterher nicht auf, wenn es doch hier schon so ein großes Magierbattle gibt? Aber die tauchen alle auf, das ist also okay. Würdest du in die anderen noch großartig was rein interpretieren wollen? Ähm, was ich auch nicht wusste, die ähm

Ägyptische Göttin Heket ist eine froschköpfige Göttin. Aha. Und zwar die der Fruchtbarkeit. Also eine Fruchtbarkeitsgöttin auf jeden Fall. Okay. Und das ist so ein. Da habe ich gedacht, das ist doch, das ist doch Trollen, oder nicht? Also, wenn der Frosch ein Symbol ist für Fruchtbarkeit, ja, dann schicken wir euch jetzt so viele Frösche, dass ihr dran verreckt. Und sie gehen übrigens auch

was sie ja normalerweise gar nicht tun, bis in die Backstuben rein. Also quasi so an die, an die wirkliche Wurzel der Nil, als, als, also aus dem Nil kommend. Der Lebensader Ägyptens in die Backstuben quasi ein weiterer Grundnahrungszufluss für Ägypter. Ja, und verunreinigen das alles und verseuchen das.

Und das fand ich schon, das finde ich ganz interessant, dass da irgendwie quasi etwas, was in Ägypten als heilig verehrt wird, quasi in sein Gegenteil gedreht wird. Ja, und als Plage jetzt plötzlich auftaucht. Mhm. Das wäre so so ziemlich das einzige, alles andere. Ja, könnte man bauen. Dann wäre es natürlich nochmal spannend zu wissen, ob sie auch Stechmücken und Ungeziefer und Heuschreckengöttheiten haben, aber haben sie nicht. Nee. Ja, aber trotzdem.

Spannender Punkt, als zumindest dieser Punkt mit Vermehrung bis zum, bis zur Plage und so. Mir ist aber tatsächlich gerade, als ich angefangen habe, dir diese Frage zu stellen, ist mir noch was aufgefallen. Und zwar, also A hatte ich das mit diesen sieben Plagen so im Kopf. Und B, äh, habe ich jetzt ja gerade gesagt, naja, es gibt diese drei, die ähm

die Gott Mose beigebracht hat und dann auch andere. Das ist auf jeden Fall schon mal spannend, weil wir da auf eine Variante der 10 kommen, nämlich 3 plus 7. Also die 7 ist ja durchaus was wo wir schon gesagt haben, die geht wegen drei plus vier. And uh Wenn man da jetzt allerdings noch eine 3 dazu kommt, dann ist man schon wieder bei zehn.

Da will ich jetzt gar nicht so numerologisch werden, aber das könnte jetzt hier ein Hinweis darauf sein, was hier passiert ist, um diese 10 zusammenzukriegen. Wir haben nämlich die 3. Die also die drei Tricks, die Gott Mose beigebracht hat. Stab, Blutwasser und Diese Beulenpest da, ja. Wenn wir die, also wenn wir akzeptieren, dass das die ist, die mit diesem Aussatz. Zu tun hat. Und dann bleiben die sieben, die übrig sind, bleiben Frösche, Stechmücken, Ungeziefer.

Äh, Unwetter, Heuschrecken und Finsternis. Jetzt habe ich irgendeine übersehen. Was fehlt denn da noch? Hage. This habe ich bei Unwetter. Ach, die Viehseuche noch. Genau. Also erstmal könnte man sozusagen alle außer den dreien durchaus, also die Geschwüre, so ein Stück weit auch, aber die könnte man durchaus als Als Plagen klassifizieren und dann werden es vielleicht sozusagen sieben, also es sind ja, es sind ja so sieben großflächige Effekte und dann diese drei.

Na gut, jetzt mit den Geschwüren ist natürlich auch ein großflächiger Effekt. Aber worauf ich irgendwie raus will, ist: Es könnte sein, dass die Geschichte einmal so erzählt worden ist, dass einfach sieben. Großflächige Effekte erzielt worden sind. Und einmal wurde sie so erzählt, dass Mose einfach die drei Zaubertricks, die Gott ihm eigentlich beigebracht hat, um die Israeliten zu überzeugen, jetzt auch verwendet, um den Pharao zu überzeugen.

Und wenn diese beiden Erzählungen dann miteinander konkurriert haben und man die dann auch so miteinander fusioniert, dann werden aus sieben in der einen Geschichte und drei in der anderen Geschichte auf einmal zehn. Ja, kann ich nichts gegen sagen. Ja, Technik ist ja auch pure Spekulation. Eben genau. Also gefühlt würde gefühlt würde ich sagen, es würde mich nicht wundern, wenn es eine Inspiration gewesen ist. Ne? Aber klar.

Absolut denkbar, dass das, dass das so gelaufen ist. Das wäre natürlich, ja, das wäre denkbar. Also, ich glaube, es ist tatsächlich relevant, dass die Dinge, die. Also die drei die drei Machtzeichen, die Gott Mose beigebracht hat, dass sie hier wiederkommen. Das ist notwendig. Ja, sonst bricht es irgendwie den Erzählstrang. Und du hast ja auch gesagt, dass also das fand ich sehr schön, dass du das so gesagt hast.

Es würde dir gefallen und du würdest dich ganz wohl damit fühlen, dass dem so wäre. Und ich glaube, das ist tatsächlich für den Leser oder den Hörer auch ganz relevant, ne? Zu wissen, ah, ich bin immer noch irgendwie hier im, im, im Wirkbereich meines Gottes. So. Das sind nicht irgendwelche brutalen Geschichten. Ja, aber spannenderweise gerade die, die Gott Mose dabei gebracht hat. Also zwei von den dreien wirkt dann hier in dieser Fassung eben nicht Mose, sondern Aaron.

Also, das ist schon. Äh, jetzt muss man eben gucken, tut er das denn im Auftrag von Mose? Ja, naja. müsste man mal, willst du jetzt genau auf die Formulierung, ob da sowas kommt, Gott spricht zu Biden oder Gott spricht zu Mose und sagt, ja, okay, dann müsste man sich mal angucken.

Was ein bisschen also guck gerne, ich, ich, ich, ich spekuliere in der Zwischenzeit mal gerade weiter, äh Also grundsätzlich würde diese Fass diese Variante, dass man hier irgendwie eine Dreier und einer Siebener Geschichte hat, die würde natürlich Zu unserer vorhin schon aufgestellten Hypothese passen, dass wir hier zweimal die Geschichte haben: einmal mit Mose, einmal mit Aaron, und dann wird es zusammengefügt. Da würde es sich natürlich schön reinfügen. Was mir nicht so ganz passt,

Ist die Tatsache, dass der ähm der Modus Operandi, wie sagt man das denn auf Deutsch? Also die, die, die, die Art und Weise, wie das Wunder gewirkt wird, sich, ähm, sich nicht leicht. Also wir haben jetzt ja bisher gesagt, das mit den Geschwüren, also wo da so eine Hautkrankheit entsteht, das ist so ungefähr das was was was wir im letzten Mal hatten. Und da war das ja aber sowas von er greift in seine Gewandfalte und zieht die Hand wieder raus und dann ist sie mit Aussatz

Also von Ausatz weiß. Und hier sind es jetzt ja so Geschwüre, und die wirkt Mose ja so, dass er Ofenruß nimmt und in die Luft pustet und dann überall, wo dieser Staub niedergeht.

Tret diese Hauptkrautkrankheiten auf, das ist ein völlig anderes Ritual, das da durchgeführt wird. Und Das wäre jetzt, wenn wir nicht mit dieser Zahlennummer hier rumfuddeln würden, wäre es nicht so tragisch, weil man dann einfach sagen würde, naja gut, Diese beiden Textkorpus sind irgendwie zusammengeführt worden oder Korpora ist, glaube ich, der Mehrzahl, die Mehrzahl von Korpus, die beiden Textkorpora sind zusammengeführt worden und weil sich die beiden Hautkrankheitsgeschichten

gut eigneten, um einfach zusammengelegt zu werden, hat man es zusammengelegt und hat das geilere Ritual genommen. Aber wenn wir so eine Hypothese haben von, naja, es gibt drei und sieben, dann passt das nicht. Weil wo kommt dann auf einmal der Ofenruß her und so? Also daher bin ich mit meiner eigenen These hier gerade ein wenig. Bin ich skeptisch. Na, naja. Genau. Kommen wir vielleicht auch einfach nicht tiefer. Also, wie gesagt, es kann auch einfach sein.

Also jetzt, ich bin ja mal für Simplizität, ne? Und ich also immer zu sagen, ja, die haben sich da irgendwie keine Ahnung was dabei gedacht. Ähm vielleicht, mir schwert auch schon irgendwie seit einer halben Stunde die eine Frage darum, ob du aus dieser Geschichte irgendwie so eine Moral ziehst. Also ich ähm behaupte, dass das jetzt mal so eine Story ist, wo man sagen kann, und was ist die Moral von der Geschichte, zumindest kann man es versuchen.

Um was bei den vorherigen mir zumindest deutlich schwerer gefallen ist. Und am Ende ist es möglicherweise sehr, sehr, sehr gerade aufs Gesicht zu, was hier gesagt werden soll. Also bei Gottes Leben und er kennt gefälligst an, dass Gott, der, also dass Jawe, der Der mächtigste aller Götter ist, und das haben jetzt gefälligst, auch die wirklich sturen Ägypter zu begreifen. Und er ist der Bundesgott, und er führt uns raus und wir sind das erwählte Volk. Punkt.

Was schon eine ganze Menge ist. Aus dem ganzen Exodus jetzt oder nur aus diesem Abschnitt. Ja, ja, aus Ägypten. Aus Ägypten jetzt. Nur aus dem aus dem Abschnitt jetzt meine ich. Okay. Äh, und weißt du so, da das ist so das, was da irgendwie mit mit sein soll und Möglicherweise ist es stumpf Zufall, dass da irgendwie eine Zehnzahl drin ist. Möglicherweise hat es was mit den Babyloniern zu tun. Möglicherweise ist es einfach ein ausgestreckter Mittelfinger, verstehst du?

Dass da gar nicht unglaublich viel drin sein soll, nur dass sie halt sagen: So, und jetzt nehmen wir hier absichtlich die Zehen rein, so als zwinkendes. Leckt uns an unseren Füßen, ja, ihr blöden Babylonier, wir haben den geileren Gott und wir können euch sogar euren Marduk irgendwie platt machen. Punkt. Ja. Und ähm. Ohne da jetzt irgendwie viel tiefer gehen zu wollen an der Stelle. Weil möglicherweise ist es genau das fertig. Ja.

Wobei Zufall darf ich gar nicht sagen, weil ich hab vorhin gesagt, das ist Absicht, ne? Ich habe vorhin gesagt, das ist Absicht. Ich bleibe auch dabei, dann drück für. Ja, okay.

Ja, also da da kann ich, also würde ich für so einigermaßen plausibel halten, dass das, also wenn, wenn diese zehn wirklich so eine So eine Zahl ist, wo damals in Babylon irgendwie alle wussten, die 10 ist dem Marduk heilig und dann hier so eine Nummer durchzuziehen, wäre dann hätte dann schon eine gewisse Symbolkraft, das würde ich. Das würde ich unterschreiben. Und die Und für diese Frage, was ist die Moral von der Geschichte? Also ich glaube, man kann es fast so ein bisschen...

in dieser Szene mit den, mit den Schlangen irgendwie festhalten, so hier geht's schon ziemlich klar darum, wer hat den längsten, ne? Also wer, wer hat, wer hat irgendwie den, den, den geilsten Gott am Start? So und also who's got the power, ne? Also das ist ja schlicht und einfach ein Magierduell, was hier abläuft. Und die Tatsache

Also, dass hier eigentlich noch irgendwie der Pharao überzeugt werden soll, das ist ja, das ist ja eigentlich der Aufhänger des Ganzen. Das ist ja also der Grund, warum man hier jetzt hier irgendwie diesen, diesen Diese Challenge hier irgendwie abfeiert, ist ja eigentlich, dass der Pharao zur Verhandlungsbereitschaft gebracht werden soll über diese ganze Machtdemonstration. Und das ist ja. It zumindest einer Hälfte der der Erzählung hier, nämlich in der, in der

Gott das Herz des Pharaos verhärtet, eine völlig sinnlose Veranstaltung, weil da passiert nichts hier, ne? Sondern der soll ja am Ende immer noch. einen schlimmen Rückzieher machen und so weiter und so weiter. Und dass das am Ende dann in abgebrochenen Verhandlungen endet, ist dann ja auch schon von vornherein klar gewesen und man hätte das alles lassen können. Das heißt, hier ist ein reiner Das ist ein reiner Vorwand hier an der Stelle. Und dementsprechend ja. Ähm.

Die Funktion dieses Textes ist irgendwie einmal zu zeigen, guck mal. Unser Gott ist der Geiste. So was natürlich wiederum im babylonischen Exil eine extreme Durchhalteparole ist, ex speziell für diejenigen, die irgendwie mit dem Gedanken spielen, sich zu assimilieren. kultisch sozusagen, sich schon mal den Babyloniern anzuschließen und deren Pantheon zu übernehmen und so weiter, dann wird hier eine klare Geschichte erzählt. So, guck mal, ähm,

Das da haben wir was Besseres im Arsenal als die, als die Babylonier. Und da passt dann natürlich deine Hypothese von der 10 als Stinkefinger ganz hervorragend rein.

Action

Ich muss bei dieser ganzen Geschichte der zehn Plagen und auch später beim Exodus mit den mit den Feuersäulen und dem ähm na, das andere ist Nebelwolke, ne? Was dann später kommt. Ja, also Wolkefeuer, also je nachdem. Genau, also je nachdem wie genau man guckt, dak da ich will es jetzt nicht vorwegnehmen, aber ich glaube, man kann sogar vier verschiedene Entscheiderscheinungsformen.

unterscheiden. Aber unterm Strich werden eigentlich immer klassisch zwei, nämlich einmal Feuersäule und einmal Wolke. Ich bin der Meinung, da ist noch mehr. Aber egal. Ja. Ähm so und also diese dieser ganze dieser ganze Abschnitt, im Prinzip der gesamte Exodus, aber zumindest diese Teile. Haben ja auch so ein bisschen was von einem von einem sehr, sehr krassen Actionfilm irgendwie so, ne? Wer heißt denn der noch immer, der auch Transformers gemacht hat?

Okay, sagt mir gar nichts, aber ja, okay. Der ist so ein Actionregisseur. Und weil, also, so viel Geschichte ist da gar nicht drin. Es passiert ja mal das Gleiche. Das hast du ja auch bei der Nacherzählung sehr schön nochmal irgendwie gesagt. Mose und Aaron gehen hin, Pharao sagt ja. Die beiden okay, Pharao sagt nein. Die beiden gehen wieder hin, Pharao sagt ja, die beiden okay, Pharao nein, und so weiter und so fort.

Und also storytechnisch passiert ja gar nicht unglaublich viel. Vor allen Dingen auch die, die Orte ändern sich ja nicht großartig. Also, wenn man das jetzt irgendwie. In Film- oder in Theaterform bringen wollen würde, dann hätte man irgendwie freies Feld, Palast, freies Feld, Palast. Mehr ist da nicht. Und ähm deswegen, also das, das finde ich, betont nochmal irgendwie, das ist bildgewaltig, unglaublich bildgewaltig, was da so passiert, ne? Blutende Flüsse und Heuschrecken, Plage und Hagel und

Das ist unglaublich bombastisch und soll eigentlich nur so einen Wow-Effekt auslösen. Ja. Also mehr, viel mehr. Neben der Bundesaussage, ich bin für euch da, schon wieder oder auch immer noch, ist er nicht. Oder diesmal wirklich. Oder diesmal wirklich, ganz genau. Und wobei Gott ja immer derjenige ist, der auf das Volk zugeht, ne? Und das Volk ja immer irgendwie. dann den Ansprüchen nicht gerecht wird. Aber also das ist so, so ein Bam-Ding. Verstehst du?

Und ganz vielläufig taucht jetzt also auch richtige Magie in der Art auch nicht mehr auf. Also, das ist schon, das ist schon richtig. Das ist halt ein Action für mich. Ja, also ich meine, es gibt natürlich schon noch eine Menge magischer Effekte, jetzt gerade hier im Exodus, ne? Also äh, also die Meerteilungen und die Mauern von Jericho sind, glaube ich, so die Dinge, die da so am am bekanntesten sind, auch so in in popkultureller Form. Aber ja.

Also dennoch ist hier dieses Magier Duell ist auf jeden Fall so ein Punkt, wo man Wo man sagen kann, okay, wer auch immer diesen Text geschrieben hat, ja, der oder redigiert und so zusammengefasst hat, der will hier nicht einfach irgendwie erzählen, dass die Verhandlungen mit dem Pharao schwierig waren. Ja, sondern hier soll ein ganz anderer Punkt gemacht werden, der dann sozusagen auch hinten raus nochmal nochmal klar macht, wie. wie alternativlos

diese, diese, diese Leidensgeschichte, die dann da jetzt ja über die nächsten vier, vierzig Jahre dann bald erzählt wird, wie alternativlos die ist. Und das passt natürlich in diese ganze Durchhalteparolen. Interpretationen in Babylon, die wir hier gerade aufmachen, passt da ganz wunderbar rein. Das ist so ein Hier, unser Gott, ist der Beste, und das wird jetzt alles nicht so einfach, und das dauert vielleicht auch lange und so, aber am Ende lohnt sich das. Am Ende kommt man wieder nach Hause.

Gut, ähm, wenn du nichts mehr Wildes auf dem Zettel hast. Nee. Tatsächlich nicht. Sehr schön. Dann würde ich auch tatsächlich sagen, dann lassen wir es dabei heute bewenden und gucken uns beim nächsten Mal dann.

Entweder in einer dezidierten Folge nur Gottes Namen an, oder erzählen tatsächlich diese ganze Geschichte, wie denn jetzt dann der Konk, die konkrete Abreise abläuft, und haben da auch eben nicht unsere Hausaufgaben vergessen, dass wir da interpretatorisch genau hingucken wollen, ob das wirklich eine Flucht bei Lacht und Label oder eher eine Revolution oder eher ein Plünderungszug ist, der da irgendwie passiert.

Das gucken wir uns dann also an. Sehr gerne. Kommen auch früher oder später dann auch bei diesen ganzen Gottesnamensgeschichten an. Gut, dann für heute danke ich dir erstmal. Ich danke dir. Und euch da draußen danke ich fürs Zuhören und für jegliches Feedback, was ihr uns zukommen lasst. Und ja, bleibt uns bis zum nächsten Mal gewogen. Und ich sage Tschüss.

Bye bye. Shownotes und die Möglichkeit zu Kommentaren findet ihr unter troyaalert.bildungsangst.de. Bewertet uns gerne bei iTunes oder anderen Podcast-Portalen und wir freuen uns über Feedback jeglicher Art.

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