¶ Beginn
C-Podcast umsagen und wüten. Ich bin Stefan und mein Gesprächspartner ist der Marc. Hallo Marc. Hallo Stefan. Genau. Mal wieder ist es lange her. Ich langweile euch da draußen am besten gar nicht erst mit irgendwelchen lang Begründungen, warum das so ist. Es ist halt so. Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat. Wir machen einfach direkt weiter. Genau.
Vielleicht haben, habt ihr da draußen eh jetzt gerade irgendwie euch gedacht, oh hier, neue Troja-Alert-Folge, ach fuck, das ist alles so lange her, ich höre mal das, was davor war, nochmal kurz, um da wieder reinzukommen. Aber ich glaube, für Marc und mich muss ich mal kurz rekapitulieren, wo wir stehen. Ähm, ist dir das recht, Marc? Ich wäre total dankbar dafür, ja. Ja, okay. Gut, dann machen wir das so.
Im Prinzip sind wir ja eigentlich immer noch im Abraham-Modus, auch wenn wir ihn beim letzten Mal sozusagen ja abgeschlossen haben. Aber also um zu gucken, wo wir sind, müssen wir uns den Abraham nochmal hochnehmen.
¶ Previously
Wir haben ja gewissermaßen Abrahams Geschichte erzählt von der Auswanderung aus dem Zweistromland, also so im Wesentlichen heutigen Irak, nach Kanaan.
Und dann eben diverse Bünde, die er da unterwegs mit seinem Gott geschlossen hat, sowie diverse, wie soll ich sagen, spannende Geschäftsmodelle, die er so am Start hatte, die, also unter anderem mit dem Ja, ich behaupte mal, meine Ehefrau sei meine Schwester und jubile sie den örtlichen Monarchen als Nebenfrau unter und dann wird das alles irgendwie. unangenehm und hinterher bin ich reich. Da haben wir ja also viel drüber diskutiert, wie das irgendwie so gelaufen sein könnte.
Genau, also das hatten wir alles. Dann diese ganze Sache, mit dass er und seine Frau Sarah eben keine. Kinder bekommen konnten, ganz lange, dann als Leihmutter eine ägyptische Sklavin namens Haga, ihm einen ja, sozusagen an Sohnesstadt oder an ehelichen Sohnes Stadt angenommenen, unehelichen Sohnen gewissermaßen schenkt.
Und dann wird aber auf einmal seine Hauptfrau, die Sarah, schwanger, und dann gibt es irgendwie das Problem, dass jetzt dieser ältere Erbe, der da existiert, der Ismael, dass der weg muss und dann werden die beiden verstoßen, begründen damit im Prinzip
das Volk, auf dem sich dann so im Wesentlichen auch der, der Islam beruht, also ob es jetzt wirklich sozusagen die Araber sind, aber wir reden einfach mal von den Ismailiten, die dann also auch ganz stark in muslimischer Tradition irgendwie auftauchen. Und wir sind hier jetzt mit dem Isaac auf einmal am Tun. Das ist jetzt also der Sohn des Abrahams. Dann haben wir noch kurz von der.
Von der, ja, wie hat man das denn? Also versuchte Opferung, verhinderte Opferung, wie auch immer. Also auf jeden Fall ein von dieser ganzen Opfer-Episode, wo Isaac geopfert werden soll und das dann im letzten Moment dann doch noch abgewendet wird. Haben wir berichtet. Und dann noch so als letztes, das ist im Prinzip auch so die letzte Amtshandlung, die Abraham begeht, ist, dass er nach einer Frau für seinen Sohnemann sucht. Das findet er dann auch in seinem ursprünglichen Heimatland.
Da kommt die Rebecca eben her, mit der seinen Sohnemann dann verheiratet. Da hatten wir ja diese schöne Szene mit, wir testen mal den Charakter der Frau, indem wir gucken, ob sie freigiebig mit Wasser umgeht.
Und haben uns da ja sehr darüber amüsiert, dass das womöglich ein kulturelles Missverständnis sein könnte, weil sozusagen die jetzt in Kanaan befindlichen Abrahamiter sozusagen Wasser durchaus als eine knappe Ressource kennen und aber womöglich im Zweistromland, wo der Euphrat und der Tigris doch eine ganze Menge Wasser mit sich führen.
ähm, womöglich Wasser gar nicht so eine knappe Ressource ist und dementsprechend diese Messmethode, ich guck mal, wie freigiebig die mit Wasser umgeht, vielleicht gar nicht so gut ist. Ähm. Genau, aber so oder so ist jetzt also Abraham zufrieden und lebenssatt aus dem Leben geschieden. Und jetzt haben wir im Prinzip den Isaak übrig, der jetzt also mit Rebecca verheiratet ist.
Und im Prinzip jetzt der neue Stammesfürst, der Hebräer ist. Habe ich irgendwas Wichtiges weggelassen? Oder ist das so ungefähr. Dirzu auch die Schnelle. Hattest du jetzt Sodom und Gomorra noch erwähnt? Ah, nee, genau. Sodom und Gomorra hatten wir zwischendurch auch noch. Genau, die mussten auch noch sozusagen mit mittels göttlicher Massenvernichtungswaffen plattgelegt werden, um den
äußerst moralisch integren Lot zu retten. Ja, der zwischendurch Töchter anbietet. Genau, der seine Töchter zur Vergewaltigung preisgibt, damit seine Gäste nicht angetastet werden. Ähm, genau. Ja. Und der dann auch hinterher mit eben diesen Töchtern dann natürlich im Suff dann weitere Kinder zeugt. Genau. Ja, ich glaube, das haben wir. So haben wir es dann ungefähr. So haben wir es ungefähr, ja. Genau.
Das heißt, im Prinzip könnte man jetzt vermuten, da wir den Abraham jetzt fertig haben und jetzt ja sozusagen sein Erbe Isaac dran ist, dass jetzt das sozusagen so eine Art Isaac-Folge wird. Ich würde aber eher sagen, es ist fast schon eher eine Jakob-Folge, die hier passiert. Jakob ist wiederum Isaaks Sohn. Ähm.
Weil also tatsächlich von Isaac bekommen wir gar nicht so viel erzählt. Ich erzähle ein paar Sachen über ihn, aber tatsächlich dreht sich viel von dem, was man jetzt so über Isaak erzählen kann, eigentlich eher um Jakob, würde ich sagen. Da erzähle ich jetzt also so ein paar Episoden. Eine Sache muss ich noch dazu sagen.
¶ Disclaimer und Quellenlage
Normalerweise im Troja Alert, also insbesondere wenn ich sozusagen da mich bei den Griechen und Germanen und so weiter irgendwie bediene und Mythen aus diesen Kreisen oder diesen Kulturkreisen erzähle. Da sage ich das immer mal wieder gerne dazu, dass es da viele verschiedene Quellen gibt und dass ich mir da teilweise so ein bisschen.
erzählerische Freiheit nehme bei der Variante, wie ich die Geschichte dann hinten raus tatsächlich zusammenstelle mit den verschiedenen Alternativen, die mir da so geboten werden. Da mische ich auch teilweise ganz schön ordentlich durch. Das ist hier jetzt quasi bei den Mythen der Hebräer bisher nicht so gewesen, weil ich mich ja immer schön sozusagen an diesem kanonischen Text halte, der eben in der Bibel steht.
Und das würde ich heute ein bisschen verlassen, weil es gibt tatsächlich um Jakob und Isau, also Jakobs Bruder, um die Kinder von Isaak gibt es noch so ein paar Storys drumherum, die nicht in der Bibel stehen, sondern die dann so teilweise aus. aus so jüdisch-rabbinischer Tradition stammen. Die würde ich hier mal so ein bisschen mit einflechten, auch wenn es nicht in der Bibel steht, einfach weil ich finde, dass das den Mythos an der Stelle nochmal bereichert bzw. auch nochmal klar macht.
ähm was für Probleme womöglich auch Leute später mit diesem Text noch hatten. Ja. Deswegen lasse ich da also so ein bisschen weiteres Material einfließen. Kannst du nachher mal kennzeichnen, welche Einflüsse das sind? Das kann ich machen, ja. Ja, es ist durchaus relevant. Ich hatte das, weiß nicht, vielleicht auch schon mal erwähnt.
Ähm, was du meinst denn Apokryphen Schriften, nehme ich mal an, ne? Nee, nee, also also zumindest nicht in dem klassischen Sinne wie, also ich kenne tatsächlich gar keine alttestamentarischen Apokryphen-Schriften. Ich kenne nur so ein paar Apokryphe Evangelien, die dann sozusagen als als Alternative im Neuen Testament unterwegs waren. Gibt es das denn im Alten Testament auch? Das weiß ich gar nicht. Okay, good. Ja, ja, also die allermeisten Apogrypfen stammen auch aus altestamentlicher Zeit.
Es ist ja alles apokryf, was nicht im Kanon ist. Das ist ja die Definition, ne? Ja, genau. Nicht im Kanon gleich apoprüft. Das ist eigentlich auch logisch so, ja, das stimmt. Eben. Aber wenn du jetzt sagst, dass die da nicht drin vorkommen, dann wäre jetzt die Frage, wo hast du das her? Also ich meine
Das sozusagen, also im Wesentlichen sind es eine Stelle, die ich da mit drin habe, das müsste tatsächlich aus sozusagen rabbinischen Schriften, also rabbinerschriften über diese Textstelle, also quasi so eine Art Kommentar, das jetzt ich weiß nicht, ob ist dem Tallmut im Mittelalter noch was hinzugefügt worden?
Dafür kenne ich den jetzt zu schlecht. Also ich meine, da gibt es ja verschiedene Ebenen von Kommentaren gewissen. Also es gibt ja sozusagen die Tora, dann gibt es ja sozusagen den Talmud drumrum, der ja sozusagen so die, die die Urkommentarschiene ist und dann gibt es da drum dann ja auch immer noch neuere und noch neuere und noch neuere Kommentare, die dann irgendwie aufeinander Bezug nehmen und Auslegungen und so weiter. Und ich weiß jetzt nicht genau, was für einen
Kanonstatus, das im Judentum hat. Aber es sind auf jeden Fall, wenn ich das richtig recherchiert habe oder richtig nebenbei gelesen habe, gewissermaßen gestammt diese eine Hinzufügung des Mythos gewissermaßen aus dem Mittelalter. Und da können wir uns auch durchaus auch Fantasien zu machen, sozusagen, warum genau das so im Mittelalter nochmal, nochmal nachgelegt worden ist. Okay. Genau.
Aber das würde ich dann tatsächlich in der Geschichte tatsächlich kenntlich machen. Aber das wollte ich nur einmal vorweg sagen, dass das heute also ein bisschen mehr erzählerische Freiheit ist als sonst, wenn wir uns den Mythos der Hebräer vorn. Hau einfach mal rein und dann gucken wir gleich mal. Genau, so machen wir es.
¶ Isaak
Gut, Belim, Belim, genau. Also, wir haben ja den Isaak und äh, Rebecca, die sind jetzt also verheiratet und sind da die Chefs vom Ganzen. Isaac ist jetzt also Abrahams Nachfolger, Stammesfürst und. Stammes fürstet da halt so rum, also regiert im Prinzip sein Volk. Sie sind ja weiterhin zu Gast in Kanaan oder zu Gast kann man eigentlich nicht sagen, das ist der falsche Ausdruck, aber sie sind sozusagen als als Flüchtlinge sind sie ja gewissermaßen nach Kanaan gekommen.
Und sind von dem Abimelech, der da eben König ist, aufgenommen worden und leben da jetzt im Prinzip als so eine Art ethnische Minderheit und eben und haben da gewissermaßen so eine Art autonome. Verwaltung und davon ist eben Isaac jetzt weiterhin der Chef. So, wie Abraham das vorher war. Das ist also jetzt die Ausgangssituation. Und natürlich, wie das bei allen ist, die sozusagen überm
über Erbe gewissermaßen die Herrschaft weitergeben. Hat natürlich jetzt auch Isaak die Aufgabe, möglichst schnell einen Erben zu produzieren und versucht also ganz doll Kinder mit der Rebecca zu bekommen. Und interessanterweise gibt es da erstmal genauso Verzögerungen, wie es das auch bei Abraham und Sarah gab. Nicht ganz so lange, aber durchaus klappt das bei denen auch nicht. Von alleine. Also man hat fast das Gefühl, naja, wer weiß, vielleicht liegt das da irgendwie doch in der Familie.
dass das irgendwie mit dem mit dem Kinderkriegen nicht so ganz schnell geht. Also auf jeden Fall dauert es eine Weile lang. Wenn ich das richtig gerechnet habe, dann sind die tatsächlich 20 Jahre lang verheiratet, bevor das das erste Mal klappt mit dem Kinderkriegen.
Ähm, also weil irgendwo steht, was wir mal gucken, genau, Isaac war 40 Jahre alt, als er Rebecca zur Frau nahm und ich glaube, später steht er nur, dass sie, dass er 60 war, als seine Kinder dann auf die Welt kommen. Das heißt, er müsste also 20 Jahre ähm. wie soll man sagen, Wartezeit gewissermaßen dazwischen liegen, bis das endlich klappt mit der Schwangerschaft. So, ähm, als die Rebecca dann endlich schwanger ist, ähm
Gibt es quasi das Problem, dass die, dass das keine unproblematische Schwangerschaft ist. Also sie merkt einfach, dass dass da irgendwie, wie soll ich sagen, der, der Platz in ihrem Bauch irgendwie knapp ist und dass da irgendwie ist Rumort und und so weiter. Ähm Also zumindest hier in meiner Einheitsübersetzung
ist zumindest dem Erzähler und damit auch dem Leser so schon klar, was los ist. Nämlich sie hat mehrere Kinder im Bauch und die stoßen aufeinander aber oder stoßen gegeneinander, die, die, die keulen sich da gewissermaßen im Um und ihr ist das aber nicht klar, was hier los ist. Und dementsprechend geht sie sozusagen, ja, wahrscheinlich irgendwie zu einem Geistlichen, also irgendwie in den Tempel oder so und versucht ihn zu befragen, was hier los ist.
Und von Gott kommt jetzt die Antwort, dass sich in ihrem Leib zwei Völker befinden. Zwei Stämme und die liegen gewissermaßen ein Stück weit im Widerstreit mit ihr. Und der eine ist dem anderen überlegen, und zwar soll zukünftig der Ältere dem Jüngeren dienen. Was ja erstmal in so einer erstgeborenen Logik und so weiter ungewöhnlich ist. Aber das wird ihr hier gewissermaßen Gewalt sagen. Und ähm, ja.
stellt sich dann also auch im Laufe der Schwangerschaft raus, dass diese Prophezeiung, also jetzt von den zwei Völkern ist jetzt nicht die Rede, aber die erwarten da am Anfang womöglich tatsächlich noch mehr Linge, dass das mit den zwei Völkern fast so ein
Nee, die erwarten keine Mehrlinge. Egal. Genau, jetzt kommt dieser Teil aus, der nicht so in der Bibel steht. Es gibt dann noch die, als dann die Schwangerschaft vorbei, äh, relativ weit vorangeschritten ist, ähm merkt sie also, dass das eben Zwillinge sind und stellt tatsächlich fest, dass die sehr unterschiedlich reagieren. Also zum Beispiel immer, wenn sie am Tempel vorbeikommt und sie vernimmt das Wort Gottes oder nimmt irgendwie religiöse Gesänge oder sowas in der Art.
dann fängt das eine Kind immer an zu strampeln und zu machen und zu tun und ist offenbar ganz aufgeregt und reagiert da irgendwie drauf. Und sie hat fast das Gefühl, das Kind will raus, das will sozusagen Das will zu Gott. Ja. Das will in diesem ganzen, also dass dieses Kind scheint die Gegenwart Gottes im Tempel zu spüren und will da irgendwie hin. Ja. Und, ähm, Das andere Kind
Das fängt immer dann an zu strampeln, wenn es irgendwie was zu feiern gibt. Also wenn, wenn irgendwo sozusagen Sauflieder gesungen werden oder wenn es irgendwo lecker zu essen riecht und also wenn so eher die die irdischen weltlichen Dinge sozusagen
wahrgenommen werden, dann will das andere Kind am liebsten schon mal raus. Ja. Und also lange Rede, kürzer Sinn, sie spürt irgendwie schon im Mutterleib, Mensch, ich habe hier zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die ich da irgendwie wohl bald zur Welt bringen werde. Ja, ähm, dann kommt also irgendwann die Geburt, und tatsächlich klappt das auch mit der Zwillingsgeburt. Das war ja damals nicht so ohne weiteres selbstverständlich, dass so eine Zwillingsgeburt irgendwie.
¶ Geburt Esaus und Jakobs
wie soll ich sagen, glimpflich über die Bühne ging. Das erste Kind kommt raus und hat rote Haare. Und ist überhaupt ziemlich haarig, also fast er hat fast ein Fell, kann man sagen. Also ist ein recht behaartes Kind und hat rötliche Haare. Und äh, sein kleiner Bruder, also sein Zwillingsbruder, der hat die.
Also der hat die Hand an der Ferse seines großen Bruders. Also im Prinzip, als sie das, das, das ältere Kind rausziehen, hängt da eine kleine Hand an der an der Ferse dieses Babys dran und sie ziehen und ziehen gewissermaßen den kleinen Bruder hinter ihm her. Ja. Was ich mir für die Mutter ganz schön fies vorstelle, aber wir lassen mal die Details.
Beiseite. Also auf jeden Fall lässt sich gewissermaßen der kleinere, der Jüngere von beiden, der hat sich an seinem großen Bruder festgekrallt und lässt sich von dem da mit rausziehen. Und sie nennen die beiden Esau, so heißt der Ältere, und Jakob. Und Jakob soll dann wohl eben auch Fersenhalter bedeuten. Jakob ist dann also der jüngere von beiden.
So, jetzt haben ähm Isaac und Rebecca also gleich zwei Kinder, auch noch zwei Jungs. Das ist irgendwie ziemlich praktisch. Da hat man schon mal zwei Erben. Im Englischen gibt es so einen schönen Ausdruck. Für Könige you need an air and a spare. Also ein ein Erben und ein Ersatzerben gewissermaßen, falls dem Erben was passiert. Ähm, das haben sie hier sozusagen mal in einem Rutsch erledigt, das ist eine praktische Angelegenheit, haben also gleich mal zwei Söhne am Start, das ist toll.
Genau. Die beiden wachsen, also sind kerngesund, wachsen irgendwie wunderbar voran. Esau bleibt tatsächlich für, also auch als bis ins Erwachsenenalter, ein recht haariger Kerl. Also es ist jetzt nicht so, dass das irgendwie so eine So eine seltsame Babybehaarung ist, die sich dann irgendwie relativ schnell erledigt, sondern der bleibt immer irgendwie ein wolliger Typ, will ich mal sagen. Also hat immer ganz festes.
Grauses Haar auf dem Kopf und ganz stark behaarte Arme und Beine und so weiter und eben so einen rötlichen Touch drin. Es gibt auch Lesarten dieses Namens Esau, die irgendwie auf dieses, dieses Rötliche hinweisen, also dass das sozusagen irgendwie so was ähnliches wie der Rote heißt oder so. Genau, und Jakob, der hat jetzt nicht irgendwie so ein besonderes körperliches Merkmal, das ist halt irgendwie ein ganz normaler Kerl.
So, und jetzt wachsen die beiden auf und entwickeln sich von ihren Interessen her sehr unterschiedlich. Esau ist ein, naja, Naturbursche, kann man schon sagen, aber ich will es jetzt nicht so als Unterscheidung, weil Jakob durchaus auch. viel draußen rumhängt. Ich sag's trotzdem also, ich sag mal, Esau ist ein Naturbursche und Jakob ist ein Kulturbursche, so könnte man es ausdrücken. Esau rennt jedenfalls viel in der Wildnis rum und jagt. Ja, das ist ein Jäger.
Und Jakob ist eher ein Hirte, ja. Also der, der, der hatte irgendwie Schafe und so weiter und hütet die gerne und so weiter und ist aber eher gern so in
nicht so viel in der Wildnis unterwegs, sondern eher im Rahmen menschlicher Siedlungen und kultivierter Landschaften, so will ich das mal ausdrücken. Und Jetzt kommt irgendwie ein Eine spannende Sache dabei rum, dass es, das sagt man ja gerne mal bei so Zwillingen, dass es d dass immer so einer ist der Liebling des einen Elternteils und der andere ist der Liebling des anderen Elternteils.
Ob dieses Klischee stimmt, weiß ich nicht, aber hier in der Bibel ist es jedenfalls tatsächlich so. Isaac, also der Papa von den beiden, Der findet den ESA ganz toll, ne? Das ist so ein Naturbursche, der geht jagen und der, der rauft und der macht irgendwie seinen Kram. Und ein Mann des freien Feldes steht hier in meiner Einsatzübersetzung und das findet Isak toll. Mit der schönen Begründung, die in meiner Einheitsübersetzung steht, denn er aß gern Wildbrät.
Das finde ich eine schöne Begründung dafür, seinen Sohn zu mögen. Der jagt und der bringt mir immer gern Wildbret, das esse ich gerne, also mag ich den. Ja, das ist doch, das ist einfach und nachvollziehbar. Ja. Also was wünscht man sich mehr? Das ist doch mal bedingungslose Vaterlicht. Wie sie im Buche steht. Naja. Und Rebecca hat aber eher Jakob als als Favorite, ja. Da steht auch keine Begründung mehr dabei. Naja.
Auf jeden Fall scheint Jakob durchaus auch ein guter Koch gewesen zu sein. Also auf jeden Fall kocht er viel und bereitet viel Essen zu. Der hat natürlich da auch mit seiner Schafherde auch immer und mit den Feldern, die er dann womöglich so hat, ähm, da hat er immer ganz gut.
¶ Verkauf des Erstgeburtsrechts
wie soll ich sagen, Material, was man irgendwie in in leckere Gerichte umwandeln kann. Und das scheint bei Esau manchmal nicht zu sein. Der kommt irgendwie auch manchmal sozusagen einfach platt von der Jagd und hat aber nichts gefangen. Und tatsächlich gibt es dann eine spannende Szene, die läuft so ab, dass. Also man kann sich das so vorstellen, Jakob sitzt da bei denen im Dorf rum und hat da irgendwie...
Sozusagen den Grill draußen stehen. Genau, der steht mit seinem Grill auf der Terrasse und grillt sich gerade so ein schönes Lammkotelett und so ein paar Kartoffelchen und so und irgendwie alles, ne, so Folienkartoffeln hat er da alles in der Glut liegen und ist da irgendwie schön am Grillen. Und dann kommt sein Bruder von der Jagd nach Hause und hat irgendwie nichts gefangen, der ist irgendwie
Völlig nass geschwitzt, fix und fertig und hat irgendwie keine Beute dabei. Und der kommt irgendwie an und sagt: Boah, Jakob, hier, das hat irgendwie alles nicht funktioniert, ich habe Totaldurst und Hunger und so weiter. Würdest du mir irgendwie eine Dose Bier und irgendwie so ein Stück Lammkotelett geben, weil ich habe einfach Hunger und Durst? Und Jakob sagt, ja klar, hier setz dich und so weiter. Aber ähm Ähm, wie wär's, wenn du mir dein Erstgeburtsrecht dafür verkaufst?
Ja, auch ich gebe dir jetzt was zu essen und zu trinken und du gibst mir sozusagen dein Recht als Erstgeborener. Das bin ich dann ab jetzt. Ich bin ab jetzt der Erstgeborene. Und Esau sagt sich, ja, pff, du, also, bevor ich hier irgendwie verhungere und verdurste, was bringt mir da das Erstgeburtsrecht, ne? Da kann ich mir auch nichts von kaufen. Also, ja, okay, hier, komm, nimm schon. Und Jakob sagt, ja, musst du schwören.
Und Esau schwört und verkauft damit also sein Erstgeburtsrecht ganz formal an seinen kleinen Bruder. Und Jakob gibt ihm dann da was zu essen und Dose Bier stellt er ihm auch hin und sagt so hier, äh, mach mal. Und der isst und trinkt und geht dann nach Hause und ist irgendwie ganz zufrieden und macht sich irgendwie über diese ganze Episode nicht mehr so richtig viel Gedanken.
¶ Isaak und Abimelech
So, jetzt verlassen wir kurz mal die beiden Söhne und gehen doch nochmal zum Papa zurück. Der bleibt ja sonst eine, im Gegensatz zu Abraham, eine relativ wenig behandelte Figur. Ähm aber der muss ja durchaus auch so ein bisschen Politik machen. Und zwar passiert jetzt was ganz ähnliches wie schon zu Papas Zeiten, also zu Abrahams Zeiten. Es gibt mal wieder irgendwie eine Hungersnot. Und Isaak geht wieder zu Abimelech und fragt um Hilfe und so weiter.
Und überlegt sich auch nach Ägypten zu gehen. Da gab es ja auch schon mal Essen. Das hat ja auch sein Vater gemacht. Damals gab es dann ja auch diese Episode, wo er die Sarah dann dem ägyptischen Pharao untergejubelt hat und dann hinterher äh sozusagen aus irgendwelchen Gründen reich nach Hause kam. Ähm Also auf jeden Fall scheint Isaak auch zu überlegen, nach Ägypten zu fahren und so weiter. Und dann erscheint ihm aber Gott höchst persönlich und sagt, nee, ähm
Du bleibst mal bitte schön hier wohnen. So, geh nicht nach Ägypten, sondern bleib hier in Canaan in diesem Land. Und ich passe schon auf dich auf und sorge dafür, dass es dir gut geht, weil schließlich habe ich das deinem Vater Abraham versprochen. Und Isach sagt, ja, okay, dann bleibe ich jetzt hier bei in diesem Land der Hethita, also bei Abimelech, und dann ist alles gut. Um Und er macht aber was? Seltsames oder
Es ist nichts Seltsames im Sinne, weil das ist irgendwie gute Familientradition. Jetzt, wo sie quasi wieder aus ihrem autonomen Siedlungsgebiet raus und wieder sozusagen eher mit den Hetitern zusammenleben, wo es einfach mehr zu essen gibt und so weiter. Da zieht er jetzt dieselbe Nummer durch, die sein Vater in Ägypten und auch schon bei Abimelech durchgezogen hat. Nämlich er behauptet, dass seine äußerst attraktive Frau, die Rebecca.
Die jetzt ja auch schon 60 ist, dass die seine Schwester sei. Yeah. Und natürlich auch aus demselben Grund, warum sein Vater das immer gemacht hat, nämlich er hat Schiss, dass wenn die Leute wissen, dass Rebecca seine Frau ist, dass die dann irgendwie vor lauter Begierde auf sie, weil sie so schön ist, ihn umbringen, damit sie die Rebecca haben können. Und deswegen behauptet er von vornherein, das ist meine Schwester.
Und so, also es ist quasi im Prinzip exakt dasselbe Vorgehen, das sein Vater auch schon gemacht hat. Ähm, und es läuft auch ganz ähnlich ab. Also wieder ruft Abimelech dann irgendwann Isaac zu ihm und sagt: Sag mal, ich hab dich da mit der Frau reden hören. Hast du nicht gesagt, das sei deine Schwester? Die sah aber sehr vertraut aus, will ich mal sagen.
Und er sagt, ja, das äh, das ist meine Frau. Unabhimmel. Ich sag, nee, das ist nicht dein Ernst, oder? Das hat dein Vater schon mit mir gemacht. Und das war echt eine beschissene Aktion. Und jetzt hast du das wiedergemacht. Was wäre denn passiert, wenn. Darf ich darf ich mal einmal einen ganz schlechten Ja, bitte? Erinnerst du dich noch an stirb langsam? Äh, ja, an welchen? Den zweiten. Die gleiche Scheiße. Passiert. Den selben Typen. Zum zweiten Mal. Genau. Ja.
Also der Abimlech muss sich wirklich gedacht haben, wieso bitte? Wieso habe ich diese Hebräer hier aufgenommen? Ja? Jetzt, also ich hab wirklich nicht gedacht, dass die die Nummer zweimal mit mir durchziehen. So, aber tatsächlich, also
Und hier ist jetzt nicht mehr genau beschrieben, wie das jetzt weitergeht. Ja, das war ja in den letzten Episoden anders, da wurde ja dann durchaus erklärt, dass irgendwie Abraham dann sozusagen entweder als Entschädigung oder als hier geh weg und nimm irgendwie Herden und Geld mit, sozusagen, also auf jeden Fall irgendwie Geld mitgenommen hat nach der ganzen Geschichte. Das steht hier jetzt nicht so genau.
Aber was hier durchaus steht, ist, dass sozusagen dann Abimelech, also gibt dann sozusagen so eine offizielle Verordnung raus und sagt, übrigens, ähm Hier die Rebecca wird bitte nicht angerührt, weil die ist verheiratet und bitte weder Isaac noch Rebecca wird angerührt, weil er steht unter Todesstrafe. Und aus irgendeinem Grund ist
Also, wie soll das dann irgendwie, wie soll ich das interpretieren? Da steht dann direkt im nächsten Satz: Der Herr segnete ihn und er wurde reicher und reicher, bis er sehr wohlhabend war. Also, irgendwie. Ohne dass da jetzt explizit steht, dass Abimelech ihm viel Kohle gegeben hat, um die ganze Geschichte wieder mal zu vertuschen. Also auf jeden Fall zieht er aus irgendeinem Grund dieselbe Nummer durch wie sein Vater und ist hinterher aus irgendeinem Grund auch sehr viel reicher als vorher.
Also die Parallelen sind auf jeden Fall nicht zu übersehen und er besaß jetzt irgendwie Schafe Ziegen und diverse andere Dinge. Genau, und es passiert weiterhin dasselbe wie damals auch, nämlich Abimelich sagt so, und weißt du was, und jetzt haust du aber ab, ja? Du nimmst jetzt hier irgendwie.
ziegen und so weiter und verziehst dich, also er schmeißt ihn mal wieder raus und sagst, geh irgendwo anders hin, wo also kannst gerne hier in meinem Land bleiben, aber bitte irgendwo, wo du nicht mit meinen Leuten zusammen zusammenkommst, weil irgendwie hier geht gar nicht, ja. Genau. Dann kehrt Isaak wieder zurück dahin, wo sein Vater auch schon gesiedelt hatte, und so, da müssen sie dann, also hier steht explizit, dass sie bestimmte
Gräben, die Abraham oder die nach dem Tode Abrahams zugeschüttet worden sind, von Isaac wieder aufgegraben werden. Also erscheint eine Siedlung wieder in Betrieb zu nehmen, die vorher schon mal von dem, diesem Volksstamm gewissermaßen besiedelt worden ist. Und ja.
Und dann nehmen sie dieses, dieses Land gewissermaßen in Besitz. Dooferweise wohnen da inzwischen andere Leute. Ja, also da wohnen, also hier in der Bibel ist immer von den Hirten von Gera die Rede, also von den Hirten aus dieser Region hier. Und mit denen streitet er sich insbesondere um die Zugangsstätten zum Wasser. Und ja, also Genau, da scheint es irgendwie so ein paar Konflikte zu geben, aber am Ende.
Ich weiß nicht, ob sich das dann mit Waffengewalt regelt, aber auf jeden Fall sind hier von drei Brunnen die Rede und zumindest beim dritten wird nicht mehr gestritten. Ob das jetzt daran liegt, dass sie alle vertrieben haben oder dass jetzt einfach genug was auch für alle da ist, weiß man nicht. Auf jeden Fall wird am Ende nicht mehr gestritten.
Genau. Den nächsten Punkt aus der Bibel würde ich tatsächlich überspringen. Der ist nämlich nicht mehr, also nicht so spannend, dafür geht es jetzt bei Jakob spannend weiter.
¶ Der Segen Isaaks
Es gehen jetzt nämlich so ein paar Jahre ins Land und Isaak wird ernsthaft alt und seine Söhne sind irgendwie erwachsen und so weiter. Und jetzt fehlt gewissermaßen also dieser Verkauf des Erstgeburtsrechts, der da gelaufen ist. der scheint irgendwie nicht alles zu sein, was man irgendwie machen muss, um irgendwie ernsthaft das Erbe seines Vaters antreten zu können nach dem Tode des Vaters, sondern man muss offenbar auch noch einen Segen bekommen.
Und da ist es jetzt ja leider so, dass ähm, Esau Isaaks Liebling ist und es sieht nicht so aus, als würde Isaak diesen Segen über Jakob aussprechen, der ja irgendwie notwendig ist, damit er irgendwie seine. ähm seine äh Erbe sein Erbe an seine Nachfolge antreten kann. Und jetzt hat Rebecca, also Jakobs Mutter, eine super Idee.
Und die denkt, Mensch, das müssen wir irgendwie einfädeln, dass dass der Jakob trotzdem diesen Segen von Isaac bekommt. Und irgendwann hört sie, belauscht sie ein Gespräch zwischen Isak und seinem Lieblingssohn Esau. Und ähm
Der Isaac sagt: Oh, Isaac, weißt du was, ich hätte jetzt so Lust auf so ein bisschen Fleisch. Ja, magst du nicht mal irgendwie losziehen und mir ein schönes Wildbret jagen? Das machst du doch immer so toll, und das schmeckt immer so lecker, was du da so bringst. Bring mal mit. Und Esau sagt, ja Papa, mach ich. Und zieht los und geht jagen.
Und Rebecca flitzt zu Jakob und sagt: So, jetzt ist die Gelegenheit, jetzt, jetzt besorgen wir uns den Segen vom Vater. Du schlachtest jetzt mal bitte ein paar von deinen Schafen. und kochst mal ein richtig leckeres Essen da raus und schmeiß bitte das Fell nicht weg, das braucht man noch.
Und dann machen sie folgendes: Sie gehen dann irgendwie zu Isak und sagen: So, hier, Papa, du wolltest doch was zu essen. Und Isaak ist zu dem Zeitpunkt schon blind und er sagt: Wer ist denn da? Und Isaak sagt: Ja, ich bin's, der ESau. Jakob sagt, ich bin's, der Esau. Und Isar sagt: Du klingst überhaupt nicht wie Esau, du klingst wie Jakob. Ja, doch, doch, bin ich. Hier, ich habe dir was Leckeres zu essen mitgebracht. And um
Isaac sagt, ja Moment mal, da will ich erstmal deine Arme fühlen, ob du, ob du auch so viele Haare auf dem Arm hast wie der wie der Esau, weil dann bist du es, ne? Aber der Jakob hat nämlich ganz andere Arme, der hat nicht so viele Haare, das kann ich daran erfühlen. Und da kommen jetzt die Fälle von den Schafen ins Spiel. Die hat sich Jakob jetzt um die Arme gewickelt.
und auch so ein bisschen was als so eine Art Perücke auf den Kopf getan und so. Also der hat sich sozusagen ein diese starke Behaarung von Esau hat er gewissermaßen mit Schafsfell simuliert. Und jetzt tastet der Isaak da rum und guckt sich das an und denkt so: Ah ja, doch, doch, doch, du bist ein ganz schön haariger Kerl, dann musst du wohl der Esau sein, und fängt an.
Richtig reinzuhauen in das Essen und findet es wirklich lecker und so weiter und sagt: Mensch, das schmeckt aber total gut, das Wildbret hier. Schmeckt fast wie scharf, super lecker. Und isst das also alles auf und spricht dann hinterher tatsäch seinen Segen über den Jakob aus, den er für Esau hält. Und dieser Segen hat eine ganz spannende ganz spannenden Wortlaut.
Also, um genau zu sein, steht da halt explizit drin, dass er, der jetzt diesen Segen enthält, der Herr über all seine Brüder sein soll. Ja. Ja, und als dieser Segen dann quasi ausgesprochen ist, dann geht Jakob auch und klatscht mit seiner Mutter ab, weil der Plan geklappt hat. Und natürlich kommt dann inzwischen Esau von der Jagd. Der stellt sich hin und schmeißt dann auch erstmal den Grill an. Diesmal hat er nämlich was gejagt.
Und bereitet Wildbread zu und geht dann zu seinem Vater und sagt: So, hier, Papa, iss mal und dann hier schön bitte segnen und so weiter. Und Isak sagt: Hä, wer bist du denn? Und dann sagt: Ja, ich bin's, Esau. Dein ältester Sohn. Und Isar sagt: Was? Aber wer hat mir denn da vorhin Wildbrät gegeben? Das kann ja nicht sein und so. Und Isau kapiert direkt, was irgendwie passiert ist.
und stell fest, Mensch, jetzt das war der Jakob, der hat dich ausgetrickst und und mich damit sozusagen auch und er hat jetzt irgendwie den Segen bekommen. Kannst du jetzt nicht mich auch noch segnen? Und ähm Ich sage, sagt, nee, das geht nicht, weil in dem Segen ist beinhaltet, dass man sozusagen der Herr über seine Brüder ist.
Das heißt, ich habe jetzt Jakob schon zu deinem Herrn gemacht. Das kann ich jetzt nicht auch noch umgekehrt machen. Das widerspricht sich gegenseitig. Wenn ich das machen würde, dann wäre. wären beide Sägen hinfällig, das das geht nicht. Und Esau fängt jetzt also wirklich laut an zu weinen. Und damit ist erstmal sozusagen diese Episode vorbei. Und man kann sagen. Es ist jetzt etwas böses Blut zwischen den Brüdern.
Und wie sich das Ganze dann abspielt, das erzähle ich dann aber erst beim nächsten Mal, weil ich finde, in dem, was wir jetzt bisher haben, haben wir schon ganz ordentlich was abgedeckt, das es meines Erachtens zu bereden gibt. Wow. Das ist mal wieder eine Story, oder?
¶ Beginn Spekulation
Hammer, ja. Vor allen Dingen ist es ja nicht nur eine. Also ich habe gerade schon gedacht, wir müssen, glaube ich, wirklich, wirklich Kapitel für Kapitel, also Abschnitt für Abschnitt durchgehen, weil ich sonst durcheinander komme, was, wann, wo war. Also, obwohl ich es gelesen habe, ist das schwierig.
Auch nach dem Zuhören nochmal irgendwie klar zu kriegen, was war jetzt eigentlich wann und wer. Ja, ja. Vor allen Dingen, weil natürlich hier das gleiche, das gleiche Prinzip wieder auftaucht, wie es immer auftaucht. Nämlich, dass bekannte Motive übernommen werden. Also wir hatten das ja schon jetzt irgendwie mehrere Male angesprochen, dass es eben Erzählkreise gibt. Und wenn wir uns also vorstellen, da steht also einer, der möchte jetzt die Geschichte von Isaac
¶ Dopplungen
Und seinen Söhnen erzählen. Und der kennt diese Episode mit Abimelech und hier seine Frau als Schwester ausgeben. Und die findet er so genial. Der erzählt einfach nochmal. Ja, so, also so stelle ich mir zumindest vor, dass diese Doubletten da immer entstehen. Also irgendwer muss diese Versatzstücke so genial gefunden haben oder eben.
Als eigenständige Geschichte, man weiß ja am Ende gar nicht mehr, wo waren die zuerst. Das kriegt man schwer raus. Und auf jeden Fall wiederholt sich das halt immer. Und dann kommt auch ganz gerne mal diese Verwechslung zustande. Ja, also entweder genau, also entweder ist es tatsächlich so ein Phänomen, wo das ist so geil, das machen wir immer wieder, ja, so zugabemäßig.
Oder es ist halt tatsächlich ein Phänomen von mündlicher Weitergabe, diese Erzählungen. Also wir gehen ja davon aus, dass diese Geschichten selber. deutlich älter sind als diese Schriftfassung, die wir hier vorliegen haben. Und da kann es dann ja durchaus passieren, ne? Also das hatten wir glaube ich auch schon beim letzten Mal, dadurch, dass das beides Male mit einem König passiert und so, dass dann so ein Phänomen auftaucht wie
Ja, also pass auf. Und dann ist der Abraham also losgezogen und hat dann irgendwie dem einen König, wie hieß der noch, irgendwie hier, bei dem der Zuflucht gesucht hat? Ja, hier den Pharao von Ägypten, ja genau, den meine ich. Und da hat der das irgendwie so und so gemacht. Und beim nächsten Mal.
Hier, wie hieß der König noch? Ich hab's vergessen. Du meinst den von den Hetitern, bei denen die Zuschau gesucht haben. Ja, ja, genau, wie hieß der denn noch? Abimelech, ja, genau der. Und auf einmal ist sozusagen dieselbe Geschichte in zwei Versionen draußen: einmal mit dem ägyptischen Pharao und einmal mit dem Abimelech. Und dasselbe Spielchen kannst du natürlich auch mit der Person auf der anderen Seite machen, ne? Dass du sagst,
Hier, da ist der Anführer von den Hebräern. Wie hieß der noch? Der hat dann irgendwie hier dem Abimelech die Frau untergejubelt. Wie hieß der denn noch? Ja, Abraham, ja genau, den meine ich. Und so weiter. Und beim nächsten Mal, wie hieß der noch? Isaac. Ah ja, genau. Und zack, hast du sozusagen. im Prinzip immer an auf beiden Seiten der Interaktion irgendwie Akteure ausgetauscht.
Einfach weil in mündlicher Weitergabe gerne mal sozusagen Namen durcheinander gebracht werden, insbesondere wenn sie zu verschiedenen Zeiten durchgehen. Dann quasi die, die die gleiche Rolle gespielt haben. Genau. Und am Ende haben wir dann diese Unterhaltung, wie zwei Leute, die sich versuchen, an Schauspieler und Filmnamen zu ändern, ne? Genau.
Nee, nee, was du meinst, ist Sarah. Nee, ich meine doch, nein, was du meinst, ist Abraham. Genau. Der, der in dem Film mitgespielt hat, bei dem der andere, auf dessen Name ich jetzt auch nicht komme. Genau. Verweten. Nee, du meinst. Ja, genau. Also so eine Sorte Phänomen könnte das sein. Man könnte auch noch Irgendwie das Phänomen oder das Ganze so beschreiben, dass man sagt, vielleicht war das quasi unter den Hebräern eine übliche Taktik.
Ja, also dass das nicht etwas ist, was sozusagen jetzt nur Abraham und nur Isak gemacht hat, sondern dass das dass dieser dieser Volksstamm als solches dafür berühmt war, Mensch, die kommen da immer an und Uh preisen einem irgendwie die schönen Frauen an und so weiter und das sind in Wirklichkeit deren eigenen Ehefrauen und sagen dann aber, nee, hier Schwester und so, nimm mal da drei Ziegen dafür und irgendwie all solche Sachen.
Und dann irgendwie hinterher kommen sie und sagen, ey, das ist meine Frau, der hat meine Frau weggenommen und machen irgendwie großes Geschrei und dann muss man die irgendwie bestechen, dass die wieder weggehen, bevor irgendwie hier ein großer Skandal passiert. Das wäre natürlich, das wäre sehr krass. Ich hatte gerade den Verdacht oder den Gedanken, es könnte auch einfach. Also wir haben ja, da kommen wir wahrscheinlich gleich noch drauf, durchaus die Geschichte zweier Völker. Und ähm
Äh, was ist denn, wenn sich einfach in dem Erzählmythos, also oder dem Entstehungsmythos beider Völker, einfach dieser eine Kreis gehalten hat? Ne? Frau, die als Schwester ausgegeben wird. Mhm. So.
Weil die auch beide aus einer hervorgehen. Das sehen wir ja. Die sind ja beide im gleichen Mutterleib, nicht wahr? Und was ist denn, wenn das wirklich, wenn das einfach nur die Die verbildlichte Darstellung der Entstehung beider Völker aus gleichem Ursprung ist und dann wundert es auch nicht, dass beide einen ähnlichen Entstehungsmythos haben. Ne? So, also das würde sich dann einfach halten.
Ja. Wobei, ich glaube, dann wäre es tatsächlich eher so gelaufen, dass es sozusagen dieselbe Geschichte von Jakob und Esau gibt. Aber es gibt ja sozusagen. die die Geschichte dann von Abraham und Isaak, ne? Und die kommen ja gewissermaßen aus derselben aus derselben Linie. Aber ich, also man könnte trotzdem eine Lanze in die Richtung brechen, dass man irgendwie sagt, naja.
wenn das Ganze letztendlich nur eine Geschichte ist, die auf diese beiden Völker hinsteuern würde, ja, also wenn das jetzt sozusagen der Höhepunkt der Geschichte wäre, dann könnte man das als so eine Herleitung von Unterschieden begreifen. Aber tatsächlich spielt Esau ja zumindest. Als Person und dann auch später die, die, die Nachkommen von ihm eine relativ untergeordnete Rolle. Also die, die, die werden nochmal als Gegner auftauchen, aber...
Also, das ist jetzt alles andere als der Höhepunkt der Geschichte hier. Ja, ja, klar. Bei mir löst das immer so ein bisschen so leichten Frust aus, weil in der Theologie nicht erklärt wird, woher die kommen. Ja, also wenn du, wenn du Textanalyse machst, ähm, irgendwie in der Exegese, dann wird immer nur gesagt, ja, das ist eine Doublette. Ja, danke, das habe ich auch gemerkt. Das ist ziemlich ähnlich wie eine Geschichte, die ich schon kenne. Ich hab das wahrscheinlich gleich schon klar.
Wo kommt denn jetzt was her? Und dann, ja, du kannst, du kannst überlegen, also du kannst gucken. gibt es eventuell Wörter, die in einer Version auftauchen und in der anderen nicht. Also die gleiche Variante mit unterschiedlichen Vokabeln. Und dann kannst du gucken, welche Vokabel ist eventuell Eine, die typischerweise in folgender Epoche verwendet wurde und in einer anderen nicht. Und dann kriegst du ungefähr klar, welcher Text vermutlich der erste ist. Aber ganz mit Detektivarbeit.
Ja, natürlich. Das gibt's übrigens auch. Das nennt sich exegesische Forensik. Echt wahr? Ja, naja, also es gibt liturgische Forensik und ich, also Exegese ist halt nichts anderes als Literaturforensik im Prinzip. Ich weiß nicht, ob sie es wirklich so nennen, glaube ich nicht, aber Exegese ist genau das. Also dieses Zusammenpuzzeln. Und es gibt, habe ich glaube ich aber auch schon mal erzählt, es gibt also.
Selten und meistens nur zu Forschungszwecken, ich habe das mal gesehen, tatsächlich so Seiten. Die auch, wo die Stücke, die zusammengehören, rausgepuzzelt worden sind. Dann hast du also zwischendurch einfach mal so ein und Und das gehört halt nicht dazu, zu dem Satz. Oder so drei Wörter. Ne, und dann kriegt man also raus: Okay, also die, der Teil geht von da bis da und von da bis da, und der Teil dazwischen, dieser Halbsatz dazwischen,
Kommt aus einer Redaktionsschicht und so weiter und so fort. Und das können die alles zerpuzzeln. Das ist eine Schweinearbeit. Ich musste die Gott sei Dank nie machen. And um
Dann kriegst du irgendwann klar, was ist die ursprüngliche Erzählschicht, was ist eine redaktionelle Erzählschicht und was ist eine, die nochmal oben drüber gebügelt hat, damit es halt zu dem Kontext passt, wo es dann später irgendwie sinnig war, das zu machen. Und dann kriegt man so klar, was ist die ursprüngliche Version mal gewesen.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass du vor dem Teil, an dem man, also vor dem Zeitpunkt, wo man angefangen hat, Sachen aufzuschreiben, nicht vorher kannst. Also. Alles, was davor lief, wenn sich jetzt zwei, drei Dörfer die gleiche Geschichte erzählt haben, weißt du nicht, welche jetzt oft damit angefangen hat. Du kannst erst erst Du kannst erst eine Bestimmung der Zeit machen oder der, der der Geschichte machen, wo einer mal zum Griffel greift und sagt, ich schreibe das jetzt mal auf.
Und zumindest wenn man sich dann sozusagen deutlich später liegende schriftliche Zeugnisse, wo man irgendwie die Autoren und Entstehungen und so weiter irgendwie besser besser herleiten kann. Also ich würde da jetzt zum Beispiel mal mit Herodot starten, der ja sozusagen so als, als der der früheste Geschichtsschreiber ist, zu dem wir noch was haben.
Wobei man bei Herodot wirklich sagen muss, der ist sowohl ein Geschichtsschreiber als auch ein Geschichtenschreiber. Also da muss man sich sehr schön. Der ist ja auf der Zeit auch normal, das ist ja nicht. Genau, richtig gerade. Und trotz allem muss also bei den Leuten, wo man dann irgendwie sozusagen durchaus die Redaktionsgeschichte dieser Texte ziemlich gut nachverfolgen kann.
stellt man dann aber trotzdem fest, dass natürlich da vorliegend irgendwie eine ganze Tradition von mündlicher Weitergabe derselben Sachen sind und die liegen halt völlig im Dunkeln, da kommt man halt nicht mehr nicht mehr dran. Und wenn du jetzt sowas wie hier hast, ne, also du hast eine Passage, die dir total bekannt vorkommt, und dann sagst du, ja, okay, dann wird also dieses ganze Kapitel ist halt dann alt, weil hat ja die gleiche Passage drin, ne? So, äh, nichts.
So hast du einfach diese Passage, die kennt man. Und dann hast du Teile im gleichen Kapitel, die aus völlig anderen Geschichtsschichten kommen. Und das sagt also, nur weil du, weil du Sachen wiedererkennst, sagt das noch gar nichts darüber aus. Wie alt der Text, den wir jetzt haben, als solcher ist. Und die Antwort ist, er ist halt unterschiedlich alt, je nachdem, welchen Satz du anguckst. So, wie sind wir da jetzt hingekommen?
Naja, also wir haben ein bisschen versucht sozusagen zu deuten, wo kommt das jetzt auf einmal her, dass dass sozusagen Isaak und äh und Abraham da dieselbe Nummer obendrein mit demselben Typen durchziehen. Und haben also verschiedene Erklärungsmodelle gebracht. Es gäbe noch einen weiteren, den ich gerne anfügen würde: nämlich, dass es tatsächlich absichtlich wiederholt wird, um quasi. sozusagen so eine Art Abstammungslinie zu zu zeichnen.
Das gibt es nämlich durchaus auch sonst gerne mal in Mythen, dass man, dass man mythische Elemente wiederholt, um klarzumachen, das ist tatsächlich sozusagen der legitime Nachfolger von. Wir hatten das hier im Troja-Allah zum Beispiel durchaus schon mal bei Perseus und bei Herakles. Also Herakles ist ja ein Nachfahre von Perseus und gefühlt ist es so seine Reinkarnation. Also wieder ein neuer Held und Welteneroberer.
Und da gibt es also tatsächlich eine ganze Menge mythische Elemente, insbesondere an einer Stelle, wo er sozusagen eine Ja, Prinzessin vor einem Seeungeheuer zu retten hat und so, und dann irgendwie noch Äpfel der Hesperiden aus oder oder Äpfel aus einem Garten zu holen hat und solche Sachen. Also da gibt's mehrere Episoden in Herakles Sage,
Die fast genauso in der Parseus-Sage auftauchen. Und ähm Ja, und was ich da aber jetzt gerade, was mir da jetzt gerade aber wichtig ist, ist, das heißt nicht automatisch, Dass die älter sind als die Herakles-Sage, weil man kann es auch umgekehrt machen. Du kannst auch sagen. Irgendeine Geschichte, die wir uns als erstes über Herakles erzählt haben, erzählen wir jetzt im Nachhinein in abgewandelter Form über seinen Vorfahr Perseus.
Auch wieder um zu unterstreichen, dass die beiden miteinander verwandt sind. Genau. Und das würde im Prinzip hier bei Isaac und und Abraham genauso laufen. Man kann sowohl sagen, so, naja, siehst du hier die Die sind von von einem Schlag. Und das heißt aber nicht zwingend, dass sozusagen eine Abraham-Version dieser Geschichte sozusagen die Urform der Geschichte ist, sonst könnte auch sein, dass man im Nachhinein das von Isaac auf Abraham rübergeschoben hat.
Ist auch ein beliebtes, eine beliebte Fragerichtung in der Exegese. Also, was deutet worauf hin? Was ist schon bekannt? Und also Es wäre zum Beispiel denkbar, dass der Hörer dieser Geschichte, wenn sie denn vorgelesen wird, sich bei Esau und Jakob sofort an Kain und Abel erinnert fühlt. So, und deswegen wird die Geschichte auch mit ähnlichen Stilmitteln erzählt im Hebräischen. Also dann findest du ähnliche Vokabeln oder ähnlichen Satzbau oder sowas, wo man einfach guckt.
Ah, guck mal, die Geschichte kennt man schon, und wenn ich daran anknüpfe, dann lässt sie sich auch leichter merken. Also, ich kann ja mir leichter Sachen merken, wenn sie ähnlich sind wie Sachen, die ich schon kenne. Und das ist ein ganz normales, ganz normales Motiv. Also danach wird zumindest gesucht, ob es denn wirklich so war. Okay, lass uns mal so ein bisschen Du hast ja vorhin vorgeschlagen, dass wir einigermaßen systematisch vorgehen. Lass uns mal ein bisschen.
auch jetzt tatsächlich so ein Stück weit die verschiedenen Sachen auch einigermaßen getrennt abhandeln, weil wir jetzt gerade zwischen Esau, Jakob und Abraham, Isaac und so weiter ein bisschen herhüpfen. Völlig untypisch für uns auch, dass wir springen, das ist ja auch nicht so. Genau, das kennt er höhere ja gar nicht unsere Art. Das wird uns nur von in der Zukunft von irgendwelchen Mythologen nachgesagt werden, dass wir das so machen. Genau.
Also wenn wir mal bei dem Punkt, den wir jetzt gerade am Wickel hatten, nämlich diese Abbimelech und ich verkaufe mal wieder meine Frau als meine Schwester und jubel sie jemanden als Nebenfrau unter und so weiter, Technik ausgehen. Ähm, Genau, also letztendlich ist es ja auch wurscht, sozusagen welche Variante die ältere ist. Aber wenn man da mal auf Hinweissuche geht, dann würde ich sagen, spricht einiges dafür, dass sozusagen zumindest bei Abraham sie früher da war als bei Isaac.
Das argumentiere ich folgendermaßen, dass ich sage, erstens ist es, gibt es einen mengenmäßigen Hinweis, also über Abraham wird diese Geschichte zweimal erzählt und über Isaac nur einmal. Das könnte man als Hinweis nehmen, finde ich aber ein schwaches Argument. Aber das denn tatsächlich das das sinnvolle Argument, das ich finde, ist, also ich würde tatsächlich vermuten, wenn.
dass sozusagen die Urfassung dieser Geschichte tatsächlich die ist, die wir auch als erstes in der Bibel finden, nämlich die Variante mit dem Pharao. Weil erstens ist da, glaube ich, am ehesten dieses Dieses, Ui, ich habe Angst und ich bin da in einem fremden Land und da bin ich nicht willkommen. Und was passiert, wenn die mir meine Frau wegnehmen und so weiter? Dings ist irgendwie am ehesten nachvollziehbar.
Als bei diesem Abimelech, der ja von Anfang an Abrahams Verbündeter ist, irgendwie denselben Gott anbetet wie er und irgendwie Ja, einfach ein guter Kumpel ist, da haut das irgendwie alles nicht so hin, aber beim ägyptischen Pharao schon. Aber der wesentliche Knackpunkt ist, er ist ja hinterher reich. Und das ist er definitiv, als er aus Ägypten rauskommt. Ja, das ist sozusagen Teil der Geschichte nach der Ägypten-Episode hat Abraham Kohle. Und
Das doppelt sich dann eigentlich, weil man sich irgendwie fragt: Aha, und nach der Abimelech-Geschichte hatte er dann nochmal Kohle. Und Isaac wurde dann auch auf einmal reich, aber die waren doch alle schon stinkereich, ja? Also dementsprechend der einzige Punkt, wo dieses, und jetzt war er auf einmal reich, was da immer hinten dran kommt, Sinn ergibt, ist bei der ersten Variante, nämlich als er da aus Ägypten rauskommt. Und daher würde ich die Vermutung aussprechen wollen, dass zumindest
Sozusagen die erste biblische Version oder die erste Version dieser Geschichte, die im Hebräer-Mythos auftaucht, ist tatsächlich die mit Abraham und dem ägyptischen Pharao. Wäre so meine These. Würde ich jetzt ehrlich gesagt nicht widersprechen wollen, unbedingt. Also freut mich. Ja, nein, also kann ich jetzt auch tatsächlich. Also, das ist das ist nochmal, das ist ja der Punkt. Das kannst du genauso verargumentieren. Mhm.
Du kannst es halt auch nochmal irgendwie anders sehen. Also, es wäre durchaus denkbar, dass das, wie gesagt, da bestimmte. Das weiß ich jetzt nur dummerweise nicht, dass da eben bestimmte Wortwendungen einer ganz bestimmten Geschichtsschicht zu. sprechen, aber selbst wenn du, selbst wenn du sagst, dieses Motiv ist halt eins aus, was ist ich, dem priesterlichen Geschichtswerk. So. Ähm, der hat halt sämtliche Geschichten geschrieben, ne? Also der
Das kann man, der hat einen bestimmten Schreibstil, gibt er diesen diesen Elohisten und den Jahwisten, hat man früher gesagt. Also der eine nennt halt Gott immer Elohim und der andere eben Jahwe. Und dann wusste man, sobald man eins von den beiden Wörtern gelesen hat: ach guck mal, das war der Autor. Und jetzt können wir ja selbst wenn wir uns überlegen Dieses Motiv kommt vom gleichen Autor, wissen wir immer noch nicht. welche Story er jetzt zuerst geschrieben hat.
Genau. Und dabei von am Ende hin ein bisschen faul gewesen ist und gesagt hat, ich habe ja noch Platz, ich muss noch eine Geschichte einfügen. Mhm. Ja. Und ich muss vor allen Dingen zusehen, dass diese Geschichten zusammenhängen. Also, ich muss da ein verbindendes Element einbauen. Ich würde mich dem, was du da sagst, durchaus anschließen. Es macht übrigens tatsächlich auch Sinn, weil.
Gottes Segen. Also ich würde das anders argumentieren, aber ich würde in die gleiche Richtung gehen wie du, aber ich würde es anders argumentieren. Ich würde sagen, wenn am Anfang steht, dass durch einen Handel Reichtum angehäuft wird. Mhm.
Und am Ende taucht er die gleiche Story nochmal auf, aber eben nicht durch Handel, sondern durch Gottes Segen wird der Reichtum angehäuft. Dann haben wir hier bereits eine theologische Deutung. Dann haben wir eine Aussage über Jahwe. Jahwe segnet und Segen macht Reich. Und theologische Deutungen sind immer komplexer und in aller Regel das Ergebnis eines Nachdenkens und einer Reflexion über Zeit.
Und deswegen würde auch ich sagen, dass die Geschichte später ist als die, wo einfach nur erzählt wird: Ja, da hat seine Frau verschervelt. Ne? So, war halt, war halt nicht so nett. Oder also taucht ja gar keine Deutung auf oder gar keine Urteilung, ne? Sondern das ist einfach nur, das hat er halt gemacht, fertig. Und ähm
Was natürlich aber auch ein Hinweis auf, wie soll ich sagen, auf eine gewisse Verschämtheit sein könnte. Also dass sozusagen diese Episode Durchaus was ist, wo sie sagen, naja, so ganz mit rumbekleckert hat sich unser lieber Stammvater Abraham da nicht. Und dass dann sozusagen so eine Aussage wie, er kommt durch Gottes Segen zu Reichtum, auch sowas heißen könnte wie, ja.
Einkommen aus nicht näher geklärten Quellen. Also ändert aber ja nichts. Hat halt einfach Glück gehabt. Genau, ändert aber nichts, weil auch das ist das Ergebnis einer Überlegungsprozesses, eines Nachdenkprozesses. Genau, das stimmt. Das heißt auf jeden Fall, dass der Text dann älter ist, ne? Wenn, wenn das so dran steht. Äh, jünger ist, genau. Genau, richtig. Also das d das würde ich tatsächlich genauso vermuten wollen. Und ähm
Ja, also ich könnte das nochmal die theologische Deutung stark machen, aber äh. Aber das interessiert mich tatsächlich. Also gibt es da was, was die Exegesen dazu sagen, was diese Kiste zu bedeuten hat? Also kommen die da, gehen die da dann auch als so Im Prinzip so ein, hm, was für Hinweise könnten wir denn da kriegen ran? Oder oder deuten die das dann tatsächlich im Sinne von
Was für eine Message soll uns hier jetzt rübergebracht werden? Ich kann ja mal meinen lieben Exegeten, den ich hier mal ranziehe, aus Traditionsgründen, weil ich bei dem studiert habe. Wie heißt der Zänger? Zänger. Zänger, hieß er, der ist inzwischen auch gestorben. Er heißt ja immer noch so, auch wenn er nicht mehr lebt. Genau, richtig. Erich Zänger. Und ich muss ganz dringend, weil so langsam, also es gibt eine lange Kommentarreihe. Stuttgarter Kommentar. Und egal nicht wahr, stimmt nicht.
Verkehrt, ich habe vergessen, wie die Reihe heißt. Und diese Kommentarreihe geht rückwärts. Also die beginnt am Ende des Alten Testamentes und arbeitet sich quasi zum Anfang hin vor. Und wir befinden uns jetzt immer noch in einem Bereich, der von dieser Reihe nicht abgedeckt wird, die ist aber sehr modern. Und die ist sehr gut. Ich komme nur nicht dran.
Das heißt, ich kriege jetzt keinen Überblick über alle Exegeten, sondern nur über diesen einen, solange bis wir in den Bereich kommen, wo diese Bücher anfangen und dann kann ich eventuell mehr Überblick kriegen. Und dann hast du sozusagen die geballte Exegeten-Power in der Tasche. Ja, möglicherweise. Aber nur so als Beispiel, dass es eventuell auch gar nicht hilft, wenn man das hat. Der Satz zu deiner Frage, ne? Die Antwort, die hier steht, lautet, warte, wo fängt der Satz an?
Wenn es in Vers 12 heißt, dass Isaak hundertfach erntet, was er gesät hat, so kommt sein Reichtum in dieser Version der Geschichte weder durch einen zweifelhaften Brautpreis noch durch Reparationszahlungen zustande, sondern durch den Segen seines Gottes. Ja. So, also das ist Wiedergabe dessen, was wir schon wissen. Da ist jetzt nicht viel drin. Naja, beziehungsweise man könnte hier tatsächlich.
Also man könnte das so interpretieren, dass er tatsächlich: guck mal, spannend an dieser Stelle ist, dass hier nicht nur sozusagen von Vater und Sohn Im Prinzip von den Rahmenbedingungen her dieselbe Geschichte erzählt wird, aber dass der Autor dieser Geschichte hier zwei unterschiedliche Interpretationen anbietet, nämlich beim einen sagt, was bei Abraham noch einen fischigen Geruch hatte, ja, ist hier bei Isaac auf jeden Fall clean. Yeah.
Ja, ja. Also, das könnte man dem Autor der Geschichte noch unterstellen, dass der hier irgendwie durch diese Äußerung sozusagen, dass der versucht, Klarzustellen. Ja, das mag jetzt so klingen wie diese etwas dreckige Nummer, die Papa Abraham durchgezogen hat, aber bei Isaac war es wirklich einfach nur Gottes Segen. So lesen wir. Aber das ist so oder so Propaganda, ne?
Für was jetzt? Ja, für die Hebräer. Also es ist ja so oder so, ist es ja so gefärbt, dass jetzt irgendwie, dass jetzt Isaac nicht schlecht wegkommt bei der Nummer. Ja, das ist richtig. So, und ich meine, das hat man ja bei Abraham auch schon. Da ist ja irgendwie doch ganz viel etwas seltsame Formulierungen und so, ja, ja, klar, du hattest total Schiss um deine Frau und hinterher bist du reich wie Sau. Mhm, alles klar.
Da hatten wir ja auch schon so ein paar Punkte, wo man sagt, oh, das ist aber schon sehr freundlich formuliert für ihn. Was uns aber auch einen spannenden Einblick in etwas gibt, was man ethische Entwicklung nennen kann, ne? Also wenn bei bei Abraham noch völlig noshallo davon erzählt wird, was er so tut, und das auch gar nicht gewertet wird, nirgendwo. Hier wird ja auch nicht gewertet, aber hier wird, hier wird quasi passiv gewertet, nämlich indem man den, den, den
nicht, nicht netten Teil. Also der Teil, der als ethisch problematisch verstanden wird, weggelassen wird, und ersetzt du durch die, durch die lapidare Notiz, ja, er hat halt Gott um seinen Segen gebeten und dann war er halt reich. So, ne? Wenn sich der Autor dafür schämt, Dann haben wir doch hier offenbar eine Entwicklung einer Form von Gewissen vor uns.
Aber dann würdest du davon ausgehen, dass der Autor der einen Geschichte ein anderes, also der der der Autor der Isaac Abimelech, ich tausche meine Frau gegen Reichtumgeschichte, eine ein anderer ist als der Autor der Abraham, ich tausche mehrfach meine Frau gegen Reichtumgeschichte. Also erstens ist die Wahrscheinlichkeit nicht ganz gering. Okay. Zweitens könnte auch der gleiche Autor einfach auf den Deckel gekriegt haben von seinen Lesern und gesagt haben wir bei der zweiten Wähler.
Ändere ich das halt so. Aber das glaube ich nicht. Also tatsächlich denke ich schon, dass es zwei unterschiedliche Autoren sein werden. Aber könnte es nicht auch so sein, dass sozusagen einfach sozusagen in der mündlichen Fassung davor sozusagen diese Geschichten leicht unterschiedlich gebaut werden?
waren und jetzt ein und derselbe Autor, die dann zu Papier gebracht hat. Also wir wissen sie es leider nicht, aber das das wäre das wäre an der Stelle tatsächlich mal spannend zu wissen. Ja, aber das macht meine These nicht ungültig. Okay. Weil es ist ja völlig egal, ob in mündlich oder schriftlicher Form die Geschichte ist abgewandelt und zwar in diese Richtung.
Also genau, also richtig, dann dann wäre halt sozusagen die moralische Entwicklung sozusagen nicht bei dem einen Autor, der das aufgeschrieben hat, passiert, sondern bei den vielen Leuten, die diese Geschichten erzählt haben. Weil es ist eben nicht Chilepos passiert und am Ende verkauft Abraham drei Frauen.
Sondern oder Isaac jetzt, ne? Also nicht Abraham eine und Isaak, der war so geil, der hat drei Frauen verkauft. So. Und ist noch reicher geworden, weil er war noch geschickter. Und hat dann am Speer, ne, hat konnte behaupten, er hätte drei Schwestern. Nein, nein, sondern das wird ja, also Ich finde die Scham springt einen da schon so ein bisschen an in der Story.
Vor allen Dingen, weil sie so abrupt endet. Anspringen würde ich jetzt nicht sagen. Aber es ist schon so, also es ist schon auffällig, dass hier nicht mehr. genau gesagt wird, naja, Abimelech gibt ihm das ganze Zeug und schickt ihn weg, sondern er, also hier ist es ja tatsächlich, es ist ja schon lustig, ne? Er, er hat, er ist auf einmal total wohlhabend und reich und dann schickt ihn Abimelech weg. Also Ja, genau. Ja.
Also es fällt auch auf, und das muss einem alttestamentlichen Leser bewusst gewesen sein. Der hört die Geschichte und stellt fest: oh, Moment mal, die kenne ich aber anders. Eine Sache übrigens fällt mir gerade noch auf, die sehr dafür spricht, dass das auch unterschiedliche Autoren sind, ist, dass Abimelech, glaube ich, im Vorfeld immer als König der Hetita bezeichnet wird. Und also bei Abraham noch.
Und dass er hier jetzt auf einmal der König der Philister ist, was überhaupt nicht passt, weil die Philister überhaupt erst sehr viel später. auf den Plan treten. Ja, dann hast du ihn schon, ja. Also das klingt sehr danach, als sei das tatsächlich auf jeden Fall aus einer deutlich anderen Episode, dieses Stück. Text, also al aus einer ganz anderen Ära, dieses Stücktext, wenn ich mir das so angucke. Gleicher Name, anderer Kontext, ne? Ja.
Und da siehst du dann auch, mit welchen Völkern halt der Erzähler prima zu tun hatte. Vielleicht kennt er dir Herr Tita ja gar nicht, hat aber Philister gesehen. Ja, genau. So. Oder gehört von denen oder so, ja. Genau. Oder dass. Was du halt immer hast, ne? Du passt dich halt deiner Hörerschaft an. Mhm.
Und wenn die keine Hetite erkennen, dann erzählt es halt von Philistern. Und dann wissen wir aber auch schon, welcher Epoche wir uns befinden. Also, das ist dann klar. Genau, beziehungsweise, ne, also so ähnlich wie das ja sozusagen bei uns auch ist, ne? Also wir haben ja auch irgendwie Schwierigkeiten, irgendwie. Oder also ich mag das, wenn ich meinem, meinem Sohnemann, wenn ich dem zum Beispiel
So alte griechische Sagen erzähle. Oder jetzt gerade erzähle ich ihm nicht Sagen, sondern ich erzähle ihm gerade Geschichte. Ich erzähle ihm gerade ganz viel so über, über Assyrien und Babylon und was da irgendwie alles so abgelaufen ist und so weiter. Das ist manchmal genauso spannend wie die Mythen. Beziehungsweise auch manchmal genauso schwer vom Mythos zu trennen. Und da sage ich natürlich auch gerne mal sowas wie: Naja, das ist.
Ne, und zeig ihm das dann irgendwie auf der Weltkarte, die er da in seinem Zimmer hängen hat und sag, ne, also hier, das lag ungefähr da und da. was weiß ich, wo heute der Irak ist oder so. Ja. Und natürlich stellt er dann manchmal Verständnisfragen, ist dann so was, ist, war das der König der Iraker?
Ja. Und so, so ähnlich läuft das hier natürlich auch ab. Also, wenn in dem Land, in dem früher die Hetita gewohnt haben, jetzt sozusagen zu dem Zeitpunkt, als dieses Stück Text hier jetzt entsteht, also die und Frau und Wirt Reichgeschichte, wenn zu dem Zeitpunkt, als dieser Text entstanden ist, schon die Philister da sich niedergelassen hatten.
Dann macht es ja auf einmal Sinn zu sagen, naja, wenn du über den König dieser Region da sprichst, dass du dann auf einmal nicht mehr sagst, der König der Hetita, die da früher gewohnt haben, sondern halt, naja, der König der Philister. So ähnlich wie ich dann irgendwie. auf so eine Nachfrage wie, war das jetzt der König der Iraker von meinem Sohn dann irgendwie auch sagt, ja, ja, genau. So, auch wenn das damals noch nicht so hieß, aber ne, hier Babylon und bla und pipapo. Richtig. Ja.
Aus dem gleichen Grund sagen ja heute Leute auch, die Osmanen kommen. Ja, das ist egal. Ja, gemacht. Oder oder was weiß ich, dass man irgendwie sowas irgendwie, keine Ahnung, bei den ja, also egal, im Prinzip war das schon irgendwie ein ganz gutes Beispiel dafür. Genau. Gut, nee, ich glaube, mehr würde ich dann da tatsächlich gar nicht rein interpretieren wollen. Also zumal das ja auch wirklich als Wiederholung ja auch tatsächlich durchaus schon besprochen ist.
Wollen wir den Anfang springen, hör mal. So da mit Rebecca und zwei Völker und so? Genau, dann würde ich mir jetzt tatsächlich dieses Thema Esau, Jakob und so weiter vornehmen und zwar Schritt für Schritt erstmal mit der Phase der Schwangerschaft und dieser Prophezeiung. Da geht es glaube ich schon ganz spannend los.
¶ Namen
Ja, w willst du da was zu sagen? Ich hab eigentlich nur als Einstiegskommentar gedacht, vielleicht erzähle ich mal eben kurz die Sache mit den Namen, das hast du ja schon angeführt, dass die ja, das sind so Telling Names, ne? Also entsprechende Namen. Das Wort, also die Ursprungsworte sind Akep für Verse. Und da, also im Hebräischen gibt es immer diese Wortwurzeln. Und aus denen leitet sich dann immer alles ab. Und ähm, es müsste, in diesem Fall müsste das ähm
Q und B sein, ne, also Küb irgendwie. Und da packt man dann, weil im Hebräischen ja die Vokale nicht geschrieben werden, packt man die da eben rein und aus Q B kann man eben auch Ja-A-Korb machen und so kommt das dann zustande, ne? Also der, der die Verse hält. Mhm. Ja, also Jakob wird tatsächlich mit 2a geschrieben. Das kannst du jetzt lang aus aussprechen oder eben Ja. Ich meine, aber es wird wahrscheinlich tatsächlich mit langem A Jakob.
Und dann hast du halt Admoni für rötlich und voller Haare, Sea, und dann hast du halt irgendwie Oder so. Also dann hast du da siehst du dann so die Namensergebung. Aber es ist auf jeden Fall der, der mit den rötlichen Haaren und der, dir die Ferse gehalten hat, ja, genau. Der Fersenhaus. Also, es gibt auch durchaus die Variante Edom für Esau als Namen. Und das würde ja mit diesem.
Wie hast du das gerade genannt? Admoni. Da wäre es ja schon mal deutlich ähnlicher. DMN ist dann die Wortwurzel, das sind immer drei. Immer drei Buchstaben in aller Regel, selten mehr, selten weniger. Und ja, jedum passt da halt. Sollte gut passen, ja. Stimmt, ja. Ja. Genau, also über diesen Namen, das ist
Wollen wir da schon mal ein bisschen verbleiben an der an der Stelle? Also ich würde nämlich diese ganze Prophezeiung. Ne, ich glaube, wir müssen, lass uns die Namen erstmal liegen lassen und erstmal nochmal über diese Prophezeiung reden. Ich glaube, das finde ich den spannenderen Punkt. Hast du da auch was zu oder soll ich erstmal? Leg tu erstmal los und dann kann ich ja mal gucken. Also, ich finde es interessant, dass man irgendwie.
¶ Alles rückwärts
Also es fühlt sich für mich irgendwie so an, als wäre das irgendwie hier rückwärts gedacht. Also sagen wir folgendes. Stell dir mal folgende Geschichte vor. Es passiert weder eine Prophezeiung noch ein verkauftes Erstgeburtsrecht. Sondern der zweitgeborene Sohn trickst seinen Vater aus, um den Segen zu bekommen. Ja, okay.
Und das ist die Währung, um die es tatsächlich geht. Ja? Eine rückwärtige Rechtfertigung. Genau. Und dass es dann so eine rückwärtige Rechtfertigung ist, dass man sagt: So, pass auf, das war aber gar nicht so fies. was ich da gemacht habe. Das war jetzt nicht irgendwie, ich habe hier das Erbe usurpiert, sondern mein großer Bruder hat mir damals schon das Erstgeburtsrecht verkauft, damals beim Grillen.
Und außerdem ist das auch alles Gottes Wille, das hat der nämlich meiner Mutter schon vorhergesagt, als wir noch im Mutterleib waren. Und so ein Stück weit fühlt es sich für mich an, weil ansonsten ist das doch, also ich meine, mal ehrlich, Esau und äh
Isaac und Rebecca müssen doch auch miteinander geredet haben. Also wenn die so eine Profe, wenn die so eine Prophezeiung von Gott bekommt, das ist doch übrigens, ich habe Prophezeiung bekommen, es werden Zwillinge und übrigens, der Jüngere wird über den Älteren herrschen. Das ist doch mal ungewöhnlich, oder? dann würde doch Isaak, wenn, wenn dann tatsächlich Zwillinge auf die Welt kommen, sich überlegen, hm, gerade weil ich so ein gläubiger Typ bin, ähm
So werde ich doch dann womöglich was auf diese Prophezeiung halten und nicht sagen, nee, aber der Ältere ist mir lieber, weil der bringt mir immer Wildbreet. Also So, für mich ergibt das Ganze nur Sinn, wenn das sozusagen alles im Nachhinein Propaganda ist. Und was wäre dann, was wäre dann aus deiner Position der Grund dafür, dass man die Austrittsgeschichte trotzdem stehen lässt? weil man die nicht wegignoriert bekommt. Also, ne, du kannst ja sozusagen
Also, wenn du, es gibt ja diesen berühmten Stryzand-Effekt, ja. Wenn eine Geschichte mal draußen ist, dann kannst du versuchen, sie wegzukriegen, aber damit lenkst du nur noch mehr Aufmerksamkeit auf sie. Aber was du natürlich machen kannst, ist sozusagen zusätzlich irgendwie eben so eine reversed also Rückwärts-Legitimation zu machen und zu sagen. Ja, ja, ja, das stimmt. Diese Geschichte ist total wahr, aber das war tatsächlich notwendig, weil.
Erstens ist hier ein formaler Verkauf des Erstgeburtsrechts passiert. Und zweitens war das überhaupt alles Gottes Wille. Und ja, mein Vater war schon so ein bisschen älter und dann musste ich den so ein bisschen austricksen, damit der irgendwie das tut, was Gottes Wille war. Also das ist auf jeden Fall einfacher, als zu sagen, nee, nee, nee, das ist alles gar nicht passiert mit dem.
Mit dem Dings und so, mit dem Schaffell und so zu tun, als wäre ich der Esau und irgendwie so. Ja, und wenn das, wenn, wenn die Story älter ist, dann kannst du sie halt auch nicht mehr löschen, weil sie heilige Schrift ist, ne?
Das hatten wir ja schon öfter. Also, es gibt ja immer. Beziehungsweise, also das ist ja echt eine saugute Story, dieses, ne? Der eine Bruder ist total haarig und der andere nicht. Und dann legt er sich da Schaf will und trickst seinen blinden Vater aus. Das ist ja auch einfach. Also, ne, wir haben vorhin kurz über Herodot gesprochen. Der hätte sich die Finger danach geleckt nach so einer Nummer. Also beziehungsweise der hat auch solche Sachen.
zur Not auch erfunden, wenn's die wenn es notwendig war. Aber Das ist doch einfach eine geile Story, dass dass sozusagen der Jüngere sozusagen seinen blinden Vater austrickst, ihm den Segen auszusprechen, indem er da irgendwie so und da also in meinem Komma.
Weißt, weißt du, in meinem Kopf bleibt bleibt da auch noch was anderes ein bisschen hängen. Völlig untheologisch eigentlich, sondern eher so kulturhistorisch. Also ich weiß nicht, mir fiel das sofort ein. Ich habe das gelesen und gedacht, ja, alles klar, da wird die Entwicklung von zwei Völkern. Also zwei Volksstämmen wird da erzählt, ne? So. Und die einen sind eher noch im Nomadentum verhaftet, und so die Naturburschen halt, ne, die halt eben. Jagen gehen, deswegen sehen sie auch aus wie Tiere.
Voller Haare. So, ja, also, da ist so dieser kleine Wolfsjunge mit seinen, also so der Werwolf, der da nachts heulen durch die Gegend rennt und da irgendwie Wildbred jagt. Und wenn wir ehrlich sind, also Wenn er zwei Steine aneinander schlagen kann, ist er clever. Und dann hast du halt den Kulturburschen, ne? So, und der ist halt irgendwie schon so ein bisschen, also Nase oben und so, ne? Und der ist ja auch schon irgendwie netter und kultureller und der hat Zelte.
Naja, der schläft nicht mit der freie Himmel. So, und da siehst du einfach, ähm, also auch, ich finde, da sieht man auch so nochmal diesen Widerstreit zwischen Der ursprünglichen Form, wie man eben gelebt hat in dieser Region und wie das dann sich verändert. Also, so wie es langsam Richtung Sesshaftigkeit geht. Ich weiß gar nicht, ob wir schon von
Von Ackerbau wirklich reden können, aber zumindest die Schafe werden ja an einem Ort gehalten und so richtig Nomaden ist es nicht mehr. Genau, also zumindest irgendwie so halbnomadische Viehzucht, würde ich sagen. Genau, richtig. So was in die Richtung, ne? Und dann merkst du halt auch diesen Streit zwischen beiden. Und der wird hier einfach knallhart durchgezogen. Und ich finde, also ich hab mir, ich, ich könnte sogar.
Nachvollziehen, wenn du behauptetest, oder in diesem Fall behaupte ich es, Dass es keine rückwärts erzählte Geschichte ist, also eine rückwärtige Legitimation für etwas, was Fakt ist, sondern ganz im Gegenteil, dass das stringend durcherzählt ist, mit dem I-Tüpfelchen, ja, Und wir sind übrigens auch schlauer als ihr. Mhm, das kann sein. Also, der, der, das, das Kulturvolk mit den, also das Jakob-Kulturvolk.
Ja, ist sogar so clever, dass sie schaffen, erstens ihren Stammvater auszutricksen, zweitens dem dummen Wolfsjungen sein Erstgeburtsrecht abzujagen, ja, und dem drittens dann noch um Gottes Segen zu betrügen. Also, das ist so, wir sind Ey, ne? Wir sind die Zukunft, weil wir haben es drauf. Also ich mag auf jeden Fall diese Deutung, dass es hier ganz klar um zwei verschiedene Bevölkerungsgruppen geht. Die finde ich sehr schlüssig.
Also ich finde insbesondere bei dieser Grillparty-Szene, finde ich, also bei dem Verkauf des Erstgeburtsrecht ist das sehr deutlich. Also, wenn man das wirklich als Person sieht, der kommt da vom Jagen und ist irgendwie erledigt und so weiter. Und dann ist er hinterher gerade am Verhungern, das ergibt irgendwie keinen Sinn. Ja. Nee, außerdem, weil nur weil er nichts gejagt hat, heißt es ja nicht, dass nicht. Also wie stellen wir uns das vor? Ein Grill, zwei Männer, Wüste,
Ja, also das macht keinen Sinn, nein. Genau, also am Anfang kommt er einfach wieder und hat irgendwie nichts gejagt. und uh und so, und erst als es um das Erstgeborenenrecht geht, sagt er ja, bevor ich verhungere, gebe ich dir mein Erstgeborenenrecht.
Also so, das klingt irgendwie nicht nach einem realistischen Szenario mit zwei Personen, aber in dem Moment, wo es um Volksstämme geht, ergibt das total Sinn. Nämlich, da sind irgendwie zwei, also ein nomadisches Volk und ein Viehzüchtervolk, sozusagen, Hirtenvolk irgendwie unterwegs und die einen. Sind sozusagen aufgrund welcher externen Bedingungen auch immer.
sind die am Verhungern. Die Jagd gibt einfach nicht so viel her. Und die Viehzüchter, dadurch, dass die ihre Bestände selber kultivieren, haben die einfach Reserven. Und dann kommen die da hin und bitten die um Hilfe und so weiter und unterwerfen sich damit letztendlich ihrer Herrschaft. So, das haut hin. Was Erich Zänger noch einfügt, übrigens ein wunderschönes Wort in dem Zusammenhang, der für mich sehr viel Sinn macht, ist das Wort Verheißungslinie. Mhm.
Und da wird es jetzt ein bisschen theologisch tatsächlich. Das Alte Testament ist im Prinzip in seiner Gesamtheit ja die Erzählung. Der Versprechen von Gott an sein Volk, an sein auserwähltes Volk. Und in diesem Fall, in dieser einen, in dieser ganzen Episode, stellt sich die Frage: Wem gehört eigentlich dieses Versprechen? Also Gott
Gibt seinem Volk das Versprechen, ich werde dafür sorgen, dass ihr euch vermehren könnt, dass ihr mal Land haben könnt, dass ihr im Prinzip das habt, was damals so erstrebenswert war. So, viel Land, Nachkommen, Frieden, diese Dinge. Und ähm, Jetzt, wenn wir hier zwei Volksstämme haben, ist die Frage, wer von den beiden kriegt denn diese Verheißung eigentlich? Also wer trägt diese Verheißung weiter? Wem wird es gut gehen? Wem gehört Gottes Wohlwollen, wenn man so möchte? Dieses Versprechen, ja?
Und damit übrigens auch die Verlässlichkeit, im Gegensatz ja zu allen anderen Göttern, die ja Mal auf deiner Seite stehen und mal nicht, Gott aber ja immer derjenige ist, der verlässlich auf deiner Seite steht. Und die Verheißungslinie, deswegen muss Jakob auch seinen Bruder austricksen. Weil, wenn wir jetzt, da sind wir jetzt wieder ganz bei deiner These, ne, das nehmen, was ist, und dann rückwärts legitimieren.
Wahrscheinlich löst sich in diesem Moment, wo diese Geschichte geschrieben wird, gerade der diese beiden, diese beiden Volksstämme komplett auf oder nehmen sie schon als eigene Stämme wahr und der eine geht langsam aber sicher ein, weil sie eben keine Reserven haben, wie du gerade richtig erwähnt hast, und der andere wächst immer mehr und gedeiht. Mhm. Und dann nimmt der aber, dann hat der offenbar Gottes Wohlwollen, sieht man ja, sind ja reich.
Also die Verheißungslinie wird weitergeführt von den Kulturstämmen und nicht von den Naturstämmen. Also das haut hin, so eine ähnliche Deutung, also das ist lustig, weil du hast ja vorhin, äh, irgendwann hast du sozusagen diesen Konflikt zwischen Jakob und Esauf mit Kain und Abel verglichen. Und das habe ich damals mit Daniel tatsächlich ganz ähnlich gedeutet. Da haben wir auch gesagt, es gibt sozusagen die Kainiten, also die, die Nachfahren von Kain, dann eben die einen
so eine Art fahrendes Volk, jetzt von so, also man kann sich so ein bisschen wie Zigeuner vorstellen. Also so fahrende Leute, die irgendwie Messerschleifen und schmieden und irgendwie solche Dinge. Und die irgendwie hier eindeutig sozusagen als den Nachkommen von Seth, dann also dem jüngsten Bruder, irgendwie als, wie soll ich sagen,
untergeordnet irgendwie zu betrachten sind in der ganzen Geschichte. Oder als Lehrerzählung, hier, denen kann man nicht trauen, das sind alles Mörder und Halsabschneider und die stammen auch von dem ersten Halsabschneider ab und so, ne? Also so eine Sorte.
Und im Prinzip kann man das hier auch so deuten. Und wenn man das einmal so macht und irgendwie sagt, okay, mal angenommen, diese Geschichte entsteht, Wieder mal auf die Frage, keine Ahnung, so einem Mann sagt zu Papa: Papa, sag mal, diese Nachkommen von dem Esau, ja, wieso behandeln wir die eigentlich so schlecht?
Ja. Warum, äh, warum müssen die uns Tribut zahlen? Oder warum sind das unsere Sklaven? Oder warum auch immer? Und dann so eine Geschichte zu erzählen, naja, also pass auf, wir sind tatsächlich mit denen verwandt, deswegen sprechen wir dieselbe Sprache.
Aber und dann irgendwie wird sozusagen im Nachhinein und dann könnte man so stringent erzählen, wie du vorhin gesagt hast, Stück für Stück so eine Legitimation aufbauen, wo man sagt, also erstens war das schon von Anfang an Gottes Wille, zweitens haben die damals ihr S-Geburtsrecht verkauft und drittens haben wir es ihnen auch noch abgeluxt, also das Ding ist irgendwie. Ziemlich erledigt. Genau. Könnte man so bauen, ja. Spannend finde ich, dass hier zwei Sachen bereits, dass das hier.
Nee, ich muss den Satz aus anfangen. Ich finde interessant. Das ja ein nicht nur ein Prinzip eine Rolle spielt. Ich gucke mal ganz kurz, ganz kurz ein bisschen aus. Ich habe mal vor einer Schulklasse gestanden und zwar mit einer Kollegin und die Kollegin sagte, Ähm, wie wird man denn König im Mittelalter?
Und darauf sagte dann die, äh, sagte dann eine Schülerin: Ja, ähm, man ist halt der Sohn des Königs. Also man ist der Erstgeborene des Königs. Und ich erinnere mich, wie ich sehr, sehr unpädagogisch gesagt habe: falsch. So, beziehungsweise, das ist nur zur Hälfte richtig. Du brauchst, damit du nämlich König werden darfst, auch noch den Segen des Papstes.
So, also der muss halt nochmal verpassen. Kaisertum, wovon du da redest. Nö, Königtum gibt das auch schon. Aber Könige brauchten nicht zwingend Herbst. Nö, nicht zwingend, aber das hat man gerne auch mal gemacht. Und Kaisertum, aber zwingend, das ist richtig. So. Aber wie wird man also d das ist schon das ist schon so eine ja, doch doch. Das hast du bei vielen. In Deutschland ist das ja in vielerlei Hinsicht dann sozusagen in Personalunion gewesen, aber.
Man brauchte nicht zwingend den Segen des Papstes, um König von was weiß ich, Schweden zu sein oder so. Beim Heiligen Römischen Reich Deutsche Nation war es immer nochmal was anderes, aber ja, gut, aber trotz allem. Genau, wenn du drauf? Genau, wenn du dann nämlich Streitigkeiten hast zwischen zwei, dann ist es schon wichtig, wem der Papst seine Gunst nämlich gibt, nicht? Und ich finde interessant, dass hier dieses Prinzip auch schon auftaucht. Also es würde doch reichen,
Wenn Jakob das Erstgeburtsrecht hat, das reicht doch. Wir sind diejenigen, die euch sagen, steht ja auch so in der Geschichte, die euch Befehle geben, die also über euch stehen. Das reicht doch. In einem Erdgeburtsrecht Erstgeburtsrecht hängt doch alles. Hängt das Erbe des Vaters, hängt wahrscheinlich auch So ziemlich alles andere wie Frauen, Sklaven, weißer Teufel, ne? Und hängt natürlich auch, ähm,
Ich weiß gar nicht, was da noch alles dran hängt. Hängt da noch irgendwas dran? Naja, gut, deine Sünde nimmt wahrscheinlich dann auch das Haus über, ne? Also anders als jetzt die Sünde deines kleinen Bruders oder so. Das ist doch alles schon fertig. Man braucht aber offenbar auch den Segen Gottes. Das ist bereits eine feste Dimension. Das einfach nur so als Erwähnung, ich finde das interessant. Da spielt Gott, da spielt Jawa eine komplette.
wichtige Rolle in dieser ganzen Nachkommenschaft. Offenbar muss das so sein. Ich meine, das ist ja auch ein richtiger Aufwand. Der muss seinen eigenen Vater betrügen, du musst so tun, als ob du dein Bruder wärst, ne? Aber erschleicht er sich denn den Segen Gottes? Eigentlich nicht. Er erschleicht sich doch nur den Segen seines Vaters. Ja, richtig. Aber sein Vater ist ja von Gott gesegnet und so geht diese Linie weiter. Ja, finde ich ein bisschen weit hergeholt.
Also zumal der zumal der der Segen selber Also klar ist da so ein bisschen Verweis auf Gott mit drin, ne? So nach dem Motto, er möge, ähm, er möge dir und so, ne, gebe dir vom Tau des Himmels und so weiter. Aber
¶ Ausdifferenzierung der Hebräer
Also, was du gesagt hast, hat, glaube ich, trotzdem nochmal einen ganz spannenden Knackpunkt. Ich würde es aber gerade gar nicht so sehr auf so eine Frage von, kriegst du sozusagen. Die Zustimmung des Klerus, wie auch immer er ausgesehen haben mag, sondern tatsächlich nochmal mit der Frage: Also mal angenommen, diese Geschichte ist entstanden, um zu erklären, warum zwei verwandte Völker in so einem starken Machtgefälle miteinander existieren. Ja.
Also, vielleicht muss man das auch an der Stelle nochmal sagen. Es gibt tatsächlich, also es ist auch in der Bibel dann, das kommt erst ein bisschen später, wenn der Konflikt mit Esau dann auch gelaufen ist. Aber es gibt tatsächlich zwei Bevölkerungsstämme, die auf Esau zurückgeführt werden, und die werden beide den Hebräern zugerechnet, ja. Und die Hebräer bestehen sozusagen aus mehreren Bevölkerungsstämmen und einer davon sind die sogenannten Israeliten. Das wird ja gerne mal.
synonym verwendet, weil wir immer, wenn wir an die Hebräer denken, an die Israeliten denken. Aber ganz streng genommen gehören zu den Hebräern halt mehr als die Israeliten und die Israeliten sind tatsächlich die Nachkommen Jakob. So, das heißt, an der Stelle hier, tatsächlich, wo sich diese beiden Brüder hier entzweinen, ähm, Passiert auch das erste Mal, was das sozusagen.
Dass man nicht mehr einfach sagen kann, so alle Hebräer sind irgendwie Gottes Volk, sondern jetzt wird es irgendwie differenziert hier. Ui, das ist sehr schön. Das ist sehr schön. Ne? So, und das könnte man jetzt hier so, also und wenn jetzt auf einmal diese Frage im Raub steht, sag mal, wieso sind denn bitte diese Hebräer hier
Jetzt irgendwie nicht mehr irgendwie Gottes Volk und dann erzählt man im Nachhinein diese Geschichte. Das ist wunderschön. Ja, das ist gut, das gefällt mir. Das würde hinhauen. Und jetzt ist nochmal die Frage, aber. Also auf das, was du vorhin gesagt hast, so warum mehrfach? Warum ist es mit dem erstgeborenen Recht nicht getan? Warum muss dann noch dieser Segen und so weiter? Das könnte tatsächlich sein, mal angenommen diese, diese Frage nach der Herkunft von so einem sozialen
Ich nenne es jetzt mal Missverhältnis, ich werte das jetzt mal so. Bitte, bitte, bitte. Mal angenommen, diese Frage wird immer wieder gestellt. Immer wieder fragen Kinder ihre Eltern sozusagen: Warum ist das eigentlich so? Wenn das doch auch Hebräer sind, wenn das unsere Brüder sind, warum sind die dann und sozusagen in unserer sozialen Schichtung irgendwie so weit unten angesiedelt.
dass dann in verschiedenen Epochen oder in verschiedenen Zeiträumen unterschiedliche Antworten gegeben worden sind. Und man kann nämlich tatsächlich in dem Kulturraum da. kann man also das ist lustig, weil ich ja gerade vorhin erzählt habe, dass ich meinen Sohn irgendwie hier gerade von Babylon und Co. und so weiter erzähle. Da kann man nämlich tatsächlich verschiedene Modelle beobachten. Es gibt sowohl das Modell, dass man sagt, der Erstgeborene hat das Recht der
Der Thronfolger zu sein. Aber es gibt auch das Modell, das sozusagen der besser Geeignete. der der Thronfolge wird. Also dass sozusagen unter den Söhnen des Königs sucht der König sich denjenigen aus, von dem er der Meinung ist, der ist am besten geeignet. Mhm. Ja. Ich weiß gerade nicht mehr, ob das eine in Babylon oder das und das andere in Assyrien und umgekehrt, also was da sozusagen das vorherrschende Modell war, oder ob das
eher eine zeitliche Dimension ist, die da irgendwie das Ganze geändert hat. Aber tatsächlich in der Region, gerade bei den großen Königreichen, gab es durchaus beide Modelle. Also, dass es die Söhne des aktuellen Königs wurden, war irgendwie klar. Aber ob es wirklich der Erstgeborene sein muss oder nicht, das macht noch einen Unterschied. Ich meine sogar mich daran zu erinnern, dass bei den Persern
Da gab es sozusagen eine Mischung aus beidem. Da musstest du sozusagen der Älteste Sohn sein, der gezeugt wurde, nachdem dein Vater König geworden ist. Yeah? Also womöglich hat er ja schon vor seiner Thronbesteigung irgendwie womöglich schon Kinder gehabt. Aber da galt das noch nicht, weil da warst du, da bist du ja sozusagen nicht von königlichem Samen gezeugt.
Und erst nach der Thronbesteigung deines Vaters der erste Sohn, der dann auf die Welt kommt, das ist der Throner oder so. Also, das war offenbar in der Zeit durchaus im Fluss. Mal so, mal so, also verschiedene Erbenmodelle. Und dann könnte es sein, dass sozusagen auf diese Frage, Mensch, warum sind die
Diese anderen hebräischen Volksstimmen, warum sind die uns untergeordnet, dass es da zu verschiedenen Zeiten verschiedene Versionen derselben Geschichte gab? Manchmal war es damit getan, dass das Erstgeburtsrecht einfach verkauft wurde, dann war das Thema erledigt.
Und manchmal sagen ja, aber Moment, Moment mal, er ist geboren reicht doch nicht, man muss doch irgendwie auch vom Vater ausgesucht sein. Und dann kommt diese Geschichte, wo man sagt, ja, das auch. Hier, ne, musste er ein bisschen tricksen, aber ja. Und das könnte tatsächlich Die Geschichte ist natürlich jetzt auch keine, mit der man sich gerne schmückt. Es gibt noch so ein anderes Motiv. So, wenn ein Man kennt das aus Ägypten, wenn also ein Pharao.
unlegitimiert auf dem Thron sitzt und gar keine Legitimation vorweisen kann, dann gibt es gerne mal so Geschichten, dass irgendwel passiert sind, als er geboren wurde, was so eine Art Vorhersage ist. Das muss ja so sein. Das haben wir hier auch, wir haben hier einen Orakel und wir haben gleichzeitig eine Legitimation des Vaters, also des Stammvaters. So. Und ich habe nämlich, weil mir geht nicht aus dem Kopf, dass ja Jakob der Lieblingssohn der Mutter ist. Mhm.
Die jetzt, also deutlich, das schwächere Geschlecht sind, in die ist im Verständnis. Mhm. Ja, und ähm, und das sehen wir ja auch. Das ist so ein Schönling, ich weiß nicht, also ich stelle mir jetzt Jakob nicht als den, als den wilden, muskelbepackten Typen vor, E-Sau aber schon. Und ähm Das eigentlich der Stärkere, und Isaak sagt auch immer: Das ist mein Lieblingssohn. Und eigentlich hätte die Linie da weitergehen müssen. Das heißt also, die Nachkommen Esaus oder der Stamm.
Der Esauiten, keine Ahnung, also diejenigen, die der Edomiter wahrscheinlich. Die heißen tatsächlich Edomiter, ja. Ja, müssen sie, weil sie in Dedom wohnen. Also, der Stamm der Edomiter, der hat vielleicht auch einfach das Gefühl, hör mal, eigentlich werden wir hier doch die Nachkommen.
So, eigentlich müssten wir euch doch dominieren und eigentlich müssten wir doch irgendwie das sagen haben, haben wir aber nicht. So. Und wie kann das denn bitte sein? Und eigentlich haben wir hier die Nachfolge. Und dann wird eben mit dieser Legende erklärt, ja. Theoretisch ja. Aber erstens hat Gott gesagt, nee, ist nicht. Und zweitens hat Isaac gesagt, nee ist nicht, auch wenn wir.
Das ihm jetzt so ein bisschen haben unterschieben müssen, aber er hat es so gesagt und fertig. Also, vielleicht ist da auch einfach so eine Spur von Ungerechtigkeit drin. Weil witzigerweise nicht mehr der mit der größten Keule plötzlich die Macht an sich hat, sondern der mit der besseren Kultur oder der der reicheren Kultur halt. Was aber tatsächlich auch noch, also das ist mir dabei gerade noch mal eingefallen, ähm, das ist ein bisschen.
steht, glaube ich, erst später irgendwo. Ich muss nochmal gucken, aber es gibt irgendwo so einen Punkt, wo sozusagen nochmal ge besprochen wird, dass Esau sozusagen zwei verschiedene Frauen heiratet. Und das sind beides Hetiterinnen.
Also, es klingt hier immer so ein bisschen nach irgendwie Zoff mit den Schwiegertöchtern. Also es ist es steht irgendwie drin, dass es sozusagen ähm, dass das Rebecca auch viel Sorgen bereitet und so weiter. Ähm Das könnte natürlich auch sozusagen nochmal eine Auseinandersetzung sein, dass sozusagen, dass vielleicht innerhalb der Hebräer zwei unterschiedliche Politikgrundlinien waren bei der Frage wieder Identität.
Bleiben wir unter uns, heiraten wir unter Hebräern nur Hebräer oder vermischen wir uns mit den Hethitern? Und dass sozusagen diese beiden. Gruppen, die dann später logischerweise dann auch verschiedene Volksstämme werden, dass die einfach da eine unterschiedliche, wie soll ich sagen, Rassenpolitik gefahren haben. Die einen, die der Meinung waren, nein, Hebräer, nur mit Hebräern und fertig.
Und die anderen gesagt haben, na klar, komm hier Multikulti und immer feste Druff mit den Heditorinnen. So. Das könnte natürlich auch noch sein. Und wenn sich dann sozusagen im Nachhinein die Die, die dann später die Israeliten werden, also die, die dann sozusagen die pure Hebräer-Politik hier an der Stelle erstmal symbolisieren würden, wenn die sich dann später tatsächlich durchsetzen, dass die dann an der Stelle auch sozusagen anfangen, äh,
Diese Geschichte so zu erzählen, dass sie auch sagen, ja, und das ist jetzt nicht nur, weil die sich mit den Hititern vermischt haben, sondern schon, weil auch das war von vornherein schon so geplant. So. Das wäre auch noch so eine Möglichkeit. Was übrigens total dafür spricht, sehe ich hier gerade, ich habe mich gerade bei den Edometern nochmal durchgeklickt. Also es gibt bei der Frage, warum die so heißen, gibt es sozusagen, es gibt zwei Theorien. Entweder heißen sie so, weil
ihr Stammvater Esau heißt und rote Haare hatte. Oder die zweite Variante ist, die haben in einer Region gelebt, wo so im Prinzip so roter Sandstein ganz weit verbreitet waren und die hießen halt einfach die Roten. So.
Und ich finde tatsächlich, gerade wie wir das jetzt hier gerade deuten, finde ich Letzteres, die deutlich die deutlich schlauere Variante, also wenn man irgendwie sagt, sp zu einem späteren Zeitpunkt wird versucht, das Verhältnis zwischen diesen beiden verschiedenen Hebräergruppen zu erklären. und sag dann so äh
Warum sind die Roten, ne, die Edomiter, warum sind die denn irgendwie in unserer sozialen Schichtung ganz oben? Also, es war so, der Stammvater von denen, der hieß schon der Rote, der hatte nämlich rote Haare und ganz. Viele Haare und dann ist das so und so gelaufen und so weiter. Das klingt irgendwie sehr viel logischer, als dass der tatsächlich rote Haare hatte und die heißen deswegen so.
Weißt du? Ja. Vor allen Dingen, wir reden hier immer noch von also von der Gegend um das Zweistromland. Ich glaube, Rothaarige sind da echt selten. Ja, würde ich auch verwenden. Yeah.
Da springen ja natürlich eine ganze Menge Leute rum, die ne, also gerade im Iran, äh, ne, also das das heißt ja so wegen der Arier, ne, und so. Also die, die die Parser sind ja ganz, ganz stolz drauf, dass sie Arier sind und so weiter, und wenn da irgendwie mal jemand Rothaariges um die Ecke kommt, so dann freuen sie sich nass. Aber gerade wir reden hier jetzt ja tatsächlich gerade eben von Bevölkerungsgruppen, die mit Indoeuropäern überhaupt gar nichts gemeinsam haben. Oder die zumindest.
Da, also die keine indoeuropäischen Sprachen sprechen oder ähnliches. Da ist also tatsächlich eher nicht zu erwarten, dass irgendwie rote Haare da sind. Wobei man auch wieder sagen muss, ne, also dieses Gott, wie heißt das Zeug? Das ist nicht Melanin, sondern... was Sommersprossen und rote Haare macht. Nicht Keratin, oder? Nee. Ich weiß gerade nicht mehr, wie es heißt. Das sind Karotten. Ähm.
Das ist wiederum Karotin. Ah, stimmt, richtig. Egal. Carotin kommt aus der Kosmetik. Unfug, Entschuldigung. Ja, ich weiß es nicht. Also auf jeden Fall, es gibt irgendwie so einen so einen Farbstoff, der gewissermaßen für Sommersprossen und rote Haare und so weiter zuständig ist und der entsteht irgendwie mit bestimmten Genen und so weiter.
Siehst du das eine Mal, wenn man meine Frau brauchen könnte, ist sie nicht da. Entschuldigung, ja. Und dieser Stoff ist tatsächlich oder die diese entsprechenden Gene, die sind tatsächlich bei hellhäutigen Menschen häufiger anzutreffen. Aber es gibt durchaus sozusagen auch quasi ne, also Afrikaner, die irgendwie einfach rote Haare und Sommersprossen haben. Also auch das gibt's, also es wäre jetzt durchaus nicht
nicht komplett von der Hand zu weisen, dass da tatsächlich jemand geboren wird, der irgendwie knallrote Haare hat. Das wäre, das ist nicht, äh, nicht so unüblich. Nee, klar. Es gibt übrigens, ich muss mal gucken, ob ich den Link dazu finde. Es gab mal so ein sehr cooles Projekt von einer Fotografin, Die genau das versucht hat, irgendwie zu dokumentieren und hat quasi Leute unterschiedlichster Ethnien, die eben krass Sommersprossen und rote Haare haben, gesucht und hat die.
Hat die fotografiert und hat da so eine Galerie aus lauter so rothaarigen Sommersprossigen gemacht. Und die meisten in dieser Galerie zumindest sind halt eben nicht irgendwie so die klassischen Wikinger-Typen, wie man sie sich vorstellt, sondern äh,
sondern ne von Asiaten, Afrikaner, Südamerikaner und so weiter. Also das ist das ist tatsächlich richtig cool, weil man da von diesem Trip, naja, rote, rote Haare und Sommersprossen haben nur Europäer, von dem, den kommt man da mal so ein bisschen runter. Good. Mir gefällt ehrlich gesagt diese Deutung, die du begonnen hast mit den unterschiedlichen Volksstämmen und dann womöglich, dass hier irgendwie mehrere.
Also dass dass hier versch verschiedene Mechanismen dazu führen, dass Jakob quasi die Oberhand gewinnt, das gefällt mir tatsächlich gut, wenn man das dann... so äußert und dann auch noch sagt, das könnte über historische Entwicklungen in der der unterschiedliche Modelle, wie Erben gefunden worden sind, hergeleitet worden sein. Das finde ich ist eine total schlüssige Deutung dieser Stelle.
¶ Rolle Isaaks
Ich finde hochinteressant, wie halt nochmal Jachwitter da reinspielt, weil der selber kaum aktiv wird, von dem Orake mal abgesehen. Also du hast ja recht, das ist jetzt Die Verheißung wird weitergegeben, aber wenn Gott eine Rolle spielt, der nur eine sehr passive, weil Isaak wiederum Auch über seinen Vater dann versprochen, also Versprechen bekommen hat von Jahwe. Aber also Gott selber tritt er ja kaum in Erscheinung. Und diesen Segen, den er da erteilt. Also, das ist schon.
Das ist so, äh, das finde ich aber trotzdem interessant, dass der gleichzeitig aus der Geschichte nicht wegzudenken ist. Der ist immer schwimppt im Hintergrund mit. Das ist schon, das ist schon ganz interessant. So, also, das hätte ich so nicht wahrgenommen bisher. Na und was ich tatsächlich überraschend fand, ist, dass Isaac so wenig Rolle spielt. Also, ne, das, was sozusagen so im Wesentlichen an eigener Geschichte von ihm drin ist, ist eine Wiederholung von Abraham.
Nämlich diese Nummer mit mit irgendwie hier König und Frau und dann nimmst du hinterher Land und so. Und dann gibt es noch das, was ich vorhin übersprungen habe. Da geht es im Prinzip auch so im Wesentlichen nur um so ein Brunnen und äh Abimelech nochmal und irgendwie solche Sachen. Aber das sind alles Dinge, die irgendwie ähm Auch gut mit Abraham hätten erzählt werden können. Also er bringt hier ganz wenig eigene Rolle ein, der Isaac.
Und ähm also im Prinzip mehr als zwei Söhne zur Welt bringen und dann geht es irgendwie rund, ist eigentlich echt nicht dran. Also er ist schon eher passiv hier und also wird dann. Böse formuliert könnte man sagen, mehr musst du als Erzvater ja auch nicht tun. Genau. Also die einzige Rolle, die er dann so richtig spielt in der Geschichte, ist als alter blinder Mann sich übers Ohr hauen lassen. Ja, nochmal, also ich will das.
jetzt auch nicht unnötig aufbauschen, aber das ist seine Rolle. Nachkommen zeugen, das heißt das Volk weitergeben, aber auch die Verheißung weitergeben. Also, das würde ich auch sagen. Das Mischen kommt. Das darf man nicht klein reden. Also, der hat seine Funktion in der Geschichte total erfüllt. Aber ich hatte Ich hatte es als Meer in Erinnerung. Ich hatte gedacht, Isaac ist sozusagen auch als Figur irgendwie nochmal wichtiger, dass der nochmal irgendwas gestaltet und so weiter.
So wie das Jakob zum Beispiel tut, ne? Der macht ja nämlich noch eine ganze Menge unterwegs. Der ist ja auch einer der Stammväter, aber der macht durchaus mehr als einfach nur Nachkommen zeugen und die Verheißung weitergeben. Isaac ist halt so ein Scharniervater, ne? Genau, und da das hat mich nochmal überrascht. Ich hatte das in Erinnerung, dass der irgendwie durchaus auch noch was tut. Aber eigentlich hat er im Prinzip wirklich seine Rolle zu spielen, eigentlich nur als Junge.
bei dieser verhinderten Opferung und dann als alter Mann bei dieser bei diesem ergaunerten Segen. Und dazwischen, ja gut, er muss halt Söhne zeugen, aber ansonsten hat er, also das, was dann so an Story über ihn da ist, sind eigentlich alles Kopien von Abraham. Und das macht total Sinn, nochmal, wenn wir auf diese Idee kommen, mit zwei Völkern, die sich da auseinander dividieren, einfach. Weil da brauchst du eben einen Stammvater, der dann die
Die Erblinie und die Glaubenslinie und was auch immer diese ganze Linie eben weiterführt und weitergibt in die, in die Bahn, die sich dann halt sich später rausentwickelt hat. Also die wahrscheinlich schon da ist, als die Geschichte aufgeschrieben wird. Ne und die dann rückwärts erzählt wird.
Abraham ist klar, der hat eine ganz andere Rolle und der hat auch ganz andere Aufgaben und mit dem werden auch ganz andere Sachen erzählt. Ja, so, ne, da geht es ja dann auch ganz stark nochmal um Gott. Und später bei Jakob dann wieder, dann ist ja die Linie wieder klar. No, dann hat, dann ist diese Differenz ist dann vorbei, ne? Weil dann ist klar ist, die Linie mit Jakob geht weiter und dann geht es in die Richtung. Und dann ist Isaac Weichensteller. Ja.
Reichenschalterfigur. Genau. Also tatsächlich gefällt mir auch, je mehr ich darüber nachdenke, gefällt mir diese ganze Geschichte, dass es hier auch wirklich ganz im Wesentlichen um diese Ausdifferenzierung geht und dementsprechend. Dass dann hier Jakob und Esa so im Zentrum stehen, das ergibt alles total Sinn. Insbesondere, äh,
Das habe ich vorhin schon mal angedeutet. Ähm, wenn man sich dann nochmal anguckt, dass es noch einen weiteren Volksstamm gibt, der auf Esau zurückgeführt wird. Das sind die Amalekita. auch gerne mal in der Bibel einfach nur als ihr ihr Stammvater, dessen Enkel von Esau Amalek bezeichnet. Und der taucht tatsächlich als Feind der Israeliten immer mal wieder auf, also unter anderem dann schon zu Moseszeit, also wenn es dann aus Ägypten zurückgeht.
Da kann ich schon mal so ein bisschen vorgreifen. Da gibt es zum Beispiel so eine spannende Schlachtszene, da ist Mose schon ernsthaft alt. Und solange der die Arme hebt und zu Gott betet, gewinnt das israelitische Heer. Und immer wenn ihm die Arme müde werden und absinken, dann fangen die Malekita an zu gewinnen.
Und so. Also, allein die Tatsache und diese Amalekita werden eben auch auf ESA zurückgeführt. Und alleine, wenn man sich anguckt, okay, offenbar gab es da Also genug Streit, dass man hier irgendwie in der Bibel tatsächlich erzählt und so, scheint es. schon auch einfach ein Thema gewesen zu sein. Ich meine, da haben sich ja sozusagen tatsächlich verwandte Völker irgendwie in Gegner verwandelt. Also wirklich, das ist ja wirklich so eine Art Bruderkrieg.
Und das ist ja schon auch irgendwie ein Stück Mythos wert, das man hier erzählen kann. Und dann haut das alles ganz, ganz wunderbar hin. Das ist übrigens vielleicht auch noch mal ein bisschen brisanter, wenn man sich vor Augen führt, dass das Volk der Hebräer Schrägstrich der Israeliten, später dann auch, logischerweise, nicht von Anfang an eine homogene Masse ist. Also dir sagt ja. Siehst du, jetzt langsam wird es auch spät. Bal, danke, so. Der sagt ja Bal was. Mhm.
Es gab den Hörern auch ein Gott, der in der Region recht weit verbreitet war, Stichwort goldenes Kalb. Genau, richtig. So. Und ähm, also es ist eine gängige archäologische Theorie auch, dass ähm die Baals-Anbeter, ne, ähm irgendwann von den Jahwa-Anbetern geschluckt worden sind. Mhm. Und dann in der Gold, in der in der goldenen Skype-Szene kommen die alten Wurzeln wieder rauf im Prinzip.
Also man kann das auch so ein bisschen nachvollziehen und man kann das auch so ein bisschen darlegen, welche Völker da genau eigentlich was in den in den Glauben eingebracht haben. Also die Idee ist Es gibt ganz viele Götter mit jeweils einer Lokalgottheit, die eine bestimmte Sache kann. Also, so wie du es kennst, mit so einem bestimmten Profil. Der eine für Wasser, der nächste für
Fruchtbarkeit, der nächste für Frauen, Männer, Krieger, Kinder, weiß der Teufel. So. Und die kommen alle zusammen und irgendwann, nachdem sich das alles vermengt hat, sagen sie: ach komm, dann machen wir doch einen Universalgott. Und der Name Yachweh lässt sich da auch daraus ableiten und zusammensetzen. Ich muss mir das nochmal durchlesen, wie das genau ist. Ich krieg sonst die Wörter durcheinander. Und
Wenn das stimmt, dann haben wir ein Volk, das sowieso aus ganz vielen Völkern besteht. Und jetzt trennen die sich wieder auf. Ja, das ist ja natürlich auch dramatisch. Vor allen Dingen, wenn du das noch erinnerst, ne? Und das ist gerade in der Region da auch super häufig, ne? Also ich meine. die diese ganzen Reiche, die da ja wirklich in in steter, also wir wirklich in in stäter Regelmäßigkeit entstehen und zerfallen, das sind ja immer
vier Völkerstaaten. Ja, ne? Also ob Babylon, ob Assyrien, ob die Meder, ob Persien, ob die Ägypter auch und so weiter, das ist ja nie so, dass das irgendwie also dass das eine Nation im modernen Sinne ist so mit irgendwie gemeinsame Sprache und irgendwie solche Sachen, sondern das sind immer so Schmelzungen. verschiedenster Kulturen und verschiedenster religiöser Konzepte dahinter und das zerlegt sich dann auch gerne mal wieder ganz schnell, ja.
In dieser Brunnenszene hast du ja ganz klar auch diesen, diesen schönen Satz drin. Halte dich als Fremder in diesem Land auf. Also da ist dann auch wieder die Angst vor Überfremdung und vor Vermischung. Das ist ein ganz, ganz.
Genau, das ist ein ganz prominentes Thema. Ja. Also die Frage nach Identität, wer sind wir eigentlich? Die stellt sich ja auch nur dann, wenn du ständig diese Identität bedroht siehst, ne? So. Und ja, ja, das ist Und dann passt das wirklich, also ne, mit dieser Variante, dass dann irgendwie Esau sozusagen derjenige ist, der dann irgendwie Hethiterinnen heiratet und dann äh, differenzieren sich da sozusagen erstmal aus zwei unterschiedlichen Politikstilen oder oder
oder Identitätskonzepten sozusagen dann auch tatsächlich nach und nach zwei unterschiedliche Volksstämme raus, die dann irgendwann sich auch gar nicht mehr grün sind und nach entsprechenden Konflikten dann auch so eine soziale Schichtung ergeben und dann ist das sozusagen der Legitimationsmythos für all das. Das haut total gut hin. Ja. Gut, dann würde ich vorschlagen, machen wir an der Stelle auch den Cut und Jakob und Esau nehmen wir also beim nächsten Mal nochmal hoch.
Also zumindest zu Jakob gibt es noch eine ganze Menge zu sagen, zu Esau noch so ein bisschen, den habe ich mir so als als Überleitung aufgespart, damit wir hier noch ein bisschen Spannungsbogen haben. Das letzte Wort zwischen den beiden ist noch nicht gesprochen. Genau. Gut, dann bleibt mir nur dir zu danken, Marc. Ich danke dir, wie immer. Ich danke auch. Und euch da draußen danke ich auch vor allem für die Geduld und für alles andere auch. Bis dahin bleibt uns gewogen. Tschüss. Macht's gut.
Ah, das hast du schön gesagt. Shownotes und die Möglichkeit zu Kommentaren findet ihr unter trojaalert.bildungsanst.de. Bewertet uns gerne bei iTunes oder anderen Podcastportalen und wir freuen uns über Feedback und klickt auf den Troy Alert is a production of the year 2016.
