¶ Beginn
Und herzlich willkommen zu Troja Alert, dem Erzähl Podcast um Sagen und Mythen. Ich bin Stefan und mein Gesprächspartner ist der Marc. Hallo, Marc. Hallo Stefan. So, wir haben uns ja haben ja lange nichts voneinander gehört bzw. von uns hören lassen. Erstmal Entschuldigung an euch alle da draußen. Also, ich muss jetzt mal für mich persönlich sprechen. 2015 war nicht gerade mein Podcast-Jahr, das da habe ich mir mehr vorgestellt.
¶ Entschuldigung
Und Marc tatsächlich, es ist über ein Jahr her, dass wir unsere letzte Abraham-Folge gemacht haben, ne? Nee, ernsthaft, oder? Echt? Fünfzehnter Dezember zwei tausend dreizehn. Also das ist ernsthaft jetzt? 2014, logischerweise, zwei tausend. Okay. Also das ist lange her, das wusste ich, aber oh Gott oh Gott. Oh Gott oh Gott. Ja, das ist richtig krass.
Und wie gesagt, also Entschuldigung dafür an euch da draußen. Also nicht nur dass, äh, das Marc und ich so lange gebraucht haben, sondern auch, dass irgendwie von Daniel und mir hier irgendwie in den letzten, in der letzten Zeit so wenig kam. Das hat irgendwie verschiedene Gründe. Ein Teil davon hat was damit zu tun, dass ich endlich meine Doktorarbeit fertig geschrieben habe. Juhu.
Ähm, und dann kamen so diverse Schicksalsbeutelungen, also von Todesfällen in Familie bis über Krankheiten aller Art und so. Also irgendwie war da echter Wurm drin. Und bei uns beiden habe ich zwischendurch auch gedacht, hier liegt ein Fluch auf diesem Podcast-Projekt. Also wir hatten ja so gefühlt so übers letzte Jahr hinweg so bestimmt so sechs, sieben, acht Termine, wo wir es irgendwie versuchen wollten.
Und wo dann entweder irgendwie auf meiner Seite kotzende Kinder am Start waren oder ich selber sowas von platt war, das ich nicht mehr konnte. Ich glaube, ich habe den mehrfach irgendwie kurzfristig abgesagt und also irgendwie war da der Wurm drin. Ich glaube, ich habe Termine reinbekommen, wo es dann plötzlich nicht mehr ging. Und ja, ja, das war komisch. Das war echt seltsam in der Tat. Ja, aber ich glaube, es lag häufiger an mir. Also das müssen wir auch schon mal festhalten. So, aber genau.
Und heute dachte ich schon fast auch wieder, als wir hier gerade begonnen haben, hat nämlich erstmal kollektiv die Technik gestreikt hier, aber ja, trotz allem, wir nehmen auf und es ist erfreulich.
¶ Weiter mit Abraham
Gut, dann machen wir mal mit Abraham weiter. Lang, lang ist es her, aber glücklicherweise sind Podcasts ja geduldig und man kann sie nochmal nachhören. Für uns beide würde ich gerade eine ganz kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse machen oder eher wo wir den guten Abraham verlassen haben. Was hältst du? Sehr, sehr gerne.
Also wir haben ja sozusagen nachdem wir Abraham seinen langen Weg ins gelobte Land begleitet haben, hatten wir ja diese ganze Geschichte mit, wie das mit dem Kinderkriegen so ist und so, ne, und dann
Irgendwie, dass er dann ja diese ägyptische Sklavin dann als Leihmutter für einen Sohn eingesetzt hat und dann doch aber noch von seiner Ehefrau einen Sohn bekommen hat und so weiter. Das ähm Haben wir ja tatsächlich alles besprochen und geendet haben wir ja tatsächlich mit Und der Vernichtung von Sodom und Gomorra, da ging es ja ganz schön runter in der Gegend.
Und dann ähm hat Abraham und Gott ja mal wieder einen Bund geschlossen. Das machen sie ja gerne mal. Also ich weiß gar nicht, bei wie vielen Bünden wir inzwischen sind. Ich glaube, es ist jetzt der dritte oder vierte Bund, der da geschlossen wird. Also Es ist ein ein sich durchziehendes Thema, ja, das ist so. Genau, es ist ein buntfreudiges Völkchen, der der Gott und sein Volk. Genau. Und zuletzt hat er dann ja quasi erfolgreich ein zweites Mal die Bereicherung durch Ich juble.
Meine Ehefrau einem fremden Herrscher unter und gehe da irgendwie mit materiellem Gewinn raus aus der ganzen Geschichte. Das hat er also dann zuletzt. Nachdem er das irgendwie ursprünglich mal erfolgreich am ägyptischen Pharao getestet hat, hat er das dann jetzt also nochmal mit dem König Abimelech durchgezogen und ja, ist jetzt. Also weiterhin ein sehr reicher Mann.
Genau, ich meine, dass wir beim letzten Mal Isaac Geburt sozusagen nicht mehr so wirklich besprochen haben, aber im Prinzip war die Schwangerschaft. Soweit klar, ne? Da war ja diese ganze Geschichte mit den drei Herren, die da kamen, oder mit Gott in Gestalt von drei Männern, die das Ganze dann irgendwie angekündigt haben und so weiter. Ähm, Und ich glaube, wir können einfach damit starten, langer Rede, kurzer Sinn. Sarah gebärt, also tatsächlich einen Sohn, den Abraham dann eben Isaac nennt.
Und sprichst du das eigentlich Isaac oder Isaak aus? Also machst du da eine Eine kurze Pause. Ich mache dann Isaak. Isaak, ja. Mhm. Okay. Ich müsste, wenn, wenn meine Arme jetzt länger wäre, könnte ich auch in die hebräische Originalbibel gucken, aber. Reicht wahrscheinlich nicht. Mal gucken, vielleicht kriegt es ja hin oder dass es einer hört. Mal schauen.
Gibt es denn da dann sozusagen so ein diakritisches Zeichen, das einem irgendwie sagt, ob man da einen glottesschlag dazwischen machen muss oder nicht? Nee, das wird ganz anders geschrieben. Also, mich würde sowieso mal interessieren, wie das geschrieben wird. Ja. Und also, das ist jetzt nicht, das sind halt keine lateinischen Buchstaben. Das sind jetzt keine zwei A's, sondern wahrscheinlich. Achso, ein langes A ist einfach ein anderes Zeichen als ein AA.
Sozusagen. Du hast im Hebräischen hast du ja gar keine Vokale. Das ist ja das ist ja der Witz. Ja, deswegen meinte ich ja diakritisches Zeichen. Sind die nicht dazu da, um dann zwischen den Konsonanten irgendwie zu sagen, was für Vokale da dazwischen kommen? Ja, aber du hast da jetzt keine zwei hintereinander.
Oder so. Also ich hätte jetzt er, was ich jetzt erwarten würde, wäre tatsächlich Oh Gott, das kann man, ja, A-Laute sind Strich und ein umgedrehtes T quasi als kleines, als kleines Zeichen, so dazwischen und ein Aleph hätte ich jetzt erwartet, weil ein Aleph ist so ein laut, also so ein So ein kurzes Luftanhalten im Prinzip. Genau, so ein Ding.
Und da könnte man, das hätte ich jetzt tatsächlich erwartet, dass das eventuell da steht, aber da müsste ich tatsächlich jetzt nachgucken, das habe ich jetzt im Hebräischen nicht mehr drauf. Ja, ist ja auch nicht so wichtig. Wir sagen einfach mal Isaac und dann passt das. Also so spreche ich es aus. Ja. Und ich nuschel's, also ich sag, ich spreche es auch so aus und nuschel's aber so, dass man es zur Not auch als ein langgezogenes A hören kann, wenn man es möchte.
Genau. Also auf jeden Fall wird der Gute geboren und ähm. Äh na, das hatten wir ja auch schon, also Haga und ihr Sohn Ismail werden dann also letztendlich verbannt und gründen damit den Stamm der Ismailiten und ja, verschwinden damit. erstmal aus der Geschichte oder verschwinden aus der Geschichte kann man sagen. Und was ich jetzt sozusagen erzählen möchte heute, ist A, die berühmte Opfergeschichte, wo es um die Opferung Isaacs geht.
Und dann eben sozusagen noch die Ereignisse bis zu Abrahams Tod. Und dann lassen wir es für heute auch dabei bewenden. Bist du sicher, dass wir, dass wir Hagas Vertreibung hatten? Also in der Reihenfolge kommt Isaks Geburt, dann kommt Hagas Vertreibung. Dann so ein bisschen Gedöns und dann kommt die Geschichte mit Isaak und dem Opfer. Und das, also, du kannst das machen, wie du natürlich machen, wie du möchtest, aber ich hatte jetzt war jetzt nicht sicher, ob wir das schon hatten, tatsächlich.
Ja, ich bin auch nicht sicher. Also, wir haben geendet, glaube ich, mit dieser Nummer, als er da, als Abraham Abimelech eben gewissermaßen übers Ohrhaut, äh, oder was heißt übers Ohrhaut, also mal wieder befürchtet, dass Dass er da irgendwie Ärger kriegen könnte wegen seiner äußerst sexuell attraktiven Rentnerin, die er mit der er da verheiratet ist. Und haben mit der Nummer geendet.
Das wäre aber vor Isaac. Das ist noch kurz davor, ja, da hast du recht. Also, trotz allem würde ich da jetzt nicht allzu lang drauf verweilen. Also, auf jeden Fall, Isaac wird geboren und Ich meine, wir haben es erzählt, aber sicher bin ich gerade nicht mehr. Es gibt dann sozusagen diesen Punkt, wo Sarah dann eben sagt: So, aber hier die Haga und ihr Sohn, der ja gewissermaßen.
Jetzt bisher als Ersatz für einen ehelichen Sohn gegolten hat, die müssen jetzt weg. Weil jetzt soll natürlich Isaak gewissermaßen der Erbe sein und da ist letztendlich ein. Ja, ein Konkurrent gewissermaßen für dieses Erbe im Raum und der muss weg. So geht's so nicht. Und Abraham hört dann auch auf seine Frau und verstößt dann eben Hager und Ismael.
in der Geschichte, wie sie jetzt dann eben hier beschrieben steht und die auch im in der muslimischen Tradition auch ausgegriffen wird, irren die dann eben in der, in der Wüste herum und haben dann eben einen eine Begegnung mit Gott, der die beiden dann eben rettet und dann wird Ismail eben der Stammvater eines ganz eigenen Volksstammes, eben der Ismailiten, auf den sich dann eben der Islam letztendlich zurückbezieht und die Araber auch Ja, also genau deswegen hätte ich das tatsächlich.
Ungerne ausgespart. Genau, aber ich bin mir sicher, also ich bin mir sehr sicher, dass wir den Aspekt tatsächlich besprochen haben. Aber ich hatte es einfach nicht mehr auf dem Schirm. Ja, okay, ist ja auch nicht tragisch. Genau, also das können wir aber so oder so einmal wieder hochholen. So, jetzt wird der Ismail also, äh, der Ismail sage ich schon, der Isaak nun also größer und wächst zu einem prächtigen jungen Mann heran und ist also Abrahams ganzer Stolz und im Prinzip auch.
¶ Isaaks Opferung
Alles, worauf seine ganzen Hoffnungen im Prinzip gebaut sind. Also zum einen ist es natürlich sein Erbe und und und Thronfolger, auch wenn er ja jetzt nicht so sehr auf einem Thron sitzt, aber also als als Stammesfürst gewissermaßen ist Isaac natürlich sozusagen der nächste in der Rangfolge. Und zum anderen hängt aber natürlich auch an Isaak jetzt gewissermaßen diese ganze Frage von, dass Abraham ein Stammvater eines ganzen Volkes werden soll.
Dass der Ismail da sozusagen noch eine Seitenlinie abrahamitischer Abstammung irgendwie aufmacht, das weiß er ja nicht. Und das gilt ja jetzt sozusagen für ihn auch nicht mehr so richtig, wo er ihn verstoßen hat. Das heißt, auf Isaak ähm lastet gewissermaßen
Die gesamte Hoffnung, die Abraham hat, was diese Zukunft angeht, die ja sozusagen Gegenstand des ursprünglichen Bundes, den er mit Gott geschlossen hat, war. Also wenn ihr euch daran erinnern mögt, ursprünglich ist er ja überhaupt aus seiner Heimat aufgebrochen, weil Gott ihm versprochen hat, so du ziehst da jetzt hin und dann mache ich deine Nachkommen so zahlreich wie
Der Sand in der Wüste oder die Planer am Himmel oder was auch immer da für Metaphern, für Unzähligkeit genannt worden sind. Und all das hängt an Isaak. Der ist sein Sohn, ist sein Nachkomme und an dem hängt es jetzt. Und Gott scheint irgendwie... Ja, auch hier steht, dass er ihn auf die Probe stellen wollte. Da kann man jetzt geteilter Meinung drüber sein, aus was für Gründen er das wohl so tut. Also entweder vertraut er Abraham nicht so recht,
Wo man ja echt sagen kann, naja, also irgendwie hat der ihm jetzt schon ganz schön bei der Stange gehalten. Also wir hatten ja schon mehrfach so in meinen Erzählungen diesen Punkt. wir uns gefragt haben. Also ich weiß nicht, ob ich da auch so gesagt hätte, ja, ja, Gott mache ich alles, oder ob nicht irgendwann mal man auch gesagt hätte, weißt du was? Nimm deinen Bun, stecke dir an den Hut, ich gehe woanders hin. Also
Also, zumindest an dem Punkt waren wir irgendwie schon ein paar Mal. Das eine oder andere Mal, ja. Genau, ne? Also, dass Abraham immer noch sozusagen. vollstes Vertrauen zu seinem Gott hat und sagt, ja, er, der richtet das alles. Eigentlich ist das echt verwunderlich und also man müsste jetzt eigentlich nicht denken, dass Gott nochmal testen muss, ob der Abraham es wirklich ernst meint mit ihm.
Ja, die andere Interpretation wäre, dass Gott doch irgendwie auch einen fiesen Charakterzug in sich trägt und irgendwie mal. mal Abraham nochmal eins mitgeben will. Ich weiß es nicht. Also auf jeden Fall beschließt er, Abraham auf die Probe zu stellen, aus welchen Gründen auch immer. Seine Wege sind ja schließlich unergründlich, nicht wahr? Und er sagt: So Abraham, pass auf, jetzt ist folgendes: Ich bin ja der Gott, dein Herr, und du musst mir ein Opfer bringen.
Und Abraham sagt, ja, ja, ist klar, ne? Kennen wir ja, Altar bauen, irgendwie Tiere mitbringen, Brandopfer und so, kennen wir ja, hatten wir jetzt ja schon ein paar Mal. Und Gott sagt: Nee, nee, nee, nee, nee, machen wir diesmal anders. Diesmal opferst du mir bitte deinen Sohn, den Isak. Und Abraham sagt: Moment mal, die Verbindung ist gerade ganz schlecht. Was hast du gesagt?
Und Gott sagt, deinen Sohohn, den Isaac, den sollst du mir bitte opfern. Du gehst auf den und den Berg da, ja, in das Land Moria, hat nichts mit der Zwergenmiene im Herr der Ringe zu tun. Auch wenn sie so klingt. Da gehst du also hin, das ist ein schöner Berg, da findest du dann oben so einen Stein, den du als Altar verwenden kannst, und da schlachtest du mir bitte den Isaak und bringst ihn mir als Brandopfer da.
Und Abraham sagt: Moment mal, Gott, das ist jetzt nicht wirklich dein Ernst, oder? Und Gott sagt doch. Ne, nimmt sich also sein Sohnemann. Packt irgendwie so ein bisschen Esel und ein bisschen Gefolge zusammen, die ihm irgendwie beim Transportieren helfen, so ein bisschen. Feuer nimmt damit, ne? Also so ein Fackelzug und so und ein bisschen Brennholz und solche Sachen und natürlich auch ein Messer, was man dann irgendwie.
Zum Aufschneiden des Opfertieres, in dem Fall des Opfer Menschen, dann auch irgendwie so braucht. Und sie machen sich auf den Weg. Am Fuß des Berges lässt er die ganze Dienerschaft dann zurück. Es scheint ihm also ich weiß nicht, ob es ihm peinlich ist oder ob das doch einfach eine sehr persönliche Sache für ihn ist, jetzt da seinen Sohn opfern zu müssen.
Und sag zu Isaac: So, hier pass mal auf, du nimmst jetzt mal das Brennholz, schnallst dir das so als so ein Gestrüpp, also ein Bündel, so ein Reisigbündel auf den Rücken. Und ich trage die Verantwortung. Also das Feuer und das Messer, das nehme ich. Und dann gehen wir jetzt da mal schön hoch auf den Berg und opfern da unserem Herrn.
Und dann machen sie sich da auf den Weg und laufen zu, und unterwegs wird's Isaac so ein bisschen mulmig zumute, weil ihm fällt nämlich was auf. Sie haben kein Opfertier dabei. Und dann spricht er seinen Vater irgendwann darauf an und sagt: Du, Papa, wenn wir da oben auf dem Berg jetzt was opfern sollen, haben wir dann nicht was vergessen. Wir müssten doch eigentlich was zum Opfern mitbringen, oder? Ich meine, wir haben Feuer, wir haben Messer, wir haben irgendwie Brennholz und so.
Aber wir haben ja jetzt kein Schaf oder sowas mit. Wir müssen glaube ich nochmal nochmal runter und noch ein Tier holen. Und Abraham sagt, nö, ähm, das uh uh das Tier da kümmert sich Gott drum. Also kann man sich so ein bisschen vorstellen wie bei so klassischen Grillenachmittagen, ne? So, so du bringst das Fleisch mit, du den Salat und äh. Ich die Getränke, so ungefähr läuft das da auch ab. Isaac bringt das Holz, Abraham das Feuer und das Messer, und Gott bringt das Opfertier.
Und dann kommen sie da oben an. Und Isaac ist nicht doof, der hat glaub ich durchaus geschnallt, was hier abläuft, und ist aber brav mitgekommen. Und da oben fesselt sein Vater ihn dann und legt ihn da auf den Opferaltar. Und ja, beginnt mit dieser Opferzeremonie und hebt gerade das Messer, um seinen Sohn zu töten. Und dann meldet sich Gott bei ihm. Und sagt, Abraham, stopp, halt, halt, halt, halt, war nur ein Scherz. Also nee, war natürlich nicht nur ein Scherz, sondern war nur eine Probe.
Rühre den Jungen nicht an. Du hast den Test bestanden, ja, du hättest selbst hier diesen wichtigsten Menschen, den es für dich und deine ganze Zukunft gibt und so weiter, selbst den hättest du für mich geopfert. Hast du also mit Bravour gelöst hier und natürlich will ich nicht, dass du dieses Kind opferst. Guck mal, da drüben ist so ein Dorn gestrüppt, da hat sich ein Widder drin verfangen. Also beziehungsweise ich habe das so organisiert, dass der sich da verfangen hat.
Jetzt opferst du den bitte an Isacs Stelle. Und Abraham und Isaak sind natürlich total erleichtert und machen sich dann froh und Mutes daran, das Tier abzuschlachten und es als Brandopfer darzubringen. Ja, und dann gehen sie wieder nach Hause und alles nochmal gut gegangen, sozusagen. Also zumindest für die Menschen. Der Witter fand das nicht so toll, aber gut, die sind das ja gewohnt, dass sie geopfert werden.
Ja, dann gehen so die Jahre ins Land. Isaac wächst auf. Glücklicherweise gibt es auch keine weiteren Anfragen von Gott mehr, dass man ihn jetzt doch nochmal umbringen sollte und so weiter. Und irgendwann, äh,
¶ Bestattung Sarahs
Stirbt Sarah, die ist ja jetzt nur doch auch schon ganz schön alt. Also sie ist ja zwar jünger als Abraham, aber jetzt ja doch hochbetagt. Nämlich 127 ist sie, als sie stirbt. Und ja, da kann man dann ja auch mal das Leben beenden. Das ist ja durchaus ein stolzes Alter. Da passiert was Spannendes, und zwar möchte Abraham sie begraben, und zwar in der Gegend, in der er jetzt lebt. Und er lebt ja jetzt aktuell unter den Hetitern. Und ist da ja durchaus mit seinem Volksstamm sozusagen
Zu Gast, also man kann fast sagen, die sind da ja als Flüchtlinge angekommen und sind eine ethnische Minderheit unter den Titan. Und die haben ja auch. Zumindest so wie ich es verstanden habe, korrigiere mich da, Marc, wenn ich da falsch liege, die haben ja auch eine andere Religion, korrekt? Die A. Ah, ja. Das steht zu vermuten. Ähm, Also ziemlich sicher hatten sie eine andere Gottheit. So. Wobei das gerade im Orient, im vorderen Orient ist das immer so eine Geschichte.
Wie machen wir das jetzt in kurz? Also, es wird eine andere Gottheit gewesen sein und oder zumindest eine, die später einen Aspekt des Gottes verkörpert, den wir heute als als den Gott kennen. So, ich mach's mal so kurz. Ja. Ich würde auch sagen, wahrscheinlich ist es von der hethitischen Seite her ist das gar nicht so problematisch. So, ja, du, du nennst deinen Gott halt anders, passt schon, ne? So.
Aber von Abrahams Seite her ist es ja durchaus sozusagen problematisch. Das ist ja gerade das Neue an seiner Religion, dass er gewissermaßen die anderen Götter ablehnt und sagt, es gibt nur den einen. Und naja, also auf jeden Fall möchte er gerne Sarah begraben. Und zwar durchaus in dem Land, in dem er aktuell lebt. Aber das jetzt einfach so, also ne, stellt euch das vor, sozusagen, ihr seid irgendwie äh.
Ein ihr seid stellt euch vor, ihr seid strenggläubige Muslime, wohnt irgendwie in Deutschland, in irgendeinem Dorf, wo es irgendwie einen katholischen Friedhof gibt. Ja, so, also das ist natürlich ganz regulär der, der, der Friedhof der der Gemeinde so. Aber da da sonst nur Katholiken leben, ist das irgendwie ein durch und durch katholischer Friedhof und so weiter. Und naja, jetzt ja, sollt ihr da irgendwie jemanden begraben? Vielleicht passt euch das nicht.
Oder umgekehrt genauso. Und ungefähr so. Geht's ihm da? Er hat irgendwie Bauchschmerzen, sozusagen seine Frau einfach so da zu begraben, wo die Hetita ihre Toten begraben. Und stellt dann da gewissermaßen eine Anfrage und sagt, gäbe es nicht eine Möglichkeit, dass man da irgendwie eine eigene Grabstätte und sowas bekommt? Und dann geht tatsächlich eine relativ langwierige Verhandlung irgendwie los.
Weil die Hedita sagen halt, ja hier komm, du bist doch irgendwie ein angesehener Bürger unter uns, begrab doch deine Frau bei uns, das passt schon, so. Und er sagt, nee, äh möchte ich nicht, es soll irgendwie eine eigene, ein eigener abgeschlossener Bereich sein. Ich habe da so eine Höhle im Auge und so könnte ich die nicht kaufen. Diese, diese Höhle oder das Land, auf dem diese Höhle liegt, könnte ich die nicht kaufen und meine Frau dann da begraben.
Und dann sagt der Besitzer dieses Landstriches, der sagt, du, mach mal, ne? Also hier die Höhle kannst du einfach verwenden und so, begrab deine Frau da mal, ist schon in Ordnung. Und Abraham sagt, nee, ich möchte das Land gerne kaufen und bietet ihm auch irgendwie ein Heidengeld. Und der ist da erstmal ganz, ganz irritiert und sagt: Ja, nee, hier, begrab doch einfach deine Frau, ist doch völlig in Ordnung. Und Abraham möchte das nicht, sondern
Er will, dass das Land gewissermaßen ihm gehört und besteht darauf, und es geht irgendwie eine Weile lang hin und her. Und dann am Ende kauft er dieses Land tatsächlich. Und begräbt seine Frau da. So. Ähm genau, da müssen wir nachher mal ein bisschen drüber philosophieren, was da wohl so drinsteckt. Äh
Eine Sache möchte ich an der Stelle noch kurz erwähnen, nämlich dass die Bibel sozusagen an an mehreren Stellen noch mal explizit betont, dass das Land jetzt auch wirklich Abraham gehört. Ja, gehört niemand anderem mehr, sondern ist jetzt wirklich Seins.
¶ Brautschau für Isaak
Ja, dann hat er also seine Frau begraben. Er nimmt sich dann noch ein paar Nebenfrauen. Also, auch wenn er ja auch schon jetzt weit über 100 ist, ist er wohl offensichtlich noch gut im Saft. Er nimmt sich noch ein paar Nebenfrauen und zeugt mit denen auch noch diverse Kinder, die also seine Nachkommenschaft jetzt durchaus schon mal ganz ordentlich erweitern.
Und was er jetzt im Prinzip noch regeln muss, bevor er dann irgendwann mal selber so seinen Lebensabend angehen kann, ist jetzt noch eine Ehefrau für seinen Sohn zu suchen. Und da möchte er halt nicht, dass Isaak jetzt eine Hetiterin oder eine Kanaaniterin heiratet und sich jetzt sozusagen mit der örtlichen Bevölkerung vermischt, sondern er möchte, dass das jemand aus seiner seinem eigenen Volksstamm ist.
Und dann schickt er einen Diener los und sagt Pass auf, du reist zurück nach Hause, wo wir herkommen. Also eben da im Prinzip im Zwei-Stromland, also diese Gegend um Uhr herum, da reist du jetzt bitte hin und holst da eine Frau aus meinem alten Volk. Und ähm und der Diener ist am Anfang so ein bisschen äh Skeptisch und sagt, Mensch, da wird eine ganz schön lange Reise und so. Und Abraham sagt: Ja, ja, mach mal, das muss sein.
Und er sagt ja, und was mache ich, wenn die Frau nicht w wenn sich da keine Frau findet, die die die Strapazen der Reise zurück irgendwie auf sich nehmen will? Und Abraham überlegt so einen Moment und sagt dann: Ja, okay, also wenn das tatsächlich so ist, also ich bin der festen Überzeugung, dass Gott das alles regeln wird. Der wird dafür sorgen, dass du da Wohlbehalten ankommst, und er wird auch dafür sorgen, dass ihr alle Wohlbehalten wieder zurückkommt. Aber sollte es tatsächlich so sein?
Dass, ähm, dass ich da keine Frau finde, die mitkommen will. Dann enthebe ich dich von diesem Eid, dann musst du. nicht jemanden zurückbringen. Dann hast du deine Aufgabe erfüllt. Geh hin und versuch dein Bestes. Und ich bin der festen Überzeugung, Gott wird dafür sorgen, dass das alles irgendwie glatt geht.
Und der Diener sagt, ja, okay. Und dann macht er sich auf den Weg, nimmt irgendwie so ein bisschen Reichtümer mit und so ein paar Kamele und so, was man halt so braucht, wenn man auf Brautwerbung für seinen Herrn gehen muss. Und macht sich also auf die lange Reise zurück in die ursprüngliche Heimat von Abraham.
Und als er da dann ankommt, ähm, ist ja natürlich so eine lange Karawanenreise, kann man sich vorstellen. Also als er dann in der Region ankommt, muss er also erstmal einen Brunnen aufsuchen. Und er denkt sich so, ich mache das folgendermaßen. Ich will ja nicht irgendjemanden. Ich will eine
eine freundliche und fürsorgliche Dame für den Isaak finden. Und ich mache das jetzt so. Ich warte jetzt hier einfach am Brunnen, durstig wie ich bin, nehme mir nicht selber Wasser und tränke auch meine Tiere nicht. Und warte jetzt drauf, dass die Töchter der Stadt gewissermaßen rauskommen, um Wasser zu holen am Brunnen. Und dann frage ich die, ob ich einen Schluck Wasser haben kann, von ihrem Wasser, das sie jetzt holen.
Und die, die mir das verweigern, sind nicht geeignet und diejenige, die mir was gibt, die ist geeignet. Das nehme ich sozusagen als Auswahlkriterium für mein Ehefrauen-Casting für den Isaac. Ja, und dann kommen die da so langsam und auch direkt die erste schöpft da irgendwie Wasser und er sagt: Hier, ähm, Ich bin ein fremder Wanderer und so und darf ich wohl mal was trinken aus deinem Krug. Und die Frau sagt: Ja, klar, hier, los, wenn du Durst hast, trink und so.
Und er trinkt und trinkt den ganzen Kruglee und sie sagt: So, pass mal auf, deine Tiere haben doch bestimmt auch Durst, ich hol mal für die auch noch was und geh zurück zum Brunnen und holt nochmal Wasser und besorgt für die ganzen Kamele und so weiter. Ähm. Wasser und also ist sehr hilfsbereit, sehr gastfreundlich, sehr, sehr fürsorglich und so weiter.
Und der Diener denkt sich, Mensch, wow, das ist, äh, die ist perfekt geeignet. Und sagt dann, Entschuldigung, bevor du gehst, wer ist denn dein Vater? Wo müsste ich denn anklopfen, um deine Hand anhalten zu können? Und sie sagt, ja, also. Mein Vater ist, äh, oh Gott, jetzt habe ich gerade vergessen, wie er heißt. Dingenskirchen, genau. Also auf jeden Fall ist es Abrahams Bruder. Warte mal. Nahor heißt er. Nicht schnell genug? Nee, macht nicht. Nahor heißt er, genau. Nahor, ja. Genau. Und ähm
Ja, und also auf jeden Fall ist das sozusagen, es ist Abrahams Nichte. Und er sagt: Ja, Mensch, das ist ja perfekt, du bist ja sogar aus der Familie, also nicht nur aus dem Stamm, sondern auch noch aus der Familie, ist ja ganz wunderbar. Ich komme bei deinem Vater gleich mal vorbei, ich muss da mal was regeln. Und dann geht er da also hin zu Abrahams Bruder und sagt: So, hier, pass auf, ich bin ein Diener von deinem Bruder und der hat mich geschickt, um irgendwie.
eine Ehefrau für seinen Sohn zu holen und so weiter und Und erzählt ihm die gesamte Geschichte nochmal im Detail. Das ist auch wirklich nervig zu lesen, weil es tatsächlich fast wortgleich zweimal hintereinander abgedruckt ist in der Bibel. Also einmal, wie der Typ das erlebt und dann einmal, wie er es erzählt. Das ist fast gut.
Identisch vom Wortlaut, zumindest in meiner Übersetzung hier. Ich weiß nicht, ob es da dann im hebräischen Original noch irgendwie Nuancen gibt, aber es ist echt nervig zu lesen, muss man sagen. Naja, also auf jeden Fall erzählt er ihm die ganze Story und sagt: Also auf jeden Fall, deine Tochter, die ist perfekt, die würde ich nehmen. Würdest du mir die denn mitgeben?
Und Abrahams Bruder sagt: Ja, ja klar, würde ich dir die mitgeben, aber du musst die Rebecca, so heißt sie, du musst die Rebecca schon selber fragen, ob sie mitkommen will. Und um dann fragt er sie und sie sagt ja, ich komm mit. In Kurz. Und ähm, ja, dann reisen sie also zurück in das
In das gelobte Land, nach Kanaan, wo die Abrahamiter jetzt ja so rumhängen. Und tatsächlich passiert dann noch eine ganz romantische Szene, so mit Liebe auf den ersten Blick und so. Und zwar kommen sie dann an und wieder mal ist irgendwie Brunnen und so weiter angesagt. Und als sie da ankommen, geht Isaac gerade sozusagen vor die Tür und ich glaube, er will auch zum Brunnen, weiß ich gerade nicht mehr so genau, aber auf jeden Fall läuft er quasi gerade draußen rum.
Und Rebecca sieht ihn und er sieht sie und äh Sie sind beide, im Prinzip verlieben sie sich direkt ineinander. Ihr bitte Geigen vorstellen. Genau, haalala. Und Rebecca fragt dann eben diesen Diener, mit dem sie da jetzt mitgekommen ist, sag mal, ähm. Der dieser Schmucke herr vorne, wer ist das denn? Und er sagt: Ja, das trifft sich gut, dass der dein Auge auf sich gezogen hat. Das ist tatsächlich Isaak. Das ist der Typ, den du heiraten sollst. Und ja, Rebecca freut sich. Isaac freut sich auch.
Und ja, dann werden sie kurz danach vermählt und heiraten, gibt es irgendwie große Hochzeitsfeier und so weiter. Ja, und Abraham denkt sich, gut, dann habe ich jetzt eigentlich so lange, so weit alles erledigt, was so zu erledigen ist. Wie gesagt, noch in der Zwischenzeit hat er noch so ein paar Kinder gezeugt und so, habe ich ja schon erzählt. Und ja, dann feiert er nochmal Geburtstag. 175 wird er.
Und dann stirbt er. Ganz gemütlich. Und also in meiner Einheitsübersetzung steht: er stirbt lebenssatt. Das finde ich ein sehr schönes Wort. Also. Im Prinzip, der sagt: Mensch, ich habe alles geregelt, was zu regeln ist, ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte. Hat alles gut geklappt. Ich habe eigentlich hier nichts mehr zu tun und ich bin alt und Ich kann abtreten. Und dann scheint er so ganz gemütlich einzuschlafen und ja, stirbt glücklich und zufrieden.
Und ja, Isaac wird dann wie geplant und wie erwartet sein Erbe. Die ganzen Söhne, die er irgendwie mit diesen Nebenfrauen da gezeugt hat, die schickt da vorher tatsächlich auch noch alle weg, also gibt denen irgendwie eine Menge Kohle mit und schickt sie auch weg. Also irgendwie scheint die Paranoia
Die Sarah hatte, dass man sozusagen hier die ganzen anderen Söhne alle aus dem Weg schaffen muss, weil die womöglich irgendwie ihm die Nachfolge, also Isaac, die Nachfolge streitig machen könnten. Die scheint da aufrecht zu erhalten und schickt die Also alle weg, jetzt nicht so verstoßungsmäßig wie bei Isaac, aber ja. Ja, und damit ist gewissermaßen Abrahams Geschichte erstmal durch. Und ja, wie es dann mit Isaak im Erwachsenenalter weitergeht, machen wir dann beim nächsten Mal.
¶ Beginn Spekulation
Ja, also ich weiß nicht, ob das ob das immer allen bewusst ist, aber ich drehe mich ja absichtlich ab, damit du in aller Ruhe erzählen kannst. Und ich gebe zu das ein oder andere Mal beschleiche mich leichte Lachkrämpfe, du Sachen wieder gibst, ist schön. Ähm.
Aber ich habe doch total ernst erzählt, also wahrscheinlich insbesondere wenn ich Grillfest und so. Ja, mega ernst. Ich finde allerdings Da können wir eigentlich tatsächlich, muss ich sagen, ziemlich gut einhaken, weil du etwas dargestellt hast, was in der Was in der Geschichte selber, finde ich, nicht rauskommt. Übrigens, ich habe gerade tatsächlich mal kurz die Gelegenheit genutzt und in das hebräische Original geschaut, und da steht Jetzag.
Mit einem langen A und vor allen Dingen mit einem, oh Gott, wie heißt der Buchstabe? Jetzt auf jeden Fall mit einem Z-Laut. Also wirklich, Jack. Und nur so als, wenn man das richtig aussprechen wollte, dann wahrscheinlich eher so. Na gut, also wir bleiben ja trotz allem bei so einer eingedeutschten Fassung, aber dann völlig okay. Genau, aber dann würde man ja durchaus halt so klingt.
Genau, also wir sagen es einfach, wie uns, wie uns, also der Ordnung halber, wahrscheinlich müsste man es eingedeutscht am ersten Isaac aussprechen mit einem langen A, aber jeder sagt es, wie er es will. Richtig, ich wollte es einfach nur reinstreuen und angeben. Auf jeden Fall Ähm was ja, also es passiert ja total selten in biblischen Schriften, dass Gefühle irgendwie deutlich gemacht werden. Also Zorn kommt noch vor.
Und auch gerade als du dann beschrieben hast, so romantische Szene, ja, das muss man sich denken, aber da steht nicht, und sie verliebte sich auf den ersten Blick in ihn, sondern sie hat ihn gesehen, als er auf sie zukam, in etwas starksiger. Formulierung, wie das eben so ist. Und auch bei der Szene der Opferung von Isaak. Da äh, da sind erstmal keine Emotionen dabei, die muss man sich aber durchaus dazudenken, ja.
Das erkennt man nicht. Also steht nirgendwo, ich sage, es ist mulmig oder er hat Angst oder sonst irgendwas, sondern man kriegt einfach nur diese Erzählt, wie er da seinen Vater anspricht und sagt, Äh, sag mal, hier Opfertier und so? Und genau das kann man dann halt interpretieren, genau. Genau, richtig. Ähm, und ähm As a
Ich fand das sehr schön, ich habe ja immer so ein bisschen so eine Bibelexegese nebenherlaufen, die ich mir dazu Gemüte führe, um da mal so ein bisschen zu schauen, was haben andere Exegeten so gesagt. Und tatsächlich, also der, den ich da mal zur Rate ziehe, der sagt, also Dass Isaak und dass vor allen Dingen auch sein Vater also wortkarg werden, je näher sie im Gipfel kommen, das ist ein Indiz dafür, dass die beiden sprachlos werden, weil
Beide im Prinzip geschockt sind. Der eine, weil er ahnt, der andere, weil er es weiß, was da gleich passieren soll. Und wie das bei Opferung übrigens immer so ist oder so zu sein scheint, nach der Opferung kurz vorher hat Isaac keinen Text. Ja, auch der fällt raus. Um ihn geht es auch nicht mehr, und er ist da Mittel zum Zweck, um die eigentliche Story zu erzählen. Und also da, da
Ganz klar für den Hörer dieser Geschichte ist völlig klar, also was ist das denn? Ja, und wahrscheinlich kann man auch davon ausgehen, dass die Geschichte so provokant gemeint ist, wie sie für unsere heutigen Ohren auch immer noch klingt. Also, das da steckt schon Feuer hinter. Wie kann das denn sein? Weil Also ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das immer noch eine verbreitete Ansicht ist, aber ganz gerne werden ja mal so in in Vormittelalterliche, also antike
Gesellschaften so Kinder und Menschenopfer irgendwie hingelegt. So ja, die waren ja noch primitiv und die waren ja alt und die haben Menschen geopfert. Also Kinderopfer. Sind auch im vorderen Orient eher die Ausnahme. Ja, und also, das ist auch für den orientalischen Hörer der Antike ist diese Geschichte erstmal schon verstörend. So. Genau. Ja. Also wir hatten ja aber tatsächlich durchaus schon bei der bei der ersten Opferungsgeschichte, also da gibt es ja diese recht umfänglichen
Anweisungen, wie man die Tiere zu opfern hat und so weiter. Da hatten wir ja durchaus auch schon mal reininterpretiert, dass da quasi m durchaus sozusagen erstmal ein explizites Verbot von Menschenopfern gewissermaßen ausgesprochen wird. Und das treibt es hier natürlich nochmal auf die Spitze, ne? Also dieses Verbot, ja. Ich wäre also kennst du die traditionelle Auslegung? Also ich würde vermuten, ja, aber ich weiß, könnte jetzt nicht sagen, was die traditionelle Auslegung ist.
Was heißt? Also, als traditionell bezeichne ich das, was den Grundschulkindern immer erzählt wird. Es gibt ja so ein paar Geschichten, die kommen ständig in der Grundschule. Mhm. Und eine ist zum Beispiel diese Mose-Bastkorb-Ägypten-Geschichte. Und relativ also ich hatte damals relativ früh schon eben genau diese Isaac, wir opfern dich-Story. Das hat sie auf jeden Fall auch in der Schule, ich weiß nicht, ob ich es in der Grundschule hatte, aber ja.
Also ich meine, ich hätte die recht früh, was ich sehr lustig finde, weil besagter Exeget hier in seinem letzten Absatz schreibt, dass diese Geschichte so gruselig ist, dass man sie Kinder nicht erzählen sollte. Auf jeden Fall. Also das das ist immer schon diese Story ist immer schon ein Problem gewesen, ne? Also, wie erklärt man einem mehr oder minder aufgeklärten Publikum diese Story?
Von einem scheinbar so unglaublich grausamen Gott, der sagt, du opferst jetzt bitte deinen Sohn. Und also die traditionelle Auslegung oder die, die zumindest immer häufig genannt wird, ist, Erstens, warum macht er das? Und zweitens war es wirklich gefährlich. Fangen wir zweitens an. Das Ding ist eine Probe. Und zwar nicht für den Sohn, sondern für den Vater. Würde es wagen, dass? Und daraus liest jetzt die Exegese,
Das war nie, also Isaac ist wirklich nie wirklich in Gefahr. Also er, ähm, der Vater soll auf die Probe gestellt werden und Probe heißt nicht, ob er es durchzieht, sondern ob er bereit dafür wäre. Das ist das, was hier erprobt werden soll. Und ähm Muss man auch gucken, mit was kann man denn einen so alten Knacker denn noch überhaupt erproben? Weil der Tod für ihn ja gar keine Gefahr darstellt.
Sondern damit rechnet er ja in dem hohen Alter. Das ist ja eher so, dass Damit kannst du jetzt vielleicht einen Dreißigjährigen schocken, aber keinen jetzt in dem In dem über 100-Stadium mehr so wirklich. Der sagt ja auch, wenn ich morgen sterbe, halt morgen, was soll's? Das stört dir nicht mehr so wirklich. Frau, Kinder, Esel, Knechte, Land hat er alles.
Und hat ja offenbar auch übrigens keine Sorge gehabt, all das auch irgendwie wieder wegzugeben. Also seine Frau hat er ja öfter mal irgendwie wahlweise weggegeben und oder verraten, verleumdet, was auch immer. Und auch andere Kinder, also Hager, Ismael, das ist alles gar kein Problem für ihn gewesen. Das heißt, er hat nur noch eine Sache, die ihm wirklich am Herzen liegt. Und das ist Isaak. Und wenn wir also wirklich gucken wollen, ob. Abraham das mit Gott wirklich ernst meint, dann müssen wir
Dieses, was ihm am wichtigsten ist, nehmen und gucken, ob er auch bereit wäre, das für seinen Gott hinzugeben. So. Damit geht es also tatsächlich um die Frage: Glaubt dieser Mann wirklich und meint das ernst mit diesem Gott? Und Isaak selber ist nie in Gefahr. Wenn der Vater sagt Nee, mach ich nicht, und mein Glaube ist nicht so stark, dann ist Isaak eh gerettet, und wenn er wenn er es durchzieht, dann ist klar, dass Gott ihn aufhalten wird.
So sagt die Exegese, ist eigentlich am Anfang der Geschichte von vornherein klar. Diesem Sohn wird nichts passieren. Mhm. Also das würde ich tatsächlich durchaus so akzeptieren. Also mir scheint es nicht so zu sein, als würde es sich Gott irgendwie anders überlegen oder so.
Das äh, finde ich, kann man aus der Geschichte nicht rauslesen, sondern es sieht, also ich halte es für absolut plausibel, dass das tatsächlich von Anfang an genau so als Test für Abraham gemeint war. Ähm, Ich finde tatsächlich spannend, dass dass diese Bereitschaft, den eigenen Sohn zu opfern, gewissermaßen das Positive ist, also äh
Man soll natürlich jetzt nicht von sich auf andere schließen und vor allem nicht irgendwie sich selbst zum Maßstab für Gottheiten machen. So, aber ich mach's mal. Also, Wenn ich Gott wäre, ich fände ja eher irgendwie sympathisch, wenn der nicht irgendwie hier sozusagen blind seine Kinder opfert, weil ich es gesagt habe. Sondern wenn der an der Stelle sagt: Nee Moment mal Gott, also w we wenn wenn du was taugst als, als als Gott und als moralische Instanz und all diese Geschichten,
Dann muss ich jetzt hier mal dann muss ich jetzt hier eine Linie in Sand ziehen. Aber gut, das ist vielleicht auch etwas modern gedacht. an der Stelle, aber der der Einschätzung, dass das sozusagen tatsächlich einfach nur eine Prüfung für Abraham ist, mal wieder, das der würde ich absolut zustimmen. Ich finde, was du sagst, ist ein total valider und wichtiger Punkt. Also, was soll das? Ja? Gibt's nicht andere Wege? Ähm.
¶ Isaak als Metapher für das Volk
Modern gesprochen wäre die Frage, was wärst du bereit zu opfern? Also was würdest du aufgeben? Heutzutage kennt man das aus dem Christentum nicht mehr so. Also, zumindest aus dem europäischen Christentum ist das dieses Aufgeben von allem eher unbekannt. Es sei denn, man fängt an, Star Wars Metaphern zu ziehen.
Uh Ja, wobei gerade gerade im Katholizismus gibt es ja durchaus in dem Moment, wo man sozusagen tatsächlich ein Klosterleben beginnt, da gibt es ja diesen Effekt schon auch, dass man sozusagen eigentlich alles weltliche
Ganz genau, und da steht auch dahinter, ich unterstelle nur immer den Leuten, dass sie diese Wel nur sehr selten sehen und damit nicht in Berührung kommen. Ähm, korrigiere mich, wenn ich falsch liege, du hast natürlich vollkommen recht, aber das ist immer, ich habe da so einen leichten Pessimismus. Weil das eine, das ist, also ich erlebe das. Nicht, dass diese, du musst Dinge aufgeben, Mentalität, dass die irgendwie jetzt total rigoros durchgezogen wird. Ja. Also ähm
Das ist genauso wie dieses, halt auch die andere Wange hin, ne? Dann kommt immer sofort die Frage, ja, darf er mich denn gar nicht verteidigen? Und dann kommen sofort Relativierungen. Ja, und du musst für Gott Dinge aufgeben. Also das sagt ja Jesus auch im Neuen Testament, wenn ich alles hinter sich lässt und mir nachfolgt, Ähm, der kann es auch gleich bleiben lassen. Und dann sind immer alle völlig erschrocken.
Weil ja ständig irgendwelche reichen Männer dann irgendwie ihren ganzen Besitz abgeben nach dem Beispiel. Das müssten wir ja eigentlich auch tun. Ja, aber dann kommt immer sofort die Frage: Muss ich denn in der Höhle leben? Nein, Relativierung dann, ne? So. Und was heißt denn Isaak in diesem Fall für Für Abraham. Der ist ja nicht nur sein Sohn, der ist sein Erstgeborener, der ist die Fortführung seiner Stammlinie.
Der ist im Prinzip die Existenz dieses dieser ganzen abrahamitischen Linie nach Abraham, halt. Ja, so, also im Prinzip sein Vermächnis, sein Erbe. Und Ähm Abraham wird durch dieses Kind wird er weiterleben. Ja, und das gleiche gilt ja dann, also analog müssten wir uns heute fragen, was ist denn unser Vermächtnis, was uns so wichtig ist? Und nehmen wir uns selbst so wichtig?
Dass wir alles tun würden, um dieses Vermächtnis zu retten, oder sind wir bereit, uns für etwas Höheres oder das aufzugeben, um etwas Höherem zu dienen? Und wo wir heute dann vielleicht irgendwie Reputation aufgeben müssten oder Besitz oder was auch immer. Davon hat er ja nicht. Also, da da ist ja Abraham ist das ja nicht alles wichtig. Ähm, ihm ist wichtig, seine Genealogie. Und dementsprechend ist der Sohn halt dran.
Mir geht diese Interpretation ehrlich gesagt ein bisschen weit. Also, einfach deshalb, also ne, okay, dass das irgendwie was ist, was man jetzt gerade im christlichen Kontext sozusagen als Als Aufhänger nimmt, zum Beispiel, ne, wenn man irgendwie ne Predigt macht oder ne, das ist ja auch das, was, was du so als als Job ja auch durchaus tust, so eine Schriftstelle zu nehmen und einen Aufhänger zu machen und so weiter.
So, okay, ne? Also im christlichen Kontext kann man das, finde ich, schön als einen Impuls nehmen, um sich so einen Gedanken drüber zu machen. Aber diese christliche Botschaft von, du musst was aufgeben, sozusagen, fürs Heilsversprechen. Ja, so Größenordnung, eher geht ein Kamel durch eine Nadelhöher als ein Reicher ins Himmelreich und so, ne? Diese Geschichte. Um Die ist ja hier in diesem alttestamentarischen Text nicht drin.
Also, es ist ja nicht so, dass hier irgendwie eine Botschaft von entledige dich allen aller weltlichen Dinge und so weiter drin sind. Im Gegenteil, ne, Abraham macht ja durchaus, der häuft ja Reichtümer an. So, ne? Also es ist ja jetzt nicht gerade hier so eine.
So eine christliche oder buddhistische Ansage von, du musst dich von allem Weltlichen trennen und irgendwie dich aufs Wesentliche konzentrieren und solche Sachen. Und es ist auch nicht so, finde ich, dass hier Quasi irgendeine Metapher von, gib was auf, damit du was anderes bekommst, irgendwie drinsteckt, sondern von meinem Dafürhalten ist hier. bloßer oder oder bedingungsloser Gehorsam und absolutes Vertrauen in diese Gottheit, das Thema.
Weil es ist nicht nur so, dass Isaak Abrahams Vermächtnis ist und so weiter. Das stimmt alles, was du gesagt hast. Aber ich finde, es geht noch einen Schritt weiter. Wenn man sich anguckt, was hier abläuft, ja, hier kommt sozusagen Gott, kommt zu Abraham und sagt: pass auf, Wir machen einen Deal. Du gehorchst mir bedingungslos und dafür bekommst du etwas, nämlich Nachkommen.
Und Abraham macht das und macht das und macht das und macht das und macht das, obwohl ganz lange Gott nicht liefert, macht er es und macht es und macht er es und macht es. Und jetzt liefert Gott endlich. Und dieser Sohn ist sozusagen. Ist gewissermaßen Gottesteil des Deals. Ja. Und jetzt kommt dieser Gott und sagt: übrigens, ne, hier, Teil des Deals ist bedingungsloser Gehorsam. Und jetzt bringst du diesen Sohn um.
Sogar der Teil, der sozusagen das Symbol für meinen Teil des Deals ist, sogar den will ich hier auf dem Tisch haben. Im wahrsten Sinne des Wortes, auf dem Opfertisch. Sogar den musst du opfern. Und er guckt, ob Abraham das auch noch mitmacht. Und Abraham ist inzwischen so. Positiv gewendet, so von Vertrauen in diesen Gott erfüllt oder negativ gewendet, der hat alles in diese Nummer, in dieses ganze Projekt investiert.
Jetzt eine Linie in Sand zu ziehen, wäre tatsächlich irgendwie das Ende des ganzen Projektes, dass er auch dazu bereit ist. So. Also ich würde Also, ich habe nicht den Eindruck, dass hier eine, also es ist kein Versprechen im Hintergrund, sozusagen, das musst du jetzt noch machen, dann kriegst du, was du willst, sondern guck mal, jetzt hast du das, was du willst, und trotzdem musste.
Verstehst du den Unterschied? Ja, exakt. Nee, ja, total und ich stimme dir total zu. Das ist da hier geht es über den Deal hinaus. Mhm. Das ist ja der Punkt. Das ist schon eine harte Nummer hier. Ja, natürlich ist das eine total harte Nummer. Aber das ist ja genau der Punkt. Also eben habe ich das glaube ich ja schon mal.
Ja, ich versuch's nochmal. Also, ich habe, glaube ich, den schon mal erwähnt. Es gibt im Alten Testament die Idee vom Tun-Ergehen-Zusammenhang. Das ist ein bisschen wie Karma. Ich tue etwas und dafür bekomme ich etwas. was dem angemessen ist. Ich tue was Schlechtes, es widerfährt mir was Schlechtes, es tut was Gutes, also widerfährt mir was Gutes. Und dieser Tuner-Gen-Zusammenhang, der wird hier ausgeklingt.
Den gibt es hier nicht. Weil du hast recht, Gott hat seinen Bund erfüllt. Und zwar mit der Geburt Isaaks ist dieser Deal abgeschlossen. Gott hat ihm gegeben, was er wollte, weil Abraham das erfüllt hat, was er tun sollte. Mhm. Das Thema ist durch. So, Deal weg. Und jetzt geht Gott her und will wissen, ob Abraham es tatsächlich ernst meint.
So, also hier geht es nicht mehr um Deal und um was dafür bekommen. Gott verspricht dir auch gar nichts. Gott hat nicht gesagt, du opferst jetzt deinen Sohn, sondern es gibt dir irgendwas, wie du gerade schon sagtest, sondern hier geht es einzig und allein um Glaube. Und darum, ob ähm Abraham, sogar das, was von Gott ihm geschenkt und gegeben wurde, bereit ist aufzugeben. Also ob Abraham bereit ist, die Ebene des, wie du mir, so ich dir, zu verlassen und allein nach Glaube zu handeln.
Das hier ist eine Glaubensprüfung. Also sozusagen nicht mehr du glaubst, weil du was dafür bekommst, sondern jetzt sozusagen einfach so. Genau. Glaubst an mich, weil ich, weil ich bin und weil ich der Ich bin da bin. Ja, okay. Ist eine Interpretation, die ich, die ich mitgehen würde. So, kann man, also dass das hier quasi, äh,
also dass die wesentliche Message ist so, liebe Leute, bitte glaubt nicht an diesen Gott, weil ihr hofft, dass da irgendwie was Positives bei rumkommt, sondern glaubt an diesen Gott, weil er halt Gott ist. So, fertig aus. Ja, das könnte ich als Message dieser Geschichte unterschreiben. Würde ich sagen, überhaupt, das könnten die Autoren so gemeint haben, ja.
wenn wir das mal in den historischen Kontext stellen. Also die Exegese verortet diese Stelle, diese Passage in die Exilszeit. Hätte ich ja schon mal erwähnt, das babylonische Exil. Das heißt Das Volk Gottes, das bis dahin ihrer eigenen Meinung nach irgendwie alles richtig gemacht hat, sitzt jetzt einsam und verlassen in einem ungewollten Zwangsexil. Also zumindest und werden ganz ordentlich unterdrückt.
Ja, ich glaube, da gibt es Spielraum in der Interpretation. Ja, okay. Also tatsächlich ist es so, die Oberschicht, ne? Also Priester, Könige, Beamte und so, die werden deportiert. Und die in Anführungszeichen wertlose Unterschicht, die wird halt dagelassen. Und in dieser Exzilzeit, dass das Problem ist, der Gott Israels ist ein Gott Israels.
Sie sind aber nicht in Israel, sondern in Babylon. Und das heißt, das Gottesbild verändert sich hier ganz, ganz stark. Und was wäre die Botschaft einer solchen Story in der Exilzeit? Die Botschaft wäre, Gott, also mit Gott zu gehen. Und bei ihm zu bleiben, heißt auch in den Tod gehen manchmal. Ja. Klammer. Ins Excel.
Genau, und auch eben, nur weil es euch jetzt gerade schlecht geht, heißt es nicht, dass es unseren Gott nicht gibt, sozusagen. Exakt, ganz genau. Sehr genau. Und im Tod werdet ihr aber gerettet.
Und wenn das, wenn das stimmt und diese Passage wirklich aus der Zeit kommt, dann macht das nochmal Sinn. Dann ist das eine Metapher dafür, dass wir auch dann gerettet werden, wenn eigentlich irgendwie, wenn das Volk Jetzt wenn wir mal Isaak als als als Stammvater, wenn wir den jetzt mal als als Metapher für das Volk Israels nehmen.
Wenn der geopfert wird und selbst wenn der, wenn die dem, der der Vernichtung nahe sind, dann wird Gott kommen und uns retten. Das ist alles eine Aussage für da kommt Hoffnung. So. Mhm.
Da merkt man aber auch tatsächlich, das ist tatsächlich ganz spannend, hier kann man quasi mit mitlesen und mitverfolgen, wie das Gottesbild anders wird, nämlich von einem Gott, mit dem man irgendwie Deals aushandeln kann, zu einem Gott, an dem man zu glauben hat, auch dann, wenn man keinen, kein Licht am Horizont sieht. Genau, also ne, weil in so einer Situation muss ja auch gewissermaßen der Klerus auf
Bedingungslosigkeit umstellen, weil er hat ja keine Verhandlungsmasse mehr. So, wo man sagen kann, ne, hier muss sein, weil sonst hier wird alles schlimm. Es ist jetzt gerade alles schlimm und dann kann man eigentlich nur noch auf bedingungslos schalten. So. Also würde ich absolut mitgehen, also und gerade diese Interpretation quasi, dass das Isaak hier als Metapher für das Volk gewissermaßen gelesen werden kann. Das finde ich ne sehr schlüssige Interpretation.
¶ Opferpraxis
Ich habe trotzdem den Eindruck, dass was diese ganze Menschenopfer-Geschichte, also die Ablehnung des Menschenopfers, dass hier noch was drinsteckt. Weil ich finde, ähm also zumindest ist es sozusagen eine Beimischung. Also auch hier ist ja wieder, ne, gibt es ja wieder unterschiedliche Stadien dieses Textes und dann quasi bestimmte Textabschnitte sind irgendwie zu einem anderen Zeitpunkt entstanden als andere und
So. Also, zumindest ist da irgendwie eine Beimischung drin. Und zwar finde ich eine Sache höchst spannend. Eigentlich ist Isaac. Komplett zu einem Objekt geworden in dieser Geschichte. Ja, er ist, ne, wir haben schon ganz viel hier diskutiert. Er ist ein Symbol für das Volk Israel, er ist sozusagen. Das Symbol für den Deal, den Abraham mit Gott gemacht hat. Er ist sein Vermächtnis, er ist alles, worum es Abraham noch geht, und so weiter und so weiter. Aber es sind alles,
Dinge sozusagen, die einen Wert für andere darstellen und nicht irgendwie Isaac als Person. Und es wird auch nicht thematisiert. Auch für einen Vater einfach mal verdammt schwer, den eigenen Sohn umbringen zu müssen. Auch das ist jetzt nicht nochmal auf so einer emotionalen Ebene Thema und so weiter, sondern eigentlich ist er zu einem reinen Objekt, nämlich zu einem Opferobjekt.
Und auch zum Spiel bald dieser Probe, dieses Tests, den Gott da designt hat und so weiter. Und dann passiert was Spannendes. Mittendrin wird Isaak auf einmal zu einer Person. Und spricht. Und sagt, Papa, wie ist denn das hier mit Opfertier und so weiter? Das heißt, da kommt irgendwie auf einmal wird diesen bisher rein als im Prinzip.
Objekt dieser Story. Der ist ja eigentlich nur ein Plot-Element. Du hast vorhin gesagt, es geht hier ja nicht drum, Isaak zu testen oder sonst irgendwas. Es geht überhaupt nicht um Isaak. Es geht um einen reinen Test von Abraham. Ja, und Isaak ist ein Plot-Device. So. Und er fängt hier auf einmal an zu sprechen. Und drückt tatsächlich, jetzt nicht explizit, aber drückt tatsächlich eine Emotion aus. Und um und das finde ich spannend. Da wird ihn nämlich auf einmal sowas wie ja.
Status als Person und so ein Stück weit sowas wie Menschenwürde und so weiter irgendwie zugewiesen von dem Autor, der sozusagen dieses Stück Text verfasst hat. Und da würde ich schon rein interpretieren, dass da jemand Diese Ebene einmal aufmachen wollte und sagen so: So, und das müssen wir aber auch nochmal klar machen. Jenseits dieser ganzen Metaphorik, die wir hier irgendwie haben mit irgendwie Volk Israels und Durchhalten und bedingungslos und all diese ganzen Sachen,
Das müssen wir auch nochmal klar haben. Und wenn man Menschenopfer geht, gar nicht. Es sind Menschen, um die es da geht. Das ist ein kleiner Junge, der hat Angst. Und so. Also, das lese ich da schon rein, dass das irgendwie auch noch ein Teil der Botschaft dieser Geschichte ist. Es ist interessant. dass du da in den Texten mehr Menschlichkeit reinlegst, als die Exegese es tut.
Ja. Also, nein, ich finde auch, dass das passiert, wenn man sich damit länger beschäftigt. Also, mir zumindest, dass ich mir immer denke, Moment mal, Das sind Menschen, die schreiben einen Text.
So. Und natürlich wird er irgendwann tradiert, ne? Und dann ist der Text irgendwann heilig und dann wird er einfach nur noch abgeschrieben und dann wird nicht mehr hinterfragt. Aber jeder, der in der Lage ist zu schreiben, und das ist ja an sich schon keine Selbstverständlichkeit in der Zeit, Ja, der ist auch zumindest nicht ganz doof.
Und die müssen sich doch was dabei gedacht haben, wenn sie so einen Text abschreiben oder auch wenn sie so einen Text zum ersten Mal verfassen. Du hast vorhin gesagt, da gibt es also nachher in der In der Rebecca Wir verheiraten Rebecca Story, gibt es ja eine unglaublich langweilige Doppelung. Cảm ơn các bạn đã theo dõi và hẹn gặp lại. Hätte man auch rauslassen können, was soll denn das? Mhm. So. Und ähm Also, ich habe mich immer wieder gefragt, sag mal, lesen Ihre eigenen Texte nicht.
Ja, also d d ist vor allen Dingen, weil wir die These haben, dass es Endredaktionen gibt, also die nochmal. Texte so zusammenstellen, dass sie eine bestimmte Aussage haben, anders als würden sie anders umgestellt. Ja, und offenbar gibt es also Menschen, die Einfluss auf die Aussage von Texten und Textpassagen nehmen. Und das muss doch aufgefallen sein.
Und auch da finde ich, also das würde da würde ich interessant, würde ich sagen, ja, warum nicht? Also warum können wir nicht dem Autor unterstellen, dass er genau tatsächlich das wollte? Ja, die Exegese wehrt sich dagegen und sagt, also das ist hier nicht gegen Kinderopfer und so. Ich wüsste nicht warum nicht. Also ähm
Kinderopfer sind kein Ding des Volkes Israel. Und es ist dabei völlig unerheblich im Übrigen, ob andere Völker jetzt Kinder geopfert haben oder nicht. Es reicht ja, wenn der Autor geglaubt hat, dass es so ist. Mhm.
Also, was ist den Griechen nicht alles unterstellt worden, was sie angeblich tun, oder den Römern? Und als Gegenentwurf dazu, also Sodom und Gomorra, wir hatten es ja, ne? Also Sodom und Gomorra, die die Manifestation dessen, was man alles nicht tun darf und deswegen werden sie auch vernichtet. Ja, also weil Gott auch, also weil Verzeihung, weil da ja keine zehn zehn Gerechten gefunden werden konnten so und
Das sind alles andere Völker, die irgendwelche Bräuche haben, die man nicht machen soll, weil man, das ist ja die große These dahinter, weil dann die Gefahr besteht, dass ich zu deren Gott überwandere. Und das sollte man also nicht tun. Und äh dann heißt es ja also, da wo ihr ein Volk seht, dass das Kinder opfert, da wisst ihr schon, ah, nicht unser Gott. Nur so. Das kann durchaus sein, ja.
Find ich finde ich spannend. Hab ich habe ich so noch nicht gelesen, finde ich, finde ich eine spannende Idee. Ja, und also ich will jetzt auch gar nicht irgendwie den Punkt aufmachen, dass jetzt auf einmal sich dieser Text darum dreht. Aber die Tatsache, dass da sozusagen.
einmal dieser dieser übliche Duktus, dass sozusagen, ne, du hast es vorhin schon angesprochen, dass eigentlich Emotionen nicht besprochen wird. Und dass das Dass viel sozusagen mit so einer relativ kühlen Außenbeobachter, der macht das und der geht dahin und dann sagt er dieses und dann jenes und so weiter abläuft, ohne dass man da viel
Viel Dialog mitbekommt, der irgendwie so zwischendurch passiert und der womöglich so etwas wie Emotionen transportieren könnte und so weiter. Da ist gerade diese Stelle, dass Isaak sich da einmal zu Wort meldet. Die passt da eigentlich nicht rein in diese Logik, sondern ne, also sie trägt ja jetzt nicht wirklich zu der Geschichte bei, sondern sie gibt uns genau eine Information, ich sag schnallt, was hier abläuft.
Genau. Und das ist eine reine Innensicht, die hier einmal aufgemacht wird, die uns einen Zugang zu den Emotionen dieses Jungen irgendwie aufmacht. Und das finde ich schon bemerkenswert. Richtig. Und ich finde übrigens, dass das eine schöne eine schöne, äh, ein schönes Gefühl aufmacht dafür, wie man solche Texte zu lesen hat. Eben gerade deswegen, weil ja
diese Darstellung von Emotionen eigentlich nicht so häufig vorkommt. Also ich habe mich immer daran gestört, dass es im Neuen Testament beispielsweise nirgendwo heißt und Jesus lachte. Mhm. Hat man anscheinend nicht gemacht. Zählt nicht zum Stil der damaligen Zeit. Muss man sich denken. Ja, so. Wer weiß, wo antike Leser vor Brüllen gelacht haben, wenn sie es in T gelesen haben, kann ja sein. Und bei dieser Geschichte muss man sich also dann offenbar dem Erzähler klar, wenn ich das so erzähle,
Dann sind die Emotionen schon da, die ich damit hervorrufen möchte. Ja. Und es ist mitnichten auszuschließen, dass du vollkommen recht hast, und mit diesem einen Satz. Die Leute plötzlich ne, da stehen und das wird ja auch erzählt, wird ja, wird ja vorgelesen, wird ja auch mündlich weitergegeben. Und dann sitzen da diese ganzen Menschen früh abends, und dann gibt es also einen Erzähler, der erzählt die Geschichte.
Und alle sitzen da, ne? Also, das merkt man schon, wenn man sich auf den Text einlässt. Das ist, das ist auf jeden Fall so, ja. Wie gesagt, finde ich total spannend. Also, das, ja. Ja, also ich finde es auch wie gesagt eine ziemlich spannende Stelle.
Ja, also auch wenn sozusagen jetzt also Man kann also eben diese, diese, diese Opferpraxis kann man da irgendwie reinlesen und man kann eben, und das finde ich auch Grundsätzlich würde ich da also dann quasi den vielen Exegeten, die das so sagen, zustimmen, dass man da vor allem eben quasi das
Das Handeln des Klerus in dieser Exilzeit sozusagen mit im Hinterkopf haben muss, um dann so wirklich zu verstehen, was hier abläuft. Da würde ich grundsätzlich schon zustimmen. Aber wie gesagt, zumindest irgendwie einer der Der Schreiberlinge, der diesen Text abgeschrieben hat und so, hat da irgendwie Diese eine Stelle mit reingemacht und da würde ich schon sagen, da soll genau diese Emotion transportiert werden. Gut, sollen wir dann den Teil soweit belassen oder hast du da noch was zu?
Nee, ich würde das erstmal tatsächlich so stehen lassen wollen. Also das haben wir glaube ich jetzt hinreichend. Gut, dann würde ich mir mal diese Begräbnisnummer mit Sarah vornehmen wollen. Das finde ich nämlich hochspannend. Ähm.
¶ Begräbnis Sarah
gar nicht so sehr die Tatsache, dass er da nicht möchte, dass Sarah irgendwie bei den Hethitern begraben wird und dass das sein eigenes Land sein soll und so weiter. Das finde ich alles gar nicht so verwunderlich, ne? Dass dann sozusagen
Die Hebräer irgendwie sagen, nee, nee, nee, wir brauchen unseren eigenen Friedhof und also jetzt in modernen Worten ausgedrückt und ne, und das muss irgendwie getrennt sein und so weiter. Das finde ich alles gar nicht so weiter verwunderlich. Aber was ich schon auffällig finde, ist, wie sehr Dieser Abschnitt der Bibel auf diesen Eigentumsverhältnissen rumreitet und immer wieder betont, dass das ähbrahams Eigentum ist, dieses Land.
Also meine Fantasie dazu ist folgendermaßen so da gab es irgendwie Streit drüber. Yeah. Irgendwie war zum Zeitpunkt, als dieser Text entstanden ist, oder vielleicht nicht der Text, aber sozusagen diese Geschichte entstanden ist, gab es irgendwie Streit um genau die Frage, wem gehört denn eigentlich dieser Abschnitt? Dieser Landstrich da und da wurde drüber gestritten. Also, ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass da, dass die Story ungefähr so abgelaufen ist. Die Hebräer kommen da ins Land.
Und sind da eine religiöse Minderheit oder auch eine ethnische Minderheit und so weiter. Und dann geht es irgendwann darum: Wo begraben wir denn unsere Toten und so weiter. Und dann heißt, ja, hier könnt ihr einfach bei uns mit begraben und die Hebräer sagen: Ja, nee, wir brauchen da unseren separaten Bereich.
Ja, du bitte, dann nimmt er halt diese Höhle da und so und so weiter. Irgendwann soll da dann auch mal jemand von den Hethitern oder Kanaanitern begraben werden. Und die Hebräer sagen: Nee, da liegen unsere Toten, da kann keiner von euch heiden dazu. Moment mal, das ist unser Friedhof hier. Wir haben euch da damals irgendwie ein Separat gegeben, ja. Aber jetzt, wo wir das brauchen, natürlich legen wir da unsere Leute dazu. Nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee.
Und dann kommt irgendwie durchaus sozusagen so eine Begründungslegende im Sinne von damals hat unser Stammvater das da gekauft. Das war dem ganz, ganz wichtig, dass es sein Land ist und so. Also Ist natürlich völlig Spekulation, wie fast alles, was wir hier machen, aber Irgend so eine Sorte von Story, die also irgendwie eine Funktion hat in einem Streit um die Frage, wem gehört dieses Stückchen Land, wo die Toten der Hebräer begraben liegen. Irgend sowas muss da irgendwie dahinter stecken.
Also es wäre zumindest meine Deutung. Ich finde auch da finde ich spannend als Idee. Also wirklich, weil es ist, es passt ja auch in die Linie des Versuches, sich gegen andere abzugrenzen. Das sehen wir ja ständig. Also das Volk Israel versucht, sich irgendwie. Da abzugrenzen. Ich habe letztens noch eine Reportage gesehen, wo es dann hieß, dass die Israeliten eigentlich ursprünglich Kanaaniter sind. Also spring ich aufs Kana kommen und dann versuchen.
sich als eigenes Volk zu etablieren und dementsprechend ganz, ganz starke Abgrenzungstendenzen haben und wirklich, also irgendwie alles irgendwie Nee, das sind aber nicht wir, wir sind das. Irgendwie so zu machen, damit bloß keine Verwechslungen passieren. Ja, weil sonst ja die eigene Volksidentität gefährdet ist.
Okay. Das heißt, den Anhängern dieser Annahme, die sind dann der Meinung, dass diese ganze Einwanderungsgeschichte, die wir hier mit Abraham gerade erzählen, dass das gewissermaßen nur so eine Art Dass es so eine Art Gründungsmythos ist, den die sich ausgedacht haben, um diese Abgrenzung klarzumachen. Wir sind auch gar nicht von hier. Wir kommen von woanders her. Wir kommen in Wirklichkeit vom Planeten Aldebaran.
Ich müsste mal einmal kurz, also wenn ich einmal ganz kurz nur abschweifen darf, es gibt, ähm, wir kommen da noch zu später eine Geschichte, die heißt Landnahme. Da wird also dann erzählt, wie das, wie das Land Israel, also unter unter übelster Gewaltanwendung von den Israeliten eben, also ne, von den Hebräern. eingenommen wird. Und es ist komplett in sämtlicher historischer Exegese und historischer Bibeltheologie ist die Überzeugung überall dieselbe. Diese Szene hat es so nie gegeben.
Das ist einfach nur eine Szene, in der das Volk Israel sagt: Wir sind stark, wir mächtig, wir unser Land. Gott hat uns die Kraft gegeben, dieses Land zu erobern. Und die Wahrheit ist wahrscheinlich, die sind einfach hingekommen, haben gesagt, können wir hier sein und haben gesagt: Ja, mach mal. Da haben sie sich vermehrt wie die Kanickel. Genau, da ist noch ein Stück Platz. Nehmt ruhig, ist ja genug da.
Und dann gab es Vermischungen und dann so die üblichen Prozesse halt. Aber das ist wirklich ein Gründungsmythos in dem Punkt. Da sind sich alle einig. Gibt es also kaum einen, der ausschert und wirklich glaubt, dass das eine ernsthafte Gewaltdarstellung ist, die historisch ist. Und das wäre hier analog ähnlich. Also, das wäre spannend, wenn das so wäre, dass also tatsächlich die Story hier äh.
Auch anders zu verstehen ist, ne? Also, dass da wirklich irgendwie so ein Abgrenzung stattfinden sollte, wie du es gerade beschrieben hast. Das wäre natürlich lustig, ja. Ähm. Die exegetische Variante ist Also als ich das vorhin las, habe ich auch so gedacht, mein Gott, ne, hätte man auch in drei Sätzen machen können. Wenn solche Szenen so unglaublich lange ausgewalzt werden, dann steht zu vermuten, dass der Autor wollte, dass es dir aber auch wirklich klar ist.
Genau. Kein Zweifel besteht. Genau, aber wirklich nicht. Und dann wäre hier die Frage: Woran darf denn kein Zweifel bestehen? Und die Antwort darauf ist, dass dieses Land kein Geschenk anderer Völker ist. Sondern ein Geschenk Gottes. Und wenn das so sein soll, dann muss dieses Ding legal im Besitz ähm von Abrahams Familie sein. Und das passiert durch Kauf. Und deswegen ist dem so unglaublich wichtig, dass er das Land kauft.
Und nicht, dass es ihm geschenkt wird, weil sonst wäre das eben kein göttliches Geschenk, sondern eines anderer Völker. Und dann ist er wieder unsere Identität bedroht, weil andere uns irgendwie hier Nee, nee, nee, das müssen wir schon selber gemacht haben. Wir sind hier auf eigenen Füßen.
Ja, okay. Also im Prinzip derselbe Gedanke in Grün, nur dass es hier jetzt quasi nicht um einen einen materiellen Wert wie die Frage nach der, der, also, also in meiner Lesart ist es ja sozusagen recht zu Fuß im Sinne von da geht es tatsächlich um die Frage, wem gehört dieses Land? Also und zwar nicht das ganze Land, sondern dieser Landesabschnitt da, die dieses Gelände. So und in der Interpretation, die du jetzt gerade vorgestellt hast, geht es sozusagen zum einen.
Pass Pro Toto-artig dann ums ganze land. Und eben auch um diesen Status als das Volk, das dahin gehört von Gottes Seite aus. Genau. Ich hätte jetzt, ich hätte jetzt tatsächlich eigentlich eher gesagt, dass deine Variante quasi die Begründung Also, die Vorgeschichte ist zu dieser Story. Also, offenbar ist es ja wichtig zu gucken, von wem kommt das Land. Warum ist das denn wichtig?
Und das könnte durchaus sein, dass deine Geschichte da im Hintergrund steht. Ja. Das Land hat denen lange gehört und plötzlich wollen da irgendwie andere Leute auch noch auf dem Acker Tote begraben, die aber gar keine. gar keine Hebräer, gar keine Abrahiten sind, und äh dann sagen die ja einen Moment mal, nee. Geht aber nicht. Ja, warum geht das denn nicht? Ja, weil uns dieses Land von Gott geschenkt worden ist. So. Das ist nicht euer Geschenk, das ist Gottes Geschenk. Und so, ne? Ja.
Nein, ich meine, es gibt ja auch durchaus in der Historie für die eher weltliche Auslegung dieser Geschichte gibt es ja durchaus Beispiele für ähnliche Vorgänge. Also mir fällt da zum Beispiel diese berühmte konstantinische Schenkung ein. Das ist ja im Prinzip auch so ein Punkt, und also und mir fällt jetzt gerade kein anderes konkretes Beispiel ein, aber es gibt dann noch so ein paar mehr. Ich meine, dass zum Beispiel.
Hier in Lübeck gibt es auch irgendwie so eine Geschichte, die kriege ich aber gerade nicht zusammen. Also auf jeden Fall, wo im Prinzip das Grundmuster folgendes ist. Jemand gehört irgendwas, er überlässt es jemand anderem zur Nutzung, zur Pacht, zur was weiß ich was immer. Und dann tritt so eine Art Gewohnheitsrecht ein, und irgendwann sagt der Pächterleier Nutzer, sagt dann irgendwann, das gehört jetzt mir, ja.
Oder nimmt es zumindest als sein Eigentum erstmal an. Und dann kommt irgendwann der ursprüngliche Besitzer, beziehungsweise eher der Erbe des ursprünglichen Besitzers und sagt: So, das hätte ich jetzt gerne wieder. Und dann heißt, ja nee, das gehört mir ja. Nee, das hast du damals nur zur Nutzung überlasten bekommen. Nee, das ist mir geschenkt worden und ich hab. Moment, man hört einen Stift auf Papier kratzen. Hier, ich habe ein Dokument, auf dem steht, dass mir das geschenkt wurde.
Ja, so. Ist ja jetzt auch kein Vorgang, wo man irgendwie viel Fantasie für braucht, dass irgendwie Menschen auf so eine Idee kommen. Weißt du, wer das unglaublich oft gemacht hat? Und die Kirche? Jein, also nicht, nicht die Kirche als als Institution, katholische Kirche, Vatikan, aber Klöster.
Köster haben das sehr gerne gemacht, ja. Genau. Die sind auf diese Art und Weise an Besitz gekommen, weil sie natürlich praktischerweise auch meistens die Einzigen waren, die überhaupt schreiben konnten und die dann also. Plötzlich und total passend und sehr bequem dann also eine Urkunde aus dem Topf gezogen haben und gesagt haben: Ja, die hier ist aber schon 500 Jahre alt und das ist übrigens unsere und ne, so. Ja.
Und gerne mal dann tatsächlich über so Fürstengenerationen hinweg. Also dass dann irgendwie, keine Ahnung. Fürst Opa, überlässt ein Gelände zur Nutzung. Äh Fürst äh Vater ist da auch noch geht da auch noch mit Daccord. Fürstsohn kommt und sagt: So, jetzt würde ich jetzt aber gerne selber nutzen. Und dann sagt man, nee, also schon Fürst-Uropa, ja, schon der hat uns das geschenkt. Hier, wir haben es schwarz auf weiß. Und Fürstsohn sagt womöglich, ich kann das nicht mal lesen, aber komm.
Richtig. Genau, das ist der, das ist der Deal. Na, und die konstantinische Schenkung ist ja auch worum ging es denn eigentlich nochmal bei der konstantinischen Schenkung?
Ja, ich kriege immer die Protagonisten durcheinander, aber der, der, die Geschichte ist, die Kirche möchte Rom haben oder zumindest also den Teil, der heute Vatikan ist, und ein bisschen größer. Ja. Und der ist irgendwie in Bedrohung und dann geht es darum, kann die Kirche diesen Besitz behalten oder hat sie den überhaupt und dann zaubern die also ein Dokument aus dem Hut. Ähm, wo Kaiser Konstantin schon gesagt haben soll, das ist euer
Genau, also irgendwie begründen sie einem römischen Kaiser gegenüber damit, dass das Land gar nicht mehr ihnen gehört, sondern ihnen, weil schon Kaiser Konstantin damals das alles kritisch hat. Also vermutlich einem deutschen Kaiser, also dem, einem, einem Kaiser. Das Heiligen Römischen Reich ist deutscher Nation, ja, aber genau dem gegenüber begründen sie, das ist unseres und das ist auch unser unser gutes Recht, und das ist übrigens auf ewig und drei Tage ist das uns versprochen worden.
Und das Dokument ist dann ziemlich klar eine Fälschung. Das hat man dann aber nicht mehr so gut. Genau, das ist inzwischen sehr deutlich nachgewiesen. Das ist halt einfach eine Fälschung. Genau. Also und so ähnlich riecht mir diese ganze Geschichte hier auch. So. Ja, ich kann da nichts gegen sagen. Das kann durchaus sein. Ich finde das interessant, wenn das so wäre. Aber ich finde eigentlich auch deine Die Grundthese, die.
Die du ja ganz gerne vertrittst, also dass da relativ simple und alltägliche Geschichten im Hintergrund stehen, durchaus absolut vertretbar. Also, das ist ja, warum nicht? Ja, also ich finde auch quasi die etwas wie soll ich sagen, die etwas jenseitigere Variante des Ganzen, nämlich dass da letztendlich die Frage des der Identität des Volkes und und dieser ganzen ganzen Status als als auserwähltes und für dieses Land bestimmtes Volk verhandelt wird, finde ich auch irgendwie charmant.
Na, so ähnlich wie bei deiner Interpretation vorher mit dieser Opferungsgeschichte im Exil, ich glaube, ganz häufig dienen eben Mythen um ganz, ganz handwerkliche Probleme der Zeit zu lösen. So. Und vielleicht ist es hier an der Stelle tatsächlich eben so eine ähnliche Nummer wie mit der konstantinischen Schenkung. Da ersinnt man sich ein Stück Tradition, um jetzt im Hier und Jetzt ein Problem zu lösen. So.
Okay, dann können wir das Thema, glaube ich, auch ad acta legen. Dann bleibt noch die Geschichte mit Isak und Rebecca. Aber viel Interpretation habe ich hier eigentlich nicht. Also, na klar, es ist irgendwie. Darf ich auch? Ja. Darf ich eine Sache kurz einwerfen? Ja. Rebecca ist ja Tochter von Nahor, ne? Mhm. So. Also eigentlich ist sie die Enkelin von Nahor, weil ihr Vater heißt B2L. So. Und ihr Opa, der hat Kinder gezeugt. Und einfach nur so als hin, weil die heißen Uz-Butz.
Und Kemoel, ich wollte es nur erwähnt haben. Wir ließen sich Ut, Woods und Woods. Entschuldigung, ich sollte das nicht tun, aber das ist, also ich finde ja, einer der genialsten Namen im Alten Testament ist ja er. E R R. Und das ist so. Ach stimmt, ich hab da vorhin falsch geguckt, ja, du hast direkt bit Bitwell heißt ihr Vater. Ja, genau. Entschuldigung. Mhm. Ja, aber meine Güte, ähm,
Es scheint aber auch, also es ist nicht so ganz sicher, ob das nicht doch irgendwie nur so ein, so ein so ein eingeheirateter Verwandtschaft ist. Also, weil hier steht nämlich, dass Rebecca dem Betuell geboren war. Also Betuel ist ihr Vater und der ist der Sohn der Milka. Hat nichts mit der Schokolade zu tun. Und die war die Frau nach und das. Oder was? Ja, diese Milka war die Frau Nahaus. Also das heißt
Das könnte auch durchaus irgendwie ein Sohn aus erster oder zweiter Ehe sein. Also es steht ja hier nirgendwo, dass sozusagen Bituell ein Sohn Nahaus ist, sondern er ist ein Sohn der Mutter seiner Frau. Nee. Also, weißt du wie ich mein? Ich weiß, wie du meinst, ja. Ja, genau. Ich habe gerade einen groben Quark erzählt, aber so ist es gemeint. Also, er ist nicht der Sohn Nahors, sondern er ist der Sohn seiner Frau.
Und das ist ja schon gerade für biblische Abstammungsangaben, wo ja die Frauen gerne mal keine Rolle spielen, ist es, finde ich, eine spannend detaillierte Aussage. Also ich würde fast vermuten, es ist eben nicht. einen Sohn Nachorst, sondern ein Stiefsohn, Adoptivsohn, was auch immer. Siehe Milka, auch sie hat deinem Bruder Nahor Söhne geboren. Ja, ja, ja, ja.
Könnte. Ja, also auf jeden Fall trotz allem irgendwie Verwandtschaft. Ja, also grundsätzlich, also diese ganzen Genealogien und zeugte Söhne und Töchter und dieser ganze Kram. Das dient ja eigentlich immer nur dazu, klarzustellen, die kommt aus der richtigen Linie. Also, das ist eine Frau aus einem Geschlecht.
Die kann man nehmen, das ist okay. Und übrigens, ich fand das, ich habe das auch zum ersten Mal gelesen tatsächlich. Es wird in meiner Exegese darauf hingewiesen, dass es einen Unterschied gibt zwischen geboren und gezeugt. Und Rebecca ist die letzte, die gezeugt wird. Als Hinweis darauf, dass sie dass sie die Familienlinie fortsetzt. Alle anderen werden geboren. Das sind die, die man vergessen kann. Es kommt darauf an. Uh
Ich finde das immer doof, das zu sagen, aber es ist normal eben so. Es kommt darauf an, wessen Same das Kind na, na, also, ne? Einfach nur geboren werden, das das kann jeder uneeliche Haiopie, aber vom Gezeug werden darum geht es. Ja. Richtig. Ja, klar. Das wird halt auch hier ausgesagt. Das ist die Währung, ne? Genau. Ja, ja. Das ist, das ist aber gut, wir reden hier von nomaden Völkern, ne? Ähm.
¶ Rebekka und der Brunnen
Deswegen sind ja auch Brunnen so unglaublich wichtig. Jetzt kommt jetzt, also ich habe jetzt nur noch Brunnen gelesen irgendwie, jetzt in den Abständen, die wir besprechen. Und ja, das ist das ist total relevant, weil Brunnen heißt Wasser, Wasser heißt Leben. Und in einer in einer Welt, die sich im Prinzip nur in Wüstenregionen abspielt und auch in Geschichten, die nur in Wüstenregionen sich abspielen, da ist der Brunnen der zentrale Ort. Ja.
Übrigens auch, das fand ich eine spannende Idee. Der Brunnen als der Ort, wo sich normalerweise Frauen treffen. Mhm. Und dass der Brun so häufig hier eine Rolle spielt und dass auch vorher schon diese Bodenstreitigkeit mit Abimelech irgendwie da stattfindet. Das deutet So las ich darauf hin, dass das hier eine Gesellschaft ist, also in der Rebecca jetzt lebt, eine Gesellschaft ist, in der die Frauen mehr zu sagen haben als die Männer.
Ich würde es erst mal so deuten, dass in im Zweistromland Wo Abraham ursprünglich herkommt, dass da Wasser eine nicht so knappe Ware ist wie in Kanaan. Hier ist der Brunnen nicht was, worum man kämpft und sich streitet und so weiter und wo irgendwie, ne, was so im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens steht. Sondern das ist das, wo man irgendwie die Töchter des Hauses alleine hinschickt, um Wasser zu holen. Also offensichtlich wird Gefahr herrscht hier an den Brunnen nicht.
So, das ist nichts, wo mal womöglich irgendwie Bewaffnete auftauchen und irgendwelche Dinge tun. Also, ich hab's tatsächlich eher so gelesen, dass. In in der Region, aus der Abraham ursprünglich kommt, ist Wasser einfach nicht so eine knappe Ware und da läuft das irgendwie anders ab. Ja, also er hängt sich hier auf an dem Begriff
im Haus der Mutter. Und eigentlich heißt es Haus des Vater, also eigentlich heißt es Vaterhaus im Alten Testament. Und hier heißt es irregulär Haus der Mutter. Mhm. Ähm. Ja, also ich finde solche Interpretationen ganz spannend. Aber ich stelle mir dann immer die Frage, welche Bedeutung haben Sie für den weiteren Verlauf?
Ja, und wenn wir der These mal so ein bisschen Nachschub geben, dass es hier eigentlich um eine Geschichte eines Volkes mit ihrem Gott geht, weiß ich immer nicht, ob das eine Rolle spielt. Aber gut, letztendlich Rebecca wird später eine starke Frau werden, eventuell ist das eine. Ist das der Grund dafür? So, ne? Aber egal, die Verhandlungen werden dann später dann doch wieder mit ihrem Vater geführt und mit ihrem Großvater, also.
Wir müssen es, glaube ich, einmal auch nochmal kurz für die Hörer sortieren. Also, sozusagen, das Argument des Exegeten, von dem du da gerade redest, ist gewissermaßen, man könnte in diese Geschichte reinlesen, dass hier Frauen eine. eine höher gestellte Rolle spielen als woanders. weil die hier sozusagen so in den Vordergrund und brunnen und so weiter. Und ein Argument dafür ist, dass hier nicht vom Haus des Vaters die Rede ist, wie normalerweise sondern vom Haus der Mutter. Richtig?
Exactly. Okay. Gut, auch ne, kann man so sehen, ich finde es wie gesagt ein bisschen viel, insbesondere, wenn man sich noch das, was wir gerade besprochen haben, mit dieser Frage, ist der Bituell denn ein Sohn von Nahor oder ist der einfach nur ein Sohn von Milka? Gerade wenn man sich die Frage nochmal innen durch den Kopf gehen lässt.
Ist das ja einfach nochmal spannend, also das kann auch einfach was mit der Abstammungslinie zu tun haben. Und wenn sie dann eben nicht väterlicherseits sozusagen da abstammt, sondern eben quasi. Also eben nicht von Nahor abstammt, sondern eben über diese Mi ihre Abstammung auf Milka zurückführen kann, die zwar mit Nahor verwandt war, aber eben nicht Teil ihrer Vorfahren ist, dann ist das ja schon sozusagen.
was was von Bedeutung ist, gerade wenn es um so genealogische Überlegungen geht, und dass dann da auf einmal eben nicht vom Haus des Vaters, sondern vom Haus der Mutter die Rede ist, weil deren Abstammungslinie hier gerade im Gespräch ist, finde ich nicht unplausibel. Und dann würdest du zumindest erstmal erklären, warum das da so steht, und würde nicht weiter die These stützen, dass es hier irgendwie um höher gestellte. fast matriarchalische Zustände irgendwie sich handelt.
Oh ah, nee, das habe ich aber nicht gesagt. Also nicht Patriar, also das ist nicht eine patriarchale Gesellschaft. Genau, das war jetzt auch ein bisschen viel, aber dass hier Frauen sozusagen etwas besser gestellt sind als in dem Rest der patriarchalischen Umgebung da.
Also würde ich da nicht reinlesen wollen. Und ich würde auch das Argument, dass da vom Haus der Mutter die Rede ist, würde ich nicht als Argument dafür gelten lassen, sondern ich würde eher sagen, das hat was mit dieser etwas großen Abstammungslinie zu tun. Aber gut. Wie gesagt, ich fand die These erstmal interessant. Interessant wäre es ja auch, ja. So, und also ich weiß nicht, man muss dazu sagen, es gibt in der Theologie gibt es diverse Strömungen.
ähm deutlich zu machen, dass Frauen lange nicht so schwach im Alten Test überhaupt in der Bibel sind, aber speziell im Alten Testament, wie sie im Allgemeinen wahrgenommen werden. Und ich will jetzt nicht sagen, dass Exegeten dann gerne mal über das Ziel hinaus schießen.
Das tun sie zwar, aber ich finde eigentlich jeden Versuch unterstützenswert, einfach mal zu gucken, ob es da auch eine solche Leseweise gäbe, auch wenn sie jetzt eventuell weit hergeholt und unrichtig ist, aber einfach mal zu schauen, kann man da. ähm schon ohne sich verrenken zu müssen.
Und ohne jetzt irgendwie Personalpronomen zwangsweise durch durch durch weibliche Personalpronomen zu ersetzen, kann man da auch schon irgendwo eine, also wahrnehmen, dass Frauen sehr wohl eine, ein, eine, etwas zu sagen hatten. Ja. Ähm, ich bin mir jetzt nicht sicher, ob man das jetzt dem Exegeten, also Herrn Zänger, in diesem Fall hier unterstellen kann, aber ich fand es einfach mal interessant, das so wahrzunehmen.
Mehr war es jetzt auch nicht. Ich wollte es einfach nur erwähnt haben. Genau. Also ich finde das auch nicht jetzt per se irgendwie verwerflich oder so. Kann man gerne machen, aber ich glaube, da finden sich tatsächlich auch im Alten Testament Stellen, die sich da irgendwie besser für eignen.
Gerade weil es dann irgendwie Stellen sind, wo Frauen sehr eine sehr aktive Rolle in der Geschichte auch tatsächlich spielen und eben nicht mit irgendwelchen versteckten Hinweisen oder der Frage von Oh, hier ist nicht vom Haus des Vaters, sondern vom Haus der Mutter die Rede und so weiter. man da irgendwie einen höheren Punkt oder oder eine Hörstellung irgendwie hineininterpretieren kann, sondern es finden sich ja einfach
eine Menge Stellen, wo Frauen auch tatsächlich die treibende Kraft hinter der Geschichte sind. Also wir weiß nicht, ob wir mal, ob wir mal an Ruth vorbeikommen, aber wo wir garantiert vorbeikommen werden, ist am Buch der Richter und dann fällt mir Ach Gott, wie heißt du denn hier von Samson? Delila, Delia, du. Ja, also auf jeden Fall gibt es da. Barek mein Unwissendes ist
Samson und Delilah wird es immer gesagt, aber ich glaube, das ist eine sehr englische Aussprache des Ganzen. Auf jeden Fall, da kommen wir auf jeden Fall hin, und da sind Frauen tatsächlich die treibenden Kräfte hinter der Geschichte. Und ich finde auch hier in diesem ganzen Abraham-Zyklus gibt es das durchaus auch schon. Ich finde, Sarah macht durchaus irgendwie eine ganze Menge gestalterisch voran hier. Also sie ist auch ein Stück weit. Opfer und Spielball von Abrahams
Also gerade wenn er sie da irgendwie immer an die Könige vermietet. Aber ähm Also sie hat scheint ja schon auch irgendwie so ein Stück weit die Hosen anzuhaben an an manchen Stellen. Also wenn es darum geht, irgendwie das Erbe ihres Sohnes zu sichern, da kennt die ja kein Pardon.
Ja, und sie kann, also sie, sie nimmt auch nicht, also der der Knecht, der sie besuchen kommt, kann ja auch nicht einfach so zu ihr nach Hause laufen. Ja, also offenbar macht sie es erstmal selber klar. Und interessant finde ich, das hat jetzt nicht sie ähm klargemacht, also n nicht sie hat diese Regel aufgestellt, aber sie könnte Nein sagen. Du redest jetzt aber von Rebecca an der Stelle jetzt.
Ach, Entschuldigung, falsche Nachfrage. Sorry, ich bin nicht gerade zu. Genau, ich bin zu Sarah gesprungen. Aber ich finde auch bei Rebecca, also da finde ich, kann man irgendwie sagen: guck mal, allein die Tatsache, dass hier der Vater sagt,
nicht, ja, okay, hier, du hast Kamele, du kommst aus gutem Hause und so weiter und Fürstensohn, ja, hier der Nachfolger von Abraham soll das werden, ja, ja, klar, nimm meine Tochter mit, hab viel Spaß mit ihr. So, sondern die müssen wir erstmal fragen. Da, finde ich, kann man einen Punkt draus machen. Aber nicht aus der hier m Haus der Mutter und irgendwie so ein Unsinn.
Jetzt hast du meine Verwirrtheit gerade wunderbar gerettet. Ja, genau. Also ich rette gerne. Rette gerne Verwirrtheit. Verwirrtheiten sind was Wichtiges. Ohne Verwirrtheiten wäre alles schlimm. Die muss man mal retten. Das finde ich gut.
Genau, ja, also auch ich fand bei dieser ganzen Geschichte, also auch da, ne, diese ständige Wiederholung und der Knecht gibt ja dann nochmal irgendwie die ganze Geschichte nochmal neu wieder. Hast du ja in der Einleitung schon gesagt, ist also unglaublich kompliziert. Das irgendwie das zu lesen ist super langatmig. Aber auch hier geht es dann darum, dass also wirklich klar ist,
Die kommt, das ist eine, eine, das ist die richtige Frau. Also erstmal ist sie gezeugt. Die kommt also, die ist wirklich fähig, da jetzt irgendwie auch den Stammbaum weiterzuführen. Das ist die richtige Frau. Sie ist keine Hetiterin. Ja, genau. Nein, natürlich noch. Megetanik gibst du. Es gibt keinen guten Grund, einen schlechten Witz links liegen zu lassen. Und Den hat nicht noch nicht, der ist sehr schön. Den merke ich mir. Und ähm
Also, sie ist in jedem Fall eine völlig geeignete Frau. Sie ist ja auch moralisch. Ist sie ja die richtige Frau? Ja, also ähm der Knecht macht ja nicht umsonst diesen diesen Punkt so unglaublich relevant, dass er sagt: Ja, also die hat nicht nur das gegeben, was ihm muss, sondern auch dass darüber hinaus hat sie noch meine Kamele versorgt und meine Reittiere versorgt und alles, ne? Und Das ist ja eine Frau, die bereit ist, mehr zu tun, als sie muss.
Und das ist die ideale Frau. Also, die ist von der Genealogie und von ihrer Persönlichkeit und ihrer Moral her, ist die geeignet. Ja, das ist also, nach der wird ja gesucht. Das ist eine perfekte Frau, ihre Bäcker. Die ist also schon, die ist schon cool. So Ja, auch das kann man so lesen, und ich will auch gar nicht großartig dagegen sprechen. Ich habe nur zwei Sachen. Also, wir haben ja vorhin so ganz kurz an der Hypothese rumgearbeitet, dass vielleicht Wasser.
in Kanaan eine knappere Ressource ist als im Zweistromland. Und ich finde den Gedanken einfach sehr reizvoll, dass nachdem jetzt sozusagen die Abrahamiter für im Prinzip Over hundred Jahre sind die jetzt ja unterwegs, ne? Da sind irgendwie Generationen geboren und gestorben und so weiter. Mal davon abgesehen, dass Abraham immer noch da rumspringt. So.
Aber da sind jetzt irgendwie ein paar Generationen in der Wüste unterwegs gewesen. Für die ist Wasser echt, das ist Gold. Wasser ist die wertvollste Ressource, die es gibt. Und jetzt wird da so ein Diener losgeschickt, zurück ins Zweistromland, in eine äußerst fruchtbare Gegend, in der irgendwie zwei. viel wasser tragende Flüsse irgendwie zusammentreffen und so weiter und drumrum ist einfach alles grün. So. Da werden die jetzt hingeschickt, in die alte Heimat.
Und der überlegt sich unterwegs, wie kann ich wohl ein sinnvolles Messinstrument entwickeln, um eine geeignete Frau für den für den Isaak zu finden. Jetzt, was ich überhaupt hinaus willst, okay. Großzügig sollte sie sein. Also gehe ich zum Brunnen und guck mal, wie großzügig die mit so etwas Wertvollem wie Wasser umgehen. Geht an diesen Brunnen, ja, und dann kommt die Erstbeste vorbei.
Sie ist ja auch tatsächlich die erste, die kommt. Das ist ja das Coole. Es ist ja nicht so nicht eine Geschichte, wo erstmal drei sagen: Nee, das Wasser gehört mir, du kriegst nichts und so, und dann kommt die eine, die es dann gibt, so wie man das in so einem grimmschen Märchen wäre, so erzählt worden.
Nein, es ist die allererste, die kommt und er sagt, Entschuldigung, dürfte ich wohl einen Schluck Wasser aus ihrem Krug haben? Und die so, ja klar, hier Wasser haben wir jede Menge. So, komm hier, für deine Kamele gibt es auch noch was. Und verteilt irgendwie schön das Wasser. Und er sagt, Boah, diese Frau ist ja so großzügig, die nehme ich. Ich finde den Gedanken einfach herrlich, dass das alles ein großes kulturelles Missverständnis. Okay. Ja gut.
Ich find's gut. Ja, nein. Nein, völlig. Dem, ähm Ja, also das wäre natürlich denkbar, wobei wir dann hoffen, dass dann die Liebesgeschichte, die am Ende erzählt wird, wirklich, wirklich eine Liebesgeschichte ist. Und Rebecca dann, dann, dann ihrem Mann, also nach zehn Jahren Ehe, dann immer erzählt übrigens damals, ne? Ich musste da was erzählen. Ähm Das könnte ja sein. Das wäre natürlich echt lustig. Ähm
Also allerdings denke ich natürlich, dass... Der ist ja völlig unglaublich. Ja, aber auch davon ab hast du ja vollkommen recht mit deiner Betrachtung, dass das Wasser einfach unglaublich wichtig ist. Und letztendlich ist es ja völlig egal, ob es da ganz viel Wasser gibt oder nicht. Hier wird die hier wird die Frage Weil Wasser ist auch wenn es irgendwo im Überfluss existiert, ist es ja immer noch eine wichtige Ressource, weil man weiß ja am Ende der Oase da ist.
Ja, also denen ist ja der Wert des Wassers ist ja nicht geringer, nur weil du unglaublich viel davon hast. Sondern der Wert des Wasser. Also du müsstest schon richtig, richtig, richtig viel, so Nilgröße viel haben, damit Wasser für dich nicht relevant ist. Und selbst für die Ägypter ist völlig klar, ohne den Nil und seine Überschwemmung gehen wir hier ein.
Ja, also dass die Geschichte grundsätzlich eine andere Message irgendwie abliefert, ist mir schon klar. Ich finde es nur einfach eine sehr amüsante Betrachtungsweise, dass das irgendwie halt ich bin total großzügig. Eine letzte Sache habe ich noch zu dieser ganzen Geschichte mit der Doppelung, mit dieser Textwiederholung, die da irgendwie auftaucht.
¶ Mal wieder Textdopplungen
Da, also ich würde deiner Interpretation, dass hier sozusagen dieser zentrale Punkt, dass Rebecca die richtige ist, dass der hier unterstrichen werden soll, ähm, Der will ich nicht widersprechen. Ich glaube, das ist in der Tat die Funktion der Geschichte. Das soll hier geklärt werden. Rebecca ist die richtige Frau. Trotz allem nur der Vollständigkeit halber, solche Dopplungen sind gerade in mündlich tradierten Texten nicht ungewöhnlich.
Zum einen aus dem Grund, den wir hier ja schon ein paar Mal hatten, dass irgendwie verschiedene Textteile zusammengeführt werden und je nachdem, was die Redakteure dann da gerade geritten hat, bleiben dann halt manchmal sozusagen teilidentische Texte über. Und es gibt aber noch einen anderen Grund, der dazu führt, dass bei mündlich tradierten Texten manchmal solche Doppelungen auftauchen. Und zwar liegt das an der Vortragslogik von mündlichen Texten.
Da muss man manchmal Dinge wiederholen, damit sie hängen bleiben. Ja, ne? Also kannst du dir ja vorstellen, dass also St-Sammessituation oder in irgendeiner Festhalle oder was auch immer, da erzählt irgendjemand einer großen Menge Geschichten. Und da ist natürlich nicht so. dass da irgendwie wie wie in einem Konzerthaus Mucksmäuschen still ist und das, was auf der Bühne passiert, hat hundertprozentig Aufmerksamkeit.
Sondern da springen irgendwie Kinder rum und dazwischen sind noch irgendwie ein paar Vorlaute Erwachsene, die auch irgendwie dazwischenblögen, sich Scherze veranstalten und sagt: Ano, hier reicht mal den Wein rüber und so, da ist irgendwie Tumult und so weiter. Da gehen schon mal zwischendurch irgendwie Teile der Geschichte einfach.
im Getöse flöten und die Sachen, die, die wirklich wichtig sind, die werden dann halt einfach nochmal wiederholt, damit sie auch auf jeden Fall bei allen angekommen sind. Zur Einleitung der Geschichte hast du auch noch mal kurz den Stammbaum von Rebecca. Ne? Die, die so die, die die Tochter von ist, der der Sohn von ist, ne, so und so weiter und so fort. Und ähm
Ich glaube, das lässt sich stumpf als Einleitung lesen. Achso, übrigens, die war ja, die war ja. Jetzt erinnere ich mich, wer noch gleich Rebecca war. So. Das ist durchaus möglich. Ja, ja, klar. Stimmt, und wie gesagt, und ab einem bestimmten Punkt sind solche Texte halt heilig, und da fängst du nicht an, Sachen rauszustreichen, nur weil sie doppelt vorkommen. Das machst du einfach nicht. Genau. Ich habe übrigens, ähm, hast du Ant-Man gesehen? Nee.
Ja, gut, dann ist es jetzt ein Insider für mich alleine. Ich habe also für alle, die jetzt da draußen tatsächlich Antman gesehen haben, es gibt eine es gibt zwei wunderbare Szenen in diesem Film, wo ich glaube, er ist Mexikaner, einer der Hauptdarsteller eben erzählt.
Und also der hat dann irgendwie fünfmal erzählt, der hat die getroffen, der hat die getroffen, der hat die getroffen und der hat mit dem Typen gesprochen, der gesagt hat, und der hat dann gesagt: Kannst du nicht sie fragen, dass sie fragt, dass sie die fragt, dass sie die fragt, dass sie dich fragt, ob du nicht das tun kannst.
Und die Kamera, die schneidet halt genauso zack, zack, zack, zack, zack, um, damit du dem folgen kannst. Und ich hatte mich an diese Szene total erinnert gefühlt, als der Knecht, also die Geschichte nochmal wiederholt. Und ich habe übrigens mit dem gesagt und der hat gesagt das und der hat gesagt das und als seine Tochter dann sagte das, Da habe ich mich gefragt, ob ich nicht deine Tochter fragen kann, dass sie mich fragt, dass ich meinen Herrn frage, ob das ich okay wäre.
Genau. Und ja, und also plötzlich fängt man an, bei Bibelgeschichten zu schmunzeln. Ja, und sich an Comicbefilmungen zu erinnern. Das ist doch schön. Ja, richtig. Wir müssen auf das im Augen ist bitte also das erfinden erstmal. Aber gut. Ja, du, aber weißt du, ich meine, was sozusagen die Intention des Erfinders oder der jeweiligen Autoren waren, genau darüber spekulieren wir hier, ja. Exakt. Und ja, also ich.
Von von meiner Warte aus, wenn irgendwie Bibel und Comics zusammentreffen, da dann dann trifft zusammen, was zusammengehört. Das ist äh Das ist nicht abfällig gemeint, sondern ne, also für mich sind es ja einfach Geschichten. And um Comics auch. So. Und dann, ich finde das cool, die auch miteinander in Beziehung zu setzen. Und klar, wenn für einen Selbstdetech
Auch ein Stück weit Heiligkeit mit sich bringt, dann hat es ja so ein bisschen was Frivoles, das mit Comics in Berührung zu finden, zu bringen. Aber ich finde. Auch das muss gehen. So. Also Ich bin, ich bin, ich bin. Theologe, und mir ist eigentlich nahezu jedes Mittelrecht, das diese Ebene zugänglich macht. Und wenn die Bibel als Comic dafür sorgt, dass Menschen mit Glaube und mit Gott und Berührung kommen, dann ist das das Mittel der Wahl fertig.
Und wenn und wenn es Assoziationen zu Antman sind, wo Leute sagen, ach guck, jetzt kann ich was mit der Geschichte anfangen, ist doch auch in Ordnung. Genau. Und wenn jetzt irgendwer beims nächste Mal, wenn der Antman sieht, an die Geschichte von Sarah im Alten Testament denkt, dann. Rebecca, Rebecca, Rebecca, Rebecca. Äh, von Rebecca, ist schon wieder unfassbar. Von R von Rebecca und Sarah, ihrer Mutter, äh,
Stimmt nicht, aber Schwiegermutter sorum und Abraham denkt, dann stellt euch vor, dass ich irgendwo sitze und grinse. Genau. Ja, dann hat der Podcast doch was Gutes gehabt. Zumindest grinnst du dann irgendwo. Das ist doch schön. Das tue ich erstaunlich häufig tatsächlich. Wunderbar. Ich glaube, dann belassen wir es dabei für heute. Ist doch ein wunderbares Schlusswort. Wir verabschieden den Marke grinsend in die Sendepause.
zwischen der hoffentlichen, also dieser und der hoffentlich nicht allzu weit in der Zukunft liegenden nächsten Folge. Ich danke dir für das Gespräch und ich freue mich total, dass es endlich wieder geklappt hat. Ich danke dir wie immer für die Einladung.
Und euch da draußen danke ich fürs Zuhören und dass ihr uns nicht aus dem Podcatcher geschmissen habt in der Zwischenzeit, weil ihr der Meinung wart, ach, die haben das Projekt irgendwie stillschweigend eingestellt. Haben wir nicht, wenn ich das Projekt jeweils einstellen sollte, ja, ich sag Bescheid. Okay. Genau. Und ich habe übrigens, bevor wir bevor wir angefangen haben, habe ich noch mal kurz geguckt und festgestellt. Ah.
Ja, wir haben Material für die nächsten zehn Jahre. Also das könnte ich uns auch nicht mehr sehen. Da brauchen wir noch eine weitere. Come on. Dann, wie gesagt, bleibt mir euch da draußen noch zu danken fürs Zuhören und Klicken und weiter flattern, dass ihr das halt Die dieses ganze Jahr über weitergemacht hat. Ich finde euch ja unglaublich. Auf jeden Fall vielen Dank dafür und bis hoffentlich bald beim nächsten Mal. Bis dann.
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