¶ Intro
Hallo und herzlich willkommen zu Troja Alert, dem Erzähl Podcast um Sagen und Mythen. Ich bin Stefan und mein Gesprächspartner ist der Daniel. Hallo Daniel. Hallo Stefan. So, jetzt erstmalig in 2015 zu einer richtigen Troja-Alert-Folge.
¶ Beginn
Aber richtig. Ah, schön. Und das ist die einunddreißigste an der Zahl. Und also nach dreißig Folgen kann man dann auch mal sagen. So. Jetzt machen wir mal das, was der Name des Podcasts verspricht und machen hier mal so ein bisschen Troja Alert und fangen mal an, uns mit dem trojanischen Krieg zu beschäftigen. Um
Ja, Dani hat vorhin schon gewitzelt, dass das ja nur eine Folge dauert wird. Der ist ja kurz. Das wird, also das wird uns ein paar Folgen beschäftigen. Wir werden heute wahrscheinlich gerade mal so zum Kriegsausbruch kommen. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich letztes Jahr irgendwann gewitzelt habe, dass der Trojanische Krieg auf 2015 verschoben wird. Nee, ich glaube, du hast tatsächlich gesagt, der wird auf 2016 verschoben. Ja. Und ich habe gesagt: das schaffen wir vorher.
Und wir kriegen es zwei tausend fünfzehn noch hin. Aber es kann auch sein, dass du fünfzehn gesagt hast. Aber ich ich meine Ist auch egal. Auf jeden Fall machen wir es. Auf jeden Fall heute trojanischer Krieg Preludes. Genau.
Genau, von diesen Preluds, also von diesem ganzen Vorspiel um den Trojanischen Krieg drumherum, da habe ich auch tatsächlich ein paar davon erzählt. Also man hat ja manchmal so das Gefühl, nee, anders. Erstmal so, äh, Außer Hüfte, warum ist der Trojanische Krieg ausgebrochen? Was ist denn so bei dir angekommen?
Naja, bei mir ist tatsächlich nur diese komische Geschichte mit der schönsten Frau der Welt, deren Name mir gerade entfallen ist. Diana. Nee, Helena. Helena, natürlich. Aber spricht von Diane Krüger, wahrscheinlich. Genau, das war's, ja. Ich musste auch sofort an diese schlechte Verfilmung denken. Gott, habe ich mich über diesen Film aufgeregt. Aber ich fürchte tatsächlich, dass jenseits von dieser Verfilmung, naja doch, ich hatte so ein paar Brocken.
Sind bei mir hängen geblieben, die aber quasi eher aus dem Dem der Einbeziehung von Odysseus da drin landen. Also eher sozusagen das, was sozusagen durch die Odyssee reinkommt. Und also trojanisches Pferd ist bei mir natürlich irgendwie hängen geblieben. Mhm. Ähm... Aber w aber vielmehr so spontan nicht. Ja, okay, gut. Also damit ungefähr habe ich auch gerechnet.
Es ist ein bisschen lustig, dass du direkt auch auf diese Verfilmung zu sprechen kommst. Weil, also ich habe vorhin meine liebe Ehefrau gefragt, sag mal, was weißt du eigentlich so über den Trojanischen Krieg? Und sie sagte, hm. Also, die haben da gekämpft. Ich glaube, die Trojaner gegen die Griechen und Brad Pitt waren Grieche. Das ist fand ich ziemlich gut. Brad Pitt war Achilles, das weiß ich noch. Genau, yeah.
Gut, aber wir springen hier vor. Genau, also diese Verfilmung, ich weiß gar nicht, ob wir die. Irgendwie mal kommentieren wollt. Ich finde sie tatsächlich gar nicht so, also als Film ist es schlecht, aber als Verfilmung ist sie gar nicht so fürchterlich. Ich finde halt Diane Krüger als schönste Frau der Welt ziemlich fehlbesetzt. Da geht es schon los. Genau. Aber gut. Wobei ich ja sagen muss, dass mein Respekt für Diane Krüger in den letzten Jahren eher gewachsen ist als geschrumpft.
Seid Inglorious Bastards. Seid in Glorious Bastards und seid sie In dieser amerikanischen Variante von die Brücke Kommissarin spielt. Autistische Kommissarin spielt, ja, okay. Ich finde, das macht sie tatsächlich ganz gut. Ja, okay. Also Und ich finde in Troja dachte ich die ganze Zeit, so kann einer diese Frau auf dem Bild nehmen. Das ist geht gar nicht hier. Ja. Na gut. Soweit zu Hollywood Bashing. Genau. Um
Richtig, äh, so, dann fangen wir jetzt also tatsächlich mit der ganzen Vorgeschichte an. Ich versuche das einigermaßen systematisch. Das Problem ist, das ist nicht systematisch, sondern das ist irgendwie völlig durcheinander.
¶ Quellenlage
Und ich versuche das so ein bisschen hinzukriegen, dass das ein einigermaßen sinnvoller Erzählstrang wird. Das Problem an der ganzen Geschichte ist der, man hat ja beim Trojanischen Krieg immer das Gefühl, das ist jetzt mal eine Geschichte, wo es nicht so verworren mit tausend Quellen und so weiter ist, wie bei den ganzen Göttersagen.
Weil da gibt es ja sozusagen den einen großen Autor, den Homer, der da die Ilias geschrieben hat, also die Geschichte des Trojanischen Krieges, und den nimmt man sich und dann hat man eine saubere Quellenlage. Das ist aber nicht so. Homer ist zwar der Autor, den man mit dem trojanischen Krieg verbindet, aber er erzählt halt nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus dem trojanischen Krieg.
Und im Prinzip könnte man fast sagen, er erzählt so den Höhepunkt. Also die Erzählung, die er in der Ilias macht, das sind so über den Daumen zwei Monate oder so, ich glaube 51 Tage oder sowas. Ähm, der Trojanische Krieg hat aber zehn Jahre gedauert.
Das heißt, das ist logischerweise nur ein kleiner Ausschnitt, den Homer da erzählt. Und er ist, er nimmt sich zwar sozusagen da, Sind die zentralen Ereignisse, die dann sozusagen das das Ende des Trojanischen Krieges hervorbringen, die nimmt er sich zwar vor. Aber trotz allem ist das also bei Weitem nicht quasi alles, was es zum Trojanischen Krieg zu lesen gibt. Und da drumherum gibt es halt diverse Quellen, die halt noch irgendwelche Sachen erzählen.
Und das Problem ist, da existieren die Originaltexte nicht mehr. Also es gibt so ein. So einen ganzen Haufen von epischen Zyklen, die irgendwie auch Homer zugeschrieben werden. Andere sagen auch wieder, ja, nee, das hat wiederum jemand ganz anders geschrieben und so weiter und so weiter. Und diese Texte gibt es halt nicht mehr. Also, uns liegen da die Originale nicht mehr vor. Sondern was wir haben, ist dann sozusagen wiederum antike Autoren, die sich sozusagen darauf beziehen.
Und so, und dann kann man aus dem, was die so erzählen, so grob rekonstruieren, was da wohl so drin gestanden haben muss und so weiter. Aber da ist das Ganze auch wieder sehr durcheinander. Mhm. Und dann gibt es natürlich noch neben Homer noch eine ganze Menge anderen Leuten, die dann halt auch irgendwelche Dinge über den trojanischen Krieg bringen. Und daraus kann man sich sozusagen versuchen, irgendwie so eine Gesamtchronologie dieser.
Dieser mythologischen Ereignisse irgendwie zusammen oder dieser mythischen Ereignisse zusammenzufassen. Und das ist aber wie immer im Troja-Alert alles ziemlich durcheinander und ich versuche das einigermaßen stringent. hinzukriegen und einigermaßen widerspruchsfrei, so gut das geht. Okay. Gut, so wir fangen ganz am Anfang an.
¶ Iasion
Und zwar fangen wir mal wieder bei Zeus an. Natürlich. Genau. Und Zeus ist mal wieder auf Brautau, beziehungsweise Brautau ist ja so ein sehr euphemistisches Wort für das, was er mal tut. Zeus vögelt mal wieder rum. Und diesmal hat er sich mal wieder eine Titanin vorgenommen. Und zwar heißt die Elektra.
Ähm, das ist eine Tochter von Atlas. Atlas hatten wir ja schon ein paar Mal, ne? Halt auch so ein Titane und ne, du musst dann später den Himmel tragen und hier für Herakles Äpfel besorgen und irgendwie diese ganzen Dinge. Und eine Tochter von dem, die ist gerade sozusagen Zeus ähm Chois Interessensobjekt? Und die gebärt ihm diverse Kinder, unter anderem zwei zwei Jungs.
Der eine heißt Jasion oder auch Jason, das schwankt immer mal so ein bisschen, aber ich nehme ihn mal als Jasion, um ihn von dem Jason aus den Argonauten zu unterscheiden, und Dardanos. Mist. Was denn? Ich wollte gerade sagen, ah, Janos, den kenne ich, das ist der mit den Argonauten, aber es ist der andere. Ja, son meinst du, ja genau. Der ist es eben nicht. Deswegen nehme ich mal
Genau, und Dardanos ist also sein sein Bruder. Und dann gibt es noch ein paar mehr, aber die sind jetzt für den Trojanischen Krieg nicht sonderlich wichtig. Jetzt ist es so, das sind also, ne, wie das halt so ist: so Halbgötter, so Herakles-Style, die machen halt so Dinge, die man halt so tut, irgendwie, ne, werden irgendwie Könige und halb. beschäftigen sich halt mit Dingen, die die Halbgötter halt so machen. Um und der Yasion Der ist uh
Wie soll ich sagen, der ist sehr von seines Vaters, äh, der schlägt sehr nach seinem Vater? Das ist ein Womanizer. So. Und der denkt sich irgendwann mal, Mensch. Immer so die Sterblichen da mit meinen amorösen Abenteuern sozusagen beglücken, das ist ja irgendwie alles ganz nett, aber mir fehlt so die Voraussetzung. Äh, die, die, die Voraussetzung, seit die, die
Herausforderungen, genau. Die Voraussetzungen dafür fehlen ihm auch, aber vor allem fehlt ihm die Herausforderung. Und er denkt sich, ich müsste mich jetzt mal doch so langsam mal nach Bettgeschichten mit Göttinnen umschauen. Und wie das so ist, ne, als Halbgott hat man ja so ein bisschen Connections, so also dann taucht er auch tatsächlich mal auf so eine auf so einer Hochzeit auf, wo auch die Götter irgendwie unterwegs sind und so, und fängt an, fürchterlich an Demeter rumzubaggern.
Demeter sagt dir noch was? Die Mutter von Persephone. Götte Muttergottheit und Acker. Muttergottheit und so Acker und Landbau und so. Genau, genau die. Und die ist ja insofern spannend, als dass sie eine Muttergottheit ist, die aber zumindest im Olymp keinen Gatten hat. Ne? So, also ne, ihre ihre wichtigste Tochter Persephone, die macht Zeus ihr.
So, aber Zeus ist ja nun mit mit der anderen Schwester verheiratet, sind ja eh alles Geschwister, das ist ja alles fürchterlich incestuös da oben. Aber Demeter hat tatsächlich keinen Gatten zur Verfügung. Naja, und die finde tatsächlich diesen Yasion irgendwie ganz, ganz schmuck und der scheint wohl echt, also der scheint wohl nicht umsonst so einen Wulmanizer gewesen zu sein, der hat wohl ordentlich Charme am Start und so. Auf jeden Fall fangen Demetta und Yasion eine Affäre miteinander an.
Und jetzt passiert was Spannendes. Das findet Zeus nicht gut. So er sagt, also Moment mal, jetzt hier irgendwelche Liebeleien zwischen Göttern und Sterblichen, wo kommen wir denn da hin? Das geht doch nicht. Genau, ne? Und die anderen olympischen Götter denken sich, äh. Wie das geht nicht und so das Machen und wieder. Aber habe ich dich nicht gestern eben.
Der Typ, um den es hier geht, der ist ein Ergebnis aus so einer. Naja, also auf jeden Fall scheint es vor allem so eine sexistische Geschichte zu sein, dass du es halt sagt, ja, wenn wir Männer das machen, ist das okay. Also ich und Apollo und und Poseidon und so weiter, die dürfen alle rumvögeln, so viel sie wollen. Aber jetzt hier Hera und so, ne, die äh, bitte eheliche Treue und so weiter.
Und dann wird noch so ein bisschen diskutiert, wie das denn bei Demeter sei, weil die sei ja schließlich nicht verheiratet und so, da wäre das doch alles okay. Also auf jeden Fall. gibt's da irgendwie Ärger. Diese Liaison läuft irgendwie durchaus eine Zeit lang und so. Also, die kriegen auch Kinder miteinander. ähm, die dann auch später irgendwelche Götterposten übernehmen. Also da kommt zum Beispiel Plutos raus, das ist der Gott des Reichtums bei den Griechen und so. Also ähm
Ist aber auch nicht so wichtig. Auf jeden Fall wird Zeus irgendwann echt stinkig und lässt den Jason sozusagen vom Blitz treffen. Also er schleudert einen seiner Donnerkeile auf ihn und dann ist Jasion tot. Das wiederum lässt den lässt seinen Bruder, der die waren sozusagen unzertrennlich.
¶ Dardanos
Und man kann fast sagen, so Dardanos war sozusagen die vernünftige Hälfte von Yasion gewissermaßen. Jasion war so der Womanizer, der irgendwie nur Mist gemacht hat. Und Dardanos war Ja, so der Bodenständigere von den beiden. Und der ist sozusagen mit seinem Bruder immer durch die Gegend gezogen, weil der den hat es ja nie an einem Ort gehalten.
Und ähm, naja, als der dann sozusagen vom Blitz erschlagen worden ist, ist der dann sozusagen an so einem Punkt. Also A war er sehr, sehr deprimiert über diese ganze Geschichte, ne? Also musste mit der ganzen Trauer erstmal klarkommen. Und vor allem war aber auch der Grund, dass er immer durch die Gegend gezogen ist, jetzt vorbei. Und er hat sich beschlossen und hat sich entschlossen, sich mal niederzulassen. Mhm.
Und ähm, lief dann da so ein bisschen rum und hat sozusagen nach so einem Punkt gesucht, wo er eine Siedlung gründen könnte, wo er eine Stadt gründen könnte. Und dann ist er da sozusagen an dieser Meerenge zwischen Griechenland und der Türkei. Auf türkischer Seite, da hat er dann sozusagen, also in Kleinasien nennt man das dann ja sozusagen geografisch und nannte man es auch damals.
weil da damals noch Griechen gewohnt haben und keine Türken, da lässt er sich sozusagen nieder und gründet seine Stadt. Moment mal, das hieß damals auch schon Kleinasien? Hast du das gerade gesagt? Ja, Asia Minor hieß das zum Beispiel als römische Provinz, Kleinasien. Und der eine Begründung war, weil da früher Griechen wohnten? Nein, aber diese Region da, das nennen wir heute Türkei, weil es sozusagen die Weil es heute sozusagen...
das wesentliche Staatsgebiet der Türkei ist. Aber damals haben dann noch keine Türken gewohnt, deswegen hat man das damals auch nicht Türkei genannt. Ich hab verstanden. dass sie es damals auch schon kleinasien, weil da Griechen gewohnt haben. Ach so, ja, ja, genau. Wir wissen ja alle, die Griechen sind die kleinen Asiaten, ne?
Das habe ich nicht so richtig begriffen, was du jetzt sagen wolltest. Vielleicht habe ich es auch irgendwie komisch ausgedrückt, aber es war also genau andersrum. Hat man damals eben nicht Türkei genannt, äh, ja. Wo war ich denn jetzt? Ach ja, genau. So, jetzt muss man ganz kurz, so ein ganz kleines bisschen geografisch, diese Meerenge, die da sozusagen, dieser Übergang vom Mittelmeer zum Schwarzen Meer, das ist sozusagen.
Also, ich habe immer gedacht, naja, ist halt der Bosporus, ne? So nennt man das dann ja. Aber tatsächlich gibt es da sozusagen zwei. zwei Etappen gewissermaßen. Also es gibt sozusagen zum einen diesen Übergang zum Schwarzen Meer und dann gibt es davor aber eben noch so einen so einen Übergang, der da gewissermaßen einen ähm so so einen einen kleinen Wasserbereich abgrenzt gewissermaßen zwischen Griechenland und der kleinasiatischen Seite.
Und den Übergang in diesen in diesen Bereich rein, in dieses Bassin da in der Mitte sozusagen, diesen Übergang nennt man die Dardanellen. Und die Dardanellen, die sind nach dem Dardanos benannt, gewissermaßen. Das sind also die Gewässer, die an der Stadt liegen, die der Dardanos gegründet hat, sozusagen. Genau, also da sieht man also diesen Namen heute noch.
Und der Dardanos hat dann also sozusagen ähm dort seine seine Stadt gegründet, nannte die Dardania oder ne, gibt's also verschiedene Varianten. Und die Bevölkerung da wurden dann auch nach ihm Dardaner oder Dardanoi eben genannt und so weiter. Dann hat er ein er wurde da König und so und dann diverse Nachkommen und so weiter. Und sein Enkel, der hieß dann Dross. Und nach dem wurde dann sozusagen, äh also das Land wurde immer größer und so weiter.
was da um diese Dardania entstanden ist. Und nach seinem Enkel wurde dann dessen Hauptstadt, die der wiederum gegründet hat, dann Troja genannt oder Troas, also sozusagen die Stadt von diesem Tros. Und der wiederum hat dann als einen Sohn gehabt, der heißt Ilos. Der hat auch wieder eine Stadt gegründet. Ähm. Oder Ilios, beziehungsweise manchmal streitet man sich auch drum, ob das nicht einfach nur der Name der Burg ist, die in der Stadt Tros gegründet wurde, Troja oder Troas.
gegründet worden ist. Lange Rede, kurzer Sinn. Was am Ende hinten bei rauskommt, ist eine Riesenstadt. Das wächst dann irgendwann zusammen, sozusagen. Und die Stadt wird sowohl mal äh, ähm, Darania genannt, als auch Ilios, als auch Troja und manchmal auch sogar noch Pergamos, weil da noch irgendwann nochmal so ein Sohn hinterherkommt, der Pergamos heißt.
Das ist aber alles das Gleiche am Ende. Ja. Eine Riesenstadt mit einer Burg, die Ilion oder Ilios heißt. Und im Prinzip für unsere Zwecke, wir sagen jetzt einfach Troja. Ja, weil dann ist das das Einfachste. Aber ähnlich wie wie Print, oder? Ja, ja, so ein bisschen. Ja, genau. Ob das jetzt sozusagen Tough Cup ist. Ja, genau. Ja, ja, genau. Das stimmt.
Ähm, so, aber das erklärt so ein bisschen, äh, warum da manchmal verschiedene ähm verschiedene Bezeichnungen sozusagen für Troja unterwegs sind und warum auch für die Trojaner verschiedene Bezeichnungen unterwegs sind. Oder zum Beispiel auch, warum jetzt das Buch oder das Epos über den Trojanischen Krieg jetzt ausgerechnet Ilias heißt.
Und man sich ja fragt, was hat denn das Wort jetzt mit dem trojanischen Krieg zu tun? Naja, weil das halt die Geschichte von Ilion ist und halt das Einnahme von Troja ist. Geht also alles irgendwie ziemlich durcheinander. So, das war also der Teil. Ähm... Genau. Jetzt wird's schwierig. Ähm, in welcher Reihenfolge mache ich das jetzt am schlauesten?
¶ Das Palladion
Ach ja genau, jetzt muss ich noch eine Geschichte davor erzählen. Und zwar, dass es gibt noch einen Punkt, das wird tatsächlich von mehreren dieser Könige erzählt. Ich erzähle es jetzt mal mit dem Dabanos. ähm dass der gewissermaßen, als er noch auf der Suche ist, wo er denn seine Insel, äh, wo er denn seine Stadt gründen soll.
Da bittet er sozusagen irgendwann seinen Vater Zeus um ein Zeichen, sozusagen, wo der geeignete Ort wäre, um diese Stadt zu gründen. Und Zeus wirft eine Statue vom Himmel. Als Zeichen. Subtil. Bitte? Subtil. Total, ja, genau. Und zwar diese Statue, von der haben wir auch schon mal gesprochen, oder vielleicht nicht von der Statue selber, aber von dem, was sie bedeutet. Und zwar wirft er das sogenannte Palladion vom Himmel. Das Palladion ist eine Statue von Pallas.
Ich weiß nicht, ob du dich da noch dran erinnerst. Das haben wir in der Folge über Athene besprochen. Das Wort Pallas und das Wort Athene sind in meinem Kopf irgendwie verknüpft. Genau. Ich weiß nicht mehr warum. Genau. Ich erzähle es nochmal ganz kurz. Pallas war eine Jugendfreundin von Athene. Athene ist ja bei dem alten Meeresgott Triton aufgewachsen, die hatte eine Tochter namens Pallas.
Und die waren dicke Kumpels, die beiden. Und die haben sich immer in so... in so so Kriegsspielen, also in so so wie sagt man, in so Sparring haben die miteinander gemacht, so mit Schw mit Speer und und Helm und Schild und so. Und dabei ist mal was schiefgegangen und Athene hat Palas versehentlich umgebracht gewissermaßen. War ein Unfall, ja. Und danach in Trauer gewissermaßen übernimmt Athene Pallas Namen, also sozusagen Pallas lebt in ihr weiter und ab da heißt sie dann Pallas Athene.
Und ein Teil von dieser Geschichte ist, dass Athene in ihrer Trauer gewissermaßen eine Statue herstellen lässt. Die im Prinzip genauso aussieht wie sie selber auch, aber die also eine eine Statue von Pallas ist. Also ne, mit Helm und Speer und Schild und so weiter.
Und mit dieser mit dieser Statue, da macht sie sozusagen Trauerarbeit. Also sie, sie macht dann immer wieder ihr Sparring mit dieser Statue gewissermaßen. Also stellt sich vor diese Statue hin und so und macht dann so ihre Kampfbewegungen und so weiter und Tut so und versucht dem nachzuspüren, wie es wäre, wenn Pallas noch da wäre, gewissermaßen.
Also ja, ob das jetzt so eine sinnvolle Strategie ist, mit dieser Trauer umzugehen, aber das ist ja eine sehr persönliche Sache. Wie auch immer. Auf jeden Fall diese Statue, um die es da geht, das ist das sogenannte Palladion, also eine Statue von Pallas. Und jetzt scheint es so zu sein, dass zu dem Zeitpunkt, als jetzt da der Dardanos seine Stadt gründen will,
Da scheint sie die Statue nicht mehr zu brauchen. Ja, also offensichtlich ist die Trauerarbeit so weit abgeschlossen, dass sie irgendwie denkt, so ich brauche die Statue nicht mehr. Und als dann Dadanos sagt, hier ich bräuchte mal ein Zeichen, ob das jetzt hier der geeignete Ort ist, um diese Stadt zu gründen. Da sagt sie zu Zeus, pass mal auf, das wäre doch ein prima Zeichen, schmeiß doch mal die Statue darunter.
Und dann kann der Dila auch gleich aufstellen, kann irgendwie einen schönen Pallas-Athene-Tempel bauen und so, und dann hat die Statue auch, ne, also das ist ein schönes Andenken für die, für die Palace. Und ich krieg einen Tempel gleich in der neuen Stadt und die haben eine geile Statue. Und du brauchst ja nicht irgendein Zeichen auszudenken, dass der da seine Stadt bauen soll. Ist sozusagen win-win-win-win. Everybody wins.
Und Zeus sagt, ja, ist eine gute Sache und schmeißt die Statue darunter. Dadanus kann offensichtlich gerade noch rechtzeitig aus dem Weg springen. Entschuldigung, der konnte ich mir nicht verkneifen. Und sagt, oh ja, hier, toll. Also offensichtlich, sowohl Zeus als auch Athene sind irgendwie der Meinung.
Dass das irgendwie ein guter Ort sei und dann wird da also die Stadt gebaut. Und dementsprechend gibt es also auch in Troja einen ganz großen Athenetempel oder einen Palastempel. Ähm, Und die haben eigentlich, wie gesagt, so eine ganze Reihe von sehr, sehr fähigen und sehr, sehr guten Königen da am Start.
¶ Laomedon
Die also diese Gegend und diese Stadt total erblühen lassen. Das wird also wirklich innerhalb von wenigen Generationen ein total wichtiger Machtfaktor. Das hat auch natürlich was mit der Lage zu tun. Also, ne, die, die Dardanellen waren nicht umsonst. noch bis in den Ersten Weltkrieg hinein ein strategisch und auch was was Handlung, äh, Handel angeht, ein super wichtiger Punkt. Also da wurden im Ersten Weltkrieg noch wilde Schlachten drumgeführt, um die Dardanellen.
Genau, und genau da saß dann halt also Troja an einer ganz wichtigen Position und wurde stinkereich und ein echter Machtfaktor in der Region. So, dann kommt irgendwann ein Nachkomme dieser ganzen Könige ans Ruder, der jetzt nicht so der sympathische Typ ist. Der Typ heißt Laomedon. Und der ist bekannt dafür, oder der ging sozusagen in die Geschichte ein als jemand, der sowohl die Götter als auch die Menschen gerne mal betrügt. Also das war kein Kein vertrauenswürdiger Kerr der Laomedon. Mhm.
Den hatten wir auch schon mehrfach. Also ich habe sozusagen jetzt zwei Sachen des, zwei Teile der Vorgeschichte des Trojanischen Krieges, die mit ihm zu tun haben, auch tatsächlich erzählt in verschiedenen Folgen. Und zwar die eine Geschichte habe ich erzählt, als es um Apol ging. Und zwar hat Apol doch mal diese Palast-Revolte gegen Zeus vom Zaun gebrochen. Und Poseidon war einer seiner Verbündeten in dieser ganzen Geschichte. Und ähm.
Davor, oh Gott, das ist alles ganz schön kompliziert. Davor hatte Zeus den Ganymed, das ist ein Sohn von Laomedon entführt, weil er in den verliebt war und so, und das hat Apol zum zum Anlass genommen, da diese Palastrevolte zu machen, weil er gesagt hat, ja, jetzt hier irgendwelche Sterblichen auf den Olympringen geht ja gar nicht. Und dann ist dieser Aufstand aber sozusagen niedergeschlagen worden und Zeus hat äh dann sozusagen als Richtspruch, als Strafe für Apol und äh...
Und Poseidon gesagt, so ihr müsst jetzt sozusagen zu dem Laomedon gehen und dort sozusagen eine Art Bußdienst ableisten für den verstorbenen Sohn, für den Ganymed. Und Laomedon hat dann sozusagen zu den beiden Göttern gesagt, ach, ist ja praktisch, ah, hätten wir hier große große Schafsherden zu hüten und zum anderen hätten wir hier Stadtmauern zu bauen und zwar bitte so groß, dass die kein Mensch einreißen kann.
Und Apollo hat dann sozusagen die Hirtenaufgabe übernommen und hat da einen riesen Fanclub an Hirten. dabei um sich herum geschart und Poseidon hat die Stadtmauern gebaut und hat die so groß gebaut, dass die niemals ein Mensch einnehmen kann. Und beiden Göttern hat er sozusagen hinterher den Lohn verweigert. Poseidon
War sehr, sehr stinkig und war dann sozusagen für den Rest seiner Tage ein Feind der Trojaner. Apol war auch stinkig, aber dadurch, dass er da so viele, so viele treue Anhänger unter den unter den Hirten bekommen hat, war der jetzt nicht ganz troja irgendwie ähm Übel gesonnen, sondern nur dem Laumedon. Gewissermaßen. Genau, die haben wir erzählt, die Geschichte. Und dann habe ich noch eine erzählt, und zwar hat Herakles sich mit Laomedon angelegt.
Ähm, da gab es eben auch so eine Situation, wo Laomedon ihn verarscht hat im Prinzip und sein Wort gebrochen hat. Und ähm Ja, das hat dann ja auch dazu geführt, dass Herakles dann, nachdem er seine ganzen Aufgaben fertig hatte, dann ja auch nochmal mit einem großen Heer nach Troja gesegelt ist. Ich weiß nicht, ob du dich da noch erinnerst, ist jetzt ja schon.
eine Weile her. Dunkel. Und also Herakles hat tatsächlich sozusagen, er hat zwar nicht geschafft, die die Stadtmauernzunehmen. Dazu ist das doch zu solide Arbeit, was der Poseidon da gemacht hat. Aber er hat es im Prinzip geschafft, die Trojaner vernichten zu schlagen, hat ihre komplette Flotte versenkt.
hat den Laomedon, äh, ich weiß nicht, ob er ihn, weiß nicht mehr, ob er ihn eigenhändig getötet hat, aber auf jeden Fall ist Laomedons Zeit dann im Prinzip mit Herakles vorbei und er entführt eine Tochter von äh. von Laomedon sozusagen eine eine Prinzessin und gibt die einem seiner ähm seiner eigenen Adjutanten, seinen einen General von ihm, der kriegt die zur Frau. Und entführt die gewissermaßen. Und man kann sagen, der lügt den Trojanern einen nahezu vernichtenden Schlag zu.
Genau, soweit Laumeron. Der, äh, also wirklich sozusagen der eine wirklich König in der trojanischen Geschichte ist. Und der sich echt mit allen verschärft. Kann man sagen. Also, der kriegt wirklich so einen Ruf als wortbrüchiger, als völlig unzuverlässiger Typ und verschärzt sich's mit allen. Ne, und gerade dieser, also man kann fast sagen, dieser Konflikt mit Herakles, der da erzählt wird, der steht für einen
Ein Hassverhältnis zwischen den Griechen und den Trojanern als solches. Also Laomedon verscherzt sich's mit den Griechen als Ganzes. So, als der dann endlich aus dem Weg ist, kommt dann sein Sohn dran, sein Jüngster, der heißt Priamos.
¶ Priamos
Und Priamus ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Der ist eher so wie seine edlen Vorfahren. Das ist ein. Das ist ein guter Mann. Kann man sagen. Der hat wieder was auf dem Kasten und ist auch ein Vertrauens das ist ein guter Mann. So besser kann ich es eigentlich. Also sowohl ein fähiger König und vor allem moralisch integer. So.
Und der kriegt es also auch hin, sozusagen Troja relativ schnell wieder zu einer einigermaßen Blüte zu bringen. Natürlich sind sie nicht mehr militärisch so stark, wie sie es mal waren. Aber durchaus. Also er fängt direkt an, sozusagen die Flotte neu aufzubauen, weil er weiß, Die die wahre Macht von Troja liegt eben in den Schiffen.
Vor allem eben, dass man diese Dardanellen da kontrollieren kann und und kontrollieren kann, wer da sozusagen ins Schwarze Meer durch kann und wer nicht und so weiter. Das ist halt ein zentraler Punkt. Genau, genau. Und ne, also im Prinzip kannst du halt auch, also kannst du das so vorstellen, diese, dieser Übergang sozusagen zwischen Europa und Asien, der da ja im Prinzip passiert, ähm
Da, den kannst du halt auch sozusagen mit ein paar Schiffen kannst du das komplett blockieren und dann ist halt nichts mehr mit mal kurz einer Armee darüber transportieren und so weiter. Also der hat schon auch sozusagen für diesen für diesen griechischen Kulturraum, der das Ganze da ist, oder dann später griechisch-persischer Kulturraum, der das Ganze wird.
Da hat der schon sozusagen eine ganz massive Schlüsselposition, dieser Übergang dort. Also da, wo dann später Konstantinopel erbaut wird und heute eben Istanbul steht. Das ist eine ganz zentrale. eine ganz zentrale Stelle und die kontrolliert er halt und das weiße, die kann er nur mit Schiffen kontrollieren. So, ähm, der Priamos jetzt wiederum, der kriegt jetzt auch wieder Kinder. Sein ältester Sohn heißt Hector.
Und das wird einer der größten Helden, die Troja je zu sehen gekriegt hat. Dann hat er eine Tochter, die heißt Kassandra. Und Cassandra hat ähm Das zieht sich übrigens durch diese Familie, das ist da relativ weit verbreitet. die hat prophetische Gaben. Ja. Aber das findet sich tatsächlich sehr häufig in diesem, in dieser Linie, die von dem Dadanos abstammt. Da tauchen immer mal wieder Leute auf, die irgendwelche seherischen Fähigkeiten haben.
Und Cassandra ist mal wieder so ein Exemplar, wo das besonders stark ausgeprägt ist. Das Problem mit Cassandra ist, auf ihr lastet obendrein ein Fluch. Also sie hat nicht nur serische Fähigkeiten, sondern es landet ein Fluch auf ihr, nämlich dass niemand auf sie hört. Also sie kennt die Zukunft, aber es bringt ihr überhaupt nichts, weil niemand auf sie hört.
Das ist ja tatsächlich auch sozusagen so eins von den von den Bildern oder Sprachbildern, das bis heute erhalten ist. Genau. Ein Cassandra-Ruf. Ja. Ja, stimmt. Genau, also das ist auch tatsächlich eine tragische Figur, diese Kassandra, aber naja. So, und dann, äh, also da gibt es noch, die haben noch diverse Geschwister. Einer davon ist noch wichtig, nämlich Page.
¶ Paris
ist, glaube ich, tatsächlich der Zweitgeborene, wobei das ein bisschen schwankt. Ich erzähle es jetzt mal so, dass das sozusagen der zweitgeborene Sohn ist. Also, so wie ich es jetzt im Kopf hätte, sozusagen erstes Kind Hector, zweites Kind Cassandra, dann vielleicht noch ein paar Mädels mehr, die irgendwie keine Beachtung gefunden haben in der ganzen Geschichtsschreibung, und dann als zweiter Sohn Paris.
Mm-hmm. Als Paris Mutter mit ihm schwanger ist, hat auch die eine prophetische Vision, und zwar hat sie einen Albtraum. Und zwar träumt sie davon, dass sie eine Feuersbrunst gebiert oder manchmal gebiert sie auch einen Feuerpfeil oder sowas, also auf jeden Fall irgendwas mit Feuer. Und dieses Feuer steckt dann ganz troja an und brennt die Stadt nieder.
Und dann holen sie irgendwie einen Cousin von denen, der auch, also ne, zumindest bis Cassandra dann größer wird, ist das so der Chefprophet in der Familie, der da irgendwie am meisten Ahnung von hat, von diesen ganzen Visionen und so. Und der sagt, ja, also wenn ich den Traum so deute, dann würde ich mal sagen, dass äh der Sohn, den äh, mit dem du da gerade schwanger gehst, dass der Troja tatsächlich Verderben bringen wird.
Und er empfiehlt, dass man dieses Kind, wenn es denn dann geboren wird, ähm direkt aussetzt. Ja, das klappt ja immer sehr gut. Das klappt immer super, genau. Und Priamos ist da überhaupt nicht für und sagt: Nee, also Moment mal, wo kommen wir denn da hin? Also, die Kinder aussetzen, das machen wir nicht. Und seine Frau ist da auch nicht für.
Und sie sagen, und obendrein irrst du dich hier, hier, also ne, man kennt das ja so ein bisschen, so ne, eine Mutter weiß ja, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Und die Hebammen denken, sagen auch immer, ne, das kann man an der Form des Bauches erkennen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird und irgendwie so ein So ein Kram. Und ähm, die sagen, also alle sind sich einig, das wird ein Mädchen.
Das heißt, deine Deutung dieses Traumes muss falsch sein, wenn du da deutest, dass es ein Sohn wird. Naja, also auf jeden Fall diese Aussetzerei, das lassen wir mal und nehmen den Cousin mal nicht so ernst. Naja, dann kommt es zur Geburt und tatsächlich wird es ein Junge.
Und das, äh, schockiert alle so ein bisschen, weil die Hebammen bis zum Schluss noch gesagt haben, nee, nee, wird ein Mädchen keine Sorge. Und als es dann doch ein Junge wird, da greift dann doch der Aberglaube ein bisschen um sich. Und schweren Herzens folgen sie tatsächlich diesem, diesem Rat dieses Cousins.
Und setzen den Jungen aus. Die geben ihm so einen Hirten und sagen: Hier, wenn du da wieder in die Iderberge gehst, das ist also dieses Gebirge, in dem Apolda damals die Schafe gehüttet hat, Wenn du da hingehst, dann setzt den Jungen mal aus. Und das macht er auch und lässt also diesen Säugling da in der Wildnis zurück und geht dann seine Schafe hüten.
Und jetzt kommt eine Bärin vorbei, die offensichtlich gerade ihre Jungen verloren hat. Und die nimmt sich dieses Jungen an und nimmt den gewissermaßen als Ersatzkind. Und säugt ihn und nährt ihn, und ja, der überlebt, also der Kleine. Und zwar, also es geht jetzt hier um so eine Größenordnung wie einfach so ein paar Tage oder ein paar Wochen. Und dieser Hirte kommt dann irgendwann zurück und stellt fest, Mensch, dieser Junge lebt noch, den ich da irgendwie vor.
Also auf jeden Fall vor deutlich länger als ein Säugling überleben sollte, alleine in der Wildnis. Der hat überlebt. Und deutet das als ein Zeichen der Götter und nimmt den Jungen zu sich und zieht ihn sozusagen als sein Kind auf. Und Paris wird dann gewissermaßen halt ein ein Hirtenjunge. Und ein sehr, sehr, sehr, sehr schöner Hirtenjunge obendrein. Also man sagt, er ist der schönste Sterbliche, den es äh, den es gegeben hat. Oder zumindest zu der Zeit.
Tauchen dann sagen ja immer mal wieder noch andere auf, die irgendwie die schönsten sind, aber zumindest zu der Zeit. Also er scheint von seinem von seinem Verwandten, von dem Ganymed, von dem Zeus damals so angetan war, von dem scheint er eine Menge abbekommen zu haben. Also auf jeden Fall ist das eine Höpplarkeit.
Und da verlassen wir ihn jetzt erstmal in Paris und gehen in eine ganz andere Familie rein. Es hat hier ja alles so ein bisschen was von Soap gerade, ne? So jeder kennt irgendwie jeden und hat schon mal was mit jedem gehabt und so. Und zwar gehen wir jetzt woanders hin, und zwar kehren wir jetzt zu Thetis zurück.
¶ Thetis, Peleus, Eris
Ganz andere Geschichte. Von Tethis habe ich auch schon mal erzählt. Tethis ist eine Tochter von Okeanos, dem ehemaligen Meeresgott. Titan, ne, so früher für Meere zuständig. Jetzt hat Poseidon seinen Job. Und Tethys ist eine Tochter von ihm. Und die hatten wir schon mal, weil das eine Ziemutter war von Hephaistos. Hephaistos wurde ja nach der Geburt von Hera erstmal abgelehnt.
Und wurde dann auf einer Vulkaninsel von zwei Meeresgöttinnen, nämlich von Eurynome und von Tethis, großgezogen. Und genau um diese Tetis dreht sich es hier. Ja, die ist also die hat also einen guten Draht zu Hephaistos. Und ist ansonsten jetzt halt so als freischaffende Nymphe Meeresgottheit außer Diensten so.
Ist sie irgendwie zu Gange. Macht noch so ein paar so Freelancing-Aufgaben für Poseidon. Wenn der sagt, hier, ich bräuchte mal irgendwie eine erfahrene Meeresgöttin, die mir gerade hier bei einem Personalengpass hilft, so, dann macht TIS mal noch so ein bisschen.
Freelance Meeresgottum, aber eigentlich, ne, es gehört sie ja zu einer entmachteten Dynastie, aber so ein bisschen Meeresgottet sie da noch rum. So, ähm, Diese Thetis, die ist sehr schön und so, und eigentlich sind viele, viele Gottheiten scharf auf sie, aber es gibt mal wieder eine Prophezeiung. Und zwar ist die Prophezeiung, dass die dies, diese Variante hatten wir schon ein paar Mal. Die Prophezeiung ist: Der Sohn der Thetis.
Wird ihren Vater, äh, wird seinen Vater um Längen übertreffen. Der wird viel mächtiger und viel stärker und viel prächtiger sein als sein Vater. Ähm, das ist übrigens auch der Grund, warum Zeus die Finger von ihr lässt. Ja. So er sagt, nee. Nee, nee. Mit so Prophezeiungen habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.
Und also größer und mächtiger und prächtiger als ich und so, nee, nee, nee, nee, nee. Da sehe ich direkt schon wieder den nächsten Götterbürgerkrieg am Start. Da soll der, den ich angezettelt habe, soll mal schön der Letzte geblieben sein. Ähm, nee. Bei allem sexuellen Interesse, was ich da wohl hätte, von Della sich die Finger. Und an der Geschichte nehmen sich tatsächlich die meisten Götter ein Beispiel, die sagen, ah nee, nö, ach, lass mal.
Nö, ach wenn da irgendwie dann mächtigere und schönere und so Söhne, nee, hm. Nee, die ist auch gar nicht mein Typ. Ja, nee. Jetzt wo du es sagst. Genau. Hab schon die ganze Zeit gedacht, Bodies. Nee, nee, nee. Ich wollte eigentlich überhaupt mal enthaltsam leben, habe ich mir überlegt, wäre glaube ich gut für die Gesundheit und so. Und außerdem muss ich weg. Ja, genau. Also so ungefähr reagieren die Götter alle. Und deswegen will keiner der Götter sie heiraten. Keine eins.
Und dann sagt die Thetis irgendwann: Ja, Leute, aber wie das ja so ist: eine Frau braucht einen Mann. Einer von euch müsste jetzt mal. Und die Götter sagen, ähm, okay, wir besprechen uns mal kurz. Und tuscheln dann so ein bisschen rumrang. Sagt mal, können wir die nicht irgendwie in einem Sterblichen andrehen?
Und Zeus sagt, oh ja, prima Idee, ich hab dann noch so einen Helden, den Peleus, das ist einer von den Argonauten, der irgendwo war irgendwie hier auch mit Herakles unterwegs und so, cooler Typ, dem schulde ich noch was. Der, der hat noch einen. Pelus? Pelois. Pelois. Genau. Der Pelois, der, der hat noch was gut bei mir. Ja. Der kriegt noch eine sozusagen eine Belohnung, hat er noch gut. Und Kriegt die Tetis. Das machen wir. Dann vermahlen wir die Tetis mit einem Sterblichen.
Und so, und bei den Pelos kann sie sich auch echt nicht beschweren. Das ist also so, ne, das ist also jetzt natürlich nicht Herakles, aber so von den Helden außer Herakles, die hier zurzeit so rumspringen, ähm. Ist der Peleus, das ist das schon ein Format? Da kann sie sich eigentlich nicht beschweren. Und sie gehen zur Tetis und sagen: So, hier, ähm Tetis, äh, Peleus, darfst du heiraten? Und Tetis sagt, aha, aber es war ein Sterblicher, oder? Ja.
Und das jetzt okay. So Götter und Sterbliche und so, Göttinnen und Sterbliche Männer, das ist jetzt in Ordnung, weil ich erinnere mich da nur an den Iase on, der da irgendwie letztens vor Blitzerschlagen worden ist. Ist das jetzt in Ordnung? Und Zeus sagt: Ja, ja, alles klar, ist voll cool. Also, hab ich, also krieg spezielle Lizenz, so hier weibliche Göttin und ein sterblicher Mann, der geht, stelle ich extra aus.
Und weißt du was, um dir zu zeigen, dass wir das auch ernst meinen und dass das jetzt nicht hier irgendwie eine, dass du jetzt hier nicht irgendwie halb abgespeist wirst, wir achten diesen Teleus wirklich sehr. Und deswegen kommen wir alle zu deiner Nochzeit. Und Titus sagt ja okay, dann dann ist das in Ordnung. Und dann äh trifft sie sich mal mit dem, mit dem Peleus und so und dann arrangieren die da die Hochzeit und so weiter.
Und dann wird geheiratet. Und dann werden sie da alle eingeladen, die Götter und so weiter. Und Tetis sagt: Aber weißt du, eine von den ganzen Götterfratzen will ich da nicht sehen, die Eris. Also die Göttin der Zwietracht. gerade in der vorletzten Folge noch besprochen, die ich da auf dem 31C3 gemacht habe.
Die will ich hier nicht sehen. Ja, die sorgt immer nur für Ärger und Zank und so weiter. Die soll hier bitte auf meiner Hochzeit nichts zu tun haben. Die soll mal schön. Genau. Weg beim Tüdeku. So, und so ähnlich wie im Märchen von Dornröschen, wo ja die eine Fee nicht eingeladen wird, ist hier auch Eris die eine Göttin, die nicht eingeladen wird, die ist total stinkig.
Und denkt sich, ja nur weil ich nicht eingeladen bin, heißt es ja nicht, dass ich hier irgendwie keinen Ärger verursachen kann. Und sie nimmt sich einen goldenen Apfel. der dann später als Zankapfel in unseren Sprachgebrauch eingeht und schreibt auf diesen Apfel drauf für die Schönste. Und kommt da sozusagen einmal auf der Party und macht so richtig Wedding-Crashing sozusagen. Taucht da uneingeladen auf der Party auf.
Und der Türsteher steht draußen und sagt: Nee, du kommst hier nicht rein. Und sie sagt, Ja, ich will hier gar nicht rein, ich will nur kurz was reinwerfen. Und nimmt diesen Apfel und schmeißt ihn gewissermaßen in den Partyraum auf die Tanzfläche. Und da sind gerade die Götter alle so am Schwurfen. Und dann rollt er diese Apfel rein.
Und die sagen also, was ist das denn? Und dann hebt einer von denen, hebt den Apfel auf. Ich sage jetzt mal Hermes, so, hebt den Apfel auf und sagt, da steht drauf, für die Schönste. Und dann sagt Hera, aha, für mich. Und Athene sagt, nee, Moment. Ja, für mich ist das ja wohl. Und Aphrodite sagt, Leute, hallo. Wo sind wir denn hier? Also, ich bin die Göttin der Liebe und der Ich bin Aphrodite. Ich will Aphrodite, ich bin fucking Aphrodite, verdammt nochmal. Also der Apfel ist ja wohl für mich.
Und Hera sieht das aber nicht ein und Athene auch nicht. Die ganzen anderen Göttinnen treten alle, nachdem sie merken, was da für einen Streit abgeht, ganz vorsichtig sind. Nee, nee, nee, ich hab da nichts mit zu tun, macht ihr mal. Und so, aber die drei, die zoffen sich so richtig.
Und irgendwann gehen sie zu Zeus und sagen so: Zeus, du musst das entscheiden. Und Hera guckt ihn schon so an, so nach dem Motto: Du weißt gefälligst, wie du dich entscheiden sollst, sonst gibt es irgendwie so richtig Ärger. Ja, und Zeus kommt schwer ins Schwitzen, weil Aphrodite guckt ihn auch so an und sagt: Seriously? Hallo? Ja?
Und Athene, die wetztzt schon ihren Speer und so und Zeus sitzt da und bricht irgendwie in Schweiß aus und sagt sich, Also, die Frage, wer die Schönste ist unter den Göttinnen? Das kann man nicht einfach nur mit Weisheit beantworten, ja, weil sonst würde ich das machen. Klar, ich bin ja der Göttervater, so. Aber ich finde, das muss jemand machen, der was von dem Handwerk versteht.
Also jemand, der sich mit Schönheit und Schönsein auskennt. Und Aphrodite sagt: Ja, sag ich doch, mach ich, ne? Ich entscheide das und der Apfel gehört mir. Fertig. Und er sagt, nee, nee, nee, nee, nee, Moment, es geht ja sozusagen aus der Perspektive der Männer. Ja, also es muss ein Mann sein, der sich mit Schönsein auskennt. Und die gucken also, aha, und wer soll das sein? So? Erst das bitte. Genau. Und ähm
Apol baut sich schon mal so ein bisschen auf und sagt: Naja, also so, eigentlich bin ich ja schon so der Schönste unter den Göttern und so weiter. Und die sagen, aber ja, Moment mal, aber Expertise hast du da nicht, du bist ja so für Licht und und Kunst und solche Sachen zuständig und Aufklärungen und so. Aber nee, nee, nee. Und auf jeden Fall geht dann so ein bisschen die Diskussion rum, und Zeus sagt: Moment, ich weiß doch schon längst, wer es machen soll. Und zwar ein Sterblicher.
Und alle gucken, unser Wie ein Sterblicher. Und einer will gerade anheben und sagen, ja Moment mal, also die Sterblichen gehen gar nicht, die haben doch keine Ahnung von nichts und so weiter, bis ihm einfach, ja Moment mal, ich bin ja gerade auf einer Hochzeit, wo die Hälfte der Hochzeitsgäste aus Sterblichen besteht.
Und denkt, nee, ich sag lieber nichts dazu. Und Zeus sagt, also und zwar macht es ein Sterblicher und zwar der schönste Mann, den es unter den Sterblichen gibt, der soll entscheiden, wer die schönste unter diesen drei Göttinnen ist. Aha, und wo finden wir den? Und zwar sagt, keine Ahnung, das ist nicht mein Job, das macht Hermes. Hermes, such mal den schönsten Mann, den es unter den Sterblichen gibt.
Und dann lässt ihr denen das entscheiden. Und dann kriegt der die ganze Hitze ab. Und ich muss weg. Genau, und ich habe hier eine Party zu feiern. Kümmert euch mal drum. Auf jeden Fall Hermes sagt: Ja, okay, schreibe ich mir mal in meine To-Do-Liste und jetzt wird aber erstmal weitergefeiert und die drei Göttinnen stehen da und sagen: Hermes, du glaubst doch nicht, dass wir jetzt so weiterfeiern können, solange diese Frage nicht geklärt ist.
Okay, das heißt für mich ist die Party jetzt zu Ende, ja. Und die drei sagen: Ja, genau, du gehst jetzt mal schön lossuchen. Ähm, Hermes sucht eine Weile und findet dann irgendwann in den Idarbergen in der Nähe von Troja, findet er den Paris, der zu dem Zeitpunkt zumindest der schönste Sterbliche ist, den es auf der Welt gibt.
¶ Das Urteil des Paris
Und tada! So schließt sich der Kreis und holt diese drei Göttinnen ab und sagt: So, ich habe euren Schiedsrichter gefunden, jetzt geht's los. Und dann tauchen die drei da also mit Hermes zusammen bei Paris auf. Hermes diktiert ihm kurz die Bedingungen dieses Wettstreits und sagt: So, pass auf, du kannst dich aus der Nummer nicht rausstehlen. Du musst Sozusagen ein Urteil fällen. Das hat Zeus beschlossen. Und ähm,
Und Zeus steht auch, also und du stehst auch unter Zeus Schutz. Also brauchst keine Angst haben, äh, so, wenn die anderen Göttinnen sozusagen, ähm, Dann irgendwie stinkig sein sollten und so weiter. Zeus hat verboten, dass dir irgendjemand was tun kann. Du bist sozusagen Schiedsrichter, du bist neutral, du hast Immunität. Ja, das ist Zeus Gesetz. Und Paris sagt: ja, okay, gut, alles klar, dann mache ich das jetzt mal.
Und trifft auf diese drei Göttinnen und ist hin und weg. Also er guckt als erstes Heerer an und sagt: Boah, das ist ja das schönste Wesen, das ich je gesehen habe. Das ist ja unglaublich, diese göttliche Pracht.
Und dann guckt er Athene an und denkt: Boah, die ist ja noch schöner, das ist ja unglaublich. Und dann guckt er Aphrodite an und sagt: Die ist ja noch schöner. Und dann guckt er Hera an und sagt: Ja, nee, Moment, ich habe mich geirrt, die ist ja noch schöner als die beiden anderen und so weiter. Und er kommt überhaupt nicht klar. Ja, also. Egal, immer immer die Göttin, die er gerade anguckt, erscheint ihn am schönsten. Und er kann wirklich nicht entscheiden.
Worauf dann die drei Göttinnen irgendwann beschließen, dass sie sozusagen so eine Art Sales Pitch machen, also dass sie ihm Dinge versprechen, um sozusagen ihre Attraktivität zu steigern. Jetzt hat so Her jetzt sind ich jetzt gerade so Herzblattmomente. Ja? Kandidatin 1, was würdest du tun, um den jungen Paares zu beeindrucken? Ja, das ist eine sehr schöne Schäde.
Das ist eine sehr schöne Parallele, ja, da hast du recht. Mich hat so ein bisschen an diese an diese fürchterlichen Misswahlen erinnert, weißt du, wo dann ja sozusagen. Keine Ahnung, eigentlich Es ja nur darum geht, die Damen da im Bikini irgendwie vortanzen zu lassen. Und dann sollen sie aber auch noch zeigen, was sie intellektuell so drauf haben und dürfen dann irgendwie gefragt werden, was so ihre Ziele im Leben sind und dann sagen sie Weltfrieden und dann noch Holzschuhtanz und
Oh Gott, wo waren wir? Achso, ja genau. Dann fangen die also an, ihre Argumente vorzubringen. Hera sagt, so, pass auf. Kandidatin 1, ne? Ähm. Pass auf, Paris, ich bin ja sozusagen, ne, du weißt Ich bin Dicke mit dem Chef der Götter und so und äh ich also ganze Staaten, ja, sind sozusagen von mir abhängig. Rom gibt's noch nicht, aber eines Tages werde ich die Schutzgöttin der Römer sein. Ähm Also auf jeden Fall, wenn du mich wählst...
Dann werde ich dafür sorgen, dass du ein großes Königreich regieren wirst und dass diese Stadt erblüht und ein großes Weltreich werden wird und so weiter. Also sprich, sie verspricht ihm politischen Einfluss und militärischen Ruhm. Athene verspricht ihm Weisheit. Und Tapferkeit, also sozusagen genau die beiden Dinge, für die sie so steht. Weisheit und kriegerische Kunst, gewissermaßen. Und Aphrodite sagt: Ja. Ich verspreche dir die Liebe.
All die Sachen, die die beiden, die da gerade versprochen haben, ja, das geht doch früher oder später schief, ja. Wenn man irgendwie großen militärischen Ruhm und politischen Einfluss einhalb, unterwegs schafft man sich die ganze Zeit Feinde, man muss eine Menge Blut vergießen und so weiter.
Das ist doch kein glückliches Leben. Ja. Und die ganze Weisheit und so und dann Kriegskunst und so weiter, das klingt doch auch danach, als würde man vor allem irgendwie sich Feinde schaffen und so weiter. Und dann ist man auch noch weise genug, dass man das versteht, was man da tut. Und
Da wird man doch nicht glücklich mit. So. Das Einzige, was du machen musst, wenn du mein Geschenk annimmst, ist, du musst es lieben. Und zwar schenke ich dir, dass du nicht mich, aber die schönste sterche Frau, die es auf der Welt gibt. Ja. Und der Paar sagt: Das ist ein Deal. Das mache ich und sagt: Die Aphrodite ist die schönste, hier hast du den Apfel, los geht's. Und äh, Hera und ähm
Und Athen dampfen stinke wütend ab und sagen, du wirst noch was erleben und so weiter. Und Paris sagt: Ja, Moment, ich stehe unter Zoll Schutz und so, ich darf hier nichts und so. Mir darf nichts geschehen. Und Hera und Athene sagen, ja, mag schon sein. Aber die Trojaner, ne, zu dem Königshaus, zu denen du gehörst, so, die da, haha, die werden unser Feuer abkriegen. Und Paris sagt, was ich? Das trojanisches Königshaus, wollt ihr mich veräppeln oder was? Naja, auf jeden Fall rauschen die
Und Paare sitzt da und denkt, was haben die denn da für ein Unsinn geredet von trojanisches Königshaus? Ich bin der Sohn von einem Hirten. Aber naja, gut, die Götter können ja manchmal sind ja auch alles so ein bisschen komisch. Dann geht es so ein bisschen Zeit ins Land und Paris denkt sich: so, und jetzt wie ist es jetzt mit der schönsten Frau, die es auf der Welt gibt?
Uns passiert aber irgendwie nichts. Also er lernt zwar irgendwie so eine ganz nette Frau kennen, aber denkt sich, naja, also die ist schon sehr schön, aber jetzt. Weiß jetzt nicht, ob sie die schönste auf der ganzen Welt ist, aber er heiratet sie vorsichtshalber mal. Und dann kommt irgendwann so ein Punkt, wo ein großes religiöses Fest gefeiert wird. Und ein Opfertier sozusagen vom König in Troja von Priamos, also sozusagen von Paris Vater, angefordert wird.
Und zwar das das schönste Opfer hier, dass es unter den Herden zu haben gilt. Und das ist ausgerechnet eins aus Paris Herde. Und er kann jetzt natürlich nichts dagegen tun, dass dieses Tier sozusagen einfach dem König geschenkt werden muss, weil der da das für seine Opfersachen braucht. Aber es ist so, dass sozusagen in diesem religiösen Fest wird so eine Art Gladiatorenkampf.
um dieses Tier veranstaltet und der, der das Tier gewinnt, der opfert es dann gewissermaßen den Göttern und kriegt dann einen besonderen, wie sagt man, also sozusagen den besonderen Wohlw das besondere Wohlwollen der Götter. Mhm. Und Paris denkt sich, naja, ich kann jetzt nicht verhindern, dass ich das Tier stiften muss gewissermaßen, aber ich kann zumindest mitkämpfen in diesem Dings, dann darf ich es vielleicht zumindest selber opfern.
Und er zieht dann also mit seiner Herde und Familie da eben in die Stadt. Liefert das Tier ab und schreibt sich direkt für diese Art Gladiatorenkämpfe an und kämpft dann damit und tut sich da besonders hervor. und besiegt tatsächlich sogar seinen Bruder Hector. Das ist auch das einzige Mal, dass er Hector im Kampf besiegt. Ähm. Ja, und dann darf er also sozusagen dieses Tier zum Opferaltar führen. Das macht er dann auch, führt das Tier in den Tempel.
Und in dem Tempel, da arbeitet inzwischen Kassandra. Ja, die ist ja Seherin und so, die äh, ist natürlich als Priesterin, äh, war die für den Job sehr, sehr gut geeignet. Und ähm oder hat eine Vision davon, dass es sich bei diesem Kind um ihren ausgesetzten Bruder handelt.
Und outet ihn, ja, und sagt zu ihren Eltern hier übrigens, der junge Mann, der sich hier gerade so hervorgetan hat, bei dem Kampf um das Opfertier und der jetzt hier gerade den besonderen, das besondere Wohlwollen der Götter zu genießen hat, Das ist euer Sohn. Das ist euer Zweitgeborener, den ihr damals ausgesetzt habt.
Und die Eltern sind total hoffnungsvoll, weil die seit die das damals gemacht haben, haben die totale Gewissensbisse, weil sie ihr Kind ausgesetzt haben und so und haben diese Entscheidung sehr bereut. Und dann fragen sie den Jungen, sag mal, stimmt das und so? Und er sagt, naja, also soweit ich weiß, bin ich irgendwie der Sohn von einem Hirten namens So und so. Und die sagen halt, das ist genau der Hirte, den wir damals losgeschickt haben, das Kind auszusetzen. Und er sagt, naja und
Also ansonsten habe ich jetzt keinerlei Hinweise bis vor kurzem gehabt, dass ich irgendwie nicht sein Sohn sein sollte, aber ich habe mich gerade kürzlich mit den Göttern getroffen. Und die haben da sowas gesagt: von wegen, ich würde zum trojanischen Königshaus gehören. Und das mm lässt mich jetzt doch ein bisschen zweifeln, nicht wahr?
Und dann sagen sie, ah ja, du bist es. Und dann nehmen sie ihn gewissermaßen wieder auf ins Haus als als Prinz und als Fürst von Troja. Und er ist sozusagen dann wieder zu Hause bei seiner Familie. Die Ehe, die er da bisher geschlossen hat, die wird natürlich sofort wieder gelöst, weil mit so einer, mit so einer wie sagt man denn da, das Gegenteil von Adlig Eine Gemeine. Eine Gemeine, genau, genau. In dieser Volgemein.
Die Frau, die wird also ein bisschen entschädigt und so, und ich weiß nicht, ob Paris mit ihr Kinder hatte und so. Also auf jeden Fall, die kriegen dann so ein bisschen was, aber auf jeden Fall wird diese Ehe da sofort annulliert. So. Und jetzt ist er da so ein bisschen Prinz von Troja und so, freundet sich mit seinem Bruder, mit dem Hektor auch ganz gut an.
¶ Raub der Helena
Und jetzt gibt es noch eine Sache zu erledigen. Und zwar, also dann haben wir so langsam die Vorgeschichte des Trojanischen Krieges fertig. Und zwar gibt es dann noch diese Geschichte mit dieser Schwester von Priamos, die Herakles damals entführt hat. Das ist was, was Priamos immer auf der Seele brennt, dass er das nie geschafft hat, seine also obwohl er Troja wieder zu Ruhm hat er blühen lassen, dass er es nie geschafft hat, seine Schwester zurück nach Hause zu holen.
Und der geht es auch einigermaßen gut. Also, dieser General von Herakles hat sich damals total in die verliebt und hat sie zu seiner Frau gemacht, und das ist die Fürstin von Salamis. Aber trotzdem, sagt Priamos, das ist trotzdem nicht okay. Die haben die einfach entführt und vergewaltigt und mitgenommen und so, und nur weil sie sie hinterher geheiratet und zur Fürstin gemacht haben, macht es das trotzdem nicht in Ordnung. Die müssen wir wiederholen.
Und es traut sich aber keiner so recht, weil mit den Griechen ist das gerade politisch irgendwie so ein bisschen problematisch und so, und Paris sagt: Ich mache das. Und nimmt sich die frisch neu aufgebaute Flotte. Und segelt damit los. Und zwar, ich weiß nicht genau warum, aber auf jeden Fall segelt er nach Sparta.
Ähm dort erwartet er wohl irgendwie diesen entsprechenden Fürsten zu finden, um den es da irgendwie geht, mit all diesen Fürsten von Salamis, mit dem er da irgendwie sprechen muss. Ähm Und kommt dann da in Sparta an, und in Sparta regiert uh König Menelaos. Und Menelaos Frau heißt Helena.
Die ist selber auch eine Nachfahrin von Zeus. Die ist auch so aus einem dieser Techtelmechtelchen hervorgegangen. Und deswegen ist die auch so geil. Ja, also deswegen ist das die schönste Frau, die es auf diesem Planeten gibt. Und jetzt ist praktischerweise der Minenahaus gerade nicht da. Und Helena hält sozusagen für i Hof. Und Paris kommt da an und sieht diese Frau und denkt im ersten Moment, das ist Aphrodite.
Und dann versteht er, nee, das ist eine Sterbliche. Und dann versteht er, das ist die Frau, die Aphrodite mir versprochen hat. Und denkt sich, ja, die hätte ich jetzt wohl gerne. Aber um die zu nehmen, ähm ne, also Benelaos ist zwar selber gerade nicht da, aber natürlich ist die von lauter Soldaten umringt und so weiter, um die zu n mir jetzt einfach zu schnappen, ähm müsste ich eigentlich irgendwie eine Armee dabei haben. Hey, Moment, ich hab ne Armee dabei.
Und nimmt sie mit. Ähm, also das gibt's manchmal tauchen da noch so irgendwie, also manchmal zählt sie sich ein wenig und es gibt so ein bisschen Verzögerung und dann nimmt er sie erst beim zweiten Mal mit und solche Sachen. Aber
Man kann tatsächlich davon ausgehen, dass also so wie die Geschichte gebaut ist, verlieben sich die beiden tatsächlich ineinander. Und ähm Also sie wird nicht unfreiwillig entführt, sondern im Prinzip ist es so eine Variante von, naja, ich würde ja gerne, du bist ja wirklich ein sehr, sehr schöner junger Mann.
Um nicht zu sagen, der Schönste den unter den Sterblichen. Aber ich bin halt verheiratet und mein Mann lässt mich bestimmt nicht gehen. So, und dann inszenieren sie halt diese Entführung oder dann machen sie das halt als Entführung und so weiter. Und als sie dann auf dem Weg zurück nach Troja sind, also diese ganze Geschichte hier mit seiner Tante, die er da eigentlich holen soll, das ist ihm völlig wurscht. So, das hat er in seinem in seinem Verliebtheitsrausch hat er das komplett vergessen.
Vielleicht hat er sich auch gedacht: Ach, wenn Papa fragt, warum ich irgendwie die Tante nicht mitgebracht habe, ich sage, ich habe was viel Besseres mitgebracht. Weiß man nicht. Ähm, aber auf jeden Fall auf dem Rückweg nach Troja, auf dem Seeweg, gehen dann irgendwann die Fluten sozusagen auf. Und eine Figur steigt aus dem Meer hervor. Und zwar handelt es sich dabei um Okeanos, um den alten Meeresgott.
Und der sagt, das ist keine gute Idee, das wird irgendwie ganz fürchterlich in die Binsen gehen, was ihr da macht. Und Paris ist erst ganz beeindruckt davon und denkt sich, hui, da kommt jetzt einer von den ganz alten Göttern und so. Aber naja.
Dann weht ihnen aber wirklich guter Wind in den Segeln und es geht gut vorwärts. Und Paris denkt sich: Naja, vielleicht hat der alte Okeanos da auch einfach Moks geredet. Und zumindest Poseidon scheint uns hier ganz wohlgesonnen zu sein und der ist uns eigentlich nie wohlgesonnen. Weil, aber ne, jetzt haben wir irgendwie guten Wind und es geht irgendwie gut nach Hause und vergisst die ganze Episode relativ schnell.
Menelaos, der König von Sparta, kommt dann inzwischen nach Hause und sagt, Entschuldigung, mal wieso ist hier so unordentlich? Und überhaupt wo ist meine Frau? Und dann über erzählen ihm halt die überlebenden Soldaten, ja, also hier die Trojaner sind irgendwie mit einer Flotte angereist gekommen, haben behauptet, sie hätten irgendwie eine diplomatische Mission und so, irgendwas mit einer Tante, wir haben es auch nicht so ganz verstanden.
Und dann hat er sich irgendwie deine Frau geschnappt und ist davon gesegelt. Und das ist der Punkt, wo Menelaus sagt, so, äh, da muss jetzt Krieg für geführt werden. Teraz jest tak, że... Sozusagen, jetzt muss ich noch ein ganz kleines bisschen springen. Die Helena war ja sozusagen schon immer die schönste. Und viele, viele Leute wollten sie heiraten und ganz viele haben gewissermaßen um ihre Hand angehalten und es sah fast so aus, als würde es Krieg ihretwegen geben.
Und ihr Stiefvater, der hat dann also der sozusagen ihre Hand so vergeben hatte. Der hat sich irgendwie nicht getraut, sie irgendeinem dann tatsächlich zu versprechen, weil er Angst hatte, dass die anderen mal einen Krieg gegen ihn anfangen. Und eine Lösung hat erst Odysseus gebracht. Od Odysseus ist nämlich ein schlauer Fuchs, das werden wir noch ein paar Mal im Laufe des trojanischen Krieges erleben.
Odysseus hat gesagt, pass auf, wir machen es einfach so. Du nimmst allen Bewerbern, die sich um Helenas Hand bewerben, nimmst du den Eid ab, dass sie, für wen auch immer du dich entscheidest, Dass sie dem nichts tun werden und dass sie immer sozusagen zur Verteidigung von Helena und ihrem Mann da sein werden. Und das macht der Stiefvater dann auch. Alle ihre Brautbewerber, die fast alle Könige von Griechenland sind, sozusagen, die schwören alle diesen Eid.
Und dann gibt er Helena dem Menelaus von Sparta zur Frau. Und genau auf diesen Eid beruft er sich jetzt. Ja, der ruft jetzt seine ganzen ehemaligen Mitbewohner, äh, Mitbewohner, Mitbewerber an und sagt: Hier, du hast doch damals den Eid geschworen, von wegen, dass du immer sozusagen mich und meine Helena beschützt und so.
Und die haben gesagt, ja, aber war doch irgendwie so eine symbolische Geschichte, dass wir uns hinterher nicht gegenseitig die Köppe einhauen. Und sagt, ja, ich weiß, dass das eine symbolische Geschichte ist, aber die Trojaner haben gerade die Helle nachführt. Und er sagt, was haben die? Ja, okay, ich komme. Und so telefoniert er die alle zusammen. Und die Griechen bilden sozusagen ein riesiges Heer und erwählen unter ihnen einen als obersten Anführer.
Und das ist der aktuelle König von Argos. Das ist also diese Stadt, wo zu Herakles-Zeiten noch der Eurystheus rumgesprungen ist und so. Ähm. Und das ist der Bruder von Menelaos, und der heißt Agamemnon. Und der wird jetzt der oberste Anführer der Griechen und führt diesen riesigen Heereszug jetzt gegen Troja. Und zwar eben als Vorwand oder oder der Kriegsauslöser sozusagen, quasi so das Äquivalent zum Attentat von Sarajevo, das hier irgendwie vor ist, ist eben diese Entführung der Helena.
Aber wie wir ja schon in der ganzen Vorgeschichte immer mal wieder gemerkt haben, eigentlich sind es alles. alte Feindschaften, die sich Laomedon, also Priamos Vater, damals alle eingehandelt hat mit Herakles und mit den Göttern und überhaupt und so weiter. Und im Prinzip kriegt Troja vor allem dafür jetzt die Rechnung. Aber der Auslöser ist eben diese Geschichte. Das verstehe ich noch nicht so ganz. Bitte? Das verstehe ich noch nicht so ganz. Wie w was das mit dem
Mit der Rechnung, meinst du? Naja, der war ja sozusagen so ein unvertrauenswürdiger Typ, der alle verarscht hat und so weiter. Zum unter anderem die Götter und Herakles und so. Und eigentlich warten die alle nur drauf, irgendwie einen Vorwand zu kriegen, um mal gegen Troja in den Krieg zu ziehen. Und haben aber alle keinen so einen richtigen, keinen so einen richtigen Kasusbelli, gewissermaßen.
Und diese Geschichte, dieser eigentlich symbolische Eid, der eher für untereinander gemeint war, den verwenden die jetzt gewissermaßen allesamt als Kriegsgrund. Weil sie eigentlich Rechnungen mit Laomedon offen haben. Genau. Also nicht wirklich Rechnung, also ne, Laomedon ist ja tot, aber eigentlich haben sie alle sozusagen einen Hass auf die Trojaner. Und das hat alles was mit mit Laomedons Fehlverhalten zu tun gewissermaßen.
und nutzen jetzt also quasi diese Situation, dass da jetzt tatsächlich dieser Paar ist, die die Helena geraubt hat und dass dieses formale Eidsverhältnis da besteht. was eigentlich nie wirklich als ne, als ne militärische Allianz gemeint war. Ja, aber die interpretieren das jetzt um. Und sagen, weil es ja um die Helena geht.
ist es jetzt eine militärische Allianz und nutzen das halt alle, weil sie alle gerne den Trojanern auf die Mütze hauen wollen und natürlich auch die Reichtümer, die da in Troja so rumliegen sollen, weil das ja eben so eine blühende Handelsmetropole ist. ähm die sich gerne unter Nagel reißen wollen. und führen jetzt da also quasi mit diesem Kriegsvorwand dieses Heer zusammen.
Und das ist jetzt gewissermaßen dann der Start des trojanischen Krieges und das, wie es dann weitergeht, erzähle ich aber erst beim nächsten Mal.
¶ Beginn Spekulation
Wären die Präludien vorbei. Genau, war ja jetzt auch eine Menge Holz und auch ganz schön verworren alles. Ja. Ja. Ähm, ich habe tatsächlich außer so den, es gibt so einen Punkt, den finde ich, über den kann man ein bisschen reden. Ich weiß aber gar nicht, ob es da so viel zu erzählen gibt zu. Das was ich daran so interessant finde, ist, dass es die das habe ich, als wir da
¶ Von Göttern und Menschen
vor vor ewigen Zeiten schon mal dran vorbeigekommen und auch schon gesagt, was ich daran so spannend finde, ist das eine Geschichte, die im Götterhimmel anfängt und und in Geschichte endet. Ähm So, aber da ist auch nicht, also da habe ich jetzt auch nicht so viel zu diskutieren zu, glaube ich. Ähm Wobei, wie viel Geschichte es ist, übrigens, ist nicht so ganz klar, ne? Also, dass es da irgendwie einen Krieg gegeben haben muss, einen ziemlich großen, das ist ziemlich deutlich.
Aber ob das jetzt tatsächlich sozusagen der eine trojanische Krieg ist, oder ob das einfach eine ganze Reihe von aneinander aneinandergereiter Konflikte zwischen zwischen Griechen und Trojanern gewissermaßen ist und dann halt irgendwann diese Stadt zerstört worden ist, so das
Also das scheint passiert zu sein, aber ähm Also sagen wir es so, in der Antike ist man noch und auch im Mittelalter ist man noch davon ausgegangen, dass sozusagen das, was Homer da beschreibt, im Wesentlichen Geschichtsschreibung ist.
Und das wird heute dann doch angezweifelt. Aber dass es irgendeinen Krieg gegeben haben muss, oder vielleicht eine Reihe von Kriegen, die dann letztendlich zur Zerstörung Troyers geführt haben, Das ist insofern einigermaßen klar, als dass man ja zumindest die Ruinen gefunden hat.
¶ Romeo und Julia
Und ansonsten habe ich nur noch so eine komische, schräge Assoziation, von der ich nicht runterkomme. Ähm. Und zwar, also als du ganz am Anfang irgendwie angefangen hast mit ähm Moment, ich muss mit meinen dass der Yasion?
Nee, ich glaube, es ist sogar noch ein weiter. Doch, der Iason, genau. Dass der auf dieser Hochzeit, äh, auf dieser Hochzeit im Götterhimmel eingeladen ist, beziehungsweise dahin darf, dachte ich so, Also da wollte ich eigentlich so einen Witz machen und sowas sagen von, naja, dass man auf Hochzeiten, auf denen man eigentlich nichts zu suchen hat, dass da nichts Gutes bei rauskommt, haben wir schon bei Romy und Julia gesehen.
So, äh, und dann hast du irgendwie gesagt, dass der, da bist du bei dem Pares angekommen, und dann ist mir eingefallen, dass der versprochene Bräutigam von Julia auch Pares heißt. Ah. Ähm, worüber ich mich in Romeo und Julia schon immer total gewundert habe, weil ich das einen total merkwürdigen Namen finde. So heißt denn der Paris? Genau. Mhm. Und es ist, also es kommt natürlich nicht, nicht, nicht eins zu eins hin, überhaupt nicht, aber ich finde
Die Geschichte hat irgendwie Ähnlichkeiten. Nämlich das aufgrund so einer. So einer plötzlich entflammden Liebschaft sich ein bisher schwelender Konflikt zu einem offen ausgetragenen Konflikt entwickelt. Das ist jetzt sehr verkürzt. Aber ja, aber es ist trotz allem eine Menge dran. Und also irgendwie, wie gesagt, das ist natürlich nicht eins zu eins. Zusammenzubauen, aber irgendwie kommt mir das komisch vor.
Yeah. Also erstmal, die Parallele habe ich tatsächlich noch nie gesehen und hatte auch tatsächlich nicht mehr auf dem Zettel, dass sozusagen der... der die die dieser dieser Graf, der Julia da am Anfang heißen soll, dass der tatsächlich Graf Paris heißt. Das äh Ja, abgefahren. Ich hoffe, dass ich mich jetzt nicht irre. Ich hab auch gerade nochmal in den Wikipedia-Artikel reingeluschert. Tatsächlich ist das so. Graf Paris, ja.
Also und zumindest im Deutschen ja auch immer mit dieser Betonung. Also wer heißt ja nicht Glas Paris. Genau. Ähm. Also und wie gesagt, das ist ne, es ist keine perfekte Parallele, aber ich wird's dem Kollegen Shakespeare auch absolut zutrauen, sich dich quasi ein bisschen bei dem, bei dem myth mythischen Stoff zu bedienen.
um seine Geschichte zu erzählen. Und das an so einer Geschichte wie ich gebe so einer Nebenfigur einen Namen, die da irgendwie ein Hinweis drauf ist, also das finde ich jetzt auch nicht völlig undenkbar. Ja.
Ja, das stimmt. Das müsste, dem würde ich auch tatsächlich gerne mal so ein bisschen nachspüren. Also zumal mir jetzt so Dinge noch durch den Kopf gehen, ob so ein paar Figuren, die da sozusagen Ich will nicht sagen, an den Rändern, aber die jetzt irgendwie drumrum äh angesiedelt sind, wie Mercutio zum Beispiel, der ja einen Namen hat, der durchaus an die, an die römische Fassung von Hermes, an Merkur, äh, erinnert, also ob man da nicht tatsächlich noch so ein paar Parallelen mehr findet. So.
Na, egal. Also, ja, okay. Das ist auf jeden Fall was, was man mal sich angucken könnte. Ich habe Rumi und Julia allerdings so wenig auf dem Zettel, dass mir da nicht so viel. ähm nicht so viel einfällt. Also der Mercuzio ist fast der Einzige, der mir da gerade einfällt. Ähm Ich krieg's also ich krieg's jetzt auch nicht mehr gut genug zusammen.
um wirklich äh wie soll ich sagen also um das jetzt zu machen was du gerade vorgeschlagen hast nochmal zu gucken weil was sind denn so die einzelnen figuren Was ich tatsächlich, wenn ich jetzt nochmal so drüber nachdenke, wirklich bemerkenswert finde, ist, dass man also Romy und Julia geht im Prinzip damit los, dass wenn ich das richtig in Erinnerung habe, so Fußtruppen der beiden Häuser, also den Montagues und den Kapoulets, aufeinandertreffen.
Und da im Prinzip, also die erste Szene führt quasi diesen schwelenden Konflikt ein, den es zwischen denen gibt. Und der ist quasi so, wenn ich das richtig in Erinnerung habe und man möge mich
Äh ne, man möge mich nicht korrigieren, wenn es nicht stimmt, aber vielleicht stimmt's nicht. Ähm, also ich habe den so als, als schwelend und gerade so unter Kontrolle gehalten im Kopf. Ähm Und dass dann da dass Romeo und Julia dann brennen die dann eigentlich miteinander, ne, die brennen nicht miteinander durch, aber also das ist sozusagen das. Der Funke, der dann die Explosion bringt, wenn man so möchte. Und das könnte man ja tatsächlich auch.
interpretieren als und eigentlich haben sie nur gewartet und ihre Messer schon gewetzt. Und so hast du das hier ja im Prinzip auch gerade beschrieben mit Helena. Wobei Romeo Julia natürlich nicht entführt, dass äh Genau, wobei das ja auch viel damit zu tun hat, dass es dann ja nicht dazu kommt. Also ja. Also wenn ich zumindest Rumi und Julia richtig in Erinnerung habe, dann gibt es ja sozusagen an irgendeiner Stelle dann einen bewaffneten Konflikt.
wo Julia dann davon ausgeht, dass Romeo dabei draufgegangen ist. Und sie erwartet ihn ja aber eigentlich, dass er sie abholt und entführt, und dann kriegt sie aber die Nachricht oder oder denkt, dass er gestorben ist, und nimmt sich dann selbst das Leben. Und als Romeo dann kommt, um sie abzuholen und feststellt, ach Mist, die dachte, ich bin tot und hat sich deswegen umgebracht und äh
Bringt sich dann, glaube ich, auch selbst um, wenn ich das alles so recht in Erinnerung habe. Aber wie gesagt, da fehlt, glaube ich, vorher noch ein Stück. Es ist so ein komischer Ploy, dass sie. Oh Gott, ich krieg das auch nicht mehr so richtig gut zusammen, aber ich glaube, aus irgendwelchen Gründen versuch verbreiten sie die Nachricht, dass Julia gestorben wäre. Und Julia ist aber gar nicht tot. Und Romeo kriegt aber sozusagen die Warnung nicht mit.
dass sie nicht wirklich tot ist. Ich weiß aber nicht mehr genau, was der warum warum sie das machen. Okay, also auf jeden Fall irgendwie ist da so Selbstmord wegen Missinformationen. Genau, das ist das das Ende quasi. Warum musste ich denn gerade noch dran denken, wo ich dachte, das ist irgendwie auch ein komisches Thema, ah müsste ich komme nicht mehr drauf. Ich hatte gerade noch sowas, wo ich dachte, das ist eigentlich auch.
Für ein Theaterstück, was irgendwie, ich weiß gar nicht, Romy und Lila ist von irgendwie, ich glaube, sowas wie 1400 oder 1500 irgendwas. Bin da nicht so, wo ich nochmal so ein Gefühl hatte von, es ist eigentlich ein Element, was, was was für ein Stück, was in der Zeit spielt, irgendwie komisch ist, aber ich krieg leider nicht mehr nicht mehr rekonstruiert, worauf ich da eigentlich hinaus wollte.
Und ich muss zugeben, dass bei mir auch ganz viel zwischen dem Originalstoff und dieser Verfilmung von Bart Lohmann durcheinander geht, die ja sehr nah am Original ist. Ich habe die nie gesehen. Ich spreche halt den Originaltext. Das ist echt cool. Das ist ja irgendwie nach Los Angeles Ende der Neunziger verlegt, also der neunzehn oder neunziger mit Shakespeare Originaltext.
Das macht echt Spaß. Aber trotzdem bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher, ob wo der sich an der an der einen oder anderen Stelle doch auch eine künstlerische Freiheit genommen hat. Wie gesagt, von daher kriege ich es nicht mehr so ganz genau zusammen, aber ich finde es irgendwie. Also sowas, dass ich dachte, hm. Mhm. Komisch. Ja.
Na, und es wäre zumindest, also für die Zeit, in der das entstanden ist, würde es sehr passen. Also, ich weiß jetzt nicht, wie sehr Shakespeare sozusagen selber da drin steckte, aber ich gehe mal davon aus, Weil ja einfach, also in der Zeit ist ja sozusagen diese ganze Form des Dramas Wieder in Mode gekommen und da haben die sich ja tatsächlich viel auch an den alten griechischen Tragödien und Komödien und so weiter orientiert und man kann schon davon ausgehen, dass.
dass, also, wenn Shakespeare vielleicht jetzt nicht irgendwie die Ilias gelesen hat, aber dass, dass er womöglich irgendwie das ein oder andere, die, die ein oder andere Übersetzung von irgendwelchen griechischen Stücken irgendwie mal abbekommen hat, wo dann irgendwie das.
dieser Stoff irgendwie thematisiert ist oder zumindest verarbeitet ist oder so. Und dass er dann sozusagen im Prinzip die Dropes, die da drin stecken, nämlich so eine Liebesbeziehung über äh, über zwei verfeindete Lager hinweg und das löst dann den bewaffneten Konflikt aus und es endet alles in Mord und Totschlag, dass er das irgendwie mit rübergenommen hat.
Stimmt, was mm was ich jetzt gerade noch, ich weiß wieder, was das für ein Element war, was ich so ein bisschen merkwürdig fand, äh, da sind mm mehrere Fl also das, dass dass Leute oder auch Häuser oder so verflucht werden. Was ich eigentlich auch ein. Also, ne, hat man das 1400, 1500 noch gemacht? Ernsthaft? Ach du? Ich glaube schon.
Vielleicht hat man das auch mehr gemacht, als ich mir das so vorstelle. Naja, aber wie gesagt, ich kann das auch nicht so, ich kann das nicht beweisen, also ich habe auch nicht genug Material dafür. Es blieb mir nur so ein bisschen. Also finde ich auf jeden Fall auch nicht von der Hand zu weisen, muss ich sagen.
Mm-hmm. Ja, also auf jeden Fall finde ich auffällig hier nicht nur bei Romy und Julia, sondern sozusagen auch in dem gesamten, äh, in dieser gesamten Vorgeschichte des Trojanischen Krieges jetzt, dass es sehr viel
¶ Liebe über Grenzen hinweg
Wie soll ich sagen? Ich will jetzt gar nicht Liebe sagen, aber dass es sehr viel mit dieser Frage zu tun hat, inwiefern sozusagen. so solche solche Eheschließungen und Paarbbeziehungen und so weiter, wie politisch die sind. So das das zieht sich da Finde ich ganz doll durch, weißt du? Du hast. Ja? Mach erstmal weiter. Also, du hast irgendwie ganz am Anfang diesen IASion.
Der da irgendwie auf einer Götterhochzeit auftaucht und dann anfängt irgendwie an Dämmter rum zu baggern. Und dann wird das ein Politikum. Was letztendlich mit seiner mit seiner Hinrichtung äh endet. Und im Prinzip ist da eigentlich schon schon irgendwie vorgeprägt, was hier irgendwie los ist. Weißt du, es geht irgendwie um. Um Liebes eine Liebesbeziehung über Grenzen hinweg, die nicht sein dürfen?
Also in dem Fall jetzt Sterbliche und einer Göttin ist nicht erlaubt und das führt schon zu Mord- und Totschlag. Und das wiederum löst dann sozusagen den nächsten Schritt in der Kette aus, nämlich dass der da danach dann sozusagen.
Da seine Stadt gründet und so weiter und so weiter. Und dann hast du bald die nächste Hochzeit und den nächsten Stress und ne, und dann hast du da irgendwie wieder so eine so eine Hochzeit über Grenzen hinweg, nämlich irgendwie jetzt hier Peläus und Und Tetis, wieder ein stablicher und eine Göttin, wieder so eine Geschichte, diesmal lizenzierterweise gewissermaßen, aber auch die ganze Hochzeit ist schon Politikum.
Ne? Also da geht es ja um die Frage, ob einer der Göttertätis heiraten muss oder die anderen. Und so, und da kommt dann wieder dieser Zankapfel da raus. Und also, ich finde es erstaunlich, dass eigentlich alles, was die Geschichte vorantreibt, ähm, immer so so Hochzeiten sind, die irgendwie speziell sind. Bis hin zu dieser Geschichte, wie dieses komische, vorgeschobene Eids-System da entstanden ist. Das ist ja auch schon irgendwie so eine Hochzeit, die irgendwie politisch ist.
Und ja. Also, das finde ich zwei Elemente drin. Also zum einen dieses Dieses, diese politische Dimension, die die Hochzeiten entwickeln, und zum anderen eben dieses Liebesbeziehung zwischen eigentlich Also ne, zwischen getrennten Lagern oder äh, ne, Liebesbeziehungen, die eigentlich nicht sein dürfen das, ne? Bis dann eben hin zu Paris und Helena. Mhm.
Klammer auf, in das Element passt Röme und Julia auch total gut rein. Ähm Das ist mir gar nicht so aufgefallen, aber das zieht sich so, das wiederholt sich so in der Geschichte immer wieder und wieder. Was ich daran total merkwürdig finde, ist dass der, die Vorstellung, also diese, diese also es heißt ja auch nicht umsonst romantische Liebe, das ist halt in der Romantik erfunden worden. Mhm. Ähm. Also da frage ich mich so ein bisschen, wie sehr das durch unser Auge aufgeladen ist, unser
unser Verständnis von Liebe. Mhm. Also ob das ob das in den in den in den in den Tropes würde ich es jetzt mal nennen quasi in einem alten Griechen überhaupt zugänglich gewesen wäre. Da habe ich natürlich überhaupt keine Idee zu, aber da, also, das finde ich auffällig, dass da so, also. Als moderne Geschichte funktioniert das ja total gut.
Also die Liebe, die die Grenzen überschreitet. Und die verfeindeten Lager und das ist aber die eine große Liebe, die dann Wobei, wenn wir die Geschichten erzählen, das ist vielleicht der Unterschied, gehen die eigentlich immer gut aus.
Wenn wir sie heute erzählen, dann ist es ja eher so eine Geschichte von, weißt du, die eine Liebe, die die Feindschaft überwindet und dann den Frieden bringt. Das wäre ja eher so der Bogen, den wir heute erzählen. Und hier ist es ja tatsächlich eigentlich immer so, dass es eher in die Katastrophe führt. Ja, det stundt.
Es ist natürlich schwer einzuschätzen, wie das ist. Also, erstmal glaube ich, Tatsächlich, dieses Phänomen, dass man diese Geschichte erzählt und dann letztendlich dieses Love Conquers All-Trope da irgendwie an den Start bringt und dann sozusagen Liebe als eine Kraft. verhandelt, die eben sowohl Konflikte beenden kann, friedlich als auch sozusagen den Sieg herbeiführen kann. Im Prinzip sind das ja die Geschichten, die wir heute erzählen.
Ähm genau, also das würde ich da auch nicht so sehen, weil also bis hin zu Romeo und Julia noch nö, gehen diese Geschichten dann doch eher schlecht aus. Aber diese Geschichte mit der romantischen Liebe, die du angesprochen hast, ist ja tatsächlich eine spannende Sache, ne? Weil zumindest wenn man sich quasi das Das Begriffsverständnis, was da jeweils über die Götter verhandelt wird, irgendwie anguckt, ähm, Da ist Aphrodite.
Also es ist ja keine platonische Liebe, um die es da geht. Das ist ja schon auch das Begehren, oder? Ja. Genau, aber es ist halt einfach nicht nur Sex. Also es ist ja nicht nur Eros. Eros ist zwar so ein Teil von ihr, aber also da steckt schon. Also es ist zumindest eine Abstraktion drin, äh, zu der Liebe, um die es hier geht, die über so eine Frage von körperlicher Liebe oder so reinen Uh reinen, wie soll ich sagen, so überlebensmäßigen Geschichten wie
Naja, wie sollten sich Mann und Frau denn einander gegenüber verhalten, damit sozusagen das mit dieser ganzen Nummer, weißt du, irgendwie so Familie und so, dass das irgendwie friedlich abläuft. Also es ist, sondern da ist ja schon so ein.
Metaphysisch ist so ein großes Wort, aber so ein abstrakter Gedanke, aber so ein emotionaler Gedanke von Liebe mit drin, der über reine Lust und Begehren und so weiter hinausgeht. So. Aber ob das also es kann natürlich sein, dass die das da irgendwie verhandelt haben, aber weiß ich nicht so recht.
Also es ist ja auf jeden Fall keine Geschichte, die irgendwie sagt, so das ist das Gefühl, nach dem ihr suchen solltet. In euch. Sondern, also, wie soll ich sagen, also man kann den ganzen Trojanischen Krieg eher...
eher lesen wie geheiratet wird zu Hause, ja. Keep it in your pants. Genau. Also, ne, weil im Prinzip all das, was hier irgendwie abläuft, jede einzelne dieser grenzüberschreitenden Partnerschaften, die da entstanden sind, ob nur zwischen den Sterblichen und den Göttern, oder halt dann eben über Feindeslager hinweg. Um Ja, ist halt immer schiefgegangen, ne? Kommt immer nur... N ja, nur Schmerz und Tod und
Ich also ich glaube tatsächlich, dass wir auf dem, auf dem, sozusagen auf dem Punkt, den ich aufgemacht habe, mit der Liebe nicht so richtig weiterkommen, weil wir da zu wenig das ist halt reine Spekulation im Unterschied zu Zu sonst, oder? Zu sonst Ich hänge tatsächlich aber gerade nochmal an diesem Also wie wird denn dieses Element der f der quasi eigentlich verbotenen Liebe, da hätten wir auch den Subtitel übrigens drin. Das ist ja auch ein schöner Folgentitel, oder?
Okay, genau, hab ich auch gerade gedacht. Also wie wie sich dieses Element der verbotenen Liebe also als als Storytelling Tool, würde ich es jetzt mal sagen. verändert und verschoben hat, das finde ich gerade interessant. Ich habe mal versucht, mir so ähnlich, klassische Paarungen aufzuschreiben, die so unterschiedliche Varianten dieser Geschichte oder dieses Elements aufmachen. Mir ist tatsächlich noch keins eingefallen für die für die moderne Love Conquest All-Variante.
Um Achso, mit klassisch meintest du gerade nicht irgendwie typisch, sondern du meintest tatsächlich klassisch. Nein, nein, typisch. Also und mir ist noch kein types Paar für die Love Concords All-Variante eingefallen. Okay. Das müsste dann ja eine relativ moderne Geschichte sein, so wie ich das vorhin behauptet habe, dass wir heute so Geschichten erzählen. Genau, also grundsätzlich ist so eine finden sich so eine Geschichte, in der Liebe sozusagen am Ende alles.
Alles schlägt im ersten Teil der Matrix ganz prominent, da überwindet sie sogar den Tod. Ja, aber da fehlt quasi dieses, dieses Element von von das das verfeindete Lager. Ach so, ah, okay. Okay, das heißt, du suchst nach einer modernen Geschichte, wo aus zwei verfeindeten Lagern eine Liebesbeziehung dann am Ende sozusagen Frieden stiftet oder sowas. Genau, den Konflikt dann am Ende löst. Boah, da muss es was geben. Ich würde auch sagen, dass es da was geben muss.
Ich fange erstmal an zu erzählen. Bis zum letzten Punkt, wo mir nichts mehr einfällt, finde ich die nämlich super, die Aufzählung, die ich da habe. Okay, dann hau mal rein. Also, man könnte mit tatsächlich mit Paris und Helena anfangen, als so ein Das ist so ein ganz klassischer Fall von lasst das, das geht in die Hose. Dann uh fände ich uh tatsächlich Rumi und Julia, das Beispiel, da hänge ich ja sowieso schon die ganze Zeit drauf, da geht's auch in die Hose, da ist es aber tragisch erzählt.
Das hätte gut gehen können. Weißt du, da ist es. Da ist ja nicht. Die Moral der Geschichte ist ja nicht, nee lass das mal bleiben, das geht schief. Oh Gott, so da hätte es eine Chance gegeben und die ist nicht genommen worden. Das dritte Beispiel, was mir einfällt, ist es nicht ganz so gelagert, weil es da nicht so sehr verfeindete Lager sind, sondern eher so ein: Das passiert halt nicht. Um uh es sind Aragorn und Arvin. Da hat es so eine Struktur von eigentlich.
Passiert das nicht, aber weil es hier ein, also weil hier einmal die Grenze überschritten wird, ergibt sich eine Chance, die sonst nicht da wäre. Mhm. Oder ne, da wird es quasi, da ist es schon positiv gewendet. Und jetzt bräuchte ich sozusagen noch das moderne Beispiel, um den Bogen fertig zu machen. Aber das finde ich gerade nicht. Aber da muss es was geben. Also, ich habe auch so das Gefühl, ich
In meinem Hinterkopf lauert gerade. Ich denke auch sowas von sich, ich muss da, ich starr auch schon die ganze Zeit aus meinem Bücherregal, weil mir, weil mir nichts einfällt. Aber also, ich habe gewinnen, aber ich halt so ein Gefühl habe, von das erzählen wir doch eigentlich rauf und runter. Wo dann, also da muss es was geben, wo dann irgendein Friedensschluss am Ende dabei rumkommt. Amen.
Ja, uns fällt jetzt leider nichts. Also, wir könnten jetzt natürlich die Aufnahme unterbrechen und suchen gehen und so, aber. Also wir können uns ja mal darauf einigen, so eine Geschichte gibt es garantiert und wahrscheinlich in dem Moment, wo wir gleich die Aufnahme stoppen. macht Klick, Klick, Klick, Klick, Klick und wahrscheinlich sitzen unsere Hörerinnen und Hörer da gerade draußen und sagen: Hallo, wie bescheuert seid ihr eigentlich, dass euch das nicht sofort einfällt?
Schreibt uns gerne die Kommentarspalte mit Beispielen dafür voll. Aber wir einigen uns mal drauf, die die gibt es, diese Geschichten. Mhm. Also und w jetzt mal davon ausgegangen, dass es diesen Endpunkt geht? finde ich jetzt in diesen natürlich relativ willkürlich gewählten Beispielen, aber dass sich da irgendwie eine interessante Entwicklung nachzeichnet, wie dieses Element eben eingesetzt wird.
Und wenn man jetzt, wenn man, wenn man die den Anfang und den Endpunkt nimmt, hat er sich halt einmal komplett gewandelt, finde ich. Yeah, that's true. Und das fand ich spannend. Ja, also ich i heißt das, wenn wir das so so nehmen, dass dann sozusagen zu zu der Zeit, also sozusagen bei diesem ähm, Exemplargeschichte hier. im Prinzip man so eine Message da reinlesen kann, also ne, du hast das vorhin mal so kurz in einem Nebensatz getan, zu sagen, Leute, lasst das, das geht schief.
Würdest du da auch so reinlesen? Also ich Finde zumindest, dass es hier immer, also es bringt hier auf jeden Fall immer Probleme, oder? Hat man diese komischen Halbgörter da rumlaufen, von denen keiner so richtig weiß, weißt du, wo die hingehören? Äh. führt immer zu Schwierigkeiten im schlimmsten Fall.
führt es dazu, dass Kriege ausbrechen. Und sei es nur, also sei es nur, dass es der Vorwand ist, aber es ist ja egal. Der Punkt ist ja, wenn du so eine angespannte Situation hast, dass du dem Feind keinen Vorwand geben darfst, dass er Dass er den Krieg anzetteln kann. So. Ich weiß noch nicht so genau, ob ich mich auf so eine Moral von Leute lasst das lieber einlassen würde. Irgendwas an der passt mir nicht so ganz. weil das mir zu...
Also weil es mir zu, zu, zu abgeschottet ist. Also weil das ja das würde ja letzten Endes bedeuten, aber vielleicht ist es auch gar nicht so unrealistisch. Letzten Endes bedeuten, dass dass da so ein Element drin steckt von Also weißt du, letzten Endes werden Partnerschaften halt irgendwie quasi ne
im eigenen Stamm, im eigenen Dorf, im eigenen Kulturraum, was auch immer es ist, aber in der eigenen Hemisphäre würde ich es mal nennen, geschlossen. Und da einen von den, da irgendwelche Leute von außen und so, nee, nee, nee, das ist gar keine gute. Das ist natürlich, gefällt mir jetzt persönlich als Botschaft nicht so richtig gut. Und ich weiß auch nicht, ob es nicht wirklich mit der Brechstange reingepackt ist.
Ja. Aber möglich ist es, glaube ich, zu zu lesen. Na, interessant finde ich halt tatsächlich, dass ähm dass sozusagen wir also wenn man heute so ein Element wie arrangierte oder politische Hochzeiten in Geschichten drin hat. Also keine Ahnung, sowas wie die Prinzessin soll irgendwie einen bestimmten Fürsten heiraten oder so, und das wäre irgendwie dem Papa irgendwie ganz recht, wenn diese Eheschließung so zustande kommt und so weiter. Das sind immer.
Blöde Typen, die sie da heiraten soll. Ja. Und das passt auf jeden Fall nie. Ja, sondern es ist also immer eine Hochzeit, die. Gegen den Willen oder gegen zumindest die Vorstellung dieser Prinzessin irgendwie ablaufen sollte. Und dann erzählen wir meistens eine Geschichte, wie dann sozusagen jemand anders. gerne mal irgendwie dann nicht von adeligem Blute oder
Oder sonst irgendwie dann eben ankommt und dann verlieben die beiden sich ganz doll und dann irgendwie am Ende kriegen sie sich dann auch so. Also das heißt, da haben wir, da erzählen wir irgendwie Geschichten. Wo sozusagen das politisch opportune sozusagen die, die, die Negativfolie ist, die man da irgendwie dran legt und dann sozusagen. Die Romantik siegt über die. Genau, und die romantische Liebe siegt dann sozusagen und das ist so das Geschichtending.
Und hier hat man ja fast das Gefühl, funktioniert es ja eher so ein bisschen umgekehrt. Da hat man irgendwie schöne. politisch opportune Ehen und dann kommen da immer die doofen, die doofen, gefühlsgetriebenen jungen Leute da an Start und machen das irgendwie kaputt. Und also, weißt du wie ich meine? Da und ja, und das kann ich mir tatsächlich aber auch vorstellen, dass das die, der, der, der Lebensrealität, sagen wir mal, viel mehr entsprochen hat. Mhm. Also, naja, wenn du eben viel... Yeah.
uh wie hast du die gerade genannt? politische Ehen oder also also ne so Da ist ja meistens also eine Ehe hinter der politisches Kalkül steht, dass die eben an vielen Stellen nicht mit dem
nennen es Liebe, nennen es Begehren, was auch immer es ist, der Leute einhergeht, ist ja relativ verständlich. Und dass die, dass, dass denen eben mal zwischendurch dass dann ein Fehltritt oder ein Fremdgehen oder wie man das nennen, das hat ist dann also droht dann immer gleich einen politischen Zwischenfall auszulösen.
Ja. Also weil es halt, also das wäre so der zweite Punkt, den du vorhin gemacht hast, weil es halt so politisch aufgeladen ist, was da passiert. Ja. Na, und zumindest, wenn man mal davon ausgeht, dass sozusagen gerne mal gerne mal sozusagen solche, solche politisch günstigen Ehen sozusagen auch
Also dass da sozusagen auf der Männerseite gerne mal nicht jetzt die ganz jungen Herrschaften am Start waren, sondern halt auch mal gestandene, erwachsene Männer. So. Ne, weiß ich nicht, wo gerade irgendwie die letzte Königin sozusagen im Kindsbett verstorben ist oder so und der ist jetzt irgendwie auf Brautschau. und irgendwie heiß auf auf eine eine junge Dame. So, und jetzt kommen die ganzen möglichen Kandidatinnen und werden da irgendwie angepriesen und so weiter.
Die sind aber dann w ne, also keine Ahnung, da wird jetzt gerade irgendwie so ein vierzigjähriger König irgendwie neu verheiratet und so, und da kommen jetzt die ganzen sechzehnjährigen Prinzessinnen am Start, die aber viel mehr Lust auf den 16-jährigen Stahlburschen hätten oder So, also, ne, es kann ja auch sein, dass das tatsächlich irgendwie relativ häufig irgendwie an der Tagesordnung war, dass es da irgendwie Probleme gab, weil da sozusagen die pubertären Hormone.
Der Politik im Weg stand, ja. Und ich habe gerade nochmal gedacht, das ist halt eine Sorte Schwierigkeit, die dir überhaupt nicht, also nicht, nicht, nicht ausschließlich, aber es hängt sozusagen ein bisschen an der, an der Einheit, äh, also an der untrennbaren Einheit von Herrschaft und Person. Mhm. Also, weil die Herrschaft halt an dir hängt, wenn du der König bist. Dann hängt an der Frage, wen du heiratest und wen nicht.
hängen politische Folgen dran. Mhm. So, in dem Moment, in dem wir was wir ja zumindest formal in unserer Zeit irgendwie behaupten zu haben, ähm Also ne, diejenigen, die die Herrschenden sind, uh sind das ja nicht mehr qua Person und qua Geburt, uh, also außer den Monarchien, die wir noch haben, aber auch da hat das ja die oft die politische Bedeutung verloren.
is ist sozusagen diese ganze Frage der sexuellen also zumindest der der Partnerschaftsschließung nicht mehr so virulent. Ja, das stimmt. Ähm Weil du äh, also w es bringt halt nichts mehr, äh, die Tochter des Präsidenten mit der, dem Sohn der Kanzlerin zu vermehlen, weil unter Umständen sind die in sechs Jahren nicht mehr Kanzler und nicht mehr Präsidentin, dann hast du da nichts von. Ja, also...
Also, wobei ja da zumindest jetzt so in den USA ja durchaus so dynastische Dinge ergeben sein. Deshalb habe ich ja auch gesagt der Form nach. Genau. Also das lebt, glaube ich, schon weiter, aber das finde ich gerade nochmal sehr deutlich, dass diese politische Aufladung passiert halt, weil die Herrschaft an einer bestimmten Person hängt. Mhm. Ähm. die, die in dem Moment, also das kann ja auch, also aus der Sicht eines Königs auch tatsächlich bedeuten von
Okay, ich heirate hier jetzt gerade mal jemanden, den ich eigentlich als Person nicht leiden kann, aber ich verhindere damit, dass irgendwie Krieg in meinem Land ausbricht. So, vor so einer Entscheidung kann man dann ja plötzlich stehen. Ja. Ähm. Und darüber kommt, glaube ich, diese politische Dimension in die ganze Geschichte rein. Ja, auf jeden Fall. Mm-hmm.
Ja, also zumindest, also vielleicht müssen wir uns das auch einfach dann mal sozusagen für den weiteren Verlauf der Geschichte irgendwie angucken. Ähm... Weil, ne, also zumindest, wenn man dann sozusagen an den Punkt kommt, wo Homer dann übernimmt, später bei der bei der Beschreibung des tatsächlichen Kriegsverlaufes.
¶ Hochzeiten, Politik und Emotion
Da dreht sich das halt alles sozusagen um das Element des Zorns, nämlich den Zorn von Achilles gewissermaßen. Ähm. Und jetzt aber zumindest so in dieser ganzen Vorgeschichte finde ich das schon alles sehr, sehr, sehr, sehr interessant, dass das alles. Also, dass das vor allem durch Hochzeiten und Paarbbeziehungen irgendwie vorangetrieben wird. Also eigentlich jeder richtig interessante Punkt, der die Geschichte vorantreibt, ist genau sowas.
Naja, aber entschuldige, wenn ich dich unterbreche, so passiert ja sonst auch nie, aber wenn man sich das anguckt, also auf eine Art und Weise war wahrscheinlich so eine Hochzeit auch Irgendwie sowas ähnliches wie heute so ein G8-Gipfel. Ja, das kann natürlich gut sein, das stimmt. Weil da eben halt mal die herrschenden Häuser von äh also so ne we weh we hast ja jetzt eher, also du hast ja jetzt die Hochzeiten, die du erzählt hast, waren ja eher Götterhochzeiten, aber die sind ja ein Abbild der
Der Hochzeiten, wie sie wahrscheinlich damals waren. So. Und deshalb ist es halt natürlich auch eine echte. Also, du hast doch diese Geschichte erzählt, dass sie Eris nicht zu dieser einen Hochte einladen. Und sie ist die Einzige, die nicht eingeladen ist. So, das ist, glaube ich, an der Stelle wirklich mehr als. Als eine Frage des sozialen Status und des sozialen Ansehens gewesen, sondern es ist so eine Frage von
auf diesen Hochzeiten werden verdammt nochmal Dinge entschieden. Wenn ich da nicht dabei bin, kann ich da keinen Einfluss drauf nehmen. Also ich glaube, das ist das steckt da wirklich auch noch drin. Ja. Genau, beziehungsweise vielleicht wird tatsächlich auf der einen Hochzeit hier, wird gerade schon das Matchmaking für die für die nächste dynastische Hochzeit gemacht und da könnte es sein, dass da sozusagen... ich da nicht eingeladen werde, äh
Heißt schon, dass sich da irgendwie zwei Königreiche gegen mich verbinden wollen. Genau. Und so, ne? Also klar, das könnte schon auch alles immer schnell politisch geworden sein, ja. Da können sich Machtverhältnisse ganz gewaltig schnell verschieben, glaube ich. Ja, das stimmt. Ähm. Und deshalb wundert es mich, also wenn ich jetzt so zu, also dass eine Geschichte, die ja, die ja im Kern genau darum geht, wie ein wie letzten Endes dann ein politischer Konflikt eskaliert. Also
Bei dem, was wir uns jetzt hier gerade so zusammen hergeleitet haben, finde ich es irgendwie gar nicht verwunderlich, dass sie so viel auf Hochzeiten spielt. Ja, das stimmt. Und dann kommen einem halt immer die Hormone dazwischen und dann. Das ist kompliziert. Genau, also ich bin mal echt gespannt, also ob da jetzt sich sozusagen im weiteren Verlauf noch irgendwas finden lässt, was da irgendwie mit reinpasst und was das auch irgendwie nochmal so ein Stück weit vielleicht aufklären kann.
was da noch so alles drinsteckt. Also ich wäre ja sonst, wäre ich ja auch irgendwie schnell geneigt zu sagen, naja, bei dieser In dieser Vorgeschichte werden einfach andere Themen verhandelt, als sie dann hinterher sozusagen beim tatsächlichen Kriegsverlauf verhandelt werden, weil es sind halt zwei verschiedene Geschichten und und so weiter.
Ähm, ich finde es aber schon insofern spannend, als dass Also wenn man mal sagt, hinterher wird vor allem Achilles sozusagen die zentrale Figur, um die sich dann sozusagen die ganze Erzählung dreht. Das jetzt ausgerechnet die Hochzeit seiner Eltern, weil bei Peleus und Tethys, das sind die Eltern von Achilles.
Und dass ausgerechnet die gewissermaßen letztendlich diesen ganzen Stein ins Rollen bringt, das finde ich schon insofern spannend, als Also da als dass Achilles halt sozusagen da nicht einfach mit reingezogen wird, weil er irgendwie Grieche ist und dann da irgendwie keine Ahnung, ein Paris irgendwelche Dinge tut und so weiter, sondern auf seiner Hochzeit laufen irgendwie Sachen ab.
Yeah. Die dazu führen, dass da irgendwie dieser Paris irgendwie vor eine Aufgabe gestellt wird, mit der man als Sterblicher eigentlich überfordert ist. und ihn das in eine Situation bringt, dass er da hinterher überhaupt erst glaubt, diese Helena einfach haben zu dürfen und schließlich steht er ja unter Zeus Schutz, was soll schon passieren, weißt du?
Und so, und dann geht diese ganze Geschichte fürchterlich den Bach runter. Also, das finde ich schon spannend, dass Achilles da sozusagen zumindest in Form seiner Eltern. Schon präsent ist in dieser Geschichte. Weißt du, ob es Geschichten zu Achilles Zeugung gibt? Zur Zeugung, also es gibt natürlich, also es gibt Geschichten sozusagen, die dann sich direkt mit was nach seiner Geburt mit ihm passiert und so weiter beschäftigen. Zu seiner Zeugung fällt mir jetzt so spontan.
Nix sein. Aber worüber denkst du nach? Du wolltest ja vermutlich jetzt nicht, die nicht irgendwie hast ja kein pornografisches Interesse an Tetis und Pelous, so wie viel Spaß die so miteinander hatten. Ich vermute, wenn es das, worauf ich hinauswälte, irgendwo g wollte, irgendwo geben gegeben hätte, dann wäre das schon aufgetaucht. Ich habe nur überlegt, ob, also wenn man es ganz doll verlinken könnte, könnte man es tatsächlich so erzählen, dass Achilles in der Hochzeitsnacht gezeugt wird.
Ah, mhm. Also, dass der, dass der wirklich die Saat für alles das, was später passiert, wird auf diese Hochzeit gelenkt. Und zwar sowohl Paris und als auch, dass es die Nacht, die quasi Achilles. hervorbringt. Aber das hätte, also wenn es das Element irgendwo gegeben hätte, dann wärst du da sicher drüber gestolpert, glaube ich. Genau, also fällt mir jetzt zumindest gerade nichts zu ein in der Richtung. Mhm.
Aber ich hätte aber auch nicht darauf geachtet, glaube ich. Also, ob jetzt sozusagen gerade so die Frage des Zeitpunkts der Zeugung da irgendwie was Ja, wahrscheinlich hätte ich das eher übersehen vor lauter anderen Kram. Aber das kann ich mir ja nochmal angucken. Ja. Ob es da irgendwas gibt. Mhm. Was mir gerade noch noch auffällt, das ist aber auch äh
Also, vielleicht auch eher so für mal im Hinterkopf behalten. Du hast angedeutet, dass es bei Achilles viel um Zorn geht. Und Zorn beschreibt ja auch einen Moment, Indem jemand die Kontrolle verliert und vielleicht gegen eine wohlausgearbeitete politisch-diplomatisch ausgehandelte Absprache verstößt. Und das, finde ich, ist ein ganz ähnliches Element wie dieses
weißt du, wir haben jetzt halt irgendwie hier diese Hochzeit ausgehandelt und jetzt machen wir das mal alles so schön und dann kommen die Jugendlichen mit ihren Hormonen und machen, bringen da irgendwie Chaos rein. Also da ist ja auch jemand, sind ja auch Leute, die ne, gegen, also wie der besseren Wissens könnte man fast sagen. irgendwie eine Sorte Unruhe in die Ereignisse bringen, die dann die Handlung vorantreibt. Und das
K könnte man so gucken, ob das so eine Parallele ist, die bei Achilles dann eben in diesem Zornelement verhandelt wird. Das muss aber auch überhaupt nicht stimmen.
¶ Vernunft und Emotion?
Ja. Mir fällt da aber gerade noch was ein, was man in der Richtung. noch noch so andenken könnte. Also, du hast gerade gesagt, Zorn ist ja so ein Punkt, wo man die Kontrolle verliert. Und so weiter. Also es ist ja vor allem auch eine emotionale Reaktionen, genauso wie diese, diese Liebschaften, Geschichten, die wir da jetzt hier irgendwie mit dem Bild haben, auch. Also vielleicht ist es tatsächlich eine... Yeah.
ein, ein, ein Anbau sozusagen, oder ein Aufbau dieser ganzen Geschichten, wo man so ein Stück weit so, ich will jetzt nicht wirklich Rationalität sagen, aber wo man sozusagen weißes und überlegtes Handeln. Ähm emotionalem und impulsivem Handeln gegenüberstellt. Weil das würde sich nämlich tatsächlich so ein Stück weit durch die ganze Geschichte ziehen, nicht nur durch diese Vorgeschichte jetzt, sondern auch
Durch den späteren Kriegsverlauf. Und da wird dann insbesondere Odysseus als Figur interessant, weil der häufig derjenige ist, der dann sozusagen eine. eine ganz also mit ganz viel Atheneweisheit. Also Odysseus ist ein Schützling von Athene.
Mit ganz viel Schleue und Atheneartiger Weisheit ganz viele dieser emotional hyperaufgeladenen Situationen entschärft. Also schon dieses Ähm dass diese diese Hochzeit zwischen Menelaos und und Helena überhaupt zustande gekommen sind, das wäre ohne Udysseus hätte das schon nicht gepasst, ja. Und so weiter, und auch im Verlauf des Kriegs macht er mehrere so Geschichten, wo er sozusagen Leute, die gerade aus emotionalen Gründen in die eine Richtung handeln, dazu bringt,
Aus vernünftigen Gründen in die andere Richtung zu handeln. Und so. Also, vielleicht geht es so ein bisschen in diese Richtung. Das, äh. Das würde passen. Also, dann wäre es zumindest ein Faden, der sich sowohl durch diese Vorgeschichte hier zieht, als auch dann durch den tatsächlichen Kriegsverlauf. Ja und äh, also worin man das, also was was da bei mir auch klingelt, und das habe ich aber auch nicht mehr gut genug in Erinnerung, um die Argumentation wirklich nachzuvollziehen, ist aber das, ähm
In der Dialektik der Aufklärung von Hockheimer und Adorno ja durchaus bei den Griechen Odysseus eine gewaltige Rolle spielt. Also es gibt ein Unterkapitel, was sich komplett mit äh mit, ich glaube, der Odyssee beschäftigt und dass, ne, dass es dann eine Geschichte ist, in der du hast gerade vorhin gesagt, Rationalität willst du eigentlich nicht verwenden, als
Als Begriff. Aber also ich meine, dass das zumindest in der Interpretation, die das, glaube ich, Adorno da auflegt, durchaus auch drin ist, dass da so Elemente äh in der Arbeit in den Arbeiten von denen ist ja oft so ein so ein Gegenentwurf zwischen eben genau der der der der Ratio und der Vernunft
auf der einen Seite und dem eher Triebgesteuerten auf der anderen Seite und dass die auch mal so ein bisschen in in in Feindschaft gegenüberstehen drin. Ja. Also ich glaube, die haben so auch was ähnliches. daraus gelesen.
Genau, also das kann man ja auch so ein Stück weit aufrechterhalten. Also wir hatten ja schon ein paar Mal, dass sozusagen die Griechen dann zumindest später, als sie das alles, jetzt diese ganze Mythologie hier alles in Dramen verarbeiten, dass sie da durchaus so ein Kontrastprogramm fahren zwischen diesem apollonischen und diesem dionysischen Prinzip, nämlich sozusagen Vernunft und und und sozusagen aufgeklärte, vernünftige Wesen im Gegensatz zu diesen emotionalen und und ja
Triebgesteuerten Wesen gewissen. Das sind jetzt alles schon sehr moderne Begriffe, aber mit denen funktioniert es gerade so am besten. Ähm, Ich muss sich noch auf ein an kurz auf also Adorno uh uh gibt Odysse jetzt irgendwann mal die Beschreibung prototypischer Burger. Mhm. Hat nicht Adorno auch diese Geschichte mit Odysseus Hobby am Start? Ja, ja, das ist der gleiche Satz. Kann ich mich immer so totlachen?
Da muss ich jetzt kurz drauf abschweifen. Also als Odysseus zu, wie heißt seine Frau? Penelope. Penelope zurückkommt, ist er ja, also als die Odyssee quasi zu Ende ist, ist er ja seit seit Jahren weg gewesen. Und die erkennt ihn nicht. Und er muss irgendwie beweisen Dass er wirklich Odysseus ist. Und gibt dann wohl eine Schilderung davon, dass er beschreibt es, dass das Ehebetttich dabei um einen Baum herum gezimmert ist und dass er das selber gemacht hat. Mhm.
Was Adorno zu dem grandiosen Satz verleitet hat, als prototypischer Burger hat er in seiner Smartheit ein Hobby. Genau, in seiner Smartheit. Да, да, да, да, да. Genau. Und tatsächlich, also Otis ist tatsächlich ein sehr smarter Typ. Nicht nur zimmert er Betten um Dinge rum, sondern er zimmert halt auch eben durchaus mal sozusagen Zusammenarbeit, wo sonst äh.
eher emotional aufgeladene, eher aufgeladene Dissens, der Dissens vorhanden ist und Konflikt vorhanden ist. Und also ich Ich würde es nicht von der Hand weisen, dass sozusagen die Tatsache, dass diese dieser Raub der Helena hier jetzt als Kriegsgrund verwendet wird und verwendet werden kann. Dass das Odysseus Werk ist. Ja. Also, dass der von Anfang an sozusagen hier nicht nur so einen Eid gebaut hat im Sinne von, naja, wir lassen uns alle gegenseitig in Ruhe.
Sondern dass der da noch so einen Schutzparagrap mit eingebaut hat, den man später irgendwie als Kriegsgrund verwenden könnte. Das steht da nirgendwo, aber ich würde es. Also ich würde es ihm zutrauen. Der war echt ein verschlagener Typ. Also ne, den werden wir jetzt sowohl im Verlaufe des Krieges und dann natürlich
folgt dann ja auch auf die Ilias, dann irgendwann auch die Odyssee, das ist ja sozusagen die Fortsetzung. Mit dem werden wir uns noch ein wenig auseinandersetzen, mit dem guten Odysseus und ja. Aber ich finde so mit der mit der also wenn man jetzt den den Also was ich jetzt eben noch so an Zusatzinterpretationsmöglichkeiten angebracht habe, das braucht man glaube ich gar nicht zwingend, aber sozusagen mit dieser Frage von ne, ist das eine Geschichte, die so eben genau.
Vernunft überlegtes Handeln auf der einen Seite versus impulsives Handeln auf der anderen Seite irgendwie. Das kann man sich ja total gut mal so als Brille mit in die nächsten Folgen nehmen. Und immer mal gucken, fällt uns das Element irgendwie auf, taucht das. Darauf. Ja. Und ich würde aber trotzdem gerne auch tatsächlich diese Frage von von grenzüberschreitender Liebe. und vielleicht auch tatsächlich einfach grenzüberschreitenden Freundschaften sozusagen auch in den Blick nehmen, ob das äh
Also ne, man kann ja sein, dass da sozusagen eigentlich so eine ganz, äh, so eine ganz fremdenfeindliche Message drin steckt. Also weiß ich nicht, vielleicht hat. Homer oder wer auch immer sozusagen vor ihm gewissermaßen diese Geschichten gestrickt hat, auch einfach So als Message rausgehen, liebe Griechen, bleibt unter euch der ganze Rest, das geht alles schief. Dieser ganze Austausch mit den, mit den anderen, das äh, das führt alles zu nichts.
So. Kann ja auch sein. Also insbesondere wenn es So einen ähnlichen bewaffneten Konflikt tatsächlich gegeben hat, der so weltkriegsartige Zustände für damalige Zeit gewissermaßen ausgelöst hat, dass da hinterher die Leute gesagt haben: jetzt bleiben wir alle schön unter uns und lassen diese ganze Beginnende Globalisierung, die hier gerade um sich greift, die lassen wir mal schön stecken. Ja, wer weiß.
Gut, dann würde ich vorschlagen, belassen wir es dabei mal. Nehmen mal diese Punkte, die wir jetzt hier haben. Mit in die nächsten Folgen und gucken mal, was da so bei rauskommt, wenn wir uns dann den tatsächlichen Kriegsverlauf angucken. Das machen wir. Gut, dann bleibt mir nur dir für das Gespräch zu danken. Sehr gerne.
Und auch euch da draußen danke ich sowohl, dass ihr uns so lange die Stange gehalten habt über diese lange Zeit hinweg, als auch für die vielen Kommentare, die irgendwie sowohl hier auf der im Blog aufgeschlagen sind, als auch die über Twitter und so weiter reinkamen.
¶ Danke!
Das ist einfach, einfach toll, wie sehr euch das beschäftigt hat, alles auch während wir hier irgendwie. nicht gesendet haben. Das ist ganz toll. Und ich muss mich auch noch für eine ganze Reihe Hörergeschenke bedanken, die hier angegangen sind. Ich habe jetzt eine Eine stattliche Joseph Campbell-Sammlung hier inzwischen rumsteht. Das ist wirklich toll. Vielen, vielen Dank dafür an alle, die da aktiv geworden sind.
diesen, diesen Dank bzw. diesen Denken, Danken, Danksagungen kann ich mich anschließen, komplett. Gut. Das äh dann finde ich ja gut, finde ich ja gut, wenn ich sozusagen deinen Anteil auch mit in Worte gefasst habe. Ja. Gut, dann... Äh, lass war's für heute und bis bald.
Bis bald. Show notes und die Möglichkeit zu kommentaren findet ihr unter troyaalert.de. Bewertet uns gerne bei iTunes oder anderen Podcastportalen und wir freuen uns über Feedback und klicks auf den Troja Alert ist eine Bildungsangstproduktion aus dem Jahr 2005.
