¶ Beginn
Hallo und herzlich willkommen. Dem Erzähl Podcast um Sagen und Müden. Ich bin Stefan und heute habe ich keinen Gesprächspartner. Ja, lang, lang ist her, dass hier vom Troyer Alert was zu hören war. Wer den Spoiler-Alert hört oder äh... Wer das Ganze so ein bisschen auf Twitter oder App.net verfolgt, der hat es mitbekommen. Ich bin einfach ein halbes Jahr lang abgetaucht, weil meine Doktorarbeit jetzt, also jetzt ist sie fast fertig und das wäre vermutlich.
nicht passiert, wenn ich nicht ein halbes Jahr abgetaucht wäre. Genau, und dementsprechend ist es hier etwas ruhig geworden um die ganze Podcasteri. Aber jetzt so langsam kommt wieder was. Heute, wie gesagt, habe ich ja keinen Gesprächspartner. Es ist also nicht so eine richtig echte Ther-Alert-Folge, sondern es ist die Fortsetzung eines Solos, das ich hier mal euch zu hören gegeben habe. Da habe ich ja euch über die Benennung der Wochentage was erzählt.
Und dieses Jahr im Februar ist mir tatsächlich, oder da hat mich mein Sohn gefragt, warum denn eigentlich der Februar weniger Tage hat als die anderen Monate. Und als ich das dann eben so ein bisschen erklärt habe, wie das alles so war, da dachte ich, Mensch, das könnte man eigentlich auch gut für den Treue-Alert einmal aufbearbeiten oder aufarbeiten, wie das ähm sozusagen mit den Benennungen und mit der Zählung der Monate so gelaufen ist. Und genau deswegen kriegt ihr das jetzt zu hören.
ist also sozusagen eine eine Fortsetzung des Gedankengangs, den ich da bei den Wochentagen hatte, und übertrage das jetzt einmal auf den auf die Monate. Gut, erstmal kurz, wo kommen unsere Monatsnamen her? Die haben wir wie auch bei den Wochentagen von den Römern, und zwar aus genau demselben Grund, warum wir sie auch bei den Wochentagen haben. Die Römer haben sozusagen mit ihrem Imperium eben auch ihre ganze Verwaltungsstruktur sozusagen überall hingetragen, wo sie eben waren.
Und dementsprechend kam dann natürlich eben nicht nur die Woche an, sondern natürlich der gesamte Kalender, weil das einfach Teil von römischer Reichsverwaltung war sozusagen. Und dementsprechend haben wir also einen Kalender, der auf dem römischen Kalender basiert. Und diese Benennungen sind also auch tatsächlich ganz stark mit römischer Geschichte und römischer Kultur und römischer Politik.
Verwoben. Und genau da möchte ich euch so ein bisschen was erzählen. Da gibt es so ein bisschen Gelegenheit, tatsächlich Einige Götter anzusprechen, die wir bisher so noch nicht im Blick hatten, die kurz anzureißen. Und zum anderen Finde ich es ganz spannend. Da lernt man nämlich so ein bisschen darüber nach, wie zumindest dann so in der Kaiserzeit die Römer über ihre Götter nachgedacht haben und wie das alles so lief. Ich finde es also auf jeden Fall ganz spannend. Gut, ähm,
¶ Kalender, Magie und Matriarchat
Erstmal Kalender als solches. Man kann Kalender im Prinzip auf zwei Varianten bauen. Entweder baut man sich einen Sonnenkalender, der versucht, den Sonnenzyklus möglichst abzubilden und sich also am Verlauf der Sonne orientiert. Oder man baut einen Mondkalender, der versucht sozusagen die den Mondzyklus irgendwie zu zählen und zu messen.
Oder man versucht irgendwie beides. Ja, also eine Mischung aus diesen beiden grundlegenden Varianten hinzukriegen. Und genau das ist das, was die Römer gemacht haben. Dann ganz kurz einen Ausflug also Sonnenkalender gibt's durchaus auch, auch schon in alter Zeit, die Maya hatten so einen Sonnenkalender etc. was so die Menschheitsgeschichte angeht, sind vermutlich die Mondkalender die älteren. daran liegt, dass sozusagen
die zyklische und regelhafte Wiederkehr des Mondes einfacher zu beobachten war als der Sonne. Also zu bemerken, dass das wirklich nicht nur so eine Aufeinanderfolge von Phasen ist, die irgendwie unregelmäßig ist, sondern dass das zählbar ist und und vorhersagbar ist dann sozusagen, wenn man lange genug gezählt hat. Das ist beim Mond einfacher als bei der Sonne. Und dementsprechend waren vermutlich die Mondkalender die früheren Kalender. Ganz cool, finde ich, ist.
Also das ist natürlich alles so ein Stück weit Spekulation, aber man geht davon aus, dass tatsächlich die ersten Kalender, die es in der Geschichte der Menschheit gab, von Frauen erfunden worden sind. Und zwar deshalb, weil die bemerkt haben, dass der Mondzyklus, der so über den Daumen 28 Tage dauert, also diese Abfolge, Neumond, zunehmender Mond, Vollmond, Abnehmender Mond und dann geht das Ganze von vorne los. Dieser Zyklus dauert ungefähr achtundzwanzig Tage.
Und das ist auch ungefähr die Zeit, die der weibliche Menstruationszyklus dauert. Das schwankt natürlich so ein bisschen von Frau zu Frau, aber über den Daumen ist 28 Tage. Also auch dieser Rhythmus. Und das heißt, dass die, dass die Frauen da sozusagen ein, wie soll ich sagen, ein Beobachtungsinstrument in der Hand hatten oder die, die Man geht davon aus, dass irgendwann mal Frauen festgestellt haben, so im Gespräch miteinander.
Na, weiß ich nicht, kann man sich so vorstellen. Da sitzen die Damen in der Höhle und dann sagt die eine: Oh, jetzt ist bald wieder Vollmond, der nimmt hier zu und bald ist wieder Vollmond, dann geht meine Blutung wieder los. Ich habe immer bei Vollmond meine Blutung. Und so und dann sagt die eine: Ach, das ist ja spannend, ich hab's immer irgendwie bei Neumond und so, und stellen dann irgendwie untereinander fest. dass sie alle sozusagen immer zu denselben Mondphasen ihre Regel haben.
Und dass aus dieser Beobachtung gewissermaßen überhaupt erst die Erkenntnis hervorgegangen ist, dass das keine unregelmäßige, zufällige Abfolge von Mondphasen ist. Sondern dass das ganz regelmäßig sozusagen wiederkehrt. Und ja, also man geht davon aus, dass also sozusagen Frauen eben die ersten Mondkalender entwickelt haben.
Da ist noch, da schweife ich jetzt so ein bisschen ab von der ganzen Benennungsgeschichte, aber ich finde das super spannend. Da ist noch ein ganz spannender Punkt dran, nämlich, dass, also vermutlich waren die ersten dieser Mondkalender, die da entstanden sind. waren lange Holzstäbe, in denen man für jeden Tag eine Kerbe reingemacht hat.
Und immer wenn dann sozusagen ein Mondzyklus voll war, also nach achtundzwanzig Tagen, hat man dann eine dickere Kabel reingemacht, um sozusagen den Ablauf eines Mondzyklus kenntlich zu machen. Und das haben die dann eben eine Weile lang gemacht und haben dann eben beobachtet, ach guck an, äh, dass ähm Läuft also tatsächlich so regelhaft ab. Die Kerben sind immer sozusagen in, wie wir das auch so vermutet hatten, sind die Kerben immer an den kommen die im selben Rhythmus.
Und dann haben die irgendwann festgestellt, Mensch, daran lassen sich auch die Jahreszeiten vorhersagen. Ja, also über den Daumen hat ja so ein Jahr dann eben zwölf Monde. Und also unser Monat ist auch tatsächlich der Mond. Und dann hat also über den Daum so ein Jahr, zwölf Monde und dann kann man sozusagen ungefähr wissen: Mensch, nach so und so vielen Monden wird es dann Sommer und in so und so vielen Monden wird es dann wieder Winter und so weiter. Ähm
Ja, also das waren eben vermutlich so lange Holzstäbe mit Kerben drin. Solche wurden auch durchaus bei archäologischen Ausgrabungen gefunden. Spannend finde ich die kulturelle Auswirkung, die das Ganze hat. Also, es gibt tatsächlich Theorien, die sagen, genau das hat sozusagen in diesen Frühkulturen dafür gesorgt, dass das Matriarchat die vorherrschende Gesellschaftsstruktur war.
Einfach weil Frauen sozusagen mit diesem Wissen bewaffnet eine also die deutlich besseren Anführerinnen abgegeben haben. Die konnten, ja, die hatten magisches Wissen zur Verfügung, die konnten die Zukunft vorhersagen, die konnten einem sagen, wann wird es kalt, wann wird es warm, wann bringt man am besten die Ernte aus und wann holt man sie am besten wieder rein.
Und so weiter. Also, das waren gewissermaßen die ersten Magierinnen, die also diese Kalender gewissermaßen geführt haben. Und ein sehr Spannendes und unterhaltsames Stück Trivia, was da noch dran hängt, ist. Es gibt tatsächlich die Annahme, dass es sein könnte, dass gewissermaßen der Grund, warum wir bis heute Magier mit langen Stäben darstellen. Also stellt euch so Gandal vor mit so einem langen Stab und so.
dass das genau mit diesen Zauberstäben, ja, mit diesen Kalenderstäben zu tun hat, die also verwendet wurden, um gewissermaßen die Zukunft vorherzusagen, in Form eines. Kalenders. Und also ihr kennt ja diesen schönen Spruch, äh, jede hinreichend neue Technologie, und das ist der Kalender, dann eben in dem Fall, ist von Magie nicht zu unterscheiden, und genau so muss das also auch damals gewesen sein.
So, das Problem ist jetzt folgendes. Wenn man jetzt einen reinen Mondkalender baut, also sagt, okay, ein Jahr besteht aus zwölf Monaten und jeder Monat besteht aus 28 Tagen, dann haut das eine Weile lang hin. Aber das Sonnenjahr ist halt eben nicht genau zwölfmal 28 Tage lang, ja. sondern da gibt es eben eine Differenz. Der Mond ist eben nicht genau mit der mit der Sonne sozusagen synchron, also das läuft nicht genau ab.
Und das heißt, wenn man möchte, dass der Kalender ungefähr auch mit dem Sonnenjahr korrespondiert, dann muss man da immer wieder zwischendurch so ein bisschen hin und her chinchen. Und da ist über die Zeit hinweg sind da verschiedene Adaptionen an solchen Mondkalendern vorgenommen worden, dass das ungefähr hinhaut. Man hat so
Die Monate immer so ein bisschen länger gemacht und dann zwischendurch mal einfach Schalltage eingeführt, um den Mondkalender wieder mit dem Sonnenjahr zu synchronisieren und so weiter und so weiter. Und das ist gewissermaßen so eine Wissenschaft für sich. Und bis heute... Machen wir das im Prinzip so. Also unser Kalender.
ist eigentlich grundsätzlich von seiner Struktur her, wie er aufgebaut ist, ist eigentlich sozusagen ein Mondkalender, der adaptiert worden ist, um möglichst nahe das Sonnenjahr dann trotz allem abbilden zu können.
Und um das zu machen, müssen wir halt eben alle vier Jahre so einen Schalltag einführen und immer mal wieder müssen auch so Schaltsekunden und sowas dazwischen geschalten werden, damit das irgendwie... synchronisiert bleibt und nicht nach und nach sozusagen aus der Synchronisation mit dem Somnier ausfällt.
Und diesen Ansatz, den hatten eben schon die Römer. Die hatten grundsätzlich einen Mondkalender und haben dann über verschiedene Kalenderreformen hinweg versucht, den so anzupassen, dass der so ungefähr mit dem Sonnenjahr korrespondiert. ähm, vermutlich die berühmteste ähm Kalenderreform, die es unter den Römern gibt, die ist tatsächlich von Julius Cäsar vorgenommen worden. Und der Kalender, der dann sozusagen nach ihm entstanden ist, der ist auch noch sehr lange.
Erhalten geblieben. Das war der Julianische Kalender. Und der ist dann eben erst mit dem gregorianischen Kalender, der bis heute gilt und der auf Papst Gregor zurückgeführt wird, hatte der also noch Gültigkeit. Der war also schon ziemlich gut, der hat ziemlich lange funktioniert. Genau, und wir haben heute eben den sogenannten gregorianischen Kalender, der wiederum eine Adaption oder eine Modifikation zu diesem julianischen Kalender ist.
So, soviel erstmal zu Kalendern und Monaten und so weiter per se. Und jetzt kommt also erstmal die Antwort auf die Frage.
¶ Reihenfolge
die mein Sohn mir dargestellt hat, warum ist denn jetzt der Februar der Monat, wo man diese Schalltage einführt? Und der Knackpunkt ist, der Februar war ursprünglich der letzte Monat im Jahr. Ja, die Römer haben also eben nicht beim Januar angefangen zu zählen, zumindest nicht am Anfang. Um sondern eben im März. Der März war der erste Monat des Jahres.
Und der Februar war der letzte und an den letzten Monat wurden eben diese Schalltage rangepappt, damit man es oder alle Modifikationen durchgeführt, die notwendig waren, um das irgendwie einigermaßen mit dem Sonnenja in Synchronisation zu behalten.
Wenn ich sage, der wurde an den Februar drangepackt, stimmt das ganz streng genommen nicht so, sondern eher es gab gewissermaßen dann Tage zwischen den Jahren, die ja Dann keinem Monat so richtig zuzuordnen waren, ähm und die dann halt sozusagen so ganz ähm Ganz für sich standen. So, das heißt, der erste Monat war bei denen also der März und der Februar der letzte und deswegen hängen wir da die Schalltage bis heute noch dran.
Gut, aber eigentlich wollte ich ja über den Namen der Monate reden und wie das zustande gekommen ist. Und ja.
¶ Benennung
Das war tatsächlich, muss man sagen, zu Beginn bei den Römern extrem unspannend. Die haben nämlich ihre Monate einfach durchnummeriert. Die haben also den ersten Monat, zweiten Monat, dritten Monat und so weiter bis eben zum zwölften Monat das Ganze einfach durchnummeriert. Da geht man zumindest von aus.
dass das so war. Wie genau die Monate alle hießen, ist nicht bei allen exakt überliefert, weil das einfach, weil die schon relativ früh angefangen haben, den Monaten sozusagen so Spitznamen zu geben. ähm weil denen wahrscheinlich die Nummerierung auch zu langweilig war. beziehungsweise weil das sozusagen einfach besser in den Jahreszyklus gepasst hat, ne? Und so Spitznamen kennen wir ja, ähm,
kennen wir ja heute durchaus auch, ne, wenn jemand irgendwie sagt, der Mai ist der Wonnemonat oder so. So ähnlich kann man sich das da auch vorstellen. Die hatten also durchnummerierte Monate und haben denen dann so Spitznamen gegeben. So, und wie die nummerierten Monate alle genau hießen, weiß man nicht, aber vermutlich eben hieß der März irgendwas mit Primus oder so und der April dann was mit Secundus und so weiter. Da haben wir aber tatsächlich keine genauen Angaben mehr, wie die hießen.
Ab dem fünften Monat wissen wir es dann. Also unser heutiger Juli, das war eben der fünfte Monat bei den Römern, der hieß Quintilis. Der August war dann der Sextilis und beim siebten Monat, da heißt er tatsächlich heute noch so. Das, also das äh, lateinische Wort für sieben ist dann eben Septem und das ist dann also der
September und der achte Monat ist dann der Oktober, der Neunte der November und der zehnte der Dezember. Da haut das also ganz wunderbar hin, und so heißen unsere Monate heute noch nach diesen alten Nummerierungen. Genau, und das ist also auch, vielleicht habt ihr euch da schon mal gewundert, wenn ihr so diese lateinischen Spiele.
Zahlworte so ungefähr kennt, habt ihr euch vielleicht schon mal gewundert, warum unser neunter Monat irgendwas mit sieben heißt und unser zehnter Monat irgendwas mit acht. Und so, weil das ja alles überhaupt gar nicht hinhaut. Aber das hat eben tatsächlich damit zu tun, dass die beim März angefangen haben zu zählen, und dann haut es ganz wunderbar hin. Dann ist der September der Siebte, Oktober der Achte, November der Neunte, Dezember der Zehnte.
So, das war also gewissermaßen, oder so geht man zumindest davon aus, war das also so die Die Startstruktur, dass die also einfach durchnummeriert waren und dann haben die Monate Spitznamen bekommen. Und genau über diese Spitznamen möchte ich reden.
weil da eben arg Götter ins Spiel kommen, äh, und zum anderen, weil man, weil ich das, finde ich, ganz spannend finde, was da so an ähm was man da so an Ideen über die Römer rausziehen kann und wie die so gedacht haben und ja, ihr Leben organisiert haben. Also fangen wir mit dem ersten Monat der ursprünglichen Zählung an, nämlich dem März.
¶ März
Der heißt nach dem römischen Kriegsgott, nach Mars. Ja, den haben wir im Troja-Alert immer mit seinem griechischen Namen, mit Ares, benannt. Und genau nach dem heißt er. Der erste Monat war also der Mars-Monat. So, und jetzt ist die Frage: warum war das der Mars-Monat? Um Im Prinzip ist das ja so quasi der Monat, in dem der Winter so langsam zu Ende geht. Genau deswegen, deswegen war es auch der Erste. Also man hat gewissermaßen so mit dem Frühling angefangen zu zählen.
Und dann im Winter, wenn alles zu Ende ging, da hat man also dann auch das Jahr zu Ende gehen lassen und mit dem neuen Frühling begann dann auch das neue Jahr. stellt sich ja trotzdem die Frage, wieso Merz? Ja, also warum haben die den dann nach dem Kriegsgott benannt? Hätte man doch eher vielleicht irgendeine Fruchtbarkeitsgöttin oder sowas in der Art nehmen können, wäre doch irgendwie passender gewesen. Ähm
Das hat tatsächlich was mit der römischen Kultur zu tun. Die waren einfach, ja, das war ein kriegerisches Völkchen, ne? Nicht umsonst haben die quasi sich ein Riesenimperium zusammenerobert. Und wie das so ist mit antiker und auch noch mittelalterlicher Kriegsführung und im Prinzip
Ja, eigentlich bis heute noch. Im Winter lässt sich schlecht Krieg führen. Also klar, je mehr Technologie man hat, desto besser kann man irgendwie den Naturgewalten trotzen und dann auch im Winter Krieg führen. Aber wenn man sich so überlegt, noch Napoleon und Hitler sind jeweils mit ihren Russlandfeldzügen eigentlich am Winter gescheitert. Und ja, also das war tatsächlich, je weiter man in der Vergangenheit zurückgeht, war Kriegsführung etwas, was massiv auch von den Jahreszeiten abhing.
Und im Prinzip kam im Winter die ganze Kriegsführerei oder die ganze Kriegsführung dann auch zum Erliegen und dann hat man im Februar wieder angefangen. Im Februar, im Frühling wieder angefangen. Und das war eben der März, ja. Der Monat, in dem man sozusagen seinen Kriegsfeldzug neu beginnt und dann eben seine Truppen wieder neu zusammenstellt, die kommen dann alle von ihren Familien wieder und so weiter und dann stellt man seine Legion wieder aufs Feld und marschiert wieder los und
startet die nächste Eroberungskampagne. Das war eben der erste Monat des Jahres. So, das war genau dieser Beginn des Frühlings gewissermaßen. Und deswegen hat dieser erste Monat dann also den Spitznamen den Mars-Monat bekommen, weil das sozusagen der war, wo der Kriegsgott mal so richtig gefordert war, jetzt geht's wieder los. Genau, und so heißt also unser März bis heute noch nach dem lateinischen oder nach dem römischen Kriegsgott Mars.
Und der Monat hieß eben Martius, das war also eben der martialische Monat der Monat des Mars. 감사합니다. Der nächste Monat, der April, also der zweite Monat heißt dann also April.
¶ April
Da ist es so ein bisschen unklar, warum der so benannt worden ist. Es gibt eine, finde ich, überhaupt nicht haltbare Theorie, dass das sozusagen, dass da jetzt doch eine Fruchtbarkeitsgöttin um die Ecke kamen, nämlich die Aphrodite und das, also irgendwie mit Aphrodite und April und so, dass das irgendwie sozusagen eine eine Wortähnlichkeit darstellt. halte ich für einigermaßen unplausibel. Einfach
Das ganz offensichtlich, die Römer haben die Aphrodite, nicht Aphrodite genannt, sondern Venus. Und das haut irgendwie nicht hin. Gut, nur könnte es natürlich sein, dass da irgendwelche. etruskischen Göttinnen oder sowas oder Varianten der Aphrodite unterwegs waren, die dann einen der griechischen Namensgebung ähnlicheren Namen hatten. Aber tatsächlich finde ich eine andere Deutung, wo dieser Name herkommt, plausibler.
nämlich dass das eine Variante des lateinischen Wortes aperire ist, Aperire heißt öffnen und dass das der öffnende Monat war, nämlich der, an dem sich die Knospen öffnen, also in dem sozusagen alles anfängt zu blühen. Und das ist ja auch tatsächlich in Italien ein bisschen ausgeprägter, dieser Effekt, als wenn man jetzt irgendwie in Nordeuropa unterwegs ist. Na und dass das also der Spitzname des zweiten Monats war, das der öffnende Monat, wo sich die ganzen Blütenknospen öffnen.
Dann kommt der dritte Monat, der Mai. Der hieß dann bei den Römern Maius.
¶ Mai
Und auch hier ist nicht so ganz hundertprozentig klar, aber woher die Benahmung kommt. Aber es ist. Ich sag mal einigermaßen klar. Also ich habe eine Theorie, die ich akzeptiere. Und zwar, dass das nach einer Göttin benannt worden ist. Ah, das ist jetzt ein bisschen knifflig. Ähm. Also, erstmal, diese Göttin heißt Maja. Und da gibt es im Prinzip zwei Varianten von. Das eine ist eine griechische Göttin.
Die hatten wir schon mal ganz kurz am Wickel, nämlich das ist die Mutter von Hermes. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Hermes-Folge, ne? Also, es ist so eine. So eine Dame, die von Zeus geschwängert worden ist und die sich dann in eine Höhle zurückgezogen hat, um den Hermes zur Welt zu bringen und so weiter. Die ist das, Und da gibt es quasi eine, also das ist die eine Göttin Maja, und dann gibt es noch eine etruskische Variante davon, so eine Art Feuergöttin.
die aber irgendwie mit der verwandt ist. Also da gibt es wohl da gibt es weitgehende Überschneidungen zwischen diesen beiden Göttinnen, also einen gemeinsamen Kern gibt es. Aber eben dann durchaus Unterschiede in sozusagen der der griechischen und dann der etruskischen Variante dieser Göttin. Und bei den Römern ist das so ein Mischmasch gewissermaßen. Also deren Maja hat also sozusagen viel von diesem, von dieser alten Feuergottheit.
Da am Start, die haben sie also zum Beispiel als Ehefrau von Vulcanus gehandelt. Vulcanus ist die römische Entsprechung zu Hephaistos, dem Schmiede- und Feuergott. Und auch Maya war dann also dessen Ehefrau. Und andererseits wird sie aber auch als die Mutter von Merkur. Merkur ist der römische Hermes ähm. Quasi gehandelt, da ist also so eine gewisse Vermischung aus dieser griechischen Variante und der etruskischen Variante dieser Göttin da. Genau.
Und ähm der Mai, der Maius, war dann also dieser Göttin Maya genannt und ähm Da spricht einiges für, also es gab zum Beispiel so eine, so ein so bestimmte religiöse Feiertage, die in den Mai fielen und die dieser Göttin Maya genannt worden ist. Also, ne, wo dann eben so am 1. Mai dann eben so Feueropfer für diese Göttin gebracht worden sind. Ähm, ja, und das waren eben diese sogenannten Flamines, das ist eben so eine ähm Yeah.
So eine bestimmte Sorte religiöser Praxis, die also diesen ähm, diesen Feuergöttern gebracht worden sind und dann eben der der Maya im römischen Bereich. Und das war dann eben also am 1. Mai. Und das spricht sehr dafür, dass dass die B Benennung dieses Monats dann eben auf diese Göttin zurückfiel. Also dass das der Spitzname des dritten Monats wurde. Das ist der dritte Monat, der, an dem man der Maja opfert und dann wurde das halt irgendwann der Maya-Monat und hieß dann halt irgendwann Majus.
Gut, dann kommen wir zum vierten Monat.
¶ Juni
Das ist dann also der unser Juni. Und der ist sozusagen vermutlich, könnte man sagen, ist das. Na, das kann ich eigentlich so nicht sagen. Aber es ist vielleicht der erste Monat gewesen, der so einen Spitznamen bekommen hat, wobei ich das beim Mars mir auch gut vorstellen kann.
Also, auf jeden Fall ist der nach Juno benannt. Juno ist die römische Variante von Hera, also der Gattin des Göttervaters, ne, also bei den Griechen Zeus, bei den Römern Jupiter. Und Hera ist ja, ne, so wie es jetzt so in all den Erzählungen, die ich im Troja-Aller so rausgelassen habe, ist ja häufig eher so als die, die Gegnerin aufgebaut der, der Helden und so. Bei den Römern ist die deutlich positiver aufgestellt. Juno ist nämlich tatsächlich die Schirmherrin Roms.
Das hat wohl auch was mit dieser ganzen Sozialstruktur der Römer zu tun, also dass die sehr stark auf Auf Familie und Ehe und so weiter. Da haben die sehr viel Wert gelegt, haben auch sehr viel ihrer Sozialstruktur anhand von Von Familien und von ehelich Tugenden und so weiter aufgebaut. Und Juno ist gewissermaßen so die Schirmherrin, die über all dem steht und ist also die römische Schutzgöttin.
Das kann man noch an verschiedenen Sachen ablesen. Also, die hat zum Beispiel die ähm den Beinamen Moneta, also Juno Moneta. Und Moneta, das heißt die Mahnerin, die Warnerin gewissermaßen. Also unser Wort Mahnen kommt auch von demselben Wortstamm wie dieses lateinische Monere, woraus dieses Moneta eben entsteht. Und das ist also gewissermaßen die Göttin, die über Rom wacht und die auch durchaus zur Wachsamkeit mahnt, aber die eben Rom warnt, wenn es in Gefahr gerät.
Und äh, aus dem Grund haben die übrigens auch ihre ähm ihre Münzprägereien und und sozusagen ihre Finanzreserven, die wurden im Junotempel gelagert, ja, weil das war sozusagen der sicherste Ort. Da wachte ja die Wachgöttin drüber, ja, die, die, Die Wächtergöttin. Und dementsprechend wurden also die Finanzreserven Roms eben im Junotempel gelagert.
Und jetzt habe ich gerade schon das Wort Münzprägerei gesagt. Unser deutsches Wort Münze und auch unser Ja, inzwischen etwas aus der Mode gekommen, aber in den Achtziger Jahren noch heiß oder oder noch häufig verwendeter Slang-Begriff Moneten ähm das kommt von dieser Juno Moneta, ja. Also das sind sozusagen alles Begriffe, die, die alle auf Juno zurückgehen.
Und dieser wichtigen, wichtigen Schutzgottheit der Römer wurde natürlich dann eben auch ein Monat gewidmet, zum einen, weil das halt auch wiederum die Der Monat war, in dem ihr Hochfest lag, und weil eben die Schutzgöttin sozusagen ihren eigenen Monat verdient hat. So, und ähm, Jetzt wird es ein bisschen schwierig mit den weiteren Monaten, die jetzt so kommen. Ich springe jetzt mal ein bisschen, lasse mal ein paar Monate aus und springe mal bis zum Januar.
¶ Sprung zu Januar
Ich komme aber auf die anderen zurück. Versprochen. Der Januar war auch einer Gottheit geweiht und zwar auch so einer. Wie soll ich sagen, relativ speziell römischen Gottheit, ne? Also Um Mars ist ja durchaus auch bei den Griechen wichtig und so, aber schon diese Maya ist schon ein relativ römischer Spezialfall, die war bei den Griechen nicht so wichtig.
Und Juno ebenso, ne, also die war natürlich wichtig bei den Griechen, aber eben nicht so positiv gesehen. Das heißt, diese Spitznamen, die die bekommen haben, das waren... Oder die Götter, die als Spitznamen für Monate verwendet wurden, die waren alle irgendwie eine römische Spezialität. Und so geht es auch bei Janus. Den Janus haben die Griechen tatsächlich nicht. Über den habe ich schon mal ein bisschen geredet, und zwar in der neunten Folge vom Troja Alert, wo es um Appoll geht. Und ähm
So, als kurzer Rückblick. Der Apol ist ja sozusagen bei den Griechen ein ganz widersprüchlicher Gott, der sozusagen. Sowohl Gutes als auch Böses in sich hat und ist aber eben, und wir haben das da auch so gedeutet, dass das also ein Ein Licht- und Sonnengott ist und da die Sonne ja sozusagen auch so ein bisschen ein zwiespältiges Ding ist, ne, einerseits
Sozusagen ein ganz lebensnotwendiges Element. Aber Die Sonne kann ja auch sehr todbringend sein, das vielleicht dazu führt, dass diese Figur sozusagen so widersprüchlich ist und also so wohl ein total Guter, strahlender Held und Freund der Menschheit ist, aber eben auch ein ganz schön fieser Kerl sein kann. Ähm Und interessanterweise haben die Römer, die haben den Apollier übernommen und nennen ihn Apollo.
Die haben diese ganze Zwiespältigkeit nicht mit drin, sondern da ist der eben nur der strahlende Held, sozusagen. Und meine Theorie, warum das so ist, ist, dass die Römer sozusagen schon einen Gott der Widersprüchlichkeit hatten. Und auch der ist ein Licht- und Sonnengott, und das ist eben Janus. Und der ist eine ganz alte römische Gottheit, also auch. auch älter als die die griechischen Importe gewissermaßen.
Ähm und ja und hat ganz viel Ähnlichkeit mit mit Apol an vielen Stellen, aber hat sich dann eben in römischer Tradition sozusagen erhalten und von Apollo ähm ausdifferenziert gewissermaßen. Die haben da also eben das dann nicht in eine Figur zusammengepackt, sondern das hat sich in zwei Figuren erhalten, der hat sich also durchgesetzt gewissermaßen. Und Ähnlichkeiten zu Apollo sind trotz allem da, ne? Also der wird zum Beispiel durchaus als
Gegenstück zu Diana gebracht. Diana ist die Mond- und Jagdgöttin, also entspricht der griechischen Artemis. Und Artemis ist ja auch in griechischer Tradition sozusagen die Zwillingsschwester von Apol. Und hier ist es also sozusagen das Gegenstück zu der römischen Variante von Artemis zu Diana. Und tatsächlich ist das auch, also es ist. Es gibt so einen Ansatz.
Das ist sozusagen das männliche Gegenstück zu Dianus, äh, zu Diana ist eben Dianus. Und dass aus diesem Dianus nach und nach der Janus wurde. Ähm, das ist nicht so ganz klar, weil Dianus auch nochmal mit anderen Attributen versehen wird und zeitweise sozusagen auch nochmal als eine Beiname von. von Jupiter, also von Zeus auftaucht, aber trotz allem sind da also große Ähnlichkeiten zu Apol vorhanden.
Und ja, also auf jeden Fall ist der Janus eben ein zwiespältiger Gott, der ja sowohl Gutes als auch Schlechtes in sich trägt. Und so ein Stück weit, so habe ich das zumindest in der Apoll-Folge gebracht. Gedeutet, sozusagen die Funktion mit sich bringt, dass man irgendwie abbilden muss, dass.
der Mensch und und die menschliche Seele was Gutes und was Schlechtes in sich trägt und und widersprüchlich sein kann und zu beidem in der Lage ist, und dass man das irgendwie in seinem Götterhimmel gewissermaßen In seiner Mythologie irgendwie erklären muss, so wie das so in in so judäo-christlicher Tradition sozusagen dann ja so mit dem Göttlichen und dem Teufel gewissermaßen gemacht wird, dass das da eben durch diesen durch diesen Gott abgebildet wird, der eben beides in sich trägt.
Janus wird mit zwei Gesichtern dargestellt. Also es ist ein, also könnt ihr euch so vorstellen, so ein Kopf, wo da ein Gesicht vorne und ein Gesicht hinten ist, und der eben verschiedene Persönlichkeitszüge in sich hat. Man könnte fast sagen, eine gespaltene Persönlichkeit ist. Und ja, der wurde dann eben da am Ende des Jahres im Winter wurde sein
sein Fest begangen. Da kann man auch nur so spekulieren, was so die Wurzeln dieser ganzen Riten sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass sozusagen der Januar, als so der Der tiefste Monat des Winters gewissermaßen. Also es kommt ja im Prinzip direkt nach der Wintersonnenwende. Ähm, Das Überleben auf Messers Schneide stand. Es kann so oder so laufen.
Und im Prinzip genau Na, also entweder überlebst du halt den Winter und es läuft alles gut und deine Vorräte reichen und du erfrierst nicht und so weiter, oder es geht halt alles schief und du überlebst den Winter nicht und äh Es wird alles ganz fürchterlich, dass das so gewissermaßen ja so ein Zufallsding war, wo alles in der Schwebe stand und alles unsicher war.
Und dementsprechend in dieser Zeit eben diesem zweigesichtigen Gott geopfert wurde, weil der eben dieses dieses chaotische und widersprüchliche Element in sich hat und von dem und seinen Launen hängt es gewissermaßen ab. wie es weitergeht. Und dass man deshalb genau da die Riten für diesen Gott angesetzt hat und denen geopfert hat und so weiter, um den gnädig zu stimmen, dass der sozusagen seine Entscheidung so trifft, dass sie den Menschen wohlgesunden ist, gewissermaßen.
Eine ganz spannende Comicfigur, die so ähnlich funktioniert, gibt im DC-Universum oder ich habe mir ja mal von Daniel erklären lassen, dass es da auch ganz viele gibt, aber auf jeden Fall gibt es sozusagen, bei Batman taucht immer mal wieder so eine Figur auf Two-Face, heißt der der auch sowohl Gutes als auch Schlechtes in sich trägt und der immer eine Münze wirft, wer er jetzt gerade ist, ob er sozusagen der Gute oder der Schlechte ist, der da mit drin steckt und also auch so ein ganz
chaotischer und auf Zufall basierender Charakter. Und so ähnlich kann man sich Janus also auch vorstellen. Und der hat da eben also dann im Januar seinen Platz, wo es dann im Prinzip ja von seinen Launen abhängig ist, wie das Jahr jetzt zu Ende geht.
Und dann gibt es eben noch den letzten Monat, den zwölften Monat, den Februar. Das war der Reinigungsmonat, kann man sagen. Also diese Wortmeldung Dieser Wortstamm mit dem Feber, das ist sozusagen, ja, das hat was mit Reinigen zu tun und da wurden auch
¶ Februar
Reinigungsrieten durchgeführt, die auch Februar ohne Erhinter hießen, und ja, das war gewissermaßen so der, wie soll man sagen, so der Reinigungs- und und Sünemonat gewissermaßen, der dann ganz am Ende des Jahres abgehalten wurde. Und das hat auch was mit Juno zu tun, ja. Also Februar ist sozusagen ein Beiname von Juno. Und Die gewisser Mann, ne, die steht ja also auch für diese Tugendhaftigkeit römischer Prägung gewissermaßen und da hat man also.
Ja, am Ende des Monats gewissermaßen von seinem Da hat man über so seine Verfehlungen des letzten Jahres nachgedacht und sich So ähnlich wie das irgendwie heute an Silvester auch so abläuft und sich irgendwie gute Vorsätze fürs neue Jahr gemacht und so weiter. Und das war also so ein Reinigungs- und Sühnefest, wo man dann also. ja, religiös gereinigt gewissermaßen in das neue Jahr stieg und oder das neue Jahr damit begann und damit also einen Neustart machen konnte.
So, jetzt habe ich ja ein paar Monate übersprungen. Und zwar aus dem Grund, dass also ich erzähle das jetzt ja alles so.
¶ Sprung zurück zum Juli
relativ konsistent im Sinne von so haben die Römer das gemacht. Und das ist natürlich insofern Quatsch, als dass das ein ganz schön, ein ganz schön langer Zeitraum ist, um den es hier geht, und da ist natürlich Veränderung mit drin. Es wurden unheimlich viele Kalenderreformen gemacht bei den Römern. Also dieser Versuch, einen Mondkalender mit dem Sonnenkalender klarzubringen, das hat oder in Einklang zu bringen, das hat
Viele Reformen und Modifikationen nach sich gezogen und dementsprechend wurde viel an dem Kalender rumgebastelt. Und ich verkürze das jetzt im Prinzip so auf zwei Phasen. Um Und das, was ich euch jetzt erzählt habe, ist gewissermaßen, würde ich so behaupten, das ist so der Stand in vorkaiserlicher Zeit, also in der Zeit Entstehung Roms und dann noch in der Republik.
Dass man sagen konnte, okay, nach und nach sind also diese haben sich bestimmte Spitznamen der Monate durchgesetzt und die, die keinen Spitznamen hatten, sind einfach bei ihrer Nummerierung geblieben und damit hätten wir sozusagen. bis Julius Cäsar diese Benennung, die wir jetzt haben. Also dass sozusagen der erste Monat der Marzius ist, der März. Der zweite Monat dann eben der öffnende, der April. Der dritte Monat dieser Maya-Monat, der Majus, der Mai.
Dann kommen die ganzen benannten, also weiterhin nur nummerierten Monate, Quintilius, Sextilius, September, Oktober, November, Dezember. Dann kommt der Janusmonat, der Januar, und dann kommt der Reinigungsmonat, der Februar. Und wohlwissend, dass das jetzt echt eine Verkürzung ist, würde ich mal sagen, das ist sozusagen republikanischer Stand des römischen Kalenders.
So, und jetzt kommt Julius Cäsar ins Spiel. Ja. Wahrscheinlich die wichtigste Figur römischer Geschichte. Und ähm Der hat nicht nur eine große Kalenderreform sozusagen mit sich gebracht, sondern hat eine massive Veränderung des römischen Staates und der römischen Kultur mit sich gebracht. Im Prinzip hat er die Republik beendet. Also der wurde ja, also er wird ja heute so als der erste Kaiser von Rom bezeichnet, auch wenn er so.
nie genannt wurde, sondern er war ja sozusagen Diktator auf Lebenszeit. Und er wurde auch deshalb nicht als Kaiser bezeichnet, weil das Wort Kaiser von seinem Namen abgeleitet worden ist, ja. Also das ist eben Cäsar, ja. Also die, die Cäsaren, die Kaiser waren, eben die Cäsaren, also das ist alles
Er ist derjenige, der sozusagen diese Idee des Kaisertums da überhaupt mit reinbringt. Also eine Person, die Ja, eine absolute Veränderung dieses römischen Staates und damit auch nach und nach der römischen Kultur mit sich bringt und der eine neue Ära einläutet. Und wie ihr vermutlich wisst, ist, äh, hat sich Cäsar tatsächlich als, als Gott verehren lassen, ja.
Wie stark diese göttliche Verehrung Cäsars schon zu seinen Lebzeiten war, das kann man nicht so ganz genau nachvollziehen, wie viel davon dann also erst danach entstanden ist. Aber durchaus ist sozusagen so eine Idee, das ist ein Sohn des Zeus und und so weiter, das ist also durchaus schon zu seinen Lebzeiten immer mal wieder hervorgebracht worden und so weiter.
So, und jetzt hat man es da auf einmal mit einem Gott zu tun. Ja, da ist jetzt also auf einmal der Staatschef, ja, ist jetzt auf einmal ein Gott. Und aber ja eben...
Irgendwie ein anderer Gott als die anderen Gottheiten, ja. Also nämlich einer, der hier leibhaftig auf Erden unter den Sterblichen wandelt und der auch irgendwie Bis vor kurzem so einfach noch einer von uns war, ja, natürlich ein mächtiger Mann und so und ein toller Feldherr und Davor hat er verschiedene römische Beamtenposten in sich gehabt, war auch mal Hohepriester, das war auch ein politisches Amt, also sozusagen so der Religionsminister, kann man sich das
vorstellen und war ein echter Star in jungen Jahren. Also der war so der Vorreiter so einer jungen modernen Bewegungen gewissermaßen, äh, so eine Art alternative Jugend, äh, so kann man sich das vorstellen. Und jetzt ist er auf einmal ein Gott. Also da kann man sich vorstellen, dieser Status als Gott, der war nicht. Na, unumstritten würde ich nicht sagen.
Also, aber der ne, der musste irgendwie symbolisiert werden, ja. Der war nicht so ganz klar, wie das bei all den anderen mythischen Götterfiguren, die die da in ihrer Religion hatten, äh, zementiert, sondern der musste irgendwie unterstrichen werden, weil man hat es hier auf einmal ja mit einem Sterblichen zu tun, der irgendwie trotz allem einen göttlichen Status zugewiesen bekommen hat. Und jetzt, wie macht man das? Wie unterstreicht man sozusagen diese Götterrolle eines Menschen?
¶ Monatsname als göttlicher Status
Und da gibt es natürlich verschiedene Varianten, die man da tut. Also als erstes stellt man auf einmal ein paar jede Menge Statuen auf, in denen sozusagen bestimmte Göttliche Attribute festgehalten werden und solche Dinge. Vielleicht fängt man auch an, irgendwelche religiösen Praktiken um diesen Menschen herum zu veranstalten, etc.
Aber was natürlich so richtig gut funktioniert, ist sich anzugucken, wo haben denn die Götter ein Privileg, was kein Sterblicher hat. Weil Statuen gab es auch vorher schon von Menschen. So. Und wo gibt es ein Privileg, das nur die Götter haben und Menschen nicht? Und das sind die Monate. Monate haben entweder Nummern,
Oder sie sind nach Göttern benannt. Ja, mit's mal vom April abgesehen, und da wissen wir ja nicht genau, wie die Benennung zustande kam. Und der Februar, naja, ist ja ein Beiname von Juno, also ihr wisst schon, wie ich meine. Also auf jeden Fall war es. Wenn man das so aus so einer Propagandaperspektive anguckt, ist das durchaus ein schlauer Schachzug zu sagen So, da weisen wir einmal so richtig deutlich göttlichen Status zu, indem wir einen Monat nach ihm benennen.
Und zwar, und dann haben sie einfach den Ersten genommen, der frei war. Ja, also der Erste, der sich so, für den sich kein Spitzname durchgesetzt hat, sondern der weiterhin einfach als ähm Als nummerierter Name gelaufen ist. Und das war eben der nach dem Juni, also der Quintilius, und der hieß dann Julius. Ja, das war dann der Julius, der, der, der Julius Cäsar-Monat.
Und damit hat sich dann also für den fünften Monat der Julius durchgesetzt und so heißt auch unser Juli heute weiterhin nach Julius Cäsar. So, das war also dann der Juli. Der Name hat sich durchgesetzt, vermutlich weil Cäsar so eine herausragende Figur in römischer Geschichte war.
¶ August
Und jetzt wird es spannend, weil jetzt gibt es dann sozusagen verschiedene Versuche, weitere Monate auch nach Zu benennen in der späteren Zeit. Das hat sozusagen mehr oder minder gut funktioniert. Der nächste Kaiser, der dann also seinen eigenen Monat bekommt, das ist dann eben direkt Caesars Nachfolger, sein Adoptivsohn Augustus. Und also das ist auch ein Beiname, den der Gute da hatte. Also Augustus steht für der Erhabene.
Und ja, der nächste freie Monat, der eben nach dem, nach dem Juli, der hat dann also, ne, war ja vorher der Sextilius und der hieß von da an dann eben Augustus. 走 Da kann man schon sagen, diese beiden Figuren, diese beiden Kaiser waren. Die waren besonders. Also, Cäsar hat ja sozusagen die Republik sozusagen, wie soll ich sagen, faktisch. Beendet und das Kaiserreich errichtet und Augustus hat das dann vollendet, das Ganze, und hat das also auch.
Formal durchgezogen, wobei er sozusagen auch noch gewissermaßen formal die den Anschein einer Republik aufrechterhalten hat. Also er hatte so einen Titel Prinkeps Interparis, also Erster Untergleichen und so. Also, da war noch sozusagen viel Formale Ausübung der Demokratie oder der Republik noch vorhanden. Aber man sagt eigentlich, also derjenige, der dann sozusagen das Kaisertum letztendlich
Zementiert hat und dafür gesorgt hat, dass das jetzt so bleibt, ist Augustus. Also zwei ganz ganz beeinflussende und ganz eindrucksvolle Persönlichkeiten dieser Julius Caesar und sein Adoptivsohn Augustus. Und die beiden haben dann also jeweils sozusagen diesen Götterstatus bekommen und dementsprechend wurde das Ganze dann auch über ihre Namen als Spitznamen für Monate festgelegt und diese beiden Namen haben sich auch durchgesetzt. weil diese beiden eben so herausragend sind.
¶ September und der bodenständige Tiberius
So, und jetzt kamen danach aber natürlich noch eine ganze Menge andere Kaiser, die sich auch als Götter verehren lassen haben. Und die haben dann, ähm, die haben dann durchaus auch versucht, gewissermaßen zu. ja nicht alle selber, aber dann wurde auch versucht, sozusagen die übrigen noch freien Monate, die noch nummeriert waren, die nach sich selbst nennen zu lassen. Oder eben andere haben versucht, diese Kaisernamen da
zuzuordnen. Zum Beispiel gibt es dann direkt beim nächsten Monat, beim September, also dem siebten Monat, da wurde dann dem dritten Kaiser, Tiberius, dem wurde dann auch vorgeschlagen, dass man Dass man ihm dann sozusagen den ähm den, den, dass man diesen Monat nach ihm benennen könnte. Und Tiberius war aber offensichtlich ein ziemlich bodenständiger Typ und der, also Vielleicht hatte er es auch nicht mehr nötig, so auf diesem Götterstatus rumzureiten, weil bei ihm quasi die
weltliche Herrschaft jetzt nicht mehr in, nicht mehr umstritten war, ja. Also es war jetzt nicht mehr so wie bei Cäsar oder bei Augustus, dass man da noch irgendwie der Republik noch ein bisschen huldigen musste und so weiter, um die Macht behalten zu können, sondern der war einfach ganz uneingeschränkt Kaiser, fertig aus. Um also vielleicht had there was not nutrition, or error bodenständig genug. Also, auf jeden Fall had er das abgelehnt, there wollte das nicht.
Es gibt so eine überlieferte Geschichte, dass Tiberius sozusagen mit dem Argument abgelehnt haben soll: Ja, Moment mal, das ist doch Quatsch. Wenn wir jetzt anfangen, alle Monate nach Kaisern zu benennen, was passiert denn dann mit dem 13. Kaiser? Ja, also, was machen wir denn dann mit dem? Fangen wir dann an, den Julius über Bord zu schmeißen und dann wieder den nächsten Kaiser dran zu machen. Das ist doch alles Quatsch.
Also im Prinzip so eine Art Argumentation von das wird jetzt inflationär hier, das lassen wir jetzt mal. Um Es gibt noch so einen Punkt, und zwar gibt es Berichte darüber, dass seine Mutter, dass die wo da wohl sehr hinterher war. Die wollte das unbedingt, ne? Die wollte unbedingt die Mutter eines Gottes sein. Hatte sich da auch sehr drauf gefreut, dass das dass
Na, also wenn, wenn sozusagen dein Sohn formal irgendwie als Gott und als Sohn des Jupiter und so weiter geführt wird, dann heißt das ja, dass du mal von dem höchsten Gott begehrt worden bist und dass der ein Sohn mit dir gezeugt hat und so weiter. Das ist ja alles ein. Ein Riesenstück Status. Und Tiberius Mutter war da wohl ganz heiß drauf, das irgendwie mal formal bestätigen zu lassen, dass sie mal mit Jupiter im Bett war. Ja, das fand sie wohl irgendwie eine tolle Vorstellung. Ähm.
Und die hat das sehr betrieben, und also selbst als Tiberius das schon abgelehnt hatte, Wollte sie das vorantreiben. Der hatte das dann irgendwie also abgelehnt und dann hat sie es irgendwie nochmal versucht. und hätte am liebsten auch noch sozusagen einen Monat nach sich benennen lassen. Also es gibt da quasi Quellen, die das beschreiben, also die hieß Livia, dass dann der der Oktober dann in in Livius umbenannt werden sollte.
Und da auch das hat Tiberius abgelehnt und hab gesagt, also wo kommen wir denn jetzt hin, wenn wir, also erstens ist es schon Quatsch, die Die Monate irgendwie alle nach Kaisern zu benennen, da kriegen wir irgendwie früher oder später Schwierigkeiten mit. Und wenn wir jetzt auch noch anfangen, die Mütter von Kaisern da auch noch irgendwie reinzunehmen, dann ist ja aber.
Und Tiberius hat so ein Stück weit diese Tradition, so jetzt wird, jetzt werden die freien Monate mal schnell nach Caesaren benannt, die hat der gewissermaßen beendet. Und es kommt dann später, kommen dann immer wieder Kaiser, die das dann nochmal versuchen, auf die ein oder andere Art und Weise. Und man kann fast sagen, dass, wie soll ich sagen, je.
¶ September - Dezember bleiben
Ich will nicht sagen schwächer, aber je umstrittener und je bescheuerter der jeweilige Kaiser war, desto mehr haben die da irgendwie versucht, mit diesen Monatsnamen irgendwie rumzumachen. Also zum Beispiel gibt es also zwei treten da immer wieder auf, nämlich Commodus, das ist der Sohn von Marcus Aurelius.
Ja, auch ne, Marcus Aurelius war ja der sogenannte Philosophenkaiser, ein ganz angesehener Mann, der sowohl, was so die Eroberungszüge anging, irgendwie ganz ordentlich was vorwärts gemacht hat und der Auch im Inneren sozusagen eine ganze Menge sinnvolle Politik vorangebracht haben soll. Oder es wird ihm zumindest so nachgesagt. Und Kommodus stand immer so ein bisschen im Schatten seines Vaters und hat da versucht, so seinen eigenen Status herauszustellen.
Und ja, scheint an dieser ganzen Geschichte wohl so ein bisschen das Maß verloren zu haben und ist irgendwie, also gilt als einer der verrückten Kaiser gewissermaßen. Wer von euch mal den Film, ähm, Gladiator gesehen hat.
da ist sozusagen der Bösewicht des Kommodus. Also da startet das Ganze ja, dass also Marc Aurel, äh also Marcus Aurelius da auf Feldzug ist und dann eben diesen die Hauptfigur diesen Feld Feldherren da eben zu seinem Nachfolger machen will, weil er sagt, das ist ein anständiger Mann.
Und Kommodus kriegt das irgendwie mit und ermordet letztendlich seinen Vater und reißt da die Macht an sich und wird dann auch ein ganz fürchterlicher Kaiser. Und Kommodus war auch ein ganz entgegen seines Namens ein Unkommoder Typ und der hat also tatsächlich versucht, sozusagen alle Monate irgendwie nach ihm zu benennen, inklusive Augustus und so weiter. Also da gab es irgendwie verschiedene
Also, der hat dann den August nach sich selber benennen lassen und hat al hat also alle Monate neu verteilen lassen. Ja. Und das haben die Römer dann auch brav mitgemacht, wenn der Herrscher das so will, dann macht man das. Und als der Commodus dann wieder weg war, dann haben sich da die alten Monatsnamen wieder eingeschleift. Das haben sie dann also einfach gelassen. Äh, ähnlich ist es mit den Versuchen von Caligula, das war auch ein äußerst bescheuerter.
Kaiser, äh, da gibt's die also als ein schönes Beispiel gibt es da, der hat dann irgendwann mal beschlossen, dass das Pferd, was er so liebte, dass er das zu einem Minister oder zum Senator ernennen muss und so. Also Man kann fast sagen, je bescheuerter die Kaiser waren, desto mehr haben die angefangen, mit den Benahmungen der Monaten irgendwie rumzuspielen. Und
Das waren halt alles Leute, denen es sozusagen sehr wichtig war, ihren göttlichen Status irgendwie zu untermauern. Und die haben dann also alle. versucht, irgendwie an diese Tradition der großen beiden Kaiser am Anfang, die Tiberius, der das irgendwie nicht nötig hatte, unterbrochen hat, irgendwie anzuschließen. Und dementsprechend erspare ich euch jetzt auch die ganzen Varianten, die es da noch so gibt der verschiedenen Monate. Also, wenn ihr wollt, die Wikipedia hat meistens zumindest die
die Varianten des, die Kommodus eingeführt hat, die haben sie meistens mit drin. Also da kann man nochmal nachlesen, wie der das jeweils nennen wollte. Man kann fast sagen, Kommodus hat sich gewissermaßen einen riesen langen einen riesen langen Rattenschwanz aus Beinamen gebaut und wollte dann eigentlich alle Monate nach sich selbst benennen lassen, weil er ja der Gott schlechthin ist. Wie man sieht, wir haben heute noch sozusagen die restlichen Monate alle durchnummeriert.
Ja, und nichts davon hat sich durchgesetzt, ne, einfach weil die Römer das dann immer, wenn der jeweils verrückte Kaiser weg war, dann einfach wieder ignoriert haben. So, das heißt, unsere Monatsnamen sind also im Prinzip gehen die auf diese römische Benennung der Monate zurück. Ein paar davon sind also nummeriert, einfach weil sich da keine Spitznamen durchgesetzt haben, so sehr es verrückte Kaiser auch versucht haben. Und die anderen sind also entweder nach.
richtigen mythologischen römischen Göttern benannt oder eben im Fall von April und Februar, wobei der Februar ist ja nach Mon Juno benannt, aber oder im Fall von April ist es nicht so ganz klar, da könntest du also auch was anderes gewesen sein. Ähm, aber m und dann hat man eben diese beiden großen Kaiser, die sich als Götter verehren lassen haben und deren Namen sich dann also auch für zwei Monate im Juli und August durchgesetzt haben.
Genau. Und ich finde, was man da so sieht, und das finde ich ganz spannend, ist, dass sowohl politische Schachereien, als auch sozusagen einfach religiöse Praxis und auch political and military practice
Stark in Kultur eingeflossen sind. Also, ich finde es tatsächlich beim ersten Monat am deutlichsten. Also, dass dieser Punkt, dass der ähm, dass der März, das, also der, der, dieser erste Frühlingsmonat und damit auch der erste Monat des Jahres, dass der ähm Märzmonat oder Marsmonat genannt worden ist.
Das finde ich einfach einen sehr schlagenden Punkt, ja. Also, dass da, also sozusagen, die Tatsache, dass man in dem Monat anfängt, in den Krieg zu ziehen, dann letztendlich anfängt, diesen Monatsnamen irgendwie zu etablieren. Das finde ich einfach einen äußerst spannenden Punkt.
¶ Verschiebung des Jahresbeginns
Dann bleibt mir jetzt noch eine Sache zu erklären, nämlich warum wir jetzt mit dem Januar anfangen. Das ist also nicht irgendwie eine Entwicklung, die dann erst mit den großen Kalenderreformen gekommen ist, sondern das hat sich tatsächlich. Relativ früh durchgesetzt. Und zwar deshalb, weil sozusagen die Römer sozusagen auch.
ihre politischen Amtszeiten immer ganz an die Kalenderjahre gebunden haben. Also da wechselten die die Konsuln in republikanischer Zeit, was sozusagen die Also die hatten so ein Doppelspitzensystem, das also quasi immer zwei Regierungschefs gab es da, also kann man sich so vorstellen, immer zwei Bundeskanzler. Die wechselten immer genau zum Kalenderjahr. Also, wenn das Jahr endete, dann endete auch die Amtszeit der Konsuln, und dann haben am 1. März sozusagen neue Konsuln ihre Amtszeit begonnen.
Und das passte ja auch so ganz gut, nämlich dass man, na so, jetzt hier neue Konsulen, neue Kriegskampagne, neues Jahr und neues Glück sozusagen, und los geht's. Und dann haben sie irgendwann sozusagen. Wie soll ich sagen, aus aus ganz praktischen Gründen festgestellt, dass das keine gute Idee ist. weil sie einfach festgestellt haben, ein neuer Konsul
Braucht eine Zeit, um sich einzuarbeiten. Der braucht eine Zeit, um sozusagen seine Strategie vorzubereiten und die, die die ganzen Heerführer irgendwie zu briefen und seine Verwaltung irgendwie klar zu bekommen. Und so. Und wenn der erst im März übernimmt, was eigentlich der beste Zeitpunkt wäre, um jetzt direkt mit dem Krieg loszulegen, dann ist der nicht gut vorbereitet, dann ist nicht alles gut durchorganisiert und so weiter.
Das heißt, entweder hatte man die Wahl, ein bisschen später in Krieg zu ziehen, was jahreszeitenmäßig ungünstig ist, oder man hatte die Wahl zu sagen, naja gut, die Konsulen beginnen ihre ihre äh Amtszeit früher. Und tatsächlich wurde dann der Jahresbeginn auf den Januar gelegt, sodass die Konsuln da ihre Amtszeit beginnen konnten und schon mal zwei Monate zur Verfügung hatten, bevor dann der Frühling kam und man tatsächlich loszog in den Krieg.
Und ja, das ist also der Grund, warum wir heute das Jahr nicht mehr mit dem März beginnen, sondern mit dem Januar. Und ihr merkt,
¶ Abschlussgedanken
Sowohl die Benamung als auch die Reihenfolge und wann denn jetzt wo genau was liegt, das ist alles, obwohl es so stark mit den Göttern und so weiter verbunden ist, hat das ganz stark. gesellschaftliche und und historische Gründe Und das sind so auch so ganz banale Gründe, nämlich so, wann zieht man denn am besten los, damit man nicht auf dem Feldzug erfriert und so, die dazu führen, wie das Ganze hier organisiert ist.
Genau, deswegen fand ich das alles so spannend. Ich hoffe, auch ihr fandet es ein bisschen spannend und habt diese paar kleinen Göttergeschichten, die ich dabei erzählen konnte, auch ein bisschen genossen. Ja. Und dann hoffe ich, dass euch dieses kurze Solo hier die Wartezeit, bis dann endlich die erste echte Troja-Alert-Folge nach der langen Zeit jetzt irgendwie kommt.
dass euch das das Ganze ein bisschen versüßt hat und ihr es aushaltet, bis wir wieder richtig loslegen und das ist bald, ich versprech's. Gut, bis dahin, bleibt uns gewogen und tschüss. Shownotes und die Möglichkeit zu Kommentaren findet ihr unter trojaalert.bildungsangst.de. Bewertet uns gerne bei iTunes oder anderen Podcast-Portalen und wir freuen uns über Feedback und klickt auf den Troja Alert ist eine Bildungsangstproduktion aus dem Jahr 2015.
