¶ Intro
Hallo und herzlich willkommen zu Troja Alert, dem
¶ Begrüßung
Herzlich willkommen zu Troja Alert, dem Erzähl-Podcast um Sagen und Mythen. Ich bin Stefan und mein Gesprächspartner ist der Daniel. Hallo, Daniel. Hallo, Stefan. So, heute haben wir 27. Folge und heute machen wir mal mit dem Herakles das Finale. Das film mir tatsächlich gar nicht so leicht, also jetzt nicht wegen des Umbrings, ne? Das mache ja nicht ich, das macht ja die Geschichte. Ähm. Aber tatsächlich gibt es in dem ganzen Herakles-Sagen-Zyklus noch eine ganze Menge Zeug. And um
Viel davon ist redundanter klassischer Kram, will ich mal sagen. Weißt du halt ja, was man sich halt so an Heldengeschichten erzählt. Und das braucht man eigentlich nicht. Ähm. Und manche Sachen sind aber so echte Perlen, äh, so. Also es gibt zum Beispiel eine Geschichte, die ich weglassen werde, wo, wo Herakles am Ende irgendwie völlig fett und in Frauenkleidern rumhängt. Und so. Schade.
Also, da sind schon so ein paar amüsante Sachen dabei. Aber, ähm Ich habe jetzt tatsächlich die Punkte rausgepickt, von denen ich glaube, die muss man noch erzählen, um quasi die Figur einmal rundzukriegen. Und die eben nicht so rein anekdotisch sind, gewissermaßen. Und ja, diese Auswahl ist mir ganz schön schwer gefallen und ich glaube, es ist jetzt trotzdem noch ganz schön viel, aber trotz allem glaube ich, dass wir das so in einer Folge bestritten bekommen.
Aber einmal für euch Hörer da draußen, also falls ihr irgendwie noch mehr Bock auf Herakles habt und so weiter. Da gibt es tatsächlich noch eine Menge gute Geschichten zu lesen. Und vielleicht machen wir auch irgendwann mal in weiterer Zukunft oder so, irgendwann mal nochmal so vereinzelte Herakles-Folgen oder sowas.
Aber den Erzählbogen über mehrere Folgen, den wir angefangen haben, den bringen wir jetzt heute mal zu Ende und machen jetzt quasi noch das Nötigste, was irgendwie notwendig ist, um die Figur rundzukriegen. Hat dann ja, glaube ich, auch nur ein Jahr gedauert ungefähr. Genau, also lustigerweise irgendwie, ich glaube im Januar oder sowas haben wir die Perseus-Folge gemacht.
Wo ich dann gesagt habe, ja, hier, trojanischer Krieg, fangen wir jetzt doch noch nicht an, sondern erstmal irgendwie Herakles und vorher einmal Perseus und so. Und da hast du gewitzelt, äh, liebe Hörerinnen und Hörer, äh, Der Trojanische Krieg wird auf 2016 verschoben. Und das könnte hinhauen. Ja, aber wer weiß. Jetzt bringen wir auf jeden Fall mal den Herakles zu Ende hier.
Wir haben ihn ja verlassen, als er im Prinzip gerade so seine Unabhängigkeit gekriegt hat. Er hat jetzt also seine zwölf Aufgaben erledigt. Diese ganze tributpflichtige Angelegenheit dem Eurystheus gegenüber ist jetzt.
¶ Beginn Nacherzählung
Erledigt, es ist also klar, er ist Kein Vasallenkönig des Persidenreiches, sondern eben sein eigener Herr. Und dieser ganze Plan, den Eurystheus, da hatte ihn irgendwie entweder lehnspflichtig zu halten oder ihn eben möglichst klein zu kriegen, ist es beides nicht aufgegangen, sondern Herakles hat das alles mit Bravour gelöst und dabei die halbe Welt erobert und ist also mächtiger als je zuvor.
Und steht jetzt voll im Saft, kann man sagen. Und jetzt gibt es also in dieser Phase gibt es jetzt jede Menge Geschichten, die hier irgendwie spielen. Und viele davon sind, wie gesagt, stehen relativ einzeln für sich alleine. und sind, glaube ich, auch einfach
nach und nach wirklich einfach als Geschichten entstanden. Das gibt irgendwie so ein gutes Setting. Wir haben hier irgendwie den Helden, der in der Blüte seiner Zeit steht, und da kann man sich jetzt irgendwie prima Geschichten zu erzählen. Ja. Und ich pick mir jetzt aber die raus, von denen ich irgendwie glaube, dass das, ich will jetzt nicht sagen, dass das die ältesten sind, aber die irgendwie einen Bezug zum Rest des Geschichtenbogens haben. Und ja. Gut, ich fange mal mit einer an, die
ist quasi so wie sie erzählt wird, ist sie auch tatsächlich die erste, die direkt nach dem Vollenden der Aufgaben passiert. Und zwar ist Herakles ja fertig mit dem ganzen Kram und kehrt jetzt nach Theben zurück. Das hat er ja bisher eigentlich nur so de facto beherrscht. Das war ja die Stadt, in der er und seinen Vater und seine Familie so als Exilanten
gelebt haben und wo eben Kreon als König geherrscht hat und dann hat er die ja damals befreit mit dieser schönen A-Team-artigen Aktion mit den Tempeln. Ich weiß nicht, ob du dich noch erinnerst. Genau. Und dann hat er ja zur Belohnung die Megara, also die Tochter von dem Kreon, geheiratet. Und die hat er ja aber dummerweise, als er da von Heras Zorn geschlagen war, umgebracht und seine Kinder auch. Das war ja quasi mit einer der
Politischen Auslöser für diese ganze zwölf Aufgabengeschichte. Ja, und nun scheint der ähm Der Kreon inzwischen auch gestorben zu sein und auf jeden Fall ist irgendwie klar hier Herakles. beherrscht das Ganze hier. Aber wie das ja so ist, wenn man ein König ist, man braucht ja irgendwie Erben und für so Erben ist immer eine Ehefrau ganz gut.
¶ - Auf Brautschau bei Eurytos
Und er hat ja beides nicht. Hat man auch nie Ruhe, oder? Ja, fertig mit den zwölf Aufgaben und dann jetzt Erben produzieren. Ja, genau. So ist es. Auf jeden Fall begibt er sich also irgendwie auf Brautschau und hört sich mal um, was es denn so für unverheiratete junge Damen aus königlichem Gebüte irgendwie so geben könnte. Und dann kriegt er mit, dass die Tochter eines Königs namens Eurythos, dass die gerade im Angebot ist, sozusagen.
Und den Eurythos kennt er auch, der war, als er ein Jüngling war, war das einer seiner Lehrer, der hat ihm nämlich das Bogenschießen beigebracht. Und wie sich's herausstellt, scheint dieser Eurythos auch gerade so eine Art Robin Hood-artiges Bogenschiesturnier an den Start zu haben. Und im Prinzip läuft das auch ganz ähnlich ab wie bei Robin Hood. Also da kriegt man ja.
Kriegt der beste Bogenschützenschütze ja quasi einen Preis aus den Händen von Maid Marion überreicht, und hier kriegt man die Hand der Jungfer überreicht. Also sprich, Wer diesen Bogenschießwettbewerb gewinnt, unter anderem auch gegen ihn selbst und seine Söhne, die so als die besten Bogner der Welt gelten, der kann also die Tochter heiraten. Das klingt erstmal völlig bescheuert, aber ich habe so das Gefühl, dass das tatsächlich.
eine schlaue Idee ist im Sinne von, ja, ne, wir sind hier irgendwie so eine Bogenschützenkultur und so. Und wenn jemand kommt, der das auch gut kann, dann kann der hier einheiraten. Also dass das tatsächlich durchaus so eine Art strategische Hochzeitsüberlegung ist. Auf jeden Fall, ähm, Herakles sagt sich, oh ja, Bogenschießen, das kann ich ja mal.
Und reist dahin, nimmt an diesem Wettbewerb teil und gewinnt das auch in durchaus Robin Hood-artiger Manier. Also es ist jetzt nicht so, dass da die Pfeile gespalten werden oder so, aber auf jeden Fall schießt er besser als alle anderen und eben auch als Eurythos und und seine Söhne selber. Und ja, ist auch ganz begeistert von dem Preis. Also Iole, nee, Iole heißt diese Tochter.
Und von der ist er schwer begeistert. Die möchte er also wirklich gerne ehelichen und freut sich dann auch sehr, als er dieses Bogenturnier gewinnt. Und ja. Und der Eurythos, der sagt sich, hm, ja, also, hm, weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Jetzt habe ich das natürlich so ausgeschrieben und jetzt hat der Herakles das gewonnen.
Aber so recht ist mir das eigentlich nicht. Ich kenne den Junja noch aus Jugendjahren und das war ein ganz schön jezörniger Kerl. Und ich weiß noch, der hat einen meiner Lehrerkollegen damals umgebracht. Und äh. Ja, dieser Jäzhorn. Also, seine Frau hat er ja auch umgebracht und seine Söhne. Das will ich eigentlich nicht, dass das meiner lieben Ioler auch so geschieht. Und Traut sich aber nicht, Herakles jetzt quasi seine Braut zu verwehren.
Und sag dann, ja, pass auf, ich muss mir dann nochmal Bedenkzeit ausdenken, ob ich das so eine gute Idee finde. Ich denke mal eine Weile drüber nach. Und Herakles sagt, ja, gut, okay, äh, dann mach mal. Und bleibt da dann so eine Weile und denkt, das wird jetzt irgendwie so eine Frage von so ein paar Tagen. Und es zieht sich wirklich lange hin, also lang genug, dass er und einer der Söhne des, des Eurythos, Iphitos heißt er. dass die sich wirklich gut anfreunden und gute Kumpels werden.
Und der Iphitos fängt dann auch irgendwann an, gewissermaßen bei seinem Vater für Herakles Werbung zu machen und sagt: Komm hier, ich habe jetzt irgendwie viel mit dem rumgehangen und so, der ist echt in Ordnung. Und wenn der früher mal so jähzornig war, dann ist das jetzt heute alles vorbei und er sagt auch, diese Nummer mit Megara damals, das war gar nicht er und gar nicht.
Also ja, es war gar nicht er, sondern das war Hera. Er ist da irgendwie magisch von Heras Zaun geschlagen worden, mit Wahnsinn geschlagen worden. Der ist voll okay, dem kannst du unsere Iole durchaus geben. Und Eurytos überlegt eine Weile. Und beschließt dann irgendwann, nee, das mache ich nicht. So. Und Herakles haut total stinke Sauer ab. So, dass man auch so ein Stück weit verstehen kann. Aber ich kann auch die Position von dem Eurythos einigermaßen nachvollziehen.
Ja. Sowas muss man sich halt eigentlich Gedanken machen, bevor man so ein Turnier ausschreibt. Davon mal abgesehen, ja, aber naja, ist ja auch eine Frage, wie viel da irgendwie von diesem Turnier echt ist. Oder ob das einfach eine schöne Hinzufügung ist, weil die einen sind Bogenschützen und der andere ist Bogenschütze und juhu, keine Ahnung. Also auf jeden Fall will der Eurytos ihm also seine Tochter nicht als Frau gehen und ähm Herakles dampft ab und ist stinke Sauer.
Jetzt kommt dann kurz danach ein Bote bei dem Eurythos an und sagt: Ja, hier, ähm, wir haben ja so Rinderherden und so weiter. Und, ähm, Da werden kommen immer wieder Teile der Herde weg. Also da kommen immer wieder so Diebesgruppen und erschlagen die Hirten und äh, entführen uns da irgendwie Teile unserer Herden. Das ist irgendwie ein Problem.
Und ähm, Eurythos ist direkt der Meinung, das muss Herakles gewesen sein. Der nimmt hier einfach Rache. Ja. Und ähm Ist also der festen Überzeugung, dass der das war, und Iphitos verteidigt ihn dann aber und sagt: Ja, nee, das kann der echt nicht gewesen sein und so weiter. Und sag, pass auf, bevor wir jetzt hier irgendwie anfangen, wegen so einer Geschichte in Krieg zu ziehen und so, ähm, ich gehe mal zu Herakles und dann rede ich da mit ihm drüber.
Und ich bin mir sicher, der wird nicht nur unschuldig sein, sondern der wird mir auch dabei helfen, die Rinder zu finden. Und dann komme ich quasi mit den Rindern wieder und dann wirst du schon sehen, dass Herakles okay ist. Und dann Und dann kann er die Iole doch auch heiraten, oder? Äh, die Iole. So. Und ähm, Eurythos sagt, ja, das sehen wir dann, aber ich glaube ja auch nicht, dass du irgendwie hier die Rinder mitbringst. Mhm.
Naja, auf jeden Fall macht sich Ifitos dann auf den Weg. Und ähm Trifft Herakles auch? Und dann passiert was Spannendes. Die beiden besteigen gemeinsam die Mauern einer Stadt, in der sie da gerade sind. Und dann schlägt mal wieder Herazorn zu. Und Herakles wird wieder von Wahnsinn geschlagen. Und äh, achso, sie sie steigen übrigens auf diese Mauern, auf diese Stadtmauern drauf, um Ausschau nach den Rindern zu halten.
And um Dann schlägt Heras Zorn wieder zu und aus irgendeinem Grund rastet Herakles also völlig aus und hält seinen treuen Freund Iphitos für einen Verräter, für einen Feind. Und ähft ihn von den Stadtmauern runter. 한글자막 by 한효정 Und ja, wie soll man sagen, das äh kommt in der Presse nicht gut. Also, das äh sieht jetzt irgendwie nicht so aus, als äh, als sei Herakles hier der Unschuldige in dieser ganzen Geschichte, sondern tatsächlich
Sieht sie eher so aus, ja, war tatsächlich so. War irgendwie ein geprellter Brautwerber, der dann angefangen hat, Rinderherden zu stehlen und als dann der Sohn hinterherkommt, um die Rinderhirden zu suchen, bringt er ihn um. Klarer Sachverhalt hier, oder? Naja. Ähm. Überhaupt kommt er jetzt in den Geschichten, die ich heute erzähle, kommt er ziemlich schlecht weg, muss man sagen.
Aber oder in vielen davon kommt das schlecht weg. Aber dazwischen sind auch noch so so ein paar Sachen, wo er auch durchaus so ganz noble und tugendhafte Dinge tut, wie man das so von einem Helden auch erwarten würde. Dann kommen wir zu seinem nächsten Abenteuer und zwar ist er jetzt nach einiger Zeit, da passiert nichts mehr?
Da kommt später noch was, das muss ich aber auch tatsächlich erst später erzählen. Aber für jetzt ist diese Episode erstmal durch. Der Eurytos ist stinkig, kann man sagen, und die Presse ist schlecht. Und Herakles geht seiner Wege. Alles klar. Kann man sagen. Aber also die Episode ist so für sich erstmal durch.
Und ob er jetzt noch ähm direkt eine Ehefrau hier findet oder warum er jetzt quasi erstmal die Brautsuche aufgibt, ist nicht so ganz klar. Es kann auch sein, dass hier einfach die Chronologie der Ereignisse durcheinander ist. Ähm... Aber auf jeden Fall beschließt er sich, beschließt er jetzt erstmal, ähm, vielleicht auch um für gute Presse zu sorgen. So kann man es erzählen. Vielleicht denkt er sich, oh, das war jetzt irgendwie eine scheiß Episode. Ähm.
¶ - Der erste Trojanische Krieg
Ich muss jetzt erstmal was tun, damit ich wieder mit positiven Sachen in die Schlagzeilen komme. Und mache dann eben so ein paar positive Heldentaten, die ich jetzt wie gesagt überspringe. Und denkt sich dann, naja, und vielleicht muss ich ja auch einfach
Also, die Presse wird nicht sonderlich besser und so, die werden halt auch alle von meinen Feinden bezahlt. Vielleicht muss ich auch einfach mal an so ein paar alten Feinden Rache nehmen. So. Und macht so sein Notizbüchlein auf und schlägt die Seite auf, die betitelt ist mit blöde Säcke, mit denen ich noch eine Rechnung offen habe. So. Alte Feinde, wollte ich noch Rache nehmen. Genau, so ist es. Und da steht ganz oben ein Name, nämlich Laomedon. Das ist der amtierende König von Troja.
Und mit dem hat er ja in der Tat noch eine Rechnung offen, ne? Da gab es ja diese Episode, als er da auf der Rückfahrt von dem Amazonenfeldzug war. hat er ja dessen Tochter vor einem Drachen gerettet. Oder vor allem Seelengeheuer, ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall hat er die Tochter gerettet.
Und eigentlich hatte ihm Laomedon ja eine Pferdeherde versprochen, die er da als Belohnung kriegen sollte. Und hat ihm dann aber, als er seine Tochter wieder hatte, den Stinkefinger gezeigt und hat gesagt, du kriegst gar nichts, mein Freund. Genau, und deswegen beschließt er sich jetzt, ach, jetzt äh, jetzt wäre eigentlich so der Punkt, wo man mal irgendwie einen Feldzug gegen Troja organisieren könnte. Und er sagt sich, dafür brauche ich aber gute Generäle. Also, ich habe zwar ein gutes Heer.
Aber die kann ich nicht alle alleine befehligen. Troja ist so gut befestigt. Wenn ich da von einer Seite angreife, ähm, dann können die da ihre Ähm. ihre Truppen quasi hin organisieren zur Verteidigung der Stadtmauer, dann ist diese Stadt tatsächlich uneinnehmbar. Da muss ich irgendwie mit mehreren guten Feldherren irgendwie arbeiten.
Und er zieht durch Griechenland und sammelt ein paar Helden um sich, nämlich so die berühmtesten, die gerade so rumlaufen. Ein paar davon kennt er irgendwie aus dieser Argonautenzeit. Und so und im Prinzip so ein bisschen wie bei den glorreichen Sieben, weißt du, reitet er so durch die Gegend und schnackt mit den Leuten und fragt, ob sie da nicht mitmachen wollen.
und so weiter und holt da also so ein paar Helden am Start, unter anderem so zum Beispiel Pelois und so weiter. So ein bisschen wie Oceans Eleven, wenn es nicht um Wasserbau gehen würde, sondern Ja, genau, so ähnlich. Ja, kann man sagen. Und da ist auch einer dabei, Telamon heißt er, das ist, das wird später der Vater von einem großen Helden des trojanischen Krieges.
Das ist auch ein Freund von ihm, und bei Telemann kommt er dann also hin, der ist gerade am Essen und dann setzt er sich dazu und empfängt Herakles freundlich und sagt hier, ne, und sei mein Gast und so weiter. Und Herakles spricht dann so eine Art Tischgebet. Und bittet in diesem Gebet Zeus darum, dem Telamon endlich einen Sohn zu schenken, weil der ist nämlich tatsächlich kinderlos bisher, der hat keinen Erben.
Und er macht gewissermaßen so ein spezielles Zeus-Sohnsches Gebet, gewissermaßen, in der Hoffnung, indem er Zeus eben bittet, Telamon einen Sohn zu schenken, und zwar nicht nur irgendeinen, sondern. Ein Sohn, der genauso unverwundbar ist, wie er selbst in dieser Löwenhaut. Und Genau in dem Moment, als er dieses Gebet ausgesprochen hat, zeigt sich ein großer Adler am Himmel. Und ja, dieser Adler ist, also der Adler ist ein Tier, was Zeus geweiht ist.
And um Ja, das interpretieren alle als Oh, äh, Zeus hat offensichtlich das Gebet gehört und schickt hier den Adler als Bestätigung, habe ihre Nachricht empfangen, kümmere mich drum, sozusagen. Yeah, und um Dann sagt der Telemon auch, ja, also unter diesen Umständen, wenn das so ist, dann kam ich doch glatt mit.
Gewissermaßen. Und es ist tatsächlich so, dieser Sohn wird später auch geboren. Und das ist Ajax, und das wird später einer der wichtigsten Helden auf griechischer Seite im trojanischen Krieg. So, Ajax tells you something. Gut, dann sind sie jetzt also losgezogen mit eben dieser Truppe an Helden. Also die Sage redet von sechs Helden und sechs Schiffen. Vermutlich ist es eher so, dass man da von.
Sechs Flotten reden kann, die da irgendwie anrücken. Sechs Kommandoschiffen und sechs Flotten? Genau, so ist es. Also sechs Generäle, sechs Flotten und ein koordinierter Angriff. Und einer davon bleibt dann, als sie da irgendwie landen, bei den Schiffen und äh, die Trojaner kriegen es dann, also haben wohl irgendwie spitz gekriegt, dass der Angriff bevorsteht und versuchen dann kurz nachdem das Heer abgerückt ist, erstmal diese Schiffe zu zerstören. Ähm
Und das klappt aber nicht, weil Herakles und seine Gefährten da relativ schnell Wind von bekommen, zurückkehren und diesen Angriff abwehren. Und dann belagern sie die Stadt. Und tatsächlich durchbricht dann Telamon als erstes die Mauer und schafft's also quasi als Erster in die Stadt einzudringen und Herakles schafft's erst nach ihm, gewissermaßen.
Und ja, das ist Herakles nicht gewohnt, dass jemand gewissermaßen auf dem Schlachtfeld irgendwie besser ist als er. Und mal wieder kommt dieser Zaun über ihn und er zückt das Schwert und will den Telamon... Niederstrecken, der will ihn umbringen. Und der bemerkt das aber irgendwie, der scheint seinen Freund gut genug zu kennen, um die Vorzeichen von so einem Tobsuchtsanfall zu erblicken.
Und fängt dann an, lauter so Steinbrocken gewissermaßen aufzutürmen, auf so einem Haufen, während der Herakles dann mit dem Schwert auf ihn zukommt. Und das verwirrt Herakles, weil er eigentlich gewohnt ist, wenn er so einen Wutanfall hat, dass die Leute entweder versuchen abzuhauen oder eben gegen ihn zu kämpfen. Und dass Telamon hier keines von beiden macht, das verwundert ihn irgendwie und das bringt ihn für einen Moment
Noch nicht ganz aus der Wut raus, aber es bringt ihn erstmal so zum Stocken. Und dann fragt er ganz verwundert: Was machst du denn da? Und Telemund sagt, naja. Ist doch klar, ich baue hier einen Altar für den Sieger dieser Schlacht, für Herakles, den großen Sieger. Und in dem Moment, also das scheint Herakles so zu so zu beschämen gewissermaßen, dass ihn das aus dieser aus dieser Wut rausbringt.
Und das ist also auch tatsächlich das erste Mal, dass er so von Hera mit Wut geschlagen wird, dass Dass er das überwinden kann, also dass nicht tatsächlich irgendwie jemand zu Schaden kommt, wenn das passiert, sondern dass er jetzt da, dass er da irgendwie hinbekommt. Naja, auf jeden Fall erobern sie also Troja. Wie man sieht, gab es also vor dem großen Trojanischen Krieg schon mal den ersten Trojanischen Krieg, den Herakles befehligt hat und der auch erfolgreich war. So.
Sie haben also Troja tatsächlich erobert. Laomedon fällt in dieser Schlacht auch tatsächlich, der stirbt. Und die Tochter, die Hesione, die nehmen sie gefangen. Das ist die, die Herakles ursprünglich mal gerettet hat. Und sie richten tatsächlich alle Söhne von dem Laomedon hin, bis auf einen. Und Hesione darf sich gewissermaßen aussuchen, welchen. Und sie wählt dann einen ihrer Brüder, Podakis heißt er zu dem Zeitpunkt noch.
Aber den muss sie dann gewissermaßen freikaufen und sie gibt dann ihren Kopfschmuck ab und gibt ihn als Lösegeld für den Porakis, sodass der also leben darf. Und ab da heißt Podakis dann Priamos und das bedeutet halt auch der Freigekaufte, gewissermaßen. Und der wird später dann der König von Troja im eigentlichen Trojanischen Krieg. Yeah.
Und dann scheint das quasi so genug Rache und Demütigung zu sein. Also ne, sie haben den Laomedern gekillt, seine ganzen Söhne auch bis auf einen und noch Fettbeute mitgenommen gewissermaßen. und ja, ziehen dann wieder ab. Achso, und die Hesione, die kommt aber nicht frei. Die kriegt der Telamon als Siegesbeute, sozusagen. Die scheint der sich irgendwie so als
weiß ich nicht, entweder als Sklavin oder als Nebenfrau zu halten oder irgendwie sowas, aber die darf Telamon behalten. Und dann lassen sie da den Priamos mit. Mit seinem geschlagenen Heer und seinen Ruinen zurück und reisen ab. Also legen im Prinzip einmal die Stadt in Schutt und Asche und gehen wieder.
Genau, also Schutt und Asche wahrscheinlich nicht. Also von den Mauern ist schon noch eine Menge über, aber sie plündern die Stadt halt, kann man sagen. Also Troja ist ja sehr reich und Im Prinzip fallen sie da einmal ein, töten den König und also da ist schon diese Demütigung, die sich Herakles erhofft hat, die passiert, und dann nehmen sie da obendrein eine ganze Menge Kriegsbeute mit, also wahrscheinlich jede Menge Wertsachen und Sklaven und solche Dinge.
Und lassen die relativ gebrochen zurück, aber jetzt nicht zerstört im Sinne von Schütt und Asche. Mhm. So. Ja. Als nächstes denkt er sich, so, jetzt wo ich schon mal dabei bin, das macht richtig Spaß, hier alte Rechnungen zu begleichen. Ich habe noch eine alte Rechnung offen, und zwar mit dem Auglias, dessen Stelle ich sauber gemacht habe damals.
¶ - Rache an Augias
Da erinnerst du dich vielleicht noch dran, da gab es ja diesen Streit um den Lohn. Ich weiß nicht, ob du das noch in Erinnerung hast. Ja, warte mal. War das diese Geschichte Ob quasi die Nee, nee, ich erinnere mich glaube ich nur an den hinteren Teil, also die Frage, ob das quasi als erfüllte Aufgabe gilt, wenn er das im Auftrag von jemand anderem macht. An diesen Teil erinnere ich mich. Genau, also Eurystheus macht da hinterher auch ein Thema draus, das stimmt.
Und Augieras selber argumentiert halt quasi, Moment mal, du hast das ja quasi als Lehnensaufgabe dem Eurystheus gegenüber gemacht, dann gilt die Bezahlung, die ich mit dir vereinbart habe, die gilt nicht mehr und weigert sich dann zu zahlen. Aber zieht der Heraklas nicht mit einem Sohn von ihm und dem, was er sozusagen, glaube ich, an Rindern in Bezahlung hätte kriegen sollen, ab? Genau. Also es ist tatsächlich so, dass es dazu so eine Art Gerichtsverhandlung kommt.
Und äh, der Sohn von August Phileus heißt der, ähm, der sagt gewissermaßen vor Gericht gegen seinen Vater aus. Und ähm Und bezeugt halt, dass quasi diese Abmachung tatsächlich. Tatsächlich stattgefunden hat und wird dann aber von seinem Vater verbannt, sozusagen. Und Herakles zieht dann zwar mit dem Teil der Rinderherde, der ihm versprochen worden ist, nach Hause und nimmt den Philius quasi auch mit.
Und aber sauer ist er immer noch auf ihn. Und obendrein ist er halt der Meinung, hier der Philius, das ist ein guter. Und so. Ja, und dann zieht er also auch direkt weiter und äh greift den Augers an und äh. erobert seine Stadt und er Elis heißt dieses Königreich und tötet den Auggias und seine ganzen Söhne und setzt den Philius auf den Thron.
Und sagt, hier, du bist ein guter Kumpel, du hast mir immer die Treue gehalten. Jetzt holen wir dir mal dein Königreich wieder. So, und setzt ihn dann da auf den Thron. Ob das jetzt so eine nette Geste ist oder nicht, weiß ich nicht so genau. Aber man könnte ja auch sagen, naja gut, da hat er halt einen Vasallenkönig von sich hingesetzt und sich noch ein weiteres Stück... Machtbereich erobert. Aber wie auch immer man das deuten mag.
Ja, jetzt kommt tatsächlich der Punkt, wo er sich dann doch wieder auf Brautschau begibt.
¶ - Brautschau
Und zwar kriegt er zu hören, dass in einer Gegend nämlich äh Etolien heißt das. Da gibt es einen König, der hat eine wunderschöne Tochter, nämlich Deanira heißt die. Und ähm, Deanira soll wunderschön sein und so weiter. Und das läuft so klassisch mächenmäßig ab. Im Prinzip aus aller Herren Länder kommen da irgendwie die Leute und werben um sie. Unter anderem so eine niedere Flussgottheit. Achelos heißt ja, das ist aber nicht so wichtig.
Und vor dem gruselt sich die Der Nierer eigentlich, weil der quasi immer unterschiedliche Formen annimmt, also in In seiner Brautschau, als der da irgendwie versucht, den Vater davon zu überzeugen, dass er der würdigste Kandidat ist. Da kommt er mal in Gestalt eines riesenhaften Stiers an, mal als ein Drache und dann auch mal in Menschengestalt, aber mit Stierkopf und so. Und das ist halt ja so eine ganz gruselige Figur für sie. Und ähm
Ja, und sie möchte eigentlich nicht so gerne. Und ihr Vater sagt halt, ja, okay, wenn du nicht möchtest, das ist schon in Ordnung, aber ich kann nicht ernsthaft irgendeinem anderen Bewerber dich zur Frau geben, weil der. Na, der steckt die alle locker in die Tasche, der ist mächtig, das ist ein Gott. Und so weiter. Und irgendwann sagt er halt so ihr, naja, im Prinzip, ich kann das jetzt nicht mehr länger rauszögern, ich muss jetzt mal eine Entscheidung treffen.
Wenn da jetzt nicht noch irgendein anderer Freier vorbeikommt, der das irgendwie, der dem irgendwie ebenbürtig ist, dann. Dann musst du denen den sauren Apfel beißen. Ja, so sieht's aus. Und glücklicherweise kommt genau dann Heraklester an. Ja, wie es dann so kommt, es gibt so ein bisschen ein Verben um diese Frau, der Nira ist total begeistert und sagt, ja hier Herakles, das den würde ich wohl nehmen und so, der ist der ist schon eher meine Kragenweite.
Und es ist dann aber tatsächlich so, dass es zum Zweikampf kommen muss. Also es wird gewissermaßen in einem Zweikampf entschieden, wer sie zur Frau bekommt. Und dann entwickelt sich da ein heftiges Duell zwischen diesem Flussgott, zwischen diesem ähm ähm, dieser schrägen Gottheit gewissermaßen wie heißt er denn noch? Achelos, genau. Und Herakles. Und da lasse ich jetzt die Details weg, das ist so ein so ein ganz wilder Kampf mit
Ja nee, vielleicht lasse ich die Details doch nicht so ganz weg. Also auf jeden Fall ist es ein Kampf. Und irgendwann bricht Herakles gewissermaßen dieser Stierform, die er am Anfang annimmt, dem bricht er ein Horn ab. Und damit scheint quasi diese Stierform und so ihre Macht verloren zu haben. Und dann. Wechselt der in die Form einer Schlange? Und die Schlange erdrückt er dann gewissermaßen und wirkt die. Und irgendwann gibt der gibt der Achelos dann auf und sagt, ja, okay, ähm,
Ich bin besiegt, aber gib mir bitte das abgebrochene Stück Horn wieder, das brauche ich. Und zur Belohnung kriegst du gewissermaßen. Ja, das I ein anderes Horn, nämlich das Horn des Überflusses. Und er kriegt dann also quasi ein Horn zurück, das mit lauter Früchten gefüllt ist, nämlich mit so Granatäpfeln und Trauben und Obst aller möglichen Sorten. Und das scheint wohl. nie leer zu gehen, gewissermaßen. Das ist also so ein
So eine endlose Versorgung mit frischem Obst, dieses Horn des Überflusses, gewissermaßen. Und das tauscht eben dieser Gott gegen dieses abgebrochene Stück seines Stierharns ein. Damit ist der wieder komplett. Und Herakles hatte also was Cooles bekommen, einen weiteren coolen magischen Gegenstand. Und obendrein bekommt er also diese Deanira zur Frau.
Genau. Und mit der scheint das sich wirklich gut zu vertragen. Also im Gegensatz zu seiner Ehe mit Megara läuft diese Ehe sehr gut. Die bekommen eine ganze Menge Kinder. Ähm. Und scheint sich wirklich sehr zugetan zu sein, gegenseitig. Ähm, auch wenn Herakles nicht viel zu Hause ist, kann man sagen, weil er durchaus weiterhin von Abenteuer zu Abenteuer zieht, gewissermaßen. Und ja.
Dann gibt es da noch so eine Episode, die ich kurz erzählen möchte, die geht auch ganz schnell, weil es mal wieder so einen Punkt gibt, wo Herakles in so einem Mordverfahren irgendwie mit drin ist. Weil er nämlich einen Hausdiener, so einen Knaben, weißt du, so einen Jüngling, der da irgendwie so den Mund hängt, mimet, den bringt er um. Den schlägt er tot.
Diesmal nicht in Heras Zorn, sondern diesmal ist es ein Unfall. Und zwar wollte er ihm so ganz lobend, ganz väterlich sozusagen auf die Schultern oder auf den Rücken klopfen und sagen: Hier hast du gut gemacht. Und wie das aber so ist mit so Heldenkraft, ne, also die, die, die, diese schwere Hand dieses kräftigen Herakles war so stark, dass aus diesen gut gemeinten väterlichen Klaps quasi ein
So heftiger Schlag wurde, dass der Junge daran verstorben ist. Der Vater des Jungen hat das wohl sofort eingesehen und auch keinerlei Wie soll ich sagen, keinerlei rechtliche Schritte gegen Herakles eingeleitet, aber trotzdem macht Herakles da eine große Sühneaktion und legt sich selbst. Also auf jeden Fall schickt sich Herakles gewissermaßen als selbstauerlegte Strafe für diesen.
Bedauerlichen Unfall, eine Weile lang in die Verbannung und macht wohl so eine Art möchmäßiges Einsiedlerleben oder so. Naja, irgendwann ist er wieder da und macht dann eine größere Reise. Ah, jetzt muss ich vielleicht noch eine Sache, da erzähle ich nicht die ganze Sage, aber es gibt noch eine Episode, wo er aus einem sehr edlen und hehren Grund mit Thanatos ringt, mit dem, mit dem Tod.
¶ - Nessos
Und wir haben nämlich noch eine offene Sache über aus dieser Zeit, als er da bei den Zentauren rein ist. Da hat er doch gegen die Zentauren gekämpft. Und da weißt du noch mit dem stinkenden Wein und so. Und da ist ja einer der Zentauren war ja sein Verbündeter, der dann hinterher beim Aufräumen sich versehentlich einen von Herakles giftigen Pfeilen da innen. in Fuß geschossen hat.
Und der ja leider unsterblich ist und der jetzt also mit diesen giftigen Pfeilen fiese Qualen erleiden muss, aber leider nicht sterben kann. Und Herakles hat ihm ja versprochen, ihm den Tod vorbeizuschicken. Und genau an der Stelle, äh, wo er eben aus einem anderen Grund mit dem mit dem Tod in in
in Konflikt gerät gewissermaßen. Da ringt er mit dem Tod und unter anderem ringt er ihm das Versprechen ab, bei diesem Zentauren vorbeizugehen und ihn zu erlösen und ihm den Tod zu bringen, gewissermaßen. Also das Versprechen löst er tatsächlich ein. Ähm, und das ist auch gut so, weil er trifft wieder auf Zentauren, nämlich. Und zwar kommt er dann irgendwann an so einen Fluss. Und es scheint so zu sein, dass er dieses
Zentauren her, gewissermaßen, was er da damals bekämpft hat, dass er das recht vollumfänglich zerschlagen hat, kann man sagen. Also zumindest existieren die nicht mehr als so ein. kohärenten, kohärenter Verband von Zentauren, sondern das scheinen jetzt alles eher so Einzelgänger zu sein. Und irgendwann kommt er da an so einen Schluss, und da betätigt sich einer der Zintauren, Nessos heißt er, als so eine Art.
Wie soll ich sagen, als so eine Art Fährdienstleister, kann man sagen. Er hat zwar keine richtige Fähre, aber er trägt halt quasi auf seinem Pferderücken, trägt der Leute, die über diesen Fluss wollen, halt einfach rüber. Und so und nimmt da irgendwie Geld für und verdient damit irgendwie seinen Lebensunterhalt. Und ähm, ja, Herakles hat seine Frau und seinen ältesten Sohn dabei, Hylos heißt er, und ähm ja, und ist zwar nicht so ganz.
Freundlich mit dem Zentauren, ne? Also das ist schon klar, man hat hier irgendwie eine Vergangenheit miteinander. Er selber, äh kann da selber rüber warten, was so ein echter Held ist, der braucht keinen Zentauren-Fährmann. Und er nimmt sich dann quasi den Hüllos, seinen Sohn, und trägt den rüber. Und ähm, der Nira wird von dem Zentauren rübergetragen. Und Herakles ist als erster drüben. Und kümmert sich da dann irgendwie um den Solemann.
Und dann hört er irgendwie die Hilferufe seiner Frau. Und es ist tatsächlich so, dass so mitten im Fluss sich der Zentauer wohl gedacht hat: ach. Hier kann mir ja keiner was. Und angefangen hat, die Deanira zu begrabschen. Die davon gar nicht begeistert war und dann eben Ceta und Mario geschrien hat. Und Herakles, ich weiß nicht genau, wie er drauf kommt, dass das eine gute Idee sei, zügt einen Pfeil, legt an und erschießt den Zentauren.
Was jetzt ja irgendwie erstmal nicht so schlau ist, wenn das das Einzige ist, was deine Frau über Wasser hält. Offensichtlich muss es da doch irgendwie so eine Art Boot oder Floß oder sowas gegeben haben, keine Ahnung. Also da gehört dann offensichtlich diese Diese Zentauren-Metapher mit irgendwie rübertragen, irgendwie auf. Weil auf jeden Fall ist es so, dass die beiden jetzt halt nicht einfach untergehen. Sondern dieser sterbende Zintawer kann noch mit der Nira reden.
Und er sagt ihr, pass auf, das tut mir ja auch total leid, dass ich dich angegrapscht habe und so weiter. Ich habe jetzt ja auch hier meine gerechte Strafe dafür bekommen. Und weil du die letzte bist, die ich getragen habe, kriegst du was von mir. Und zwar hat mein Blut magische Fähigkeiten. Fang das Blut auf und bewahr das gut auf. Und dann kannst du das als ein Färbemittel für Kleider verwenden.
Und damit färbst du ein Hemd von deinem Ehemann. Und wenn er das Hemd anzieht, dann wird er niemals eine andere Frau lieben. Sondern immer nur dich. Weirdly specific. Also, so mit so sehr, sehr merkwürdig detailreich an der Stelle. Ja, stimmt. Und der Nera denkt sich: Naja, also, ich kann mir eigentlich auch gar nicht vorstellen, dass der jemals eine andere lieben könnte. So, äh, Ich bin überhaupt die Einzige, mit der es je ausgehalten hat. Also, naja, aber sie denkt sich.
Sicher ist sicher und sammelt dann also in so einem Gefäß irgendwie das Blut von diesen Zintauren ein und bewahrt das auf. Und Herakles bekommt davon auch nichts mit. Mhm. Naja, ähm, dann machen Sie diese Reise zu Ende, da passiert auch nichts mehr Wichtiges. So, und dann ist mal wieder Rechnungen begleichen eingesagt.
¶ - Iole, Deianira und das Ende
Und er sagt sich: So, wem mich jetzt eigentlich noch gerne eins auswischen würde, also jetzt mal von Euristius abgesehen, aber das kann ich nicht machen. Das ist ja quasi. Meine eigene Sippe, gegen die ich da in den Krieg ziehen würde, den Euristius selber würde ich zwar gerne, dem würde ich mal gerne was erzählen, aber jetzt in Krieg gegen mein eigenes Volk zu ziehen, das kann ich eigentlich nicht bringen.
Aber es gibt noch einen, mit dem er eine Rechnung offen hat, und zwar dieser Eurythos, von dem ich vorhin erzählt habe, dem Vater von der Eole, die er ja nicht zur Frau gekriegt hat. Da ist er ja auch noch stinkig. Und sammelt also sein Heer zusammen und zieht in die Stadt von dem Eurythos und belagert die. Und erobert die auch, zerstört die Burg und erschlägt den Eurythos und seine drei Söhne und macht die Stadt hier tatsächlich dem Erdboden gleich.
Und die Iole, die ist übrigens immer noch unverheiratet und immer noch jung und immer noch schön, die nimmt er sich als Sklavin. Ja, die wird seine Gefangene. Und während er hier noch quasi irgendwie die Verteilung der Kriegsbeute überwacht, sagt er zu so einem Diener hier, nimm die Iolische mal mit und so und dann soll die bei uns im Haushalt irgendwie Sklavin werden und so weiter.
Ich komme dann früher oder später mal vorbei und dann gucken wir mal, was für Dienste die Eole so erbringen kann. Und der Sklave sagt, ähm, Sag mal, ist das nicht die Frau, die du ursprünglich mal heiraten wolltest, bevor du angefangen hast, um die Deanira zu werben? Und Herakles sagt, ja. Und der Diener, Lichers heißt der, der sagt: Meinst du, deine Frau ist begeistert, wenn wir die?
Die Iole jetzt in ihr Haus bringen, das könnte die doch irgendwie, wie soll ich sagen, äh, falsch interpretieren, nicht wahr? Und der Herakles sagt: oh ja, da hast recht. Das wollen wir ja nun nicht. Wir wollen ja nicht die Stimmung meiner Limähefrau hier irgendwie trüben. Das wäre ja womöglich ungünstig. Sag ja einfach nicht, wer sie ist. Sag einfach, es ist irgendeine Sklavin, die wir jetzt da beim Feldzug eingesackt haben und ähm
Passt schon. What could possibly go wrong? Genau. Klingt nach einem Spitzenplan. Und der Licher sagt, ja, okay, gut, alles klar. Und bringt die Eäule da irgendwie hin. Und der Janira sagt, äh, was wird das hier? Und er sagt, ja, ich bring hier ein paar Sklaven vorbei.
Und der Näher sagt, naja, also das sieht mir aber nicht nach ein paar Sklaven aus, also da sind zwar noch so ein paar dabei, aber das ist jetzt vor allem eine, um die es hier geht, oder? Und mal ehrlich, der sieht man an, die ist irgendwie aus. Von edler Geburt, oder? Wer ist denn das?
Und er sagt, ach, irgendein Mädchen, äh, keine Ahnung wie die heißt, hab ich vergessen. Ich muss auch los. Genau, und ich muss ganz dringend, ich hab irgendwie einen Kuchen im Ofen, ich muss jetzt echt mal ganz schnell und so. Und Daniela ist halt schlau genug, um zu kapieren, hier stinkt irgendwas. Und dann, ne, also es dauert auch eine Weile, bis Herakles nach Hause kommt, so ein paar Tage, und irgendwann lässt sie sich den Lichers nochmal kommen und sagt: So, pass auf.
Du kannst mich nicht verarschen. Ich weiß, hier ist irgendwas, du kennst den Namen dieser Frau und ich will ihn jetzt wissen. Yeah. Und Lichert windet sich so eine Weile, aber irgendwann ist klar, so ich kann das nicht machen, außer jetzt quasi meiner meiner Lehnsherrin gegenüber offen den Befehl verweigern.
Und auch wenn ich quasi einen anderslautenden Befehl von Herakles habe, das geht jetzt nicht, ich kann das nicht bringen, die köpft mich hier. So. Und sagt ihr dann halt irgendwann die Wahrheit. Ja, und der Nierer sagt, hm, das ist jetzt ja irgendwie blöd. Erst ist sie so ein bisschen sauer auf die Iole, aber andererseits denkt sie sich, naja, die kann ja jetzt nur wirklich nichts dafür in den ganzen Scheiß.
Und denkt sich, aber trotzdem habe ich jetzt irgendwie Bedenken, dass der jetzt irgendwie hier diese, diese junge, schöne Jungfer mir vorzieht. Und ich habe jetzt doch inzwischen so ein paar Kinder geboren und ich bin zwar immer noch schön, aber. So ganz so straff ist das alles hier nicht mehr. Und wer weiß, vielleicht bin ich, ist der Herakles mir schon überdrüssig, was? Das wäre nicht gut. Und da fällt ihr diese Geschichte ein von damals als dieser
Dieser Zitauer, sie da begrabscht hat, dieser Nessas. Und denkt sich, naja, komm, dann mache ich das jetzt doch. Und ähm färbt dann eins dieser Hemd, also nimmt sich so ein weißes, so ein Herrenoberhemd von Herakles aus dem Schrank. und sucht sich dieses, dieses Glas mit Mit dem Blut raus.
Und offensichtlich, also Nessos muss ihr relativ detaillierte Beschreibungen gegeben zu haben, wie das irgendwie zu funktionieren hat. Und zwar ist ganz wichtig, dass da kein Sonnenlicht dran kommt und auch kein Feuer, also es soll überhaupt nicht ans Licht bis.
Herakles das anhat. Das ist ganz doll wichtig, sonst funktioniert der Zauber nicht. So. Ähm, naja, auf jeden Fall färbt sie dann im Dunkeln dieses dieses Hemd und hofft, dass es irgendwie einigermaßen nach was aussieht und nicht nach so einem schlecht gebatigten Happy-Hemd aussieht.
Hast du mal gebattigt irgendwie? Ja, natürlich habe ich mal gebattigt. Ich bin in den 90ern groß geworden. Bei den 90ern Jugendlicher. Ja, genau. Also ich auch. Und ich habe mal versucht, mir tatsächlich einen Hemd in so, also so ein weißes T-Shirt in, ne, so Jänner mit Wachs und Abbinden und irgendwie all diesen Dingen, die man beim Batigen so tut, und wollte das dann in so richtig. grell roter Farbe irgendwie färben und da kam so ein sanftes Rosé bei raus.
So, ich habe das dann getragen, das war schon alles gut, aber so ähnlich stelle ich mir das hier auch vor. Also, ne, da kommt dann also so ein sanft-rosé, nicht gleichmäßig gefärbtes, gebartigtes Hemd bei rum. Und aber das kann sie ja auch nicht so richtig kontrollieren, weil da darf ja kein Licht bei.
Und also sie batigt das Hemd, also sie färbt das Hemd im Dunkeln und hängt es auch im Dunkeln zum Trocknen auf, bis die, bis die, bis es wieder trocken ist, und packt das dann in so ein in so Blätter ein, damit das irgendwie lichtgeschützt ist. Und holt sich dann den Lichers wieder und sagt hier, Lichas, komm mal her, das Paket hier bringst du dem Herakles. Und sagst, er soll das bitte anziehen und zwar direkt nach dem Auspacken. Ja, ganz wichtig. Ist ein Hemd drin.
Und wenn er ein frisches Hemd braucht, dann soll er nicht irgendwie vorher großartig das Ding auspacken und in den Schrank legen oder in den Koffer legen oder was auch immer er da jetzt auf seinen Feldzügen und Reisen dabei hat, sondern direkt nach dem Auspacken anziehen. Sofort. Sofort. Damit da ja nicht viel Licht reinkommt, bevor er es anhat. Also eigentlich soll das, wenn es irgendwie geht, soll es im Dunkeln anziehen. Also am besten wirklich erst Licht drauf.
wenn er es anhat. Und Licher sagt, Aha, warum? Und sie sagt, du stellst jetzt mal keine doofen Fragen. Mit dir bin ich eh noch stinkig, weil du mich angelogen hast, du machst jetzt gefälligst was Ich sage. Und er sagt, Jawoll, äh, Gnellfrau und zieht los. So, und dann sitzt die Daniera da und denkt sich, ja Mensch, hoffentlich hat das jetzt mal geklappt. Und dann kommt irgendwann ihr Sohn an, der Hillos. Der ist inzwischen ein junger Mann.
und beschimpft sie fürchterlich und verflucht sie und so weiter und sie sagt, was, wieso, was ist denn nur los? Und er sagt, ja, du hast unseren Vater umgebracht. Du hast meinen Vater umgebracht, du blöde Kuh. Und er sagt, bitte, und sie sagt, bitte, was habe ich? And er sagt, ja, ja, hier mit deinem Gifthemd. Und sie sagt, bitte, bitte, Gifthemd, bitte was? Erzähl, was ist los? Und er erzählt dann halt, naja, der Vater hat sich irgendwie abends, als er mal ein frisches Hemd brauchte, so.
Ganz wie gewünscht, im Dunkeln das Hemd angezogen und ist dann irgendwie raus. Da haben sie irgendwie gerade so ein großes Freudenfeuer eingezündet gehabt. Und kaum ist so das Licht und die Wärme von diesem Feuer auf das Hemd gefallen, äh, begann er sich irgendwie in fiesen Schmerzen zu winden und das Hemd fing ähm Fing an zu rauchen und zu dampfen und so weiter. Und seine Haut darunter hat Blasen geschlagen und so weiter. Und der windet sich jetzt im Todeskampf.
Und der Nira wird ganz bleich und rennt in die Kammer, in der sie dieses Hemd gefärbt hat. Und in dem Moment, wo sie da quasi die Vorhänge aufmacht, damit da so ein bisschen Licht reinfallen kann, liegt da so ein bisschen. Wolle, was irgendwie übrig ist und was auch mit dieser Farbe gedrängt worden ist, und kaum fällt da das Licht drauf, fängt diese Wolle auch an, quasi so
so giftgrüne Blasen zu schlagen und zu dampfen und so weiter. Also offensichtlich ist das irgendwie ein magisches Gift, was bei Lichtkontakt irgendwie aktiv wird. Naja, und der Hillos ist immer noch der Meinung, dass sie das mit Absicht gemacht hat, also dass sie, dass sie Herakles absichtlich umgebracht hat. Und beschimpft sie. Ist Hereklas denn da schon tot? Also so gut wie, sozusagen. Also er windet sich im Todeskampf und er.
ist auch selber nicht mehr transportfähig, sozusagen, aber er scheint noch zu leben. Aber es ist wohl klar, der macht es nicht mehr lange. So. Also er ist jenseits dessen, was die Ärzte so tun können. Im Prinzip ist er in einer ganz: also, das wissen die meisten noch nicht, aber wir wissen das schon. Er ist unsterblich. Er hat ja damals irgendwie von Hera Muttermilch getrunken, und das hat mit seinen, in Kombination mit seinen Genen dazu geführt, dass er quasi wie ein ganz regulärer Gott.
unsterblich ist, obwohl er von einer Menschenfrau geboren worden ist. Und das heißt, er ist jetzt in so einer ganz ähnlichen Situation wie dieser Centaur vorhin. Er ist tödlich verwundet, kann also nicht mehr leben, aber er ist unsterblich, er kann also auch nicht sterben, und das ist eine ganz fiese Kombination. Auf jeden Fall, der Nira ist völlig fertig mit der Welt. Sie denkt auch, Herakles sei tot.
Und obendrein, dass ihr Sohn sie für eine heimtückische Giftmörderin hält. Und äh, ja, da fasst sie einen kurz gefassten Entschluss und stürzt sich ins Schwert. Das wiederum zeigt dem Hyloss, dass er da vielleicht mit Mit der Verurteilung seiner Mutter etwas vorschnell war, weil er sagt: Oh, Moment mal, wenn die das jetzt so getroffen hat, die war ernsthaft überrascht und jetzt hat sie sich obendrein umgebracht, vielleicht war sie es doch nicht. Naja, auf jeden Fall, ähm.
Reist er dann irgendwie zurück und und berichtet seinem im Sterben liegenden Vater, dass. dass es der Nira wohl doch nicht war, sondern dass da irgendwie etwas anderes mit im Spiel gewesen sein muss und Herakles will das erst gar nicht trä nicht glauben. Zornt er da noch so richtig rum und sagt, es kann doch wohl nicht wahr sein. Irgendwie kein Heer und kein Monster und so weiter kann mich irgendwie besiegen.
Aber wenn eine Frau kommt, ne, dann geht's los. Natürlich hat die Hand einer Frau das alles bewirkt. So. Und ähm fordert seinen Sohn dann auf, ihn zu töten, damit er endlich Ruhe hat und und so und dass er aber dann eben auch die Mutter gefälligst bestrafen soll. Ähm
Und dann sagt, also Hillos überzeugt ihn dann davon, die Mutter war das nicht, und obendrein ist sie schon tot, also selbst wenn, und so weiter. Und Herakles ist dann aber tatsächlich gegen Ende von der Unschuld seiner Frau überzeugt. Und überlegt jetzt, was er tut. Also er leidet da Todesqualen, kann aber nicht sterben. und ordnet jetzt noch gewissermaßen seine Dinge. Zum einen schickt er irgendwie eine Nachricht nach Delphi ins Orakel und fragt da irgendwie um Rad.
Überträgt die Regierungsgeschäfte an den Hillers, an seinen Sohn, und verheiratet ihn mit der Iole? Und von Delphi kommt dann quasi die Nachricht zurück, dass er quasi auf so einen bestimmten Berg in der Gegend gehen soll, weil er dort tatsächlich sein Leben beschließen könne. Das ist ein bisschen kryptischer als das, aber also es ist klar, so da kannst du dein Leben beenden. Und er denkt sich: na gut, das will ich jetzt ja gerade, dann gehe ich da jetzt mal hin. Und geht da hin.
Und fordert seine Leute auf, einen großen Scheiterhaufen zu errichten. Und auf den legt er sich dann drauf. Und sagt dann so, und jetzt zündet ihr den mal gefälligst an. Und das will natürlich niemand machen, weil die sagen, hallo Junge, du lebst noch, wir verbrennen dich doch jetzt nicht beim lebendigen Leib.
Und er sagt, komm, das ist jetzt mal ein bisschen Sterbehilfe, ihr macht jetzt mal gefälligst mit. Und die sagen, nee, das geht ja gar nicht. Und es dauert dann quasi eine Weile, bis sich dann einer seiner Freunde, einer seiner Generäle.
¶ - Apotheose
Ähm, Philipp Tethys heißt der, der dringt sich dann dazu durch und legt tatsächlich, also erklärt sich bereit vorher an diesen An diesen Scheiterhaufen zu legen. Und zum Dank schenkt ihm Herakles seinen Bogen und die speziellen Giftpfeile da gewissermaßen. Und dann entzündet der Philoktetes eben diesen Scheiterhaufen. Und der lodert auch hoch. Und dann senkt sich aber eine eine Wolke vom Himmel herab, die scheint vom Olymp zu kommen.
Also Blitz und Donner und ein Riesenunwetter und es wird dunkel gewissermaßen und diese Wolke senkt sich herab auf diesen Scheiterhaufen. und zieht dann unter Blitz und Donner und Getöse wieder davon, Richtung Olymp. Und als der Scheiterhaufen dann quasi runtergebrannt ist, wollen sie dann die Gebeine des Herakles irgendwie finden. Also sie deuten diese Wolke irgendwie, aha, okay, offensichtlich haben die Götter ihm die Sterblichkeit geschenkt.
Und wollen jetzt aber irgendwie die Gebeine des Herakles irgendwie zusammensammeln, um die noch richtig bestatten zu können, und finden aber nichts. Es ist quasi nur die Asche dieses Scheiterhaufens übrig, aber keinerlei Überreste von Herakles. Der ist verschwunden. So. Und dann ziehen sie dann auch direkt die Schlussfolgerung, die auch richtig ist hier innerhalb des Mythos, dass Herakles gewissermaßen.
Zu den Göttern versetzt worden ist und dort jetzt als nicht mehr sterblicher Mensch gewordener Gott, sondern als vollumfänglicher Gott nun eben. zu Rechten seines Vaters im Olymp sitzt und so weiter. Und so ist es auch tatsächlich. Also durch diese spezielle Wolke wird Herakles also von allem, was sterblich an ihm ist, befreit, damit eben auch von diesen. Qualen, die ihn dieses Gift irgendwie bereitet hat, und kommt dann eben im Olymp an.
Versöhnt sich da mal kurz mit Hera, das scheint jetzt irgendwie ganz unkompliziert zu gehen, aus welchen Gründen auch immer. Aber vielleicht sagt sich Hera: ja, jetzt, wo wir Arbeitskollegen sind, können wir uns ja auch vertragen, keine Ahnung. Und Athene arbeitet ihn wohl so ein bisschen ein, er ist seine beste Freundin unter den Göttern und so. Und Herakles bekommt dann von Zeus Die Hebel als Ehefrau. Hebe ist die Göttin der Jugend. Und äh.
Ja, und dann findet er sich da im Olympso ein und ist jetzt von nun an ein Gott. So. Ohne spezielles Profil, also er ist jetzt nicht für irgendwas Spezielles zuständig. Das ist ja auch alles einigermaßen. Wohl verteilt gewissermaßen.
Aber er, also ne, hat noch so ein bisschen Kriegsführung, also so ein bisschen was von Athene und so ein bisschen was von Artemis und so ein bisschen was von Hermes und so, ne, also man kann ihn durchaus anrufen, wenn es irgendwie um Strategie geht, man kann aber auch Bei der Jagd oder wenn man irgendwie einen Hinterhalt oder was Heimtückisches machen will, kann man das irgendwie tun, oder eben auch, wenn es um so ein bisschen Tricksereien geht und so. Also im Prinzip
So ein Springer, kann man sagen. Also, er hilft halt quasi in den Götterdomänen, in denen er sich auch auskennt. Da hilft er gewissermaßen aus. Wenn die Leute mal der Meinung sind, einfach nur zu Athen beten, reicht jetzt nicht, dann können die auch noch zu Herakles beten und dann hilft er da so ein bisschen mit. Genau, damit ist seine eigene Geschichte soweit durch. Ich will noch kurz einen kleinen Ausblick darüber geben, was mit seinen Nachkommen passiert, mit den Herakliden.
¶ - Epilog: Die Herakliden
Es ist tatsächlich so, dass der Hilos das Reich nicht zusammenhalten kann. Also der Tod des Herakles sorgt dafür, dass, ganz ähnlich wie nach Perseus Tod, dass das Reich ganz schnell wieder zerfällt. Und da hat Eurystheus seine Finger mit ins Spiel. Die erste Amtshandlung, die Eurystheus vollbringt, ist zu sagen: So, hier, das sind Persiden hier, die ganzen Kinder von dem Herakles, sind alles meine Untertan.
So wie Herakles das auch war, Herakles durfte sich da freikaufen, aber das da sind alles meine Untertanen. Schön alle unter meine Knute und wenn nicht dauerhaft dann hier zwölf Aufgaben und so weiter, ne? Also, der zieht direkt dieselbe Nummer nochmal durch und denkt sich: Jetzt, wo das nicht mehr Herakles ist, kriegen wir das doch womöglich hin.
Und das gibt so ein bisschen kriegerischen Konflikt. Also Hüllers lässt sich das nicht gefallen. Und es ist tatsächlich so, dass er offensichtlich nicht gerade das. das militärische Geschick seines Vaters geerbt hat. Aber es kann auch sein, dass ihm jetzt hier gerade die halbe Armee von der Fahne geht, weil die ja gewissermaßen auch zusammenerobert und zusammen unterworfen ist. Also es kann sein, dass da einfach jetzt das halbe Das halbe Reich irgendwie in Rebellion erstmal aufsteht und die
Jetzt sagen, oh, jetzt machen wir doch wieder alleine und die Perser. Genau, und die Perser und wie sie alle heißen, die er da unterwegs erobert hat. Dass die jetzt alle gewissermaßen wieder abtrünnigt werden und auf einmal steht er da mit relativ wenig Verbündeten da und muss sich dem Euristius zur Wehr setzen. Es endet tatsächlich damit, dass äh. Herakles Söhne alle fliehen müssen und auch seine Mutter, die Alkmele, lebt noch.
Und Iolaos, also der Neffe und Begleiter von Herakles, der wird gewissermaßen so der Anführer der Herakliden und sozusagen der väterliche Berater von Hillos. Und es gibt dann tatsächlich noch so diverse Episoden, also unter anderem eine, wo sie dann in Athen sozusagen Zuflucht suchen und Eurystheus belagert dann Athen. Und sie müssen dann. Herakles Tochter Opfern ähm, um die Schlacht zu gewinnen.
Und da gibt es dann noch so eine ganz krasse Szene, in der der inzwischen recht alt gewordene Iolaos, dem noch älteren Eurystheus, auf einen Schlachtwagen quasi hinterher rast und ihn dann einfängt, nachdem die Schlacht gewonnen ist. Also Eurystheus versucht zu fliehen, und Eolaos fängt ihn wieder ein und bringt ihn nach Athen, wo Eurystheus dann hingerichtet wird.
Und dann versuchen die Herakliden tatsächlich den Peloponnes wieder zu erobern und das Reich wieder zusammenzukriegen und brauchen schaffen das auch, aber brauchen tatsächlich drei Generationen dafür. Also erst die Urenkel von Herakles sitzen dann wieder auf dem Thron oder auf Trönen, kann man sagen. Und zwar haben sie sich im Prinzip drei Städte zurückerobert.
Und da gibt es noch so ein Ja, das kann ich weglassen, aber es ist tatsächlich so, dass quasi diese drei Städte kriegen unterschiedliche Wappentiere, die unterschiedliche Qualitäten dieser Dieser Städte beinhalten sollen. Die eine Stadt bekommt einen Frosch als Wappentier.
und bekommt prophezeit, ihr müsst euch auch verhalten wie den Frosch. Ihr habt keine eigenen Schutzmechanismen und so weiter. Ihr zieht euch am besten zurück, verhaltet euch unauffällig und hofft, dass euch irgendwie nichts passiert. Die anderen bekommen den Drachen als Wappentier und bekommen dann auch Geweis hat, ihr werdet große Angreifer und Eroberer sein. Und das dritte Tier, das einer dieser Städte zugeordnet wird, ist der Fuchs.
Und da wird denen gesagt so, und bei euch, äh Ihr werdet eher quasi mit Schleue und mit mit Strategie irgendwie... Euer Leben fristen, aber auch eher so, dass ihr euch gewissermaßen einen guten Bau, also eine gute Festung gewissermaßen baut und versucht, dort irgendwie zu existieren und schlau zu sein. Geschichtlich gehen dann diese beiden an, also die, die Froschstadt und die Fuchsstadt, ich hab vergessen, wie sie heißen, es ist auch nicht so wichtig. Eine davon ist Argos.
Die gehen dann historisch gesehen unter, aber die Stadt, die übrig bleibt und die gewissermaßen das Erben, das Erbe dieser Herakliden gewissermaßen weiterführt, die mit dem Drachen, das ist Sparta. Oder das wird später Sparta, die heißt zu dem Zeitpunkt noch nicht so. Aber das ist gewissermaßen der Gründungsmythos der Spartaner ist. Dass quasi, als dann da nach vielen, vielen Kriegen, irgendwie drei Generationen nach Hillos die Herakliden wieder, wieder Griechenland erobern, ähm,
Das ist dann eben die eine Stadt, die mit dem Drachen, die bleibt über, und das ist Sparta. Okay. Genau, soweit jetzt mal, also wie gesagt, das war alles, was wir jetzt in diesen vielen Folgen Herakles gemacht haben, jetzt nur ein Ausschnitt aus dem reichen Sagenschatz, den es um Herakles rum gibt. Aber wie gesagt, es sind jetzt so die, wo ich das Gefühl habe, damit haben wir jetzt so alle offenen Enden einmal wieder zugekriegt.
Äh, ja. Heieiei. Ja, ich hab irgendwie vier Zettel vollgeschrieben mit dem. Ja, es war auch echt viel Zeug. Ja. Ähm.
¶ Beginn Spekulation
Also, wir fallen. Ich fange mal so bummelig an zu reden und guck mal, wo ich rauskomme. Finde ich gut. Man nennt es auch Podcasten. Genau. Ähm.
¶ - Jähzorn und Tyrannei
Also zum einen, das mag an der Art und Weise liegen, wie du es erzählt hast. Finde ich. Wird sozusagen nochmal viel deutlicher die Schattenseite von Herakles. beleuchtet. Also das hat ja, also in der Erzählenauswahl hat das ja durchaus tyrannische Züge, was der da veranstaltet. So kommt einfach bei jedem mal vorbei, der ihm irgendwie schräg gekommen ist und
Hat offensichtlich ja ein Her, was militärisch so überlegen ist, dass der einfach mal irgendwo einmarschieren kann. Ja. Und nutzt das ja auch voll aus. Ja, ich habe auch das Gefühl, nachdem er da die Ibera geschlagen hat in der letzten Folge. Kann ihn eigentlich militärisch niemand mehr aufhalten. Nicht mal mehr die Trojaner. So.
Also nicht mal mehr Troja kann seinem Angriff standhalten und dann macht er das jetzt tatsächlich. Jeden, wo er einen Kasus Belli hat, sozusagen zieht er dann auch los und erobert die halt. Also das. Finde ich bemerkenswert. Ich frage mich gerade, ob es so eine... Also es ist mir jetzt gerade ganz spontan eingefallen, ob es so eine, also quasi in diesem Königreich so eine Eroberungslogik gibt. dass das überhaupt nur bestehen kann, wenn es, wenn es immer weiter äh, weitere Teile erobert.
Naja, manchmal hat man ja tatsächlich bei diesen Großreichen, die so schnell expandiert haben. das Gefühl, dass die tatsächlich exakt in dem Moment untergehen, in dem sie aufhören zu expandieren. Also ob das nur die Mongolen sind oder oder das Reich Alexander des Großen und so weiter. Beim Thimoridenreich kann man das auch so ausdrücken. Yeah. Wobei die dann später durchaus noch Geschichte haben. Aber egal, trotzdem hat man da manchmal so diesen Eindruck, dass manche Staaten nur
nur einen Zusammenhalt haben, solange sie noch expandieren. Und vielleicht konnte man überhaupt dieses stehende Heer oder dieses Heer nur unter Expansionsbedingungen zusammenhalten. Es ist jetzt völlig wild gesponnen, aber. Ja. Und in dem Moment, in dem du nicht mehr irgendwie Dabei bist Leute zu erobern, genau. Also, indem du keinen Krieg mehr führst, haut dir vielleicht auch einfach die Hälfte von deinem Heer ab.
Genau, das kann gut sein. Also, gerade wenn man sich so überlegt, wie damals Wie soll ich sagen, so die Militärfinanzierung lief. Du hast ja im Prinzip nicht sowas, dass du sagst. Da sind aber auch Luftanführungszeichen drumherum, oder? Ja, ja, genau. Also du hast ja eben nicht so, dass du sagst, naja, ich habe hier im Prinzip ein funktionierendes Wirtschaftssystem.
Da passiert irgendwie ein Batzen Wertschöpfung und also sprich irgendwie Wirtschaftswachstum, ich verdiene Geld und von dem Geld, was ich mir da herbei produziere, zweige ich einen Teil davon ab und finanziere damit mein Militär. Sondern das lief ja eher so, dass man sagt, naja, ich sag hier Leute, kommt mal mit, wir ziehen in Krieg und Bezahlung gibt es in Form von Kriegsbeute.
Das heißt, in dem Moment, wo du aufhörst, Krieg zu führen, gehen deine Soldaten wieder nach Hause. Und wenn sich deine ganze militärische Macht und auch dein ganzes Deine ganze Fähigkeit, dieses Riesenreich überhaupt zusammenzuhalten, also weite Teile der Bevölkerung sind ja wahrscheinlich keine Fans von dir, wenn du die erobert hast. Ähm,
hat was damit zu tun, also deine Fähigkeit, dieses Reich zusammenzuhalten, hat was mit diesem großen Heer zu tun. Und in dem Moment, wo du das nicht mehr hast, werden die vermutlich auf müpfig, weil sie sagen, ach ja, jetzt mit dem Rest, mit der Restarmee, die der da noch über hat, mit der werden wir wohl fertig.
Und wir haben ja haben es ja nun auch mit einer Zeit zu tun, in der Wege einfach Zeit brauchen. Also Transportwege, es ist ja also jetzt auch nicht so, dass er das in zwei Tagen wieder zusammengerufen hätte, Fans. wenn es mal auseinandergegangen wäre. Also vielleicht war es tatsächlich nötig, genau diese Eroberungstaktik weiterzufahren. Das stimmt, das kann gut sein. Also so ein Fall von haben wir natürlich null Beweise für, aber passt zur Geschichte. Ja.
Und ist auch irgendwie in sich einigermaßen plausibel. Ja, genau, einigermaßen plausibel, finde ich eine gute Formulierung. Aber das ist, glaube ich, auch das höchste Qualitätssiegel, was wir hier erreichen. Uh also das, das ist mir irgendwie aufgefallen. Dann, das hängt da ein bisschen zusammen mit zusammen, finde ich, also diese, dass diese Jetzorn-Geschichten nochmal auftauchen, finde ich bemerkenswert. Weil die ganz am Anfang der Geschichte mal eine Rolle gespielt haben. Mhm.
Oder ziemlich am Anfang zumindest. Dani hat es ja gefühlt ganz lange gar nicht. Und jetzt kommen sie noch mal wieder. Wobei das auch dran liegen könnte, das wäre der dritte Punkt, dass ich auch das Gefühl habe, es ist schon so. Also wenn man sich es eher sozusagen aus der Perspektive von Geschichten erzählen anguckt, Um Finde ich, wird es halt, ist es halt eher so ein, und dann greift man mal quasi, was es an so Motiven und offenen Enden gibt nochmal auf und erzählt damit weitere Geschichten.
Und dann wäre auch wieder klar, warum so ein Element wieder nochmal hochgenommen wird, weil damit gut beim weil man damit gute Geschichten erzählen kann. Ja. Also da ist, glaube ich, tatsächlich was dran. Und auch quasi in so einer Logik von, um diese Geschichte mit der Iolae und dieser Weigerung ihres Vaters überhaupt erzählen zu können.
muss man ja so ein Stück weit diese ganze Geschichte mit der, mit der Megara wieder ins Spiel bringen und so das wieder in Erinnerung rufen. Und da dann drumrum mal noch so ein paar Sachen zu stricken, in der der auch nochmal handgreiflich wird.
Macht durchaus aus RC-Logik her Sinn. Ja, und tatsächlich brauche ich die, also da das hab ich, deshalb habe ich auch am Anfang so blöd nachgefragt, kommt da nichts mehr. Also, weil hinten raus ja auch klar wird, und die EOD brauchen wir ja, weil wir die für den Schluss der Geschichte brauchen. Genau. Come on.
Also dementsprechend ist da durchaus was dran, und es hat aber andererseits in der Deutlichkeit der Wirkung jetzt durchaus auch was mit meiner Geschichtenauswahl zu tun. Also A gibt es Durchaus unterwegs schon immer mal wieder so Episoden, wo Herakles mit Heras Zorn geschlagen wird. die ich aber weggelassen habe, weil das also auch in den letzten Folgen immer mal wieder weggelassen habe.
weil das eben nicht in diesen großen Erzählbogen irgendwie reinspielt oder oder da da nichts zu beiträgt, will ich mal sagen. Aber das sind dann halt so Geschichten, die für sich stehen und wo Herakles entweder mal was ganz Tolles macht und der strahlende Held ist und ab und zu ne, ist aber halt Heras Wahnsinn da wieder am Start und er bringt mal wieder jemanden um. Ähm, und hier hinten gehören aber wieder genauso wie am Anfang die, die Geschichten mit zum Zyklus. So und ähm
Ja, also es hat quasi was mit der Auswahl zu tun, und ich habe hier jetzt auch tatsächlich viele Geschichten rausgelassen, wo er der ganz strahlende und integre Held ist, die aber hier jetzt für sich gestanden sind. Und dementsprechend ist quasi die. Wie soll ich sagen, die Stärke dieses Effekts, den du gerade beschreibst, wahrscheinlich, wenn man alles sieht, nicht so deutlich wie in meiner Auswahl jetzt. Ja. dann muss man das vielleicht auch nicht so hochhängen.
Genau, wobei, also ich schon interessant finde, wenn man jetzt einfach mal sagt, hm, also wir tun mal so, als wäre alles, was zu diesem langen, langen Zyklus gehört oder diesem langen Bogen, den ich jetzt geschlagen habe, gehört. Mal angenommen, das gehört alles irgendwie zusammen. Dann ist es schon spannend, dass da am Anfang diese Zaungeschichten auftauchen, dann lange keine wesentliche Rolle spielen und am Ende wieder auftauchen. Ähm,
Und da ist es, finde ich, schon interessant, was das entweder erzählerisch bedeutet oder was das auch in der Geschichte bedeutet. Also, ich finde, es klingt fast so, als ob ihm die Propaganda zwischendurch außer Kontrolle geraten wäre. Ja, also ich habe zwischendurch darüber nachgedacht. Also insbesondere, weil es da noch diese Geschichte mit diesen Knaben gibt, die ich da extra noch mit reingenommen habe.
Wo es ja mal zur Abwechslung, also da hat doch mal jemanden erschlagen und wieder mal ist es natürlich nicht Mord, nein, nein, nein, nein, nein. Aber diesmal ist nicht Heras Zornschuld, sondern diesmal war es ein bedauerlicher Unfall.
Also gerade das, das zeigt mir so, in dieser Masse, in der das auftritt, da muss irgendwie ein etwas mehr sein als einfach nur diese ganze Anti-Hera-Propagandaschiene oder Konflikt mit Hera und dann Propagandaschiene, sondern ich finde das Macht zumindest so einen Hinweis in Richtung von, naja, also. Vielleicht war der wirklich einfach ein jähzorniges Arschloch und hat ab und zu mal Leute gekillt. So. Und wenn er auf Feldzug war, dann ging es, weil er dann irgendwie quasi.
einfach mal so Leute killen konnte, aber wenn du den im Frieden hattest, dann ist der dir früher oder später ausgekillt. Äh, ausgekillt, ausgekillt. So und also vielleicht hatte der Ja, vielleicht brauchte der irgendwie seinen sein Blutvergießen am Tag, sonst war der war der nicht gut drauf. Ja. So, und wenn er den zu lange irgendwie im Palastrum hängen hieß, äh, liest und hast den keinen Krieg frühen lassen, dann hat der irgendwann angefangen die Leute umzubringen.
Also das w finde ich, das fällt mir jetzt noch mal ein. Das ist eigentlich, finde ich, das spiegelt ganz schön. Was wir sozusagen auf der politischen Ebene gerade aufgemacht haben, was ich vorhin tyrannische Züge genannt habe. Also einfach so ein der, also der, der, der ist der ja so ein bisschen unberechenbar. So, weißt du, du kommst so als Sklave da mit dem Frühstück rein und Das den Kopf kürzer gemacht, weil das Hähnchen nicht durch ist oder keine Ahnung, weißt du so.
Genau, kommst du da irgendwie lange und willst irgendwie einen Kaffee nachschütten und dann macht er einmal Knack und bricht dir das Genick. Ja, weil. Und dann wird das irgendwie großer Skandal. Und er sagt, ja, jetzt habt euch mal nicht so, bringt mal den Vater her, gebt dem mal ein bisschen Geld und dann soll der mal sagen, ja, hier war ein Unfall und ich mache ja auch hier keine Anklage und so weiter. Da ist das Thema durch. Und dann büßt man noch so ein bisschen für die Presse.
Dann geht's weiter. Und beim nächsten Mal sagt man, uha, war wieder der Heraz-Zaun. Kann ich nichts für. Böse Hera. Also, das finde ich schon, also gerade in dieser Kombination, dass es nicht immer Hera ist, die das auslöst, finde ich, spricht da viel für. Und ansonsten, ähm, Könnte man es halt durchaus als als antiweibliche Propaganda gewissermaßen ähm mit ins Spiel nehmen und sagen, dass immer wieder quasi
Gezeigt wird. So, und guckt mal, unser schöner, strahlender Held hier, und immer wieder löst die Hera was Böses aus und so weiter. Und alles Böse kommt von der Frau. So, das, äh, ja. Aber so wie es da erzählt ist, finde ich, hat es tatsächlich sowas von... Das wird ja jetzt immer sozusagen als strahlende Heldentaten erzählt, aber insbesondere w in der in dieser politisch politischen Interpretation, die wir gemacht haben, also da wird ja einfach viel Krieg geführt.
Ja. Und zwar, und da wird auch eine Menge Blut vergossen. Oh ja. So, und du hast damit Heraklas so einen gefürchteten Heerführer. Ähm. Und der ist ja wahrscheinlich noch nicht. einer der Herführer, der im Zelt bleibt, während der Krieg geführt wird, sondern er steht wahrscheinlich vielleicht nicht ganz vorne, vielleicht sogar das. So, der jetzt aus dem Schlachtfeld, wenn gekämpft wird. Kann man von ausgehen. Und das ist der, um den sich seine Leute scharen.
So. Und ne, und also vielleicht ist auch jemand, der so ein mächtiger Krieger ist, sprich, der sehr gut darin ist, Leute umzubringen. Das ist ja das, in was sich das übersetzt. So. Also das muss ja ein gewaltsamer Charakter ist ein blödes Wort, weil das so eine also jemand, der in dessen Leben sehr viel Gewalt ist, sagen wir mal so. Auf jeden Fall. Ähm. Der hat ja auch noch nie was anderes beruflich gemacht. Genau. That is... Den haben sie nach der Schule direkt.
Losgeschickt, hier geh mal unsere Herdenbehüten Piraten bekämpfen. Und dann komm mal wieder hier Them befreien. Und dann los und hier. Also der hat ja immer nur Krieg geführt. Und also vielleicht sind diese Jetzorn-Geschichten, die da erhalten geblieben sind, tatsächlich so ein Hinweis von, naja, wir erzählen uns Geschichten von so Leuten gerne als Geschichten von strahlenden Helden.
Aber jemand, der so gut aus dem Schlachtfeld ist, weißt du, jemand, der so gut daran ist, andere Leute umzubringen. Der ist nicht strahlend und friedlich und sanft. Der ist gefährlich. Und zwar richtig. Und der ist auch wahrscheinlich. Psychisch nicht so ganz beieinander. Naja, klar. Also, vielleicht ist es so eine so eine antike Form, ein Kriegstrauma zu erzählen. Es ist jetzt sehr weit interpretiert, aber.
Ja, also es kann schon sein, dass das, also dass das tatsächlich so ein Hinweis auf sowas ist, oder halt auch tatsächlich, ähm, Also, vielleicht war das auch einfach ein Blick und Pa... Ja, das wäre auch eine Begründung. Solange der was zu morden hatte, kam der prima klar und konnte das auch richtig gut. Aber es war halt auch das Einzige, was er gut konnte.
Genau, also man könnte sagen, also ne, genau, die Eigenschaften, die jemanden erfolgreich in so einem Blutbad machen, machen einen halt nicht unbedingt zu einem sonst irgendwie umgänglichen Zeitgenossen. Sondern es ist halt eher wahrscheinlich, dass du irgendwie psychopathische Züge hast. Vielleicht hat der auch so. Weißt du, so Austicker gehabt oder so. Ja, also zumindest wird es hier so erzählt, ne?
Und ich meine, was man ja schon auch festhalten muss, ist: die Qualitäten, die dich zu einem großen Eroberer machen, machen dich jetzt ja nicht zwingend zu einem guten Herrscher. Und äh, Vielleicht war das auch tatsächlich, also ne, manchmal fragt man sich ja, wieso geht er denn jetzt schon wieder auf Eroberungszug? Aber vielleicht war das auch so einfach der Punkt, wo er gemerkt hat, okay,
Leute umbringen, ist das Einzige, was ich gut kann. Und wenn ich das nicht in sinnvolle Bahnen lenke, dann fange ich das früher oder später in unsinnvollen Bahnen an und. Ja, am besten gehe ich mal Krieg führen. Weiß ich nicht. Ja. Und ich finde es also finde es bemerkenswert, dass das. Also Herakles is finde ich, in den, in so den Artiken sagen, das ist eine der Heldensagen. Das ist so eine, also ne, wir haben ja den, den, den, den Perso ist so ein bisschen als wie so eine Prototypheldensage.
äh behandelt und ich finde in dem in dem Herakles kommt aber sozusagen die antike Heldensage zur vollen Entfaltung. Ja, würde ich auch sagen. Und dass gerade in der Sage sozusagen diese Reste von diesem Jäzorn und dieser unkontrollierten Gewalt drin sind, das finde ich bemerkenswert. Ja. Da da eben nicht gelungen ist offensichtlich in den
Also da rede ich ja gerne drüber. Wir haben es ja mit mündlicher Überlieferung zu tun an vielen Stellen. Und offensichtlich haben die Leute das weitererzählt und miterzählt. Genau, also es ist irgendwie dran geblieben. Genau, es ist nicht. Es hat sich sozusagen nicht in den Wiedererzählungen und Wiedererzählungen sozusagen abgeschliffen und übrig geblieben, ist dann sozusagen die strahlende Heldensage. Genau, also zumindest zu dem Zeitpunkt, als Hesiod das dann aufgeschrieben hat.
Muss das noch so präsent gewesen sein, dass der das, obwohl er quasi ihn konsequent als unschuldig darstellt, er kann es nicht einfach weglassen, weil sonst wahrscheinlich quasi seine Leser gesagt hätten oder ne, die, die, die. die Kritiken im Literaturfeuilleton der, weiß ich nicht, Athener Allgemeinen Zeitung oder so, dann gesagt hätten, ja, hier, das ist ja total scheiß, diese Biografie, der hat irgendwie die Hälfte weggelassen. So, wir wissen doch alle, der Herakles war ein Schlechter.
Man kann ja von der Athena allgemeinen Zeitung halten, was man will, aber der Pflanitor ist echt gut. Also, ne, genau, es ist offensichtlich nicht möglich, das wegzulassen. Weil die Leute die Geschichte so kannten. Mhm. Genau, und dann kann man sie zwar so deuten, ne? Und so eine, ja, ja, ist immer alles unschuldig gewesen und Heraz Zorn und irgendwie diesen ganzen Scheiß. Das kann man irgendwie machen, aber weglassen geht nicht.
Ja. Das finde ich weist darauf hin, dass es tatsächlich irgendwie doch mehr als eine Ausnahme gewesen sein muss, dass sowas passiert ist. Würde ich auch für plausibel halten, auf jeden Fall. Wie war das Gütesiegel einigermaßen plausibel? Genau. Wir haben irgendwie neulich beim Hessen mal so eine, ich weiß gar nicht, worüber wir da geredet haben, aber wir haben auch so eine süße Theorie über irgendwas entworfen und
Haben das dann mit, naja, okay, das kann man so einigermaßen geradeausdenken. Es geht so einigermaßen widerspruchsfrei durch. Genau. Nicht so genau hingucken, nicht irgendwo dran rütteln, aber erstmal so, ja. Genau, das ist so das, was mir, was mir so im Bogen aufgefallen ist. Und ich würde aber, nur um es nochmal zu sagen, trotz allem kann es aber auch durchaus sein, dass das.
in diesem großen Konflikt zwischen zwischen Herakles und und Zeus und dieser patriarchalischen Struktur, für die sie stehen, und äh, Hera und den ganzen Muttergottheiten und alten Mutterkulten, die es da irgendwie so gibt, das ist irgendwie auch ein was damit zu tun hat. So while Im Prinzip ist es ja immer wieder ein Also A ist er überhaupt gegen Hera aufgestellt.
Und sein Name ist ja auch dieses An-Hera-Rum-Erringen. Und Eurystheus ist quasi Heras Marionette und all diese ganzen Sachen. Der übrigens auf dem auf dem Schafott gewissermaßen, als als die den dann hinrichten in Athen, ähm weiß er noch gewissermaßen alle Verantwortung von sich und sagt, war alles Hera und so. Also das ist schon sehr, sehr, sehr, sehr stark, wie die beiden gegeneinander aufgestellt werden und kämpfen ja auch wirklich als als
Ein paar der wenigen Götterduelle irgendwie hier mal gegeneinander. Das, das na, also hatten wir in der letzten Folge, wo die ja durchaus auch mal direkt im Zweikampf gegeneinander agieren und solche Dinge. Also, da ist ein Riesenkonflikt und es kann auch einfach sein, dass das quasi Teil Teil der Art und Weise ist, wie solche Konflikte erzählt wurden.
Und dass man also da mit allem, was man hat, irgendwie auf die gegnerische Seite zeigt und sagt, guck mal, wie böse die sind. Also das ist dann doch eher gegnerische Propaganda, als meinst du? Genau, also also entweder Entweder gegnerische Propaganda, die gewisserma gegen die man sich wehrt und sagt, die behaupten hier der Herakles wäre ein schlechter, aber in Wirklichkeit ist es Hera, die hier die Schlechterin ist, sozusagen. Was war denn das Zweite? Achso, oder vielleicht auch tatsächlich
Das klingt aus heutiger Sicht so ein bisschen widersinnig, aber vielleicht ist es auch tatsächlich einfach eigene Propaganda, zu sagen. Guck mal, und die, die Frauen, die sind so hinterhältig und und Hexerei und magische Geschichten und so weiter und die, die, die beeinflussen Männer in ihren Emotionen und sogar unseren Herakles machen sie irgendwie manchmal so wütend, dass der sich gegen seine eigenen Freunde, äh, Uh wended.
So sind sie halt die Frauen. Die bringt Zwietracht zwischen die Männer. Weißt du, selbst Freunde wenden sich gegeneinander, militärische Verbündete wenden sich gegeneinander. Genau, und alles nur wegen den Frauen. Also das Klingt so, wie wir es jetzt hier überliefert bekommen haben von dem Hesiod.
Klingt es irgendwie für unsere Ohren und Augen nicht irgendwie sinnvoll, das so zu denken? Aber es kann sein, dass es trotz allem so eine Sorte von Von Propaganda quasi der Männerseite war, um zu sagen, wir erfinden uns diese Geschichten hier, um zu zeigen, wie böse die Frauen sind. Und das klappt dann aus unserer Sicht nicht mehr so richtig, aber es kann sein, dass es so eine Sorte von Argumentation war. So. Das ist einfach dieses, dieses hinterhältige, Zwietracht sähende Pack, weißt du?
Und gerade dieses dieses Argument, dass gewissermaßen Frauen Männern den Kopf verdrehen und sie zu irgendwelchen Handlungen verleiten, die sie später bereuen, Das hält sich ja durchaus. Das findet man ja durchaus auch noch an anderen Stellen immer mal wieder. So. Ob nur jetzt in Form. Ob nur in Form von Hexe und und Zaubertränken oder eben
die irgendwelche Feen und Nymphen, die irgendwelchen Leuten den Kopf verdrehen oder irgendwelche Bannflüche auf sie legen. Oder so ganz alltäglich im Sinne von Ruida ist jemand so verliebt, dass er anfängt schlimme Dinge zu machen, weißt du so Lancelot oder sowas. Ja, aber ein bisschen zu ja so weißt du, so der den in Filmen gibt es doch ganz oft so den Vamp als als Frauenfigur. Die so jeden Mann um den Finger wickeln kann und das.
Das sind durch durchaus Geschichten, die wir heute noch erzählen. Also vielleicht, naja, doch ich vermute auch auch heute noch, uh, das ist jetzt ja eher so klassisch, so Film noir mäßig. Da wären wir dann ja eher so, glaube ich, in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts. Aber ist ja auch, also, ne, das das hat sich zumindest bis in die Moderne gehalten. Ja.
Als ein erzählerisches Bild. Genau. Also und ob das das jetzt hier tatsächlich ist, ist natürlich fraglich. Also insbesondere, weil es nicht mehr gut funktioniert. Also es kommt ja tatsächlich doch. eher Herakles schlecht weg dabei. Aber wer weiß, wie das damals, damals war und wie auch quasi so die Urform dieser äh Dieser Geschichte war, also ich könnte mir durchaus vorstellen, dass da am Kern so eine Sorte von Argumentation liegt.
Die eigentlich quasi von Zeuscher und Heraklessischer Seite gewissermaßen auf die anderen zeigt und sagt: guck mal, die sind böse. Das wäre also einigermaßen bloß hier. Yeah. Ja. Gut, dann haben wir das Thema so, glaube ich, ne? Oder hast du da noch was dran? Nee, ich hatte jetzt in So, so an der einen oder anderen Stelle so in den Einzelgeschichten machen wir noch was.
Ich weiß gar nicht, ob man das alles in aller Ausführlichkeit besprechen muss. Um eher so Sachen, über die ich irgendwie gestolpert bin oder sonst irgendwie merkwürdig fand oder so. Und eine Sache, die total albern ist. Also was ich eine komische Geschichte finde, ist, die spielt, glaube ich, in Troja. Telamon ist das. Telamon quasi als erster die Stadtmauern durchbricht. Und der Heraklas ja auch erst wieder so einen Zornusanfall kriegt.
Und dann diese komische Sequenz mit den Steinbrocken und dem Tempel und so, das fand ich irgendwie schräg. Ohne, dass ich dir jetzt erklären könnte, was ich daran. Also ich glaube, ich glaube tatsächlich, so der Detailgrad, der da drin steckt, auch mal wieder, den fand ich irgendwie merkwürdig. Also, weißt du, man könnte ja auch einfach nur erzählen, es gelingt,
Also Heraklass wird erst je zornig und erkennt dann aber doch seinen alten Kampfesgefährten und kriegt sich wieder ein. Dasselbe, also du kannst die Geschichte sozusagen danach genauso weitererzählen. Ja. Und da habe ich mich dann gewundert, warum da diese komische Sequenz mit den Steinen und dem Tempeln drin ist. Also auf was verweist die? Wenn sie auf irgendwas verweist. Aber ich habe da so gar keine Idee zu. Mhm.
Also ich finde, diese Episode spricht sehr stark für unsere, da ist echter Jähzaun im Spiel Deutung, die wir gerade aufgemacht haben. Also wenn es jetzt eine Geschichte wäre, wo gewissermaßen Herazorn wieder auf Herakles kommt,
Und dann baut dieser Telamon irgendwie einen Altar für Zeus oder irgendwie sowas. Und das bricht den Bann oder so. Dann könnte man es, ähm, Dann könnte man es in so eine Propagandalogik irgendwie einsortieren und sagen: Haha, die männliche Magie ist stärker als die weibliche, was irgendwie so. Aber die Tatsache, dass das, was Herakles zum Nachdenken bringt, diese ja letztendlich Unterwerfungsgeste ist, die Telamon hier macht. Also er.
Gibt ja quasi Herakles den Sieg sozusagen und sagt: Das ist dein Sieg und so. Ähm, Das spricht, finde ich, eher für echten Jetzt Raum. Also dass das so ein Er plant diesen Feldzug und so weiter und dann dringt da einer seiner Generäle irgendwie vor ihm in die Stadt ein und die feiern ihn gerade, als er da irgendwie dazu kommt und er ist so irgendwie stinkig und.
Was erlaubt er sich eigentlich sich hier feiern zu lassen, ist irgendwie mein Feldzug und kommt da. Im Bersacker-Modus gerade wahrscheinlich. Genau, und ist eh gerade im Blutrausch und kommt da irgendwie angerauscht und will den Eichenkopf kürzer machen. Und dann macht der so eine Sorte von. von Unterwerfungsgeste und sagt hier, dein Sieg ist, dass du hast hier diese Stadt eingenommen, nicht ich. Und du bist der Eroberer von Troja. Und Dann kriegt er gerade so diese Wut wieder abgeschwächt.
Also das klingt eben nicht so sehr nach einer externen magischen Mutquelle, äh, Wutquelle, sondern das klingt nach, das ist Herakles ganz eigener Zaun, der da irgendwie am Start ist. Ja, das kann gut sein. Da, also so finde ich, macht die dann auch wieder Sinn. Ich meine auch tatsächlich, irgendwo mal eine Fassung gelesen zu haben, wo hier Herakles, äh, Hera gar nicht im Spiel ist, sondern wo einfach so ganz. ganz unkompliziert gesagt wird, ja, hier ähm
Herakles wird eifersüchtig und dann überlegt er sich es doch wieder anders, weißt du? Also, wo er auch tatsächlich gar nicht Herer im Spiel ist. Und wenn Herakles eifersüchtig ist, dann erschlägt er dich halt auch mal, ne? Ja, ja, real. Ist er eher so gewohnt. Genau. Was stehst du da auch so blöd in der Ecke rum? Ja, das ist die Sorte Problemlösung, die hier gewohnt ist. Wenn es ein Problem gibt, haue ich mir ein Schwert drauf, haut meistens hin. Ja, auf eine Art und Weise auch sehr erfolgreich.
¶ - Der erste Trojanische Krieg
Aber was ich da nochmal spannend finde, dass ich hatte das auch tatsächlich vergessen, wie erfolgreich dieser Troja-Feldzug von ihm läuft. Also ich hatte in Erinnerung, dass er, dass er tatsächlich irgendwann noch loszieht gegen Troja. Ähm Beziehungsweise, ich glaube tatsächlich, in der Folge, als wir diese Troja-Episode besprochen haben, da habe ich's, da sage ich, glaube ich, sogar, ja zu diesem Feldzug kommt es gar nicht.
Oder so. Also auf jeden Fall hatte ich das nicht mehr so richtig auf dem Zettel, wie und was da genau abläuft. Und dass die tatsächlich so erfolgreich sind und tatsächlich gewissermaßen hier einen ersten Trojanischen Krieg vom Zaun brechen. Und gewinnen und Troja erobern und so weiter, das hatte ich völlig vergessen und das finde ich auch echt im Lichte der Ereignisse, die dann hier eine Generation später ablaufen, echt bemerkenswert. Aber da sieht man auch mal, mit was für eine.
Mit was für einer militärischen Macht der da unterwegs gewesen sein muss, bevor das alles zusammengebrochen ist. Also, wenn der da tatsächlich etwas, was dann hinterher der bezeichnende Krieg dieses Zeitalters wird, wenn der das hier irgendwie eine Generation vorher mal kurz erledigt, das ist schon irre. Ja. Also die müssen dann... Also entweder äh zahlenmäßig so überlegen gewesen sein, oder es muss irgendeinen taktisch-strategischen Vorteil gegeben haben, der sie äh.
der ihn quasi so so einen so einen entscheidenden Vorteil in den in den Kämpfen eingebracht hat. Ähm Und sei es sei es sowas wie, dass dass Heraklas aus irgendwelchen Gründen Weißt du, in der Lage war, schneller den Truppenachschub zu organisieren oder irgend sowas in der Art, was dazu führt, dass die Dass die in größerer Stärke irgendwo auflaufen können, als das ne an anderen Stellen der Fall ist. Also muss ja irgendeinen Grund dafür geben, dass die so überlegen sind. Mhm.
Also ich würde tatsächlich, das ist jetzt sehr Kaffeesatzleserei, was ich mache, aber ich würde tatsächlich für diese zahlenmäßige Überlegenheit. Plädieren. Einfach daher, weil durch diese ganze Welterobererei, die er vorher gemacht hat, hat er vermutlich tatsächlich. ein Heer zusammen Was einfach zahlenmäßig riesig ist, weil du ja vermutlich einfach so Iberer unterworfen und gleich ins Heer integrieren und weiter geht's und so, ne? Also
Was übrigens auch nochmal dafür spricht, dass dieses Herrn nur unter Eroberungsbedingungen funktioniert, weil sonst gehen die ganzen EBR wieder nach Hause und fragen sich dann, was haben wir eigentlich mit Herekleff zu tun? Ja, genau. Aber ne, wenn wenn du dann quasi, also erstmal ist es plausibel, dass er tatsächlich einer Truppenstärke unterwegs war, die zu dem Zeitpunkt außergewöhnlich war.
Und was auch dafür spricht, ist dieses, also wenn man mal wieder in jeder Held steht für einen Truppenverband irgendwie denkt und das hier dann so nochmal explizit erwähnt ist, wie er sich hier so seine Generäle zusammencastet und dann ja quasi von sechs Seiten die Stadt angreift. Es kann tatsächlich sein, dass man sagen könnte, okay, die Verteidigungsstrategie von Troja war, wir haben hier irgendwie ziemlich fette Mauern.
Und du kannst die nur mit... nur dann irgendwie versuchen einzunehmen, wenn du wirklich mit einer großen Menge Leute an einem Platz irgendwie versuchst, hier das Ganze zu erstürmen und also quasi von deine Truppen zusammenmassierst an einer Stelle. Und wenn wir dann aber gut dagegen verteidigen, dann können wir so einen Angriff abwehren.
Und wenn du jetzt aber so viele Truppen da zusammenschaarst, dass du einen so einen Angriff, den die abwehren können, nicht nur einmal fährst, sondern mehrfach an verschiedenen Stellen der Mauer, dann kommst du irgendwann durch. Zu vielleicht noch gleichzeitig an verschiedenen Stellen der Mauer. Ja, genau. Na, und wenn du dann sagst, so, jetzt greife ich tatsächlich von sechs Seiten gleichzeitig an, dann haben die entweder die Wahl, sich an eine Stelle zu konzentrieren,
Oder vielleicht an zwei oder so. Oder sie müssen halt tatsächlich ihre Truppen, die da zur Verteidigung da sind, irgendwie aufteilen. Und das kann sein, dass das dann nicht mehr reicht, um diesen Angriff standzuhalten. Und dann bricht halt an irgendeiner Stelle das erste Mal jemand durch. Und hier ist halt Telamon als erstes durchgekommen. Stimmt, das ma würde auch noch mal er erklären, warum warum es sozusagen jemand anderem als Herakles gelingt, zuerst durchzubrechen.
Weil das eben Teil dieser Strategie ist, quasi aus dieser Masse hier eine Schwachstelle in dieser Verteidigungsstrategie von Troja hinzubekommen. Genau, und ich habe auch noch gerade nochmal überlegt, naja, wenn es sozusagen ein Vorteil gewesen wäre, der sich, was weiß ich, eher so auf der Ebene von
die haben irgendwie bessere Rüstung als die anderen bewegen würde oder so oder ne Waffen, die die anderen nicht haben oder so. Das hätte sich, glaube ich, ne, Kaffeesatzleserei again, ähm, das hätte sich, glaube ich, in der Geschichte niedergeschlagen. Genau, und dann wäre auch tatsächlich die Frage offen, warum Telamon dann irgendwie schneller und effizienter ist als Herakles.
Aber weißt du, dann hätte irgendwie Heracles ein ganz berühmtes Schwert oder ne, er hat halt diese ganz spezielle Rüstung oder irgend sowas in der Art. Also dann, also wenn es, wenn es sozusagen sowas wäre, hätte sich das, wäre das, glaube ich, irgendwie in den Mythos eingebracht.
eingeflossen. Das würde auch nochmal sprechen für, ja, wahrscheinlich war es einfach schlichtweg zahlenmäßige Überlegenheit. Ja. Also würde ich würde ich tatsächlich für einigermaßen Oh, das wird echt ein schlechter Running Gag heute.
Tut mir leid, liebe Leid, liebe Hörerinnen und Hörer da draußen. Das kriegen wir, glaube ich, nicht mehr aufgehalten heute. Wir reden einfach so lange irgend über irgendwas, was wir es für einigermaßen plausibel halten und dann wird es ab. Gehen wir mal zum nächsten Thema. Wollen wir dann auch zum nächsten Thema übergehen? Ja, würde ich sagen. Okay. Also wir können noch einmal kurz bemerken, dass das ganz schön grausam ist, was er da in Troja macht. Aber ja.
Das ist ja aber auch nicht das einzige Mal. Genau. Das erzähle ich nachher.
¶ - Wer besiegt Herakles
Ja, und g also und der der nächste Punkt, den ich hätte, w würde dann quasi schon hinten, sozusagen aufs Ende hin steuernd. sein. Also das wird mir hinterher kl wo wurde hinterher klar, aber ich habe mich ja schon, als du erzählt hast, gewundert. Warum diese Geschichte mit dem Blut von den Zentauern so detailreich ist. Was man da jetzt genau mit diesem Hemd machen soll und so.
Und jedes Mal, wenn du wieder dran vorbeigekommen bist, dachte ich so, wie jetzt, also, ne, also warum ist denn das so detailreich erzählt? Und dann, wenn es das ist, was Herakles dann hinten raus quasi bezeichnet. quasi umbringt, ist mir auch klar, warum es so detailreich erzählt ist. Was ich spannend finde, ist, dass da über diese Zentauren ja nochmal auch noch mal Bögen in einen weitaus früheren Teil der Geschichte geschlagen werden.
Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob diese ganze Sequenz mit dem Blut des Zentauren und dem, dem Hemd, was dann irgendwie giftig wird, wenn da Licht drankommt, ähm, Also, das scheint mir tatsächlich ein rein erzählerisches Element zu sein. Wüsste gerade nicht, wo das äh Was das, äh, also was da die reale Entsprechung zu sein sollte. Mhm. Ja, also ich würde auch sagen, also wenn man mal so tut, als hätte sie diesen, dieses Zeug irgendwo anders her oder so, ähm
Dann könnte man das auch als so ein ziemlich Eifersuchts-Giftmord oder sowas irgendwie machen. Nur ist sie ja aber getäuscht worden und so. Und wie das mit diesen Zentrauren da reinpasst, das finde ich tatsächlich auch eine fragliche Angelegenheit. Was ich aber da an Essenz erstmal rausziehe, ist: also derjenige, der Herakles letztendlich besiegt hat, ist eigentlich dieser Nessos, dieser, dieser Zentaur, dieser Sterbende. Ja. Und weiß ich nicht, also
vielleicht waren die als Giftmörder bekannt oder so, ich weiß es nicht. Und dann ist es so ein Da kommt ein einen Zentawer quasi zu schaden oder geht zugrunde und veranlasst dann aber noch den Giftmord. Aber das ist alles ziemlich weit hergeholt. Also, also auf eine Art und Weise ist es schon spannend, also muss wahrscheinlich auch so sein, aber ne, Herakles, also so auf der Ebene der Geschichte, der könnte ja auch im Kampf sterben. Mhm. Bei der letzten großen Heldentat, die
Was weiß ich, was vollbringt. So, da würde sich schon irgendwas finden. Da ist dann doch nochmal so ein Titan aufgewacht oder keine Ahnung. Aber Herakles stirbt halt nicht im Kampf. Der wird vergiftet. Und das, finde ich, könnte. Um Also das finde ich einigermaßen plausibel, dass dann irgendjemand halt mal sowas hatte von, okay, ne, militärisch kriegen wir den nicht besiegt. So, den müssen wir irgendwie anders aus dem Weg räumen. Ähm.
Ja, und als wäre ja auch nicht die erste die erste Instanz von so einem Tyrannenmorddurchgift. Ja. Das kann gut sein, wobei ich finde auch innerhalb der Geschichte spricht da einiges für. Ich fände es nämlich, also wenn ich jetzt Autor dieser Geschichte wäre und müsste jetzt am Ende irgendwie diesen Helden umbringen. Eigentlich sind alle Varianten, die du im Kampf hast, scheiße.
Also, du kannst ja nicht gut an Altersschwäche sterben lassen oder irgendwie im Alter schwächlich werden lassen und dann auf dem Schlachtfeld irgendwie sterben oder so. Das macht das ist alles nicht gut. Und wenn du ihn irgendwie im Kampf sterben willst, musst du ihm ja irgendeinen ebenbürtigen Gegner oder ihm überlegenen Gegner irgendwie bringen. Und wer außer Zeus oder sowas sollte das denn sein? Ja, stimmt. Weißt du?
Und jetzt irgendeinen Titan aufwachen zu lassen, ist A auch nicht schick, weil auch dergleichen hat Herakles schon längst besiegt. Und obendrein willst du das ja gerade nicht. Also, diese ganze Geschichte ist ja Teil von Guckt mal, wie herrlich und mächtig. unser Zeus ist und unsere olympischen Götter sind und ihre Entsprechung auf Erden, unser Herakles. So. Da willst du ja gerade nicht jetzt irgendjemanden von einem alten Göttergeschlecht.
über die du ja gerade hier dein dein Primat irgendwie einmal einmal etablieren willst, jetzt irgendwie holen und lässt denen irgendwie deinen Helden umbringen. Das ist alles irgendwie weder eine gute Geschichte noch gute Propaganda. Und da finde ich, ist viel schicker. Dass es von der Hand eines Weibes geschieht und mit so einer hinterhältigen Giftkiste und so weiter und so weiter. Dann müsste sie aber Mörderin sein. Weiß ich nicht. Das als Propaganda. Also, weil die kommt ja.
Also moralisch unbeschadet aus der Geschichte raus, so wie sie jetzt erzählt wird. Ja, also stimmt schon, sie ist jetzt nicht die böse hier. Wobei ich auch nicht weiß, ob das nicht vielleicht irgendwann mal so war. Ich finde, die ganze Szene mit dem Hylos und wie er sie da beschimpft und so, die ist auch ziemlich detailreich. Also. Kann auch sein, dass es durchaus mal Varianten der Geschichte gab, wo es wo es einfach gewissermaßen tatsächlich sie war, die ihn umgebracht hat, aus Eifersucht.
Und dass das aber auch wieder nicht gut ging, so propagandatechnisch, weil man ja eigentlich nicht wirklich Also, wenn es auch darum geht, irgendwie hier die, die obendrein auch die Vorherrschaft des Mannes über die Frau nochmal irgendwie klar zu unterstreichen, man kann ja nicht wirklich die Frau gewinnen lassen am Ende.
Und dass es dann aber sowas ist, eigentlich ist die Frau irgendwie schwach und sie ist auch noch dumm, weißt du, sie lässt sich dann von so einem völlig durchschaubaren Trick, da können wir uns doch mal irgendwie einig sein. irgendwie hier, also dass der dieser sterbende Zentauer, der sie gerade noch vergewaltigen wollte, dass der ihr jetzt irgendwie so eine Art Liebesgeheimnis irgendwie anvertraut, das ergibt auch keinen Sinn.
Also, wenn der eine Magie zur Verfügung hätte, mit der man irgendwie Liebe gestalten kann, ja, dann müsste der doch nicht versuchen, gewaltsam an den Frauen von irgendwelchen anderen rumzufingern, sondern da hätte der doch irgendwie 50 Frauen zur Verfügung, wann immer er nur haben wollte. Also, das hätte die dumme Pute doch wirklich durchschauen können. Das muss man doch mal klaren. Das sieht man mal, wie winderwertig die Frau ist.
Also, ich finde, das passt in so ein Ding, passt das hier wunderbar rein. Das ist so eine Stefan-Tesing-Deutung. Kann ich gut. Gehe ich mir ein bisschen zu. Bin dir wieder übers Ziel hinausgeschossen, ich weiß. Aber davon abgesehen ist es einigermaßen plausibel. Oh Gott, das wird ganz schlimm heute. I can't see far again then. I think I must see right now. That was kind of fun.
Äh, Faden verloren. Macht nix. Du wolltest gerade an meiner Interpretation rumkritteln, obwohl die völlig unfehlbar ist. Gut, dann wissen wir ja tatsächlich nicht, ob es die Geschichte in mal einer anderen Variante gab oder nicht, aber so wie sie jetzt erzählt wird, Finde ich, bleibt wie heißt die? De Deanara. Deanira. Oh Gott. Deanira, äh, wirklich relativ unbeschadet da drin.
Gerade auch mit dem beschadet nicht, sie ist tot am Ende, aber. Moralisch ist beschadet. Genau, also sie ist schuldlos. Und sühnt es auch noch mit ihrem eigenen Leben. Damit sozusagen dann das. Na, das ist ja so eine, so eine so eine Logik von, dann ist das Leid, was ich ausgelöst habe. Ne, aufgehoben oder Die, die, die Schuld, die ich auf mich beladen habe, bezahlt. Das steckt ja auch so ein bisschen.
Also und da da finde ich muss muss man mir f zu mir helfen, den Teil jetzt fand ich einigermaßen lustig. Entschuldigung. So, äh, enthaspelt und dann. Ich finde, da muss man an zu vielen Schrauben drehen und sagen: naja, vielleicht gibt es da noch eine andere Variante der Geschichte, um sie so in diese.
Diese Lesert, die du gerade aufgemacht hast, einzukriegen. Trotzdem kann das natürlich sein. Ich finde es aber nicht so plausibel. Ja, also das kann ich auch nachvollziehen. So. Also ich finde halt einen Hinweis, der irgendwie da ist, ist tatsächlich dieser Punkt, dass er da ja im Prinzip auf seinem Sterbebett irgendwie rumrantet und irgendwie sagt, natürlich musste es von der Hand eines Weibes geschehen, irgendwie.
Heere und Monster und Helden und Götter können mich nicht bezwingen, aber ein Weib kann es. Ja, okay. Da ist tatsächlich noch ein Also da ist das Element einmal in ausgesprochen da und jetzt. nur also und klar, ne, dann überzeugt ihn Hüllers ja irgendwie vom Gegenteil. Aber dennoch, also das spricht für mich irgendwie danach, als sei das ursprünglich mal die Fassung gewesen und dass da dieser ganze Zentaurenkram und so weiter gar nicht drin war.
Sondern dass es hier wirklich so eine Geschichte ist. Von wegen, ne, und dann irgendwie der Janara und alles gut, viele Kinder und so weiter, und dann kriegt er irgendwann diese alte heiße I-Iole da irgendwie nochmal zu fassen und denkt sich, die bringe ich jetzt mal irgendwie als Nebenfrau nach Hause. Und dann geht hier der Giftmacht los. So.
wirklich selten dusselig ist, oder? Ja, so. Und dass da auch irgendwie quasi dann am Ende so eine Story bei rumgekommen ist, wo man gesagt hat, ja, das sind aber jetzt Das wird es aber gar nicht so gut, lass uns das mal irgendwie umbauen. Und wo der Herakles so ein Stück weit unbesiegter ist. So und ja eher so, also da ist die Frau wieder schuld. Bösartig schuld. Durch Dummheit und nicht durch Genau. Also wal sie halt den Cunning Centaur nicht durchschaut. Genau.
Und da kann man dann auch wieder so eine schöne Lehrerzählung irgendwie draus draus machen für beiderlei Geschlechter, ne? Und kann den Darm sagen, ne, und hier AA, seid nicht eifersüchtig, das ist alles irgendwie nicht gut, das führt zu nichts Gutem. Und zum anderen, äh, wenn ihr irgendwie glaubt, ihr könntet gegen eure Männer vorgehen, auch das, ja, ihr seht ja, was mit der Nara da oder der Nira da passiert ist.
Und zum anderen kann man noch als so eine schöne Message für die Männer ableiten, solange ihr euren Frauen nicht über den Weg traut, ist alles gut. Da kann euch keiner was. Oder wahlweise bringt eure Nebenfrauen nicht nach Hause. Ja, aber auch tatsächlich so ein, wenn der Herakles ein gesundes Misstrauen seiner Ehefrau gegenüber gehabt hätte, wäre er heute noch unbesiegt.
Na, die war durch die war die schwach, die war die Schwachstelle in seinem System. Und weil die zu doof war, hat sie quasi den Trick des Zintauren nicht durchschaut. Und weil Herakles ihr zu viel zugetraut hat, ist er jetzt tot. Ja. Also, ich kann das schon irgendwie fürchterlich macho-mäßig deuten hier. Das ist, das geht schon. Das geht, ja. Ja. Aber du hast schon recht. Da steckt irgendwie viel mehr drin, als dass man es einfach nur so deuten müsste.
Aber Hinweise darauf, finde ich, sind schon da. Y'all Davon abgesehen, ähm, also war der Teil für dich soweit fertig? Ne, ich würde sonst
¶ - Apotheose und Parallelen zu Jesus
Also das ist aber von meiner Seite aus irgendwie in zwei Sätzen gesagt. Also nochmal quasi auf das Ende von Herakles Geschichte eingehen, also weil es muss halt, also dies muss auch genau so enden. Er muss halt in den Himmel auffahren. Mhm. Das ist eine ganz klassische als ein klassisches Motiv, das ist eine Gottwerdung. Genau, also da ist die Apotheose hier am Start auf jeden Fall.
So von daher finde ich sozusagen also jetzt äh Auch wenn die natürlich in der Geschichte ganz erstaunt sind, dass seine Knochen da nicht zu finden sind, ist es so aus der Perspektive, wenn man es, wenn man es sich aus unserer Perspektive jetzt anguckt, es ist völlig klar, dass das so enden muss eigentlich.
Weil damit ja jetzt der, also dann damit voll vollendet sich ja erst das, was angelegt ist, nämlich dass er eigentlich ein Gott ist. Wenn er eigentlich ein Gott ist, dann muss er am Ende monympf sein. Geht nicht anders. Und weil er da nicht einfach hinlaufen kann. So.
Und an die Tür klopfen kann und dem griechischen Äquivalent von Petrus Bescheid sagen kann, dass er jetzt irgendwie mal rein wollte, muss man halt so eine Geschichte erzählen. Ja. Die erzählen wir, oder die gibt es im äh im Christentum auch. Also ich finde auch gerade die Parallelen zu Jesus Sterbeszene sind hier ziemlich heftig. Also natürlich ist die Todesursache eine andere. Aber wenn man sich anguckt, was passiert, als als Jesus seinen Geist aushaucht, ne?
Es wird dunkel, ein Gewitter zieht herein, ein großes Unwetter kommt über das Land, im Tempel zerreißt der Vorhang und so weiter und so weiter. Und äh, Im Prinzip passiert hier genau auch sowas. Also jetzt ohne dass der Tempelvorhang zerreißt, aber es kommt dieses krasse Unwitter herab.
Und Herakles fährt in den Himmel auf. Das ist bei Jesus nicht so instant, aber naja. Es gibt ja noch eine eigene Himmelfahrtsgeschichte auf die Burg. Genau, es gibt noch eine eigene Himmelfahrtsgeschichte, aber ich wollte noch einmal kurz dieses und dann. Wundert man sich, dass man den Leichnam nicht findet? Das ist ja auch quasi was, was in.
ähm, in der Auferstehungsgeschichte auch mit drin ist dieses, ne, dass dann da irgendwie die zuerst die Frauen und dann die Jünger irgendwie da ans Grab kommen und dann Keinen Leichnam vorfinden, wo eigentlich einer sein müsste, und dann ganz verwundert sind und ah, ohne er ist aufgefahren. Und so, und exakt so ist das hier ja auch. Und danach.
Machen die dann genau diese Schlussfolgerung, beziehungsweise das passt dann gut in das, was man vorher schon über diesen Menschen gesagt hat, nämlich er war eigentlich ein Gott. Und jetzt, äh.
Passt das irgendwie gut zusammen? Und wenn er schon ein Gott gewesen sein muss, dann kann er ja auch hier nicht einfach irgendwie mit sterblichen Überresten rumliegen. Und schönerweise hat das auch hingehauen. Ja. Und ähnliche Verschwörungstheorien, wie man sie ja auch durchaus irgendwie bei Jesus bringen kann, nämlich, naja, den Leichnam hat halt jemand weggeschafft, damit es irgendwie passt, kann man ja auch hier irgendwie machen und sagen, ja, die
Die Knochen, die hat man irgendwie mal weggebracht. So. Genau, aber du wolltest noch auf die Himmelfahrtsgeschichte eingehen. Ja, ich habe versucht gerade die zu finden, aber ich glaube, das ist gar nicht, das ist, glaube ich, nur eine relativ kurze Bibelstelle. Aber ich weiß, also, was ich spannend finde, ist dass
Dass es auch in der christlichen Theologie nochmal eine extra Sequenz dafür gibt. So, dass die Das ist ja auch noch mein eigener kirchlicher Feiertag, das hat wahrscheinlich andere Gründe, aber so, das ist. Die Auferstehung von den Toten alleine reicht nicht. Der Apothese muss schon noch passieren, ne? Genau, also wenn es ein vom Olymp oder vom Himmel oder wo auch immer herkommender, herabgestiegener Gott ist, oder jemand, der bei das beherragt lässt, der wird sozusagen im Laufe seines Lebens
Quasi alle Ingredients dabeischafft, um ein Gott zu werden, dann muss der am Ende in den Himmel auffahren. Das ist der einzige, das einzige Ende für die Geschichte. Ja. Ähm.
Nun spannenderweise, diese, diese Parallelen zwischen Herakles und und Jesus, gerade an der Stelle, ähm, die waren auch durchaus in der in der Spätantike Also als dann das Christentum durchaus anfing, um sich zu greifen und sich stärker zu verbreiten, um sich greifen klingt so doll, negativ, sondern als das Christentum anfing zu verbreiten, da war das auch durchaus Teil des Diskurses. Also es gibt äh so eine Ich weiß gerade nicht mehr, wer das war, aber irgendeiner der Kirchenväter.
schreibt in irgendeiner Enzyklika sowas, wo er im Prinzip sagt, ich weiß gar nicht, warum die sich über uns Christen so aufregen. Das, was wir über unseren Jesus erzählen, ist doch jetzt auch nicht irgendwie unerhörter als das, was sich die Römer über den Sohn des, über die Söhne von Jupiter erzählen und bezieht sich direkt auf Herkules, was ja die römische Entsprechung von. Von Herakles ist an der Stelle.
Und ähm, und ich meine noch einen Kirchenvater, ich glaube, Justin ist das, der liefert auch eine Erklärung für diese Parallelen und sagt, ja, ja, das, äh, Das ist ganz einfach. Der Teufel ist mit der TADIS in der Zeit zurückgereist.
Und hat quasi die Geschichten, also der hat erst geguckt, wie Jesus sich entwickelt und ist dann mit der TADIS in der Zeit zurückgereist und hat da die Geschichten, f so ähnliche Geschichten wie die von Jesus irgendwie abgeliefert, damit man irgendwie sagen kann, Jesus ist eine schlechte Kopie.
Der Master quasi. Genau. Also kurze Klammer auf, Stefan und ich haben in den letzten Monaten angefangen, Doctor Who zu gucken. Genau. Die letzten Monate, ja, stimmt. Ja, ähm, Also auf jeden Fall, daran sieht man auch so, dass also durchaus in der in der Spätantike diese Parallelen, die wir da jetzt gerade rein interpretiert haben, Also wir sind nicht die einzigen, die die sehen, sondern also gerade auch noch näher an an Jesu Zeitran haben das auch Leute gesehen. Ja.
Ich hätte da nur noch einen total albernen Punkt. Oh ja, gerne. Der ist bestimmt der plausibelste heute Abend. Ich fand es auffällig in dieser Sequenz.
¶ - Freudianisches und Schlange, Jungfrau, Frucht
Die auch wo Deanira eingeführt wird. Mit dieser komischen Fußgottheit da. Ähm. Uh the also in der Symbolik konnte ich nicht drum rum zu merken, dass er ihm erst ein Horn abbricht, also einen pallischen festen Gegenstand. Und der der sich daraufhin in eine Schlange verwandelt, also einen fallischen, soften Gegenstand. Genau, und den wirkt er dann auch noch, bis er aufgeschnitten hat. Genau,
Ja, ich fand's auch schön. Erst breche ich dir deine Erektion ab und dann wirke ich deinen schlaffen Lümmel, bis du die Dann gebe ich dir dein Horn zurück. Ja. Ähm. Horn und Schlange, ja, ist richtig. Erzähl mal. Ja. Ich fand hier vor allem mal wieder in der Symbolik die Kombination: Schlange, Jungfrau, Frucht. Ja, stimmt. Fruchtorn, ja. Genau. Und danach, ne, was passiert danach? Wird viel gebumst und viel Kinder gehabt. Also es passt mal wieder wie die Faust auf Sauge.
Und so weiter. Und interessanterweise haben wir hier auch diese Stiergeschichte wieder mit im Spiel, die wir bei dem Zagreus auch schon mal hatten. Uh Also, vielleicht ist da auch tatsächlich irgendwie bei den Griechen durchaus diese: Also, es geht ja immer: Schlange, Jungfrau, Frucht und irgendjemand muss sterben und dann gibt es ganz viel Leben und so. Und bei den Griechen stirbt in dieser Kombination dann gerne mal der Stier. Gut, hier stirbt er nicht, aber hier wird er zumindest besiegt.
Also es ist es passt mal wieder. Also ne, wird, wird, äh, naja, also genau, er stirbt nicht wirklich, aber sozusagen so einen symbolischen Tod. Also ne, in dem Moment, in dem das Horn abgebrochen ist, kann er die Form nicht mehr halten. kann ja kein Stier mehr bleiben. Also und dass das mal wieder in irgendeinen Ritus reinpasst, wo man sagt, ja, hier ne, Schlange, Jungfrau, Stieropfer, äh,
Tod und daraus entsteht Leben, lass uns viel Geschlechtsverkehr und viele Kinder haben und alles Yuppie-Deei. Also irgendwie passt das mal wieder. gut alles zusammen und man kann sich gut irgendwelche Riten vorstellen, wo dann eben die Schlachtung eines Stieres irgendwie Teil dieses ganzen Riesenfruchtbarkeitsrites war. Aber ich also ich finde es echt immer wieder erstaunlich, wie häufig diese Elemente immer im Set kommen. Also zumindest
Schlange, Jungfrau, Frucht, das immer und immer wieder. Und es ist halt Genau so, wie du es gedeutet hast, so Freudianisch. Im Prinzip ist es das ja auch. Ein Fallus-Symbol und die Jungfrau, und am Ende kommt eine Frucht bei rum. Also mehr braucht man doch auch nicht. zu deuten. Naja. Ja, also. Ich hatte nur zwischendurch Bilder im Kopf, als du es erzählt hast. Also ich find's auch hier tatsächlich in dieser Deutlichkeit mit dem Horn und der Schlange, die er dann wirkt.
Das ist schon sehr alt, dran. Aber tatsächlich finde ich die plausibelste These.
¶ - Iole = Iolaos?
Ach ja. Ich hab dafür dann noch ein bisschen alberne und oder weniger albern, aber dafür unplausiblere These noch am Start, nicht dass wir hier tatsächlich mit einem plausiblen Endpunkt kommen. Was ich noch interessant finde, ist die namentliche Ähnlichkeit zwischen der Iole. die ja quasi Stein des Eifersuchtsanstoßes ist. Und dem jugendlichen Gefährten-Neffen des Herakles, den er immer mit rumschleppt, nämlich den Iolaos. Das ist im Prinzip
Also die Namen sind sich sehr ähnlich. Geht mit Iol los, und dann entweder ist es eben eine weibliche Iole oder ist es ein männlicher Iolaos. Äh, das ist mir nur deshalb aufgefallen, weil es schon ganz viele Deutungen der Herakles-Sage gibt, wo die im Prinzip sagen, naja, Mit den Frauen hat Herakles irgendwie ganz schön Schwierigkeiten. Ne, also die eine bringt er um und ansonsten hat er. Bei der Brautschau nicht allzu viel Erfolg.
Der Jungs kommt da aber gut klar. Genau, aber mit diesem Iolaos, mit dem verbindet ihn eine langwierige Partnerschaft. die ganz, ganz eng ist und die halt auch wunderbar in dieses äh Durchaus Klischee beladene, aber was ja quasi bei den Griechen gerne mal hochgehandelt wird. äh, diese Geschichte mit so einem Mentor, Schüler, was mit einer Liebesbeziehung äh, verknüpft wird. Ähm
Also, das wird ganz häufig in dieses Verhältnis zwischen Iolaos und Herakles rein interpretiert. Und tatsächlich, wenn man sich dann quasi diese Herakliden-Geschichte später anguckt, da tritt ja Iolaos ja so ein bisschen als Vaterersatz für die Söhne von Herakles auf. Was ja auch als Blutsverwandter irgendwie ja auch alles irgendwie okay ist, aber es ist schon so ein bisschen wie: ja, wir haben halt Papa und Papa. Und der eine Papa ist jetzt tot, der andere Papa ist noch da. Ähm.
Also, ich will da jetzt auch gar nicht so viel reininterpretieren, aber ich wollte nur einmal darauf hinweisen, dass also passend zu dieser etwas klischee beladenen Deutungen, dass es vielleicht eine Liebesbeziehung zwischen Herakles und Iolaos gibt. zumindest diese Namensähnlichkeit zwischen Iole und Iolaos könnte man auch so deuten, dass tatsächlich der der eigentliche Stein, der Eifersucht, den die der Nira zum Handeln bringt, doch eher die Eifersucht dem Iolaos gegenüber ist. Mhm.
also viel mehr Hinweise auf Außer dieser namentlichen Ähnlichkeit und der Tatsache, dass gerne mal so eine homosexuelle Beziehung da reininterpretiert wird, haben wir nicht. Aber ich wollte hier nur einmal darauf hindeuten, das geht an der Stelle. Das kann man machen. Genau. Ist jetzt nicht so ganz einigermaßen plausibel, aber einmal müssen wir heute Abend auch unter diesem Qualitätssiegel bleiben. Wobei die glaube ich sofort. Good. Ich glaub dann ähm
Haben wir es, oder? Oder hast du noch was auf dem Zettel? Nee, ich muss nur, glaub ich, kurz nur ein Hinweis, weil mir das an der Stelle gerade eingefallen ist. Ähm, ich hab vor, es muss so ungefähr zehn Jahre her sein, äh, Im als als dieser Brokeback Mountain Film gerade draußen war mit um Das ist der mit den schwulen Cowboys, ne? Genau, ja.
Habe ich einen fantastischen Artikel von Slavoj Zizek, ich glaube, damals an der Frankfurter Rundschau gelesen, mit dem Titel Nur Schule Cowboys können siegen. Cool. In dem er nämlich nochmal, also einfach aufmacht, dass äh. Also, genau so ein Bild von Armeen und insbesondere Armeen bis heute und aber auch insbesondere antike Armeen so sind einfach homoerotische Männerbünde. Es ist einfach so.
Also die funktionieren genauso. Ja. Genauso wie Fußballmannschaften übrigens. Ja, genau. Also ne, ich glaube, die, die bricht er an der an der Stelle auch noch mit auf und der Ist halt so ein, also genau, der macht halt so eine, ne, von Brokeback Mountain über griechische Antike, die Fußballmannschaften und ich weiß nicht, was er da noch alles verhakt. Und wie das bei Savoy Zizek meistens so ist, ist alles total weird, aber sehr unterhaltsam.
Immer großartig und immer unterhaltsam. Wobei ich tatsächlich sagen muss, mir macht es nur halb so viel Spaß, ihn zu lesen, als es ihm selber sagen zu hören, weil der Mann einfach in real life very, very, very underwhelmed. Ja, wir können ja mal gucken, ob wir den Artikel noch irgendwo finden. Vielleicht gibt es den irgendwo online, dann verlinken wir den und wenn nicht, dann ist er offensichtlich irgendwie ähm.
In noch zu wenig vor online der Zeit erschienen und in der Papier, im Vergessen des Papiers irgendwie untergegangen. Aber wenn man finden, verlinken wir an. Gut, dann haben wir es, glaube ich, für heute, oder? Ich glaube, dann sind wir soweit fertig, ja. Genau. Gut, dann haben wir den Herakles jetzt also umgebracht und zu Ende gebracht, und ich glaube auch mit diesem Ausblick in die Herakliden, äh, können wir also auch durchaus so weit leben.
Und haben aber den ersten Trojanischen Krieg jetzt durchaus schon erzählt, sind also dem Namen dieses Podcasts auch heute wirklich mal würdig geworden. Und ich glaube, damit haben wir jetzt auch so weit. die Bühne bereitet, dass wir uns
In Bälde auch dem trojanischen Krieg zu wenden können. Ob wir das in der nächsten Folge direkt machen oder ob ich sage: Jetzt brauche ich erstmal noch eine Pause von den Griechen und muss mal dazwischen was anderes erzählen oder so. Das können wir ja noch ähnlich. off off air mal zusammen überlegen, wie wir das machen. Aber auf jeden Fall ist das nächste große Ding, was wir mit den Griechen in die Hand nehmen, der trojanische Krieg, das kann ich euch da draußen.
versprechen. Der ist ja lang ersehnt und lang erwartet und er kommt auch also jetzt tatsächlich. Und lang wird er auch werden. Und genau, der wird wahrscheinlich das längste, was wir bisher gemacht haben, selbst länger als der Herakles hier. Gut, gut, dann Daniel, danke ich dir sehr. Sehr gerne. Und auch euch da draußen danke ich fürs Zuhören und fürs Flattern und für das tolle Feedback, das wir von euch, für euch bekommen. Das ist einfach großartig. Und auch
Danke für die Hörergeschenke, die hier immer mal wieder reinflattern. Ich freue mich. Ich glaube, den meisten konnte ich irgendwie auf Twitter oder auf app.net irgendwie einen Dank zuschieben. Zu Sebastian habe ich nichts gefunden. Sebastian, vielen Dank für Game of Thrones. Ich habe mich sehr, sehr gefreut. Gut, dann... War es das soweit und bleibt uns bis zum nächsten Mal gewogen. Und bis dahin. Tschüss.
Shownotes und die Möglichkeit zu Kommentaren findet ihr unter trojaalert.bildungsanst.de. Bewertet uns gerne bei iTunes oder anderen Podcast-Portalen und wir freuen uns über Feedback und klicks auf den Flatter-Button. Troja Alert ist eine Bildungsangstproduktion aus dem Jahr 2014.
