TRO022 Herakles 4 - Strategiewechsel und Weingeruch - podcast episode cover

TRO022 Herakles 4 - Strategiewechsel und Weingeruch

Apr 05, 20141 hr 38 minEp. 22
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Episode description

In der 22. Folge erzähle ich von den ersten vier Aufgaben, die Herakles gestellt bekommt und wir spekulieren über die Strategie des Eurystheus und darüber, wie starker Weingeruch Teil einer Geschichte werden kann.

Transcript

Intro / Opening

Hallo und herzlich willkommen zu Troja Alert, dem Erzähl Podcast um Sagen und Mythen. Ich bin Stefan und mein Gesprächspartner ist wie immer der Daniel. Hallo Daniel. Hallo Stefan.

Beginn

So, wir kehren in der Zeitlinie jetzt gewissermaßen wieder zu Herakles zurück. Wir haben uns ja beim letzten Mal auch mit Herakles auseinandergesetzt, aber haben da ja diese. diese Götterschlacht um den Olymp mit den, mit den Giganten besprochen und die liegt ja quasi zeitlich irgendwo zwischen den zwischen den Aufgaben und weil ich die ja nicht unterbrechen wollte, habe ich das jetzt einmal davor geschoben und dann können wir jetzt die Aufgaben einigermaßen stringent runter erzählen.

Heute jetzt also hier in der 22. Folge machen wir die erste, äh, die ersten vier Aufgaben und die nächsten nehmen wir uns dann in den weitergehenden Folgen. Ähm, nochmal kurz zurück zu der Geschichte, warum er denn überhaupt dazu kommt, hier Aufgaben für Eurystheus zu ähm.

Kurzer Rückblick

vollbringen zu müssen. Hast du das noch auf dem Zettel, Daniel? Ähm, ich hätte jetzt gedacht, dass das mit dieser Geschichte mit dem Scheideweg zusammenhängt. Nee, das hatte was mit dieser ganzen Perseiden-Erbe-Logik-Kiste zu tun. Nein, dann habe ich das nicht mehr auf der Reihe. Gut, das ist schön, weil das gibt mir Gelegenheit nochmal einen kurzen Rückblick für unsere Hörerinnen und Hörer. Genau, also es gibt ja quasi, es gab ja diese Prophezeiung, ne, dass quasi der älteste Nachkomme von

ähm, von Perseus eben über die anderen Persiden herrschen soll. Das ist ja aufgrund von Heras Intervention nicht Herakles geworden, sondern eben Eurystheus. Und Herakles hat ja nur gar kein Persidenreich unter sich, hat ja aber, das haben wir in der vorletzten Folge besprochen, ja hier quasi als er... Äh, wie heißen die Oedipus-Stadt nochmal, verdammt, äh, Damit? Äh. Theben? Theben, danke schön.

Mein Gedächtnis. Um Als er eben Theben verteidigt hat, ja dann quasi de facto die Herrschaft über Theben übernommen und vor allem eben über diesen Miniastamm, die da ja, ähm, quasi Themen immer überfallen haben und herrscht jetzt also quasi durchaus über einen ganz mächtigen Herrschaftsbereich, der aber außerhalb dieses Persidengebietes liegt.

Und jetzt war ja gewissermaßen der politische Streit, ob er als gebürtiger Perseide dem Persiden Hochkönig gewissermaßen gehorsamspflichtig und tributpflichtig ist und so weiter. Weil er ja ein Perside ist. Oder ob er nicht ein ganz eigenständiger Herrscher ist, weil sein Herrschaftsgebiet außerhalb des Persiiden-Reiches liegt. Das war ja quasi der Streitpunkt. Und ja, da haben sie dann ja irgendwann das Orakel zu befragt und da kam dann ja der weise Schiedsspruch.

dass also grundsätzlich ein klares Jein zu diesem Thema ausgesprochen werden kann. Und dass es also so ist, wenn Herakles zwölf Aufgaben erledigt, Für Euristios, dann ist er quasi frei. Soweit? Mhm. Gut. Und genau an diese zwölf Aufgaben gehen wir jetzt ran. Und jetzt kannst du dir das folgendermaßen vorstellen. Also, stell dir mal vor, du wärst der Euristeo.

Die ersten vier Aufgaben

Du hast da jetzt so einen Verwandten, mit dem du jetzt gewissermaßen einen langen Rechtsstreit hinter dir hast, ob das dein Vasal ist oder nicht. Und in dem Moment, wo der diese zwölf Aufgaben erfolgreich. Hinter sich gebracht hat, ist er nicht mehr dein Vasall. Bis dahin schon. Wie würdest du vorgehen? Was würdest du dem für Aufgaben geben?

Langwierige. Genau. Also gar nicht unbedingt, gar nicht unbedingt also nicht im Sinne von schwierig von kaum zu schaffen, aber vor allen Dingen langwierig. Das muss dauern. Genau. Das ist eine schlaue Maßnahme. Wenn du tatsächlich eine findest, die nicht nur schwierig ist, sondern die tatsächlich unmöglich ist, das ist natürlich perfekt. So. Das stimmt. Und genau das ist quasi die Strategie, mit der er losgeht. Er denkt sich, er braucht eigentlich nur eine Aufgabe. So.

Er sagt zu Herakles, hier, Cousin, komm mal her. Oder Neffe, nee, ist er auch nicht. Wie nennt man denn, wenn man der Sohn eines Cousins ist?

1 Der nemeische Löwe

Ein Großcousin, glaube ich. Ein Großcousin, genau, genau. Cousin zweiten Grates. Hier, Cousin, zweiten Grades, Großcousin, wie auch immer. Komm mal her, also Sohn meines Cousins. Komm mal hier angelatscht. Komm mal bei mich bei. Komm mal bei mich. Komm mal hier bei Papa. Du bringst mir jetzt mal bitte das Feld des nemäischen Löwen.

Dieser nemäische Löwe ist ein, ja, ein Löwe eben, aber nicht irgendeiner, sondern ein übernatürlicher Löwe, ein spezieller Löwe, der eben in einer gewissen Region sein Unwesen treibt und diese Region heißt halt Nemea und deswegen heißt dieser Löwe auch so. And um Ja, der ist da eine echte Landplage, dieses Viech. Und er sagt, hier, bring mir mal das Fell von dem und dann hast du deine erste Aufgabe gepackt.

Und er lacht sich ins Fäuschen, weil das Knifflige an diesem Löwen ist, der ist unverwundt. Das ist blöd. Genau. Dessen Fell ist nicht mit Waffen irgendwie zu ritzen. Das haben schon einige versucht, auch durchaus schon Helden versucht. Aber da ist nichts zu wollen. Dieses Fell von diesem Löwen ist quasi wie ein Panzer. Und Eurystheus denkt sich, ja. Und solange der Herakles mir dieses Fell nicht bringt, was er nie bringen kann, weil es ist unmöglich, bleibt der mir untertan.

Und dann habe ich hier einen der fähigsten Heerführer, inklusive der Königreiche, die er beherrscht, jetzt mal unter meiner Knute. Und auf einmal sieht dieses bröckelnde Persidenreich wieder nach einem Machtfaktor in Griechenland aus. Ja, soweit Eurystheus Plan. Er guckt ein bisschen doof, weil Herakles sagt, ja okay, mach ich und zieht los. Oh, und Eurystheus muss ihm so wirklich hinterhergeguckt haben, als er da aus seinem Thronsaal rausspaziert ist und gedacht haben, der ist bescheuert.

Der der versucht das tatsächlich. Ja, der hat einen der Marmel. Und so ist es auch. Um Herakles schnallt sich seinen Bogen und seinen Köcherdingens da um mit den Pfeilen drin und zieht los Richtung Nemer und denkt sich so, wo ist denn jetzt hier dieser Löwe? Und er findet ihn erst ewig nicht. Also, ne, diese Wälder, in denen der sich da rumstreift, die sind völlig menschenleer, weil alle Angst vor diesem Löwen haben. Also selbst die.

Uh. Bauern und Fischer und so weiter, die da in der Gegend ursprünglich mal gewohnt haben, die sind alle entweder dem Löwen zum Opfer gefallen oder in der Zwischenzeit eben weggezogen. Und er sucht und sucht und sucht und findet diesen Löwen nicht. Und irgendwann, als er es eigentlich schon fast aufgeben will, kommt dieser Löwe wieder in die Region reinspaziert. Der war offensichtlich in Ermangelung von Beute außerhalb seines eigenen Reviers jagen.

und kommt jetzt gerade zurück, ist noch völlig also ne, also Gustav Schwab beschreibt das so dass dem noch der Mord von den Lefzen troff, also offensichtlich hatte der eine blutverschmierte Schnauze, der gute Löwe. Y'all. Und Herakles scheint entweder nicht zugehört zu haben, was die Leute über diesen Löwen berichten, oder er hat oder er glaubt es nicht so ganz.

Auf jeden Fall klettert er auf einen Baum, um eben nicht diesem Löwen zum Opfer zu fallen, und zückt einen Pfeil und schießt ihn auf diesen Löwen ab. Und ja, versucht es einfach mal. Ja, und wie zu erwarten, prallt das Ding an dem Feld des Löwen ab. Der Löwe denkt sich, hm, was war das denn? Und wendet sich in die Richtung um, aus der der Pfeil kam, und brüllt mal ganz ordentlich, worauf Herakles ihm dann quasi frontal Pfeil auf die Brust schießt.

Und dann legt Herakles den dritten Pfeil an und denkt sich, jetzt mal gucken, ob man dem irgendwie ins Auge schießen kann oder irgendwas in der Art. Und jetzt hat aber der Löwe quasi seinen seinen Gegner erkannt und er spät da auf dem Baum und nimmt jetzt ordentlich Anlauf und macht einen Riesensatz, um quasi an diesen Menschen dran zu kommen, der da oben auf dem Baum sind. Und Herakles bemerkt das gerade noch rechtzeitig und dieses als dieses Tier dann zum Sprung ansetzt,

wirft er seinen Bogen zu Boden und zügt die Keule, die er dabei hat. Da kann man übrigens noch sagen, diese Keule Das ist ein Baum, also so ein so ein Ölbaum, weißt du, so ein Olivenbaum. Den hat er irgendwie unterwegs mal ausgerissen. So, gedacht, oh guck, der Baum hier, das könnte, das könnte so eine Keule nach dem Format für so einen kräftigen Typen wie mich sein.

Naja, auf jeden Fall mit seiner Ölbaumkeule. Wie Eddie Izzard sagen würde, like you do. Genau, ja. Wie man das halt so macht, wenn man einen Halbgott ist. Man reißt halt mal einen Baum aus, wenn man eine Keule braucht. Und ähm mit dieser Ölbaumkeule. Haut er jetzt gewissermaßen diesen gerade zum Sprung angesetzten Löwen mal ordentlich eins auf die Birne. Was, wie soll ich sagen? Also die Fallparabel des Löwen wird dadurch etwas ungünstig beeinflusst.

Ja, also der stürzt zu Boden und bleibt da unten erstmal einen Moment benommen liegen. A von dem Sturz und B natürlich, weil er ordentlich mit einem Ölbaum eine geschellert gekriegt hat. Und Herakles denkt sich, aha, man kann also offensichtlich nicht dieses Fell durchdringen irgendwie mit Klingenwaffen, aber den Löwen ordentlich vom Möbeln das scheint zu geben. Und springt also von diesem Baum. und verkloppt diesen Löwenastrich und Faden mit seinem mit seiner Ölbaumkeule.

Und als er dann merkt, ja, okay, offensichtlich In diesem Fell drin scheint das ein genauso verletzliches Tier zu sein wie jedes andere auch. Überlegt er sich, wie kriege ich den denn jetzt am effektivsten irgendwie tot? und springt dann irgendwann von hinten auf den Löwen drauf und nimmt dir den Schwitzkasten gewissermaßen und erwirkt ihn einfach.

Es dauert eine Weile, das Biest ist doch ganz schön zäh und es benötigt auch wirklich dieser ungeheuren Körperkräfte, die Herakles hat, damit das geht. Also es hätte wahrscheinlich Außer ihm auch tatsächlich niemand geschafft. Auf jeden Fall erwirkte das Viech. So, jetzt ist ja das Problem, dass er ja nicht den Löwen dahin bringen soll, sondern das Fell. Und das bleibt jetzt weiterhin, äh,

Ein Problem, weil tot hat er ihn jetzt zwar, aber an das Fell kommt er trotzdem nicht ran. Also er versucht das mit Messern, mit Schwertern, mit Äxten, mit allem Möglichen und es geht einfach nicht. Und irgendwann kommt er auf die Idee, dass das mal mit den Clauen des Tieres selbst versuchen könnte. Und das klappt. Das funktioniert. Und also er nimmt dann gewissermaßen, also er bricht dem Löwen dann quasi so die Krallen ab und schneidet damit sein Fell auf.

Und ja, und dann häutet er ihn. Und später wird er sich dann tatsächlich aus diesem Löwenfell so eine Art Mantel machen. Der dann klassisch, äh, praktischerweise pfeilsicher ist. Und aus dem Kopf des Löwen macht er sich später einen Helm. Also, das wird dann so eine Art Ja, so ein Löwenumhang mit mit Löwenkopfhelm.

Und es ist natürlich praktisch, weil das einfach, ja, also er kann halt zumindest so von hinten dann auch nicht erschossen werden mit Pfeilen und sowas, weil er da eben immer diesen Löwenumhangern hat. Antike Variante einer kugelsicheren Weste. Sozusagen, genau. Löwenkeflar gelissen. Yeah. Er nimmt dann also jetzt erstmal, bevor er da seine modischen Accessoires draus macht, nimmt er jetzt also erstmal dieses Fell, legt sich das da über den Arm und macht sich auf den Weg zu Aristios.

Spaziert bei dem in den Thronsaal rein und schmeißt ihm dieses Fell vor die Füße und sagt, äh, ja. Und Aristius ist ernsthaft geschockt. nicht so sehr, weil er ihm da irgendwie so ein blutiges Fell vor die Füße schmeißt. Das auch. Also Euristius ist offensichtlich so ein bisschen. Etepitete, aber vor allem weil er überhaupt nicht damit gerechnet hat, ähm Dass irgendjemand diesen Löwen erlegen kann. Und dass er überhaupt eine zweite Aufgabe bräuchte.

And um Das erschreckt ihn alles so sehr, dass er tatsächlich ein Stück weit Angst bekommt vor Herakles und er ihm zukünftig seine. Aufgaben auch nicht mehr persönlich mitteilt. Also Herakles kommt zukünftig nicht mehr in den Thronraum da und und äh

nimmt seine Aufgaben persönlich entgegen, sondern er muss außerhalb der Mauern von Mykene warten und dann schickt er da immer einen Boden raus, der ihm dann seinen Auftrag übermittelt. Und da merkt man, der hat offensichtlich ordentlich Schiss in der Hose.

2 Die Hydra

Die zweite Aufgabe, die er dann bekommt, ist ebenso unmöglich wie die des nemäischen Löwen. Und ja, Eurystheus denkt sich, naja gut, jetzt hat er eine unmögliche Aufgabe gelöst. Ich versuch's einfach nochmal. Der kann ja nicht immer Glück haben, das kann ja nicht sein. Und er beauftragt ihn, die Hydra umzubringen. Die Hydra ist ein Drache. Kann man sagen. Also es wird immer mal wieder auch als eine, als eine Schlange beschrieben. Aber naja, also insbesondere so in der griechischen Mythologie.

Wenn man von so einer riesenhaften Schlange ausgeht, eigentlich kann man sagen, es handelt sich um einen Drachen. Also ne, es ist so ein Ein großes Reptil. Ein Dinosaurier-artiges Gebilde, genau, also ein sehr großes Reptil. Diese Hydra ist natürlich obendrein übernatürlich, deswegen ja auch nicht Dinosaurier, sondern Drache. Und die hat neun Köpfe.

Und der Trick an diesen neun Köpfen ist, dass quasi acht davon, nämlich die vier auf der rechten und die vier auf der linken Seite, Die sind sterblich, und der Kopf in der Mitte ist unsterblich. und And, yeah. Herakles fährt da hin. Er nimmt seinen Neffen Iolaos mit, den hatte ich schon mal kurz erwähnt. Das ist der Sohn von Iphikles, also von seinem Zwillingsbruder.

Und Julaos ist so, kann man sagen, sein sein Zieh-Sohn, so sein, sein bester Freund und Weggefährte. Ähm, Es wird auch immer mal wieder über eine Liebesbeziehung zwischen den beiden quasi hin und her überlegt, weil wohl viel von diesen. Ach Gott, ich habe das Wort vergessen. Es gibt so eine spezielle Liebesbeziehung in Griechenland zwischen Männern und Jünglingen verschiedener Generationen. Ich weiß gerade nicht mehr genau, wie das heißt. Um Und es spricht wohl so in den

in den Texten relativ viel dafür, dass das so eine Sorte Beziehung sein könnte. Aber da ich selber des Altgriechischen nicht mächtig bin, kann ich das nicht nachprüfen, ob das sprachlich sich wirklich so anfühlt. Ja, på jeden Fall har han den Iolaus, der fungert als Wagenlenker. Und dann fahren sie da irgendwie hin in diese Höhle, wo die Hydra lebt. Und ja, Herakles springt vom Wagen, also man kann sich das so vorstellen, Jolaos rast da irgendwie mit in vollem Galopp hin.

Und ähm Herakles springt vom Wagen und beginnt mit Brandpfeilen in diese Höhle reinzuschießen. Also er ähmchert die Hydra gewissermaßen erstmal aus. Mhm. Und als das Viech dann rauskommt, beschießt er dann die Köpfe, beziehungsweise auf manche drischt er auch einfach mit seiner tollen Riesenkeule ein.

Und jetzt stellt er fest, dass die Informationen, die er gekriegt hat, nicht so ganz hundertprozentig hinhauen. Es stimmte zwar, dass diese Köpfe rechts und links, ähm, dass die acht Köpfe sterblich sind, dass man die also irgendwie zerstören kann. Das Problem ist aber, dass wenn man einen dieser Köpfe abhackt oder zu Bischlägt oder wie auch immer, irgendwie zerstört, dann wachsen zwei neue nach. Ich hatte mich eben auch schon gewundert.

Und das ist irgendwie nicht so praktisch. Also mal davon abgesehen, dass in seinem ursprünglichen Plan das Problem mit dem einen unsterblichen Kopf auch noch nicht so ganz gelöst war. Ähm, stellt sich jetzt halt raus, auch den Plan, den er für die sterblichen Köpfe hatte, der funktioniert so ohne weiteres nicht.

Und er wird, er gerät da so nach und nach echt in Bedrängnis, weil da immer mehr Köpfe wachsen und je mehr er sich wehrt, desto mehr Gegnern sieht er sich gewissermaßen gegenüber. Also wenn man jeden Kopf als einen Angreifer zählt, was ja auch durchaus so ist, es sind ja überall ordentlich Zähne und Zeug dran und so.

Bringt der Rollenspieler wieder in mir durch, ne? Jedes Mal eine Attacke mehr. Ja, ja, genau. So kann man sich das auch durchaus vorstellen. Und das bringt ihn also jetzt so nach und nach ziemlich in Bedrängnis. Ähm, und er ruft dann irgendwann Jolaos herbei, der kommt dann wieder mit dem Wagen angesaust und ähm

Er springt dann wieder auf den Wagen. Da scheint er irgendwie so eine Art Ja, also halt so eine Art Topf mit so leicht entflammbarem Kram stehen zu haben, den er vorher für die Brandpfeile verwendet hat. Und bereitet sich da jetzt wieder auf den Wagen, während Jolaus eine Runde dreht, wieder so ein paar Brandpfeile vor.

Und geht jetzt folgendermaßen vor, dass er quasi erst einen der sterblichen Köpfe abhackt und dann direkt bevor das nachwachsen kann, das scheint immer einen kurzen Augenblick zu dauern. Versucht, diese Wunde des abgehackten oder zu breigeschlagenen Kopfes direkt mit diesem, ja, mit diesem brennbaren Material irgendwie auszubrennen. Mhm. So.

Und das funktioniert. Das klappt tatsächlich. Also, wenn man einen Kopf zerstört und dann direkt quasi die Wunde ausbrennt, dann wächst kein neuer nach. Schon gar nicht zwei. Ja, dann wird das eine ganz schön heftige Schlacht mit diesem, mit diesem Monster. Und am Ende ist dann also nur noch der unsterbliche Kopf über. Den schlägt er dann auch ab, den trennt er vom Rum.

Und äh, bindet den irgendwie fest. Also kann man sich so maulkorbmäßig vorstellen, sodass er mit diesem, mit diesem um sich beißenden Kopf irgendwie einigermaßen klarkommt. und fängt dann an eine tiefe Grube zu graben. und legt diesen, ja, immer noch lebendigen, abgeschlagenen Kopf in diese Grube rein, gräbt sie wieder zu und rollt dann einen großen Felsen obendrauf, sodass. Da also keiner aus versehendem Loch gräbt und versehentlich dieses Monster wieder ausgräbt.

Und den Körper der Hydra, den spaltet er dann so in mehrere Teile auf. Also kann man sich so vorstellen, dass er den halt einfach so in Stückchen hackt und in allen möglichen Ecken verstreut. Und er badet dann aber seine Pfeilspitzen in dem Blut der Hydra. Dieses Blut ist nämlich giftig, stellt er fest. Und zwar ordentlich giftig. Das ist tatsächlich ein unheilbares Gift, wenn es denn in die Blutbahn gerät.

Also wenn man das nur so von außen auf die Haut kriegt, ist das schon sehr schmerzhaft und schlägt Blasen und sowas. Daran merkt er auch, dass das so ein potentes Gift ist. Aber in dem Moment, wo das in die Blutbahn gerät, ist da, ist da nichts mehr zu wollen. Das heißt ja, du musst ja mit dem Pfeil eigentlich nur noch einen Streifschuss landen und das reicht. Genau.

Also, er verschießt jetzt echt potente Munition, kann man sagen. So, eigentlich ein Treffer ist tödlich. Mhm. Was eine praktische Sache ist. Ähm. Ja, dann kehrt er wieder zu Eurystheus zurück und der ist völlig fertig mit der Welt.

3 Die Hirschkuh

Und denkt sich, okay, offensichtlich bringt bringt es nichts, diesem, diesem Herakles Unmögliche Aufgaben zu geben, der löst die trotzdem. Und bei dem Jubel, der diesem Helden da auch entgegenschlägt, in seiner eigenen Stadt, merkt er auch, Dass das auch politisch nicht so ganz schlau ist. Weißt du, wenn vorher. Das immer so eine Frage war, wer ist denn hier eigentlich wem untertanspflichtig, wer ist denn hier eigentlich der Hochkönig von uns beiden?

Ähm, da hat er das Recht immer auf seiner Seite, aber... So die Fakten sahen dann immer anders aus. And Jetzt merkt er, dass er da eigentlich nur noch diesen, diesen Vorsprung, den, den Herakles hat, so im Ansehen bei der Bevölkerung, dass er den eigentlich nur noch ausbaut, wenn er ihm so. So unmögliche Aufgaben gibt, die der dann trotz allem löst. Also, Herakles rum ist größer als je zuvor. Naja, dann denkt er sich, vielleicht muss ich jetzt auf eine andere Sorte Aufgaben ähm.

Umschwenken. Er verfolgt quasi eine neue Strategie mit den Aufgaben und sagt: Ich gebe ihm jetzt nicht mehr was Unmögliches, sondern ich gebe ihm jetzt was. Was ihn bei den Göttern und bei den Menschen in Ungnade fallen lassen wird. Irgendwas, was ihn unbeliebt macht. Und gibt ihm den Auftrag, die sogenannte kerenitische Hirschkuh zu fangen. Das weißt du nicht. Also es gibt so eine ganze Gruppe von Wesen, die sogenannten Hindinen. Das ist so eine Gruppe von

Von Wild, kann man sagen, die alle der Artemis geweiht sind. Artemis ist ja die Göttin der Jagd und als die das Jagen gelernt hat, waren das quasi ihre ersten Beutetiere. Also es gibt so eine so eine mystische Jagd der der Artemis. Mhm. Und weil quasi, wie soll man sagen, an diesen Tieren diese Göttin ihr Jagdprofil entfaltet hat, Haben diese Tiere selber sozusagen so eine Art göttlichen Status bekommen. Die sind unsterblich jetzt und sind eben der Artemis geweiht.

Und ähm ja, ein eins von diesen Tieren soll er jetzt erlegen. Und das ist natürlich irgendwie, ja, das ist Blasphemie, kann man sagen. Da kommt man mit Artemis in Schwierigkeiten und mit allen. religiösen Menschen eben auch, weil die sagen ja das geht ja nicht, das darf man ja nicht, das ist verboten. Ja, ihm bleibt ja nichts großartig anderes übrig. Und er fängt an, auf die Jagd zu gehen.

Es dauert tatsächlich erstaunlich lange, also der Teil, den oder die Art und Weise, wie du vorhin vorgeschlagen hast, wie man mit Herakles umgehen könnte. nämlich ihm einfach langwierige Aufgaben zu gehen, äh, zu geben. Das scheint hier tatsächlich zu funktionieren. Es dauert nämlich Jahre, bis er diese Hirschkuh erlegt, weil er sie einfach ewig lang nicht findet.

Aber irgendwann hat er sie. Und ähm Damit sie ihm nicht direkt wieder entfleucht, schießt er mit einem Pfeil auf sie und schießt ihr quasi in die in die Beine. worauf das Tier dann gewissermaßen zu Fall kommt. Das Problem ist, dass dieses Tier ja unsterblich ist und dass aber seine Äh, ach nee, Quatsch, ich rede gerade Unsinn. Das ist eine andere Geschichte. Aber in diesem Fall ist es tatsächlich nicht so tragisch mit seinen giftigen Pfeilen. Äh. weil er gewissermaßen

So einen geschickten Schuss ansetzt, dass das Tier zwar zu Fall kommt, aber nicht ernsthaft verletzt wird dabei. Also Es gibt so ein ähm So eine Darstellung, dass er gewissermaßen ähm genau am Knochen vorbeischießt, sodass das irgendwie nur eine Fleischwunde ist oder so. Und wer weiß, vielleicht magische Hirschkühe scheinen auf dieses Gift nicht zu reagieren. Wer weiß, auf jeden Fall erlegt er sie.

Und wie man das dann halt so macht mit wild, das man erlegt hat, ne, er legt sich das so über die Schulter und trabt los Richtung Euristius, um da das Viech abzugeben. Oder um eben zu zeigen, dass er sie tatsächlich erjagt hat. Und unterwegs trifft er dann auf zwei Leute, äh, auf zwei Jäger, die da im Wald unterwegs sind, offensichtlich Zwillinge, ein Männlein und ein Weiblein. Es handelt sich um Artemis und um ihren Zwillingsbruder Apol.

Und die beiden sehen, was er da für ein Tier auf dem Rücken hat. Und Artemis ist ja erwartungsgemäß sehr erbost. und will eigentlich auch direkt zur Strafe schreiten. Und Apol sagt, warte mal, warte mal, warte mal, den kenne ich doch. Äh, das ist doch der Herakles, der uns hier, das ist der, der hat uns geholfen gegen die Giganten und so, und das ist mein Halbbruder oder unser Halbbruder sozusagen.

Der wird doch bestimmten Grund haben, lass uns erstmal mit dem reden. Und Herakles erklärt dann also, wie das alles zustande gekommen ist und so weiter. Und als er dann verspricht, dass er die Hirschkuh, nachdem er sie vorgezeigt hat, wieder laufen lässt, Erlaubt Artemis ihm gewissermaßen, dass er das jetzt darf. Und also er kriegt gewissermaßen so eine so eine einmalige temporäre Jagdlizenz, die rückwirkend gilt, kann man sagen.

Und mit der mit dieser Jagdlizenz und dieser Kuh bewaffnet, landet er dann dabei Eurystheus, zeigt diese Kuh vor und alle, die da irgendwie empört drüber sind, dass er dieses heilige Tier gejagt ist. Kann er dann auch direkt befriedigen mit sagen: mit, guck mal, ich habe hier Lizenz von der Göttin höchstpersönlich unterzeichnet, hat also alles hier seine Ordnung und Richtigkeit.

Mal wieder ist ein Plan von Euristius in die Binsen gegangen. Mhm. Hatte er sich so schön vorgestellt? Hat wieder nicht funktioniert, weil er irgendwie da ein Draht zu ähm. äh, Artemis eben hat und jetzt hat er mal wieder an Ansehen gewonnen, anstatt welches verloren zu haben. Jetzt gehen ihm so langsam die Aufgaben aus, die so richtig gut geeignet sind, und um Zeit zu gewinnen, gibt er ihm im Prinzip dieselbe Aufgabe nochmal.

Der erythmantische Eber

und gibt ihm den Auftrag, den sogenannten eremantischen Eber zu jagen. Das ist auch so ein so ein Viech, was der Artemis geweiht ist. Im Gegensatz zu dieser Hirschkuh ist der aber nicht ganz harmlos, sondern der Treibt ganz ähnlich wie der Nemeische Löwe da in so einer Gegend, die heißt Eremantos, deswegen auch der Eremantische Eber, treibt er da sein Umwesen und verwüstet da irgendwie die Gegend.

Und ja. Und das ganze Problem mit dem darf man nicht jagen, ist da aber auch so. Ist da im Prinzip auch so. Aber das Also Herakles Jagdlizenz hat wohl noch so ein bisschen Gültigkeit. Also diesen diesen Eber darf er wohl auch jagen, im Prinzip unter denselben Bedingungen wie vorher auch.

Ob Eurystheus das weiß oder nicht, ist keine Ahnung. Also für mich fühlt es sich so an, als sei das so eine Aufgabe, mit der er vor allem Zeit gewinnen will, weil er irgendwie nicht so richtig weiß, was er tun soll. Irgendeine Aufgabe muss er dem Herakles ja geben, weil sonst sagt er ja hier, wenn du keine Aufgaben mehr hast, dann sehe ich meine Lehnspflicht für dich jetzt mal als erledigt an, sondern er muss dann ja schon die nächste liefern.

Und ja, also entweder ist es sowas, dass er Zeit gewinnen will, oder es ist die Hoffnung, dass ähm Wie soll ich sagen, dass Artemis eine so eine Blasphemie quasi verzeiht, aber einem direkten Wiederholungstäter dann nicht verzeiht? So könnte man sich es vorstellen. Und vor allem dauert es aber halt wieder eine Weile. Also auch diesen erythmantischen Eremantischen Eber zu finden, das dauert eben auch eine Weile. Ganz ähnlich wie bei der Hirschkuh auch. Das Viech findet man nicht einfach so.

Ähm, bei dem ist es zwar so ein bisschen einfacher, weil der ja zumindest eine Spur der Zerstörung hinterlässt, aber trotzdem ist das eben kein einfach zu jagendes Tier. Mhm. Interessant ist diese Episode, insofern, als dass er, um in diese Gegend zu kommen, in der dieser Eber sein Unwesen treibt, von Mykäne aus, muss er durch ein Gebiet, was Quasi das Heimatgebiet der Zentauren ist. Zintauren sagt dir was?

Äh, ja, äh, menschlicher Körper, äh, Pferderumpf. Genau, so ist es. Äh, menschlicher Oberkörper, äh, Pferderumpf. Genau, also im Prinzip da, wo der Kopf des Pferdes ist, äh Fängt quasi der Bauch des Menschen an, sozusagen. Also am der menschliche Teil mündet gewissermaßen mit der Gürtellinie. An die Stelle ein, wo normalerweise der Hals des Pferdes anfangen würde. So, also ein Pferdmenschmischwesen. And um Wie soll man sagen?

Diese Zentauren sind dafür bekannt, dass sie fremden Gegenüber nicht gerade freundlich gesonnen sind. Man kann nicht einfach so durch deren Gebiet gehen, da wird man gerne mal angegriffen.

Kann also sein, dass ähm äh, dass Herak, also da, dass Euristheus auch das so im Hinterkopf hatte, nach dem Motto, naja, vielleicht, wenn ich es irgendwie schaffe, dass er sich da irgendwie mit den mit den Zentauren anlegen muss, dass das was ist, womit ich ihn irgendwie kleinkriege oder zumindest hinbekomme, dass das lange dauert und ja, wird man sehen. Um allerdings kriegt es Herakles ganz gut hin. Also er schafft es sich relativ unerkannt durch dieses Gebiet zu bewegen.

Es gibt zwar so ein paar Zentauren, die wissen, dass er da unterwegs ist und die auch nach ihm suchen. Aber er schafft das da irgendwie einigermaßen unerkannt durchzukommen. Das hat vor allem was damit zu tun, dass er Freunde unter den Zinntauben hat. Vor allem ist Fullos ein Freund von ihm, ein alter Freund gewissermaßen. Bei diesen Zentauren kehrt er irgendwann mal abends ein, also übernachtet bei dem. Der versteckt ihn, kann man sagen. Und dann essen sie eben gemeinsam und ähm

Herakles sagt dann irgendwann, also ich hätte jetzt echt gerne noch so ein bisschen Wein zu trinken und so. Und Pholo sagt, ja, ich habe da einen ganz speziellen Wein, den hat mir Dionysos geschenkt, der. Das wäre jetzt mal die Gelegenheit, wo man den mal aufmachen könnte. Und Herakles sagte, oh ja, das wäre mal was, der Dionysus, der hat Geschmack, was Wein angeht. Wenn ich mich da an die letzte Feier auf dem Olymp erinnere, da nach dem Gigantenkampf, Da hatte der guten Stoff am Start.

Und Follos macht dann also diese Weinampphore auf. Und das Problem ist, dass dieser Wein so speziell ist, dass der ganz doll duftet. Also der schmeckt nicht nur dolle, sondern der verströmt einen ganz starken Duft. Und das wiederum riechen die Zentauren, die da irgendwo sonst so im Wald unterwegs sind. Und ähm, die Anführer, ähm, Anchos heißt der eine, ähm

Der zählt dann einfach eins und eins zusammen und sagt, Moment mal, hier, wenn das hier so nach Wein riecht, dann muss das dieser spezielle Wein sein, den der Vorloss hat. Und wieso sollte der denn an so einem Abend wie heute, wo eigentlich nichts los ist, Jetzt irgendwie hier diesen speziellen Wein aufhaben. Es sei denn, der hat Besuch und der Herakles ist bei. Und dann fangen die gewissermaßen an, dieses Haus von dem Phloss anzugreifen und attackieren den Herakles doch.

Der kommt dann aus dem Haus und fängt an, irgendwie sich zu wehren und verschießt eben seine Pfeile und erlegt einen nach dem nächsten. Und das Problem ist, dass bei dieser Geschichte, also kommen noch ein paar Zentauren zu Fall, die seine Freunde sind, also die eigentlich auf seiner Seite stehen. Zum einen erwischt er aus Versehen einen anderen befreundeten Zentauren namens Chiron oder Chiron, da gibt es verschiedene Schreibweise.

Und bei dem, bei dem oder Kiron habe ich auch schon mal gelesen, aber wir sagen mal, Chiron, bei diesem Chiron ist jetzt das Problem, der hat einen dieser Pfeile abgekriegt. Und ist aber unsterblich. Und das heißt, der hat dieses Gift in sich und wird es auch nicht los. Und das ist sehr schmerzhaft und sehr übel und so weiter. Und er kann aber nicht sterben. Und das heißt, dieser Chiron, dieser, dieser Freund von Herakles, der leidet da jetzt echt fiese Qualen.

Und Herakles holt ihn dann irgendwie vom Schlachtfeld und legt ihn in Follos Haus irgendwie hin und verspricht ihm gewissermaßen, dass er. Dass er den Tod zu ihm schickt. Also, dass er es irgendwie hinbekommt, dass der Tod, also das ist Tanatos, heißt er ja, das ist quasi die Personifizierung des Todes bei den Griechen, das ist ein, wie soll man sagen, Angestellter von Hades, dass er den eben bei ihm vorbeischickt, dass der ihn holt, obwohl er unsterblich ist.

Und Pholous selber erwischt es leider auch, den, der kriegt kein Friendly Fire von Herakles ab, aber ähm Follows ist so ein bisschen ungeschickt. Er will so ein bisschen aufräumen, kann man sagen, nachdem die Schlacht vorbei ist, und zieht dann einen Pfeil aus einer der Leichen raus.

und will dann eben die Leichen begraben und so. Es sind ja immer noch seine Verwandten, die anderen zentauchen. Und vor allem liegen sie in seinem Garten. Da hat er irgendwann keinen Bock drauf, dass die da vor sich hin verwesen. Und will dazu halt diese Pfeile da aus den Leichen rausziehen. Und eins zieht da raus und Ja, wie soll man sagen, fummelt dann irgendwie mit dem Ding rum, das, also ne, gerät ihm irgendwie aus der Hand und fällt ihm in den Fuß. Mhm.

Und dann wird er halt von dieser Pfeilspitze geritzt und ja. Und er ist nicht unsterblich, er versterbt einfach sehr schnell. Mhm. Das heißt, diese ganze Episode da bei den Zentauren, die ist einfach sehr traurig. Und ja, Chiron bleibt dann eben in diesem Haus von Folos. und leidet da ziemlich fiese Qualen. Und Herakles verspricht ihm eben, wie gesagt, den Tod vorbeizuschicken, begräbt dann noch die anderen Zentauren und macht sich dann auf den Weg, diesen Eber zu fallen.

Und das ist dann auch nicht mehr weiter tragisch. Das dauert eine Weile, bis er den hat, aber als er ihn dann hat, bringt er den dann zu Euristeus. Und der versteckt sich mal wieder. Um das gar nicht erst zu sehen. Und damit haben wir die ersten vier Aufgaben des Zeus jetzt mal besprochen. Und damit lassen wir es für heute auch erstmal gut sein. Und beim nächsten Mal erzähle ich dann die nächsten vier und beim übernächsten Mal die nächsten vier. Dann haben wir alle zwölf durch. Ja, så lagt.

Beginn Spekulation

tatsächlich gar nicht so viele Dinge, die ich irgendwie dringend besprechen müsste. Um erstmal eine kurze Abschweifung, um weil mir das eingefallen ist, als du die Geschichte mit dem mit dem Löwenfell erzählt hast. Ähm Es muss in den Achtzigern so eine Fernsehserie gegeben haben, die ähm...

80er Jahre Zeichentrick

In Reimen erzählt und so eine relativ schlichte Zeichentrickuntermalung griechische Sagen erzählt hat. Weil diese Geschichte mit diesem Löwenfell, die Bilder aus dieser Zeichentrickserie sind mir noch vor Augen. Und ich kriege aber überhaupt nicht mehr zugeordnet, was das war. Okay. Kommt mir überhaupt nicht bekannt vor. Ähm. Na, also so so ein so ein bisschen, ein bisschen griechische Sagen in lustige Reime verpackt, lief irgendwie im Vorabendprogramm.

Und da bist du aber sicher, oder pff Schlussfolgerst du das jetzt gerade, weil du da irgendwie so Bilder vor Augen hast? Wo wovon bin ich sicher? Dass es um griechische Sagen ging in dieser Zeichentrickserie. Ja, also an dieser Sequenz mit Heraklas und diesem Löwenfeld kann ich mich tatsächlich äh Erinnern. Okay. Falls du das erzählt hast, um Herakles handelt, weil es gibt ja durchaus noch andere Helden, die so eine so eine Löwenfellgeschichte haben.

Also deswegen frage ich so, ob du sicher bist, dass es sich um griechische Sagen handelt. Das könnte ich tatsächlich jetzt nicht mehr schwören, aber bin mir relativ sicher. Okay. Also es gibt zum Beispiel einen biblischen Helden, nämlich Samson oder Simson, je nach Übersetzung.

ähm, der was ganz ähnliches ähm macht. Also der ist natürlich vor allem, der, der ist aus dem, aus dem Buch der Richter, da geht es in der Bibel ja immer darum, dass die Hebräer gegen die äh gegen die Philister gekämpft haben, Und so ist das eben bei Samson auch. Und der hat halt auch so übermenschliche Kräfte. Allerdings nur, wenn er sich nicht die Haare schneidet. Das hat so eine Art.

Das ist so eine Art Eid, den man ablegt, also dass man quasi sein Bart nicht schert und seine Haare nicht schneidet und damit seinen Körper irgendwie gottweilt und dann kriegt man irgendwie besondere Kräfte oder er zumindest. Und der erlegt auch irgendwann einen Löwen und macht sich aus dem aus dem Fell einen Umhang. Also das ist offensichtlich haben sich da diese beiden Sagen irgendwie gegenseitig beeinflusst. Wer da jetzt von wem abgeschrieben hat, weiß ich nicht, aber soweit.

Uns könnte natürlich sein, dass diese Zeichentrickserie, die du jetzt im Auge hast, dass die irgendwie Bibelgeschichten oder sowas sind. Nee, ich hab tatsächlich gerade mal kurz gegoogelt und hab zumindest in irgendeinem Forum einen Post gefunden, der im Prinzip genau das, was ich gerade erzählt habe. eine Aussage. Es gab diese Fernsehserie mit den griechischen Sagen und so und weiß jemand, was das war. Und ich. Ich habe eine Antwort. Ja, die versuche ich gerade durchzuscrollen. Ähm.

Ah, unterwegs mit Odysseus heißt die offensichtlich. Unterwegs mit Odysseus. Ähm. Das gucke ich mir auch gerade mal kurz noch an. Dann können wir auch weitermachen. Das ist ja jetzt auch eher ein Nebengleis. Ya, gak apa-apa. Wikipedia sagt Unterwegs mit Odysseus ist eine deutsche Kinder und Jugendfernserie aus dem Jahr neunzehnhundert neunundundsiebzig.

Also ich hab, äh, der zweite Hit ist bei mir quasi ein Video und dann an den Zeichnungen habe ich gerade gesehen, dass es diese meine ich tatsächlich. Okay. Na gut, kann ich ja mal verlinken. Ja. Okay, dann hat sich das auch geklärt. Ja, ist doch schön, wenn Kindheitserinnerungen hochkommen. Hao, und offensichtlich ist der Erzähler Hans Clarin steht. Hab ich auch gerade noch gesehen, ja. Cool. Genau, sie hatte nämlich so eine coole Stimme, das das wusste ich noch.

Ja, äh, soweit dazu. Das war so wie der, manchmal da war doch was da. Weil ich glaube, das war tatsächlich in meiner Kindheit der wahrscheinlich sogar der Hauptberührungspunkt mit den griechischen Sagen. Und die Dinge, die ich weiß, weiß ich wahrscheinlich. Ähm, die könnte dir übrigens echt gefallen. Also wenn du falls du irgendwie mal irgendwie ein YouTube-Video findest oder so

Guck mal rein. Ich glaube, du hättest da Spaß dran. Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen. Also zumindest thematisch interessiere ich mich ein bisschen. Ja, und es ist halt so ein bisschen, also so ein bisschen leicht erzählt. Ja. Ja, finde ich cool. Und Baujahr 79, meine Herren. Na gut. Ja, war ich doch mit Anfang der 80er gar nicht so schlecht, oder? Ja. Naja, es kann ja auch gut sein, dass das da lief. Ja.

Okay, hätten wir das geklärt. Ich glaube, was ich am Also es gibt zwei Dinge, die ich an den Geschichten, die du erzählt hast, spannend finde. Die haben Um Beide nicht mit den Aufgaben selber zu tun. Das eine ist dieser dieser Wechsel in der Art der Aufgaben, die Euristheus ihm stellt. Das finde ich finde ich eine spannende Geschichte.

Und aus irgendwelchen Gründen finde ich diese Sequenz, dass er, dass er Herak das nicht mehr persönlich empfängt, wichtig. Mhm. Ich kann ja noch gar nicht genau sagen, warum, aber irgendwie. Das wären so die beiden Dinge, die mir so auf dem auf dem Herzen liegen würden dazu. Ja, dann lasst uns doch mal loslegen damit. Sollen wir mit der mit den Aufgaben anfangen? Mit den Aufgaben. Ja.

Wechsel in den Aufgaben

Naja, auch was du im Prinzip ja auch schon versucht hast zu beschreiben, die ersten zwei Aufgaben sind ja quasi nochmal relativ sag mal in der in der idee relativ simpel so ich lasse ihn einfach ein unverwundbares also ne ich versuche ihn einfach ein unverwundbares oder unsterbliches wesen töten zu lassen Fertig. Und nachdem er das sozusagen erst mit einem unverwundbaren Wesen versucht hat und dann mit einem unsterblichen Wesen und festgestellt hat, das kriegt der Herr tatsächlich beides hin.

Fängt er ja an, andere Aufgaben zu wählen, die sind ein bisschen. Die sind Filigraner gebaut. Weil es dann nämlich auch manchmal gar nicht mehr so genau um die Aufgabe selber geht. Also, ne, zum Beispiel diese Diese Hirschkuh zu jagen, ist an sich für jemanden wie Herakles keine schwere Aufgabe. Aber er bringt ihn in eine schwer zu lösende Situation. Ja.

Die hat aber was damit zu tun, wie diese Hirschkuh ähm, ne, also wie die eingebunden ist in die, in die, äh, in die griechische Welt. Mhm. Also es ist, das ist auf eine Art und Weise cleverer, könnte man sagen. Ähm und gleichzeitig Uh

Ich erzähle erst was zu den Zentauern und dann mache ich weiter. Bei den Zantaurern ist es ja auch ähnlich, wie weit das seine Intention war, hast du ja vorhin gesagt, kann man gar nicht so genau sagen, aber zumindest ist Eurosthees wahrscheinlich nicht böse darum, dass. Heraklaster jetzt noch in diesen Zentauren-Konflikt irgendwie reingeraten ist. So, das ist ihm ja wahrscheinlich auch ganz gut in den Kram. Ähm.

was quasi bedeutet, dass Euristees versucht, dritte Parteien in diese, in diese Geschichte einzubinden. Und irgendwie halt eine Sorte Folgeprobleme, würde ich das mal nennen, zu schaffen, die gar nicht mehr mit den Aufgaben direkt zusammenhängen, sondern Herakles halt mit anderen Dingen beschäftigen. Nach Möglichkeit, weil das ist, finde ich, in der in der Geschichte mit der Hirschkuh noch deutlicher eine andere Sorte unlösbares Problem.

Nämlich, ja, du kannst dieses Tier umbringen, aber dann hast du irgendwie den Zorn der Götter auf dir. Ja. Viel Spaß. So hast du. Ähm. Ja, und da da da ändert sich die Qualität der Aufgaben, das finde ich spannend.

Also würdest ich weiß es nicht so genau. Würdest du sagen, dass es, also versucht er hier tatsächlich aktiv Rufschädigung zu betreiben? Also hat er jetzt sich quasi den den Gedanken, ich will diesen Herakles beherrschen, ich will den unter meiner Knute haben aufgegeben und versucht jetzt eher seinen Einfluss zu schmälern. Oder meinst du die, also das frage ich mich nämlich die ganze Zeit, ob es das ist oder ob es. Uh ein, wie soll ich sagen Ein ein Versuch ist so, das wird er nicht tun.

Ja, also sich irgendwie gegen die Götter wenden oder gegen sein öffentliches Ansehen wenden, das wird er nicht machen, das heißt, diese Aufgabe wird er nicht erfüllen. Nee, ich glaube, es ist Ersteres. Also ich würde es als ersteres interpretieren, sagen wir so. Dass es echte Schädigung ist jetzt schon. Ja, das ist Rufschädigung. Das finde ich, passt nämlich zu dem, zu der zweiten Sequenz, die mir so komisch im

Auge ist. Also, ich nämlich so ein Gefühl hatte, der Eurosthetis, der führt irgendwie ein Rückzugsgefecht. Habe ich das Gefühl. Der, der, der Markt, also er kommt dem Heraklas mit Aufgaben, über die regulären Aufgaben, nicht bei. Mhm. Dann weigert er sich ja, ihn zu empfangen, was ich finde, das soll eine Demonstration von Stärke sein und ist eigentlich eher ein Zeichen von Schwäche, finde ich. Mhm.

Yeah. Er er holt sich ja quasi äh Also ne, er versucht hier zum Beispiel die Götter in die Geschichte einzubinden, weil er weiß, die sind einfach noch mal mächtiger als er selber. Die sind ja nicht wirklich Verbündete von ihm, aber er versucht es ja quasi andere Gewalten in diese Geschichte einzuspannen. Und ich glaube, um, weil ihm klar wird, sozusagen auf der Ebene von

Ich schicke ihm irgendwie so eine Hydra auf den Hals und dann bringt die Hydra vielleicht den Herkules um und dann habe ich das Problem nicht mehr. Das wird ihm da glaube ich klar, dass es klappt. Mit dieser Komponente von Und gleichzeitig wird der auch mit jeder Aufgabe natürlich, ne, wird sein Heldenstatus nochmal gefestigter und die die öffentliche Meinung kippt auch immer mehr hin zu ihm. Ich würde das als Rufschädigung interpretieren, ja. Okay.

Also weil zumindest die ersten beiden, ne, also auch wenn die gefährlich sind, Also, du hast jetzt ja gerade so argumentiert, als würde er es durchaus auch mit Freuden in Kauf nehmen, wenn die Hydra Herakles umgebracht hätte. Und das würde ich zumindest. so nicht unterschreiben, sondern da ist sein Plan nicht, dass Herakles stirbt oder oder dass er einen Einfluss verliert. Herakles darf so viel Einfluss und Ruhm und so weiter haben, wie er will.

Aber er soll halt unter seiner Knutel stehen. Das darf gerne der tollste Held und Heerführer und Pippapo aller Zeiten sein. Aber er untersteht ihm. So, der Persiden-Hochkönig ist derjenige, dem er, vor dem er das Knie beugt.

Und und deswegen habe ich den Eindruck, ist also der der nemäische Löwe und die Hydra, das sind ja keine keine Attentatsversuche, sondern das sind Versuche, ihm Aufgaben zu stellen, die er nicht lösen kann, sodass er nie... bei zwölf Aufgaben completed ankommt und so lange bleibt er ja irgendwie sein sein Gefolgsmann.

Aber ich finde, wenn die, wenn, wenn sozusagen die Herrschaftsverhältnisse klar bleiben würden und klar wäre so ne das ist ganz klar weiter mein untertan solange er diese zwölf aufgaben macht dann wäre es nicht nötig diese diese sequenz einzuziehen von ich trete dem nicht mehr persönlich gegenüber ja Oder die Stich, die wird, also, als du die erzählt hast, bin ich total über die gestolpert. Das ist merkwürdig. Das ist komisch.

eigenartiges Element in der Geschichte, finde ich. Ja. Zumal die auch immer wieder kommt. Also ich hab das jetzt nicht erzählt, weil es eigentlich unschlüssig ist. Ähm, Also es gibt quasi dieses Element von Herakles kommt da irgendwo hin. Eurystheus und dann zeigt er, guck mal, ich habe wieder eine Aufgabe gelöst und Eurystheus versteckt sich dann. Ja, also dieses Element, das Eurystheus Angst zeigt, das kommt quasi immer wieder.

Obwohl es ja eigentlich, so wie es am Anfang gelöst ist, ja nicht mehr kommen muss, sondern er regelt das einmal so, dass er ihm nicht mehr vor Augen tritt. Aber es wird gewissermaßen immer wieder erzählt. Also zum Beispiel gibt es bei dem ähm Bei dieser Szene mit dem Eber gibt es so eine ganz berühmte weißt du diese griechischen Malereien, die da immer auch so Amphoren und Töpfen und Tellern und so weiter drauf sind.

Da gibt es so eine ganz berühmte Zeichnung, wo Herakles eben diesen Eber bringt. Und Eurystheus versteckt sich in einem. glaube in einem Fass oder in einer in einer Wanne oder sowas. Also er steigt auf jeden Fall, äh, in so ein Ding rein, um sich dort zu verstecken und sich da irgendwie zu verschanzen. Und daran merkt man also dieses Element, das er da Angst zeigt, das scheint ein wichtiger Punkt an der Geschichte zu sein. Sonst hätten die

Also hätte ja zumindest dieser Künstler, der diese Amphore oder worauf das auch immer gemalt ist, angefertigt hat, das ja nicht nochmal so explizit hervorgehoben. Ja, also eine Wenn du so eine Sorte Illustration von Geschichten machst, dann nimmst du eine wesentliche Szene. Und also da du ja nur ganz

wenige Teile der Geschichte darstellen kannst, zeigst du wichtige Aspekte. Und es scheint ein wichtiger Teil der Geschichte zu sein. Ja. Ich habe gerade nachgeguckt, das ist eine Vase, auf der das drauf ist. Genau. Also ich verlinke das auch, das ist das Bild ist ja ich verlinke das als Artikelbild, dann kann man sich das angucken. Und hast du den Eindruck?

Dass das dann tatsächlich kippt, also Also, jetzt hat er ja zum einen Angst, und diese beiden, diese beiden Aufgaben, die dann kommen, und das hast du ja. Schön beschrieben, dass da ja dann quasi eine dritte Partei irgendwie mit ins Spiel kommt. Also, dass er da die Götter bzw. die Öffentlichkeit mit reinnimmt, würdest du sagen, da ist es jetzt schon so ein Kippen nach dem Motto, ich versuche nicht mehr ihn zu kontrollieren, sondern ich versuche ihn zu zerstören oder zumindest ihn.

Ja, zurechtzustutzen gewissermaßen. Also ich glaube, da ist eine tatsächlich eine Erkenntnis drin von, der ist unkontrollierbar, den krieg ich nicht unter meine Kontrolle. Mhm. Ähm. Ich muss leider eine, ne, ich muss leider eine Abschweifung machen. Ja, bitte. Ich gucke ja gerade The Wire, diese amerikanische Fernsehserie. Und es gibt es spielt im

Polizei Schrägstrich Drogendealer-Milieu in Baltimore. So grob. Und es gibt so eine Figur, der, also einer von den Gangstern, der raubt aber nur die Drogendealer. was halt der natürlich echt also der ist natürlich der meistgehasste Mann dieser Stadt eigentlich und dann gibt es so eine Sequenz, dass er nämlich mal wieder irgendwie den Geld geklaut hat und

Aus Gründen, die jetzt zu schwer zu erklären sind, merken Sie, sie kommen dem selber nicht bei. Und was sie dann versuchen, ist, ihm einen anderen Mord anzuhängen, damit quasi die Polizei ihn einsackt. Und das finde ich ist so ein ganz ähnliches Element von selber kriegen wir den hier nicht in den Griff, wir brauchen irgendwie eine Macht von außen, die uns

Die uns, ohne es zu wissen, quasi hier gerade mal die Arbeit abnimmt. Ja. Und uns in die Hände spielt. Und ich finde, das ist so ganz ähnlich mit diesem. Ach, guck mal, dann zieht der vielleicht den Zorn der Götter auf sich. Das wäre vielleicht ganz hilfreich. Das ist mir gerade so, ich finde, das ist ganz, ganz ähnlich in der. Der Problemlösungsstrategie. Ja. Könnte man sagen. Das ist eine ähnliche Denke, auch mit den Zentauren und so, das passt. Genau. Und was war deine Frage?

Naja, also. Ach genau, also ich, die, dieses Moment von, ich glaube, der dem wird klar, dass der, dass er den nicht unter seine Kontrolle kriegt. Und dass dieses Diese Idee von. Das ist ja im Prinzip, was er am Anfang versucht, ist ja im Prinzip eine Hinhaltetaktik. Ne, ich stelle ihm in eine unmögliche Aufgabe, indem ich ihm irgendwie einen Ein unsterbliches Tier quasi Vorsätze und

Und selbst wenn er das aus irgendwelchen Gründen schaffen sollte, dann dauert es irgendwie echt lange wahrscheinlich. Und der versucht es ja wahrscheinlich mindestens dafür zu sorgen, dass er entweder nie damit fertig wird, Oder so lange, bis Eurosteros vielleicht selber schon mal nicht mehr da ist. Und ich glaube, das wird ihm klar, die Taktik funktioniert nicht.

Weil der tatsächlich zum Teil relativ kurz danach irgendwie mit so einem Löwenfell um die Ecke kommt und sagt: Hier, bitteschön. Deshalb versucht er, glaube ich, diese. Das finde ich eine Art Art und Weise von Eskalation, die da drin steckt, weil weil eben diese dritten Parteien, Öffentlichkeit, Götter, Zentaurin und sonst jemand reingesteckt werden und es es macht halt die Problemlagen viel komplizierter. Yeah. Also ich bin gerade was bei diesen...

diesen beiden Aufgaben, also der der dritten und der vierten angeht, ich bin da echt unschlüssig. So, also, ne, d du hast total recht mit allem, was du sagst. Das ist eine völlig schlüssige Erklärung. Ähm, Und so fühlt es sich für mich auch an. dass das hier schon nicht mehr ein Versuch ist. Ich will den kontrollieren. Ich will quasi weiterhin diesen Status quo, du bist meinen Untertan aufrechterhalten, sodass du will nur verhindern, dass du es jemals schaffst, diese zwölf Aufgaben.

sondern so, da es fühlt sich schon mehr Nachrufschädigung und ich und ich stutze dich mal von göttergroßem Format wieder auf sterbliches Format zusammen. Dann habe ich da politisch wieder Land gewonnen. So ähm,

Genau, und aber irgendwie scheint das. Irgendwas sträubt sich in dir offensichtlich. Ja, also vor allem, ich muss jetzt halt so ein bisschen vorgreifen. Ähm Die nächste Aufgabe, die jetzt kommt, ähm, die fünfte, die erzähle ich erst beim nächsten Mal so richtig, was da alles passiert, aber da kriegt er gewissermaßen den Auftrag. die die Stelle des des Augeas auszumisten. Augeas ist, kann man sagen, so ein Großviehzüchter. der halt eine Stelle mit riesigen Mengen an Rindviechern hat.

Die sind halt voll mit Mist und die muss, die müssen ausgemistet werden. Und da arbeiten normalerweise quasi ganze Heere von Arbeitern dran. Und er sagt, hier, das machst jetzt du. Alleine. So. Und also und das fühlt sich wieder nach so einer Aufgabe an. wo er wieder eine neue Idee aufmacht, weißt du, und sich sagt, naja, das wird er nicht tun, das wird sein Stolz nicht zulassen. Das ist die Aufgabe, wo er dann sagt, nee, die mache ich nicht.

Und eine Aufgabe, bei der man quasi keine Ruhm und Gloria davontragen kann. Wenn man den Löwen, der da die Gegend terrorisiert hat, jahrelang erlegt, dann so, aber einen Stall ausmisten. Oh, that's eine niedere Fix. Auch wenn es der größte Stall ever ist. Trotzdem scheiße Schippen. Also, ne, und da merkt man, das ist ja jetzt eine Aufgabe, gut, so wie du es jetzt deutest, kann man sagen, es ist nicht nur eine, wo er sagt, die wird er nicht machen, sondern auch schon wieder.

Ich schädige das Bild dieses strahlenden Helden. Also, ja, vielleicht hast du recht, vielleicht, vielleicht kippt tatsächlich direkt nach der zweiten Aufgabe. schon Eurystheus Plan um von ich versuche mir den zu halten, indem ich indem er es nie schaffen wird, diese zwölf Aufgaben zu erfüllen, zu Ich will den zerstören.

der darf nicht so dieser, dieses Bild vom strahlenden Held bleiben, den allen hinterherrennen. Selbst wenn ich den als meinen Vasallen halte, werde ich auf lange Sicht gesehen gegen diesen Zumindest gegen dieses Image, dieses, dieses, dieses Bild vom perfekten Helden nicht ankommen. Ja. Ich muss den

Als Bild zerstören. Und wenn man's, wenn man es quasi auf so eine, was auf einer diplomatischen Ebene deutet, ist das ja auch Also, ne, so ein, ja, du machst ja jetzt deine zwölf Aufgaben, aber wert sind die eigentlich nichts, weißt du? Du schippst halt Scheiße. Das finde ich schon, also vielleicht bin ich da jetzt auch ein bisschen eingleisig drauf, aber ich finde das schon passend. Ne, aber da dann hast du recht. Also ne Diese Ausmistaufgabe, ich habe die immer nur so gedeutet.

Dass das eben noch eine ist, also dass er eigentlich immer noch die Strategie fährt, ich versuche irgendeine Aufgabe zu finden, die Herakles nicht abschließt. Entweder weil er es nicht kann, Oder weil er es nicht übers Herz bringt, sozusagen.

Und so kann man jetzt die ersten fünf Aufgaben, so, also ne, die letzte haben wir jetzt ja nur so angerissen, aber so kann man die alle deuten. Die ersten zwei sind unmöglich, die zweiten zwei bringen irgendwie so ein Ja, ein soziales Folgeproblem mit sich, dass Herakles vielleicht zu teuer ist. Und das letzte ist eine so niedere Arbeit, dass es sein Stolz nicht zulassen wird. Aber also man könnte es so deuten, dass das ein Versuch ist, eben.

Irgendwie zum, zu einem Punkt zu kommen, in dem Herakles das Abarbeiten dieser Aufgaben abbricht und damit dann eben. für aller Zeit, für alle Zeit den Vasallen-Status anerkennt. Aber also ich finde, es fühlt sich tatsächlich schon so an, dass schon nach also ab der dritten Aufgabe schon so ein zerstörerischer Aspekt da drin ist. Und du hast recht, das ist in dem fünften auch schon drin. Also in den Stellen des Augers.

Und später, also irgendwann kippt's auf jeden Fall. Das, das kann man festhalten. Ähm Also spätestens am Ende, äh, also das kann ich, ich kann da auch schon ein bisschen vorgreifen. Die allerletzte Aufgabe wird es, er soll in den Hades gehen und den Kerberos da rausholen. Das ist quasi der. der Wachhund, der der die Hölle bewacht, gewissermaßen, der den Hades bewacht. Und also da muss er quasi in den Tod gehen für, also ins Totenreich.

gehen. Das ist also da ist spätestens ist tatsächlich der Versuch, das den Tod des Herakles herbeizuführen da. Da ist die absolute Zerstörung am Ende. Und irgendwo unterwegs kippt das und ich war mir halt immer unschlüssig, wo das kippt. Und ich finde, du hast jetzt schön argumentiert, dass das tatsächlich direkt schon ab der dritten Aufgabe schon kippt. Was irre.

Kann ich, kann ich, glaube ich, natürlich auch erst besser beurteilen, wenn ich die alle zwölf kenne. Ja. Aber so erstmal. Also zumindest finde ich es dann. Da ist schon ein merkbarer Unterschied. Verändert sich schon was. Genau, also ein Strategiewechsel passiert auf jeden Fall zwischen der zweiten und dritten Aufgabe. Das kann man festhalten. Und äh das und zu dem Ausmisten der Stelle, da ist auch noch mal ein deutlicher Strategiewechsel drin.

Ähm, aber das erzähle ich dann ja beim nächsten Mal. Okay, den zweiten Punkt, den du hattest, haben wir dann ja jetzt auch schon besprochen. Der gehörte da jetzt ja dann gewissermaßen dazu, das war diese Furcht, die Ristius zeigt, ne? Und dass er, dass er sich nicht ihm nicht mehr persönlich gegenüber tritt. Ja. Meine The Wire-Abschweifung habe ich auch untergebracht. Sehr süß.

Was ich noch echt bemerkenswert äh, bemerkenswert finde an der an der ganzen Sache ist diese Geschichte mit den Ähm, mit den Zentauren und dem Wein und so, das.

Zentauren und Wein

Also, die kommt mir so komisch vor. Weißt du? Also, mal wieder so eine Geschichte, das hatten wir schon ein paar Mal bei Susagen, dass da so viele Sachen drin sind. Man sagt, als Geschichte ergibt das so nicht viel Sinn. Und das muss ja irgendwas bedeuten. Also dieser Effekt, dass da dieses also gut, dass die da abends Weinsaufen und so von mir aus, das das ergibt von mir aus so Sinn.

Aber dass dieser Wein dann einen Geruch ausströmt, den die Zentauren dann riechen und dadurch den Herakles finden und dann diesen Angriff starten, das finde ich irgendwie. Also erstmal bemerkenswert schräg. In der modernen Geschichte würde man halt sagen: naja, das ist aber praktisch. Ja, es ist schon ziemlich komisch. Also, was wiederum gehen würde, überlege ich gerade.

Also anders. Solange man es so erzählt, wie es ist, nämlich da treffen zwei Personen aufeinander und machen dann abends eine Flasche Wein zusammen auf, ergibt es überhaupt keinen Sinn. Wenn wir wieder unser altbewährtes Spielchen nehmen und sagen, ein Held steht nicht für eine Person, sondern irgendwie für eine ganze Gruppe. Wenn die damit irgendwie 400 Soldaten lagern und Wein trinken. Genau. Das?

Kann man riechen. Genau, dann würde es wieder Sinn ergeben. Also wenn Herakles da mit einem ganzen Trupp Leute bei diesem Fols auftaucht, und äh dann dann jetzt nicht nur irgendwie ganz still und spartanisch irgendwie genächtigt und verköstigt wird, sondern die da abends mal im wahrsten Sinne des Wortes ein Fass aufmachen. Das ist natürlich was, was man mitkriegen könnte. Als Feind, der auf der Suche nach diesem Heeresverband ist. Und dann wäre es wiederum so eine Geschichte.

Also, dass das so ein spezieller dionysischer Wein ist, ne? Das macht ja irgendwie mit dem Geruch und sowas so jetzt irgendwie nicht so viel Sinn. Aber wenn man jetzt irgendwie wiederum sagt, naja, dann haben die da abends irgendwie gesagt, ja komm, dann lass uns irgendwie eine Flasche Wein aufmachen. Und jetzt ist das aber so ein spezieller Wein. Also auf Deutsch gesagt, da ist wahrscheinlich mehr Alkohol drin, als sonst so in den Weinen drin waren, weswegen die auf einmal...

dann doch etwas die Hemmungen verloren haben und etwas lauter waren und so weiter, und auf einmal finden sie sich in einem Hinterhalt wieder. Das wäre wiederum. Also, das wäre so eine mögliche reale Begebenheit, aus der so eine Sage entstanden sein könnte. Das wird wieder funktionieren. Ja. Ich hätte sonst das äh, sonst mich mal an der anderen Hals wegwaffwaffe versucht.

Zum Beispiel Hypothese. Achso, ich dachte, du würdest Adorno draufschmeißen. Das fällt mir gerade schwer. Also ich dachte auch, was halt noch sein könnte, ist, dass irgendwie. Diese dieser Wein, ein Element ist, was eigentlich in eine andere Geschichte gehört, uh in in der der irgendwie eine Bewandtnis hat und wo irgendwie erklärt ist. weißt du, warum der so riecht und und weil warum die Zentauern denen so gut riechen können und ne alles so Geschichten. Und

Dieser Teil der Geschichte oder diese andere Geschichte ist aber verloren gegangen und wir haben nur noch dieses fremde Element da drin, was dann an sich alleine keinen Sinn ergibt. Es ist aber nicht so eine schöne Erklärung wie deine, finde ich. Ja, also zumal man ja dann immer noch die Frage stellen müsste, warum ist dieses andere Element verschwunden?

Naja, also das ist ja, also wir haben ja einfach nur Bruchstücke von dem von diesen Sagen. Naja, aber also ich meine, wir haben das ja schon irgendwie aus. Also von Autoren, die ja irgendwie schon also die das beruflich gemacht haben. Also wir haben jetzt ja nicht nur irgendwie irgendwelche Bruchstücke von diesen Geschichten, sondern wir haben ja schon quasi ganze Werke vorliegen von einem Autor, der, also in dem Fall ist es jetzt Hesiod,

Der sich hingesetzt hat und gesagt hat, ich schreibe das mal so zusammen, dass es als Geschichte Sinn ergibt. Und dann, ja. fragt man sich, wo ist denn der Wein geblieben? Ja, das stimmt. Aber trotz allem wäre das irgendwie möglich, dass es vielleicht. Irgend sowas, also ne, vielleicht gibt es irgendwie so ein.

So ein so ein kulturelles Meme, also wofür auch immer diese Zentauren gestanden haben mögen. Ich hab da eine Theorie, können wir gleich drüber reden, aber Also, ne, vielleicht gibt's irgendwie so eine Art kulturelles Meme bei den bei den Griechen. Der Wein der Zentauren, der riecht krass. Mhm. So. Das Zeug stinkt. So. Dann machst du die Amphore auf und denkst erstmal: Holla, das kann man, kann doch keiner trinken. Also ne? So, weißt du, so ähnlich wie bei uns das, das

das kulturelle Meme vom Der Franzose trinkt nur Rotwein und isst nur Baguette. Oder das Essen vom Engländer kann man nicht essen und so. So eine Sorte von Von kulturellem Klischee kann ja sein, dass es sowas für die Zentauren gab. Und das musste man gar nicht erklären als Hesiod. Das hatten alle klar, nur wir verstehen es nicht mehr. Sowas könnte es auch sein. Wobei ich tatsächlich dann doch eher nachvollziehbar finde, so ein Also dass dass wenn man wenn man ein Wein gekeltert hat.

Und aus welchen Gründen auch immer man einen irgendwie mehr Alkohol in seinem Bein drin hatte als normalerweise, dass man ne, w das dass sozusagen der der Der Code dafür halt war, dass es ein, weißt du, das ist ein Wein, der quasi von Dionysos geküsst ist. Der Wo die Jörnisos viel gewirkt hat. Dass das quasi das der kulturelle Code ist für

Da ist auch nicht Alkohol drin. Die Währung war effektiv, ja. Das kann sein, ja. Und dann ist es vielleicht auch genau, was du eben meintest, in deiner Hypothese auch gar nicht so sehr. Dass der Wein tatsächlich so stark, so sch, so stark riecht, im Sinne von, dass der so anders riecht, sondern eher so ein Naja, es hat halt A nach Wein gestunken und B war es laut. Weil halt dieser besondere Dionysoschionysische Wein. Ja, so, ne, dass man da, weißt du, so zwei Griechen.

sitzen irgendwie morgens um neun unter ihrem Olivenbaum, haben beide Kopfschmerzen und der eine sagt zum anderen so, der war gestern so, das war ein Dionysischer. Das heißt aber nur, Mann, war ich voll gestern Abend. Das könnte ich mir auch durchaus vorstellen. Ja. Also, der letzte Wein, den ich gestern Abend getrunken habe, da hatte Dionysus sauber ordentlich seine Finger drin. Ja, das kann sein. Das letzte Bier war schlecht, so, ne, genau. Also ja, ich finde die auch einigermaßen plausibel so.

Aber ich frage mich dann immer noch, warum sie nicht einfach... die Sage dann quasi so gebaut haben, dass halt nicht da ein ganzes Heerlager anfängt, irgendwie irgendwelche Lumpenlider zu singen. Sondern dass halt dann Herakles und ähm Pholocks dann eben so berauscht waren, dass die dann halt angefangen haben, laut Lieder vor sich hinzusingen, und das haben die anderen Zentauren dann irgendwann gehört und kamen und haben angegriffen.

Wäre ja irgendwie die einfachere und nachvollziehbarere Geschichte als dieser komische Geruch, der da ausströmt. Ja. So. Naja, aber vielleicht waren es irgendwelche Lagerfeuer. Also irgendwie muss schon was drin sein. wo ein Geruch quasi das Versteck preisgegeben hat. Das ist klar, also ist ja durchaus auch möglich. Das auch, das waren ja, glaube ich, auch einfach viele Gewürzweine und wenn der tatsächlich anders gewürzt ist als.

Also das das ist ja wahrscheinlich dann auch sehr regional abhängig gewesen. Und jetzt mal angenommen, die also wenn wir jetzt mal davon ausgehen, es gab eine reale Begebenheit, aus der dann diese Geschichte geworden ist. Und vielleicht war es dann gar nicht so sehr so, dass der Gastgeber den Wein dabei hatte, sondern die der Heerverband hatte. Haben wir ihn mitgebracht, ja. Haben wir ihn mitgebracht und hatten halt einen Wein aus einer anderen Gegend dabei.

Am Ende in solchen Mengen verköstet, dass man das das Gewürzaroma im Wind riechen konnte. Ist auch ein bisschen dünn, aber Aber also es wäre zumindest eine coole Story. Die waren prima versteckt, haben sich super dadurch, die Wälder durchgeschlichen und haben dann aber derartig eingesoffen, dass ihre Fahne irgendwie drankeleiben. Yeah, zumindest glaube ich, also stärker als uh as this heute the fall is, uh, glaub ich also ein kulturelles Name von man can halt riechen.

Also, es gibt Weine, die riechen so wie die eigenen Weine, und es gibt Weine, die riechen fremd. Das könnte ich mir vorstellen, dass das irgendwie klar war. Kann man denn Wein so. So geruchlich unterscheiden, ich kenne mich da ja überhaupt nicht aus. Ich weiß das auch nicht so genau. Also soweit ich weiß, Das ist aber sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr löcheres Wissen. Also, das kann totaler Quatsch sein. Ist gerade in den antiken Beinen halt viel.

Die haben ihn viel mit Kräutern gewürzt. Okay. Und da ist dann irgendwie, weiß ich nicht, was wächst denn da? Rosmarin wahrscheinlich, ähm, Jimian und all so Geschichten drin. Und ich glaube, dass das schon also dann ist es gar nicht so dann, also nun was du dann riechst, ist nicht der ist nicht, dass der Wein anders riecht, sondern der du riechst halt den Thymian oder den Rosmarin oder so.

Aber wie gesagt, das muss alles nicht stimmen. Ja. Und das könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das wenn halt in der Region, in der du lebst, irgendwie, weißt du, der Wein irgendwie mit Rosmarin gewürzt wird und dann kommt irgendwie ein Fremder auf der Durchreise und dessen Wein jetzt mit einer anderen

Gewürzmischung irgendwie gemacht und ne, du trinkst oder ne, du hast eine Schale mit diesem Wein vor dir, dass du halt an dem Geruch merkst, dass das ein Wein von woanders her ist. Das fände ich zumindest vorstellbar. Ja. Na, und das würde ja auch zumindest quasi den

diesen es ist irgendwie ein Geruch, der weithin zu riechen ist, ein bisschen aus der Geschichte rausnehmen. Weil dann könnte es ja auch tatsächlich sein, ne, so dann ist da so eine Gruppe Reisender quasi inkognito Irgendwo an so einem Ort, wo wo weiß ich nicht, viele Leute rasten oder oder wo man zumindest Ja. sich so in freier Sicht versteckt, gewissermaßen. Und dann fällt aber an so einem Detail wie dem Geruch des Weines auf, das die sind nicht von hier.

Mhm. Weißt du, so so ein bisschen wie diese Szene in den Glorious Bastards, wo der der der englische Offizier, der als Deutscher getarnt ist, dann mit der falschen Fingerhaltung drei Whisky bestellt. Mhm. So, so eine Sorte von An so einem kleinen Detail merkt man dann, die kommen woanders her. Und ne, wenn man jetzt, wenn man jetzt eher so eine Variante annimmt, von dass die quasi

gar nicht alleine auf einer Lichtung irgendwo sitzen und drumherum ist gar keiner. Sondern eher tatsächlich versuchen inkognito irgendwo Zu sein, wo durchaus noch andere Leute sind und es aber schon einen Verdacht gibt, dass da jemand ist, der da nicht hingehört, dann kann so ein Zeichen ja ausreichen, dass man zumindest mal genauer gucken geht, wer die eigentlich sind. Yeah.

Naja, also mal angenommen, der Vorloss, also ich kann ja mal noch kurz meine Theorie sagen, wofür die Zentauren stehen. Ich würde vermuten, es handelt sich um irgendeinen Reitervolk. Ja, wahrscheinlich. Irgendein Volk, was da gewissermaßen Und das ist ja auch ne da auf dem Alter das

könnte man so ungefähr den Balkan hin sortieren. Also irgendwo in griechischer Reichweite existiert so ein Volk, was irgendwie viel zu Pferde unterwegs ist und so weiter und was auch durchaus so ein Stück weit kriegerisch ist. Und wo man nicht so einfach durchreißt. So. Also. Und in der Region gab es immer mal wieder auch so Reiterkulturen, ne? Also sehr viel später, dann natürlich die Hunden und so. Aber ich weiß, dass die Römer.

Ähm, was jetzt auch wiederum deutlich später ist als die Zeit, in der diese Geschichten spielen. Aber die Römer haben zumindest aus der Region die, oh Gott, wie hießen die noch? die Samaten rekrutiert und haben relativ große Teile ihrer Kavallerie aus diesen, aus diesen Bevölkerungsgruppen, die da im Balkan unterwegs waren, ähm, um rekrutiert.

Und naja, also das ist auf jeden Fall meine Theorie. Irgendwie so ein Grüppchen, was relativ viel zur Pferde unterwegs ist, ist zu den Zentauren, zumindest in dieser Geschichte geworden. So. Und jetzt, wenn man sich jetzt vorstellt, dass der Folos vielleicht da irgendwie einen... Adliger, Stammesfürst, whatever, ist, der jetzt halt irgendwie mit den Griechen befreundet ist und der nimmt in seinem Dorf irgendwie, versteckt er gewissermaßen diesen Trupp.

Und jetzt kommen da die Soldaten von dem Aichon oder wie er heißt, also von dem Oberzentauren da irgendwie... Und gucken mal, ob der Folos, der ja eh schon so ein bisschen verdächtig ist, nicht hier die Feinde versteckt hält und am Wein kommt es raus. Wäre eine Geschichte, die man sich in echt vorstellen könnte. Ja.

Ja, okay. Ja, dann siehst du genau, genau deswegen will ich über solche Sachen nochmal rüber. Dann hat man dahinter ja so ein bisschen, zumindest eine Idee von, wo kommt so ein schräger Kram her. Ja. Ja.

Hydra-Rebellen

Und dann zu guter Letzt, wo wir gerade schon dabei sind, das gute alte, was könnte ein realer Kern für diese Sage geworden sein spielen. Ich finde bei der Hydrat, das klingt für mich auch nach irgendeiner Widerstandszelle. Oder? Das klingt doch wie eine Rebellengruppe. Also, das sagt man doch gerne mal über so Geriakämpfer, weißt du? Wenn du da einen Kopf abschlägt, wachsen zwei nach, weißt du?

So. Ja, wobei ich, also das, also da ist ja die Frage, was was beeinflusst. Ja, das stimmt. Ja. Also es kann natürlich sein, dass die Hydra jetzt schon so häufig als Metapher für Widerstandszellen gewissermaßen verwendet worden ist. Dass ich jetzt umgekehrt anfange, die Hydra als wieder in Zellen zu deuten. Das ist natürlich denkbar. Aber ich finde es trotzdem ein schlüssiges Spielchen.

Also zumal, ne, man muss die erstmal ausräuchern, man muss die da erstmal rauskriegen. Na, dann, also ich versuche gerade das mal weiter zu spinnen. Äh. Dann fängst du irgendwann tatsächlich an, die Dörfer abzufackeln. Und zwar mit dem Wagen langfahren und Brandpfeile und Pippapo. Und zwar auch also ich versuch gerade dieses Element von du musst halt die die Wunde gleich gleich verschließen. So, das bedeutet im Prinzip dann auch

Und du bringst einfach mal alle um. Genau. Nicht nur den jetzigen Anführer, sondern auch alle, die seinen Platz einnehmen könnten. Ja. Ja, ist denkbar. Und das Einzige, was da nicht so richtig gut passt, ist dieser unsterbliche Kopf. Mhm. Und dass man den dann vergräbt und einen Felsen drauflegt. Also ne, so ein unsterblicher Kopf w wäre ja auch eine Sorte Metapher für

Man kriegt die nicht klein. Es ist ein Terrornetzwerk, wie man heute sagen würde. Wenn du den einen Anführer umgebracht hast, kommt da hinten der nächste Anführer. Oh. Und dann gehst du erstmal los und räucherst einfach konsequent. Also du fackelst einfach konsequent alle Dörfer ab. So und bringst auch einfach alle um, die du auf deinem Weg findest. So und dann, weißt du, und in dem letzten Dorf. Errichtest du dann irgendeine Sorte Warnung, irgendeine Sorte Mahnmal? Ah, okay. Und sagst hier.

Das passiert, wenn ihr nochmal äh. Falls nur irgendeiner übrig ist, den ich noch nicht umgebracht habe. Das passiert euch, äh, wenn ihr nochmal aufsteht. Das. Naja, vielleicht hat er da auch tatsächlich also vielleicht ist das auch tatsächlich so was, man hat Den obersten Oberanführer dann gefunden und denen nicht einfach nur umgebracht, wie alle anderen auch, sondern

Entweder ist es ein Bild für den hat man dann eingekerkert, dass das kein Märtyrer wird, weißt du? Oder vielleicht ist es auch ein Bild für, ne, und das würde zu deinem ein Exempel statuieren. passen, so vielleicht hat man ihn auch einfach lebendig begraben, weißt du, als so eine besonders grausame Hinrichtung, die dann so eine abschreckende

Abschreckende Wirkung haben soll. Es ist so eine Geschichte, die würde man gerne mal George R. Martin in die Finger geben, oder? Ja, oder auch nicht. Ja, oder auch nicht, genauso. Ja. So, genau, mach mal, ich weiß nicht, ob ich es wissen will, aber ich glaube, der könnte... So entlang der Linien, die wir jetzt hier gerade so entworfen haben, der könnte, glaube ich, eine richtig fiese, krasse Geschichte daraus machen. Ja, das stimmt.

Ich überlege eh schon seit einiger Zeit vor mich hin, quasi mit diesen mit diesen Interpretationen, was könnte eine echte Geschichte am Grunde dieser Sagen gewesen zu sein.

ähm mich an einem Herakles-Roman zu versuchen, der halt eben nicht die nicht die Sagen beinhaltet, sondern dann gewissermaßen die die ganz blut und schweißig handwerklichen, äh, echten, politischen und stablichen Probleme eines, eines, eines Menschen irgendwie beinhalten und wo dann irgendwie auch mal solche Sachen bei rumkommen.

Da hast du jetzt ein ziemlich blutrünstiges Kapitel zusammen. Ja. Also ich glaube, für so eine Sorte Romanprojekt wäre die Hydra als irgendwie so eine Sorte von da gibt es so ein so eine aufmüpfige Bevölkerungsgruppe, die da irgendwie so Guerilla Kriegsführung veranstaltet und Herakles kriegt die Aufgabe, das ruhzustellen, das Ganze. Ja, könnte man so erzählen. Ja, und ansonsten ist es aber, ich glaube, das muss man auch so festhalten, ist es aber halt auch ein klassischer Drachenkampf.

Klassischer Drachenkampf

Also auch dieses Element, dass wenn man den Drachen dann besiegt hat, ähm Dass man dann noch eine übernatürliche Kraft geschenkt bekommt. Das ist eigentlich ein Klassiker für so einen Drachenkampf. Tja, das hängt an dem Blut des Drachen. Das finde ich auch. Also Drachenblut ist einfach. Genau, also da das ist es gerne mal, ne? Also hier ist es so, da sind ist es eben, dann wird es ein schönes Pfeilgift und bei Siegfried macht das Drachenblut dann eben unverwundbar.

Genau, also gerne mal ist es das Drachenblut, an dem es hängt. Mhm. Aber es gibt auch Geschichten, wo sich der Drachentöter dann gewissermaßen aus dem, aus dem Panzer des Drachen, der so undurchdringlich ist, dann irgendwie ein Schild oder eine Rüstung macht oder so. Diese Elemente gibt es bei den Drachentütern durchaus auch.

Aber da vorne hat, wenn ich auch viel stärker noch so Rollenspiellogik, oder? Löwen umbringen, Fell als Rüstung benutzen, Drachen umbringen, Drachengift für die Pfeilspitzen benutzen, das hat sowas von Level-Up. Ja, das stimmt. Also, wobei es sehr darauf ankommt, was für eine Sorte Rollenspiel man so spielt. Also, das stimmt schon, die ersten beiden.

Das könnten so klassische Quests sein für so eine Heldengruppe in so einem, in so einem High-Fantasy-Rollenspielsystem. Weißt du, sowas wie D oder Role Master oder sowas. Ähm, und ich finde aber zumindest, so wie wir jetzt hier die dritte und vierte Aufgabe interpretiert haben, also dass es ihm da nicht wirklich um die Schwierigkeit der Aufgabe selber geht, sondern dass er da versucht, so eine

Ja, so eine Los-Lose-Situation für Herakles zu schaffen. Entweder Du machst es nicht, dann bleibst du mein Sklave, oder mein Vasal zumindest, oder du machst es, dann kriegst du irgendwie Schwierigkeiten mit den Göttern. Das ist jetzt was, was, was ich so in High Fantasy selten mal vorfinde. Aber in so Spielen wie Vampire oder sowas, da tauchen solche Motive mal mit auf, dass da jemand.

einem zwar ein ne, also da wirst du dann, keine Ahnung, zu irgendeinem älteren Vampir gerufen, der dir dann einen Auftrag gibt und dem geht es aber um was ganz anderes. So, der, da hat da irgendwelche Winkelzüge im Hintergrund. Dass man so als Schachfigur übers Brett geschoben wird eigentlich und genau. Genau. Aber es stimmt schon, es fühlt sich schon alles irgendwie nach Rollenspielern. Aber ja gut, es hält, ne? Ja.

Gerne. Das liegt daran, dass die Rollenspiele, Rollenspielsysteme an diesen Geschichten orientiert sind. Genau. Man will ja einen Held spielen. Genau. Klassischerweise zumindest. Ja. Ja. Okay. Gut, dann haben wir noch. Das ist aber schon eher so hinten raus. Ich habe noch eine kleine Ergänzung zu dieser Geschichte mit der Fernsehserie, die ich vorhin aufgemacht habe. Ich habe gerade zwischendurch nochmal gesehen, ähm

Schluss und Aufräumen

Da gab es offensichtlich mehrere Auflagen von, und ich weiß auch nicht, ob es immer genau die gleiche Serie ist, aber die, die ich jetzt konkret meinte, heißt tatsächlich Abenteuer mit Herakles. Ah, okay. Also, weil die, ich weiß gar nicht, ob das Seasons waren oder wie das, wie die Struktur war, aber das muss diese gewesen sein, weil es ja um Herakles geht. Ja. Ja, stimmt. Unterwegs mit Odysseus macht ja auch nicht so wirklich Sinn, wenn man. Ja, das ist wahr. Yeah, okay.

Gut, dann haben wir es, glaube ich, für heute, oder? Ich glaube auch. Alles klar. Danke ich dir sehr. Immer gerne, das hat sehr großen Spaß gemacht mal wieder. Ja, fand ich auch. Und euch da draußen danke ich auch fürs Zuhören und fürs Klicken und Runterladen und Flattern und eure tollen Kommentare. Und also ich freue mich auch über die Ungeduld, die ihr so bei Twitter und bei Appet so äußert. Ähm, das macht zwar immer so ein bisschen Druck, aber es zeigt ja auch, dass

Dass euch das gefällt, was wir hier so verarzten. Vielen Dank also dafür und bleibt uns gewogen. Bis zum nächsten Mal und tschüss. Shownes und die Möglichkeit zu Kommentaren findet ihr unter trojaallert.bildungsanks.de. Bewertet uns gerne bei iTunes oder anderen Podcast-Portalen und wir freuen uns über Feedback und klickt auf den Flatter Button. Troja Alert ist eine Bildungsangstproduktion aus dem Jahr 2014.

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