#69 | Burial, Bodhi, Tectonic, FAÏG, JJULIUS - podcast episode cover

#69 | Burial, Bodhi, Tectonic, FAÏG, JJULIUS

Sep 07, 20251 hrEp. 141
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Episode description

von Christopher Hunold und Melanie Loeper

Alle Links in den Shownotes.

Burial - Comafields / Imaginary Festival (Hyperdub) Seit fast 15 Jahren steckt Dubstep-Enigma Burial aka Will Bevan in seiner zweiten musikalischen Phase, in der er verrauschte, knackende Ambient-Tracks in zweistelliger Minutenzahl wie kleine Mixtapes aufbaut. In den letzten Jahren bedeutete das oft Hit & Miss. Wo stehen diese beiden Tracks?

Bodhi - Corrupta (Hotflush) Hotflush war eines der prägenden Labels für den "alten" Bass- und Dubstep-Sound. Bodhi geben mit ihrer 6-Track-EP ein interessantes Update und frischen das Genre mit Elementen aus IDM, Acid, House und Garage auf. Kann der Gemischtwarenladen was?

VA - Tectonic Sound 20 (Tectonic) Das schönste Geburtstagsgeschenk muss man sich manchmal selbst machen. Auf 24 Tracks feiert Labelmeister Pinch mit zahlreichen alten und neuen Freund*innen die Geschichte von Tectonic. Erst recht einer der Orte für den alten Bass- und Dubstep-Sound.

FAÏG - New Chapter (Planet Rhythm) Dieses "neue Kapitel" des Techno-Produzenten ist laut, intensiv, wuchtig und hat ziemlich genau eine Mission: Menschen zum tanzen bringen. Reicht das?

JJULIUS - Vol. 3 (DFA) Seitdem das altehrwürdige Dance-Punk-Label DFA sich als Plattform für experimentierfreudige Musik aus aller Welt neu aufgestellt hat, lohnt sich das Zuhören umso mehr. Der Schwede JJULIUS versucht es mit abseitigem Dream-Pop, der sich im Nebel besonders wohlfühlt.

Wir reviewen außerdem neue Musik von Man/Woman/Chainsaw, Oni Ayhun, Emika, Jamie Woon, Carrier u. v. m.

Setlist:

  • [00:00:00] Intro + Zuletzt gehört: Haldern-Festival-Folge und In The Bassment-Playlist
  • [00:07:32] Burial - Comafields / Imaginary Festival (Hyperdub)
  • [00:17:36] Playlist Part 1: Carrier, Olof Dreijer, Emika, Tim Green
  • [00:22:22] Bodhi - Corrupta (Hotflush)
  • [00:29:06] VA - Tectonic Sound 20 (Tectonic)
  • [00:36:20] Playlist Part 2: Man/Woman/Chainsaw, Kim Thorthey, Invexis, Jamie Woon
  • [00:41:10] FAÏG - New Chapter (Planet Rhythm)
  • [00:48:39] JJULIUS - Vol. 3 (DFA)
  • [00:54:51] Playlist Part 3: Georgie Sweet, Erika de Casier, Cornelius SA, Ma Sha - Jetzt auf Spotify abonnieren.

Neue Songs für die Playlist: Burial - Comafields Carrier - The Fan Dance Olof Dreijer – Iris Emika - Circles Tim Green - Minds Bodhi - T.O.P. Beatrice M. - Poison Man/Woman/Chainsaw - Mad Dog Kim Hiorthoy - Wish Walk Invexis - Waterpipe Jamie Woon - A Velvet Rope FAÏG - Kann JJILIUS - Etiopisk Hallucination Georgia Sweet - The Ones We Love Erika de Casier - Miss Cornelius SA - Not Everything Is At It Seems, Not Everything That Seems Is Ma Sha - Aluga

Alle Platten zum Nachhören gibt es auf unserer offiziellen Playlist "Track17 - Playlist zum Podcast"

"Shorts 20 - Haldern Pop Festival 2025"

Playlist: In The Bassment

Transcript

Intro + Zuletzt gehört: Haldern-Festival-Folge und In The Bassment-Playlist

Trackseptzehn der Musikpodcast, Folge neunundsechzig mit Melanie Löper. Und Christopher Hunold. Und mit euch an den Empfangsgeräten, wie ihr da gerade auf eurem Chains-Lond sitzt, die die Kopfhörer auf dem Ohr oder über euer Grammophon, je nachdem wie ihr das hier angeschlossen habt. Uns zuhört. Vielen Dank dafür. Oder weiß ich nicht, wo kann man uns noch hören? Eigentlich überall, ne? Man kann in irgendeine Bus sitzen, man kann gerade die Beinpresse benutzen.

Man kann, weiß ich nicht, kann man in der Sauna Kopfhörer drin haben? Ich weiß nicht, ist auch egal. Egal wie ihr uns gerade hört, lasst es uns wissen. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass ihr das macht. Folge neunundsechzig, wir mussten aus Krankheitsgründen ein bisschen verschieben, diese Folge. Aber das heißt, dass wir uns auch überlegt haben... einfach in zwei wochen schon die nächste folge zu machen.

das heißt folge siebzig werdet ihr dann am neunzehnten neunten hören denn im september ist einiges los an neuen releases und das wollen wir euch nicht vorenthalten. deswegen gibt es track siebzehn jetzt zweimal zumindest jetzt hier im september aber los geht es erstmal. folgen neune sechzig und zwar mit dem ambient rauschen von beryl dem quilling uk bus von body der dubstep compilation von tec tonic dem womanden tecno von faik und dem kraut disco irgendwas Pop von Julius.

Ihr hört den Musikpodcast euch einmal im Monat, in diesem Monat gleich zweimal, die interessanteste und besprechenswerteste Musik des Monats vorstellt und euch so ein bisschen die Helfende Hand im Release-Dschungel reicht, damit ihr nicht in alles rein hören musst, was so rauskommt. Ich glaube, das ist ziemlich viel, wenn man mal so auf den ganzen Radio-Music-Seiten oder so durchschaut. Ich weiß nicht, hast du irgendeine grobe Idee, wie viel Musik so in der Woche rauskommt?

Nee, aber es ist also, ja, ich würde mal schätzen, von den Sachen, die ich bei Radium Music zumindest mal durchgucke, ist es bestimmt jenseits jetzt zweieinfünfzig dreihundert Releases, die ich da einfach mal sehe für einen Freitag. Ja. Auf jeden Fall mehr, als wir hier besprechen. Das heißt, wir suchen uns hier auf jeden Fall was vernünftiges aus. Beziehungsweise etwas, das Besprechenswert ist, wir sind uns ja nicht immer einer Meinung, aber so soll es ja auch sein.

Und bevor wir das aber machen, möchte ich von dir wissen, was hast du denn zuletzt gehört? Ich habe super wenig Alben gehört in letzter Zeit. Ich habe mir stattdessen eine Playlist geschnappt, die ich von vorne bis hinten komplett durchgehört habe. Ich habe mir die kopiert und dann immer rausgeschmissen, was ich dann schon gehört hatte. Und das war deine Playlist in the Basement. Also danke fürs zusammenspielen. Ich bin jetzt offensichtlich durch. Die ist verlinkt jetzt, genau.

Also ich habe jetzt, glaube ich, wirklich zwei, drei Wochen, sie gehört beim Arbeiten sehr viel. Das war super, super interessant, weil du hattest mir das letztens, ich weiß gar nicht, ob das ... Ob das in der Folge war oder mal oft eher erzählt, dass du das so chronologisch sortiert hast und im Jahr dann alphabetisch und das fand ich interessant. Und ja, jetzt habe ich es von vorne bis hinten gehört und es hat mir sehr gut gefallen. Ja, cool.

Das ist einmal um es zu erklären in der Basement natürlich ultra lustig, BASG geschrieben Basement, soll so ein bisschen mein Verständnis von dem, was so dubstepritische Bassmusik angeht, ja chronologisch irgendwie. ab meinem point zero das wäre jetzt für mich das Jahr zwei tausend zwei.

Da ist nämlich das Album von Horsepower Productions rausgekommen, was für mich so ein bisschen die Stunde null war, dieses Übergangs von Jungle Two Step in das, was sich dann irgendeiner Form Dubstep hat schimpfen dürfen, aber für mich zählen da auch ganz viele andere Spielarten rein, die so mit britischer Bassmusik zu tun haben.

Und das macht eigentlich Spaß, das in den letzten Jahren noch mal ein bisschen zu vervollständig, weil diese Musik ja in den letzten Jahren wieder so ein bisschen seinen Comeback gefeiert. Da fällt mir auch ein, ich müsste mal schauen, was so ... rauskommen, das zu ergänzen. Das soll natürlich so eine fortlaufende Nummer sein.

Viele gute Musik und passt auch sehr gut zur heutigen Folge, weil wir haben ja auch in der letzten Danken zweiter Weise ein bisschen was aus diesem Bereich irgendwie besprochen und das geht ja heute auch so weiter. Zuletzt gehört habe ich nochmal viel, was ist jetzt auch schon fast ein Monat wieder her. Ihr habt eventuell unsere Tracksepten, Shortsfolge, zwanzig oder einzwanzig war es gehört. Das ist der alljährliche Rückblick zum Haldernpop-Festival.

Und das war immer Gust und die Woche darauf gab es dann wieder eine Folge dazu. Knapp fünfzehn Minuten, einen Rückblick auf die drei Tage des Festivals in Reis-Haldern, was wieder ganz fantastisch war. Und da sind einige Bands am Start gewesen, Künstler in den Start gewesen, die ich jetzt nochmal viel gehört habe. Unter anderem die Band Man, Woman, Chainsaw, zu der ich später nochmal kommen würde, weil die auch Teil der Playlist ist.

Aber auch eine Band wie Mermaid Chunky, die wir ja auch besprochen haben, die ich total überraschend auf dem Line-Up des Haldern gesehen habe. Aber dann passt es doch wieder. Und das ist wirklich so, die haben in so einem sehr kleinen Zeltersatz, wie auch immer, gespielt und dann steht man da vorne und sie sind natürlich in ihrer gewohnten Kluft unterwegs, spielen wie zwei Blockflüten gleichzeitig, haben auch so klappert. Zähne, so aufziehklapper Zähne, waren auch als Instrument dabei.

Synthesizer und alles Mögliche, was uns noch rumraschelt und im Spielzeugkasten liegt. Also so wie man sich das vorstellt, wenn man das Album hört, so ist das dann auch live. Und das hat wirklich mega Spaß gemacht. Und insgesamt ein richtig cooles Festival. Und wenn ihr da noch mal ein bisschen zuhören möchtet, dann, dass das auch in den Scholens verlinkt, hört die aktuelle Schorzfolge von Trackseptzen, die ihr noch im August bekommen habt, als Rückblick zum Heil-Dann-Festival.

Ich freue mich auf jeden Fall auch aufs nächste Jahr. Wäre das eigentlich auch mal was für dich? Oder hattest du so ein bisschen raus aus dem Festival-Ting allgemein gerade? Ich war ehrlich gesagt nie drin. Du bist jetzt gestehen. Also ich war irgendwie nie so ein Festival-Mensch. Ich war nur auf dem Bootbehuck, falls das noch irgendwie was sagt. Das war eigentlich ein ganz cooles Konzept damals, weil das halt in der Stadt war in Hannover.

bis sich dann halt Anwohner beschwert haben und es dann aus der Stadt rausgemobbt haben. Und dann war es vor der Stadt und das hat dann nicht mehr funktioniert. Also das ist meine einzige Festivalerfahrung, weil das irgendwie nicht so mein Thema war, so mit auf dem Acker und im Zelt. Weiß ich nicht. Irgendwie hab ich da nie so reingefunden, aber ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nie auf eines gehen würde.

Also wenn jetzt da sich mal eine Gelegenheit bieten würde und das Line-Up mich anlacht, dann würde ich es jetzt nicht kategorisch ausschließen, aber ich bin da nicht immer so an vorderster Front beim Ticket kaufen. Das kann man schon sagen. Wir sind ja hier unter uns, ne? Wir schlafen da auch in einem Hotel, ehrlich gesagt. Ja, kann ich auch verstehen. Wenn man da einmal einen Platz gekriegt hat, dann wird der direkt fürs nächste Jahr reserviert. Das passt nicht mehr ins Konzept.

Ich schaff das auch nicht mehr. Wir sind auch über dreißig, also wir machen mir was vor. Ja, während ich das sage, klazt nicht nur der Stuhl, sondern auch meinen Rücken. Aber ja, also wenn dann tatsächlich könnte man es da noch machen, weil es halt so entspannt ist von den Leuten, die so da sind. Aber ich glaub, ich schaff das nicht.

Wenn dann bräuchte ich halt so ein Super-Luxus-Caravan-Zelt mehr oder weniger, fast schon, wo du halt drin stehen kannst, wo du irgendwie Strom und Wählern hast oder sonst was alles und keine Ahnung, aber nicht so wie früher, als ich dann alleine zur Welt gefahren bin und dann so ein Wurf-Zelt hatte, was ich dann da hab liegen lassen, weil es eh kaputt war nach den drei Tagen, wo du gerade so reingepasst hast mit deinem Schlafsack, das schaff ich nicht mehr.

Das funktioniert aber nicht mehr so allein. Dafür fühle ich mich gerne alt was das angeht. Na ja, die bittere Wahrheit.

Burial - Comafields / Imaginary Festival (Hyperdub)

Die bittere Wahrheit ist auch, dass das letzte Album von Barry mittlerweile, achtzehn Jahre alt ist, was ich total crazy finde. Und es ist ja dementsprechend zweieinhalb Jahre her oder bald auch drei Jahre, dass wir hier damals. zu dritt ein Feature zum fünftzehnten Geburtstag von Anchou aufgenommen haben. Was ja nicht umsonst als eines der ekonischsten Alben der Geschichte überhaupt gilt.

Also für mich persönlich sowieso, aber auch in großen Anführungszeichen der elektronischen Musik, was auch immer das dann bedeutet, aber im speziellen eben für den moderneren Two-Step Garage, Dubstep Sound. War Anchou damals auch so ein Thema für dich oder ist Barry überhaupt ein Thema für dich gewesen? Ja, extrem. Also mit zeitlicher Versetzung. zugegeben, da war es. Also es hat ein paar Jahre gedauert, bis es mich erreicht hat. Aber dann war es ganz, ganz großes Thema für mich.

Und zwar über die Bande Jamie Woon. Also über den Remix damals von Wayfaring Stranger. Bin ich auf Bureau gekommen, genau. Ja, und jetzt fragt man sich so ein bisschen, was kann man in drei, zwanzig Minuten alles erzählen, was man nicht in den letzten fünfzehn Jahren erzählt hat. Barry mittlerweile schon seit einigen Jahren weiß man ein bisschen mehr über ihn.

Will Bevan, ein Produzent aus Südlondern, der aber wenig bis gar nicht an die Öffentlichkeit ging der innerhalb von zwei Jahren damals, also zwei sechs und zwei sieben, das das Self-titled Burial und eben ein Schuh, zwei Albenaufnahmen, die einen gigantischen Einfluss auf diese Spielarten der Musik hatten, also in diesem Ganzen.

britischen Bass-Zirkus, der damals vielleicht auch noch nicht komplett durch definiert war, der so viele verschiedene Einflüsse hat mitnehmen dürfen und hier dann eher aus so einem two-stepping raving Kram kam. Also das hat da wirklich so eine Sonderrolle eingenommen.

Er hat halt so diese knisternde Rave-Nostalgie mit R&B Sampled in so billige Beatprogramme überführt, mit Fruity Loops angeblich alles gebaut, um damit dann aber Ja, so eine maximal Emotionalität zu erreichen, finde ich zumindest. Und man kann seine Karriere so in zwei Zeiten aufteilen. Und ich finde es interessant, dass die eine Zeit, die alles so überstrahlt, die mit Abstand kürzester ist. Also das sind ja nur die ersten beiden Jahre mehr oder weniger die ersten drei Jahre.

Also der erste Single kam ja, glaube ich, zwei fünf raus. Also das strahlt alles noch viel größer. Und seit. Diese diese platten mit oder die tracks mit fortet gab und dann zwanzig elf Was ja auch nur vier jahre nach anschuhe ist wo dann die erste ip raus kam.

Da begann dann so die zweite zeitrechnung und seitdem hat er auch wirklich viel veröffentlicht also etliche ip's twelve inches single so one of tracks Die meisten davon weiter auf seinem stamm label hyperdub und eigentlich erscheint seit zwanzig elf fast jährlich mindestens eine.

der Sound aber oder die Struktur dieser Tracks ist glaube ich das was diese Phasen noch viel stärker aus differenziert also weniger das Medium auch wenn es dann doch so ist es viele sich nur für allem interessieren und dann gar nicht mitbekommen was da so läuft was ich total weird finde. Aber eigentlich geht's um die Art, wie seine Tracks aufgebaut sind, was sich da so verändert hat.

Also die Tracks werden oder wurden länger, sie wurden vorauschter, sie wurden auch immer beatloser, sie wurden immer wandern da auf eine Art, dass mehr so zehn Plus-Minüter zwischen so Ambient-Erinnerung rave resten und ja, also weiß ich nicht, jeder Menge Entschleunigung. Viele dieser Tracks wirken wie ein Mixtape in sich. Also die durchlaufen in ihrer ja so zweistelligen Minutenlaufzeit eigentlich selber mehrere Phasen.

Und wenig überraschend ist auch seine neueste Episode aufgebaut, die relativ überraschend rauskam. Zwei Tracks, zwölf Minuten, fast elf Minuten. Und ja, du hast hier viel Repetition, du hast so sanfte, kaum hörbare Beats, stark verfremdete Vocal Samples, aber eben auf maximale Emotion und Nostalgie getrimmt.

Natürlich viel Vinyl Crackle, wie es so dazugehört, wie es mittlerweile fast ein Klischee ist, dieses Rauschen und dann aber immer wieder diese kleinen Wendungen und Grenzgänge in den Parts der Tracks.

Das ist bei manchen EPs immer mal wieder Hit und Miss gewesen, weil diese kleinen Elemente, auf denen er die Tracks aufbaut, dieses sehr wackelige Fundament, finde ich, das muss dann stehen, damit der Track drum herum auch was erreichen kann, gerade wenn du das irgendwie elf, zwölf Minuten durchziehst. Aber hier finde ich, gerade auf der A eins geht es zur Abwechslung mal wieder richtig, richtig gut.

Also er fühlt sich offensichtlich in diesem Schema super wohl, denn auf seine Karriere gerechnet macht er ja praktisch nichts anderes, auch wenn viele Leute quasi nur ... Die Alben hören das nicht mitbekommen, also es gab ja vor ein paar Jahren noch mal so eine Compilation, wo dann in anderer Reihenfolge die meisten, also nicht mal alle, aber die meisten der Tracks dieser Zwei-Tausen-Elf rauskam, noch mal auf so einer Doppel-CD rauskam und das war dann für viele so ein Release.

und plötzlich ist Ach Beryl wieder da, was mich total verwundert hat, weil ich mir dachte, so ne, der ist ja nie weg, also der macht ja Musik, die wird auch besprochen. Aber wenn das Ganze dann nicht als Album rauskommt, dann will davon irgendwie keiner was wissen, das finde ich total strange.

Nichtsdestotrotz hat diese EP zumindest mir so ein bisschen wieder gezeigt, dass er auch diesen Bereich kann, auch wenn ich mittlerweile fast... Lust hätte, dass er auch mal so in seine dritte Phase geht, aber gerade Koma fehlt, das beginnt so mit so einen ganz leichten Pulsieren, diese hochgepitschen Vocals. Das stößt immer mal wieder, ich weiß nicht, wie so ein Flutlicht aus dem Nebel.

Das hat so eine sehr gebremste Euphorie, so ein unheimliches Flirren, so ein ganz leichter Beat, so dieses Knacken im Sound. Das geht für mich kaum besser. Und alleine wegen dieses ersten Tracks musste ich dann doch diese EP hier einmal reinnehmen, weil zuletzt wurden die Barry-EPs hier eigentlich nicht besprochen. Kannst du was damit anfangen?

Ja, mir hat es wirklich sehr gut gefallen und ich finde auch, dass es eigentlich eine EP ist, mit der man auch sich ein bisschen mit ihm versöhnen kann, wenn man zu der Fraktion gehört, die jetzt mit der zweiten Phase nicht so gut klarkommt und die ist ja gar nicht so klein nach meinem Empfinden diese Fraktion. Also ich kann mich erinnern, als Antidorn zum Beispiel erschienen ist, dass das unglaublich schlecht stellenweise besprochen wurde von so Internet Nerds.

Und oft halt so mit diesem Blick in den Rückspiegel eben zu den Alben. Und ich finde das auch mal so ein bisschen unfair, weil ich immer denke, okay, also klar, das ist irgendwie, natürlich ist das eine Diskographie und ich finde es auch legitim, dass man releases eines Künstlers oder einer Künstlerin untereinander vergleicht, aber nichts, das so trotz steht, das ja auch dann für sich, also es muss dann auch für sich irgendwie gut oder schlecht sein.

Und um jetzt den Punkt zurückzubekommen zu Coma Fields, ich finde, dass das ... dass das beide, beide Fäden so ein bisschen zumindest aufnimmt. Also ich finde, dass, dass man die EP gut finden kann, egal mit welcher Phase man jetzt bei ihm irgendwie ... mehr vertraut ist. Also so ging es mir auf jeden Fall. Ich bin da ein bisschen die Schweiz. Also ich finde schon, dass die erste Phase schon für mich auch, würde ich dir auch zustimmen, alles überstrahlt und ich finde auch zu Recht.

Aber trotzdem bin ich mit seiner zweiten Phase auch völlig d'accord. Also das höre ich mir auch super gerne an. Ich bin mir auch nicht sicher, wie viel bei der ersten Phase dann eben auch mit Nostalgie zu tun hat, dass man eben diesen bestimmten Sound ja auch mit einer bestimmten Zeit dann verbinden will. Und ja, von daher, also mir hat es mir jetzt super gut gefallen. Coma Fields sind tick besser als Imaginary Festival. Total, ja. Aber trotzdem auch Imaginary Festival finde ich super.

Also wirklich jetzt, das wäre dann wirklich ein Vergleich auf hohem Niveau. Und mir gefällt dieses Nahbare einfach total. Also er berührt mich immer. Und ich weiß gar nicht, warum, aber ich glaub, dass es eben dieses Knistern und dann diese Vocalsamples, die auch immer so reinkommen.

Das hat für mich auch immer was, so ein bisschen so Field Recordings-mäßig, als ob ich jetzt jemanden zuhöre, der so sehr niederschwellig vielleicht irgendwie in ein Gespräch gekommen ist, das aufgezeichnet wurde und irgendwie so über seine Lebensrealität oder so erzählt oder auf jeden Fall erzählt, ohne sich Gedanken zu machen, dass man ihm zuhört. Ich weiß nicht, das habe ich bei ganz wenigen Releases aus der Ecke, dass mich das emotional so abholt.

Sonst ist es dann eher so der Beat oder was das mit mir körperlich macht oder die Atmosphäre, aber jetzt nicht so, dass es mich so emotional so berührt. Und das schafft er eigentlich fast immer bei mir. Also von daher hat das bei mir wirklich auf eine Tür und einen gerannt, das Release. Ja, guter Gedanke auf jeden Fall.

Ich finde, das hat gerade bei Coma Fields auch so dann... Das hat so was Sakrales irgendwie so als möchte da so jemand gerettet werden mit diesen Vocalsamples oder möchte anbieten retten zu dürfen. Ich weiß es nicht, weil dann kommt dann irgendwann so dieses jupote arms around me zu einem gewissen Zeitpunkt. Das habe ich mir noch aufgeschrieben und das klingt dann irgendwo so nach gesuchter Erlösung. Und dann steigt so der Beat auf so ja das hat das ist auch auf eine Art irgendwie so plakativ.

Aber das finde ich das steht ihm eigentlich ganz gut. und das. Stand auch der gescholltenen zwanzig dreizehn der ip so die dann plötzlich mit so einem mit so einem hyperpop anschlag ums eckham und so windschief wirkte. ich finde das dann eigentlich ganz cool und ich könnte mir auch und das habe ich auch glaube ich damals in der in der folge zum anschuhe jubiläum gesagt ich will auch jetzt zwanzig fünf und zwanzig kein. Drittes Album in dem alten Stil.

also das Interesse das reizt mich gar nicht mehr. was soll da noch kommen. Also hat ja auch ein Grund dass ja keine Album mehr veröffentlicht seit achtzehn Jahren weil diese Geschichten halt in dieser Kürze erzählt werden. im Kürze meine ich natürlich dass nur so zwei Tracks drauf sind aber teilweise gehen die Dinger trotzdem eine halbe Stunde aber da sind. ja. Ja, da sind ja so krandiose Sachen dabei und es ist fast so Alben in sich und dieser Mixtape-Charakter in sich. Ja, aber wer?

natürlich interessant zu erfahren, was er so als Drittes sich vorstellen könnte, nochmal zu machen, auf der anderen Seite, ja, wenn es so weiter geht wie bei Comafields, was natürlich dann auch auf der Playlist ist, dann gerne. Also so genau so darf es dann auch weitergehen, finde ich. Ja, bin ich dabei.

Playlist Part 1: Carrier, Olof Dreijer, Emika, Tim Green

Track seventeen Playlist und Podcast, unsere Spotify Playlist, die ihr unter dem Namen aus Spotify findet und auch in den Shownutz verlinkt ist. Track seventeen heißen wir ja nicht umsonst, es gibt siebzehn Musikempfehlungen im Monat, fünf davon stellen wir etwas ausführlicher vor, so wie gerade Beryl und der Rest etwas kompakter hier in diesen Parts, von dem wir drei Stück haben. Was sind denn die ersten beiden, die du noch mitgebracht hast?

Als erstes habe ich Emika mitgebracht, da ist mir die EP Frames aus dem April liegen geblieben, ehrlich gesagt. Also die ist an mir vorbeigezogen und ich habe sie jetzt erst gehört und sie hat mir sehr gut gefallen. Emika hat so ziemlich viel Post-Up-Step rausgebracht, so Anno-Street-Street-Street-Street-Street-Street-Street-Street-Street-Street-Street-Street-Street. Ja, moderne klassische Musik, würde ich mal sagen, entwickelt mit so ein paar Pop-Spielarten, Synthpop und so weiter.

Und jetzt mit der EP bewegt sich so wieder ein bisschen back to the roots. Das finde ich sehr spannend. Ich habe sie, glaube ich, auch mal live gesehen, wenn ich mich jetzt gerade richtig erinnere. Und mag eben, um jetzt dann auch den Burg zu eben zu schlagen. Ich mag eben diese erste Phase bei ihr eigentlich ein bisschen lieber und bin froh, dass sie da jetzt irgendwie einen Weg gefunden hat, um diesen Sound wieder aufzunehmen, ohne dass es nach einer reinen Repetition von alten Alben klingt.

Ich finde das Thema der EP auch spannend. Es ist schwer jetzt in wenige Worte zu fassen, aber so ganz grob geht es ein bisschen darum, um so eine unergibige Erfahrung von South Care und Meditationsreisen. Das finde ich cool, weil das total Teil wenig in Popkultur besprochen wird, obwohl ja Selfcare und Meditation sehr stark in Popkultur aktuell besprochen werden. Und im Endeffekt geht es dann um so eine Rettung durch eine Rückbesündung auf Natur.

Das heißt, es ist dann trotzdem sehr esoterisch, aber ich finde es trotzdem einfach einen spannenden Blick auf diese Themen. Und auf der Playlist ist der Song Circles, der das eigentlich auch schon vom Wort ganz gut. wieder gibt und passend zum sommer der zu langsam ja doch endet aber Ein bisschen was bringe ich jetzt damit noch rein. Und zwar Tim Green mit der EP Body Stars. Tim Green macht vor allem Organic House, hat jetzt zuletzt bei Lost Miracle veröffentlicht.

Da hatte ich auch schon mal hier und da ein paar Releases im Podcast mit dabei. Jetzt ist er wieder zurück beim Label All Day I Dream. Das ist für Organic House dann doch eine recht renommierte Adresse und er ist da auch so ein bisschen in der Führungsriege aktiv. kein Unbekannter bei dem Label und was ich an der Musik mag und spannend finde. Also ich mag Organic House sowieso sehr gerne, hat aber finde ich immer so eine Tendenz sehr schnell ins Beliebige zu kippen.

Ich mag das bei Tim Green, dass er unter diesen diese Organic House-Sounds immer noch so eine Schicht so Tech House packt, weil das passt ja eigentlich überhaupt nicht zusammen. Bei ihm aber irgendwie schon. Also es ist dann wirklich so dieser Sommer leicht Organicaussound darunter, aber immer noch so eine Spur technischer Sound. Und ich finde das super, super cool. Und auf der Playlist findet ihr den Song Mainz. Da könnt ihr euch dann gerne selber davon überzeugen.

Mainz wie die Stadt natürlich. Genau, Mainz, Red Mainz. Ich fange an mit der Fan-Dance von Carrier, das ist aber nicht der Dance der Mainz-Fans. Das ist die nächste Platte dieser Seven-Inch-Reihe auf Modern Love, diese Reihe, die sich so anschickt, diese so düster, staubige, elektronische, abseitige Musik. mit Pop und Bass Musik zu vermählen und das ist teilweise schon herausragend gelungen. Der beste Song oder beste Release des Jahres von Elaine Howley ist ja über diese Reihe herausbekommen.

Und jetzt hat der Producer Carrier sich hier mit Gas Birth von Queen Ox zusammen getan und gönnt uns hier einen sehr schönen dubbigen, two-steppigen Track, der so fast, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, fast in sowas reggae Artiges reingeht, aber so fast, dass es... gar nichts damit zu tun hat und deswegen auch gar nicht so schlimm ist. Und dann gibt's noch Iris von Olaf Dreyer, der Fever Ray Bruder und die andere ehemalige The Knife Hälfte.

Und ich find's total cool, was der seit fünfzehn Jahren Solo macht, aus so sehr abseitiger Hausmusik, die so oft sehr hüpft und strahlt und mit sehr so viel Licht in den Club rein scheint. Ein ganz, ganz bisschen so Eight-Bit, gleichzeitig aber auch Trans und Jungle knallt hier durch. Also sehr schwitzige, dschungelige, merkwürdige Musik, aber richtig, richtig gut. zu diesem Eintrack.

Ich weiß nicht, was er da noch vorhat, aber was auch immer da noch kommt, in der Qualität nehme ich sehr, sehr gerne.

Bodhi - Corrupta (Hotflush)

Ich habe diesen Monat eine ganz große Entdeckung für mich gemacht, und zwar das Produzenten DuoBody aus Wales, die bis jetzt mir völlig unbekannt waren und die jetzt auf Hot Flash ihre EP Corruptor veröffentlicht haben. Und die gefällt mir so unfassbar gut, dass ich einfach einen Sturz gebet an mir noch immer schicke und sage, danke. dass mir das irgendwie über den Weg gelaufen ist, weil das ist genau das.

Und darüber haben wir ja schon ein paar Mal im Podcast geredet, dass man auf der Suche nach einem bestimmten Sound ist. Und das ist der Sound, den ich gerade suche. Genau. Fertig mit der Besprechung. Also im Endeffekt ist es glaube ich einfach mal Scheinwerfer auf alles was so in Großbritannien an Tanzmusik aus dem elektronischen Bereich zumindest herauskommen kann und das einfach mal durch den durch den Fleischwolf gedreht.

Sie beschreiben selbst die Musik so dass sie alle alle verschiedenen Facetten von Dancefloor Music mitdenken möchten und ich finde, das trifft es wirklich auf den Kopf, weil diese EP festzulegen ist wirklich sehr schwierig. Ich habe jetzt in der Kurzbeschreibung ja mal UK-Base in den Raum geworfen, aber das ist eigentlich auch zu kurz. Also da ist so viel anderes drin.

Da geht die Reise am Anfang mit dem Opener-Down-Down schon sehr in so eine verworne Dubstep-Richtung, die aber, finde ich, sehr modern interpretiert ist. Trotzdem wird dann dieses so initiale Dubstep momentan immer weiter elaboriert. Da geht man dann deutlich auch über diesen klassischen Dubstep dann zum Glück hinaus und guckt sich dann vielleicht auch noch mal hier und da so ein paar andere andere Kollegen an.

Also ich sag mal Jungle, Dub, House, das ist da alles irgendwie mit untergebracht und ich finde es einfach super, super groß und massiv produziert. Das ist nämlich oft was... was entweder nicht gemacht wird, was dann auch legitim ist, aber was das dann dadurch ein bisschen flacher im Sound machen lässt, ein bisschen klinischer oder wenn es so groß produziert ist und die Besse und die Tiefen so weit vorne sind, dass es dann einfach nach nichts klingt.

Also dass es dann halt so ein Brei ist irgendwie und das kriegen sie so gut hin, finde ich diesen Punkt zu treffen zwischen opulenter Produktionen, die aber trotzdem differenziert klingt. Da war ich wirklich wirklich von begeistert. Da ist auch immer mal wieder so ein bisschen klassischer Techno mit drin.

Richtig vom Hocker gerissen hat mich Top oder T.O.P., das ist auch der Song, der auf der Playlist ist, wo wirklich ganz große Dub und Dubstep-Elemente eigentlich drin sind, aber das trotzdem irgendwie nicht so einfach nur Dub oder Dubstep ist. Das ist auch so düster, das schickt mich irgendwie so in die finstersten Ecken des Universums mental und lässt mich dabei aber trotzdem auch tanzen.

Was ich auch super spannend fand, ich habe ein Interview mit den beiden gesehen, wo sie erzählt haben, dass sie ganz bewusst auch mit so abseitigen Breaks und Pausen gespielt haben, weil sie zum Beispiel Floating Points auf einem Festival gesehen haben und sich dachten, die Art, wie da eigentlich so ganz anders, also ganz unkonventionell mit Breaks gearbeitet wird, das möchten sie da auch einbringen und haben dann teilweise Songs dann an den Produzenten weiter geschickt, der dann meinte, Da solltet ihr vielleicht noch mal drüber gucken, weil der Break ist eigentlich total off oder die Pause ist eigentlich völlig falsch gesetzt.

Und dann meinten sie, nee, nee, genau so, genau so soll es sein. Und ich finde es einfach eine super spannende Herangehensweise, weil es gleichzeitig wie etwas klingt, was man kennt, aber eben trotzdem auch ganz anders. Also es hat mir wirklich, wirklich gut gefallen. Ich habe ja viel solche Sachen in den letzten Folgen dabei. Aber ich finde, das ist eigentlich so der größte Blumstrauß. den man auf einer EP so binden kann von den unterschiedlichen Einflüssen. Wie hat es dir gefallen? Sehr gut.

Auf jeden Fall. Im Blumstrauß ja. Das ist so ein bisschen so best oft des Labelsounds der letzten Jahre. Also Hot Flash. Ein Label, was ich auch wirklich seit Urzeiten, also auch seit zwei, acht oder so verfolge. Das Label ja von Scuba, der ja auch selber als Produzent so und als Labelbetreiber so federführend war, mit dieser, oder für diese ganze Entwicklung britischer Bassmusik so Ende der Nuller Jahre.

und ich glaube, dass diese EP wirklich ein ganz gute, also eine EP zur Zeit, oder Musik zur Zeit hätte, würde Albert das nennen, also dass die genau in dieses jetzige Jahr so reinpasst, weil das so die Entwicklung gut zusammenfasst, diese Art von Musik. und sich das auf dieser EP so eigentlich ganz gut durchzieht, also gerade von diesem schönen Two Step Garage so am Anfang.

Ich fand es übrigens auch sehr lustig, dass... dass in den ban cam text das wort brutal steht was ich am anfang so gar nicht richtig raus gehört habe. Das ist auch so positiv gemeint. so eine showcase ip wo so zwischen. Diesem ganzen idm asset house garage und techno eigentlich alles so mal mitgenommen wird. aber nicht als guck mal das können wir auch sondern. Guck mal das sind wir und das funktioniert für mich richtig gut. also ist eine sehr stark ip und für.

auch mal wieder ein ganz gutes Signal, dass nach so vielen Jahren, dass man so ein Label dann auch noch mal frisch halten kann, was glaube ich echt keine leichte Aufgabe ist, wenn man so ein Label führt und ja, so die sich die Genres dann so verändern und auch das verändert, wofür das Label mal stand und man da irgendwie aber auch hin wieder hin möchte, um dann zu schauen, so mit welchen Leuten kann man das eigentlich machen und ich glaube, mit Bodhi geht das ganz gut, das ist echt sehr gelungen,

ja. Freut mich zu hören. Ich glaube auch, das ist wirklich schwierig, sich zu behaupten. Ich habe mitbekommen, sie wurden anscheinend von einigen Details auf dem Glastenberry aufgelegt. Das war dann irgendwie nochmal so ein kleiner Hype. Und das sind ja irgendwie so die kleinen Steps, die es dann braucht, um dann irgendwie auch aktuell zu bleiben. Die kleinen Tab-Steps, genau.

Ja, weil das ist natürlich einfach, was wir eben auch meinten mit der Anzahl an Release und gleichzeitig auch der proportionalen Anstieg an Genres gefühlt. Unglaublich schwer auch distingiert zu bleiben im Sound und dann irgendwie Sachen zu veröffentlichen, die einerseits halt so ein Sound ausschnitzen, aber eben auch nicht redundant zu werden dabei. Einfach wirklich eine tolle EP, auch mit einer der besten, die mir dieses Jahr begegnet sind auf jeden Fall.

Und bin gespannt, was da noch so kommt.

VA - Tectonic Sound 20 (Tectonic)

Sehr gut passt dazu der Release, den ich jetzt mitgebracht habe, nämlich die Jahr-Zwanzig-Jahres-Compilation, Tectonic Recordings, das Jubiläums-Release zu einem Label, was ja genauso wie Hot Flash für mich ... Total wichtig war für diese ganze Entwicklung von britischer bassmusik und dubstep. also tectonic ist eines der labels von dem ich mir damals dann erstmal alles angehört habe als ich in diese musik rein wollte um zu schauen wie muss sowas klingen und wie entwickelt sich das.

genauso wie scuba bei hotflash gab es hier auch einen typen der da extrem wichtig war und der selber auch musik gemacht hat und macht nämlich pinch rob ellis und der hat eben in bristol. diesen ja sehr so aufkommenden dubstep sound so weiterentwickelt verbreitet war wahnsinnig einflussreich Und als Label eben maßgeblich daran beteiligt, diesen diesen Sound dann eben auch mit anderen Sachen zu fusionieren.

Also bei Tectonic gab es dann auch immer mal schon sehr recht früh Grime, aber auch so so ein bisschen Techno Anleihen da drin. Und um da eben so eine Fusion zu schaffen, die so ein sehr düsteren atmosphärischen Sound zu bauen, das war bei Hot Flash so ein bisschen anders. Und es gab halt einfach so... Also man muss sich das einfach vorstellen, wer da alles veröffentlicht hat.

Also Leute wie Scream, Banger, dann aber auch Leute wie hier Mahler bei Digital Mystics oder so, Joker, auch wenn ich den nicht unbedingt so mag.

Aber keine Ahnung, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier wirklich eine Rückschau ist, sondern versucht die Geschichte des Labels und des Sounds aufzuarbeiten mit neuer Musik, die zugleich von Freundinnen des Labels kommt, die von Alumnis des Labels kommt, aber auch eben von neueren Produzentinnen, die das Ganze eben weiter tragen wollen.

Und das, wenn man das sich auf Venyl holen möchte, dann kann man das Ganze in sechs, vier Track EPs machen. Man kann das aber auch in der vierundzwanzig Track Compilation digital oder in so einer ICD Version sich holen, dann alles durchhören. Aber ich finde diese Zusammenstellung halt so geil. Pinch selber ist drauf, Perverialist ist drauf, Vivec.

Also Leute, die man da auch aus diesem Bereich kennt, On-Unit, Twenty-Five, Sixty-Two natürlich, AppleBlim, Khan, Sophia, Lousou, Distance, also... Wenn man da so ein bisschen drin ist, dann werden einem diese Namen alle was sagen. Wenn man da nicht so richtig drin ist, aber diesen Sound mag, dann kann man von diesen Namen aus so weit zurückgehen und so viel entdecken. Das finde ich einfach Wahnsinn.

Also diese, diese tiefen rollenden Bässe, diese sehr atmosphärischen Klänge, diese, diese sehr hymnotische Anwandlung von so Dub und Techno, alles was da so drin ist, super treibende Rhythmen, ja komplexe Rhythmen. bisschen verzerrt, alles ein bisschen unheimlich auf eine Art so genreübergreifende Dinge, wo dann auch Jungle, Dubstep und Techno miteinander verschmelzen.

Also quasi diese Compilation hat eben all das, was man im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig davon gerne hätte, mit dem, mit so einer kleinen Geschichtsektion dabei. Also alles, was man gehört, so modern das auch ist, ist atmet halt diesen, diesen Geist der letzten zwanzig Jahre und finde ich ist eine sehr schöne Idee, so einem Label wie Tektonic zu huldigen. Ich bin total begeistert davon und weiß immer noch nicht, welchen Track ich draufpacken soll, weil es einfach so viele sind.

Das war jetzt natürlich ein etwas längerer Release. Hast du dich da durchgekämpft oder hast du dich da gerne durchgehört? Nee, das war ganz einfach, mich da durchzuhören. Also ich fand es super, super kurzweilig. Dementsprechend hat es mir auch total gut gefallen. Ich finde vor allem, was du gerade gesagt hast, dass es so eine Rückschau ist und trotzdem total modern klingt, das finde ich so cool und so beeindruckend.

und eben auch diese Mischung aus so alten Helden sage ich mal und aber auch neuen Leuten, dass da jetzt nicht nur dann den großen gehuldigt wird, sondern dass auch dann neuere noch eine Chance bekommen, auch auf so einer Compilation zu sein, finde ich einen total gelungenen Spagat. Ich kannte ... Also im Sinne von Ken, ich hab aus der Diskographie einiges gehört, vor allen Dingen Yash.

Und das ist auch, also der Song von Yash Ghost of Warth ist auch wirklich der Song, der mir am besten gefallen hat, weiß nicht, ob es das Zufall ist. Das hat mich richtig, richtig abgeholt. Am Ende ... ... hat es mich hier und da ein bisschen verloren, ... ... weil es mir dann so ein bisschen zu zackig wurde.

Weiß ich, ob es dann an meiner ... ... dann doch vielleicht nachlassenden ... ... Aufmerksamkeit lag oder so, ... ... aber auf jeden Fall am Ende ... ... habe ich dann gedacht, ah, okay ... ... ist immer noch cool, aber der Anfang ... ... also die ersten ... ... seventy-fünf Prozent ... ... haben mir ein bisschen besser gefallen, aber ... ... ja, trotzdem, ich hab die ... ... die Kompelation jetzt auch schon ein paar Mal gehört, ... ... ist einfach unglaublich tief ... ... und so facettenreich und ... immer wieder finde ich auch faszinierend, was in diesen Subgenres halt auch an unterschiedlichen Perspektiven so schlummert, oder?

Also, dass man aus einem Sub-Sub-Subgenre dann halt so unterschiedliche Interpretationen rausholen kann, das finde ich einfach super, super cool. Und das, was ich in den letzten Monaten immer, wenn dankenswerterweise Musik aus dieser Richtung doch wieder rauskommt und ich hier vorstellen kann, was mir immer wieder dazu einfällt und was diese Compilation, glaube ich, gut auf den Punkt bringt, ist, dass dass doch noch nicht auserzählt ist.

Also natürlich hat das zum einen auch nostalgische Gründe, dass diese Sachen wiederkommen, weil es in diesem Fall werden jetzt irgendwelche Jubiläen gefeiert. Es gibt jetzt junge ProduzentInnen, die vielleicht zu Anfang zwanzig sind, die mit sehr jungen Jahren diese damals dann aufkommende Musik gehört haben und die die jetzt auch machen wollen. Das sind diese ganz normalen Wege. Nichtsdestotrotz gibt es auch immer noch ProduzentInnen von damals, die sich jetzt wieder dieser Musik widmen.

und dann eben, wie man hier auf dieser Compilation hört, da noch was rausholen können und da noch was finden. Und das haben wir in den letzten Monaten immer wieder so besprochen und ich glaube, dass diese Compilation und deswegen, es ist nicht mehr so oft, dass ich so eine Compilation oder sowas hier reinpacke oder in eine Form von Mixtape etc. Aber hier passt es thematisch einfach so gut, weil zu dieser Musik dann doch noch viel zu erzählen ist.

Und auch wenn nicht jeder, das kann man vielleicht auch nicht erwarten, dass jetzt alle vierundundig Tracks sitzen. Und vielleicht hört man sich die auch gestückelt an. Also manchmal höre ich die quasi so wie die auf Vinyl rauskommen. Also dann immer nur so als IP vier Stück davon. Und funktioniert auch ganz wunderbar. Und das ist für mich einfach so ein sehr positives Zeichen, dass ich mich einfach so ein bisschen darauf verlassen kann. Okay, da kommt noch ein bisschen was in der Richtung.

Ja voll. Ist auch wirklich schön, weil ich habe es ja auch schon mal in einer anderen Folge erwähnt. Für mich war das Thema Dubstep dann durch diesen Bro-Stab-Hype leider damals ein bisschen beendet und ich glaube, da bin ich auch nicht alleine mit. Also auch wenn es im Untergrund dann sicherlich weitergegangen ist oder so, aber diese Partys, auf die man gegangen ist, die wurden dann einfach erst anders und dann weniger.

Also weil dann da einfach ein anderes Publikum auch aufgelaufen ist auf einmal. Deswegen finde ich es unglaublich cool, dass da jetzt einfach auch wieder so eine kleine Minivelle kommt an Sachen, die eben mit dieser Browstep-Phase halt nichts zu tun haben.

Playlist Part 2: Man/Woman/Chainsaw, Kim Thorthey, Invexis, Jamie Woon

Mai hatte ich Introversion mal in der Folge mit seiner EP Found Footage und jetzt bringe ich ihn wieder mit, der ist nämlich auf einer ganz tollen Split EP namens Haze Sex beteiligt von dem Label Haze und zwar zusammen mit und jetzt geht es wieder los mit den mit den Namen Casual Treatment, das ist noch einfach. und jetzt Hurt Slank, Hurt Slank, keine Ahnung und Invexus. auf dem Label. Hey, es sind alle Künstler dieser EP vertreten.

Aber die haben auch noch ganz andere coole Künstler, zum Beispiel auch Norbach, falls das dem ein oder der anderen was sagt. Und es ist so ein bisschen die EP, so ein bisschen die Perspektive auf... Dub, aber aus Techno Sicht und ich finde das ganz cool. Das ist irgendwie sphärisch, aber es hat eben auch eine ganz klare Marschroute, sage ich mal, also eine ganz, ganz klare Techno-Vibe und das höre ich momentan einfach total gerne.

Ist insgesamt schon eher was für die Tanzfläche, also ist jetzt nicht gerade eine introvertierte EP, aber manchmal werden trotzdem auch hier und da ein paar leisere Töne angeschlagen. Zum Beispiel eben bei dem Track von Introversion, Smithers heißt der. Aber im Großen und Ganzen geht es schon ganz gut nach vorne. und so auch auf dem Song Water Pipe von Invictus, der auf der Playlist ist.

Und dann habe ich noch einen neuen Song von Jamie Boon im Gepäck überraschenderweise, zumindest für mich überraschend. Ich habe ja vorhin schon mal bei Burial erwähnt, dass Jamie Boon eigentlich so ein bisschen auch meinen Weg war in diesen Dubstep damals. Das war für mich so ein bisschen das, was für viele andere James Blake damals war. Also James Blake habe ich immer gerne gehört, aber Jamie Wuhn habe ich geliebt.

Das lag vor allen Dingen an seinem ersten Album, Mirror Riding, dass ich wirklich bis jetzt unglaublich, unglaublich toll finde. Danach ging es dann doch relativ steil bergab, muss man sagen. Also er folgte dann noch Sharpness, das ist dann noch... gut, aber sicherlich nicht herausragend. Und dann war dann auch einfach lange Pause. Und jetzt hat er erst eine Single rausgebracht mit den Songs Heavy Going und A Velvet Rope. Da folgte jetzt dann auch noch eine EP.

Ich finde Heavy Going und A Velvet Rope beide super. Dann als die EP kam mit noch zwei weiteren Songs, dann habe ich schon wieder gedacht, ich weiß nicht. Bin mir jetzt nicht sicher, ob ich jetzt happy damit bin oder nicht. Aber mit diesen zwei Songs, wie gesagt, auf jeden Fall. Und deswegen bring ich die auch mit. Das schließt musikalisch auf jeden Fall an Sharpness an. Damit muss man leben.

Also es ist keine Rückbesinnung wie bei Emika auf so Post-Up-Step-Alternative-RMB-Phasen, sondern das ist jetzt schon eben wieder dieser moderne Soul mit Gitarren, Percussions, unternehmen seinen recht zart vorgetragenen Vocals. Ja, in dem Fall hätte mich wahrscheinlich so ein Mirror Writing Revival vielleicht noch glücklicher gemacht, aber trotzdem bin ich auch jetzt froh, dass da überhaupt mal wieder was kam.

Und auf der Playlist ist der, meiner Meinung nach, bessere Song, nämlich A Velvet Rope. Ich mache mal weiter mit Man Woman Chainsaw, die ich im Intro kurz angesprochen habe, die auch auf dem Heiler gespielt haben. Dafür habe ich mir die aktuelle Seven Inch von denen geholt, daraus gibt es in Song Mad Doc, der auf der Playlist ist.

Die Band ist auf jeden Fall eines der Heildern Highlights, eine dieser britischen Post, alles Gitarren-Bands, die irgendwie jetzt so möglich sind, weil ... Black Country in the Road ein bisschen den Weg geebnet haben, was man vielleicht auch sieht, dass auch hier jemand auf der Bühne steht und Violine spielt, das ganze musikalisch eher aber so ein Mix aus so ja Nineties, Nullern und heutigen Sounds. Wie gesagt, mit mit Violine, aber auch mit Keyboard sehr powervoll, also live total der Ereignis.

Es wird Zeit für mehr, also ein paar Singles und die P-Satz gegeben, was auch immer da kommt. Ich glaube, dass das wird eine Band, von der man noch viel hören wird, um jetzt so ein achziger Radiosatz hier mal zu benutzen. Aber wenn Wo, wenn ich hier? Dann gibt's auch noch Kim Hyor Toy. Ich weiß leider nicht genau, wie man ihn ausspricht, der Track Wish Walk des neuen Albums. A Ghost Note heißt das, des Musikers und Komponisten.

Und das ist sehr voll von so verschrobener... Die IY Soundiger, Klingklang, Experimenteller, so Schattenmusik, die absolut nicht ohne so ein gewisses Grundrauschen auskommen darf. und dieser sehr sprunghafte Opener würde ich es mal nennen, der jetzt hier auf die Playlist kommt. Das ist so ein zweieinhalbminütiger komplett warnwitz und trotzdem das zugänglichste stück dieser platte.

herzlichen glückwunsch ist aber wirklich empfehlenswert sich das mal anzuhören gerade wenn es ein bisschen dunkler wird. sehr sehr spannende platte auf jeden fall. und ja noch ein ein kleines zusatz. highlight hier

FAÏG - New Chapter (Planet Rhythm)

Es wird mal wieder Zeit für einen Auszug in unser Lieblingsland, nämlich Belgien von dort. Da können wir da bald, glaube ich, wirklich so ein Playlist-Spin-Off drauf machen. Ja, so ein Check-Sitzenbüro, Außenbüro müssen wir da aufmachen. Genau, genau, genau. Von dort kommt der Technoproduzent Faik. Ich hoffe, ich spreche richtig aus. Ich nehme einfach mal an, dass es so ausgesprochen wird. Der hat jetzt nämlich eine EP namens New Chapter rausgebracht.

Und ich kann über Faik, von dem ich ja nicht mal weiß, ob ich ihn richtig erspeche, eigentlich überhaupt nichts erzählen, weil ich habe fast nichts über ihn herausgefunden. Also ich kann eigentlich nicht viel sagen. Das Einzige, was mir aufgefallen ist, was ich jetzt einfach mal detektivisch erarbeitet habe, erscheint als sehr fleißiger Mensch zu sein. Denn New Chapter ist jetzt schon die dritte EP, die er dieses Jahr auf dem Hollinsch und Label Planet Rhythm veröffentlicht hat.

Also er scheint da wirklich sehr, sehr gerade am Hasseln zu sein. Ich finde, dass musikalisch die EP so ein bisschen an die Sachen anschließt, die wir in der letzten Folge besprochen haben. Also es ist wieder sehr tanzbare elektronische Musik. In der letzten Folge war es vielleicht eher so organischer Techno-IDM. Also wir haben viel über Dschungel, bei Seth und so gesprochen. das jetzt gar nichts mehr zu tun.

Insofern geht es jetzt einen Schritt in eine andere Richtung, auch wenn vielleicht der gemeinsame Nenner trotzdem da ist, weil ich finde, dass jetzt die Art von Techno, die wir auf New Chapter empfinden, eben wieder eher in diese Kühle. Maschinelle Richtung geht. Er nimmt uns da so ein bisschen mit in seinen Maschinenraum, wo es so zappelt und zieht. Bei Bidou-Band im letzten Monat habe ich das ja auch mal so ähnlich gesagt, dass mich das so ein bisschen an eine Bohrmaschine erinnert.

Lustigerweise jetzt bei Faik, obwohl das so ein maschinellen Vibe für mich hat. und auch wirklich technisch klingt, empfinde ich das trotzdem als sehr sanfte Musik eigentlich. Also es ist nicht so der Vorschlaghammer oder eben die Bohrmaschine, die sich da so in den Kopf rein bohrt, sondern es hat schon auch seine Zarten und sanften Töne, soweit das natürlich in einem Genre wie Techno möglich ist. Und was ich eben auch bei Bode schon erwähnt habe, die Tiefen.

Und die Art, wie der Bass eingebunden wird, gefallen mir unglaublich gut. Aber auf die komplett andere Art, nämlich auf so eine runterreduzierte Art, es ist nämlich gerade nicht dieses massive, bodymäßige Opulent, sondern es ist eher so ein bisschen nach hinten produziert, zumindest verhältnismäßig und gibt dem Ganzen so einen klinischen Sound, würde ich sagen. Die EP besteht aus vier Songs.

Die haben alle was gemeinsam, nämlich dass sie so einen schnellen, wormanden Beat haben und es ist wirklich sehr repetitiv. Also damit muss man leben können. Kann ich mittlerweile ganz gut, habe ich mir jetzt anerzogen, dass ich das ganz gut aushalte und auch dann sogar gut finde. Aber die haben auch trotzdem ihren eigenen Touch. Also der der Opener zum Beispiel kann heißt er. Der gibt mir so ein bisschen zehner Jahre Vibes, weil er so ein paar melancholische auch recht harmonische Elemente hat.

Also das hat mir so ein bisschen so... Ja, ich weiß nicht, ich hab mich irgendwie so ein bisschen so ein synthpop fast, also aus den Melodien gesprochen. Dann gibt's den Titelsong New Chapter, der dieses Maschinenmotiv wirklich total auf die Spitze treibt. Es gibt ein Song wie Don't Sell Your Juno, der dann wieder etwas verhüchter ist, ein bisschen schwummeriger und nicht so klar und treibend.

Und dann noch Wandering Soul, das wirklich eine ganz schöne, verwunschtende Melodie hat, die so ein bisschen drüber huschen darf über den Beat. Und ja, ist einfach für mich eine faszinierende EP, auch weil ich so wenig, glaube ich, über ihn gefunden habe, die mich einfach auch super, super abgeholt hat, obwohl es ... ja eben so so klinisch ist.

also genau das gegenteil zu dem was ich bei burial gesagt habe das erreicht mich jetzt eigentlich emotional gar nicht aber irgendwie holt mich das körperlich total ab. also ich reagiere da einfach körperlich total drauf und das ist ja genauso hat ja genauso seine darsehensberechtigung wie der mentale weg quasi ins musikalische herz jetzt dir denn gefallen? ich muss mich so ein bisschen da rein kämpfen damit es mir dann gut gefällt.

das ist dann wieder manchmal so ein fall von hervorragende funktionsmusik zu der ich arbeite richtige stimmung brauche. Das ist ja gerade, also gerade der erste Track knallte ich ja schon in so eine Peak-Time-Richtung. Die creept sich so in den Körper und will dann nicht mehr daraus und dann zittert und bewegt sich und tanzt alles.

Mag so dieses Stur schon hypnotischer, aber ich muss so in der Stimmung sein, weil wenn ich einmal wieder rausfalle, sag ich mal, aus diesem Track oder der Track selber aus mir rausfällt, dann wird jede Minute ziemlich lang, die so danach kommt, weil der ja so sehr unmissverstanden ist. seine Intention äußert mit dem, was er macht, kann aber in der richtigen Stimmung auf jeden Fall funktionieren. Also ich merke, dass das auf jeden Fall mit Kopfhörern weniger gut funktioniert hat.

Aber als ich die einmal im Wohnzimmer einfach laut angemacht habe, hat das für mich viel besser funktioniert, weil ich fast so einen kleinen, also ich habe hier In der rechten Wohnzimmerseite kann ich so einen kleinen Klub simulieren, wenn man so möchte. Da ist genug Platz dafür, da funktioniert das dann ganz gut. Ich hab da noch ein bisschen Gin Tonic auf dem Boden geschüttet, damit das alles schön klebt. Und dann ging's eigentlich her. Noch eine Kippel ausgetrieben.

Ja, auf jeden Fall. Dann war das total in Ordnung. Irgendwelche Tabletten hier hingelegt oder so. Meine Magnesium-Tabletten hier hingelegt, die ich abends nehme. bisschen Stil echter kommt. Don't sell your Juno fand ich irgendwie... Fast am Geilzen, weil ich so dieses super Penitrante Asset geschah, irgendwie ganz, ganz nice fand.

Wird jetzt nicht gerade mein favorisierter Release des Jahres, aber wie gesagt, wenn ich da so um jetzt dieses, das das Unwort des Jahrhunderts zu benutzen, das richtige Mindset dafür habe oder Bodyset müsste es ja eigentlich sein, dann dann funktioniert es ganz gut. Und dann finde ich auch so dieses sehr Penitrante daran, mag ich dann ganz gerne. Ja, also kann ich auch alles komplett nachvollziehen, wie du sagst. Es ist sicherlich Funktionsmusik auf einer Art.

Also das ist auch nicht despektierlich gemeint, aber klar, die hat auf jeden Fall einen kleinen Plan und der ist halt auf die Tanzlöcher ausgerichtet, vor allen Dingen in Clubs wie deinen. Und ja, ich glaube, da muss man in der Stimmung für sein. Das Gute ist bei mir halt, und das ist dann natürlich einfach für solche Release ist, dass ich da momentan einfach voll oft zu in der Stimmung bin. Also eigentlich immer, wenn ich, komischerweise, wenn ich zu Hause bin.

Also ich kann so was zum Beispiel unterwegs nicht gut hören. Das ist mir dann zu unkonkret, aber zu Hause kann ich das eigentlich den ganzen Tag hören. Und dementsprechend ist das für mich, bzw. für die Release ist gerade sehr einfach, mich da abzuholen. Aber verstehe ja auch absolut, wo du herkommst.

JJULIUS - Vol. 3 (DFA)

Volume Three von Julius gibt es jetzt noch auf DFA erschienen und DFA das Dance Punk Label aus New York, das wir so für stampfige Tanzware im Dance Punk Musik kennen und vor allem für die Musik von Labelchef James Murphy, der mit seiner Band LCD Sound System einige Alben veröffentlicht hat, die kaum wie andere vielleicht auch für diese Art von Musik stehen. Jetzt aber ist der erste Song auf Vol. III von Julius, davon halt so weit weg.

Stattdessen hören wir ja so eine kleine schwedische, trommelige Ballade mit Streichern und leichter Gitarre. Und auch so die Bläser, die da plötzlich auftauchen. Also das kann man irgendwie erklären. DFA ist mittlerweile ein Label und das mag ich an dieser Phase des Labels ganz gerne. Das hervorragend darin ist Musik zu kuratieren und zu Plattformen, die gar nicht mal so unbedingt zu dem ursprünglichen passt, sondern.

Einfach was in den Leuten auslöst die dafür zuständig sind hier Musik zu veröffentlichen was auch ein bisschen damit zu tun hat dass. Dieses ganze Dance Punk Ding in weiten Teilen so ein bisschen durch ist auch wenn es immer mal wieder Platten gibt. Von von Bands wie PWA zum Beispiel oder sowas wo das eigentlich ganz gut dazu passt. nichtsdestotrotz hat die jetzt andere Pläne und hat sich auch viel internationaler aufgestellt.

vorhin war ja noch mal kurz das Thema mit Chunky das hatten wir letztes Jahr die auch über die raus kamen die aus London kommen die diesen wunderbaren so. Spielplatzartigen Elektro-Rummelplatz-Pop machen. Vor zwei Jahren ein unfassbares Album der Schweden Loopsell, diese sehr so grupper, eske, so schwedische Nebelmusik und Loopsell auch hier als Featuregast direkt auf dem ersten Track bei Julius mit drauf. Da so diese kleine Connection.

und jetzt hören wir hier so ein wunderbares, so dreampoppiges, also so von nebenan, aber dreampoppiges Album ganz, ganz weit nebenan ist das. das ist ein sehr nostalgisch klinges album so bei dem die blazer so aus dem nebel klettern wir so auf pop musik hören alles so ein paar mit netten zurück. Ja oder so durch durch durch die wand gehörten melodien wenn man so will ja so so wie etiopist hallucination was auf der playlist ist was.

Ja was das sind alles so songs die so klingert sein so der cool down oder so in den in den closing credits von irgendeinem film bei dem wir gerade sehr viel zu seufzen hatten. das ist ganz. Schöne merkwürdige ja so left field popmusik dream pop von dem an eben und. Ich bin mit dieser Volume quasi eingestiegen. Das Album ist auch schon ein paar Monate alt, aber das Geist hatte immer beim Hinterkopf rum, dass das hier irgendwann mal vorgestellt werden muss.

Das sind nur knapp dreißig Minuten, fünf dreißig Minuten, aber irgendwie hat es mir das total angetan. Und funktioniert jetzt so in diesem jahrnahenden Spätsommer, glaube ich, ganz besonders gut. Ist das auch was für dich? Da muss ich jetzt an der Stelle leider nein sagen. Also da bin ich in das Album wirklich... gar nicht reingekommen. Ich musste aber ziemlich lachen, weil ich hab so einen Satz gelesen, als ich ein bisschen gelesen habe im Internet, was andere so von dem Album halten.

Und da hat jemand geschrieben, es hört sich an wie Schlaflieder gemischt mit Cigurros, aber auf Indie-Disco. Und das trifft es mir nicht total. Ja, check ich aber auch. Ich check aber trotzdem genau, was die Person meint. Genau, also ich finde dieser Satz, dass Schlafmusik gemischt mit Sigurros ist, ich finde, der ist auch weder positiv noch negativ. Also der kann für einen positiv sein und für die andere ist es der Verlärmungsnegatives. Schlafen ist er erst mal gut. Eben, ne?

Und Schlaflieder auch, finde ich. Also eigentlich ist das was Schönes. Ich glaube, dass ich mich vor allen Dingen schwer tue mit seiner Stimmfarbe und das ist natürlich was, was ... Ich kann mich auch nicht kritisieren. Es ist halt einfach eine Geschmackssache. Aber ich habe mich einfach ein bisschen schwergetan mit diesem sehr tiefen, aber warmweiten Sound seiner Stimme. Also völlig subjektiv in dem Fall.

Und diese Skolagenartige zusammensetzen von den verschiedenen Elementen, die er da so mitbringt. bin ich auch nicht so reingekommen. Was ich aber cool fand ist eben, was du meintest, dieses Dreampop-ige, was aber jetzt auch nicht Dreampop so im klassischen ist, sondern so ein bisschen dieses Verhuschte, ein bisschen so in die Wolken gucken. Das gefällt mir dann schon, weil ich ja Dreampop auch an sich total gerne mag.

Aber ja irgendwie, ich weiß gar nicht, irgendwie bin ich nicht... bin ich nicht reingekommen. Also irgendwas hat da noch gehakt und ich weiß auch nicht, ob ich da hinkomme, einfach weil es ja manchmal dann so ist, wenn man dann so ein Element hat an der Musik, wo man weiß, irgendwie das ist nicht so meins, dann versperrt es dann auch oft ein bisschen den Blick auf die anderen Elemente, die vielleicht ganz gut passen. Ja, kann ich total verstehen.

Würde mich dann natürlich interessieren, was ihr alle da draußen davon haltet. Kennt ihr den Mann? Kennt ihr die Musik, die er zu verbrochen hat? Ich muss gestehen, dass ich auf jeden Fall mit Volume Three am meisten noch anfangen kann. Also ich habe mich da mal so ein bisschen durchgehört, auch durch den alten Kram. Das ist alles gut, aber das ist dann doch auf jeden Fall am ehesten meine Musik. Und ich kann mir schon vorstellen, dass die jetzt Richtung Herbst sogar noch mehr zieht.

hat auf jeden Fall auch dafür gesorgt, dass ich wieder ein bisschen Loopcell gehört habe. Und das ist ja wirklich wahnsinnig, was die macht. Und bin einfach super interessiert daran, was bei DFA jetzt so weitergeht, weil es ist so total, ja, unvorhersehbar, also was da passiert. Also, dass sowas wie Mehmet Chunky, Loopcell, aber jetzt auch diese Platte, dass sowas daraus kommt, finde ich irgendwie total geil. Also, das, ja, da wirklich jetzt so gesagt zu wird, zu kommen.

Ihr macht was Interessantes. Wir haben die Plattform Machtmal und dann gucken wir mal, wie es funktioniert. Aber ihr kriegt das schon hin. Das finde ich irgendwie ganz nice.

Playlist Part 3: Georgie Sweet, Erika de Casier, Cornelius SA, Ma Sha - Jetzt auf Spotify abonnieren.

Track siebzehn Playlist und Podcast die letzten Tracks für diese Ausgabe. Ich starte mal kurz, weil ich so einen kleinen, also Alternative R&B Block nochmal habe. Zum einen mit Georgia Sweet von ihrem neuen Album, der Opener The Ones Beloved. Super schöner, knarziger, trockene R&B auch für den Herbst und die erste Decke der Saison, wenn man so möchte. Klingt alles super warm und crisp und mag auch dieses, dieses, wie das Meerstimmige hier eingesetzt wird, finde ich wahnsinnig toll.

ich vorher überhaupt nicht, hab vor ein paar Wochen zum ersten Mal reingehört bei ihr und bin sehr begeistert davon. Und dann war der Weg gar nicht weit zu einer alten Freundin des Hauses, wenn man so möchte. Also mindestens zwei Alben wurden von ihr hier schon ausführlich vorgestellt. Ich glaub, einmal von mir und einmal von dir. Es gab ja noch so ein Surprise-Album von Erika D'Cassier vor Kurzem.

Und da bin ich auch noch mal so ein bisschen drüber gestolpert und fand's dann doch deutlich besser noch mal als die letzte Platte. Und Miss gibt's hier noch als letzten Track von mir, damit wir noch so ein bisschen auf so einer schmusigen Ebene hier rausgehen. Was hast du denn noch, um das wieder einzureisen? Ich hab noch Ambient aus Südafrika dabei, und zwar von Cornelius SA aus Pretoria. Das S.A. steht übrigens für Südafrikaner.

Ich muss echt gestehen, da hab ich erst mal, wieso packt man sich denn die Abkürzung in den Namen? Weil ich gar nicht geklickt hab, dass das halt einfach die Länderabkürzung ist. Mega peinlich. Der hat sich das noch in den Namen reingebastelt, weil es anscheinend schon Cornelius gab. Also genau, das war jetzt mal meine erste kleine Hürde, aber ansonsten gefällt mir seine Musik auf jeden Fall natürlich super, super gut. Er produziert eigentlich so Deep House Chill Out, wenn man das so sagen darf.

Und hat sich da ein Aff... in der entsprechenden Szene anscheinend auch schon Namen gemacht, kann ich logischerweise überhaupt nicht beurteilen. Ich sage in dem Fall übrigens auch Afrika.

nicht, weil ich... Ich denke, dass Südafrika den ganzen Kontinenten widerspiegeln würde, sondern weil er tatsächlich auch schon einiges in Ostafrika bespielt hat an Clubs, war auch absolvent in Berlin an der Red Bull Music Academy, fand ich auch ganz witzig, wieder so die Wege gehen und hat jetzt bei Anjuna Chill seine EP bei der Place rausgebracht.

Und die hat mich jetzt bekommen, weil die so ein bisschen weggeht von diesem klassischen Lounge-Sound und eher so Richtung New Age und eben Ambient gehen. da fehlen Streckenweise die Percussions komplett, auch der Beat ist da einfach dann irgendwie mal weg und das klingt dann auf einmal so ganz zerbrechlich und ich finde es einfach eine coole Entwicklung von jemandem, der eigentlich Diebhaus auflegt, dann einfach mal sowas zu machen.

Ist sicherlich jetzt nicht die Musik mit den größten Wiederhaken, das schicke ich jetzt mal als Disclaimer mit, aber ... Für mich ist das einfach sehr friedliche Musik und das braucht man ja auch manchmal. Und auf der Playlist ist der Song, not everything is as it seems, not everything that seems is. Und zu guter Letzt habe ich noch von Masha Hydroform.

Masha ist eine Techno DJ aus New York, die da auf Steel City Dance Disks veröffentlicht und ich habe die die letzten Jahre schon verfolgt, fand sie immer ganz cool, aber irgendwie so richtig umgehauen hat es mich dann doch nie. und das hat jetzt Hydro-Fall dann... Vielleicht nicht zu hundert Prozent geschafft, sonst wäre es ja in der großen Besprechung, aber zumindest schon ein bisschen geschafft. Auf jeden Fall für mich das beste Release von ihr bis jetzt.

Das Konzept hinter der EP ist auch ganz cool, weil es nicht darum geht, jetzt so perfekt produzierte Musik abzuliefern, sondern dass der Sound sich so ein bisschen selbst entwickeln darf. Und es geht im Prinzip jetzt einfach um loslassen. ohne jetzt mal groß drum rumzureden. Und das ist dann so eine wilde Achterbahnfahrt durch so Techno-Welten und irgendwie so Traum-Welten. Und es ist unglaublich tanzbar, finde ich. Und auf der Playlist findet ihr den Song Alluga.

Loslassen müssen wir jetzt auch, weil diese Folge ist. Ihr müsst jetzt auch loslassen. Aber das Gute ist ja, beziehungsweise das Glück im Unglück, dass wir jetzt hier einmal ein bisschen schieben mussten, ist ja, dass wir in zwei Wochen schon wieder da sind, mit Folge siebzig dann, also der regulären Reihe.

Und da freue ich mich zum Beispiel sehr darauf, dass wir über das neue Album von Lucrezia Dalt sprechen, die hier auch vor, das ist ja schon drei Jahre her, das ist herausragende Album Ai, was sie damals gemacht hat. Ja, darüber werden wir unter anderem dann sprechen, wenn wir uns in zwei Wochen wieder hören. Ich sage erst mal vielen, vielen Dank fürs Zuhören an euch.

Denkt dran, Checkseptien, Playlist und Podcast zu abonnieren, den Podcast auch dort zu folgen und zu abonnieren, wo ihr Podcast hört und seid doch so lieb und lasst eine positive Bewertung, beziehungsweise fünf Sterne für uns da auf der Plattform eurer Wahl. Das hilft uns auf jeden Fall sehr. Vielen, vielen Dank Melanie. Danke dir. Danke euch. Ich habe wieder sehr viel Spaß gemacht mit dir und wir hören uns dann ja auch schon in zwei Wochen wieder. Das ist doch wunderbar.

Da freue ich mich drauf. Dann viel Spaß bei der Musik, bei der Playlist und Bis in zwei Wochen. Tschüss. Tschüss.

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