Wie sprechen Deutsche im Alltag? - podcast episode cover

Wie sprechen Deutsche im Alltag?

Apr 08, 202524 minSeason 1Ep. 22
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Summary

Entdecke die Alltagssprache im Deutschen, die sich oft stark vom Kursbuch-Deutsch unterscheidet. Erfahre, was ein 'Muffel' ist, wie die Redewendung 'am Ball bleiben' im Sport und Leben motiviert und welche sprachlichen Besonderheiten die gesprochene Sprache aufweist, von Abkürzungen bis hin zu Satzbau und Verben.

Episode description

In dieser Episode wird die Alltagssprache thematisiert. Diese Variante unterscheidet sich zum Teil stark vom Deutsch, das ihr aus dem Kursbuch kennt. In der Kategorie "Wort des Podcasts" geht es um den Muffel und in der Kategorie Redewendung wird erläutert, was es bedeutet, wenn man am Ball bleibt.


Viel Vergnügen!


Music content: 

- Aesthetic Boomopera - Podcast LoFi Lounge intro Music (15s) Seconds by Lidérc, source: Pixabay

- Taste of saxophone by Fresh_Morning, source: Pixabay

- Strings Bright Jingle - FMA Podcast Suggestion by Serge Quadrado, source: Free Music Archive, license type (CC BY-SA) 

Transcript

Einführung und Wort des Podcasts: Muffel

Hallo zusammen und herzlich willkommen zum Podcast Think in German. Schön, dass ihr wieder dabei seid, dass ihr wieder eingeschaltet habt. In der heutigen Episode geht es unter anderem Um die Alltagssprache. Also wie Menschen sprechen, wenn sie unter Freunden sind. Wie Menschen natürlich Deutsch sprechen, wenn sie unter Freunden sind oder unter Einheimischen. Darum soll es heute...

im Hauptthema gehen. Davor geht es aber wie immer los mit dem Wort des Podcasts. Und dann würde ich sagen, lasst uns direkt... Starten. Lasst uns direkt loslegen. Los geht's mit dem Wort des Podcasts. In der heutigen Episode geht es um das Wort der Muffel. Vielleicht habt ihr schon mal vom Morgenmuffel gehört. Zunächst möchte ich aber... erklären, was grundsätzlich das Wort Muffel bedeutet. Und zwar ist ein Muffel ein mürrischer, unfreundlicher Mensch.

Ein mürrischer Mensch bedeutet jemand, der nicht unbedingt gute Laune hat, der jetzt nicht unbedingt freundlich ist oder ja, dazu neigt einen eher... grießgrämigen Gesichtsausdruck an den Tag zu legen. Und im Duden wird weiter beschrieben, dass ein Muffel auch jemand sein kann, der einer bestimmten Sache gleichgültig desinteressiert gegenübersteht. Also gleichgültig oder desinteressiert. Zum Beispiel gibt es Romantik.

Das sind Menschen, die vielleicht Romantik nicht unbedingt mögen oder das für Kitsch halten oder vielleicht keinen Sinn dafür haben. Und in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel Romantik-Fan liebt Romantik-Muffel, wie Paare damit umgehen. Dieser Artikel ist erschienen am 10. Februar 2025, stammt ursprünglich von der Deutschen Presseagentur. In diesem Artikel geht es darum, wie Paare

mit dem Thema Romantik umgehen können. Wenn jemand in einer Partnerschaft romantisch ist und der Partner oder die Partnerin keinen Sinn für Romantik hat, also ein Romantik-Muffel ist und Der Buchautor und Psychotherapeut Wolfgang Krüger erklärt oder weist darauf hin, dass besonders Männer dazu neigen, an bestimmten Tagen zu bestimmten Anlässen.

Ein Anlass wäre beispielsweise der Valentinstag, dass sie dazu neigen, besondere Geschenke zu machen. Zum Beispiel einen großen Strauß Blumen, einen großen Strauß Rosen zum Beispiel. Er erklärt dann weiter, dass es Menschen gibt, die es viel wichtiger finden, dass auch an den restlichen Tagen des Jahres eine Hilfe angeboten wird oder eine kleine Aufmerksamkeit gegeben wird, dass diese kleinen Gästen oftmals, ja,

manchen Menschen wichtiger sind als diese großen Geschenke zu bestimmten Anlässen. Und Wolfgang Krüger. gibt den Tipp, dass sowohl große als auch kleine Aufmerksamkeiten für eine funktionierende Partnerschaft entscheidend sind. Beispielsweise verweist er auf Komplimente als ein gutes Mittel. Und diese sind kostenlos und sie brauchen keine besondere Vorbereitung.

Für alle, die keinen Partner oder Partnerin haben, ist das sicherlich auch relevant. Also Komplimente sind, denke ich, ein schönes Mittel, um anderen eine Freude zu machen. Es kann natürlich auch ausatmen. Wenn man ständig Komplimente verteilt, kann das sicherlich auch als nervig empfunden werden. Es gibt auch Menschen, die Komplimente nicht mögen.

Also ich habe auch schon mit Menschen gesprochen, die gesagt haben, Komplimente sind ihnen unangenehm. Aber ich denke, der Großteil der Menschen hat kein Problem mit Komplimenten. Wenn sie natürlich ernst gemeint sind. Jetzt noch ein paar Worte zu einem anderen Muffel, den schon vorher kurz genannten Morgenmuffel. Der Morgenmuffel ist... wie ihr vielleicht schon wisst oder euch denken könnt, eine Person, die morgens nicht sehr kommunikativ ist und meistens keine gute Laune hat.

Also, das wäre der Morgenmuffel. Vielleicht kennt ihr jemanden, vielleicht seid ihr auch ein Morgenmuffel. Ich bin, würde ich sagen... kein so wirklicher Morgenmuffel, aber wenn ich sehr früh aufstehen muss oder aufstehe, dann kann es sein, dass ich auch mal nicht so kommunikativ bin. Ja, das war es mit dem Wort.

Redewendung: Am Ball bleiben

des Podcasts und es geht weiter mit der Redewendung. Los geht's! Der heutigen Episode lautet am Ball bleiben. Diese Redewendung hat folgende Bedeutung. Im Duden wird sie folgendermaßen definiert. Und zwar sich von etwas nicht abbringen lassen oder etwas mit Eifer weiterverfolgen. Also man könnte auch sagen dranbleiben oder nicht lockerlassen.

Also sagen wir mal, wie könnte man es noch anders sagen, kontinuierlich ein Ziel verfolgen und eben nicht sofort beim ersten Rückschlag alles hinwerfen, das Handtuch werfen. So könnte man es beschreiben. Und auf der Website foodspring.de habe ich einen interessanten Artikel gefunden. Der Artikel hat... 5 einfache Tipps, um im Training am Ball zu bleiben. Und die Autorin geht darin zunächst kurz auf positive Effekte von Sport ein, zum Beispiel

die Ausschüttung von Glückshormonen oder die Vorbeugung gegen Rückenschmerzen. Wenn man den ersten Schritt getan hat, wie sie in ihrem Artikel erklärt. Also wenn man jetzt vielleicht beispielsweise keinen Sport für längere Zeit gemacht hat und wieder anfängt, Sport zu treiben, dann ist es oft so, dass man, wenn man anfängt, schnell oder bald Fortschritte sieht und man fühlt sich motiviert. Die Autorin geht dann aber darauf ein,

dass wenn das erste Motivationsloch kommt, es gar nicht so leicht ist, am Ball zu bleiben. Und... Sie geht dann auch auf ein paar Gründe ein, warum es so schwer ist, einen guten Sportrhythmus zu finden. Beispielsweise den inneren Schweinehund. Ich habe schon mal im Podcast Episode Nummer 6 darüber gesprochen.

Der innere Schweinehund, das ist so eine Blockade, ein innerer Widerstand, dass man, wenn man beispielsweise vorhatte, noch eine Runde joggen zu gehen, dann ist aber das Wetter vielleicht schlecht und ja, man ist vielleicht müde. dass man dann... dass der innere Schweinehund dann im Weg steht und man dann vielleicht nicht der ursprünglichen Intention nachgeht. Weitere Gründe, die sie nennt, warum Menschen Schwierigkeiten haben, regelmäßig Sport zu treiben.

sind fehlende Motivation, Termine, Hunger und so weiter. Und dann gibt die Autorin auch ein paar Tipps, was man dagegen tun kann, wenn man mal nicht so motiviert ist. Nämlich schreibt sie, dass es wichtig ist,

eine Sportart zu finden, die einem Spaß macht. Und außerdem rät sie dazu, sich gut auf die Sporteinheit vorzubereiten. Zum Beispiel... schon am Vorabend die Kleidung rauszulegen, die Sportkleidung und dann beim Auftreten vom inneren Schweinehund schneller zu sein als die Ausreden im Kopf oder als die inneren Widerstände. Ein weiterer Tipp, den sie gibt, ist, auch mal Sportarten auszuprobieren, die man immer schon mal ausprobieren wollte. Also vielleicht nicht nur...

klassisch ins Fitnessstudio zu gehen, beispielsweise. Natürlich kann das Fitnessstudio auch viel Spaß machen, aber es gibt sicher Menschen, die sich vielleicht ins Fitnessstudio eher quälen. Und da... gibt sie den Tipp, auch mal was auszuprobieren, was man immer schon mal ausprobieren wollte. Jetzt noch ein paar Worte zum Ursprung der Redewendung. Woher kommt die Redewendung?

Und auf der Website vom digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, da wird erklärt, dass diese Redewendung aus der Fußballsprache kommt. Und es wird darauf verwiesen, dass bekanntermaßen diejenige Fußballmannschaft, die mehr Ballbesitz hat, also die mehr Zeit als die andere Mannschaft den Ball hat, auch bessere Chancen hat, das Spiel zu gewinnen. Das war noch ein paar Worte zum Ursprung. Und ja, das war es mit der Redewendung und wir kommen zum Hauptthema. Los geht's! Das Hauptthema...

Einführung Alltagssprache und Beispiel

Ich habe schon kurz in der Einleitung erwähnt. Es geht um die Alltagssprache. Habt ihr es vielleicht erlebt, dass ihr einen Deutschkurs gemacht habt? Und dann habt ihr vielleicht gedacht, so, jetzt bin ich bereit, endlich mit anderen Menschen Deutsch zu sprechen in Deutschland. Und dann seid ihr plötzlich in einer Situation und stellt fest, dass die Leute...

zum Teil ziemlich verschieden sprechen als in den Hörtexten oder in den Audios von Kursbüchern. In Kursbüchern wird meist ein Standarddeutsch verwendet. Also ein Hochdeutsch. Und was in den Kursbüchern nicht so vertieft wird, ist die Alltagssprache. In der Grundstufe wird da noch ein bisschen mehr drauf eingegangen, aber dann besonders ab der Mittelstufe, also ab B1, B2, rücken dann meist formelle Sprechsituationen in den Vordergrund.

Und wenn ihr dann mit Muttersprachlern in Kontakt kommt, dann kann es ein ganz schöner Schock sein, wenn ihr plötzlich mit einer oder mehreren ganz neuen Varianten des Deutschen konfrontiert seid. Zum Beispiel der Alltagssprache bzw. einem Dialekt. Die Alltagssprache wird im Privaten verwendet, zum Beispiel im Spontangespräch mit Familie, mit Freunden, Bekannten. Oder auch in informellen Situationen mit Personen, die man nicht genau erkennt, wenn man vermutet, dass man unter Einheimischen ist.

Also wenn man denkt, dass die andere Person aus derselben Region stammt, was ist denn jetzt genau die Alltagssprache? Also in manchen Regionen Deutschlands ist der Dialekt die Alltagssprache. Aber an vielen Orten wird eine Alltagssprache mit gemeinsamen Merkmalen gesprochen. Und genau darum soll es gehen. Alltagssprache sind beispielsweise Redewendungen, aber auch andere. Und um besser zu verstehen, warum die Alltagssprache relevant ist, stellt euch mal folgende Situation vor.

Steffi hat gestern von ihrem neuen Freund Besuch bekommen und sie schreibt regelmäßig Tagebuch und hat folgenden Eintrag geschrieben. Ich hatte etwas Leckeres für uns gekocht und danach wollten wir eigentlich einen Film ansehen. Ich hatte mich sehr auf den Abend gefreut. Dann wurde der Abend aber leider nicht so schön. Um 19 Uhr war ich mit dem Kochen fertig. Zu dieser Zeit wollte Martin eigentlich bei mir sein.

Er schickte mir dann aber um 19.30 Uhr eine Nachricht, dass er etwas später kommt, weil er noch mit einem Freund im Fitnessstudio ist. Ich musste dann noch eine Stunde länger warten. Erst um 20 Uhr 30 klingelte er. Mittlerweile war das Essen natürlich kalt. Ich war sehr sauer. Er hatte großen Hunger und verschlang das Essen in zwei Minuten. Danach schlief er dann auf dem Sofa ein.

Also ich bin mir nicht mehr sicher, ob wir zusammenpassen. Das war der Tagebucheintrag. Und am nächsten Tag telefoniert Steffi dann mit ihrer Freundin Anna und erzählt vom gestrigen Abend. Und jetzt der Dialog. Und? Ist was passiert? Ich sag's dir. Der Abend war eine Katastrophe. Also ich bin gerade am Kochen. Da schreibt mir Martin, dass er noch beim Training ist und später kommt. Und ich denke mir so... Das gibt's doch nicht. Da kochst du extra was Leckeres und dann sowas.

Ey, ich habe extra neues Rezept rausgesucht, weil ich wollte ihn eben überraschen und dann lässt er mich ewig warten. Jedenfalls kommt er an, hat einen totalen Kohldampf und stopft sich die Spaghetti in zwei Minuten. Minuten rein. Danach ist er dann direkt auf der Couch eingepennt. Was? Nicht dein Ernst, oder? Was für ein Trottel. Doch, ist so.

Wie ihr schon im Dialog gesehen habt, gibt es zum Teil große Unterschiede zwischen der Schriftsprache und der Alltagssprache. Und ich werde jetzt auf einige Besonderheiten eingehen, die typisch sind.

Merkmale der Alltagssprache: Abkürzungen, Verben

Punkt 1. Wörter werden abgekürzt. Im Dialog gab es beispielsweise das Wort gerade. Was eigentlich gerade? Aber im Dialog, in der Alltagssprache, kommt es dann zu der Reduktion, zu der Abkürzung. Es wird gerade verwendet. Da wurde gesagt, also ich bin gerade am Kochen statt, also ich bin gerade. Am Kochen. Auch unbestimmte Artikel werden abgekürzt. Zum Beispiel ne statt eine. Der Abend war eine Katastrophe.

statt der Abend war eine Katastrophe, oder er hat einen totalen Kohldampf, statt er hat einen totalen Kohldampf. Auch Pronomen werden abgekürzt. Zum Beispiel wird statt ihn nur nö gesagt. Also, ich wollten eben überraschen. Statt, ich wollte ihn eben überraschen. Oder aber ein klassisches Beispiel, das ihr alle kennt. Wie geht's statt wie geht es? Der zweite Punkt sind Verben. Und da gibt es einiges zu sagen. Beispielsweise die Zeitformen.

Ihr habt vielleicht gelernt, dass das Perfekt beim Sprechen verwendet wird und das Präteritum beim Schreiben. Das ist grundsätzlich auch richtig. Also zum Beispiel, ich habe gewusst beim Sprechen und beim Schreiben dann... Ich wusste. Es gibt aber einige Verben, die oftmals beim Sprechen im Präteritum verwendet werden. Zum Beispiel haben und sein. Das habt ihr sicher alle gehört. Aber es gibt noch andere Beispiele.

Modalverben, wie können oder müssen und so weiter, auch die Verben stehen, also ich stand zum Beispiel, liegen, zum Beispiel es lag an dir, ja, es lag an ihm. Geben, dort gab es... Niemanden. Auch das Verb wissen. Zum Beispiel, das wusste ich doch früher. Das wusste ich doch früher. Oder auch das Verb heißen. Also zum Beispiel, wie hieß nochmal seine neue Freundin?

Aber passt auf, einige Dialekte benutzen das Präteritum mehr als andere. In Süddeutschland zum Beispiel wird beim Sprechen das Präteritum fast gar nicht benutzt. Im Bayerischen beispielsweise. Da wird fast ausschließlich das Perfekt benutzt. Im norddeutschen Sprachraum wird sowohl Präteritum als auch Perfekt beim Sprechen verwendet.

Ich werde in dieser Episode nicht genauer auf Dialekte eingehen. Das würde den Rahmen sprengen. Aber nur, es soll bemerkt sein, dass, wie gesagt, in manchen Regionen das Präteritum praktisch nicht verwendet wird. Ja, eine weitere Eigenschaft von der Alltagssprache ist das sogenannte historische Präsens. Das hört sich sehr kompliziert an, ist aber ganz einfach. Es macht die Geschichte lebhafter und kann verwendet werden, wenn man beispielsweise von etwas erzählt.

was man erlebt hat. Im Dialog gab es das Beispiel, jedenfalls kommt der an, hat einen totalen Kohldampf und stopft sich die Spaghetti in zwei Minuten rein. Alles im Präsens erzählt. Dann... Was noch ein weiterer Punkt ist zum Thema Verben, ist die Verlaufsform. Verlaufsform meint, dass man einen Zustand beschreibt, der gerade stattfindet. Also man ist gerade dabei, etwas zu tun.

Vielleicht habt ihr gehört, dass es diese Verlaufsform im Deutschen nicht gibt, aber das ist nicht ganz richtig. Es gibt durchaus auch im Deutschen die sogenannte Progressivform und... Im geschriebenen Deutsch existiert zum einen die Progressivform mit beim oder im. Zum Beispiel, sie war gerade beim Kochen, als es klingelte. Oder auch die Form mit im. Das Fieber ist...

Im Abklingen, diese Form wird weniger verwendet. In der gesprochenen Sprache, besonders in der Alltagssprache, wird vor allem die Verlaufsform mit Am verwendet. Also der sogenannte Am-Progressiv. Immer in Verbindung mit sein, also sein plus am plus substantivierter Infinitiv, wie die zuvor genannten Formen mit beim oder im. Ein Beispiel aus dem Dialog. Also, ich bin gerade am Kochen. Ein anderes Beispiel wäre, wenn man gerade...

beispielsweise von einer Freundin angerufen wird, aber man ist noch in der Arbeit, dann könnte man sagen, du, es tut mir leid, es ist gerade schlecht, ich bin noch am Arbeiten. Ich bin gerade am Aufnehmen vom Podcast. Ein weiteres Merkmal der Alltagssprache ist, dass Verben nicht so streng konjugiert werden. Das Ende wird oftmals weggelassen. Zum Beispiel ist was passiert statt ist was passiert oder ich wollt.

statt ich wollte. Das waren einige Informationen zur Kategorie Verben. Und jetzt geht es weiter zur nächsten Kategorie, Kategorie Nummer 3. Das ist die Satzordnung. Die Satzordnung.

Weitere Merkmale und Fazit

verändert sich scheinbar im mündlichen sprachgebrauch kann man oft hören dass der nebensatz scheinbar wie ein hauptsatz verwendet wird also Im Dialog gab es folgendes Beispiel, da sagte Steffi zu ihrer Freundin, ey, ich habe extra ein neues Rezept rausgesucht, weil ich wollte ihn eben überraschen.

Ein anderes Beispiel, damit es klarer wird, in einem Gespräch zwischen Freunden könnte folgender Satz gesagt werden. Wir waren gestern nicht mehr draußen, weil wir haben noch spontan Besuch von Freunden bekommen. statt wir waren gestern nicht mehr draußen, weil wir noch spontan Besuch von Freunden bekommen haben. Und ihr habt sicherlich gelernt, dass weil einen Nebensatz einleitet und das Verb bzw. die Verben am Ende des Satzes stehen.

Oder gestellt werden. Das ist grundsätzlich auch richtig und soll auch gar nicht diskutiert werden. Aber es gibt dieses Phänomen in der Alltagssprache, das nach weil ein Hauptsatz verwendet wird. Und ist das jetzt ein Fehler? Nein, der Sprachwissenschaftler Roland Kehlbrandt erklärt in seinem Buch Deutsch eine Liebeserklärung. Ich habe ihn schon mal zitiert im Podcast. Er erklärt, dass in diesen Fällen eigentlich Nach weil eine Sprechpause eingefügt wird. Also nach dem weil...

wird eigentlich noch ein weiteres Komma eingefügt und dann ein Hauptsatz benutzt. Er erklärt weiter, dass der Sprecher oder die Sprecherin dies tut, um auszudrücken, dass der eigentliche Nebensatz eine gleichgeordnete Wichtigkeit gegenüber dem Hauptsatz hat. Weil wird damit wie denn behandelt. Wir kommen zur nächsten Kategorie, nämlich... dass die Du-Form oftmals statt der Mann-Form in der Alltagssprache verwendet wird. Es kommt vor, vielleicht habt ihr es erlebt,

dass Menschen du verwenden, aber sie reden gar nicht über dich, sondern sie benutzen du wie Mann. Ein Synonym für Mann. M-A-N, ja? Also wir sprechen nicht über Männer hier. Beispielsweise verwendet Steffi im Dialog Da kochst du extra was Leckeres und dann sowas. In der Standardsprache würde es heißen Da kocht man extra etwas Leckeres und dann sowas. Wenn eine fremde Person in dieser Art und Weise mit euch spricht, wie gesagt, es kann auch als Ersatz für die Mannform verwendet werden.

Dann typisch für die Alltagssprache sind Modalpartikeln. Darauf bin ich in einigen der letzten Episoden intensiver drauf eingegangen. Das werde ich heute nicht tun. Dann noch ein Kommentar. Zum Dativ. Dativ versus Genitiv. Ihr habt es vielleicht auch schon gehört. Ich habe im Podcast auch schon darüber gesprochen. Oftmals wird statt des Genitivs der... Dativ verwendet. Zum Beispiel der Autor vom Buch statt der Autor des Buches. Das ist auch ganz typisch für die Alltagssprache.

Abschließend sollte man vielleicht noch sagen, dass die gesprochene Sprache eigene Regeln hat. Es ist hilfreich, wenn man, oder ich würde euch empfehlen, wenn ihr versucht oder langfristig versucht, euch verschiedene Varianten des Deutschen anzueignen. Und auch dann in der Lage seid, zwischen diesen verschiedenen Varianten hin und her zu wechseln, je nach Kontext, je nach Situation. Es macht eben einen großen Unterschied, ob man mit einem Vorgesetzten spricht oder mit einem Vorgesetzten.

Vorgesetzten oder mit einem Arbeitskollegen oder mit einem Bekannten im Sportverein und so weiter. Das war es mit der heutigen Episode. Wenn euch diese Episode gefallen hat, Dann folgt gerne dem Podcast, wenn ihr es noch nicht tut. Empfehlt den Podcast gerne weiter. Ja, lasst gerne ein paar Sternchen da. Und dann würde ich sagen, macht's gut. Bis bald. Tschüss.

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