Hören – Aufgabentyp 6 – Langlebigkeit und Alternsforschung - podcast episode cover

Hören – Aufgabentyp 6 – Langlebigkeit und Alternsforschung

Apr 10, 20254 min
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Episode description

AUFGABE:


Frage 1
Wie beginnt der Vortrag?
a) Mit einer Definition des Begriffs „Langlebigkeit“
b) Mit der Vorstellung aktueller Forschungseinrichtungen
c) Mit einem historischen Rückblick
d) Mit Beispielen besonders alter Menschen


Frage 2
Was ist eine der Hauptursachen für Zellalterung laut Vortrag?
a) Der Abbau von Muskelmasse
b) Die Verkürzung der Telomere
c) Der Rückgang der Blutproduktion
d) Die Veränderung der Knochendichte


Frage 3
Was sagt die Vortragende über Kalorienreduktion?
a) Sie verlängert bei allen Spezies das Leben erheblich
b) Sie ist ein wissenschaftlich umstrittener Ansatz
c) Sie hat bei einigen Tierarten lebensverlängernde Effekte gezeigt
d) Sie ist nur unter Laborbedingungen sinnvoll


Frage 4
Was ist laut Vortrag ein Ziel der gegenwärtigen Alternsforschung?
a) Den Alterungsprozess vollständig zu stoppen
b) Das menschliche Genom dauerhaft zu verändern
c) Alterskrankheiten hinauszuzögern
d) Die maximale Lebensspanne auf 150 Jahre zu erhöhen


Frage 5
Was ist die zentrale Aussage des Vortrags?
a) Altern ist ein natürliches Phänomen, das nicht beeinflussbar ist
b) Forschung kann Altern verstehen und möglicherweise beeinflussen
c) Es gibt kein einheitliches Konzept für Alterungsprozesse
d) Langlebigkeit ist ausschließlich genetisch bedingt

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LÖSUNG:


  1. c

  2. b

  3. c

  4. c

  5. b

Transcript

Dies ist eine Beispielaufgabe für den digitalen Test darf Prüfungsteil hören Aufgabentyp 6 multiple Choice sie hören einen Ausschnitt aus einem Vortrag zum Thema Langlebigkeit und Alternsforschung? Beantworten Sie die Fragen 1 bis 5 in der Podcast Beschreibung entscheiden Sie, welche Lösung passt und wählen Sie aus für jede Frage gibt es genau eine

richtige Lösung. Guten Morgen, meine Damen und Herren, heute befassen wir uns mit einem Thema, das uns alle betrifft, dem Altern. Schon im antiken China oder in der griechischen Antike gab es Vorstellungen vom ewigen Leben oder zumindest davon, den Alterungsprozess aufzuhalten. In China etwa suchten Alchemisten nach dem Elixier der Unsterblichkeit, einem geheimnisvollen Trank, der

ewiges Leben verleihen sollte. In der griechischen Antike wiederum glaubte man, dass göttliche Kräfte oder bestimmte Lebensweisen dabei helfen könnten, dem Tod zu entkommen. Der Mythos um Titonos, der zwar ewiges Leben, aber nicht ewige Jugend erhielt, zeigt, wie ambivalent die Vorstellung vom ewigen Leben damals schon war. Doch was ist altern eigentlich biologisch gesehen und warum altern wir?

In der heutigen Alternsforschung liegt der Fokus weniger auf philosophischen Fragen, sondern auf biologischen Prozessen. Besonders die Zellalterung steht im Zentrum eine der wichtigsten Entdeckungen ist die Rolle der sogenannten Telomere, das sind Schutzkappen an den Enden unserer Chromosomen, jedes Mal, wenn sich eine Zelle teilt, verkürzen sich diese Telomere ein kleines Stück, wenn sie zu kurz werden, verliert die Zelle ihre Teilungsfähigkeit. Ein Zustand, den wir als

zelluläre Seneszenz bezeichnen. Ein weiterer Faktor beim Altern ist die sogenannte mitochondriale Theorie. Unsere Zellen enthalten kleine Energiezentralen, die Mitochondrien, sie versorgen uns mit Energie, erzeugen dabei aber auch sogenannte freie Radikale, die Zellschäden verursachen können. Der Körper besitzt zwar reparaturmechanismen, aber diese werden mit dem Alter weniger

effektiv. Interessant ist, dass Tiere, deren Kalorienzufuhr begrenzt wurde, wie etwa Mäuse oder Würmer, länger lebten als ihre gut ernährten Artgenossen. Diese sogenannte Kalorienrestriktion hat in Laborexperimenten durchaus beeindruckende Ergebnisse gezeigt, ob das auch auf den Menschen übertragbar ist, bleibt

allerdings fraglich. Die Alternsforschung verfolgt heute weniger das Ziel, Unsterblichkeit zu erreichen, das bleibt Science Fiction. Vielmehr geht es darum, den Prozess des Alterns zu verstehen und Alterskrankheiten wie Demenz, Diabetes oder Herz, Kreislauf, Erkrankungen

hinauszuzögern. Wenn wir es schaffen, den Zeitraum des gesunden Lebens zu verlängern, spricht man von sogenannter Health span statt live span, dazu gibt es auch neue Entwicklungen im Bereich der Genetik und Biotechnologie. Forscher untersuchen, ob man bestimmte Gene aktivieren oder ausschalten kann, um Alterungsprozesse zu

verlangsamen. Einige Studien mit Tieren zeigen erste positive Effekte, etwa bei der Verlängerung der Lebensdauer von Fruchtfliegen oder Labormäusen, aber beim Menschen sind solche Verfahren natürlich noch weit von der Anwendung entfernt. Zusammenfassend lässt sich sagen, Altern ist kein festgelegter unveränderbarer Prozess. Wir fangen gerade erst an zu verstehen, welche biologischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen und wie man sie womöglich beeinflussen kann.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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