Dies ist eine Beispielaufgabe für den digitalen Test darf Prüfungsteil hören Aufgabentyp 5 kurzantworten Gliederungspunkte zum Vortrag ergänzen. Sie hören einen wissenschaftlichen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit in der Modeindustrie, ergänzen sie beim Hören die Gliederungspunkte in der Podcast Beschreibung in Stichpunkten nach dem Hören haben sie 3 Minuten Zeit, um ihre Antworten zu kontrollieren.
Sie haben jetzt 10 Sekunden Zeit, sich die Gliederungspunkte in der Podcast Beschreibung anzuschauen. Die globale Modeindustrie steht seit Jahren in der Kritik. Besonders die sogenannte Fast Fashion Bewegung trägt erheblich zu Umweltbelastungen und sozialen Problemen bei.
Schon der enorme Wasserverbrauch ist gravierend für die Herstellung eines einzigen Baumwoll t Shirts werden durchschnittlich 2700 Liter Wasser benötigt, eine Menge, die ausreichen würde, um einen Menschen fast 3 Jahre lang zu versorgen. Die Wasserressourcen vieler Länder werden dadurch stark beansprucht, insbesondere in Regionen, die ohnehin unter Trockenheit leiden. Doch nicht nur die Wassermenge ist problematisch.
Viele Textilfabriken leiten Chemikalien und Farbstoffe ungefiltert in Flüsse und Seen, was langfristig Ökosysteme schädigt und die Gesundheit der lokalen Bevölkerung gefährdet. Zahlreiche Studien belegen, dass in einigen Produktionsregionen die Trinkwasserqualität massiv beeinträchtigt ist, weil Reinigungs und Filteranlagen fehlen neben ökologischen Fragen steht auch die soziale Dimension im Fokus.
Arbeiterinnen und Arbeiter in den großen Produktionszentren Südasiens erhalten oft Löhne, die weit unter dem Existenzminimum liegen. Viele Beschäftigte arbeiten ohne feste Verträge, ohne Absicherung und unter prekären Sicherheitsbedingungen, man denke nur an den Einsturz des Rana Plaza Gebäudes in Bangladesch im Jahr 2013, bei dem mehr als 1000 Menschen starben. Dieses Unglück machte die Missstände international sichtbar und führte zu ersten Veränderungen.
Die ökologischen und sozialen Probleme haben inzwischen zu einem wachsenden Bewusstsein bei Konsumenten geführt. Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, wie ihre Kleidung hergestellt wird. Eine zentrale Entwicklung ist der Trend zu Secondhand Mode und Kleidertauschbörsen. Plattformen im Internet erleichtern es, gebrauchte Kleidung weiterzugeben und so den Lebenszyklus von Textilien
zu verlängern. Auch Reparaturwerkstätten oder sogenannte Nähcafés haben Zulauf, weil sie Menschen die Möglichkeit geben, ihre Kleidung selbst zu flicken oder Umzuzeilen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Rolle großer Modekonzerne, manche Unternehmen werben inzwischen offensiv mit grünen Kollektionen, die aus Biobaumwolle oder recycelten Materialien bestehen. Kritiker sprechen allerdings oft von Greenwashing, da der nachhaltige Anteil im Gesamtsortiment meist sehr
gering bleibt. Trotzdem zeigen diese Initiativen, dass ein Wandel begonnen hat, die Forderung vieler NGOS lautet, dass Konzerne ihre gesamte Lieferkette transparent offenlegen müssen, von den Baumwollfeldern bis zum Ladenregal. Nur so können Verbraucher nachvollziehen, unter welchen Bedingungen ihre Kleidung entsteht. Oh.
