¶ Intro / Opening
Teil 1 Sie hören nun eine Nachrichtensendung. Dazu sollen Sie fünf Aufgaben lösen. Sie hören die Nachrichtensendung nur einmal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen 41 bis 45 richtig oder falsch sind. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei Aufgabe 41 bis 45. Markieren Sie Plus gleich richtig und Minus gleich falsch. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 41 bis 45. Sie haben dazu 30 Sekunden Zeit. 20 Uhr die Nachrichten
¶ Aktuelle Nachrichten: Wirtschaft & Kultur
Berlin. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Walter, hat die Wirtschaftsentwicklung in diesem Jahr als katastrophal bezeichnet. Die laue Erholung sei angesichts der vergangenen drei Jahre der Stagnation ein unerträgliches Ergebnis, sagte Walter im Deutschlandfunk.
Das erste Quartal sei bereits schlecht gelaufen, der Geschäftsindex gehe weiter zurück und nun drohe auch das Ostergeschäft auszufallen. Dazu könne von einem Aufschwung, wie ihn die Bundesregierung prognostiziert hatte, keine Rede sein. Auch die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben für das laufende Jahr ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland von 0,5 auf 0 Prozent nach unten korrigiert.
Das Bundeskabinett befasst sich heute mit der geplanten Förderung von Spitzenuniversitäten in Deutschland. Dazu wird Bundesbildungsministerin Bulman einen Bericht vorlegen. Sie hat mit den Ländern vereinbart, dass bis zum Jahre zwei tausend zehn rund 1,9 Milliarden Euro in den Aufbau von Elitehochschulen investiert werden. Von dieser Summe will der Bund rund drei Viertel übernehmen.
Einzelheiten der Finanzierung sowie mögliche Fachrichtungen und Studienabschlüsse müssen mit den Ländern aber noch abgestimmt werden. Cannes In Cannes beginnt heute das 57. Filmfestival. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Pedro Almodovas Film La mala Educación. Erstmals seit 1993 wurde wieder ein deutscher Wettbewerbsbeitrag geladen.
Mit dem Film Die fetten Jahre sind vorbei des in Berlin lebenden Österreichers Hans Weingartner kehrt Deutschland nach elf Jahren wieder in den Hauptwettbewerb von Cannes zurück. Lausanne Im schweizerischen Lausanne fällt heute eine Vorentscheidung über den Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2012. Das Internationale Olympische Komitee IOC bestimmt, welche Bewerberstädte weiter in der Auswahl bleiben. Insgesamt bewerben sich neun Städte, darunter Leipzig, zusammen mit Rostock.
Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort fällt im Juli nächsten Jahres. Darmstadt. In Darmstadt hat gestern Abend ein vierjähriger Junge seine Eltern und die Polizei in Atem gehalten. Der Junge hatte im Flur seines Elternhauses gespielt, war dann aber plötzlich verschwunden. Die Polizei entdeckte den Jungen nach stundenlanger Suche, wohlbehalten auf dem Parkplatz des Finanzamtes Darmstadt und brachte ihn zurück nach Hause. वीस बादन!
In Hessen suchen noch über einundzwanzigtausend junge Leute einen Ausbildungsplatz. Für sie standen Ende April nur 9400 Angebote zur Verfügung. Das teilte die Regierungsdirektion Hessen, der Bundesagentur für Arbeit, mit. Am Tag des Ausbildungsplatzes, am vergangenen Donnerstag, hatten Berufsberater knapp 950 neue Ausbildungsplätze ermittelt. Bei der Veranstaltung wurde weiterhin für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze geworben.
Ergebnis: 439 Jugendliche können noch in diesem Jahr ihre Ausbildung anbieten. Hörverstehen, Teil 2 Sie hören ein Rundfunkinterview. Dazu sollen Sie zehn Aufgaben lösen. Sie hören dieses Interview nur einmal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen 46 bis 55 richtig oder falsch sind. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei den Aufgaben 46 bis 55. Markieren Sie Plus gleich richtig und Minus gleich falsch. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 46 bis 55. Sie haben dazu 60 Sekunden Zeit.
¶ Miriam Pressler: Ehrung und Werk
Miriam Pressler ist bei uns zu Gast in Hörensagen. Sie ist Autorin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Übersetzerin und fremdsprachliches Multitalent. Mehr als 30 Bücher hat Miriam Pressler inzwischen verfasst. und über 200 Titel aus verschiedenen Sprachen übersetzt. Guten Morgen Frau Pressler, schön, dass Sie da sind. Im Juni, genauer am 18. Juni, Ihrem Geburtstag, wird Ihnen die Ehrendoktorwürde der Universität von Groningen verliehen. Freuen Sie sich darüber?
Ja, natürlich freue ich mich darüber. Es ist vor allen Dingen auch so unerwartet. And um Ich habe halt wirklich etwa fünf Jahre lang über Anne Frank gearbeitet und das ist wohl der Hauptgrund dafür. Freuen Sie sich auch darauf, auf die Feierlichkeiten? Sehr. Wenn Sie dann in Groningen sein werden, Sie übersetzen ja sehr viel aus dem Niederländischen ins Deutsche und die Laudatio gehalten werden wird. Wie werden Sie antworten?
Ich werde Niederländisch antworten. Ich habe noch drei Monate Zeit, um die Sprache auch. In der umgekehrten Richtung zu üben. Denn ich brauche ja keine Wörter zu lernen. Passiv habe ich die alle drauf.
Ich muss mich irgendwie dazu bringen, dass ich auch spreche. Das ist nämlich interessant, weil viele Menschen gar nicht wissen, dass man von einer Sprache in die andere Sprache übersetzen kann, ohne diese Sprache auch sprechen zu können. Man denkt automatisch, was man ja dann können. Das kann man locker. Sie haben die Biografie der Anne Frank geschrieben? Ja, ich habe vor allen Dingen, es hat ja angefangen damit, dass ich die historisch-kritische Ausgabe übersetzt habe. Das ist ein Riesenbuch.
Und dann habe ich eine neue Leseausgabe von Anne Frank zusammengestellt. Die deutsche Übersetzung, die es früher gab, war nicht besonders gut. Die war von einer sehr alten Frau gemacht und die hat, es fehlt ihr der Kontakt zur deutschen Sprache. Und ihre Sprache klang sehr altmodisch.
¶ Miriam Pressler: Kindheit und Familie
Und jetzt erwähnen wir mal was Privates. Mutter von drei inzwischen erwachsenen Töchtern und Großmutter von wie vielen Enkelkindern, Frau Fessler? Haben Sie überhaupt Zeit für Ihre Enkel? Sie machen Lesereisen ohne Ende? Sie schreiben viel? Ja, also ich hab. Die Enkel wohnen ja nicht direkt neben uns und. Wenn sie kommen, habe ich natürlich Zeit und wir haben angefangen jedes Jahr mit drei Enkeln in Urlaub zu fahren. Wohin geht's? An die Adria. Wohin geht's da an die Adria? Immer derselbe?
Bis jetzt ja. Wie oft waren Sie da schon? Dreimal. Was ist der Vorteil vom Campingplatz? Dass er geschlossen ist. Und dass die Kinder frei laufen können. Und man kann dort solche Wagen mieten mit Aircondition und Schon die gehobene Campingplatzklasse. Was machen die drei Töchter? Schreiben die alle wie Sie? Nein.
Frau Pressler, Sie wurden 1940 in Darmstadt geboren, mitten im Zweiten Weltkrieg hineingeboren in ein Land that from the Nazis beherrscht wurde. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Kindheit? Wann setzen diese Erinnerungen ein? Ich bin bei Pflegeeltern aufgewachsen. And uh my Erinnerungen haben sehr, sehr stark mit Krieg zu tun. Also ich erinnere mich an Bombardierungen, an
Ja, ein Keller und solche Sachen. Das war in Darmstadt. Das war in der Nähe von Darmstadt. In der Nähe von Darmstadt. Und ihre Pflegeeltern, was für Menschen waren das? Die waren sehr alt. Die haben außer mir noch vier eigene Enkel aufgezogen und Und es waren sehr einfache Menschen, ja. Pflegegroßeltern. Ja, eigentlich, ja. Und die haben sie in welcher Art und Weise aufgezogen? Würden Sie nachträglich sagen, das war okay so?
Nein. Nicht? Nein. Warum nicht? Möchte ich lieber nicht drüber sprechen. Gut. Sie waren dann in einer Art Internatsschule ab dem elften Lebensjahr. Welche Menschen waren in dieser Zeit für Sie wichtig? Niemand. Ich war sehr allein damals. Dieses Alleine sein, uh, das taucht auch in ihren Werken zum Teil auf. Kinder, die sich alleine fühlen, die
damit Schwierigkeiten haben, aber auch aus diesen Schwierigkeiten wieder herauskommen. Vielleicht frage ich mal nach dem ersten Buch, an das Sie sich erinnern können. Äh, das allererste Buch. Da war ich fünf Jahre alt oder vier Jahre alt, ich weiß es nicht mehr. Ich konnte jedenfalls schon lesen, ich konnte lange lesen, bevor ich in die Schule kam. Meine Pflegenmutter ist immer putzen gegangen. And I have from one of these. Reiseführer St. Petersburg. Lange Jahre mein einziges Buch.
Ihre ersten Leseerfahrungen haben sich wo abgespielt? An welchem Ort? Oh, an sehr vielen Orten. Also zu Hause nicht. Bei uns musste jeder arbeiten und lesen galt. Ich habe vorwiegend draußen gelesen. Wir hatten einen Schuppen, da war ein Dach, also ein Dachboden drüber. Da habe ich sehr gerne gelesen. Und ja, eigentlich wann immer ich konnte, ich hatte um immer irgendwo ein Buch bei mir. Viele Menschen, die später Schriftsteller werden, führen von Kind an schon Tagebuch. Haben Sie das getan?
I have another Tage Book gear. I was not by my Pflegeeltern. And my Pflegemot had my Tagebook gefunden and said. Dabei machen sie ein sehr grimmiges Gesicht. Das hatte also üble Folgen. Die Sie jetzt auch nicht weiter ausführen wollen, nehme ich an. Es wurde bei uns halt schnell geprügelt. Es wurde schnell geprügelt. Also es gab Erfahrungen von geprügelt geschlagen werden in ihrer Kindheit. Das ist ja wichtig. Das ist auch wichtig.
Wenn man anfängt, zum Beispiel ihre Bücher zu lesen und verstehen zu wollen, woher kommt das? Warum beschäftigen sich so viel mit solchen Schicksal? Hörverstehen, Teil 3 Sie hören jetzt fünf kurze Texte. Dazu sollen Sie fünf Aufgaben lösen. Sie hören diese Ansagen nur einmal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen 56 bis 60 richtig oder falsch sind. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen bei Aufgabe 56 bis 60. Markieren Sie Plus gleich richtig und Minus gleich falsch.
¶ Diverse Meldungen und Veranstaltungstipps
Nummer 56. Sie rufen den Wetterdienst an und hören folgendes. Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, Sie sind verbunden mit der automatischen Ansage der Wetterstation in Potsdam. Sie hören die Pollenflugvorhersage des Deutschen Wetterdienstes, ausgegeben heute Mittwoch 10 Uhr. Bis Freitag ist mit starkem Birkenpollenflug an den Seen rund um Berlin zu rechnen. In der Uckermark und der Mecklenburger Seenplatte wird in der Zeit zusätzlich Gräserpollenflug erwartet.
Nummer 57 Sie hören folgenden Veranstaltungstipp im Radio. Es ist mal wieder soweit. Frankfurts Banken- und Bürogebäude in der Innenstadt können am kommenden Wochenende im Rahmen von Führungen betreten werden. Versäumen sollten Sie es nicht, den wechselnden Blick von Citibank, Japan Center, vom Messeturm, den Zwillingstürmen der Deutschen Bank auf die Stadt, den Main, den Taunus und den Odenwald zu genießen. Wie im letzten Jahr ist auch diesmal mit großem Andrang zu rechnen.
Karten gibt es daher auch schon vorher an den bekannten Vorverkaufsstellen am Empfang des Messeturms sowie dem Haupteingang der Europäischen Zentralbank, wo der Rundgang auch statt. Nummer 58. Sie interessieren sich für Afrika und hören Folgendes im Radio. Lust auf Afrika? So ganz in der Nähe? Große wilde Tiere im Mondschein sehen? Wer das erleben möchte, sollte zur afrikanischen Nacht im Kronberger Opel zukommen.
Am 8. und 9. Juli, jeweils von 21.30 Uhr bis 2 Uhr, können Sie Tiere aus der afrikanischen Savanne bei geheimnisvoller Beleuchtung durch Feuerkörbe und Fackeln beobachten. Dazu Feuertänzer afrikanische Masken, untermalt von den heißen Rhythmen einer Percussion-Band. Kasseneinlass ist ab halb zehn. Nummer 59 Sie wandern gerne und hören im Radio folgenden Tipp.
Ja, das Wandern ist es Müllers Lust. Am kommenden Sonntag um 9.30 Uhr lädt der Wanderverein Grüner Strumpf, alt und jung, zum Ausflug ins Ronneburger Hügelland ein. Durch Eichen und Buchenwälder marschieren wir zur größten Burgfeste Hessens. Treffpunkt der circa fünfstündigen geführten Wanderung ist die Autobahnraststätte Hanau Nord. Wen unterwegs der Hunger überkommt, auf der 17 Kilometer langen Strecke sind ausreichend Einkehrmöglichkeiten in landestypischen Gasthöfen vorhanden.
Und den, der durchhält, belohnt der Wirt des Burgrestaurants mit Ritterspieß, Grillwürstchen und Schwarzwälderkirstorte. Lust bekommen? Dann machen Sie doch mit, aber denken Sie dran, festes Schuhwerk nicht vergessen. Nummer 60. Sie hören den Verkehrsfunk im Radio. Und nun der Verkehrsfunk. A3 Würzburg Richtung Nürnberg. Zwischen Höchstadt Ost und Erlangen West, zurzeit 5 Kilometer Stau wegen eines defekten Fahrzeugs. Vorsicht, der Stau befindet sich hinter einer Kurve.
A7-Ulm Richtung Füssen zwischen Bad Grönenbach und Dietmannsried, Behinderungen durch einen umgestürzten Lkw. A7, Füssen Richtung Ulm Zwischen Kempten und Altusried ist der linke Fahrstreifen nach einem Lkw-Brand gesperrt, sieben Kilometer Stau. Es gibt eine Umleitung ab Ahlen-Oberloch über die U14. A9, Nürnberg, München.
