Diese Folge wird dir präsentiert. Von Tekes. Heute zu Gast Selina Kaupert. Herzlich Willkommen aus Nürnberg, heute angereist. Schön, dass du da bist. Hi Frank, ja, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich auch. Gern gern. Heute sprechen wir über Verantwortung, bevor es damit losgeht, wollen wir dich natürlich kennenlernen, vielleicht magst du ein bisschen was über dich erzählen, wer du bist, was du so machst. Wie du zur Tekis gekommen bist, das wäre ganz gut.
Ja klar, genau. Also ich bin Selina kaupert, ich bin 26 Jahre alt, ich bin mittlerweile seit ja knapp 5 Jahren jetzt in der Finanzbranche tätig, aber ehrlicherweise wollte ich nie in die Finanzbranche, also es war jetzt nicht so, dass ich im Kindergarten mir dachte, ja, ich werde mal finanzberaterin. Komisch eigentlich ne. Ja und? Es hat so so angefangen. Also eigentlich habe ich vor 6 Jahren zu Weihnachten ein Buch geschenkt bekommen von meinem Papa.
Mein Papa schenkt mir jedes Weihnachten ein Buch, dieses Jahr war der Titel Warum Einstein Socken trug und vor, also vor 6 Jahren war es eben irgendwie ein Buch über Finanzen, so ein Young Money Guide, irgendwie junge Leute und Finanzen und so was und ich habe dieses Buch am Anfang, na ja, erstmal irgendwie so ein paar Monate liegen lassen und.
Fand es cool, aber ist jetzt auch nicht so das mega geile Weihnachtsgeschenk. Also in dem Moment zumindest gewesen, weil man es dann so ein bisschen auf die lange Bank
schiebt. So typisch Thema Finanzen so und dann habe ich das aber irgendwann gelesen und in diesem Buch waren so ein paar sehr triviale Sachen erklärt, über die wir vielleicht dann heute auch noch sprechen, wie zum Beispiel das Wachstum durch Kapitalmärkte, Zinseszinseffekte und so weiter und sofort, und ich habe mir in dem Moment gedacht, um Gottes willen, Hilfe, ich mache noch gar nichts, ich war gerade Anfang 20.
Und da waren dann so lustige Beispiele, wie wenn man vor 10 Jahren so und so viel Euro investiert hätte, hätte man jetzt heute x und ich dachte mir, oh Gott, ich muss jetzt anfangen, ich muss irgendwas tun und tatsächlich kannte ich dann über die Uni jemanden, der schon bei Tekes gearbeitet hat. Ich wusste nicht genau, was tekes zu dem Zeitpunkt ist, sondern wusste nur, er macht irgendwas mit Finanzen und habe ihm dann halt meine whatsapp geschrieben, ob er mir ein paar
Tipps geben kann. Und dann ja, habe ich dieses Buch quasi in den Termin mitgebracht und mit gelbstift alle möglichen Sachen markiert. Und er hat dann irgendwann gemeint, hey, so viele Fragen wie du hast, das kann ich dir normalen Beratungszyklus gar nicht beantworten. So, darauf reicht meine Kapazität nicht.
Ja, und dann bin ich in ins Praktikum gekommen und ursprünglich war ehrlicherweise die Intention okay ich lerne einfach so viel wie möglich und dann weiß ich schon mal, was ich für mich mit meinem Geschehen machen muss. Genau, ja, und wie es dann immer so ist. Je tiefer man sich mit irgendeinem Thema beschäftigt, desto interessanter wird es ja voll oft auch. Und 5 Jahre später bin ich immer noch hier, ja. Ja, spannend. So kann es kommen.
Schauen wir mal auf die letzten 7 Tage zurück, da gibt es die folgende Rubrik Highlight der Woche. Ja, und was war denn deins? Ja, als fleißig Gehörerin des Podcasts weiß ich natürlich von dieser Rubrik. Das heißt, ich habe die letzten 7 Tage sehr aktiv so genau achtsam gelebt, ein bisschen aktiv drauf geachtet.
Letzte Woche Freitag war in Nürnberg sehr, sehr schönes Wetter und ich habe, ich wohne in der Nähe vom Wörder See, also ein kleiner See in Nürnberg, also in der Nähe von der Innenstadt. Und ich habe an diesem Freitag Mittag quasi mein Handy zu Hause gelassen und hab ne kurze Mittagspause gemacht, hab quasi Bargeld mitgenommen, hab mir n Kaffee geholt und hab mich an diesen See gesetzt 20 Minuten oder so und ich war alleine und die Sonne hat Geschienen und
irgendwie merkt man jetzt ja langsam dieses Frühlingserwachen, die ersten Blumen oder Krokusse oder so was wachsen und die Leute kommen so n bisschen auch aus ihren Löchern gekrochen, aus ihren Häusern und ich hab einfach da gesessen und so n bisschen People watching gemacht und mir gedacht. Das Leben kann auch wirklich schön sein, also einfach so eine Kleinigkeit.
Sehr gut, sehr gut. Ja, dann steigen wir doch mal ein, Verantwortung so, da kannst du jetzt können wir wahrscheinlich auch eine ganze Woche drüber sprechen, aber warum ist es denn aus deiner Sicht grundsätzlich wichtig, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen für die Finanzen und wie kann ich damit konkret beginnen?
Na ja, das spielt jetzt eigentlich fast wieder so ein bisschen auf dieses Buch ab. Was, wovon ich am Anfang ganz kurz gesprochen habe, vielleicht können wir da einfach mal kurz auf diesen Zinseszinseffekt genauer eingehen.
Ich denke, viele Hörerinnen und Hörer werden denen irgendwie schon mal das den Begriff gehört haben oder wissen vielleicht auch, was das ist, aber vielleicht, um einfach mal jeden irgendwie abzuholen, ganz kurz, im Endeffekt ist es ja so, dass wenn wir Geld irgendwie investieren in Aktien, ETFS,
Investmentfonds, völlig egal. Dann kriegen wir ja eine gewisse Rendite, und diese Rendite wird ja entsprechend, also sagen wir mal unsere, unser Investmentfonds hat jetzt 100€ Rendite erwirtschaftet, also als absoluten Wert, dann wird dieses Geld ja reinvestiert in einem Portfolio, also in einem Depot, und dadurch entsteht dann eben ein Zinseszinseffekt, weil diese Zinsen, also diese 100€, ja wiederum investiert werden, dadurch wieder Zinsen erwirtschaften und so weiter und
sofort so und. Das ganz, ganz wichtige bei diesem Effekt ist ja die Zeit. Jetzt hast du gerade gesagt, warum sollte man frühzeitig damit anfangen, weil es einen unfassbaren Unterschied macht, ob man ein Jahr früher oder später anfängt, das kann man sich oft gar nicht vorstellen, aber wenn du dir das mal hochrechnest mit irgendwie einer Sparrate von, ich sag jetzt mal, du möchtest monatlich 200€ zur Seite legen und du sagst aber ja, gerade weiß ich nicht, ist
so stressig, ich schreib gerade meine Masterarbeit. Mein Ich weiß nicht, bin gerade im Umzug.
Ich habe gerade meinen Job angefangen, ist gerade irgendwie alles ein bisschen too much und du wartest ein Jahr, dann haben vorher viele Leute so den Gedanken okay ich muss einfach 200€ bei 12 rechnen, dann sind wir irgendwie bei 24 vielleicht noch plus ein bisschen Zinsen machen, vielleicht mal 3000,00€, dann genau muss ich die quasi vielleicht irgendwie einmalig am Anfang investieren, wenn ich irgendwie ein Jahr später anfangen, aber ist jetzt ja nicht so dramatisch.
Problem ist, dass wir nicht das erste Jahr quasi abziehen müssen, sondern eben das letzte Jahr, also das letzte Jahr, wo die ganzen Zinsen ja wieder Zinsen erwirtschaftet haben und bei einem Sparplan von 40 Jahren, dass mich lügen sind es meines Wissens nach ungefähr 20000€, die wir quasi an
Opportunitätskosten haben. Ja, deswegen wäre schon mal das total wichtig, irgendwie frühzeitig anzufangen, was ich da ganz cool finde, was auch viele Eltern quasi bei mir im Kundenstamm machen ist, dass sie von. Beginn an ein ein Kinderdepot einrichten. Oft ist es ja so, dass die Eltern oder manchmal irgendwie auch vielleicht die Omas, die Opas, die frisch gebackenen sagen, hey, ich würde gern 25€ bis zum 18.
Lebensjahr irgendwo hinpacken, damit das kleine Kind dann entsprechend mit 18 ein Auto kaufen kann, Führerschein machen kann, studieren kann, wie auch immer, so ein bisschen einfacherer Start ins Erwachsenenstart, ganz genau und. Oder das Geschenk hier Herzlichen Glückwunsch. 18:00 Uhr bis Millionär. Ja, oder das? Sozusagen total ne. Also wenn da gibt es ja irgendwie auch so verschiedene Szenarien. Also einfach mal sagen wir mal, man würde 50€ anlegen, quasi ne bis zum 18.
Lebensjahr mit einer durchschnittlichen Rendite von irgendwie 6 bis 7%, dann haben wir zum 18. Lebensjahr schon 20000€ für das Kind in diesem Depot angespart, wenn man das sogar mit dem kompletten Kindergeld machen würde. Ich weiß es ist super viel, ne 250,00€ kann sich. Jetzt nicht jeder leisten, für sein Kind komplett wegzusparen das Kindergeld, das ja auch für andere Sachen. Aber nehmen wir mal an, man könnte es, dann hätte dieses Kind zu seinem 18.
Geburtstag ungefähr 95000€ im Depot und ja, da kann man schlechter starten ins Leben würde ich sagen, deswegen ist es eben so unfassbar wichtig, früh anzufangen und vielleicht für diejenigen, die jetzt eben sagen okay, aber was mache ich für mich selbst, also nicht nur für mein Kind, sondern vielleicht habe ich gar keine Kinder und möchte einfach wissen, was mache ich jetzt, es ist trotzdem das Prinzip.
Lieber heute als also als morgen, weil nur weil man jetzt vielleicht sagt, Hey, ich habe jetzt noch nicht Moritz die Kohle, ich kann jetzt noch nicht mega viel Geld monatlich zur Seite legen, es ist ja trotzdem so, dass man einfach irgendwo anfangen kann. Also ich zeichne voll oft in meinen Beratungsterminen so eine kleine Treppe auf mein ipad und sag halt, hey, wir fangen einfach mal mit 25€ an oder mit 50 oder mit was du dich wohl fühlst.
So ein Sparplan kann ja jederzeit angepasst werden, also wenn man sich dann mehr zutraut und dann merkt okay ich. Wenn ich jetzt 50€ weglebe, muss ich trotzdem nicht in Hungersnot leben, sozusagen. Dann kriegt man erst mal ein Gefühl und kann sich rantasten. Man muss ja nicht von heute auf Morgen 500€ zur Seite packen, ja. Mal eine spontane Frage, weil du das jetzt gerade gesagt hast.
Auch aus deiner Kundschaft heraus, die die Zielgruppe von Tekes ist ja auch noch relativ jung, so ist das den Menschen eigentlich bewusst. Welche Chancen im Zinseszinseffekt drinstecken, oder? Muss denen das in der Beratung erst einmal aufgezeigt werden? Also ich muss sagen, dass ich selber manchmal, obwohl ich tagtäglich damit zu tun habe, das wahnsinnig unterschätze. Es gibt auch ein wieder ein Buch, auch das habe ich lustigerweise von meinem Papa geschenkt bekommen, das heißt?
Zu Weihnachten. Nee, ich glaube zum Geburtstag OK, aber das heißt, das Experiment sind wir, und in diesem Buch geht es auf den ersten paar Seiten darum, dass der Mensch nicht fähig ist, die Exponentialfunktion zu greifen. Also zum Beispiel mit exponentiellen Schritten, wie lange es dauern würde, die Welt einmal zu umrunden, wird man sich wahrscheinlich denken. Ja, Oh, keine Ahnung, vielleicht 500 Schritte oder so weiß ich nicht, es sind 37 so und deswegen. Ist es total.
Also ich. Es gibt ja auch so ganz coole Zinseszinsrechner, wo man einfach reingehen kann.
Wir haben ja auch einen eigenen und können da quasi einfach mal simulieren, Hey, Pass auf, wir legen jetzt eben 50€ an, wir machen das jetzt vielleicht auf 10 Jahre, weil dann möchtest du das und das kaufen oder wir machen das für die Rente für 40 Jahre und dann kann man ja mal hochrechnen und ein bisschen verschiedene Szenarien annehmen, vielleicht schaffen wir 5% Rendite, vielleicht schaffen wir 7, vielleicht schaffen wir sogar
9, wer weiß ne? Was die Zukunft bringt aber dann kann man einfach mal so ein Gefühl dafür geben, was denn diese macht des Zinses Zins Effekts eben ausmacht. Also ich finde es ganz wichtig, da immer wieder sich das auch Vorzurechnen, auch für mich selbst deswegen. Ja, dann schauen wir mal auf diese gesamte oder auf die langfristige Lebensplanung. Welche Rolle spielen, sparen, investieren und Schuldenmanagement in dem Zusammenhang und sollte ich das auch irgendwie aufeinander
abstimmen? Ja, also eigentlich ist es ja irgendwo die Quintessenz, oder? Also? Wie ich mit Geld umgehe, entscheidet ja maßgeblich darüber, ob ich später mir mal ein Haus kaufen kann, ob ich in den Urlaub fahren kann, ob ich mir Kinder leisten will und kann
oder was auch immer. Ne, also ganz, ganz viele irgendwie kostet alles auf der Welt am Ende des Tages irgendwo Geld, ja oder Zeit und Zeit ist dann irgendwo auch wieder Geld und deswegen finde ich hat es einen extrem hohen Einfluss darauf, wie wir eben entsprechend damit haushalten und ich glaube, dass es. 5 Punkte, wahrscheinlich ungefähr, braucht man mindestens als Grundvoraussetzung, dass man sagt, Hey, wir haben da wirklich die Chance, ganz gut
hinzukommen. Ja, das erste wäre erstmal ganz Basic, ein monatlicher Überschuss, wenn ich keinen Cent übrig habe monatlich, wie soll ich überhaupt Vermögen aufbauen, funktioniert nicht, dass man dann irgendwie sagt okay entweder habe ich vielleicht die Möglichkeit meine Ausgaben zu reduzieren, also einfach mal wirklich transparent zu gucken, hey weiß ich nicht, habe ich vielleicht 5 Fitnessstudio
Mitgliedschaften oder? Habe ich einfach super hohe Konsumausgaben oder sowas und die gegebenenfalls zu reduzieren oder eben auf der anderen Seite zu sagen, hey ich hätte gern ein bisschen höheres Einkommen, was habe ich denn für Möglichkeiten mich weiterzubilden, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen?
Keine Ahnung, ne solche Thematiken so das ist erstmal das Wichtigste, das zweite wäre meiner Meinung nach, dass wir sagen Hey. Wir haben nicht nur den monatlichen Überschuss, sondern wir haben auch einen gewissen Willen, irgendwie finanziell autark zu sein.
Also irgendwie so eine gewisse finanzielle Selbstwirksamkeit auch zu erleben, bedeutet vielleicht auch noch mal ein Beispiel hier aus der Beratung, ich habe, ich habe eine Kundin beziehungsweise ein Pärchen, die zu mir gekommen sind, beide erstmal normal angestellt und die beiden. Haben aber super hohe Ausgaben, also super hohe, auch Konsumausgaben, verschiedenste Abos und so weiter ne.
Gerade noch keine Kinder und die haben ja dann gesagt, ja sie fahren jetzt in den Urlaub, weil wir halt natürlich über Budget und auch so ne was machen wir jetzt mit kipo Altersvorsorge und so und sie fahren jetzt in den Urlaub und haben tatsächlich diesen Urlaub auf Raten finanziert weil sie es ja nicht leisten können diesen Urlaub zu bezahlen und.
Ich bin der Meinung, wenn du dir so einen Urlaub vor einer Woche nicht leisten kannst und es wirklich auf Raten zahlen musst, dann musst du irgendwie einen anderen Hebel drehen, weil mit so konsumkrediten und privatkrediten, das ist halt ein Teufelskreis. Aber eine monatliche Erinnerung dran, ne. Total und also die waren tatsächlich auch im Dispo ne. Also es war auch ein schweres Stück Arbeit, aber ich glaube, dass Menschen, die das wollen,
die sagen, hey, ich möchte aber nicht jeden Monat von der Hand in den Mund leben, weil es macht mich irgendwo vielleicht auch unglücklich. Sondern ich möchte mir irgendwo was aufbauen. Einfach nachts gut schlafen können, wenn du das willst, dann schaffst du das auch und das musst du vielleicht auch mal beigebracht bekommen.
Also wenn das zum Beispiel jetzt die Sekunden von mir, wenn die das nie anders von zu Hause kennen, warum sollten Sie es irgendwie anders selbst machen, aber dass man dann quasi sagt okay, ich habe eben auch diese Motivation, da so ein bisschen mal die Zähne zusammenzubeißen und da einfach mal so ein bisschen ja mehr zu machen als vielleicht bisher oder einfach
Verhaltensweisen zu verändern. Genau dann hätten wir als dritten Punkt, das habe ich eigentlich gerade auch schon ein bisschen mit einfließen lassen, so das Thema Selbstwirksamkeit beziehungsweise Selbstvertrauen. Also ich schreibe ja gerade privat meine Masterarbeit noch parallel, ich habe die jetzt erfolgreich 2 Jahre lang aufgeschoben, mein Studium und meine Selbstständigkeit quasi fokussiert, und ich muss ehrlich zugeben, ich hatte am Anfang. Wahnsinnige Angst davor.
Also ich hatte tatsächlich so großen Respekt davor, dass ich überlegt habe, mein Studium abzubrechen, weil ich mir dachte, ich brauche es ja nicht unbedingt, ich habe ja schon Job und so weiter und weil ich mich überhaupt nicht selbstwirksam gefühlt habe. Also ich habe überhaupt nicht das Gefühl gehabt, dass ich das wirklich schaffen kann, einfach weil ich noch nie empirisch geforscht habe und so weiter und deswegen ist es auch im finanziellen Bereich super,
super wichtig. Zu glauben, dass man das schaffen kann, in irgendeiner Art und Weise. Man muss noch gar nicht wissen, wie das ganz genau funktioniert.
Also jetzt die fachlichen Details kennen, man muss nur daran glauben, dass wenn man sich ein bisschen dahinter klemmt, dass man dann entsprechend ja eben auch quasi zu dieser finanziellen Selbstbestimmung und Selbstverantwortung quasi kommt, wo wollen wir jetzt Punkt 3 genau und die letzten 2 Punkte wären dann für mich einfach, dass man sagt, OK. Wir haben auch so ein gewisses Maß an Risikobereitschaft, was wir bereit sind, mit
einzubringen. Das heißt jetzt überhaupt nicht, dass ich von heute auf morgen mit meinem Geld irgendwie zocken muss oder jetzt irgendwie bereit bin, viel Geld zu verlieren, aber wenn wir das Geld halt nur auf der Bank rumliegen lassen, dann wird es ja faktisch einfach nicht mehr deswegen irgendwie, je nachdem, was man eben auch für ein Typ ist, dass man sagt, Hey, ich bin aber bereit, vielleicht ein bisschen Risiko einzugehen, einfach um mal anzutasten, wie, wie wird das
laufen. Jetzt hast du eben schon viele Praxisbeispiele gebracht. Wenn du mal so übergeordnet noch mal draufschaust. Auch aus deiner Erfahrung heraus gibt es ein paar Tipps und Tricks, die Du nennen kannst, um ein gesundes Gleichgewicht zu haben zwischen Konsumieren und Sparen, ohne sich jetzt so hart einschränken zu müssen. Ja, ich kann mir vorstellen, sowas kommt ja auch wahrscheinlich sehr häufig. Gerade die jüngere Generation.
Ja, warum denn nicht das neue Telefon, warum denn nicht jetzt hier hin und warum reisen? Und warum sollte ich denn fürs fürs Alter was machen, wenn ich doch jetzt leben kann? Also ich glaube die wie sagt man so, die der Anreiz jetzt Geld auszugeben ist ja doch schon sehr sehr hoch und man will sich eben nicht einschränken. Wie, was? Was? Ja, wir leben ja auch in der Zeit, wo man sich total gerne mal was gönnt, ne und da würde ich mich auch selber gar nicht rausnehmen.
Also ich finde es auch schön mich mal irgendwo hinzusetzen, Kaffee zu trinken, Aperol zu trinken, anstatt halt das irgendwie einfach zu Hause machen, wo es vielleicht günstiger wäre oder so. Ich glaube das Geheimnis da sozusagen liegt in so einer klaren Priorisierung.
Aber auch eine Balance, ja, dass wir quasi sagen, OK, ich habe verschiedene Ziele, also ich habe einmal zum Beispiel wirklich das Ziel, mir erstmal einen gewissen Notgroschen, finanzielle Rücklagen aufzubauen, mit denen ich mich wohlfühle, wo ich das Gefühl habe, wenn wirklich mal was passiert, dann falle ich weich, ja, dann, dass ich auch sage, hey, ich habe einen monatlichen Sparplan investmentplan für meine Altersvorsorge, für meine Immobilie, was auch immer, aber
dann auf der anderen Seite trotzdem auch bewusst eben irgendwie Spaß ziele mit einzuplanen, weil. Das Leben ist ja auch jetzt schon schön und soll ja auch
jetzt schon schön sein. Und man soll ja nicht nur im Alter dann das Leben genießen können, wenn man dann genug Altersvorsorge gemacht hat, sondern wenn ich quasi weiß, dass ein gewisser Teil meines Einkommens arbeitet, irgendwie mir ein Puffer aufbaut und auch irgendwie wachstumsfördernd angelegt ist, dann kann ich ja den restlichen Teil total ohne jegliches schlechtes Gewissen auch ausgeben und in Urlaub fahren und mir irgendwie Sachen gönnen.
Also ich glaube hier geht es einfach um so eine gewisse. Budgetierung ne ohne Priorisierung auch. Wenn wir jetzt mal vom Individuum noch mal, wenn wir jetzt vom Individuum auf, weiß ich nicht die Partnerschaft schauen, auf Familie, welche Rolle spielt Verantwortung denn dort? Da ändert sich das Gefüge ja noch mal. Da geht es ja dann nicht nur um mich alleine, ja. Toll.
Also ich finde was, was Eltern dann quasi auch so ein bisschen mitbringen sollten und das wäre vorhin so ein bisschen dieser fünfte Punkt gewesen, ist dieses Thema finanzielle Bildung, also dass man irgendwo bereit ist, sich ab und zu mal weiterzubilden, sich irgendwie was durchzulesen, sich in irgendeiner Art und Weise ab und zu damit zu beschäftigen. Kann ich ein Finanz Podcast empfehlen? Ganz genau will ich auch sagen. Und jetzt bin ich gerade ein
bisschen raus. Ach so, genau, dass man dann zum Beispiel sagt, Hey, Pass auf. Ich beispielsweise lege ein ein Kinderdepot an oder sowas und ich glaube auch, dass es innerhalb von einer Familie gerade von den Eltern total wichtig ist, gewisse Absprachen zu treffen.
Oft sind es ja dann die Frauen, die vielleicht mal länger zu Hause bleiben, in Teilzeit arbeiten, als Kindererziehung können wir aber auch beide Partner quasi übernehmen, und dass man dann auch sagt, Hey, wenn man dann vielleicht auch unterschiedliche Einkommensverhältnisse hat, irgendwie sagt. Also ich habe irgendwie auch super viele Pärchen in Beratung und tatsächlich jetzt auch
gerade. Ich glaube ich habe letzten Monat von 3 Mamis oder werdenden Mamis eben erfahren, dass sie schwanger sind und dann dann kommt man ja irgendwie auch oft mit vielleicht ein paar Fragen auf mich zu, was sind jetzt so die nächsten Schritte, was macht man jetzt clevererweise und optimalerweise sitzen die beiden dann natürlich gemeinsam mit mir am Tisch und was ich super cool finde als Gedanke, das muss natürlich jedes Paar individuell entscheiden, aber dass man dann
zum Beispiel sagt, das. Wenn beispielsweise völlig, egal ob Mann oder Frau, zu Hause bleiben. Typischerweise sind es halt noch die Frauen.
Ja, aber wenn das so ist, dass dann in der Zeit, wo die Frau beispielsweise jetzt hat viel mehr carearbeit, also Haushalt, Kindererziehung, vielleicht noch irgendwie Pflege von Angehörigen und so weiter und sofort übernimmt, diese Arbeit ist ja ein Knochenjob, also dass das jetzt nicht irgendwie einfach, ja, ich bin, ich habe ja frei, ich mache ja nichts, da sind wir uns, glaube ich, einig, aber diese Arbeit wird von niemandem
bezahlt. Ja, und dass man deswegen zum Beispiel sagt, Hey, mein Mann, mein Partner, meine Partnerin, völlig egal, wie rum eben die Gefüge sind, spart in der Zeit
in meine Altersvorsorge ein. Ja, weil ich ja, wenn ich quasi kein Geld verdiene, habe ich ja auch weniger Anspruch auf die gesetzliche Rente, sprich, ich muss später auf jeden Fall mal irgendwo Abstriche machen, deswegen wäre es fair, wenn in dieser Zeit eben für mich ein bisschen eingezahlt wird, damit ich trotzdem später einfach irgendwie mein Lebensstandard halten. Kann. Das wäre nämlich jetzt auch meine nächste Frage gewesen, wenn es um faire und transparente Absprachen geht.
Gerade wenn die Einkommensverhältnisse unterschiedlich sind. Also wie macht man es, wo gibt es da die Herausforderung? Also wie bei allem im Leben, glaube ich, machen kriegen das die einen Paare vielleicht besser hin, die anderen irgendwie schlechter. Ganz grundsätzlich ist es, glaube ich, total wichtig, dass erstmal beide Parteien so eine gewisse Offenheit mitbringen,
über Finanzen zu sprechen. Es gibt ja auch Glaubenssätze, egal ob wir jetzt aus der Psychologie kommen, aber die gibt es auch im Finanzbereich. Ich weiß nicht, kennst du einen Glaubenssatz, der mit Geld zu tun hat, irgendeiner, der dir jetzt spontan einfällt? Geld macht glücklich, Geld beruhigt. Schön du. Hast sehr gut positive Glaubenssätze.
Genau, es gibt total, also super, du bist aber ja auch in der Branche, du hast jetzt vielleicht ganz gute Glaubenssätze, es gibt aber natürlich auch diese negativen
Glaubenssätze, die eben heißen. Geld macht nicht glücklich, Geld verdirbt den Charakter. So diese Sachen und ich glaube zu Problemen kommt es ja sowieso erst, wenn beide Parteien vielleicht auch irgendwie verschiedene Glaubenssätze haben oder vielleicht auch verschieden groß geworden sind und deswegen verschiedene Einstellungen gegenüber dem Thema Finanzen, Geld und so weiter haben und was man da einfach mal machen kann, sich mal zu überlegen okay habe ich selbst vielleicht solche
Glaubenssätze in mir und. Was man dann eben ganz gut machen kann. Und das hast du jetzt, hat Unabgesprochen ja quasi schon getan, dass man diese
Glaubenssätze umkehrt. Also klar kann ich sagen, Geld macht nicht glücklich, nein, es ist auch bestimmt nicht so, also Geld ist nicht am Ende des Tages, was mich quasi lächelnd einschlafen lässt, sondern es sind vielleicht dann Dinge wie meine Familie, wie der Sonnenschein, der Kaffee, was auch immer, aber was ja wohl mal ganz sicher ist, ist, dass Geldsorgen unglücklich machen, ja und deswegen oder sich auch mal zu sagen, Hey Geld verdirbt den Charakter, kann man auch
umdrehen und sagen. Okay, aber vielleicht zeigt Geld auch einfach nur den Charakter. Also wenn du vielleicht ein blöder Mensch bist, dann ist bist du das mit Geld auch und mit weniger Geld wahrscheinlich auch, also vielleicht offenbart es auch einfach nur so ein bisschen mehr und deswegen wäre das so mein erster Tipp, also erstmal zu überlegen, habe ich irgendwelche Glaubenssätze, die mich vielleicht daran hindern mir vermögen aufzubauen oder offen darüber zu kommunizieren
und dann, das habe ich tatsächlich auch mit meinem Partner, wir machen, das klingt jetzt total spießig. Wir machen alle 6 bis 8 Wochen ein ein Finanz date. Es klingt aber nicht so schrecklich wie es ist.
Wir gehen da meistens auch irgendwohin Kaffee trinken oder sowas und ein Part von diesen ist wirklich wie eine Art Termin ja immer irgendwie auf den Sonntag oder so, meistens am Wochenende und wir sprechen ganz offen drüber wieviel Geld ist gerade da, wieviel Geld haben wir irgendwie grob ausgegeben, was sind jetzt vielleicht für neue Anschaffungen geplant, beispielsweise läuft mein Leasing aus, das heißt ich brauche Neues und sowas sonst besprechen wir dann gemeinsam
und. Und das kann aber total cool sein, weil dadurch ist es einfach normal, dass wir über Geld sprechen, über verschiedene Einkommensverhältnisse und Co. Und man kann aber ja auch dann quasi direkt im Anschluss, das machen wir dann schon auch sagen, Hey, wieviel Budget möchten wir denn einplanen für den nächsten Urlaub oder jetzt lassen wir das und das Weg, aber vielleicht wollen wir dann auf das Konzert gehen oder so, also man kann ja dann auch die
schönen Dinge mit einfließen lassen, und das finde ich total cool, so ein Finanz date, auch wenn es echt spießig klingt. Kommen wir noch mal zurück zum Thema Verantwortung. Welche Verantwortung habe ich denn für solche Themen wie Vorsorge, Gesundheit, überhaupt die ganze Lebensplanung, all das, was damit einhergeht, jetzt aus der finanziellen Richtung? Betrachtet du meinst für mich selbst oder?
Ja, ist eigentlich eine super coole Frage, denn am Ende des Tages ist ja irgendwo jeder selbst für sein Glück verantwortlich. Ja, wenn man jetzt Glück definiert, das ist natürlich individuell, aber meine Mama ist nicht dafür verantwortlich, dass mich am Ende des Tages glücklich
fühle. Weder mein Partner noch meine beste Freundin, sondern ich muss gucken, dass es mir gut geht, indem ich zum Sport gehe, indem ich Dinge tue, die mir gut tun, indem ich mich um meine Finanzen kümmere zum Beispiel, und es gibt eine ganz, ganz schöne Regel, die lautet Pay yourself First, und die spreche ich eigentlich auch voll oft in der Beratung an oder manchmal auch in Vorträgen. Dass man quasi sich selbst so ein bisschen betrachtet wie ein Unternehmen, in das man investiert.
Ganz viele Kunden kommen zu mir und sagen, Ah ja, ich habe am Ende des Monats vielleicht noch so 50,00€ übrig und damit könnten wir jetzt ja vielleicht mal irgendwie was machen oder 100€ oder was auch immer, aber eigentlich sollte man diese Betrachtung einmal umdrehen und sich überlegen okay was möchte ich denn, möchte ich ein Eigenheim, möchte ich eine Kapitalanlage, Immobilie möchte ich.
Für so und so viel 1000€ im Jahr irgendwie Urlaub buchen, weil mir das einfach wichtig ist und mir gut tut, möchte ich Kinder. All das kostet Geld an all das kann man Preisschilder heften und sich dann zu überlegen, wenn ich beispielsweise in 8 Jahren meine erste Immobilie kaufen will, was muss ich ab morgen quasi tun oder ab heute, damit das in 8 Jahren realistisch wird und wenn man sich. Selbst und seine Ziele ernst nimmt. Und das heißt für mich Pay
yourself first. Also nimm dich selbst doch einmal ernst. Also jeder kann immer 1000 ausreden finden, es gibt immer 100 Gründe, warum es gerade nicht passt, aber sich wirklich zu sagen, Hey nein, ich möchte das für mich und ich wünsche mir diese Art von Zukunft dann auch zu sagen okay ich lege so und so viel beiseite für Gesundheitsvorsorge oder für mein Eigenheim oder für Reiseziele oder was auch immer es dann ist. Aber ich finde, das ist eigentlich ein, also es.
Der allerwichtigste Part, weil wenn ich für mich selbst keine Verantwortung übernehmen kann, dann brauche ich mich auch nicht wundern, dass ich für meine Kinder keine finanzielle Verantwortung übernehmen kann, ja. Das geht auch so. Meine nächste Frage, nämlich inwiefern finanzielle Sicherheit und das Vertrauen in die eigene Verantwortung, die zu übernehmen zusammenhängen, ne, aber da sieht man ja schon, da hat ja auch ganz viel eben mit mit, mit
Mindset zu tun. Und wie wichtig bin ich mehr da selbst, um um Sachen zu machen, ne? Ja, total. Also generell so finanzielle Sicherheit bedeutet für mich auch so eine gewisse Art von Freiheit und von Entscheidungsfreiheit und für mich persönlich bedeutet das, dass ich mir quasi eine Art Sicherheitsnetz einfach aufgebaut habe, also dass wenn mal irgendwas ist, ich im Zweifel wirklich war, ich falle, sprich ich habe irgendwo entsprechend Rücklagen liquide
Mittel, wodurch ich einfach. Mir auch mal die Freiheit eben rausnehmen kann, zum Beispiel Nein zu etwas zu sagen, was ich
nicht möchte. Also ich liebe viele meiner Kunden wirklich, ich würde mal sagen, so 95% sind wirklich super toll, aber es ist total befreiend auch zu wissen okay wenn ein Kunde vielleicht unhöflich mir gegenüber ist oder total unzuverlässig, dann habe ich die Möglichkeit zu sagen, nein ich möchte dich nicht beraten, bitte geh woanders hin oder auch zu sagen hey ich mir ist gerade irgendwie alles zu viel privat Family was auch immer.
Ich möchte mir eine Auszeit nehmen und ich habe die Freiheit, die finanzielle Freiheit, das zu machen. Das ist in meinen Augen wahrer Luxus und deswegen hat es, also es spielt es ganz, ganz eng zusammen. Dieses vielleicht mal auf deine Beratungspraxis zurückzukommen, dieses Mindset, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen. Ne Pay yourself first. Haben das die Menschen, wenn du das erste Mal mit ihnen zusammensitzt oder entwickelt sich das erst durch die Beratung von dir?
Na ja, also ich kann. Ich kann ja jetzt keine klare entweder oder Antwort geben, weil es kommen Leute zu mir, die haben das komplett verstanden, ja, die haben die wissen, sie müssen das und das machen um mal da und dahin zu kommen. Aber sie wissen vielleicht nicht wie.
Genau, genau ne. Und dann gehst du aber nur noch quasi so fachlich in Details rein oder sowas ne, aber es gibt auch Leute, die quasi immer wieder Ausreden vor sich selbst finden, wo man sagt, ja aber jetzt gerade ist ja noch schwer, weil aber in einem halben Jahr ist er noch mal anders, dann ruf ich in einem halben Jahr an sag hey wie schaut es aus, wir haben es doch besprochen, wir wollen deinen Depotsparplan erhöhen. Ja, er wird sich noch mal irgendwie in 4 Monaten bei mir
melden. Ja OK, es ist dein Leben, ich ich, ich werde auch niemanden hinterherrennen oder niemanden quasi das Messer in die Brust hat und sagen jetzt spar in dein Depot ein, hab ich auch gar keine Lust dazu. Hat auch Mitverantwortung. Total ne deswegen ja hat es ist es total unterschiedlich, aber ich würde schon auch sagen, dass sich viele, gerade eben junge Leute, oft auch wirklich bewusst darüber sind, dass sie ihr Geld investieren müssen.
Sie wollen das ganz oft, dass sie kommen, ganz oft mit diesem Wunsch. Wenn ich quasi im ersten Gespräch frage, Hey, hast du irgendwo ganz besondere Wünsche? Hast du ein Thema, was du heute mitgebracht hast? Was wir auf jeden Fall berücksichtigen sollen und da sagen super viele Altersvorsorge oder Depot und das ist natürlich schon mal cool, das geht in die richtige Richtung, würde ich mal
sagen. Wenn wir jetzt mal, also wir nähern das schon so langsam dem Ende der Folge, wenn wir jetzt mal so das Individuum verlassen, so überlegen, also wenn es jetzt nicht darum geht, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen. Sondern auch mal schauen zu schauen, inwiefern können dann finanzielle Entscheidungen, die ich treffe, auch Auswirkungen auf die Gemeinschaft haben? Gibt es da Themen, die du da siehst? Ja, total.
Also ich habe da jetzt keine Zahlen so im Kopf, aber es gibt ja diese lustigen Kuchendiagramme, wo man quasi sieht, so viel Vermögen der Deutschen liegt auf dem Girokonto oder bei der Bank. Ich weiß jetzt nicht, wieviel Prozent das sind, aber es ist viel zu viel, ja.
Und wenn mein ganzes Geld auf der Bank liegt, dann wäre ich ja sehr naiv zu glauben, dass das bei der Bank einfach unten in dem Tresor liegt und dort einfach nur liegt, sondern die Bank arbeitet mit dem Geld, die Bank investiert das Geld oder verleiht es weiter für Kredite, was auch immer, aber die ist ja auch ein Unternehmen, sind ja auch Unternehmen, die ja in irgendeiner Art und Weise ziele, Absichten und so weiter haben, ja. Sprich, wenn ich mein Geld quasi
nur auf der Bank liegen lasse, dann weiß ich ja auch oft gar nicht, wo geht das Geld eigentlich hin, weil ich glaube die allerwenigsten und selbst wenn sie diesen Finanz Podcast hier hören, haben schon mal den Bericht quasi also den Vermögens oder Firmenbericht ihrer Bank gelesen und gucken okay wohin investiert denn meine Hausbank entsprechend ihr Kapital, sondern hat dann einfach keinen Einfluss darauf, weil das
entscheidet man ja nicht selbst. Habe ich aber wiederum ein eigenes Depot. Kann ich ja beispielsweise
sagen. Hey, ich möchte total gern die Erneuerbaren unterstützen, das heißt, ein Teil meines Kapitals soll vielleicht in grüne Energie oder so was fließen, oder ich möchte, irgendwie weiß ich nicht, auch in die Schwellenländer investieren und so weiter und sofort, oder ich möchte nicht in gewisse Branchen investieren, ne zum Beispiel, dass man sagt, OK, alles was mit Waffen, Kinderarbeit oder sonst was zu tun hat, möchte ich auf gar keinen Fall unterstützen,
auch da darf man, glaube ich seinen eigenen Einfluss nicht unterschätzen, weil klar. Rettet man dadurch vielleicht nicht morgen die Welt? Aber jedes jeder Euro macht ja auch irgendwo einen Unterschied, also das einfach bewusst zu wissen, wohin geht mein Geld und wohin investiere ich ja, finde ich schon wichtig, ja. Ja, absolut.
Letzte Frage, wenn ich mir den Podcast jetzt angehört habe ne und entweder habe ich schon so für mich ein gewisses Mindset gehabt wie Verantwortung für mich übernehmen kann oder ich
wurde jetzt drauf hingestupst. Irgendwie auch für mich selber jetzt Verantwortung zu übernehmen, weil da kommen ja noch hoffentlich ganz, ganz viele Jahre für die eigene Lebenspanung. So oder so habe ich verstanden, ich müsste was tun wie und ich will jetzt Verantwortung übernehmen, wie kann ich das jetzt tun, was sind meine nächsten konkreten Schritte und vor allem, ich glaube, Verantwortung zu übernehmen, gerade in der Finanzdienstleistungsbranche, da ganz viel mit Vertrauen zu tun,
wie finde ich denn eine? Finanzexpertin Wittlich oder einen Finanzexperten, dem ich vertrauen kann? Wie gehe ich jetzt konkret vor? Gut, also ich würde eigentlich meine goldene Regel, jetzt jemand ans Herz legen. Dieses Pay yourself first. Also einfach sich selbst wirklich ernst zu nehmen, sich selbst nicht mehr die tausendsten Ausreden zu überlegen von wegen, aber mein Hamster hat gerade Schnupfen, ich kann jetzt nicht, sondern sich mal zu überlegen okay und warum.
Ist das aber wichtig? Ausrede? Ja, immerhin immerhin. Aber es ist trotzdem ja. Also es ist total wichtig, dass man einfach mal anfängt. Ja, das ist so, glaube ich, das Wichtigste, was ich dann noch on top quasi empfehlen würde, wenn man zum Beispiel schon in einer Beziehung ist oder vielleicht sogar verheiratet sind wirklich mal so ein Finanz date auszuprobieren.
Ich meine, wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr es ja immer noch lassen so aber es einfach mal zu testen ob das irgendwie was ist, was für beide funktionieren kann und jetzt habe ich den zweiten Treffen in der Frage Ach ja mit der wie man vertrauen so ein bisschen prüfen kann oder wie man jemanden findet, ne. Genau, also vielleicht immer die für die weibliche Seite der Zuhörerinnen zu sprechen.
Es gibt ja diese weibliche Intuition, ja, und das ist eigentlich nichts, andererseits das Bauchgefühl und das Bauchgefühl hat ja jeder Mensch, völlig egal ob Männlein oder Weiblein, sprich wenn man bei jemanden ist, sollte man natürlich auf so ein paar objektive Kriterien achten, ne, dass man irgendwie ungebunden beraten wird zum Beispiel, also dass wir jetzt nicht irgendwie zu genau einer Gesellschaft gehen und uns da die komplette Produktpalette irgendwie einmal
mitnehmen, aber. Ich glaube, es kommt auch ganz, ganz viel aufs Zwischenmenschliche drauf an, also dass man wirklich sagt, Hey, ich habe ein gutes Bauchgefühl, unser Bauchgefühl sagt uns ganz oft, ob sich was gerade richtig oder schlecht, also oder falsch, eben entsprechend anfühlt und was in meinen Augen wichtig ist, ist, dass man quasi das Gefühl hat, man kann wirklich alle Fragen stellen und der Berater, die Beraterin findet jetzt keine
Ausflüchte, sondern hat eine klare Antwort oder sagt auch mal ehrlich, hey, weißt du, was weiß ich gerade nicht, aber ich würde es einfach nachreichen, um dir noch mal. Zu kommen, wer weiß, wovon er oder sie redet. Genau ne absolut und. Ja, dass man dann einfach auch das nicht das Gefühl hat, dass man quasi einmal irgendwie am
Anfang ganz gut betreut wird. Aber danach wird mein gefühlt nie wieder angerufen oder wenn dann mal mal was braucht, also in einem Schadensfall oder so, hat man das Gefühl, dass da dann einfach einem nicht geholfen wird und für sowas kann man ja vielleicht auch einfach mal Bewertungen oder so was lesen von anderen. Ja genau. Absolut. Ja, silvina, vielen Dank. Ein total wertvolles Gespräch. Ich glaube, das hat viele noch mal wachgerüttelt, Verantwortung für sich zu übernehmen.
Ja, das hoffe ich doch. Dankeschön, dass du da nicht. Bist fest von überzeugt. Ja, danke, dass du der Einladung gefolgt hast. Bis zum nächsten. Mal danke ciao ciao. Dieser Podcast soll dir Finanzwissen verständlich vermitteln.
Er ersetzt jedoch keine individuelle Beratung, die Inhalte dienen nicht als vollständige Grundlage für Anlageentscheidungen. Unsere Interviewgäste sind Selbstständige Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner der TGS AG und Expertinnen und Experten in den Bereichen Versicherung, Vermögensaufbau, Vorsorge und Finanzen. Ihre Aussagen geben ihre eigene Meinung wieder und müssen nicht mit der Ansicht der TGS AG übereinstimmen, wenn wir über Finanzinstrumente wie Aktien
oder Fonds sprechen, bedenke, jede Anlage ist mit Risiken verbunden, auch ein Verlust des investierten Kapitals ist
möglich. Chancen und Risiken gehen oft Hand in Hand höhere Renditechancen bedeuten meist auch ein höheres Risiko. Das gilt auch für Immobilien, ihr Wert kann steigen, aber auch fallen, Mieteinnahmen sind nicht garantiert und können steigen, fallen oder ausbleiben bis hin zur Nichtvermietung treffe finanzielle Entscheidungen daher immer gut informiert und lass dich im Zweifel professionell beraten.
