Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge des Tages Finanz Podcast, die eine sehr spannende Folge zu werden verspricht. Denn heute freue ich mich, dass ein sehr prominenter Gast meiner Einladung in den Tickets Podcast gefolgt ist. Er ist Professor für Finanzwissenschaft und Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert Ludwigs Universität in Freiburg. Herzlich Willkommen Professor Bernd Raffelhüschen schön, dass sie da sind, Dankeschön und gern bin ich hier rüber.
Sie forschen zur Alterssicherung Gesundheitsökonomie Pflegevorsorge. Woher kommt diese Leidenschaft? Dafür? Ist schon immer da gewesen oder kam das mit der Zeit? Das war eigentlich ein reiner Zufall. Irgendwie also sich vorstellen. Assistenten an Universitäten, die müssen ihren Doktor schreiben. Eine Doktorarbeit ist halt ein ziemlich großer Angang, brauchen Feld so und ich kam eigentlich aus der Geldtheorie, also aus rein esoterisch theoretischen Richtungen der Volkswirtschaftslehre.
Und war einer der wenigen, die so ein bisschen so Computer machte und programmieren konnte et cetera und so bin ich eigentlich in die Demographie gerutscht, denn das ist so ne Art Seitenfeld der Volkswirtschaftslehre, das brauchen wir halt als als Hilfswissenschaft ja so und da hab ich dann Feuer und Flamme gefunden und hab dann
weitergemacht. Zunächst mit der Rentenversicherung und das andere kam dann später weil zu dem Zeitpunkt, wo ich meine Doktorarbeit geschrieben hab noch keine Pflegeversicherung da komme ich auch nicht erforschen. Sehr spannend, was auch spannend ist. Ich frage meine Gäste zu Beginn der Folge immer, was ihr persönliches Highlight der Woche war was war denn es? Das war, das war, das meine Frau am Wochenende wieder zurückgekommen. Berlin.
Also, das ist bei uns natürlich immer so ne so ein wahrer, bunten Leben. Früher habe ich das alleine geführt, das war Runden und jetzt führen wir das beide zusammen. Ja, k ja, sehr gut, ja, dann starten wir mal in unsere Folge die Mehrheit unserer Hörerschaft ist so Mitte 20 damit sind Themen wie Altersvorsorge halt sehr weit. Weg ist auch für sehr viele Menschen in dem Alter auch sehr abstrakt, was da in mehreren Jahrzehnten vielleicht kommt. So und gleichzeitig ist ja auch
schwer zu greifen. Für die junge Generation. Aus ihrer Sicht warum ist es denn dennoch wichtig, dass ich mich gerade in dem Alter damit trotzdem auseinandersetzen
sollte? Na gut, ich glaube, es ist inzwischen ein Allgemeinplatz geworden, was wir in den 70er und 80er Jahren erlebt haben, ist geblieben, also wir hatten damals einen Arbeitsminister. Blüm hat gesagt der Pillenknick, das ist etwas, was kommt und geht und er hat sich völlig verschätzt also und das wussten wir natürlich in der Demographie auch schon. Wir wussten schon längst, dass das so sehr, sehr, sehr beständig sein wird.
Wir haben damals schon gesagt Mensch, das wird knapp, da sind immer mehr, sagen wir mal Rentner immer mehr alte, kranke, Pflegebedürftige und immer weniger Beitragszahler und das sind die, die hier zuhören, also die jungen Menschen so und diese jungen Menschen in müssen sich das klarmachen.
Dabei früher 23 Menschen einen Rentner versorgt haben, kriegt wahrscheinlich demnächst jeder seinen eigenen da, wo früher 23 Menschen im Kranken versorgt haben, ja, auch hier jeder seinen eigenen und bei der Pflege sieht noch schlimmer aus, das heißt auf gut Deutsch. Diese jungen Menschen müssen
sich ganz klar machen. Dass sie ein großes Problem haben, und das ist eigentlich tatsächlich gar nicht so sehr ihre Rente. Die Rente wird auskömmlich sein, aber nicht fürs Lebensstandardsicherung, sondern für eine Basisversorgung, also für die alltäglichen Dinge des Lebens. Für ne Art kommt auch nicht mehr. Nein, es ist die Rente der Jungen, der hier zuhören Jungen wird eine Grundsicherung sein und die wird auch relativ komprimiert ausgezahlt. Da gibt es keinen Weg dran vorbei.
Deren Problem ist allerdings, dass sie Beiträge brauchen, um ihre Eltern zu finanzieren. Und diese Beiträge sind immens hoch, das heißt, sie müssen aus sehr knappen Mitteln sparen und. Da kommen wir nicht drum herum, die jungen Menschen etwas stärker zu belasten. Gleichzeitig müssen wir natürlich den auch sagen OK, Leute passt auf ihr, seid sehr viele. Ihr habt eigentlich auch die wenigen Beitragszahler als weniger Beitragszahler gemacht,
also nicht ausreichend gemacht. Also wir müssen das System schon so stabilisieren, dass wir den Jungen zusichern, den Generationenvertrag haltbar mit einem relativ gleichen Beitragssatz wie wir im Leben gehabt haben, durchzuführen.
OK, wenn Sie sagen Sie Sie also, ich meine, Sie sagen es nicht nur, sondern sie sind ja schon seit vielen, vielen Jahren Experte auf diesem Gebiet und sie haben schon angesprochen, so der demografische Wandel spielt eine Rolle aber dennoch, auch wenn sie sagen das ist halt auch den Menschen so bewusst gewesen, warum ist es denn trotzdem alles in die Schieflage geraten? Also ist es wirklich der reine demografische Wandel oder ist es
auch sie haben es angesprochen? Die Politik hat es gesehen, hat nicht reagiert, woran würden sie das festmachen, dass wir in dieser Situation sind? Na gut, dass wir in der Situation sind, ist nicht überraschend. Wir haben vor 30 Jahren gesagt, dass wir jetzt ein
Facharbeitermangel haben werden. Wir haben jetzt wir haben vor 3040 Jahren gesagt, dass wir im Jahr zweitausendfünfunfdreißig, ne ziemlich explosive Geschichte in der Rentenversicherung haben werden und wenn wir uns dann in 2025 sehen werden, dann werden sie sehen, dass eingetreten ist. Alles was wir gesagt haben, ist eingetreten, weil das war ja ne Prognose.
Wir wussten ja, dass das so kommen wird, denn die Demografie ist eben halt keine prognostische Zukunftswissenschaft, sondern wir analysieren die Vergangenheit und aus der Vergangenheit wissen wir, wie die Zukunft sein wird. Weil die Zukunft gar keine Zukunft ist das, was für die meisten kommt, kommt gar nicht. Das ist schon gewesen, obwohl es noch kommt und deshalb muss man sich klarmachen man kann dem nicht ausweichen, so Politiker.
Sind natürlich dann aber gefragt im Sinne von Na ja, wie wie lösen wir diesen Konflikt, diesen Konflikt? Generationengerecht und was ist Generationengerechtigkeit? So und normalerweise würde jeder Mensch auf die Idee kommen und der Gerechtigkeit und gewisses Maß an Gleichbehandlung über den Lebenszyklus zu verstehen. Das heißt, wenn die groß werden, 20% bezahlt haben, dann sollten wir auch 20% zahlen, was die gemacht haben aber warum sollen die Kinder denn 2829 30%
bezahlen? Das heißt, wir müssen die Beiträge stabilisieren. Und wir müssen dann natürlich ganz klar sagen, dass die Leistungen auf der anderen Seite dann sinken müssen, so wenn wir das allerdings als Politiker tun, dann ist das für Politiker etwas schwierig, dies zu kommunizieren, denn sie wissen 1 die Mehrheit der Menschen ist alt, und zwar massiv älter als sie früher war.
Und einer Mehrheit können Sie in Demokratien nicht vorbei, das heißt, sie müssen den der Mehrheit sagen, dass ihnen etwas wegnehmen wollen und das wird gefährlich. Die meisten Politiker würden dadurch natürlich ihren Job verlieren und wenn man keinen Job hat, indem man gehen kann, weil die meisten ja mit abgebrochenem Studium oder ähnliches unterwegs sind, dann wird es halt schwierig für die Menschen. Die wollen natürlich ihren Job behalten, wie jeder von uns. Ja.
Also viele junge Menschen, das hört man ja immer aus Gesprächen heraus, die sich J der Rente also ob ich dann nochmal bekomme ich habe Rausgehört ne Grundrente wird es schon irgendwie geben aus Ihrer Sicht. Aber gibt es da trotzdem irgendwann aus ihrer Sicht die Gefahr, dass ein Kipppunkt erreicht ist, wo der Generationenvertrag nicht mehr aufgeht und dass die Rente dann doch nicht mehr sicher ist?
Oder glauben Sie nee, ist das mit der Basis Rente so mit der gesetzlichen, das wird es auf jeden Fall geben. In welcher Höhe ist natürlich die Frage oder sehen Sie auch, dass da irgendwie noch mal was sich verändern könnte? Nein, also wir haben deutlich weniger Beitragszahler als früher und wir haben deutlich mehr Menschen, die was wollen so, und das ist das Problem der jetzigen kommenden Jahrzehnte das Problem wenn die heute jung alt sind, ist ja entschärft,
wenn die heute Jungen alt sind. Sind es weniger alte, die dann von wenigen, die haben ja auch wenig Kinder von wenigen Beitragszahlern finanziert werden und wenige wenige
finanzieren? Dann ist natürlich nicht so schön wie jetzt ganz viele ganz wenige aber deutlich besser wie zwischendurch, wo halt eben entsprechend ganz wenige ganz viele und das auch noch und dann kommt das nächste Problem ganz lange nicht zu finanzieren haben denn die Langlebigkeit meine Generation also kann man jetzt nicht sehen Podcast aber ich bin graumeliert ja also die grau melierten leben ja unglaublich viel länger so. Wir haben wir haben vor einer
Generation haben wir eine Rente gehabt, die 1012 Jahre rentenbezugszeit hatte. Jetzt sind wir bei über 20 ja. Das heißt, wenn die heutigen Rentner sich nach ihren alten sterbetafeln verhalten würden, hätten wir gar kein Problem mit der Finanzierung also das ist einfach schlichtweg massiv und die Politik hätte reagieren müssen.
Und da muss man sagen, hat sie aber auch also es gab tatsächlich einen Versuch, einen Versuch, die Leistungen für die entsprechenden alten Rentenbezieher, sagen wir mal abzufangen, oder? Der Versuch war damals, den hatte ich auch selbst in der Rürup Kommission mit vorbereitet. Der Versuch war die Rentenentwicklung von der Lohnentwicklung zu entkoppeln, sodass wir das Leistungsniveau etwas dem anpassen, was an
Beitragszahlern da ist. Das war der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor. Und das muss man ganz klar sagen kann man stehen, wie man will, zu dem der hier in Hannover hier agil war. Schröder war mit seiner Agenda 2010 weit seiner Zeit voraus und er hat nicht nur bei der Rente mit dem Nachhaltigkeitsfaktor. Tatsächlich Nachhaltigkeit
geschaffen? Sondern mit der Vorbereitung der Rente mit 67 die Müntefering machte auch die richtigen Schritte unternommen mussten und das war die Message, den Leuten klar sagen. Wenn da weniger Beitragszahler sind, müssen wir Rentenleistungen kürzen und dafür noch länger arbeiten. Und diese Message war gut verpackt, ja, das Ding hieß Halt Nachhaltigkeitsfaktor war die größte Rentenkürzung der deutschen Geschichte. Ja, das Ding hier ist halt Rente.
Mit 67 war nichts anderes zu sagen wenn ihr habt, dann müsst ihr länger arbeiten und das war mutig. Nur was danach kam? Also auch der heutige Kanzler Scholz als Arbeitsminister hat kläglich da versagt und zurückgeschraubt und seiner Rentengarantie dann die Frau Nahles ich meine wie kann ein Müntefering von der gleichen Partei die Rente mit 70 einführen?
Und sie macht eine abschlagsfreie Rente mit 63 oder Hubertus Heil den Nachhaltigkeitsfaktor abgeschafft oder ausgesetzt hat mindestens also, der alles zurückgeschraubt hat, also seit, sagen wir mal. Seit der ersten Großen Koalition haben wir nur Rückschritte gehabt. Nur Wahlgeschenke zugunsten der Alten gehabt und das wird den jungen Menschen massiv in den nächsten 1515 Jahren aufstoßen, würde gerne einen Punkt
herausgreifen. Sie sagten ja, wir werden alle Eltern müssen auch länger arbeiten. Nun kann man den Medien ja auch die Diskussion entnehmen, dass gesprochen wird über die Einführung einer 4 Tage Woche beispielsweise die Menschen wollen eigentlich also die Tendenz eher weniger zu arbeiten. Und wenn man jetzt einen jungen Menschen mit der 20 sagt Na ja, also, du musst schon länger arbeiten, so keine Ahnung. Wie weit ist 70 so 75? Was glauben Sie, wie realistisch
ist das? Ist das eine reine mathematische Berechnung oder glauben Sie persönlich daran, dass das wirklich so so sein wird, dass später auch? Ganz klassisch ist, dass man sich im höheren Alter im Berufsleben trifft. Also erstens glaube ich, dass der Zeitgeist, dass er etwas in dieser Richtung schrauben wird, weil die meisten Menschen wissen, dass, wenn sie alt und passiv werden, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss
ist. Kommt denn das wissen wir statistisch hundertprozentig genau, wer früher geht schneller tot also eben das ist der, der eine Aspekt der andere Aspekt ist wieder das, was ich vorhin schon sagte, was, was eigentlich jeder unter Gerechtigkeit verstehen würde, also Generationengerechtigkeit nochmal Generationengerechtigkeit erfordert das eben halt der Beitrag konstant bleibt, dass wir einen Beitragsprimat haben und den jungen Menschen sagen. Ihr geht so durchs Leben wie
eure Eltern und Großeltern auch. Und das ist exakt dasselbe, was die Lebenserwartung angeht und die Anbindung des Rentenzugangsalters an die Lebenserwartung denn nochmal das, was damit gemeint ist, ist ja, dass die Großväter für ein Jahr rentenbezugszeit x Jahre gearbeitet haben.
Die Väter für ein Jahr rentenbezugszeit ebenfalls x Jahre gearbeitet haben und die jungen Menschen, die jetzt da sind, ebenfalls genau so durchs Leben gehen, dass jeder von uns also die gleichen Anzahl an Jahre gearbeitet hat, um ein Jahr in Rente zu verbringen und das ist fair, weil das ist gleich und damit generationengerecht ja so und wenn man. Das sag mal ernst, nimmt diesen Aspekt der Generationengerechtigkeit in der Nachhaltigkeitsdiskussion das ist Fiskalisch nachhaltig.
Dann muss man den skandinavischen Weg des Lebenserwartungsfaktors gehen und dann die entsprechende Rentenzugangsalter an die Lebenserwartung anpassen. Nun aber mit 78 ist da nichts, also wenn wir das tun, so viel gewinnen wir nicht mehr am Leben sind also das ist schon recht degressiv und das meiste haben wir schon rausgeholt. Also wir werden wahrscheinlich so bei bei 6869 irgendwann landen und das ist sagen wir mal für die meisten Menschen auch
heute. Gesundheitlich ohne weiteres Schultern also die meisten Häute 68 Jährigen sind deutlich gesünder als die früheren 58 ja ja. Seit vielen Jahren prognostizieren sie ja die Rentenproblematik, sie haben ja auch schon angesprochen. Grund ist auch, dass man, dass man sich so n bisschen Masse an anpasst, die n bisschen älter ist. Aber was glauben Sie, gibt es noch einen weiteren Grund, warum die Politik nicht mit einer echten Änderung reagiert?
Also, das ist wirklich die Wahlgeschenke, oder? Oder ist das Land auch einfach zu komplex aufgestellt? Sehen Sie dann noch mehr, warum dieses? Problem mit der Rente nicht in den Griff gebracht werden konnte in den letzten Jahrzehnten. Es ist aber so, dass dass man gegen eine Wählermehrheit agierend Schiffbruch erleidet
hat, schon erlebt. Das reicht schon aus, so das, was damals passierte und die SPD hat zersägt so ähnlich wie die CDU ja auch zersägt worden ist und die AF D entstand erst mit 2015 und den kurzen Diskussionen über Migration und so war es eben halt dort auch. Also Schröder hat im Grunde genommen ein Wirtschaftswunder begründet, nicht nur mit seiner Rentenreform, auch mit der Steuerreform, auch mit auch mit der Arbeitsmarktreform, die auch wieder zurückgeführt wird.
Das ist halt wirklich ne. Ne Diskussion um die Wählermehrheit und nochmal der Durchschnittswähler heute, der das letzte Mal gewählt hat, ist älter als 55 und sie wissen das nicht und die Hörer auch nicht. Aber Menschen um die 55 fangen an, nur noch um ein Thema sich zu kreisen, nämlich wann gehe ich raus, wieviel kriege ich und was mache ich dann?
Und die andere Mehrheit liegt oberhalb von 65 und die denkt sowieso nur noch an die Rente also es ist wirklich so, dass der Mensch irgendwie wohl sein sein, sein Paradies kennt und will, wenn er nichts mehr tut, als ob das ein Paradies sein. Sie haben ja auch Expertise. Mit anderen Ländern Skandinavien haben Sie vorhin angesprochen andere Länder haben ja auch den demografischen Wandel als Problem. Was glauben Sie, was machen denn andere Länder vielleicht besser
als wir? Nehmen wir mal Skandinavien an, sich wie wie? Wie sehen Sie das da? Was funktioniert anders oder was machen die grundsätzlich anders als wir? Also haben wir die meisten Länder machen ähnlich wie wir das ist schon die erste Analyse und dann gibt es einige Länder, die man eben halt richtig. Wir haben Ende der 80er Anfang der 90er Jahre gesagt, dass unser System demografisch gesehen deshalb so anfällig ist, weil wir zu viel Umlage und zu wenig kapitaldeckung haben.
Wir haben zu viel sozusagen Beitrags laufende Beitragseinnahmen, die dann zu laufenden Ausgaben werden. Und wir standen im Grunde genommen auf einem Bein, nämlich auf dem Bein der Umlage. Die Kapitaldeckung in Deutschland vielleicht 10% der Alterssicherung 8085% war Umlage und so ähnlich war es dort auch in skandinavischen Ländern und die haben allerdings dann könn klar sich gemacht, dass sie mehr und stärker auf das Bein der Kapitaldeckung setzen mussten.
Ja, und dieses Switch in dieser Switch im in in stärkerer Kapitaldeckung, den hätten wir auch machen müssen, haben wir aber nicht gemacht. Wir haben nicht meiner Generation gesagt, hier, ihr müsst für euer Alter vorsorgen, weil damit eure Kinder den gleichen Beitragssatz haben können wie ihr, müsst ihr auf Leistungen verzichten und das haben wir nicht bewerkstelligt. Also meine Generation ist quasi sehenden Auges ins offene Messer geraten und die skandinavischen
Systeme sind gänzlich anders. Allerdings es gibt nicht das skandinavische System. Es gibt die Norweger. Die Norweger haben ein Ölvorkommen gehabt. Sie wussten, dass Öl muss raus aus dem Boden, damit sie auf keinen Fall den Preis Probleme haben, nachher den Öl kann unter Umständen ja auch nichts mehr wert sein, nachher haben alles rausgeholt, eben halt in einen Generationenfonds in eine kapitalgedeckte Generationensicherung gesteckt.
Das ist jetzt inzwischen das größte Kapitaldeckungsverfahren, das wir in der Menschheitsgeschichte jemals gehabt haben. Jeder Norweger ist mit ihm und er hat sein Geld sozusagen allerdings als Staatsfonds. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, weiß ich nicht.
Ein Staatsfonds ist so lange sicher, solange keine Begehrlichkeiten von Politikern da ist, da sind und das ist natürlich in Norwegen der Fall, weil die machen laufende Überschüsse ständig in allen Haushalten und dann braucht man alle Autos Geld nicht und legt es beiseite. Aber das ist halt Kapitaldeckung in Staatshand war. Die Schweden haben es anders gemacht, die haben gesagt wir machen, wir machen eine Rentenkürzung.
Das haben wir vergessen beim schwedischen Modell, bei der Übertragung jetzt mit der Aktienrente zu sagen, dass die Schweden die Aktienrente eben halt aus aus einer Rentenkürzung heraus finanziert haben, dass wir ja auch keiner jetzt wissen und haben dann einen Teil nämlich ziemlich genau 2 sechzehntel dessen, was vorher umsatzlage war in die Kapitaldeckung Geswitcht hat auch gut hingehauen und Ideen hatten sowieso zuschlagspositionen.
Die Kapitalgedeckt war paritätisch verwaltet, sind also auch hier kollektivistischer Art.
Aber und dann hatten wir, haben wir die Amerikaner mit ihren quasi individualisierten For One Case, das sind die Kontensysteme, wo man, wo man im Prinzip seine Allokation selber bestimmt, so ähnlich wie na ja, wie wie wie eigentlich ne ne Art fondsgebundene Lebensversicherung, wo ich selbst sagen kann, welchen Anteil in welcher Refinanzierungsstruktur geht ja und das ist dann der amerikanische Weg gewesen und der ist natürlich
Individualisierter im Verhältnis zu den skandinavischen Systemen gewesen, aber alle diese Länder haben auf Kapitaldeckung gesetzt wir nicht. Und jetzt kommen wir natürlich an und sagen OK, jetzt wollen wir die Aktienrente zum Beispiel ja gut, für wen eigentlich? Na ja, ich meine wer in meiner Generation der Graumelierten nichts für sein Alter getan hat und nicht vorgesorgt hat, der muss jetzt nicht mehr Kapital
anfangen. Also ein ein, ein Mensch, der 60 oder 70 ist, hat nicht die Zeit, 30 Jahre zu warten, bis die Kapitaldeckung ausgereift ist. Der ist tot, ja und ein Medikament zu verschreiben, das wirkt, wenn der Patient tot ist, macht keinen Sinn. Glauben Sie, dass die Rente kommt? Wahrscheinlich schätzen Sie das ein also ich, ich halte die Idee nicht schlecht, sie kommt zu spät. Wir hätten das in den 90er Jahren machen müssen, denn da haben wir ja auch gesagt, wir
brauchen sie. Jetzt ist die Aktienrente etwas, was im Grunde genommen als Signal an die junge Generation gut verständlich ist, denn das müssten junger Mensch sich ganz klar machen. Er muss in diversifizierten Anlagen unterwegs sein. Er darf nicht alle Eier in einen Korb legen, er muss diversifizieren, er muss auch Ratierliche unterwegs sein, denn es macht keinen Sinn, auf Schlag
irgendwas zu machen. Kapitaldeckung ist Ratierlich und diversifiziert und sie ist nicht so, wie die Aktienrente etwas, wo ich auf Schlag etwas investiere in Aktien und das dann noch tue, indem ich mich verschulden, damit ich es mir leisten kann, das macht keinen Sinn.
Ich hab mal bei bei uns bei Kolleginnen und Kollegen nachgefragt was ist so die wesentliche Frage, die ich mitbringen sollte, hier im Podcast zu ihnen und so auf Platz 1 war, so die Erkenntnis sie haben ja wahnsinnig viel Expertise in Deutschland, auch im Ausland Erfahrungen gesammelt. Wenn Sie jetzt die Möglichkeit hätten zu entscheiden, wie sollte das Rentensystem aussehen, wenn sie es von 0 auf selber gestalten könnten?
Wie würde das aussehen? Damit es auch für die Zukunft besser läuft als vielleicht bisher gelaufen ist also wenn ich auf der grünen Wiese entschieden hätte, dann hätte ich mir vorgestellt, dass ich aus einer Umlagefinanzierung heraus eine gewisse Grundversorgung der Bevölkerung
finanziere. Und das wird unser System ja, ich hätte dann gesagt OK wer mehr zahlt muss auch mehr kriegen, das macht aber unser deutsches System genauso und unser deutsches System war Vorbild für die schwedische Rentenreform. Die haben ja genau das gemacht, nämlich die höhere Anbindung zwischen Leistung und Gegenleistung. Das hat man so nicht kommuniziert, weil Deutsche dürfen kein Vorbild sein, aber sie waren es also auf gut Deutsch das das war der Weg
also, insofern unser deutsches Rentensystem ist eigentlich gut und es funktioniert auch, aber es funktioniert nicht mehr so, wie man es vorher hatte, nämlich als Lebensstandardsicherung die Lebensstandardsicherung. Muss der Mensch selbst in die Hand nehmen und die Grundsicherung bekommt er aus
dem Kollektiv heraus. So und nochmal wir haben Umlage und Kapitaldeckung oder auf 2 Beinen steht man am besten, wenn man beide Beine gleich belastet, ja, und das ist der Punkt wir müssen mehr bei den jungen Menschen mehr Kapitaldeckung induzieren sie müssen deutlich mehr sagen wir mal in in in ersetzender frühere Versprechen ersetzende Alterssicherung investieren und das ist Aufgabe und Job auch der Finanzdienstleistung, das haben sie zu kommunizieren, das wenn
ich da einen wirklich genau nächste Frage also wir als Tekes? Als Finanzdienstleister was können wir dann eben noch besser machen, vielleicht auch die gesamte Finanzdienstleistungsbranche, um Menschen vor Altersarmut zu schützen?
Also der Schutz ist tatsächlich nicht der Schutz vor Altersarmut. Das macht schon der Staat, das schaffen wir auch, aber der Schutz ist der Schutz, dass ich nachher ähnlich aussehen wie ein Sozialhilfeempfänger, dass ich also kein wirklich das machen kann, was ich vorher auch gemacht hab, also mein Lebensstandard im Alter zu halten, das ist genau der Punkt und das müssen wir
kommunizieren. Wir müssen den Leuten kommunizieren, Herr Papst, keine Angst, das wird schon klappen in die Grundsicherung ist da aber damit ihr mehr habt und zwar so viel mehr habt, dass ihr wisst, dass das, was ihr euch heute leisten könnt, ihr euch leisten könnt, müsst ihr ersetzen ne Altersvorsorge betreiben so das ist ihr Kern.
Message das nächste ist keine Aussage treffen, sondern eigentlich Fragen stellen, denn die meisten Menschen, die meisten auch Kunden wahrscheinlich der Finanzdienstleistungen, haben ja was gemacht. Also es gibt ja kaum jemanden, der nichts gemacht hat.
Und dann ist es eher herauszufinden was für ne was für ne Verteilung hat der in seinen Kapitalanlagen also eher zu erfragen, wie er denn seine seine verschiedenen Eier in seine Körbe gelegt hat oder ob er manche Körbe ganz leer sind und manche Eier überhaupt keinen Korb gefunden haben, ja also also, das ist eigentlich die Aufgabe zu sagen.
Hier der du bist zu sag mal eine Anleihe lastig unterwegs, weil du hast zu sehr auf Garantien gepocht oder sonst irgendwas du musst mehr Risiko nehmen und du hast auch die Chance du bist 2030 überhaupt kein Problem für dich ja, du wirst in deinem Leben mehrfacher Leben, dass manches von dem was du gespart hast weg ist, aber es kommt schon wieder ja und diese Zuversicht zu streuen das ist das ist glaube ich der der Weg und wenn man dann die richtigen Fragen gestellt hat, dann kann
man auch helfen, die richtigen Körper und Eier wieder zusammenzutun. Welche Relevanz hat aus ihrer Sicht dann die persönliche Finanzberatung, in der in der Zukunft? Es gibt viele junge Menschen, die sich t online aufgewachsen weil googeln kann ich auch und das auch sehr kräftig und Informationen gibt es ja überall kann ja abschließen, was ich will, also welchen? Welche Relevanz hat der Faktor Mensch aus ihrer Sicht bei diesem Themengebiet? Denn auch in den nächsten
Jahrzehnten? Also für denjenigen, der der genau weiß, dass er sein Alter vorsorgen muss, seine Ersparnisse anlegt, sie gut diversifiziert und natürlich anlegt und nie im Leben auf die Idee kommt, da ran zu gehen, selbst wenn alles nur noch halb so viel wert ist, der also die Nerven hat, alles durchzustehen, der die und so weiter und sofort für den Menschen und das sind so 5 bis 10% brauche ich keine Beratung, wozu die machen das schon selber und die sind ja
auch wenn auch durchgehen aber diejenigen, die nervös werden, weil ihre Aktien sind auf einmal nur noch halb so viel wert.
Oder diejenigen, die sagen wir mal aus irgendwelchen Motivationen heraus denken ja, jetzt muss ich mal rausgehen, weil ich brauch unbedingt jetzt und nicht später, oder diejenigen, die und so weiter die keinen Finanzwissen haben, die auch nicht jeden Tag Zeit haben, sich damit zu beschäftigen, da die da wirklich also auch ahnungslos sind und sehr viel Angst haben im Leben die Risikoaversion Menschen, so würden wir das in der Wissenschaft nennen, die
brauchen halt auch einfach jemanden, der Händchen hält auf gut Deutsch der Berater, der Ihnen die Ruhe gibt der Berater, der auch sagen wir mal Panik abfängt. Die Berater der und so und so weiter. Das ist der Job OK. Am Ende einer Folge frage ich meinen Gast immer, wie er oder sie das jeweilige Tier für sich
selbst gelöst hat. Das heißt also, wenn sie auf auf das Thema Altersvorsorge für sich selbst schauen, wann haben Sie damit angefangen und würden Sie sagen ja, für mich ist das Thema sowieso durch, weil da hab ich frühzeitig mit beschäftigt.
Also sagen wir so, ich komme aus einem aus einem unternehmerischen Handwerkerhaushalt, irgendwo nordfriesischen Grenze zu Dänemark also ich bin aus dem Haushalt, wo selbst mein Großvater schon gesagt hatte junge, du musst eben halt auch mal riskantere Dinge machen in deinem Leben und riskanter investieren eine Mutter gehabt, die das den Aktienkurs hatte und alles also da sind sie reingewachsen, bin ich reingewachsen hier aufgewachsen,
das ist immer schon da gewesen. Im Grunde genommen da war ne Kassensturz, da war natürlich wieviel Geld haben wir eingenommen und und und und wie sind die Schweine? Aufgewachsen über ich musste tatsächlich nur schwer in meinen jungen Jahren nee, also das habe ich immer schon gehabt dieses Gefühl, dass man, dass man nie alles ausgibt, was man verdient, also auch sehr viel sehr wenig verdient in meinem Leben und mal
wirklich Grenzen, auch gelebt. Aber ich hab nie nie alles ausgegeben, ich habe immer irgendwas beiseite gelegt und das war das war irgendwie Mentalität so und für mich gelöst ist das Problem sowieso, weil ich bin ja für die jungen Zuhörer die größte Belastung die überhaupt. Denn ich bin Beamter und meine Pension ist nicht
kapitalgedeckte. Meine Pension. Für das laufenden Steuereinnahmen generiert und meine Pension ist hoch, das ist tatsächlich sogar ein viel größeres Problem für den jungen Steuerzahler, der hier zuhört, und deshalb müssen wir auch bei den Beamten ganz klar sagen die müssen länger arbeiten und dafür weniger bekommen, wenn sie das eigentlich im Parlament versuchen durchzubringen, wo 80% der dort sitzenden Beamte sind, dann haben sie Schwierigkeiten.
Na gut, dann haben Sie nicht nur mit WLAN Schwierigkeiten, sondern auch mit dem eigenen Fraktion Schwierigkeiten. Also das wird schwierig. Dennoch das ist so und wie ich es selbst gemacht hab ich ich habe selbst so gemacht, wie ich das immer auch in Vorträgen sage. Da sind verschiedene Körbe und verschiedene Eier, und das muss man deutlich und diversifiziert machen oder auch mal eine deutsche Pension setzt sich nicht allein. Ich war 30 Jahre in Norwegen noch ich war länger in Norwegen.
Professor als in Deutschland auch das ist Diversifikation, ja so und natürlich muss man muss man neben denen auch noch entsprechend vorsorgen, dass die Kinder dann dasselbe auch machen? Das ist glaube ich, auch das Problem, dass wir mal langsam adressieren müssen. Wir haben Elternhäuser, die nicht. Im finanziellen Sinne erzielt haben Schulen, die nicht finanziellen Erziehen und Wissen vermitteln woher sollen die
Leute eigentlich kriegen? Ja, also also nochmal Familie und Schule muss, muss umgepolt werden muss auch dieses mit leisten was sagen wir mal diesen finanziellen Analphabetismus in Deutschland ausmacht? Und wenn mir noch irgendwann irgendwer mit stolzer Brust sagt, dass er von Mathe keine Ahnung hat, der ist halt dumm wie ein Stroh ja OK kommen wir zur letzten Frage diejenigen, die sich, die auch diese Folge
nun angehört haben. Und vielleicht auch für diese Problematik sensibilisiert wurden, weil sie vielleicht gar nicht wussten, welches Problem damit einhergeht. Was würden Sie jungen Hörer oder Hörerin raten? Was wäre ihr der konkrete nächste Schritt? Was sollte ich tun, wenn ich verstanden habe? O das ist für mich schon relevant, sollte ich mich jetzt mit beschäftigen, was würden Sie raten? Kommt wirklich drauf an, wie jung er ist, was wir unter
Jungen verstehen? Also nimmt 20 jährigen Fünfundzwanzigjährigen würde ich sagen jetzt kümmere dich um deinen Job versuche irgendeinen ein Ding zu finden in deinem Leben, wo du Freude an der Arbeit hast und wo du nicht versuchst 4 Tage Woche durchzudrücken, sondern wo du wirklich versuchst 6 Tage in der Woche zu arbeiten denn diejenigen, die Leistungsträger sind, werden nie mit 4 Tagen auskommen und wir brauchen Leistungsträger und die braunen
6 Tage so und Versuch, Freude und Spaß zu haben und kein Arbeitsleid zu empfinden und versucht daraus dann das Einkommen zu generieren, dass du auf keinen Fall zu 100%. Auf wurde also versucht, dann sozusagen langfristig zu planen, was du mit dem Android Lager treibst ja für den 3035 jährigen würde ich sagen überleg dir was für einen Job du jetzt gefunden hast, denn du kannst auch nicht mehr so ohne weiteres
aussteigen. Es ist ein Point of No Return erreicht also und dann muss man sehen wie er wie er da liegt, ja für jemanden in meinem Alter würde ich sagen wenn du nichts getan hast und wenn du auf die Politiker gehört hast dir immer gesagt haben die Rente ist sicher, dann hast du halt ein ganz, ganz massiven Fehler gemacht. Diesen Fehler kannst du nicht mehr korrigieren. Weil Vergangenheit ist nicht mehr korrigierbar. Für diejenigen, die in meiner Generation den Politikern
getraut haben. Gibt es leider nur noch eine Message du bist selber dran schuld? OK, Herr Professor Raffelhüschen, ich danke Ihnen sehr für das Gespräch sehr, sehr spannend, total mehrwertige auch für unsere jungen Hörerinnen und Hörer. Und wenn auch euch das Thema gefallen hat, dann abonniert gerne diesen Podcast und wir freuen uns auf die nächste Folge, also vielen Dank für das Gespräch danke Tschüss.
