Diese Folge wird dir präsentiert von Tikes. Frauen und Finanzen, das ist unser heutiges Thema. Total spannendes Thema und ich freue mich sehr, dass Daniela Kottmann aus Ulm meiner Einladung gefolgt ist. Daniela ist Senior Sales Managerin und stellt sich mal am besten selber vor. Hallo Daniela. Hallo Frank, Ja freut mich sehr, dass ich heute zu Besuch sein darf, wie du gerade schon gesagt hast.
Ich bin die Daniela, bin 27 Jahre alt und komme aus dem schönen Schwabendändle aus Ulm, daher direkt vorneweg. Meine größte Herausforderung wird es heute vermutlich sein, so zu sprechen, dass mich alle Zuhörerinnen verstehen werden, weil wir Schwaben können ja bekanntlich alles außer Hochdeutsch. Aber ich würde es sonst übersetzen. Sehr gut. Wir verstehen uns. Ja, spannend, was machst du denn
außerhalb der Tekeswelt so? Ja, außerhalb der Tekeswelt bin ich leidenschaftliche Schiedsrichterin im Frauenfußball beziehungsweise nicht nur im Frauenfußball, sondern generell im Fußball. Und das ist auf jeden Fall was, was mein Leben sehr bestimmt. Ja, sehr spannend. Pass mal auf, bevor wir fachlich einsteigen, beginnen wir mal mit der folgenden Rubrik. Highlight der Woche. Tja, was war denn dein Highlight der Woche?
Ja, das ist tatsächlich relativ einfach diese Woche und wir kommen direkt wieder auf mein Hobby zurück. Wie ich schon gesagt hab, ich bin Schiedsrichterin und gestern Abend war das Topspiel der Frauen Bundesliga. Und zwar hat der FC Bayern München gegen die Eintracht Frankfurt gespielt und ich durfte als vierte Offizielle mit
dabei sein. Wir hatten gestern auch ein super spannendes Spiel, das Spiel ging am Ende 11 aus und ganz besonders war, dass wir wirklich mit viel Nebel zu kämpfen hatten, also die Sicht war teilweise super eingeschränkt, aber nichtsdestotrotz hat am Ende Niebend über unser Schiedsrichterteam gesprochen und dann ist das meistens das größte Kompliment für unsere Arbeit. Ja, auch super spannend. Und seit wann bist du Schiedsrichterin?
Oh, schon eine ganze Weile. Ich bin mittlerweile seit 14 Jahren Schiedsrichterin. Ja, spannend haben wir bisher im Podcast auch noch nicht gehabt. Das ist ja wirklich mal ein außergewöhnliches Hobby. Ich kann mir vorstellen, da lernst du auch sehr, sehr viel kennen, so ne vom Land von den Fans, von den diversen Stadien stelle ich mir auf jeden Fall sehr sehr interessant vor. Ja, absolut. Also ich komme auf jeden Fall rum.
Ich habe auf jeden Fall schon viele Städte gesehen, wobei mir dann im Nachgang immer wieder auffällt, dass ich nicht die Stadt gesehen habe, sondern am Ende nur das Stadion oder einen Sportplatz, aber man ist viel unterwegs, durchaus. OK, ja, dann lass uns doch mal einsteigen in unser heutiges Thema Frauen und Finanzen. Was hat dich denn persönlich dazu motiviert, in die Finanzwelt einzusteigen und wie ist so dein Weg zu tekes gewesen?
Ja, nachdem ich bereits mit 16 Jahren damals das Buch Rich Dead pour Dead gelesen hatte, war für mich sehr, sehr früh klar, dass ich auf jeden Fall irgendwann mal selbstständig sein werde und nach meinem Studium im Bereich BWL bin ich dann trotzdem ganz klassisch erstmal im Controlling in einem großen Konzern gelandet und während Corona kam dann aber eigentlich so 1 zum anderen und aufgrund der Ausgangsbeschränkungen wurde erstmal ganz viel Zeit frei und das Thema Finanzen und Börse war
bei mir sowieso schon sehr interessant. Also hab ich mich erstmal dazu entschieden, diese freie Zeit zu nutzen und in mich selber, in meine Expertise zu investieren und hab dann damals gemeinsam mit Tegis eben die IHK Weiterbildung zur Versicherungsfachfrau und Finanzanlagenfachfrau gemacht und.
Ja, bin heute Unternehmerin aus Leidenschaft und lieb es dabei besonders an meinem Job, dass ich jetzt eben immer noch meine Zahlenwelt habe, wie ich da so ein Controlling kenne, aber nun eben viel, viel näher am Menschen bin und mit Menschen arbeite und da wirklich das Gefühl habe, dass ich mit meiner Tätigkeit auch dazu beitragen kann, einen positiven Impact zu haben und das Leben und die Finanzplanung anderer positiv zu
gestalten. Und dabei liegen mir vor allem die Frauen ganz besonders am Herzen, weil ich in ja meiner Beratung ganz oft merke. Dass wir Frauen zwar Verantwortung übernehmen wollen, wenn es ums Thema Karriere geht, und dass wir da schon ganz, ganz viele und große Schritte in Richtung Gleichstellung machen. Aber das Thema Finanzen doch gerne von uns wegschieben, und das möchte ich gern ändern. Da möchte ich Frauen ermutigen, mutiger zu sein, wenn es ums
Thema Finanzen geht. Da sind wir ja wahrscheinlich dem Kern unseres Themas schon relativ nah gekommen. Wenn du sagst, Frauen in Finanzthemen. Zu Empowern fällt das deutsche Wort gar nicht ein. Dann muss es ja wahrscheinlich auch irgendwelche Herausforderungen geben, ne für die Zielgruppe Frauen. Welche besonderen Herausforderungen siehst du denn
dort? Ja, absolut, die gibt es und ich komme aus dem Controlling. Deswegen habe ich natürlich jetzt auch ein Paar. Zahlen und Daten Fakten mitgebracht wie sich das für einen Controller auch gehört. Und wenn wir da über den ersten Fakt sprechen möchten, dann ist es eben immer noch so, dass Frauen deutlich weniger Geld
verdienen als Männer. Und wir sprechen hier von Gender Pay Gap und der beschreibt jetzt eben den Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen, und der liegt auch im Jahr 2023 immer noch bei 18%. 18% das entspricht bei einer 5 Tages Woche fast einem vollen Arbeitstag, den wir Frauen quasi
umsonst zur Arbeit gehen. Und jetzt hat die Lücke viele Ursachen, darunter die Tatsache, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, öfter in schlecht bezahlten Berufen oder Branchen tätig sind oder seltene Führungspositionen erreichen. Und wenn wir von den 18% sprechen, dann sprechen wir von dem Unbereinigten General Pay Gap, aber wir haben auch einen bereinigten Gender Pay Gap und auch der hält sich hartnäckig. Wir haben nämlich bisher immer nur Männer generell mit Frauen
verglichen. Aber wenn wir jetzt auch Männer und Frauen miteinander vergleichen, die eine ähnliche Tätigkeit ausüben, dieselben Qualifikationen haben und ähnliche Berufserfahrungen, dann verdienen Frauen im Schnitt eben immer noch 6% weniger und das führt dann natürlich dazu, dass wir über unser gesamtes Leben hinweg deutlich weniger verdienen und auch deutlich weniger Rentenpunkte sammeln, was dann zum Fakt 2 führt, nämlich dem Gender Pension Gap.
Und Männer erhielten 2023, zum Beispiel im Schnitt 1348,00€ Rente, während es bei den Frauen nur 908,00€ Rente waren. Das heißt, wir reden hier von einer Lücke von 440€ jeden Monat, und das heißt auch, dass Männer im Schnitt 48% mehr Rente bekommen und vielleicht noch mal einzuordnen, weil das jetzt natürlich viele Zahlen waren, also mit 908,00€ Rente im Monat könnte ich in Stuttgart zum Beispiel nicht mal die Kosten
für mein WG Zimmer decken. Und dann habe ich noch nichts gegessen, nichts getrunken oder auch nicht einfach mal nur das Leben genossen. Altersarmut bedeutet am Ende nicht eine extreme finanzielle Abhängigkeit, sondern schränkt uns eben auch total ein in unserer sozialen Teilhabe. Wenn du, wenn wir jetzt mal so die Welt der Statistik verlassen und mal reingehen in deine Vertriebspraxis. Welche Herausforderungen erlebst du bei Frauen in der Beratung am
häufigsten? Also welche Fragen stellen sie dir besonders häufig? Also ich merke, dass Frauen oft etwas vorsichtiger sind, wenn es ums Thema Geld geht und erstmal ein solides Grundverständnis haben möchten, bevor. Ich da mal einhaken darf, wenn besonders vorsichtig.
Weil sie also jetzt, ich weiß, wir sind jetzt im super subjektiven Bereich, aber aus deiner Erfahrung heraus, weil sie einfach mehr drüber nachdenken als Männer, die dann vielleicht einfach los preschen oder weil sie grundsätzlich eher die Sicherheit bei den Finanzen bevorzugen, kannst du das irgendwie einschätzen oder lässt sich das nicht so pauschal
darstellen? Also wie du schon gesagt hast, ist es natürlich super subjektiv und individuell, aber ich würde größtenteils sagen, sowohl als auch. Also ich erlebe das oft bei Frauen, dass sie eine ganz große Scham dafür empfinden, dass sie sich eben in dem Thema nicht auskennen und auch Angst davor haben, doofe Fragen zu stellen.
Wir Frauen wachsen ganz oft mit den Glaubenssätzen aus, dass wir nicht auf dass wir nicht gut sein müssen in Mathe und dass zahlen sowieso was für die Männer sind und Finanzen sind auch Männersache, aber das ist eben längst oder längst nicht mehr so und das ist auch super schade.
Und ich finde es auch sehr schade, dass Frauen oftmals diese große Scham empfinden, weil wenn ich nur mal an mich selber denke, wenn ich Schmerzen habe und aufgrund der Schmerzen zum Arzt gehe, dann habe ich ja auch nicht die Anspruchshaltung an mich selbst, dass ich bereits die Ursache und die Diagnose für meinen Schmerz kenne, sondern deswegen suche ich ja einen Arzt auf und ich glaube, genauso ist es auch völlig okay sich im Thema Finanzen nicht auszukennen und fragen zu stellen.
Es ist nur blöd, sich gar nicht darum zu kennen, darum zu kümmern. Aber auch das Thema Sicherheit ist auf jeden Fall ein Thema, was Frauen eher umtreibt.
Und ich erlebe ganz oft in meiner Beratung, dass Frauen sich öfters Garantien wünschen oder weniger Schwankungen in der Geldanlage, aber damit bedeutet eben weniger Risiko in aller Regel auch weniger Rendite und deswegen glaube ich, dass wir hier gar nicht unbedingt andere Finanzprodukte brauchen, weil Fonds und Aktien sind weder männlich noch weiblich.
Aber wir brauchen manchmal ne andere Form der Ansprache, also dass wir uns mehr Zeit nehmen, Ängste zu nehmen, noch mal was detaillierter zu erklären und demnach die Frauen dann eben auch zu ermutigen, den Schritt an die Börse zu wagen. Und und ich glaub da ist es also die die Frage zielt eher so darauf ab. Ändert sich das über die über die Altersklassen? Also würdest du sagen.
Wobei das wahrscheinlich auch egal ob es ein Mann ist oder eine Frau, dass eine junge Frau Anfang, Mitte, 20 hier eine andere Einstellung zum Thema Finanzen hat als die Frau Mitte 30 siehst du da Unterschiede? Entwickelt sich da etwas über die Zeit oder ist das eigentlich immer gleich? Also ich würde es weniger auf das Alter. Beschränken, sondern oftmals verändert sich das mit Verantwortung, die Frauen übernehmen müssen.
Also klar haben vielleicht ältere Frauen ein bisschen weniger Bereitschaftsrisiken einzugehen, aber hier muss man einfach auch sehen, dass die Zeit bis zur Rente natürlich eine viel, viel kürzere ist und wir demnach auch nicht so viel Zeit haben, eine schlechte Phase an der Börse wieder auszugleichen. Deswegen ist es auch völlig okay, dass wenn ich nicht so viel Zeit mitbringe, ich auch einen anderen Anspruch an Risiko und Rendite habe.
Aber wenn wir von unserer Hauptzielgruppe sprechen, von jüngeren Frauen, dann erlebe ich eher, dass es sehr geprägt davon ist, welche Erfahrungen die Eltern gemacht haben, wie man. Zu Hause zum Thema Geld steht oder aber auch, wieviel
Verantwortung man schon trägt. Und klar verändert sich die Einstellung zu Geld, wenn man selbst vielleicht schon in Teilzeit arbeitet aufgrund von Kindern die da sind und einfach die finanziellen Mittel Mittel geringer sind, wie wenn man noch zu Hause wohnend ist und relativ geringe finanzielle
Verantwortung trägt. Ja, ja, wenn wir jetzt mal so grundsätzlich über Finanzplanung sprechen, dann ist das ja ein sehr umfassendes Thema. Viele denken dabei zuerst an Sparen an, investieren aber so was wie Absicherung, Versicherung, das gehört ja auch alles dazu. Wie siehst du das, warum sind auch diese Aspekte für dich so wichtig in der Beratungspraxis? Absolut.
Das ist für mich, dass die Absicherung immer die Basis und ein festes Fundament. Klar macht das Thema Vermögensaufbau am Ende mehr Spaß, aber wir können noch ein so gutes Finanzkonzept bauen, wenn am Ende die Basis und das Fundament nicht steht und eine unerwartete Krankheit oder Co dazwischen kommt, dann bringt die ganze gute Planung nichts und was da auf jeden Fall mal mit dazu gehört, ist eine private Haftpflichtversicherung, eine Krankenversicherung, aber
die ist in Deutschland ja so oder so Pflicht und eine Form der Arbeitskraftabsicherung und warum das so wichtig ist. Ich auch schon selber in meinem Leben lernen dürfen. Ich hatte als Kind Leukämie und deswegen weiß ich, dass das Leben manchmal ganz unerwartete Wendungen nehmen kann und es ist extrem wichtig, dass wir gerade in so schwierigen Phasen unseres Lebens dann eben eine gewisse finanzielle Sicherheit und
Stabilität haben. Ja, wenn wenn wir auch jetzt wieder auf die Beratungs auf den Beratungsalltag schauen. Wenn du von diesem Fundament sprichst, nimmst du, nimmst du hier Unterschiede wahr zwischen Frauen und Männern, was die Sicht auf dieses Fundament anbelangt, das Verständnis dafür zu haben. Du brauchst eine Grundabsicherung, bevor man sich dann über sowas wie Vermögensaufbau konzentriert, gibt es da Unterschiede in den Geschlechtern, die du wahrnimmst?
Nicht unbedingt in jungen Jahren. Aber spätestens, wenn Kinder mit dazu kommen, dann hab ich das Gefühl, dass sich das Bedürfnis nach Sicherheit und nach einer guten Absicherung noch mal sehr, sehr verstärkt und dass Frauen auch oftmals in einer Schwangerschaft erst erleben, dass eben auch ne Krankenversicherung zumindest dann dann über die gesetzliche Krankenversicherung spricht.
Eben doch die ein oder anderen Lücken aufweist und es eventuell sinnvoll gewesen wäre, hier den ein oder anderen Tarif ergänzt zu haben, aber in sehr, sehr jungen Jahren würde ich behaupten, gibt es hier zwischen Männern und Frauen kaum Unterschiede. OK, wenn wir sagen, so das Fundament ist jetzt geregelt und wir schauen uns das Thema Vermögensaufbau an. Wie sieht aus deiner Sicht Vermögensaufbau jetzt hier konkret aus, welche Bestandteile, welche man spricht auch immer von diesen Säulen
gehören dazu. Ja, also wenn ich finanzkonzepte baue, dann sprechen wir eben beim Vermögensaufbau auch ganz konkret über diese 3 Säulen und diese 3 Säulen sind für mich zum einen das Thema Altersvorsorge, auch hier haben wir unterschiedliche Möglichkeiten, eben Förderung und staatliche, aber auch betriebliche Förderung für uns zu nutzen. Nur fürs Alter zu sparen macht dir das aber auch nicht Spaß, weil wir haben ja auch kurz bis mittelfristig Ziele und Wünsche.
Und hier spreche ich dann mit meinen Kunden und Kundinnen über das Thema Investment und auch im Investment kann man ganz unterschiedliche Ausrichtungen haben, hier kann ein Typen Investment das Thema Depot sein, wir können aber auch über Private Equity sprechen, Depot bedeutet dann eben einfach ganz klassisch den Vermögensaufbau. Über Fonds und ETF und bei Private Equity sprechen wir dann eben in Investments, in außerbörsliche Unternehmen. Und last but not least sind wir
dann in der Champions League, wenn man so möchte, der Finanzplanung unterwegs und hier sprechen wir über das Thema Immobilien und hier können wir jetzt unterscheiden zwischen einer Kapitalanlage Immobilie, sprich wir kaufen uns eine Wohnung, wohnen aber selber gar nicht drin, sondern haben jetzt eben einen Mieter, der uns die Schuld mit abträgt oder irgendwann mal die Rente aufstockt.
Oder aber auch den Traum vom Eigenheim, was viele umtreibt, sprich, wir haben vielleicht irgendwann mal unsere eigene Wohnung, unser Häusle und wohnen dann hoffentlich mietfrei.
Und ganz wichtig ist es jetzt aber auch hier, dass es leider keine allerlegende Wollmilchsau gibt, sondern je nachdem, welches Budget man mitbringt, welche Ziele man hat, in welcher Lebensphase man steckt, was eher ganz individuell zu prüfen gilt, welche Verteilung und welche Priorisierung in den einzelnen Bereichen für denjenigen oder diejenige dann am Ende die
Richtige ist. Dieses Thema, individuelle Wünsche und Ziele, die ja total ausschlaggebend sind für die Finanzplanung, die man da aufbaut. Nimmst du wahr, dass es Unterschiede gibt zwischen Männern und Frauen, was das Thema Klarheit über die eigenen Wünsche und Ziele anbelangt, oder kann man auch das nicht so
pauschal sagen? Ich glaube nicht, dass man das pauschal sagen kann, was man durchaus sagen kann, dass Frauen sich mehr Gedanken machen, also mehr generell darüber nachdenken oder vielleicht auch größere Bauchschmerzen haben, wenn es ums Thema Zukunft geht und Thema Altersvorsorge, Ziele, Winter.
Also ich werde ganz oft wieder damit konfrontiert mit den Fragen, wie soll ich mir dann das alles leisten, wenn dann eventuell eben auch noch Kinder oder eine gewisse Form der Teilzeitarbeit mit dazu kommt und ganz viele Frauen. Sprechen hier auch immer wieder davon, dass es ihnen wichtig ist, zu jedem Zeitpunkt ihrer Lebensphase finanziell unabhängig zu sein und den Wunsch nehme ich bei Männern nicht so wahr. Aber weil ich das Gefühl habe, dass da mehr Selbstverständlichkeit ist.
Also bei Männern ist das einfach so, die sind finanziell unabhängig und Frauen, für die das ist das ein stärkeres Bedürfnis, weil eben doch ganz, ganz oft sie in ihrem eigenen Umfeld erleben, dass man sich dann.
Ja, ganz ohne das zu wissen. Eine finanzielle Abhängigkeit katapultiert hat, ja. OK, wenn wir mal so ein Zwischenfazit ziehen, ne, also das haben wir verstanden, braucht das Fundament mit einer gewissen Absicherung, dann haben wir über Möglichkeiten des Vermögensaufbaus gesprochen. Wenn ich als Hörerin oder Hörer die Dringlichkeit jetzt verstanden habe. Stelle ich mir dann die Frage, wie geht es denn jetzt konkret weiter? Hast du da Tipps, wie ich nun konkret starte?
Ich glaube, der erste Schritt sollte erstmal seine kürzere Bestandsaufnahme zu machen, also den Status quo abzufragen und hier auch zu schauen. Hey, habe ich denn so einen Notgroschen oder Notfallkonto aufgebaut, auf dem also mindestens 2 bis 3 Monats netto Gehälter liegen? Das sollte das allererste Ziel sein. Wenn das erledigt ist, dann geht es weiter.
Zu prüfen, Hey, was habe ich denn für Einnahmen ausgaben, wieviel ist denn bereits da an vorhandenes Vermögen und was habe ich vielleicht auch an Verbindlichkeiten und wie kann ich sicherstellen diese Verbindlichkeiten so schnell wie möglich eben auch wieder loszuwerden, zumindest wenn es schlechte Verbindlichkeiten sind, genau und dann geht es aber auch ganz konkret darum, sich mit seinen Zielen und wünschen zu beschäftigen und ja, da darf Finanzplanung auch was
ganz Tolles sein, man darf da auch gerne groß träumen. Aber wichtig gehört dann zu Zielen und wünschen oder vielleicht auch zu einer Ziele Collage, dass wir diesen Zielen und wünschen Preisen Preisschilder geben. Ich sage jetzt, wenn das alles im Leben irgendwo einen gewissen Preis hat und wenn wir aber immer nur von Zielen und Wünschen sprechen, aber nie wirklich einen Plan dahinter stellen, dann bleibt es eben am Ende auch nur ein Traum, deswegen dann eben Preisschilder und.
Vergeben genau für sich definieren okay.
Was müsste ich denn Status quo jetzt zur Seite legen, um dann potenziell eben das Eigenkapital irgendwann mal für die eigene Wohnung beiseite zu haben oder um eben die Zeit, in der ich nur Elterngeld bekommen, gut zu überbrücken und dann einfach loszulegen, auch gerade einen Kleinen anzufangen Mut zu fassen, denn jeder Schritt zählt am Ende, und wenn man jetzt hier das Gefühl hat, hey, ich möchte mich da aber gar nicht, gar nicht ganz alleine durchkämpfen, dann.
Entweder gerne eine Freundin mit dazu holen, mit Mädels darüber sprechen oder eben auch den richtigen Berater. Die richtige Beraterin für sich zu finden und dabei auch zu prüfen, fühle ich mich hier wohl, kann ich hier vertrauen und gibt der Berater, die Beraterin mir die Möglichkeit, alle meine Fragen und Unsicherheiten loszuwerden. Du sagst, ein wichtiger Punkt ist es, eine Beraterin oder einen Berater zu finden. Die oder der perfekt zu einem
passt. Also wie sich wieso n Perfect Match sich anfühlt, dann gibt es ja einige Studien, die zeigen, dass Frauen auch lieber von Frauen beraten werden möchten, da gibt es ja die Herausforderung, also also objektiver Blick so, oder sagen wir mal subjektiver Blick, aber ich glaube, es ist es ist auch faktisch so, es gibt sehr viel weniger weibliche Beraterinnen als männliche Berater in der Finanzdienstleistung. Branche was meinst du, woran liegt das und wie können wir das ändern?
Ich glaube, wenn ich mich alleine hier so in meinem Umfeld oben sehe, dann können wir das auf jeden Fall bestätigen, dass wir deutlich weniger Frauen als Männer in der Branche sind.
Woran liegt das? Ich glaube einfach, dass role Models fehlen, also wenn ich an meinen statt bei Tickets zurückdenke, dann hätte ich mir in ganz, ganz vielen Situationen. Ja, eine weibliche Begleitung gewünscht bei meiner Start bei Tekes war ich nur im Büro die einzige Frau und auch in meinem näheren Umfeld gab es erstmal keine Frau und jetzt war ich das aus dem Fußball und aus der Schiedsrichterwelt durchaus gewohnt, mich in männerdominierten Branchen durchzusetzen, aber trotzdem
wäre es schön gewesen, das ein oder andere mal eine weibliche Vertraute gehabt zu haben oder gehabt zu hätten. Genau deswegen. Ich glaube, wir brauchen hier mehr rollbuddles wir müssen Frauen sichtbarer machen, wir dürfen über Erfolgsgeschichten von Frauen sprechen, und ich finde es auch total toll, was Tick ist an der Stelle.
Macht und tut, um eben mehr Frauen in Führung zu bekommen, um da einfach jetzt auch hervorzuheben, so was wie den Podcast hier, dass wir hier über das Thema sprechen, dass es immer mehr Netzwerke gibt innerhalb von Tekes, die sich gründen, oder aber auch, dass wir im November nach Hannover fahren dürfen zu einem zweitägigen Female Coaching, um uns da einfach noch mal in einem ganz geschützten Rahmen austauschen. Zu können?
Ja, absolut. Ich versuche gerade noch mal, die Brücke zu deiner Tätigkeit als Schiedsrichterin zu finden, aber gibt ja irgendwie irgendwie Parallelen. Also wie schaffst du selbst den Spagat zwischen der Finanzberaterin und der Schiedsrichterin, welche Parallelen siehst du da? Die Bereiche haben auf jeden Fall ganz, ganz viele Parallelen.
Ich glaube, eine Sache, die in. Beiden Bereichen sehr wichtig ist sowohl in der Selbstständigkeit aber auch Herr Schiedsrichters die Disziplin und auch eine gewisse Form von Selbstführung. Ich habe keinen Chef, der mir vorgibt, wie und wann ich zu arbeiten kann, also zu arbeiten habe, das kann ein riesiger Vorteil sein, aber gerade am Anfang der selbst Selbstständigkeit ist es glaube auch eine sehr sehr große Herausforderung, es ist wichtig
eine klare Kommunikation zu finden, sowohl in der Beratung als auch. Auf dem Fußballplatz nämlich. Nur wenn wir transparente und nachvollziehbare Entscheidungen treffen, dann folgen uns am Ende Menschen, und jetzt folgen mir natürlich keine Menschen auf dem Fußballplatz, aber nur dann, wenn ich es schaffe, meine Entscheidung gut zu kommunizieren und transparent und nachvollziehbar zu treffen, dann werde ich am Ende quasi Bestätigung für meine
Entscheidungen bekommen. Und genauso empfinde ich das auch in der Beratung, dass Kunden einfach oder vor allem Frauen an die Hand genommen werden wollen. Sie wollen nachvollziehen, warum welche Produkte für sie auserwählt worden sind, und genau deswegen gibt es auf jeden Fall in der Form auch eine Form der Parallele und natürlich, was man nicht außer 8 lassen darf, ist, dass wir in beiden Bereichen in sehr männerdominierten Welten unterwegs sind, genau, und ich glaube, dass.
Das hilft auf jeden Fall, sag ich mal, dass ich mich auch auf dem Sportplatz lerne, immer wieder gegenüber 22 Männern durchzusetzen, dass ich das dann auch hier bei den Jungs im Büro ganz gut hinbekomme. Wenn, wenn wir mal so uns anschauen, wer hört diesen Podcast, dann sind es Menschen, die haben mit Tekes bisher gar nichts zu tun gehabt, die finden es interessant, Finanzwissen vermittelt zu bekommen.
Dann sind es diejenigen, die die ersten Kontakt hatten mit Kolleginnen und Kollegen von Tekes, die sich für die Dienstleistung interessieren. Möchte jetzt mal ganz bewusst auf das Thema Karriere bei Tekes eingehen und hier also also potenzielle Vertriebspartnerinnen ansprechen, so als role Model bei Tekes welche Botschaft möchtest du besonders an? Weibliche, also bestehende oder auch potenzielle Vertriebspartnerinnen richten die vielleicht noch unsicher sind, ob sie so hier in der
Finanzbranche richtig sind. Ja, die Branche mag vielleicht sehr männlich gepflegt sein, aber wir Frauen bringen oft eine ganz andere, sehr wertvolle Perspektive ein. Und ich erlebe auch immer wieder, dass Frauen in der Beratung als besonders empathisch wahrgenommen werden oder dass wir auch durchaus ein bisschen mehr Empathie mitbringen an der einen oder anderen Stelle und.
Und jetzt haben wir vorhin schon darüber gesprochen, dass Frauen oft lieber von Frauen beraten werden, wir aber viel zu wenig Frauen haben, die hier arbeiten. Deswegen Mädels, ihr seid genau richtig hier und die Branche braucht euch.
Wir haben riesige Herausforderungen, die wir zu bewerkstelligen haben, und das schaffen wir nur, wenn wir mehr Mädels sind, die hier mit anpacken und die sich hier auch trauen, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen und was ich für mich immer als riesigen Vorteil empfunden habe
und. Und immer noch als riesigen Vorteil empfinde aktuell, das ist die Schiedsrichterei, die mich zeitlich sehr, sehr einnimmt und das lässt sich total gut vereinbaren mit meiner Arbeit bei Tekes, weil ich eben super frei in meiner Gestaltung bin, von wo aus ich arbeite und wann ich arbeite und so zumindest mein Gedanke.
Ich hoffe, dass wenn dann irgendwann später in meinem Leben auch mal noch Familie und Kinder mit dazu kommen, dass ich dann eben immer noch diese freie Zeiteinteilung genieße. Und ich hoffe, dass es sich sehr, sehr gut vereinbaren lässt. Das sagt man zumindest. Man hat so mein Bauchgefühl und deswegen würde ich mich sehr darüber freuen, wenn wir auf jeden Fall mehr Frauen dafür begeistern können, sich für diesen Weg zu entscheiden.
Umso mehr Frauen wir am Ende hier für Tickets oder generell für die Finanzwelt begeistern können, desto vielfältiger wird die Finanzwelt und desto zugänglicher wird sie auch.
Ja, ja, absolut. Also an all diejenigen gerichtet, die da, die sich jetzt nun angesprochen fühlen und die auch mehr Informationen wünschen, klare Einladung auf tekes.de, sich umzuschauen und viele Informationen hinterlegt oder sich natürlich auch bei den vielen Repräsentanzen von Tekes deutschlandweit einfach mal zu melden und dort den Kontakt aufzunehmen. All das über dietekes.de. Ja, wir kommen auch schon zur letzten Frage. Die Zeit ist ja dann doch irgendwie jetzt sehr, sehr
schnell umgegangen. Ich frage mein Gast am Ende der Folge immer, wie er oder sie das Thema der Folge für sich selbst gelöst hat bei unserem heutigen Thema Frauen und Finanzen will ich das irgendwie anders formulieren. Was ist denn deine Vision für die Zukunft von Frauen und Finanzen und vor allem auch wie, also wo siehst du dich da selbst
in den nächsten Jahren? Ganz generell, was ich mir wünsche für Frauen in der Finanzwelt oder generell das Thema, dass wir auf unserem Weg noch ganz viele weitere tolle Frauen begleiten dürfen und ihnen Mut machen dürfen beziehungsweise sie dabei in die Hand nehmen dürfen, ihre finanzielle Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu ermöglichen und sie auch dabei zu unterstützen, ihre Herzensziele zu erfüllen. Genauso, dass für mehr Frauen das nächste Kapitel finanzielle Selbstbestimmung heißt.
Ja, gutes Schlusswort. Daniela, vielen Dank fand das total spannend heute über das Thema zu sprechen. Und ja, wünsch dir für die Zukunft alles Gute. Vielen Dank. Vielen Lieben Dank. Es freut mich, dass ich hier sein durfte. Sehr gern und bis zum nächsten Mal ciao. Bis zum nächsten Mal. Unsere Interviewgäste sind als selbstständige Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner für die Tekes AG tätig und ausgewiesene Profis in den Bereichen Versicherung, Vorsorge und Finanzen.
Die Fragen, die wir stellen, beantworten unsere Gäste eigenständig, die Ansichten müssen daher nicht zwingend identisch mit den Ansichten der tekes AG sein, wir. Wenn wir darüber sprechen, dass ihr euer Geld in Finanzinstrumente, zum Beispiel Aktien oder Fonds, anlegen könntet, dann müsst ihr euch bewusst sein, dass dies immer mit Risiken verbunden ist, ihr also eingezahlte Beiträge auch
verlieren könntet. Wichtig zu wissen ist, dass sich Chancen und Risiken oftmals gegenseitig bedingen, mehr Risiken bedeuten in der Regel mehr Chancen als Faustregel gilt daher, je mehr Rendite oder auch Gewinn du willst, desto mehr Risiken musst du eingehen. Speziell für Immobilien. Gilt der Wert der Immobilie kann steigen. Aber auch fallen. Ebenso können Mieten steigen, aber auch fallen.
