Altersvorsorge für die junge Generation: Problem (Folge 1 von 3) - podcast episode cover

Altersvorsorge für die junge Generation: Problem (Folge 1 von 3)

Jun 26, 202538 min
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Episode description

Podcast-Doku (Folge 1/3): Warum Altersvorsorge für junge Menschen jetzt zählt. Wie funktioniert unser Rentensystem – und warum reicht es in Zukunft nicht mehr aus? In dieser Folge sprechen wir über die größten Irrtümer zur gesetzlichen Rente, zeigen, wie man auch mit kleinen Beträgen früh starten kann, und erklären, warum es nie zu früh ist, Verantwortung für die eigene finanzielle Zukunft zu übernehmen.

Inhaltlicher Hinweis: Wir besprechen die Renteninformation (nicht Rentenbescheid)

Transcript

Diese Folge wird dir präsentiert von Tekes. Ja, Hallo und herzlich Willkommen zu unserer 1. Folge unserer Podcast Doku Altersvorsorge für die junge Generation ein Thema, das ja ganz viele Menschen gerne auf später verschieben, denn. Es ist zu kompliziert für viele, zu weit weg oder auch zu langweilig. Und genau das wollen wir heute in dieser Vierer Runde ändern. Ja, mit dabei ist Sabrina Tekes Kundin, 32 Jahre Jung, Teamleiterin in der It eines Maschinenbauunternehmens, schön,

dass du da bist. Herzlich Willkommen. Bevor wir auch die weiteren Gäste am Tisch begrüßen. Die erste Frage an dich, warum verdrängen junge Menschen das Thema? So gerne ja. Altersvorsorge. Es steckt im Namen Alter. Bei mir war es halt so, für mich war das eben immer was, was ich erst im Alter oder was für mich erst im Alter relevant wird, das heißt? Da muss ich mich jetzt in jungen

Jahren nicht mit beschäftigen. Ich muss ja erstmal Geld verdienen, um überhaupt was zu haben, um zu leben, um es auszugeben. Und ich hab damals angefangen, ein duales Studium zu machen, da verdient man ja dann auch schon ein bisschen Geld und hab dann natürlich auch irgendwann meinen ersten Rentenbescheid bekommen und dann steht da immer drauf, wieviel haben sie quasi schon jetzt gesammelt, wieviel würden sie bekommen, wenn sie so weiter einzahlen.

Und dann habe ich mir gedacht, okay, das ist jetzt eigentlich irgendwie nicht so viel mehr, als dass ich gerade verdiene und im dualen Studium verdient man ja jetzt auch noch nicht so viel, aber natürlich schon ein bisschen. Und dann habe ich gedacht, nee, also wenn ich alt bin, möchte ich mal nicht so wenig verdienen.

Und ja, das ist dann natürlich so ein Moment, wo man sich dann oder wo man anfängt, da mal aktiv drüber nachzudenken, ja, und es ist aber natürlich so, dass man, wenn jetzt vielleicht die Eltern nicht in dem Bereich irgendwie aktiv sind, da eigentlich gar nichts drüber weiß und. Ja, ja, genau das wollen wir heute ändern.

Also man verdrängt das, man schiebt es gerne auf unser Rentensystem, steht unter Druck, es kommt auch noch hinzu, wie können wir die ersten sinnvollen Schritte machen, all das wollen wir in unserer Podcast Doku besprechen und dafür haben wir hochkarätige Experten mit am Tisch. Freue mich sehr, dass Professor Dr. Bernd Ravelhüschen.

Mit dabei ist einer der renommiertesten Renten und Finanzökonomen des Landes. Und ja, analysierte das Rentensystem schon seit vielen Jahrzehnten und nimmt dabei auch kein Blatt vor den Mund. Herzlich Willkommen. Moin, ja danke. Und ebenso dabei ein für diejenigen, die die Podcast Serie kennen und die Tekes kennen, natürlich ein bekanntes Gesicht. Ramon Wiesnal, German Manager von Tekes. Dass dass du die Erfahrung mitbringst aus der Praxis, das

ist selbstredend. Aber gerade wenn es auch darum geht, zu schauen, wie kann ich jetzt mal konkrete Lösung aussehen, da freuen wir uns sehr, dass du dabei bist. Ja, ein Hallo in die Runde, freue mich sehr, dass das geklappt hat, hat mich sehr auf diese Reihe gefreut, ich glaube, die ist sehr, sehr wertvoll und wir werden jetzt einige Zeit miteinander verbringen, von daher die erste Frage, ob es für alle okay ist, wenn wir ins Du übergehen. Ja, Na klar. Sehr gerne, sehr gut, sehr gut,

sehr gut. Ja, bevor wir jetzt nach vorne schauen, wollen wir mal den Blick nach hinten wagen. Ich sag ja schon, das Rentensystem steht unter Druck, aber wenn man in die Vergangenheit schaut früher ratteten die Maschinen die Schornsteine rauchten und wer damals nicht mehr arbeiten konnte, war dann auch Familie.

Oder auf Almosen angewiesen. Heute haben wir dann die modernen Bürojobs deutlich höhere Lebenserwartung kommt auch hinzu, aber ich weiß nicht, ob es stimmt, aber hab das so wahrgenommen, unser Rentensystem funktioniert eigentlich noch genauso wie vor knapp 130 Jahren Bernd, Du Analysierst das Rentensystem, sagte ich schon seit Jahrzehnten, warum ist das Rentensystem so eine gefühlt tickende Zeitbombe? Naja das das liegt an der Zusammensetzung des Tisches,

mehr oder weniger. Also der Punkt ist ganz einfach, das Rentensystem hat natürlich gut funktioniert in der Umlagefinanzierung, denn Umlagefinanzierung heißt ja, dass Jung zahlt und alt nimmt, alt muss jung gewesen sein, hat mal was gezahlt und nimmt dann auch was so und dieser Generationenvertrag, der war natürlich intakt. Solange eben halt Generationen die nächste Generation auch

gemacht haben. Aber hier am Tisch seid ihr immer eine Mehrheit, aber draußen seid ihr eine verschwindende Minderheit, da bin ich die Mehrheit und die Mehrheit sagt noch mal, wo der Weg längst geht und wir als geburtenstarken Jahrgänge haben im Grunde genommen, was die Fertilität angeht, also was das Kinderkriegen angeht komplett

versagt und. Und das ist das Problem der Rentenversicherung, nicht nur der Rente, auch der Kranken und der Pflege. Überall, wo wir Umlageelemente haben, ist es zwangsläufig so, dass man eine doppelte Bringschuld hat, man muss zahlen und man muss auch Kinder in die Welt setzen, so, ich würde jetzt nicht hier am Tisch fragen, wieviel Kinder ihr denn alle habt, aber darin liegt das Problem. Klingt ein bisschen absurd, ne, aus deiner Sicht, was geht dir da durch den Kopf?

Ja, absolut. Also ich weiß ja auch ne aus den aus den älteren Jahrgängen, da gab es dann einfach. Sag mal viele Leute, die viel gearbeitet haben, die wahrscheinlich viel eingezahlt haben und das geht jetzt eben, wie du gesagt hast, einfach zurück.

Ich weiß, OK, man bekommt eine Rente, aber wie sieht die Halt in den in in ein paar Jahren, wenn ich dann eben so weit bin aus, ja dann gibt es einfach wahrscheinlich noch weniger Menschen die Halt arbeiten, die einzahlen, so wie ich es ja jetzt zum Beispiel auch schon tue. Für eigentlich eine Mehrheit, die diese Rente beansprucht.

Und dann fragt man sich halt wirklich, OK, wieviel ist denn dann eigentlich noch übrig, ist es eigentlich noch das, was, wie ich vorhin gesagt habe, auf meinem Rentenbescheid steht, oder kann ich da mittlerweile eigentlich gar nicht mehr mit rechnen? Ich würde ganz gerne auch diejenigen mal abholen, die das jetzt hören oder sehen und sich. Sagen so hä. Also ich. Habe das zwar einfach von der Rente mal gehört, aber so richtig einordnen kann ich das nicht.

Bernd, vielleicht kannst du mal. Grob erklären, wie dieses Rentensystem ursprünglich eigentlich mal geplant war. Jetzt haben wir den demografischen Wandel schon mal gehört, aber dieses Grundprinzip, wer finanziert da eigentlich wen? Vielleicht kannst du das noch

einmal zusammenfassen. Das Grundprinzip ist ganz einfach und es ist nicht nur ein deutsches, sondern ein weltweites Grundprinzip. In der Basisversorgung ist es überall in der Welt so, dass wir von den Erwerbstätigen letztlich lohnabhängige Beiträge oder Steuern einnehmen. Und dass wir das Aufkommen, was da rauskommt, dann entsprechend

den Alten geben. In Deutschland haben wir im Prinzip eine sehr, sehr stark lebensleistungsbezogene Rente, das heißt, wenn ich durchschnittlich durchs Leben gehe, habe ich auch nachher die Durchschnittsrente, wenn ich überdurchschnittlich bin, kriege ich überdurchschnittliche Rente, wenn ich nicht so gut durchschnittlich bin, dann kriege ich halt weniger, das heißt, die Rente ist Lebensleistung, wer sich über seine Rente in Deutschland

beschwert, beschwert sich darüber, dass er halt zu wenig geleistet hat, das ist der Punkt. Das schmeckt denen meistens dann nicht. Aber ich gerade sagen, das hören die Menschen nicht gerne. Aber nein, das ist aber das ist halt so ne Punkt.

Also du musst eben halt einfach sehen, das ist wirklich n einfrieren einer relativen Einkommensposition in Deutschland, aber dennoch ist es so, dass wir Menschen brauchen, die als Steuer oder als Beitragszahler das ganze Aufkommen generieren, das wir dann verteilen. So, und deshalb ist es immer ne Frage des Gebens und nehmens und wie viele Geber und wie viele Nehmer sind da. Und das hat sich weltweit verschoben, denn normalerweise hatten wir immer ne Bevölkerungspyramide, die halt

unten breit und oben spitz ist. Jetzt haben wir ne Kugel oder ne Urne oder n Döner schlecht geschnitten. Döner, ja. So, und das macht unser Problem aus, wir haben viel zu wenig Beitragszahler für viel zu viele Ansprüche, die viel zu lange auch gestellt werden, denn das ist das Langlebigkeitsproblem, das da natürlich noch mal schwimmt. Und das bringt das System dann ins Schwanken. Weil man jetzt einfach quasi länger in diesem Rentenalter ist, meint sie ne. Das ist der Punkt. So wieder.

Also du musst dir das einfach mal so vorstellen, wenn du deinen Urgroßvater oder Großvater nimmst. Der hat circa 10 Jahre seine Rente bezogen, die ferne Lebenserwartung bei Renteneintrag war circa 10 Jahre, hat dafür 45 Jahre gearbeitet, das heißt er hat für ein Rentenbezugsjahr viereinhalb Jahre gearbeitet, du wirst, wenn du in Rente gehst. In deinem Fall würde ich fast sagen, fast 30 Jahre deine Rente beziehen, denn du bist n langlebigkeitsrisiko hohen Maßes.

Und hast, und das ist gut gemeint, kommt, das ist gut gemeint. Ja, das meint er. Und das ist ja den. Einen oder anderen vielleicht nicht. Na ja, aber du wirst fast 30 Jahre die Rente beziehen und hast dafür, wenn es hoch kommt, 45 Jahre gearbeitet oder so. Das heißt du hast fast ein Jahr Rentenbezugszeit für ein Jahr einzahlzeit.

So, und das hat den Barwert dessen, was wir an Rente auszahlen, die Rentner meinen ja immer, sie kriegen so wenig, wir haben noch nie im Barwert so viel bezahlt wie. Jetzt ja, Ramon, in deiner Beratungspraxis erlebst du das Thema ja irgendwie jeden Tag ne und also sag mal was erlebst denn du da konkret bei deinen Kundinnen und Kunden? Also wir haben ja tatsächlich sehr junge. Kunden bei Tekes und ich glaube vielen ist das Thema auch

bewusst. Also dass das ein Problem ist und dass wir, was das Thema Demografie in Deutschland angeht, auf ja ein ganz großes Problem hinschlittern. Trotzdem ist es natürlich so klar, stell dir mal vor, du machst irgendwie dein Abitur, dann fängst du vielleicht an zu studieren, machst irgendwie deine Ausbildung, dann bist du auch froh, wenn du damit mitte 20, vielleicht sogar Ende 20 anfängst zu arbeiten, verdienst das erste Geld jetzt schon an

später zu denken. In 40 Jahren dann natürlich junge Menschen gar keinen Bock drauf.

Die wollen vielleicht erst mal reisen oder sich erst mal ein Auto kaufen oder die erste eigene Wohnung, das heißt, das erste Geld ist eigentlich schon verplant und dann schiebt man das Halt so vor sich hin und ist dann eigentlich erst so Thema, vielleicht für in 12345 Jahren, das heißt viele wissen, da ist was, können es vielleicht aber nicht so wirklich gut greifen und dann schiebt man es natürlich noch mal häufig auf die lange Bank, Bernd vielleicht.

Kannst du dieses Thema? Bezahlen der Rechnung durch die junge Generation noch mal beleuchten also wo konkret das Problem durch den demografischen Wandel liegt und und du hast es eben schon mal kurz angekündigt, ne so der Oper früher und so, aber heutzutage, warum ist die junge Generation so stark davon betroffen? Man sollte sich damit jetzt auch wirklich mal auseinandersetzen. Und. Im Grunde genommen ist die Generation die erste Generation,

die doppelt betroffen ist. Sie sind erstens deshalb betroffen, weil wenn du auf deinen Lohnzettel schaust, weißt du ja, was du für Beiträge zahlst. So hohe Beiträge hat keine Generation vor dieser jungen Generation jemals bezahlt. Ja, wir sind bei den höchsten Sozialabgaben, die wir jemals in diesem Land hatten, so, das ist das eine, aber jetzt noch mal, das reicht ja nicht, wir sind bei gut 40% jetzt, wir werden ganz schnell bei 50 sein. Und dann rasen wir aber locker auf die 55.

Manche sagen auch 60 zu und dann haben wir natürlich dieses erste große Problem, das, was bleibt mir eigentlich noch, wenn ich 2 Drittel Sozialabgaben zahle und dann noch ein Drittel steuern, dann ist es 0. Das geht also gar nicht, das können wir gar nicht, insofern wissen wir, dass das System so

nicht fortgeführt werden kann. Und das zweite Problem ist dann natürlich neben dem, dass sie wenig Geld haben an übrigen verfügbaren Einkommen dann noch mal für sich selbst dann vorzusorgen für Alter, aber auch natürlich für das, was

zwischendurch ist. Ich mein, ich muss ja zwischendurch auch tatsächlich meine Wohnung finanzieren, muss tatsächlich auch meine Sachen, also es ist ja nicht nur die Alterssicherung in der ganz langen Frist, sondern ich muss ne Ersparnisbildung haben, so in dieser Ersparnisbildung muss für den Lebenszyklus eingeteilt sein.

Das ist das, wo es, wo es natürlich den Jungen dann wieder auch wieder an Kragen geht, denn für den Lebenszyklus, da muss man viel zurücklegen, denn der Lebenszyklus der jetzigen jungen Generation ist sehr lang und die Widrigkeiten finden meistens hinten im Leben statt, und dafür sollte man tatsächlich dann auch zurücklegen. Ich glaub, das ist auch vielen gar nicht so bewusst. Ne, dass das Thema Rentenlücke ja dann auch bedeutet, du kannst später.

Den Lebensstandard, den du jetzt gewohnt bist, ja auch gar nicht mehr halten. So und ich vielleicht weiß nicht, ob es den Menschen so bewusst ist, die du da so gleich in der Beratung. Hast vielen ist das schon bewusst. Also gerade wenn man sich ja nur oberflächlich schon mit den zahlenden Fakten in Deutschland beschäftigt. Ne wie Bernd das gerade gesagt

hat. Wir haben gerade im internationalen Vergleich mitunter die höchsten Sozialabgaben, steuerabgaben, wir arbeiten auch, gerade wenn man sich andere Länder anschaut, am längsten und beziehen die niedrigste Rente, also. Ich glaube, die Kombination aus diesen Herausforderungen, die wir gesellschaftlich haben, ist vielen schon bewusst. Aber ich glaube, viele machen einfach die Augen zu. Also es wird einfach wie gesagt so nach hinten geschoben und das hat ja noch Zeit.

Ne, dass man sagt, man hat ja noch Zeit. Hey, ich bin jetzt jung, ich will jetzt erstmal leben wie du gesagt hast. Ich möchte vielleicht ins Ausland oder mir ein Auto kaufen oder also das man lebt ja schon sehr im jetzt generell, was ja auch schön ist. Also dafür ist das Leben ja auch teilweise da, ja. Aber wie du sagst, also ich glaube es geht einfach super vielen so, dass sie dann halt sagen, ich fange dann halt irgendwann an zu sparen oder mache halt das ein oder andere

nebenher. Oder man verlässt sich auf. Das gibt es natürlich auch. Ja, dass man sich zum einen dann auf diese staatliche Rente auch verlässt, das hatte ich ja auch vorhin gesagt, so ne, ob ich das überhaupt noch bekomme, das weiß man nicht. Ja einfach auf die lange Bank geschoben im Endeffekt. Hast du das? Wie gesagt, man konnte sich ja auch drauf verlassen. Ja, ja, ja. Das war ja tatsächlich so, dass die Lebensstandardsicherung auch gesichert war.

Das ist nicht mehr so. Hast du da das Gefühl, gerade als junger Mensch, dass die Politik auf deiner Seite steht? Bedingt also jetzt. Wir hatten ja erst neulich

wieder eine Wahl und. Da ist es ja auch oft dann das Thema ne, also wir sorgen dafür, dass die Rente steigt und das ist ja auch schön, weil für viele Leute ist es gut, wenn die Renten steigen, vielleicht dazu noch gesagt, gerade als Frau oder ne als als Frau, die dann eben auch Familie hat und da gibt es ja dann auch Jahre, wo man eben nicht arbeitet, weniger einzahlt in die in die Rentenkasse und so weiter da ist das toll und ich bin auch absolut dafür, dass Leute.

In Deutschland also, dass man ein gesichertes Leben führen kann und dass wir nicht in in der Altersarmut abrutschen und so weiter aber natürlich für uns als junge Generation ist es jetzt nicht so, dass ich denke, OK, sie tun jetzt viel für mich, ja, also weil, wie gesagt, Sie sagen ja nicht zu mir im Wahlversprechen irgendwie, hey, wenn du dann mal in 30 Jahren soweit bist, dann haben wir für dich auch noch was übrig, also das ist ja nicht das Wahlversprechen, was gemacht

wird oder was im Programm steht. Wenn du hast ja nun auch viele, viele Jahre auch Spitzenpolitiker mitberaten Kontakt gehabt, maßgeblich ja auch die Rentensystematik des Landes mit beeinflusst, mit einer Expertise, warum hat man so das Gefühl, dass die Politik sich jetzt auch nicht so extremst auf die jungen Leute einlässt und und da so vorangeht, wenn es um die Rente geht? Na, das ist sehr vorsichtig ausgedrückt, was du da gesagt

hast. Also sorry, die Wahl ist eine ganz klare Botschaft an die junge Generation. Die Wahl heißt, wir machen alles für die alten, uns auch hundertprozentig, wir erhöhen die Renten für Mütter, Mütterrente wird erhöht, wir halten das Rentenniveau konstant, obwohl wir es uns nicht leisten können, wir werden die Beiträge erhöhen. Nee, wollen wir nicht.

Also denn wenn wir die Steuern erhöhen, nee, können wir nicht, also wenn wir das erste Mal jetzt in diesem Lande durch das Drucken von Bundesobligationen und Renten finanzieren, das ist die die Botschaft dieser letzten Wahl, und die ist ganz, ganz, ganz klar zugunsten der alten, aber, und jetzt kommt der Punkt, wir sind ja auch die Mehrheit, Politiker machen, was, die Mehrheit will, das ist in Demokratie nun mal so, und die Mehrheit der Median Wähler ist 56 in Deutschland inzwischen,

und dann wird er ja noch älter. Wird er nie jünger werden, so, das heißt auf gut Deutsch. Als Politiker tue ich n Teufel und werd den jungen Generationen liefern, ich liefer denen, die mich am Leben halten und in der Politik halten, denn Politiker, die haben Mordsgefährliches leben die die die, die würden ja sofort abgewählt, wenn sie das nicht tun würden, was die

Mehrheit will. Und deshalb geht es um die Frage der Mehrheit. Wie bilden wir eine Mehrheit, die vernünftig agiert im Sinne beider Generation. Das ist eigentlich das politische Kunststück, so, und da gibt es eigentlich nur eine Fraktion, die wirklich Mehrheiten bilden kann, und zwar die Jungen, die werden es nie schaffen, ihr werdet nie im Leben mehr die Mehrheit stellen, Punkt so, sondern die alten werden sogar noch mehr, aber unter den Alten gibt es alte mit Kindern.

Und diese alten mit Kindern agieren anders als Alte ohne Kinder. Denn alte Mitkinder wissen, dass die Gehaltsabrechnung ihrer Kinder ihnen tatsächlich auch mal hin und wieder gezeigt wird. So, das heißt, die Koalition derer, die bei den geburtenstarken, also in meiner Generation Kinder hatten mit den Kindern, die könnte tatsächlich ne Mehrheit jenseits der 50% Marke schaffen, und erst wenn wir diese Mehrheit in der Bevölkerung hergestellt haben.

Kann, kann es Politiker geben, die die adressieren und damit tatsächlich dann auch Politik machen, bevor die nicht wissen, dass sie damit gewinnen, werden sie n Teufel. Tun. Und das wird noch dauern.

Na ja, es ist ne Frage Anstrengung ob wir, ob wir wirklich sagen wir mal so ne Runde wie diese hier machen mit mir als Grufti, der ihm halt eure Position teilweise vertritt, ist nicht mein Interesse, ich mein Interesse ist meine Rente und meine Pension so hoch wie möglich zu setzen und eure Steuern so weit wie möglich nach oben zu schrauben. Ja, aber dennoch wir, wir brauchen unsere Koalition, die hier am Tisch sitzt, ja jetzt.

Hat man ja auch über die Medien immer so viel von den Rentenreformen immer wieder eine neue Reform, die gewünscht ist oder angedacht wird. Aber warum zünden die einfach nicht so richtig spürbar? Es gab doch keine Rentenreform, es gab nur Rentenreformen, die die die Leistungen der Rentenbezieher Ausweiteten. Das nannte man Rentenreformen, es gab nur eine Rentenreform jemals in der deutschen Geschichte, wo das Gegenteil gemacht worden ist.

So, das hat der damalige Kanzler, der hier aus diesem Ort kommt, aus Hannover gemacht. Schröder mit seiner Agenda 2010, der hat tatsächlich eine Rentenreform gemacht, das war die einzige, die das Rentenniveau wirklich nach unten geschraubt hat, der war mutig, der wollte im Grunde genommen hatten wir ihm ja auch mit Vorgesteckt in der Kommission, der wollte eigentlich, dass die Leute länger arbeiten und dafür weniger Rente bekommen, damit sie im Barwert immer noch mehr

haben. Und diese Reform, die Agenda 2010, die hat dann seine eigene Partei ihm völlig zerschossen. Hört sich jetzt auch erstmal nicht so an, als ob das gut verkaufbar ist. Wenn die Leute hören okay sie müssen länger arbeiten und kriegen dann irgendwie weniger Rente. Also. Naja aber nochmal, stell dir vor, du du lebst tatsächlich circa 4 bis 5 Jahre länger als deine Mutter, die willst du gerne haben, oder? Ja, aber bezahlen muss das

woanders, oder? So, und das ist doch der Punkt, wenn wir länger leben, müssen wir doch einfach, und das haben wir in skandinavischen Ländern ja ständig gemacht, die Lebenserwartung muss ja einen Einfluss auf das Rentenzugangsseite haben, damit das Verhältnis dessen, was du zahlst an Jahren im Verhältnis vernünftig steht zu dem, was du bekommst an Jahren. Im Idealfall wäre es gerecht, wenn wir es gleich halten würden.

Wenn also du dasselbe wie deine, deine Mutter wie deine Großmutter und so weiter fort im Verhältnis an Jahren gezahlt hättest für das Rentenbezugsjahr, das wäre gleich und damit vielleicht auch gerecht, würde ich jedenfalls sagen. Ramon kommen die Menschen eigentlich mit diesem Wissen schon zu dir und sagen?

Bin da jetzt voll aufgeklärt, das hab ich jetzt gehört, das hab ich aus den Medien entnommen, hab vielleicht diesen Podcast gehört, aber grundsätzlich ne kommen die Menschen zu dir und sagen ich ich weiß wirklich da hab ich echt n Problem, da möchte ich jetzt was tun oder es ist eher so die die Aufgabe von dir und den Kolleginnen und Kollegen die Menschen dafür zu sensibilisieren wie reagieren die Menschen wenn sie dann zu dir kommen?

Also aus der Praxis gesprochen würde ich sagen, ist so n Mix. Also man merkt, dass. Die Bereitschaft und die, ich nenne es jetzt einfach mal Affinität zum Thema Rente, zum Thema Vorsorge, auf jeden Fall auch steigt, weil es ja auch überall immer wieder thematisiert wird, überall in der Presse, in den Medien geht es um dieses Thema.

Also ich glaube, dem kann sich keiner entrinnen, und trotzdem ist natürlich aber auch an uns in der Beratung da Aufklärerisch unterwegs zu sein und das auch mal zu skizzieren, also auch mit Zahlen, Daten, Fakten zu untermauern und und aufzudecken. Wieviel Rente wirst du später mal bekommen? Wieviel Rente möchtest du überhaupt haben, wie groß ist deine Lücke? Weil ich da.

Aber ich glaube das haben mittlerweile echt alle verstanden, sich auf den Staat zu verlassen, um dann irgendwann mit 50 da zu stehen und dann ausgerechnet zu bekommen, je näher ich jetzt Richtung Renteneintrittsalter komme, ich muss jetzt irgendwie monatlich meine 567 800€ wegpacken, um meine Rentenlücke schießen zu können, also das erschlägt ein Jahr, und ich glaube, dass die Offenheit, die Bereitschaft

schon da ist. Aber man muss es natürlich auch mit Zahlen, Daten, Fakten belegen und auch transparent machen und skizzieren, was ist jetzt ein guter Plan, um da positiv in die Zukunft zu schauen. Ist das für dich greifbar? Diese die Zahlen, die Daten, die Fakten, die dann kommen per Rentenbescheid oder wenn man mal ehrlich berät und sagt, hier, guck mal, so sieht es aus wie wie. Wirkt das auf also? Für mich alleine, ohne jetzt jemand der sich damit auskennt

wahrscheinlich nicht. Also um die Frage mal so direkt zu beantworten und es war bei uns bei allen jetzt zum Beispiel damals auch so. Also ich habe mich eben einfach nicht mit dem Thema so richtig beschäftigt, wollte ich auch nicht und dann war es halt im ersten Gespräch so, dass wir da einfach mal drüber ja gesprochen haben, mir eben diese genauen Fakten offengelegt wurden, so ein bisschen Transparenz in das

Thema Halt reingebracht wurde. Wo ich dann auch noch mal so ein aha Moment hatte und gesagt habe, hey, so kommen wir jetzt nicht weiter, wenn ich halt jetzt nichts mache. Ja und daraus ist dann natürlich auch resultiert, dass ich da Änderungen vorgenommen habe und einfach aktiv geworden bin.

Und gerade der größte aha Moment kommt ja dann, vor allem wenn man mal ausrechnet, was macht das aus jetzt anzufangen im Vergleich zu ich warte jetzt noch 5 Jahre, also wenn man das einfach mal mit einem kostenlosen Zinsrechner sich ausrechnet und und. Überlegt 100€ heute im Vergleich zu 100,00€ in 5 Jahren, was das ausmacht. Gerade auf den langfristigen Zeitraum.

Und da kommt dann häufig, dann bekommt er die große Erkenntnis und ok, krass, dann ist es ja total schlau, jetzt in jungen Jahren vielleicht schon anzufangen, auch mit kleinen Beträgen eben frühzeitig frühzeitig zu starten, am besten

heute, am besten gestern schon. Ich würde dieses Szenario gerne mal durchspielen, also auch gerade an dich die Frage, wenn jemand jetzt sagt, ja. Ist mir alles zu komplex, ich lehn mich einfach zurück, ich mach gar nichts, weiß nicht durchschnittliches Einkommen, was wie wird seine Realität im

Alter dann aussehen? Ist es wirklich das, was man auch aus den Medien sieht, die Altersarmut, das Flaschensammeln ist das eine Realität, also ist das Realität für für so n für den durchschnittlichen Deutschen, die durchschnittliche Deutsche und vor allem auch. So. Das ökonomische Risiko, wenn ganz, ganz viele Menschen sich zurücklehnen, sagen, NÖ, Mach das einfach nicht, ich lehn mich jetzt zurück, wie beurteilst du das als Ökonom?

Also sagen wir mal so, dieses Altersarmutsargument benutze ich eigentlich sehr selten, weil faktisch ist das keine Sache, die wirklich die meisten Menschen tangiert. Also wir haben eine Altersarmut. Ich meine, in den Medien wird immer die Armutsgefährdungsquote genommen und das wird dann immer

als Altersarmut hingestellt. Altersgefährdungsquote sind, wenn ich wenn ich 60 oder 50% vom Durchschnitts oder medianeinkommen habe, jeder Statistiker weiß, dass das, was in den Zeitungen steht, kompletter Unfug ist.

Denn Sozialarm, also Sozialhilfebedürftig oder in der Grundsicherung im Alter waren früher, wenn es hochkam 3% der Bevölkerung. Seitdem wir die Armutsgrenze n bisschen hochgeschwappt haben, ist es vielleicht 3,5% der Bevölkerung. Also nur zum vergleich alleinstehende Frauen mit Kindern haben nicht ne 3 prozentige Armutsquote, sondern ne 25 prozentige Kinder haben ne 15% also es gibt keine Bevölkerungsgruppe, die weniger von Armut bedroht ist als die alten und dabei wird es auch

bleiben, also auch die, die sich hinten rübersetzen und nichts tun, haben kein Armutsproblem, aber was sie haben ist n lebensstandardsicherungsproblem. Denn das, was sie vorher hatten, das werden Sie dann nie wieder haben. Das heißt, sie rutschen in eine Basisversorgung ab, die nicht weit über der soziale Frequenze oder der Grundsicherung für Alte

steht. Das ist die wirkliche Problematik für diejenigen, die aufhören, darüber nachzudenken, sich das Leben einzuteilen, so wie das jedes Kind lernen muss. Das Leben besteht eben aus verschiedenen Phasen, und das weiß man nun nicht jeder. Also man kann auch abhanden kommen zwischendurch. Dann hat sich das erübrigt. Ja, und das also ich kann mir auch vorstellen, viele Menschen sagen sich, Boah, die Politik wird es schon irgendwann regeln.

Wenn es aber so viele sind, gut, da ist ja die Antwort schon vorher genommen, klares Nein, ne nein, die Politik. Wird es nicht regeln? Die Politik wird das Regeln, was ihr nützt, das ist aber bei jedem von uns so, man regelt das, was einem nützt, das was einem, nee, das macht man doch nicht oder so und so sind Politiker auch, die sind ja nicht anders als wir. Also sorry und die richten sich aus an dem, was ihnen nützt. Und an der Mehrheit.

Das ist die Mehrheit, ja. Und das muss man ja auch mal verbildlichen. Also wie Bernd das gerade gesagt hat, ich gewöhne mich an meinen Lebensstandard, habe den vielleicht 3040 Jahre irgendwie aufgebaut, habe vielleicht ein hauseigentum Wohnung, wie auch immer, mache regelmäßig meine Urlaube und ich gewöhne mich ja über Jahrzehnte hinweg an meinen Lebensstandard und und wie ich das verbringen möchte und falle

dann von. Gefühlt einem auf den anderen Tag irgendwo nach unten kann mir dann vielleicht das nicht mehr leisten. Kann ich mir so einkaufen, wie es immer gewohnt war, kann ich mir die Urlaub machen, gerade in der Rente habe ich ja noch mal mehr Zeit, also wenn ich jetzt nicht wöchentlich meine 40 Stunden arbeite, sondern nur noch Freizeit habe, dann geben ja viele auch tendenziell mehr Geld aus. Und du bist fitter im Alter.

Stimmt. Als vielleicht noch vor Generation vor 50 Jahren, so dass du dann als Opa auch auch gerne so. Doch wenn du mit den Freizeitpark möchtest oder du es kannst. Also auf jeden Fall ein großes Thema. Sag mal und die die Menschen, die zu dir kommen und da eher dann nur mit verschränkten Armen sitzen, sagen, ja, komm, das sind das genau die Themen, womit du durchdringst.

Also wenn du sagst, ja die sind immer deine Situation und so wird es dann zukünftig sein und öffnen sich die Menschen, verstehen sie es dann oder hast du das Gefühl, viele sagen sich trotzdem, nee, da bleibe ich bockig, soll die Politik es doch regeln, dauert noch 40 Jahre bis soweit ist. Da kommt natürlich dann wie gesagt dieses rationale mit

rein. Ne, also gibt natürlich schon viele, die dann auch da sitzen, sagen nee komm, wir machen das in ein paar Jahren gar keine Frage, aber wenn man das mal umdreht und dann einfach vielleicht ja die die Fragestellung abgibt und sagt, OK, wie wäre denn jetzt der Plan, also wenn wir heute nicht anfangen, wie würdest du das dann machen in 5 Jahren und wir dann gemeinsam mal reingehen in so eine Altersvorsorgeberechnung, in so eine Kalkulation? Dann kommen da viele glaub ich

schon selbst drauf. Also ich glaub diese Selbsterkenntnis, wenn man sich einfach mal mit an den Tisch setzt und diese Zahlen, Daten, Fakten durchspielt, ich glaub das reicht dann vielen und man sieht es ja auch jeden Tag, also gerade wenn man irgendwie durch die Fußgängerzone läuft und und das Thema Altersarmut ja einfach mal versucht auf sich wirken zu lassen, gibt natürlich mittlerweile auch viele die was das Thema Flaschensammeln zum Beispiel angeht, da echt große

Probleme haben und das wird ja immer noch schlimmer und immer krasser. Sabrina, erkennst du dich da so ein bisschen wieder, was Ramon sagte? Also Ah, gefühlt ist es ja auch lieber jetzt konsumieren als dann später. Ja, absolut.

Also ich habe jetzt noch keine Kinder, ich habe kein Eigentum, ich habe eigentlich nichts, worum ich mich kümmern muss im Endeffekt also blöd gesagt und ich verdiene jetzt natürlich, sag ich mal, einigermaßen viel Geld, also für das, wie ich jetzt zum Beispiel vorher mit einem Studium gestartet bin, ist man ja jetzt irgendwo. In den Dreißigern, in seinem Peak, ja was Karriere oder so angeht. Und natürlich ist das super verlockend.

Ja, also ich könnte gefühlt 1000 Dinge machen, ich habe eine Liste mit wünschen die ich habe, die ich mir irgendwann gern erfüllen möchte und von daher ist es immer schöner jetzt Geld auszugeben für Dinge, die einem Spaß machen oder die man schon immer machen möchte, statt jetzt zu sagen, Ah nee, komm also diesen Monat, fahre jetzt nicht in Urlaub, sondern nehme halt die 800€ und lege sie weg. Ja. Also mit kleinen Beiträgen anzufangen, tut nicht so doll weh. Ne, nimmst du das auch so wahr

im Alltag? Genau das wollte ich gerade sagen. Also bevor man dann diesen krassen Move macht und dann monatlich direkt so viel beiseite packt, ist es halt total schlau, gerade mit kleinen Beträgen anzufangen, also auch während. Dem Shop, wenn ich dich unterbreche, aber gerade wenn du jung bist und das ist ja nicht so, dass jeder sagt, ich würde jeden Monat 1000 2000,00€ beiseite legen. Ja, das reicht ja manchmal schon mit kleinen Beträgen also.

Selbst im Studium mit 25€ monatlich mit 50€ monatlich schon mal zu starten, dann dann tut es auch nicht so weh, wenn ich es dann langsam anpasse, ne, dann fängst du irgendwie an mit 50€ in der Ausbildung im Studium, dann passt man es danach n bisschen an und so steigert sich das alles so n bisschen nach oben und dann ist das gar nicht so krass.

Ne ich hab neulich mit einem Kunden zusammengesessen, der ist schon langjährig Kunde der auch mit 50€ angefangen ja auch mittlerweile so mit 50 genau bei dem sitzt jetzt mittlerweile knapp 300€ und das. Hat sich für den aber auch jetzt nicht so schmerzhaft angefühlt, weil das Halt ganz langsam dem Einkommen, dem Gehalt angepasst hat, der Lebenssituation zu wächst und dann läuft das einfach so mit.

Man gewöhnt sich halt auch einfach dran, ist wirklich glaube ich alterslos, ist auch einfach so ein Gewohnheitsding muss halt einfach mal anfangen den ersten Schritt zu machen. Und wenn es dann halt, sage ich mal, eh weg ist jeden Monat, dann kann man ja auch nicht rangehen oder vermisst es halt auch nicht. Wie du gesagt hast, ne, also es ist dann einfach weg und man aus den Augen aus dem Sender wie man

so schön sagt. Hättest du dich besser auf gefühlt gestellt, gerade wenn es um das Thema Altersvorsorge geht und man kann ja sagen, Finanzen im Allgemeinen, hätte es das als Schulfach gegeben. Ich glaube, es hätte viele oder es sollte in Deutschland viele Dinge geben, die man in der Schule haben sollte, statt das, was statt dem, was man eigentlich lernt, ja also um die Frage direkt zu beantworten, ja.

Ich finde, dass die ganzen Themen, also Finanzen, steuern, aber auch alles, was so eigentlich dein, dein alltägliches Leben als erwachsener Mensch betrifft, das kommt einfach zu kurz. Ja, und wir lernen Dinge, keine Ahnung, wie ich linear Gleichungen löse, aber halt nicht wie ich eine Steuererklärung mache und da fängt es ja schon an. Also ich würde sagen, ja jetzt. Haben wir den Professor am Tisch? Was glaubst du, Bernd, warum dieses Thema? Finanzen oder Altersvorsorge im Speziellen.

Du hast ja selber gesagt, einen Rentenbescheid zu lesen. Eigentlich ist es ja, hat es nichts mit Finanzen zu tun, aber auch einen Mietvertrag zu verstehen, was man unterschreibt, all diese wichtigen Themen, die man erst später lernt, warum gibt es das nicht schon in der Schule in Deutschland hast du eine Begründung hast, hast du das über Jahrzehnte gesehen? Ja, das ist die Begründung, ist

relativ einfach. In der Schule brauchst du ja Lehrer, die das Lehren. Und die müssen ja lehren, was sie können, wenn Sie es selbst nicht können, wie sollen sie das

Lehren? Das ist schwierig, also noch mal, da wäre ich vorsichtig mal, ob ich da wirklich Aussicht auf Erfolg hätte, wir brauchen mehr Wirtschaftswissenschaftler an den Schulen, wir brauchen mehr Leute, die tatsächlich denen mal erklären, was ne synthetische Form der Einkommensbesteuerung oder was abgeltungssteuern sind, wie die funktionieren, wie man Sonderausgabenabzüge in den Alterssicherungssystemen nutzt, wie man und so weiter und sofort.

Das brauchen wir. Wir bilden die in der Volkswirtschaftslehre natürlich aus, in Freiburg, also wer da studiert, der lernt das auch, aber auch da sind die Universitäten teilweise eher auf so esoterisch spieltheoretischer Ebene unterwegs und nicht so sehr praxisorientiert, also also wie man eine Bilanz aufstellt, wie man Steuern abführt, früher in BWL haben wir das, jeder musste das können, jeder musste

das auch lesen können. Das ist nicht mehr so und wir werden die Universitäten nicht mehr Nachschub bringen. Dann können die Schulen natürlich überhaupt nichts mehr bekommen, also das ist halt wirklich so n so n finanzieller Analphabetismus, den wir in Deutschland da entwickeln, die wichtigen Dinge sind ja irgendwie im. Diffusen. Und kommen zu kurz. Und deswegen beschäftigen sich ja auch glaub ich so wenig junge Leute von alleine damit. Ja, weil also.

Ich weiß ehrlicherweise nicht mehr, ob mir damals in der Schule jemand überhaupt das Rentensystem erklärt hat oder was ne Rente ist. Also es war halt immer ja OK, das ist das Geld, was du bekommst, wenn du irgendwann nicht mehr arbeitest. Aber was da halt wirklich hintersteckt, umlagesystem und so weiter ich kann mich nicht erinnern, dass mir das jemand erzählt hat.

Ja, ja. Ja, so langsam nähern wir uns dem Ende der 1. Folge unserer Podcast Doku in der 2. Folge Ramonda sprechen wir dann intensiver auch über Lösungswege, ne, aber wenn wir jetzt mal so zusammenfassen, was wir jetzt gehört haben, ne die Situation des rennenden Systems ist so wie sie ist. Fachlich kriegst du das Thema in der Schule jetzt nicht sofort mit auf den Tisch, aber dennoch bist du da gerade als junger Mensch, dem dem Problem ausgesetzt.

Wenn wir jetzt noch nicht über die Lösung sprechen, aber uns diesem Thema nähern, dass ich offen bin für das Thema, hat es ja auch ganz viel mit Mindset zu tun. Ne, welches Mindset sollte man denn haben, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt? Es ist eher das Gefühlsgetriebene sollte man sich eher der Mathematik bedienen, der Fakten, so was was meinst du was, was ist ein gutes Mindset um sich der eigenen Altersvorsorge positiv zu nähern? Ja, wahrscheinlich ist es die

Kombination aus beiden. Natürlich spielt die Emotionalität eine große Rolle, weil ich natürlich mir schon vorstelle, wie ist das später mal der Ruhestand, wie stelle ich mir das vor, wenn ich in Rente gehe und wie will ich dann einfach leben, wie soll mein Leben aussehen später, aber wir müssen es halt eben auch schaffen, und das müssen wir reinbekommen, das ist ja auch der Sinn unserer Beratung, dieses aufklärerische, dem Abhilfe zu schaffen, was Bernd

gerade gesagt hat, dieser. Finanzielle Analphabetismus dass wir das rationale reinbekommen müssen und es muss am Ende umzahlen da in Fakten gehen, und das ist ja auch das Schöne, schon mal die Aussicht und der Blicke, oft dann die 2. Folge. Es ist eigentlich auch nicht schwer, also das auszurechnen und sich dieser Mathematik zu bedienen und sich vor Augen zu führen, wieviel Rente möchte ich haben, wieviel bekomme ich vom Staat.

Wie hoch ist meine Lücke und wieviel muss ich jetzt monatlich wegsparen, um diese Lücke zu schließen? Das ist pure Mathematik, das sind einfach zahlen, Daten, Fakten, wenn wir es da schaffen, einfach für ein bisschen mehr Aufklärung und für ein bisschen mehr Bildung zu sorgen, dann kriegt man das auch relativ gut, einfach hin und schon ganz gut gelöst. Also am Ende muss es die Mathematik sein. Ich denke, wo auch der Schlüssel ist. So wie du sagst, es muss um die

Person selber gehen. Also es muss individuell sein selbst. Also angenommen ich hätte jetzt das zum Beispiel in der Schule gehabt. Dann hätte ja nicht mein Lehrer sich hingestellt und gesagt, Sabrina, in deinem Fall sieht so und so aus.

Also das das ist ja nicht Sinn und Zweck bei einer Schulklasse, aber eben, wenn es genau darum geht, also wenn es um deine individuelle Situation und deine Zukunft geht, was ja eine emotionale, ein emotionaler Aspekt ist, dann ist es ja viel, viel wichtiger und viel, viel wertvoller, dass der Mensch sich damit überhaupt beschäftigt, ja, glaube ich.

Ein guter Cliffhanger um. In Folge 2 zu stark, von daher erst einmal für den bis zum jetzigen Moment herzlichen Dank und in Folge 2 schauen wir uns die Lösung an, bis dann dieser Podcast soll dir Finanzwissen verständlich vermitteln, er ersetzt jedoch keine individuelle Beratung, die Inhalte dienen nicht als vollständige Grundlage für Anlageentscheidungen. Unsere Interviewgäste sind Selbstständige Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner der TGS AG und Expertinnen und Experten in den

Bereichen Versicherung, Vermögensaufbau, Vorsorge und Finanzen. Ihre Aussagen geben ihre eigene Meinung wieder und müssen nicht mit der Ansicht der TGS AG übereinstimmen, wenn wir über Finanzinstrumente wie Aktien oder Fonds sprechen, bedenke, jede Anlage ist mit Risiken verbunden, auch ein Verlust des investierten Kapitals ist

möglich. Chancen und Risiken gehen oft Hand in Hand höhere Renditechancen bedeuten meist auch ein höheres Risiko. Das gilt auch für Immobilien, ihr Wert kann steigen, aber auch fallen, Mieteinnahmen sind nicht garantiert und können steigen, fallen oder ausbleiben bis hin zur Nichtvermietung treffe finanzielle Entscheidungen daher immer gut informiert und lass dich im Zweifel professionell beraten.

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