Hallo und herzlich willkommen zu Tasty MTG, dem Podcast zu allen Fragen des guten Geschmacks rund um das Spiel, welches wir alle so lieben. Magic the Gathering. Mein Name ist Geis.
Und ich bin Martin. 2024 war das Jahr, in dem das nächste Fantasy-Artwork nur ein AI-Prompt entfernt zu sein schien. Und doch entsteht die wahre Magie für mich erst, wenn ein Künstler oder eine Künstlerin ihre Vision von fernen Welten, undenkbaren Wesen und verblüffenden Zaubern mit den eigenen Händen erschafft und Wirklichkeit werden lässt. Wie diese Folge einmal mehr eindrucksvoll beweisen soll.
Die künstlerischen Highlights des vergangenen Jahres liegen nicht in der schieren Masse, die jenes hervorgebracht hat. Sie liegen in den Details, denen, die keine KI imstande ist, sie zu treffen, die uns Welten eröffnen, Geschichten erzählen und den Artwork-Frame unendlich groß wirken lassen. Wir haben noch einmal genau hingeschaut, die unserer Meinung nach Besten herausgesucht und verleihen Ihnen heute den größten Kunstpreis der deutschsprachigen Podcast-Szene. Das ist der Goldene Tasty 2024.
Los geht's!
Ja, hallo Guys.
Hallo Martin. Es ist wieder soweit. Wir haben es geschafft. Ein Jahr ist rum. Und das ist tatsächlich ein Jubiläum. Wir haben den fünften goldenen Tasty verleihen wir schon.
Ui, 2002.
Ja, das ist echt krass.
Schön, dass wir wieder in dieser festlichen Gala zusammen sind. Wir machen es dieses Jahr nicht live. Wir haben ein bisschen rumgefragt. Es war, glaube ich, nicht so viel Feedback dazu. Ich glaube, ihr wollt das lieber alle aufgezeichnet hören. Und deswegen machen wir uns jetzt hier schön eine kuschelige Sendung und nehmen die Preisverleihung des Golden Tasty 2024 im Januar 2025 auf.
Richtig, deswegen 2024. Das haben wir quasi immer benannt nach dem Jahr, aus dem auch die Artworks stammen, die wir hier prämieren, die wir uns anschauen. Also wir haben auch wirklich nur Artworks angeschaut, die im letzten Jahr 2024 rausgekommen sind. Ich bin allerdings ein bisschen verwirrt gewesen, das vielleicht gleich mal vorweg.
Ich habe mir natürlich nochmal die ArtFuchs 2023 angeschaut und wir haben ja auch immer unter unserer Podcast-Episode einen Link gesetzt, auch zu unserer Scryfall-Suche und haben dann auch dahinter geschrieben, wie viele Karten das in diesem Jahr jeweils waren. Da können wir dann später auch nochmal drauf eingehen. Und ich habe gesehen, dass es für das Jahr 2023 zehn Karten hinzugekommen sind.
Ich weiß nicht, wann sie die hinzugefügt haben oder ob sie die korrigiert haben und die plötzlich aus einem anderen Jahr dahin gerutscht sind. Aber es waren plötzlich mehr Karten. Also ich sage mal so, wir prämieren die besten Karten des Jahres 2024 Stand Januar 2025. Also wenn später noch Karten hinzukommen, dann sind die uns gegebenenfalls unbekannt.
Genau, und wir vergeben wie jedes Jahr vier Kategorien und kühren dann am Ende den Artist of the Year aus unserer Sicht. Und hier steht noch 2023 in der Liste. Ist natürlich falsch, ist 2024.
Also die vier Kategorien, in denen wir Preise verleihen, sind einmal ein Preis für das beste Land-Artwork, ein Preis für das beste Kreaturen- und Planeswalker-Artwork, also ein eher figürliches Artwork, um einen Preis für das beste Nicht-Kreaturen- und Nicht-Planeswalker-Artwork da sind dann quasi alle anderen Karten drüben drin und Nicht-Länder-Artwork, und einen Preis für den besten Newcomer, die beste Newcomerin des letzten Jahres,
also eine Person, die im letzten Jahr oder kurz vor letzten Jahres, wir haben ja da auch immer kleine Ausnahmen in der Vergangenheit gemacht, begonnen hat für Magic zu illustrieren und eine Person, von der wir auf jeden Fall gern mehr sehen möchten in den nächsten Jahren.
Genau, das erwartet euch alles im Hauptteil, wir Wir machen jetzt eine Vorspeise. Da sprechen wir auch noch ein bisschen über was Künstlerisches. Und dann geht es mitten los, mitten rein in die Preisverleihungen, würde ich sagen. Dann, genau, weil es jetzt natürlich Winter ist und draußen sehr, sehr kalt, sind alle Vorspeisen auch so ein bisschen an die Kälte angepasst. Und als Vorspeise gibt es schon mal eine kalte Suppe.
Wenn es draußen kalt ist, will man da nicht lieber was Warmes essen?
Ich sage nicht, wie die Suppe kalt geworden ist. Vielleicht war es ja mal eine heiße Suppe, aber weil es so bitter, bitter kalt ist, kühlt die auch schneller ab. Ist kalte Suppe so ein Ding für dich? Also ich kenne die italienische Gaspaccio, glaube ich.
Don't like it. Ja, mag das nicht.
Ist im Sommer ganz nice, aber magst du Kaltschale?
Nee, auch nicht.
Das glaube ich in großer Übereinstimmung, ob man das mag oder nicht.
Also ich mag Dinge kalt, aber es gibt Dinge, die ich lieber war.
Okay. In der Vorspeise wollten wir kurz noch mal darüber sprechen, über das, was wir im Intro schon so halblustig angemerkt haben. Und zwar Fantasy Art und AI, generative künstliche Intelligenz. Da gibt es ganz viele Möglichkeiten, sich kolossale Fantasy Artworks zu gestalten. Und hin und wieder sieht man die jetzt auch schon in the wild, auf Brettspielen. Ich glaube, da kennst du dich vielleicht noch besser aus als Spiele-Designer.
Manchmal sieht man es auch auf so eigens verlegten Rollenspiel Covern. Und Wizards of the Coast ist natürlich einer der größten Fantasy- Bilder in Auftraggeber. Sei es für eben Dungeons & Dragons, das größte Rollenspiel, meine ich, der Welt, was von Wizards verlegt wird. Und dann auf der anderen Seite natürlich auch von Magic the Gathering.
Und da gab es auch schon so ein paar kleinere Aufschreie, weil dann doch wieder mal so ein AI-Bild dazwischen gerutscht ist und das hat deswegen einen Aufschrei hervorgerufen, weil Wizard selber sich natürlich auf die Fahnen geschrieben hat und da wirklich auch nochmal einen Blogpost dazu gemacht hat. Das fand ich nochmal beachtenswert. Den letzten, sind wir auch schon ein Jahr her, am 7.
Januar 2024, gab es nochmal ein Update zu ihrem Standpunkt zu generativen AI-Tools in der Illustration von Magic. Und da machen sie eigentlich nochmal klar, dass sie davon nichts halten und weiterhin auf den menschlichen Künstler und die menschliche Künstlerin setzen. Und ja, da auch nochmal betonen, dass sie da transparent machen wollen, dass sie darauf hinschauen, wenn Art entsteht.
Das natürlich immer schwieriger wird, auch das rauszufinden, aber dass sie trotzdem alles daran setzen, dass so wenig wie möglich und beziehungsweise gar keine generative AI in ihren Kunstwerken Verwendung findet.
Und trotzdem habe ich gehört oder gesehen in einem Video von Tim Gettke, da möchte ich euch einmal kurz auf ihn aufmerksam machen, toller Typ, super Illustrator und macht ganz, ganz tolle Proxys auch.
Der hat einen YouTube-Kanal, at dieser Tim Gettke, also G-A-E-D-K-E, den kennt ihr vielleicht auch, wenn ihr vielleicht mal herumkommentiert geschaut habt, da war er auch schon im Stream und ansonsten ist er ein ziemlich umtriebiger Teil der Community, hat auch einen Podcast, glaube ich, zusammen mit MTG Aluhüte oder Magic Aluhüte oder irgendwie sowas. Zusammen mit Robin von Radio Ravnica und der berichtet immer mal wieder Neuigkeiten zum Umgang von AI bei Wizards of the Coast.
Da könnt ihr auf jeden Fall mal reinschauen, weil der guckt da ziemlich genau hin. Klar, der ist selber Illustrator und wer illustriert, hat natürlich alles andere als Verständnis dafür, wenn so eine große Firma sich damit eigentlich selbst und der Community keinen Gefallen tut, indem sie AI-Kunst einsetzen und sich selber damit einfach ein bisschen Identität berauben, langfristig.
Und ich hoffe, dass sie das auch nach wie vor nicht machen werden und ihr Versprechen, wie du es gerade vorgelesen hast, auch einfach halten werden und dann nicht durchs Hintertürchen dann vielleicht doch wohl auch Einsparungen machen und KI einsetzen werden.
Nehmen wir es erstmal so hin und glauben Sie ihn erstmal. Ich finde es auf jeden Fall gut, dass Sie sich mit dem Thema beschäftigen, dass Sie auch so einen klaren Standpunkt formuliert haben. Und jetzt können Sie eigentlich nur noch selber beweisen, dass Sie dazu stehen, indem sie, das transparent machen, wenn ihnen was tatsächlich dazwischen rutscht, wenn andere, oder wie sie reagieren, wenn andere darauf hinweisen, dass sie vermeintlich was entdeckt haben.
Also es bleibt auf jeden Fall spannend und 2025 bestimmt auch ein Jahr, wo das nochmal richtig Fahrt aufnehmen wird, dieses ganze Thema in Fantasy-Illustrationen mit generativer AI.
Wir werden auf jeden Fall keinen Tasty für den, goldenen Tasty für den besten Prompt vergeben. Das kann ich an der Stelle schon mal sagen. Also die Preisverleihung ist schon dafür da, um eine menschliche Leistung zu würdigen. Und davon hat Magic bisher einfach gezeigt, dass sie die Besten der Welt versammeln, die Besten, die wir kennen.
Es gibt sicherlich noch sehr, sehr viele andere von den Wizards noch keine Ahnung hat oder die wir noch nicht gesehen haben, mit den Wizards bereits zusammenarbeitet und die wir dann erst so in zwei Jahren kennenlernen werden, wenn ihre ersten Magic Artworks erscheinen.
Das ist so die Zeitspanne zwischen dem Zeichnen des Bildes und der Veröffentlichung, und da bin ich ganz gespannt drauf und da werden wir auf jeden Fall noch sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel schöne Sachen sehen, davon bin ich überzeugt.
Aber ich hoffe nicht, weil wenn du einmal irgendwo AI zwischendrin gepostet hast, dann könnte sich das negativ auf alle anderen IllustratorInnen auswirken, weil dann alle Bilder von ihnen hinterfragt werden, wenn die einmal irgendwo AI einsetzen, wer weiß, wo sie es noch machen. Und das darf auf keinen Fall passieren.
Gut, und mit dieser kleinen Vorrede sind wir jetzt auch gut gewappnet, um in die Hauptspeise zu gehen und menschliche große Kunst zu prämieren. Und für die Hauptspeise gibt es natürlich auch eine kalte Speise und zwar ist das in dem Fall Eisbein.
Ich weiß nicht, warum Eisbein Eisbein heißt aber es wird warm serviert zumindest als ich früher noch Eisbein gegessen habe kam das immer warm auf den Tisch aber da hat es meine Mutter auch selber gemacht und wer weiß, was sie sich dann für ein Rezept ausgedacht hat dazu.
Es soll Althochdeutsch, soll es irgendwie Hüftbein bedeuten oder vermutlich entgegnet aus dem lateinischen Ischia-Hüftgelenk. Es gibt auch noch andere Erklärungen, dass es irgendwie vom, frühjubblichen Verwendung der Schienbeine als Material für Schlittschubkufen ableitet. Aber genau. Es ist auf jeden Fall tatsächlich eine warme Speise, die man im Winter essen kann, wenn man Fleisch isst. Sagen wir es mal so. Bevor wir jetzt gleich loslegen mit unserem Preisverleihung, noch kurz ein Hinweis.
Wir streuen auch immer schon mal wieder ein bisschen davor Nominierte für den Golden & Tasty ein. Also, dass ihr das auch schon mal gehört habt. Wir nennen schon mal vier Namen und einer davon wird es. Ihr könnt zum Schluss, also bis zum Schluss mitfiebern und euch überlegen und schon mal gucken, wen ihr favorisieren würdet, wer es denn am Schluss denn wird.
Ja, wir sind natürlich super gespannt. Ist einer der vier Namen vielleicht auch die Person, die ihr da reingesetzt hättet oder habt ihr einfach noch ganz andere Leute im Kopf? Wir gucken natürlich, dass es eine Person ist, die jetzt nicht mal nur eine Karte illustriert hat, die toll war, sondern einfach wirklich eine Person, die sich durch ihren Stil, auch durch dieses Magic Jahr hindurchgezogen hat und Magic auch mit geprägt hat.
Ich dachte.
Anders als bei den anderen Artworks. Da darf es auch mal eine Person sein, die eine krasse Karte illustriert hat. Aber mal gucken. Da wollen wir noch nicht zu viel vorweg nehmen.
Du sagst jetzt, wir sind gespannt, ob es einer von den vier dann am Schluss wird, der den goldenen Tasty gewinnt. Aber ich glaube, da kann man sicher sagen, das ist es.
Ja, wir verleihen ja schon immer den silbernen Tasty zwischendrin bei unseren kleinen Set-Checks. Und diese Artworks sind mir natürlich auch wieder begegnet. Aber es sind so viel mehr Karten und Artworks rausgekommen, die wir eben nicht, in diesen Standard-Hauptsets irgendwie drin waren, sondern in den Commander-Decks drin und in Secret Lairs drin und in Universes Beyond und wo auch immer und die haben wir uns auch alle mit angeschaut.
Genau und das waren eine ganze Menge, weil wir dieses Jahr auch wieder nochmal mehr Karten zur Verfügung hatten, die in die Auswahl mit eingeflossen sind. Ich glaube es waren über 8000 insgesamt.
Ja, lass mal über Masse sprechen, genau. Bevor wir zur Qualität gehen, lass uns mal kurz über die Quantität sprechen. Also wir hatten individuell gestaltete Karten. Das sage ich jetzt mal, diese Zahl plus minus kleine Abweichungen. Ich glaube, in dieser Zahl ist auch mal so eine Karte mit drin, wo man so Sachen rausbrechen kann. Weißt du, so vorperforierte Tokens werden glaube ich auch mit aufgeführt bei Scryfall.
Ja, es ist auch, würde ich jetzt nicht als die krasse Illustration oder das krasse Artwork bezeichnen. Also wir haben dort an der Zahl individuell gestaltete Knoten, die rausgekommen sind 8.830 im letzten Jahr.
Fast 9.000, ja, krass.
Genau, also Karten mit individuellen Artworks, da sind jetzt allerdings auch Reprints dabei, das heißt, das sind nicht alles neue Artworks in diesen 8830. Da können wir jetzt tatsächlich mal gucken, wie viele das in den letzten Jahren waren, weil ich habe mal ein bisschen Statistik gemacht und geguckt, wie viele das in den letzten Jahren waren und im letzten Jahr waren es tatsächlich nur, im Vergleich dazu, 7072. Also dieses Jahr fast 9.000, letztes Jahr nur 7.000.
Das ist schon ein relativ großer Unterschied, auch wenn es wahnsinnig viel ist. Was mich aber total verblüfft hat, war, dass es im Jahr davor, also Jahr 2022, 8.140 waren. Und das ein ziemlicher Peak im Vergleich zum Jahr 2023.
Dieses Jahr haben wir das nochmal übertroffen. So und jetzt noch eine kleine Überraschung, wenn man weiter zurückgeht, im Jahr 2021 waren es nur rund 5.500 Karten mit individuellen Artworks, also drastisch weniger und im Jahr davor ein bisschen weniger, 4.756, da wird es dann weniger, aber es gibt einen krassen Sprung zwischen dem Jahr 2021 und dem Jahr 2022. Das war, denke ich, auch eine Reaktion vielleicht. Es ist zwei Jahre Abstand zum ersten Corona-Jahr.
Also da sieht man dann oftmals so die ersten Auswirkungen. Also im Zwei-Jahres-Abstand sieht man so Auswirkungen von bestimmten Entscheidungen, die getroffen werden. Und 2023 eine kleine Delle. Und 2024 wieder, buch, zack, riesen Peak. So, und jetzt gucken wir uns mal an, wie viele von diesen Karten neue Artworks waren. Diesen Knick von 2021 zu 2022 sieht man dort auch. Und zwar noch krasser.
Also im Jahr 2020 kamen 1888 Karten raus. Das sind 40% der Karten waren quasi neue Artworks. 2021 kamen 2933 Karten, also quasi 1000 mehr, keine Ahnung 50% mehr, was dann schon 53% der gesamten neuen Karten waren und 2022 gibt es halt diesen Sprung, dann sind es plötzlich 4590, also nochmal anderthalbtausend Karten mehr und dann sind es dann auch 56% neue Artworks so, 2023 geht es leicht nach unten, 4082 ich höre dann auch gleich auf mit den ganzen Zahlen spannend.
Beziehungsweise schaut euch gerne die Kapitelmarken an und da werde ich ein Bild von dieser kleinen Statistik, so den Verlauf da mit reinposten, da könnt ihr euch das angucken.
Ansonsten könnt ihr auch jedes Mal in die Shownotes gehen zu der Folge von dem jeweiligen Jahr, wo wir den Goldenen Tasty verliehen haben, da verlinken wir auch nochmal, so wie bei dieser Folge auch, unsere Scryfall suchen, die dann zu den einzelnen Kategorien, die wir jetzt gleich vergeben, aber auch zu den Gesamtzahlen hinlinken, da könnt ihr nochmal nachvollziehen und natürlich auch eure Suchen verändern und anpassen. Ist ganz spannend, damit rumzuspülen. Genau, aber mach weiter.
Könnt auch gerne diese Tabelle verlinken, ja genau, Jetzt wird es ganz interessant, 2023 hatten wir über 4000 neue Artworks, ein bisschen weniger als 22, aber es waren 58% der Karten hatten neue Artworks. Das ist erstaunlich. Bei dieser Masse, die wir jetzt hatten, 8830 Karten, kann das nicht mehr gehalten werden. Das sind 4314 neue Artworks, das sind 49 Prozent, das ist quasi wieder der Stand von, ja ich sag mal 2021. 21.
Liegt aber vielleicht auch an so einem Set wie Foundations, was einen riesigen Kartenpool hat, viele Reprints, weil auch viele Klassiker da wieder gedruckt wurden, mit auch klassischen Artworks drin. Kann sein, dass sowas das auch nochmal ein bisschen gedrückt hat. Ganz genau erklären, wie es zu diesen Zahlen kommt, können wir nicht im Detail. Das wäre, da wäre es ganz interessant, mal mit so einem Art Director von Wizards zu sprechen. Vielleicht kriegen wir das ja irgendwann in Zukunft mal hin.
Ja, es hängt sicher. Ja, genau.
Genau, wie viele Karten dann in den einzelnen Kategorien rausgekommen sind. Das können wir dann nochmal sehen, aber es zieht sich quasi durch alle Kategorien auch genau adäquat, kongruent durch, dass es einen extremen Anstieg zwischen dem Jahr 2021 und 2022 gab und in diesem Jahr in allen Kategorien so viele Karten herausgekommen sind wie noch nie.
Ja und was waren das jetzt alles für Illustrationen, die da rausgekommen sind? Also wir hatten jetzt natürlich auch in den Jahren seit 2021 seit man diesen Preis vergeben. Auch immer ein Abansteigen von nicht nur Standard-Magic-Sets, sondern natürlich auch von ganz, ganz vielen Secret-Layer-Illustrationen, die natürlich da auch mit reinspielen.
Und ich glaube, du hast dir auch noch ein bisschen Gedanken gemacht dazu, wie jetzt so unterschiedliche Welten da vielleicht auch in das Magic-Universum reinpassen, grafisch und illustratorisch.
Naja, also was, ich hab mir halt überlegt, was hat das letzte Jahr vielleicht ein bisschen unterschieden von den Jahren davor und das letzte Jahr war so ein bisschen das Jahr der Hüte, ne, erst haben alle den Detektivhut aufgesetzt, dann haben alle den Cowboyhut aufgesetzt, das hat das Jahr visuell schon extrem geprägt, diese Backdrop-Sets, die sich für viele in der Community ja auch recht fremd angefühlt hatten,
weil sie, weil sie recht weit von Magic entfernt sind und sehr realweltlich sich anfühlen.
Und das hatten wir ja auch dann bei Duskmon ja auch nochmals, dass es so in die 80er hinein ging und sehr sehr realistische ja, Illustrationen, die aussehen wie Fotos aus den 90ern oder aus Horrorfilmen aus den 2000ern irgendwie aussehen, und das hat das ja visuell schon ganz schön geprägt nicht immer zum Guten das fand ich interessant wie die IllustratorInnen damit umgehen, und wie sie es schaffen, diese Auflagen die diese Sets mit sich bringen in ihren
riesigen Styleguides, das sind ja wirklich umfangreich erstellte Bücher, 200 Seiten haben die zum Teil, die beschreiben wie so eine Welt aussieht, wie die funktioniert, wie dieser Zug. Aussieht, dieser riesengroße Zahnradzug, der so auf riesigen, Schaufeln läuft, Zahnrädern läuft, die aber nirgendwo auf dem Wüstenboden laufen in Thunder Junction, irgendwie wie das funktioniert und wie alle ihre Cowboyhüte tragen, wie Waffen funktionieren, all so ein Zeug, ne?
Das sind ja riesige, da machen sich ja wirklich Leute sehr, sehr intensive Gedanken und damit müssen die IllustratorInnen dann umgehen. Die kriegen eine kurze Beschreibung, kriegen diesen Guide dazu und müssen sich dann entscheiden, wie sie das Artwork umsetzen und haben dann wiederum eine gewisse stilistische Freiheit und das sieht man auf jeden Fall auch nach wie vor, dass es da unterschiedliche Interpretationen gibt.
Ein Punkt, den du gerade angesprochen hast, dieser Fotorealismus, den wir jetzt bei Dusk morgen, verstärkt festgestellt haben, weil das auch eine Welt ist, die wir teilweise noch kennen in den 80ern, die so alt sind. Grüße gehen raus. Haben wir natürlich auch noch viel, viel stärker bei den ganzen Secret Layers, die sich auf IPs beziehen, die wir aus dem Fernsehen kennen, aus Comics kennen.
Doctor Who zum Beispiel oder Fallout, wo man auf einmal merkt, hey, da werden auf einmal Dinge gezeichnet, die wir aus anderen Medien kennen und so ein bisschen sieht es anders aus, aber es ist schon deutlich erkennbar, dass es hier auf eine, Realwelt-Pop-Kultur-IP sich bezieht.
Und da, finde ich, bricht es auch so ein bisschen die Immersion, im Gegensatz zu vielleicht anderen legendären Kreaturen, die ein großes Artwork bekommen auf Magic-Karten, wo man sich dann nur noch eine schöne Geschichte dahinter vorstellen kann und wo man jetzt erstmal nicht sofort ein Bild von einem Schauspieler damit assoziiert, wenn man jetzt zum Beispiel so einen Konsul auf Ravnica sieht oder so. Gibt es da Konsulen? Ich weiß es nicht.
Möglich, gut möglich. Das bricht für mich immer auch so ein bisschen die Immersion. Und klar hat man dann vielleicht auch Einschränkungen seitens Wizard, dass man jetzt, wenn man so eine IP hat wie Doctor Who, dass man die zum Beispiel sehr fotorealistisch darstellen muss, dass man sich jetzt nicht selber was ausdenken darf, wie die Timelords aussehen, sondern sich da schon orientiert an den Fernsehseriencharakteren.
Aber es ist dann einfach tatsächlich auch in manchen Stellen einfach nur ein sehr genaues Abmalen von der Realität. Und das finde ich dann immer ein bisschen schade, dass man da so in dieses Raster gepresst werden muss, um diese IP zu machen. Und ich überlege dann, ob es dann überhaupt sinnvoll ist, diese IPs in das Magic-Universum reinzuzwängen.
Wir haben ja alle ein bisschen Angst vor diesem und den folgenden Jahren, wo es dann so zu 50 Prozent in die Universes Beyond reingehen wird. Aber beim Durchschauen dieser Artworks habe ich gemerkt, 2024 war eigentlich schon ein riesiges Universes Beyond-Jahr, Weil eben auch Thunder Junction und Ravnica, also Cluedo Ravnica, sich sehr stark nach einem Universus-Beyondset angefühlt haben, weil die Welt so fremd war und so weit weg von Magic war.
Und auch bei Duskmon ging es mir so. Ich habe in allen wirklich Schätze und Perlen entdeckt, die ich ganz großartig finde. Also, wenn ich das sage, will ich nicht alle Karten, alle Artworks und das gesamte Ding über einen Kamm scheren, da gibt es auch tolle Sachen mit drin, bei allem, aber es war einfach ein bisschen weiter weg und da gibt es eben zwei Sachen im letzten Jahr, die herausstechen und das ist allen voran Bloomberg.
Sehr gut.
Was einfach eine Magic-Welt war. Eine Magic-Welt, die wir so lange nicht mehr gesehen haben. Eine freundliche Magic-Welt. Und auch, die gab es früher immer mal wieder, so in anderen Sets quasi, aber wir haben sie lange nicht gesehen. Es war ein relativ düsteres Jahr, muss ich sagen, in den Artworks. Auch wenn Thunder Junction ja viel in der Sonne spielt und in der Wüste und tralala. Aber da wird auch ein gewisses düsteres Setting vermittelt.
Und deswegen, ich glaube auch nicht zufällig, sind einige der Sachen, die wir rausgeschaut haben, die ich rausgeschaut habe für heute, die auch Preise bekommen, sind einfach düstere Artworks. Und neben Bloomberg war es auch Foundations, was herausgestochen ist, weil Foundations uns wie kein anderes Set einfach wirklich ein Magic-Set im pursten, im essentiellsten Sinne präsentiert wurde.
Mit klassischen alten Artworks of Reprints und so weiter, aber auch neuen Artworks, neue Interpretationen, Zitaten von alten Sets und so weiter. Also bis auf die deutsche Übersetzung des Setnamens alles richtig gemacht.
Ich finde auch, bei Bloomberg merkt man auch so eine große Freude dran, eine Welt zu illustrieren und niedliche Tiere zu illustrieren. Also da steckt unglaublich viel Spaß in diesem Set drin. Ich glaube von allen beteiligten Parteien, die daran gearbeitet haben. Und es zeigt einfach, dass es gar nicht so viel Opulenz in der IP oder in der Themenfindung braucht, sondern dass man sich auch in so einer kleinen Tierwelt sehr gut bewegen kann und tolle Illustrationen schaffen kann.
Und fantastische Einblicke und Perspektiven und Szenerien und Lichtstimmungen. Also das war echt eine Freude, das anzugucken. Und ja, auch da gibt es einen Preis, kann ich schon mal spoilern, der da Richtung Bloomberg geht. Ja, aber natürlich auch die düsteren Sets Duskmorn und die ulkigen Sets, wo alle Leute lustige Hüte tragen, haben wir uns angeschaut. Und ja, das war ein spannendes Jahr, sich auch mal diese ganzen Karten durchzugucken.
Zwischendurch tauchen auch noch so Mystery-Boost-Illustrationen drauf, so Bleistiftzeichnungen, das muss man dann so ein bisschen rausfiltern. Auch da haben die Leute bestimmt sehr viel Mühe gegeben und ich könnte es wahrscheinlich nicht besser zeichnen. Aber ja, wir haben uns durch sehr viele Illustrationen.
Ach, stimmt. Die Mystery-Booster 2 gab's ja auch. Und da war ja auch jedes Ding noch mal ein Artwork. Das hat natürlich auch die Zahlen noch mal ganz schön nach oben getrieben. im letzten Jahr.
Das sind ja auch immer Riesensets.
Ja, ja, genau, genau, genau. Ja, also, ne, die Zahlen, um die Quantität soll es wirklich nicht gehen, aber ich dachte, es könnte ganz interessant sein, das einfach auch mal so mit zu erwähnen und euch vorzustellen. Sicherlich interessant, die unfassbaren Mengen sich vorzustellen, wie viel da einfach, wie viele Leute gleichzeitig auf der Welt, wenn ihr jetzt gerade an Magic denkt, wird wahrscheinlich irgendwo ein Illustrator auf der Welt sitzen und ein Magic Artwork malen.
Und das wird wahrscheinlich zu fast jedem Zeitpunkt, zu dem ihr daran denkt, passieren. Und das ist cool. Das finde ich richtig gut. Also es ist zwar krass, aber ich finde es geil. Die sollen uns zuschütten mit neuen Artworks. Ich finde es richtig gut. Und am liebsten natürlich mit Artworks, die uns eine Welt zeigen, die wir nirgendwo anders kennen, sondern die es nur bei Magic gibt. Und uns irgendwie neue Dinge zeigen.
Dann lass uns doch mal einsteigen in die vielen Illustrationen, die wir uns angeguckt haben und die Preise, die wir vergeben haben. Und starten doch vielleicht mal mit der Vorstellung des ersten Nominierten.
Nominiert für den Goldenen Tasty 2024. Eli Minaya. Als Eli Minaya im letzten Jahr den Goldenen Tasty für den besten Newcomer erhielt, wussten wir bereits, dass wir noch viel mehr von ihm sehen werden. Damit haben wir uns leicht verschätzt, denn mit den 15 neuen Artworks aus dem Jahr 2024 hat er so viele Werke wie kaum ein anderer Künstler im letzten Jahr erschaffen.
Nominiert ist er allerdings nicht für seinen Fleiß, sondern seine Hingabe, seine scheinbar explodierenden Illustrationen, die ganz ohne Framebreak jeglichen Rahmen sprengen. Zum Glück durfte er gleich vier übergroße Schemekarten illustrieren. Die Vielfalt seiner Kunstwerke macht eine umfassende Beschreibung an dieser Stelle unmöglich. Was jedoch alle gemein haben, sie fallen auf. Und immer wieder ertappt man sich dabei, wie man erstaunt seinen Namen am unteren Kartenrand liest.
Ilay Minaya hat noch immer keine einzige Kreatur illustrieren dürfen. Muss er auch nicht. Dass er es könnte, hat er längst bewiesen.
Unser erster Nominierter ist Ilay Minaya und jetzt kommen wir auch zur ersten Kategorie. Ihr könnt natürlich euch schon mal die Illustrationen angucken und überlegen, wer von unseren Nominierten wird denn am Schluss den Golden Tasty davon tragen? Aber genau, Geisel darfst gleich weitermachen, denn traditionell fangen wir immer an mit dem besten Land Artwork, wo ganz viel Landschaft und ganz viel Illustration zu sehen ist.
Mhm. Es sind insgesamt 460 neue Land Artworks dieses Jahr rausgekommen, wobei jetzt bin ich gerade verwirrt, weil an anderer Stelle habe ich 465 gezählt. Gut, jetzt weiß ich nicht genau, ob es da vielleicht einen kleinen Hiccup bei Scryfall gab, also so um die Drehe, ne, so viele, viele Artworks, Land Artworks gab es dieses Jahr und das sind tatsächlich auch in den letzten Jahren immer in etwa gleich viele.
Und ich habe mir sie alle angeschaut, die Basics und die Non-Basics und habe ganz, ganz tolle Cycles darin entdeckt. Cycles, die ich so vorher einfach nicht wahrgenommen habe, ganz, ganz tolle Secret-Layer-Artworks und habe meines Erachtens eine kleine Entdeckung gemacht. Also da war ich echt so ganz erfreut darüber, dass ich was wahrgenommen habe, was ich so vorher noch nicht wahrgenommen habe.
Das beste Land Artwork 2024 möchte ich verleihen, Für eine Insel, ein Basic Land vom Illustrator Rob Ray, der diese Insel für Bloomborough gezeichnet hat.
In den in den, schaut es euch gerne mal an in Bloomberg, gab es so Jahreszeiten-Länder-Cycle und zwar, jetzt muss ich gerade mal schauen, ich glaube zwei oder drei, jetzt habe ich es gerade nicht genau mir notiert, aber es gab mindestens zwei Cycle, was viermal das gleiche Land war in dem Fall hat Rob Ray vier Inseln illustriert mit eins zu eins derselben Szenerie.
Das ist in dem Fall ein Blick über einen Teich, der recht zugewachsen ist, an dem sich auch so die Wurzeln eines Baumes entlang ranken und im Vordergrund, da steht so ein Frosch mit so einem Wanderstab und so einer kecken Mütze auf dem Kopf und so einen kleinen Wamst, den er trägt oder so einen kleinen Umhang und der blickt da drauf und diese Szenerie hat er viermal illustriert. Einmal im Sommer, einmal im Winter, einmal im Frühling und einmal im Herbst.
Das ist vielleicht auch die Reihenfolge der Jahreszeiten auf Bloomberg, das weiß ich nicht. Jedenfalls, sie haben wahrscheinlich die gleichen Jahreszeiten wie wir, offenbar. Und ich habe mir das Land Artwork des Herbstes rausgesucht, was da sehr gloomy daherkommt. Ja, es ist so ein bisschen in Nebel gehüllt. Am fernen Horizont sieht man so die Sonne, die wahrscheinlich rechtzeitig schon
untergeht. Man kann die Kälte, finde ich, die aufziehen, die Kälte spüren durch diesen Nebel, der über dem Teich liegt. Und im Vordergrund diesen vergnügten Frosch, der uns halt wirklich in dieser ein bisschen zwielichtigen Stimmung, aber trotzdem eine Freundlichkeit vermittelt, die ich einfach sehr genossen habe.
Ich habe mir einmal das Land Artwork rausgesucht, was es bei Scrifall gibt und habe dann auf der Homepage von Rob Ray, beziehungsweise auf dem Instagram-Kanal, da hat er die ganzen Sachen nochmal ohne Kartenframe in einer besseren Auflösung gepostet, rausgezogen. Und die haben eine komplett andere Farbwiedergabe. Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie es auf den Karten aussieht. Das eine ist ein bisschen kälter, das andere ein bisschen wärmer.
Das macht dann schon einen gewissen Unterschied. Aber ich fand die alle so gut. Und als ich mich damit befasst habe, habe ich auch gesehen, Rob Ray, der malt komplett in Öl. und malt so richtig mit der Ölfarbe, richtig dreidimensional, also trägt viel Farbe auf. Und das merkt man seinen Bildern auch an, dass er da, der klotzt, also der schaut genau hin und nutzt aber das Öl auf eine ganz, ganz virtuose Art und Weise, so wie es manche nur im Digitalen können.
Ich könnte es so nicht mal im Digitalen. Und ich fand diesen Typen recht interessant, weil der sehr wissenschaftsinteressiert ist und viele seiner anderen Artworks, die auch außerhalb von Magic illustriert, die sind sehr stark von wissenschaftlichen Erkenntnissen, gerade was so das Weltall anbelangt, inspiriert, und malt oftmals sehr figürliche Sachen, sehr viele Porträtsachen, porträtiert auch sehr gerne sehr viele Frauen und macht sehr körperliche Dinge.
Und deswegen fand ich es sehr, sehr spannend, was er hier mit den Landschaften gemacht hat, was er da illustriert hat. Und es ist für mich so herausgestochen, dass ich ihm diesen goldenen Taste-Deal verleihen wollte.
Ist schön. Also tatsächlich, mein Herz schlägt da so ein bisschen tatsächlich für Bloomberg. Und diese Tiere, wie unterschiedlich man die auch illustrieren kann und ihre Welten, das fand ich faszinierend. Und ja, auch diese Idee mit den vier verschiedenen Jahreszeiten in der Landschaft, das ist ganz, ganz toll. Und finde ich schön, dass du da quasi gleich vier Illustrationen ausgezeichnet hast, die alle wunderschön sind.
Ich habe, glaube ich, gerade Quasche gesehen, das ist der Frühling, den ich hier ausgesucht hatte, nicht den Herbst. Es gibt den Herbst nochmal, der ist deutlich bunter, das ist der Frühling. Liegt, glaube ich, auch daran, dass der Frühling meine Lieblingsjahreszeit ist.
Schaut ihr euch mal an, der hat das erste Mal eine einzelne Karte für New Carpenna, für ein Commander Deck, nämlich Mary the Killing Quill illustriert und seitdem nichts mehr und erst in diesem Jahr wieder diese vier Land Artworks für Bloombarrow und noch zwei weitere weiße Karten für Bloombarrow, den Nettle Guard und Starfall Invocation.
Karten, die für mich nicht so herausgestochen sind, aber diese Land Artworks, die haben es wirklich in sich und ich glaube, da liegt auch seine absolute Stärke drin, meines Erachtens.
Toll. Also, ja. Die ganze Magie dieses Sets findet man diesen Land Artworks und das ist wirklich eins der schönsten mit sehr guter Auswahl und das schreibe ich sofort.
Ich finde die richtig gut. Ich werde mir die auch alle holen, alle vier.
Prima. Dann?
Gut, dann würde ich sagen, Martin, ich übergebe den Staffelstab an dich Zum einen für eine Nominierung.
Nominiert für den Golden & Tasty 2024 ist Valera Lutfolina. 53x39mm groß ist die Bühne, die jede Figur auf einer Magic-Karte zur Verfügung bekommt. Und bei Valera Lutfolina stehen sie alle im Rampenlicht. Fast wie auf einer Bühne. Sei es der Rankenzucht-Mentor oder sein finsterer Gegenpart, die Tal-Moder-Ruferin. Theatralisch stehen die kleinen Tiere von Bloomborough in ihren Umgebungen und erhalten durch die Kunst von Lutfolina eine Größe, die ihre Welt und fast die Karte sprengt.
Gleich 25 Karten in 2024 hat sie ins richtige Licht gerückt. Und ich wette, selbst bei spärlicher Beleuchtung auf eurem Spieltisch leuchten ihre Illustrationen noch mal ein bisschen mehr als die anderen Karten. Schaut euch doch nur mal den Frühlingsherzen Nantuko aus Modern Horizons 3 an. Da steht der Frühling auch im winterlichen Berlin schon vor der Tür. Und auch wenn sie auf der öffentlichen Bühne nicht so präsent ist, ihre Figuren sind es allemal.
Nominiert für den Goldenen Tasty 2024 Valera Lutfolina.
Ja, vielen Dank, Valera Lutfulina. Und wer dachte, dass 15 Karten von Ilay Minaya ein Ding sind? 25, meine Güte. Aber okay, wir werden sehen, ob die Illustrationen so waren, dass sie auch den Golden Tasty bekommen hat. Auf jeden Fall super spannende Personen. Aber jetzt, Martin, kannst du direkt weitermachen und deinen Golden Tasty für das beste Kreaturen- oder Planeswalker-Artwork verleihen.
Genau, und da hatte ich eine Auswahl von 2.241 Karten in diesem Jahr.
Wow.
Und ich habe tatsächlich so einen ganzen Abend gebraucht, um da durchzugehen und habe mich auch noch hier wohnungsintern beraten und hatte dann am Schluss eine Auswahl da.
Und es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, da durchzugucken. Und es ist Wahnsinn, wie unterschiedlich man doch dann doch immer wiederkehrende Kreaturentypen in Magic dann auf unterschiedlichen Welten auch anders illustrieren kann und beleuchten kann und in Szene setzen kann und perspektivisch ins richtige Licht rücken kann. Also ganz, ganz, ganz, ganz faszinierend war das, diese Reise.
Und letztendlich habe ich mich aber für eine Karte entschieden aus Bloomberg, die mir schon in den Blick gefallen ist und die ich dann aber auch nochmal live gesehen habe und damit auch spielen konnte bei unserem Bloomberg Traf. Da haben wir nämlich davor eine Commanderunde gemacht und da habe ich ein Deck ausprobieren dürfen, das nicht meins war. Und da war diese Kreatur der Kommandeur. Und das ist Meister Fuchsschwanz, illustriert von Anna Podeworna.
Wow, ich sehe das gerade. Boah, ja, sag mal noch mehr dazu. Entschuldige, ich bin gerade ganz schön überwältigt von dem Artwork. Das ist, ja, cool.
Also wenn ihr euch das Artwork anguckt, das ist ein alter Meister und gleichzeitig ist es ein Freeze-Frame aus einem Animationsfilm, den es nicht gibt. Es ist großartig. Man sieht einen Fuchs eben, diesen Meister-Fuchsschwanz, wie er in der Bewegung nach links zur Karte schaut und dabei eine Münze mit der Pfote schnippt. Den Hut hat er an der Krempe gefasst, wie zum Gruß, und hat einen Degen dran, hat so Puffärmel an, hat so ein Prinzengewand an, einen schönen violetten Hut mit Blumen dran.
Und im Hintergrund sieht man noch eine Fledermaus, die einen wahren Pfeil bietet an dem Marktstand Und auch so ganz verzaubert ist von diesem Meister-Fuchsschwanz, wie er da im Abendrot von der Sonne beschienen wird. Und da ist wirklich so, so viel Magie und Energie in diesem Bild drin. Das hat mich einfach umgehauen, wo ich es zum ersten Mal gesehen habe. Das strotzt vor Power und das ist einfach Fantasy-Art in ihrer wunderschönste Art und Weise.
Ich mochte den Film Fantastic Mr. Fox, diesen Stop-Motion-Animationsfilm. Daran hat es mich so ein bisschen erinnert. einfach auch so. Personifizierte Tiere in einer spannenden Umgebung in der Fantasy-Welt. Das hat mir total gefallen. Und dieser Illustrationsstil von Anna Portet Warner, den sieht man zum Beispiel auch ganz toll, wie sie mit dieser Energie und der Tiefe von Illustrationen spielt. Bei Tibbles Trickery habt ihr vielleicht schon mal die Illustration von ihr gesehen.
Oder bei Geeks Yorkmoth Praetor. Und obwohl das alles total düstere Illustrationen sind und eigentlich auch so Schurken in der Magic-Welt illustriert, haben die doch so eine freundliche, warme Energie. Und diese Karte explodiert quasi vor diesen Farben. Das ist jetzt nicht düster und bedrohlich, sondern da ist ganz viel Action drin. Und die werden von hinten beleuchtet, da ist ganz viel Licht drin. Und so dynamische Szenen wirken einfach total eingefangen, eingefroren in dieser Illustration.
Und ja, die Karte macht auch übrigens ganz lustige Dinge. Also wenn ihr damit spielen könnt, Es lohnt sich bestimmt, sich die anzuschaffen, da mit einem Commander-Deck zu bauen. Aber ja, die hat mich umgehauen. Und genau deswegen ist Meisterfuchsschwanz von Unapported Warner meine Illustration für das beste Kreatur- oder Planeswalker-Artwork.
Ja, was man hier auch nochmal herausstellen muss bei ihr und auch besonders in dieser Karte, die Lichtgebung. Die ist warm und weich und trotzdem dramatisch zugleich und schafft ganz, ganz tolle Kontraste. Und du hast noch nicht erwähnt, diese Fledermaus, die im Hintergrund sitzt und scheinbar verträumt sich auf ihren Arm stützt und den Fuchs bewundernd anschaut. So sehe ich das gerade. Das war so ein bisschen so, ach, der ist aber toll. Das ist richtig, richtig schön.
Ja, also wo ich die gesehen habe, die hat wirklich, ja, genau, die guckt dann so schmachtend auf Meister Fuchsschwanz. Und ja, ich habe sofort die Idee gehabt, man könnte natürlich auch ein Fuchs- und Elster-Deck bauen, für die, die Fuchs und Elstern aus dem Sandmännchen kennen. Das wäre auf jeden Fall ein sehr würdiger Herr Fuchs.
Mr. Fox Glove heißt das im Original.
Ja.
Cool. Liebe Illustratorinnen, illustriert Füchse. Das ist jetzt schon der zweite, der einen Golden Tasty bekommt. Ich hatte vor fünf Jahren tatsächlich mein erstes Kreaturen-Anwirkung, war auch dieser fliegende Fuchs aus Ekorien.
Ja, stimmt. Ach, Ekorien, auch viele Tiere.
Ja, das leuchtet einfach ganz toll.
Ja, das ist eine irre Karte. Genau.
Cool.
Meine Auswahl aus über 2000 Karten mit Kreaturen und Planeswalkern, teilweise auch Planeswalkern als Tiere, also Also wild, wild die Auswahl.
Hab dich nicht beneidet. Das durfte ich letztes Jahr machen.
Okay, dann gebe ich wieder rüber zu dir und du darfst die nächste Nominierung bekannt geben.
Nominiert für den goldenen Tasty 2024. A. Sartor. Amanda Sartor oder A.M. Sartor ist für Magic-SpielerInnen erst seit kurzem eine konstante Größe unter den KünstlerInnen ihres Lieblingsspiels. Nachdem sie 2022 drei Artworks anfertigen durfte, 2023 hingegen nur noch ein einziges nachlegte, konnte sie 2024 gleich zehn Karten illustrieren.
Ihr farblich stark reduzierter Stil mit klaren Outlines, den vermeintlich nebligen, aber vielmehr lebendigen Texturen zeigt uns, Amanda Sartor ist eine Geschichtenerzählerin, die mit verblüffend wenigen Mitteln facettenreiche Welten eröffnet. So verwundert es nicht, dass sie neben ihrer Tätigkeit als Illustratorin auch Narrative-Designerin ist. Amanda Sator ist da und wird uns hoffentlich noch viele Geschichten in ihren Bildern erzählen.
Du, ich habe einen Award zu verleihen. Und zwar für das Beste, nicht Kreaturen, nicht Planeswalker, nicht Landartworks. Immer doof, dass wir bei dieser Kategorie so ausschließen. Aber es sind einfach so viele andere Sachen, die hier reinfallen. Und es sind, kurz gesagt, nicht figürliche Dinge so.
Und trotzdem kommen natürlich, also sind hier Artefakte mit drin, es sind Enchantments mit drin, Sorcery, Instance und genau, hier geht es um Geschichten, hier geht es um Bewegung, hier geht es um eben um etwas, das passiert, das irgendwie von uns weitergedacht werden muss. Und dabei hatte ich 1616 Karten zur Auswahl, die ich auch eine Weile gebraucht habe. Und meine Vorauswahl, also wirklich die engere Vorauswahl, waren 59 Karten.
Und das war, also, genau, das war nochmal genauso schwer, da was sich auszusuchen. Und da habe ich dann schon geguckt, okay, was begegnet mir darin denn dort immer wieder? Und ich muss an dieser Stelle ein kleines Shoutout bringen an einen unserer Zuhörer, nämlich Dominik Meier. Hallo Dominik, ich weiß, dass du uns zuhörst und du auch schon den goldenen Tasty gewonnen hast. Und ich fand, du hattest ein fantastisches Jahr 2024, aber ich werde dir auf
keinen Fall nochmal einen Preis verleihen. Du hast ja schon zwei bekommen, einmal für den Newcomer, einmal für den besten Artist. Das reicht, aber du hattest wirklich ein ganz, ganz tolles, fantastisches Jahr und deine Nicht-Kreaturen, Nicht-Planeswalker-Artworks, die ich gesehen habe, waren ganz, ganz, ganz, ganz toll.
Aber verliehen habe ich den Preis jetzt nicht an einfach die zweitbeste Person, sondern wirklich eine Person, die herausgestorben ist, die mir aufgefallen ist und die ich auch nominiert habe für den besten Künstler und die beste Künstlerin dieses Jahr. Gewonnen hat die Karte Ritus der Motte, Ride of the Moth von Amanda Sartor.
Hä?
Das passt jetzt gerade ganz gut. mehr oder weniger versehentlich die Nominierung direkt davor gerutscht, aber jetzt habt ihr schon mal ein bisschen was über Amanda Sartor gehört. Und ja, sie ist nach wie vor auch nominiert für die beste Künstlerin des letzten Jahres, weil sie einfach ein wahnsinnig tolles Portfolio abgegeben hat in diesem Jahr. Und schaut euch gern mal in der Allgemeinheit ihrer Karten um. Da waren wirklich tolle, erstaunliche, herausragende Sachen dabei.
Und der Ritus der Motte, der ist eben so eine Karte, die für mich eine kleine Welt öffnet und wo ich nochmal gesehen habe okay, die illustriert nicht einfach nur die Dinge die ihr so vorgelegt werden sondern sie denkt hier ein Stückchen weiter.
Und Amanda Sator sagt selber sie kommt aus einer Gegend der USA im Norden, wo es kalt und auch gern mal neblig ist und so ein bisschen spürt man das in ihren Illustrationen auch schaut euch das gern mal an die ist total reduziert, auch hier der Ritus der Motte da sehe ich Gelbtöne Da sehe ich vielleicht ein paar braunen Töne, aber ansonsten ist es recht viel. Ja, ich weiß gar nicht, mit welcher Technik sie genau arbeitet.
Ich weiß, dass sie digital und analog arbeitet und für dieses Artwork konnte ich nicht herausfinden, zu welchen Anteilen das eine oder das andere eingesetzt wurde, aber es fühlt sich vollkommen organisch an. Und ich glaube, das ist es auch, was mich in ihren Artworks so fasziniert. Selbst wenn sie so stark reduziert arbeitet und fast schon skizzenhaft manchmal ihre Artworks wirken, da passiert irgendwie ganz, ganz viel drin. Da sind Details drin, da sind trotzdem ganz viele Abstufungen drin,
nur sind die deutlich leiser als andere Artworks. Die sind deutlich weniger realistisch, die sind deutlich reduzierter in allen Belangen, aber eben nicht in der Ausdrucksstärke meines Erachtens. Ein bisschen ungerecht, aber naheliegend finde ich den Vergleich zu Wiley Beckert.
Da würde ich genau das sind Artworks innerhalb der Magic Welt die sich darin recht ähnlich sehen können, weil es wenige andere gibt die in diesem Stil illustrieren aber schaut die euch ruhig mal nebeneinander an und dann werdet ihr feststellen, das sind einfach zwei verschiedene Personen die man daraus herauslesen kann, und Amanda Sartor hat auch vorher schon für Sammelkartenspiele illustriert, für das Herr der Ringe Sammelkartenspiel auch ganz interessant,
was sie da gemacht hat zum Teil auch mit deutlich, mehr Farben, mit denen sie gearbeitet hat. Und ja, sie malt oftmals sehr gern figürlich, aber in diesem Fall, auch hier haben wir zentral eine Person, sehen wir eine Person, das ist ein düsteres Artwork, was aus Duskmon stammt, aber eben auch aus fast schon gefühlt jedem anderen Set hätte kommen können, wo eine ähnliche Welt beschrieben wird. Ich sehe eine Person, wo vermeintlich an deren Oberlippe eine sehr große, schöne Motte hängt.
Vielleicht kommt sie aus dem Mund heraus, vielleicht ist sie diese Motte gerade, ich weiß es nicht genau. Es ist ein sehr mysteriöses und gruseliges, unheimliches Artwork. Und das ist etwas, was ich bei Dusk Morne manchmal gesucht und ein bisschen vermisst habe. Horror-Genres waren oftmals sehr ein Thema, aber man hat sich sehr stark auf so Slasher und sehr explizite Monster-Filme irgendwie bezogen.
Und in dem Fall, ja, vielleicht ist es eine Anspielung auf das Schweigen der Lämmer. Ja, wer weiß. Aber in dem Fall fand ich das schön, hier eine Karte zu sehen, die für mich keinen Schocking Horror präsentiert, sondern einen Grusel und gleichzeitig mir einen Ritus darstellt, von dem man nur erahnen kann, wie dieser Ritus abläuft.
Ja, super spooky Karte. Also, wie gesagt, Ich komme gleich noch drauf in einem anderen Kontext, aber es gibt viele Kampen, die mir eine Gänsehaut über den Rücken geschickt haben dieses Jahr und das ist einer davon.
Genau, sie hat auch super, super sweete Artworks. Also auch für Bloomberg hat sie ganz, ganz tolle Sachen gemacht. Aber immer gibt es diese Düsternis in ihren Artworks, diesen schwarzen Hintergrund, auf dem sie scheinbar mit Weiß illustriert. Wie gesagt, da weiß ich nicht genau, wie der Prozess ist, mit dem sie arbeitet. Aber ich finde sie wahnsinnig stimmungsvoll und ich finde es erstaunlich, wie man eben mit so wenigen Mitteln so viel Ausdruck in ein Artwork geben kann.
Ja, ich mag diesen Stil auch. Du hast gerade Wiley Beckert angesprochen. Das geht in diese Richtung und dieser Artstil gefällt mir sehr, sehr gut. Und deswegen gucke ich da auch nochmal genau hin, wenn ich Illustrationen sehe. Und das spricht mich immer total an. Von daher großartige Auswahl.
Okay, wunderbar. Dann lass uns direkt weitergehen. Martin, ich begebe dir wieder das Wort und deiner nächsten Nominierung.
Nominiert für den Golden in Tasty 2024 ist Michele Giorgi. Als größte Inspiration nennt Michele Giorgi den Film Labyrinth. Und mit jeder seiner Illustrationen nimmt er uns auch mit in die magischen und manchmal gruseligen Aspekte der Fantasy, die ihn an diesem Film faszinieren. Geboren ist er 1989 in Barga in der Toskana und er begeistert sich seit seiner Kindheit für das Zeichnen und Malen. Besonders die dunkle Seite des Fantasy-Genres und dessen Folklore gefallen ihm.
Er studiert an der Kunstschule Augusto Pasaglia in Lucca und an der International School of Comics in Florenz mit Schwerpunkt Illustration. Seine Werke verschönern Rollenspielregelwerke, Brettspiele und im letzten Jahr 2024 auch insgesamt 25 Magic Kappen. Die schaurige neue Illustration von Cripswap aus Modern Horizons 3 springt mir da ins Auge. Ebenso wie die aus der Dunkelheit auftauchende schaurige Motte auf dem Insect-Token aus Dusk Morn.
Aber auch Eltrasi, Garok als DAX und den gruseligsten Treasure-Token, den ich kenne, gehen auf das Konto von Michele Georgi. Dabei sind seine Illustrationen nie düster, sie sprühen vor Farben und Details. Aber in den Details und dahinter lauern immer kleinere oder größere Schrecken. Deswegen ist er nominiert für den Goldenen Tasty 2024.
Wow, hast du gesagt nie düster? Ich sehe gerade den Copy-Token aus Dusk One.
Shit, davon kriege ich Albträume. Da ist immer noch ein bisschen Helligkeit und es ist nie so...
Ja, ich verstehe, was du meinst. Düster im farblichen Sinn, der benutzt schon Licht auch. Ja, ja, ja. Hey, fünf Tokens hat der für Duskmon gemacht.
Ah, diese Cripswap-Karte, die ist schon spooky. Ah, die guckt dir direkt in die Seele, dieses kleine Baby.
Oh, shit.
Das ist schon cool.
Ich darf da nicht hingucken. Cool. Hey Martin, du hast noch einen Preis und auf den bin ich besonders gespannt. Das ist eigentlich meine Lieblingskategorie.
Genau, ich habe noch einen Preis zu vergeben und zwar ist das der beste Newcomer oder wie in diesem Fall die beste Newcomerin. Vielleicht eine kleine Vorrede. Horror ist ja nicht so meins. Ich weiß nicht, ob es rauskam bei dem Setcheck von Dusk Morn, aber Horror ist liegt mir nicht so. Vor allem so Buddy Horror und das alles, da gucke ich auch gerne mal weg.
Und Und deswegen hat es mich einige Überwindungen gekostet, aber es musste einfach sein, dass ich eine Illustratorin den Preis gebe, die sehr gruselige und Bilder illustriert hat, die mich sehr unwohl fühlen lassen. Und zwar geht der Preis an Jana Heidersdorf. Jana Heidersdorf ist in Berlin, hat auch eine super Webseite mit makabrem Humor in der Selbstbeschreibung. Oder zumindest ein bisschen lustigen, düsteren Humor in der Selbstbeschreibung. Und ja, ist eine meiner Entdeckung dieses Jahr.
Ist Fantasy- und Horror-Illustratorin aus Berlin. Und sie schreibt zum Beispiel über sich, dass sie keine Lifeskills hat, außer das Zeichnen von Bäumen und Vögeln und alles, was beautiful, creepy ist. Also ja, das zeigt schon so ein bisschen, wie sie da rangeht. Und ja, sie hat einfach ganz tolle Illustrationen dieses Jahr gemacht. Hauptsächlich für Dusk Morn, aber auch ein paar Scheme-Cards, was überhaupt eine große Entdeckung für mich dieses Jahr war, dass es neue Scheme-Cards gibt.
Komplottkarten heißen die auf Deutsch.
Habe ich gerade gesehen.
Komplottkarten. Genau.
Und ihre Illustrationen sind auch, soweit ich es hier sehen kann, alle aus Duskmoren, aber ganz unterschiedlicher Art. Also sie hat Artefakte gemacht, viele Kreaturen, Enchantment Creatures, Sorcery und eben diese Scheme Cards. Und die sind alle so in diesen monochromen Bleistiftzeichnungen. Also sie zeichnet auch mit unterschiedlichen Medien. Also macht dann digitale Weiterbearbeitung von analogen Vorzeichnungen eben aus Buntstift und dann werden Digitalkollagen draus gemacht.
Und man sieht es auch auf den Karten, dass die, wie gesagt, mich lassen die immer so ein bisschen unwohl fühlen. Es sind ganz wenig Farben, aber in unterschiedlichen Schattierungen drin verwendet. Es sind sehr detailreiche Illustrationen, die wirklich sehr fein gezeichnet sind mit spitzem Stift. Und ganz viel auch angedeutet ist in den Zwischenräumen. Hände greifen aus dem Dunkel. so ein Unterseefisch wird so halb zu erkennen im Wasser.
Ein UFO landet und dahinter leuchten auch noch Lichter auf im Wald. Was kann das sein? Auf der Karte When Will You Learn, das ist so eine Scheme-Karte, da gucken irgendwelche Augen durch Wolken, die so halb den Blick verhüllen. Und ja, es ist alles so, da lauern Dinge in diesen Karten und das war meine Entdeckung dieses Jahr als Nicht-Horror-Freund. Und sie ist aber auch ein großer Eichhörnchen-Fan, schreibt sie.
Und mich würde es freuen, wenn sie tatsächlich in Zukunft auch Eichhörnchen illustrieren würde. Und da bin ich sehr gespannt, wie sie das angehen wird. Aber ja, das ist meine Entdeckung. Und vielleicht die zweite Entdeckung noch dazu. Scheme-Kart, Komplottkarten- Illustration 2024. Richtig, richtig gut. Alle, die könnt ihr euch anschauen und das Gruseln lernen.
Das ist so gut. Ja, so, so gut. Von diesen fünf Karten habe ich tatsächlich auch zwei in meine engere Auswahl für das Non-Creature-Artwork gezogen, nämlich diese beiden Komplottkarten. Die habe ich mir auch echt eine Weile angeschaut.
Ja, Jana Heidersdorf, herzlichen Glückwunsch und Grüße gehen aus Berlin, nach Berlin. Ich bin gespannt und hoffe, da kommt noch sehr viel mehr.
Coole Auswahl. Herzlichen Glückwunsch. Und dann bin ich gespannt, wie es aussieht, wenn sie mal ein Nicht-Horror-Set illustriert. Gibt ja schon für Arena 25 irgendwie zwei Karten, aber auch diesen total einsteinflößend.
Ja, vielleicht hab ich die auch schon mitgezählt, aber genau, das war auf jeden Fall eine Entdeckung und es ist mir so oft untergekommen, diese Illustrationszähle, dachte ich, da schau ich jetzt mal genauer auf den Namen. Und ja, da standen wir Jana Heidersdorf dort runter.
Voll gut.
Ja, das so schnell kann man durch fast 8.000 oder 6.000, ich hab's schon vergessen, Karten durchgehen.
Zum Glück sind wir das nicht, sondern nur durch unsere Highlights, die, und das muss man auch einfach immer wieder nochmal dazu sagen, das ist unsere subjektive Auswahl. Wir sind super interessiert daran, was eure Highlights, Artwork-Highlights des letzten Jahres waren und wir bitten euch, uns die einfach mal zu schicken und zu zeigen.
Einfach den Namen oder einen Link zu Scribefall oder ein Bild davon, das könnt ihr zum einen tun auf unserer Website, tastymtg.de, da könnt ihr auf die Folge klicken und die Kommentarfunktion nutzen, ihr könnt uns aber auch einfach auf einen Discord besuchen, der verlinkt ist, ja, dieser Discord, der dreht sich hauptsächlich um das Spielformat Pauper, aber es gibt eben dort auch einen Channel zum Podcast, wo ihr uns bitte, bitte sehr, sehr, sehr, sehr gern einfach Feedback hinterlasst
und einfach mal euer Highlight, eure Lieblingsillustrationen, eure LieblingskünstlerInnen des Jahres 2024 vorstellt. Denn unter diesen 8.800 Karten, 4.000, über 4.000, 4.300 neuen Artworks, da gibt es auf jeden Fall was, was wir so womöglich gar nicht auf dem Schirm hatten oder was wir auch beim zweimaligen, dreimaligen drüber schauen, was uns nicht ins Auge gestochen ist, aber euch.
Und oftmals verbindet sich damit auch eine kleine Geschichte und wenn ihr uns das schreibt und wenn ihr unten einfach nur ein Bild rein postet, würde ich mich sehr, sehr freuen.
Genau, da bin ich auch gespannt. Das war letztes Jahr auch ganz schön in der Live-Sendung. Da haben wir noch ganz viele neue Inspirationen bekommen von Karten, die wir schon gesehen haben, aber vielleicht für uns nicht die Highlights des Jahres waren, aber die nochmal einfach zu erwähnen, weil sie wirklich auch ganz, ganz großartig waren. Macht das gerne. Wir freuen uns sehr und sind gespannt auf eure Meinung, was preisverdächtig ist.
So, preisverdächtig ist aber auch, Der goldene Tasty des Jahres 2024 und zu dem kommen wir jetzt. Ich nenne nochmal die vier Nominierten und dann darf Geiss verraten, wer es geworden ist. Also, wir hatten Eli Minaya, A.M. Sartor, Valera Lutfolina und Michele Giorgi. Und wer ist es geworden, Geiss?
Den goldenen Tasty 2024 für den besten Künstler, die beste Künstlerin des Jahres, verleihen wir an Eli Minaya.
Uh, herzlichen Glückwunsch.
Applaus, Applaus. Klatscht doch einfach mal kurz für euch, für ihn, da wo ihr gerade seid. Ein bisschen Applaus in der Welt schadet sicherlich nicht. Eli Minaya, schaut euch mal unter dem Link, den wir euch hier gepostet haben, auf Scribe Hall seine Sachen an. Da sind vier Komplottkarten dabei. Und die haben es für mich wirklich so krass rausgerissen und ich war kurz davor, ihm auch den Preis für das beste Non-Creature-Artwork zu geben, für diese Sachen, die er da illustriert hat.
Aber genau, mehr KünstlerInnen vorzustellen ist immer besser. Deswegen an dieser Stelle nur diese Auszeichnung. Letztes Jahr, wie gesagt, haben wir ihn zum besten Newcomer gemacht und er hat einfach gehalten, was er versprochen hat. Ich finde das unglaublich. Guck dir mal, Martin, die Illustration für Psychic Whirl an. Die heißt auf Deutsch Psychischer Wirtel. Das ist eine Common-Karte, eine Hexerei aus Bloomborough. Total die simple Karte. Target opponent, discards, two cards.
So, then if you control a rat, surveil too. Das heißt, eine Ratte spielt irgendwie einen Anteil. Und was er gemacht hat, ist, er hat, sag ich mal, das Thema Ratte genommen und hat was vollkommen Unwirkliches daraus gemacht. Also man kann noch die Ratte erkennen, aber sie ist in einem Wirbel aus Farben, aus Formen, aus Texturen, aus Energie illustriert, die mich total, total hingerissen hat.
Und was dieses Jahr noch mehr war und für mich ihn auch nochmal so over the edge gehoben hat, im Unterschied zu den letzten Jahren war. Dass er seinen Stil nochmal weiterentwickelt hat, diesen Magic Cotton Frame auch nochmal besser verstanden hat, meines Erachtens. und.
Immer wieder habe ich nicht erkannt, dass eine Illustration von ihm war und erst als der Namen gelesen hat, dachte ich, ja, na klar, das ist der, da sind seine Farben drin, die er gern mag, da sind diese Brüche drin, dieser Formatwechsel, ich hatte euch damals ja auch schon mal kurz vorgestellt, der arbeitet gern ein bisschen digital, druckt die Sachen aus, baut dann daraus Collagen, malt da analog weiter, scannt die Sachen manchmal nochmal ein, finisht das Ganze dann digital und ist
da überhaupt nicht festgelegt. Und deswegen kann man auch überhaupt nicht erkennen, wie der die Sachen macht und ich glaube, es bleibt auch sein ewiges Geheimnis. Vollkommen, vollkommen cool, total schön und auf seinen Artist-Proofs, also ihr könnt ja für den Künstlern dann die Karten kaufen, die die quasi als Druckbelegexemplare bekommen und auf deren Rückseiten malen sie ja dann mitunter auch eigene Artworks.
Und da fertigt er für diese Sachen auch komplette Collagen an, die er dann dort draufklebt. Die sind auch restlos ausverkauft leider. Ich habe gestern direkt geguckt und dachte mir, oh, ich will mir ein Original von dem kaufen. Egal, was das kostet, der ist einfach so cool und das ist quasi alles ausverkauft. Es sieht total toll aus und ja, jetzt bin ich ich bin hin und weg, aber sag du auch gerne nochmal was.
Ich kann noch was zu der Karte Psychic Wall sagen, weil mich das gerade so fasziniert hat, was denn ein Whirl ist, weil natürlich Psychic Whirl, um den Wirbel sich dreht und es ist tatsächlich eine Anordnung von Kreisen, die hier auch illustratorisch aufgegriffen wurde, ist ein Whirl, W-H-O-R-L und es ist tatsächlich im Deutschen die gleiche Bedeutung, der psychische Wirkel ist auch in der Baukunst was, was mit Kreisen und Ringen zu tun hat und,
toll, also dass diese Illustration auf den Titel Bezug nimmt und im Deutschen dann auch noch passt, hat man selten, ist auch daher preisverdächtig, würde ich sagen. Also spricht mich auch total ein.
Und jetzt, was ich ganz spannend finde, guck dir mal die Karten an, die er für diese Spezial-Sets gemacht hat. Ja, die Hut-Sets.
Return the Favor.
Genau, Murders at Carloff Manor und Thunders, Outlaws of Thunder Junction. Der benutzt alle diese Stilelemente, die quasi das Guidebook vorgibt. Die Cowboy-Hüte und so. Aber er verarbeitet das in einer Art und Weise, dass es einem nicht mehr aufgesetzt vorkommt. Sondern, dass es sich wirklich einbettet in eine ganz eigene, kleine Geschichte, die er uns erzählt. Und es gab ja in Karl of Manor auch diese Doppelkarte Push and Pull.
Und da finde ich es ganz cool, wie er zwei verschiedene Artworks illustriert, die aber nebeneinander gestellt, trotzdem ineinander übergehen. Also nicht, indem man die Bilder einfach nebeneinander setzt, sondern die Energie des einen Bildes überträgt sich in die Energie des anderen. Das macht er farblich, das macht er durch eine Strukturierung des Bildes.
Schaut euch das mal an, das ist ganz toll und hier finde ich es auch schön, wie ihr diesen Mini-Karten-Frame, der sich dadurch ergibt, durch diese Split-Cards, auch nutzt, um das sinnvoll einzusetzen. Also ganz, ganz, ganz, ganz großartig. Und diese Scheme-Karten, ich meine, ich glaube, ich würde mir keins davon im Wohnzimmer an die Wand hängen, weil die alle gruselig sind, weil sie aus Dusk Morn kommen.
Ja, aber die sind schon, wenn ich mir jetzt so eine Gruft einrichten würde, wären die dann schon dabei.
Schade, dass, wir haben es ja auf dem Boot gespielt, dass Arch Enemy nicht so das beste Format ist, würde ich sagen, weil die Karten sind schon cool, auch von der Illustration her. Ich würde die gern öfter mal spielen, aber ja, da muss man, glaube ich, auch so ein bisschen ein Herz für Arch Enemy haben.
Ja.
Auf jeden Fall verdienter Preisträger Ilay Minaya. Herzlichen Glückwunsch auch von mir für die Auswahl und ich bin gespannt auf viele neue Karten von ihm.
Kleiner Funfact noch, wir hatten ja mal gesagt, dass diese Seasons, die in Bloomberg illustriert wurden, quasi wie eine Held in der Galerie des Golden Tasties aussehen und ich will einfach nochmal aufzählen, wer die quasi alle illustriert hat. Wir haben Dominik Meyer hat eins gemacht, hat einen Golden Tasty bekommen. Wiley Beckert hat eins gemacht. Ich weiß gar nicht, ob sie einen Golden Tasty hat, aber sie hat auf jeden Fall irgendeinen Golden Tasty auch schon mal erhalten.
Und dann Sibon?
Serena Malion hat auch letztes Jahr einen Golden Tasty bekommen. Ilay Minaya hat einen Golden Tasty bekommen. Und Alain Sator hat auch dieses Jahr einen Golden Tasty bekommen. Ganz, ganz toll. Also schaut euch diese Seasons, diesen Mythic Cycle, der in Doom Burrow rauskam, nochmal an. Das ist eine ganz, ganz tolle Galerie und man kann die Vielfalt der Magic IllustratorInnen darin erkennen und sicherlich auch kann man darin gut erkennen, welche Artworks wir gut finden.
Und das unterscheidet sich vielleicht ja auch nochmal von den Sachen, die ihr gut findet. Deswegen hier nochmal der Aufruf, schickt uns eure Sachen, die ihr prämiert hättet in diesem Jahr bzw. Im letzten Jahr und lasst uns da gerne ins Gespräch drüber kommen.
Ja und damit haben wir die Preisverleihung für dieses Jahr abgearbeitet, aber es war eine schöne Arbeit, fand ich.
Boah, also das war überhaupt keine Arbeit, das war einfach eine Wonne. Das war wirklich toll.
Komm, dann lasst uns noch eine Nachspeise machen. Und genau, dann könnt ihr euch mit Getränk eurer Wahl zurücklehnen und nochmal ganz viele tolle Artworks angucken. Aber davor gibt es noch eine Nachspeise. Und zur Nachspeise gibt es natürlich eine große, schöne Eistorte.
So, und bevor ich es vergesse, danken wir an dieser Stelle erstmal allen Steady-Unterstützerinnen und Steady-Unterstützern, die uns eben auf Steady unterstützen mit einem Betrag ihrer Wahl, vorgegeben von uns in drei Kategorien, und damit zu beitragen, dass wir den Server bezahlen können, dass wir auf Phonic bezahlen können, dass das Audio hübsch macht und ja, dass das alles hier am Laufen gehalten wird. Und unterstützen tun uns dabei Andreas, Matthias und Felix, Dominik,
Simon, Dennis, Axel, Sönke, Lutz und Daniel. Vielen, vielen herzlichen Dank.
Wow, vielen Dank.
So, und für euch und für alle anderen gibt es jetzt noch eine kleine Nachspeise. Und da, um im Bilde zu bleiben, hat Fati Reis noch was damit gebracht.
Ja, pass auf, ich bin ein großer Filmfan.
Ja.
Ich bin ein großer Filmfan. Ich gucke sehr gerne sehr viele Filme. Und trage die alle immer fleißig auch in mein Tagebuch, nicht in mein Tagebuch, sondern in mein Tagebuch bei Letterboxd ein. Das ist so eine Plattform, wo man Filme verzeichnen kann, durchsuchen kann und auch bewerten kann. Ich bewerte keine Filme, aber ich merke mir diese, um dann so ein bisschen am Jahresende auch zurückzuschauen. hey, was habe ich denn überhaupt so alles angeschaut?
Ich gucke mal, wie viele Filme ich, ach Mist, jetzt wird mir nur angezeigt, wie viele Filme ich dieses Jahr geschaut habe. Dieses Jahr habe ich schon 15 Filme geschaut. Das ist fast ein Film jeden Tag.
Verstehe.
Letztes Jahr waren es, keine Ahnung, so 220 oder irgendwie sowas. Keine Ahnung.
Oder 200, lass es 200 Filme gewesen sein. So, und jetzt, dann gucke ich immer gern, wenn ich mir diese Filme anschaue, lasse ich mir immer die sortieren nach den bestbewerteten Filmen und den, schlechtes bewerteten Filmen und dann gucke ich, was so in der Top 3 ist, weil das entspricht nicht immer den Filmen, die ich am geilsten fand und die wollte ich jetzt einfach mal mit dir durchgehen, weil ich habe das für dieses, für das letzte Jahr noch gar nicht gemacht,
und da wollte ich einfach mal mit dir anschauen, die Liste und gucken, was hast du davon gesehen und was fandest du vielleicht auch gut? Auf Platz 5, ich mach mal so die Top 5 der besten Filme, also der bestbewerteten Filme, also von anderen bewertete Filme und das sind die besten 5. The Apartment.
Hab ich nicht gesehen.
Von Billy Wilder.
Achso, hab ich mal gesehen, doch hab ich mal gesehen. Ja.
Mit Jack Lemmon, genau, geht um so einen Typen, der sein Apartment an seine Arbeitskollegen immer untervermietet und dann nicht mehr rauskommt und wenig von seinem eigenen Apartment hat und ist so ein bisschen so eine Art Romantic Comedy. die ist mit 4,4 von 5 bewertet. Also eine extrem hohe Bewertung. Hätte ich niemals gedacht, dass er so krass gut bewertet wurde. Film von 1960. Dann habe ich letztes Jahr gesehen, mal wieder Shihiros Reise ins Zauberland.
Ganz großartiger Film. Ja.
Muss ich mir einmal im Jahr anschauen.
Das ist ganz fantastisch, ja.
Ist einfach richtig gut. Dann habe ich letztes Jahr das erste Mal gesehen auf Platz 3 La Anne. Der Hass.
Habe ich nicht gesehen.
Das ist ein französischer Film, der auch mit 4,5 wahnsinnig hoch bewertet wurde von Matthieu Kasowitz, der übrigens bei Die faderfte Welt der Amelie mitspielt. Und das ist eben auch ein guter Regisseur, der einen der bestbewerteten Filme überhaupt auf Letterboxd gedreht hat. Und das ist La En, da geht es um so eine Jugendbande, die in Pariser Vororten lebt und dort sich selbst versucht.
Es ist ein bisschen so ein Coming-of-Age-Film, aber eben auch so ein Film über Macht und wohin Hass einen gegebenenfalls tragen kann. Toller Film. Und auch hier bin ich überrascht, dass er so gut bewertet wurde. Es wirkt wie so ein nischiger Arthouse-Film, aber hat sehr, sehr viele Leute gefunden, die ihn gut fanden. Dann habe ich mir letztes Jahr, warum auch immer, ich weiß nicht, in welcher Stimmung ich da war, habe mir Schinders Liste nochmal angeschaut.
Das ist auch ein sehr guter Film. Oh, das war wirklich...
Ich habe auch wieder festgestellt, dass es ein wirklich guter Film ist und ich ein großer Fan von Ray Feins bin.
Da waren wir tatsächlich mit der Schule im Kino. Da gab es ja so viele Vorstellungen für Schulklassen, als der rauskam. Und da waren wir... war ich gerade in dem Alter, wo es dann auch relevant für den Geschichtsunterricht und überhaupt immer ist, dass es natürlich ein relevantes Thema ist. Und das war eine ganz eindrückliche Stimmung damals im Kino, in unserem kleinen Kino da in Freundstadt im Schwarzwald, wo ich aufgewachsen bin.
Und das war schon was Besonderes, dass da wirklich so ein Film, mir läuft wirklich bei vielen Szenen da eine Schau über den Rücken, wo er dann mit Ben Kingsley als Isaac Stern die Leute aus dem Zug rausholt. Also das ist eine ganz eindrückliche Szene. Also viele, viele eindrückliche Szenen da drin. Und ja, ganz, ganz großartiger Film. Und es ist, was noch dazusagen muss, das ist ja im gleichen Jahr hat ja Steven Spielberg auch noch Jurassic Park gemacht. Also es war ein starkes Jahr für 93.
Ja, war ein starkes Jahr für Steven Spielberg und es war, ich habe auch mal jetzt gesehen, dass das ein irrer Kraftaufwand war, wirklich diese beiden Filme parallel zu machen. Und also großartig. Zeige die Bandbreite von großartigen Regisseur und es ein Klassiker, also beide Filme und der ist ein wichtiger Meilenstein in der Aufarbeitungsgeschichte.
Ist auch gut gealtert auf jeden Fall. Hab mir danach auch direkt eine Doku aus den 80ern über den Schindler angeschaut, wo ganz, ganz viele Leute interviewt werden, die ihn erlebt haben und kannten und ihn auch ein bisschen einschätzen konnten, weil das ja durchaus auch eine streitbare Person ist. Der wird im Film, Wird diese Streitbarkeit sicherlich auch mit dargestellt, aber nicht so nach vorn gerückt, wie es vielleicht in der Realität noch mal mehr der Fall war.
Also eine sehr spannende, auch reale Geschichte, wo es einen schönen Film gibt. Und dieser Dokumentarfilm ist bei YouTube vollständig zu sehen. So, und auf Platz 1 war ein Film, den ich seit ewig auf der Watchlist hatte und mal gucken musste, weil man ihn sehen muss, Parasite. Hast du ihn gesehen?
Nee, aber sag mir was. weil ich auch es kombiniert nehme.
Also jetzt habe ich es versehentlich weggeklickt, Moment. 2019, der ist noch gar nicht so alt. Ich glaube, der hat den Oscar für den besten ausländischen Film gewonnen. Bong Joon-ho, würde ich jetzt mal den Namen des Regisseurs aussprechen. Also ein koreanischer, südkoreanischer Film und ist mit 4,6 bewertet. Und ja, es geht um eine Familie aus ärmlichen Verhältnissen, die auf eine sehr reiche Familie trifft. Und Stück für Stück deren Lebensraum einnimmt, sag ich mal.
Mehr will ich aber an dieser Stelle nicht verraten. Ist ein Sozialdrama und gleichzeitig ein Horrorfilm und irgendwie eine Gesellschaftskritik, eine große. Da steckt irgendwie ganz, ganz viel drin. Und ich wusste, dass ich den Film sehen will, habe mir deswegen vorher nichts dazu durchgelesen. Habe mich einfach mit meiner Frau von Fernseher gesetzt, an den Film geschaut. Und danach meinte sie so, ey, du musst mir vorher Bescheid sagen, bevor wir solche Filme gemeinsam schauen.
Der war einfach sehr, sehr intensiv. War einfach ein sehr, sehr intensives Erlebnis und ist auf jeden Fall eine Empfehlung. Definitiv.
Ja, gute Bandbreite.
Jetzt kommt die spannendere Kategorie. Ich ziehe mir nämlich auch wahnsinnig viel Trash rein, allerdings nicht absichtlich. Es gibt ja Leute, die setzen sich mit Freunden von Fernseher und sagen sich, hey, heute machen wir mal einen Trash-Filmabend und wir gucken uns mal die schlecht bewertetsten Filme auf Letterboxd an.
So Daniel der Zauberer oder irgendwie sowas, so bin ich nicht drauf und trotzdem, sind Filme dabei, die sehr schlecht bewertet werden und das sind nicht immer die Filme, die ich schlecht finde aber in dem Fall, genau, gucken wir mal ein, das sind die letzten Filme des letzten Jahres, die schlecht bewertet sind eins, zwei, drei, vier, fünf, auf Platz 5, Lift das ist so ein Kevin Hart Film, es war wirklich kein guter Film, so will ich auch gar nicht so viel dazu sagen,
so jetzt aber ein Film auf Platz 4, den ich gar nicht so schlecht fand, wo ich mich frage, hey Leute, warum bewertet ihr den so schlecht? Unfrosted.
Ja, den habe ich auch gesehen.
Unfrosted ist ein Film von Jerry Seinfeld, der sich anfühlt wie ein Film aus den 80ern, 80ern würde ich mal sagen, 90er vielleicht, und der so die Erfindung des Pop-Tarts beschreibt.
Ich finde, er ist immer kurz davor zu zünden, aber so richtig los geht die Rakete nicht.
Nee, überhaupt nicht, aber das ist ja so, das verbinde ich so mit den 80er, 90ern so. Man guckt die Filme sich so und denkt so, ah, das ist ein Humor aus einer anderen Zeit. Und genau das hat Jerry Seinfeld hier gemacht. Er hat einen Humor aus seiner Zeit hier reingebracht. Deswegen, den kann ich fast schon gucken, wie so ein Zeitzeugnis irgendwie. Und ich liebe es einfach immer, wenn Melissa McCarthy in irgendeinem Film auftaucht, wirklich.
Dann ist so ein Film für mich gleich so einen kompletten Punkt besser. 20 Prozent gewachsen in der Qualität. Ich liebe Melissa McCarthy. Ich sehe, du presst die Lippen aufeinander.
Ich mag sie nicht, weil sie immer so ein bisschen brachialeren Humor macht. Und das liegt mir irgendwie nicht so. Sie ist, glaube ich, schon sehr, sehr lustig. Nur ihr Humor ist nicht meiner.
Die ist unfassbar lustig. So, jetzt wird es gut. Weihnachten hatte ich mir eigentlich zur Aufgabe gesetzt, oder habe ich mir zur Aufgabe gesetzt und auch, glaube ich, durchgezogen, nur Weihnachtsfilme zu schauen. Also nur Filme, die im Weihnachtssetting sind und vor allem Romantic Comedies mir reinzuziehen.
Das ist vielleicht die Hallmark.
Und stell dir vor, einer davon ist unter den schlechtesten drei des letzten Jahres gelandet. Towards the Text Before Christmas und ist ein Film, der unendlich unspektakulär ist. Und es ist alles so, wie man es von Anfang an erwartet bis zum Ende. Und ich fand es irgendwie auch entspannt. Es ist ein Film, der mit 2,0 bewertet wurde.
Das geht auch noch schlecht.
Was sehr, sehr schlecht ist auf jeden Fall. Es ist, pass auf, ich erzähle dir kurz die Prämisse, weil es hätte auch, und das schreiben alle möglichen Leute in den Kommentaren auch, es hätte auch die ganze Zeit ein Horrorfilm sein können. Es geht um eine Frau, die genau hat irgendwie nur noch wenig Familie und der Rest der Familie ist irgendwie so halb in Australien und die muss Weihnachten allein verbringen. Und dann schreibt sie eine Person an, eine ältere Dame.
Aus Versehen. Und mit der kommt sie dann halt so über diese Texte ins Gespräch.
So wie wir aus Enkelträger.
Und über diverse, diverse Geschicke, Missgeschicke, kommt es dazu, dass sie Weihnachten zu dieser Frau nach Kanada fährt. Ich glaube, vielleicht ist es auch ein kanadischer Film. Und feiert halt mit dieser älteren Dame und ihrer Familie Weihnachten. Und sie hat natürlich einen extrem gut aussehenden Sohn, der keine Freundin hat. Im gleichen Alter, wie die Frau, die da kommt. Und es ist wirklich, es ist einfach alles so, wie man es erwartet. Aber schön.
Und es ist die ganze Zeit, denkst du dir, wann lockt sie sie in ihren Keller und zeigt ihr ihre Leichensammlung oder was auch immer. Das passiert natürlich nicht. Es bleibt voll der harmlose Comedy. Und dafür ist er dann so schlecht bewertet. Ein Kommentar, ein Stern. If Nana was actually a murderer, I could have rated this five stars. The budget was two dollars in the dream. Ein halber Stern. Also es ist wirklich, ich fand den gar nicht so schlecht.
Aber er ist halt, er ist halt einfach, er ist halt nur das, was man in den ersten fünf Minuten serviert bekommt bis zum Ende. Towards the Text, Before Christmas. Auf Platz drei oder ja genau auf dem drittletzten Platz. So, dann kommt ein Film, den ich mit meinen Kindern geschaut habe. Christmas and Mistletoe Farm. Ein Film, den ich selber auch sehr schlecht fand. Den aber meine Töchter extrem cool fanden. Und der ist halt ganz naiv inszeniert und dargestellt und erzählt.
Und es geht um den Vater, der ist alleinerziehend mit fünf Kindern und in einem extrem stressigen Job. Und er muss jetzt eine wichtige Präsentation fertig machen. Und gleichzeitig hat er eine Farm geerbt, wo er mit seinen Kindern hingeht. Und da gibt es noch einen Stallburschen. Und das ist so ein sehr turbulenter, chaotischer Film, wo es um sehr viel Familie und Zusammenhalt geht und irgendwie schöne Motive hat. Und der ist total weird inszeniert, weil er so auf dem Land spielt.
Wo alle bunte Klamotten anhaben. Das ist so ein bisschen der visuelle, der visuelle Kick der Regisseurin. Ja, so und jetzt kommt ein Film auf Platz 1 oder auf dem letzten Platz, sagen wir mal, den ich auch wahnsinnig schlecht fand und vielleicht hast du ihn gesehen. Uglies heißt der. Der kam auf Netflix und der ist von McG.
Das ist so ein Pseudonymname, weil man nicht damit assoziiert werden will. So wie Alan Smithy.
Es ist so eine Die Tagline ist In a world of extreme beauty, anyone normal ist ugly. Und es geht um so eine Welt in der Zukunft und man hat alle Probleme der Menschheit dadurch gelöst, dass sie in einem bestimmten Alter eine Schönheits-OP bekommen und einfach sehr, sehr schön werden und daraufhin friedlich forever after leben. Und die Person, um die es geht, ist eine von den Uglies, die quasi noch nicht schön gemacht wurde. Und die ist halt überhaupt nicht ugly.
Der ganze Film funktioniert überhaupt nicht, weil Menschen und schon wenn sie in einem Film inszeniert werden, die können überhaupt nicht ugly sein. Das geht überhaupt nicht. Das kann überhaupt nicht sein. Die sind einfach besonders und die sind in dem Fall auch einfach alle schön. So, egal ob sie jetzt als ugly oder als schön bezeichnet werden und die Leute, die dann schön sehen, die sehen auch noch so künstlich schön aus. Die würde man gar nicht mehr als schön bezeichnen.
Und diese Grundprämisse des Films funktioniert halt visuell überhaupt nicht. Und unabhängig davon, dass diese komplette Zukunftswelt null funktioniert. Also der ist mit 1,4 bewertet.
Ja, zu Recht. Ja, würde ich auch sagen.
Also Schönheit Da werden ganz seltsame Dinge transportiert.
Schönheit und das ist glaube ich auch was, was man was man was man lernen kann, je älter man wird oder so, aber auch natürlich schon ganz früh diese Erkenntnis hinkriegen kann. Alle Menschen sind schön und richtig hässlich sind nur Menschen, die Hass verbreiten. Daher kommt nämlich das Wort.
Gut, das waren meine Top 5 und Flop 5 des Jahres 2024. Immer wieder erstaunlich. Und Unfrosted?
Ich finde auch die deutsche Übersetzung von Uglies, das finde ich gut. Uglies, im Englischen, im Deutschen. Ugly, Bindestrich, verlier nicht dein Gesicht. Ja. Gut, vielen Dank für diese cineastische Reise noch durch das Jahr 2024. Wir haben ja wieder Weihnachten das Spiel gespielt. Wir schreiben alle Filme auf lose, die wir gerne mal gucken wollen würden und dann ziehen wir lose und dann werden manche Filme geguckt und manche nicht. Und das war wieder sehr schön.
Und was war dabei?
Anatomie eines Falls war dabei.
Habe ich noch nicht gesehen. Hast du ihn im Original gesehen?
Nee, leider nicht.
Auf Prime ist ja ewig nur diese deutsche Version.
Ich glaube, da verliert es auch ein bisschen, weil man nicht weiß, wann sie Deutsch spricht. Habe ich, glaube ich, schon darüber gesprochen in der letzten Folge. Ich glaube, der letzte Film, den wir gesehen haben, War Sonic. Sonic, der Erste.
Aha, Jim Carrey.
Ganz lustig. Ja, ganz schön. Und sonst haben wir noch gesehen, Harriet. Ja, also das ist eine schöne Tradition. Probiert es gerne mal aus. Merkt euch mal im Jahr über Filme, die ihr mal gucken wolltet. Und schreibt die dann im Advent auf einen Zettel. Und dann zieht ihr zu Hause jeder abwechselnd die Zettel. Und dann ist überraschender Filmabend. Finde ich immer schön.
Nice. Sehr cool. Das war eine extrem lange Nachspeise. Bitte schön. Oder sorry dafür. Je nachdem, ob ihr die gut oder nicht so gut fandet.
Genau, wir werden uns im Rest des Jahres wieder den Magic-Karten widmen und als nächstes natürlich den waghalsigen Rennen die über Avishkar, Amonkhet und die andere Pläne, die ich gerade vergessen stattfinden werden, das werden wir euch dann in der nächsten Folge sagen wo wir über die Story des kommenden Hauptmagics nicht versus Universus Beyond Set sprechen werden Ja.
Das kann ich aber schon mal ankündigen. Wir machen die Storys nur für die Sets, die Universes Within sind, würde ich sagen.
Ja, auf jeden Fall.
Ich lese mich bestimmt nicht in die Story von Final Fantasy ein. Und ich habe auch anders, das ist eine IP, die ich nicht so mag, aber ich würde auch nicht hier die Geschichte von Doctor Who erzählen wollen, weil da können wir das ganze Jahr mit verbringen.
Da gibt es eigene Podcasts dafür, die ihr euch anhören könnt.
Vielen Dank, dass ihr dabei wart. Danke für eure Aufmerksamkeit. Einen guten Start ins Jahr und hören wir uns bald wieder. Und für die SET-Unterstützerinnen und SET-Unterstützerinnen erzählen wir gleich noch ein bisschen weiter. Macht's gut, bis bald.
Genießt nicht nur das Spielen, genießt auch die Artworks und bis bald.
