TSTY064: Vom Scheitern und Verlieren - podcast episode cover

TSTY064: Vom Scheitern und Verlieren

Dec 24, 20241 hr 5 minEp. 65
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Episode description

Geis & Martin geben nichts verloren Veröffentlicht am 24. Dezember 2024 18:00
Laufzeit: 1 Stunde und 5 Minuten

Gewinnen ist schön und fühlt sich gut an. Aber wie gehen wir beim Spielen unseres Lieblingsspiels mit dem Verlieren um? Geis’ hat für uns diese Erfahrung einmal analysiert und erzählt, welche Emotionen er bei einem erfolglosen Turnier durchlebt hat. Mit dieser doch etwas be-sinnlicheren Folge verabschieden wir uns für das Jahr 2024 und wünschen Euch ein frohes Fest und viel Spaß beim Magic-Spielen – egal, ob ihr gewinnt oder verliert.


Diesmal mit

  • Geis
  • Martin

Transcript

GeisGeis

Hallo und herzlich willkommen zu Tasty MTG, dem Podcast zu allen Fragen des guten Geschmacks rund um das Spiel, welches wir alle so lieben. Magic the Gathering. Mein Name ist Geis.

MartinMartin

Und ich bin Martin. Dein Gegenüber ist bei drei Lebenspunkten. Und seine zwei Blocker versperren deiner drei, vier den Weg. Die letzten beiden Runden habt ihr beide nur Länder gezogen. Doch da, du bist dran und ziehst die Hexerei, die bis zu zwei Kreaturen tappen kann. Kein Counterspell hält dich auf. Kein Remover bedroht deine Angreifer. Du spielst die Karte, greifst an und gewinnst. Das fühlt sich gut an, oder? Aber es gibt auch die anderen Spiele.

GeisGeis

Heute geht es um den Moment, wenn das alles nicht wahr sein kann. Wenn die Zähne knirschen und die Hand sich zur Faust ballt. Wenn man sich das alles nicht erklären kann. Wenn die erste Träne rollt und man am Ende fest entschlossen ist, nie wieder Magic zu spielen. Heute geht es nicht um Wizards neuste Ankündigungen zur Arbeit mit KI oder Universes Beyond. Heute geht es ums Scheitern und Verlieren und warum Spielen genau deshalb so wichtig ist. Los geht's!

MartinMartin

Ja, hallo, Guys.

GeisGeis

Hallo, Martin. Ach, Mensch. Das wird nicht leicht heute. Das wird nicht leicht heute. Wir gehen heute an ein paar der dunkelsten Momente, die ich in meinem letzten Magic-Jahr erlebt habe.

MartinMartin

Wir sind auf jeden Fall schon mal fehlerfrei durchs Intro gekommen, wie ihr an der ungeschnittenen Version später hören werdet.

GeisGeis

Martin, was soll das? Das macht man doch nicht. Wir tun einfach so, als müssten wir nicht schneiden. Und wir würden diese Intro-Texte immer flüssig durchsprechen.

MartinMartin

Ich glaube, für diese Folge können wir es gar nicht mal umgeschnitten lassen. Das finde ich gut.

GeisGeis

Nein! Nicht die Intros. Das kann ich wirklich, das bringe ich nicht übers Herz. Und da ich die Folge geschnitten haben werde, wird das Intro auch entsprechend slick rüberkommen. Slick ist schon mal eine Überleitung zum nächsten Set und das aber heute nicht gehen wird.

MartinMartin

Ja, erstmal noch frohe Weihnachten von uns. Wenn ihr das hört, dann ist heute Weihnachten.

GeisGeis

Das fünfte Lichtlein brennt.

MartinMartin

Ja, und heute ist... Würden Sie sagen, Heiligabend, oder?

GeisGeis

Ja, zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht, aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung womöglich. Womöglich aber auch schon gewesen. Wer weiß das schon so genau? Vielleicht auch der 25.

MartinMartin

Genau, wann immer ihr das hört, habt ein frohes Weihnachten. Und Weihnachten im Herzen vielleicht, wenn ihr es später hört.

GeisGeis

Es ist eine zeitlose Folge. Könnt ihr euch an einem beliebigen Weihnachtstag, eines beliebigen Jahres anhören?

MartinMartin

Genau, worum geht es denn in dieser heutigen Folge?

GeisGeis

Ach, es geht, es geht, wie ich es schon sagte, es geht ums Scheitern. Was genau, das erkläre ich gleich noch, aber ich sag mal so, der Sieg des Bloom Barrel Pre-Releases, ja, das war nicht die Wiedergutmachung für vergangene Niederlagen, nein, nein, nein, nein, nein, das war, ich hab halt ja die Theorie, dass sich alles irgendwie die Waage hält in meinem Magic-Leben, ja.

Ja, jedem Sieg folgt auch eine Niederlage oder jeder Niederlage folgt ein Sieg, aber in dem Fall war es tatsächlich so, dass dem ungeschlagenen Geist, dem Bloomberg Geist, der vollkommen geschlagene Pauper to the People 4 Geist folgen musste. Und so war es dann auch.

MartinMartin

Dann lasse ich mir gleich berichten, wie das verlief und was du daraus gelernt hast. Und wir machen eine kurze Vorspeise und dann geht's ab in die Tiefen der Tabelle mit Geißen. Okay, was gibt es zur Vorspeise?

GeisGeis

Zur Vorspeise gibt's ein nicht ganz so leckeres Schliffesbrot.

MartinMartin

Mhm. Was war das? Ja, die Musik, wieso spielten die Musik nicht? Kannst du das später reinbauen?

GeisGeis

Ja, natürlich.

MartinMartin

Okay, lass es einfach so.

GeisGeis

Ja, das ging wohl schief. Da sind wir wohl gescheitert an dieser Stelle. Übrigens, heute gibt es alles Dinge, wo man beim Zubereiten sehr leicht scheitern kann. Und Martin, du bist ja sehr erfahren im Brot backen. Und ich habe noch sehr traumatisch im Kopf, wie es eine Zeit gab, wo irgendein Familienmitglied von mir versucht hat, Brot zu backen und das Brot ist immer schliff geworden.

Das ist, wenn ein Teil zu feucht ist und quasi der Teig nicht aufgeht und man dann quasi eine zusammengebackene, pappige, matschige Fläche unten hat und kein wirklich aufgegangenes Brot. Und das so sehr fest ist und ein bisschen matschi zugleich. Das ist schliff. Das ist ein schönes Wort, finde ich.

MartinMartin

Ja, das ist tragisch. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.

GeisGeis

Genau. Ich dachte, ich weiß gar nicht mehr, Martin, in welcher Folge war denn das? Wir haben, glaube ich, über den Ban von der Mana Crypt gesprochen. Und da sind wir drauf gekommen, auf die Frage, woher kam die Mana Crypt? Und du hattest erzählt, dass das eine Promo war ursprünglich. Und zwar, das lag bei den Harper Prism Books oder Büchern von Harper Prism. Und das waren insgesamt fünf Karten. Und ich dachte, wir nutzen einfach mal

die Gelegenheit und gehen diese fünf Karten durch. Also eine kennen wir ja schon, Mana Crypt. Aber ich würde gerne die anderen vier einmal kurz mit dir durchgehen, um zu gucken, ob die noch irgendwas, was das überhaupt für Karten sind. Die eine oder andere kennt vielleicht die eine oder andere oder der oder die eine oder andere von euch. Ich würde gerne anfangen, wir gehen einfach mal alphabetisch durch mit Arena. Arena. Übrigens Karten, die nicht auf Deutsch rausgekommen sind.

Ich sehe die hier auf Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch. Und es gibt zum Glück einen Errata-Text. Arena, eine Karte, die wo angeblich so um die 6 Euro wert ist, ist ein Land, aber ist eins dieser Länder, was nicht für Mana tappt. Und zwar kann man für drei Mana tappen, eine andere Kreatur tappen, eine Kreatur, die man selber kontrolliert und eine gegnerische Kreatur und dann fighten die.

MartinMartin

Ah ja.

GeisGeis

Genau, wie in so einer Arena.

MartinMartin

Ist ein Fight-Spell als Land.

GeisGeis

Ist ein Fight-Land quasi.

MartinMartin

Aha.

GeisGeis

Ganz witzig eigentlich, ne?

MartinMartin

Ganz witzig.

GeisGeis

Machen die, glaube ich, mittlerweile nicht mehr, ne? So Länder, die nicht für Mana tappen.

MartinMartin

Glaube nicht. Also selten gesehen in den letzten Jahren, beziehungsweise gar nicht gesehen in den letzten Jahren.

GeisGeis

Wurde übrigens dieses Jahr noch mal reprintet in dem Mystery Booster 2. Das heißt, man kann dieses Land auch schon so für 2, 3, 4 Euro kaufen.

MartinMartin

Ah ja, und in Time Spiral, Time Shift, das war es auch drin.

GeisGeis

Da war es auch drin, genau, genau. Illustration von Rob Alexander. Die Alte, ein bisschen sehr martialisch, wo so ein Ritter mit seiner Axt dabei ist, gerade so einem Drachen irgendwie, gegen so einen Drachen anzutreten. Der Drache wirkt so ein bisschen unterlegen.

MartinMartin

Die neue ist von Charles Urbach.

GeisGeis

So, und dann haben wir Sewers of Estark. Die kenne ich auch nicht, diese Karte.

MartinMartin

Das ist ein Instant.

GeisGeis

Der wurde auch nicht nochmal reprintet. Den gab es dann nur nochmal online. Ist ein Instant. Und choose target creature. If it's attacking, it can be blocked this turn. If it's blocking, prevent all combat damage. That would be dealt this combat by it and each creature it's blocking. Das ist so ein Spell, der sagt, dass hier die Kreatur, die macht jetzt mal nix.

MartinMartin

Ja, oder kann nicht geblockt werden.

GeisGeis

Oder kann nicht geblockt werden. für zwei und zwei schwarze Mana. Das ist ein bisschen viel. Bisschen teuer, meines Erachtens.

MartinMartin

Ja, aber wenn du das heutzutage spielst, da rechnet doch keiner damit, wenn du vier schwarze Mana offen hast, dass du eine Kreatur unblockbar machen kannst. Das ist eine gute Überraschung, finde ich.

GeisGeis

Damit rechnet wirklich keiner, ja. Genau.

MartinMartin

Und wenn du dann noch hier Schleichweg der Diebe offen hast und dann sagst, ah Mist, hab ich vergessen zu tappen, dann rechnet erst recht keiner damit. Wenn du dann noch vier schwarze Manne offen hast ah Mist, ich wollte doch hier die hat gar keinen Trampel.

GeisGeis

Die Kreatur dann haben wir den Windseeker Centaur der kostet 1 rot-rot für eine 2-2 Centauren Kreatur, ist.

MartinMartin

Schon mal super.

GeisGeis

Und hat Wachsamkeit, Und Flavortext.

MartinMartin

Ist gut.

GeisGeis

Loyal and passionate in battle. The windseeker tribe roams the green lands near the homemade sea. Wie würdest du das aussprechen? Hanid. Hanid sie. Ich dachte, ich habe es jetzt M ausgesprochen. Ist ein N.

MartinMartin

Hanid.

GeisGeis

Hanid. Hanid. Ist bestimmt Walisisch. Spricht man bestimmt eh komplett anders aus.

MartinMartin

Hanid sie.

GeisGeis

Hanid sie. Hanid sie. hey. Ja, ist ein 3-Manner wachsame 3-Manner 2-2.

MartinMartin

Das ist gut. Und mit 2 roten Mana auch kannst du auch zuverlässig in Turn 3, casten, würde ich sagen.

GeisGeis

Ja, das überrascht bestimmt dann auch jeden.

MartinMartin

Okay, gut. Die ist auch nicht so viel wert, ne? 2,31 Euro.

GeisGeis

Ja, so, dann haben wir einen Giant Badger. Den gibt's tatsächlich auch auf Deutsch. Da wurde nämlich dann später nochmal reprintet und ist der Riesendachs.

MartinMartin

Natürlich.

GeisGeis

Der Riesendachs ist ein Dachs, also ein Kreatur-Dachs, ist auch eine 3x eine 2x2, also 1 grün-grün für eine 2x2-Kreatur. Und immer wenn er blockt, erhält er plus 2 plus 2 bis zum Ende des Zuges. Ist jetzt nicht so der Combat-Trick. Kann man kommen sehen, dass er plus 2 plus 2 bekommt. Ja, genau. Ist deswegen auch schon für so einen Patient zu haben.

MartinMartin

Aber mit der Bloom Burrow kannst du jetzt noch dein Dax-Deck erweitern.

GeisGeis

Da gibt es auch wieder Daxe, ne?

MartinMartin

Ich glaube.

GeisGeis

Ah ja, ah ja. Gut. Ja, also bis hierhin gern geschehen, dass wir euch durch diese Karten durchführen. Da war schon viel Spannendes dabei. Und die fünfte, die wir bisher noch nicht besprochen haben, ist natürlich die Mana Crypt. Und das war's. Es gibt quasi keine weiße Karte, es gibt keine blaue Karte, es gibt diese schwarze Suez of Estark, die rote Winziger Centaur, es gibt den grünen Giant Badger, das Land, die Arena und das Artefakt, die Mana Krypta.

MartinMartin

Sehr gut, es gibt nur einen Dax in Bloomberg, den Hax Grizzly Guardian.

GeisGeis

Und der Dax heißt Hax, ach stimmt, ja, natürlich, Hax, na klar, Hax der Dax. Ja, richtig, wie konnte ich den vergessen? Das waren die Harper Prism Promos. Ich denke, die ersten sind hier und da ein paar Euro wert, weil sie einfach, nicht gedruckt wurden oder weil sie in irgendeiner Form selten sind dadurch. Aber da die Karten einfach, bis auf die Mana Crypt, verhältnismäßig schlecht sind, ja, kosten sie eigentlich auch nichts. Aber ein spannendes, kleines, vergessenes Kapitel Magics,

Und vielleicht auch eine gescheiterte Form von Promokarte. Wobei, eigentlich nicht. Eigentlich finde ich sowas...

MartinMartin

Büchern finde ich immer gut.

GeisGeis

Ich denke auch, mach das mal wieder, Ubersatz. Aber die haben ja ein bisschen eine andere Promopolicy.

MartinMartin

Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass es die Web-Geschichten wieder gibt und nicht diese schlechten Bücher. Von daher bin ich auch nicht böse, dass es keine Karten in gedruckten Büchern gibt.

GeisGeis

Stimmt. Hast du auch wieder recht. Zumindest keine uniken, ne? Aber so ein Special Artwork irgendwo, mal in einem Buch, würde ich nicht nein sagen. Hätte ich los drauf. Könnte man die Comics auch ein bisschen pushen oder so. Die gibt es, glaube ich, mittlerweile gar nicht mehr. Hey, komm, lass zur Hauptspeise gehen. Unsere Hauptspeise gibt es eine Matschike Lasagne.

MartinMartin

So. Matschike Lasagne.

GeisGeis

Ja, matschige Lasagne, meine Güte, ey. Das ist mir schon zu oft passiert. Das ist dann einfach so ein Brei, so ein Hackbrei oder so ein Gemüsehackbrei mit so einer labbrigen, platten Pasta zwischendrin. Das schmeckt meistens trotzdem. Schmeckt meistens trotzdem, aber sieht nicht appetitlich aus.

MartinMartin

Der Hunger treibt's rein.

GeisGeis

So. Ja, eigentlich würde ich gerne, es ist ja so ein kleiner Pauper to the People 4 Rückblick, den ich jetzt machen möchte. Und unabhängig davon, dass ich dabei gescheitert bin, war es ein fantastischer, fantastischer Tag. Und zwar, es war Mitte Oktober, da haben sich 60 SpielerInnen in München getroffen, veranstaltet vom Funtainment, in deren Räumlichkeiten, beziehungsweise genauer gesagt in Räumlichkeiten, angemieteten Räumlichkeiten vom CVJM gegenüber.

Das war irgendwie ganz schön, weil es einfach sehr, sehr viele Leute waren. Und organisiert wurde das Ganze vom Tasty-Discord und ganz besonders, und hier nochmal... Wirklich ins Rampenlicht gestellt, von Dennis. Loco Moco, wenn ihr auf dem Discord seid, schickt ihm nochmal ein Herz und fünf Daumen. Das hat er wirklich fantastisch gemacht, sich um Preise gekümmert und ganz, ganz toll vorbereitet.

Es war wirklich ein tolles Turnier, was reibungslos ablief, auch dank des Ladens, dank des tollen Judges, der dabei war und dank der fantastischen SpielerInnen. Das war einfach ganz, ganz toll. Ich konnte wieder mal erleben, wie freundlich Pauper-SpielerInnen sind. Und es gibt einfach gefühlt kaum irgendwie Eitelkeiten unter diesen Menschen und alle haben Bock am Spielen, niemand will irgendwie groß.

Es gibt irgendwie keine mehrere hundert oder tausend Euro teure Decks, die jetzt auch wirklich was leisten müssen, weil sonst das ganze Geld in den Sand gesetzt worden wäre, sondern viele von denen haben halt so ein Deck, was sie mal ausprobieren und wenn das scheitert, dann nehmen sie halt ein anderes Deck. Und mit dieser Lässigkeit, das ist so ein Wind, der durch die Pauper-Community weht und den ich an diesem Tag auch wieder spüren konnte.

Und es war fantastisch. Wir haben sechs Runden gespielt. Es ging irgendwann am Vormittag los. Haben zwischendrin eine Pause gemacht, eine Mittagspause. Also drei Stunden haben wir drei Runden gespielt.

Pause gemacht, nochmal drei Runden gespielt. und dann waren alle durch und alle waren dann wirklich so ziemlich durch, sind dann noch was gemeinsam trinken gegangen und essen gegangen im Brauhaus um die Ecke, ganz zünftig, wie man das in München so macht und es war wirklich noch ein fantastischer Abend, den wir dort verlebt hatten.

Ganz viele Leute sind angereist aus ganz Deutschland, aus Hamburg sind Leute gekommen und aus dem Warpott und was soll ich sagen, das war was ganz Besonderes, war was ganz Schönes und war, so viel kann ich verraten, auch nicht das letzte Power to the People. Genau, wir sind in der Planung, aber ich verrate noch nicht zu viel jetzt und heute soll es erstmal wirklich um dieses Turnier gehen und ganz persönlich um meinen eigenen Erfahrungsbericht.

Immer mal wieder zwischendrin kam jemand zu mir und meinte so, na, wie steht es bei dir? Und ich so, ja, die ersten zwei Spiele habe ich jetzt verloren, aber ja, komm, geht schon, geht schon. Und... Ich habe jedes einzelne Spiel verloren.

MartinMartin

Oh nein, das klingt nicht schön.

GeisGeis

Ich habe an diesem Tag nichts gewonnen. Kein Match, kein Game, kein gar nichts. Es ging über sechs Runden. Und sechs Runden lang war es ein ... Ja, ich möchte es, wie ich es beschreiben möchte, das mache ich ja heute in der gesamten Folge. Und zwar bin ich durch diverse Phasen gegangen. Und ich habe mir hierbei einfach mal, das passt sehr, sehr gut, und zwar die fünf Phasen des Trauerns genommen, mit denen ich euch quasi heute durch meine fünf Phasen des Scheiterns durchführen möchte.

Zuallererst aber, bevor ich es dann vergesse, ich werde jetzt nicht jedes einzelne Spiel durchgehen, das wäre total ermüdend.

Ich möchte mich erstmal bei allen Leuten bedanken, gegen die ich spielen konnte, denn es waren wirklich ganz tolle GegnerInnen, die super fair waren, die toll kommuniziert haben und mir ist jetzt aufgefallen, ich bin jetzt nochmal, ich habe mir die ganzen Namen notiert und mir ist aufgefallen, ich habe gegen erstaunlich viele Leute gespielt, die Chris oder Christoph heißen.

Also Spiel 1 gegen Christoph, Spiel 2 gegen Chris, Spiel 3 gegen Deniz, Spiel 4 gegen Tim, Spiel 5 gegen Leonardo und Spiel 6 nochmal gegen einen Christoph, aber gegen einen anderen. Ich habe gegen Elfen gespielt, ich habe gegen Jeskai Flicker gespielt, ich habe gegen Madness gespielt, Raktos Madness, ich habe gegen Sliver gespielt, ich habe gegen ein Delver Deck gespielt, ich habe gegen ein monoblaues Deck gespielt.

Also es war wirklich eine große Bandbreite, eine Bandbreite, mit der ich nicht sagen kann, ich hatte immer schlechte Match-Ups. Nein, ich hatte jede Form von Match-Ups. Ja, das, nachdem ich die ersten, die ersten Spiele verloren hatte, dann setzte erst mal Phase 1 eine gewisse Phase des Leugnens ein.

MartinMartin

Willst du vielleicht ganz kurz noch was zu deinem Deck sagen? Ja, das kommt jetzt genau jetzt. Ich hätte eine Frage zu deinem Deck, wenn du das jetzt gleich vorstellst. Du hast ja mal in der Pauper-Folge erzählt, dass es ein Pauper so ist und dass es vielleicht auch bei dir speziell so ist, dass man sich eigentlich gar nicht das Deck so von Grund auf neu baut, sondern man benutzt so eine Shell, also so ein Grundgerüst und dann kann man das noch so ein bisschen individualisieren.

Das heißt, um jetzt vielleicht auch diese Verluste einzuordnen, es ist ein erprobtes Deck gewesen. Also es ist jetzt nichts, wo du gesagt hast, das habe ich zum ersten Mal damit hingenommen und gespielt, sondern es ist, du hast das schon mal gespielt und es haben aber auch andere Leute schon so in der Form mal gespielt.

GeisGeis

Ich sag mal so, Es haben vor allem andere Leute gespielt schon.

MartinMartin

Ah ja, okay.

GeisGeis

Ich habe dieses Deck noch nicht auf einem Turnier gespielt. Das habe ich aber bisher immer gemacht, dass ich zu jedem ... Meine Pauper-Turniere waren ja meistens, nicht alle, aber meistens waren es Pauper-to-the-people-Turniere. Und ich habe auch immer ein anderes Deck mitgenommen. Einfach, um immer wieder andere Sachen auszuprobieren. Das ist einfach das Schöne beim Pauper. Es gibt viele Decks, die rumschwirren.

Und Ausgangspunkt war hier, dass ich irgendwann diese wunderschöne Karte Lotus Petal mir gekauft hatte. Das ist quasi wie der Black Lotus, der ja für 0 Mana ins Spiel kommt. Kannst du tappen, opfern, dann kriegst du 3 Mana. Das ist der Black Lotus und das Lotus Petal ist quasi das gleiche, aber kriegst halt nur 1 Mana.

Und diese wurde mal als Common gedruckt. Und ich hab die mir vor, ja, schon längerer Zeit, hab ich angefangen zu paupern, mal gekauft, weil ich dachte, ach krass, die werden sie nie wieder neu drucken. Die wird im Preis steigen. Ich hol mir die lieber jetzt, wenn ich mal mit der spielen will. Und hab mir die so für ein 10er pro Karte gekauft, was schon sehr, sehr viel ist für Popas. Eine der teuersten Karten, die man sich kaufen kann. Und jetzt ist die, glaube ich, irgendwie bei 15 Euro oder so.

Genau, also das ist eine relativ teure Karte und hab die dann aber nicht gespielt, hatte quasi kein Deck für die. Ich hatte mal kurz ein Deck und dann wurde eine andere Karte gebannt aus dem Deck, was ich hatte und dann konnte ich sie wieder nicht spielen. Und wollte jetzt ein Deck haben, wo ich die spielen kann, hab eh Bock auf ein Combo-Deck gehabt und bin gekommen durch den Tasty Discords und auch durch einen YouTuber namens Kallikais auf das Ruby Storm Deck.

Und das stelle ich euch kurz vor. Ganz kurz zum Namen. Ruby Storm ist ein bisschen irreführend, weil Ruby Storm ist eigentlich ein Modern Deck, was sich um zwei zentrale Karten geht, nämlich das Ruby Medallion, was alle roten Spells eins weniger kosten lässt. Und dann spielt man ein Storm Deck quasi, in dem man viele, viele Spells castet und dadurch eben einen Mehrwert generiert. Und ich weiß gar nicht, ob es dezidierte Storm Karten hier drin gibt, egal.

Jedenfalls gibt es aber diesen Ruby überhaupt nicht im Pauper Deck, weil der ist ja eine Rare. Aber das Deck spielt sich quasi ganz ähnlich und es sind auch ganz, ganz viele ähnliche Karten drin, was das Deck relativ teuer macht, aber dadurch, dass ich schon länger pauper jetzt, habe ich einfach schon ganz viele Karten in meinem Pool gehabt und musste mir eigentlich kaum was Neues dazuholen. Also, wie funktioniert das Deck? Wie gesagt, es ist ein Kombo-Deck.

Das heißt, das Ding versucht relativ genau einen konkreten Plan zu verfolgen, kann ihn aber auf unterschiedlichste Art und Weise ausspielen. Ich gehe nicht durch alle Karten durch, aber ich versuche so ein bisschen zu clustern, diese Karten. Zum einen gibt es sehr, sehr viel schnelles Mana. Ich spiele Länder. Die man, zum Beispiel Sandstone, Needle oder Hickory, Woodlot, kommen mit zwei Marken ins Spiel, getappt. Und wenn ich das tappe, nehme ich eine Marke runter und kriege sofort zwei Mana.

Wenn keine Marken mehr drauf sind, muss ich aber das Land opfern. Das heißt, ich habe einen relativ hohen Invest und mache schnell viel Mana. Es gibt das Lotus-Pedal, bringe ich für null ins Spiel, kann ich opfern, kriege ich sofort ein Mana dazu. Dann, ähnlich wie Ruby Storm, habe ich Cost-Reducer dabei. Das heißt, ich habe zum Beispiel den Thornscape Familia, der macht weiße und rote Spells eins günstiger. Ich habe den Goblin Anarchomanten mit drin.

Ich habe es hier gerade in meiner Deckliste auf Moxfield vor mir, da sind die englischen Titel und bevor ich jetzt rumeier, sage ich euch lieber die englischen Kartentitel, ihr kennt ja eh alle, auch wenn ich das Deck komplett auf Deutsch spiele.

Und das macht eben auch rote und grüne Spells eins günstiger, ja, also ich hab viel Mana, mach mir Sachen günstiger um dann natürlich möglichst viele Spells casten zu können und diese Spells, die ich caste, sind zum einen auch noch Spells, die mir wiederum die Mana positiv sind das heißt, ich hab das Desperate Ritual dabei kostet zwei Mana, macht mir drei rote Mana, wenn ich einen Cost Reducer hab, kostet es nämlich ein rotes Mana und ich krieg

drei rote Mana, es gibt den Seathing Song kostet zwei und ein rotes, mit Cost-Reducern vielleicht sogar nur ein rotes, macht mir fünf rote Mana. Das heißt, ich kann hier erstmal ganz, ganz viel Mana generieren, möglichst schnell. Was mache ich jetzt mit diesem ganzen Mana? Ich ziehe Karten. Doof gesagt, ich ziehe einfach ganz viele Karten, um Spells casten zu können davon. Und da sind eben drei Karten ganz, ganz zentral.

Rance Resolve und Reckless Impulse machen das gleiche. Das sind Sorceries für eins und ein rotes. Ich exile die obersten beiden Karten meiner Bibliothek. Und das sind Impulse Draws. Das heißt, die bleiben im Exil. Und ich kann die spielen bis zum Ende meiner nächsten Runde. So. Und da sind dann wiederum Karten drin. Das ist quasi wie ein Card Draw, die ich spielen kann. Achso, Glimpse the Impossible spiele ich auch noch. Zieht auch. Zieht drei Karten. Legt die ins Exil. Kostet eins mehr.

Und die bleiben dann nur bis zum Ende dieser Runde. Aber alle Karten, die ich davon nicht spiele, werden dann zu 0-1-Eltrasi-Spawns, die ins Spiel kommen. So, was bringt mir das? Ich mach ganz viel Mana, ich ziehe ganz viel Karten, dann kann ich noch mehr Mana machen und noch mehr Karten ziehen und noch mehr Mana machen und noch mehr Karten ziehen. Ich versuche quasi einen Loop zu erreichen, wo ich quasi mein Deck spielen kann, komplett durchspielen kann.

Und dann gibt es zwei zentrale Karten, die mir daraus einen Vorteil verschaffen. Das ist zum einen der Burning Prophet. Das ist, nee, erst mal der Gossenschütze, der Gatter-Snipe. Der schießt einfach zwei Schaden für jeden Instant oder Sorcery, den ich caste. Das ist das Einfachste. Da muss ich nur zehn Spells casten, was nicht so schwierig ist dann, wenn es einmal läuft. Und dann habe ich quasi mit dem Gossenschützen den Gegner quasi alle Lebenspunkte geklaut.

Oder es gibt den Burning Prophet. Das ist ein Eins und ein rotes, eine Kreatur für, mit Power Tuffen ist 1,3. Und wenn ich ein Non-Creature Spell wirke, also auch das Lotus Paddle in dem Fall, dann kriegt er plus 1, plus 0 bis zum Ende des Zuges. Mit dem kann ich dann also ganz gut angreifen. Aber ganz, ganz entscheidend auch, der macht mir dann noch Hellsicht 1, was mir wiederum hilft, mit meinen Card Draws die richtigen Karten zu ziehen.

Jetzt habe ich eigentlich wirklich schon fast alle Karten genannt. Ich kann noch Mana Morphose mit erwähnen. Auch eine wunderbare Karte für zwei Mana. zieht sie eine Karte und macht mir zwei Mana in beliebiger Kombination. Ist also quasi Mana neutral und zieht noch eine Karte dabei. Und noch Crashthrough ist noch drin, gibt Trampel, zieht eine Karte und Bitter Reunion. Da kann ich dann quasi auch noch Karten ziehen und allen Kreaturen Haste geben.

Das ist es im Grunde. Das Sideboard, ich sag mal so, das spielt eine ziemlich untergeordnete Rolle in diesem Fall, weil alle Teile dieses Decks so gut zusammenpassen, dass man kaum was davon austauschen kann.

MartinMartin

Okay. Du hast das jetzt noch nicht so oft gespielt vorm Turnier, hast du gesagt? Oder war jetzt neu für dich?

GeisGeis

Ich hab's nicht so oft gespielt vorm Turnier, nein. Also das ist die Liste von Kalikais, die ich quasi auch 1 zu 1 übernommen habe. Weil auch bei diesem Kombo-Deck konnte ich einfach noch nicht einschätzen, was sind die Karten, die ich gegebenenfalls tauschen möchte, die ich verändern möchte, die vielleicht nicht so wichtig sind. Dieses Deck ist ist schwer umzubauen, aber Kalikai ist mittlerweile ein paar neue, sehr interessante Listen damit gemacht.

Da gucke ich natürlich auch immer und konnte mir auch im Laufe des Turniers ein, zwei gute Tipps dazu abholen. Aber ich habe es ein bisschen geübt, einmal mit mir selber, denn es ist ein Spiel, es ist ein Deck, was sich ziemlich solitär spielt. Vermeintlich braucht man keinen Gegner, um es zu spielen. Das heißt, ich konnte es sehr gut alleine üben und habe es bei der Tasty Paper Pauper Night auch geübt und mir dort auch noch ein bisschen Feedback eingeholt,

geguckt, wie das funktioniert. Ja. Und bin dann aber erstmal voll gescheitert und dachte so, ja, das ist, ne, wie es so immer ist, wenn man so leugnet, denkt man sich so, ja, die erste Runde, das war jetzt wirklich mal ein schlechtes Matchup und so, ne.

Aber was halt wirklich, was daraus mitzunehmen ist, ist halt, dass man, ja, sein Deck und gerade dieses Deck sehr gut kennen muss und dem Gameplan, den man hat, auch wirklich vertrauen muss, weil sowas, auch wenn es nicht sofort zündet, Wichtig ist, jetzt nicht davon abzurücken, weil du kannst während eines Turniers nicht einfach mal das Deck wechseln.

MartinMartin

Okay. Hattest du dich denn im Vorfeld gut vorbereitet gefühlt?

GeisGeis

Jein. Ich sag mal so, im Nachhinein betrachtet dachte ich, dass dieses Deck einfacher zu navigieren ist, als es dann letztlich zu navigieren war.

MartinMartin

Okay, weil das ist ja dann auch mal eine Frage, wie schätze ich es ein und wie ...

GeisGeis

Das dämmerte mir in diesem Moment auch schon.

MartinMartin

Beim ersten Spiel?

GeisGeis

Ja, ja, ja. Auch schon in den Spielen vorher habe ich gemerkt, okay, ich weiß, was es tut, ich weiß, wie ich da hinkomme, ich weiß, worauf ich achten muss. Aber ich habe trotzdem nicht gewonnen. Und das war erst mal ein Fragezeichen.

MartinMartin

Okay, und wir sehen es in Phase 1 leugnen. Das heißt, du hast jetzt erst mal, bestritten, dass du verloren hast. Was ging da einfach vor?

GeisGeis

Naja, ich habe es halt erst mal aufs Match abgeschoben, darauf geschoben, dass ich, ja genau, auch als man ins Turnier reinkommen muss und so weiter. Das sind ja alles Dinge, die dich davon abhalten, dein Deck besser zu spielen. Genau, aber das wandelte sich dann relativ schnell. Phase 2. Eine gewisse Frustration stellte sich ein. Eigentlich sagt man ja Wut auch. Ich bin nicht so der Typ, der sehr schnell wütend wird.

Aber eine gewisse Frustration stellte sich ein. Vielleicht auch eine innerliche. Aber ich habe schon gemerkt, dass ich gern mal gewonnen hätte irgendwann. So nach Spiel 2, nach Spiel 3, als ich wirklich noch nicht mal ein Match reinbekommen habe, dachte ich so, shit, ist mein Gameplan heute, ein Spiel zu gewinnen? So, es schälte sich langsam raus und das fühlte sich nicht schön an. Das fühlte sich nicht gut an. Wo ich dachte so, was sind meine Ziele, die ich mir so stecke irgendwie?

Und habe dann gemerkt, hey. Mein Deck ist ein Kombo-Deck, das hat quasi null Interaktion drin. Das heißt, ich kann auch nicht wirklich reagieren auf das, was ich gegenüber sehe und es kann mir relativ egal sein, was da gegenüber passiert. So, ich will meine Kombo etablieren und hab dann aber auch für mich ein bisschen gemerkt, hey, ich geh gern mehr Interaction. Weil ich gemerkt hab, die GegnerInnen hatten sehr viel Interaktion. Also Removal, Counter und so weiter.

Und hab dann gemerkt, und es wurde mir auch später nochmal so gesagt, hey, das Deck ist geil, aber es wäre vor einem halben Jahr, war es ein geiles Deck. Jetzt hat sich die Meta verändert.

MartinMartin

Aber ich hab sie reingekommen.

GeisGeis

Mit jedem Set, was neu ins Spiel kommt, kommen neue Karten rein. Andere Decks werden stärker. Zum Beispiel Rakdos Burn ist sehr stark geworden, weil der Sneaky Snacker reingekommen ist. Karte, die du vom Friedhof ins Spiel bringen kannst, wenn die dritte Karte im Zug gezogen wurde. Eine 2-2 fliegende Kreatur. Die ist einfach mega. So, mit Faceless Looting zusammen und sowas. Plötzlich Sachen schneller geworden.

Die blauen Deck, Terror Decks und sowas sind stark. Es wird einfach deutlich mehr Removal gerade gespielt. Das heißt, die konnten auf meine sich langsam aufbauende Kombo die ja nicht immer gleich, also ne, das Deck kann theoretisch in Turn 2, Turn 3 komplett abgehen und du hast gewonnen. Manchmal brauchst du aber auch einen Zug länger. Naja, und dann sehen die halt, ah, du hast da einen Cost-Reducer, dann remove ich den mal.

Mal gucken, was dann passiert. Und meistens passiert dann nicht mehr so viel. So. Und das war ein Problem, wo ich gemerkt hab, hey, vielleicht hab ich wirklich das Deck für die falsche Meta und das, da dachte ich, was willst du denn da machen? Dann kannst du ja nichts machen.

Das ist dann auch wieder eine Mischung aus Leugnen, aber vor allem hat sich eine gewisse Frustration eingestellt und die Erkenntnis, die ich in diesem Moment gewonnen hatte, war, dass selbst so ein Kombo-Deck, Selbst ein Combo-Deck, wo du vermeintlich einfach nur dein Ding machen musst, dass du das gegnerische Deck trotzdem extrem gut kennen musst und wissen musst, was da passiert.

Für die GegnerInnen gilt es natürlich genauso für dich, zu wissen, welches Teil der Combo muss ich entfernen, damit wirklich nichts funktioniert, damit die Combo nicht mehr funktionieren kann. Aber es ist und bleibt ein interaktives Spiel, auch wenn ich nicht aktiv mit Karten auf meine GegnerInnen reagieren kann.

MartinMartin

Und wie hast du das versucht zu machen? Also hast du dir im Vorfeld angeguckt, welche Games oder welche Decks in der Meta gerade drin sind? Oder hast du dann während des Spielens versucht rauszufinden, wie dieses Gegenüber-Deck funktioniert? Oder ist es eine Kombination aus beiden?

GeisGeis

Also ein paar der Decks wusste ich, wie sie funktionieren und kannte ich in der Meta. Hatte jetzt aber auch die Wochen davor nicht genug Pauper gespielt, um die Meta wirklich gut zu kennen. Dann hätte ich vielleicht auch einfach ein anderes Deck gespielt, wenn es mir wirklich ums Gewinn gegangen wäre. Hatte auch das Raktos Burn-Deck dabei und hatte da auch eine aktuelle Liste davon. Wie hieß gleich nochmal dieses Ding, was drin war? Neu noch diese Karte, dieser Price.

Ach mein, jetzt fällt mir das schon nicht mehr ein. Da kam noch eine ganz neue Karte, die es auch nochmal richtig gut gemacht hat. Anyways, anyways. Das heißt, ich hatte schon Bock, ein Deck zu spielen, wo ich weiß, das ist schon speziell. Da spielen nicht viele in der Meta. es hat aber eine unfassbare Sprengkraft. Und ich bin damit reingegangen, mit meinem Ziel war so 50-50. Wenn ich die Hälfte gewinne, die Hälfte verliere, bin ich zufrieden.

Dann hat mein Kombodeck das gemacht, was ich für die mal erwartet hätte. Dem war aber nicht so. Ich würde direkt mal in Phase 3 reinrutschen.

MartinMartin

Ja.

GeisGeis

Die nennt sich Feilschen und Verhandeln. Da fängt man dann an rumzudördeln, beziehungsweise ging es mir so, dass ich dann angefangen habe, mir ganz, ganz viele Erklärungen zu machen, woran es liegen könnte und ganz, ganz viele Pläne und Strategien zurechtzulegen. Also. Das Ding ist, dass ich das Gefühl hatte, okay, ich bin oft in eine Situation gekommen, wo ich wirklich harte Entscheidungen treffen musste. Und die Entscheidungen gehen oftmals dahin zu sagen, wann soll die Kombo zünden.

Irgendwann gibt es den Punkt, wo du sagst, okay, jetzt fange ich an das Ausprobieren. Ich ziehe meine Karten, ich spiele meine Cost Reducer, ich haue wirklich rein und ich gucke, ob die Kombo zündet, ob ich genügend Karten nachziehe, die dann meine Kombo am Laufen halten mit meiner positive Karten und Karten positive Karten sozusagen. welche, die mir noch Karten ziehen.

Und das waren immer wieder Entscheidungen zwischen quasi, ich muss Mana generieren, um quasi Kartens spielen, die mir Karten ziehen. Ich muss Karten ziehen, wo vielleicht auch Mana-Generatoren dabei sind. Und ein gewisses Tempo muss ich vorlegen, beziehungsweise wann zünde ich das Ganze. Und da hab ich vermeintlich einfach ein paar Fehlentscheidungen getroffen. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich hab die richtige Entscheidung getroffen, aber ich hatte einfach ganz viel Pech.

Dann hatte ich das Gefühl, ich hab genau die richtige Entscheidung getroffen. Aber gleichzeitig war es auch eine falsche Entscheidung, weil es irgendwie mehrere Dinge gleichzeitig beeinflusst hat oder genau, ein falsches Top-Deck und habe mir dann verschiedene Sachen zusammengebastelt und es wurde dadurch ein ganz schönes Kuddelmuddel.

Und hat mir, so mein Learning daraus war auf jeden Fall, dass diese Entscheidungspunkte, die ich hatte, die bezogen sich gar nicht so sehr aufs Deck, sondern was ich falsch gemacht hatte oder hätte besser machen können, war, dass ich es quasi wirklich in der Spielsituation auch immer noch mal anders und neu hätte bewerten sollen und bewerten müssen.

Und dass das auch wichtig ist, seine Spielentscheidungen, seine vermeintlich klaren Spielentscheidungen, die man vielleicht auch schon tausend Mal getroffen hat, einfach noch mal in der jeweiligen Spielsituation neu zu bewerten.

MartinMartin

Konntest du zu dem Zeitpunkt das tun? Weil du hattest ja schon ein paar Spiele gespielt, die ja ähnlich verlaufen sind. Oder ist dann alles so zusammengeflossen und sagst, ah, das ist wieder so eine Situation, das ist wieder so eine Situation. Oder hast du da gedacht, diesmal spiele ich diese Situation anders, bewusst anders oder ich bewerte sie anders, weil ich sie so spiele.

GeisGeis

Ja, also die Situation ähnelt sich, wie gesagt, das meine ich, es wurde verflosst zu so einem Brei, zu so einem Schliffen, zu so einer matschigen Lasagne. Genau, vielleicht ein ganz gutes Bild. Also, es gab das Ding, dass meine Kombo gefisselt ist immer wieder, ne? Also du sagst, du zündest und dann spielst du eine Karte, hast einen Cost Reducer im Spiel und hast was, womit du das Mana günstiger machen kannst und spielst eine Karte, die dir Karten zieht und dann deckst du zwei Länder auf.

Hättest aber eine Karte gebraucht, die dir weitere Karten zieht, weil du nicht noch weitere auf der Hand hattest. Das heißt, das Fisseln der Kombo, das war super frustrierend. Das ist mir ein paar Mal passiert. Ich dachte, man, das kann doch nicht sein, das kann doch nicht sein. Dann hatte ich ein paar Mal das Gefühl, oder das Ding, ich habe gegen blaue Decks gespielt. Und ich wusste einfach, die ziehen sehr viele Karten, die haben sieben Counter auf der Hand.

Wann soll ich jemals was machen? Ich hatte nie das Gefühl, zünden zu können, weil der Zeitpunkt vielleicht auch schon überschritten war oder nicht schnell genug zustande gekommen war, um den zu zünden. Das war ein Problem. Und dann gab es das Gefühl, wo ich dachte, hey, eigentlich passt doch alles zusammen. Mein Gegner lässt mir Zeit. Ich habe alle Dinge auf der Hand, die ich brauche. Er lässt mich aufbauen, er spielt überhaupt keine Interaktion.

Und dann kriege ich es nicht hin. Dann kriege ich es nicht hin. Es startet nicht oder ich bin dann doch noch einen Schritt zu langsam. Es gibt nochmal einen kleinen Backlash und ich schaff's nicht, mich zu berappeln, weil einfach das Kombo-Deck nicht dafür gemacht ist, sich großartig nochmal ein zweites Mal aufzubauen. Ja, und das wurde dann Stück für Stück tatsächlich frustrierender und führte mich dann ganz natürlich in Phase 4. Depression.

MartinMartin

Also ihr hattest dann keine Spaß mehr am Spiel zu dem Zeitpunkt?

GeisGeis

Es war immer noch gemischt mit Ehrgeiz, Martin.

MartinMartin

Ich habe nicht nach Ehrgeiz gefragt, ich habe Spaß oder Freude am Spiel gefragt. Oder war es jetzt mehr so, ich muss jetzt wenigstens ein Spiel gewinnen?

GeisGeis

Ich behaupte, ich bin ein guter Verlierer. Aber als ich dann merkte, die ersten sind schon gedroppt, kam dann eben auch in mir die Frage auf, willst du weiterspielen? Oder sagst du jetzt einfach, hey, ist gut, und du guckst einfach den anderen zu, du nutzt die Gelegenheit, um schöne Fotos zu machen, ob die Stimmung des Tages irgendwie noch mehr aufzunehmen und versuchst nicht hier noch irgendwas zu reißen. Und einige sind halt zu dem Schluss gekommen, zu sagen, hey,

sie hören auf und sie spielen nicht mehr. Und dann war der letzte Tisch, an dem ich dann saß irgendwann, der war dann halt frei. Also waren nicht mehr alle Plätze besetzt, sondern die letzten beiden waren weg.

Und dann war ich wirklich so, oh krass, wenn jetzt die andere Person nicht mehr kommt, weil die auch auf dem letzten Platz durchgerutscht ist quasi und ich alleine bin hier und ich nicht spiele, lässt es dann ganz bleiben, gehst du dann lieber raus und isst was, trinkst was, macht einen Spaziergang an der frischen Luft, tausend Dinge, die für den Mensch gut sind. Im Unterschied zu sechs Stunden am Tisch sitzen und sich Karten spielen frustrieren zu lassen.

Das hat auf jeden Fall eine gewisse Kraft gekostet, weil aber auch das Spielen Kraft gekostet hat. Es erfordert ein sehr hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit und dann eben natürlich auch in der sozialen Interaktion kein Arsch zu sein. Das ist, das kostet auch immer wieder ein bisschen Kraft. Auch wenn es natürlich mühelos nach außen hin aussieht.

Aber manchmal will man einfach sagen, das ist doch kacke. Aber das sagst du natürlich nicht, weil sonst vielleicht das Gegenüber auf sich beziehen könnte. Oder irgendwie es einfach jemanden von Kopf stoßen könnte in der Situation. Und, Ja, ich dachte mir dann aber, hey, nein, du bist zum Spielen hierher gekommen und du würdest dich einfach den Arsch beißen, wenn du dich das hier einfach sein lässt. Du holst dir jetzt den einen Sieg, den einen einzelnen Sieg, du holst ihn dir jetzt ab.

MartinMartin

Wie? Wir haben ja, also Spoiler, du hast ja am Anfang schon erzählt, es ist da nicht so eingetreten.

GeisGeis

Nee, es ging dann zur letzten Phase über. Akzeptanz. Und die Akzeptanz war dann halt, ich krieg's nicht gebacken. Und ich war mir aber extrem verunsichert, ob ich dieses, ich krieg's nicht gebacken, auf mich beziehen soll, ob ich's auf die Spielsituation beziehen soll, ob ich's auf gegnerische Decks, also die Matchups, quasi beziehen soll. Ich wusste nicht so richtig, wohin damit. Das ist auch Frustration und Wut und verhandeln und Depressionen und Leugnen, alles in einem.

Also im Grunde bin ich dann diesen Cycle am Ende nach dem Turnier immer wieder durchgegangen.

MartinMartin

Oh Gott.

GeisGeis

Und dachte dann halt so, hey, es ist nur Magic. Niemand ist gestorben. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Es war ein schöner Tag. Dominik Weyer war am Start. Wir haben schön gequatscht miteinander. Dennis hat ein ganz tolles Turnier gemacht. Der halbe Tasty Discord-Server war irgendwie am Start angereist. Ganz viele Leute habe ich zum ersten Mal gesehen. Und das ist es, worum es geht. Und es hat mir sehr, sehr dabei geholfen, einfach zu finden,

warum spiele ich? Und ich spiele halt nicht, um zu gewinnen. So, ich spiele halt nicht, um zu gewinnen. Aber ich würde schon gerne wissen, warum dieses Deck nicht funktioniert hat oder warum ich es nicht hinbekommen habe. Es gibt aber noch einen versöhnlichen Abschluss für diesen Abend. Denn ich habe nämlich, als ich dann so rumgelaufen bin, weil ich ja noch Zeit hatte und dann mit anderen Spielern, die rumhingen und weniger frustriert waren als ich, ein bisschen gequatscht.

MartinMartin

Hast du jemanden getroffen, der das gleiche Deck gespielt hat und auch alle Spiele verloren hat?

GeisGeis

Pass auf, ich hab jemanden getroffen, der genau das gleiche Deck hatte, aber es nicht gespielt hat. Hat ein anderes Deck gespielt, aber hatte genau das gleiche Deck dabei, bis auf zwei Karten, die unterschiedlich waren. Auf die komm ich dann auch noch zu sprechen. Und das war der liebe Michael. Akura Raya. Heißt der, glaube ich, auf dem Discord. Ich hoffe, ich habe es gerade nicht falsch ausgesprochen. Und,

Der ist ein riesiger Fan von diesem Deck. Er liebt dieses Deck, er liebt Combo-Decks, er kennt genau das Deck, was ich gespielt habe und er erkannte alle Fragen, die ich mir gestellt hatte. Hatte aber schon deutlich mehr Erfahrung mit diesem Deck, weil er es länger gespielt hat. Und später, als wir dann noch was trinken gegangen sind, was gegessen haben und so, dann, genau, habe ich gesagt, hey Michael, ich wünsche mir was.

Ich wünsche mir, dass ich einmal dieses Deck mit offenen Karten gegen dich spielen kann und du erklärst mir, wenn ich einen Spielfehler mache. Du sagst Stopp, wenn ich einen Spielfehler mache. Und du sagst mir, wenn ich was anders machen könnte. Und dann haben wir tatsächlich mehrere Runden offen gespielt. Und was wir gemacht haben, war dann tatsächlich, dass es irgendwann auch irre, wir haben tatsächlich die Decks in Kimmero gegeneinander gespielt.

Das ist großartig, wirklich vollkommen sinnlos. Für die Leute, die zugeguckt haben, wirklich, das war wie, als hätten Leute Tischtennis gespielt, aber jeweils jeder so an so einer hochgeklappten Platte. Als wäre so eine Wand in der Mitte. und dann hätte man so einen Tischtennisball gegen diese Wand gespielt von beiden Seiten.

So ungefähr sah das aus, weil es quasi relativ egal war, was die andere Person macht, sondern beide versucht haben, so den gleichen Gameplan irgendwie durchzukriegen und zwar auch krass ermüdend und frustrierend für die anderen Leute, die zugeguckt haben allein.

Anders als für Michael und mich. Für mich war es eine Erleuchtung, weil wir quasi dann irgendwann auch Runden gespielt haben ohne einen Gegner, sondern ich konnte dann einfach spielen und wir sind das der Reihe nach durchgegangen und es fühlte sich ein bisschen für mich an so, als hätte ich so meinen Führerschein gemacht, meinen Führerschein in Ruby Storm.

Und das war richtig gut und habe ganz viel gelernt und mich dann am Ende auch mit dem Deck einfach total versöhnt und ein paar wichtige Erkenntnisse mit rausgenommen. Und die würde ich gerne jetzt auf jeden Fall noch so kurz teilen mit dir und der Welt da draußen. Also meine erste Erkenntnis war, Erstmal habe ich eine Bestätigung bekommen, dass ich sehr viele richtige Entscheidungen getroffen habe, aber eben auch falsche Entscheidungen getroffen habe, dass quasi beides der Fall war.

Es gab ein paar Mal den Fall, wo ich im richtigen Moment gezündet habe, das Deck ist gefisselt, aber es war keine falsche Entscheidung, weil so hätte ich das in dem Moment spielen müssen, weil später wäre es nicht mehr möglich gewesen zu zünden. Und da hatte ich dann in anderen Runden eine falsche Entscheidung getroffen, weil ich es eben nicht rechtzeitig versucht habe, die Kombo zu zünden. Dann, klar, ich hatte auch schlechte Draws. Ich hatte auch schlechte Draws.

Und das kommt bei diesem Deck eben auch vor, das versucht man zu vermeiden. Und ich hatte Pech, aber eben auch nicht nur. Ich hatte auch ziemliches Glück mit meinen Stadthänden und mit den Mulligans, die ich gemacht habe und so weiter. Und konnte das nicht entsprechend umsetzen. So, was kann ich besser machen? Was kann ich besser machen? Also, und zwar hätte ich den Combo-Turn noch besser planen und timen können. Ich hätte mir hier und da mal mehr Zeit lassen können.

Nicht den Combo-Turn zünden, weil ich es kann, sondern wirklich stärker auch vom Deck des Gegners abhängig machen, sondern sagen, hey, ich könnte den Combo-Turn zünden und ich habe eine 90% gute Hand. Ich hätte auch sagen können, ich warte, ich baue ganz langsam meine Combo weiter auf und mach eine 100% safe Kombo daraus. Mit allen wichtigen Game Pieces, die ich auf der Hand hab. Wenn der Gegner mir die Zeit lässt, darf ich mir die Zeit nehmen und muss es

mir und auch dem Deck nicht früher beweisen. Es geht nicht darum, elegant zu gewinnen mit diesem Deck. Sondern es geht darum, zum richtigen Zeitpunkt zu gewinnen, wenn du so willst. Und dazu gehört eben manchmal auch mehr Zeit lassen, als man sich eigentlich Zeit lassen möchte. Und wirklich eben auch vom Deck des Gegners abhängig machen. So, wenn der ein blaues Deck spielt, bevor der Counter es raushauen kann, schnell zünden. Oder wenn er gerade ausgetappt ist, jetzt muss ich es probieren.

Hey, wenn er keine Interaktion spielt und seine Sliver langsam aufbaut, ja, dann lasse ich mir eben noch eine Runde Zeit. Ich habe 20 Lebenspunkte. Ich brauche keine Lebenspunkte, um zu gewinnen. So, ich kann mit einem Lebenspunkt dann meine Kombo zünden und das Ding gewinnen. Und ich habe vielleicht eine Runde oder zwei Runden mehr Zeit. Kleinigkeiten helfen mir schon. Dann gab es einfach eine Art kleiner Spielfehler oder eine Regelinteraktion, die ich nicht richtig hatte.

Und zwar gibt es ja diesen Burning Profit. Der gibt mir Hellsicht 1, wenn ich Instant und Sorcery caste. Und das Ding ist, wenn ich nicht Kreaturen zur Aussprache wirke.

Und ich habe ja meine Mana-positiven Karten sind alles Instants und meine Card-Draw-Karten sind alles Sorceries und was ich hätte machen können oder sollen viel öfter wäre gewesen, wenn der Burning Prophet draußen ist, spiele ich zuerst meinen Reckless Impulse zum Beispiel, ist eine Hexerei, die mir zwei Karten zieht, ich wirke den und kriege erstmal diesen Scry vom Burning Prophet und sehe, was ich ziehen könnte, kann mich jetzt also entscheiden ob ich die ziehen will oder nicht,

wenn ich sie oben drauf liegen lasse, alles fein dann lasse ich meinen Spell resolven und ziehe die Karte quasi. Dann ist alles gut. Aber wenn die Karte kacke ist und ich sie drunter lege, dann weiß ich nicht, was oben ist. Die könnte gut sein, die könnte nicht gut sein. Also spiele ich dann einen Instant, so eine Mana-positive Karte, Seating Song oder irgendwas, spiele ich dann auf dem Stack obendrauf, um quasi noch einen Scry zu bekommen, bevor mein Card-Draw quasi wirkt, gewirkt wird.

Verstehst du? Damit hab ich quasi nochmal einen Scry, kann mir die oberste Karte nochmal anschauen. Und sich ergehen, ob die gut ist. Wenn's eine schlechte Karte ist, kann ich sie drunter schieben. Und dann kommt erst mein Card-Draw-Spell zum Einsatz. Und der ist dann wahrscheinlicher, dass er mir eine gute Karte zieht. Und das sind die Kleinigkeiten, wo ich gefisselt bin. Da bin ich gefisselt an

dieser Stelle. Viel zu oft. Und ich hätte zum Beispiel meine Manamorphose nach meinem Reckless Impulse spielen sollen. Und nicht davor. Immer erst die Sorcery und dann die Instance nutzen, um mit dem Scry den Card Draw quasi immer weiter zu verbessern damit, graduell.

MartinMartin

Okay, ja, verstehe.

GeisGeis

Ich hab's nicht verstanden.

MartinMartin

Ja, ich glaube, es macht halt auch einen Unterschied, ob man selber sich diese Gedanken gemacht hat beim Deckbau oder ob man versucht, im Nachhinein zurückzuverfolgen, wie das Deck gebaut wurde. Das macht, glaube ich, schon einen Unterschied.

GeisGeis

Ja, und es sind wirklich Kleinigkeiten, die es dann echt funktionierend machen können, so ein Deck. Ja, genau. Risk-Taking, Bauchgefühl sind auf jeden Fall ein wichtiges Ding und gehören dazu. Wo ich immer dachte, ey, ich bin jetzt verunsichert, ich bin irgendwie zwischen Card-Draw und Mana-positiven Karten über, versuche ich jetzt mit Combat-Damage in Burning Profit irgendwie einen Sieg zu machen oder ping ich meinen Gegner irgendwie die Leben weg. Es gibt nicht immer eine klare Antwort darauf.

Das heißt, es gibt einfach unberechenbare Entscheidungsmomente und welche, die eben nicht berechnet werden können. Und das gehört eben dazu, zu diesem Deck. Und das auch nochmal zu hören, zu bestätigen, zu wissen, das fand ich wirklich ganz toll. Das hat mir nochmal geholfen, dieses Gefühl als was ganz Natürliches einzuordnen, und gibt mir dann nochmal ein bisschen mehr Selbstbewusstsein auch beim Spielen.

Und Selbstbewusstsein beim Spielen sorgt natürlich auch für mehr Aufmerksamkeit und mehr Ruhe im Selbstbewusstsein im richtigen Maß natürlich. Naja, und die letzte Erkenntnis war, und das habe ich wirklich am eigenen Leib gemerkt, dieses Deck ist einfach super anstrengend zu spielen, weil du permanent mini kleine Entscheidungen triffst, die entscheidend sein können für das ganze Deck. Also es gibt kleine Entscheidungen, die eine große Auswirkung haben und die triffst du permanent die ganze Zeit.

Das heißt, du musst dich einstellen auf eigentlich lange Runden, weil du geduldig spielen musst. Große Aufmerksamkeit. Ich habe mir auch einen extra Counter vorher zurechtgebastelt, mit dem ich quasi das ganze Mana, was ich mir in meinen Pool gemacht habe, sammeln konnte, ohne irgendwie Würfel hin und her zu legen, sodass das wenigstens schnell abläuft. Das war gut, dass ich das vorbereitet habe. Das hat allen sehr, sehr geholfen und Transparenz gegeben in dem Moment.

Aber man muss darauf vorbereitet sein. Und das war ich, glaube ich, nur zum gewissen Grad. Naja und so bin ich da am Ende rausgegangen.

MartinMartin

Wie hättest du, also liegt dir dieses Deck zu spielen, ist jetzt eine Frage, die sich mir gerade kommt. Also warum hast du dieses Deck ausgesucht?

GeisGeis

Naja, weil ich meinen Lotus-Pattle spielen wollte. Wir haben ja in unserer Deckbrauf-Folge gesagt, manchmal sind es einzelne Karten, die einen zu einem anderen Deck bringen. Ich mag Kombos bei Pauper, weil ich sie bei, weil ich sie mir selber beim Commander verbiete. Bei Commander möchte ich einen anderen Spielfluss haben und ein Kombo fühlt sich bei Commander immer nicht sehr nach Lasagne an. So, nach einer gemeinsamen bereichernden Erfahrung.

Und in einem kompetitiven Format finde ich es vollkommen gerechtfertigt, ein monotones, monologes, solitäres Deck zu spielen. So, weil es einfach wirklich ums Gewinnen geht. Und da selbst ich mir selber diese Barriere nicht, sondern denke mir, ja, dann versuchst du mal auf diese Art und Weise zu gewinnen. Und in dem Fall war es, ich will das ausprobieren. Ich will es gucken. Es ist witzig, wenn es zündet. Und es ist krass. Und es gibt einen Timmy-Spielmoment quasi,

wenn es dann wirklich aufgeht. Aber es ist ein spiky Deck. Man muss es spiky navigieren, um einen Timmy-Moment zu erzeugen damit. Und hat ganz viele Johnny-Momente zwischendrin. Um mal so zu sprechen. Naja, was soll ich sagen? Liegt's mir? Weiß ich nicht. Weiß ich wirklich nicht, ob's mir liegt. Es hat mir auf jeden Fall am Ende trotzdem Spaß gemacht.

MartinMartin

Ich hab nochmal drüber nachgedacht, wenn du das erzählt hast, wie ich reagiere, wenn ich verliere bei Magic. Das ist selten in Turniersituationen. Das ist tatsächlich mehr so täglicher Grind auf Arena oder Gold sammeln und dann aber natürlich im Draft hauptsächlich.

Also wie reagiere ich, wenn ich ein vermeintlich schönes Deck getraftet habe und habe dann die ersten zwei Spiele verloren und weiß jetzt schon, okay, jetzt müsste ich eigentlich noch ein paar gewinnen, damit ich diesen Draft abschließen kann auf Arena.

GeisGeis

Mhm.

MartinMartin

Und ich neige dann schon dazu, auch zu sagen, okay, das wird jetzt nichts mehr und auch nicht mehr so viel Spaß dran habe, aber sich dann wirklich noch zu disziplinieren und zu sagen, nee, ich versuche jetzt trotzdem noch das Beste aus diesem Spiel herauszuholen und vielleicht tatsächlich auch dadurch noch was zu lernen und zu gucken, ja, okay, was passiert, wenn ich das mache? Und das dann eher so ein bisschen als Übungswiese zu sehen.

Ah, jetzt spiele ich mal gegen die Farbe, wie funktioniert es denn da? Und dann wirklich zu sagen, okay, es geht jetzt hier, ich kann nicht mehr gewinnen, ich kann diese sieben Siege nicht mehr machen, Aber ich kann zumindest in diesen zwei Spielen oder in einem Spiel, was jetzt noch ist, noch ein bisschen was ausprobieren und lernen dann daraus für den nächsten Draft. Das ist so ein bisschen, wie ich das sehe. Klar, als das eine Mal, wo ich in der Arena Open sehr weit gekommen war,

da war allein schon das Tag zwei erreichen, schon der Sieg. Und von daher war es da schon so ein bisschen die Kür. Aber ja, also man ist dann schon sehr, sehr angespannt beim Spielen. Und wenn man dann noch verliert und dann hinterfragt man natürlich auch alles. Und jede Interaktion und da jetzt wirklich die Nerven zu behalten und zu sagen, okay, ich komme jetzt wieder ein bisschen runter und bewerte die Situation jetzt neu und versuche es nochmal, das ist, glaube ich, die hohe Kunst.

Ich hatte ja hier schon mal das Buch empfohlen, Mental Mana, wo dieser Sport- Coach, das so ein bisschen adaptiert auf Magic und mit sehr vielen Redundanzen diesen Gedanken fortführt. Das lohnt sich tatsächlich, da nochmal reinzulesen, ohne dem es vielleicht allzu viel wert beizumessen.

GeisGeis

Ich finde es total spannend, sich damit auseinanderzusetzen. Einfach, weil es nochmal eine Facette von Magic ist, die ich sonst in anderen Spielen nicht so kenne. Und dafür, also ich finde es total reizvoll, diese Turnierfacette. Und wenn es um was geht, sag ich mal, also wenn man so richtig investiert ist, das meine ich jetzt nicht mit Geld, sondern einfach Lust hat zu gewinnen und Bock hat irgendwie sein Deck gut zu navigieren.

Und, ja, genau, den anderen zu zeigen, wie gut ein Deck sein kann, das kann ich schon absolut verstehen und es hat absoluten Spielwert und das finde ich richtig cool, dann, genau, nicht nur drauf zu schauen, was das Deck macht, sondern was passiert bei mir. Und das ist wirklich, da kannst du, glaube ich, wirklich mit Atemübungen und einer gewissen Form von Konzentration sehr, sehr viel erreichen und mehr, als du erreichen kannst, als nur Karten auf den Gegner zu schmeißen.

Weil das ist es dann nicht. Es passiert wirklich ganz, ganz viel, gerade bei Magic, im Kopf. Und deswegen muss dein Kopf einfach ganz klar navigieren.

MartinMartin

Vielleicht habt ihr ja die letzte oder vorletzte Folge von Limited Resources gehört, wo Paul Chion auch nochmal über seine Erfahrungen bei der Arena Open spricht, wo er unzählige Versuche gemacht hat, um überhaupt Tag 2 zu erreichen und er hat es nicht geschafft und auch nochmal von so jemandem zu hören, was dann in seinem Kopf vorgeht und wie so die Entwicklung über den Tag hinweg war.

Also er berichtet, am Morgen ist er aufgestanden und sagt, er fühlt sich gut, der hat gut geschlafen, heute wird sein Tag, ne?

Und abends hat er dann erzählt, hat er dann an allem gezweifelt und alles hinterfragt und, ähm, also man hat wirklich so die Kleinen gesehen über den Tag hinweg und das von jemandem, der wirklich schon jahrelang Magic spielt, Streamer ist, wahrscheinlich auch ein oder andere Turnier mitgespielt hat, da auch nochmal zu sehen, dass auch da jemand nicht davor gefeit ist, irgendwann in diese Spirale zu kommen und zu sagen, dieser Tag, da kann ich einfach nicht mehr gewinnen.

Das war interessant zu hören und auch zu hören, wie man es dann verarbeitet.

GeisGeis

Ja, ja, ja, auf jeden Fall. Und das geht ja ganz, ganz vielen so, die dann auf ein Turnier kommen und plötzlich überhaupt nicht mehr performen und dann beim nächsten Mal wieder total gut sind. Also allen, außer Kai Budde halt. Nee, aber ich glaube, selbst der hatte seine Niederlagenphasen so.

Und ja, da dann einfach sich darauf zu besinnen, worum es geht oder zu sagen, hey, bei Pauper ist es halt so easy zu sagen, auch wenn das Ruby Storm Deck ein sehr teures ist, aber ich kann einfach problemlos auf ein anderes Deck wechseln und kann sagen, ich spiele einfach ein anderes Deck beim nächsten Mal.

Deswegen kann ich auch den Salt und die Frustration bei Modern oder Legacy sehr verstehen, wenn das eine Deck gerade nicht funktioniert oder wenn da eine Karte gebannt wird, weil man einfach auch monetär investiert ist in dem Fall. Das kann dann schon deutlich mehr sein. Bei Pauper habe ich diese Frustrationen, die ich jetzt hier ein bisschen überspitzt mit diesen fünf Phasen dargestellt habe, so bei niemand anderem festgestellt.

Und trotzdem begleitet es mich, verfolgt es mich und ich mache mir schon auch so Gedanken wie, hey, vielleicht bin ich einfach der Typ, der sein eines Deck findet und das halt dann extrem gut navigieren kann und immer das eine rausholt. Und wenn die Meter gerade passt, dann gewinnt man mal mehr. Und wenn die Meter gerade nicht passt, gewinnt man ein bisschen weniger. Vielleicht bin ich dieser Typ. Aber ...

Vielleicht verändert sich der Typ ja auch. Und ich will auf jeden Fall viele andere Sachen noch ausprobieren. Und freue mich drauf, auch im nächsten Jahr weiter zu paupern, weiter dem Tasty-Discord treu zu bleiben und zu sehen, wie toll der wächst und wie toll Pauper auch wächst. Dennis hat auch einen Discord aufgemacht, wo sich Menschen aus ganz Europa zusammengeschlossen haben, die Pauper-Turniere organisieren. Und das sind Leute aus England, aus Finnland, aus Polen, hat eine große Szene.

Italien hat eh die größte Szene von allen, Spanien ist ganz, ganz groß und das sind alles die gleichen Geschichten und es sind alles sehr, sehr positive Geschichten von Leuten, die versuchen mit Pauper in ihrer Community, in ihrer Magic Community einfach ein bisschen was anders zu machen und ein Spielformat zu etablieren, was einen gewissen anderen Flow hat als ein Standard, was irgendwie versucht wird von Wizards rein zu prügeln oder in Modern,

was irgendwie sehr gut läuft, aber natürlich extrem kompetitiv ist und vielleicht auch nochmal anders als ein Pionier.

MartinMartin

Schreibt uns doch mal in die Kommentare. Das würde mich jetzt tatsächlich interessieren, wie ihr mit Niederlagen in Magic umgeht und was eure Erfahrungen sind, wie man das am besten verarbeitet, wie man das, vielleicht auch verhindert während des Spiels überhaupt den Spaß dran zu verlieren. Schreibt uns das gerne mal entweder auf unserer Webseite www.tastymtg.com, Das ist richtig?

GeisGeis

Das ist richtig, ja. Ich habe mich gerade selber gefragt, warum musstest du überlegen? tastymtg.de.

MartinMartin

Oder ja, gerne auf unserem Discord-Server oder wenn ihr das wollt auf Mastodon, da sind wir auch unter tastymtg at podcasts.social und ja, würde mich wirklich mal interessieren, wenn ihr da in die Kommentare mal schreibt, wie ihr damit umgeht.

GeisGeis

Oder ihr erzählt uns einfach eine Anekdote von eurer größten Niederlage.

MartinMartin

Genau, ihr könnt auch eine Audionachricht an unsere E-Mail-Adresse crew at tastymtg, also C-R-E-W, crew at tastymtg.de schicken. Das hat ja beim Adventskalender schon so wunderbar funktioniert. Schickt uns doch gerne mal per Audionachricht eure Erfahrungen, wie ihr mit Niederlagen in Magic rumgeht oder was eure spektakulärste Niederlage war, wo ihr sagt habt, da hat auch das Universum keinen Einfluss mehr drauf gehabt. Das musste jetzt so passieren. Ja, würde mich mal interessieren.

GeisGeis

Ich möchte diese Hauptspeise schließen mit den Worten eines mir bekannten und vielleicht wunderbarsten Homo Ludens, den ich kenne, Dr. Martin Böttcher. Der hat mal gesagt, der Sinn des Spielens ist es, verlieren zu lernen. Merry Christmas.

MartinMartin

Sehr weise Worte.

GeisGeis

So, in unserer Nachspeise gibt es noch ein klebriges Baiser. Okay.

MartinMartin

Schulvoll und freundlich, mir sagt immer Beißer.

GeisGeis

Beißer.

MartinMartin

So als Spaß.

GeisGeis

Baiser ist ja wirklich was Tolles und ich habe es schon ein paar Mal probiert zu machen und es hat nie geklappt.

MartinMartin

Es schmeckt mir nicht.

GeisGeis

Nee.

MartinMartin

Es ist mir zu trocken zu... Genau, kurze Nachspeise. Wir haben, und vielleicht da auch ein Hinweis, dass es ein ernstes Thema jetzt folgt. Wir haben jetzt viel über Niederlagen und Verlieren im Spiel gesprochen. Aber wir haben auch am Anfang gesagt, wir nehmen diese Folge an Weihnachten

auf. Und das ist jetzt auch gerade so eine Zeit Ende des Jahres, wo viele Menschen, die vielleicht nicht Weihnachten mit der Familie feiern, aus welchen Gründen auch immer oder aus anderen Gründen gerade nicht so gut drauf sind. Er sagt das immer so leicht hin, er ist nicht gut drauf, sie ist nicht gut drauf. Aber wir erkennen an, dass es Situationen im Leben gibt, die einen überwältigen können, die überwältigend erscheinen und wo man in aussichtslose Lagen gerät.

Und das ist menschlich, aber menschlich sollte es auch sein, sich Hilfe suchen zu können und Rat suchen zu können und dass dieser Rat auch existiert und diese Hilfe auch existiert. Und da wollten wir an der Stelle nochmal einen Hinweis machen, dass dem so ist. Viele von euch kennen vielleicht den Begriff der Telefonseelsorge. Das ist eine tolle Einrichtung der Kirchen, soweit ich es weiß, der Deutschen Bischofskonferenz genau und der Diakonie in Deutschland.

Die Nummer 0800 111 0111 oder 0800 111 0222 ist überall aus Deutschland kostenlos erreichbar. Mittlerweile gibt es da auch, habe ich jetzt gesehen, ein Chat, E-Mail und also auf ganz vielen Wegen kann man sich da zu jeder Tages- und Nachtzeithilfe und Rat suchen. Und speziell für Jüngere gibt es außerdem auch noch die Nummer gegen Kummer. Das ist die 116 111. Auch da gibt es ein Chat und Mail.

Und das richtet sich hauptsächlich an Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen, die sich da auch kostenlos und anonym beraten lassen können. Also wenn ihr dunkle Gedanken habt, in einer Situation seid, wo ihr sagt, ich komme da allein nicht mehr raus, Nehmt das als ersten Anlaufpunkt und holt euch Hilfe. Das ist mein und unser Rat oder Empfehlung.

GeisGeis

Ja, danke, dass du das hier eingestreut hast. Und genau, das ist sicherlich auch der große Unterschied. Was im Spiel zu verlieren, sollte niemals ernsthafte Sorge und ernsthaften Kummer auslösen, denn es ist ein Spiel. Wenn es das tut... Dann muss man gucken, wie man spielt womöglich, aber man sollte immer wieder aus dem Spiel heraustreten können und sagen können, hey, es war nur ein Spiel.

Aber für viele Leute gibt es eben Themen, die außerhalb des Spiels für Kummer sorgen und die echte Trauer erleben und durchlaufen müssen. Und genau, denen kann geholfen werden, auch wenn sie keine Menschen im Sicherung haben oder sie sich nicht trauen, mit anderen Menschen, die sie kennen, zu sprechen.

MartinMartin

Genau und ja, um auch nochmal den Bogen zurück zu Magic zu machen, auch wenn ihr da feststellt, hey, das Spiel macht mir gerade keinen Spaß und ich ziehe da jetzt keine Freude für mein Leben draus dann macht mal eine Pause von Magic macht mal was anderes zwischendurch, guckt ob euch ein Set, was bald kommt wieder unfixt oder eine Playgroup, in der ihr spielt, ob ihr da wieder mehr Spaß habt, es ist nicht schlimm zu erkennen dass Magic jetzt vielleicht gerade in der aktuelle

Lebenssituation nicht passt und ihr mal eine Pause braucht, Also Wizards wird es weiterhin geben und das Spiel kommt auch mal einen Monat ohne euch, klar oder zwei.

GeisGeis

Genau, aber ruft da bitte nicht an, nur weil ihr glaubt, dass die Geschichte von Etherdrift an den Haaren herbeigezogen ist. Haltet die Leitung dafür frei.

MartinMartin

Nehmt das schon ernst, also da versuchen viele Leute durchzukommen und ich habe jetzt mal so eine Doku gesehen, da ging es auch um die Telefonseelsorge, wo dann auch jemand einen Spaßanruf gemacht hat.

Und das, ja, die wären dann auch, das fand ich eine ganz schöne Reaktion von derjenigen, die das entgegengenommen hat, diesen Spaßanruf, die dann auch freundlich bestimmt war und dann auch irgendwann das Telefonat abgebrochen hat, aber auch gesagt hat, sie vermeidet es eigentlich da jetzt irgendwie so eine Antisituation herzustellen, weil sie der Meinung ist, irgendwann rufen die vielleicht dann mal aus einem ernsteren Grund an und haben

es dann kennengelernt als eine positive Erfahrung dort anzurufen. Also von daher, genau, vermeidet Spaß anrufen und lasst die Leitung frei, aber ich finde es eine schöne oder eine wichtige Institution.

GeisGeis

Ja, Martin, vielen Dank. Ihr Lieben, danke, dass ihr uns treu wart dieses Jahr. Solltet ihr das noch Ende 2024 hören, ansonsten könnt ihr es auch einfach am Ende eines beliebigen anderen Jahres anhören.

MartinMartin

Ja, aber nicht zu spät, weil bald kommt ja schon die Verleihung, die große Gala des Golden & Tasty wieder.

GeisGeis

Oh yes.

MartinMartin

Wir überlegen noch, wie wir die machen. Letztes Jahr haben wir die ja live gemacht, als Livestream.

GeisGeis

Ja, stimmt.

MartinMartin

Könnten wir gerne auch wieder machen.

GeisGeis

Ich hab da wieder Bock drauf, ehrlich gesagt.

MartinMartin

Mal gucken. Schreibt uns dazu auch gerne mal, wie ihr das fändet, wenn es das wieder gäbe. So, und bevor wir jetzt gleich in die Pause gehen, in die Weihnachtspause und Neujahrspause, noch ein großes Dankeschön unserer Steady-Unterstützerinnen und Unterstützer, die immer eine Post- und Pre-Show bekommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind das Andreas, Matthias und Felix, Dominik, Simon, Dennis, Axel, Sönke, Lutz und Daniel. Vielen lieben Dank euch.

GeisGeis

Vielen, vielen Dank. Tolle Unterstützung und genau für euch gibt es noch ein kleines Snippet von vor der Show und nach der Show. Und... Eigentlich wollte ich einen Booster aufmachen. Lass mal, machen wir nächstes Jahr. Ich habe ein paar Booster besorgt, dass wir auch mal wieder einen Booster aufmachen können. In der Pre-Show. Post-Show.

MartinMartin

Und genau, wir machen jetzt wirklich, ja, auch noch ein bisschen Weihnachten und zwischen den Jahren Pause. Und dann hören wir uns im neuen Jahr wieder. Vielen Dank, Geist, für diesen Tag.

GeisGeis

Ich freue mich drauf. Martin, vielen lieben Dank. Ich habe dein Weihnachtsgeschenk aus dem letzten Jahr noch hier liegen. Das kriegst du dieses Jahr, ob du willst oder nicht.

MartinMartin

Ach so, zurück.

GeisGeis

Nee, anders, anders. Egal.

MartinMartin

Ja, ich weiß.

GeisGeis

Liebe Leute. Okay. Nicht nur Siege feiern, auch Niederlagen wertschätzen. In diesem Sinne, habt eine wunderbare Zeit und wir hören uns in der nächsten Folge.

MartinMartin

Tschüss.

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