Die Kühnert-Kontroverse - podcast episode cover

Die Kühnert-Kontroverse

May 06, 20191 hr 16 minEp. 23
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Montag, 6. Mai 2019, 15:34 Uhr

Jungsozialist Kevin Kühnert wird im Sommer 30 Jahre alt. Und doch zählt er zum jüngsten Zehntel der deutschen Wähler, so alt ist unsere Rentnerrepublik. Entsprechend verlaufen die Diskurse, wenn jemand wie er etwas sagt. In der „Zeit“ schlug er (sprechend denkend) vor, wieder Wert darauf zu legen, dass nicht egal ist, wer regiert. In einer marktwirtschaftlichen Demokratie kann die Politik Entscheidungen treffen und einen Unterschied machen. Politiker waren erschrocken und erzürnt, SPDler und CDUler kritisieren Kühnerts angeblichen Weg in eine DDR 2.0. Unter Wählern und in der Wissenschaft läuft die Diskussion dagegen anders: Unsere Marktwirtschaft werde missbraucht, sagt DIW-Chef Marcel Fratzscher und Radiohörer jubeln für Kevin Kühnert. Wer Kevin Kühnert vorwirft, er verlasse den demokratischen Diskurs, steht selbst schon halb draußen.

Rosa Luxemburg-Stiftung

Ich höre das BR Tagesgespräch von Freitag, Studio9, Anne Will, heute Journal und Tagesthemen von Donnerstag und Freitag. Ich empfehle euch Jennys Podcast mit Paul, Katharinas Denkangebot und den Wahlkampfauftakt der „Partei“.

Transcript

Ich

Hast du dir schon die Zeit genommen und die Kühnert Kontroverse nachgelesen, wahrscheinlich nicht aber den Social Media Trappe hast du bestimmt mitbekommen hier liegen doch nun einige Puzzleteile rum die mal in ein neues Bild zusammengesetzt werden müssen, und das machen wir hier im 23. Talk Radio zur Rentner Republik um dann später mal darüber zu schreiben.

Vorher aber und wir machen das ja nicht nur zum Spaß die kleine Danksagung an alle die mich hier schon unterstützen bevor das Buch da ist man also als materielles Produkt kaufen kann wenn vielleicht auch nur als E-Paper. Wir müssen ja auch ans Klima denken. Martin checkte 52 sehr gut. Jonas Liebesgrüße schickt da auch 250 Christian schickt 110 und schreibt freue mich schon auf dein Buch wird sich wieder bestens als Geschenk für viele klamme auf ältere.

Verwandte und Bekannte eignen wie schon Redaktionsschluss. Ja das hoffe ich doch. Redaktionsschluss war ja auch schon ein Buch das implizit eine Zielgruppe hat aber auch immer mit für die geschrieben wurde die nicht von alleine drauf kommen. Zu so einem Buch zu greifen Das wird diesmal nicht anders. Wobei die Argumentation dafür es dann doch zu lesen ein bisschen einfacher fällt als bei Redaktionsschluss.

Denn wenn man sich für die Medienwelt und für die Welt in der man lebt nämlich von den Medien gestaltet wird nicht so sehr interessiert so muss doch jeder einsehen Auch ich werde alt in dieser Gesellschaft, und die eine oder andere Frage die eine Antwort sucht schließt ja darin an, Tim schickten Euro und ein anderer Tim schickt auch in Euro und Timo Scheck 20 auch wenn ich mir das Buch dann gedruckt holen werde hier meine Unterstützung finde ich sehr gut.

Ich sage es nochmal explizit Es wird gedruckte Bücher geben. Allerdings werde ich beim E-Paper natürlich ganz genau darauf achten dass es bloß nicht mehr als 500 Euro kostet. Beim gedruckten muss ich dann noch eine Strategie entwickeln. Markus macht hier einen guten Preis sechs Euro 99 danke für deine inspirierende Arbeit Klammer auf sagt ein Profi. Smiley gut Grüße aus der schönen oder schönsten Hansestadt der Welt. Haha wie das könnte nun Wismar oder Wipperfürth sein.

Ich bin mir unsicher. Stefan schickt neun Euro neunundneunzig Ich freue mich auf das Finale E-Book Grüße von den Philippinen. Geht es aber wirklich sehr hanseatisch zu. Conrad schickt 110 zum Geburtstag lieber Andreas bekommst du das noch ungeschriebene Buch von Stephan Scholz alles Gute von Karin und Konrad. Das ist natürlich eine sehr gute Idee. Jetzt muss ich liefern Ich hoffe der Geburtstag liegt nicht allzu weit zurück.

Aber nachträglich ist ja auch nicht verkehrt Kai schickt zweiundfünfzig denn geben ist seliger als Nehmen. Das stimmt. Clemens Schick drei Euro sehr gut. Johannes schickt 25 danke für deine Arbeit freue mich schon auf das Buch Grüße aus Bochum. Martin schickt einen Euro 23 und wünscht sich dass es weiter so geht.

Okay Leo schickt drei. Das ist gut für unsere Rentner Republik so ein Buch Annalena schickt zwei zweiundfünfzig von Miriam 20 von Andre, kann man auch das haptische Buch zugeschickt bekommen. Grüße von Juliane und Andre. Ja kann man auch dann gedruckt lesen. Conrad schickt fünf genau wie Johannes Franz schickt fünf und Andreas schickt einen herzlichen Dank an euch alle. Ich war heute Morgen im Wald und habe da natürlich Podcast gehört.

Mehrere aber besonders beeindruckend fand ich wieder Katharina Nocun Angebot das kam heute in der vierten Ausgabe wenn ich mich nicht verzählt habe. Sie nimmt sich da ja sehr viel Zeit und sehr viel Hirnschmalz und baut nochmal aus vielen kleinen Puzzlesteine große politische Themen zusammen. So gebündelt dass man danach auch so ein bisschen weiß wen man jetzt eigentlich wählen soll oder wen man auf jeden Fall nicht wählen soll.

Und nachdem jetzt so insgesamt in der Podcast Landschaft der Dialog so ein bisschen überhand nimmt also jeder spricht mit jedem und jeder der ein Podcast macht ist dann auch noch mal selbst, irgendwo anders zu Gast und rede darüber wie er mit jemand geredet hat oder wie das so ist mit vielen Leuten zu reden. Da fiel mir dann heute Morgen wieder auf dass Podcast doch so viel mehr kann wenn man sich einfach dem Monolog verschreibt und widmet.

Denn einer dieser Sprüche den man aus seiner eigenen Kindheit kennt der gilt in der Medienarbeit einfach nicht obwohl es so naheliegend wäre nur noch ihn zu beachten. Der Spruch lautet Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt das ist nämlich was häufig passiert in den Dialogen. Die sind dann zwar irgendwie vorbereitet aber man verlässt sich doch zu sehr darauf dass er Gespräche was liefert dass man ihnen irgendwie so ab Minute 17 so an Pics dass man bis minus 23 so einen schönen Moment hat.

Jackpot ist dann wenn Tränen fließen. Auch okay ist wenn man von einem Gast etwas erfährt das man in den fünf anderen Podcast zuvor wo er zu Gast war noch nicht gehört hat. Insgesamt ist das aber dann doch mittlerweile so ein. Wie soll man sagen widerstandslos alles versuchen. Man braucht einen Termin an und nimmt sich eine Stunde Zeit. Und was dann da passiert weiß man auch gar nicht so genau und will man auch gar nicht so genau planen weil Spontanität und so weiter.

Da war es doch heute morgen wieder ganz erfrischend einen Podcast zu hören der zumindest bei Katharina so aufwendig hergestellt wird dass er nicht jede Woche erscheint, der sich klare thematische Grenzen setzt der sich auch ein politisches Ziel setzt. Und bei dem man die ganze Zeit merkt dass Hürden übersprungen werden. Jede Kapitel Marke ist eine kleine Hürde die genommen werden muss vom Sprecher oder der Sprecherin und Vermögenden.

Denn nichts in solchen monologischen Podcasts rechtfertigt sich dadurch dass es gerade gesagt wurde worauf man dann fragend reagiert oder eben eine andere Antwort gibt. Manchmal schaffen auch Dialoge ein Gespräch das kein Frage-Antwort-Spiel ist sondern das einen roten Faden kennt und nicht zwei die man ständig versucht umeinander zu wickeln. Das ist aber so selten ist auch tatsächlich kein deutschsprachiges Beispiel bekannt.

Wir kommen heute nochmal kurz auf Jennys Podcast zu sprechen den Einheimischen Podcast. Sie hatte zuletzt zu dem Thema das wir heute auch behandeln nämlich Kevin Kühnert und die ganze Kontroverse darum die jetzt die letzten Tage Deutschland wieder dominierte zumindest diesen Medien Teil für den sich der eine oder andere interessiert. Noch bevor Paul im Gespräch zu hören war sagte Jenny nochmal an uns Hörer und das fand ich einen sehr ehrlichen Hinweis.

Es ist manchmal auch gut ein Gespräch zu führen bei dem man sich auf Augenhöhe befindet also nicht an einen Professor oder an einen Politiker Fragen stellt und darauf reagiert, aber ganz an den Monolog kommt man damit dann trotzdem nicht ran. Ich habe da auch mit Jenny und Kada schon drüber gesprochen wie es ist monologisch zu Postkasten. Jenny habe ich auch darin bestärkt es wieder ein bisschen häufiger zu tun. Wir machen es ja hier auch. Ich bin ganz allein mit euch und Kada.

Jedenfalls hat mich heute morgen wieder bestärkt Go Podcasting. Schön und gut. Das macht inzwischen jeder. Aber Gott Talk Radio. Vielleicht sollte man da noch mal eine eigene Bewegung draus machen aufgefallen ist mir jedenfalls noch dass der monologische Podcast eine sehr weibliche Domäne ist eintauchen Podcast der einmischten Podcast. Das Angebot vielleicht trügt mich mein Eindruck aber hier gibt's doch eine Sache über die man mal ein bisschen mehr nachdenken sollte.

Naja komme ich jetzt mal dazu zu rechtfertigen was ich heute sprechen möchte Kevin Kühnert der Juso-Vorsitzende hat in der vergangenen Woche sich in einen Dialog verstricken lassen. Dabei wurden in den Fragen die einen oder anderen Begriffe untergebracht wie beispielsweise Sozialismus BMW oder der Wohnungsmarkt.

Und statt sich in Ruhe die Zeit zu nehmen und die politische Rede vorzubereiten und dann auch zu halten hat Ecevit Kühnert in dem Fall spontan reagiert wie man das halt in Interviews so macht man kriegt eine Frage und Antwort. Dabei kam sehr interessantes sprechendes Denken heraus.

Von der interessant her wurde das nur noch übertroffen durch die Reaktionen die er erfuhr und damit auch wir alle denn es war ein riesiges Medien Theater Wir stecken immer noch so ein bisschen drin aber es flaut auch schon wieder ab, ganz überdeckt davon wurde was Macron als französischer Präsident in Pressekonferenz gegenüber Deutschland sagte. Dazu an anderer Stelle und später auch hier mehr.

Ich glaube es ist nicht ganz verkehrt anzunehmen dass Kevin Kühnert selbst sehr überrascht davon war wozu sein Gespräch eigentlich geführt hat. Für uns hier ist das hochinteressant. Aus zwei Gründen denn zum einen die inhaltliche Ebene, Mobilität und E-Mobilität also alles was mit Häusern wohnen arbeiten Arbeitsplätzen Pendl wegen undsoweiter Urbanisierung zu tun hat steckt ja in diesem Gespräch drin, und auf der anderen Seite eben das schon angesprochene Medium Theater.

Wie gehen wir eigentlich grundsätzlich mit politischen Ideen heute um. Und wie gehen wir mit jüngeren Sprechern in der Debatte um Kevin Kühnert Jahrgang 1989 Er ist also 29 Jahre alt. Im Juli wird er 30 die Altersgruppe der unter 30-Jährigen besteht in Deutschland derzeit aus drei und zwanzig komma sechs Millionen Menschen das sind 29 Prozent von allen. Auch 29 Prozent sind die über 60-Jährigen nämlich drei und zwanzig komma acht.

Also ein bisschen mehr und dazwischen Altersspanne 30 bis 60 sind in Deutschland vier und dreißig komma eins Millionen also 42 Prozent. Kevin Kühnert zählt also ins jüngste Viertel der deutschen Bevölkerung. Damit zählt er zu einer Minderheit.

Würde man es umrechnen würde man also rein hypothetisch eine Aussage treffen von Kevin Kühnert ist mit 29 Jahren, Teile des jüngsten Viertels von Deutschland gäbe es also noch drei andere Altersgruppen, müsste wollte man es politisch fair verteilen die Lebenserwartung in Deutschland 120 Jahre alt sein. Man hätte dann vier demografische Gruppen die jeweils in 30 Jahre Leben eingeteilt ist die tatsächliche Lebenserwartung liegt aber 40 Jahre darunter nämlich bei 80 Jahren.

Das verzerrt schon mal alles was zur politischen Teilhabe zu sagen ist. Hinzu kommt natürlich noch dass man wahlberechtigt erst mit 18 Jahren wird in Deutschland. Das bedeutet dieses jüngste Viertel zudem Kevin Kühnert zählt kommt in Deutschland derzeit auf zehn komma acht Millionen Menschen. Nämlich im Alter von 18 bis 30.

Diese dürfen so weit alle wählen. Ihnen gegenüber stehen sieben und fünfzig komma neun Millionen Wähler ab 30 Jahren, das bedeutet Kevin Kühnert mit seinen 29 Jahren gehört politisch demografisch aufgeschlüsselt in das siebte der jüngsten, Volte Kevin Kühn hat also ein politisches Argument machen hinsichtlich auch wir jungen Menschen haben ein Recht auf günstigen Wohnraum und auch wir jungen Menschen brauchen mal ein Auto.

Dann würde jede Stimme aus seiner Altersklasse die er mobilisiert gegen 6 aus den anders Altersklassen politisch antreten. Da die Resignation recht hoch ist bei den Jungen was wir ja beispielsweise an der Wahlbeteiligung abmessen können die Jüngeren beteiligen sich mit 55 Prozent an Wahlen und die älteren mit bis zu 77 Prozent. Dann kommen wir hier alles mal grob über den Daumen gepeilt auf eine politische Kräfte Unwucht von eins zu zehn.

Im politisch parlamentarisch organisierten Betrieb vertritt Kevin Kühnert wenn wir jetzt so eine demographische Logik draus stricken. Das untere Zehntel das jüngste Zehntel der deutschen Wähler, das ist recht wenig und entsprechend entfaltete sich auch die Diskussion die wir nachdem wir uns jetzt diese demographische Brille mal aufgesetzt haben uns mal im Detail anschauen. Auszüge aus dem Gespräch in der Zeit sind dabei ziemlich irrelevant bzw.

Interessant sind sich schon ihr Können Teile davon bei Jennie im Podcast nachhören. Sie hat Paul ein Paar vorgelesen der dann sehr spontan darauf reagiert. Im Groben wissen wir worum es geht. Er wurde darauf angesprochen sich zum Sozialismus zu äußern denn sein Job Titel ist nun mal Jungsozialist. Und er antwortet dann auf zwei Ebenen. Zum einen spricht er über Wohnungen und zum anderen über Autos beziehungsweise über BMW.

Dabei schlägt er dann längst nicht so über die Stränge wie das Robert Habeck gemacht hat das haben wir hier ja auch gehört sondern er weist allenfalls noch darauf hin dass es da Probleme gibt und wieso Lösung aussehen könnten. Und man greift sich schon an den Kopf wenn man die Kontroverse danach verfolgt. Denn was soll denn bitte eine Kollektivierung eine Enteignung eine Fähr Sozialisierung oder wie auch immer bedeuten.

Jeder von uns geht jeden Tag irgendwas kaufen was Kleines was Großes keine Ahnung. Manche machen Wochenend Einkäufe die sind dann nur einmal die Woche unterwegs. Alle kennen aber das Phänomen Man nimmt sich Sachen aus dem Regal. Bringt die dann zum Band wird eingescannt und dann bezahlt man eine Rechnung man ordnet also die Eigentumsverhältnisse zwischen dem Supermarkt und sich selbst neu.

Man tauscht aber hier nicht im Verhältnis eins zu eins Geld gegen Ware sondern man tauscht im Verhältnis eins zu 0,9 ungefähr. Zehn Prozent grobe Rechnung als Durchschnitt zwischen sieben und 19 Prozent Mehrwertsteuer. Bei dem was man so kauft wird im Moment der Eigentums übergabe fair sozialisiert. Kollektivität verstaatlicht enteignet wie auch immer dieser Teil des Geldes ist dann einfach weg. Da wurde einfach als Umsatzsteuer eingezogen.

In diesem Vorgang steckt überhaupt kein kommunistisches Gespenst drin. Man kann die Begriffe natürlich so unterfüttern. Aber zu Sozialismus gehört doch noch ein bisschen mehr als einfach nur der kleine Schauer den man beim Nennen des Begriffes bei einigen hervorruft. Ich habe jedenfalls in den äußerungen von Kühnert jetzt nichts zwingend sozialistisches gefunden.

Er hat zwar die eine oder andere Eigentumsfrage aufgeworfen aber ich habe jetzt nicht in dem Gespräch gelesen dass irgendwie der Bundestag gegen ein Politbüro ausgetauscht werden soll, um die Abschottung von Grenzen ging es auch nicht die Freizügigkeit in der EU sollen jetzt nicht eingeschränkt werden und die Medien dürfen auch weiter machen was sie wollen.

Wo ist also eigentlich das Problem. Ich habe mal im BE Tagesgespräch gehört das ist eine tägliche Karl Einsendung, eine Stunde lang da dürfen also Hörer die nicht extra eingeladen werden weil sie Politiker oder Wirtschaftsführer oder Wirtschaftsweise oder wie auch immer sind, sondern da rufen ganz normale Leute an und teilen ihre Meinung mit am Tisch sitzt dann, ein Experte in dem Fall war das Marcel Fratzscher. Er ist in Berlin Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Und damit unter all den ökonomen derjenige der so ein bisschen über die Stränge schlagen darf. Und er wird dann auch zur Sendung Eröffnung mal kurz gefragt wie er eigentlich auf die in dem Fall dann zwei Tage die das schon andauernde nämlich letzte Woche Donnerstag und Freitag wie er darauf schaute.

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Das ist ja interessant wie Kehrwert Kühnert mit diesem Thema einen Nerv in Deutschland trifft. Dass es hier diesen kollektiven Aufschrei gibt und das sagt eigentlich für mich schon eine ganze Menge sagt nämlich dass auf der einen Seite, eine Besorgnis vieler Menschen anspricht oder wie viele Menschen teilen gleichzeitig eine Lösung vorschlägt die viele Menschen empört und über die beiden Dinge müssen wir sprechen.

Ich

Viele Menschen sind empört. Da muss man sagen ja viele Menschen die einen einfachen Zugang zu den Medien haben sind empört. Das klingt aber dann doch ein bisschen anders wenn jedermann im Radio anrufen darf.

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Ich darf einfach sagen was ich meine. Bravo Kevin Kühnert. Man muss das Unmögliche versuchen wenn man das Mögliche erreichen will. Bravo Kevin Kühnert Leute lasst doch mal die Juden dran. Hört doch mal auf weiterzudenken und Gagern zu Gagern und so Gagern das denkt doch mal nach. Man muss das tun Breaker Winkelried das war's. Schluss und aus. Danke für den Anruf.

Ich

Während viele gestandenen Politiker die das Mediengeschäft kennen sich überlegen wie sie die 30 Sekunden Gestalten die ihnen eingeräumt wird um nochmal auf Kevin Kühnert einzudreschen ist die Stimmung woanders ganz anders. Und das was die junge Frau hier gerade ins Mikrofon rief reiner Jubel lässt sich natürlich inhaltlich nochmal untermauern. Dafür war ja Marcel Fratzscher da und das ist dann auch ein mir sehr wichtiger Punkt. Ich beschreibe zumindest mal die Prämisse vorher in meinen Worten.

Kevin Kühnert hat nichts gesagt was in irgendeiner Art sozialistisch kommunistisch und an uns an irgendeine politische Geschichte erinnert, sondern er hat auf ein bestehendes Problem eine Antwort formuliert die im Rahmen unseres Politik und Wirtschaftsmodell möglich ist wenn man sie denn politisch will, sie wird aber nicht von außerhalb als historische Erinnerung oder sonstiges in unser aktuelles Wirtschafts und Politikmodell hineingetragen.

Kevin Kühnert Antwort auf die Frage wie er mit BMW umgehen würde oder mit Wohnungsbaugesellschaften beziehungsweise großen Wohnungs Vermietern, sind Antworten im Rahmen unserer Marktwirtschaft. Und sie sind auch demokratisch möglich ohne dass dadurch die Demokratie aufgehoben wird. Und diesen Punkt. Marktwirtschaft und Demokratie ja aber das greift ja Marcel Fratzscher mal auf.

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Die Marktwirtschaft ist die richtige Antwort. Privates Eigentum von Unternehmen ist die richtige Antwort. Aber dann kommt die soziale Komponente dazu. Deutschland hat einen starken Sozialstaat immer schon gehabt nur dieser Sozialstaat funktioniert immer weniger gut um Menschen Absicherung Menschen Chancen zu eröffnen. Und da müssen wir ansetzen zu sagen die soziale Marktwirtschaft ist eigentlich die richtige Antwort auf die Herausforderung die wir heute haben.

Was aber geschieht ist dass diese soziale Marktwirtschaft nicht mehr funktioniert. Denn der Markt wird missbraucht. Wenn sie Wohnungseigentümer haben Wohnungsbaugesellschaften haben die, den Wert ihrer Immobilien in fünf sechs sieben Jahren verdoppeln können die ab horrende Anstiege in den Mieten nehmen können weil ihnen mehr weil sie diese Macht haben.

Dann ist es. Hat das nichts mit Marktwirtschaft zu tun dann hat das nichts mit einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft zu tun sondern es ist ein Missbrauch und das Problem sind nicht per se die Mensch. Die die privaten Unternehmer sondern ist es der Staat es ist die Politik die hier nicht aufgepasst hat die sicherstellen muss dass diese privaten Unternehmer eben nicht die Menschen über den Tisch ziehen können sondern dass es einen fairen Wettbewerb gibt.

Das heißt Die Politik muss besser regulieren muss sicherstellen dass hier niemand auf Kosten anderer sich bereichert. Zweitens Wir brauchen auch ein klügeren Steuersystem. Denn was wir in Deutschland haben im Augenblick ist das Einkommen auf Arbeit ungewöhnlich stark im internationalen Vergleich besteuert wird aber Einkommen auf Vermögen auf Kapital ungewöhnlich gering besteuert wird und hier haben wir eine komplette Unwucht.

Dass die Menschen mit der eigenen Hände Arbeit für sich sorgen müssen dass immer schwieriger haben über die Runden zu kommen für ihre Familie sorgen zu können und auf der anderen Seite die die schon viel Vermögen viel Kapital haben dieses Kapital strategisch klug einsetzen. Um davon zu profitieren das ist auch okay in einer Marktwirtschaft aber, nur zu einem gewissen Maß und wir sehen jetzt hier Auswüchse und Exzesse.

Nochmal Das Beispiel Wohnungsmärkten wo ich sehr gut verstehen kann wenn Menschen sagen Das hat mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Kurzum Die soziale Marktwirtschaft ist eigentlich die richtige Antwort und diese soziale Marktwirtschaft die das Erfolgsmodell Erfolgsgarant für Deutschland den letzten siebzig Jahren war funktioniert heute nicht.

Ich

Das so zu hören ist für viele Jüngere im politischen Diskurs schwere Kost denn system immanente Kritik ist schwierig sie setzt voraus dass man sich mit dem System beschäftigt. Viel einfacher ist es System Fragen selbst zu stellen.

Das führt allerdings dazu dass man aus schließlich habe jedenfalls noch keine Gegenentwürfe gehört dass man ausschließlich zu antworten und politischen Forderungen kommt für die es niemals Mehrheiten gibt, die Benennung oder die kritische, Bezeichnung von etwas als sozialistisch oder kommunistisch. Markiert dieses als jenseits des demokratischen Spektrums die politische Debatte daraufhin erfolgt in sehr engen Bahnen.

In der Soziologie spricht man von Skripten irgendwo Brenz also weiß man genau was bei der Feuerwehr passiert. Die Leyte wird runtergefahren Der Motor wird angemacht die Hose wird angezogen es wird ins Auto gestiegen ist hingefahren und dann wird gelöscht. Und genau so sind die Abläufe auch wenn medial etwas als sozialistisch oder kommunistisch dargestellt wird.

Dann setzt sich niemand hin und führt eine ernsthafte Diskussion sondern es laufen dann Diese Scripte Man sagt zu am Telefon interviewt werden zu können. Man nimmt das Telefon Gespräch an man beginnt sich die Frage anzuhören und danach sagt man dass das was da Kevin Kühnert gemacht hat ja gar nicht ginge. Und dann legt man auf und hofft dass die anderen genauso reagieren. Sehr viele Reaktionen in diesem Muster die ich ans Ende dieser Auseinandersetzung hier schiebe.

Wir hören sie nachher noch um sie sozusagen auch zu dokumentieren Spulen ein Skript ab aber sie gehen auf die inhaltlichen Anmerkungen von Kühnert nicht ein. Davon profitieren alle die meinen Kevin Kühnert hätte die Art und Weise des Wirtschaftens kritisiert genau das ist aber nicht passiert. Kevin Kühnert hat die Verteilung des erwirtschafteten Vermögens kritisiert ohne das Modell der Erwirtschaftung überhaupt nur anzusprechen um nochmal unseren Supermarkt des Supermarkt Beispiel zu bringen.

Kevin Kühnert hat nicht den Supermarkt in Frage gestellt oder das Angebot im Supermarkt oder den Zugang zum Supermarkt für Kunden sondern allein den Umsatzsteuer Satz den man an der Kasse bezahlt. Und der liegt nun mal im Handlungsbereitschaft der demokratischen Politik.

Darüber kann man also diskutieren und nur weil ziemlich krasse Vorschläge gemacht werden heißt das noch nicht dass man damit jenseits des marktwirtschaftlichen oder demografischen Spektrums argumentiert, vielen Politikern muss das sehr aufwendig erklärt werden. Sehr vielen normalen Menschen die einfach Radiohören und denken bei dieser Sendung rufe ich auch mal an. Denen ist das erstaunlich klar.

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Ich gebe mir ein Beispiel zum Steuersystem die Familie Quandt kriegt aus ihrer BMW Beteiligung Jahr für Jahr eine Milliarde in etwa das sind Marktaufsicht am Tag sind 114 000 jede Stunde, alle 20 Minuten das Jahresgehalt einer Kita Erzieherin. Genau so habe ich jetzt nicht gerechnet aber sie haben sicher recht ich mache eine andere Rechnung auf.

Denn es geht auch ums Steuersystem. Würde man diese Gewinne die die Familie Quandt kassiert mit 90 Prozent besteuern dann geht zunächst mal ein Aufschrei durch die Bevölkerung. Aber wenn es dann zu rechnen beginnen und darauf kommen dass denen dann zehn Prozent bleiben und diese zehn Prozent an hundert Millionen sind von der man ihnen den vielleicht hundert Millionen eigentlich auch kein schlechtes Jahreseinkommen ist.

Ich

90 Prozent Steuern das klingt nach sehr sehr viel, ist aber vereinbar mit dem Einkommen von einhundert Millionen Euro im Jahr ohne dass dafür gearbeitet werden muss Das ist kein Sozialismus das ist auch kein Kommunismus. Es wäre demokratische Marktwirtschaft das Modell was hier genannt wurde kennen wir von Thomas Piketty. Der hat ja im Kapital des 21. Jahrhunderts das Buch das 2013 und 2014 auf Deutsch sehr viele aufregende aufgeregte Leser gefunden hat so darüber geschrieben.

Die Kritik des Buches war ja der Analyse Teil am Anfang ist ganz gut aber die politischen Forderungen am Ende schwierig. Aber selbst bei 99 prozentiger Besteuerung, bliebe für die Familie Quandt als Eigentümer beziehungsweise großer Anteilseigner bei BMW immer noch zehn Millionen als Jahreseinkommen allein aus. Dieser Eigentums Einheit übrig.

Mir fällt jetzt ad hoc kein Argument dagegen ein warum man so etwas nicht machen sollte außer natürlich Partikularinteressen die sich dann politisch auch durchsetzen. Kühnert hat wie gesagt hier sprechend gedacht er hat auf diese Fragen geantwortet von den ZEIT-Redakteur. Elizabeth Warren hat ja in Amerika derzeit auch wieder eine Präsidenten Kampagne am laufen bei der sie die ganz klare Forderung aufstellt 2 prozent Vermögenssteuer jährlich, auf Vermögen ab dem 50.

Millionsten Dollar in privatem Eigentum. Also nichts ändert sich für niemanden außer für diejenigen die mehr als 50 Millionen Dollar haben da wird dann abgeschöpft mit zwei Prozent. Es betrifft also alle die Vermögen ab 50 Millionen und einem Dollar haben ab diesem einen Dollar. Greift dann eine Vermögenssteuer die ganz pauschal zugreift ist dann ganz egal wo das Geld herkommt und wie lange es schon da ist.

Von dieser Steuer wären 75000 Eigentümer in Amerika betroffen das Steueraufkommen läge jährlich bei zwei hundert fünf und siebzig Milliarden Dollar. Es würde für den kompletten derzeitigen Wohlfahrtsstaat Amerikas ausreichen und zusätzlich könnten noch alle Universitäten kostenlos sein. Das ist natürlich die Rechnung von Elizabeth Warren dass sie in der Kritik steht und ihr zu viele waghalsige Annahmen in dieser Rechnung unterstellt werden.

Ist natürlich klar als Verfassungsrechtler weiß sie trotzdem wie man solche Texte politisch wasserfest macht sodass sie dann wenn die Zeit reif ist auch als Gesetzentwurf darstellbar wären. In Deutschland sind wir bei diesen Problem wie bei so vielen ganz weit weg, von überlegungen und Texten die vielleicht sogar mal als Gesetzesinitiative oder gar Vorlage taugen.

Die Probleme sind trotzdem die gleichen. Marcel Fratzscher war nicht der einzige Professor im Gespräch sondern sie haben nach Stephan Lessenich angerufen aus München und er gibt mal eine sehr einfache Antwort auf unsere komplizierten Fragen.

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Ich hatte zu sagen versucht vielleicht ganz kurz das große Herausforderungen der Zukunft in dieser Gesellschaft und zwar nicht nur, Fragen sozialer Ungleichheit sondern zum Beispiel auch die Frage des Klimaschutzes nur zu beantworten sein wird wenn wir uns auch über Eigentumsfragen unterhalten wie was produziert wird wer bestimmt was produziert wird und das ist eine Eigentumsfrage.

Und wenn man dann sofort zurückschreckt wenn jemand Sozialismus sagt dann trägt es nicht dazu bei dass wir eine gesellschaftliche Diskussion darüber führen was sich in diesem Land verändern müsste um zukunftsfähig zu wirtschaften.

Ich

Müssten wir also nicht wenn wir dem folgen wollten ganz anders auf die Kühnert Kontroverse seit Donnerstag schauen.

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Das hat das anspricht ist natürlich schon wichtig weil es einfach nochmal zeigt auch die innerparteilichen Reaktionen aus der SPD selbst.

Dass die Sozialdemokratie beispielsweise einfach nicht mehr schafft auch nur utopisch zu denken, und das sind ja dann Denkanstöße die dazu führen sich zu überlegen Was könnte man jetzt konkret tun und welche reformistischen Schritte wären angezeigt um sich zu Hause überhaupt in so eine Richtung zu bewegen aber schon wenn so einen Denkanstoß gegeben wird wird Herr draufgeschlagen. Aber ich glaube außer parteilich ist die Diskussion nicht aufzuhalten.

Ich

Das ist natürlich auch für die Rentner Republik also insbesondere das deutsche Schicksal zwischen 2023 und 2045, nicht ganz unbedeutend wenn Lessenich feststellt dass die Reaktion auf Kühnert innerhalb des parlamentarischen Spektrums der Parteien, die dort mit ihren Abgeordneten arbeiten sich so krass unterscheidet von Reaktionen aus der übrigen Bevölkerung.

Wenn nicht einmal das Problembewusstsein im gleichen Maße aufgegriffen wird über unterschiedliche Lösungen und Praktikabilität kann man ja dann reden. Aber wenn selbst das Problembewusstsein so kontrovers liegt dann ist das eine echte Gefahr. Denn dann passt das politische Modell tatsächlich nicht mehr zu den Anforderungen die ihm von einer Bevölkerung mitgegeben werden.

In der Soziologie würde man sagen die Kapazität für kollektiv bindende Entscheidungen steht nicht mehr zur Verfügung, mit der Leistungsfähigkeit des politischen Systems sinkt dann auch die Akzeptanz in der Bevölkerung wodurch dann nicht nur Eigentumsverhältnisse sondern schlichtweg alles in Frage steht. Das sich in der Politik manche Partikularinteressen erfolgreicher durchsetzen. Das ist klar.

Aber wenn das Gemeinwohl dabei so sehr aus dem Blick gerät dann leidet darunter auch die Stabilität insgesamt und in dem Maße besorgniserregend sind dann auch Anrufer wie diese.

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Wie will er deutsche Politiker egal welcher Couleur gegen dieses internationale Geflecht, nochmals ausrichten wenn er bei BMW über Enteignung spricht das Kapital flieht doch schneller aus unserem Land als wieder das aussprechen kann. Das ist doch heute alles so vernetzt. Ich weiß dass das für jeden Bürger ein Zeugnis der Ohnmacht ist. Aber in Wirklichkeit ist es so Wenn heute einer sagt es kostet 30000 Arbeitsplätze regiert niemand mehr.

Dann haben wir alle Angst. Wir haben nur noch Angst. Wir sehen die Chancen ja nicht die eigentlich globalisierte Welt hat weil die die globalisierte Welt, mittlerweile dazu gebraucht wird um Geld täglich mehrmals um den Globus per Computer zu schicken und damit bei steigenden und fallenden Aktienkursen Geld zu verdienen oder abzuschöpfen.

Verdienen kann man ja gar nicht sagen weil da wird ja nichts geleistet. Es wird ja nur Abra zahlen Einzel und Nulla in einen Computer eingegeben und dann wird damit gespielt.

Ich

Diese Form des Systems Misstrauens bei dem sich der Einzelne nicht mehr im System sieht sondern als ohnmächtige Figur daneben. Das ist die eigentliche Gefahr. Wir wissen aber aus historischer Erfahrung dass dieses Herausrücken aus dem System niemals in Richtung Sozialismus und Kommunismus passiert. Das musste man den Völkern richtig aufzwingen Faschismus dagegen ist fast ein Selbstläufer.

Und diese Entwicklung beginnen immer aus dieser individuellen Perspektive zwischen dem Einzelnen und der Nation dem Volk der Gesellschaft wie auch immer dem Land in dem er lebt. Die Suggestion des Kollektivs. Deswegen reden auch gerade so viele über Zusammenhalt in der Politik die vor allem die CDU die Suggestionen muss dadurch genährt werden. Es reicht völlig als Fantasy dass man eine Vorstellung vertritt. Die Politik kann überhaupt noch entscheiden.

Es sind nicht nur die Marktkräfte Es ist nicht nur die Wissenschaft. Es ist nicht nur mein persönlicher privater Gesundheitszustand der mich an der Welt teilhaben lässt oder nicht sondern es gibt auch noch eine politische Dimension und dieses politische Primat also diese Idee eines politischen Primats. Die kamen zuletzt häufiger unter die Räder. Politiker reden über diese Form des Machtverlust natürlich sehr ungern da es ein sehr unangenehmes Thema ist.

Es gibt aber einen seltenen Ausschnitt von Sigmar Gabriel. Vor einigen Jahren wo er mal auf die belgische Erfahrung zurückblickt.

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Das Schlimmste ist übrigens die belgische Erfahrung zwei Jahre alles funktioniert keine Regierung wenn das die Leute mitkriegen dass eine echte Gefahr für uns in der Politik.

Ich

Derzeit gibt es so eine belgische Gefahr wenn man in Berlin neu mietet und das betrifft dann eben häufig junge Menschen in großen Städten die diese Neuverträge neu Mietverträge unterschreiben. Dann befinden Sie sich in absolut schutzlosen Raum. Die Ausgestaltung dieser Mietverträge geschieht völlig unbekümmert davon ob in Berlin überhaupt noch jemand regiert oder nicht Standmieten ist das anders.

Da kann es vielleicht Inflationsanpassung geben ansonsten ist es schwierig ein bestehendes Mietverhältnis im Preise hochzutreiben. Bei den Neuverträgen hat sich die Politik in den letzten zehn Jahren vollständig zurückgezogen. Und selbst wenn diese Aussage im Detail nicht stimmt. In der Konsequenz im Gemütszustand im Gefühl derjenigen die diese Mietverträge unterschreiben ist es genauso. Politik spielt auf diesen Mietmarkt keine Rolle mehr.

Kevin Kühnert hat jetzt der Politik das Angebot gemacht dass sie wieder eine Rolle spielen könnte. Dass sie überhaupt noch Sinn hat Kevin Kühnert kann ja seine Kritiker zurückfragen. Gerade die aus dem parlamentarischen Betrieb wozu gibt es uns überhaupt. Wie können wir einem jungen Menschen der in Stuttgart einen Mietvertrag über ein WG-Zimmer 15 Quadratmeter 850 Euro unterschreibt. Wie können wir ihm erklären warum es wichtig ist zur Wahl zu gehen so verlaufen aber leider die Diskurse nicht.

Eine Anruferin im BRZ Tagesgespräch macht sich doch nochmal diese würde ich sagen sehr klugen Gedanken die man jetzt aus Richtung der politischen Profis so nicht gehört hat.

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Wenn aus der SPD so etwas kommt und der Kernsatz der mich bewegt hat und so wie ich ihn in Zorn oder SpiegelOnline über all die Kommentare höre auch jetzt bei Ihnen ist ja dieser auch bei ihrem wunderbaren Studiogast übrigens ist, der Kernsatz her Der Neoliberalismus ist in unserem Gehirn drin das sind jetzt meine Worte so wie ich es aufgefasst habe.

Ich glaube er hat so ähnlich gemeint und da müssen wir raus und ich glaube daran darf doch gar kein Zweifel mehr bestehen Es kann nur noch um das Wie gehen. Aber dieser Raubtierkapitalismus und diese Spekulanten spekuliere rein mit Wohnen.

Wohnraum von Menschen und was sich vor allem wichtig finde ist dass ich dem wenn ein vermittelbaren Boden findet was er jetzt erst einmal als, Raum eröffnet hat dass dann auch Leute die einfach nur dumm und unbedacht die AfD gewählt haben weil sie frustriert sind zu Recht dass die sich wenn das geschickt gemacht wird bei der SPD auch wieder gehört fühlen.

Ich

Meine Interpretationen von dem was sie sagt ist Kühnert hat vielen Menschen wieder das Angebot gemacht dass Politik einen Unterschied bedeuten kann in ihrem Leben. Es wäre nicht egal wer regiert. Wenn jemand mit Forderungen wie Kühnert tatsächlich auch Politisches Handlungs Vermögen gewinnt.

Darin liegt der Versuch viele Menschen die sich schon jenseits des demokratischen Spektrums als Nichtwähler oder als AfD-Wähler sehen, wieder zurück in die Demokratie zu holen wo es eben einen Unterschied macht wer regiert. Und all diejenigen die Kühnert nicht inhaltlich kritisieren sondern ihm selbst die demografische Basis absprechen, sind eigentlich diejenigen die tatsächlich die Leute aus der Demokratie raus treiben.

Und ich finde es wirklich erstaunlich wie viele kluge Botschaften in dieser kleinen Radio Stunde aus dem gemeinen Volk hörbar gemacht wurden. Hier noch ein Beispiel Bevor wir gleich Umschwenken auf die Kritik der Profis.

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Ich möchte mich mit Anschließen an eine der früheren Anrufe erinnern die gesagt hat Bravo Kevin Kühnert. Ich sage auch Bravo wie Kühnert. Ich sage auch Bravo Greet Datum Werk und ich finde es bemerkenswert dass junge Leute sich Gedanken über die Zukunft machen. Vor allem ein junger Mann mit 29 Jahren. Was erwartet man von dem dass der wasserdichte Lösungen auf den Tisch legt.

Das wäre ja eigentlich die Aufgabe unserer Bundeskanzlerin die in ihrer gesamten Regierungszeit es nicht einmal fertiggebracht hat eine Steuerreform auf den Weg zu bringen. Unsere Berufspolitiker die offensichtlich nur auf die Umfragewerte schauen und. Fragen die uns bedrängen wie wir die Wohnungsnot lindern und wie wir die Ungleichheit der Einkünfte und Vermögen verteilen und gerecht verteilen.

Von denen hört man überhaupt nichts. Und was das Interview von Kevin Kühnert anbelangt Ich empfehle jedem der ihn kritisiert sich die Zeit zu kaufen und dieses Interview zu lesen, wo er zum Beispiel sagt auch Sozialismus wird und muss mit Marktmechanismen arbeiten. Das Ziel ist demokratische Kontrolle darüber wie wir arbeiten und produzieren. Und von Enteignung ist überhaupt nirgendwo die Rede.

Und auch die Tatsache dass er die Wohnungsnot kritisiert hat nie wie Habeck eine Enteignung gefordert sondern er hat halt bloß sich überlegt wie wir das Wohnen das ein recht ist, gerecht verteilen.

Ich bin also ganz begeistert von diesem jungen Mann und ich erwarte eigentlich dass die Berufspolitiker, Antworten auf diese Fragen finden die er stellt aber davon hört man überhaupt nichts bloß Es wird die große Keule geschwungen und auf diesen jungen Mann eingeprügelt werden für mich so ein Vorbild ist, was die politische Debatte und die Diskussion betrifft.

Ich

Ja Kevin Kühnert hat Wohnungsmarkt und Mobilität angesprochen darauf müssen wir jetzt nochmal kurz Expertenwissen anwenden denn wir brauchen eine kleine Einordnung. Marcel Fratzscher charakterisiert uns jetzt noch einmal den Wohnungsmarkt.

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Eine Zeitbombe die da letztlich im Wohnungsmarkt existiert denn viele Menschen können es sich heute schon nicht mehr leisten und es ist ja auch kein Ende in Sicht. Die Zinsen bleiben niedrig es gibt wahnsinnig viel Kapital das nach Anlagemöglichkeiten sucht. Der Wohnungsmarkt ist ein Riesenproblem für viele Menschen weil wir ein Land der Mieter sind.

Wohneigentum in den großen Städten ist es noch einmal deutlich geringer in Berlin sind 85 Prozent der Berlinerinnen und für ist natürlich eine Katastrophe wenn die Mietpreise durch die Decke gehen. Und das ist ein Beispiel für die Diskussion die Kevin Kühnert angestoßen in manchen Wohnungsbauunternehmen und Eigentümern ein Missbrauch statt sie ohne irgendetwas zu tun. Steigen die Immobilienpreise haben sich verdoppelt in vielen Städten innerhalb der letzten fünf sechs sieben Jahre.

Die Eigentümer haben noch nochmals haben nichts dafür getan außer dass sie eigentlich wie in der Lotterie dass sie aufs richtige Pferd gesetzt haben dass sie Eigentum haben. Und da kann es nicht sein dass das was letztlich diesen Wert anstieg. Das haben ja nicht die Eigentümer geschaffen. Durch ihre Arbeit oder durch ihren Einsatz sondern wir als Gesellschaft Gemeinschaft schaffen.

Immobilienpreise steigen nicht weil irgendwie in Immobilien Investor klug investiert oder irgendetwas, besondern Beitrag geleistet sondern das hängt damit zusammen dass die Menschen dieser Stadt hart arbeiten produktiver werden Einkommenssteigerungen haben und deshalb, hier findet ein klarer Missbrauch der sozialen Marktwirtschaft statt in dem einige wenige halt wirklich. Menschen unter Druck setzen in ihren Wohnungen die sich nicht mehr leisten können.

Nochmals da ist die Politik gefragt. Da muss die Politik ist ein Scheitern der Politik. Das war vor zehn Jahren schon erkenntlich in vielen Großstädten. Dass es hier zum Knall kommen wird die Politik hat viel zu spät agiert. In Berlin hat man den sozialen Wohnungsbau über Jahrzehnte privatisiert. Da muss die Politik mehr in die.

Ich

Oder eben ein bisschen triftiger ausgedrückt Die Politik muss einfach mal etwas machen, derzeit allerdings da spielt ja auch die Grundsteuer Reform jetzt groß rein das was Marcel Fratzscher hier sagte sehen wir tatsächlich die Bemühungen dass sich, Bayern im Süden Allianzen schließt um ein Flächen Modell bei der Grundsteuer umzusetzen sodass jeder Quadratmeter, gleichviel wert ist egal wo er ist,

genau dieses Abschöpfen von Rendite durch nicht durch eigene Hand erbrachte Leistungen also Wertsteigerungen in Großstädten durch bessere Infrastruktur. Ganz egal wer Eigentümer ist wird es dann nicht geben. Das wäre ein absoluter Sündenfall. Mal gucken das werden wir dieses Jahr noch erleben. Ihr habt am Ende gehört bei Marcel Fratzscher wurde schon Musik eingeblendet weil die Sendung dann zu Ende war.

Deswegen muss man nochmal kurz umschalten zu Deutschlandfunk Studio 9. Dort ist Uwe Schneidewind zu Gast gewesen. Nicht nur die Immobilien sind ein Problem Die Kevin Kühnert ansprach der Wohnungsmarkt und die großen Vermieter Gesellschaften sondern auch die Mobilität. Er hat BMW angesprochen. Schneidewind macht hier nochmal einen sehr interessanten Punkt der so ein bisschen auch in die Zukunft schaut.

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Wenn ich über eine nachhaltige ökologische Rede Klima gerechte Welt nachdenke dann muss ich mir auch anschauen wo sind eigentlich die ökonomischen Mechanismen die heute eine ganz bestimmte Form von Natur Ausbeutung vorantreiben. Und wie komme ich da am besten dran. Natürlich haben wir im Wesentlichen privatisierte Automobilkonzerne aber auch nicht komplett an VW denken und den noch vorhandenen Staatsanteil.

Aber wir haben viele Spieler im Verkehrsbereich denken Sie an die Bahn denken Sie an die kommunalen Verkehrsunternehmen die heute ja in öffentlicher Hand sind. Die große Frage wird auch in der Mobilität sein Wer verdient in 20 Jahren mit der Wertschöpfung durch Mobilität in einer Stadt wie München oder Berlin sein Geld. Ist das ein Kapitalmarkt orientierter Konzerne im Silicon Valley.

Oder ist es weiterhin ein regionaler Verkehrs-Betriebe oder eine Deutsche Bahn sodass dann die erwirtschafteten Gewinne auch wieder im Land investiert werden. Diese Diskussion die wir im Wohnbereich haben die wird uns auch im Bereich beschäftigen. Und da lohnt es darüber nachzudenken wie organisieren wir das ökonomisch ein.

Ich

Ja das kann man sich heute noch nicht so ganz vorstellen. Aber irgendwann kommt da dieser Moment in dem durchgesetzt wird was heute erstaunlicherweise schon viele fordern nämlich das Auto darf nicht mehr Eigentum des Einzelnen sein. Mobilität muss kollektiv gelöst werden. Irgendwann kommen die selbstfahrenden Autos wenn auch erst in 20 Jahren ganz egal. Aber dann stellt sich die Frage Wer profitiert davon. Was kostet es.

Und lässt sich hier noch politisch mitmachen. Gibts noch eine demokratische Teilhabe. Oder haben wir dann das Uber Modell das einfach Knappheit umorganisiert, wenn dann der Zug eine Stunde zu spät in Berlin ankommt und man will im Regen vom Bahnhof weg koste die Fahrt gleich viermal so viel über all die Sachen müsste man ja mal anfangen nachzudenken. Ja wenn man denn wollte Schneidewind macht hier noch eine ganz gute Anmerkung.

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Hinter der Idee der Zukunfts Kunst steht dieses kreative lustvolle Momentum das wir brauchen um die Art und Weise wie wir unsere ökonomie wie unsere Gesellschaft Klima und sozial gerecht organisieren können. Und das ist dann kein Rückgriff auf historische Beispiele die nicht funktioniert haben sondern kreatives darüber nachdenken wie wir Randbedingungen weiterentwickeln müssen. Und es ist eine Aufforderung auch an die Wissenschaft diese Zukünfte vorzudringen.

Und da ist gerade die ökonomie natürlich eine Wissenschaft die der aktuell wenig an so genannten Entwürfen präsentiert. Wir bräuchten gerade solche Fächer wie die ökonomie sehr viel mehr als Möglichkeit Wissenschaft wie das Reinhard Fries nennt die auch Alternativen aufzeigt damit wir nicht immer wieder zurückfallen in diese alten Argumentationsmuster.

Ich

Ein klarer Appell mal jenseits der bestehenden Boxen aber einerseits der bestehenden Demokratie darüber nachzudenken was möglich wäre, findet aber nicht statt und jetzt gucken wir uns das mal im Detail an. Denn die Kühnert Kontroverse hat für ARD und ZDF in den Abendnachrichten ganz tolle Momente geliefert. So klingt es in der ARD. Eingeblendet hinter Caren Miosga ist ein Schwarz-Weiß-Foto von Gerhard Schröder als Juso-Chef.

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Dieser Mann sagt von sich er sei Sozialist ist er auch qua Amt. Denn Kevin Kühnert ist heute Chef der Jungen Sozialisten und für diesen Job ist es anscheinend eine Einstellungs Bedingung Linker zu sein als es der Mutterpartei gefällt. Nach dem Kühnert in einem Zeit-Interview einen demokratischen Sozialismus herbeisehnt würde ihm mancher Sozialdemokrat nun wohl gerne auf die Finger hauen.

Ich

Da werden doch schon Vorfreude geweckt. Kontroverse auf die Finger hauen Jungen SPD Sozis aber erst einmal muss das Problem beschrieben werden.

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Er will eine SPD die anders ist. Kevin Kühnert 29 Jahre alt seit eineinhalb Jahren Juso-Chef macht daraus alles andere als ein Geheimnis. Nun sorgt er mit Worten für Aufruhr. Er spricht über Sozialismus darüber dass das Kollektiv entscheidet und über eine überwindung des Kapitalismus. Große Betriebe wie zum Beispiel BMW könnten Kollektivität werden sagt er in die Zeit Immobilien Vermietung als Geschäft lehnt er vehement ab.

Ich finde nicht dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Konsequent zu Ende gedacht sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen indem er selbst wohnt.

Ich

Ja maximal zu Ende gedacht maximal zu Ende gedacht gibt's ja auch noch das Problem das wir alle mal sterben. Aber gut hier jetzt die kleine O-Ton Collage. Angefangen bei einem alten Herren auf der Straße.

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Ja das halte ich für unmöglich. Diese Einstellung und diese Forderung, Das ist ja alles ehrlich erworben.

Ich

Das war der ganze O-Ton. Das ist doch alles erworben. Was sagt eine ebenso ältere Frau dazu.

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Dann haben wir Kommunismus wollen wir das alle.

Ich

Diese Frage von ihr bleibt so dahingestellt. Also wir sind ja ganz weit weg von Pravo Kevin Kühnert. Was sagt ein Altersgenossinnen.

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Ich denke es ist reine Symbolpolitik Er will damit halt seine Wähler begeistern und vielleicht auch neue Wähler gewinkt gewinnen natürlich Wähler von links linksaußen.

Ich

Kevin Kühnert steht ja aus Gründen die wir nicht kennen selbst gewählt nicht als Spitzenkandidat für die Europawahl der SPD zur Wahl. Ansonsten spricht er natürlich wie zu erwarten von links Außenrand der natürlich so verteufelt genannt werden muss und SPD intern. Was war da los.

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Die eigene Partei aber ziemlich genervt. Die vier norddeutschen SPD-Länder Chefs wollen heute in Hamburg lieber über gemeinsame Interessen sprechen und nicht über Kühnert Sozialismus Thesen. Stattdessen schweigen und lachen wir beide kommen nicht ins Gespräch.

Ich

Stephan Weil der ja als Landeschef Nieder sachsens keine unerheblichen Anteile an VW hält will lieber nicht darüber diskutieren. Es gelingt ihm dann noch nochmal ganz gut einen kleinen Lacher in die Pressekonferenz Zeremonie einzubauen. Andrea Nahles musste auch abgefangen werden.

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In Leipzig geht auch Parteichefin Nahles dem Thema Kühnert aus dem Weg. Ich habe hier ganz tolle Programmpunkte Ich kann Ihnen gerne etwas zur Grundrente sagen.

Ich

Ehrlicherweise darüber haben wir hier auch schon viel gesprochen ist das Thema Grundrente gar nicht so weit weg von Wohneigentums fragen. Denn bisher hat sich ja Deutschland sehr darauf ausgeruht dass sehr viele Menschen einfach im Alter in ihrem eigenen Eigentum wohnen.

Wenn allerdings in Städten wie Berlin in denen mehr als drei Millionen Menschen wohnen 85 Prozent Mieter sind, dann braucht man dafür ein richtig großes Konzept Grundrente ist dann kein anderes Thema über das man noch sprechen kann sondern es ist genau dieses Thema Was Kevin Kühnert aufgeworfen hat. Künasts Partei stellt den Finanzminister. Darin liegt eigentlich eine gewisse Chance allerdings Olaf Scholz äußerte sich so.

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Vizekanzler Scholz dagegen fast spöttisch Gott sei Dank schon über 30 Jahre zurück da war er noch gar nicht geboren. Ich könnte ihm deshalb eine längere Liste von Vorschlägen machen die sich auch nicht als sinnvoll erwiesen haben.

Ich

Hier konnte noch dieses Lachen mit eingefangen werden. Das gelingt bei Johannes Kahrs nicht denn er hat einfach Witter benutzt. Dass Menschen in Deutschland Eigentum verteidigen weil sie welches haben das überrascht niemanden. Die Distanz zwischen normalem Volk und politischer Klasse wird hier allerdings schon besonders deutlich. Johannes Kahrs vergreift sich im Ton.

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Und Johannes Kahrs für die Hamburger SPD im Bundestag fragt gar Was hat der geraucht. Legal kann es nicht gewesen sein.

Ich

Das war die O-Ton Collage der adé. Nichts Positives nicht ein positives Beispiel. Dafür musste man dann erst zum ZDF ins heute journal schalten da kam zumindest einer der sich hier nochmal kurz positiv äußert.

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Das ist nicht die Programmatik der SPD. Aber Kevin Kühnert hat sich in dem Interview in der ZEIT geäußert zu Utopien zu gesellschaftspolitischen überlegungen für die Zukunft. Und wer wenn nicht der Juso-Vorsitzende sollte das tun.

Ich

Das ist zumindest beschwichtigend. Allerdings hört man da auch raus. Man musste intern kurz über WhatsApp konferieren um sich in der SPD darüber zu verständigen dass jetzt nicht alle auf Kühnert einschlagen ausgewählt als Wasserspender wurde dann wie so häufig Ralf Stegner. Zurück in der ARD fand man dann erst Positives über Kevin Kühnert Alsmann und das muss man hier auch explizit dazusagen indem man in die Partei und die Politik verlassen hat um Wortspenden zu finden.

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Anders als in der eigenen Partei stößt Künasts Vorstoß Bei Politikwissenschaftlern auf positive Resonanz. Das klingt etwas wie die Juso Mottenkiste der frühen 70er Jahre. Aber es erfüllt eine wichtige Funktion. Es provoziert endlich wieder eine bessere Debatte über die Ungleichheit in Deutschland.

Ich

Na immerhin. Aber auch hier hat man wieder nur über die Debatte zur Ungleichheit gesprochen und nicht über die Ungleichheit selbst. Darüber wie drängend dieses Problem Wer und wie prädestiniert die SPD wäre diese politische Diskussion aufzugreifen äußert sich hier nach Wolfgang Merkel den wir eben gehört haben. Noch ein zweiter Politikwissenschaftler Elmar Wiesental.

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Und Politikberater Wiesental sagt die SPD habe ohnehin nichts mehr zu verlieren. Im Europawahlkampf könnten Künasts Thesen gar Pluspunkt sein. Wir haben hier eine Zeit der Angleichung der Parteien sodass die Wählerinnen und Wähler nicht mehr unterscheiden könnten wofür stehen die Parteien. Und jetzt muss wieder Position bezogen werden Flagge gezeigt werden. Insofern ist das ein positiv zu bewertende Schritt Denn Demokratie lebt von der Auseinandersetzung.

Ich

Also wenn Redakteure glauben sie müssten uns das nochmal erklären, kann man daraus nur die Schlussfolgerung ziehen dass es wirklich düster aussieht Wir wissen nicht mal dass zur Demokratie Auseinandersetzung gehört es muss uns ja noch einmal erklärt werden. Entsprechend düster ist auch der Gemütszustand wenn man das Fazit aus diesem Bericht hört.

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Eine Auseinandersetzung oder gar eine breite Debatte über linke Werte in ihrer Partei. Die vier SPD-Chefs im Norden schienen dafür heute nicht bereit.

Ich

Hier haben wir jetzt wenig gelernt weder über die Lösungen die Kevin Kühnert im Gespräch in den Raum stellte auch über die Probleme weshalb er das gemacht hat. Stattdessen bekommen wir hier nochmal die volle Packung historische Erinnerung allerdings völlig falsch in Tagesthema Kommentar von Christian Schwizer.

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Da hat der Juso-Chef seiner Partei heute einen echten Bärendienst erwiesen. Die Nerven liegen blank in der SPD. Wenige Wochen vor der Europawahl und den danach anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland kommt einer aus der SPD und lässt den Sozialismus hochleben. Man könnte darüber lachen wie der Finanzminister heute ist als eine Jugendsünde abtun oder wie der Seeheimer Kreis spottet als geistige Vernebelung im Drogenrausch.

Die Reaktionen darauf zeigen dass die Sozialdemokraten es eben nicht ganz so lustig finden. Sie wissen Das ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen im Osten die auf die Straße gegangen sind um den real existierenden Sozialismus abzuschaffen.

Ich

Bei dem Ausmaß an Medien Verdrossenheit im Osten da kenne ich mich aus da komme ich her. Es ist doch erstaunlich auf welche Art und Weise hier in der ARD diese Ostdeutschen noch einmal als Geisel genommen werden für ein Argument.

Indem nämlich behauptet wird für sie wäre es ein Schlag ins Gesicht, wenn ein Politiker davon anfinge darüber zu sprechen ob beim Thema Mieten politisch mehr möglich ist als tatenlos daneben zu stehen, wenn neue Mietverträge unterschrieben werden die heute doppelt so teuer sind wie vor zehn Jahren. Dass sie hier noch einmal propagiert Kevin Kühnert hätte. Sozialismus also eine überwindung der Demokratie gefordert zeugt von wirklich erstaunlichem Mut.

Dazu gehört dann aber auch dass man Inhalte aus der eigenen Sendung wirklich ganz weit weg drängen muss damit niemanden beim Zuschauen auffällt. Wie groß dieser Quatsch ist dass es trotz allem in der ARD so gut funktioniert. Die Rentner Republique medial zu bespielen ist wirklich erstaunlich. Bei Anne Will war gestern Kevin Kühnert zu Gast. Er wurde schon angefragt bevor sein Gespräch veröffentlicht wurde hat Anne Will extra nochmal auf Twitter betont.

Thematisch sollte es auch um das Klima gehen aber wie es so ist wenn Kevin Kühnert da ist und die Kontroverse auch da macht man auch ihn zum Thema. Auch da war und das ist jetzt interessant weil wir eben jetzt nur SPD-Politiker gehört was ist eigentlich mit den anderen. Michael Kretschmer der hat ja damals für die CDU seinen Wahlkreis bei der Bundestagswahl verloren. An ein AfDler womit er nicht mehr in den Bundestag einzog und auch als Vize Fraktionssprecher nicht mehr zur Verfügung stand.

Man hat ihn dann zum Ministerpräsidenten in Sachsen gemacht und jetzt verteidigt er die Sachsen und er weiß Kevin Kühnert wurde hier von seiner eigenen Partei als vogelfrei gemeldet. Im politischen Deutschland also hat er sich als Ministerpräsident eines ostdeutschen Landes und CDU-Mitglied den allergrößten Vorschlaghammer rausgeholt.

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Herr Kretschmar Kevin Kühnert hat die Woche eine Systemfrage aufgeworfen hat der ZEIT ein Interview gegeben über das viel diskutiert worden ist und für das er zum Beispiel von den Konservativen nicht zuletzt heftig verprügelt worden ist. Er hat darin unter anderem gesagt Der Grundsatz ist unverändert was unser Leben bestimmt soll in der Hand der Gesellschaft sein und demokratisch von ihr bestimmt werden.

Wäre das wirkungsvoller für den Klimaschutz wenn die Gesellschaft die Sache in die Hand nehme die Gesellschaft nehme es in die Hand dass die Politik weiterhin die selbst gesteckten Klimaziele verfehlt. Ich finde wir haben genügend Populisten in diesem Land.

Ich

Und so wie er seine Antwort schon einleitet will er sie auch weiterführen. Nach einem kleinen hin und her bei dem Kevin kühner dann auch noch einmal das Wort bekam drehte Kretschmer die Rentner Republik auf 180.

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Dass sie da immer noch glauben dass mit Freiwilligkeit das funktioniert und dass das alles freiwillig hält und das Land sie vor sich haben. Ich kann nur eins sagen Wir leben in der Bundesrepublik Deutschland eines der großartigsten Länder die es gibt seit 60 Jahren mit einer sozialen Marktwirtschaft übrigens keinen Kapitalismus und Kapitalismus sehen wollen. Lesen Sie mir das Buch Die Weber von Gerhart Hauptmann. Wir haben soziale Marktwirtschaft.

Das hat der Bundesrepublik Deutschland Wohlstand gebracht hat uns hier in den neuen Ländern in zwanzig Jahren in Wohlstand gebracht und jetzt so zu tun als wäre das alles unmöglich entbehrt jeder Grundlage Ich respektiere ihre Meinung wenn sie Sozialismus haben wollen bitteschön.

Ich teile ihn überhaupt nicht ich habe ihn selber erlebt. Es ist eine furchtbare Staatsform Unfreiheit, zu einer gewaltigen Umweltzerstörung geführt die wir jetzt in der Marktwirtschaft und der Demokratie beiseite gebracht haben so gut ging es uns noch nie. Ich finde es unmöglich und ich finde es vor allem unverantwortlich dass wir noch einmal ihre Meinung äußern sollten sie haben. Aber sie bringen die Menschen in diesem Land so was von auf. Anstatt an den Problemen wirklich zu arbeiten warum,

ihr Leben. Die Frage ist ein Versagen von Politik bringt Leute auch ein Versagen von Politik die nicht bereit war Wohnraum zu schaffen Grundstücke auszuweisen vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen dass die Kosten nicht steigen für die Mieten. Und jetzt kommen sie genauso an dem Tag wo sie angefangen haben auszureisen. Hat man die Mauer gebaut. Es ist genau die gleiche.

Ich

Tja müssen wir nicht weiter hören. Der Eindruck der hier aufkam gilt auch für den Rest der Sendung an der Energie und dem Engagement von Kretschmar kann man aber glaube ich ablesen, dass er wohl auch weiß dass inhaltlich genau das Gegenteil von dem wahr ist was er sagt nicht Kühnert will das demokratische Spektrum verlassen,

sondern er will es ausschöpfen damit es den anderen nicht so einfach fällt es tatsächlich zu verlassen und das Kretschmar Kühnert hier in eine Reihe stellt mit dem Populisten gegen die, Kretschmar sich in Sachsen gerade hat mit seinen Sachsen Gesprächen nämlich gegen die AfD. Das ist einfach unglaublich aber in so einem Fernseh Umfeld wie in der ARD an diesen Abenden ist es eben auch möglich.

Es passt eins zu eins zur Berichterstattung in den Tagesthemen zuvor im ZDF ist das insgesamt nicht ganz anders. Auch wenn Ralf Stegner da zu Wort kam ich bin mir nicht ganz sicher ob man hierfür jetzt einen neuen Begriff braucht aber ich glaube bei dieser Art und Weise wie Marietta Slomka hier Verständnis zeigt dachte ich an Womens Planning.

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Schaut man sich die Job description eines Juso-Vorsitzende an Macht Kühnert eigentlich nur genau das was von ihm erwartet wird. Erstens Ein Juso-Chef sollte nicht nur möglichst jung sein und auch so aussehen. Er Kapuzenpulli als Krawatte sondern auch jugendlichen Idealismus ausstrahlen gegebenenfalls radikal sein jedenfalls nicht abgeklärt pragmatisch. Dafür sind andere zuständig. Zweitens Juso heißt nicht junge Sozialdemokraten sondern Jungsozialisten.

Also sollte ein Juso-Chef schon noch ein paar Reste Original sozialistischen Gedankenguts auf Lager haben sonst macht der Name ja gar keinen Sinn mehr. Und drittens zur Aufgabe eines Juso Chefs gehört es natürlich auch die Führung der Mutterpartei regelmäßig und möglichst öffentlichkeitswirksam zu piesackt.

Ich

Na wenigstens das Piesacken ist ja gelungen. Nicht ganz uninteressant war im heute journal eine kleine historische Erinnerung die gar nicht allzu weit zurückreicht. Die Redaktion hat nochmal im aktuellen Grundsatzprogramm der SPD nachgelesen.

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Tatsächlich spricht die SPD in ihrem Grundsatzprogramm von 2007 von einer Vision des demokratischen Sozialismus. Man könnte sagen Kühnert nimmt die Idee einfach nur wieder auf. Dass er so viel Wirbel auslöst hat ihm wohl selbst am meisten überrascht. Vor Kameras wollte er heute nichts mehr sagen.

Ich

Dazu passend hat Wolfgang Michal am Wochenende noch einmal auf die Satzung der IG Metall hingewiesen. Der Tweet dazu lautet Und jetzt schauen wir uns mal die Satzung der IG Metall an. Paragraf 2 Ziele der IG Metall Punkt 4 überführung von Schlüsselindustrien und anderen marktbeherrschenden Unternehmen in Gemeineigentum. Beschlossen wurde dieses Ziel 2015 beim großen Gewerkschaftstag in Frankfurt.

Wenn also BMW Betriebsräte sich in die Reihen der politischen Basha einreihen stimmt irgendwas nicht. Allerdings liegen auch diese Gewerkschafter mit ihrem Einkommen im Top ein Prozent von Deutschland wenn nicht sogar im Top 0,1 prozent, anhand des Finales der Berichterstattung im heute journal kann man auch hier ableiten wie die Berichterstattung so insgesamt aussah. Am Ende klang es dann so.

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Bei aller Kritik aus allen Richtungen von einer Seite gab es immerhin Applaus von der Linkspartei.

Ich

Dass es Berichterstattung zum Thema die niemand braucht und auffällig ist wie sehr sich Fernsehberichterstattung und die Thematisierung im Radio voneinander unterscheiden, tags drauf am Freitag das war nicht uninteressant musste die SPD dann irgendwie so ein Spagat machen auf der einen Seite wollte sie Aufmerksamkeit für ihren Wahlkampfauftakt. Dazu standen ein paar Bierbänke in Saarbrücken.

Kamerateams waren eingeladen auf der anderen Seite wollte man diese Aufmerksamkeit allerdings nicht für Kevin Kühnert weil man glaubte er sei ein Wähler schräg. Dort allerdings hat er sich dann auch das erste Mal geäußert. Seit der Veröffentlichung des Gesprächs in der Zeit.

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Europa Sterne auf dem Hoodie kam auch Kevin Kühnert nach Saarbrücken. Der Juso-Chef hat eine Debatte losgetreten die man vielleicht lieber ein anderes Mal geführt hätte. Aber dazu steht er. Den größten Fehler den wir machen könnten ist wenn wir alle inklusive jetzt vor jedem Statement ängstlich immer überlegen würden wem könnte das Missfallen wem könnte man damit auf die Füße treten.

Ich habe überhaupt kein Problem eine Minderheit die Meinung zu vertreten Widerspruch auch in der eigenen Partei zu kriegen aber ich will dass es eine Diskussionskultur gibt in der man offen in einem demokratischen Rahmen über Dinge nachdenken kann.

Ich

Und das zeigt dann schon die ganze Misere. Selbst Kevin Kühnert kommt gar nicht mehr zu politischen Inhalten sondern er hat die ganzen Hände voll damit zu tun über die politische Debatte selbst zu reden, damit kommt man inhaltlich natürlich gar nicht vorwärts sondern man bedient genau das Ansehen derer die mit der pauschalen Kritik an den äußerungen von den äußerungen ablenken wollten.

Und was natürlich immer dann ganz gut gelingt wenn man von der Ebene der Inhalte auf die Ebene der Form wechselt. Nicht von Inhalten getrübt ist dann auch der O-Ton den man von Andrea Nahles ausgewählt hat um zu zeigen was ihr wichtig ist. Bei diesem Wahlkampf.

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Europa wollen viele Wähler das Rad der Geschichte zurückdrehen. Ein Europa der Schlagbäume ein Europa des Nationalismus und wir wollen diesen Geisterfahrer das Rad nicht in die Hand geben. Wir werden es bekämpfen. Wir werden Europa demokratisch stark demokratisch und sozial gestalten.

Ich

Fernab aller Inhalte kann sein dass in der Rede noch irgendwas nannte ausgewählt wurde hier jedenfalls nichts. Und sie kann es ja über die Rede ein bisschen Steuern was am Ende ausgewählt wird. Genau so ist es auch bei Katharina Barley. Hier hat man sich für einen O-Ton entschieden der aus so einer, Diskussion mit den Anwesenden kommt es ist keine klassische Rede Situation und im Raum stand wahrscheinlich die Frage Wie bekommen wir denn jetzt die Jungen wieder zurück in die Politik.

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In der Wahrnehmung ist dass da tatsächlich der Brexit auch in der jungen Generation ganz viele Groschen zum Fallen gebracht hat. Ganz viele aufgeweckt hatte ich erlebst jedenfalls in den Versammlungen die wir machen. Dass da auch ganz viele junge Menschen sind die kapiert haben wir müssen bei dieser Wahl alle runter vom Sofa.

Ich

Das ist natürlich ein sehr lustiges Bild. Dass ausgerechnet die Jungen gerade von der Politik enttäuscht sind und sich von ihr abwenden weil sie zu viel auf ihrem Sofa herum säßen. Genau das Gegenteil ist wahr. Alte Menschen die seit 30 40 Jahren in derselben Wohnung wohnen die ihnen vielleicht sogar gehört, die sich von ihrem Bankberater empfehlen lassen in welchem Jahresrhythmus Sie Ihr Auto erneuern. Das alte findet ja immer noch einen Käufer.

Die seit 50 Jahren die gleichen Konsum entscheidungen treffen. Und ein stabiles soziales Umfeld aus drei Kumpels aus der Nachbarschaft pflegen, die sitzen viel eher auf dem Sofa als junge Menschen die notgedrungen ihre Biografie aufbauen wollen dass in der Peripherie bei ihren Eltern auf dem Land nicht schaffen und in der kleinen Wohnung bei ihren Eltern in der Stadt auch nicht die, sich fragen Wo fange ich an zu arbeiten oder zu studieren. Was kostet mich das und wie komme ich dahin.

Die sitzen nicht auf dem Sofa. Das sollte man ihnen nicht unterstellen und sie brauchen auch kein Brexit um aufzuwachen. Die sehen allerdings am Brexit dass selbst in schwierigen und von der Politik selbst verursachten Problemen die Politik keine Lösung findet. Wer tatsächlich politikverdrossen auf seinem Sofa sitzt der wird vom Brexit nur noch mehr auf ihm gehalten hat Katharina Barley nun wenigstens noch was zu Kevin Kühnert gesagt. Ja tatsächlich.

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Das ist die Aufgabe eines Juso-Chefin traditionell auch mal zu provozieren oder auch mal Visionen in den Raum zu stellen nichts anderes hat er gemacht.

Ich

Das ist genau die gegenteilige Aussage davon was einem als jungen Menschen vom Sofa runter und die Politik und vor allem die Demokratie hinein holt. Aber gut sprechen können wir hier Kevin Kühnert noch einen Abschluss Satz hier nicht sprechend denkend wie bei unerwarteten Fragen in einem Gespräch, sondern eingerahmt von seinen Politikerkollegen kommt noch einmal ein durchorganisierte Satz der allerdings ins Leere läuft.

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Eine Stimme für die SPD ist bei dieser Europawahl auch eine Stimme für junge Menschen weil wir eine bunte Truppe ins Europaparlament schicken.

Ich

Glauben wir dass ich saß am Wochenende auf einer Wiese und hatte ein bisschen Freizeit, und bin dabei eine Empfehlung von Pippo gefolgt der auf Twitter den Wahlkampfauftakt von Die PARTEI verlinkte. Martin Sonneborn und Niko Semmelroth haben sich die Volksbühne genommen und dort so eine Dreiviertelstunde so lange es jedenfalls das Finale Video und eine Dreiviertelstunde Wahlkampfauftakt gemacht und Pippo hat völlig zu Recht dazu geschrieben.

Genau so sollte es jede Partei machen nur weil die Partei sagt wir machen hier Politik mit satirischen Mitteln kann ja auch jede andere Partei mit ihren Mitteln kommen aber sie sollte es tatsächlich genau so machen wie die Partei es gemacht hat. Ich werde euch das Verlinken das ist zeitgeistig ein sehr gutes Dokument. Ich denke jetzt so kurz vor der Europawahl sollte das auch jeder kurz sehen was da ablief. Ansonsten würde ich sagen für heute Schluss Die Stunde ist längst überschritten.

Wir haben heute hier mit der Kühnert Kontroverse einen kleinen Zeitgeist eingefangen bzw. Der allgemeine Zeitgeist materialisierte sich die vergangenen vier Tage mit all seiner konservativen stagnierenden Tatenlosigkeit. Oder anders gesagt Es war wirklich sehr betrüblich was abgelaufen ist.

Da mir allerdings die Gemütszustände so betrüblich Sie sind sehr wichtig sind um die Rentner Republik zu beschreiben, werde ich das jetzt in der Form so öfter machen ein bisschen tagesaktuell zu sein und ich werde damit auch regelmäßiger sein denn ich habe gemerkt ich muss mich selbst ein bisschen unter Druck setzen. Ansonsten sitze ich nämlich nur an meinem Buch Skript und Fliege damit doch sehr über den Wolken.

Es macht Sinn ab und zu mal so runter zu schauen wie die Sachlage und die Diskussion darüber so sind. Es wird also nicht wieder vier Wochen dauern bis die nächste Ausgabe kommt und damit sage ich hingehauen.

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