Herzlich willkommen bei t3n MeisterPrompter, dem Podcast, der deine Prompts auf Hochglanz poliert. Und ich weiß, eine sitzt hier jetzt schon mal und denkt sich, Gott sei Dank hat Stella diesmal diesen Satz richtig gesagt. Und das ist Renate von Renate.gpt. Genau, und wunderbar hast du das eingeleitet hier. Stella vom t3n Magazin. Genau, ich bin sehr stolz auf dich. Schön, dass du diesen Satz erinnern kannst.
Also, falls ihr euch fragt, was wir hier eigentlich machen, wir geben jede Woche immer Prompt-Tipps, also Tipps, wie ihr KI einfach gut nutzen könnt, ChatGPT, Gemini, you name it. Und vielleicht bin ich in vergangenen Folgen manchmal über unsere Einleitung, die wir in jeder Folge sagen, gestolpert. Ja, möglicherweise habe ich genau das vergessen, aber diesmal hat es ja, vielleicht stand es in meinen Notizen.
Wunderbar. Ja, du sagst es richtig. Normal geben wir ja immer Prompt-Hacks und schauen halt, was habt ihr für Anwendungsbeispiele? Was könnte man vor allem im Berufsalltag denn damit so alles anstellen? Und wir sind im Kontext dessen über eine Stanford-Studie gestolpert, beziehungsweise über einen Artikel vom Medium-Magazin, der da versprach oder beziehungsweise in den Raum gestellt hat, ob Prompt Engineering tot ist und dass da jetzt eine 8-Word-Solution da ist.
Und da waren wir natürlich, hey, hörig, da waren wir so, hör mal, das wollen wir jetzt aber mal genauer wissen. Und sind dem Ganzen natürlich auf den Grund gegangen, haben euch das mitgebracht. Also erstmal auch, worum geht es da jetzt? Diese Studie, die ist von Stanford, von der Nord-Eastern und der West Virginia University. Jetzt habe ich alle drei genannt. Oh. Und ja, und da geht es eben um dieses Verbalized Sampling.
Jetzt muss ich aber mich auch nochmal bedanken, weil darauf aufmerksam gemacht hat uns mein lieber Kollege Wolfgang Stieler vom TR Magazin, also von der Technology Review. Und an der Stelle, die haben auch im Podcast den MIT Technology Review Podcast. Und wir packen euch den Link mal in die Show Notes. Hört da gerne rein. So, aber jetzt, Housekeeping haben wir abgeschlossen erstmal, kommt erst am Ende der Episode.
Genau, ein Medium-Artikel, wo es eben darum ging, wie kann man eigentlich, ja, ein bisschen mehr Varianz auch in den Ergebnissen bekommen. Und es gibt da ja auch ein Problem an der ganzen Sache, warum das auch so spannend ist.
Genau, also ich meine, ihr kennt es ja wahrscheinlich, also so einer der Hauptgründe, warum Leute sagen, boah, ist ja alles KI generiert, ist ja meistens dieses, es klingt ja alles gleich und es ist irgendwie langweilig geworden, es ist alles halt so, du merkst halt sofort KI.
Woran liegt das denn? Das liegt natürlich daran, dass KI so gebaut ist, dass wir das halt, ja, irgendwie ja auch, dass es für uns bekannt vorkommt, beziehungsweise wir, warum sorgen wir eigentlich dafür, dass Ergebnisse langweilig werden? Ja, sagst du es, es liegt an uns. Wir sind das Problem, wie immer. Es ist immer die Person, die vor dem Laptop sitzt irgendwo.
Aber tatsächlich ist es in dem Fall irgendwo so, denn das ist euch wahrscheinlich ja schon mal aufgefallen, dass in so gängigen Chatbots kriegst du ja oft so eine Option, welches Ergebnis du besser findest. Stella, nach was suchst du das denn immer aus eigentlich? Weil die Inhalte sind ja eigentlich irgendwo relativ ähnlich, oder?
Also zum Beispiel hatte ich gestern erst den Fall, dass ich in meinem privaten ChatGPT was eingegeben habe und dann auch entscheiden musste, welche Option mir besser gefällt. Das steht ja dann auch immer drüber, hier für Promptraining. Entscheide dich mal, was gefällt dir besser, A oder B. Und ich persönlich, es kommt immer so ein bisschen drauf an. Erstens nehme ich das, was aus meiner Sicht richtiger wirkt. Zum Beispiel gestern, in dem einen Ding war ein Fehler.
Und zweitens nehme ich natürlich das, was mir irgendwie so bekannt vorkommt, wo zum Beispiel auch der Look so aussieht, wie ich das gewöhnt bin. All sowas und das mache ich in Sekundenschnelle, weil es einfach vertraut aussieht. Ich weiß nicht, vielleicht ist es bei dir ähnlich?
Es ist bei mir auch so, weil tendenziell, wenn ich vor allem irgendwie schnell was mit Chagibit machen will, dann habe ich natürlich auch nicht die Musse, mir im Detail alles anzuschauen und zu überlegen, oh ja, das ist aus einem spannenden anderen Blickwinkel betrachtet. In den meisten Fällen ist man ja irgendwie gerade im Tun und nimmt dann, wie du halt gesagt hast, und das muss nicht unbedingt bewusst passieren, sondern das ist unterbewusst einfach.
Du nimmst halt das, was dir irgendwie bekannt vorkommt, weil Bekanntes ist auch häufig konnotiert, dass wir denken, dass es auch einfach richtiger ist, weil wir das halt so kennen. Und das, was wir kennen, ist ja auch immer richtig. Also weiß ich, wie das bei euch läuft. Genau, also von daher sorgen wir dafür, dass halt, also vor allem, das ist ja jetzt auch nicht nur ein Sampling von, Stella und mir und wir haben darauf Einfluss, sondern das ist ja quasi über
alle Nutzer hinweg, lernt das ja dann. Was mögen die Nutzer mehr? So und natürlich sieht man dann über viele Leute hinweg, ist diese Tendenz dann halt da und was passiert? KI generiert immer mehr diese vorhersagbaren Ergebnisse, weil wir dafür halt auch zuständig sind. Wir haben halt irgendwas mal gesagt oder wir sorgen halt einfach regelmäßig dafür. Ist auch, meine Güte, wir sind halt nur Menschen. Es ist auch in Ordnung.
Aber wir können dem Ganzen auch... Ich finde es Gut, dass du probierst, versöhnlich zu werden. Ja. Aber wir können dem Ganzen ja auch einen Riegel vorschieben. Was heißt ein Riegel? Nee, back to basics gehen. Nämlich tendenziell kann es das ja. Es muss nicht so sein, dass wir immer nur die langweiligste Antwort bekommen oder die wahrscheinlichste. Denn das ist natürlich so, wie halt so ein Chatbot funktioniert. Der gibt uns immer das, was wir am wahrscheinlichsten am besten finden.
Vielleicht nur, dass ihr jetzt nicht verwirrt seid und denkt, hä, aber wenn ich was bei ChatGPT eingebe, dann habe ich doch nicht immer eine Wahlmöglichkeit. Das passiert ja auch nur manchmal. Aber das Ding ist halt, damit wird ja weiter trainiert und das wirkt dann eben generell auf unsere Ergebnisse. Und in dem Artikel wird dann auch sowas genannt, wie wir stehen halt schon darauf, besser zu finden, was wir schon vorher mal gesehen haben, haben wir darüber gesprochen.
Ganz spannend, auch alles, was uns leichter zu verarbeiten vorkommt, Kognitiv, wirkt für uns auch qualitativ hochwertiger. Das war mir zum Beispiel auch gar nicht so bewusst, Dass man auch da sich ja so leicht in eine Richtung dann lenken lassen könnte. Aber was kann man dagegen machen? In dem Artikel, der ist übrigens hinter einer Paywall, das muss man jetzt dazu sagen und auf Englisch, da wird das Ganze eine 8-Word-Solution genannt.
Renate und ich haben uns das mal angeguckt. Wir haben genauestens nachgezählt, mehrmals, das könnt ihr uns glauben, und sind zu dem Ergebnis gekommen, es sind keine acht Wörter. Zumindest nicht, wenn man das Ganze so ein bisschen verallgemeinert. Also die Autorin in dem Artikel hat das so gemacht, dass sie einfach Witze angefragt hat. Weil, ist ja ein gutes Beispiel, es gibt immer noch dieses Klischee, was auch in Teilen stimmt, KI ist leider in der Regel nicht witzig.
Liegt vielleicht auch an den genannten Gründen, darüber können wir jetzt keine Aussage treffen, aber zumindest mit dem Thema Jokes, das ist nicht so ganz. Und sie hat dann eben gesagt, hey, okay, dann fordere ich gezielt fünf verschiedene Varianten bei diesen Witzen an mit Wahrscheinlichkeiten, sprich, wie wahrscheinlich ist es, dass du mir Antwort A, B, C gibst und dadurch möchte ich halt mehr Varianz triggern.
Das heißt, jetzt übersetzt so das Ganze bedeutet dann sowas wie, erstelle mir fünf verschiedene Witze und gib mir dazu die Wahrscheinlichkeiten an. Jetzt ist das aber natürlich nur an das Beispiel angebunden und wir haben uns gedacht, hey, wir müssen das ja natürlich allgemeiner formulieren, damit ihr das einfach gut verwenden könnt. Ihr wollt ja nicht nur Witze anfragen. Das wäre jetzt für einen Arbeitsalltag nicht so ganz hilfreich.
Genau, genau. Also übersetzt oder verallgemeinert wäre es ja quasi erstelle und dann die Anzahl von Antworten oder Varianzen, wie du möchtest. Wir haben es jetzt im Beispiel mit fünf. Erstelle fünf Antworten mit ihren Wahrscheinlichkeiten zu jeder Anfrage. Denn, also auch jetzt nochmal ein bisschen mehr rausgesumt, eine KI gibt euch ja immer die wahrscheinlichste Antwort. Und die wahrscheinlichste Antwort ist nicht immer die um die Ecke gedachteste.
Also das ist ja das Problem an der ganzen Sache. Und damit, dass wir halt triggern, dass sie diese Wahrscheinlichkeiten angeben soll, triggerst du auch automatisch, dass da Varianz reinkommt. Also dass es nicht nur diesen sicheren Mittelweg gibt, der halt eben dieses Vorausschaubare ist, sondern dass da immer, also ich versuche nicht kreativ zu sagen, weil Kreativität, da streiten sich auch die Geister, was jetzt wirklich Kreativität ist und was nicht. Aber am Ende wird es ein bisschen
diverser, meine Güte, nächstes Buzzword. Genau, also wir triggern einfach die KI in verschiedene Richtungen zu denken und uns da einfach mehr wiederzugeben, was eben nicht nur das ist, was auf der Hand liegt und wo man sagen würde, oh, ah ja, war ja klar, dass das KI macht. Und da haben wir natürlich auch geguckt, wie könnte man das denn jetzt mal austesten. Und falls ihr euch erinnert, haben wir in der letzten Folge Eventplanung mit KI gemacht.
Und ich habe das jetzt auch mal fröhlich hier eingegeben und quasi, also der Prompt ist auch, der ist schon relativ kurz so, aber ich habe halt gesagt, dass es mir verschiedene Varianten geben soll mit den Wahrscheinlichkeiten und da kamen tatsächlich nochmal andere Sachen raus, als das, was wir beim letzten Mal genannt haben. Den Link für die Folge findet ihr in den Show Notes. Also letztes Mal haben wir eben gesagt, hey, plan uns ein Event, eine fiktive t3n-Weihnachtsfeier haben
wir als Beispiel genommen und hatten sowas. Ich hänge da immer noch dran, ich gebe es ja zu. Ich habe es vielleicht auch ein paar Kolleginnen erzählt, die fanden es auch gut. Aber darum soll es jetzt nicht gehen, um diesen t3n-Weihnachtsmarkt, dieses Weihnachtsfestival. Also das war zum Beispiel eine Sache, die da rausgekommen ist, eben ohne nochmal extra die Varianz abzufragen. Was ist denn jetzt bei dir in deinem Zweitversuch?
Genau, so und ich habe es jetzt auch nochmal rausgesucht, also verschiedene Vorschläge für kreatives Team-Event in Berlin hatte ich jetzt mal mit reingenommen. Okay, wir fahren nach Berlin. Gut, wir fahren nach Berlin. Genau, und das erste ist so Urban Art Expedition, Graffiti und Street Art Workshop. Typisch GPT-Wahrscheinlichkeit 85 Prozent, sehr klassisch, kreativ, kooperativ und etwas pädagogisch angehaucht. Das, Ich suche jetzt mal das Unwahrscheinlichste raus. Das wäre so meins.
Hier Berlin's Secret Corners. Warum ist eigentlich direkt Berlin und alles ist auf Englisch? Radtour mit Aufgaben. Geführte Radtour zu versteckten Orten, Streetfood-Ständen und kleinen Galerien. Unterwegs löst es teamkreative Mini-Challenges oder fotografiert Themenmotive. GPT-Wahrscheinlichkeit 60%. Weniger klassisch KI-mäßig, eher spontan, erlebnisorientiert und urban. Also untypischerweise ziemlich locker. Aber finde ich cool. Also das finde ich nett.
Ich muss auch sagen, bei den Wahrscheinlichkeiten, da können wir nochmal drüber diskutieren. Ich finde ja die Radtour ein bisschen wahrscheinlicher als den Graffiti-Workshop so, jetzt aufs Erste hören, ohne mich jetzt tief in der Materie mit Planung beschäftigt zu haben. Aber ihr merkt, es geht jetzt auch primär auch bei diesem Tipp darum, einfach, wenn ihr was Kreatives habt, euch da mehr Input zu holen. Der muss an der Stelle dann nicht unbedingt total realistisch sein.
Aber wenn man gerade mit KI eben dieses, ich möchte mal raus aus meiner typischen Box, in der ich mich so bewege, aus meiner Bubble, wenn ihr das triggern wollt, dafür ist es dann auf jeden Fall sinnvoll und irgendwie auch ganz spannend zu sehen, wie beispielsweise in dem Fall jetzt ChatGPT Wahrscheinlichkeiten rankt. Ja, und ich kann ja auch nur noch mal sagen, wir haben einfach eine Varianz.
Das ist halt das, was wir am Ende triggern. Und es geht halt ja auch nicht darum, was ist jetzt das, welche Wahrscheinlichkeit Und also das nutzt euch ja am Ende ja eh nichts, eigentlich die Zahl zu haben, sondern es geht darum, das zu triggern. Dass KI halt da reingeht und halt verschiedene Wahrscheinlichkeiten rauszieht, das macht es einfach dann kreativer.
Genau. Und wie du eingangs gesagt hast, weil vielleicht wer uns jetzt schon länger zuhört, denkt sich, aber ihr habt doch schon mal auch in Folgen über Variationen gesprochen, zum Beispiel über Textvariationen, wo ihr auch gezielt, also wo wir auch gezielt gesagt haben, hey, ihr fragt dann drei verschiedene Vorschläge an. Das ist auch nach wie vor richtig. Das ist ja jetzt nicht falsch geworden. Aber es geht halt um dieses Kreative, wie wir das jetzt betont haben.
Das heißt, durch diese kleine Ergänzung mit Wahrscheinlichkeit habt ihr einfach mehr Unterschiedlichkeit auch in diesen Vorschlägen. Heißt im Umkehrschluss, wenn ihr zum Beispiel jetzt bei einem Text eigentlich schon sehr in einer Schiene seid und nur noch ganz, ganz feine Variablen haben wollt, dann macht es weniger Sinn, danach Wahrscheinlichkeiten zu fragen, sondern dann eher nochmal zu betonen, hey, die sollen sich schon sehr ähnlich sein.
Also nur, dass ihr eben je nach Einsatz so ein bisschen guckt, was für euch ganz gut ist. Wir haben mal geschaut, welche Folgen vielleicht so ein bisschen varianzaffin sind, wo ihr das nochmal ausprobieren könnt. Unter anderem haben wir eine Folge gemacht zum Thema FAQ-Erstellung. Also wenn ihr Lust habt, das da nochmal mit zu testen, könnte vielleicht ganz interessant sein, probiert es doch gerne mal aus. Und den Weihnachtsmarkt, den hatten wir jetzt auch gerade schon.
Und wir hatten auch mal eine Folge zum Thema Ideenfindung. Also ich glaube, FAQs wäre ein Beispiel für, da wollen wir nicht ganz so viel Variants haben. Da wissen wir schon die Richtung. Aber saubere Ideen, das war mal unsere Brainstorming-Folge. Das wäre ja was Kreatives, wo man sagt, hey, da haben wir schon Bock, einfach ganz, ganz verschiedene Vorschläge zu haben, die auch wirklich mal überraschend verrückt sind, wo man sich denkt, das wird es eigentlich nicht, aber danke für den Input.
Und ich würde sagen, wir haben jetzt nochmal eine Remote-Folge für euch. Also aber nächste Woche. Nächste Woche wollen wir das ändern. Da werden wir im Studio aufzeichnen. Und dementsprechend hören wir uns dann vielleicht im Ton ein bisschen anders. Aber trotzdem, es werden wieder Renate und ich sein. Und wir freuen uns, wenn ihr wieder einschaltet. Ihr hört uns nächste Woche wieder mit einem, dann wieder mit einer Prompt-Vorlage. Wieder natürlich Prompt-Tipps zum Einsatz.
Schreibt uns bis dahin gerne Mail mit Feedback an meisterprompte@t3n.de. Und dann bleibt uns nur noch zu sagen. 3, 2, 1, bleib sauber!
