S1E5 SCIENCE SLAM Claudia Wöckel: Sh**t, ich bin eine Bibliothekarin
Heutzutage scheinen Bibliothekar*innen wie aus vergangenen Zeiten entsprungen - doch: Sie sind oft die Retter in der Not, sagt Slammerin Claudia Wöckel.

Heutzutage scheinen Bibliothekar*innen wie aus vergangenen Zeiten entsprungen - doch: Sie sind oft die Retter in der Not, sagt Slammerin Claudia Wöckel.
Das All ist voll von Brocken - und alle paar Wochen kommt einer von ihnen der Erde nach kosmischen Maßstäben relativ nahe. Ab und an sind die Himmelskörper so riesig, dass auch Laien sie von der Erde aus mit einfacheren Teleskopen beobachten können. Und früher oder später könnte ein solcher Asteroid aus dem All auf Kollisionskurs mit der Erde geraten. Um die Katastrophe zu verhindern, die mit einem Einschlag auf der Erde verbunden wäre, arbeiten Expert*innen schon seit Jahren an Ideen für Abwehr...
Was haben Schokolade und Rauch gemeinsam? Der Nanotechnologe Samir Salameh erklärt die Sache mit den Aerosolen.
Wenn es um das Thema Erziehung geht, wird es schnell emotional: Fast alle Menschen - ob sie Eltern sind oder nicht - haben eine Meinung zur "richtigen" Erziehung von Kindern. Patric Seibel hat recherchiert, welchen Einfluss verschiedene Wissenschaften im Laufe der letzten Jahrzehnte auf die Erziehung von Kindern hatten und woher eigentlich unser Blick auf Kinder kommt. Im Gespräch mit Maja Bahtijarević erklärt er, in welchem Verhältnis Wissenschaft und Kultur in Erziehungsfragen stehen, warum Er...
Von A nach B, und das schnell! Mobilitätsforscherin Kathrin Viergutz durchleuchtet das Netz des öffentlichen Nahverkehrs.
Wie können Schüler systemisches Denken lernen? Christian Benninghaus brennt für Geografiedidaktik.
Wie halten wir es mit der Geschlechtergerechtigkeit im Deutschen? Egal ob Genderstern, Unterstrich oder Binnen-I: Gendersprache ist ein gesellschaftlich heiß umkämpftes Thema. Heide Soltau hat es für uns aus sprachwissenschaftlicher Sicht recherchiert und mit einer Pionierin, der feministischen Sprachkritik, der Linguistin Luise Pusch, gesprochen. Im Gespräch mit Maja Bahtijarević erklärt sie, was der Vergleich mit dem Englischen bringt, was die empirische Sprachwissenschaft dazu sagt und warum ...
Seit 60 Jahren fliegen Menschen in den Weltraum. Und all die Jahre galt eine Sache für alle Raumfahrer - egal ob sie aus den USA, Russland, China oder auch Deutschland kamen: Die Raumfahrt war ihr Beruf. Denn nur Profi-Astronauten war der Blick auf den blauen Planeten von oben vergönnt. Lange war nur Profi-Astronauten der Blick auf den blauen Planeten von oben vergönnt. Doch das gilt heute nicht mehr. Zu den staatlichen Raumfahrtagenturen haben sich in letzter Zeit Unternehmen gesellt, die Priva...
Wozu ist Rache eigentlich gut? Sebastian Schirrmeister erforscht diese Frage aus der Perspektive der Literaturwissenschaft.
Bakterien nehmen wir oft vor allem als Krankheitserreger wahr. Dabei schützen sie uns auch. Streng genommen sind wir auch im Haushalt von natürlicher Artenvielfalt umgeben - schätzungsweise sind aber nur 20-50 von 200.000 Bakterienarten pathogen. Deshalb ist aggressives Putzen oft kontraproduktiv. Wissenschaftsjournalist Marko Pauli hat mit einem Biologen gesprochen, der sich als Mikroben-Fan zu erkennen gibt, und er hat ein Hamburger Labor besucht, in dem mit plastikzersetzenden Bakterien gearb...
Wie gefährlich Zoonosen sein können, hat uns die Corona-Pandemie ganz deutlich gezeigt: Es gibt Erreger, die von Menschen auf Tiere und von Tieren auf Menschen übertragen werden können - so zum Beispiel das Influenza-Virus. Geflügel und Schweine können sich mit Grippeviren anstecken und dann auch Menschen infizieren. Wie groß ist also die Gefahr, dass es erneut zu einer Pandemie kommt? Und kommt diese dann aus Geflügel- oder Schweineställen in Deutschland? Die Wissenschaftsjournalistin Oda Lambr...
Armutsabwertung ist ein Standard des Boulevardjournalismus, der mit Hilfe von Klischees ganze gesellschaftliche Gruppen stigmatisiert. "Das ist Deutschlands faulster Arbeitsloser!" Ein Satz, der viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Doch es ist mehr als ein Medienphänomen: Die Soziologie erforscht Armutsabwertung schon länger. Welche Erkenntnisse gibt es über die Motive? Wer neigt besonders dazu, nach unten zu treten? Und was hat das für Folgen für Betroffene? Sebastian Friedrich hat sich sowohl w...
Die Pandemie hat viele Pflegekräfte aus dem Beruf getrieben, und schlechte Bezahlung war längst nicht allein der Grund. Denn die Corona-Krise zeigt ein Defizit im Gesundheitssystem überdeutlich. Permanente Überlastung der Einzelnen macht einen ethisch vertretbaren Umgang mit Patient*innen und Angehörigen für viele unmöglich - mit gravierenden Folgen für die Pflegenden. Die Wissenschaft kennt einen Fachbegriff dafür: Moralische Verletzungen. Die Medizinjournalistin Silke Jäger hat das Phänomen fü...
Die Forschung braucht Tierversuche, wenn sie Medikamente entwickeln will. Dass die Zahl der Tierversuche reduziert wird, ist allerdings erklärtes politisches Ziel. Doch in der Praxis ist es meist gar nicht so einfach, über ethische Grenzen zu entscheiden, weil Grundlagenforschung sich oft erst Jahrzehnte später auszahlt. Nach welchen Kriterien wird also festgesetzt, dass Tierleid in Kauf genommen werden darf? Wie weit sind innovative Ersatzmethoden wie Organs-on-a-chip und 3D-Modelle des menschl...
Krankheiten wie AIDS heilen, indem man das betreffende Gen einfach ausschaltet: CRISPR/Cas gilt als großer Hoffnungsträger der Forschung. Selbst gegen die Vermehrung des Coronavirus hat die Gen-Schere in der Zellkultur schon Erfolge vorzuweisen. Ihr großer Vorteil: Vereinfacht gesagt ahmt sie die Natur nach - gelenkte Evolution. Und der Protein-Bausatz ist nur wenige Klicks entfernt: Schon Studierende können das Instrument erproben, per Datenbank-Bestellung im Internet. Doch wie treffsicher ist ...
5G ist das wahre Virus, die Corona-Impfung ist ansteckend, an Masken kann man ersticken: In der Pandemie wimmelt es von Fake News. Dabei tappen wir gedanklich in Fallen, die die Forschung längst kennt: Kausalfehler, Bestätigungsfehler, Framing, Dunning Kruger-Effekt. Der Kognitionspsychologe Markus Knauff erklärt im Gespräch mit Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig, was Falschnachrichten mit unserem Denken machen, was ihre Verbreitung mit Aufmerksamkeit zu tun hat und wie man kognitive Verzer...
Dass Gesundheitsrisiken gesellschaftlich ungleich verteilt sind, ist lange bekannt. Trotzdem trägt die Pandemiepolitik dem nicht Rechnung. Das Coronavirus trifft arme und bildungsferne Menschen besonders hart, und das nicht nur beim Infektionsrisiko, sondern auch, was den Krankheitsverlauf angeht. In einer Sonderfolge spricht Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig mit dem Medizinsoziologen Nico Dragano über die sozioökonomische Seite der Corona-Krise. Er erklärt, was man aus früheren Pandemien ...
Der Schädel von Männern ist im Verhältnis zu ihrem Körper kleiner als der von Frauen. Daher müssen Männer intelligenter sein als Frauen - diese und ähnliche Aussagen wurden in den vergangenen Jahrhunderten dazu genutzt, die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen zu legitimieren. Mit dem relativ neuen Forschungsgebiet "Genderstudies" hat die Forschung rund um Gender und Geschlecht neuen Auftrieb erhalten. Wie groß sind die die Unterschiede zwischen den verschiedenen Geschlechtern wirklich? Und...
Aus europäischer Sicht waren große Teile Afrikas Mitte des 19. Jahrhundert noch weiße Flecken auf der Landkarte. Bis dahin waren kaum Forscher aus Europa dorthin gelangt - aber auch weil viele Forscher diesen Teil der Welt für uninteressant hielten. Diese Haltung versperrte den damaligen Wissenschaftlern den Zugang zum Beispiel zu Handschriften mit einem Wissensschatz, den es dort durchaus gab. Host Lucie Kluth spricht mit Autorin Heide Soltau auch über Forscher, die ganz anders an ihre Forschun...
Das Weltall ist unvorstellbar groß - da müsste es doch eigentlich irgendwo außerirdisches Leben geben. Forschende sehen das ähnlich und haben errechnet, dass es neben der Menschheit noch 35 weitere Zivilisationen im Weltall geben könnte. Aber wie weit von uns sind sie entfernt, falls es sie überhaupt gibt, und wie können wir sie uns vorstellen? Erwarten wir eine Lebensform, die den Menschen ähnlich ist - so wie wir es aus Science Fiction-Filmen kennen - oder müssen wir doch eher mit grünem Schle...
"Nachher isch geh noch Maschsee, isch schwör!" Wenn Jugendliche so reden, dann ist das ... richtiges Deutsch. Zumindest gibt es Sprachwissenschaftlerinnen, die das sagen. Denn "Kiezdeutsch", wie sie es nennen, ist eine Varietät des Deutschen, die regelmäßigen grammatikalischen Strukturen folgt. Und manche gehen noch weiter: Kiezdeutsch könnte ein Dialekt sein, wie Sächsisch oder Bayrisch. Natürlich ist diese Position nicht unumstritten. Doch warum eigentlich? Franziska Kracht erläutert im Gesprä...
Jede Nacht kommen die Träume - und davon sogar einige. An manche erinnern wir uns, an andere nicht. Bedeuten sie etwas oder sind sie ein reines nächtliches Neuronengewitter im Gehirn? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Wissenschaft seit Jahrzehnten. Wie kann man dem Phänomen Traum auf die Spur kommen? Sowohl im Schlaflabor als auch in therapeutischen Behandlungen befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Träumen und deren möglichen Bedeutungen. Journalist Patric Seibel erklär...
Billy muss ins Fitnessstudio: Biologinnen in Florida beobachten das Durchhaltevermögen von Meeresschildkröten auf dem Laufband - denn vieles an den natürlichen Lebensbedingungen der Unechten Karettschildkröte ist aus dem Gleichgewicht geraten. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht. Steigende Temperaturen, zu viel künstliches Licht am Strand und Herpesviren machen den Tieren Stress. Frisch geschlüpfte Schildkröten brauchen länger für den Weg ins Meer und sind darum stärker von Fressfeinden bedroh...
Was genau ist eigentlich die Natur? Gibt es überhaupt Natur, die nicht vom Menschen berührt ist oder ist der Mensch ein Teil der Natur? Ecuador hat auf diese Fragen ganz einzigartige Antworten gefunden: Der Andenstaat hat als bisher einziges Land der Welt die Natur als eigenständige Rechtsperson in seine Verfassung aufgenommen. Journalistin Elisabeth Weydt hat vor Ort recherchiert und erklärt im Gespräch mit Host Maja Bahtijarević, was das genau bedeutet, wo Unterschiede zu deutschen Naturschutz...
Die Coronakrise belastet alle, auch psychisch. Doch was macht sie mit wem? Kinder sind in besonderem Maße betroffen - manchmal aber auch in besonderem Maße resilient. Und jedes Alter hat andere Bedürfnisse. Korinna Hennig spricht in dieser Sonderfolge mit dem Intensivpädagogen Prof. Dr. Menno Baumann über Studienerkenntnisse und Risikofaktoren für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie. Er erklärt, warum man zwischen den Folgen von Pandemie, Lockdown und Quarantän...
Die Australier feiern schon wieder Partys, doch Deutschland schlägt sich mit Maskenverweigerern und Impfdebatten herum. Und wo Pandemiemüdigkeit sich breit macht, bekommt der Lockdown Risse. Die Wissenschaftsjournalistin Nele Rößler hat mit Sozialpsychologinnen gesprochen und sich die Fehler der deutschen Strategie erläutern lassen. Im Gespräch mit Lucie Kluth erklärt sie, wie wir aus dem Jojo-Effekt herausfinden könnten, warum Melbourne 111 Tage Lockdown durchgestanden hat und was Computerspiel...
Afrikanische Forscher werden in der internationalen Wissenschaft oft auf die Rolle der Jäger und Sammler reduziert. Denn das Erbe des Kolonialismus bedeutet, dass die Ressourcenausbeutung der Vergangenheit fortgesetzt wird: Es geht um geistiges Eigentum. Wissenschaftsjournalistin Yasmin Appelhans erklärt im Gespräch mit Maja Bahtijarević, warum gestandene Wissenschaftler aus Afrika manchmal die "Hidden Figures" im System sind und weshalb die "Teufelskralle" oder auch die erste Herztransplantatio...
Im Internet lauern Gefahren, wird oft gewarnt. Dabei denken viele wohl an das undurchsichtige Darknet als ominöse Plattform für illegale Geschäfte. Doch auch auf öffentlich zugänglichen Webseiten und in sozialen Medien können wir als Internet-Nutzerinnen und -Nutzer in Fallen tappen. Algorithmische Personalisierungen versuchen unser Klick- und Kauf-Verhalten zu lenken und in sogenannten Echokammern werden Verschwörungstheorien verbreitet. Wissenschaftsjournalist Michael Kurth erzählt im Gespräch...
Licht bedeutet für viele Menschen Wohlstand, Produktivität und Sicherheit. Doch zu viel Licht ist auch eine Bedrohung für Tiere und Pflanzen - und auch Menschen können unter Lichtverschmutzung leiden. Denn immer weniger Regionen auf der Welt werden nachts noch richtig dunkel. Lichtverschmutzung ist daher mittlerweile ähnlich bedrohlich für Lebewesen wie die Verschmutzung von Wasser und Luft oder die Verschmutzung durch Chemikalien. Wissenschaftsjournalistin Daniela Remus berichtet im Gespräch mi...
Die Geschichte des Antisemitismus reicht 2.000 Jahre zurück, begann als Feindschaft des Christentums gegen das Judentum, fand ihren traurigen Höhepunkt in der Shoah - und ist auch heute noch lange nicht aus den Köpfen der Menschen verschwunden. Die moderne Antisemitismusforschung versucht, Antisemitismus quantitativ und auch qualitativ zu erfassen. Wie weit ist er verbreitet? In welchen Formen tritt er auf? Und warum ist er so stabil? Doch die Forschung steht auch immer wieder in der Kritik: Sie...